Leisure Cargo GmbHLiquidiert

13627 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 195205
Eingetragen
13.1.2000
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und LuftfahrzeugenVermietung von LuftfahrzeugenGüterbeförderung in der Luftfahrt
Gegenstand
Der An- und Verkauf sowie das Management von Fracht und Frachtkapazitäten auf Linien- und Charterflügen sowie alle sonstigen Handlungen im Luftfrachtgeschäft.

Historie

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Management

NameRolle
Tillmann Jakob Peeters
seit 19.12.2018
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Leisure Cargo GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht gem. § 289 HGB zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016

Leisure Cargo GmbH, Düsseldorf

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Leisure Cargo GmbH (im Folgenden Leisure Cargo) war seit dem 19. Dezember 2013 eine 100 % Tochtergesellschaft der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG. Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 wurde mit der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Am 15. August 2017 hat die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG als Alleingesellschafterin der Leisure Cargo GmbH zusammen mit weiteren Unternehmen der airberlin Gruppe Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Charlottenburg in Berlin hat am 1. November das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Fluggesellschaft Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG (Kommanditgesellschaft) und das ihrer persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin), der Air Berlin PLC eröffnet.

Mit Schreiben vom 14. August 2017 haben wir den mit der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund gekündigt.

Die Gesellschaft hat im Rahmen der Entwicklungen um die airberlin Gruppe keine Insolvenz anmelden müssen. Am 24. Oktober 2017/8. Dezember 2017 wurde ein Kaufvertrag für die Gesellschaft mit dem Berliner Unternehmen Zeitfracht Luftfahrt Holding GmbH geschlossen. Die Übertragung erfolgt mit wirtschaflticher Wirkung zum 1. November 2017. Die wirksame Übertragung der Anteile erfolgte am 15. Dezember 2017.

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Leisure Cargo vermarktet die Belly-Kapazitäten ihrer Mandantencarrier. Das Netzwerk der Gesellschaft mit etwa 520 Passagierflugzeugen umfasst mehr als 350 Destinationen in ca. 75 Ländern und verbindet wichtige touristische Zentren mit Handelsmetropolen der Welt. Im Jahr 2016 hat die Leisure Cargo im Wesentlichen die Frachtkapazitäten der Air Berlin, Air Europa, Air Transat, ArkeFly, Belair, Condor, Orbest (bis November 2016), Jetairfly, Luxair, MeridianaFly (bis März 2016), Neos (bis Juni 2016), NIKI, Thomas Cook Airlines Belgium, Thomas Cook Scandinavia (ab November 2016), Thomson Airways, TUIfly und TUIfly Nordic vermarktet.

2. Ziele und Strategien

Die nachhaltige Steigerung der Kundenzufriedenheit und Wettbewerbsfähigkeit als Grundlage für profitables Wachstum versteht die Leisure Cargo als kontinuierliche Herausforderung für alle Unternehmensbereiche.

Die Leisure Cargo nutzt Wachstumschancen durch Netzwerkerweiterungen mit Interline-Partnern, eine verbesserte Auslastung der Frachtkapazitäten der bestehenden Mandantencarrier und die Akquisition neuer Mandantencarrier. Mit der Erweiterung des Mandantencarrier-Portfolios wird zudem die Abhängigkeit von einzelnen Carriern reduziert. Durch kontinuierliche Prozessverbesserungen und die Digitalisierung der transaktionalen Prozesse werden die Kundenzufriedenheit gesteigert und Prozesskosten nachhaltig gesenkt. Mit Steigerung der Frachtmengen werden die Stückkosten, wie z.B. die Frachthandlingkosten an Flughäfen, reduziert.

3. Steuerungssystem

Die bei Leisure Cargo eingesetzten finanziellen Steuerungsgrößen orientierten sich an den Vorgaben der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG und stellen die Basis für eine wertorientierte Unternehmensführung dar.

Das Umsatzwachstum stellt eine elementare Steuerungsgröße des operativen Geschäfts dar.

Als operative Ergebnisgröße für die Gesellschaft wird das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) herangezogen.

4. Forschung und Entwicklung

Leisure Cargo als Dienstleistungsunternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne. Kontinuierliche Prozessverbesserungen, die Digitalisierung der Prozesse und Produktinnovationen dienen der Absicherung und dem Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenentwicklung

1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenentwicklung

Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2016 ihr moderates Wachstum fortgesetzt, blieb aber hinter den ursprünglichen Erwartungen für das Gesamtjahr zurück. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die weltweite Wirtschaftsleistung im Jahr 2016 um 3,1 % zugenommen (2015: 3,1 %).

In den Industrienationen bremsten die Zurückhaltung der Unternehmen bei den Investitionen und die verhaltene Inlandsnachfrage die Wirtschaftsentwicklung. Auch die etwas schwächere Konjunkturentwicklung in den Vereinigten Staaten, das Brexit-Votum im Vereinigten Königreich und die weltweit wachsende Furcht vor Terroranschlägen haben die Entwicklung der Weltkonjunktur beeinträchtigt.

Niedrige Öl- und Rohstoffpreise entlasteten zwar die produktions- und konsumintensiven Volkswirtschaften, dämpften aber gleichzeitig die Wachstumsperspektiven rohstoffexportierender Länder wie Russland oder Brasilien. Chinas Wirtschaftswachstum ist im Jahresverlauf ebenfalls abgekühlt, hat sich aber weitgehend stabilisiert. Die Volksrepublik setzt nun auf einen konsequenten Strukturwandel mit einer gelockerten Geld- und Fiskalpolitik, mehr Binnenkonsum und einem stärkeren Dienstleistungssektor, um langfristig ein nachhaltigeres Wachstum zu gewährleisten. Die geringere Nachfrage in China bremste auch das Wachstum in anderen asiatischen Ländern.

1.2 Branchenbezogene Rahmenentwicklung

Der Güterverkehr in Deutschland hat in 2016 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 17. Februar 2017 (057/17) mit 4,6 Milliarden Tonnen den bisherigen Höchststand übertroffen und stieg gegenüber 2015 um 1,1 %. Laut der Verkehrsergebnisse für das Jahr 2016, die die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) am 07. Februar 2017 vorgelegt hat, stieg die empfangene und versandte Luftfrachtmenge auf deutschen Flughäfen um 3,4 % auf 4,6 Millionen Tonnen. Größter Umschlagplatz war erneut Frankfurt. Am Rhein-Main-Airport wurden insgesamt ca. 45,9 % bzw. 2,1 Millionen Tonnen des Luftfrachtvolumens umgesetzt.

Im Februar 2017 veröffentlichte die IATA die deutschen Produktionszahlen für das Jahr 2016. Insgesamt stiegen die Frachtumsätze in 2016 um 14,0 % (i. Vj. +10,2 %) (deutsche Spediteure, CASS Deutschland). Ein Wachstum wurde auf den Strecken nach Afrika (+3,1 %), Asien (+20,3 %), Commonwealth of Independent States (+4,5 %), Europa (+6,2 %), Lateinamerika und Karibik (+6,8 %) und auf dem Nordatlantik und nach Nordamerika (+20,0 %) erzielt. Ein Rückgang ist auf allen anderen Strecken zu verzeichnen: dem Mittleren Osten, Nordafrika (-0,3 %).

Infolge der sich langsam erholenden Weltkonjunktur stieg der Frachttransport von hochwertigen Gütern im Vergleich zum Vorjahr.

Bei den Tonnagen verzeichnete die IATA in 2016 im Vorjahresvergleich ein Wachstum um +2,1 % (i. Vj. 0,10 %), wobei sich die einzelnen Strecken recht unterschiedlich entwickelten. Zuwächse gab es auf den Strecken nach Asien (+4,5 %) sowie Nordasien (+13,8 %). Rückgänge auf den Strecken: Afrika (-4,5 %), Commonwealth of Independent States (-6,7 %), Europa (-3,6 %), Lateinamerika und Karibik (-5,3 %), Mittlerer Osten und Nordafrika (-6,1 %) sowie Nordatlantik und Nordamerika (-4,2 %).

2. Geschäftsverlauf

2.1 Angaben zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung vor Zinsen und Ertragsteuern

Die insgesamt beförderte Tonnage verringerte sich im Wesentlichen aufgrund des Verlusts der Vermarktung der USA-Strecken (mit Ausnahme von Florida) bei einem Mandantencarrier zum 1. Mai 2016 im abgelaufenen Geschäftsjahr um -20,6 % auf 103.086 t (i. Vj. 129.887 t). Bei gleichzeitiger Reduzierung des Brutto-Yields inklusive Surcharges auf 1,07 EUR/kg (i. Vj. 1,11 EUR/kg) sank der Gesamtumsatz um 23,3 % auf TEUR 110.914 (i. Vj. TEUR 144.617).

Aufgeteilt nach Destinationen ergibt sich folgende Tonnageverteilung:

Von allen Verkehrsgebieten der Leisure Cargo GmbH hat sich der südamerikanische Raum positiv entwickelt. Zurückzuführen ist dieser Anstieg auf Frequenzerhöhungen der Air Europa auf den Strecken zwischen Spanien und Südamerika. Die Rückgänge in Europa und Nordamerika sind insbesondere durch die Abgabe der Vermarktung der USA Strecken (exklusive Florida) eines Mandantencarriers an einen anderen Anbieter begründet.

Der Anteil der vermarkteten Tonnage, die durch konzerninterne Fluggesellschaften - Air Berlin, Belair und Niki - transportiert wurde, sank im Geschäftsjahr 2016 um 50,3 % auf 19.636 t (i. Vj. 39.489 t). Der Anteil an der Gesamttonnage betrug 2016 19,1 % (i. Vj. 30,4 %).

Die Mandantencarrier der Leisure Cargo wie auch die Gesellschaft selbst haben in den zurückliegenden Monaten bzw. Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit am Boden und in der Luft weiter zu erhöhen. Den gestiegenen Kosten für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen am Boden, Versicherungen sowie andere sicherheitsrelevante Maßnahmen, stellte die Leisure Cargo eine Security Surcharge gegenüber. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2016 TEUR 1.005 (i. Vj. TEUR 1.388) erlöst.

Die Fuel Surcharge im deutschen Markt lag im laufenden Geschäftsjahr konstant bei 0,45 EUR/kg. Die Höhe der Fuel Surcharge orientiert sich an den Preisen für Flugbenzin. Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die Erlöse aus Fuel Surcharge insgesamt TEUR 4.621 (i. Vj. TEUR 8.837).

Das Ergebnis nach Steuern vor Ergebnisabführung verschlechterte sich von TEUR 1.164 auf TEUR ‑9.113. Begründet ist dies im Wesentlichen durch geringere Umsätze und der, aufgrund von in den Materialaufwendungen enthaltenen Fixkostenbestandteilen, um 7,3 Prozentpunkte gestiegenen Materialaufwandsquote. Weiterhin haben Sondereffekte aus Einmalaufwendungen an eine Carriergruppe das Ergebnis belastet.

2.2 Mandantencarrier

Das Portfolio der Mandantencarrier hat sich durch den Ab- und Zugang von Mandatencarriern weiterentwickelt. Mit Wirkung zum 1.11.2016 wurde der Vertrag mit einer Mandantencarrier-Gruppe erfolgreich verlängert.

2.3 Investitionen

Bei der Leisure Cargo wurden im Geschäftsjahr 2016 keine wesentlichen Sach- oder Finanzinvestitionen getätigt.

2.4 Personal- und Sozialbereich

Zum 1. März 2016 hat die Gesellschaft neben Herrn Dr. Sieger einen zweiten Geschäftsführer, Herrn Thilo Schäfer, bestellt.

Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leisure Cargo beträgt zum Bilanzstichtag 58 mit einem Arbeitswert von 52,76.

Ende 2015 wurden Unregelmäßigkeiten in der Zusammenarbeit mit einem Dienstleister festgestellt. Dies betraf sowohl die Abrechnung des Dienstleisters an die Leisure Cargo als auch Zahlungen durch ihn an einzelne Mitarbeiter. Nach Aufarbeitung des Vorgangs wurden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Es wurden rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen ergriffen. Zudem trennte sich die Gesellschaft im Frühjahr 2016 von den betroffenen Mitarbeitern. Die Geschäftsbeziehungen zum Dienstleister wurden beendet.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2016 konnten betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 113.032 (i. Vj. TEUR 149.593) erzielt werden. Diese entfallen auf Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 110.914 (i. Vj. TEUR 144.617

-angepasst an BilRUG TEUR 145.282-) und sonstige betriebliche Erträge von TEUR 2.118 (i. Vj. TEUR 4.976 -angepasst an BilRUG TEUR 4.310). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind größtenteils Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 1.779 (i. Vj. TEUR 3.628) enthalten.

Der Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 33.702 bzw. 23,3 % auf TEUR 110.914 ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Tonnage zurückzuführen bei gleichzeitig gesunkenen Yield. Wesentliche gesunkene Umsätze waren in Europa und Nordamerika zu verzeichnen, was durch die Abgabe der Vermarktung der USA Streckenn (exklusive Florida) eines Mandantencarrier an einen anderen Anbieter begründet ist.

Der absolute Materialaufwand ist im Vorjahresvergleich um 16,8 % auf TEUR 103.621 gesunken. Der unterproportionale Rückgang im Vergleich zur Tonnageentwicklung ist im Wesentlichen durch die Kapazitätskosten bedingt. Der unterproportionale Rückgang der Kapazitätskosten inklusive Kerosinzuschlag und Sicherheitsgebühren um TEUR 7.997 bzw. 10,2% ist durch geänderte Fixkostenbestandteile begründet. Die Aufwertung des EUR gegenüber dem CAD und dem GBP im Geschäftsjahr 2016 hat dämpfend auf die Aufwandsentwicklung gewirkt. Erhöhend wirkten sich Einmaleffekte aus Sonderzahlungen an eine Carriergruppe aus.

Der Personalaufwand ist im Wesentlichen im Geschäftsjahr auf Grund der geringeren Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 13,3 % auf TEUR 3.145 (i. Vj. TEUR 3.626) gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 15.344 (i. Vj. TEUR 20.212). Im Vorjahresvergleich haben sich diese insbesondere durch den Rückgang der Provisionen Fracht in Höhe von TEUR 2.106 reduziert. Des Weiteren wurden weniger Forderungen in Höhe von TEUR 101 (i. Vj. TEUR 581) ausgebucht bzw. wertberichtigt. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen verringerten sich um TEUR 1.857 auf TEUR 1.744 (i. Vj. TEUR 3.601).

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um TEUR -28 auf TEUR -30 bedingt duch die Aufnahme eines kurzfristigen Darlehens.

Insgesamt erzielte die Gesellschaft einen Verlust vor Ergebnisabführung von TEUR -9.113 (i. Vj. Gewinn TEUR 1.164), der von der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, Berlin, auf Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichen wurde. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich von TEUR +1.166 auf TEUR -9.144.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme stieg um TEUR 743 auf TEUR 26.617.

Auf der Aktivseite ist der Anstieg im Wesentlichen durch die Forderungen gegen Gesellschafter von TEUR 3.744 begründet. Ursächlich hierfür ist die Forderung aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages. Gegenläufig sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.335 auf TEUR 19.069 gesunken.

Auf der Passivseite erhöhten sich im Wesentlichen die Sonstigen Rückstellungen von insgesamt TEUR 9.344 auf TEUR 13.608 (45,6%). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.474 resultieren aus einem kurzfristigen Darlehen der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, während sie im Vorjahr u.a. die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung enthalten hat.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 3.884 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 11.857) gesunken. Im Gegenzug erhöhte sich die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen.

Das Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 272. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 1,0 % und ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die Leisure Cargo war im Jahr 2016 in die Konzernfinanzierung des Air Berlin Konzerns eingebunden. Das innerhalb des Konzerns bestehende Cash Pooling wurde zum 16. Dezember 2013 gekündigt. Sofern Liquiditätsbedarf bestand, wurde dieser über die Verrechnungskonten mit der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, Berlin, zur Verfügung gestellt. Zudem hatte Leisure Cargo ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von maximal TEUR 4.500 bei ihrer Gesellschafterin im Geschäftsjahr 2016 afugenommen.

3.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Insbesondere aufgrund des Verlusts der Vermarktung der USA-Strecken (mit Ausnahme von Florida) bei einem Mandantencarrier und eine schwächere Marktentwicklung hat die Gesellschaft die erwarteten Umsätze deutlich verfehlt. Auch das prognostizierte EBIT wurde aufgrund dessen und von weiteren Sondereffekten deutlich unterschritten.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Beschäftigte aus- und weiterbilden

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Leisure Cargo mit drei Auszubildenden sich erneut ihren Bedarf an jungen Nachwuchskräften gesichert.

Gesundheit der Mitarbeiter fördern

Leisure Cargo entwickelt mit dem Arbeitsschutz und der Berufsgenossenschaft wirksame Systeme zum Schutz der Beschäftigten und zur Förderung der Gesundheit, des Wohlbefindens und der Arbeitsmotivation kontinuierlich weiter.

Kundennähe und Servicequalität als entscheidende Wettbewerbsvorteile

Die Qualität unserer Leistungen und die einhergehende Zufriedenheit unserer Kunden (Spediteure wie auch Versender und Privatkunden) sind von übergeordneter Bedeutung für den Erfolg unserer Geschäftstätigkeit.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Gesamtaussage zur prognostizierten Entwicklung

Für das Jahr 2017 war der Flughafenverband ADV positiv gestimmt. Die Wirtschaft sollte weiter wachsen, der Rohölpreis weiter niedrig bleiben und die geringen Energiekosten und die niedrige Inflationsrate sollten den Konsum steigen lassen. Dennoch sollte der Luftfrachtmarkt volatil bleiben, hieß es vom Flughafenverband. Risikofaktoren seien vor allem der Rückgang des Handels mit China und den Schwellenländern. Des Weiteren müsste sich die Verkehrsbranche im Jahr 2017 auf weitere Streiks einstellen. Die Prognosen des ADV ging insgesamt von einem Cargo-Wachstum von 1,7 Prozent im Jahr 2017 aus.

2. Entwicklung Leisure Cargo

Die Planung der Leisure Cargo für das Jahr 2017 wurde unter Berücksichtigung der erwarteten Marktentwicklung und der Entwicklung der Streckennetze der Mandantencarrier erstellt.

Für 2017 rechneten wir ursprünglich mit einem signifikanten Umsatzanstieg im Vergleich zu 2016, der allerdings unter dem Niveau des Jahres 2015 erwartet wurde. Das prognostizierte EBIT 2017 sah eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu 2016 vor und sollte im unteren positiven einstelligen Millionenbereich liegen.

Mit der Einstellung des Flugbetriebs der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG hat die Gesellschaft einen Carrier verloren. Der Umsatzanteil der durch die Vermietung der Frachtflächen der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG in 2017 belief sich per Ende Oktober auf etwa 15%. Aufgrund dieser Entwicklung musste das Umsatzziel der Gesellschaft für 2017 um etwa 8% reduziert werden. Trotzdem rechnet die Gesellschaft unverändert mit einem Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Zur Kompensation des Verlusts der Strecken der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG wurden im Verlauf des Jahres 2017 Gespräche mit potentiellen Carriern geführt. Wir gehen davon aus, dass die Gespräche in Q1.2018 erfolgreich abgeschlossen werden können.

Auch wenn das ursprüngliche EBIT Ziel 2017 aufgrund der beschriebenen Entwicklungen nicht erreicht werden wird, sieht das im Rahmen der aktualisierten Planung prognostizierte EBIT 2017 unverändert eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu 2016 vor. Wir gehen für das Geschäftsjahr 2017 von einem leicht negativen EBIT aus.

Einhergehend mit der deutlichen Verbesserung des operativen Geschäftes in 2017 hat sich auch die operative Finanzlage deutlich verbessert. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die notwendige Liquidität zukünftig aus dem operativen Geschäft erwirtschaftet werden kann. Darüber hinaus steht der Gesellschaft zur zukünftigen Sicherung der Liquidität (zusammen mit zwei weiteren Unternehmen) auf Ebene der Zeitfracht Luftfahrt Holding GmbH ein Rahmenkredit zur Verfügung, der als Kontokorrent, Avalkredit (nicht jedoch für Kreditsicherungen) sowie als Geldmarktkredit wahlweise in Anspruch genommen werden kann. Die Inanspruchnahme als Avalkredit (nicht jedoch für Kreditsicherung) ist bis zum Gesamtbetrag von maximal EUR 5,2 Mio möglich, die Inanspruchnahme als Geldmarktkredit bis zum Gesamtbetrag von maximal EUR 2,6 Mio. Es ist beabsichtigt, weitere Kreditlinien zu vereinbaren.

Auch in 2017 werden wir die Qualität unserer Leistungen verbessern, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu fördern.

Für 2018 rechnen wir mit einem Rückgang der Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich, gleichwohl gehen wir von einer deutlichen Verbesserung des EBITs aus, das im positiven Bereich erwartet wird.

Zukünftig soll ein Großteil aller weltweit verschickten Luftfrachtsendungen papierlos abgewickelt werden. Das IATA-Projekt e-freight hat den papierlosen, computergestützten Luftfrachtverkehr zum Ziel. Unter der Schirmherrschaft der IATA umspannt dieses Projekt die gesamte Luftfrachtindustrie: Frachtfluggesellschaften, Spediteure, Bodenabfertigungs-Agenten, Kunden und die Zollbehörde. Leisure Cargo plant die schrittweise Umsetzung von eAWB beginnend im Jahre 2017.

3. Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken ergeben sich insbesondere aus den allgemeinen konjunkturellen Rahmendaten, insbesondere der Entwicklung des Welthandels und damit der allgemeinen Nachfrage nach Transportdienstleistungen.

Chancen ergeben sich bei der Leisure Cargo allgemein mit dem Wachstum der Weltwirtschaft und den daraus resultierenden Frachtströmen sowie in Verbindung mit organisatorischen und prozessbezogenen Verbesserungen. Eine kontinuierliche Optimierung wichtiger Geschäftsprozesse sowie eine strikte Kostenkontrolle sind von essenzieller Bedeutung zur Erreichung der Profitabilitätsziele.

Die mit der Fokussierung auf das Kerngeschäft bei den Passage-Fluggesellschaften einhergehenden Outsourcing Aktivitäten im Frachtbereich eröffnen zusätzliche Marktchancen hinsichtlich der Gewinnung neuer Mandantencarrier. Zudem werden nach unserer Erwartung reine Frachtflüge durch die Indienststellung neuer Passagierflugmuster mit größeren Frachtkapazitäten in der Zukunft an Bedeutung verlieren. Dadurch ergibt sich für die Leisure Cargo die Chance, zusätzlich Fracht zu gewinnen, die zuvor auf Frachtern transportiert wurde.

Weiterhin ergeben sich aus der Übernahme der Gesellschaft durch die Zeitfracht Luftfahrt Holding GmbH neue Chancen für die Gesellschaft u.a. im inländischen und europäischen Express Luftfrachtgeschäft.

Für die Leisure Cargo als Nischenanbieter besteht ein Risiko darin, dass sie die Strecken- und Flottenpolitik der Mandantencarrier sowie die Preisentwicklung nicht beeinflussen kann. Ist ein Carrier auf Grund politischer oder wirtschaftlicher Ereignisse gezwungen, bestimmte Strecken zu streichen, besteht das Risiko, die Nachfrage nach Frachtraum auf diesen Strecken nicht bedienen zu können und entsprechend Kunden dauerhaft zu verlieren. Zur Verringerung dieser Abhängigkeit wird versucht, Vertragsbeziehungen mit verschiedenen Mandantencarriern und Interline-Partnern aufzubauen. Ein weiteres Risiko wird in dem sich verschärfenden Wettbewerb und den sich hieraus ergebenden Rahmenbedingungen gesehen: Mandantencarrier fordern bei Abschluss neuer Verträge höhere Minimumgarantien, die bei Nichterreichung der Mindest-Frachtmenge das Ergebnis belasten können. Darüber hinaus stehen die Durchschnittserlöse, insbesondere in Märkten mit überproportionalen Kapazitätswachstum und dem damit verbundenen zunehmenden Wettbewerb, unter Druck.

Risiken bei der Leisure Cargo GmbH bestehen zudem in den Wechselkursveränderungen beim US-Dollar, beim britischen Pfund und beim Kanadischen Dollar. Die wesentlichen von Wechselkursveränderungen betroffenen Positionen sind Kapazitätskosten, Frachthandling, Interline-Kosten und die Frachtumsätze, wobei diese Positionen sowohl auf die Gewinn- und Verlustrechnung als auch auf die entsprechenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz wirken können.

Weitere Risiken ergeben sich aus den fortgesetzten Versuchen des ehemaligen Managements der Gesellschaft bestehende Kunden der Leisure Cargo abzuwerben. Zwei kleinere Mandantencarrier wurden in 2016 aufgrund dessen verloren. Rechtliche Schritte hiergegen wurden seitens der Gesellschaft ergriffen.

Nach der Übernahme der Gesellschaft durch den neuen Gesellschafter Zeitfracht Luftfahrt Holding GmbH wird eine neue strategische Ausrichtung der Gesellschaft entwickelt.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist davon abhängig, dass die der Planung zugrunde liegenden Prämissen eintreten bzw. andernfalls die Finanzierung durch den Gesellschafter auch künftig aufrecht erhalten wird.

 

Düsseldorf, 29.Januar 2018

Dr. Klaus Sieger Managing Director

Thilo Schäfer Managing Director

Bilanz

Aktiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen 13.981,95 19.074,43
I. Sachanlagen 13.981,95 19.074,43
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.981,95 19.074,43
B. Umlaufvermögen 26.592.555,93 25.852.535,69
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.468.823,84 22.641.746,15
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.069.028,38 21.404.589,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.916.540,24 29.103,91
3. sonstige Vermögensgegenstände 483.255,22 1.208.052,41
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.123.732,09 3.210.789,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.483,52 1.949,92
Bilanzsumme, Summe Aktiva 26.617.021,40 25.873.560,04

Passiva

   
  31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital 271.635,00 271.635,00
I. gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Gewinnrücklagen 11.635,00 11.635,00
1. andere Gewinnrücklagen 11.635,00 11.635,00
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 13.607.524,97 9.344.198,31
1. sonstige Rückstellungen 13.607.524,97 9.344.198,31
C. Verbindlichkeiten 12.737.861,43 16.257.726,73
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.972.924,26 11.857.391,45
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.972.924,26 11.857.391,45
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.547.417,00 4.284.844,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 93.368,68 4.284.844,15
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.454.048,32 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 217.520,17 115.491,13
davon aus Steuern 90.280,76 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 217.520,17 115.491,13
Bilanzsumme, Summe Passiva 26.617.021,40 25.873.560,04

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2016 - 31.12.2016
EUR
1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1. Umsatzerlöse 110.914.108,07 144.616.501,47
2. sonstige betriebliche Erträge 2.118.059,01 4.975.701,49
davon Erträge aus Währungsumrechnung 1.778.645,30 0,00
3. Materialaufwand 103.620.772,27 124.582.010,46
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 483.301,23 715.637,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 103.137.471,04 123.866.372,67
4. Personalaufwand 3.145.166,04 3.626.219,87
a) Löhne und Gehälter 2.610.896,44 3.027.158,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 534.269,60 599.061,09
davon für Altersversorgung 278.648,25 0,00
5. Abschreibungen 5.427,77 5.974,02
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.427,77 5.974,02
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 15.343.508,41 20.212.129,63
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 1.643.687,34 0,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.254,14 4.385,35
davon aus verbundenen Unternehmen 1.250,00 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 31.691,48 6.315,78
davon an verbundene Unternehmen 23.370,15 0,00
9. Ergebnis nach Steuern -9.113.144,75 1.163.938,55
10. Erträge aus Verlustübernahme 9.113.144,75 0,00
11. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 1.163.938,55
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

Leisure Cargo GmbH (Düsseldorf)

I. Allgemeine Angaben

Die Leisure Cargo GmbH (Leisure Cargo) ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB mit Sitz in Düsseldorf und in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRB 38441 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften und nach den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss berücksichtigt die sich aus dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 23. Juli 2015 ergebenden Änderungen. Mit Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung sind danach bestimmte bisher unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Sachverhalte nunmehr in den Umsatzerlösen gezeigt; korrespondierend kommt es gegebenenfalls zu einer Umgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die bezogenen Leistungen. Die Gesellschaft hat die Vorjahreszahlen nicht an die Änderungen des BilRUG angepasst. Entsprechend sind die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt vergleichbar.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Das Stammkapital beträgt EUR 260.000 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Mit notariell beglaubigtem Gesellschafterbeschluss vom 30. Oktober 2014 wurde beschlossen, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG und der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. Januar 2014 abzuschließen.

Gegenstand des Unternehmens ist der An- und Verkauf sowie das Management von Frachtkapazitäten auf Linien- und Charterflügen sowie alle sonstigen Handlungen im Luftfrachtgeschäft.

Die notwendige Liquiditätsausstattung im Berichtsjahr 2016 erfolgte über bestehende Verrechnungskonten mit der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG. Dadurch bestand eine Abhängigkeit und das Risiko, inwieweit der Konzern in der Lage ist Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Der Konzern selbst war hierbei im Berichtsjahr 2016 auf einen Letter of Support eines wesentlichen Anteilseigners angewiesen. Mithin war der Fortbestand der Gesellschaft vom Fortbestand des Konzerns abhängig. Der Fortbestand war seinerseits von der Aufrechterhaltung der Finanzierung durch die Gesellschafter abhängig. Im August 2017 haben die Gesellschafter die Finanzierungszusage dem Konzern entzogen. Am 15. August 2017 hat die Air Berlin PLC & Co. KG Luftverkehrs KG Insolvenzantrag gestellt. Auf Grund weiterer vertraglichen Verpflechtungen mit dem Air Berlin Konzern (insbesondere als Mandantencarrier) bestand auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Leisure Cargo GmbH eine Abhängigkeit vom Air Berlin Konzern und dessen Entwicklung. Mit Einstellung des Flugbetriebs der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG Ende Oktober 2017 entfiel die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG als Mandantencarrier.

Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführung im Nachtragsbericht unter Punkt VIII.

II. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsgrundsätzen

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldteile erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die Vermögensgegenstände und die Verbindlichkeiten werden entsprechend der Generalnorm des § 264 Abs. 2 HGB bewertet.

1) Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zwischen 2 und 13 Jahren.

Abschreibungen auf abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände werden linear über die geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Auf die Zugänge des Geschäftsjahres wurden Abschreibungen im Zugangsjahr zeitanteilig (pro rata temporis) vorgenommen.

Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 150, aber nicht mehr als EUR 1.000 betragen, wird ein Sammelposten gebildet der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst wird.

Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 150 €, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

2) Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden, unter Berücksichtigung eventueller Ausgleichsansprüche, abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt mit dem Nominalwert.

Geleistete Zahlungen für Aufwendungen, welche über den Bilanzstichtag hinaus ratierlich zu verrechnen sind, werden zeitanteilig aktivisch abgegrenzt.

3) Rückstellungen

Die Bildung der Rückstellungen erfolgt entsprechend den Vorschriften des § 249 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

4) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

5) Latente Steuern

Sofern latente Steuern gebildet werden müssen, werden diese bei der Organträgerin, Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, Berlin, gebildet.

6) Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten

Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung mit einer Laufzeit < 1 Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung mit einer Laufzeit > 1 Jahr werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 19.069 (i. Vj. TEUR 21.405).

Die Forderungen sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Einzelwertberichtigungen bestehen in Höhe von TEUR 938 (i. Vj. TEUR 1.042) und Pauschalwertberichtigungen in Höhe TEUR 388 (i. Vj. TEUR 437). Es bestehen sonstige Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 22 (i. Vj. TEUR 22).

3) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 483 (i. Vj. TEUR 1.208) und betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuererstattungen TEUR 287 (i. Vj. TEUR 1.047) sowie geleistete Kautionen TEUR 57 (i. Vj. TEUR 53). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

4) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf TEUR 260.

Die Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich andere Gewinnrücklagen und betragen TEUR 12 (i. Vj. TEUR 12).

5) Rückstellungen

Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 13.608 (i. Vj. TEUR 9.344), welche sich wie folgt aufgliedern:

TEUR TEUR Vorjahr
Ausstehende Rechnungen 12.118 7.816
Drohverluste 930 930
Personalbezogene Verpflichtungen 182 334
Übrige 378 264
  13.608 9.344

Der Anstieg der ausstehenden Rechnungen korrespondiert mit der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

6) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt TEUR 8.190 (Vorjahr TEUR 11.973) und weisen ausschließlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. Diese gliedern sich wie folgt:

TEUR TEUR Vorjahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.973 11.857
Sonstige Verbindlichkeiten 217 116
- davon aus Steuern- 90 18

7) Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.744 (i. Vj. TEUR 0) resultieren aus der Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 9.113 sowie gegenläufig aus Liefer- und Leistungsverpflichtungen und sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen aus einem kurzfristigen Darlehen. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

8) Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 172 (i. Vj. TEUR 29) aus Liefer- und Leistungsverpflichtungen und sind innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 74 (i. Vj. TEUR 10) resultieren aus Liefer- und Leistungsverpflichtungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 110.914 (i. Vj. TEUR 144.617 -angepasst an BilRUG TEUR 145.376-).

Die Umsatzerlöse (einschließlich Sicherheitsgebühren und Kerosinzuschlägen), die ausschließlich aus der Erbringung von Frachtleistungen resultieren, sind geographisch im Südamerika-/Karibik-Raum (ca. 26 %), in Europa und im Mittleren Osten (ca. 64 %), fernen Osten (ca. 3 %), in Nordamerika (ca. 6 %) und im afrikanischen Raum (ca. 1 %) erzielt worden.

2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 2.118 (i. Vj. TEUR 4.976 -angepasst an BilRUG TEUR 4.216-).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere mit TEUR 1.779 (i. Vj. TEUR 3.628) Erträge aus Währungsumrechnungen sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe TEUR 150 (i. Vj. TEUR 482).

3) Materialaufwand

Der Materialaufwand beläuft sich auf TEUR 103.621 (i. Vj. TEUR 124.582) und gliedert sich wie folgt:

TEUR TEUR Vorjahr
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 483 716
Aufwendungen für bezogene Leistungen 103.138 123.866

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR TEUR Vorjahr
Capacity Payments 69.411 75.520
Frachthandling Ausland 13.397 15.920
Frachthandling Inland 4.546 6.977
Kerosinzuschlag 569 1.800
Interlinekosten 6.276 9.080
Truckingkosten Ausland 5.838 10.224
Truckingkosten Inland 944 1.696
Sonstige 2.157 2.649

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Einmaleffekte aus Sonderzahlungen an eine Carriergruppe von TEUR 2.000. enthalten.

4) Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind Löhne und Gehälter von TEUR 2.611 (i. Vj. TEUR 3.027) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 534 (i. Vj. TEUR 599) enthalten.

5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Provisionen in Höhe von TEUR 9.548 (i. Vj. TEUR 11.654), Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 1.744 (i. Vj. TEUR 3.601) und Repräsentationskosten in Höhe von TEUR 499 (i. Vj. TEUR 649).

6) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis umfasst Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 4) sowie Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 32 (i. Vj. TEUR 6). Hierin enthalten, sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 4) und Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 23 (i. Vj. TEUR 1).

Die Zinsaufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 5) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellung.

V. Sonstige Angaben

1) Zahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl belief sich im Geschäftsjahr auf 56 (i. Vj. 62) Mitarbeiter die im Angestelltenverhältnis beschäftigt waren. Am 31. Dezember 2016 waren 58 Mitarbeiter (i. Vj. 60) als Angestellte beschäftigt.

2) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat in den nächsten fünf Jahren sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leistungsbeziehungen in Höhe von insgesamt TEUR 177.837 (davon verbundene Unternehmen TEUR 337) zu zahlen. Diese teilen sich wie folgt über die Jahre auf:

TEUR
2017: 58.647 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 337)
2018: 51.704
2019: 28.473
2020: 21.280
2021: 17.733

Sonstige finanzielle Verpflichtungen für Mieten von Gebäuden und Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Kfz-Leasing bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 87 in 2017 sowie TEUR 15 in 2018.

3) Honorare des Abschlussprüfers

Die Kosten der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2016 betragen einschließlich Auslagen TEUR 30. Die Kosten der prüferischen Durchsicht der Quartale belaufen sich auf TEUR 12.

VI. Konzernrechnungslegung

Die Leisure Cargo GmbH ist eine 100 %ige Tochter der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, Berlin.

Die Air Berlin PLC stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Leisure Cargo GmbH, Düsseldorf, einbezogen wird.

Der Konzernabschluss der Air Berlin PLC wird bei dem Companies House, Cardiff/Großbritannien, hinterlegt und ist darüber hinaus unter www.airberlin.com abrufbar.

VII. Ergebnisverwendung

Das Ergebnis wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, Berlin, abgeführt.

VIII. Nachtragsbericht

Am 15. August 2017 hat die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG als Alleingesellschafterin der Leisure Cargo GmbH zusammen mit weiteren Unternehmen der airberlin Gruppe Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Charlottenburg in Berlin hat am 1. November das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Fluggesellschaft Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG (Kommanditgesellschaft) und das ihrer persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin), der Air Berlin PLC eröffnet.

Mit Schreiben vom 14. August 2017 hat die Geschäftsführung den mit der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabfürungsvertrag mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund gekündigt.

Die Gesellschaft hat im Rahmen der Entwicklungen um die airberlin Gruppe keine Insolvenz anmelden müssen. Am 24. Oktober 2017/8. Dezember 2017 wurde ein Kaufvertrag für die Gesellschaft mit dem Berliner Unternehmen Zeitfracht Luftfahrt Holding GmbH geschlossen. Die Übertragung der Anteile erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. November 2017. Die wirksame Übertragung der Anteile erfolgte am 15. Dezember 2017.

Bereits vor der Insolvenz der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG veranlasste die Geschäftsführung der Gesellschaft, dass die Finanzierung der Gesellschaft weitgehend unabhängig von der Entwicklung der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG erfolgte. Daraus resultierte, dass die Insolvenz der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG nicht auf die Gesellschaft durchschlug und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt auf im Geschäftsjahr 2017 gegeben war. Mit Wirkung zum 15.12.2017 ist die Zeitfracht Luftfahrt Holding GmbH neuer Alleingesellschafter. Der Leisure Cargo GmbG steht zur zukünftigen Sicherung der Liquidität (zusammen mit zwei weiteren Unternehmen) auf Ebene der Zeitfracht Luftfahrt Holding GmbH ein Rahmenkredit zur Verfügung, der als Kontokorrent, Avalkredit (nicht jedoch für Kreditsicherungen) sowie als Geldmarktkredit wahlweise in Anspruch genommen werden kann. Die Inanspruchnahme als Avalkredit (nicht jedoch für Kreditsicherung) ist bis zum Gesamtbetrag von maximal EUR 5,2 Mio möglich, die Inanspruchnahme als Geldmarktkredit bis zum Gesamtbetrag von maximal EUR 2,6 Mio.

Gleichwohl ist der Fortbestand der Gesellschaft davon abhängig, dass die der Planung zugrunde liegenden Prämissen eintreten bzw. andernfalls die Finanzierung durch den Gesellschafter auch künftig aufrecht erhalten wird.

IX. Organe der Gesellschaft

Dr. Klaus Sieger, Kaufmann, bis 31. Juli 2016 und erneut ab 5. Dezember 2017

Thilo Schäfer, Kaufmann, ab 1.März 2016

Nach § 286 Abs. 4 HGB wird die nach § 285 S. 1 Nr. 9a HGB verlangte Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterlassen.

 

Düsseldorf, den 29. Januar 2018

Dr. Klaus Sieger Managing Director

Thilo Schäfer Managing Director

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

Leisure Cargo GmbH, Düsseldorf

1.1.2016 Anschaffungskosten Zugänge Abgänge 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände TEUR TEUR TEUR TEUR
Entgeltlich erworbene Rechte 1 0 0 1
II. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138 0 0 138
  139 0 0 139

sonstige Berichtsbestandteile

 

Berlin, 31.01.2018

Thilo Schäfer

Dr. Klaus Sieger

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.01.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Leisure Cargo GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Leisure Cargo GmbH, Düsseldorf. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diesen Bestätigungsvermerk einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht und dort unter III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht hin. Dort wird dargelegt, dass der Fortbestand der Gesellschaft davon abhängig ist, dass die der Planung zugrunde liegenden Prämissen eintreten bzw. andernfalls die Finanzierung durch den Gesellschafter auch künftig aufrecht erhalten wird.

 

Düsseldorf, den 29. Januar 2018

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sternberg, Wirtschaftsprüfer

Altmeppen, Wirtschaftsprüferin

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