Johnson Electric Halver GmbHLiquidiert

58553 Halver, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 6219
Vorher
Saia-Burgess Halver GmbH
Eingetragen
7.2.2007
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von und der Handel mit elektrotechnischen Artikeln.

Historie

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Management

NameRolle
Jeffrey L. Obermayer
seit 29.9.2011
Geschäftsführer
Marc-Olivier Lorenz
seit 14.12.2009
Geschäftsführer
Dirk Weiß
seit 14.12.2009
Geschäftsführer
Andreas Aldermann
seit 7.2.2007
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Johnson Electric Halver GmbH
(vormals: Saia Burgess Halver GmbH)

Halver

Jahresabschluss zum 31. März 2010
und Lagebericht 2009/10

Lagebericht

I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes sowie konzerninterne Entwicklungen

Durch die zu Beginn des Geschäftsjahres beschlossene Umstrukturierung und Neuordnung der Geschäftsabläufe und der Funktionen der einzelnen Gesellschaften innerhalb der europäischen Organisation der Johnson-Electric-Gruppe, auf die im Folgenden noch detaillierter eingegangen wird, ist ein Vergleich der Erträge und Aufwendungen mit den Vorjahreszahlen wenig aussagefähig.

Im Geschäftsjahr 2009/10 brachte die Umstrukturierung des Geschäftsmodells der in Europa angesiedelten Johnson-Electric-Gesellschaften eine strikte Trennung in Produktionsgesellschaften und Gesellschaften, deren Tätigkeitsschwerpunkt in der Entwicklung von neuen Produkten, Produktionslinien und der Weiterentwicklung bestehender Produkte nach Marktanforderungen liegt. Alle Produktionslinien der Einzelteilfertigung-Kunststoffspritzerei der JE Halver wurden zur Begegnung des zunehmenden Kosten- und Wettbewerbdrucks an die Produktionsstandorte in Asien und Polen veräußert. Die Produktion wurde an den neuen Standorten wieder aufgenommen und die Kunden über die Vertriebsorganisation weiter beliefert. Dieser Verlagerungsvorgang wurde im März 2009 begonnen und im Dezember 2009 abgeschlossen. Ab Beginn des Verlagerungsprozesses reduzierten sich der Umsatz und der Personalstand der Gesellschaft planmäßig.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Saia-Burgess Halver umfasst nunmehr die Entwicklung funktionsintegrierter Produkte und Subsysteme sowie die grundlegende Weiterentwicklung bestehender Produkte angefangen beim Kundenwunsch bis zur serienreifen Produktion an den Produktionsstandorten der Johnson-Electric-Gruppe in Europa und Asien.

2. Produktion und Absatzmärkte

Die Schließung der Produktion am Standort Halver hat zu einem massiven Arbeitsplatzabbau in der Produktion und in den produktionsunterstützenden Bereichen, im Rahmen eines Sozialplans geführt. Insgesamt waren von dem Sozialplan 59 Mitarbeiter betroffen. Der Unternehmensbereich Entwicklung ist davon nicht betroffen und wird weiter ausgebaut.

Im Entwicklungsbereich wurde besondere Bedeutung der Entwicklung von Schaltern und Systemen für den Bereich Auto-Shut-Off sowie speziellen Kundenapplikationen gewidmet. Durch die starke Kundenorientierung konnten hier Produkte gemeinsam entwickelt werden, die eine Plattform für eine längerfristige Partnerschaft bilden.

3. Beschaffung

Die Beschaffung von Vorprodukten für die Spritzerei und die Schaltermontage erfolgte auf Basis langfristiger Verträge mit ausgewählten Lieferanten, wobei sich das Volumen aufgrund der Schließung der Produktion auf null reduziert hat.

4. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden keine wesentlichen Investitionen (T€ 2) getätigt.

Für das Geschäftsjahr 2010/11 sind lediglich Ersatzinvestitionen geplant.

5. Finanzierung

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt über das Cash-Pooling innerhalb der europäischen Konzerngesellschaften.

Darüber hinaus hat die Johnson Electric Holdings Limited, Hamilton/ Bermuda, eine unbefristete Liquiditätsgarantie gegeben, die Gesellschaft so auszustatten, dass die Erfüllung gegenwärtiger und künftiger Verbindlichkeiten stets gewährleistet ist.

6. Personal

Zum 31. März 2010 beschäftigte die Gesellschaft 26 Angestellte und 9 gewerbliche Mitarbeiter.

7. Umweltschutz

Umweltschäden oder wesentliche Qualitätsprobleme bzw. haftungsrelevante Vorfälle sind im Verlauf des Jahres nicht aufgetreten.

II. Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um T€ 1.873 auf T€ 9.003 reduziert. Der aufgelaufene Verlust wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags durch die Johnson Electric Oldenburg GmbH & Co. KG (vormals: Saia-Burgess Oldenburg GmbH & Co. KG), Oldenburg, übernommen. Das Eigenkapital ist unverändert. Die Bilanzkennzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert:

  31.03.2010 31.03.2009 Veränderung
  T€ T€ T€
Anlagevermögen 1.639 3.249 -1.610
sonstige Aktiva 7.364 7.627 -263
Eigenkapital 2.951 2.951 0
Langfristiges Fremdkapital 1.403 1.452 -49
Kurzfristiges Fremdkapital 4.649 6.473 -1.824
Bilanzsumme 9.003 10.876 -1.873

Die Veränderung im Anlagevermögen ist wesentlich bedingt durch Abschreibungen in Höhe von T€ 1.247, die mit T€ 386 auf Abschreibungen des laufenden Jahres und mit T€ 861 auf außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen entfallen sowie auf Anlagenabgänge unter Berücksichtigung aufgelaufener Abschreibungen in Höhe von T€ 364.

Das Umlaufvermögen ist im Wesentlichen verändert durch die Abnahme der Vorräte (T€ 1.266) sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 231). Gegenläufig sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 1.208 gestiegen.

Das langfristige Fremdkapital betrifft ausschließlich die Rückstellung für Pensionen (T€ 1.403, Vorjahr T€ 1.452).

Veränderungen beim kurzfristige Fremdkapital haben sich im Wesentlichen durch die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 614), einem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 1.034) sowie einer Reduktion der sonstigen Rückstellungen (T€ 189) ergeben.

Die Eigenkapitalquote veränderte sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme von 27,13 % zum 31. März 2009 auf 32,78 % zum 31. März 2010.

2. Finanzlage

Insgesamt hat sich im Berichtsjahr eine deutliche Überdeckung des kurzfristigen Fremdkapitals ergeben im Vergleich zu einer leichten Unterdeckung im Vorjahr.

  31.03.2010 31.03.2009 Veränderung
  T€ % T€ % T€
Kurzfristiges Fremdkapital -4.649 -100,0 -6.473 -100,0 1.824
Flüssige Mittel 59 1,3 10 0,2 49
Barliquidität - Unterdeckung - -4.590 -98,7 -6.463 -99,8 1.873
Kurzfristige Forderungen 6.916 148,8 5.971 92,2 945
Einzugsbedingte Liquidität - Unterdeckung - 2.326 50,0 -492 -7,6 2.818
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige
Erzeugnisse 42 0,9 1.308 20,2 -1.266
Überdeckung kurzfristiges Fremdkapital 2.368 50,9 816 12,6 1.552

Die Liquidität des Unternehmens ist durch einen Cashpool-Vertrag mit den europäischen Konzerngesellschaften gesichert. Der Träger des Cashpoolkontos ist die Saia-Burgess Murten AG, Murten/ Schweiz.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse aus der Produktion von Schaltern und Spritzteilen haben sich im Geschäftsjahr 2009/10 entsprechend der dargestellten Schließung der Produktion entwickelt.

  2009/10 2008/09  
  T€ T€  
Schalter für Automotiv-Kunden 93 481  
Schalter für Industrie-Kunden 6.139 11.057  
Gesamt 6.232 11.538  

Der Gesamtumsatz wird zu 85 % mit verbundenen Unternehmen erzielt.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben den Erträgen aus der Weiterbelastung von Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 2.000 (Vorjahr T€ 1.897) für andere Standorte der Johnson-Electric Gruppe auch Erträge aus dem Verkauf der Produktionslinien (T€ 453; Vorjahr T€ 0) enthalten.

Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 3.266 wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages durch die Johnson Electric Oldenburg GmbH & Co. KG (vormals: Saia-Burgess Oldenburg GmbH & Co. KG) ausgeglichen, so dass der Jahresüberschuss wie im Vorjahr bei T€ 0 lag.

III. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Tätigkeit der Johnson Electric Halver GmbH (vormals: Saia-Burgess Halver GmbH) im neuen Geschäftsjahr ist durch die oben beschrieben Verlagerung der Funktionen einer geänderten Risikostruktur ausgesetzt. Risiken, die den Einkauf, die Lagerhaltung und auch die Logistik betreffen, sind durch das Prinzip der Kostenerstattung für die erbrachten Entwicklungsleistungen nicht länger für die Gesellschaft vorhanden.

Trotzdem wirken verschiedene Markteinflüsse mit den dazugehörigen Risiken indirekt auch weiterhin auf die Tätigkeit der Gesellschaft ein. Die zu den entwickelten Produkten gehörigen Kostenkalkulationen beinhalten die Risiken der Einkaufspreisentwicklung für die in den Produkten verwendeten Materialien wie Kupfer, Aluminium und Kunststoffe, deren Auswirkungen sich dann an den Produktionsstandorten zeigen.

Als Bestandteil der weltweit agierenden Johnson Electric-Gruppe steht die Johnson Electric Halver GmbH (vormals: Saia-Burgess Halver GmbH) mit ihren Produkten und Entwicklungen im Wettbewerb mit anderen Schaltern und Komponentenfertigern. Dieser Wettbewerb wird durch gegenwärtige gesamtwirtschaftliche Entwicklungen weiter verschärft. Die Gesellschaft versucht durch die schnelle Umsetzung von Ideen, der Einführung von Innovationen und der Entwicklung marktgerechter Produkte verstärkt dem Wettbewerb mit anderen Unternehmen zu begegnen.

Die Gesellschafter und der Konzern stellen die ausreichende Liquidität für die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und zur Vermeidung von Überschuldung durch weitere Darlehensgewährung sowie ihre unbefristet abgegebenen Liquiditätszusagen sicher.

Die Gesellschafter werden im Rahmen der monatlichen Berichtserstattung laufend über die Entwicklung des Unternehmens und über Veränderungen der Risiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit informiert.

Für die Geschäftsjahre 2010/11 und 2011/12 erwarten wir aufgrund der Funktionsverlagerung nahezu ausgeglichene Ergebnisse. Der Umsatz der Gesellschaft aus Weiterbelastungen wird in diesen Geschäftsjahren jeweils zwischen 2,5 bis 3,0 Mio. € liegen.

Den Bestand der Gesellschaft gefährdende Risiken sehen wir derzeit nicht.

IV. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

1. Angaben zu wesentlichen Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Zusätzliche Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

2. Finanzinstrumente

Es werden keine Finanzinstrumente eingesetzt.

3. Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung beträgt im Berichtsjahr T€ 1.709 (Vorjahr T€ 1.897). Dieser Bereich hatte zum Jahresende 20 Mitarbeiter (Vorjahr 21).

Die Tätigkeitsschwerpunkte umfassen derzeit:

Verbesserung der Produktionsverfahren von Schalterfamilien im Rahmen der Produktverlagerungen nach Polen und China,

Umsetzung von Kunden-Anforderungen für spezifische Schalterlösungen einschließlich der der notwendigen Konstruktion und Beschaffung von Werkzeugen und Vorrichtungen sowie

Neu- und Weiterentwicklung von Bedien- und Mikroschaltern.

 

Halver, 2. August 2011

Johnson Electric Halver GmbH

Dirk Weiss

Geschäftsführer

Marc-Olivier Lorenz

Geschäftsführer

Jeffrey L. Obermayer

Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

  31.03.2010 31.03.2009
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und    
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an    
solchen Rechten und Werten 139.269,14 382.557,81
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten    
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.333.042,75 2.078.665,31
2. technische Anlagen und Maschinen 8.231,96 249.973,08
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.721,68 532.807,72
  1.494.996,39 2.861.446,11
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 5.240,75 5.240,75
  5.240,75 5.240,75
  1.639.506,28 3.249.244,67
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 331.519,67
2. unfertige Erzeugnisse 41.844,13 712.553,98
3. fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 263.720,87
  41.844,13 1.307.794,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.493,41 249.565,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.799.009,91 5.590.955,75
3. sonstige Vermögensgegenstände 430.931,46 446.689,02
  7.248.434,78 6.287.209,99
III. Flüssige Mittel 59.299,66 9.558,68
  7.349.578,57 7.604.563,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.350,60 21.984,00
  9.003.435,45 10.875.791,86
  31.03.2010 31.03.2009
 
A. Eigenkapital    
I. Stammkapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.926.087,99 2.926.087,99
  2.951.087,99 2.951.087,99
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche    
Verpflichtungen 1.403.384,00 1.451.908,00
2. sonstige Rückstellungen 757.392,60 945.915,41
  2.160.776,60 2.397.823,41
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.085,73 661.919,14
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.716.258,72 4.750.180,47
3. sonstige Verbindlichkeiten 127.226,41 114.780,85
(davon aus Steuern € 103.464,27; Vorjahr € 106.754,76)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit    
€ 4.449,64; Vorjahr € 7.728,59)    
  3.891.570,86 5.526.880,46
  9.003.435,45 10.875.791,86

Gewinn- und Verlustrechnung

  2009/10 2008/09
 
1. Umsatzerlöse 6.232.187,36 11.538.696,24
2. Verminderung des Bestands an fertigen und    
unfertigen Erzeugnissen -934.430,72 -377.127,12
3. sonstige betriebliche Erträge 2.724.760,75 4.007.424,13
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe    
und für bezogene Waren -3.061.412,65 -7.137.302,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -78.564,83 -672.862,47
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -4.361.275,12 -4.783.890,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung    
und für Unterstützung    
(davon für Altersversorgung € 82.322,46;    
Vorjahr € 182.095,51) -711.074,34 -970.841,52
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des    
Anlagevermögens und Sachanlagen -1.247.196,82 -1.012.559,58
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.662.209,83 -3.041.390,91
8. Erträge aus Beteiligungen 1.257,78 1.257,78
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 0,00)    
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1.302,90
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00;    
Vorjahr € 1.302,90)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -142.307,25 -52.768,22
(davon an verbundene Unternehmen € 142.307,25;    
Vorjahr € 52.768,22)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.240.265,67 -2.500.061,87
12. sonstige Steuern -25.974,47 -27.720,37
13. Ertrag aus Verlustübernahme 3.266.240,14 2.527.782,24
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss nach den Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Von der Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurde kein Gebrauch gemacht. Die Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung wurden beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden.

Die Gesellschaft hat aufgrund ihrer Größenmerkmale die für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB geltenden Vorschriften zur Bilanzierung, Berichterstattung und Veröffentlichung zu beachten.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde trotz der hohen Jahresfehlbeträge (vor Verlustübernahme) aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags sowie der im Konzernverbund erteilten Liquiditätszusagen unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, sofern es sich um abnutzbare Gegenstände handelt, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 150,00 sind in der Finanzbuchhaltung auf einem Konto unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Für Vermögensgegenstände des Anlagevermögen mit Anschaffungskosten von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den vier folgenden Wirtschaftsjahren zu je einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Diese enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist.

Allen Bestandsrisiken aufgrund eingeschränkter Verwertbarkeit wird durch Wertabschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden bis auf die Forderung aus Körperschaftsteuerguthaben und dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung mit dem Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden für zum Bilanzstichtag bestehende zweifelhafte Forderungen gebildet.

Entsprechend den geänderten Vorschriften des deutschen Körperschaftsteuergesetzes bezüglich der Behandlung des restlichen Körperschaftsteuerguthabens wurde das per 31. Dezember 2006 festgestellte Körperschaftsteuerguthaben in der Bilanz als sonstiger Vermögensgegenstand aktiviert.

Die Forderung aus Körperschaftsteuerguthaben wird aufgrund der Laufzeit und der Unverzinslichkeit der Forderung mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz von 4 % p.a. diskontiert und mit dem Barwert angesetzt.

Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung ist entsprechend Hinweis 6a Abs. 23 Einkommensteuer-Hinweise wie im Vorjahr mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Wert auf Basis des vom Versicherer nachgewiesenen Deckungskapitals angesetzt.

Die Flüssigen Mittel werden zu Nennwerten bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennbetrag der Ausgaben, die Aufwendungen für zukünftige Zeiträume darstellen, angesetzt.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen werden gemäß § 6a EStG nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren gebildet. Als Rechnungszinsfuß werden 6 % zugrunde gelegt. Es wurden die Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die Rückstellung für Altersteilzeit wird mit einem Zinssatz von 5,5 % abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Brief- bzw. Geldkurs im Zeitpunkt der Entstehung bzw. dem jeweils niedrigeren/ höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009/10 ist im nachfolgenden Anlagenspiegel (Anlage II S. 15) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, mit Ausnahme des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung für bestehende Pensionsverpflichtungen (T€ 266, Vorjahr T€ 314) und einem Körperschaftsteuerguthaben (T€ 2, Vorjahr T€ 3), eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 3.452 (Vorjahr T€ 2.873) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Weiter sind T€ 3.266 (Vorjahr T€ 2.525) Forderungen aus der Verlustübernahme und T€ 81 (Vorjahr T€ 193) aus Umsatzsteuerforderungen gegen die Gesellschafterin im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft enthalten.

3. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene voll eingezahlte Stammkapital beträgt € 25.000,00. Alleinige Gesellschafterin ist die Johnson Electric Oldenburg GmbH & Co. KG (vormals: Saia-Burgess Oldenburg GmbH & Co. KG), Oldenburg. Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt unverändert € 2.926.087,99.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Abfindungsrückstellungen (T€ 206), Rückstellungen für Weihnachtsgeld, Überstunden und Resturlaubsansprüche (T€ 127), ausstehende Rechnungen (T€ 107), Altersteilzeitverpflichtungen (T€ 66), Bonuszahlungen (T€ 65) sowie Berufsgenossenschaft (T€ 41).

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 411 (Vorjahr T€ 1.845) enthalten, davon entfallen T€ 0 (Vorjahr T€ 1.627) auf die Gesellschafterin. Weiter stellen T€ 3.263 (Vorjahr T€ 2.869) Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr (Cash-Pool) gegenüber der Gesellschafterin und T€ 42 (Vorjahr T€ 36) erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von verbundenen Unternehmen dar.

6. Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen T€ 1.698 auf das Inland und T€ 4.534 auf das Ausland. Auf den Bereich der Automotiveprodukte entfielen im Geschäftsjahr T€ 70 und auf den Bereich der Industrieprodukte T€ 6.162.

7. Sonstige betriebliche Erträge

Die Position enthält Erträge aus der Weiterbelastung von Forschungs- und Entwicklungskosten und eines angemessenen Verwaltungsaufschlages an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.000 (Vorjahr T€ 1.897).

8. Abschreibungen

Die Abschreibungen beinhalten planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von T€ 386 sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 861.

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Mietverträgen für Druck-/ Kopiergeräte in Höhe von insgesamt T€ 40. Davon innerhalb eines Jahres fällig T€ 25. Sonstige finanzielle Verpflichtung mit einer Fälligkeit von mehr als fünf Jahren liegen keine vor.

2. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

2010 2009
Gewerbliche Arbeitnehmer 33 44
Angestellte 28 55
61 99

3. Mitglieder der Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr bestellt:

 

Alasdair D. Crawford, Bern/ Schweiz: kaufmännischer Geschäftsführer
(bis 14. Dezember 2009)

 

Martin H. Streb, Drolshagen: kaufmännischer Geschäftsführer
(bis 31. Mai 2009)

 

Dirk Weiß, Altena: kaufmännischer Geschäftsführer
(ab 14. Dezember 2009)

 

Marc-Olivier Lorenz, Villars-sur-Glane/ Schweiz: kaufmännischer Geschäftsführer
(ab 14. Dezember 2009)

 

Jeffrey L. Obermayer, Hong Kong: Geschäftsführer
(ab 10. November 2010)

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel der § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4. Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Johnson Electric Halver GmbH (vormals: Saia-Burgess Halver GmbH) wird in den Konzernabschluss der

Johnson Electric Holdings Limited, Hong Kong,

einbezogen. Der veröffentlichte Konzernabschluss der Johnson Electric Holdings Limited ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich oder kann von ihr angefordert werden.

 

Halver, 2. August 2011

Johnson Electric Halver GmbH

Dirk Weiss

Geschäftsführer

Marc-Olivier Lorenz

Geschäftsführer

Jeffrey L. Obermayer

Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.04.2009 Zugänge Abgänge 31.03.2010
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und        
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen        
an solchen Rechten und Werten 961.616,49 0,00 461.905,67 499.710,82
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte        
Bauten einschließlich der Bauten auf        
fremden Grundstücken 4.882.128,66 0,00 14.385,71 4.867.742,95
2. technische Anlagen und Maschinen 1.546.234,70 0,00 1.409.633,44 136.601,26
3. andere Anlagen, Betriebs- und        
Geschäftsausstattung 7.670.274,88 1.601,61 7.054.170,07 617.706,42
  14.098.638,24 1.601,61 8.478.189,22 5.622.050,63
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 5.240,75 0,00 0,00 5.240,75
  5.240,75 0,00 0,00 5.240,75
  15.065.495,48 1.601,61 8.940.094,89 6.127.002,20
  Abschreibungen
  01.04.2009 Zugänge Abgänge 31.03.2010
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und        
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen        
an solchen Rechten und Werten 579.058,68 222.886,00 441.503,00 360.441,68
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte        
Bauten einschließlich der Bauten auf        
fremden Grundstücken 2.803.463,35 745.622,56 14.385,71 3.534.700,20
2. technische Anlagen und Maschinen 1.296.261,62 62.862,26 1.230.754,58 128.369,30
3. andere Anlagen, Betriebs- und        
Geschäftsausstattung 7.137.467,16 215.826,00 6.889.308,42 463.984,74
  11.237.192,13 1.024.310,82 8.134.448,71 4.127.054,24
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  11.816.250,81 1.247.196,82 8.575.951,71 4.487.495,92
  Restbuchwerte
  31.03.2010 31.03.2009
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und    
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen    
an solchen Rechten und Werten 139.269,14 382.557,81
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte    
Bauten einschließlich der Bauten auf    
fremden Grundstücken 1.333.042,75 2.078.665,31
2. technische Anlagen und Maschinen 8.231,96 249.973,08
3. andere Anlagen, Betriebs- und    
Geschäftsausstattung 153.721,68 532.807,72
  1.494.996,39 2.861.446,11
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 5.240,75 5.240,75
  5.240,75 5.240,75
  1.639.506,28 3.249.244,67

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Johnson Electric Halver GmbH (vormals: Saia-Burgess Halver GmbH), Halver, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Siegen, den 17. Oktober 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maic Kunz, Wirtschaftsprüfer

ppa. Markus Schneider, Wirtschaftsprüfer

Feststellungsbeschluss

Der Jahresabschluss ist noch nicht festgestellt.

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