Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 33203
Vorher
SCUR-Alpha 1389-BIS GmbH
Eingetragen
18.8.2021
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Verwaltung eigenen Vermögens sowie das Erbringen von Management- und Servicedienstleistungen an direkt und indirekt beteiligten Gesellschaften gegen Entgelt. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst keine erlaubnispflichtigen Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Heinz Hirschmann
seit 15.12.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

34.90% identifiziert65.10% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
34.90%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
EMZ V S.à r.l.LUX
62.49%
2.49%
0.12%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Meter HoldCo GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Meter HoldCo GmbH

Remscheid (vormals: München)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.09.2022

KONZERNBILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2022

AKTIVA

30.09.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 65.069.934,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.398.247,45
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 62.398.217,45
II. Sachanlagen 2.671.686,94
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 106.968,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 708.254,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.852.764,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.700,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 13.874.087,60
I. Vorräte 8.365.006,27
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.783.021,34
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.581.984,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.267.470,52
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.618.668,12
2. Sonstige Vermögensgegenstände 648.802,40
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.241.610,81
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 88.870,00
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 935.342,14
79.968.234,13

PASSIVA

30.09.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 9.996.756,12
I. Gezeichnetes Kapital 144.769,00
II. Kapitalrücklage 19.940.231,00
III. Konzernverlustvortrag -23.774,85
IV. Konzernjahresfehlbetrag -10.064.469,03
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.650.225,33
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.372.896,33
2. Steuerrückstellungen 279.782,00
3. Sonstige Rückstellungen 997.547,00
C. VERBINDLICHKEITEN 65.170.233,38
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.166.667,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.646.577,20
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 32.971.442,56
4. Sonstige Verbindlichkeiten 385.546,62
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 151.019,30
79.968.234,13

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. SEPTEMBER 2022

Rumpfgeschäftsjahr 2022
EUR
1. Umsatzerlöse 47.389.459,41
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -9.244.016,48
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.618,00
4. Gesamtleistung 38.148.060,93
5. Sonstige betriebliche Erträge 124.093,92
6. Materialaufwand -23.266.769,71
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -22.703.159,89
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -563.609,82
7. Rohergebnis 15.005.385,14
8. Personalaufwand -6.440.393,29
a) Löhne und Gehälter -4.737.061,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.703.331,58
- davon Aufwendungen für Altersversorgung: EUR 907.425,82
9. Abschreibungen -11.474.732,04
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -11.474.732,04
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.258.089,36
11. Betriebsergebnis -6.167.829,55
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 114,82
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.239.584,79
14. Finanzergebnis -2.239.469,97
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.641.333,20
- davon latente Steuern: EUR 326.680,42
16. Ergebnis nach Steuern -10.048.632,72
17. Sonstige Steuern -15.836,31
18. Konzernjahresfehlbetrag -10.064.469,03

KONZERNANHANG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. SEPTEMBER 2022

Registergericht Wuppertal, HRB 33136

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Der vorliegende Konzernabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertragslage. Diese weist ein negatives Betriebsergebnis von rund 6,2 Mio. EUR aus, welches im Wesentlichen durch die Abschreibung des aus der Erstkonsolidierung resultierenden Geschäftswertes belastet ist. Bereinigt um diese Abschreibung ergäbe sich ein deutlich positives Betriebsergebnis aus operativer Tätigkeit von rund 4,8 Mio. EUR.

Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Wesentlichen im Anhang zu finden.

1. Konsolidierungskreis und Konzernabschlussstichtag

In den Konzernabschluss sind neben der Meter HoldCo GmbH als Mutterunternehmen die nachfolgend genannten, direkt und indirekt gehaltenen Tochterunternehmen einbezogen:

Meter BidCo GmbH, Remscheid, 100 % Anteil am Kapital

Hermann Pipersberg jr. GmbH, Remscheid, 100 % Anteil am Kapital

Der Konzernabschluss wurde auf den 30. September 2022, den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens, aufgestellt. Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ist grundsätzlich ebenfalls der 30. September 2022. Durch die Umstellung des Geschäftsjahres der Muttergesellschaft (01.10. eines Jahres bis zum 30.09. des Folgejahres) ergibt sich für das Berichtsjahr ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 30. September 2022. Der Jahresabschluss der Tochtergesellschaft Hermann Pipersberg jr. GmbH wurde abweichend von dem Geschäftsjahr der Tochtergesellschaft (1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022) für den Zeitraum des Konzernrumpfgeschäftsjahres einbezogen.

Die Meter HoldCo GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

2. Angaben zu den Konsolidierungsmetheoden

Die Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge sowie latenten Steuern der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden vollständig in den Konzernabschluss aufgenommen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach § 301 HGB im Wege der Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Dabei wurden die Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Tochterunternehmen mit den Werten in den Konzernabschluss einbezogen, der diesen beizulegen ist. In einem zweiten Schritt wurden die Buchwerte der Beteiligungen mit dem so ermittelten Eigenkapital der einzubeziehenden Unternehmen verrechnet. Dabei werden das konsolidierungspflichtige Eigenkapital und der konsolidierungspflichtige Beteiligungsbuchwert mit den Beträgen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt. Die aktiven Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungswerten der Beteiligungen und dem anteiligen Eigenkapital entsprechen dem Geschäftswert aus der Kapitalkonsolidierung, welcher gemäß § 309 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs 3 HGB über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. Die Anteile an der Meter BidCo GmbH und der Hermann Pipersberg jr. GmbH wurden im Geschäftsjahr 2021 erworben. Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 erfolgten Zugänge aus nachträglicher Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 639.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Absatz 1 HGB durch Verrechnung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Absatz 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Konzerninterne Erträge aus Gewinnabführungen wurden mit den korrespondierenden Aufwendungen neutralisiert.

II. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsmethoden

1. Grundsätze

Die Abschlüsse der Meter HoldCo GmbH und der einbezogenen Tochterunternehmen sind einheitlich nach den von der Muttergesellschaft vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zum 30. September 2022 richten sich demnach nach den Vorschriften des § 308 HGB und der §§ 246 bis 256a HGB sowie §§ 268 bis 274 HGB.

Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gliederung der Konzerngewinn- und -Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

2. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der Hermann Pipersberg jr. GmbH und der Meter BidCo GmbH entstanden und wird linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren, orientiert an der Laufzeit von Einkaufs- und Lieferverträgen sowie den erwarteten Veränderungen im Nachfrageverhalten der Kunden nach den bestehenden Produkten und Waren, abgeschrieben.

3. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben.

4. Vorräte

Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, werden diese angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht einbezogen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte zum Nennwert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,75 % der Nettoaußenstände Rechnung getragen.

6. Liquide Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalwerten bilanziert.

7. Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe gebildet, in der Anzahlungen geleistet wurden, die Aufwand für das Folgejahr darstellen.

8. Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt.

9. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vorgenommen. Grundlage der Berechnung waren das PUC-Verfahren, ein Zinssatz von 1,78 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre), angenommener Rentendynamik von 1,8 % und die Sterbetafel 2018G von Klaus Heubeck.

Die zur Absicherung einer Pensionsrückstellung abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen wurden zum Zeitwert von TEUR 2.094 bilanziert und mit den Rückstellungen von TEUR 5.466 verrechnet, da diese an den Pensionsberechtigten verpfändet wurden und Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB darstellen. Der Zeitwert entspricht dabei dem nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen ermitteltem Aktivwert. Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 85 wurden mit Erträgen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 38 verrechnet. Der Ausweis erfolgte saldiert unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Bei der Anpassung des handelsrechtlichen Bewertungsansatzes nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurde in zwei von drei Fällen von dem Wahlrecht gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB Gebrauch gemacht und der Wertansatz nur zu 1/15 zugeführt. Die Zuführung ist als Posten von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 22 unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Insgesamt ergeben sich daraus noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Rückstellungsbeträge in Höhe von TEUR 65.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beim Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt TEUR 362. Dieser Unterschiedsbetrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

10. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagte Steuern, sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

11. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages aufgrund betrieblicher Erfahrungen angesetzt, für Garantieleistungen wird eine Pauschalrückstellung gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst.

12. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

13. Latente Steuern

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 1 HGB erfolgt eine nicht verrechnete Abgrenzung der voraussichtlichen zukünftigen Steuerbelastungen und Steuerentlastungen. Für die Ermittlung latenter Steuern wird der jeweilige gesellschaftsspezifische Steuersatz verwandt.

Es werden voraussichtliche Steuerentlastungen in Höhe von TEUR 935 ausgewiesen, die aus der unterschiedlichen Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und Jubiläumszusagen resultieren.

Die voraussichtlichen Steuerbelastungen betragen TEUR 151 - diese resultieren aus der Kapitalkonsolidierung.

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 300 den aktiven latenten Steuern zugeführt und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 27 aufgelöst.

14. Fremdkapitalzinsen

Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung von Herstellungskosten nicht einbezogen.

III. Angaben zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzposten ist im Anlagespiegel dargestellt.

2. Wirtschaftliche Verursachung

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 113 sind zum Bilanzstichtag noch nicht rechtlich entstanden, jedoch wirtschaftlich verursacht.

3. Sonstige Rückstellungen

Der wesentliche Teil der Rückstellungen ergibt sich aus Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (TEUR 609). Hierunter fallen Verpflichtungen für Weihnachtsgeld, Resturlaub, Jubiläumszahlungen und Sonderzahlungen bzgl. Zielvereinbarungen.

4. Restlaufzeitvermerke

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 438 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von:

Verbindlichkeit Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2022 innerhalb 1 Jahres Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2022 mehr als 1 Jahr Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2022 mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.667 TEUR 5.833 TEUR 21.667 TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.647 TEUR 0 TEUR 0 TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 TEUR 0 TEUR 32.971 TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten 386 TEUR 0 TEUR 0 TEUR

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 290 und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 127,72.

5. Sicherungsrechte (§ 314 Abs. 1 Nr. 1 HGB)

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden sämtliche gegenwärtigen und künftigen Forderungen an einen Sicherheiten-Treuhänder im Wege der Globalzession abgetreten sowie sämtliche bestehenden und künftigen Konten verpfändet.

IV. Angaben zur Konzerngewinn- und -Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 47,4 Mio. EUR entfallen mit 32,2 Mio. EUR auf den Bereich Gaszähler, mit 12,6 Mio. EUR auf den Bereich Wasserzähler, mit 1,3 Mio. EUR auf den Bereich Serviceleistungen sowie mit 1,3 Mio. EUR auf Sonstige Erlöse.

2. Abschreibungen

In den Abschreibungen sind 11,0 Mio. EUR Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert enthalten.

V. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

1. Gliederung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 21 aufgestellt.

2. Bedeusame zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge und Geschäftsvorfälle

Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 85 resultieren aus der Abzinsung von Rückstellungen und sind nicht zahlungswirksam.

3. Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten".

VI. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB)

Es bestehen diverse Leasing- und Mietverträge. Die daraus resultierenden künftigen Verpflichtungen betragen: TEUR 3.459. Davon haben Verpflichtungen in Höhe von TEUR 729 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.529 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.200 eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.

2. Personal

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beschäftigten im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2022 durchschnittlich 125 Mitarbeiter, davon 47 Angestellte und 78 gewerbliche Arbeitnehmer.

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe wird gem. §§ 314 Abs. 3 S. 2 i. V. m. 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4 Angabe § 314 Nr. 9 HGB - Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers

Im Geschäftsjahr wurden für den Konzernabschlussprüfer Honorare in Höhe von TEUR 50 für Abschlussprüfung, TEUR 3 für andere Bestätigungsleistungen, TEUR 19 für Steuerberatungsleistungen und TEUR 2 für sonstige Dienstleistungen als Aufwand erfasst.

5. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag zum 30.09.2022 in Höhe von TEUR 10.064 wird zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 24 auf neue Rechnung vorgetragen.

VII. Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses

Die Meter HoldCo GmbH, Remscheid, die Meter BidCo GmbH, Remscheid, und die Hermann Pipersberg jr. GmbH, Remscheid sind - soweit eine gesetzliche Pflicht besteht - gem. § 264 Abs.3 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen.

VIII. Nachtragsbericht

Der Angriff Russlands gegen die Ukraine hat große Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Inwiefern sich Auswirkungen für den Konzern, u. a. aus steigenden Kosten für Energie und Material sowie anstehenden Tarifverhandlungen oder der Nachfrage nach den Produkten des Konzerns ergeben, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

 

Remscheid, den 10. März 2023

Peter Fischer, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30. Sep. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 135.330,78 0,00 0,00 135.330,78
Geschäfts- oder Firmenwert 72.771.067,10 638.600,49 0,00 73.409.667,59
72.906.397,88 638.600,49 0,00 73.544.998,37
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 404.408,97 0,00 0,00 404.408,97
Technische Anlagen und Maschinen 3.983.336,00 12.064,90 0,00 3.995.400,90
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.202.752,00 286.668,30 92.973,08 3.396.447,22
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.700,00 0,00 0,00 3.700,00
7.594.196,97 298.733,20 92.973,08 7.799.957,09
80.500.594,85 937.333,69 92.973,08 81.344.955,46
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30. Sep. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134.802,03 498,75 0,00 135.300,78
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 11.011.450,14 0,00 11.011.450,14
134.802,03 11.011.948,89 0,00 11.146.750,92
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 280.394,82 17.045,54 0,00 297.440,36
Technische Anlagen und Maschinen 3.145.639,22 141.507,68 0,00 3.287.146,90
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.332.425,04 304.229,93 92.972,08 1.543.682,89
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.758.459,08 462.783,15 92.972,08 5.128.270,15
4.893.261,11 11.474.732,04 92.972,08 16.275.021,07
NETTOBUCHWERTE 30. Sep. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30,00
Geschäfts- oder Firmenwert 62.398.217,45
62.398.247,45
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 106.968,61
Technische Anlagen und Maschinen 708.254,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.852.764,33
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.700,00
2.671.686,94
65.069.934,39

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. SEPTEMBER 2022

TEUR 2022
TEUR
Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -10.064
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.475
- Abnahme der Rückstellungen -384
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -14
+ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) 8.897
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -5.746
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 2
+ Zinsaufwendungen 2.240
+ Ertragsteueraufwand 1.641
- Ertragsteuerzahlungen -1.266
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.781
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -639
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -299
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -936
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 1.809
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -4.939
- Gezahlte Zinsen -2.155
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -5.285
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 560
+ / - Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 611
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 71
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.242
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
+ Zahlungsmittel 1.242
1.242

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. SEPTEMBER 2022

Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital
EUR
Summe
EUR
Stand am 31. Dezember 2021 144.769,00 144.769,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
Stand am 30. September 2022 144.769,00 144.769,00
Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage
gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB
EUR
gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
EUR
Summe
EUR
Stand am 31. Dezember 2021 16.476.092,00 3.464.139,00 19.940.231,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand am 30. September 2022 16.476.092,00 3.464.139,00 19.940.231,00
Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
EUR
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Stand am 31. Dezember 2021 -23.774,85 0,00 20.061.225,15
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 -10.064.469,03 -10.064.469,03
Stand am 30. September 2022 -23.774,85 -10.064.469,03 9.996.756,12

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. SEPTEMBER 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Der Konzern der MeterHoldCo GmbH ist im Geschäftsjahr 2021 entstanden. Zum Konsolidierungskreis gehört neben der Muttergesellschaft deren Tochtergesellschaft MeterBidCo GmbH und deren operativ tätigen Tochtergesellschaft die Hermann Pipersberg jr. GmbH. Aufgrund der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses im Berichtsjahr sind keine Referenzzahlen aus dem Vorjahr verfügbar.

2. Wirtschaftsbericht

Die MeterBidCo GmbH führt zentrale Management- und Servicedienstleistungen an direkt und indirekt beteiligten Gesellschaften durch und darüber hinaus ist deren Gegenstand wie der der MeterHoldCo GmbH die Verwaltung eigenen Vermögens. Gegenstand der operativ tätigen Tochtergesellschaft Hermann Pipersberg jr. GmbH ist die Fabrikation und Wechselung von Wasserzählern und Gaszählern, die Reparatur von vorbezeichneten Messgeräten sowie der Vertrieb von Gasregelgeräten und Großwasserzählern aller Ausführungen.

Seit über 175 Jahren ist Pipersberg ein kompetenter Partner für Gas- und Wasserzähler in Deutschland. Private Haushalte sowie Kunden aus Gewerbe und Industrie finden die gesamte Bandbreite an Dienstleistungen rund um das Zählersortiment in den Bereichen Gas, Wasser, Wärme und Strom bereit.

Das Unternehmen unterhält dazu die Geschäftsbereiche Gas, Wasser, Kommunikation und Service, welche mit insgesamt 125 Mitarbeitern bedient werden.

Hauptkunden sind die öffentlichen Unternehmen der Versorgungswirtschaft und Industrie.

Auf der Beschaffungsseite bestehen langfristige Lieferpartnerschaften mit Herstellern marktführender Produkte und Komponenten in diesem Geschäftssegment.

Der überwiegende Teil der Geschäftsabschlüsse wird im Inland getätigt bei stark wachsendem Auslandsgeschäft.

Pipersberg setzt bei allen Artikeln und allen Dienstleistungen auf Qualität und erfüllt höchste Umwelt- und Sicherheitsstandards. Hierfür stehend stellvertretend die zertifizierten Qualitätsmanagementsysteme (ISO 9001) und Umweltmanagement (ISO 14001).

2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Das Geschäftsjahr 2022 litt immer noch unter den Folgen der Auswirkungen von Corona aus den Vorjahren. Besonders in den ersten Monaten des Jahres waren die Beeinträchtigungen der Lieferketten bei Vorlieferanten noch beträchtlich. Noch gravierender waren jedoch die Folgen des Ukrainekrieges und die daraus resultierende Energiekrise. Die Folgen waren eine sprunghafte Inflation bei allen Waren, Gütern und Dienstleistungen, wie sie Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat. Neben der knappen Verfügbarkeit von Rohstoffen und Fertigteilen für die Produktion erhöhten sich die Preise in vielen Segmenten um 100 % und mehr.

Im Zentrum der öffentlichen Diskussion stand vor allem das Thema Gas und die Frage wie Gas als Energieträger möglichst schnell kompensiert werden kann, um die Abhängigkeit zu Russland, dem Hauptlieferanten von Gas, zu reduzieren. Große Verunsicherungen waren die Folge. Der Gaspreis explodierte in 2022 und die daraus resultierenden Folgen konnten nur mit einer nationalen Anstrengung und staatlicher Unterstützung überbrückt werden.

Betroffen waren vor allem Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerke; also der Kernmarkt von Piperberg. Das Hauptproblem für alle waren langfristige Lieferverträge der Versorger mit ihren Endkunden, die unter völlig anderen Rahmenbedingungen und Einkaufspreisen abgeschlossen wurden. Die gleiche Problemstellung ergab sich für Pipersberg mit mehrjährigen Vertragsabschlüssen mit den Stadtwerken und Energieversorgern für Zählerbestellungen.

Die Folge war die zwingende Anpassung sämtlicher Vertragsverhältnisse auf den aktuellen Status Quo von Bezugspreisen, Kosten und Kalkulation. Nie zuvor wurden bei Pipersberg und auch generell so viele Vertragsabschlüsse vorgenommen, bei denen auch Preisindizes Bestandteil zur Absicherung waren.

Final betrachtet ist es im Wesentlichen wohl den meisten Marktteilnehmern gelungen, ihr Kerngeschäft auf ein neues Verkaufspreisniveau zu bringen. Der Einkaufserfolg war vor allem bei systemrelevanten Materialien eher gering. Am Ende ging es da nur um die generelle Verfügbarkeit.

Der wesentliche Faktor, dass Pipersberg diese Periode gut überstanden hat, lag in der schnellen Reaktion, dem engen Kunden-Lieferanten-Verhältnis und guten Kompromissen sowie der ausreichenden Bevorratung aufgrund des bestehenden Lager- und Logistikkonzepts von Pipersberg. Einige Monate konnten mit Produkten kompensiert werden, die noch zu alten bzw. geringeren Einkaufspreisen beschafft wurden. Dieses war der Schlüssel zum Erfolg für das Geschäftsjahr 2022.

2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns

Im Zuge der konjunkturellen Weiterentwicklung der deutschen Energieversorgungswirtschaft konnte das Umsatzniveau des Vorjahres der Hermann Pipersberg jr. GmbH im Geschäftsjahr 2022 erneut gesteigert werden.

Obwohl die obengenannten beschriebenen Rahmenbedingungen das komplette Geschäftsjahr begleiteten, konnte die Wirtschaftsleistung erneut gesteigert werden.

Gas

Nach dem Verkauf der Itron Gas-Sparte an das US-Unternehmen Dresser ergaben sich einige Änderungen für das gelebte Channel-Partnership mit Itron. Die Sparte von C&I-, Zähler- und Regler-Produkten wird weiter exklusiv mit Pipersberg betrieben. Der Residentialbereich Gas hingegen wurde eingestellt. Hier konnte Pipersberg mit dem eigenen Produktportfolio die Märkte weiterführen und einige Auslandskunden von Itron gewinnen. Das Channel-Partnership mit Itron wird auch in anderen Produktbereichen bei Wasser und Wärmeprodukten weiter umgesetzt. Die Umsätze bei den neuen Gaszählern im Haushalts- und Gewerbebereich als auch im C&I-Bereich sind deutlich gestiegen. Darüber hinaus unterstützt das Pipersberg Lager- und Logistik-Konzept weiterhin diesen Bereich des Verkaufs der Handelswaren. Zunehmend wird auch Pipersberg als Marktplatz für andere komplementäre Produkte im Reglerbereich angenommen.

Besonders erfolgversprechend ist die eigene Produktbaureihe der AC-Geräte mit zwei Encoderschnittstellen. Hier gibt es die größten Zuwächse.

Internationale Wettbewerber sind weiter stark vertreten und fallen aufgrund einer aggressiven Preispolitik auf. Die meisten Großkunden und Energieversorgergruppen konnten jedoch in der Berichtsperiode gehalten und neue Absatzmärkte erschlossen werden. Weitere zusätzliche Gasumsätze wurden bei deutschen Industriekunden wie auch vermehrt bei ausländischen Handelsorganisationen getätigt.

Generell ist der Trend zu temperaturkompensierenden Zählern ungebrochen. Die Nachfrage im In- und Ausland ist stark steigend.

Dieses gilt genauso für Zähler, welche mit intelligenten Zählwerken für die Kommunikation von Zählerständen ausgestattet sind.

Gaszählerinstandsetzung

Bei unveränderten Stückzahlen des Gesamtmarktes findet der Verdrängungswettbewerb weiter statt. Insbesondere im Bereich der Haushaltsbalgengaszähler werden diese Dienstleistungen oft kostenlos angeboten. Dennoch konnten wir die Umsätze leicht steigern; ebenso wie die Umsätze der Prüfstellen für Stichprobenprüfungen und Qualitätsdienstleistungen. In den nächsten Jahren wird der Reparaturbereich auch weiterhin eine wichtige Ergänzung des Neugeschäfts darstellen.

Die Möglichkeiten der Nutzung von Encoderzählwerken (AC) auch bei Reparaturen wird schon kurzfristig weiteres Wachstum in diesem Segment mit sich bringen.

Wasser

Im Wasserbereich unterscheiden wir stärker zwischen Eigenfertigung der Mehrstrahlzählerbaureihen und Handelsware verbundener Unternehmen.

Die Umsätze in beiden Bereichen konnten gesteigert werden.

Statische Zähler und Ringkolbenzähler mit Kommunikationsschnittstellen lösen den Mehrstrahlzähler ab. Hier steht der Aquadis aus der Itron Produktfamilie mit Cyble 5 als Zukunftsprodukt für unser Unternehmen.

In der zweiten Geschäftsjahreshälfte stieg insbesondere der Umsatz bei statischen Wasserzählern. Hier sehen wir die größten Entwicklungspotentiale für die Zukunft. Gerade der Exklusivvertrieb des Hauswasserzählers Ultrimis in der Produktgruppe der kommunikativen Wasserzähler mit der Anbindungsmöglichkeit in alle IOT Systeme ist technologisch marktführend. Hier entsteht eine strategische Partnerschaft mit dem Apator Konzern, die zukunftsweisend ist.

Die generelle Marktnachfrage nach Smart Ready Produkten führt zu mehr Wettbewerb. Eine Vielzahl neuer Produkte wurden in der Berichtsperiode vorgestellt. Wir sehen uns mit unseren Produktlinien hier gut aufgestellt.

Kommunikation

Im Geschäftsjahr 2022 haben wir das IOT Projekt Kommunikation mit dem Unternehmen Physec gestartet. Ziel ist die Etablierung Pipersberg als bedeutenden IOT Partner der Versorgungswirtschaft im Bereich der Zählerkommunikation und Messpunkte. Erste erfolgreiche Workshops und Informationsveranstaltungen bei Energieversorgern zeigten schnell Erfolge. Die Basis hierfür wurde gelegt durch den hohen Vertrauenszuspruch der Kunden in Verbindung zum Haus Pipersberg als Zähler und Servicepartner. Erste erfolgversprechende Abschlüsse konnten unmittelbar nach Fertigstellung der Plattform und Peripheriegeräte mit der P Meter Mobile App getätigt werden.

Service

In dem Berichtszeitraum konnten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresniveau leicht gesteigert werden; eine kontinuierliche Auslastung wurde erneut erreicht. Gegen Ende des Berichtszeitraumes zeichnete sich ab, dass die Nachfrage von Serviceleistungen nicht mehr durch das Angebot abgedeckt werden kann. Wir haben in der Berichtsperiode unser Management in diesem Bereich weiter ergänzt und verstärken die Akquisition von geeignetem Fachpersonal.

2.3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausgeglichen.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist insbesondere durch den Geschäftswert aus dem Erwerb der Hermann Pipersberg jr. GmbH sowie der Beteiligung an der Meter BidCo GmbH geprägt, welcher 78,0 % der Bilanzsumme ausmacht, welchem korrespondierend insbesondere 29,2 Mio. € Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und 33 Mio. € Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gegenüberstehen. Auf der Aktivseite bestehen darüber hinaus Vorräte in Höhe von 8,4 Mio. € und Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 4,3 Mio. €. An liquiden Mitteln stehen 1,2 Mio. € zur Verfügung. Das Konzerneigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 10,0 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 12,4 % entspricht. Maßgeblich hat sich im Geschäftsjahr auf die Verminderung des Eigenkapitals durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von 10,1 Mio. € die Abschreibung auf den Geschäftswert in Höhe von ca. 11,0 Mio. € ausgewirkt.

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Während des Geschäftsjahres konnte die Gesellschaft jederzeit allen Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachkommen.

Die Ertragslage der Gesellschaft zeigt mit einem Betriebsergebnis von Minus 6,2 Mio. € zwar ein negatives Bild, bereinigt um die Abschreibungen auf den Geschäftswert ergibt sich aber ein durchaus solides Betriebsergebnis von 4,8 Mio. €.

Die interne Steuerung der Gesellschaft erfolgt vor allem anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse sowie dem EBITDA. Dazu haben Umsatzerlöse in Höhe von 47,4 Mio. € beigetragen, denen ein Umsatzzuwachs innerhalb der zuvor rechtlich selbständigen Unternehmen zugrunde liegt. Zuwächse konnten durchweg sowohl im Bereich Wasser- als auch Gaszähler erreicht werden bei konstanten Serviceleistungen wobei sich insbesondere große Zuwächse beim Handel mit Gasdruckreglern und -zubehör (21 %) sowie mit Wasserzählern (24 %) ergaben. Das EBITDA beträgt 5,3 Mio. € und konnte ebenfalls bezogen auf die zuvor rechtlich selbständigen Unternehmen gesteigert werden u. a. aufgrund einer leicht verbesserten Personaleinsatzquote im Kontext der gestiegenen Umsatzerlöse.

3. Voraussichtliche Entwicklung - Chancen- und Risikobericht

Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr entsprechen im Wesentlichen dem abgelaufenen Berichtsjahr, wobei beim Vergleich zu berücksichtigen ist, dass es sich bei dem abgelaufenen Geschäftsjahr um ein Rumpfjahr von 9 Monaten handelt. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Gesellschaft in den ersten Monaten eines Kalenderjahres deutlich höhere Umsätze erzielt. Wir gehen davon aus, dass die neuen Produktsparten Kommunikation und die damit verbundenen Dienstleistungen den Jahresumsatz auf ca. 60 Mio. € erhöhen werden. Weiterhin erwarten wir in diesem Produktbereich ebenfalls eine gute Margenerzielung, die unser Gesamtergebnis im kommenden Geschäftsjahr verbessern wird. Das EBITDA wird entsprechend der aktuellen Unternehmensplanung leicht zweistellig wachsen. Voraussetzung hierfür bildet eine stabile Beschäftigungssituation bei unseren Kernprodukten Gas- und Wasserzählern. Der Verkauf von Kommunikationsmodulen zu unseren Zählern sowie die Begleitung der Digitalisierung im Zählermanagement unserer Kunden wird in der Zukunft der stärkste Wachstumstreiber sein. Ähnlich wie im Zählerbereich gibt es auch hier schon eine starke Wettbewerbsposition unserer Marktbegleiter.

Eine weitere Chance bietet die Erschließung weiterer Absatzmärkte innerhalb der EU im Zuge der dortigen zunehmenden Harmonisierung rechtlicher Rahmenbedingungen (wie z. B. MID-Richtlinie).

Die Rahmenbedingungen für mehr Auslesung von Zählerdaten werden nun auch gesetzlich vorgegeben und unterstützt. So trat bereits im Berichtszeitraum 2022 die gesetzliche Vorgabe der Funkauslesung von Wärmezählern in Kraft. Hier müssen in kürzestem Zeitraum Zähler mit manueller Auslesung ersetzt werden.

Dies färbt auch in die Bereiche Strom, Gas und Wasser ab. So ist davon auszugehen, dass bereits im Jahr 2023 bis zu einer Millionen Stück neuer statischer Hauswasserzähler von deutschen Versorgern in die Netzte installiert werden. Viele davon auch direkt auslesbar über bekannte Netzwerktechnologien wie Lora Wan, NbIOT oder fixed networks.

Der Exportbereich wird ebenfalls weiterwachsen. Der technologische Anspruch sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen, wie z. B. die Datensicherheitsrichtlinien der einzelnen Länder werden immer gleicher werden.

Gas

Eine gefestigte Marktposition ist für uns eine gute Ausgangslage, um auch weiterhin herkömmliche und neue Technologien zu vertreiben. Die Grenze bildet hier die Nachfrage auf der Kundenseite und die ist wiederum abhängig vom Ausgang der Stichprobenprüfungen. Diese werden auch das Geschäftsjahr 2022/2023 bestimmen. Dennoch schlägt Qualität, Langlebigkeit und sichere Verfügbarkeit den möglichen kurzfristigen Einkaufserfolg durch Billigprodukte einzelner Marktteilnehmer.

Nie zuvor war eine korrekte Messung und Abbildung der Verbrauchsdaten wichtiger und notwendiger wie bei den heutigen Energiepreisen. Eine optimale Mengenerfassung unter der Berücksichtigung stark unterschiedlicher Umgebungstemperaturen im Gas steht hier für neue anspruchsvolle Messgerätegenerationen mit mechanischer oder elektronischer Temperaturkompensation. Hier steht noch für viele Jahre ein Erneuerungsprozess an, der bei der elektronischen Übertragung der Zählerdaten gerade erst begonnen hat.

Die deutschen Gasversorger haben in den letzten zehn Jahren zweistellige Millionenbeträge mit den Verlängerungen der Stichproben beim Zählertausch eingespart. Dieses lässt sich so dauerhaft nicht fortsetzen. Eine erhöhte Nachfrage zeichnet sich auch für die kommenden Jahre ab.

Gaszählerinstandsetzung

Hier werden wir in Zukunft nur noch von zählernahen Dienstleistungen sprechen. Wir erweitern unser Angebotsprofil und versuchen die Wertschöpfungskette für den Kunden zu erhöhen. Unter Einbeziehung von Prüfstellenleistungen werden wir überjährige Verträge anbieten.

So werden wir im Prozess attraktiver. Die reine Reparatur ist dann nur noch ein Teil dieser Leistung.

Geplant ist hierbei auch die vermehrte Einbringung unserer Servicedienstleistungen. Dieses ist aktuell bei einigen großen Versorgern gelungen; Pipersberg als Prozessdienstleister.

Wasser

Der Wasserzählermarkt im Massengeschäft bleibt weiterhin hart umkämpft. Technische Innovationen bei Material und Metrologie erfolgen, ohne dass zufriedenstellende Margen erzielt werden. Der Kunde entscheidet weiterhin zwischen dem Billigprodukt und den Produktinnovationen der marktführenden Unternehmen. Die Anforderungen an das Messgerät sind auch in Bezug auf die Hygiene der Zähler und entsprechende Nachweise enorm gestiegen. Hier hilft auch ergänzend unser eigenes Logistikkonzept für kurze Lieferzeiten.

Die aktuellen Nachfragen unserer Kunden verbinden den Wunsch nach altbewehrter Technologie mit hohem Qualitätsanspruch und Smart Ready Produkten für die Zukunft.

Überraschend ist festzustellen, dass die Entwicklung zu smarten Zählern heute insbesondere durch die Wasserseite geprägt ist im Vergleich zum Gas.

Statische Zähler werden verstärkt nachgefragt. Hier werden die Testreihen in den nächsten Jahren entscheiden, ob diese dauerhaft die Geschwindigkeitszähler und Volumenzähler verdrängen.

Gas und Wasser

Langfristige Geschäftsabschlüsse prägen weiterhin das Geschäft. Die Gefahren bei solchen Objekten liegen in unsicheren Bezugspreisen über diese Zeiträume. Diese werden durch die Anwendung von Preisindizes reduziert. Auf diese Weise steht der Zählerpreis in engem Zusammenhang mit den aktuellen Einkaufspreisen der Vormaterialien.

Die enge Bindung an wenige leistungsstarke Partner, mit denen man sich das Risiko und die Möglichkeiten teilt, steht weiter im Fokus. Wechselseitige Abhängigkeiten bestimmen das Geschäft. Das Funktionieren dieser Abhängigkeiten definiert den Erfolg.

Das Geschäft wird von marktführenden Konzernen beherrscht. Neue Produkte definieren den Markt. Der Zugriff auf diese Produkte in Verbindung mit dem Ausbau unserer Logistikleistungen ist für unsere Zukunft wegweisend.

Service

Feste überjährige Kundenaufträge sind hier genauso richtungweisend für den Erfolg, wie auch flexible Arbeitszeitmodelle mit unseren Mitarbeitern, die den entsprechenden Nachfragen gegenüberstehen. Intensive Schulungen als Grundlage für anspruchsvolle Tätigkeiten in den Netzen stehen auch weiterhin im Vordergrund. Hier müssen wir uns von den Billiganbietern unterscheiden und dadurch das Marktumfeld zu unseren Gunsten gestalten.

Zudem zeigte sich die im Zuge der gestiegenen Nachfrage nötige Akquisition von geeignetem Fachpersonal als Herausforderung und Risiko für ein weiteres Wachstum.

Sonstige Angaben

Weiterhin steht die Mitarbeiterqualifikation an oberster Stelle. Mit hohem Fachwissen, der schnellen Adaption neuer Produkte und Techniken der Vorlieferanten, gepaart mit der intensiven, hoch qualitativen Marktakquisition gilt es schneller und verbindlicher zu agieren als der Wettbewerb im Vertrieb. Moderne interne Kommunikation bildet die Grundlage dafür und konnte im Berichtsjahr weiterentwickelt werden.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserer Branche, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Service, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Risiken auf der Beschaffungsseite begegnen wir insbesondere durch gute Qualitätskontrollen und umfangreiche Bevorratung.

Für die nähere Zukunft sind Risiken, welche den Bestand des Unternehmens gefährden, nicht auszuschließen. So wird heute z. B. ein Großteil unseres Umsatzes mit neuen Produkten und auch mit Dienstleistungen entweder mit Thüga oder mit E.ON/RWE oder deren Beteiligungen erzielt. Es wird auch in Zukunft darauf ankommen, dass es gelingt, in Produktpartnerschaften mit marktführenden Begleitern zu leben; sich attraktiv in der Dienstleistung, der Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und im Leistungsvermögen des Gesamtunternehmens darzustellen. Nur so konnte man den Wegfall von Itron Gas kompensieren. Für die Zukunft wird in weiterer Eigenverantwortung gedacht. Weitere neue eigene Produktentwicklungen schaffen Unabhängigkeit. Leider besteht auch hier die Abhängigkeit zu den Vorlieferanten, bei denen in vielen Fällen unsere Einflussnahme jedoch gering ist.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumente

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die Gesellschaft verfügt mit überwiegend öffentlichen Unternehmen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Preisänderungsrisiken werden u. a. über Preisanpassungsklauseln, verkürzte Bindefristen bei Angeboten sowie kürzere Vertragslaufzeiten gesteuert.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sind aufgrund des geringen Auslandsbezuges der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen begegnen wir durch eine umfassende, integrierte Vermögens-, Finanz- und Ertragsplanung, verbunden mit guten Linien bei unseren Finanzierungspartnern.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft, soweit neben den bestehenden eigenen liquiden Mitteln noch erforderlich, mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

5. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Das Unternehmen hat keinen eigenständigen Bereich Forschung und Entwicklung. Die Verantwortung in Bezug auf die Qualität neuer Geräte liegt insbesondere beim Partnerunternehmen. Durch intensive Marktbeobachtung und Einflussnahme auf die eigenen Lieferanten versuchen wir, unser Produktportfolio kontinuierlich entsprechend den Markterfordernissen zu verbessern. Hierbei liegt das Augenmerk auf der Optimierung der Produkteigenschaften entlang der gesamten Prozesskette bis hin zum Service beim Anwender.

6. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.

 

Remscheid, den 10. März 2023

METER HOLDCO GMBH

Geschäftsführung

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Billigung:

Der Konzernabschluss wurde am 02.08.2023 gebilligt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Meter HoldCo GmbH, Remscheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Meter HoldCo GmbH, Remscheid, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Meter HoldCo GmbH, Remscheid, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2022 sowie seiner Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Remscheid, 17. März 2023

Hübenthal & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Gero Hübenthal, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Burkard Kretschmann, Wirtschaftsprüfer

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