ProSiebenSat.1 Media SE
Selbe AdresseHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Link seit 7.11.2012 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ProSieben Television GmbH (ProSieben)UnterföhringJahresabschluss zum 31. Dezember 2008Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008der ProSieben Television GmbH (ProSieben)I. Geschäft und Rahmenbedingungen1.1 Gesamtaussage zum Geschäftsjahr 2008 Marktanteil von ProSieben wächst in 2008 Äußerst erfolgreiches Jahr 2008 für ProSieben: Trotz mehrerer sportlicher Großereignisse kann ProSieben in den jungen Zielgruppen zulegen. Bei den 14- bis 49-jährigen schließt der Sender das Jahr mit einem guten Jahresmarktanteil von 11,8 Prozent (2007: 11,7) ab. Ein Wachstum von plus 0,6 Prozentpunkten erzielt ProSieben bei den 14- bis 29-Jährigen und erreicht einen Jahresmarktanteil von 18,0 Prozent. Mit diesem Wert ist ProSieben weiterhin Marktführer in dieser Zielgruppe. Besonders erfolgreich 2008: Die ProSieben-Prime-Time In der Zeitschiene von 20.15 bis 22.15 Uhr konnte der Sender ein Plus von 0,9 Prozentpunkten (2008: 12,7 Prozent / 2007: 11,8 Prozent) verzeichnen.
Entgegen der Entwicklung der Zuschauermarktanteile ist, vor dem Hintergrund der Akzeptanzprobleme des neuen Vermarktungsmodells der SevenOne Media, dem TV-Vermarkter der ProSieben Television, der Werbemarktanteil gegenüber dem Geschäftsjahr 2007 um 0,8 Prozent auf 16,9 Prozent gesunken. Entsprechend haben sich Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verringert. 1.2 Rechtliche und organisatorische Gesellschaftsstruktur 1.2.1 Kurzporträt von ProSieben Die ProSieben Television GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der German Free TV Holding GmbH, einem Unternehmen der ProSiebenSat.1 Group. 1989 auf Sendung gegangen, ist ProSieben schon lange der Spielfilmsender Nummer 1 in Deutschland. Aber inzwischen bedeutet der Sender für seine Zuschauer viel mehr. Für die junge Mediengeneration ist ProSieben die erste Adresse im Fernsehen. Die ProSieben-Nachrichten haben mehr junge Zuschauer als die Tagesschau. Und laut einer aktuellen Umfrage des Branchendienstes HORIZONT (Februar 2009) fühlen sich über 25 Prozent der 14- bis 29-Jährigen von ProSieben gut informiert - deutlich mehr, als bei den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten. Bereits vor elf Jahren hat der Sender mit "Galileo" das Thema Wissen für junge Menschen attraktiv gemacht. Sein Motto "WE LOVE TO ENTERTAIN YOU." unterstreicht ProSieben mit Programmen wie "Schlag den Raab", "Germany's next Topmodel - by Heidi Klum", "Desperate Housewives", "We are Family! So lebt Deutschland", "Switch reloaded", "TV total" und "Stromberg" und und und... 1.2.2 Wesentliche organisatorische Maßnahmen im Geschäftsjahr 2008 Aufgrund eines Verfahrens des Bundeskartellamtes musste SevenOne Media, der TV-Vermarkter von Pro7, Ende 2007 ein neues Rabattmodell für den Werbezeitenverkauf einführen. Das Bundeskartellamtsverfahren war Teil einer industrieweiten Untersuchung gegen Werbezeitenvermarkter und Mediaagenturen in Deutschland und wurde gegen Zahlung eines Bußgeldes beendet. Das neue Verkaufsmodell für 2008 wurde zunächst nicht, wie erwartet, von den Mediaagenturen angenommen. Das Verkaufsmodell wurde daher im ersten Halbjahr 2008 - unter Berücksichtigung der kartellrechtlichen Vorgaben - dahingehend modifiziert, dass den Agenturen wieder Naturalrabatte gewährt wurden. Der Verlust von Werbemarktanteilen im Berichtszeitraum konnte nicht aufgehalten werden. Für 2009 arbeitet SevenOne Media mit einem Verkaufsmodell, das auf der einen Seite die kartellrechtlichen Anforderungen berücksichtigt, aber gleichzeitig für die Buchung von Werbung durch die Mediaagenturen und andere Werbekunden attraktiv ist. 1.2.3 Unternehmensinternes Führungs- und Steuerungssystem Das unternehmensinterne Führungs- und Steuerungssystem der ProSieben Television GmbH ist in das übergeordnete System der ProSiebenSat.1 Media AG eingebettet und besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten:
Kennzahlen-basiertes Steuerungssystem. Zentrale finanzielle Steuerungsgrößen sind das recurring EBITDA, die recurring EBITDA-Marge sowie der Free Cash-flow. Recurring EBITDA steht für das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA beziehungsweise Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen. Die recurring EBITDA-Marge zeigt das Verhältnis von recurring EBITDA zum Umsatz. Diese Kennzahlen ermöglichen eine aussagekräftige Beurteilung der operativen Geschäftsentwicklung und vereinfachen die internationale Vergleichbarkeit der Profitabilität von Unternehmen, da nationale Steuern und Abschreibungseinflüsse keine Berücksichtigung finden. Sie sind daher ein wichtiger Indikator zur Beurteilung der Ertragskraft des ProSiebenSat.1-Konzerns und der ProSieben Television GmbH. Der Free Cash-flow gibt die in einer Periode erwirtschafteten Einzahlungsüberschüsse an und kann als finanzwirtschaftlicher Überschuss interpretiert werden, der zur Bedienung von Eigen- und Fremdkapital zur Verfügung steht. Neben rein finanziellen Steuerungsgrößen hat die ProSiebenSat.1 Group Performance-Kennzahlen definiert, die nicht unmittelbar finanziell messbar sind. Dazu zählt insbesondere der Zuschauermarktanteil der Free-TV-Sender. Sie werden im Rahmen der Risikofrüherkennung kontinuierlich analysiert und sind gleichzeitig Leistungsnachweis für die Programmqualität und den Markenwert der Sender gegenüber der Werbewirtschaft. Im Geschäftsbereich Diversifikation sind unter anderem die Anzahl der Unique User eine wichtige Steuerungsgröße. Der Werbemarktanteil ist neben dem Zuschauermarktanteil ebenfalls ein zentraler nichtfinanzieller Leistungsindikator. Abgestimmtes System zur Planung und Steuerung. Steuerung und Planung greifen eng ineinander. Die Planung wird auf Basis der strategischen und operativen Unternehmensziele erstellt, wobei im Fokus der konzernweiten Planungsprozesse wie zuvor erläutert das recurring EBITDA, die recurring EBITDA-Marge sowie der Free Cash-flow stehen. Die Ergebnisplanung umfasst die langfristige Unternehmensplanung sowie die operative Planung. Die einzelnen Planungsprozesse sind systematisch abgestimmt und im Zeitablauf festgelegt. Dies ist von grundlegender Bedeutung für die wirksame Steuerung der definierten Zielgrößen, aber auch für die gruppenweite Erhebung von Chancen und Risiken:
1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen Bundesweite Sendelizenz für ProSieben Fernsehsender benötigen für die Veranstaltung von Rundfunk eine von der Medienanstalt eines deutschen Bundeslandes erteilte Sendelizenz bzw. -genehmigung. Diese Zulassung berechtigt den Fernsehsender zur bundesweiten Ausstrahlung seiner Programme. Die von der gemeinsamen Medienanstalt der Länder Berlin und Brandenburg erteilte Sendelizenz für ProSieben läuft bis zum 28. Februar 2010. Die Sendelizenz kann nach Ablauf jeweils um weitere sieben Jahre verlängert werden. Die Sendelizenz ist generell verlängerbar, soweit der Fernsehsender weiterhin die Zulassungsbedingungen erfüllt und die ProSiebenSat.1 Group unter den medienkonzentrationsrechtlich relevanten Marktanteilsgrenzen bleibt. 1.4 Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen 1.4.1 Konjunkturelles Umfeld Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die Finanzmarktkrise, die 2007 mit dem Zusammenbruch des US-amerikanischen Subprime-Hypothekenmarktes begann und im September 2008 in der Insolvenz der viertgrößten amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers gipfelte, hat sich mittlerweile auf die gesamte Weltwirtschaft ausgedehnt. Deutschland war infolge seiner starken Exportorientierung besonders stark betroffen. Nach einem durch Sondereffekte überzeichneten ersten Quartal hat sich die Konjunkturlage im weiteren Jahresverlauf zunehmend verschlechtert. Die letzten drei Monate des Jahres 2008 zeigen mit einem Minus von über zwei Prozent das Ausmaß der Krise. Insgesamt wuchs die deutsche Wirtschaft 2008 nach vorläufigen Ergebnissen real um 1,3 Prozent und damit deutlich schwächer als in den beiden Vorjahren. Das Wachstum wurde von Bruttoinvestitionen und Staatskonsum getragen, während der Außenhandel als Wachstumsträger ausfiel. Trotz gestiegener Einkommen und unterjährig positiver Beschäftigungszahlen stagnierte auch der private Konsum. Die hohe Inflationsrate - 2,6 Prozent im Jahresschnitt - drückte auf die Stimmung der Verbraucher. Die Preissteigerung ließ am Jahresende zwar deutlich nach, dafür häuften sich aber die Warnsignale aus der Wirtschaft und vom Arbeitsmarkt. 1.4.2 Branchenspezifisches Umfeld Entwicklung des Werbemarktes. Die verschärfte Krise auf den internationalen Finanzmärkten und ihre Folgen für die reale Wirtschaft prägte auch die Entwicklung der TV-Werbeinvestitionen im Jahr 2008. Im deutschsprachigen Raum konnten Österreich und die Schweiz trotz des negativen Einflusses des vierten Quartals auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurückblicken. Im Kernmarkt Deutschland stiegen die TV-Bruttowerbeinvestitionen 2008 gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 9,12 Mrd Euro (Q4: +4,7%). SevenOne Media, der TV-Vermarkter der ProSiebenSat. 1 Group in Deutschland, hat vor dem Hintergrund der Akzeptanzprobleme des neuen Vermarktungsmodells für 2008 seine führende Position im deutschen TV-Werbemarkt zwar gehalten, mit 41,1 Prozent (2007: 43,5%) jedoch Marktanteile verloren. Die Brutto-TV-Werbeerlöse der ProSieben Televison betrugen unverändert 1,54 Mrd Euro, wobei sich der Werbemarktanteil von 17,7 Prozent auf 16,9 Prozent verringerte. Die Nettozahlen für den deutschen TV-Werbemarkt liegen derzeit noch nicht vor. Die Gesellschaft geht bei einem insgesamt stabilen Gesamtmarkt von einem Marktanteilsverlust aus. II. Geschäftsverlauf: Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 20082.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung Der Umsatz der ProSieben Television GmbH verringerte sich entgegen der Erwartungen auf Grund der Akzeptanzprobleme des neuen Werbezeitenvermarktungsmodells und der damit zusammenhängenden niedrigere Werbeerlöse im Geschäftsjahr 2008 um 46,5 Mio Euro oder 6,0 Prozent auf 728,0 Mio Euro. Die Herstellungskosten konnten im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 510,2 Mio Euro reduziert werden. Der in den Herstellungskosten enthaltene Werteverzehr auf das Programmvermögen verringerte sich insgesamt um 7,5 Prozent von 409,7 Mio Euro auf 378,9 Mio Euro. Der ausstrahlungsbedingte Werteverzehr konnte durch die Optimierung und Anpassung des eingesetzten Programmvermögens um 21,4 Mio Euro auf 367,1 Mio Euro reduziert werden. Der außerplanmäßige Werteverzehr verminderte sich von 21,1 Mio. auf 11,8 Mio Euro, allerdings kam es zu Zuführungen zu Drohverlustrückstellungen in Höhe von 10,0 Mio Euro. Gegenläufig wirkten Zuschreibungen mit einem Betrag von 0,8 Mio Euro. Die Vertriebskosten belaufen sich im Geschäftsjahr auf 69,5 Mio Euro und sind somit um 4,5 Mio Euro höher als im Vorjahr. Der Anstieg betrifft u. a. Aufwendungen für Sachgewinne, Sponsorring und Gegengeschäften sowie Plakat- und Außenwerbung. Zuden sind die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 1.565,2 Mio Euro auf 1.557,7 Mio Euro angestiegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich aufgrund dieser Effekte im Vergleich zum Vorjahr um 17,1 Prozent auf 138,3 Mio Euro verringert. Zudem waren bestimmende Faktoren der Anstieg der Vertriebsaufwendungen um 10,2 Prozent auf 15,4 Mio Euro, im Wesentlichen begründet durch Gegengeschäfte und Sponsoring sowie der Anstieg des Zinsaufwandes um 63,4 Prozent auf 2,6 Mio Euro, was durch die gestiegene Inanspruchnahme des konzerninternen Cash-Pooling zu begründen ist. Das für Planungs- und Steuerungszwecke im Fokus stehende recurring EBITDA bzw. die recurring EBITDA Marge belief sich im Geschäftsjahr 2008 auf 141,2 Mio Euro bzw. 19,4 Prozent. 2.2 Finanz- und Vermögenslage Zentrales Finanzmanagement ProSieben ist in das Finanzmanagement der ProSiebenSat.1 Group einbezogen. Durch ein zentrales Cash-Pooling-System findet ein konzerninterner Liquiditätsausgleich statt. ProSieben Television GmbH ist, auf Basis der Finanzierung durch die ProSiebenSat.1 Media AG, in der Lage ihre externen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Aufgaben des Finanzmanagements der ProSiebenSat.1 Group sind die Konzernfinanzierung, das Cashmanagement, die kurz- und langfristige Liquiditätsplanung sowie das Zins- und Währungsmanagement. Wesentliche Grundsätze sind dabei Diversifikation der Investoren, finanzielle Flexibilität und Stabilität, Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten sowie ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil der Finanzierungsinstrumente. Wichtigste Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der konzernweiten Zahlungsfähigkeit und die Steigerung der Finanzkraft. Hierzu zählt im Besonderen die Steuerung der finanzwirtschaftlichen Risiken. Zur Begrenzung dieser Risiken setzt die ProSiebenSat.1 Group derivative Finanzinstrumente ein. Die Prozesse des Finanzmanagements werden zentral gesteuert. Grundsätze, Ziele und Prozesse des Finanzmanagements sind in einer konzernweiten Finanzrichtlinie festgelegt. Liquidität und Cash-flow Der Cash-flow aus der betrieblichen Tätigkeit hat sich im Geschäftsjahr 2008 um 245 Tsd Euro auf minus 39 Tsd Euro vermindert. Im Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit sind unter anderem auch Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen aus dem laufenden Geschäft sowie aus Ergebnisabführung enthalten. Die Zahlungsmittelabflüsse aus dem Cash-flow der Investitionstätigkeit betrugen 4 Tsd Euro im Vergleich zu 193 Tsd Euro im Vorjahreszeitraum. Damit ergibt sich für 2008 ein Free Cash Flow von minus 43 Tsd Euro (2007: 13 Tsd Euro). Weder in 2008 noch in 2007 ergab sich ein Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit. ProSieben verfügte zum Periodenende am 31. Dezember 2008 über Finanzmittelfonds in Höhe von 35 Tsd Euro im Vergleich zu 78 Tsd Euro zum 31. Dezember 2007. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme von ProSieben erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,9 Mio Euro auf 691,5 Mio Euro. Auf Grund des um 23,2 Mio Euro auf 626,6 Mio Euro gestiegenen Programmvermögens hat sich das Umlaufvermögen von 676,2 Mio Euro auf 691,2 Mio Euro erhöht. Wesentlich für die Erhöhung waren deutliche Zugänge bei den Auftragsproduktionen. Mit einem Anteil von 91 Prozent an der Bilanzsumme ist das Programmvermögen damit der wichtigste Aktivposten von ProSieben. Das bilanzierte Programmvermögen umfasst Spielfilme und Serien sowie Auftragsproduktionen, die zur einmaligen und mehrfachen Ausstrahlung vorgesehen sind. Die Programminvestitionen lagen bei 460,8 Mio Euro (2007 bei 453,2 Mio Euro). ProSieben hat 2008 insgesamt 5.278 Programmstunden an Eigen- und Auftragsproduktionen ausgestrahlt. Dazu zählen Nachrichten, Magazine, Reportagen, Day-Time-Formate, Shows, Comedy-Sendungen, TV-Filme und Serien. Das bedeutet, dass 60 Prozent der ausgestrahlten Programmstunden in Eigen- und Auftragsregie hergestellt wurden. In 2008 hat ProSieben 3,8 Mio Euro in die Entwicklung neuer Formate investiert. Das sind 13,2% mehr als im Vorjahr. Dabei wurden 14 Pilotsendungen und 59 Bücher entwickelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 8,1 Mio Euro auf 64,2 Mio Euro. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sich infolge der gestiegenen Inanspruchnahme des konzerninternen Cash-Poolings um 10,0 Mio Euro reduzierten, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,4 Mio Euro angestiegen sind. Das Eigenkapital lag mit 450,5 Mio Euro exakt auf der Vorjahreshöhe. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags werden die erzielten Gewinne direkt an die ProSiebenSat.1 Group abgeführt. Die Eigenkapitalquote liegt bei 65 Prozent. Damit verfügt ProSieben über eine sehr gute Eigenmittelausstattung. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich zum 31. Dezember 2008 auf 22,1 Mio Euro und liegen somit auf Grund der Bildung von Rückstellungen für Gewinnspiele um 3,0 Mio Euro über dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten stiegen zum 31. Dezember 2008 auf 219,0 Mio Euro (31. Dezember 2007: 207,1 Mio Euro). Dabei haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 12,4 Mio Euro auf 18,7 Mio Euro reduziert. Dagegen erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 24,6 Mio Euro auf 198,8 Mio Euro. 2.3 Mitarbeiter ProSieben beschäftigte im Geschäftsjahr 2008 durchschnittlich 274 fest angestellte Mitarbeiter gegenüber 284 im Vorjahr. Der Personalaufwand reduzierte sich im Geschäftsjahr 2008 um 0,5 Mio Euro auf 21,9 Mio Euro. III. NachtragsberichtNach dem Ende des Geschäftsjahres 2008 sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage der ProSieben Television GmbH haben. IV. Risikobericht4.1 Gesamtaussage zur Risikosituation Die Risikosituation der ProSieben Television GmbH wird im Rahmen des Konzern-Risikomanagements analysiert und gesteuert. Die Geschäftsleitung beurteilt die Risikolage der ProSieben Television GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als begrenzt. Unser Hauptrisiko sehen wir derzeit in der Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Situation. 4.2 Risikomanagement Die ProSieben Television GmbH ist in das Risikomanagementsystem der ProSiebenSat.1 Group einbezogen. Risikomanagementsystem. Durch Expansion, vor allem in internationale Märkte, sowie die Komplexität und Dynamik unseres Geschäfts unterliegt die ProSiebenSat.1 Group naturgemäß einer Reihe von Risikofaktoren. Unsere Erfahrungen im TV-Werbemarkt, einhergehend mit unserem internationalen Know-how im Mediensektor, bilden eine solide Basis, Wachstumsmöglichkeiten gezielt zu nutzen sowie Risiken frühzeitig und sicher einzuschätzen. Voraussetzungen für den richtigen Umgang mit Risiken sind darüber hinaus klare Organisationsstrukturen. Einheitliche Richtlinien sorgen für methodisches Vorgehen und sind für die standardisierte Erfassung und konzernweite Steuerung von Risiken unerlässlich. Durch die eindeutige Zuordnung von Aufgaben und Verantwortungsbereichen können Gegenmaßnahmen rechtzeitig ergriffen werden. Die ProSiebenSat.1 Media AG hat daher ein umfassendes Risikomanagementsystem für sich und ihre Konzerngesellschaften etabliert. Das Risikomanagementsystem ist auf die speziellen Gegebenheiten der ProSiebenSat. 1 Group ausgerichtet und beruht auf dem Prinzip, jeden Geschäftsbereich und jede Tochtergesellschaft in den Prozess einzubeziehen. Vereinfacht stellt sich das konzernweite Risikomanagementsystem wie folgt dar:
Risikomanagementprozess. Der Risikomanagementprozess der ProSiebenSat.1 Group besteht aus folgenden aufeinander abgestimmten Schritten:
4.3 Chancenmanagement Bei Chancen handelt es sich um mögliche positive Abweichungen von einem geplanten Ergebnis. Chancen für die ProSiebenSat.1 Group leiten sich im Wesentlichen aus der Konzernstrategie ab. Das Monitoring von Chancen ist ebenso wie das Risikomanagement Bestandteil des unternehmensinternen Steuerungssystems. Dazu beschäftigt sich die ProSiebenSat.1 Group zum einen intensiv mit Marktszenarien und der Entwicklung des internationalen Wettbewerbsumfelds, zum anderen mit kritischen internen Erfolgsfaktoren wie Kostentreibern und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. 4.4 Risikolage: Entwicklung der Einzelrisiken Faktoren, die im abgelaufenen Geschäftsjahr von wesentlicher Bedeutung waren, beziehungsweise nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben könnten, werden im Folgenden mit der jeweiligen Einschätzung für die einzelnen Risikokategorien dargestellt. 1. Externe Risiken Gesamtwirtschaftliche Risiken. Die Geschäftstätigkeit von ProSieben als Teil der ProSiebenSat.1 Group hängt in hohem Maße von der gesamtwirtschaftlichen Lage und vor allem der Entwicklung der Märkte ab, in denen Werbekunden agieren. Eine allgemeine Abschwächung der Konjunktur, insbesondere im Kernmarkt Deutschland, kann die Erlössituation im Hauptgeschäftsfeld werbefinanziertes Fernsehen und damit die Geschäftsentwicklung der ProSiebenSat.1 Group wesentlich beeinflussen. Weitere negative Auswirkungen aus den konjunkturellen Rahmenbedingungen, die direkt oder indirekt auch unser Unternehmen betreffen, sind derzeit nicht auszuschließen. Im Prognosebericht haben wir eine Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung in näherer Zukunft dargestellt. Branchenrisiken - Werbemarkt. Vor dem Hintergrund der momentan außergewöhnlich geringen Visibilität im Werbemarkt stellt die Untersuchung und Bewertung der Auftragslage einen wesentlichen Bestandteil des Risikomanagements dar. Dabei wird das Auftragsvolumen analysiert, wobei - ausgehend vom Einbuchungsstand - der Werbeumsatz für das Jahr hochgerechnet wird. Teil dieser kontinuierlichen Analyse ist auch die Untersuchung der Position der Wettbewerber sowie gesamt-und werbewirtschaftliche Entwicklungen. Im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an den Vorstand werden die Ist- und Planwerte den Vorjahreswerten gegenüber gestellt und bewertet. Branchenrisiken - TV-Nutzung. Eine sich verringernde TV-Nutzung könnte die operative Performance im Kerngeschäft Free TV wesentlich beeinflussen. Das Risiko aus einer wesentlichen Veränderung des Konsumentenverhaltens schätzt der Konzern derzeit jedoch eher als gering ein. Eine "Kannibalisierung", das bedeutet Abwanderung der Zuschauer zu alternativen Medien, zeichnet sich derzeit nicht ab - vielmehr ist eine parallele Nutzung von Medien wie TV und Internet zu beobachten. Entscheidender Erfolgsfaktor für die Nutzung alternativen Medien sind dabei Qualität und Verfügbarkeit der Inhalte. Durch Diversifikation der Geschäftstätigkeit optimiert die ProSiebenSat.1 Group ihre Abhängigkeit vom TV-Markt und erhöht gleichzeitig die Reichweite ihrer Programminhalte und starken TV-Marken. 2. Contentrisiken Erwerb von Lizenzprogrammen. ProSieben erwirbt über die ProSiebenSat.1 Group einen großen Teil seiner Spielfilme und Serien als Lizenzprogramm von Dritten. Neben dem allgemeinen Preisrisiko ist das Unternehmen damit auch dem Risiko möglicher Preissteigerungen aufgrund des anhaltenden Erfolgs der US-Serien ausgesetzt. Aufgrund ihrer starken Position als Lizenznehmer ist die ProSiebenSat.1 Group in der Lage, das Preisrisiko relativ gering zu halten. Stabile Geschäftsbeziehungen, beruhend auf langjähriger Zusammenarbeit und mehrjährigen Vertragsvereinbarungen, und die Position des paneuropäischen Konzerns als einer der größten und wichtigsten Lizenznehmer im europäischen Markt sichern die Verhandlungsposition mit den Studios und den Independents. Eigen- und Auftragsproduktionen. Für alle auftragsproduzierten TV-Programme gibt es ein hauseigenes, datenbankgestütztes Zulassungsverfahren. Sie werden in überschaubaren Mengen oder zeitlich befristet als Einzelprojekte geführt. Eine Beauftragung geplanter Programme wird frühzeitig überprüft. Wichtige Steuerungsgrößen sind hier die Wirtschaftlichkeit (Menge, Kosten, Erlöse, mögliche Restbuchwerte), der zu erwartende Zuschauererfolg sowie die Marketing-und Imagewerte. Programmbestand. Der Erfolg der Programmpolitik hängt von der Attraktivität und Rentabilität der Programminhalte ab. Ein wichtiger Frühwarnindikator ist in diesem Zusammenhang die Gesamtrendite des Programmbestands. Programmverträge werden in der Regel einige Jahre vor der Ausstrahlung abgeschlossen. Die Aktivierung von Programmrechten erfolgt in Höhe des vertraglich vereinbarten Kaufpreises. Um Bestandsrisiken zu mindern, werden die vertraglich gesicherten Senderechte regelmäßig im Hinblick auf ihre Erlöspotenziale überprüft. Um eine möglichst hohe Anzahl an attraktiven und erfolgreichen Filmen sicherzustellen, wird im Rahmen der Risiko-Berichterstattung zudem die Anzahl der von der ProSiebenSat.1 Group erworbenen Highlights ins Verhältnis zur Anzahl der gesamten Kino-Highlights des jeweiligen Jahres gesetzt. 3. Technologische Risiken Sendetechnik und Studiobetrieb. Ein Ausfall der Studio- und Sendetechnik könnte zu beträchtlichen Geschäftsunterbrechungen führen. Auch eine nicht an aktuelle Markt- und Sicherheitsanforderungen angepasste Infrastruktur könnte das Erreichen unserer Geschäftsziele gefährden. Die Sendeabwicklung und alle wesentlichen Teile der Studiotechnik der ProSiebenSat.1 Group - und damit auch von ProSieben - sind daher durch Backupsysteme geschützt. Mit dem Bau eines neuen Playout-Centers in München legte die ProSiebenSat.1 Group 2008 den Grundstein für die Implementierung einer innovativen technischen Plattform. Komplett bandlose Arbeitsabläufe und eine neue Infrastruktur stellen die technologische Wettbewerbsfähigkeit sicher, indem sie die frühzeitige und parallele Verwertung aller Inhalte in allen Medien erlaubt und die Prozessqualität erhöht. IT-Risiken. Durch die zunehmende Komplexität der Systemlandschaft des Konzerns können IT-Sicherheitsrisiken folgenschwere Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse haben. Hierzu zählen zum Beispiel der Ausfall von Systemen, Applikationen oder des Netzwerkes aber auch Datenintegrität und Datenvertraulichkeit. Die informationssicherheitstechnischen Risiken werden durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, den Einsatz von Firewall-Systemen, Virenscannern sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen verringert. Im IT-Bereich existieren mehrere, räumlich von einander getrennte Rechenzentren, deren Aufgaben bei Ausfällen automatisch ohne Zeit- und Datenverluste gegenseitig übernommen werden. Die IT-Sicherheitsstrategie wird regelmäßig aktualisiert. 4. Vertriebsrisiken Zuschauermarkt/TV-Quoten. Der kommerzielle Erfolg wird davon bestimmt, ob ProSieben ein Fernsehprogramm planen, erwerben, produzieren und ausstrahlen kann, das dem Publikumsgeschmack entspricht und hohe Einschaltquoten erzielt. Daher gilt der Zuschauermarktanteil als einer der wichtigsten Frühwarnindikatoren. Jeden Tag werden die Zuschauermarktanteile anhand der AGF/GfK-Daten detailliert analysiert. Gemessen wird der prozentuale Anteil der Sehdauer für eine Sendung oder für einen TV-Sender an der Gesamtdauer aller Sendungen bzw. TV-Sender im Betrachtungszeitraum. Besondere Beachtung wird dem durchschnittlichen Zuschauermarktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen beigemessen. Ein struktureller Rückgang der Einschaltquoten könnte finanzielle Auswirkungen für ProSieben nach sich ziehen, der Sender beurteilt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos jedoch weiterhin als gering. Sales. SevenOne Media, der Werbezeitenvermarkter der ProSiebenSat.1 Group in Deutschland, der auch ProSieben vermarktet, stellte unmittelbar nach Beendigung des Bußgeldverfahrens des Bundeskartellamts im Jahr 2007 sein neues Rabatt- und Honorierungsmodell vor. Das angepasste Rabattmodel wurde von Agenturen und Werbekunden nicht wie erwartet angenommen und musste im Laufe des Jahres 2008 überarbeitet werden. Aufgrund der Gespräche mit Werbekunden sowie der aktuellen Auftragslage schätzt die ProSiebenSat.1 Group das Risiko einer weiteren Ablehnung des überarbeiteten Modells durch den Markt als eher gering ein. 5. Organisatorische und finanzwirtschaftliche Risiken Personalrisiken. Der Erfolg von ProSieben ist maßgeblich von den Fähigkeiten und dem Engagement der Mitarbeiter abhängig. Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und -entwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Der Konzern begrenzt diese Risiken unter anderem durch ein strategisches Führungskräfteentwicklungsprogramm, das auf dem Unternehmensleitbild und den daraus entwickelten Führungsleitlinien aufbaut. Daneben werden im Rahmen der leistungs- und erfolgsabhängigen Anreizsysteme die übergeordneten Unternehmensziele konkretisiert und systematisch auf Bereichs-, Abteilungssowie individuelle Mitarbeiterziele herunter gebrochen. Die Verfolgung der Ziele findet durch Zielvereinbarungs-, Standort- und Zielerreichungsgespräche statt. Finanzwirtschaftliche Risiken. ProSieben ist aufgrund ihrer operativen Tätigkeit verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken werden im Rahmen des Finanzrisikomanagements der ProSiebenSat.1 Group zentral gesteuert. Ziel des Finanzrisikomanagement ist neben der Sicherung der Zahlungsfähigkeit die Optimierung des Konzern-Finanzergebnisses. Grundsätze, Aufgaben und Zuständigkeiten des Finanzrisikomanagements sind in der internen Konzernfinanzrichtlinie der ProSiebenSat.1 Group geregelt. Das Management von Finanzrisiken basiert auf Strategien, die in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand definiert wurden. Dazu gehören neben der Konzernfinanzrichtlinie unter anderem Richtlinien zur Gestaltung der Konzern-Binnenfinanzierung, der Fremdfinanzierung und Anforderungen, die die externen Geschäftspartner für Finanz- und Treasury-Geschäfte zu erfüllen haben (Kontrahentenrichtlinie). Eingesetzte Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung bestehender Risikopositionen und werden nicht zu aktiven Handelszwecken verwendet. 6. Compliance-Risiken Allgemeine Compliance. Risiken aus Corporate Governance ergeben sich durch die mögliche Verletzung von gesetzlichen Meldepflichten sowie durch mangelnde Transparenz der Unternehmensführung und -kommunikation. Diesen Risiken begegnet die ProSiebenSat.1 Group durch eine unternehmensübergreifende Compliance-Struktur. Das Programm umfasst die Schulung der Mitarbeiter in kartellrechtlichen Fragen sowie interne Kontroll- und Sanktionsmechanismen, um Verstöße gegen das Kartellrecht von vornherein auszuschließen. Kartellrecht
Medienrecht/Sendelizenzen.
Verbreitung. Für den dauerhaften Erfolg der Sender im Werbemarkt sind hohe Zuschauerreichweiten die wichtigste Voraussetzung. Neben der Attraktivität des Programmangebots kommt es dabei vor allem auch auf die technische Verbreitung der Fernsehsender auf möglichst allen Distributionswegen an. Das Programm von ProSieben verfügt über hohe technische Reichweiten. Die ProSiebenSat.1 Group hat dazu langjährige Verbreitungs- und Kooperationsverträge mit Satelliten-Betreibergesellschaften, Breitbandnetzbetreibern und, für die Verbreitung auf mobile Endgeräte, mit Telekommunikationsunternehmen abgeschlossen. Mit dem Übergang von der analogen zur digitalen Verbreitung wird sich die Kapazität zur Übertragung der Fernsehprogramme, der Dienste und anderer Angebote des Konzerns nach unserer Einschätzung noch weiter vervielfachen. Durch den Abschluss langfristiger Verbreitungsverträge ist die von ProSieben in Deutschland auch beim Übergang vom analogen in das digitale Zeitalter gesichert. Die ProSiebenSat.1 Group ist daher zuversichtlich, dass ihre Programme auch in Zukunft flächendeckend analog und digital verbreitet werden. V. PrognoseberichtDer Geschäftserfolg der ProSieben Television GmbH hängt in hohem Maße von der Entwicklung der TV-Werbemärkte und insbesondere des deutschen TV-Werbemarkts ab. Prognosen für den TV-Werbemarkt sind infolge der Kurzfristigkeit der Budgetvergabe sowie der außerordentlich hohen Abhängigkeit der Werbewirtschaft von zyklischen Konjunkturschwankungen grundsätzlich mit Unsicherheiten verbunden. Die derzeit noch nicht absehbaren Folgen der verschärften Krise an den internationalen Finanzmärkten und den Realwirtschaften mindern die Visibilität zusätzlich. Konjunkturrisiken werden im Rahmen der konzernweiten Risikoerfassung identifiziert und sind in der Budgetplanung soweit wie möglich berücksichtigt. Chancen ergeben sich hingegen, falls sich die von uns getroffenen Aussagen und Einschätzungen als zu konservativ herausstellen. Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf der operativen Planung von ProSieben für die Jahre 2009 und 2010. Grundlage für diese Planung sind die Zielsetzungen ihrer verbundenen Unternehmen sowie Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, die sich aus der Einschätzung renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute ergeben:
5.1 Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung der ProSieben Television GmbH Im Prognosezeitraum 2009 und 2010 erwartet das Management von ProSieben Wachstumschancen und die Basis für Umsatz- und Ergebnissteigerungen ab dem Jahr 2010. ProSieben strebt 2009 an, die Zuschauermarktanteile in der werberelevanten Zielgruppe gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Darüber hinaus hat ProSieben das Ziel, im Jahr 2009 das wirtschaftliche Ergebnis weiter zu verbessern, ebenso sein straffes Kostenmanagement fortzusetzen. Mit der Neuorganisation unter dem Dach der German Free TV Holding werden Ressourcen effizienter genutzt und operative Kosten deutlich gesenkt. Insgesamt rechnet die Gesellschaft trotz eines Umsatzrückgangs in 2009 mit einem verbesserten Ergebnis sowie in 2010 mit einer Umsatz- und Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Berichtsjahr. Infolgedessen erwartet die Gesellschaft in 2010 nach einem leichten Rückgang in 2009 ein höheres recurring EBITA sowie eine im Vergleich zum Berichtsjahr verbesserte EBITA Marge. 5.2 Künftige wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Seit der Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 hat sich die weltweite Konjunkturkrise nochmals deutlich verschärft. Belastend wirken nicht nur Finanzmarktturbulenzen und schlechtere Kreditkonditionen, sondern auch gedämpfte Ertragsaussichten der Unternehmen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass die Weltwirtschaft 2009 nur noch um ein halbes Prozent wachsen wird. Bei entsprechender politischer Unterstützung scheint im Jahr 2010 eine Erholung zwar möglich, sämtliche Prognosen sind jedoch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Das Risiko von Abwärtskorrekturen ist jederzeit gegeben. Die Exportnation Deutschland wird auch 2009 verstärkt unter den Folgen der globalen Wirtschaftskrise zu leiden haben. Die Bundesregierung prognostiziert in ihrem Jahreswirtschaftsbericht, dass das Bruttoinlandsprodukt infolge der weltweiten Konjunkturkrise im Jahr 2009 real um 2,25 Prozent schrumpfen wird. Deutliche Rückgänge werden vor allem für die Wachstumsmotoren der letzten Jahre, Investitionsgüter und Exporte, prognostiziert. Positive Impulse sollen dagegen vom Konsum kommen - und zwar sowohl vom staatlichen als auch vom privaten. Begründet wird dies mit steigenden Staatsausgaben bzw. höheren Einkommen der privaten Haushalte. Entscheidend für die private Konsumlaune wird sein, wie stark sich die Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt auswirken wird. Der Jahreswirtschaftsbericht geht derzeit von einem eher moderaten Anstieg der Arbeitslosenquote auf 8,4 Prozent bis zum Jahresende 2009 aus (2008: 7,8%). Insgesamt wird das laufende Jahr eines der schwierigsten in der bundesdeutschen Wirtschaftsgeschichte. Entwicklung des Werbemarkts in den für ProSiebenSat.1 und damit für die ProSieben Television wesentlichen Märkten. In den prognostizierten Entwicklungen des Bruttoinlandsproduktes spiegelt sich die erwartete Tendenz der Werbemärkte größtenteils wider. Auf Basis aktueller Konjunkturprognosen, die für Deutschlands Wirtschaft aufgrund ihrer starken Exportorientierung eine überdurchschnittliche Belastung diagnostizieren, müssen wir derzeit von einem negativen TV-Werbemarkt für das Jahr 2009 ausgehen. ZenithOptimedia rechnet für 2009 mit einem Rückgang der TV-Werbeinvestitionen in Deutschland um 3,5 Prozent. Für einige andere Märkte, in denen die ProSiebenSat.1 Group aktiv ist, senkte ZenithOptimedia die Prognosen ebenfalls. Allerdings sind diese Prognosen aufgrund der derzeitigen Lage am Finanzmarkt durchaus als unsicher zu bezeichnen. 5.3 Unternehmensausblick Angesichts der bestehenden Turbulenzen an den Finanzmärkten und den noch nicht absehbaren Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur sind Prognosen für den TV-Werbemarkt mit ungewöhnlich hohen Unsicherheiten behaftet. Eine Mehrjahresprognose für wesentliche Finanzkennzahlen ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Die ProSieben Television GmbH strebt an, 2009 in einem insgesamt rückläufigen TV-Werbemarkt Marktanteile zurückzugewinnen und damit die konjunkturellen Belastungen zumindest teilweise auszugleichen. Getragen wird diese Einschätzung zum einen vom positiven Verlauf der Jahresgespräche mit unseren Werbekunden, die zeigen, dass wir wieder über ein wettbewerbsfähiges Vermarktungsmodell verfügen. Zum anderen sollten sich unsere Erfolge im Zuschauermarkt - relativ zur Entwicklung des TV-Werbemarkts - positiv auf die Investitionen der Werbewirtschaft auswirken. Künftige Ausrichtung des Unternehmens: Ende 2008 wurden Maßnahmen zur Bündelung der Unternehmensbereiche German Free TV und Sales eingeleitet: Die Sender ProSieben, Sat.1 und kabel eins werden in eine Matrixorganisation eingebracht und senderübergreifende Arbeitsbereiche wie Programmplanung, Production Management, Controlling und Kommunikation geschaffen. Die Sender sollen bis Juni 2009 unter einem Dach in München zusammengeführt werden. ProSieben ist und bleibt Must-See-TV für die junge Mediengeneration ProSieben steht für 'state of the art'-Qualität, Innovation und Markentreue und ist damit unverwechselbar im deutschen TV-Markt. ProSieben ist der Spielfilmsender No. 1: mit Titeln wie "James Bond 007: Casino Royal", "Fluch der Karibik 2" oder "Blood Diamond". ProSieben ist der Sender mit den besten Serien am Abend! Das bestätigen nicht nur forsa.-Umfragen, sondern auch die Performance des Serienmittwochs mit neuen Staffeln von "Desperate Housewives" und "Grey's Anatomy" und "Private Practice". Am Mystery-Montag gibt es 2009 die neue US-Erfolgsserie "Fringe" sowie neue Folgen von "Primeval" und "LOST". ProSieben bietet Event-Fernsehen. Stefan Raab tritt 2009 wieder an allen Fronten an: Mehr als 10 Events sind geplant - von "Schlag den Raab" über "Schlag den Star" bis zur "Stock Car Crash Challenge". Und seit Februar 2009 wird zum vierten Mal nach "Germany's next Topmodel - by Heidi Klum" gefahndet. ProSieben ist innovative Comedy. Eine neue Staffel der prämierten Serie "Stromberg" mit Christoph Maria Herbst wird dieses Jahr gedreht und Ende März 2009 geht die neue Ralf Husmann-Serie "Der kleine Mann" On-air. ProSieben ist erstklassige Deutsche Fiction. Große Event-Movies sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Programmangebots von ProSieben - 2009 mit "Tod aus der Tiefe", "Crashpoint Berlin" und der ersten Webisode, die zum TV-Event wird: "Faktor 8" - ab Herbst auf ProSieben. 5.4 Chancenbericht Die digitale Entwicklung stellt Medienunternehmen vor große Herausforderungen. Sie bietet einem Content-Anbieter wie der ProSieben Televison GmbH jedoch vor allem substantielle Wachstumsmöglichkeiten, da der entscheidende Erfolgsfaktor im Wettbewerb um Zuschauer attraktive Inhalte sind: Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen und leistungswirtschaftliche Chancen. Trotz einer großen Vielfalt an Medienangeboten ist die Anziehungskraft des Fernsehens weiterhin ungebrochen. Das Beispiel Deutschland zeigt, dass Fernsehen die beliebteste Freizeitbeschäftigung ist und jeden Tag knapp drei Viertel der Bevölkerung erreicht. Die Sehdauer ist 2008 im Vergleich zu 2007 bei den für das Privatfernsehen wichtigen 14- bis 49-jährigen Zuschauern auf hohem Niveau stabil geblieben (2007 und 2008: 178 Minuten/Tag). Bei einer weiteren wichtigen Zielgruppe ist sie sogar gestiegen: Die 14- bis 49-jährigen Haushaltsführenden sahen 2007 229 Minuten und 2008 231 Minuten täglich fern. Bei den Internet affinen Zuschauern im Alter von 14 bis 29 Jahren stieg die Sehdauer sogar um drei Minuten an (2007: 133 Minuten/Tag; 2008: 136 Minuten/Tag). Das Internet läuft demzufolge dem Fernsehen keineswegs den Rang ab. Beide Medien kannibalisieren sich nicht, sie ergänzen sich vielmehr. Unsere größte Chance im deutschen TV-Werbemarkt ist es, unsere starke Marktstellung bei den Zuschauern zu kapitalisieren, das bedeutet Marktanteile im deutschen TV-Werbemarkt zurückzugewinnen. Unternehmensstrategische Chancen. Das wichtigste strategische Ziel der ProSiebenSat.1 Group und damit auch von ProSieben bleibt auch in Zukunft die Stärkung des Kerngeschäfts Free-TV und die Fokussierung auf attraktive Programminhalte. Durch die Integration von ProSieben in die German Free TV Holding mit der damit verbundenen Einführung einer Matrix-Struktur werden wir die in der Senderfamilie vorhandenen Programm-Ressourcen effizienter und effektiver nutzen können. Zugleich können wir aufgrund einer engeren Verzahnung von Know-how und Kreativität den Anforderungen des Marktes besser gerecht werden. Bilanz zum 31. Dezember 2008ProSieben Television GmbH, UnterföhringAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008ProSieben Television GmbH, Unterföhring
Anhang für das Geschäftsjahr 2008ProSieben Television GmbH, UnterföhringGrundlagen und MethodenDer Jahresabschluss der ProSieben Television GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird, wie in den Vorjahren, nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde um die Position Programmvermögen, die als Unterposition des Umlaufvermögens ausgewiesen wird, erweitert. Als große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) hat die Gesellschaft einen Lagebericht gemäß § 289 HGB erstellt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten ausschließlich Software. Diese wird im Regelfall linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige lineare sowie gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150 Euro werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben berücksichtigt. Für Wirtschaftsgüter, die einen Wert zwischen 150 Euro und 1.000 Euro haben, wird für Anschaffungen ab 1. Januar 2008 ein Sammelposten gebildet, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die Sachanlagen enthalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung, die - abhängig vom Wirtschaftsgut - über ein bis maximal 13 Jahre abgeschrieben wird. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet werden kann. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Das Programmvermögen beinhaltet Spielfilme, Serien, Auftragsproduktionen sowie geleistete Anzahlungen. Spielfilme und Serien werden mit Beginn der vertraglichen Lizenzzeit aktiviert, Auftragsproduktionen werden nach Fertigstellung, die mit der Abnahme erfolgt, als sendefähiges Programmvermögen aktiviert. Der Werteverzehr von Lizenzen und mehrfach geplanten Auftragsproduktionen erfolgt mit Beginn der ersten Ausstrahlung. Bei den zur einmaligen Ausstrahlung vorgesehenen Auftragsproduktionen erfolgt der Werteverzehr in voller Höhe bei Ausstrahlung. Außerplanmäßiger Werteverzehr betrifft Spielfilme, Serien und Auftragsproduktionen, die - bedingt durch einen verschärften Wettbewerb oder einen veränderten Zuschauergeschmack - auf absehbare Zeit nicht zur Ausstrahlung zu einer wirtschaftlich relevanten Sendezeit geeignet sind bzw. aufgrund zu geringer Zuschauerreichweiten nach den ersten Ausstrahlungen vorzeitig aus dem Programm genommen worden sind oder deren Produktion, obwohl in Auftrag gegeben, nicht fortgesetzt wird. Übersteigt das Erlöspotential die Restbuchwerte, erfolgt eine Zuschreibung, sofern in den Vorjahren ein außerplanmäßiger Werteverzehr vorgenommen wurde. Bei Verträgen, die ein schwebendes Geschäft darstellen erfolgt die verlustfreie Bewertung über die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste durch Gegenüberstellung des Erlöspotentials mit den vertraglich fixierten Anschaffungskosten. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist den erkennbaren Risiken durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen worden. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Fremdwährungsguthaben sind mit Stichtagskursen umgerechnet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Rückstellungen werden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. zum höheren Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Briefkurs am Buchungstag oder dem niedrigerem Kurs am Bilanzstichtag, Fremdwährungsverpflichtungen mit dem Geldkurs am Buchungstag oder dem höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen vorgenommen. Programmvermögen
Der außerplanmäßige Werteverzehr auf das Programmvermögen beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt 11.769 Tsd Euro. Dem stehen Zuschreibungen in Höhe von 848 Tsd Euro gegenüber. Darüber hinaus kam es zu Zuführungen zur Drohverlustrückstellung betreffend noch nicht aktivierte Lizenzen in Höhe von 10.013 Tsd Euro. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Zum Bilanzstichtag bestehen Einzelwertberichtigungen in Höhe von 3.269 Tsd Euro und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 426 Tsd Euro. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten debitorische Kreditoren (820 Tsd Euro), geleistete Vorauszahlungen (156 Tsd Euro) sowie Forderungen gegen Mitarbeiter aus Reisekostenvorschüssen (65 Tsd Euro). Eigenkapital Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 425.486 Tsd Euro. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der German Free TV Holding GmbH in Höhe von 138.298 Tsd Euro. Größte Einzelposten bei den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern (876 Tsd Euro), kreditorische Debitoren (434 Tsd Euro) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern (182 TSd Euro). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet neben weiteren Gesellschaften gesamtschuldnerisch für einen der ProSiebenSat.1 Media AG sowie weiteren verbundenen Unternehmen von einem Bankenkonsortium gewährten syndizierten Kredit in Höhe von 4,2 Mrd Euro. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren insbesondere aus Vertragsabschlüssen in der Zeit vor dem 31. Dezember 2008 und betreffen im Wesentlichen das Programmvermögen mit Lizenzbeginnen ab dem 01. Januar 2009 sowie Satellitennutzungs- und Gema/GVL Gebühren. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Werbeerlöse und werden fast ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland erzielt. Auf eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wird daher verzichtet. Periodenfremde Erträge Von den periodenfremden Erträgen in Höhe von insgesamt 1.533 Tsd Euro entfallen 848 Tsd Euro auf die Zuschreibungen zum Programmvermögen und 338 Tsd Euro auf die Auflösung von Rückstellungen. Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige AngabenErgebnisabführungsverträge Die ProSieben Television GmbH hat am 27. Dezember 2007 mit der German Free TV Holding GmbH, Unterföhring, als herrschende Gesellschafterin einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der Gewinn des Geschäftsjahres 2008 wurde entsprechend dieser Vereinbarung zum 31. Dezember 2008 an die German Free TV Holding GmbH abgeführt. Beziehungen zu Mutterunternehmen Der Jahresabschluss der ProSieben Television GmbH, Unterföhring, wird in den Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media AG (HRB 124169 des Amtsgerichtes München), Unterföhring, einbezogen. Die Lavena 1 S.à r.l. stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, während ProSiebenSat.1 Media AG den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media AG wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 274 Angestellte. Organe Als Geschäftsführer ist bestellt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Unterföhring, den 25. Juni 2009 Thilo Proff Entwicklung des Anlagevermögens in 2008ProSieben Television GmbH, Unterföhring
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ProSieben Television GmbH, Unterföhring, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ProSieben Television GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 26. Juni 2009 KPMG
AG
Alt-Scherer, Wirtschaftsprüferin Kaltenegger, Wirtschaftsprüfer Beschluss über die ErgebnisverwendungDie alleinige Gesellschafterin der ProSieben Television GmbH hat mit Gesellschafterbeschluss vom 28. September 2009 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 mit einer Bilanzsumme von Euro 691.516.716,42 festgestellt. Weiterhin wurde beschlossen, daß das Jahresergebnis von Euro 138.298.319,29 an die alleinige Gesellschafterin German Free TV Holding GmbH gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 27. Dezember 2007 abgeführt wird. |
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