pfm medical mepro gmbh
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ingmar Hendrik Köhler seit 2.4.2025 | Geschäftsführer |
Frank Klinker seit 13.3.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
pfm medical agKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021Vermögen
Eigenkapital und Schulden
GESONDERTE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben Die pfm medical ag (im Folgenden kurz "pfm medical" oder "Gesellschaft" genannt) ist mit ihren Tochterunternehmen ("pfm Konzern") als unabhängiger deutscher Marketing- und Vertriebsspezialist für medizintechnische Produkte aus den Bereichen Chirurgie, Histotechnologie, Kardiovaskuläre Technologien und Fluid Management tätig. Die pfm Gruppe vertreibt exklusiv Produktpaletten weltweit führender Hersteller und ergänzt diese in zunehmendem Maße mit innovativen Eigenentwicklungen und Zusatzprodukten zu anwenderspezifischen Produkt- bzw. Lösungspaketen für die stationäre und ambulante Behandlung. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln (HRB 28961) eingetragene Gesellschaft hat ihren Sitz in 50996 Köln, Wankelstr. 60. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich bzw. wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Am 11. Mai 2022 hat der Vorstand der pfm medical den Konzernabschluss zur Vorlage an den Aufsichtsrat der Gesellschaft freigegeben (Freigabe zur Veröffentlichung). Nach nationalem Recht darf der IFRS-Konzernabschluss nach Billigung durch den Aufsichtsrat nur in Ausnahmefällen geändert werden. Die pfm medical ist nach § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Nach § 315e Abs. 3 HGB erstellt die pfm medical den Konzernabschluss freiwillig unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Im Übrigen entspricht der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt. B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Grundlagen der Rechnungslegung Die pfm medical hat ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften wurden beachtet. Die Anforderungen der von der EU übernommenen Standards und Interpretationen, die zum 31. Dezember 2021 verpflichtend anzuwenden sind, wurden vollständig erfüllt. Die der Bilanzierung und Bewertung sowie den Erläuterungen und Angaben zum IFRS-Konzernabschluss zu Grunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert in den dargestellten Abschlussperioden angewandt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang entsprechend erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Vermögenswerte und Schulden sind in langfristig - bei Fälligkeiten über einem Jahr - und kurzfristig aufgegliedert. Latente Steuern werden generell als langfristig ausgewiesen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen grundsätzlich stetige und einheitliche Bilanzierungsgrundsätze und -methoden zu Grunde. Die Konzernwährung ist Euro. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Tausend Euro (TEUR) ausgewiesen, soweit nichts anderes vermerkt ist. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen. Die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen wurden in der Berichtsperiode erstmalig angewendet und haben keine wesentlichen Auswirkungen auf Informationen, die in diesem Konzernabschluss enthalten sind. Allerdings kann die Anwendung die Bilanzierung künftiger Transaktionen und Vereinbarungen beeinflussen. Folgende Änderungen von Standards und Interpretationen gelten ab dem Geschäftsjahr erstmalig verbindlich:
Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses sind folgende geänderte und neue Standards und Interpretationen in Kraft getreten, die erstmalig für spätere Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden sind:
Von der Möglichkeit, die Standards und Interpretationen vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht. Es wird davon ausgegangen, dass die neuen Rechnungslegungsstandards voraussichtlich insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der pfm medical haben. Soweit sich in Teilbereichen bei Anwendung der neuen Standards dennoch größere Änderungen ergeben würden, sind diese entsprechend erläutert. 2. Konsolidierung 2.1. Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss werden sämtliche wesentliche Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (inklusive Zweckgesellschaften), die von dem Konzern beherrscht werden. In der Regel besteht eine Beherrschung bei einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden potenzielle Stimmrechte berücksichtigt. Alle wesentlichen Tochterunternehmen sind in den Konzernabschluss einbezogen. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an vollkonsolidiert, an dem die Beherrschung auf das Mutterunternehmen übergegangen ist. Sie werden endkonsolidiert, wenn die Beherrschung endet. Die Kapitalkonsolidierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode entsprechend IFRS 3 durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen. Hiernach entsprechen die Anschaffungskosten der Anteile dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten und entstandenen bzw. übernommenen Schulden. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Übersteigen die Anschaffungskosten der Anteile das zum beizulegenden Zeitwert bewertete erworbene anteilige Nettovermögen, wird ein Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern ist jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung zu unterziehen. Sind die Kosten des Erwerbs geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete erworbene anteilige Nettovermögen des Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt ergebniswirksam erfasst. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Unrealisierte Verluste werden ebenso eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögens hin. Sofern ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge bestehen, werden latente Steuern gemäß IAS 12 abgegrenzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden sofern notwendig der konzerneinheitlichen Bilanzierung angepasst. Erwerb und Veräußerung von Minderheitenanteilen Bei Erwerb von Anteilen von Minderheitsgesellschaftern wird keine Neubewertung vorgenommen. Die aus der Transaktion resultierende Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem anteiligen Vermögen wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Assoziierte Unternehmen Nach der Equity-Methode werden solche Beteiligungen bewertet, bei denen der Konzern, in der Regel auf Grund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 und 50 %, einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an assoziierten Unternehmen zunächst mit den Anschaffungskosten bewertet. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital ist in einer Nebenrechnung zu erfassen und den erworbenen Vermögenswerten einschließlich eines Geschäfts- oder Firmenwertes, Schulden und Eventualschulden zuzuordnen. Ein negativer Unterschiedsbetrag ist unmittelbar erfolgswirksam zu erfassen. In den Folgeperioden wird der Equity-Wert entsprechend dem Anteil des pfm Konzerns an den Eigenkapitaländerungen des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben, einschließlich der im Rahmen des erstmaligen Ansatzes aufgedeckten stillen Reserven und Lasten. Der auf den Geschäfts- oder Firmenwert entfallende Teil wird nicht planmäßig abgeschrieben. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem assoziierten Unternehmen und dem Anteilseigner sind bis zu ihrer Realisation mit Dritten anteilig zu eliminieren. Gemeinsame Vereinbarungen Eine gemeinsame Vereinbarung ist ein Arrangement, in welcher der Konzern und andere Parteien vertraglich gebunden gemeinschaftlich die Führung ausüben. Bei der gemeinsamen Vereinbarung handelt es sich entweder um eine gemeinschaftliche Tätigkeit oder um ein Gemeinschaftsunternehmen. Bei einer gemeinschaftlichen Tätigkeit erfolgt eine anteilige Bilanzierung von Vermögen, Schulden, Erträgen und Aufwendungen. Über seine Anteile an Gemeinschaftsunternehmen berichtet der Konzern unter Verwendung der Equity-Methode. 2.2. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben der pfm medical als Mutterunternehmen 8 inländische und 9 ausländische Tochterunternehmen. Grundsätzlich werden alle Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.
Das Tochterunternehmen pfm medical singapore pte. Ltd. (Singapur) übt derzeit keine Geschäftstätigkeit aus und wurde, wie in den Vorjahren, aus Wesentlichkeitsgründe nicht mit in den Konzernabschluss einbezogen. Gegenüber dem Vorjahr gab es vom Umfang keine Änderungen. Nur die Anteilsquote an der Gesellschaft in Argentinien erhöhte sich von 96,6 % auf 98,0 %.
Die nach IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" darzustellenden zusammengefassten Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlicher Beteiligung anderer Gesellschafter finden sich unter Gliederungspunkt F. nach den Angaben zu at Equity bilanzierten Unternehmen. Von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB (Inanspruchnahme von Erleichterungen bei der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung von Jahresabschlüssen) haben folgende Tochterunternehmen Gebrauch gemacht:
2.3. Währungsumrechnung Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in dem sie hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Die funktionale Währung entspricht im Konzernabschluss der pfm medical in der Regel der Währung des Sitzlandes der Unternehmen. Die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Mittelkurs des Bilanzstichtages, Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden in einem gesonderten Posten direkt im Eigenkapital erfasst. Bei einem vollständigen oder teilweisen Verkauf werden die auf den verkauften Anteil entfallenden Umrechnungsgewinne oder -verluste als Bestandteil des Veräußerungsergebnisses erfolgswirksam erfasst. Als einzige in einem Fremdwährungsraum ansässige Gesellschaft ist bei der Gesellschaft in Hongkong die funktionale Währung der Euro. Der Euro ist die Darstellungswährung des Konzernabschlusses der pfm medical. Geschäfte in Fremdwährung werden mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Monetäre Bilanzposten in fremder Währung werden zum Mittelkurs des Bilanzstichtages angesetzt. Währungsgewinne und -verluste, die bei der Umrechnung monetärer Posten in die funktionale Währung entstehen, werden im operativen Bereich erfasst. Folgende Umrechnungskurse waren für die Währungsumrechnung maßgebend.
Wie in den Vorjahren wurde für die argentinische Tochtergesellschaft eine Inflationsbereinigung nach IAS 29 vorgenommen. IAS 29 sieht eine Hochinflationsanpassung für Gesellschaften vor, die in Ländern ansässig sind, deren kumulierte Inflationsrate über 3 Jahre mind. 100 % beträgt. Nicht monetäre Posten der Bilanz werden erfolgsneutral durch Anwendung eines örtlichen Preisindex für den Zeitraum aufgewertet, in dem die Posten im Bestand waren. In der Gewinn- und Verlustrechnung zeigen sich die Wirkungen durch höhere GuV-Positionen. Die Indexierung gilt nicht für monetäre Posten (Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente). Für die hier auftretende Wertminderung (Inflation) ist ein Kaufkraftverlust zu ermitteln. Dieser ermittelt sich durch Anwendung der Nicht-Indexierung auf den Saldo der monetären Aktiva und Passiva. Im Fall von pfmsa SA ergibt sich ein Kaufkraftgewinn, dieser ist im Finanzergebnis dargestellt. Der Abschluss für die argentinische Tochtergesellschaft basiert auf dem Konzept der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, der mittels des landespezifischen Verbraucherpreisindex für die indexierten Bilanzpositionen angepasst wird. Die Höhe des Index belief sich Ende des Jahres 2021 auf 582,46 (31.12.2020: 385,88; 31.12.2019: 283,44; 31.12.2018: 184,26; 31.12.2017: 124,80). Der Anstieg im Jahr 2021 belief sich damit auf 50,9 % (Vorjahr 36,1 %). Der Geschäfts- oder Firmenwert und die Anpassungsbeträge aus der Zeitwertbewertung des erworbenen Nettovermögens, die bei dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehen, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und mit dem Stichtagskurs umgerechnet. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3.1. Immaterielle Vermögenswerte Der Konzern verfügt nur über immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen pro rata temporis entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Der Werteverzehr wird im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei der Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Die Buchwerte und Nutzungsdauern der immateriellen Vermögenswerte mit nicht bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für die Wertminderung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die pfm medical überwacht und steuert ihre Entwicklungsprojekte mit Hilfe eines detaillierten Projektmanagements. Entwicklungskosten sollten grundsätzlich aktiviert werden, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die laufenden Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Weil wegen der jeweils bestehenden Risiken bis zur Markteinführung die speziellen Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38 nicht kumulativ erfüllt sind, werden die Entwicklungskosten derzeit vollständig als Periodenaufwand erfasst. Forschungskosten werden entsprechend den Regelungen des IAS 38.54 in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie entstehen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden insgesamt TEUR 528 (Vorjahr TEUR 955) an Forschungskosten und nicht aktivierten Entwicklungskosten aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 3.2. Geschäfts- oder Firmenwert Verbleibt nach der Neubewertung des im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögens und der übernommenen Schulden ein positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und dem anteiligen erworbenen Nettovermögen, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. In den Folgeperioden wird der Geschäfts- oder Firmenwert mit seinen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen erfasst. Wertaufholungen in Folgeperioden werden nicht erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich, bei Vorliegen bestimmter Anzeichen auch häufiger, einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Zu diesem Zweck wird der Geschäfts- oder Firmenwert im Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus dem Unternehmenszusammenschluss ziehen. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit für Zwecke des Werthaltigkeitstests eines Geschäfts- oder Firmenwerts ist im pfm Konzern grundsätzlich der Gesamtkonzern definiert. Wird ein Unternehmensteil einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit veräußert, dem ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, wird der auf diesen abgehenden Unternehmensteil entfallende Geschäfts- oder Firmenwert als Abgang und folglich im Veräußerungsergebnis erfasst. Der Abgangswert wird grundsätzlich entsprechend der Wertverhältnisse des abgehenden Unternehmensteils zur gesamten zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes, ist die darüberhinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerten zu erfassen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird mit Hilfe der Discounted Cash-Flow Methode auf Basis geplanter zukünftiger Cash-Flows, die mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz diskontiert werden, ermittelt. Diesen Berechnungen liegen von dem Vorstand genehmigte, detaillierte Planungen, wie sie auch für interne Zwecke verwendet werden, für die nächsten drei Geschäftsjahre vor. Für die Zeit danach wird ein Kapitalwert auf Basis eines nachhaltigen, durchschnittlich erzielbaren Ergebnisses als ewige Rente unter Verwendung eines Wachstumsabschlags von 0,5 % (Vorjahr 0,5 %) ermittelt. Es wurde ein risikoangepasster Abzinsungssatz von 8,4 % (Vorjahr 8,3 %) berechnet. Bei Ansatz eines risikoangepassten Abzinsungssatzes von 9,4 % oder bei einer Minderung der geplanten EBIT-Werte um 11 % würde der erzielbare Betrag dem Buchwert entsprechen. Derzeit überschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert um rd. 12 %. Zum 31. Dezember 2021 betrug der Buchwert des Geschäfts- und Firmenwertes TEUR 4.237 (Vorjahr TEUR 4.180). 3.3. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen pro rata temporis entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden zusammen mit dem entsprechenden Vermögenswert oder als separater Vermögenswert aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass die wirtschaftlichen Vorteile dem Unternehmen zufließen werden und die Kosten verlässlich schätzbar sind. Laufende Wartungskosten werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Der Werteverzehr wird im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens liegen im Wesentlichen die folgenden planmäßigen Nutzungsdauern zugrunde:
Die Buchwerte und Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für die Wertminderung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Im Falle der Veräußerung oder Verschrottung des Sachanlagevermögens wird ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. 3.4. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes zu aktivieren. Andere Fremdkapitalkosten sind in der Periode ihres Anfalls als Aufwand zu erfassen. Im Jahr 2021 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 39) aktiviert. Im Berichtsjahr waren auf Basis des aktivierten Volumens der jeweiligen Investitionen und der extrem niedrigen Fremdkapitalkosten keine Beträge für die Aktivierung von Fremdkapitalzinsen relevant. Es wurde hierbei eine Wesentlichkeitsgrenze von unverändert TEUR 2 zugrunde gelegt. Der zugrunde gelegte Fremdkapitalkostenzinssatz betrug 1,2 % p.a. (Vorjahr 1,2 % p.a.). Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit existieren keine wesentlichen qualifizierten Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. 3.5. Leasingverhältnisse Leasingaktivitäten der pfm medical und ihre bilanzielle Behandlung pfm medical mietet insbesondere für zahlreiche Standorte Büro- und Lagergebäude, sowie in größerem Umfang PKW, vorwiegend für die im Vertrieb tätigen Außendienstmitarbeiter. Mietverträge werden i.d.R. für eine feste Laufzeit von 2 bis 10 Jahren abgeschlossen und können Verlängerungsoptionen aufweisen. Diese Verträge können sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten enthalten. pfm medical ordnet den Transaktionspreis diesen Komponenten auf Basis ihrer relativen Einzelpreise zu. In der Regel wird von dem Wahlrecht, keine Aufteilung zwischen Leasing- und Nichtleasingkomponenten vorzunehmen und den Vertrag im Ganzen als Leasingvertrag zu bilanzieren, kein Gebrauch gemacht. Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Die Leasingverträge enthalten keine Kreditbedingungen mit der Ausnahme, dass die Leasingobjekte als Sicherheit für den Leasingnehmer dienen. Geleaste Vermögenswerte dürfen somit auch nicht als Sicherheit für Kreditaufnahmen verwendet werden. Mit Ausnahme des Leasings von Gegenständen von geringerem Wert oder kurzfristigen Leasingverträgen, werden einheitlich alle Leasing- und Mietverträge bilanzwirksam dargestellt. Eine detaillierte Darstellung der Auswirkungen auf den Konzernabschluss der pfm medical findet sich unter F.3 Leasingverhältnisse. Vermögenswerte und Schulden aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zu Barwerten erfasst. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Leasingzahlungen werden mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegendem impliziten Zinssatz abgezinst, sofern dieser ohne Weiteres bestimmbar ist. Andernfalls, dies ist bei pfm medical der Regelfall, erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzins des Leasingnehmers, d.h. dem Zinssatz, den der jeweilige Leasingnehmer zahlen müsste, wenn er Mittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit unter vergleichbaren Bedingungen zu erwerben. Zur Bestimmung des Grenzfremdkapitalzinssatzes geht pfm medical wie folgt vor. Wenn möglich, werden mit Dritten aufgenommene Finanzierungen des einzelnen Leasingnehmers als Anhaltspunkt verwendet. Sofern erforderlich werden diese angepasst, um Änderungen der Konditionen seit Erhalt der Finanzierung zu berücksichtigen. Liegen derartige Daten nicht vor, verwendet pfm medical als Ausgangspunkt einen risikofreien Zinssatz und passt diesen an das Kreditrisiko des Leasingnehmers an. Weitere Anpassungen erfolgen für die Laufzeit des Leasingverhältnisses, das wirtschaftliche Umfeld, die Währung des Leasingvertrages und die Besicherung. pfm medical ist möglichen zukünftigen Steigerungen variabler Leasingzahlungen ausgesetzt, welche sich aus einer Änderung eines Index oder eines Zinssatzes ergeben können. Diese möglichen Änderungen sind bis zu deren Wirksamwerden nicht in der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt. Sobald sich Änderungen eines Indexes oder Zinssatzes auf die Leasingraten auswirken, wird die Leasingverbindlichkeit gegen das Nutzungsrecht angepasst. Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte eine Anpassung in Höhe von TEUR 31 auf Basis einer indexbasierten Mietvertragsanpassung. Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlungen aufgeteilt. Der Zinsanteil wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Nutzungsrechte werden zu den Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrundeliegenden Leasingvertrages abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht der pfm medical hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes. Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer anfänglichen Laufzeit von bis zu 12 Monaten oder für Vermögenswerte von geringem Wert werden linear als Aufwand erfasst. Bei derartigen Vermögenswerten von geringem Wert handelt es sich i.d.R. um IT-Ausstattung. Variable, umsatzabhängige Leasingzahlungen sind nicht gegeben. Einige Immobilienleasingverträge enthalten Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen. Derartige Vertragskonditionen werden verwendet, um pfm medical eine größtmögliche Flexibilität in Bezug auf die genutzten Vermögenswerte zu geben. Die Mehrheit der bestehenden Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen kann nur durch pfm medical und nicht durch den Leasinggeber ausgeübt werden. Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt pfm medical sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder die Nichtausübung von Kündigungsmöglichkeiten bieten. Bei den wesentlichen Immobilienleasingverträgen wurde die Ausübung der Verlängerungsoption in den jeweiligen Laufzeiten berücksichtigt. Die Beurteilung wird überprüft, wenn eine Verlängerungsoption tatsächlich ausgeübt (oder nicht ausgeübt) wird, bzw. pfm medical verpflichtet ist, dies zu tun. Eine Neubeurteilung der ursprünglich getroffenen Entscheidung erfolgt dann, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, welche die bisherige Beurteilung beeinflussen können und dies in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt. Eine Neueinschätzung derartiger Options-/Kündigungsmöglichkeiten war im lfd. Geschäftsjahr nicht gegeben. 3.6. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstrumentes führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Schuldscheindarlehen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald die pfm medical Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d. h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch die pfm medical geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. 3.7. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte werden in unterschiedliche Kategorien unterteilt. Für die Bewertung finanzieller Vermögenswerte wendet der anzuwendende IFRS 9 wie zuvor bereits IAS 39 das Konzept der Kategorisierung und Bewertung an. Dazu ist jedes Finanzinstrumente zunächst in eine von 3 Bewertungskategorien einzuordnen:
Die Klassifizierung eines finanziellen Vermögenswerts ist grundsätzlich von 2 Kriterien abhängig:
Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC-Kategorie) Hierunter fallen finanzielle Vermögenswerte, wenn der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells mit dem Ziel gehalten wird, diesen (bis zur Endfälligkeit) zu halten und dessen vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen und die Vertragsbedingungen an spezifischen Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Diese Kategorie entspricht weitgehend den Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente" und "Kredite und Forderungen" des vorangegangenen Standards IAS 39. Hierzu zählen bei pfm medical insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen finanziellen Vermögenswerte. Sie werden bei erstmaliger Erfassung am Tag des Vertragsabschlusses mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind, und in den Folgeperioden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Bestehen Zweifel, dass die Forderungen einbringlich sind, wird eine Wertminderung erfasst, die sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten künftigen Cash-Flows (abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz) ergibt. Bei unwesentlichen Forderungen kommt ein pauschaliertes Verfahren zur Anwendung. Ergebnisneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (FVtOCI-Kategorie) Hierunter fallen finanzielle Vermögenswerte, wenn der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells mit dem Ziel des Verkaufs und der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten wird (business model hold to collect and sell) und die Vertragsbedingungen an spezifischen Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Neben den Vermögenswerten in der Art eines Schuldtitels mit dem gemischten Geschäftsmodell hold to collect and sell besteht für bestimmte Eigenkapitalinstrumente, die sonst zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu führen wären, das Wahlrecht diese bei Erstzugang optional dieser Kategorie (FVtOCI-Kategorie) zuzuordnen. Bei der erstmaligen Erfassung erfolgt die Bewertung mit ihrem Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei die nicht realisierten Gewinne und Verluste im übrigen Periodenergebnis erfasst werden. pfm medical verfügt derzeit über keine finanziellen Vermögenswerte dieser Kategorie. Ergebniswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (FVtPL-Kategorie) Finanzielle Vermögenswerte sind erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wenn sie abseits eines der vorherigen Geschäftsmodelle gehalten werden. Es handelt sich um eine Residualkategorie. Die finanziellen Vermögenswerte werden mit dem Ziel gesteuert, primär durch den Verkauf Zahlungsströme zu realisieren. In diesem Fall führt die Zielsetzung des Unternehmens normalerweise zu Kauf- und Verkaufsverhalten. Die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme ist nicht ausgeschlossen, jedoch allenfalls zufällig. Vermögenswerte dieser Kategorie werden am Tag des Vertragsabschlusses erfasst und bei ihrer Einbuchung und bei Folgebewertungen mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Transaktions- und sonstige Anschaffungsnebenkosten sowie Gewinne bzw. Verluste aus Folgebewertungen zum beizulegenden Zeitwert werden im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktpreis, der bei Fondsanteilen börsentäglich festgestellt wird bzw. bei anderen Wertpapieren dem Börsenbriefkurs. pfm medical bilanziert Derivate, vorwiegend Vermögenswerte aus Kurssicherungsgeschäften, die nicht im Rahmen eines Hedge-Accounting abgebildet werden, und Unternehmensanteile entsprechend dieser Kategorie. Für die Unternehmensanteile wird der Zeitwert auf Basis der Anschaffungskosten geschätzt, da keine ausreichenden Finanzinformationen zur Bemessung eines Zeitwertes vorliegen. Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf Cash-Flows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder es den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Wenn der Konzern weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen überträgt noch behält und weiterhin die Verfügungsmacht über den übertragenen Vermögenswert hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines übertragenen finanziellen Vermögenswerts zurückbehält, hat der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Darlehen für die erhaltene Gegenleistung zu erfassen. Wertberichtigung finanzieller Vermögenswerte Bei börsennotierten und nicht börsennotierten Eigenkapitalinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert (Ergebnisneutrale Bewertung, FVtOCI-Kategorie oder Ergebniswirksame Bewertung, FVtPL-Kategorie) bewertet werden, ist eine wesentliche oder anhaltende Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte unter ihren Anschaffungskosten als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung zu sehen. Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten können objektive Hinweise für eine Wertminderung u.a. aus folgenden Gründen bestehen:
Bei einigen Kategorien von finanziellen Vermögenswerten, z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden Vermögenswerte, für die keine Wertminderung auf Einzelbasis festgestellt wird, auf Portfoliobasis auf Wertminderungsbedarf überprüft. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder andere aktive Vertragsposten, die keine wesentliche Finanzierungskomponente enthalten, ist ein vereinfachter Ansatz verpflichtend anzuwenden und IFRS 9 sieht die Inanspruchnahme praktischer Erleichterungen vor. Voraussetzung ist die Berücksichtigung erwarteter Ausfälle mittels wahrscheinlichkeitsgewichteten Ansatzes, angemessene und belastbare Informationen über vergangene Ergebnisse, aktuelle Gegebenheiten und Prognosen künftiger Rahmenbedingungen. IFRS 9 schlägt hier eine Wertminderungsmatrix vor, bei der das Ausfallrisiko für unterschiedliche Kundensegmente, die ähnliche Ausfallmuster aufweisen, mit steigenden Wertminderungssätzen für zunehmende Überfälligkeitsdauer berechnet wird. pfm medical gruppiert die Kundensegmente nach geografischen Regionen und teilweise nach Art der Kunden. Beispielsweise sind im Bereich öffentlicher Abnehmer und Krankenkassen i.d.R. keine Ausfälle zu verzeichnen. Weil Kreditausfälle bei pfm medical aufgrund der Branche und meist langjähriger Kundenbeziehungen i.d.R. äußerst niedrig sind, wird die Einschätzung künftiger Ausfälle anhand der Überfälligkeitsanalyse um weitere Merkmale wie Mahnstufe und Informationen aus dem Marktumfeld ergänzt. Sofern ein Zahlungsausfall noch nicht eingetreten ist, werden Wertminderungen auf einem separaten Wertberichtigungsposten erfasst. Steht der Ausfall fest, wird der Wertberichtigungsposten mit dem wertgeminderten finanziellen Vermögenswert verrechnet. 3.8. Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting Derivative Finanzinstrumente werden am Tag des Vertragsabschlusses erfasst und bei Einbuchung sowie in der Folge mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei entstehende Transaktionskosten werden aufwandswirksam im Zeitpunkt des Anfalls erfasst. Die Erfassung der Wertänderungen ist abhängig davon, ob eine Sicherungsbeziehung besteht und um welche Sicherungsbeziehung es sich handelt. Sofern Sicherungsbeziehungen bestehen und eine Abbildung als Hedge-Accounting erfolgt, werden zu Beginn der Absicherung sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien der Gesellschaft im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Zeitwerte oder der Cash-Flows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des Zeitwerts oder des Cash-Flows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hoch wirksam waren. Die im übrigen Periodenergebnis erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht (reklassifiziert), in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z. B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Schuld, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht-finanziellen Vermögenswerts bzw. der nicht finanziellen Schuld. Die Bilanzierung dieser Cash-Flow-Hedge ist zu beenden, wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird, die Voraussetzungen für die Anwendung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nicht mehr vorliegen oder der Eintritt, der der Verpflichtung zu Grunde liegenden oder vorgesehenen Transaktion nicht mehr zu erwarten ist. Bei allen nicht als Sicherungsgeschäft designierten Derivaten werden sämtliche Gewinne oder Verluste aus der Folgebewertung der derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Der Marktwert von Zinsswaps ergibt sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktzinsen oder Zinsstrukturkurven. Der Marktwert von Optionen zum Kauf von Fremdwährungen zu im Voraus festgelegten Bedingungen ergibt sich aus den am Markt gehandelten Optionsprämien. Sie stellen den Barwert des Erwartungswertes aller künftigen Zahlungen dar. Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten werden in den kurzfristigen Vermögenswerten oder Schulden, bei einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten in den langfristigen Vermögenswerten oder Schulden ausgewiesen. pfm medical setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungskurs- und Zinsrisiken aus fest vereinbarten bzw. hoch wahrscheinlichen Transaktionen ein. Aber nicht zwischen allen eingesetzten Sicherungsinstrumenten und den zugrundeliegenden Grundgeschäften bestehen designierte Sicherungsbeziehungen i. S. eines Hedge-Accounting. Beispielsweise ließ sich für ein in Fremdwährung aufgenommenes Darlehen, dessen Zahlungsströme durch einen Zins-Währungs-SWAP gesichert werden, in der Vergangenheit keine ausreichende Effektivität für die Abbildung als Hedge-Accounting dokumentieren. Andererseits sieht das Management der pfm medical keinen Vorteil darin, jedes evtl. als Hedge-Accounting abbildbare Sicherungsgeschäft auch als solches abzubilden. pfm medical hat für in den Vorjahren aufgenommene Darlehen unverändert designierte Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Zinsrisiken aus fest vereinbarten Transaktionen eingesetzt und bilanziert diese als Cash-Flow-Hedge. Der Teil der Wertänderung des Absicherungsinstruments, der als effektiv gilt, wird bei einem Cash-Flow-Hedge im übrigen Periodenergebnis erfasst. Zum Bilanzstichtag und zum Bilanzstichtag des Vorjahres bestanden keine Absicherungen des Währungsrisikos aus der Beschaffung von Handelswaren in Fremdwährung durch Abschluss entsprechender Devisentermingeschäfte oder strukturierter Geschäfte. 3.9. Vorräte Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren, realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Zur Bestimmung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Handelswaren werden das Durchschnittskosten-Verfahren und das Verfahren des Gleitenden Durchschnitts angewendet. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Der realisierbare Veräußerungspreis ist der voraussichtlich erzielbare Veräußerungserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten. 3.10. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen unterliegen. 3.11. Eigenkapital Die nennwertlosen Stückaktien der Gesellschaft sind als Eigenkapital zu klassifizieren. Die im Zusammenhang mit der Ausgabe neuer Anteile entstehenden Kosten werden nach Verrechnung der darauf entfallenen Steuern, direkt als Abzugsposten von den Emissionserlösen im Eigenkapital erfasst. 3.12. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der in der Regel dem Betrag der erhaltenen Finanzmittel entspricht. In den Folgeperioden werden finanzielle Verbindlichkeiten mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Danach wird jeder Unterschied zwischen dem Ausgabebetrag nach Abzug der Transaktionskosten und dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit durch die Verwendung des Effektivzinssatzes im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, bei dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen der finanziellen Verbindlichkeit über die erwartete Laufzeit exakt auf den Ausgabebetrag abgezinst werden. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Fremdkapitalkosten werden periodengerecht unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode als finanzieller Aufwand erfasst. 3.13. Rückstellungen Rückstellungen stellen Schulden dar, die bezüglich ihrer Höhe oder ihrer Fälligkeit ungewiss sind. Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung hat und es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einem Nutzenabfluss führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich bestimmbar ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs. Dieser Betrag ist für Einzelrisiken der jeweils wahrscheinlichste Wert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem risiko- und fristadäquaten Zinssatz abgezinst. 3.14. Latente Steueransprüche und -schulden Latente Steueransprüche und -schulden werden unter Verwendung der Verbindlichkeiten-Methode für temporäre Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt. Latente Steueransprüche für temporäre Differenzen und auch für steuerliche Verlustvorträge werden in der Höhe angesetzt, mit der es wahrscheinlich ist, dass die temporäre Differenz bzw. die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste gegen ein künftiges positives steuerliches Einkommen verwendet werden können. Latente Steueransprüche und -schulden werden unter Anwendung der Steuersätze und der Gesetze, die am Bilanzstichtag bereits gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung des latenten Steueranspruchs bzw. der Begleichung der latenten Steuerschuld erwartet wird, bewertet. Für deutsche Konzerngesellschaften wird ein Steuersatz von 31 % (Vorjahr 31 %) angewandt, der neben dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz und dem Solidaritätszuschlag einen durchschnittlichen Gewerbesteuersatz beinhaltet. 3.15. Eventualschulden Eventualschulden sind auf vergangenen Ereignissen beruhende mögliche Verpflichtungen, deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten zukünftiger unsicherer Ereignisse erst noch bestätigt wird bzw. auf vergangenen Ereignissen beruhende gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden gemäß IAS 37 grundsätzlich nicht angesetzt. 3.16. Umsatzrealisierung Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bemessen. Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte vermindern die Umsatzerlöse. Umsatzerlöse werden unabhängig von der Zahlung zum Zeitpunkt der Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf Kunden erfasst, wenn die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft der pfm medical zufließen wird. Entsprechend IFRS 15 leitet sich die Erlösrealisierung aus den folgenden fünf Schritten ab:
Für die jeweiligen Geschäfte bedeutet dies Folgendes:
Es werden im Wesentlichen nur länderbezogene, geschäftsübliche Zahlungsbedingungen verwendet. Wesentliche Auswirkungen aus diesen Zahlungsbedingungen auf die Salden der Vertragsvermögenswerte und etwaigen Vertragsvermögensverbindlichkeiten bestehen nicht. 3.17. Leistungen an Arbeitnehmer - Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Die betriebliche Altersversorgung im Konzern erfolgt überwiegend beitragsorientiert (Defined Contribution Plans). Hierbei werden aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung oder auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche und private Rentenversicherungsträger geleistet. Es bestehen über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren wesentlichen Leistungsverpflichtungen. Beiträge in Höhe von TEUR 674 wurden im Berichtsjahr bei Fälligkeit im Posten "Personalaufwand" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Vorjahr TEUR 580). Vorauszahlungen von Beiträgen werden in dem Umfang als Vermögenswerte angesetzt, in dem ein Recht auf eine Rückzahlung oder eine Minderung künftiger Zahlungen besteht. Daneben bestehen für ehemalige Mitarbeiter Zusagen auf Pensionsleistungen im Rahmen von leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans). Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method") bewertet. Dabei werden sowohl die am Abschlussstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Renten berücksichtigt. Für die Abzinsung des Anwartschaftsbarwerts mit Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen (Defined Benefit Obligation) wurde zum 31. Dezember 2021 ein Zinssatz von 1,0 % (Vorjahr 0,5 %) zu Grunde gelegt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden in der Periode, in der sie anfallen, im übrigen Periodenergebnis erfasst. Auflösungen von Rückstellungen aufgrund Entfalls des Risikos werden als sonstige betriebliche Erträge im operativen Ergebnis dargestellt. Der Dienstzeitaufwand wird als betrieblicher Aufwand klassifiziert. 3.18. Zuwendungen der öffentlichen Hand Im Zusammenhang mit Investitionen in das Sachanlagevermögen erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden entsprechend IAS 20.24 (Government Grants related to Assets) aktivisch von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten gekürzt. 4. Ermessenausübung sowie Schätzungen und Annahmen Die Erstellung von Jahresabschlüssen in Übereinstimmung mit IFRS erfordert vom Management Annahmen und Schätzungen, die Auswirkungen auf ausgewiesene Beträge und damit im Zusammenhang stehende Angaben haben. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen des Managements basierend auf den gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei
Das Management des Konzerns bestimmt die erwarteten Nutzungsdauern der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen und den damit verbundenen Abschreibungsaufwand auf Basis von Erwartungen. Diese Annahmen können sich z. B. in Folge von technologischen Innovationen und Handlungen der Wettbewerber wesentlich verändern. Sofern die tatsächlichen Nutzungsdauern unter den erwarteten liegen, wird das Management die Höhe der Abschreibungen anpassen. Technologisch überholte oder im Rahmen der aktuellen Strategie nicht mehr verwendungsfähige Vermögenswerte werden ganz oder teilweise abgeschrieben. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (-erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Abzinsungssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtungen haben. Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgen auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen. Die Bemessung der Abwertung von Vorräten erfolgt anhand der erwarteten Nettoveräußerungserlöse (erwartete Erlöse abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten). Die tatsächlichen Erlöse und die noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen. Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, als ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint, d. h., wenn in zukünftigen Perioden ein positives steuerliches Ergebnis zu erwarten ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Die Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt jährlich auf Grundlage einer operativen Planung für die nächsten drei Jahre und unter Annahme jährlicher Wachstumsraten für den nachfolgenden Zeitraum. Die Erhöhung oder Kürzung der angenommenen jährlichen Wachstumsrate und/oder die Änderung des Abzinsungszinssatzes würden den geschätzten Zeitwert der Segmente verändern. Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Buchwert des Geschäfts- und Firmenwerte TEUR 4.237 (Vorjahr TEUR 4.180). Die Änderung geht auf die allgemeine Fremdwährungsumrechnung der in Fremdwährung tätigen Tochtergesellschaften und die indexierte Währungsumrechnung nach IAS 29 zurück. C. Risikomanagement finanzieller Risiken 1. Risikofaktoren finanzieller Risiken Durch die Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen an den Finanzmärkten fokussiert und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Die Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch ein systematisches Risikomanagement zu begrenzen. Die Gruppe nutzt hierzu gezielt derivative Finanzinstrumente. Das Risikomanagement erfolgt durch den Finanzbereich nach den vom Vorstand vorgegebenen Richtlinien. Der Finanzbereich identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns. Der Vorstand gibt sowohl Richtlinien für das Risikomanagement vor, als auch Prinzipien für bestimmte Bereiche, wie z. B. für den Umgang mit Fremdwährungsrisiko, Zinsrisiko und Kreditrisiko sowie den Einsatz derivativer und nicht-derivativer Finanzinstrumente. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die Finanzrisikofaktoren der Gruppe berichtet. 1.1. Marktrisiken Währungsrisiko Der Konzern ist durch seine internationale Tätigkeit einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderungen verschiedener Fremdwährungen basiert. Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten zukünftigen Transaktionen, bilanzierten Vermögenswerten und Schulden die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der pfm Gruppe anfallen. Für die pfm Gruppe sind insbesondere die Wechselkursänderungen des Euros zum Japanischen Yen (JPY), Schweizer Franken (CHF), US-Dollar (USD), Argentinischen Peso (ARS) und Britischen Pfund (GBP) bedeutsam. Die Währungsrisiken resultieren vorrangig aus langfristigen Einkaufsverträgen in der jeweiligen Währung. Dabei hat die pfm Gruppe die Verpflichtung Waren abzunehmen und diese in der Fremdwährung zu bezahlen. Daneben besteht das Absatzrisiko, dass in Fremdwährung verkaufte Waren nur zu schlechteren Kursen in die funktionale Währung getauscht werden können. Ein weiteres Währungsrisiko existiert dadurch, dass bei einer Abwertung der Auslandswährungen die Umsätze und Ergebnisse der betreffenden Gesellschaften, umgerechnet in die Berichtswährung EUR, weniger wert sind. Die pfm Gruppe optimiert ihre Währungsrisiken u. a. durch Natural-Hedging-Maßnahmen. Darunter versteht man die Kompensation der Auszahlungen aus den Lieferverträgen mit den Einzahlungen aus den externen Umsätzen in gleicher Währung. Der Finanzbereich beobachtet dabei täglich die Währungsentwicklungen auf den Kapitalmärkten, um auf kurzfristige Schwankungen reagieren zu können und die mittel- bis langfristige Währungsstrategien zu überwachen. Dabei werden Absicherungsstrategien (Hedging) mit Währungsderivaten durchgeführt. Die am häufigsten verwendeten Derivate sind in diesem Zusammenhang Termingeschäfte und Währungsoptionen. Sensitivitätsanalyse Die pfm Gruppe bezieht einen Teil der Handelswaren in JPY und USD woraus zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in JPY und USD existieren. Im Falle einer Aufwertung des JPY und des USD zum Bilanzstichtag würden sich die Verbindlichkeiten erhöhen, woraus Kursverluste resultieren würden. Sofern Sicherungsgeschäfte existieren, würde sich gleichzeitig der Wert der Sicherungsgeschäfte erhöhen, weil hierdurch der Erwerb der Devisen unter dem Tageswert möglich wäre (wenn der Terminkurs besser als der Stichtagskassakurs ist). Wenn der Euro gegenüber dem JPY zum 31. Dezember 2021 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 73 höher (Vorjahr TEUR 53 höher) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem JPY zum 31. Dezember 2021 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 73 niedriger (Vorjahr TEUR 53 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem CHF zum 31. Dezember 2021 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 130 höher (Vorjahr TEUR 285 höher) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem CHF zum 31. Dezember 2021 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 130 niedriger (Vorjahr TEUR 285 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2021 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 406 niedriger (Vorjahr TEUR 300 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2021 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 406 höher (Vorjahr TEUR 300 höher) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem PESO zum 31. Dezember 2021 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 62 niedriger (Vorjahr TEUR 58 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem PESO zum 31. Dezember 2021 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 62 höher (Vorjahr TEUR 58 höher) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem GBP zum 31. Dezember 2021 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 52 niedriger (Vorjahr TEUR 63 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem GBP zum 31. Dezember 2021 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 52 höher (Vorjahr TEUR 63 höher) gewesen. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2021 um 10 % aufgewertet gewesen wäre und alle anderen Variablen konstant geblieben wären, wäre das Eigenkapital der pfm Gruppe zum Stichtag um TEUR 656 niedriger (Vorjahr TEUR 331 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2021 um 10 % abgewertet gewesen wäre und alle anderen Variablen konstant geblieben wären, wäre das Eigenkapital der pfm Gruppe zum Stichtag um TEUR 656 höher (Vorjahr TEUR 331 höher) gewesen. Zinsrisiken Zinsänderungsrisiken treten durch marktbedingte Schwankungen der Zinssätze auf. Sie führen bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten zu einem Cash-Flow-Zinsrisiko in Form von Änderungen des Zinsaufwands und bei festverzinslichen Verbindlichkeiten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwertes. Die pfm Gruppe verfügt über keine wesentlichen verzinslichen Vermögenswerte. Die Finanzrisikopolitik des Konzerns sieht vor, dass mind. 50 % des dauerhaften Bedarfs an verzinslichen Verbindlichkeiten des Konzerns eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweist oder kurzfristige Finanzschulden durch entsprechende Zinsswaps mehrjährig zinsgebunden sind. Es wird dabei in Kauf genommen, dass mit dieser Zinssicherheit evtl. eine etwas höhere Gesamtzinsbelastung einher geht, weil die Zinsen für mittlere Laufzeiten über den gegenwärtig äußerst niedrigen Zinsen im kurzfristigen Laufzeitbereich liegen können. Der Konzern sichert sein Cash-Flow-Zinsrisiko durch die Nutzung von Zinsswaps ab. Derartige Zinsswaps haben den Effekt, variabel verzinsliche Darlehen in festverzinsliche umzuwandeln. Zudem ist es mit Zinsswaps möglich, variabel verzinsliche und kurzfristige Verbindlichkeiten durch einen Zinstausch für mehrere Jahre gegen das Risiko steigender Zinssätze abzusichern. Bei diesen Zinsswaps kommt der Konzern mit anderen Parteien überein, die Differenz zwischen den festen und variablen Zinsen, die sich von den vereinbarten Nominalbeträgen ableiten, in bestimmten Intervallen zu tauschen. Veränderungen der Marktzinsen führen bei Pensionsrückstellungen zu einer Änderung des Barwertes der Pensionsverpflichtung. Die pfm Gruppe reduziert derartige Risiken durch Abschluss neu zugesagter Pensionen nur noch in Form von beitragsorientierten Verpflichtungen. Hierbei werden Zahlungen an externe Rentenversicherungsträger geleistet und der Ausweis einer Pensionsrückstellung wird vermieden. Veränderungen der Marktzinsen und insbesondere der am Markt beobachteten branchenüblichen gewichteten Kapitalkostensätze wirken sich auf den Discounted Cash-Flow aus, der für die Ermittlung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde gelegt wird. Ein Anstieg des angesetzten Kapitalkostensatzes reduziert den Wert des erzielbaren Betrages für die zahlungsmittelgenerierende Einheit und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass ein Wertminderungsaufwand zu erfassen ist. Sensitivitätsanalyse Zur Absicherung steigender Zinssätze wurden für variabel verzinsliche Darlehen Swaps abgeschlossen. Bei einer Verschiebung der Zinsstrukturkurve zum 31. Dezember 2021 um 50 Basispunkte nach oben, ergäbe sich eine Erhöhung der Marktwerte der Derivate um TEUR 109 (Vorjahr TEUR 151), die in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) ergebniswirksam gewesen wäre und im Betrag von TEUR 109 (Vorjahr TEUR 151) unmittelbar zu einer Erhöhung der Rücklagen geführt hätte. Bei einer negativen Verschiebung der Zinsstrukturkurve um ebenfalls 50 Basispunkte ergäbe sich eine Verringerung der Marktwerte der Derivate um TEUR 93 (Vorjahr TEUR 135). Diese Verringerung wäre mit einem Finanzaufwand in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) bzw. einer Verringerung der Rücklage von TEUR 93 (Vorjahr TEUR 135) verbunden. Latente Steuern wären bei der Änderung der Rücklage noch zu berücksichtigen. Für die bestehenden Pensionsrückstellungen in Form leistungsorientierter Pläne ergäbe sich bei einer Erhöhung des zu Grunde gelegten Zinssatzes um 100 Basispunkte eine Reduzierung der Pensionsrückstellung um TEUR 88 (Vorjahr TEUR 103) und bei einer Reduzierung des Zinssatzes um 100 Basispunkte eine Erhöhung der Rückstellung um TEUR 95 (Vorjahr TEUR 112). Die Beträge würden, unter Berücksichtigung latenter Steuern, unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet, wodurch sich keine Wirkung auf das Finanzergebnis ergeben würde. 1.2. Liquiditätsrisiken Die konzernweite Finanzplanung sichert die frühzeitige Erkennung der Liquiditätssituation, wie sie sich aus der Umsetzung des Konzernstrategie- und Konzernplanungsprozesses darstellt. Neben der Finanzplanung mit einem mehrjährigen Planungshorizont verfügt der Konzern über eine detaillierte Liquiditätsplanung, die wöchentlich rollierend für einen Planungszeitraum von rd. 3 Monaten erfolgt. Die 3-Monats-Liquiditätsübersicht ist auf Basis von Ist-Daten in eine tägliche Finanzdisposition mit einem Zeitraum von 10 Arbeitstagen eingebunden. In den Planungssystemen ist der wesentliche Teil des Konsolidierungskreises abgebildet. Die Finanzrisikopolitik des Konzerns sieht vor, dass alle langfristigen Vermögenswerte zzgl. einem gewissen Bodensatz der Vorräte durch Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten gedeckt sind. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln sowie die Möglichkeit der Finanzierung durch einen adäquaten Betrag an zugesagten Kreditlinien ein. Zum 31. Dezember 2021 verfügt der Konzern über nicht ausgeschöpfte frei verfügbare Kreditzusagen in Höhe von rund TEUR 10.361 (Vorjahr TEUR 8.849). Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds, in dem der Konzern operiert, ist es Ziel der Konzernfinanzabteilung, die notwendige Flexibilität in der Finanzierung vorzuhalten. Die folgende Tabelle zeigt die Summe der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumente gegliedert nach Fälligkeit. Infolge des mit Wirkung zum 1. Januar 2019 erstmals anzuwendenden Leasingstandards IFRS 16 sind seit dem 31. Dezember 2019 auch die Beträge aus bilanzwirksamen Miet- und Leasingverbindlichkeiten enthalten. Bei Betrachtung einer mehrjährigen Zeitreihe wäre zu beachten, dass sich im Vergleich der Jahre 2018 und 2019 ein Anstieg in Höhe von TEUR 7.537 aus der erstmaligen Bilanzierung der Leasingverbindlichkeiten ergibt.
Zum 31. Dezember 2021 sind unter den Verbindlichkeiten derivative Finanzinstrumente vorhanden. Es handelt sich um drei Zinsswaps mit einer vertraglichen Restlaufzeit bis März 2028. Die variablen Zinszahlungen aus den Verbindlichkeiten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt mit Vertragsabschluss im Mai 2019 gefixten Zinssätze ermittelt. Änderungen des Cash-Flows können sich insbesondere durch Veränderungen des Zinsniveaus, vorzeitigen Tilgungen, Prolongationen sowie zukünftigen Neuabschlüssen von Verbindlichkeiten ergeben. Unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten waren zum 31. Dezember 2021 keine Beträge (zum 31. Dezember 2020 ebenfalls keine Beträge) für Marktwerte von Derivaten zum Bezug von Fremdwährungsbeträgen innerhalb der folgenden 12 Monate ausgewiesen. 1.3. Kreditrisiken (Ausfallrisiko) Kreditrisiken entstehen, wenn Dritte ihren Verpflichtungen aus bestehenden Finanzinstrumenten nicht nachkommen können. Sie bestehen grundsätzlich bis zur Höhe der Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte. Der pfm Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem pfm Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Aufgrund der Struktur der Kunden mit einer Vielzahl öffentlicher Kunden ist das Ausfallrisiko grundsätzlich und auf Basis der Erfahrungen der vergangenen Jahre gering. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Das Geschäft mit Großkunden unterliegt einer gesonderten Bonitätsüberwachung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus dem Ausfallrisiko sind die Forderungen gegenüber diesen Kontrahenten jedoch nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. 2. Management der Kapitalstrukturrisiken Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der pfm medical ist es, sicherzustellen, dass zur Unterstützung ihrer Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden. Die pfm medical ist einem starken Finanzprofil verpflichtet, das es dem Unternehmen ermöglicht, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstums- und die Portfoliooptimierungsziele zu erreichen. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie dem Eigenkapital. Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2021 und 2020:
Im Geschäftsjahr 2021 erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.421. Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.638 liegt über dem Betrag der Ausschüttung (TEUR 1.801). Zudem waren erfolgsneutrale Erhöhungen des Eigenkapitals des Konzerns zu verbuchen, die zum größten Teil auf die Abschwächung der Konzernwährung EUR gegenüber den Landeswährungen, in denen die Auslandsgesellschaften tätig sind, zurückgehen. Insgesamt nahm die Eigenkapitalquote auf 38,6 % zu. Das Fremdkapital reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr in Summe um TEUR 5.151 und auch im Verhältnis zur Bilanzsumme. Der Anteil der langfristigen und kurzfristigen Schulden nahm in annähernd gleichem Verhältnis ab. Die langfristigen Schulden reduzierten sich auf 32,8 % der Bilanzsumme. Die pfm medical prüft quartalsweise nach Erstellung der Quartalsabschlüsse die Kapitalstruktur und führt bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Eigenkapitalquoten und Fristenkongruenz durch. Die pfm medical unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen, musste bis zum 31. Dezember 2020 allerdings noch gegenüber einer kreditgebenden Banken für die unbesicherten Kredite bestimmte Kreditcovenants einhalten oder war verpflichtet, bei Unterschreiten bestimmter Eigenkapitalquoten Dividenden nur in beschränktem Umfang auszuschütten. Die Kreditcovenants betrafen zum 31. Dezember 2020 eine Kreditinanspruchnahme von insgesamt TEUR 1.250, davon TEUR 1.000 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Infolge der bereits im Jahr 2020 mit den Kreditgebern getroffenen Vereinbarungen wurden zum 1. Januar 2021 alle Bankverbindlichkeiten frei von Kreditcovenants. 3. Schätzung des beizulegenden Zeitwertes Die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten wurden mittels folgender Hierarchie ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert wird unter Verwendung von Discounted-Cash-Flow-Verfahren geschätzt, die größtenteils Annahmen enthalten, welche von beobachtbaren Marktpreisen oder Kursen alimentiert werden. D. Unternehmenserwerbe Im Geschäftsjahr 2021 erfolgten keine Unternehmenserwerbe in dem Sinne, dass Gesellschaften erworben wurden. Der Geschäftsbetrieb einer Gesellschaft wurde aber mit Wirkung zum 1. Januar 2021 im Wege eines Asset-Deals übernommen. Hierdurch gingen 16 Mitarbeiter auf die pfm medical tpm gmbh über. Zwei gegründete Gesellschaften wurden im Vorjahr erstmals in den Konzern einbezogen. Eine Gesellschaft mit Sitz in Hongkong wurde am 6. März 2019 gegründet und im Jahr 2019 noch nicht mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, weil die Gesellschaft noch nicht aktiv war. Diese Gesellschaft wurde mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit zum 1. November 2020 erstkonsolidiert. Ebenso wurde am 3. Juli 2020 eine Tochtergesellschaft in Brasilien gegründet und mit Wirkung zum 1. September 2020 in den Konzern einbezogen. E. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 127.078 (Vorjahr TEUR 135.320) stammen v. a. aus dem Verkauf von Gütern. Dienstleistungen werden in vergleichsweise geringem Umfang erbracht und i.d.R. gemeinsam mit den Verkäufen der Güter abgerechnet. Im Jahr 2021 fielen wie im Vorjahr keine Umsätze aus Auftragsfertigung an. Im Vorjahr ergab sich ein Zusatzumsatz in Höhe von TEUR 16.082 aus dem Import und Verkauf von "Masken". Diese Geschäfte wurden im Wesentlichen zu Beginn der Corona-Pandemie getätigt und haben sich, wie prognostiziert, in dieser Form nicht wiederholt. Die Handelsmarge dieser Umsätze war vergleichsweise niedrig, womit Umsätze und Wareneinsatz sich im Jahr 2021 wieder normalisierten, im Vergleich zum Vorjahr aber nur begrenzt vergleichbar sind. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Innerhalb der sonstigen Erträge sind TEUR 500 aus der Ausbuchung nicht rückzahlbarer Verbindlichkeiten enthalten. Die Tochtergesellschaft in den USA hatte im Jahr 2020 eine Liquiditätshilfe aus einem staatlichen COVID-Programm erhalten, die dann aber nicht zurückzuzahlen war. Erträge aus öffentlichen Zuschüssen beliefen sich auf TEUR 10 (Vorjahr TEUR 0) und sind innerhalb der sonstigen Erträge ausgewiesen. Die sonstigen Erträge enthielten im Vorjahr TEUR 71 aus der Herabsetzung von Forderungswertberichtigungen. Im Vorjahr wurden Kostenerstattungen separat dargestellt. Diese waren im Jahr 2021 aber betraglich unbedeutend und sind in den sonstigen Erträgen enthalten. 3. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält die folgenden Komponenten:
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Gliederung des Vorjahres wurde angepasst. Ein Betrag von TEUR 1.019 wurde aus den Allgemeine Verwaltungsaufwendungen in die Werbe-, Verkaufskosten umgegliedert. Im Wesentlichen handelt es sich um Provisionen für freiberufliche Mitarbeiter. Die neue Zuordnung scheint dem Sachverhalt besser zu entsprechen. Die weiteren unmittelbar vertriebsbezogenen Kosten (Kfz- und Reisekosten) liegen infolge der COVID-Pandemie wie im Vorjahr deutlich unter den Werten der Vorjahre. Die sonstigen Aufwendungen beliefen sich im Vorjahr auf TEUR 28, sind auch im Jahr 2021 unbedeutend und werden innerhalb der Allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. 5. Zinsergebnis Das Zinsergebnis enthält die folgenden Komponenten:
Die Zinsaufwendungen und -erträge resultieren u. a. aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden bzw. Krediten und Forderungen. Im Berichtszeitraum wurden keine Zinserträge aus wertberichtigten finanziellen Vermögenswerten vereinnahmt. Infolge der im Geschäftsjahr 2019 erstmals anzuwendenden Leasingbilanzierung nach IFRS 16 sind seit dem Jahr 2019 Zinsaufwendungen für bilanzierte Leasingverbindlichkeiten auszuweisen. 6. Übriges Finanzergebnis Das übrige Finanzergebnis setzt sich wie unten dargestellt zusammen. Für die argentinische Tochtergesellschaft wurde wie im Vorjahr eine Inflationsbereinigung nach IAS 29 vorgenommen, die in der Einleitung unter Nr. 2.3 (Währungsumrechnung) erläutert ist. Im Finanzergebnis ist der zu ermittelnde Kaufkraftverlust, der im Rahmen der Indexierung für monetäre Posten (Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) zu ermitteln ist, separat dargestellt.
7. Nettogewinne und Nettoverluste Die Nettogewinne und Nettoverluste werden durch erfolgswirksame Fair-Value Änderungen, Wertminderungen, erfolgswirksame Wertaufholungen, Wechselkursänderungen sowie durch Ausbuchungen beeinflusst. Zins- und Dividendenerträge werden nicht berücksichtigt.
Der Ertrag aus der Verminderung des Wertminderungsaufwands betrug im Geschäftsjahr für ausgereichte Kredite und Forderungen TEUR 64 (Vorjahr TEUR 259 Aufwand). Der Aufwand aus der Verminderung des Wertminderungsaufwands für finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden, belief sich auf TEUR 23 (Vorjahr TEUR 9 Ertrag). 8. Ertragsteuern Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die im Konzern gebildeten latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern enthalten:
Tatsächliche Ertragssteuererträge in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr Ertragssteuererträge TEUR 420) betreffen Vorjahre. Die Überleitung des auf Basis des IFRS-Ergebnisses vor Steuern (EBT) erwarteten Steueraufwandes zum tatsächlichen Steueraufwand enthält die nachfolgende Tabelle:
Für die inländischen Steuerberechnungen wird mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuersätzen von 16 % - im Einklang mit den jeweils gültigen Hebesätzen - gerechnet. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den betreffenden einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Im Jahr 2021 und für das Vorjahr galt für die inländischen Unternehmen ein Steuersatz von insgesamt rd. 31 %. Zur Berechnung der latenten Steuern sind die Steuersätze zu verwenden, die in der Periode gültig sind, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte damit für die inländischen Gesellschaften für die Jahre 2021 und 2020 auf Basis des Steuersatzes von insgesamt rd. 31 %. Die im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Ertragsteuern entstanden ausschließlich aus latenten Steuern. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus den folgenden temporären Differenzen:
Die Erhöhung der passiven latenten Steuern geht überwiegend auf gestiegene temporäre Differenzen bei den Immateriellen Vermögenswerten zurück. Im Inland wurde das neu eingeräumte Wahlrecht für eine steuerliche Sofortabschreibungen der IT-, Hard- und Software in Anspruch genommen. Die sonstigen aktiven Latenzen resultieren i.w. aus Forderungen und der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 (Vorjahr ebenfalls Forderungen und Leasingbilanzierung nach IFRS 16). Insgesamt resultieren aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr TEUR 188) aus Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden. Den größten Anteil an den sonstigen passiven Latenzen haben Vorräte (TEUR 123, Vorjahr TEUR 158). Latente Steueransprüche und -schulden werden auf der Ebene von Einzelgesellschaften und innerhalb fiskalischer Einheiten saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die tatsächlichen Steueransprüche gegen die laufenden Steuerschulden aufzurechnen, und wenn die latenten Steueransprüche und -schulden gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen. Zum Bilanzstichtag bestehen steuerliche Verlustvorträge von insgesamt TEUR 2.727 (Vorjahr TEUR 2.231). Von diesen Verlustvorträgen sind TEUR 2.240 (Vorjahr TEUR 2.208) unbegrenzt vortragsfähig und TEUR 486 (Vorjahr TEUR 23) verfallen innerhalb der nächsten 2 bis 5 Jahre. Weil die Realisierung der Steuervorteile aus diesen Verlustvorträgen nicht hinreichend sichergestellt ist, wurde auf die Bildung von aktiven latenten Steuern soweit verzichtet, wie diese den Betrag der passiven latenten Steuern für die betreffende Gesellschaft übersteigen. Aktiviert wurden auf dieser Basis aktive Latenzen für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 0. Es wurde kein latenter Steueraufwand für in Vorjahren für Verlustvorträge gebildete aktive latente Steuern erfasst (Vorjahr TEUR 0). F. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Immaterielle Werte und Goodwill
Im Geschäftsjahr 2021 erhöhte sich der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert auf TEUR 4.237 (Vorjahr TEUR 4.180). Die Zunahme geht auf Effekte aus der Währungsumrechnung für die Tochtergesellschaft in Argentinien und die seit dem Jahr 2018 angewandte Indexierung nach IAS 29 (Hochinflationsanpassung) zurück. Wie im Vorjahr wurde im Berichtsjahr der Geschäfts- oder Firmenwert durch die voranschreitende Verbindung der Geschäftsbereiche und durch die fehlende interne Zuordnung gewichtiger Kostenbestandteile erst auf Ebene der Gesamtunternehmung auf seine Werthaltigkeit hin überprüft. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird anhand von Kalkulationen des Nutzungswerts bestimmt. Die pfm medical erstellt die Cash-Flow Prognosen auf Basis der jüngsten Ergebnis- und Finanzpläne für die abgedeckten Zeiträume und ermittelt das geplante Bruttoergebnis anhand von Erfahrungen aus der Vergangenheit und der erwarteten Marktentwicklung des Geschäftsumfeldes. Die Diskontierungszinssätze werden auf das Ergebnis vor Steuern angewandt und spiegeln die Risiken der jeweiligen Geschäftsbereiche wider. Ereignisse und Umstände, die für eine Erfassung von Wertminderungsaufwendungen wesentlich wären, waren nicht bekannt. Unter den Zugängen aus Investitionen bei Gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Werten wurde in Vorjahren i.w. Software ausgewiesen. Im Jahr 2021 finden sich hier v.a. Zugänge aus erworbenen Vertriebsrechten und im Rahmen einer Akquisition (Asset-Deal) zugegangener Kundendaten. Der Gesamtbetrag dieser Zugänge beläuft sich auf TEUR 1.089. Die planmäßige Abschreibung erfolgt jeweils über einen Zeitraum von 5 Jahren. Unter den Abschreibungen wurde im Geschäftsjahr keine Wertberichtigung für stillgelegtes oder nicht mehr verwendbares Anlagevermögen erfasst. 2. Sachanlagen
Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.297 (Vorjahr TEUR 6.500) werden durch Grundschulden und Sicherungsübereignung gesichert. Die zur Sicherung dienenden Vermögenswerte haben einen Buchwert von TEUR 9.652 (Vorjahr TEUR 10.326). Durch Covenants werden keine Bankverbindlichkeiten mehr besichert. 3. Leasingverhältnisse In dieser Anhangangabe werden Informationen zu Leasingverhältnissen gegeben, in denen der Konzern Leasingnehmer ist. Angaben zu Leasingverhältnissen, in denen der Konzern Leasinggeber ist, sind nicht relevant. In der Bilanz werden nachfolgende Posten im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen ausgewiesen. Die bilanzwirksame Darstellung und Bewertung der Leasingverhältnisse sind im Detail unter B.3.5. dargestellt. Die Zuführungen zu Nutzungsrechten während des Geschäftsjahres 2021 betrugen TEUR 1.478 (Vorjahr TEUR 1.309). Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt folgende Posten im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen:
Der hohe Betrag der Aufwendungen im Zusammenhang mit kurzfristigen Leasingverhältnissen erklärt sich dadurch, dass im Jahr 2021, aufgrund Lieferschwierigkeiten im Bereich der Neuwagen, wieder ein vergleichsweiser großer Anteil der Kraftfahrzeuge über den ursprünglich vereinbarten Leasingzeitraum hinaus gefahren wurde. Entsprechend der Bestimmungen des IFRS 16 gilt die über den ursprünglich vereinbarten Leasingzeitraum hinausgehende Nutzungszeit formal als separater Vertragszeitraum, für den die Regelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse anzuwenden sind. 4. Angaben zu at Equity bilanzierten Unternehmen Die Beteiligung an der mpö pfm GesmbH, an der die pfm zu 49 % beteiligt ist, besteht unverändert. Der Bilanzansatz des at Equity bilanzierten assoziierten Unternehmens entwickelte sich wie folgt:
Die Beteiligungen an at Equity bilanzierten Unternehmen und die aggregierten finanziellen Eckdaten stellen sich wie folgt dar. Bei den Werten für das Jahr 2021 handelt es sich um den vorläufigen Abschluss, bei den Daten für das Jahr 2020 um die endgültigen Werte. Durch die Anpassung an das endgültige Ergebnis für das Jahr 2020 ergab sich für den Konzern ein positiver Ergebniseffekt von TEUR 40 innerhalb des Finanzergebnisses (im Vorjahr wurden die Zahlen für das Jahr 2020 als vorläufiges Ergebnis bezeichnet, hier ist jetzt das endgültige Ergebnis dargestellt).
5. Angaben zu Tochterunternehmen mit Beteiligung anderer Gesellschafter Andere Gesellschafter waren im Geschäftsjahr 2021 unverändert an den Gesellschaften in Deutschland, Argentinien, Malaysia und Singapur beteiligt. Die Gesellschaft in Singapur wurde zum 31. Dezember 2014 endkonsolidiert, weil sie den Geschäftsbetrieb einstellte und seither nicht mehr operativ tätig war. Die Gesellschaft in Malaysia stellte zum Jahresende 2019 ihre Geschäftstätigkeit ein, verfügte aber noch über erhebliche Vermögenswerte, weshalb eine Entkonsolidierung im Geschäftsjahr 2019 noch nicht erfolgte. Mit Beginn des formalen Liquidationsverfahrens nach malaysischem Recht erfolgte die Entkonsolidierung zum 30. September 2020. Im Jahr 2020 wurde der nach Abschluss des i.d.R. 2 Jahre dauernden Liquidationsverfahrens zu erwartende Liquidationserlös, unter Berücksichtigung zu erwartender Kosten berücksichtigt und ein Liquidationsverlust von TEUR 56 wurde im Jahr 2020 innerhalb des Finanzergebnisses gebucht. Die Liquidation der Gesellschaft ist noch nicht abgeschlossen und im Jahr 2021 wurden in Anpassung an die aktualisierte Erwartung des Liquidationserlöses weitere TEUR 60 innerhalb des Finanzergebnisses als Aufwand erfasst. In den folgenden zusammengefassten Finanzinformationen ist die Gesellschaft in Singapur damit seit dem 31. Dezember 2014 nicht mehr enthalten. Die Anteile anderer Gesellschafter sind dabei mit NCI abgekürzt.
6. Erhaltene Fördermittel Unternehmen der pfm Gruppe haben im Berichtszeitraum öffentliche Fördermittel in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 0) ertragswirksam verbucht. Innerhalb der sonstigen Erträge sind zudem TEUR 500 aus der Ausbuchung nicht rückzahlbarer Verbindlichkeiten enthalten. Die Tochtergesellschaft in den USA hatte im Jahr 2020 eine Liquiditätshilfe aus einem staatlichen COVID-Programm erhalten, die dann aber nicht zurückzuzahlen war. Im Zusammenhang mit öffentlichen Förderprojekten wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 0) empfangen. 7. Finanzielle Vermögenswerte Die Buchwerte für die finanziellen Vermögenswerte der verschiedenen Klassen ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht. Derivate in Sicherungsbeziehung sind nicht vorhanden.
Bei den ausgewiesenen, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten, entsprechen die Buchwerte im Wesentlichen den Zeitwerten. Im laufenden Jahr und im Vorjahr waren keine erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte vorhanden. Bei den im Vorjahr ausgewiesenen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten handelte es sich i.w. um Forderungen im Zusammenhang mit dem im Vorjahr übernommenen Unternehmen. Die Beträge sind weitgehend eingegangen und es bestehen noch Forderungen aus Leistungsaustausch, weshalb in 2021 ein Ausweis innerhalb nicht finanzieller kurzfristiger Forderungen erfolgt. Der im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Betrag aus der Zeitwertbewertung der Derivate beträgt TEUR 0 (Vorjahr TEUR +96). 8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten bestehen nicht. Die Buchwerte zum Abschlussstichtag entsprechen daher näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in weniger als einem Monat fällig waren, wurden in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) wertberichtigt. Zum 31. Dezember 2021 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.082 (Vorjahr TEUR 2.924) fällig, wurden jedoch nicht wertberichtigt, da sie Ansprüche gegenüber Kunden darstellen, für die in der Vergangenheit keine Zahlungsstörungen vorlagen oder weil sie nur einen sehr kurzen Zeitraum fällig waren. Die Altersstruktur der nicht wertberichtigten fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Die Wertminderungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
Einstellungen in die Wertberichtigung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst, Auflösungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in folgenden Fremdwährungen (Beträge nach Wertminderungen).
9. Auftragsfertigung Die Forderungen aus Auftragsfertigung sind eingegangen und der Betrag beläuft sich auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Die Forderungen in den Vorjahren resultierten aus einer mehrjährigen Vertragsbeziehung, in der pfm medical als Zulieferer tätig war. 10. Vorräte
In 2021 wurden folgende Wertminderungen von Vorräten vorgenommen. Insgesamt wurden Wertkorrekturen (inklusive Verschrottungen) in Höhe von TEUR 599 (Vorjahr TEUR 894) erfolgswirksam erfasst.
Zum 31. Dezember 2021 unterliegen die Vorräte, wie auch im Vorjahr, nur der geschäftsüblichen Sicherungsübereignung gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Lieferanten. 11. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Von den ausgewiesenen Bankguthaben sind zum 31. Dezember 2021 und im Vorjahr keine Mittel verpfändet oder als Sicherung dienend.
12. Eigenkapital Die Veränderung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapital-Veränderungsrechnung der pfm medical dargestellt. (a) Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 3.724 (31. Dezember 2020 TEUR 3.724). Es ist eingeteilt in 491.246 (31. Dezember 2020: 491.246) nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rd. EUR 7,58 je Aktie und ist voll eingezahlt. In der Bilanz ist zum 31. Dezember 2021 ein gezeichnetes Kapital von TEUR 3.388 (31. Dezember 2020 TEUR 3.388) ausgewiesen, weil der Wert der im Besitz der Gesellschaft befindlichen 44.264 eigenen Aktien (31. Dezember 2020 44.264) vom Gezeichneten Kapital abgesetzt ist. (b) Genehmigtes Kapital Genehmigtes Kapital ist nicht mehr vorhanden. (c) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage umfasst direkt im Eigenkapital aufwandswirksam zu erfassende Beträge aus aktienbasierten Vergütungen und beträgt TEUR 266. Im Geschäftsjahr ergab sich keine Veränderung. (d) Sonstige Rücklagen Unter den sonstigen Rücklagen wird die gesetzliche Rücklage ausgewiesen. (e) Kumulierte Periodenergebnisse Die kumulierten Periodenergebnisse enthalten hauptsächlich die nicht ausgeschütteten Ergebnisse der pfm medical und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 4,03 pro Aktie (gesamte Dividende TEUR 1.801) vorgenommen. (f) Minderheitenanteile Minderheitenanteile bestehen an der pfmsa SA (Argentinien) und der pfm medical tec gmbh (Dielheim). An der pfm medical asia pacific sdn bhd (Malaysia) bestanden ebenfalls Minderheitenanteile, die Gesellschaft wurde zum 30. September 2020 entkonsolidiert. 13. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aufgrund von individuellen Zusagen hat sich die pfm medical zur Leistung von Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses verpflichtet. Diese leistungsorientierten Verpflichtungen sind ausschließlich rückstellungsfinanziert. Da nicht realisierte finanzmathematische Gewinne und Verluste direkt im übrigen Periodenergebnis erfasst werden, entspricht der Bilanzansatz in Höhe von TEUR 784 (Vorjahr TEUR 854) dem Barwert der rückstellungsfinanzierten Verpflichtung nach Verrechnung mit dem Planvermögen. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:
Bei den zurückgestellten Pensionen handelt es sich um eine sehr begrenzte Zahl von Einzelrisiken. Für eine pensionsberechtigte Person besteht eine zweckgebundene Rückdeckungsversicherung, die als Planvermögen mit der Pensionsrückstellung saldiert ist. Der Betrag des saldierten Planvermögens beträgt TEUR 387 (Vorjahr TEUR 428). Durch Versterben einer Pensionsberechtigten übersteigt das Planvermögen zum 31. Dezember 2021 die anteilige Rückstellung, weshalb der übersteigende Wert des Planvermögens in Höhe von TEUR 194 (Vorjahr TEUR 153) innerhalb der langfristigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen ist. Bei der Ermittlung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31. Dezember und zur Ermittlung des Versorgungsaufwands im selben Jahr wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Weil die Pensionsrückstellung ausschließlich für ehemalige Mitarbeiter gebildet wird, ist die erwartete Einkommensentwicklung und Fluktuationsrate nicht relevant für die Ermittlung des Barwertes. In der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Gesamterfolgsrechnung wurden folgende Aufwendungen erfasst:
Der Zinsaufwand wurde im übrigen Finanzergebnis und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden im übrigen Periodenergebnis erfasst. Der kumulierte Betrag der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die im übrigen Periodenergebnis bis zum Bilanzstichtag erfasst wurden, beträgt TEUR -264 (Vorjahr TEUR -265) und enthält TEUR 242 (Vorjahr TEUR 242) aus dem Planvermögen. Die Abweichungen aus der erwarteten Ergebnisentwicklung im Vergleich mit der tatsächlichen Ergebnisänderung im Geschäftsjahr aus dem Planvermögen werden hierbei gemeinsam mit den entsprechenden Beträgen aus der Pensionsverpflichtung innerhalb der Gesamterfolgsrechnung als versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ausgewiesen. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern, in den leistungsorientierten Plan einen Beitrag in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr TEUR 117) zu leisten. 14. Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr und im Vorjahr wie folgt:
Die Personalrückstellungen enthalten vor allem Rückstellungen für variable Tantiemen, Prämien und Jahresurlaubsansprüche. Die sonstigen Rückstellungen umfassen vor allem Boni und Gutschriften an Kunden. 15. Finanzielle Verbindlichkeiten Die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten der verschiedenen Klassen ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht. Derivate in Sicherungsbeziehung sind in der FVtOCI-Kategorie in Höhe von TEUR 133 (Vorjahr TEUR 340) enthalten.
In den finanziellen Verbindlichkeiten enthaltene festverzinsliche Verbindlichkeiten haben zum 31. Dezember 2021 einen Buchwert von rd. TEUR 12.503 (Vorjahr TEUR 14.571). Der Fair Value ist zum Stichtag um rd. 5,4 % (Vorjahr 5,0 %) höher als der Buchwert. Im Übrigen entsprechen die Buchwerte im Wesentlichen den Zeitwerten. Bei der Ermittlung der Zeitwerte wurde das aktuelle Zinsniveau berücksichtigt. Die beizulegenden Zeitwerte der Kategorien erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten und Derivate in Sicherungsbeziehungen beruhen auf Parametern, die direkt oder indirekt aus notierten Preisen auf aktiven Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte oder Schulden abgeleitet werden (Stufe 2-Bewertung zum beizulegenden Zeitwert). Die Nominal- und Buchwerte der variabel- und festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 25.641 (Vorjahr TEUR 30.599). Sie lauten in Höhe von TEUR 25.641 (Vorjahr TEUR 30.106) auf EUR und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 493) auf USD. Der effektive Zinssatz der Darlehen beträgt im Berichtsjahr 1,6 % (Vorjahr 1,6 %). Bei den Derivaten in Sicherungsbeziehung handelt es sich um drei Zinsswapgeschäfte, die in den Jahren 2020 und 2021 abgeschlossen wurden und als Cash-Flow-Hedge bilanziert werden. Die beizulegenden Zeitwerte zum Abschlussstichtag betrugen insges. TEUR -133 (Vorjahr TEUR -340). Zwei SWAPs haben einen Bezugsbetrag von anfänglich insgesamt TEUR 6.500, der bis zum 31. Mai 2029 tilgend abnimmt. Ein weiterer SWAP hat einen Bezugsbetrag von anfänglichen TEUR 5.000, der bis zum 30. März 2028 tilgend abnimmt. Anders als in Vorjahren sind in den Jahren 2020 und 2021 keine Devisentermingeschäfte mit der Verpflichtung zur Abnahme von JPY zu im Voraus vereinbarten Währungskursen und strukturierte Produkte vereinbart worden, die über das Jahresende hinaus laufen. Marktwerte oder Bilanzansätze sind daher zu den Bilanzstichtagen nicht vorhanden. Derivate werden nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach ihrer vertraglichen Laufzeit unter kurz- oder langfristigen finanziellen Finanzschulden ausgewiesen. 16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die Buchwerte in Höhe von TEUR 7.506 (Vorjahr TEUR 8.778) entsprechen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten dieser Verbindlichkeiten. 17. Übrige kurzfristige Schulden
Die Position sonstige enthält TEUR 776 aus gebuchter Dividende, die bis zum Abruf der betreffenden Aktionäre einbehalten und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Die sonstigen kurzfristigen Schulden enthalten noch nicht ertragswirksame Zuschüsse in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 0). G. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Die Kapitalflussrechnung wurde entsprechend den Vorschriften des IAS 7 aufgestellt. Die Zahlungsströme werden dabei den drei Bereichen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Die Darstellung der Zahlungsströme der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode, die ausgehend vom Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen durch Zu- und Abrechnung sämtlicher zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge den Zahlungsmittelüberschuss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ermittelt. Der Cash-Flow des Investitions- und Finanzierungsbereichs wird auf Basis der Ein- und Auszahlungen direkt ermittelt. Zinseinzahlungen und Zinsauszahlungen wurden vollumfänglich der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet, da eine Aufteilung auf den operativen, den investiven und den Finanzbereich nicht möglich ist. Ein- und Auszahlung für Ertragsteuern wurden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Im Berichtsjahr wurden insgesamt saldiert Steuern in Höhe von TEUR 1.615 gezahlt (Vorjahr TEUR 1.931). Im Berichtsjahr wurden Zahlungsmittelabflüsse von TEUR 1.714 (Vorjahr TEUR 1.731) für unter IFRS 16 fallende Leasingverhältnisse getätigt Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die jederzeit fällig sind und keinen wesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Schulden aus der Finanzierungstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, wie sie in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden, können auf die damit in Zusammenhang stehenden Posten in der Bilanz wie folgt übergeleitet werden:
Es wurde eine Dividende in Höhe von TEUR 1.801 vereinbart und gebucht. Ein Betrag von TEUR 776 wurde im Rahmen einer gesonderten Vereinbarung, bis zum Abruf der betreffenden Aktionäre einbehalten und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen aus Leasing-Nutzungsrechten führen zu keinem Mittelabfluss und werden daher nicht unter den Investitionen ausgewiesen. Die Zugänge des Geschäftsjahres aus Leasing-Nutzungsrechten betrugen TEUR 1.478 (Vorjahr TEUR 1.309). Im Geschäftsjahr 2021 erfolgten keine Unternehmenserwerbe in dem Sinne, dass Gesellschaften erworben wurden. Der Geschäftsbetrieb einer Gesellschaft wurde aber mit Wirkung zum 1. Januar 2021 im Wege eines Asset-Deals übernommen. Hierdurch gingen 16 Mitarbeiter auf die pfm medical tpm gmbh über. Der Kaufpreis belief sich auf TEUR 600 als Fixbetrag und wurde im Geschäftsjahr unmittelbar gezahlt, bzw. mit einem zuvor gewährten Darlehen verrechnet. Dieser Betrag wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation als Unterschiedsbetrag gebucht, übernommenen Kundendaten zugeordnet und innerhalb der langfristigen Immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen. Als Kaufpreis wurde zudem eine Umsatzbeteiligung vereinbart, die über einen Zeitraum von 2 Jahren abgerechnet wird. In diesem Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr weitere TEUR 105 den Immateriellen Vermögenswerten zugerechnet und im Zusammenhang auch mit übernommenen Kosten TEUR 82 als kurzfristige Rückstellung gebucht. Zahlungsmittel und Äquivalente wurden im Rahmen der Übernahme nicht übernommen. Der genannte Fixkaufpreis ist in der Kapitalflussrechnung gesondert innerhalb der Investitionen ausgewiesen. Die insgesamt als Anschaffungskosten gebuchten Kundendaten (Immaterielle Vermögenswerte) belaufen sich auf TEUR 705. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert. H. Sonstige Angaben 1. Eventualschulden Es bestehen keine Rückgriffverpflichtungen aus der Akzeptierung von Wechseln. Die pfm medical unterliegt darüber hinaus als Hersteller und Verkäufer von Waren der gesetzlichen Gewährleistung und den daraus resultierenden Gewährleistungsrisiken. Sofern eine Zahlungsverpflichtung aus den abgegebenen Garantien erwartet wird, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 2.1. Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen Bestellobligen und Abnahmeverpflichtungen für Investitionsvorhaben bestehen zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Die mittels Rahmenverträgen vereinbarten Abnahmemengen mit Lieferanten entsprechen geschäftsüblichen Bedingungen. 2.2. Sonstige Aus langfristigen Dienstleistungsverträgen bestehen Zahlungsverpflichtungen (ohne Umsatzsteuer) für die nächsten 12 Monate in Höhe von TEUR 1.556 (Vorjahr TEUR 1.899) und für die nächsten 12 bis 60 Monate TEUR 2.341 (Vorjahr TEUR 300). 3. Nahe stehende Personen Der pfm medical nahe stehende Personen sind die maßgeblich beteiligten Aktionäre, Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie Unternehmen, auf die die pfm medical, die maßgeblich beteiligten Aktionäre, die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und deren nahe Familienangehörige zumindest einen maßgeblichen Einfluss ausüben können. Dem Vorstand der pfm medical gehören die folgenden Personen an:
Dem Aufsichtsrat gehören an:
Die pfm Gruppe bezieht im Rahmen des operativen Geschäftes weltweit Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern und verkauft Waren an Kunden weltweit. Unter den Geschäftspartnern befinden sich einige wenige, an denen die pfm medical beteiligt ist sowie Personen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der pfm medical in Verbindung stehen. Die entsprechenden Umsätze sind aus Sicht der pfm medical nicht von materieller Bedeutung. Bei den nahe stehenden Unternehmen handelt es sich um die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, wie sie in der Anteilsbesitzliste aufgeführt sind. Mit der mpö pfm GesmbH als Vertriebstochtergesellschaft in Österreich bestehen Lieferbeziehungen. Die folgenden Geschäfte wurden mit nahe stehenden Unternehmen und Personen getätigt. Im Berichtsjahr haben Vorstand und Aufsichtsrat die in der unten aufgezeigten Tabelle kurz- und langfristig fälligen Vergütungen erhalten. Folgende Forderungen und Verbindlichkeiten bestanden am Geschäftsjahresende:
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes sind TEUR 1.134 (Vorjahr TEUR 1.232) zurückgestellt. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. 4. Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beträgt:
5. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 120.
Köln, den 11. Mai 2022 pfm medical ag Aurel Schoeller, Chairman of the Management Board Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des pfm medical-Konzerns pfmmedical ist ein international aktives mittelständisches Familienunternehmen aus Deutschland, das spezielle Lösungen im Bereich Healthcare anbietet. Gegründet 1971 hat sich das Unternehmen seit nun 50 Jahren im Markt etabliert. Die Unternehmens-Gruppe beschäftigte zum Jahresende 2021 knapp 660 Mitarbeiter an zwölf Standorten weltweit. Mit knapp 2.500 Produkten verfügt pfmmedical als Spezialanbieter über ein breites Portfolio, welches in mehr als 100 Ländern vertrieben wird. Das Angebot verteilt sich auf vier medizinische Fokusfelder:
Produkte und Dienstleistungen werden bei pfmmedical zu einem ganzheitlichen und spezialisierten Lösungsangebot zusammengefasst. Das Unternehmen schult und berät Anwender, um in der Klinik sowie in der ambulanten Versorgung den jeweils optimalen Therapieverlauf zu gewährleisten. Die Entwicklung innovativer Lösungen wird in Zusammenarbeit mit führenden Medizinern und Fachpartnern erarbeitet, entsprechend der Mission "Improving quality of life". Das Ziel ist dabei die Verbesserung der Arbeits- und Lebensqualität der Anwender und Patienten. Über 370 erteilte Schutzrechte in über 90 Patentfamilien weltweit sind das Ergebnis dieser seit nunmehr 50 Jahren erfolgreichen Zusammenarbeit. In der Vision "Leading evidence based medicine" ist der Anspruch des Unternehmens verankert. Ziel ist es, nachweislich wirksame Lösungen und Produkte anzubieten. Durch die konsequente Umsetzung dieser Vision konnte sich pfmmedical zu einem führenden Anbieter von speziellen Lösungen, die einen belegbaren Nutzen bieten und sich sicher und effizient anwenden lassen, entwickeln. Seine langfristig ausgerichtete Wachstumsstrategie setzt das Familienunternehmen konsequent um. Zu den Steuerungsgrößen gehören bestimmte Ergebniskennzahlen und definierte Bilanzrelationen wie die Nettofinanz-Verschuldung. Die Steuerung des operativen Geschäfts erfolgt im Wesentlichen über die Messgrößen Ergebnis nach Funktionskosten und EBIT (operatives Ergebnis). Die Beurteilung des Working Capital erfolgt mittels der Kriterien DSO (Zahlungsgeschwindigkeit der Kunden) und der Lagerumschlagshäufigkeit bei den Vorräten. 2. Rahmenbedingungen der Branche Medizintechnik-Branche in Deutschland bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor Die Experten sind sich einig, dass sich der Weltmarkt für Medizintechnik weiter positiv entwickeln wird - trotz der anhaltenden COVID-Pandemie und den weltweiten wirtschaftlichen Folgen. Anfang 2021 lagen die Prognosen bei einer konservativen Schätzung bis 2025 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von mehr als 6 % und einem Wert von 582 Mrd. US-Dollar, bei einem optimistischen Szenario sogar bei über 7 % und einem Wert von 616 Mrd. US-Dollar. 1 Beim jährlichen Wachstum des Gesamtmarktes bis 2025 nimmt Nordamerika mit 38,6 % den wichtigsten Part ein, gefolgt von Asien und Pazifik mit 27,4 % und Europa, knapp dahinter mit 25,7 %. 1 Europa ist in der Medizintechnik nicht nur als Produzent, sondern auch als Markt wichtig. Rund 30 %, mit einem Wert von ca. 140 Mrd. €, macht Europa beim Weltmarkt für Medizintechnik aus. Innerhalb Europas ist Deutschland der wichtigste Player (25,6 %), gefolgt von Frankreich (14,7 %) und Großbritannien (12,1 %). 1 Die deutsche Gesundheitswirtschaft erwirtschaftete laut einem Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Jahr 2020 rund 12,1 % des Bruttoinlandsprodukts, was etwa jedem 8. Euro des deutschen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland lag bei 364,5 Mrd. € und damit um 3,3 % über dem Vorjahr. 2 Die deutsche Gesundheitswirtschaft ist ein wichtiger Arbeitgeber und hat einen Anteil von 16,5 % am Arbeitsmarkt der Gesamtwirtschaft. Damit beschäftigt sie über 7 Millionen Erwerbstätige was jedem Erwerbstätigen in Deutschland entspricht. 2 Innerhalb der Gesundheitswirtschaft beschäftigt die Medizintechnik-Branche insgesamt über 200.000 Menschen. In den letzten 5 Jahren sind über 12.000 neue Stellen geschaffen worden. Damit sichert jeder Arbeitsplatz in der Branche 0,75 Arbeitsplätze in anderen Sektoren. 3 Bezeichnend ist, dass die Medizintechnik-Branche mittelständig geprägt ist. 93 % der Unternehmen beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter. Nur 90 haben mehr als 250 Beschäftigte. 3 Die MedTech-Branche kämpft auch im Jahr 2021 mit den COVID-Folgen, die ihre Spuren hinterlassen haben. Zwar konnte sich die Branche in Deutschland von den Umsatzeinbrüchen in 2020 etwas erholten, doch liegt der erwartete Umsatzanstieg für 2021 bei 3,0 %, weltweit 3,1 %, und damit weiterhin unter den Vor-COVID-Niveau mit 4,2 % Wachstum im Inland und 5,8 % Wachstum weltweit, wie die Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage belegen. 4 Insgesamt ist die Medizintechnik-Branche weiterhin stark auf die fortschreitende Digitalisierung angewiesen. Ein Trend, der durch die anhaltende COVID-Pandemie weiter an Tempo gewonnen hat. Dieser rasante Wandel beeinflusst alle Bereiche der Versorgung. Unternehmen ändern ihre Geschäftsmodelle: Anbieter klassischer Geräte-Technik werden von Unternehmen mit digitalen und ganzheitlichen Lösungskonzepten ersetzt. 1 Zudem hat die notwendige Vermeidung von direkten Personenkontakten die Nutzung von Home-Office und Videokonferenzen verstärkt und gleichermaßen dem Onlinevertrieb und -service eine immer größer werdende Bedeutung zugeordnet. 5 Das Vertrauen in die Branche bleibt bei Umfragen trotz COVID ungebrochen. Für die nächsten fünf Jahren wird besonders im asiatischen Markt ein hohes Wachstum erwartet (62 %). 6 Die deutsche Medizintechnik-Branche ist hoch innovativ. Rund ein Drittel des Umsatzes erzielt die Branche mit Produkten, die jünger als 3 Jahre alt sind. Ermöglicht wird diese Innovationskraft durch Investitionen in Personal sowie Forschung und Entwicklung (FuE). Die FuE-Aufwendungen lagen bei 9 % des Umsatzes, der FuE-Personaleinsatz bei 15 % und damit weit über dem Industriedurchschnitt. 1 Auslandsgeschäft bleibt trotz COVID-Auswirkungen wichtig Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben die rund 1.450 deutschen Medizintechnikunternehmen einen Gesamtumsatz von 34,25 Mrd. € erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich daraus ein Zuwachs von knapp 3 %. Dabei nahm der Inlandsumsatz um 2 % (11,72 Mrd. €) und der Auslandsumsatz um 3 % (22,53 Mrd. €) zu. 1 Im Jahr 2021 hatte die COVID-Pandemie einen großen Einfluss auf die weltweite Wirtschaft. Durch Lockdowns in Zielmärkten kam das internationale Geschäft stellenweise zum Stillstand, das hat sich auch negativ auf die Exporte ausgewirkt. Trotzdem hat das Auslandsgeschäft ungebrochen eine große Bedeutung. Die Exportquote lag bei fast 66 %. Für Deutschland hat Europa einen hohen Stellenwert. 41 % der Exporte gehen in europäische Länder. Daneben sind die wichtigsten Zielländer unverändert die USA (17 %) und China (9 %). 1 COVID und weitere Hürden im Jahr 2021 Weltweit gaben 56 % der Hersteller von Medizinprodukten und IVD an, dass sich COVID negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt hat. Wie groß der Einfluss war, hängt auch von der Unternehmensgröße ab. Besonders betroffen waren weltweit mittelständische Unternehmen: Während der Anteil bei großen Unternehmen (1.000 oder mehr Beschäftigte) mit 23 % noch gering war, war er bei mittelständischen Unternehmen (250 bis 1.000 Mitarbeiter) bei 64 %, bei kleinen Unternehmen (bis zu 50 Mitarbeiter) immerhin noch bei 30 %. 6 Besonders schwer sind für die Branche die Folgen durch die Verschiebung planbarer Operationen. Durch die phasenweise Abschottung der Krankenhäuser fehlen zudem die für Forschung und Entwicklung wichtigen Kontakte. 3 Hinzu kommt außerdem, dass die Branche, wie viele andere auch, mit gestiegenen Rohstoff- und Logistikkosten zu kämpfen hat. 4 Auf der anderen Seite hat das weitere COVID-Jahr auch ganz deutlich gemacht, wie wichtig die Medizintechnik-Branche ist, wie unentbehrlich und versorgungskritisch die Medizinprodukte für das Gesundheitssystem und die Patientenversorgung tatsächlich sind. Durch die Pandemie sind - nach dem Motto "ohne Spritzen keine Impfung" - intensivmedizinische Produkte, medizinische Schutzausrüstung, und auch Spritzen und Kanülen sehr in den öffentlichen Fokus gerückt. 3 Auch wenn viele Unternehmen erhebliche Umsatzeinbußen zu vermelden hatten, so spiegelt sich dies nicht im Insolvenzrisiko wider. Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes können keine Auswirkungen der COVID-Krise auf die Entwicklung von Unternehmensinsolvenzen festgestellt werden. Von Januar bis November 2020 wurden branchenunabhängig sogar rund 16 % weniger Insolvenzverfahren beantragt. Im genannten Zeitraum waren nur 0,1 % der im Gesundheits- und Sozialwesen tätigen Unternehmen (248 Unternehmen) von einem Insolvenzverfahren betroffen. 5 Die wirtschaftlichen Folgen der COVID-Pandemie werden nach Expertenmeinung für das Jahr 2021 und sogar die Folgejahre spürbar sein. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich die Medizintechnik-Branche stabil halten und nach der Krise aufgrund der großen gesellschaftlichen Bedeutung des Gesundheitssystems rasch erholen wird. 5 Neben den Folgen der COVID-Pandemie zählen nach wie vor die regulatorischen Anforderungen durch die EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) als größte Hemmnisse der Branche. Unternehmen kritisieren besonders die Pflicht zu umfassenden klinischen Daten sowie die längere Konformitätsbewertungszeiten durch Ressourcendefizite bei den Benannten Stellen. 70 % der befragten Unternehmen sprechen sich für eine vereinfachte Neuzertifizierung der bewährten Bestandsprodukte unter der MDR aus. Förderprogramme für KMU zur Umsetzung der MDR wünschen sich 39 % der Unternehmen. 4 Der britische Medizintechnik-Markt hat eine ungebrochen hohe Bedeutung für Europa. Auch der BREXIT und die sich damit ergebenen Hürden haben hieran nichts geändert. Mittlerweile gelten nicht nur neue Regeln für die Zertifizierung neuer Produkte, auch der Handel an sich ist durch Grenzkontrollen, Zoll-Anmeldungen und insgesamt gestiegener Bürokratie komplizierter und aufwendiger geworden. Nichtsdestotrotz erwarten Experten in den nächsten Jahren ein Wachstum dieses Marktes. 5 3. Geschäftsverlauf Mit einem Umsatzrückgang von rd. 5 % wurde die Umsatzplanung für das Jahr 2021 verfehlt. Der Rückgang ist aber in einem Einmaleffekt im Vorjahr begründet und das Geschäftsjahr war insgesamt sehr erfolgreich. Wie schon im Vorjahr war der Geschäftsverlauf wieder von der COVID-Pandemie geprägt. Während im Vorjahr ein Zusatzumsatz von rd. 16 Mio. € mit Einmalcharakter aus dem Import und Verkauf von Schutzausrüstung (medizinische Masken) erzielt wurde, waren im Jahr 2021 auch im Bereich der Medizinprodukte teilweise Beschaffungsprobleme infolge unterbrochener Lieferketten für den Bezug von Medizinprodukten und Bauteilen zu verzeichnen. Bei dem Zusatzumsatz im Vorjahr handelte es sich um ein großes Kontingent von medizinischen Masken, die pfmmedical aufgrund langjährig guter Kontakte zu fairen Preisen beschafften konnte und mit einem sehr moderaten Aufschlag abgab. Trotz eines gewissen Beitrags zum Rohgewinn, war die Marge im Vorjahr hierdurch rückläufig. Weil derartige Schutzausrüstung nicht zum Standardsortiment von pfmmedical gehört, war absehbar, dass sich dieser Zusatzumsatz nicht wiederholen würde. Im Jahr 2021 ergab sich im Vergleich mit dem Budget eine Umsatzabweichung von rd. -6,4 Mio. EUR, die in fortwährenden Einschränkungen infolge der COVID-Pandemie begründet ist. Für das Budget war unterstellt worden, dass die COVID-Pandemie im Jahr 2021 ausgestanden ist. Obwohl dies eine an sich optimistische Annahme war, wurden infolge der gegebenen Einschränkungen umfangreiche Kosteneinsparungen erzielt, die den Umsatzrückgang überkompensierten. Das Kosten-Umsatz-Verhältnis ist somit besser als der Zielwert für das Jahr 2021 und auch die Eigenfertigungsquote liegt mit 54,4 % etwas oberhalb des Ziels für das Jahr 2021. Betrachtet man den um das Zusatzgeschäft des Vorjahres bereinigten Umsatz, so hat sich das Wachstum im Jahr 2021 fortgesetzt. Alle Fokusmärkte (Deutschland, USA und China) nahmen zu. Sehr positiv entwickelten sich, wie schon in den Vorjahren, China und der im Vorjahr erworbene Geschäftsbetrieb eines etablierten deutschen Geräteherstellers, der in die pfm medical hico gmbh eingegliedert worden war. pfmmedical steuert das Geschäft mittels medizinischer Fokusfelder. Die Umsätze waren hier teilweise rückläufig, weil infolge der COVID-Pandemie wie erwähnt Ware und Rohmaterial nicht verfügbar waren. Zudem waren teilweise weiterhin planbare Operationen und Eingriffe zurückgestellt worden. Weil das Vorjahreszusatzgeschäft hauptsächlich im Inland abgewickelt worden war, war der Inlandsumsatz im Jahr 2021 um 16 % rückläufig, während die Auslandsumsätze um 8 % zunahmen. Der Anteil der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz stieg von 42,5 % im Vorjahr auf 48,8 %. Im Jahresverlauf 2021 wertete der EUR im Vergleich zu den relevanten Währungen der Auslandsgesellschaften auf, weshalb der Konzernumsatz in EUR im Jahr 2021 negativ beeinflusst war. Wenngleich der argentinische Peso im Jahr 2021 auch weniger stark als in den Vorjahren abwertete, war die Gesellschaft in Argentinien von der Abwertung wieder am stärksten betroffen. Die Gesellschaft selbst entwickelte sich aber positiv und konnte das Jahr 2021 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Bei Zugrundelegung der Währungskurse des Vorjahres, hätten die Umsätze des Jahres 2021 0,6 % höher gelegen. Im Ergebnis überwogen die positiven Effekte im Einkauf, weil in Fremdwährung bezogene Waren, in EUR umgerechnet, günstiger als im Vorjahr bezogen werden konnten. Die Ergebniswirkung entspricht einer Margenverbesserung von rd. 0,5 %-Punkten. Die Marge ist - wie erwähnt - nach dem Rückgang im Vorjahr wieder gestiegen, der Rohgewinn ist entsprechend deutlich höher.
Zu Beginn des Jahres 2021 wurde der Geschäftsbetrieb eines Pflegedienstes erworben und in die pfm medical tpm gmbh eingegliedert. Hiermit war die Übernahme von 16 Mitarbeitern verbunden. Die Personalkosten stiegen aufgrund des erhöhten Personalbestandes. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war in 2021 ein Rückgang zu verzeichnen. Die Reduzierung erfolgte, weil wie auch schon im Vorjahr infolge der COVID-Pandemie einige Projekte nicht umgesetzt wurden und besonders die vertriebsnahen Kosten sehr niedrig gehalten werden konnten. Aufgrund des gestiegenen Rohgewinns und der nur in geringem Umfang erhöhten Kosten verbesserte sich die Ertragslage weiter deutlich. Verglichen mit der Planung lag das Ergebnis deutlich über den Erwartungen. Der Jahresüberschuss stieg deutlich an. 4. Finanz-, Vermögens- und Ertragslage Ertragslage Die Gruppe verzeichnete einen erwarteten und im Geschäftsverlauf begründeten Umsatzrückgang von 6,1 % um 8.242 T€ auf 127,1 Mio. €. Die um 5,9 %-Punkte erhöhte Marge konnte den Umsatzrückgang aber überkompensieren und führte zu einem Anstieg des Rohertrags um 2.933 T€ (+3,9 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich mit dem Vorjahr um 1.392 T€ (+144 %) gestiegen. Die Erhöhung geht in Höhe von 502 T€ auf die Ausbuchung von Verbindlichkeiten zurück. Die Tochtergesellschaft in den USA hatte im Jahr 2020 eine Liquiditätshilfe aus einem staatlichen COVID-Programm erhalten, die dann aber nicht zurückzuzahlen war. Zudem konnten im Vorjahr gebildete Rückstellungen für Prozessrisiken in größerem Umfang aufgelöst werden. Der Ertrag aus Auflösung von Rückstellungen stieg um 294 T€ auf 658 T€. Fremdwährungsgewinne und Versicherungsentschädigungen nahmen um 404 T€ bzw. 204 T€ zu. Die Versicherungsentschädigungen stellen dabei allerdings nur eine Kompensation von erhöhten Aufwendungen dar, die im Wesentlichen innerhalb des Wareneinsatzes erfasst sind. Die Personalkosten stiegen durch die im Jahresdurchschnitt um 32 Personen auf 659 Mitarbeiter erhöhte Belegschaft. Der Personalzuwachs geht zur Hälfte auf den erwähnten Erwerb eines Pflegedienstes zurück. Zudem wurde die Rückstellung für eine Coronaprämie gebucht, die den Mitarbeitern bereits im Jahr 2021 zugesagt wurde, aber erst im Februar 2022 zur Auszahlung kam. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich weiter um 4,5 %. Weil, wie im Geschäftsverlauf geschildert, die unmittelbar vertriebsbezogenen Kosten, insbesondere Reise- und Kfz-Kosten, infolge der COVID-Pandemie auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres gehalten wurden. Im Umsatzrückgang ist die Kosteneinsparung nicht begründet, weil der im Vorjahr erzielte zusätzliche Handelsumsatz mit medizinischen Masken kaum zusätzliche Kosten verursachte. Nach dem in Sonderfaktoren begründeten Anstieg der Währungskursverluste im Vorjahr, war diese Position um -698 T€ auf nur noch 442 T€ deutlich rückläufig. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung war weiter gering, weil die Gruppe nicht mehr selbst in der Forschung tätig ist. Kosten für regulatorische Prozesse und IT stellen weiterhin einen hohen und tendenziell steigenden Fixkostenblock dar. In beiden Bereichen, die als relevante Wettbewerbsfaktoren anzusehen sind, ist pfmmedical gut aufgestellt. Zudem ist eine ausreichende Größe vorhanden, um diesen Kostenblock zu tragen. Infolge des weiter deutlich verbesserten Rohgewinns und in der Summe rückläufiger Kosten ergab sich eine deutlich verbesserte Ertragslage, die sich durch einen Anstieg des EBITDA, EBIT und EBT um rd. 42 %, 95 % und 106 % zeigt. Im Finanzergebnis ist, wie im Vorjahr, ein sogenannter Kaufkraftgewinn in Höhe von 185 T€ (Vorjahr 191 T€) ausgewiesen. Entsprechend den Regelungen des Rechnungslegungsstandards IFRS ist für die in Argentinien tätige Tochtergesellschaft die Vorgabe der Inflationsbereinigung gemäß IAS 29 anzuwenden, weil die kumulierte Inflationsrate in Argentinien innerhalb von 3 Jahren über 100 % lag. Der Zinsaufwand war durch die reduzierte Verschuldung leicht rückläufig. Mit einem Gewinn vor Steuern (EBT) von 7,0 Mio. € und 5,6 % vom Umsatz konnten die Werte des Vorjahres mehr als verdoppelt werden. Die Planung wurde deutlich übertroffen. Die Struktur des Ergebnisses, orientiert an der Verteilung auf die einzelnen Gesellschaften und Länder, ist deutlich verbessert, so dass die Steuerquote mit rd. 34 % unterhalb der Relationen der Vorjahre liegt. Die Eigenkapitalrendite stieg von 7,4 % auf 14,3%. Vermögens- und Finanzlage Nach den investiven Jahren 2019 und 2020, in denen u. a. die EtO-Sterilisationsanlage am Standort Nonnweiler errichtet wurde, waren die Investitionen im Jahr 2021 rückläufig. Die Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich netto auf 2.603 T€. Schwerpunkt waren dabei erworbene Rechte. Insgesamt wurden rd. 1.089 T€ für erworbene Kundendaten (im Zusammenhang mit dem erworbenen Pflegebetrieb) und gekaufte Vertriebsrechte in Frankreich ausgegeben. Bei den Immateriellen Rechten fielen zudem kleinere Beträge für Software an. Im Bereich der Sachanlagen standen Investitionen in den Produktionsstandort Nonnweiler und Zugänge von Infusionspumpen im Vordergrund. Während die zum Verkauf vorgesehenen Infusionspumpen bilanziell den Vorräten zugeordnet sind, werden zur Vermietung vorgesehene Pumpen innerhalb der Sachanlagen ausgewiesen. Die Summe von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen reduzierte sich um 698 T€. Die seit dem Jahr 2019 auszuweisenden Leasingnutzungsrechte nahmen um 1,3 % auf 6.093 T€ ab. Die Abschreibungen überstiegen den Betrag der Zugänge, die aufgrund verlängerter oder neu abgeschlossener Miet- und Leasingverträge aktiviert wurden, aber im Sinne der IFRS nicht zu den Investitionen zählen. Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 3,1 % ab. Der Rückgang geht auf reduzierte Vorräte (-2.589 T€; -9,2 %) zurück und war im Vorjahr bereits prognostiziert worden. Denn die Sicherheitsbestände, notwendig für die Umsetzung der in 2021 in Kraft getretenen MDR (Europäische Medizinprodukte-Verordnung) und den erfolgten BREXIT konnten planmäßig abgebaut werden. Allerdings liegt der Vorratsbestand, infolge der erwähnten Lieferengpässe, in Teilbereichen unterhalb des Zielwertes. Das Net-Working-Capital (Vorräte, Kundenforderungen, Lieferantenverbindlichkeiten) nahm um 2,7 % ab, weil die Kundenforderungen und die Lieferantenverbindlichkeiten in geringerem Umfang stiegen, als die Vorräte abgebaut wurden. Es handelt sich i. w. um Stichtagseffekte. Durch den Rückgang des Gesamtvermögens um 1,7 Mio. € war die Aufnahme neuer Finanzierungsmittel nicht notwendig. Die gesamten Investitionen, die planmäßige Tilgung der langfristigen Bankdarlehen in Höhe von 2.970 T€ und die im Jahr 2021 deutlich erhöhte Dividende von 1.801 T€ konnten aus laufender Liquidität finanziert werden. Gleichzeitig reduzierte sich die Inanspruchnahme der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten und die frei verfügbare Kreditlinie erhöhte sich auf 10.361 T€. Infolge der bereits im Jahr 2020 mit den Kreditgebern getroffenen Vereinbarungen wurden zum 1. Januar 2021 alle Bankverbindlichkeiten frei von Kreditcovenants. Die kurzfristigen und die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um rd. 2,7 Mio. € bzw. rd. 2,4 Mio. €, weil die Finanzschulden um 5,0 Mio. € abnahmen (-13,4 %). Infolge der ebenfalls stark verbesserten Ertragslage hat sich der sog. dynamische Verschuldungsgrad weiter deutlich verbessert. Zum Jahresende sind 71,3 % der Vermögenswerte durch Eigen- sowie lang- und mittelfristiges Fremdkapital finanziert, womit weiterhin alle langfristigen Vermögenswerte und große Teile des kurzfristigen Vermögens durch längerfristige Mittel gedeckt sind. Infolge der verkürzten Bilanzsumme und des gestiegenen Eigenkapitals stieg die Eigenkapitalquote auf 38,6 %. 5. Risiko- und Chancenbericht Die pfmmedical-Gruppe ist Teil komplexer Wirtschaftsstrukturen im Gesundheitsmarkt in Deutschland und international. Damit verbunden sind potenzielle Risiken. Die Auseinandersetzung damit ist einerseits aufgrund von regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen notwendig, andererseits für pfmmedical auch ein Potenzial zur Effizienz- und Wertsteigerung. Das Gesamtunternehmen erkennbar gefährdende oder unkontrollierbare Gefahrenpotenziale werden strikt vermieden. Das Risikomanagementsystem sowie das konzernweit transparente Berichtswesen ermöglichen die systematische Analyse, Bewertung und Dokumentation von Risiken und den Umgang mit diesen. Das integrierte ERP-System und existierende Kennzahlensystem werden kontinuierlich erweitert und automatisiert. Die Bewertung erfolgt anhand ihres möglichen EBIT-Einflusses und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ist ein Einflussfaktor bei zukünftigen Entscheidungen. Die pfm medical ag und wesentliche Tochtergesellschaften sind nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert und das detaillierte Qualitätsmanagement stellt eine Basis für standardisierte und laufend optimierte Arbeitsabläufe dar. 5.1 Risiken Elementar- und Haftungsrisiken werden durch umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt. Bilanzielle Risiken, soweit sie bei Bilanzerstellung erkennbar waren, wurden durch entsprechende Wertberichtigungen und Rückstellungen berücksichtigt. Bei der Überprüfung im Rahmen des Risikomanagementsystems sind bei den bisher bekannten potenziellen oder bestehenden Risiken keine Besonderheiten aufgefallen, die eine Gefährdung des Unternehmens darstellen. Der Umgang mit Risiken gelang im Geschäftsjahr 2021 erfolgreich und die eingetretenen Ereignisse hatten auch dank der frühzeitigen Erkennung keine den Konzern gefährdenden Auswirkungen. Marktrisiken Als mittelständisches Familienunternehmen mit kurzen Entscheidungswegen und mit gewisser Selbstständigkeit ausgestatteten Landesgesellschaften ist ausreichend Anpassungsfähigkeit vorhanden, um sich - basierend auf der Konzernstrategie - frühzeitig auf Marktveränderungen einzustellen. pfmmedical ist bewusst mit differenzierten Geschäftsmodellen im Medizintechnikmarkt vertreten, um auch im Risikofall größere Standfestigkeit zu gewährleisten. Durch hohe regulatorische Anforderungen und Abrechnungsmodalitäten innerhalb der Medizintechnik-Branche und den daraus resultierenden hohen Markteintrittsbarrieren sind Produktzulassungen wichtige Voraussetzungen für einen Marktzugang. Die Zulassungsprozesse müssen mit entsprechendem Aufwand langfristig geplant werden, was ein besonderes Risiko darstellt, insbesondere auch in Bezug auf die sich zeitgleich verändernden Marktbedingungen. Mit Hilfe der vorhandenen Systeme (ERP, Reporting, Controlling etc.) werden die Bereichsstrategien von den Vertriebseinheiten und den Bereichsverantwortlichen mit Blick auf die Entwicklungen im Markt jährlich aktualisiert. Während die Globalisierung und die internationale Geschäftstätigkeit einerseits regionale Markteinbrüche abfedert, kann man sich dennoch nicht allen Risiken entziehen. Durch ausreichende finanzielle Reserven müssen die wirtschaftlichen Folgen abgefedert werden. Finanzrisiken Die Erhaltung ausreichender Zahlungsfähigkeit und damit verbunden der erfolgreiche Umgang mit Währungskursschwankungen sowie einem ausgewogenen Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement stellen die Hauptrisiken im Finanzbereich dar. Außerdem treten Zinsänderungsrisiken durch marktbedingte Schwankungen der Zinssätze auf. Die Finanzrisikopolitik der Gruppe sieht vor, dass mindestens 50 % des dauerhaften Bedarfs an verzinslichen Verbindlichkeiten des Konzerns eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Die Währungsrisiken resultieren vorrangig aus langfristigen Einkaufsverträgen in Fremdwährungen aber auch aus den Kursänderungen der jeweiligen Währungen, mit denen i. w. die ausländischen Tochtergesellschaften arbeiten. Grundsätzlich federt pfmmedical sich ergebende Spitzen mit Hilfe von Kurssicherungsgeschäften ab. Vorrangiges Ziel ist dabei die Planerreichung, das heißt, möglichst Kurse entsprechend der Planung zu sichern. Nicht immer lassen sich Währungsverluste vermeiden, weil eine Absicherung in Einzelfällen nicht oder zu nicht vertretbaren Kosten möglich ist. In diesen Fällen ist es das Ziel, die Währungsrisiken dadurch zu begrenzen, dass die betreffenden Gesellschaften nur in begrenztem Umfang Finanzschulden in Fremdwährung halten. Die konzernweite Finanzplanung sichert das frühzeitige Erkennen und die Steuerung der Liquiditätssituation. Neben der langfristigen Finanzplanung mit einem mehrjährigen Planungshorizont wird eine detaillierte Liquiditätsplanung gesteuert, in der wesentliche Teile des pfmmedical-Konsolidierungskreises für einen Planungszeitraum von rund drei Monaten eingebunden sind. Die in Vorjahren mit den Kreditgebern vereinbarten Kreditcovenants sind ab dem Jahr 2021 entfallen, die betreffenden Kennzahlen werden aber im Sinne einer internen Kreditgrenze weiterhin beachtet. Forderungsausfallrisiken wird durch ein kontinuierliches Forderungsmanagement mit einer laufenden Überwachung von Zahlungszielen und Überfälligkeiten begegnet. Größere Ausfälle waren aufgrund der Kundenstruktur nicht relevant. Produktions- und Beschaffungsrisiken Strategische Partnerschaften mit international anerkannten Medizinprodukte-Herstellern sind von hoher Bedeutung und bestehen zum Teil seit fast 5 Jahrzehnten. Risiken in Bezug auf die Handelsware sind gering ausgeprägt und werden mit entsprechenden Kennzahlen wie zum Beispiel Liefertreue und Qualität überwacht. Beschaffungsrisiken nehmen angesichts globaler Wertschöpfungsketten zu und werden möglichst durch eine gezielte Multi-Sourcing-Strategie und im Zweifel durch einen Bestandsaufbau abgesichert. Durch das umfangreiche Qualitätsmanagement, welches durch regelmäßige interne und externe Audits gesichert ist, werden die mit der Herstellung von Medizinprodukten verbundenen potenziellen Risiken gesteuert. Risiken der Informationstechnologie pfmmedical verfügt über eine integrierte Standardsoftware an allen wesentlichen europäischen Standorten. Diese und weitere notwendige Applikationen und Systeme (z. B. für Kommunikation, Reporting), die eine vernetzte IT-Landschaft zur Steuerung der wesentlichen Geschäftsprozesse bilden, werden in Bezug auf Nutzung, Wartung sowie Schnittstellen-Management erfolgreich koordiniert und weiterentwickelt. Damit verbunden sind Risiken in Bezug auf Verfügbarkeit, Schutz (z. B. Spam, Hacking) und Nachhaltigkeit der Technik bzw. der Daten. Gemeinsam mit den Fachabteilungen entwickelt und implementiert die IT der pfmmedical laufend Prozessoptimierungen. Die wesentliche IT-Infrastruktur ist auf einen spezialisierten Dienstleister übertragen, der über außergewöhnlich gute Sicherungssysteme verfügt. Risiken im Personalbereich Das mittelstandstypische Risiko des Verlusts von Schlüsselpersonen ist potenziell vorhanden; besonders bei den kleineren Einheiten der Landesgesellschaften. Verglichen mit dem Benchmark liegen die messbaren Werte alle innerhalb bzw. unter dem Branchendurchschnitt. Das hohe Gut, welches loyale und fachlich qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen mittelständischen Konzern darstellen, wird hochgeschätzt. Dies wird unter anderem unterstützt durch die breit angelegte Personalentwicklung, individuelle Arbeitszeit- und HomeOffice-Konzepte und nicht zuletzt auch durch die lebendige Auseinandersetzung mit den definierten pfmmedical-Werten. 5.2. Chancen Die sich ergebenden Chancen zu erkennen oder diese sogar aktiv zu erwirken ist ebenso wichtig wie die oft exogenen Risiken zu erkennen und zu minimieren. Die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der pfmmedical kommen diesem Anspruch entgegen. Die weitere Internationalisierung des Geschäfts in Richtung Nordamerika und Asien, die stärkere Hinwendung zu Indikationen und Weiterentwicklung des Lösungs- und Leistungsportfolios stehen bei pfmmedical dabei im Fokus. Chancen im Markt Die Branche bewegt sich aufgrund des demographischen Wandels sowie aufgrund der weiter fortschreitenden medizintechnischen Entwicklungen national wie international weiterhin in einem Wachstumsmarkt. Zudem ist pfmmedical im Bereich der Medizinprodukte in einem stabilen und systemrelevanten Umfeld tätig. Die Chancen liegen im Wesentlichen darin, als aktiver Partner im Gesundheitswesen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen einen neuen Angebotsmarkt zu kreieren und als Lösungsanbieter im Gesundheitsmarkt zu agieren. Dabei hat das Verständnis der Kundenanforderungen für pfmmedical eine besonders wichtige Bedeutung. Im Heimatmarkt Deutschland baut pfmmedical die Kompetenz in sektorenübergreifender Patientenversorgung weiter aus. Chancen im Produktportfolio Sowohl national wie international ist pfmmedical nach wie vor intensiv mit medizinischen Meinungsbildnern im Gespräch und arbeitet mit ihnen an der Erweiterung und Anpassung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios, um auch zukünftig sowohl für die Steigerung der Effizienz im Gesundheitswesen als auch des Patientennutzens gut aufgestellt zu sein. Chancen im Finanzsektor Begründet durch die stetig positive und kontinuierliche Entwicklung seit Firmengründung vor 50 Jahren in einem weniger konjunkturanfälligen Umfeld, ist pfmmedical ein gern gesehener Partner bei Finanzinstitutionen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Bankenpartnern fördern wir aktiv durch ein detailliertes und überdurchschnittlich transparentes Berichtswesen und eine regelmäßige Kommunikation an die Kreditgeber. Chancen in der Informationstechnologie Durch die weitere Vernetzung und Optimierung der Prozesse arbeiten die einzelnen Bereiche der Supply-Chain von der Bedarfsermittlung bzw. dem Auftragseingang über adäquate Bestandsführung der Waren bis zur Produktionssteuerung an allen Standorten nach einheitlichen Standards. Das macht pfmmedical für die Zukunft noch effizienter. Chancen im Personalbereich pfmmedical arbeitet an ihrer Attraktivität für bestehende und neue Mitarbeiter, an der Weiterentwicklung der Organisation und natürlich an der Personalentwicklung, die im Einklang mit den steigenden Anforderungen einer modernen Organisation gestaltet wird und wertsteigernden Charakter hat. Gerade in einer international wachsenden Organisation sind vernetzte und nachhaltige Kommunikation, Informationsaustausch und projektorientiertes Handeln sowie Führungsqualität wichtige Erfolgsfaktoren. Mit der bereits in 2015 erfolgreich implementierten internen Social Collaboration Plattform wird die abteilungs- und länderübergreifende Zusammenarbeit verbessert, das Wissensmanagement kontinuierlich und nachhaltig optimiert sowie die interne Kommunikation offen und transparent gestaltet. 6. Prognosebericht Für das Jahr 2022 erwarten wir ein deutliches Umsatzwachstum. Bei Aufstellung des Budgets wurde unterstellt, dass die Folgen der COVID-Pandemie ausgestanden sind. Diese an sich optimistische Annahme ist kaum mit Risiken verbunden, weil bei Fortdauer der COVID-Pandemie neben reduzierten Umsätzen wieder deutliche Kosteneinsparungen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu erwarten wären. Unsicher sind die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf den weiteren Geschäftsverlauf. Die Folgen für die weiteren Geschäfte sind aber begrenzt. Durch die gegen Russland verhängten Sanktionen sind auch, betraglich überschaubare, Außenstände der pfmmedical an in Russland ansässige Kunden betroffen. Es handelt sich um langjährige Geschäftsverbindungen, weshalb nicht von einem Ausfall und einer Beendigung der Zusammenarbeit auszugehen ist. Das EBIT für das Geschäftsjahr 2022 wurde in einer Größenordnung deutlich unter der des Jahres 2021 geplant. Das EBIT für das Geschäftsjahr 2022 wurde auf der Grundlage der extrapolierten Ist-Zahlen aus dem dritten Quartal 2021 sowie einer prognostizierten Umsatzsteigerung unter Berücksichtigung von zahlreichen Projekten kalkuliert. Das gesamte prognostizierte Einkaufsvolumen der besonders bedeutsamen Fremdwährung JPY wurde zu Jahresbeginn 2022 abgesichert. Weil wir im ersten Halbjahr 2022 mit Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von rd. 1.300 T€ rechnen und in der zweiten Jahreshälfte ein planmäßiger Aufbau der Vorräte geplant ist, wird Mitte des Jahres ein neues langfristiges Bankdarlehen ausgezahlt. Die Steuerung der Geschäftstätigkeit durch Gliederung in Basisgeschäft und Initiativen (z. B. Projekte) hat sich bewährt und ermöglichte auch im Jahr 2021 kurzfristige Anpassungen 7. Sonstiges Zu den Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf den Anhang.
Köln, den 11. Mai 2022 pfm medical ag Aurel Schoeller, Chairman of the Management Board
1 Die deutsche Medizintechnik-Industrie.
SPECTARIS Jahrbuch 2021/2022, SPECTARIS, Berlin, 10/2021
3 BVMed-Jahresbericht 2020/210, BVMed, Berlin,
03/2021
4 BVMed Herbstumfrage 2021, BVMed, Berlin,
9/2021
5 Branchenreport 2021 Medizintechnik, Deutscher
Sparkassen Verlag GmbH, Stuttgart, 05/2021
6 Global Medical Device Industry Outlook for
2021, Emergo by UL, 03/2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die pfm medical ag, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der pfm medical ag, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz, der gesonderten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der pfm medical ag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der pfm medical ag, Köln, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 11. Mai 2022 Flick
Gocke Schaumburg GmbH
Hoppen, Wirtschaftsprüfer Stürke, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für 2021an die Hauptversammlungder pfm medical ag1. Der Aufsichtsrat hat die von der ordentlichen Hauptversammlung 2021 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 gewählten Flick Gocke Schaumburg GmbH Wirtschaftsprüfungsprüfungsgesellschaft, Bonn, mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses 2021 beauftragt. Diese hat die Prüfung in der Zeit zwischen Januar und Mai 2022 durchgeführt und den vom Vorstand nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft bzw. den nach den Rechnungslegungsstandard IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns für das am 31.12.2021 zu Ende gegangene Geschäftsjahr der Gesellschaft geprüft. Diese Unterlagen sowie die Berichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Sämtliche Vorlagen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats umfassend diskutiert. Der Vorstand berichtete über den Gang der Geschäfte im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs. Der Abschlussprüfer berichtete gemäß §171 Abs. 1 AktG über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Die Rechnungslegung entspricht nach pflichtgemäßer Prüfung durch den Aufsichtsrat den gesetzlichen Vorschriften, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und den Vorgaben der Satzung der Gesellschaft. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss vermitteln jeweils ein unter Beachtung der Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns. Die Lageberichte stehen im Einklang mit dem Jahresabschluss bzw. dem Konzernabschluss. Der Gewinnverwendungsvorschlag erfüllt ebenfalls die gesetzlichen Vorschriften und die Vorgaben der Satzung der Gesellschaft. Den Berichten des Abschlussprüfers mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken stimmt der Aufsichtsrat nach Prüfung zu. Die Vorlagen hält der Aufsichtsrat auch unter Berücksichtigung des Unternehmensinteresses für zweckmäßig. Das betrifft insbesondere auch die bilanzpolitischen Ermessensentscheidungen sowie die Ausschüttungs- bzw. Thesaurierungspolitik des Vorstandes. 2. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2021 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Überwachungs- und Beratungsaufgaben mit der erforderlichen Sorgfalt wahrgenommen. Er war in alle Entscheidungen des Vorstands, die von wesentlicher Bedeutung für die Gesellschaft und ihre verbundenen Unternehmen sind, unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Gang der Geschäfte, die Entwicklung der Gesellschaft und die aktuelle Lage des Unternehmens und seiner Beteiligungsgesellschaften unterrichtet. Gegenstand der regelmäßigen Beratungen waren die Umsatz-, Finanz- Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns, sowie Investitionen, Personalthemen und das Risiko-Management für das TOP-Management. Regelmäßen hat sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung der Corona-Pandemie und deren Auswirkung auf das makroökonomische Umfeld und die geschäftliche Entwicklung und die Aussichten der pfm-Gruppe beschäftigt. Er hat die Maßnahmen und Initiativen des Vorstands zur Bewältigung der Krise, Vermeidung von Betriebsbeeinträchtigungen und zur Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden, unter anderem durch ein weitgehendes Angebot von mobilem Arbeiten und Homeoffice, mit uneingeschränkter Zustimmung begleitet. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Durchführung der Hauptversammlung und stimmte unter anderem ihrer Abhaltung in Form einer virtuellen Versammlung ohne physische Präsenz von Aktionären zu. Der Aufsichtsrat hat seiner Überwachungspflicht anhand der Vorstandsberichte und der gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand genügt. Die Präsenz der Mitglieder lag bei 100 Prozent. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden ein Bild über die Geschäftslage gemacht, strategische Maßnahmen besprochen und den Vorstandsvorsitzenden beraten. Diese Gespräche und auch die anderen Treffen wurden protokolliert und an den Aufsichtsrat und den Vorstandsvorsitzenden verteilt. Der Aufsichtsrat hat sich in fünf ordentlichen Sitzungen, an denen auch der Vorstandsvorsitzende teilgenommen hat, schwerpunktmäßig mit der kontinuierlichen Geschäftsentwicklung und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens befasst. Insbesondere wurden die Integration der Firma HICO, der Ausbau des Geschäfts sowie interessante neue Kooperationen diskutiert. Die Aktionen der einzelnen Geschäftsbereiche und ihre Positionierung wurden während des Jahres mehrmals eingehend erörtert. Des Weiteren haben die Aufsichtsratsmitglieder mehrere Telefonkonferenzen zur Diskussion aktueller finanzpolitischer und strategischer Maßnahmen bei pfm medical durchgeführt, auch mit dem Vorstandsvorsitzenden. Der Aufsichtsrat hat sich außerdem regelmäßig darüber informiert, dass der Vorstandsvorsitzende die mit dem Geschäftsbetrieb zusammenhängenden operativen, marktpolitischen, finanziellen und technischen Risiken hinreichend überwacht und entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung ergreift. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat erhebt dieser keine Einwendungen zu den Abschlussberichten und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie die Dividendenausschüttung.
Köln, den 25.05.2022 Der Vorstand stellte den folgenden Vorschlag der Verwaltung zur Abstimmung: Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von Eur 18.658.126,72 wie folgt:
Die Aktionäre stimmen einstimmig für den vorstehenden Beschlussvorschlag. Der Vorsitzende stellte daraufhin fest, dass der Vorschlag von 100 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen angenommen wurde. Der Jahresabschluss wurde am 07.07.2022 festgestellt. |
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