Iyuno Germany GmbHLiquidiert

12249 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 161060
Vorher
Berliner Synchron GmbH
Eingetragen
2.9.2014
Branche
Herstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und FernsehprogrammenFilmverleih und -vertrieb, nicht an private HaushalteFernsehveranstalter und Verbreitung von Videoinhalten
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Filmen aller Art, Synchronisationen von Filmen einschließlich Fernsehproduktionen und jetwede Betätigung auf dem Gebiet der Filmwirtschaft einschließlich des Fernsehens; der Betrieb von Studios für alle Dienstleistungsbereiche der Medien Film, Fernsehen und Audiovision; die Vermietung und Verpachtung von Räumen und Studios und anderen technischen Einrichtungen, die der Herstellung, Endfertigung und Synchronisation von Filmen aller Art sowie von Erzeugnissen der Audiovision dienen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Seung Hee Yoo
seit 12.11.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
lyuno Sweden ABSWE
96.00%
lyuno Sweden ABSWE
4.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Iyuno Germany GmbH (vormals: Berliner Synchron GmbH)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

A. Grundlage des Unternehmens

1. Unternehmensgrundlage

Die IYUNO Germany GmbH mit Sitz in Berlin ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der IYUNO Germany Holding GmbH, Frankfurt am Main, die ihrerseits ein Unternehmen der Iyuno Media Group, Schweden, ist.

Im Wege der rückwirkenden Verschmelzung zum 01.01.2020 hat die Gesellschaft das Schwesterunternehmen Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH, München, aufgenommen und somit betreibt die Iyuno Germany GmbH neben ihrem Standort in Berlin seit dem Geschäftsjahr 2020 zwei weitere Standorte in Berlin und München.

2. Organisatorische Veränderungen

Nachdem Frau Dr. Martina Berninger und Herr Marcus Dröscher mit Wirkung zum 30.06.2020 aus der Geschäftsführung ausgeschieden sind, wird die operative Leitung und Geschäftsführung seit dem 01.07.2020 von Herrn Jens Krüger verantwortet. Ferner gehören dem Geschäftsführungsorgan die Herren Shaun Gregory und Andrew Philip Alden Court und Frau Seung Hee Yoo an.

3. Geschäftsmodell

Die IYUNO Germany GmbH ist im Dienstleistungssektor für die Film-, Fernseh- und Industriebranche tätig und realisiert die professionelle deutsche und multilinguale Sprachadaption von Kino-, TV-, Home Entertainment sowie Streaming -Produktionen.

Für die IYUNO Germany GmbH stehen der Anspruch sowie das Ziel, die schöpferische Kraft des Originals in jeder Sprache zu wahren und erlebbar zu machen, im Vordergrund. Die Gesellschaft bietet ihren deutschen, westeuropäischen und US-amerikanischen Kunden an den wichtigsten deutschen Medienstandorten moderne Räumlichkeiten, eine hochwertige Dienstleistung deutschsprachiger Synchronisationen, Untertitelungen und barrierefreie Sprachadaptionen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtaussage

Im Geschäftsjahr 2020 konnten die Umsatzziele organisch nicht erreicht werden. Die pandemiebedingte einmonatige Betriebsschließung und Auftragsrückgänge wegen gestoppter Produktionen und Kinoschließungen hatten erheblichen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Umsatzerlöse. Unter Berücksichtigung der Verschmelzungsumsätze aus der Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH konnte insgesamt ein Umsatzwachstum generiert werden.

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung vor dem Hintergrund des COVID19-Umfeldes das Geschäftsjahr als zufriedenstellend. Die Finanzierung der Gesellschaft war während des Geschäftsjahres sichergestellt. Weiterhin konnte die Phase des ersten Lockdowns genutzt werden, die internen Produktionsprozesse anzupassen und somit einer erneuten Schließung Ende des Jahres 2020 entgegenzuwirken.

2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die makroökonomische Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 wurde von COVID19 Und der ihr folgenden Rezession bestimmt. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt nahm im Kalenderjahr 2020 signifikant ab, während es im Kalenderjahr 2019 noch gestiegen ist.

Die deutsche Wirtschaft wird sich im Jahr 2021 voraussichtlich Schritt für Schritt erholen. Es bleiben jedoch Unsicherheitsfaktoren, vor allem hinsichlich des nationalen und internationalen COVID19-Infektionsgeschehens. Diese Erholung wird sich auch am Arbeitsmarkt im kommenden Jahr auswirken.

Ziel der Gesellschaft wird es sein, den Umsatz organisch zu steigern, die Integration der Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH abzuschließen und die eigenen Qualitätsansprüche zu erfüllen.

3. Entwicklung der Branche

Kinomarkt

Aufgrund der Pandemie und den dazugehörigen Lockdowns und Einschränkungen kam der Kinomarkt zum Erliegen. Die größten Filmverleiher mussten Kinoproduktionen stoppen oder hielten fertige Kinoproduktionen zurück, was sich unmittelbar auf die Dienstleistungen im Zusammenhang mit Synchronisierungen auswirkte. Nach dem ersten Lockdown und der Wiedereröffnung der Kinos im Sommer war die Anzahl der Kinobesucher eher gering. Dies lag zum Teil an den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen, die die Anzahl der möglichen Besucher drastisch reduzieren mussten, um Abstände im Kinosaal einhalten zu können, zum Anderen an den Filmverleihern, die Filme zurückhielten.

Ferner wurden Produktionen direkt an Streaming Portale verkauft, so dass in Arbeit befindliche Synchronisationen gestoppt oder gar nicht beauftragt wurden. Streaming Portale begannen ihrerseits Filme zu produzieren und sie direkt auf ihren Portalen anzubieten.

Der Markt für Kinosynchronisationen entwickelte sich im Jahr 2020 negativ. Zwar ist eine positive Entwicklung im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr zu erwarten, das Ausmaß unterliegt erheblichen Unsicherheiten.

Streaming

Für die Streaming Portale war das Jahr 2020 ein Jahr der Rekorde. Obwohl Produktionen aufgrund der Pandemie nicht fertiggestellt wurden, war das vorhandene Angebot ausreichend, um enorme Abonenntenzuwächse zu bekommen. Streamingdienste konnten auf dem internationalen Markt Filme und Serien erwerben und unterlagen somit nur eingeschränkt den Produktionsschwierigkeiten für Eigenproduktionen ("Originals"), die weltweite Lockdowns verursachten. Im Vergleich zu den Vorjahren kam es in der Produktion teilweise zu Verzögerungen und der Fokus lag vermehrt auf umsatzschwächeren Produktionen wie Voice Over Produktionen, Dokumentarfilme und Animationsprojekte. Der Markt für Streaming Portale hat sich sehr gut entwickelt und ein weiteres Wachstum wird erwartet.

TV

Die durchschnittliche tägliche Fernsehdauer in Deutschland ist in den letzten Jahren konstant geblieben, auch wenn sie in 2020 aufgrund der gesteigerten Informationsbedürfnisse leicht gestiegen ist. Der Fokus der Zuschauer lag hier vermehrt auf Nachrichten, Sportveranstaltungen, Unterhaltungssendungen und deutschen Produktionen. Einige Privatsender bieten weiterhin internationale Produktionen in ihrem Programm an und mussten mit Wiederholungen bereits produzierter Serien die Zeit für abgedrehte Produktionen überbrücken. Auch hier kam die Entscheidung der Verleiher, Staffeln zu kürzen oder sogar zu splitten, den Sendern entgegen und so konnten Neustarts früher gezeigt werden und es zeigt sich für 2021 ein positiver Trend.

4. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2020 stiegen die Umsatzerlöse um 49,2% auf TEUR 18.607 (im Vj.: TEUR 12.470). Bereinigt um die Umsatzzuwächse aus der Verschmelzung wäre die Umsatzentwicklung mit -17,4% negativ ausgefallen, was insbesondere auf den pandemiebedingten Rückgang von Synchronisationsprojekten im Segment Kino zurückzuführen ist. Ein weiterer Faktor war der Rückgang der Aufträge einzelner Serien im TV-Bereich aufgrund nicht fertiggestellter Produktionen.

Der Personalaufwand überstieg mit TEUR 5.092 das Niveau des Vorjahres um TEUR 1.857, wofür vor allem der Zuwachs an Mitarbeitern im Zuge der Verschmelzung und Sonderzahlungen an die ausgeschiedene Geschäftsführung verantwortlich waren. Ohne Berücksichtigung der Verschmelzung lag der Personalaufwand bei TEUR 3.108 und somit TEUR 125 niedriger als im Vorjahr.

Die Abschreibungen stiegen von TEUR 426 auf TEUR 657. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 43,4% auf TEUR 2.253 (im Vj.: TEUR 1.570). Die Entwicklungen sind zum Großteil durch den verschmelzungsbedingten Zugang der Scalemedia verursacht. Wesentliche Kostentreiber in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Aufwendungen für Miete inkl. Mietnebenkosten und die Verwaltungskosten.

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 122 (im Vj.: TEUR 164). Das Ergebnis enthält Sondereffekte im Personalaufwand von TEUR 282 (im Vj.: TEUR 0), außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 153 (im Vj.: TEUR 0) und neutrale Erträge in Höhe von TEUR 218 (im Vj.: TEUR 118).

5. Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2020 stieg um 35,3% auf TEUR 8.529 (im Vj.: TEUR 6.304).

Vermögenslage 2020 2019 Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 4.389 3.243 +1.147 +35,4
Umlaufvermögen 4.102 3.033 +1.069 +35,2
Rechnungsabgrenzung 38 28 +10 +34,9
Vermögen insgesamt 8.529 6.304 +2.226 +35,3
Passiva
Eigenkapital 3.218 862 +2.356 +273,4
Rückstellung 1.261 1.585 -325 -20,5
Verbindlichkeiten 4.050 3.856 +194 +5,0
Kapital insgesamt 8.529 6.304 +2.226 +35,3

Der Hauptfaktor für den Anstieg des Vermögens ist die Verschmelzung, insbesondere bei den Sachanlagen und den liquiden Mitteln.

Die erhaltenen Anzahlungen verringerten sich von TEUR 939 auf TEUR 569. Hauptgründe für diese Verringerung sind die Anpassung der Vertragsbedingungen vieler Kunden. Die Vorräte stiegen um TEUR 187 auf TEUR 1.295 (im Vj.: TEUR 1.107). Ohne die Verschmelzung wären die Vorräte um TEUR 440 auf TEUR 667 gefallen. Diese Reduzierung ist auf die pandemiebedingte vorsichtige Beauftragung im vierten Quartal zurückzuführen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 kann die Iyuno Germany GmbH trotzdem einen guten Auftragsbestand für das erste Quartal 2021 aufweisen.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich insbesondere aufgrund der Verschmelzung mit der Schwestergesellschaft Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH (Side-Merger) von 13,7 Prozentpunkten auf 37,7 Prozentpunkte. Die Verbindlichkeiten stiegen um TEUR 194. Treibende Faktoren waren die Zugänge von Rückstellungen und Verbindlichkeiten im Zuge der Verschmelzung, insgesamt gingen zum 1.1.2020 TEUR 3.313 über.

Zum 31.12.2020 betrugen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 1.797 (im Vj.: TEUR 1.359) und gegenüber verbundenen Gesellschaften TEUR 138 (im Vj.: TEUR 0).

Uns stehen Kontokorrentlinien mit einem Gesamtvolumen von TEUR 1.100 zur Verfügung, die zum 31.12.2020 in Höhe von TEUR 304 (im Vj.: TEUR 427) in Anspruch genommen wurden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen auf TEUR 637 (im Vj.: TEUR 145), insbesondere durch einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 385, im Vorjahr: TEUR 145) sowie der Gewährung eines kurzfristigen Darlehens in Höhe von TEUR 252 (im Vj.: TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf TEUR 458 (im Vj.: TEUR 0). Letztere betreffen vollumfänglich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, von denen TEUR 320 (im Vj.: TEUR 0) aus Lieferung- und Leistungsverbindlichkeiten resultieren.

Die außerbilanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den folgenden Positionen:

Miet- und Pachtverträge TEUR 8.157,

Leasingverträge TEUR 14,

übrige Verpflichtungen TEUR 215.

Davon sind insgesamt TEUR 1.006 innerhalb eines Jahres fällig.

Cashflow

Das Cash- und Liquiditätsmanagement der Iyuno Germany GmbH erfolgt zentral in Berlin.

Aus den laufenden Geschäftstätigkeiten wurde ein leicht positiver Mittelzufluss generiert. Dieser wurde durch die Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen, den Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen, sowie eine Einmalzahlung an die scheidende Geschäftsführung und der Gewährung eines internen Darlehens beeinflusst. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit und den Kontokorrentlinien konnten die laufenden Verbindlichkeiten und Zahlungen an Kapitalgeber fristgerecht bedient werden, trotz Anpassung der Vertragsbedingungen von externen Kunden bedingt durch die COVID-19 Pandemie.

Aus dem Bereich der Investionstätigkeiten ist ein Mittelabfluss von TEUR 624 zu verzeichnen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten ergibt im Geschäftsjahr einen Zufluss von TEUR 138. Der Endbestand an kurfristigen Zahlungsmitteln beläuft sich per 31.12.2020 auf TEUR 684.

Investitionen

Im Geschäftsjahr betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 617. Investitionsschwerpunkte waren dabei die Fertigstellung der neuen Studios am Standort München und die notwendigen Umbauten in den vorhandenen Studios, um den Betrieb in der Pandemie aufrecht zu erhalten.

Im Jahr 2021 sind Investionen zur Sicherstellung des Betriebs im Hinblick auf die Aktualisierung langjähriger bestehender Hardware geplant, sowie der Umbau einer nicht genutzen Mietfläche in einen weiteren Edit-Raum.

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Leistung pro Umsatzsegment und die externen direkten Herstellungskosten- bzw. Materialaufwandsquoten heran. Auch das EBITDA gehört zu den kontinuierlich überwachten Kennzahlen.

Im Ergebnis zeigen die Leistungskennzahlen, dass sich die Umsätze im Bereich Kino, bedingt durch die Schließung der deutschen Kinos, halbiert haben. Der TV/OTT Bereich konnte trotz 1-monatiger Betriebsschließung konstant auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

Die Herstellungskostenquote sank im Geschäftsjahr 2020 von 55% auf 54%. Bereinigt um die Verschmelzung wäre die Quote sogar auf 50% gesunken, jedoch besitzt die ehemalige Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH aufgrund der vorhandenen Ressourcen von Haus aus eine höhere Herstellungskostenquote als die Iyuno Germany GmbH. Die Reduzierung der Quote ist nicht auf fallende Beschaffungspreise zurückzuführen, sondern auf eine Reduzierung der eingekauften technischen Fremdleistungen, weil interne Ressourcen bei der vorliegenden verringerten Auslastung ausreichend verfügbar waren.

Pandemiebedingt konnte das EBITDA trotz der Verschmelzung lediglich um TEUR 91 auf TEUR 820 gesteigert werden. Bezogen auf den Umsatz hat sich das EBITDA um 1,1 Prozentpunkte reduziert. Obwohl sich die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr im Detail verschlechtet hat, bewertet die Geschäftsführung unter Berücksichtigung der COVID19-Pandemie die Ertragslage als zufriedenstellend.

Im kommenden Geschäftsjahr 2021 beabsichtigt die Gesellschaft, die Herstellungskostenquote weiter zu reduzieren, indem unternehmensinterne Ressourcen optimal eingesetzt werden. Damit einhergehend ist eine Erhöhung des EBITDA und des Jahresüberschusses geplant, insbesondere durch Erhöhung der Umsatzerlöse.

C. Prognosebericht

Nach einem für die Medienbranche schwierigen Jahr und den aktuellen Entwicklungen der Pandemie und Maßnahmen geht die Gesellschaft von einem stärkeren Jahr 2021 aus. Die Kinobetreiber rechnen mit mehr Normalität ab dem 2. Quartal 2021, was mittelbar einen positiven Effekt auf die Auftragslage der Gesellschaft haben wird. Für 2020 geplante Produktionen werden in Auftrag gegeben und Termine zur Fertigstellung im 1. Halbjahr 2021 sind bestätigt. Insgesamt sind die Aussichten für 2021 positiv und Projekte, die in 2020 unter strengen Maßnahmen produziert wurden, können nun final realisiert werden. TV Sender und Verleiher haben die Anzahl der Folgen pro Staffel teilweise gekürzt, um die längere Produktionszeit auszugleichen und dem Zuschauer Fortsetzungen früher zu ermöglichen.

Netflix hat für 2021 bis zu 70 "Originals"-Filme mit namenhaften Schauspielern angekündigt. Zusammen mit den angekündigten Serientiteln und fortlaufenden Staffeln steht der Synchronbranche ein spannendes Jahr bevor. Ein verändertes Konsumverhalten zeigt in der gesamten Synchronbranche ihre Wirkungen. Engere Budgets, kürzere Produktionszeiten sowie vielfältigere Anforderungen an die Dienstleistung der Iyuno Germany GmbH bei gleichbleibenden Qualitätsansprüchen sind nur einige Punkte, die die künftige Marktentwicklung kennzeichnen.

Die Iyuno Germany GmbH konnte Neukunden im TV- und Streaming Bereich gewinnen und weiterführende Rahmenverträge erneuern. Hinzu kommen Kunden, mit denen die Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH seit Jahren erfolgreich Projekte realisierte.

Ein wesentlicher Fokus für 2021 liegt auf der Senkung der Herstellungskostenquote. Die vorhandenen internen Kapazitäten und die auf Grund der Verschmelzung hinzugewonnenen Kapazitäten sollen durch verbesserte Planungen optimal genutzt werden.

Durch die steigende Auftragslage und die aktuellen Aussichten für das Jahr 2021 streben wir ein Umsatzwachstum der gesamten Iyuno Germany GmbH von 21 Mio. EUR an.

D. Chancen und Risiken

Entsprechend den unternehmerischen Zielen der Iyuno Germany GmbH wird angestrebt, bei der Entwicklung des Unternehmens sowie beim unternehmerischen Wachstum keine unangemessenen und unkontrollierbaren Risiken einzugehen. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft allerdings verschiedenen Risiken ausgesetzt, welche sich nicht nur im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft, sondern auch aus dem Umfeld heraus ergeben können. Zur Beherrschung dieser Risiken sowie zur transparenten Darstellung sich bietender Chancen wird im Rahmen eines Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Hierzu werden die risikorelevanten Faktoren aus den Bereichen Führung, Liquidität, Markt und Kosten, Beschaffung, Produktion, Vertragsmanagement, Technologie sowie Personal und Recht fortlaufend beobachtet und überprüft. Damit können Chancen und Risiken in den einzelnen Bereichen tiefer und schneller analysiert und bewertet werden.

1. Geschäftsrisiken

Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Iyuno Germany haben können.

Strategische Risiken

Die Iyuno Germany GmbH agiert national in einem sehr wettbewerbs- und kostenintensiven Umfeld, das einem enormen Preisdruck - sowohl von der Absatz- als auch Beschaffungsseite - ausgesetzt ist. Aus beiden Faktoren erwachsen Risiken, die sich negativ auf das Ergebnis auswirken können.

Die Iyuno Germany GmbH sieht weiterhin ein hohes Maß an Unsicherheit in Bezug auf das nationale und internationale Infektionsgeschehen, die die internationalen Produktionen massiv beeinflussen können.

Anpassungen in unseren Studios wurden bereits in diesem Jahr umgesetzt und sorgen für eine sichere Produktion.

Operative Risiken

Operative Risiken ergeben sich unter anderem aus der nicht gleichmäßigen Auslastung während des Jahres. Schwankungen in der Kapazitätsauslastung führen zu Fremdleistungszukäufen, die sich negativ auf die Ertrags- und Finanzlage auswirken.

Um dem entgegenzuwirken, stärkt die Iyuno Germany GmbH zum einen den Vertrieb, um im ersten Halbjahr die durchschnittliche Auslastung zu erhöhen und baut gleichzeitig qualifiziertes Personal zur Abwicklung der hohen Auslastung auf, um die neugewonnenen Kapazitäten voll nutzen zu können.

Eine branchenweite gute Auslastung der Synchronstudios kann für Engpässe in der Beschaffung von qualifiziertem Personal sorgen. Das betrifft Vakanzen für Festeinstellungen als auch für freies technisches und kreatives Personal. Das birgt einerseits Risiken für die Ertragslage durch steigende Beschaffungspreise, die nicht durchweg an die Kunden weitergegeben werden können, als auch Qualitätsrisiken. Entsprechend daraus resultierenden Qualitätsmängeln als auch allgemeinen Produktionsfehlern sollen durch einen selbstständigen Qualitätssicherungsbereich entgegengewirkt werden.

Aus der guten Marktlage heraus resultiert eine hohe Nachfrage nach kreativem Personal. Diese führt zu steigenden Preisen und einer für die "Kreativen" guten Verhandlungsposition. Für die Iyuno Germany GmbH besteht damit die Herausforderung, mögliche Kostensteigerungen in die Kalkulation einzupreisen und zu gewährleisten, ein durchweg qualitativ hochwertiges Kreativteam aufzustellen. Gelingt dies nicht, kann das die Marge nachteilig beeinflussen bzw. zu Qualitätseinbußen führen. Sofern das Risiko dauerhaft eintritt, kann dies eine bestandsbeinträchtigende Wirkung haben.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko stellt das Risiko dar, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen hat, die sich aus seinen finanziellen Verbindlichkeiten ergeben. Auf Basis der Gesamtplanung und kurzfristigen auftragsbezogenen Planungen werden Liquiditätsrisiken zentral überwacht und gesteuert. Bei Eintreten des Liquiditätsrisikos kann für die Gesellschaft eine bestandsgefährdende Situation eintreten. Das Ausfallrisiko stellt das Risiko dar, dass ein Vertragspartner eines Finanzinstruments seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko aus Forderungen im operativen Geschäft wird laufend überwacht und gesteuert. Regelmäßig wird das Risiko durch Anzahlungen und Teilrechnung nach Lieferung der jeweiligen Episoden reduziert. Zudem werden Informationen aus langjährigen Geschäftsbeziehungen genutzt, um Risiken vorzubeugen.

Rechtliches Risiko

Als Dienstleistungsunternehmen mit weltweiten Kundenbeziehungen ist die Iyuno Germany GmbH verschiedenen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Insbesondere der Einkauf und Verkauf von Urheberrechten beinhaltet durch Änderungen des Urheberrechts verschiedene rechtliche Risiken. Vor diesem Hintergrund ermöglicht eine eigene juristische Abteilung sowie die rechtliche Unterstützung des Konzerns auf internationaler Basis sämtliche vertraglichen Risiken qualifiziert zu benennen und entsprechende Handlungsoptionen für die Geschäftsleitung vorzubereiten.

2. Branchenrisiken

In den letzten Jahren, in denen Streaming Portale mehr und mehr Zuschauer für sich gewinnen konnten, hat die Synchronbranche einen regelrechten Boom erlebt. Dieser setzt sich nach wie vor fort, allerdings hatten viele kleine Studios die Möglichkeit, mit wesentlich geringeren Preisen Fuß zu fassen. Teilweise reagierten die Sender auf Unterschiede der Qualität im Vergleich zu namenhaften Studios, aber dennoch war das Bewusstsein für qualitativ hochwertig aber preissensibleres Synchronisieren geweckt. Der enorme Preisdruck der nationalen und internationalen Kunden wird gezwungenermaßen zu Umstellungen des Workflows führen müssen.

Die Konkurrenz wächst, allerdings liegt der Vorteil mittlerweile bei konzerngeführten Studios, die auf internationaler Basis und den vorhandenen Kapazitäten mehrere Leistungen & Sprachen für ein Projekt anbieten können.

Dem Risiko der Margenreduzierung versucht die Gesellschaft mit einer Reduzierung der Herstellungskostenquote sowie mit Synergiegewinnung aus der Verschmelzung entgegenzusteuern.

3. Personalrisiken

Für die Iyuno Germany GmbH besteht aufgrund einer großen persönlichen Beziehung von Kunden, kreativem freiem Personal und Mitarbeitern der Gesellschaft ein Risiko, dass bei Schlüsselpersonen die Vergütung steigt und dass die Ertragslage der Gesellschaft dadurch negativ beeinflusst wird. Die Gesellschaft wird dieses Risiko durch verbesserte Dokumentationen und einen verbreiterten Wissenstransfer versuchen, weiter zu reduzieren, um Abhängigkeiten entgegenzuwirken. Zudem sind wir bestrebt, das Risiko im Mitarbeiterkreis durch jährliche Personalgespräche und eine angemessene Entlohnungs- sowie Motivationsstrategie zu reduzieren. Das Risiko, dass wesentliche Schlüsselpersonen das Unternehmen verlassen, kann für die Gesellschaft bestandsgefährdend sein.

4. COVID19

Aufgrund des unsicheren gesamtwirtschaftlichen und Marktumfeldes unterliegt die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 weiterhin großen Unsicherheiten und damit einhergehend auch erheblichen Risiken, deren Ausmaß nicht abgeschätzt werden kann. Insgesamt wird jedoch eine Erholung des Umfeldes erwartet.

5. Chancen

Die Übernahme der BTI Studios durch die Iyuno Media Group und die Zusammenführung der Iyuno Germany GmbH mit der Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH, die Umsetzung der Wachstums- und Digitalisierungsstrategie sowie der Ausbau der bestehenden und auch neuen Geschäftsfelder kann zu einer mittelfristigen Ausdehnung der Marktanteile führen.

Das vor allem hohe Auftragsvolumen im Bereich VoD, eine gefestigte Vertriebsstruktur sowie eine proaktive Markt- und Zielgruppenansprache ermöglichen der Iyuno Germany GmbH die Stärkung der Marktposition.

6. Zusammenfassung

Mit der Zusammenführung der beiden Gesellschaften wurden an insgesamt drei Standorten, verteilt auf Berlin und München, mehr Aufnahme- und Mischkapazitäten, mehr Kapazitäten im Projektmanagement, Aufnahmeleitung und im Bereich Schnitt geschaffen, die es uns ermöglichen, flexibel sämtliche Kapazitäten nutzen zu können.

Das Bestreben ist weiterhin, die Workflows künftig noch effizienter, flexibler und kundenorientierter zu gestalten. Die Sicherung und Durchsetzung von hohen Qualitätsansprüchen erfolgt durch ein zentralisiertes Quality Control-Management.

Aktuell sind als Hauptrisiken das Schlüsselpersonenrisiko sowie das operative Risiko im Hinblick auf die Beschaffung und Budgetierung der freien Kreativen anzusehen. Große Herausforderungen sind weiterhin Konkurrenzdruck und Beschaffung von technischem Personal und anderen Fremdleistungen.

Gegenwärtig wurden seitens der Iyuno Germany GmbH keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Iyuno Germany GmbH ist der Auffassung, die Risiken auch künftig zu meistern.

E. Forschung und Entwicklung

Da die Gesellschaft als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Aufwendungen nicht zu berichten.

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 4.389.281,51 3.242.526,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.071,53 197.713,53
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16,00 192.259,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.055,53 5.454,53
II. Sachanlagen 4.331.100,71 3.011.588,71
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.766,00 13.868,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.429.127,00 1.490.233,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.889.207,71 1.507.487,71
III. Finanzanlagen 54.109,27 33.223,81
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 38.953,41 32.702,81
3. sonstige Ausleihungen 14.635,86 0,00
4. sonstige Finanzanlagen 520,00 520,00
B. Umlaufvermögen 4.102.020,26 3.033.057,81
I. Vorräte 1.294.873,61 1.107.101,49
1. unfertige Leistungen 1.294.873,61 1.107.101,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.819.237,86 1.871.223,40
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.331.902,95 1.734.914,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 252.222,23 3,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 235.112,68 136.305,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 987.908,79 54.732,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.850,29 28.067,45
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.529.152,06 6.303.651,31

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 3.218.438,17 861.952,56
I. gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 2.236.259,69 2.040,40
III. Gewinnvortrag 559.912,16 396.116,82
IV. Jahresüberschuss 122.266,32 163.795,34
B. Rückstellungen 1.260.603,11 1.585.213,92
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 677.625,00 638.002,00
2. sonstige Rückstellungen 582.978,11 947.211,92
C. Verbindlichkeiten 4.050.110,78 3.856.484,83
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.101.167,39 1.786.275,88
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 569.405,54 938.846,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.172.869,03 1.058.157,90
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 138.170,61 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 68.498,21 73.205,05
davon aus Steuern 63.417,78 68.895,72
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 656,09 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.529.152,06 6.303.651,31

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Umsatzerlöse 18.606.980,95 12.469.766,57
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -751.530,66 336.561,23
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 5.723,98
4. sonstige betriebliche Erträge 245.417,75 123.547,70
5. Materialaufwand 9.718.716,64 7.284.431,75
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.718.716,64 7.284.431,75
6. Personalaufwand 5.091.502,41 3.234.412,25
a) Löhne und Gehälter 4.243.931,69 2.710.496,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 847.570,72 523.915,98
davon für Altersversorgung 62.206,48 61.388,50
7. Abschreibungen 810.436,23 425.933,88
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 810.436,23 425.933,88
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.277.977,20 1.708.561,80
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 14.271,66 0,00
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 268,97 320,48
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.584,16 3.596,70
davon aus verbundenen Unternehmen 2.222,23 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 90.003,08 121.013,81
davon aus Abzinsung 3.927,88 0,00
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -8.503,45 1.028,83
13. Ergebnis nach Steuern 123.589,06 164.134,34
14. sonstige Steuern 1.322,74 339,00
15. Jahresüberschuss 122.266,32 163.795,34

Anhang

I. Vorbemerkung

Der Jahresabschluss der Iyuno Germany GmbH wurde gemäß den §§ 242 ff. i.V.m. 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften wird teilweise Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften (§§ 265 ff. HGB).

Mit Eintragung im Handelsregister Berlin HRB 161060 B vom 29.12.2020 ist die Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH mit Sitz in München (Amtsgericht München, HRB 118941) unter Auflösung ohne Abwicklung als Ganzes rückwirkend zum 01.01.2020 auf die Iyuno Germany GmbH verschmolzen. Die Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH war bei Abschluss des Verschmelzungsvertrages 100%ige Tochtergesellschaft der Iyuno Germany Holding GmbH, welche wiederum 100%ige Tochtergesellschaft der Iyuno Sweden AB, Schweden ist.

Aufgrund der Verschmelzung ist ein Vorjahresvergleich innerhalb der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt möglich.

II. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Die Firma lautet Iyuno Germany GmbH mit Sitz in Berlin. Sie ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 161060 B und 100%ige Tochtergesellschaft der Iyuno Germany Holding GmbH.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Verschmelzung als Ganzes mit der Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH erfolgte unter Buchwertfortführung.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, welche sich der Art nach nicht von den Methoden der Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH des Vorjahres unterscheiden:

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei dauernder Wertminderung erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die einzelnen Gruppen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden im Allgemeinen über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5 Jahre
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 - 10 Jahre
Grundstücke und technische Anlagen 3 - 15 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zu- und Abgänge erfolgen zeitanteilig (pro rata temporis).

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter 800,00 EUR werden aus Vereinfachungsgründen sofort in voller Höhe abgeschrieben.

Die Restbuchwerte sowie die wirtschaftlichen Restnutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls auf einen niedrigeren beizulegenden Wert angepasst.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Nominalwerten angesetzt und bei dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Zugänge der Anschaffungs- und Herstellungskosten aus der Verschmelzung sind im Anlagespiegel gesondert ausgewiesen. Die daraus resultierenden kumulierten Abschreibungen werden nicht in die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres einberechnet, sondern ebenfalls gesondert ausgewiesen.

Die Iyuno Germany GmbH hielt bis zum Jahr 2020 eine 100%ige Beteiligung an der Edition M-TV Produkions GmbH, welche bereits auf einen Wert von 1 EUR wertberichtigt war. Die Gesellschaft wurde mit Datum vom 18.12.2020 nach beendeter Liquidation im Handelsregister gelöscht. Die Beteiligung ist zum Ende des Geschäftsjahres 2020 abgegangen.

Die Vorräte der Iyuno Germany GmbH bestehen im Wesentlichen aus unfertigen Leistungen. Sie sind mit den Herstellungskosten oder gegebenenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls einbezogen. Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit den Vorräten im Zeitraum ihrer Herstellung anfallen, sind nicht in den Herstellungskosten enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem Nennwert angesetzt. Erhöhten oder akuten Ausfallrisiken wird durch die Bildung angemessen dotierter Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Zahlungsmittel (Kassen und Guthaben bei Kreditinstituten) sind in der Bilanz mit ihrem Nominalbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit diese Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Für die Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Altersteilzeitverhältnissen werden treuhänderisch Vermögensgegenstände verwaltet. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten (Versicherungswert einschließlich Überschussbeteiligung). Dieser wird mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen. Eine Kapitalerhöhung fand mit Verschmelzung nicht statt.

Die Rückstellungen für Pensionen sind mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn (im Vj.: zehn) Jahre abgezinst. Die Höhe der Pensionsrückstellung wurde von einem unabhängigen Gutachter versicherungsmathematisch auf Basis des Projected Unit Credit Verfahrens und eines Zinsfußes von 2,31% p.a. (Vj.: 2,71% p.a.) ermittelt. Mit den Pensionsrückstellungen verrechnet werden Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger durch Verpfändung entzogen sind.

Grundsätzlich werden Rückstellungen für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Kosten für die Archivierung werden auf Basis der prognostizierten künftigen Aufwendungen geschätzt. Die Kosten für Verpflichtungen zum Rückbau von Mieträumen in den ursprünglichen Zustand werden in jährlichen Beträgen über die Laufzeit des Mietvertrags angesammelt, dabei wird eine Kostensteigerungsrate von 2% zugrunde gelegt. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen, Finanzmittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erlöse werden realisiert, wenn (wirtschaftliches) Eigentum und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind oder wenn Leistungen erbracht wurden.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Bei den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um eine Produktionssteuerungssoftware, deren Fertigstellung im Dezember 2019 erfolgte. Der Buchwert nach planmäßiger Abschreibung beträgt 153 TEUR (im Vj.: 195 TEUR). Fehlende Kompatibilität zur Software der Unternehmensgruppe und mangelnde Absatzmöglichkeiten bedingten eine außerplanmäßige Abschreibung auf einen Wert von 0 TEUR wegen dauernder Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB.

Der Buchwertzugang durch Verschmelzung beträgt bei den immateriellen Vermögensgeständen 3 TEUR und bei den Sachanlagen 1.315 TEUR. Die Sachanlagen umfassen überwiegend die Studioneubauten der Jahre 2013 bis 2019 an den Standorten Berlin und München.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 383 TEUR. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 252 TEUR handelt es sich um ein kurzfristiges Darlehen an die Iyuno Sweden AB, Schweden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 71 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden aufgrund von erteilten Pensionszusagen für drei Personen nach der "Projected Unit Credit Method" gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

durchschnittlicher Marktzins von 2,31% der letzten zehn Jahre (im Vj.: 2,71% der letzten zehn Jahre) für eine Laufzeit von 15 Jahren, bekanntgegeben von der Deutschen Bundesbank,

Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0%, da vertraglich ausgeschlossen,

Sterbetafel nach Prof. Dr. Klaus Heubeck, Richttafeln 2018 G.

Unter Berücksichtigung der angegebenen Annahmen errechnet sich eine Gesamtrückstellungshöhe von 872 TEUR (im Vj.: 890 TEUR). Die Rückstellung eines Anwärters wurde mit einem zur Absicherung der Pensionsschuld aktivierten Vermögenswert saldiert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung zum durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung zum durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 43 TEUR.

TEUR
Anschaffungskosten Aktivwert (ursprünglich) 648
Erfüllungsbetrag der rückgedeckten Pensionsrückstellung 660
Zeitwert Aktivwert zum 31.12.2020 -194
Erfüllungsbetrag der nicht rückgedeckten Pensionsrückstellungen 212
Ausweis Pensionsrückstellung 31.12.2020 678

Die Kapitalrücklage erhöht sich durch den Zugang aus der Verschmelzung (side-Merger) um 2.234 TEUR auf 2.236 TEUR (im Vj.: 2 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die Personalkosten, Rückbau- und Aufbewahrungsverpflichungen sowie Projektkosten in Arbeit befindlicher Aufträge und Abschluss- und Prüfungskosten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und geleisteten Sicherheiten stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten Gesamt
TEUR
Unter 1 Jahr
TEUR
2 bis 5 Jahren
TEUR
Über 5 Jahren
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.101 568 1.108 425
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 569 569 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.173 1.173 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 138 60 78 0
sonstige Verbindlichkeiten 69 69 0 0
4.050 2.439 1.186 425

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellten sich im Vorjahr wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten Gesamt
TEUR
Unter 1 Jahr
TEUR
2 bis 5 Jahren
TEUR
Über 5 Jahren
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.786 605 841 340
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 939 939 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.058 1.058 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 73 73 0 0
3.856 2.675 841 340

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 320 TEUR (im Vj: 0 TEUR). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. 138 TEUR (im Vj: 0 TEUR) handelt es sich vollumfänglich um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Bis zur vollständigen Rückzahlung eines Darlehens der Investitionsbank Berlin, die in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ist, wurden der Bank als Sicherheit Forderungen abgetreten, die zum Jahresende 114 TEUR (im Vj.: 14 TEUR) betragen.

Die darüber hinausgehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Rahmen einer Globalzession zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten abgetreten.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich aus nationalen Erlösen i.H.v. 7.239 TEUR, Erlösen aus dem übrigen Gemeinschaftsgebiet i.H.v. 5.750 TEUR und Erlösen aus dem Drittland i.H.v. 5.618 TEUR zusammen. Die dabei im Rahmen der Verschmelzung übernommenen Erlöse der Scalamedia Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mbH betragen 8.308 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 149 TEUR (im Vj.: 101 TEUR), Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen i.H.v. 25 TEUR (im Vj.: 0 TEUR) und übrige periodenfremde Erträge von 44 TEUR (im Vj.: 17 TEUR). Sie enthalten auch Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen von 6 TEUR (im Vj.: 5 TEUR). Die Erträge aus Währungsumrechnungen betragen 2 TEUR (im Vj.: 1 TEUR).

Der Ausweis in den Materialaufwendungen (Aufwendungen für bezogene Leistungen) umfasst bezogene Dienstleistungen für Sprecher, Autoren etc.

Die Personalkosten umfassen die Standorte Berlin und München und betragen insgesamt 5.092 TEUR (im Vj.: 3.234 TEUR).

Neben planmäßigen Abschreibungen i.H.v. 658 TEUR (im Vj.: 426 TEUR) wurden außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. 153 TEUR (im Vj.: 0 TEUR) bezüglich der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 26 TEUR (im Vj.: 73 TEUR), Aufwendungen für Währungsumrechnungen i.H.v. 14 TEUR (im Vj.: 0 TEUR) sowie Aufwendungen für die Restrukturierung von 0 TEUR (im Vj.: 65 TEUR).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 20 TEUR (im Vj.: 23 TEUR). Zinsen aus der Aufzinsung abgezinster Rückstellungen betragen 4 TEUR (im Vj.: 0 TEUR).

VI. Sonstige Angaben

1. Konzernabschluss

Unsere Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Iyuno Sweden AB, Schweden und der Iyuno Sweden Holding II AB, Schweden, das gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist. Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Iyuno Sweden AB als kleinster Konsolidierungskreis und der Iyuno Sweden Holding II AB als größter Konsolidierungskreis einbezogen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den folgenden Positionen:

Miet- und Pachtverträge 8.157 TEUR,

Leasingverträge 14 TEUR,

übrige Verpflichtungen 215 TEUR.

Davon sind insgesamt 1.006 TEUR innerhalb eines Jahres fällig.

3. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter ohne Geschäftsführung, Auszubildene und Pensionäre belief sich auf 94 (Vj.: 61).

Davon:

Verwaltung 12
Produktion 77
Sonstige 5

4. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten an:

Marcus Dröscher (bis Juni 2020), Dipl. Betriebswirt FH, wohnhaft in Berlin

Dr. Martina Berninger-Radel (bis Juni 2020), promovierte Betriebswirtin, wohnhaft in Berlin

Jens Krüger (seit Juli 2020), Haupttätigkeit als Geschäftsführer der Iyuno Germany GmbH , wohnhaft in Berlin

Andrew Philip Alden Court (seit November 2020), Haupttätigkeit als Geschäftsführer (CFO) der Iyuno UK Ltd. , wohnhaft in London

Shaun Gregory (seit November 2020), Haupttätigkeit als Geschäftsführer (CEO) der Iyuno UK Ltd., wohnhaft in London

Seung Hee Yoo (seit November 2020), Haupttätigkeit als Geschäftsführerin (COO) der Iyuno UK Ltd., wohnhaft in London

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der ehemaligen Geschäftsführung wurde ebenfalls die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

5. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss 2020 in Höhe von 122 TEUR und der Gewinnvortrag in Höhe von 560 TEUR werden auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Nachtragsbericht

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2020 wird die weltweite wirtschaftliche Lage durch das COVID 19 Virus stark negativ beeinflusst. Auch der Medienmarkt ist hierdurch betroffen. Verschiedene Originalproduktionen wurden vorübergehend gestoppt. Die Verschiebung von Originalproduktionen wird auch im Geschäftsjahr 2021 einen negativen Einfluss auf die Umsatz- als auch Ergebnissituation haben. Um dies zu kompensieren, sind Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet worden. Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung die aktuelle Situation schwierig, jedoch nicht als bestandsgefährdend ein.

 

Berlin, den 12. Februar 2021

Jens Krüger, Geschäftsführer

Andrew Court, Geschäftsführer

Shaun Gregory, Geschäftsführer

Seung Hee Yoo, Geschäftsführerin

Anlagespiegel

Anschaffungs -/ Herstellungskosten
Stand zum 01.01.2020
EUR
Zugang durch Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand zum 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 261.187,97 0,00 0,00 0,00 0,00 261.187,97
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.078,03 25.767,07 935,00 0,00 0,00 52.780,10
287.266,00 94.380,18 935,00 0,00 0,00 382.581,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.431,33 1.630,05 0,00 0,00 0,00 17.061,38
2. technische Anlagen und Maschinen 2.184.857,96 486.059,23 126.767,82 0,00 0,00 2.797.685,01
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.060.057,66 1.671.451,46 125.936,62 0,00 701.559,79 4.559.005,53
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 337.500,30 364.059,49 0,00 -701.559,79 0,00
4.260.346,95 2.496.641,04 616.763,93 0,00 0,00 7.373.751,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00 0,00 -1,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 14.635,86 0,00 0,00 0,00 14.635,86
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 32.702,81 0,00 6.250,60 0,00 0,00 38.953,41
4. Genossenschaftsanteile 520,00 0,00 0,00 0,00 0,00 520,00
33.223,81 14.635,86 6.250,60 -1,00 0,00 54.109,27
Summe Anlagevermögen 4.580.836,76 2.605.657,08 623.949,53 -1,00 0,00 7.810.442,37
Abschreibungen
Stand zum 01.01.2020
EUR
Zugang durch Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand zum 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 68.928,97 0,00 192.243,00 0,00 0,00 261.171,97
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.623,50 22.293,07 5.808,00 0,00 0,00 48.724,57
89.552,47 90.906,18 198.051,00 0,00 0,00 378.509,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.563,33 1.629,05 1.103,00 0,00 0,00 4.295,38
2. technische Anlagen und Maschinen 694.624,96 435.156,23 238.776,82 0,00 0,00 1.368.558,01
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 552.569,95 744.723,46 372.504,41 0,00 0,00 1.669.797,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.248.758,24 1.181.508,74 612.384,23 0,00 0,00 3.042.651,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.338.310,71 1.272.414,92 810.435,23 0,00 0,00 3.421.160,86
Buchwerte
Stand zum 31.12.2020
EUR
Stand zum 31.12.2019
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16,00 192.259,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.055,53 5.454,53
4.071,53 197.713,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.766,00 13.868,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.429.127,00 1.490.233,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.889.207,71 1.507.487,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
4.331.100,71 3.011.588,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00
2. sonstige Ausleihungen 14.635,86 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 38.953,41 32.702,81
4. Genossenschaftsanteile 520,00 520,00
54.109,27 33.223,81
Summe Anlagevermögen 4.389.281,51 3.242.526,05

sonstige Berichtsbestandteile

 

Berlin, 12.02.2021

gez.

Jens Krüger

Andrew Court

Shaun Gregory

Seung He Yoo

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.03.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Iyuno Germany GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Iyuno Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Iyuno Germany GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. Februar 2021

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