Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 6840
Vorher
EBnedgeinRnöRtöutnugng Askari Brüggemann Angelsport GmbH
Eingetragen
8.7.2004
Branche
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörGroßhandel mit TextilienGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Unternehmensgegenstand von Amts wegen berichtigt. Der Import und Export, der Einzelhandel, der Großhandel und der Versandhandel von Sportartikeln sowie Bekleidung und Ausrüstung hierzu.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Dirk Buran
seit 10.7.2024
Prokura
Paul Lukas Roskosch
seit 10.7.2024
Prokura
Jannes Ladewig
seit 9.2.2022
Prokura
Ines Wawrzyn
seit 9.2.2022
Prokura
Hendrik Brüggemann
seit 1.2.2016
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Askari Sport GmbH

Lüdinghausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes einschließlich des Geschäftsjahresergebnisses

1. Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2021 hat sich das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 % erhöht (https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/deutsche-wirtschaft-waechst-2021-um-2-7-prozent-883750).

Aufgrund des seit Februar 2022 ausgebrochenen Kriegs zwischen der Ukraine und Russland ist für die Gesamtwirtschaft eine deutliche Inflation spürbar. Derartige Entwicklungen beeinflussen nachhaltig die Kaufentscheidung unserer Kunden; eine Kaufzurückhaltung der Kunden ist deutlich erkennbar.

Insgesamt halten sich Kunden bei größeren Anschaffungen zurück. In Folge dessen ist branchenweit mit weiterhin erhöhten Lagerbeständen zu rechnen. Einen erhöhten Preisverfall erwartet die Gesellschaft jedoch aufgrund des weitestgehend trendunabhängigen Markts nicht.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Askari Sport GmbH ist im Inland Marktführer. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Versandhandel für Angelsport, Jagd und Outdoor. Hierzu werden im Jahr rd. 11,2 Mio. (Vorjahr 10,6 Mio.) Kataloge/Mailings herausgeben. Der Internetverkauf entwickelt sich weiterhin positiv, so dass im Geschäftsjahr 2021 der Umsatz um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte.

Das Unternehmen verfügt aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit und Erfahrungen über ausgezeichnete Lieferantenbeziehungen und -kontakte sowie über einen großen Kundenstamm. Das Sortiment wird ständig an die Kundenwünsche angepasst sowie Markttrends kurzfristig erfasst. Dies spiegelt sich im aktuellen Sortiment wider.

3. Geschäftsjahresergebnis

Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,348 Mio. € bzw. um 61,3 % gemindert. Dies ist insbesondere auf die steigenden Frachtkosten zurückzuführen.

4. Beschaffung

Waren werden größtenteils bei Stammlieferanten bezogen, zu denen seit vielen Jahren eine gute Geschäftsbeziehung besteht. Aufgrund des umfangreichen Sortiments besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten.

Die strikte null - Covid Strategie der chinesischen Regierung führt auch noch in 2022 zu Lieferverzögerungen (https://www.derstandard.at/story/2000140655799/zero-covid-politik-in-china-klar-ist-nur-der-hohe). Schon eine geringe Anzahl an Infizierten hat die chinesische Regierung dazu veranlasst mit lock-down Anordnungen größere Städte und Teile von Provinzen für das öffentliche Leben zu schließen und damit auch die Produktion in den Fabriken unmöglich zu machen. Hier handelt es sich nicht nur um wenige Wochen, sondern manchmal sogar um wesentlich längere Zeiträume (https://www.handelsblatt.com/politik/international/pandemie-china-groesster-lockdown-seit-wuhan-legt-millionenstadt-xian-nach-corona-ausbruch-lahm-unternehmen-im-notbetrieb/27921630.html).

Geschäftspartner in China waren/sind teilweise direkt betroffen, aber auch deren Abhängigkeiten von Vorlieferanten hat die Produktion zum Stillstand gebracht. Bestätigte Liefertermine konnten und können dadurch nicht eingehalten und daraus resultierende Lieferverzögerungen müssen von uns in Kauf genommen werden.

Auswirkungen der lock-down Maßnahmen waren/sind auch in Häfen und auf den Transportwegen zu den Häfen spürbar. Abholungen beim Lieferanten und Anlieferungen in den Häfen waren/sind oft nicht möglich, wenn Waren durch Gebiete transportiert werden müssen, die gesperrt waren (https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/lieferketten-hafen-schanghai-im-lockdown-wie-die-lehren-aus-der-pandemie-jetzt-helfen/28213190.html).

Häfen wurden/werden ebenfalls ganz oder teilweise gesperrt. Die daraus entstandenen Schiffsstaus vor den Häfen Chinas haben zu massiven Verzögerungen bei der Verladung und dem Transport nach Europa geführt. Daran anschließende Schiffsstaus vor den für die Gesellschaft relevanten Ankunftshäfen Rotterdam und Hamburg haben die Lieferzeiten der bestellten Waren dann noch einmal verzögert (https://www.technik-einkauf.de/einkauf/logistik-supply-chain/china-schliesst-seinen-zweitgroessten-hafen-in-ningbo-362.html).

5. Investition

Die Gesellschaft verfügt über 12 Fachmärkte. Im Mai 2021 wurde am Standort Würselen in Nordrhein-Westfalen ein weiterer Fachmarkt eröffnet. Im Verlauf des Geschäftsjahres investierte die Askari Sport GmbH in die neue Ladeneinrichtung am Standorte Würselen. Der Fachmarkt Bremen hat einen neuen Standort erhalten. Die Inneneinrichtung des ehemaligen Objekts konnte weitestgehend nicht übernommen werden und wurde daher neu angeschafft.

Der Fachmarkt in Lüdinghausen wurde renoviert. Beleuchtungsanlage und Inneinrichtung wurde in Teilen ausgetauscht und neu gekauft. Im Logistik-Center wurde ein neuer Kompressor angeschafft.

Weiterhin wurden die ersten Anzahlungen für das Regalsystem und die Erweiterung der Kommissionieranlage für den IV. Bauabschnitt am Logistik-Center in Lüdinghausen getätigt. Die Fertigstellung des Bauabschnitts ist für das Jahr 2022 geplant.

6. Finanzierungsmaßnahmen und Finanzierungsvorhaben

Die gute Liquiditätslage des Unternehmens ermöglichte die Erhöhung des Materialbestandes und die damit einhergehende Erhöhung der Kapitalbindung durch steigende Einkaufspreise. Der Liquiditätsbedarf wurde im Wesentlichen aus Eigenmitteln plus kurzfristigem Fremdkapital gedeckt. Weitere Finanzierungen werden für den IV. Bauabschnitt am Logistik-Center in Lüdinghausen geplant.

7. Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2021 durchschnittlich 117 Mitarbeiter., die sich aus Vollzeit-, Teilzeit-, Ausbildung- und Aushilfsbeschäftigungsverhältnissen zusammensetzten.

Die Gehälter der Mitarbeiter wurden zum 01.01.2021 um 2 % angepasst.

Im Rahmen der Covid-19-Pandemie mussten aufgrund gesetzlicher Bestimmungen auch im 1. Quartal 2021 die Fachmärkte teilweise ganz geschlossen bleiben bzw. konnten lediglich im Rahmen von Click & Collect verkaufen. Aufgrund der räumlichen Distanz der Fachmärkte zum Hauptsitz der Askari Sport GmbH konnte das Personal nicht anderweitig eingesetzt werden. Aus diesem Grund wurde für die betroffenen Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt.

Weiterhin sind die Tantiemen für die Geschäftsführer aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr geringeren Jahresabschlussergebnisses deutlich gesunken.

II. Darstellung der Unternehmenslage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Askari Sport GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.318 T€ erhöht, was einem prozentualen Anteil von 11,9 % entspricht. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der fertigen Erzeugnisse und Waren gegenüber dem Vorjahr um 4.234 T€ zurückzuführen.

Da die Immobilien gepachtet sind, beträgt der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme nur 8,2 % (Vorjahr: 4,5 %).

Das Eigenkapital ist mit einer Minderung um 8 T€ auf einem stabilen Niveau. In 2021 hat eine Gewinnausschüttung über 860 T€ stattgefunden. Die Eigenkapitalquote beträgt 40,6 % (Vorjahr: 45,4 %).

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen durch Steuernachzahlungen (992 T€) und eines vom Geschäftsführer gewährten Darlehen über 700 T€ zu erläutern.

2. Finanzlage

Die statische Liquiditätsbetrachtung der Gesellschaft ergibt folgendes Bild:

31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
liquide Mittel 1.026 4.549
jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten 0 0
= Liquidität I. Grades 1.026 4.549
Vorräte und sonstige kurzfristige Forderungen 18.930 14.258
Lieferanten- und kurzfristige Schulden -11.283 -8.512
= Liquidität II. Grades 8.673 10.295
mittelfristige Forderungen 0 0
mittelfristige Schulden -526 -947
= Liquidität III. Grades 8.147 9.348

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -1.275 T€. Die Ermittlung erfolgt unter Anwendung des DRS 21.

Die Gesellschaft verfolgt weiterhin eine konservative Finanzierungsstrategie. Die Expansion wird weitgehend durch eigene Mittel finanziert.

Darlehen werden zu festen Zinssätzen abgeschlossen und es gibt keine derivativen Finanzinstrumente.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, mit Hilfe der eingeräumten Kreditlinien ihren Zahlungsverpflichtungen vollständig und termingerecht nachzukommen.

3. Ertragslage

Obwohl der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % (Vorjahr: 17,1 %) gestiegen ist, ist der Rohertrag um 1.205 T€ gesunken. Die steigenden Frachtkosten konnten nicht durch fakturierte Umsätze kompensiert werden.

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich von durchschnittlich 120 auf 117 Personen reduziert. Neben den geringeren Tantiemen für die Geschäftsführung führt dies zu einer Senkung der Personalkosten um 354 T€.

III. Voraussichtliche Entwicklungen mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein Umsatzrückgang erwartet. In den ersten Monaten gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatz bereits gesunken. Begründet ist dieser Rückgang zum einen durch das Ende der Covid-19-Pandemie. Während der Pandemie konnte der Onlinehandel insgesamt ein erhöhtes Wachstum verzeichnen. Dieses Wachstum ist nun wieder auf das vorpandemische Niveau zurückgekehrt.

Zusätzlich ist die inflationsbedingte Kaufzurückhaltung bei den Kunden in den Umsätzen ablesbar und wird sich voraussichtlich auf unbestimmte Zeit fortsetzen. Daher erwartet die Gesellschafter einen weiterhin sehr volatilen Geschäftsverlauf.

Erste positive Anzeichen bzgl. der Preisentwicklung zeigen sich jedoch in den inzwischen wieder auf das Niveau von 2019 gesunkenen Kosten für Seefrachten/Transporte. Hierdurch können weitere Preissteigerungen zu Lasten der Kunden abgemildert und somit einer weiteren Hemmung der Kaufkraft entgegengewirkt werden.

Insgesamt rechnet die Gesellschaft für das Jahr 2022 mit einem deutlich gesunkenen Jahresergebnis, da die Unsicherheit angesichts der Corona-bedingten Störung der Lieferketten und des ungelösten Ukraine-Konfliktes größer ist als je zuvor.

Für die Folgejahre strebt die Gesellschaft jedoch wieder ein kontinuierliches Wachstum der Umsätze, verbunden mit leicht steigenden Ergebnissen, an.

Aus dem laufenden Geschäft sind derzeit grundsätzlich keine wesentlichen Risiken zu erwarten.

III. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2021

Nach Abschluss des Geschäftsjahres zum 31.12.2021 liegen keine Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung vor, mit Ausnahme der beschriebenen Corona-Pandemie sowie dem Ukraine-Konflikt.

 

Lüdinghausen, den 31. März 2022

Geschäftsführung

gez. Paul Brüggemann

gez. Hendrik Brüggemann

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 1.788.788,00 876.303,73
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 124.663,00 138.532,00
II. Sachanlagen 1.663.965,00 737.611,73
III. Finanzanlagen 160,00 160,00
B. Umlaufvermögen 19.955.891,28 18.550.753,24
I. Vorräte 16.764.684,67 12.278.603,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.165.009,87 1.723.675,36
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.026.196,74 4.548.473,89
Bilanzsumme, Summe Aktiva 21.744.679,28 19.427.056,97

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 8.823.837,95 8.832.336,06
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 7.872.336,06 6.531.289,88
III. Jahresüberschuss 851.501,89 2.201.046,18
B. Rückstellungen 2.271.447,89 3.074.498,99
C. Verbindlichkeiten 10.647.518,44 7.517.096,92
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.875,00 3.125,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 21.744.679,28 19.427.056,97

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 25.079.903,82 25.909.292,55
2. Personalaufwand 4.193.924,43 4.548.626,87
a) Löhne und Gehälter 3.475.507,59 3.852.584,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 718.416,84 696.042,81
davon für Altersversorgung 62.906,84 72.201,56
3. Abschreibungen 432.155,93 474.125,71
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 432.155,93 474.125,71
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 19.056.988,76 17.571.615,82
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9,60 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.292,75 8.905,91
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.220,30 53.779,61
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 503.414,86 1.069.004,27
9. Ergebnis nach Steuern 851.501,89 2.201.046,18
Jahresüberschuss 851.501,89 2.201.046,18

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Auf fremde Währungen lautende Beträge werden mit dem Umrechnungskurs am Bilanzstichtag bewertet.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten. Mängel in der Beschaffenheit und/

oder Gängigkeit, wie z. B. Unbrauchbarkeit, Überalterung, Beschädigung, Unverkäuflichkeit, Restmengen, Überbestände etc., wurde durch eine pauschale Abwertung Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet und von den Forderungen abgesetzt.

Die liquiden Mittel sind bis auf die Fremdwährungskonten mit dem Nennwert angesetzt. Die Fremdwährungskonten werden mit dem Tageskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Pensionsrückstellungen werden nach der PUC-Methode mit einem Rechnungszins von 2,30 % p. a. nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Der Zinssatz basiert auf einem der Laufzeit der Verpflichtung entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Die Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB wurde angewandt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf € 39.248,00 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 4.871,68 (Vorjahr. € 130.000,00) enthalten. Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 2.447.300,00 (Vorjahr. € 1.368.380,00), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 30.454,32 (Vorjahr. € 265.280,78) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 570.665,38 (Vorjahr. € 696.231,52) enthalten.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen € 10.121.298,44 (Vorjahr. € 6.569.796,92). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von € 526.220,00 (Vorjahr. € 947.300,00) von mehr als einem bis zu fünf Jahren. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. in Höhe von € 0,00 (Vorjahr. € 20.548,00).

Für Verbindlichkeiten in Höhe von € 2.447.300,00 (Vorjahr. € 1.368.380,00) sind Sicherheiten, durch die Sicherungsübereignung des Warenlagers, gegeben.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von € 198.672,54 (Vorjahr: € 181.401,18).

DIe Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 26.507,41 (Vorjahr: € 29.600,00).

5. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft ist beim Handelsregister Coesfeld unter der Nummer HRB 6840 eingetragen.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen Bankbürgschaften in Höhe von € 385.653,00 (Vorjahr: € 313.876,79).

Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von jährlich € 1.560.055,00 (Vorjahr: € 1.491.592,00).

Namen der Geschäftsführer

Geschäftsführer im Berichtsjahr waren:

- Paul Brüggemann, Einzelhandelskaufmann,

- Hendrik Brüggemann, Diplomkaufmann und

- Rüdiger Walter bis zum 31.10.2021, Bürokaufmann.

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr betragen € 552.814,25 (Vorjahr: € 1.022.071,00).

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer

Es wurden durchschnittlich 117 (Vorjahr 120) Mitarbeiter beschäftigt.

Termingeschäfte

Zur Absicherung von Währungsrisiken wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften mit einem Gesamtvolumen von € 517.487,31 eingesetzt, die bewertet auf den 31.12.2021 einen Barwert von 12 T€ haben. Die Bewertung erfolgt zum Marktpreis (Bewertungsmethode).

Vor dem Hintergrund, dass es sich um schwebende Geschäfte handelt, ist ein bilanzieller Buchwert nicht vorhanden.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 851.501,89 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsberichterstattung

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag:

Aufgrund derzeitiger Transportmittelengpässe in Fernost ergeben sich wahrscheinlich Umsatzrückgänge in einzelnen Warengruppen. Ein wesentlicher Einfluss auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dürfte sich hieraus nicht ergeben.

Des Weiteren besteht aufgrund des ungelösten Ukraine-Konfliktes eine große Unsicherheit, sodass mit Auswirkungen auf das Geschäft der Gesellschaft gerechnet wird.

Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Lüdinghausen, den 31. März 2022

Geschäftsführung

gez. Paul Brüggemann

gez. Hendrik Brüggemann

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
31.12.2021
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 827.491,75 42.514,00 0,00 870.005,75
II. Sachanlagen        
1. Mietereinbauten 2.525.705,51 0,00 0,00 2.525.705,51
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.062.114,22 1.018.371,45 579.130,31 2.501.355,36
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 311.100,00 0,00 311.100,00
  4.587.819,73 1.329.471,45 579.130,31 5.338.160,87
III. Finanzanlagen        
Genossenschaftsanteile 160,00 0,00 0,00 160,00
Anlagevermögen gesamt 5.415.471,48 1.371.985,45 579.130,31 6.208.326,62
Abschreibungen
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
31.12.2021
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 688.959,75 56.383,00 0,00 745.342,75
II. Sachanlagen        
1. Mietereinbauten 2.014.095,70 115.368,81 0,00 2.129.464,51
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.836.112,30 260.404,12 551.785,06 1.544.731,36
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.850.208,00 375.772,93 551.785,06 3.674.195,87
III. Finanzanlagen        
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 4.539.167,75 432.155,93 551.785,06 4.419.538,62
Restbuchwert
31.12.2021
31.12.2020
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.663,00 138.532,00
II. Sachanlagen    
1. Mietereinbauten 396.241,00 511.609,81
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 956.624,00 226.001,92
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 311.100,00 0,00
  1.663.965,00 737.611,73
III. Finanzanlagen    
Genossenschaftsanteile 160,00 160,00
Anlagevermögen gesamt 1.788.788,00 876.303,73

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

In der Gesellschafterversammlung vom 04.11.2022 wird beschlossen, dass der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2021 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir unter dem Datum vom 30. Oktoberr 2022 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Askari Sport GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Askari Sport GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Askari Sport GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster (Westf.), den 30. Oktober 2022

Dr. Steffen & Partner mbB, Münster
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Steffen, Wirtschaftsprüfer

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