GCP Construction Management GmbH

Wittestraße 30, 13509 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 187012
Vorher
Brillant 2696. GmbHGCP Bau und Baudienstleistungen GmbHSAMEA Bau und Baudienstleistungen GmbH
Eingetragen
24.5.2017
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenArchitekturbüros für HochbauBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
Die Erbringung von Projektsteuerungsleistungen von Bau- und Sanierungsprojekten, die Errichtung, Renovierung, Sanierung und Umbau von Wohnun-gen und Gebäuden oder die Koordination entsprechender Tätigkeiten, ggf. auch durch Dritte für eigene oder fremde Rechnung, sowie die Erbringung von Bau- und Bauberatungsleistungen, auch als Generalunternehmer. Ferner entsprechende Planungs- und Überwachungsleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Barak Cohen
seit 30.8.2022
Geschäftsführer
David Fischer
seit 13.2.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert200.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Blestar LimitedCYP
100.00%
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Blestar Limited
Cyprus
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GCP Construction Management GmbH (vormals: SAMEA Bau und Baudienstleistungen GmbH)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktivseite

31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 128.569,00 169.264,00
Summe Sachanlagen 128.569,00 169.264,00
Summe Anlagevermögen 128.569,00 169.264,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 1.354,60
2. Unfertige Leistungen 1.713.296,57 1.600.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 19.687,21 6.826,89
Summe Vorräte 1.732.983,78 1.608.181,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.350,01 8.366,68
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.384.246,51 3.980.946,89
3. Sonstige Vermögensgegenstände 227.546,34 211.938,72
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.625.142,86 4.201.252,29
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.483.319,22 1.731.475,48
Summe Umlaufvermögen 8.841.445,86 7.540.909,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.065,28 20.462,44
SUMME AKTIVA 8.974.080,14 7.730.635,70

Passivseite

31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Verlustvortrag -275.108,72 -167.023,83
IV. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 798.176,47 -108.084,89
Summe Eigenkapital 5.548.067,75 4.749.891,28
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 237.290,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.082.699,47 583.715,40
Summe Rückstellungen 1.319.989,47 583.715,40
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 376.884,11 831.659,48
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.583.835,31 1.139.714,47
3. Sonstige Verbindlichkeiten 145.303,50 425.655,07
Summe Verbindlichkeiten 2.106.022,92 2.397.029,02
SUMME PASSIVA 8.974.080,14 7.730.635,70

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

2021 2021 2020
1 . Rohergebnis 6.685.200,63 6.695.786,67
2 . Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.081.486,56 -3.294.481,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorung und für Unterstützung -668.538,30 -809.191,44
- davon für Altersversorgung: € 815,40 (Vorjahr: € 815,40)
Summe Personalaufwand -3.750.024,86 -4.103.672,85
3. Abschreibungen
a) auf Sachanlagen -79.407,61 -69.034,65
4 . Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.909.882,88 -2.742.405,25
Betriebsergebnis 945.885,28 -219.326,08
5 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 123.109,16 119.521,32
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 123.109,16 (Vorjahr: € 116.586,32)
6 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -5,92
Finanzergebnis 123.109,16 119.515,40
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -263.459,17 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 805.535,27 -99.810,68
9. Sonstige Steuern -7.358,80 -8.274,21
10. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 798.176,47 -108.084,89

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die GCP Construction Management GmbH (vormals: SAMEA Bau und Baudienstleistungen GmbH) hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (Reg.Nr. HRB 187012).

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft wird 2021 in den Konzernabschluss der Grand City Property S.A., Luxemburg, (kleinster Konsolidierungskreis) sowie der Aroundtown S.A., Luxemburg, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind auf der Internetseite www.grandcityproperties.com bzw. www.aroundtown.de erhältlich.

II. Bilanzierungsmethoden und Bewertungsmethoden

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Der Grundsatz der Vorsicht sowie das Realisationsprinzip und das Imparitätsprinzip wurden beachtet (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB).

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rückstellungen wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen.

Das Sachanlagevermögen ist entsprechend dem Anschaffungskostenprinzip unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten einerseits und Anschaffungspreisminderungen andererseits sowie unter Berücksichtigung zeitanteiliger linearer Abschreibungen bilanziert. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung werden wirtschaftliche Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahre angenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte enthalten im Wesentlichen zum Bilanzstichtag in Arbeit befindliche Aufträge und sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennbetrag vermindert um soweit notwendig Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Liefer- und Leistungsforderungen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, sind als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital stimmt mit den Angaben im Handelsregister sowie den Regelungen im Gesellschaftsvertrag überein. Die Einlagen sind in voller Höhe erbracht. Der Ansatz des Eigenkapitals erfolgt zum Nennbetrag.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag bemessen. Die voraussichtliche Restlaufzeit der Rückstellungen ist jeweils kleiner als ein Jahr. Das Wahlrecht zur Abzinsung von Rückstellungen bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde nicht ausgeübt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens mit den Abschreibungen des Geschäftsjahres 2021 wird im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang aufgegliedert dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 282 (Vorjahr T€ 1) sowie Darlehen in Höhe von T€ 4.102 (Vorjahr T€ 3.980). Die Darlehensforderungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 195 (Vorjahr T€ 195) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen wurden im Wesentlichen für noch ausstehende Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Abschluss- und Prüfungskosten sowie zum Bilanzstichtag noch ausstehende Rechnungen gebildet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von T€ 350 (Vorjahr T€ 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 1.234 (Vorjahr T€ 1.140) sonstige Verbindlichkeiten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 40 (Vorjahr T€ 53) und enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 19 (Vorjahr T€ 79). Die übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 35 (Vorjahr T€ 15).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 66 (Vorjahr T€ 48).

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft bestehen in Form von kurzfristig kündbaren Leasing- und Mietverträgen. Diese belaufen sich für das nachfolgende Geschäftsjahr auf € 211.587.

Die Gesellschaft wurde seit 24. Mai 2017 durch Herrn Eldad Marciano, Geschäftsführer, Berlin, vertreten. Mit Wirkung zum 09. März 2020 wurde Herr Eldad Marciano als Geschäftsführer abberufen. Seit dem 13. Februar 2020 wird die Gesellschaft durch Herrn David Fischer, Geschäftsführer, Berlin, vertreten. Die Gesellschaft wurde am 08. Juli 2022 umbenannt in GCP Construction Management GmbH und zum 30. August 2022 wurde Herr Barak Cohen, Geschäftsführer, Berlin als 2. Geschäftsführer berufen.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 82 (Vorjahr: 88) Mitarbeiter, davon 79 in Vollzeit und 3 in Teilzeit.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Die Jahre 2020 bis 2022 waren von der Corona Krise und deren erheblichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie die Wirtschaft in Deutschland geprägt. Zur Eindämmung der Pandemie wurden ab März 2020 Maßnahmen getroffen, welche zu wesentlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Funktionsfähigkeit von Unternehmen führten.

Des Weiteren haben der Ukrainekrieg ab Februar 2022 sowie die Ende 2023 verstärkten Konflikte und Unsicherheiten in Nahost erhebliche negative Auswirkungen (Konjunktureinbruch, hohe Inflationsraten) auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere in Europa und Deutschland.

Die Krisen hatten bisher keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, gleichwohl sind diese künftig durch negative Entwicklung des Immobiliensektors aufgrund von stark gestiegenen Zinsen und Kosten nicht auszuschließen.

 

Berlin, den 25. September 2024

David Fischer, Geschäftsführer

Barak Cohen, Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte mit Gesellschafterbeschluss vom 21.10.2024.

Übersicht über das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 286.904,51 38.712,61 0,00 325.617,12
286.904,51 38.712,61 0,00 325.617,12
286.904,51 38.712,61 0,00 325.617,12
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.640,51 79.407,61 0,00 197.048,12
117.640,51 79.407,61 0,00 197.048,12
117.640,51 79.407,61 0,00 197.048,12
Buchwerte
Stand 01.01.2021 Stand 31.12.2021
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.264,00 128.569,00
169.264,00 128.569,00
169.264,00 128.569,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Geschäftsmodell, gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld und Geschäftsverlauf

1.1 Geschäftsmodell

Die GCP Construction Management GmbH, vormals SAMEA Bau und Baudienstleistungen GmbH, (nachfolgend die "Gesellschaft" oder "GCP Construction Management" genannt) ist ein verbundenes Unternehmen der Grand City Properties S.A., Luxemburg und ein integraler Bestandteil der GCP-Gruppe. Die GCP Construction Management erbringt, basierend auf Ihrem Geschäftsmodell, Leistungen der Errichtung, Renovierung, Sanierung und des Umbaus von Bauwerken bzw. die Koordinierung und Überwachung von Bau- und Modernisierungsprojekten in ganz Deutschland. Schwerpunktmäßig erfolgen diese Managementleistungen für Gesellschaften des Grand City Properties S.A. Konzerns.

1.2 Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld

Die deutsche Wirtschaft hatte sich über ein Jahrzehnt hinweg kontinuierlich vergrößert, auch wenn das Wachstum deutlich an Dynamik verloren hatte. Im Jahr 2020 verzeichnete das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) erstmals einen Rückgang von 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang war im europäischen Vergleich moderat, da der Durchschnitt im Euro-Raum bei -6,1 % lag. Der Rückgang ist teilweise auf Deutschlands hohe Exportabhängigkeit zurückzuführen, die die Auswirkungen der schwachen Weltwirtschaft verstärkt hat. Die deutsche Konjunktur zeigte sich dabei weiterhin gespalten: Während der private Konsum robust blieb, die Staatsausgaben stiegen und die Bautätigkeit lebhaft war, entwickelten sich die Ausfuhren nur schwach und die Unternehmensinvestitionen blieben sehr gering.

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Das preisbereinigte BIP stieg im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1%. Der deutsche Immobilienmarkt hat sich weiterhin als robust und widerstandsfähig erwiesen.

1.3 Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft konnte ihr Immobilienportfolio weitestgehend konstant halten und profitierte vom Wachstum sowie den Akquisitionen der Grand City Properties S.A. Gruppe, die zu den Hauptauftraggebern der GCP Construction Management gehört, der letzten Jahre. Der Umsatz wurde in etwa auf Vorjahresniveau gehalten.

Dank ihrer ausgezeichneten Reputation und des Konzerns war die Gesellschaft stets in der Lage, den Mitarbeiterstamm zu erweitern und das wachsende Auftragsvolumen effizient zu bearbeiten.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1.243 TEUR auf insgesamt 8.974 TEUR. Dieser Anstieg ist auf der Aktivseite hauptsächlich auf erhöhte Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie einen höheren Bankbestand zurückzuführen. Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss sowie die sonstigen Rückstellungen erhöht.

Neben den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die sich auf 4.384 TEUR belaufen und um 403 TEUR gestiegen sind, bilden die in Arbeit befindlichen Aufträgen, die 1.713 TEUR ausmachen und um 113 TEUR erhöht wurden, die wesentlichen Bestandteile der Aktivseite. Die in Arbeit befindlichen Aufträge betreffen noch laufende Bauprojekte, deren Umsatzerlöse erst im Geschäftsjahr 2022 realisiert wurden. Zusätzlich weist die Aktivseite das Anlagevermögen von 129 TEUR aus, welches überwiegend aus der Möblierung von Arbeiterwohnungen besteht, sowie einen Bankbestand von 2.483 TEUR, der um 752 TEUR erhöht wurde. Diese Entwicklungen sind im Einklang mit dem Geschäftsmodell der Gesellschaft und entsprechen den marktüblichen Standards.

Die wesentlichen Positionen auf der Passivseite sind das Eigenkapital, das sich um den Jahresüberschuss von 798 TEUR auf 5.548 TEUR erhöht hat, sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die auf 1.584 TEUR angestiegen sind (ein Zuwachs um 444 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt etwa 62% (Vorjahr: 61%), der nur geringe Anstieg trotz des erzielten Jahresüberschusses ist auf die gestiegene Bilanzsumme zurückzuführen. Zur Verbesserung der Eigenkapitalquote hatte die Gesellschafterin der GCP Construction Management zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 eine Kapitalrücklage von 5.000 TEUR bereitgestellt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind insgesamt um 735 TEUR auf 522 TEUR gesenkt worden, während sich die Rückstellungen in etwa verdoppelt haben, von 584 TEUR auf 1.320 TEUR. Diese Verbindlichkeiten und Rückstellungen stehen in direktem Zusammenhang mit der operativen Tätigkeit der Gesellschaft.

Die Investitionen in das Anlagevermögen des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen im Wesentlichen Möbel für Arbeiterwohnungen und Werkzeuge / Maschinen, die zur Verfügung gestellt werden.

Die Finanzierung des allgemeinen Geschäftsbetriebes und der Investitionen erfolgte im Geschäftsjahr grundsätzlich aus dem laufenden Geschäftsbetrieb sowie aus Eigenkapital.

2.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1.127 TEUR bzw. 3,5% auf 30.973 TEUR verringert. Die Gesamtleistung der Gesellschaft (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderungen) hat sich im Vorjahresvergleich um rund 3,9% auf 31.086 TEUR (Vorjahr 32.333 TEUR) verringert. Diese minimale Verringerung ist auf eine reduzierte Anzahl betreuter Objekte im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Die Umsatzerlöse setzen sich hauptsächlich aus laufenden Renovierungs- und Sanierungsaufträgen sowie Baubetreuung Fees zusammen. Zusätzlich umfassen sie Erlöse aus dem Einbau von Küchen, die für die weitere Vermietung vorgesehen sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten zum überwiegenden Teil die Erträge aus Sachbezügen der Mitarbeiter für die Nutzung von Kfz und Wohnungen.

Der Materialaufwand belief sich auf 24.638 TEUR und verringerte sich um 1.226 TEUR bzw. 4,7%. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 3.750 TEUR (Vorjahr: 4.104 TEUR) gesenkt worden. Insgesamt hat sich die Summe aus Material- und Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 5,3% und somit nahezu proportional zur Gesamtleistung verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die unter anderem Mietkosten für Mitarbeiterwohnungen einschließlich aller Nebenkosten, Fahrzeugkosten, Reisekosten und andere typische Ausgaben im Zusammenhang mit der regulären Geschäftstätigkeit umfassen, sind im Vergleich zum Vorjahr um 30 % bzw. 833 TEUR auf insgesamt 1.910 TEUR gesenkt worden. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Beratungs- und Serviceleistungen.

Im Ergebnis wurde das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von TEUR 798 (Vorjahr Verlust TEUR 108) abgeschlossen.

Im Vorjahreslagebericht wurden zutreffend ein leichter Umsatzrückgang und ein mit rund T€ 800 erstmals positives Jahresergebnis prognostiziert.

3. Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis definiert.

Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv. Es wurde nach einer Wachstumsphase erstmals ein positives Jahresergebnis erzielt

Durch die Zugehörigkeit zum Grand City Properties S.A. Konzern ist zudem jederzeit gewährleistet, auch cash intensive und größere Investitionen durchführen und damit Chancen am Markt ideal nutzen zu können.

Die liquiden Mittel zur Finanzierung der laufenden operativen Tätigkeit sollen aus den Umsatzerlösen generiert werden, ohne dass es einer zusätzlichen Finanzierung durch die Gruppe bedarf.

Im Hinblick auf die sehr gute Mitarbeiter- und Organisationsstruktur sowie die sehr guten Marktkontakte der Gesellschaft beurteilt die Geschäftsleitung die wirtschaftliche Lage in den Folgejahren auch durchweg als positiv.

4. Internes Kontrollsystem, Chancen und Risiken und Ausblick

Die Gesellschaft erbringt Bau-, Renovierungs- und Sanierungsleistungen für Immobilienbesitzgesellschaften und ist daher den immobilientypischen Risiken sowie der Entwicklung der allgemeinen und branchentypischen Konjunktur ausgesetzt.

Die wesentlichen Risiken bestehen in einer möglichen negativen Entwicklung des Immobiliensektors in Deutschland, die zu rückläufigen Aufträgen führen könnte. Dies könnte geringere Umsatzerlöse und schlechtere Jahresergebnisse zur Folge haben. Weitere Risiken ergeben sich aus der Beschaffungsseite durch steigende Kosten für Materialien und Subunternehmer, bedingt durch Lieferengpässe und hohe Inflation.

Obwohl eine negative Entwicklung der Umsätze und steigende Kosten die Liquiditätslage der Gesellschaft beeinträchtigen könnten, schätzt die Geschäftsleitung dieses Risiko als gering ein. Etwaiger zusätzlicher Liquiditätsbedarf kann durch vorausschauende Planung frühzeitig erkannt und bei Bedarf durch den Konzern gedeckt werden.

Die Gesellschaft hat ein umfangreiches internes Kontrollsystem (IKS) implementiert, um die betrieblichen Abläufe optimal zu steuern und zu überwachen sowie den Risiken des Geschäftsbetriebs angemessen entgegenzutreten.

Kernpunkte des IKS sind die strukturierten Prozesse, welche die internen Abläufe erläutern und feste Regeln und Leitlinien für diese festschreiben. In regelmäßig stattfindenden Strategiemeetings des Managements mit allen Abteilungsleitern wird die Ausrichtung der angebotenen Services sowie die zu erwartende Marktlage analysiert. Darauf aufbauend werden der Personalbedarf und die Kooperation mit externen Dienstleistern geplant und abgestimmt.

Die wesentlichen Chancen der Gesellschaft liegen in einer positiven Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes verbunden mit guter Personalplanung und der vorhandenen Qualifikation der Mitarbeiter. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass für die jeweiligen Immobilien immer die spezifischen und richtigen Entscheidungen getroffen werden. Nachdem das Investitionsvolumen des GCP-Konzerns im Jahr 2021 auf dem Niveau des Vorjahres geblieben ist, konnte auch die GCP Construction Management ihr Geschäft konstant halten.

Die Corona Krise und der Ukrainekrieg hatten bzw. haben auch auf die Grand City Properties S.A. Gruppe Auswirkungen, welche in den veröffentlichten Jahres- und Quartalsabschlüssen ausführlich dargestellt werden. Wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der GCP Construction Management hatten die Corona Krise und der Ukrainekrieg bisher nicht.

Neben den aktuellen Risiken, die sich aus den Auswirkungen der Corona-Krise von 2020 bis 2022 und dem Ukrainekrieg ab Februar 2022 sowie den Ende 2023 verstärkten Konflikte und Unsicherheiten in Nahost ergeben, sowie den inhärenten Risiken der Geschäftstätigkeit, gegen die durch die beschriebenen Prozesse vorgegangen wird, sieht die Geschäftsleitung das Risiko, kontinuierlich qualifiziertes Personal zu finden. Obwohl die Beschäftigungslage in Deutschland während der Krise von 2020/2021 vorübergehend verbessert war und gutes Personal verfügbar war, hat sich dieser Trend nach Überwindung der Krise schnell umgekehrt. Um diesem Risiko zu begegnen, setzt das Management auf die Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds, die strategische Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern und eine starke HR-Abteilung.

Die Umsatzerlöse konnten in den Jahren 2022 und 2023 weitgehend stabil gehalten werden und lagen leicht über dem Niveau von 2021. Nach einem bereits deutlichen positiven Jahresergebnis im Jahr 2021 wurden auch in den Jahren 2022 und 2023 positive Ergebnisse erzielt. Das Management erwartet für 2024 ebenfalls ein positives Ergebnis bei stabilen Umsatzerlösen.

 

Berlin, den 25. September 2024

GCP Construction Management GmbH

David Fischer, Geschäftsführer

Barak Cohen, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die GCP Construction Management GmbH (vormals SAMEA Bau und Baudienstleistungen GmbH), Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GCP Construction Management GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GCP Construction Management GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 25. September 2024

FAIR AUDIT GmbH
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Dennis Schelling, Wirtschaftsprüfer

Axel Backhus, Wirtschaftsprüfer

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