Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 112376
Eingetragen
9.7.1987
Branche
Großhandel mit Blumen und PflanzenEinzelhandel mit Blumen, Pflanzen, Sämereien und DüngemittelnErzeugung von Blumensamen
Gegenstand
Handel mit Blumen, Gewächsen und Pflanzen aller Art und allen damit im Zusammenhang stehenden Artikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rainer Ostmann
seit 27.10.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Blumen Ostmann GmbH

Visbek

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Blumen Ostmann GmbH, 49429 Visbek

I. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Im Jahr 1952 gründete der ausgebildete Gärtner Georg Ostmann das Unternehmen Blumen Ostmann GmbH in Visbek, dem heutigen Stammsitz des Unternehmens. In den 70er und 80er Jahren wurde verstärkt in die Gärtnerei investiert. Es kamen Gewächshäuser, ein Ladengeschäft und eines der ersten Verkaufsgewächshäuser in Niedersachsen hinzu. Mittlerweise wird das Unternehmen durch die nächste Generation von Rainer Ostmann geführt und betreibt inzwischen an fünf Standorten Fachmärkte mit einer Verkaufsfläche von ingesamt über 20.000 m 2. Ein sechster Standort in Oldenburg war im Bau und wurde im März 2021 fertiggestellt und eröffnet.

Ziele und Strategien

Das Geschäftsmodell ist gegenüber den Vorjahren unverändert. In Visbek betreibt das Unternehmen eine der größten und modernsten Endverkaufsgärtnereien der Region, in der jährlich 250.000 Beet- und Topfpflanzen ausschließlich und exklusiv für die eigenen Fachmärkte produziert werden. So können in den eigenen Gartencentern Pflanzen mit ganz besonderer Qualität angeboten werden. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen in diesen Marktsegmenten und gestützt durch hohe Produktkompetenz, kann dem Kunden ein breites und attraktives Sortiment angeboten werden.

Grundlagen der internen Steuerung und Steuerungskennzahlen

Zur Planung und Steuerung des Geschäfts nutzt die Gesellschaft ein Steuerungssystem und baut dieses stetig aus. Zur Bewertung des Geschäftsverlaufs werden hierfür verschiedene Kennzahlen herangezogen. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis.

II. Wirtschaftsbericht

Die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum stagnierte im vierten Quartal 2022. Die zuvor erwartete Kontraktion blieb somit aus. Allerdings brach die private Binnennachfrage ein. Die hohe Inflation, die bestehende Unsicherheit und restriktivere Finanzierungsbedingungen schmälerten die privaten Konsumausgaben und Investitionen; sie gingen um 0,9 % bzw. 3,6 % zurück. Dem Basisszenario zufolge dürfte sich die Wirtschaft in den kommenden Quartalen erholen. Da sich die Angebotsbedingungen weiter verbessern, das Vertrauen kontinuierlich zunimmt und die Unternehmen ihre großen Auftragsrückstände abarbeiten, dürfte die Industrieproduktion wieder anziehen. Steigende Löhne und sinkende Energiepreise werden den Kaufkraftverlust, den viele private Haushalte derzeit infolge der hohen Inflation erleiden, teilweise ausgleichen. Dies wird wiederum die Konsumausgaben stützen. Darüber hinaus ist der Arbeitsmarkt trotz der konjunkturellen Abschwächung nach wie vor robust. Die Beschäftigung erhöhte sich im vierten Quartal 2022 um 3 %, und die Arbeitslosenquote blieb im Januar 2023 auf ihrem historischen Tiefstand von 6,6 %.

Quelle: EZB, Wirtschaftsbericht, Ausgabe 2 / 2023 - Wirtschaftliche, finanzielle und monetäre Entwicklungen

Branchensituation

Der Markt mit Blumen und Pflanzen in Deutschland erreichte besonders in den Corona-Jahren Rekordumsätze von bis zu zehn Milliarden Euro. Im Jahr 2022 hat sich der Umsatz im Gesamtmarkt mit Blumen und Pflanzen jedoch wieder auf ein Vor-Pandemie-Niveau von rund neun Milliarden Euro eingependelt. Die beliebtesten Einkaufsorte für den Kauf von Blumen und Gartenbedarf sind neben Bau- und Heimwerkermärkten, Blumenfachhändler und Fachgartencenter. Schnittblumen sowie Beet- und Balkonpflanzen machen dabei den Großteil der Umsätze aus. Die mit Abstand beliebtesten Schnittblumen der Deutschen sind Rosen - mehr als 1,3 Milliarden Rosen importierte Deutschland 2022 aus dem Ausland.

Der Einzelhandel mit Blumen, Pflanzen, Saatgut und Düngemitteln in Deutschland verzeichnete zuletzt ebenfalls einen starken Umsatzanstieg von rund 19 Prozent auf mehr als 6,3 Milliarden Euro. Und das, obwohl die Anzahl der Einzelhandelsunternehmen der Branche bereits seit Jahren einen stetigen Rücklauf zu verzeichnen haben. Floristen - inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte - stehen in Konkurrenz mit Gartencentern, Filialisten und Supermärkten. So sinkt auch die Anzahl der Auszubildenden zur Floristin oder zum Floristen in Deutschland in den letzten zwanzig Jahren kontinuierlich und lag im Jahr 2021 lediglich bei rund 2.000 (im Vergleich zu 8.100 Azubis im Jahr 2002). Die Anzahl der deutschen Unternehmen im Blumengroßhandel geht ebenfalls zurück, auch wenn die Umsätze auch hier tendenziell steigen: Die rund 1.500 Betriebe setzen zusammen rund 6,2 Milliarden Euro um.

Quelle: Statistia.com vom 7.6.2023

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Absatz- und Umsatzentwicklung

Der Umsatz zum Vorjahr konnte um 5,04% gesteigert werden. Aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten ist abzuwarten, wann der Einzelhandel bzw. der Absatz von nicht notwendigen Artikeln einbrechen wird.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen vornehmlich in Ersatzbeschaffungen in Höhe von TEuro 187 getätigt. Die Investitionen wurden aus dem Cash Flow finanziert.

Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um TEuro 440 auf TEuro 1.757 erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund der gesunkenen Salden gegenüber Unternehmen aus der Ostmann-Gruppe um TEuro 243 und die sonstige Forderungen haben sich um TEuro 210 erhöht. Der Warenbestande hat sich um TEuro 60 leicht vermindert. Verbindlichkeiten gegenüber Banken bestehen nicht. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Personal- und Sozialbereich

Der Personalbestand hat sich von durchschnittlich 183 auf 180 Personen verändert.

Vermögenslage

Die Vermögens- und Finanzlage ist weiterhin zufriedenstellend.

Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zu den Vorjahren zeigt die folgende Übersicht:

30.06.2023 30.06.2022
TEuro % TEuro %
Anlagevermögen 1.582 20,0 1.711 22,5
Umlaufvermögen 6.319 80,0 5.907 77,5
Aktiva 7.901 100,0 7.618 100,0
30.06.2023 30.06.2022
TEuro % TEuro %
Eigenkapital 6.459 81,7 6.203 81,4
Rückstellungen 368 4,7 413 5,4
Fremdkapital 1.074 13,6 1.002 13,1
Passiva 7.901 100,0 7.618 99,9

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Investitionen in Höhe TEuro 187 getätigt. Zeitgleich haben planmäßige Abschreibungen in Höhe TEuro 316 die Buchwerte des Anlagenvermögens gemindert, so dass sich zum Ende des Geschäftsjahres ein Buchwert für das Anlagevermögen von TEuro 1.582 (Vorjahr TEuro 1.711) ergibt.

Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEuro 412 erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der Minderung des Warenbestandes auf TEuro 3.390 (Vorjahr TEuro 3.450) und der Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenständen um TEuro 33, sowie der Erhöhung der Guthaben bei Kreditinstuten um TEuro 440 auf TEuro 1.757.

Die Gesellschaft ist im Wesentlichen durch Eigenkapital finanziert. Durch den Jahresüberschuss konnte das Eigenkapital weiter gesteigert werden, die Eigenkapitalquote ist zum Vorjahr leicht gestiegen (81,7%; Vorjahr 81,4%). Die sonstigen Rückstellungen und das Fremdkapital sind nahezu auf dem Niveau des Vorjahres und betreffen im Wesentlichen Steuern. Die Steuerrückstellungen haben sich aufgrund des schlechteren Jahresergebnisses von TEuro 66 auf TEuro 17 vermindert.

Insgesamt hat sich damit die Bilanzsumme von TEuro 7.618 auf TEuro 7.901 erhöht.

Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

30.06.2023
TEuro
30.06.2022
TEuro
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 999 -612
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -174 -21
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit -385 93
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 440 -540
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.317 1.857
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.757 1.317

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEuro -612 auf TEuro 999 erhöht.

Die Mittelabflüsse für die Investitionstätigkeit liegen mit TEuro -174 über dem Niveau des Vorjahres (TEuro -21).

Der Zugang der Finanzierungstätgkeit ist im Wesentlichen auf die gesunkenen sonstige Vermögensgegenständen zurückzuführen (- TEuro 243).

Insgesamt ergibt sich damit ein Mittelzufluss von TEuro 440. Der Finanzmittelfonds zum Ende Geschäftsjahres beträgt TEuro 1.757 und die Liquiditätslage ist damit weiterhin als gut zu bezeichnen. Alle Zahlungsverpflichtungen konnten erfüllt werden.

Der Finanzmittelbestand umfasst jeweils die Barmittel sowie Guthaben der bei den Kreditinstituten geführten Kontokorrentkonten.

Ertragslage

Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

2022/2023
TEuro
2021/2022
TEuro
Rohertrag 8.862 8.492
Betriebsergebnis 532 331
Finanzergebnis -129 -113
Ergebnis vor Steuern 403 218
Jahresüberschuss 257 125

Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 5,04% gesteigert werden. Die Prognose des Vorjahres von einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse ist damit eingetreten. Wesentlicher Treiber ist der Anstieg der verkauften Mengen im Vergleich zum Vorjahr. Die Materialaufwendungen sind ebenfalls entsprechend angestiegen. Die Materialeinsatzquote als Verhältnis von Materialaufwand zu Umsatzerlösen ist auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt ergibt sich damit ein verbesserter Rohertrag (+ TEuro 370).

Der Anstieg der Personalaufwendungen um + TEuro 264 ist im Wesentlichen auf Lohnanpassungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich zum Vorjahr um TEuro 80 vermindert.

Durch die genannten Effekte konnte damit ein Jahresergebnis von TEuro 257 (Vorjahr TEuro 124) erzielt werden.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Die Planungen konnten in Bezug auf die Ertrags- als auch die Finanz- und Vermögenslage erreicht werden.

Die Geschäftsführung ist mit dem Jahr 2022/2023 zufrieden.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die steigenden Lebenshaltungskosten aufgrund der Inflation und der hohen Engeriekosten führen zu deutlich spürbaren Umsatzrückgängen. Auf nicht lebensnotwendige Artikel des Altags wird der Endverbraucher verzichten bzw. sein Kaufverhalten einschränken. Der Einzelhandel für Blumen und Pflanzen ist auch durch die energieintensive Produktion besonders betroffen.

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im August 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 Prozent gestiegen. Damit ist die Inflationsrate im Vergleich zum Vormonat erneut leicht gefallen, befindet sich jedoch weiterhin auf hohem Niveau. Seit Juli 2021 befindet sich die Inflation in Deutschland auf Rekordniveau. Verantwortlich dafür sind unter anderem Basiseffekte, die auf die coronabedingte Senkung der Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte 2020 und den damit einhergehenden sinkenden Preisen bei vielen Gütern zurückzuführen sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind zudem die Preise für Mineralölprodukte und andere energieerzeugende Rohstoffe stark gestiegen, diese Entwicklung wird durch den Krieg in der Ukraine weiter verstärkt.

Der Ausblick auf die weitere Entwicklung ist derzeit spürbar eingetrübt. Die anhaltend hohen Preissteigerungen für Energie und zunehmend auch andere Güter sowie die länger als erwartet andauernden Lieferkettenstörungen, auch im Zusammenhang mit der Null-COVID-Politik Chinas, belasten die konjunkturelle Entwicklung erheblich. Die weitere Entwicklung bleibt von hoher Unsicherheit geprägt.

Die Geschäftsleitung ist trotzdem zuversichtlich, durch attraktive und gut frequentierte Standorte sowie eine gute Sortimentsqualität mit frischen Waren und einem entsprechenden Service und Beratungskompetenz, weiter erfolgreich am Markt tätig zu sein. Im nun laufenden Geschäftsjahr 2023/2024 planen wir, dass die Umsatzserlöse und das Jahresergebnis jeweils geringfügig gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 gesteigert werden können. Die Prämisse für die Planung und die Entwicklung unserer finanziellen Leistungsindiktatoren für das Geschäftsjahr 2023/204 ist, dass sich die Preissteigerungen im Ein- und Verkauf stabilisieren und sich das Konsumklima nicht weiter eintrübt.

Mit einer starken Kapital- und Liquiditätsbasis ist die Gesellschaft gut ausgestattet.

Neben den branchenüblichen Risiken, Risiken aus der Marktentwicklung, sind wesentliche Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht erkennbar. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Nach der aktuellen Finanzplanung ist die Liquidität der Gesellschaft als gesichert anzusehen. Entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Risiken in der künftigen Entwicklung der Gesellschaft sind nicht erkennbar.

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst alle wesentlichen Bereiche der Unternehmenssteuerung. Ziel des Systems ist die Vermeidung von Schäden sowie die Ermöglichung von Chancen. Wesentliche Risiken im Unternehmen werden identifiziert und im Risikomanagementprozess analysiert und bewertet. Geeignete Gegenmaßnahmen, die das Risiko vermeiden oder minimieren, werden ergriffen und regelmäßig auf ihre Wirksamkeit überprüft.

 

Visbek, den 15. November 2023

Blumen Ostmann GmbH 49429 Visbek

Herr Rainer Ostmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.581.704,96 1.710.825,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6,00 896,50
II. Sachanlagen 1.568.738,96 1.696.969,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.152,00 40.183,00
2. technische Anlagen und Maschinen 159.147,00 164.293,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.310.316,50 1.492.493,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 65.123,46
III. Finanzanlagen 12.960,00 12.960,00
1. Beteiligungen 11.960,00 11.960,00
2. Sonstige Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
B. Umlaufvermögen 6.307.148,01 5.893.872,40
I. Vorräte 3.390.303,26 3.449.562,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.160.335,37 1.127.796,20
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 396.141,53 141.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.756.509,38 1.316.513,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.616,09 12.907,76
Aktiva 7.901.469,06 7.617.605,66

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.458.891,48 6.202.538,17
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,10 51.129,10
II. Gewinnvortrag 6.151.409,07 6.027.254,87
III. Jahresüberschuss 256.353,31 124.154,20
B. Rückstellungen 368.284,00 413.448,00
C. Verbindlichkeiten 1.074.293,58 1.001.619,49
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.074.293,58 1.001.619,49
Passiva 7.901.469,06 7.617.605,66

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.044.315,05 8.659.895,27
2. Personalaufwand 4.235.269,21 3.970.719,27
a) Löhne und Gehälter 3.459.809,76 3.260.041,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 775.459,45 710.677,52
davon für Altersversorgung 49.161,91 40.628,40
3. Abschreibungen 316.105,48 355.535,67
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 316.105,48 355.535,67
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.938.550,62 3.980.315,26
5. Erträge aus Beteiligungen 1.148,00 2.296,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.278,38 17.412,81
davon aus verbundenen Unternehmen 9.835,98 17.406,73
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 142.338,25 132.826,62
davon an verbundene Unternehmen 142.061,25 132.826,62
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 145.630,49 93.470,23
9. Ergebnis nach Steuern 279.847,38 146.737,03
10. sonstige Steuern 23.494,07 22.582,83
11. Jahresüberschuss 256.353,31 124.154,20

Anhang zum 30. Juni 2023

der Blumen Ostmann GmbH, 49429 Visbek

A. Allgemeine Angaben

Bei der Blumen Ostmann GmbH, Visbek, (AG Oldenburg (Oldenburg) HRB 112376) handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im des des § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Darstellung-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist bei behalten.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauern liegen den Abschreibungstabellen der Finanzverwaltung zugrunde. Für die Zugänge wurden zeitanteilig für den Monat des Zugangs und die folgenden Monate Abschreibungen angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu Euro 800,00 wurden entsprechend der steuerlichen Vorschriften im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Sofern der Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert und dem auf die Folgejahre entfallenden Anteil angesetzt.

2. Passiva

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. von § 275 HGB aufgestellt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem dargestellten Anlagenspiegel.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit vom unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenstände sind enthalten, Forderungen

gegenüber nahestehenden Unternehmen Euro 593.915,01
Vorjahr: Euro 836.660,69
aus Steuern Euro 205.287,64
Vorjahr: Euro 143.584,30

3. Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind Versicherungen und Kfz-Steuern in Höhe von TEuro 12 enthalten.

4. Eigenkapital

Das in das Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt DM 100.000,00 (Euro 51.129,10).

5. Rückstellungen

Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen betreffen Abschlusskosten (TEuro 28), Resturlaub/Überstunden (TEuro 163), Kundenboni (TEuro 154) und sonstige Kosten (TEuro 7).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten, Verbindlichkeiten

aus Steuern Euro 361.611,81
Vorjahr: Euro 422.996,30
im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 495,38
Vorjahr: Euro 1.528,59

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Gemäß § 288 HGB braucht der Anhang die Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. § 285 Abs. 4 HGB nicht zu enthalten.

2. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

Von den sozialen Abgaben entfallen Euro 49.161,91 (Vorjahr Euro 40.628,40) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

3. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 142.

E. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von jährlich TEuro 1.677 und aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von jährlich TEuro 69.

2. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

30. Juni 2023 30. Juni 2022
Angestellte 135 135
Aushilfen 34 38
Auszubildende 11 10
Gesamt 180 183

3. Organe der Gesellschaft

Zum Geschäftsführer ist Herr Rainer Ostmann, Gartenbautechniker, bestellt. Er ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird gemäß § 268 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Gewinnverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahresergebnis in Höhe von Euro 256.353,31 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

5. Größenabhängige Erleichterungen

In Bezug auf die Pflichtangaben gem. § 285 HGB werden die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 HGB in Anspruch genommen.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die steigenden Lebenshaltungskosten aufgrund der Inflation und der hohen Engeriekostenführen zu deutlich spürbaren Umsatzrückgängen. Auf nicht lebensnotwendige Artikel des Alltags wird der Endverbraucher verzichten bzw. sein Kaufverhalten einschränken. Der Einzelhandel für Blumen und Pflanzen ist auch durch die energieaufwändige Produktion besonders betroffen.

 

Visbek, den 15. November 2023

Blumen Ostmann GmbH 49429 Visbek

Rainer Ostmann, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.07.2022
Euro
Zugänge
Euro
Stand 30.06.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.632,03 1.009,70 33.641,73
32.632,03 1.009,70 33.641,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 320.719,50 0,00 320.719,50
2. technische Anlagen und Maschinen 203.978,26 7.590,34 211.568,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.100.607,97 113.261,44 3.213.869,41
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 65.123,46 65.123,46
3.625.305,73 185.975,24 3.811.280,97
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 11.960,00 0,00 11.960,00
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 1.000,00
12.960,00 0,00 12.960,00
Anlagevermögen 3.670.897,76 186.984,94 3.857.882,70
Abschreibungen
Vortrag 01.07.2022
Euro
Zugänge
Euro
Stand 30.06.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.735,53 1.900,20 33.635,73
31.735,53 1.900,20 33.635,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 280.536,50 6.031,00 286.567,50
2. technische Anlagen und Maschinen 39.685,26 12.736,34 52.421,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.608.114,97 295.437,94 1.903.552,91
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
1.928.336,73 314.205,28 2.242.542,01
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 1.960.072,26 316.105,48 2.276.177,74
Buchwert Buchwert
30.06.2023
Euro
30.06.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6,00 896,50
6,00 896,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.152,00 40.183,00
2. technische Anlagen und Maschinen 159.147,00 164.293,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.310.316,50 1.492.493,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 65.123,46 0,00
1.568.738,96 1.696.969,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 11.960,00 11.960,00
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
12.960,00 12.960,00
Anlagevermögen 1.581.704,96 1.710.825,50

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.06.2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich nicht auf die (verkürzte) offengelegte Fassung des Jahresabchlusses (§328 Abs. 1a Satz 2 Hs 2 HGB).

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Blumen Ostmann GmbH, Visbek

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Blumen Ostmann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Blumen Ostmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt 'Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Vechta, den 15. November 2023

Freese Feldhaus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Punte, Wirtschaftsprüfer

Jan-Bernd Klöker, Wirtschaftsprüfer

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