Kirschbaum Solutions GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Hummel seit 20.2.2019 | Geschäftsführer |
Kirsten Dr. jur. Röing genannt Nölke seit 20.2.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Change! Energy GmbHHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Change! Energy GmbH1. Grundlagen zur Gesellschaft Die Change! Energy GmbH (CEY) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der natur strom AG. Die CEY ist zum Ende des Berichtsjahrs bundesweit vertreten, der Hauptsitz der Gesellschaft ist Hannover. Die CEY versorgt vornehmlich private, aber auch gewerbliche Endkunden mit Strom und Gas aus Erneuerbaren Energien. Das Unternehmen ist in den Geschäftsbereich Energiebelieferung der Naturstrom-Gruppe integriert, dem zusätzlich noch die Schwestergesellschaften der CEY, die NaturStrom XL GmbH (NSX), die NaturStromTrading GmbH (NST), die NaturStromHandel GmbH (NSH) und die naturstrom vor Ort (NvO) angehören. Zum 31. Dezember 2023 waren bei der CEY 15 Mitarbeiter:innen beschäftigt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 brachte positive Entwicklungen für die Energiebranche und die Energiewende auf mehreren Ebenen mit sich. Die Energiepreiskrise, die die Branche und das gesamte Land im Jahr zuvor fest im Griff hatte, verlor schnell ihren Schrecken. Bereits im Januar setzte eine deutliche Entspannung der Großhandelspreise für Strom und Gas ein, die sich sukzessive auch in spürbar sinkenden Neukundin:innentarifen niederschlug. Währenddessen machte der Zubau der Erneuerbaren deutliche Fortschritte und auch ihr Anteil an der Stromversorgung erreichte neue Rekorde. Der durchschnittliche Großhandelspreis am Kurzfristmarkt der Strombörse lag im vergangenen Jahr bei 95,18 Euro pro MWh. Damit betrug er weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes von 235,45 Euro/MWh und sank auf das Niveau von 2021. Der Mechanismus zur Abschöpfung sogenannter Zufallserlöse der Anlagenbetreiber, um den die Bundespolitik Ende 2022 noch heftig gerungen hatte, wurde angesichts des schnell und deutlich sinkenden Preisniveaus spätestens ab dem Frühling bedeutungslos. Noch signifikanter war der Preisrutsch beim Erdgas: Die durchschnittlichen Preise am Großhandelsmarkt sanken von 124 Euro pro MWh im Jahr 2022 auf Quartalsschnitte zwischen 33 bis 54 Euro pro MWh.Der Stromverbrauch in Deutschland betrug im Berichtsjahr 517,3 Mrd. kWh und somit rund vier Prozent weniger als im Vorjahr (540,2 Mrd. kWh) Der Primärenergieverbrauch sank 2023 sogar noch deutlicher um rund acht Prozent auf 2.997 Terawattstunden (TWh) Neben dem seit vielen Jahren anhaltenden strukturellen Rückgang waren 2023 als kurzfristige Effekte besonders Produktionsrückgänge in der Industrie aufgrund der zunächst noch hohen Energiepreise und der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage sowie Witterungseffekte für die Reduzierung verantwortlich. Infolge des gesunkenen Energieverbrauchs, einer deutlich verringerten Kohleverstromung und der guten Entwicklung der Erneuerbaren Energien fielen Deutschlands Treibhausgasemission 2023 auf 673 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente und damit auf den tiefsten Stand seit 70 Jahren. Das entspricht einem Rückgang um 73 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente gegenüber 2022. Zu diesen erfreulichen Entwicklungen konnten auch die Erneuerbaren Energien beitragen. Ihr Anteil an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland lag 2023 bei 56,0 Prozent und somit 7,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Ihr Anteil am Stromverbrauch, also der Netzlast, betrug 55,0 Prozent (Vorjahr: 48,4 Prozent). Für diese Rekorde waren der starke Zubau im Jahresverlauf sowie günstige Wetterbedingungen verantwortlich. So ist die Einspeisung durch Onshore-Windenergieanlagen deutlich um 18,0 Prozent auf 119,2 TWh gestiegen. Bei der Wasserkraft betrug das Plus aufgrund der erhöhten Niederschlagsmenge 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Mit 1.764 Sonnenstunden im bundesweiten Schnitt war 2023 auch für die Photovoltaik ein durchaus gutes Jahr, auch wenn es nicht an den Rekord von 2022 herankam. Unter dem Strich glichen sich die niedrigere Sonnenscheindauer und der Zubau aus, die Erzeugung blieb mit einem marginalen Minus von 0,1 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Nicht nur die Stromproduktion der Erneuerbaren entwickelte sich positiv, sondern auch ihr weiterer Ausbau. Ein wahres Boom-Jahr war 2023 für die Photovoltaik: Anlagen mit rund 14.000 MW Leistung gingen neu ans Netz, sodass das im Vorhinein als ambitioniert eingeschätzte politische Ziel von 9.000 MW weit übertroffen und der bisherige Rekord aus dem Jahr 2012 mit 7.600 MW geradezu pulverisiert wurde. Auch der Ausbau der Windenergie an Land zog an, wenn auch noch nicht im nötigen Tempo. 745 neue Anlagen mit insgesamt 3.567 MW Leistung wurden errichtet - ein Plus von 48,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 2.405 MW. Anlagen mit rund 7.500 MW wurden zudem neu genehmigt, was eine solide Basis für den künftigen Zubau bedeutet. Der Endkund:innenmarkt für Strom und Gas erfuhr im Jahresverlauf eine deutliche Belebung. Schnell sinkende Preise für Neukund:innen bei zugleich anhaltend hohen Preisen für Bestandskund:innen machten einen Wechsel wieder attraktiv. Insgesamt sanken die durchschnittlichen Arbeitspreise für Haushaltskund:innen nach Erhebungen der Vergleichsplattform Verivox zwischen Januar und Dezember 2023 um rund 21 Prozent von 48,20 Cent pro kWh auf 38,09 Cent pro kWh. Während der durchschnittliche Preis für Neukund:innentarife bei 29 Cent pro kWh lag, verharrten die Bestandskund:innentarife auf einem hohen Niveau von durchschnittlich 46 Cent pro kWh im Jahresmittel. Die gesetzlichen Energiepreisbremsen verloren vor diesem Hintergrund zumindest bei den Neukund:innentarifen schnell ihre Relevanz. 2.2 Geschäftsverlauf Kunden- und Absatzentwicklung Hauptprodukt der CEY sind die unter den Tarifen Ökostrom & Kinderlachen und Ökogas & Kinderlachen vertriebenen Strom- und Ökogasprodukte, die durch Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf als Ökostrom mit sozialem Zusatznutzen vertrieben werden. Die Vertriebsaktivitäten wurden zeit- und testweise und nur in kleineren Kundensegmenten hochgefahren, so dass das noch keine signifikante Auswirkung auf die Absatz- und Kundenentwicklung hat. Zum 31.12.2023 befanden sich ca. 12.600 Strom- und Gaskunden in Belieferung, das entspricht einem Rückgang von fast 2.900 zum Vorjahr. Der Absatz ging ungefähr in gleicher Größenordnung zurück. Die in der Change! Energy vertriebenen Strommengen stammten zu 67% aus Wasserkraftwerken und aus 33% aus Windkraftwerken in Deutschland. 2.3 Ertragslage Die Geschäftsführung beurteilt die Ertragslage der CEY 2023 als gut. Die in der CEY organisierte Marke Change! Energy belieferte rund 10.700 Kundinnen und Kunden mit Ökostrom sowie 1.900 mit Ökogas. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr (13.300 /2.100) liegt daran, dass in der CEY angedachte Methoden des Direktvertriebs nur zeitweise und in kleinen Kundengruppen durchgeführt wurden, so dass keine nennenswerten Zahlen an Neukundenverträgen abgeschlossen werden konnten. Die nachstehende Tabelle fasst die Entwicklung der zentralen Kennzahlen in einer für die Darstellung der Ertragslage modifizierten Form der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahresabschlusses 2023 zusammen.
Tab. 1: Ertragslage 2023 der Change Energy GmbH Die Betriebsleistung lag mit 20,6 Mio. Euro leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 19,5 Mio. Euro). Im Ökogasbereich lag der Absatz bei 34,9 Mio. kWh im Vergleich zu 43,5 Mio. kWh im Vorjahr. Im Ökostrombereich wurden 37,4 Mio. kWh an die Kunden geliefert gegenüber 45,3 Mio. kWh im Vorjahr. Die sonstigen Erträge sanken von 0,25 auf 0,20 Mio. Euro, insbesondere bedingt durch niedrigere Herabsetzung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen (TEUR 19,0, Vj. TEUR 50,0). Die Materialaufwandsquote blieb mit 69,9% ungefähr auf gleichbleibendem Niveau (Vj. 69,8%). Damit lag das Rohergebnis mit 30,1 % ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres (30,2 %). Das gute Ergebnis vor Steuern sank insbesondere aufgrund der etwas höheren Vertriebskosten von 3,94 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,63 Mio. Euro im Jahr 2023. Der Jahresüberschuss sank damit von 2,59 Mio. Euro im Vorjahr um 0,27 Mio. Euro auf 2,33 Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl der CEY lag wie im Vorjahr bei 15. Der Personalaufwand 2023 lag aufgrund der allgemeinen Lohn- und Gehaltsentwicklung über dem Niveau des Vorjahres (0,74 Mio. Euro, Vj. 0,61 Mio. Euro). Die Abschreibungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Kundenwert und liegen planmäßig auf dem Niveau des Vorjahres (0,66 Mio. Euro, Vj. 0,66 Mio. Euro). Die Betriebskosten liegen mit 0,12 Mio. Euro leicht niedriger als im Vorjahr (0,14 Mio. Euro). Die Vertriebskosten stiegen von 0,02 auf 0,66 Mio. Euro. Hauptgrund hierfür waren höhere Kosten für Vertriebsprovisionen an Vertriebspartner (TEUR 651, Vj. TEUR 9). Die Verwaltungskosten waren mit 0,48 Mio. Euro ebenfalls ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 0,47 Mio. Euro). Die Übrigen Sonstigen Aufwendungen sanken von 0,12 Mio. Euro im Vorjahr auf 0,07 Mio. Euro und beinhalten im Wesentlichen Forderungsverluste Strom und Gas (TEUR 68, Vj. TEUR 113). 2.3.1 Finanzlage Das operative Geschäft kann die Gesellschaft bisher und voraussichtlich weiterhin aus der Innenfinanzierung sicherstellen. Die zur Analyse der Finanzlage für das Geschäftsjahr 2023 erstellte und in nachfolgender Tabelle dargestellte Kapitalflussrechnung zeigt in Anlehnung an DRS 21 die Zahlungsströme getrennt nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Als Saldo der Cash-Flow-Rechnung ergibt sich die Veränderung des Finanzmittelbestandes, der die flüssigen Mittel enthält. Die Finanzlage ist weiterhin stabil. Die Zahlungsfähigkeit war auch im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gewährleistet. Aufgrund der vorliegenden stabilen Finanzlage werden keine Liquiditätsrisiken gesehen.
Tab 2: Cash-Flow der Change! Energy GmbH Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von insgesamt 6,68 Mio. Euro liegt im Geschäftsjahr über dem Vorjahreswert von 5,48 Mio. Euro. Bedeutende Einflussgrößen sind die Zunahme der Rückstellungen (+ 0,56 Mio. Euro) und die höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+1,36 Mio. Euro), das Periodenergebnis sowie die gegenüber dem Vorjahr erfolgte Reduzierung der übrigen Aktiva und der übrigen Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (Aktiva -0,35 Mio. Euro/ Passiva -0,31 Mio. Euro), weil wesentliche Zahlungen noch vor dem Stichtag eingegangen bzw. ausgegangen sind. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt +1,89 Mio. Euro (Vj. -0,80 Mio. Euro). Er resultiert aus Zahlungen im Rahmen der kurzfristigen, konzerninternen Finanzdisposition. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist bestimmt durch die planmäßige Tilgung des Darlehens der LBBW in Höhe von 0,60 Mio. Euro. Damit ergibt sich insgesamt eine zahlungswirksame Erhöhung des Finanzmittelfonds um 8,0 Mio. Euro (Vj. 4,10 Mio. Euro). Die Liquidität war auch im Berichtsjahr gesichert, der Finanzmittelfond am Ende des Geschäftsjahres beträgt 13,97 Mio. Euro (Vj. 6,00 Mio. Euro). 2.3.2 Vermögenslage Die Gesellschaft verfügt über ein zufriedenstellendes nominelles Eigenkapital. Aufgrund des Jahresüberschusses 2023 erhöht sich das Eigenkapital auf 5,85 Mio. Euro. Hierdurch hat sich die Eigenkapitalquote auf 31,7 % (Vj. 28,0 %) verbessert.
Tab. 3: Entwicklung Gesamtvermögen der Change! Energy GmbH Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 18,44 Mio. Euro (Vj. 12,59 Mio. Euro), mithin kam es zu einer Erhöhung um 5,16 Mio. Euro. Auf der Aktivseite entfallen davon 4,3% (Vj. 11,6 Prozent) auf das Anlagevermögen und 95,7 Prozent (Vj. 88,4 Prozent) handelstypisch auf das kurzfristige Vermögen. Die liquiden Mittel sind von TEUR 6.000 auf TEUR 13.973 gestiegen. Das Eigenkapital beträgt 5,85 Mio. Euro. Das kurzfristige Fremdkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 12,60 Mio. Euro nach 9,07 Mio. Euro im Vorjahr. Am Gesamtkapital ist das ein Anteil von 68,3 Prozent nach 72,0 Prozent im Vorjahr. Innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist eine Abnahme gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, insgesamt in Höhe von -1,46 Mio. Euro, wobei die Sonstigen Vermögensgegenstände leicht um 0,10 Mio. Euro zurückgegangen sind und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund höherer Tarifpreise um 0,53 Mio. Euro zugenommen haben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um 1,90 Mio. Euro vermindert. Die Summe der Verbindlichkeiten liegt über dem Niveau des Vorjahres (+ 1,32 Mio. Euro) Die Rückstellungen liegen ebenfalls mit 2,86 Mio. Euro um 1,50 Mio. Euro über Vorjahresniveau. 2.3.3 Finanzielle Leistungsindikatoren Die CEY zieht für die interne Unternehmenssteuerung unter anderem die Kennzahlen Umsatzrendite und Cash-Flow heran. Die Umsatzrendite wird mit dem Jahresüberschuss im Verhältnis zu den Umsatzerlösen berechnet. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der vorstehend erläuterten Sachverhalte von 13,3 % auf 11,3 % vermindert. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag gegenüber dem Vorjahr aufgrund der vorstehend beschriebenen Sachverhalte mit + 6,68 Mio. Euro über dem Vorjahr (Vj. + 5,48 Mio. Euro). Zusammengefasst beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der CEY als gut. 2.3.4 Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren Die CEY verfolgt eine konsequente Nachhaltigkeitsstrategie in allen Ihren Aktivitätsfeldern. Die einzelnen Maßnahmen besonders im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit werden dabei auch direkt von den Mitarbeiter:innen entwickelt und kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus unterstützt die CEY soziale Projekte im Rahmen der Produkte Ökostrom & Kinderlachen und Ökogas & Kinderlachen. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Beschreibung des Risikomanagements Das Risikomanagement von natur strom und Change! Energy GmbH zielt auf die Erkennung, Analyse und Bewertung der unternehmerischen Risiken sowie die Steuerung geeigneter Maßnahmen, um den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Im Rahmen der Erstellung der Quartalsberichte an den Aufsichtsrat berichten die Fachabteilungen hierzu regelmäßig an den Vorstand. Darüber hinaus werden die Risiken aus dem Energiehandel, der Beschaffung und der Belieferung in regelmäßigen übergreifenden Meetings behandelt. Entwicklungen werden anschließend im Kreis des Vorstands von natur strom diskutiert und die Entscheidungen abgestimmt. Die Aufteilung des Gesamtgeschäfts auf fünf Geschäftsfelder hat sich dabei bewährt, um Risiken spezifischer in den Blick zu nehmen und geeignete Maßnahmen zielgenauer zu entwickeln. Besonders hervorzuheben ist die methodische Aufbereitung des Risikomanagements im mengen- und prozessgetriebenen Geschäftsfeld Energiebelieferung inklusive des flankierenden Energiehandels, für das es ein ausführliche Risikohandbuch gibt. Besonders wichtig waren im Geschäftsjahr 2023 darüber hinaus die abteilungsübergreifenden Meetings, die sowohl regelmäßig als auch anlassbezogen stattfanden und in denen die besonderen Herausforderungen des Geschäftsjahres, u. a. durch die sinkenden Strom- und Gas-Einkaufspreise, intensiv mit dem Vorstand besprochen und beraten wurden. Neue Beschlüsse wurden ins Risikohandbuch aufgenommen, das inklusive Vorgehensweisen und Zuständigkeiten systematisch fortgeschrieben wurde. Dies hat es dem Unternehmen u. a. ermöglicht, im Frühjahr die Folgen der steigenden Sicherheitsanforderungen der Handelspartner im Zuge der sinkenden Preise an den Terminmärkten sicher zu bewältigen. Ebenfalls zu nennen sind die Maßnahmen zur Steuerung der IT-Security-Risiken. Die Steuerung aller Maßnahmen wird mit einem externen IT-Security-Berater abgestimmt, der neu unter Vertrag genommen wurde. Um Ertrags- und Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten, helfen der Geschäftsleitung eine detaillierte Planung, entsprechende Plan-Abweichungsanalysen sowie ein wöchentliches Liquiditätscontrolling und ein detailliertes Berichtswesen im Rahmen von quartalsweisen Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA). Diese Instrumente des Controllings werden vom Vorstand der natAG auch genutzt, um den Aufsichtsrat über die jeweils aktuelle Geschäfts- und Risikosituation zu informieren. Seit einigen Jahren werden außerdem die Risiken aus der Mitarbeiter:innen-Fluktuation verstärkt in den Fokus genommen, unterstützt von einem regelmäßigen Berichtswesen über die Fluktuation und die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Mitarbeiter:innen-Entwicklung und -Bindung sowie zur Stärkung der Arbeitgeber-Marke und zur Optimierung des Recruitings. 3.2 Einzelrisiken 3.2.1 Besondere rechtliche Chancen und Risiken Liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht vor. 3.2.2 Operative Risiken und Chancen Die operativen Risiken teilen sich primär in zwei Gruppen auf: Einerseits Risiken auf der Absatzseite, wie der Ausfall von großen oder vielen Kunden, andererseits auf der Beschaffungsseite, wie offene Mengen bei stark steigenden Preisen. Risiken auf der Absatzseite: Die CEY beliefert weiterhin zum Großteil Privatkund:innen. Es musste daher damit gerechnet werden, dass die Auswirkungen der erhöhten Inflation zunächst ganz allgemein das Wachstum bremsen und das Risiko von Zahlungsausfällen erhöhen würden. Die Kund:innen leisten allerdings monatliche Abschläge, wodurch die Einzelausfallrisiken in Summe begrenzt sind. In einem neuen Vertriebs- Segment wurden Geschäftskunden in den Sparten Strom und Gas gewonnen. Durch den höheren Verbrauch dieser Gruppe erhöht sich das Einzelrisiko eines Zahlungsausfalls, dieses ist aber aus Sicht der Geschäftsführung durch das konsequente Forderungsmanagement beherrschbar. Das Unternehmen setzt einen klaren Schwerpunkt darauf, die Kund:innenzufriedenheit durch hohe Servicequalität zu sichern und die Abwicklungsprozesse effizient zu gestalten. Diesem Bemühen standen im Geschäftsjahr 2023 die teilweise sehr kurzfristigen Maßnahmen der Bundesregierung, insbesondere die Preisbremsen, entgegen. Diese sollten die Folgen der Energiepreiskrise für die Verbraucher abfedern, waren aber im Detail sehr schwer zu vermitteln. Hinzu kam eine hohe Anzahl von Klärfällen, u. a. durch die teilweise veraltete Datenqualität der Netzbetreiber. Risiken auf der Beschaffungsseite: Die Erfahrungen mit den extremen Preissteigerungen aus 2021/22 haben die Wahrnehmung für die sich daraus ergebenden Risiken deutlich gestärkt. Das niedrige Preisniveau senkt auf der anderen Seite das Risiko, hohe Sicherheiten für den Terminmarkt stellen zu müssen. Es besteht daher die Möglichkeit, die 2023 vorgenommene Anpassung der zuvor sehr konservativ vorausschauenden Beschaffungsstrategie zugunsten einer kurzfristigeren Beschaffung zu lockern und damit auch wieder Energiemengen für mehrere Jahre im Voraus zu beschaffen. Das Ziel bleibt dabei, für Privatkund:innen Preisanpassungen zu minimieren, indem auf Basis einer mehrjährigen diversifizierten Beschaffungsstrategie, die kurz- und langfristige Einkäufe sowie unterschiedliche Lieferanten kombiniert, Preisrisiken minimiert werden. Die Volatilität der Energiemärkte setzt hierfür zwar Grenzen, wie die Erfahrungen gezeigt haben, aber erhöht damit das langfristige allgemeine Geschäftsrisiko. Beschafft werden können weiterhin nur Mengen, für die natur strom bei sinkenden Preisen ihren Handlungsspielraum für die Stellung von Sicherheiten nicht überschreitet. Die Aval-Spielräume hierfür hat natur strom 2023 aber erheblich erweitern können. Sehr hilfreich für die Erweiterung der Aval-Spielräume waren das gute Ergebnis 2022 sowie die Aussicht auf das gute Ergebnis 2023 und eingeschränkt 2024. Somit hat natur strom die Avallinien fast verdoppeln können. Als größtes, aber auch extrem unwahrscheinliches und daher eher theoretisches Risiko, ist der Fall zu sehen, dass die größten Vorlieferanten der Belieferungsgesellschaften in der natur strom Gruppe aufgrund einer Insolvenz nicht mehr liefer- und zahlungsfähig wären. Dies könnte dann auf Kund:innenseite bei gestiegenen Großhandelspreisen zu erheblichen Preissteigerungen führen, da sich die Kosten der Neubeschaffung schon gekaufter Energiemengen in diesem Fall massiv erhöhen würden. IT-System-Abhängigkeit Die hohe Abhängigkeit des Geschäftsbereichs Energiebelieferungen von reibungslos laufenden IT-Systemen birgt Risiken im operativen Geschäft, denen durch Maßnahmen zur Sicherung der Systeme vor unbefugten Zugriffen, zur Sicherstellung einer hohen Verfügbarkeit und zur kurzfristigen Reproduzierbarkeit wichtiger Daten und Systeme Rechnung getragen wird. Dass die IT-Systeme von natur strom eine hohe Performance aufweisen, hat sich mit den Strom- und Gaspreisbremsen als Stärke erwiesen. Vielen Anbietern ist es nicht nur nicht gelungen, die Informationsbriefe über die Preisbremsen rechtzeitig vor ihrem Beginn an die Kund:innen zu liefern, sondern sie haben teilweise auch Probleme gehabt, Abschläge überhaupt einzuziehen. Einige hatten selbst Ende des Geschäftsjahres 2023 noch Probleme, alle notwendigen Abrechnungen zu erstellen. 3.2.3 Strategische Risiken und Chancen Im Geschäftsfeld Energiebelieferung hat sich die zuvor im Geschäftsjahr 2022 angespannte Risiko-Situation im Geschäftsjahr 2023 wieder beruhigt. Bedauerlich war allerdings eine erhöhte, für natur strom sehr ungewohnte Unzufriedenheit der Kund:innen, die durch die vielen staatlichen Maßnahmen entstand, die 2023 IT-technisch umgesetzt und erklärt werden mussten. Allen vorweg sind hier die Preisbremsen zu nennen. Obwohl natur strom die Maßnahmen im Marktvergleich sehr erfolgreich und zügig umgesetzt hat, war für die langjährigen Kund:innen dieser relative Vorteil weniger wahrnehmbar als der Erklärungsbedarf für viele Maßnahmen und Preisänderungsschreiben für Änderungen der Abschläge und für häufige Abweichungen der zwischen Belieferung und Netzgesellschaften abzustimmenden Datenlage. Wie im Vorjahr konnten Absatzpreise für Privatkund:innen nicht mehr durch eine vorausschauende Beschaffungsstrategie gesichert über den Jahresverlauf stabil gehalten werden. Da Preisänderungsschreiben an die Bestandskund:innen erfahrungsgemäß die Bereitschaft der Kund:innen erhöhen, einen Anbieterwechsel zu prüfen, verstärkte die Kombination von beiden Effekten selbst dann das Risiko, Kunden zu verlieren, wenn es um Preissenkungen ging. Somit war auch die Weitergabe sinkender Beschaffungskosten durch Preissenkungen nicht ausschließlich positiv. Seither allerdings ist die Ausgangsposition von natur strom durch günstiges Manövrieren in der sinkenden Preistendenz so, dass die Preise im Vergleich zu den Bestandskund:innentarifen anderer Anbieter ausgesprochen wettbewerbsfähig sind. 2023 schwankten die Großhandelspreise nicht mehr so extrem wie im Jahr 2022. Das Preisniveau sowohl für Strom als auch für Gas war 2023 zwar noch deutlich höher als vor der Krise 2021, aber es ging im Jahr 2023 stetig weiter zurück. Zum Anfang des Geschäftsjahres führten die Erfahrungen mit den gestiegenen Sicherheiten-Anforderungen der Handelspartner noch zu einer Kaufzurückhaltung an den Großhandelsmärkten. Diese Situation wurde im Laufe das Jahres schnell überwunden, als langsamer sinkende Großhandelspreise die Lage allgemein beruhigten. Im Jahr 2023 konnte eine weitere Konzentration bei den Marktteilnehmern beobachtet werden. natur strom steht mit Ausnahme von SüdWestStrom, einem Zusammenschluss von Stadtwerken, aktuell kein Großhändler für Strom und Gas mehr zur Verfügung, der nicht in einen großen international agierenden Energiekonzern eingebunden ist. Dass natur strom 2023 vor dem Hintergrund der vielen gesetzlichen Änderungen eine deutlich höhere und agilere Umsetzungs-Performance als viele Stadtwerke gezeigt hat, konnte ebenfalls kaum als Wettbewerbsvorteil genutzt werden, da den Haushaltskund:innen in aller Regel der Vergleichsmaßstab gefehlt hat, um die Servicequalität von Energieanbietern zu beurteilen - insbesondere zu den Ausnahmebedingungen der Energiepreiskrise. Insgesamt unterscheidet sich natur strom somit von vielen Wettbewerbern. Da Großkonzerne und die meisten Stadtwerke auf Unterstützung ihrer Gesellschafter setzen können, hat natur strom als mittelständischer und nicht-kommunaler Marktakteur beim Stellen von Sicherheiten und Finanzmitteln eine schlechtere Ausgangslage. Chancen bieten sich hingegen bei der im Vergleich zum Wettbewerb besseren Kund:innenbetreuung und -bindung. Die Geschäftsleitung sieht nach der andauernden Konsolidierung weiterhin Wachstumschancen in der CEY, insbesondere im kleinen bis mittleren Gewerbekundensegment. Trotz der Kundenverluste stellt sich die Übernahme der Kunden bei Unternehmensstart im Jahr 2019 weiterhin als wirtschaftlich sinnvoll dar. 3.2.4 Finanzwirtschaftliche Risiken Für das Handelsgeschäft des natur strom-Konzerns werden Avallinien benötigt. Diese Stellung von Bürgschaften ist keine spezifische Herausforderung der natur strom Belieferungsgesellschaften, sondern betrifft alle Energiehändler, auch unabhängig von der Größe der Unternehmen. Die Handelsgesellschaften müssen gegenüber ihren Lieferanten die Differenz des Einkaufswertes der bereits vertraglich fixierten Energie-Einkaufsmengen gegenüber der Bewertung zu den jeweiligen aktuellen Marktpreisen absichern (market to market Bewertung). Um diesem Risiko zu begegnen, hat natur strom 2023 zusätzliche Avallinien mit seinen Hausbanken vereinbart und sieht sich aktuell ausreichend gegen das bestehende Risko gesichert. Dadurch dass die Großhandelspreise seit dem Peak im August 2022 fast kontinuierlich sinken, müssen auch kontinuierlich Sicherheiten aus Avallinien an die Handelspartner ausgelegt werden. Mit sinkenden Preisen sinkt aber auch das Risiko, dass die Sicherheitsbedarfe über das verfügbare Maß hinaus steigen könnten, da sich die weiter vorstellbare Fallhöhe des Preisniveaus deutlich reduziert. Dennoch muss natur strom regelmäßig abwägen, welche Mengen im Voraus beschafft werden können, ohne die verfügbaren Rahmen für Sicherheiten zu überschreiten. Dies schränkt die Menge der bereits mehrjährig vor dem Belieferungsjahr kaufbaren Energie ein. Das Management hat diesen Aspekt daher genau im Blick. Die Beschaffungsstrategie wird regelmäßig an die jeweilige Risiko- und Marktlage angepasst, so dass auch das Risiko einer außergewöhnlichen Marktverzerrung wie in 2022/23 beherrschbar bleibt. Weitere finanzielle Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die derzeitige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sieht die Geschäftsführung nicht. 3.2.5 Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Eigenmitteln. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein umfassendes Finanzmanagement. 3.3 Internes Kontrollsystem (IKS) Die CEY besitzt Kontrollsysteme über alle Hierarchiestufen hinweg. Zu den Grundlagen des IKS innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation gehören das Vier-Augen-Prinzip, die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen sowie klare Handlungsvorgaben über Organisations- und Arbeitsanweisungen. 3.4 Gesamtaussage Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung keine Einflussfaktoren, die aktuell und im Prognosezeitraum bis zum 31. Dezember 2024 den Bestand der Change! Energy GmbH in Frage stellen würden. Die Geschäftsführung hält die vorhandenen Risiken auch aufgrund des bestehenden Risikomanagements in Summe für beherrschbar. 4. Prognosebericht 4.1 Künftige Branchenentwicklung Die Energiebranche manövriert durch ein Jahr 2024, das die akute Krisenbewältigung mehr und mehr hinter sich lässt. Temporäre gesetzliche Sonderregelungen wie die Energiepreisbremsen oder die reduzierte Umsatzsteuer auf Gas und Fernwärme sind zum Jahreswechsel bzw. im Frühjahr ausgelaufen, in Form äußerst komplexer Jahresabrechnungen den Kund:innen gegenüber werden sie die Energieversorger gleichwohl noch eine Weile begleiten und für zusätzliche Aufwände sorgen. Im Energievertrieb hat sich der Endkund:innenmarkt für Strom und Gas wieder weitgehend normalisiert. Die Neukund:innenpreise bewegen sich in der ersten Jahreshälfte 2024 wieder auf Vorkrisenniveau. Da im Krisenjahr 2022 am Terminmarkt teuer gekaufte Energiemengen nach und nach aus den Beschaffungsportfolios der Versorger herausfallen, ist zudem im Jahresverlauf ein sukzessiver Rückgang der bislang durchschnittlich noch über Vorkrisenniveau liegenden Bestandskund:innentarife möglich. 4.2 Voraussichtliche Unternehmensentwicklung Auch im Jahr 2024 werden Nachwirkungen der Energiepreiskrise noch einen gewissen Effekt auf den Geschäftsverlauf haben, aber sehr viel gedämpfter als noch im Vorjahr. Für die weitere Marktentwicklung wird von insgesamt stabilen bis weiterhin leicht sinkenden Energiekosten ausgegangen. Nachdem das Preisniveau im Energiegroßhandel beinahe schon wieder Vorkrisenniveau erreicht hat, liegen die Herausforderungen stärker im neu entflammten Wettbewerb sowie bei der Fortentwicklung der Energiewende insbesondere im Strommarkt. Im Gegensatz zu vielen anderen Versorgern mussten steigende Netzentgelte aufgrund eines kurzfristig weggefallenen Bundeszuschusses nicht bereits wenige Monate später an die Kund:innen weitergegeben werden. Im ersten Quartal 2024 liegt die CEY mit den eigenen Tarifen damit unter dem Durchschnitt der deutschen Haushalts-Stromkosten, trotz der hohen ökologischen Einkaufsqualität. Die eigene Situation im Wettbewerb wird daher als gut eingeschätzt. Für Neuverträge sind im Gesamtmarkt allerdings deutlich günstigere Preise zu finden, welche die CEY aufgrund der eigenen Leitlinie, keine großen Differenzen zwischen Bestands- und Neupreisen aufkommen zu lassen, so nicht mitgehen kann und will. Die Implementierung schnellerer Lieferantenwechsel sowie die Weitergabe von verringerten Netzentgelten für steuerbare Verbraucher (§14a EnWG) bringt prozessuale Herausforderungen. Aufgrund schlagkräftiger und agiler interner Strukturen sieht die CEY sich jedoch gewappnet, diese sowie weitere kommende energiewirtschaftliche Weiterentwicklungen erfolgreich umzusetzen. Eine gute Reaktionsfähigkeit ist auch hinsichtlich möglicher rascher Marktveränderungen gegeben, die nicht für wahrscheinlich gehalten werden, aber auch nicht auszuschließen sind. Da es in den Endkund:innen-Verträgen kaum Preisgarantien gibt, ist das Unternehmen jederzeit schnell handlungsfähig - die Entwicklungen seit der Energiepreiskrise haben mehrfach gezeigt, dass auch kurzfristige und mehrfache Tarifanpassungen gut bewältigt werden können. 4.3 Voraussichtliche Ergebnisentwicklung Die Geschäftsführung rechnet mit einem Jahresüberschuss vor Steuern von ca. 1,7 Mio. Euro für die CEY im Jahr 2024.
Düsseldorf, den 31.03.2024 Oliver Hummel, Geschäftsführer Dr. Kirsten Nölke, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, S. 1 HGB). Der Jahresabschluss wurde gemäß den Regelungen der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023 wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Buchführung und Jahresabschluss der Gesellschaft lauten auf Euro. Die Erfassung und Verarbeitung der Geschäftsvorfälle erfolgte im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages mittels des Softwaresystems DATEV Kanzlei Rechnungswesen pro. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Soweit es sich um handelsübliche Standard-Software handelt, wird diese planmäßig über drei Jahre abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert und planmäßig über 6 Jahre abgeschrieben. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1, S. 1, Abs. 3 HGB). Diese entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und wird unter Orientierung an den amtlichen Afa-Tabellen der Finanzverwaltung zugrunde gelegt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Zugänge während des Geschäftsjahres werden grundsätzlich pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 250,00 wurden aus Vereinfachungsgründen in Analogie zu § 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr voll, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Euro 250,00 bis Euro 1.000,00 mit 20 % abgeschrieben. Der Warenbestand wird zu Anschaffungskosten bewertet. Die Grundsätze einer verlustfreien Bewertung werden beachtet. Die Forderungen umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Soweit notwendig wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erhaltene Abschlagszahlungen auf den noch nicht abgerechneten Verbrauch verrechnet. Die Forderungen aus noch nicht abgerechnetem Verbrauch basieren auf der Verbrauchs- und Erlösabgrenzung, wobei nach anerkannten Methoden Hochrechnungen für den Leistungszeitraum erfolgen. Für die Abgrenzung wird der zum Bilanzstichtag noch nicht abgelesene und abgerechnete Verbrauch durch detaillierte Hochrechnung pro Zähler individuell unter Berücksichtigung des jeweiligen Tarifes ermittelt. Die noch nicht abgerechneten Abschlagsbeträge werden kundenindividuell mit den Forderungen aus hochgerechneter Leistung saldiert und sachgerecht in den Forderungen oder Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit den Verbindlichkeiten gegenüber demselben verbundenen Unternehmen saldiert dargestellt, soweit sie kurzfristig und inhaltlich gleichartig sind. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Zum Bilanzstichtag waren Rechnungsabgrenzungsposten, welche in künftigen Wirtschaftsjahren als Aufwand und Erlös aufzulösen sind, auszuweisen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1, S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2, S. 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1, S. 2 HGB). 3. Erläuterungen zu den Bilanzpositionen Aktiva
Anlagevermögen EDV-Software betrifft im Wesentlichen ein Kundenportal zur Bereitstellung von webbasierten Funktionalitäten in der Kundenverwaltung sowie eine Website. Zu- und Abgänge waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Als Ähnliche Rechte und Werte ausgewiesen sind die im Geschäftsjahr 2019 übernommenen Strom- und Gaskundenverträge der e:veen GmbH sowie der Econsum GmbH. Die Bewertung erfolgte anhand des gezahlten Kaufpreises. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über 6 Jahre. Sachanlagen
Zugänge sowie Anlagenabgänge waren nicht zu verzeichnen. Die Entwicklung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie der vorgenommenen Abschreibungen aller Positionen des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich.
Umlaufvermögen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus den Strom- und Gaslieferungen an Endverbraucher. Die Forderungen enthalten zudem den im System der sogenannten rollierenden Verbrauchsablesung und -abrechnung erforderlichen Abgrenzungsbetrag der am Bilanzstichtag noch nicht abgelesenen und nicht abgerechneten Stromlieferungen in Höhe von Euro 9.593.503,05 (Vj. Euro 9.916.396,79) und Gaslieferungen in Höhe von Euro 3.221.168,08 (Vj. Euro 2.824.519,65). Die von Kunden für Wirtschaftsjahr und Vorjahr geleisteten Abschlagszahlungen (Strom: Euro 8.670.811,18, Gas: Euro 2.652.505,88) wurden branchenüblich von den Forderungen abgesetzt. Diese Werte werden saldiert ausgewiesen und sind nachfolgend tabellarisch dargestellt.
Die fälligen Forderungen waren überwiegend per Lastschrifteinzug bis Mitte Januar 2023 bezahlt. Als uneinbringlich ausgebucht wurden Forderungen in Höhe von netto Euro 67.501,13 (Vj.. Euro 113.353,18). Einzelwertberichtigungen wurden gemäß des beim Inkasso-Dienstleisters geführten Einzel-Nachweises und eigenen Auswertungen in Höhe von netto Euro 96.000,00 (Vj.. Euro 114.000,00) abgesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben gemäß § 265 Abs. 3 HGB eine Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz wie folgt:
und setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten als wesentliche Positionen Erstattungsansprüche aus Mehr-/Mindermengen Strom und Gas, EEG 2022 sowie aus Erstattungsansprüchen im Gaseinkauf. Darüber hinaus sind hier debitorische Kreditoren aus Lieferungen und Leistungen und der Verbrauchsabgrenzung ausgewiesen. Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen sämtlich jeweils im Bereich eines Jahres.
Die Bankguthaben betreffen ausschließlich den lfd. Giroverkehr.
Die Abgrenzungsposten betreffen Eingangsrechnungsabgrenzungen. Passiva
Das Stammkapital wird zu 100 % von der natur strom AG gehalten und ist in voller Höhe einbezahlt.
Die Rückstellungen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
Die Steuerrückstellung betrifft die erwartete Gewerbe-, Körperschafts- und Stromsteuerzahlung für das Geschäftsjahr 2023. Die Rückstellungen für das Strom- und Gashandelsgeschäft basieren - wie die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach auf den Ergebnissen der branchenüblichen mengen- und wertmäßigen Verbrauchsabschätzung für das Jahr 2023 unter stringenter Beachtung der Grundsätze kaufmännisch vernünftiger Beurteilung und Risikovorsorge. Sie basieren auf denselben Mengen wie bei der Berechnung der Forderungen aus Energielieferungen. Die Rückstellungen Personal enthalten Rückstellungen für die Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter und Urlaubsansprüche. Die Berechnung der Urlaubsansprüche erfolgte anhand der fortgeschriebenen offenen Urlaubstage der Belegschaft zum Bilanzstichtag nach der Durchschnittsmethode. Die Rückstellungen für Abschlusskosten wurden anhand der eingeholten Angebote gebildet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der Finanzierung der Übernahme der Strom- und Gaslieferverträge der e:veen GmbH sowie der Econsum GmbH. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus dem laufenden Geschäftsverkehr mit Stromlieferanten, Netzbetreibern und Dienstleistern im letzten Quartal 2023. Der am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnete Strom- und Gasverbrauch für Kunden mit rollierender Abrechnung ist nach branchenüblichen statistischen Verfahren kundenindividuell abgegrenzt. Die damit verbundenen Auswirkungen hinsichtlich Strom- und Gasbeschaffung und Netznutzung sind ergebniswirksam berücksichtigt. Die an die Netzbetreiber geleisteten Abschlagszahlungen (Strom: Euro 2.400.197,30/Vj. Euro 2.551.319,01 sowie Gas: Euro 299.512,00/Vj. Euro 317.633,81) wurden branchenüblich mit den Verbindlichkeiten aus Hochrechnung verrechnet. Diese Werte werden saldiert ausgewiesen und sind nachfolgend tabellarisch dargestellt:
Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung waren die fälligen Verbindlichkeiten überwiegend bezahlt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben gemäß § 265 Abs. 3 HGB eine Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber den folgenden Gesellschaften:
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ist nachfolgend dargestellt.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Erlöse aus Strom- und Gaslieferungen resultieren aus der Belieferung von Endkunden mit Strom und Gas. Strom wird ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Im Zuge der rollierenden Verbrauchsabgrenzung wurden im Strombereich Euro 9.593.503,04 (Vj. 9.916.396,79) und im Gasbereich Euro 3.221.168,09 (Vj. 2.824.519,64) der Erlöse hochgerechnet. Die Erlöse wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich im Inland erzielt. Die Sttrom- und Energiesteuer ist als indirekte Steuer in den Energieverkaufspreisen enthalten und wird an das Hauptzollamt als zuständige Behörde abgeführt. Insofern handelt es sich um einen durchlaufenden Posten, der von den Umsatzerlösen abzusetzen ist.
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Miet- Nebenkosten und Zertifizierungen. Die sonstigen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen sowie die Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurde ausschließlich Strom aus EE-Anlagen deutscher Erzeuger bezogen. Die Netznutzungsleistungen werden über die jeweils regional zuständigen Verteilnetzbetreiber abgerechnet, die energiewirtschaftlichen Dienstleistungen betreffen im Wesentlichen die Leistungen aus der Bilanzkreisabrechnung im Rahmen des bestehenden Dienstleistungsvertrags mit SüdWestStrom. Die sonstigen Fremdleistungen betreffen im Wesentlichen Kosten für sonstige Dienstleistungen sowie Zertifizierungskosten für Ökostrom und Biogas.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände betreffen die lineare Abschreibung auf den Kundenwert der im Jahr 2019 aktivierten Strom- und Gasverträge.
Die Betriebskosten enthalten im Wesentlichen Mietaufwendungen für die Geschäftsräume der Gesellschaft sowie Raumkosten. In den Vertriebskosten sind insbesondere die Kosten für Verkaufsprovisionen enthalten. Ansonsten sind die Kosten für Werbung, Informationsbeschaffung, Reise- und Bewirtungskosten erfasst. Die Verwaltungskosten beinhalten Kosten für Porto und Zustellungen, Rechts- und Beratungskosten, Buchführungskosten sowie allgemeine Verwaltungskosten für EDV, kaufmännische Dienstleistungen sowie Kosten für Abschluss und Prüfung, Telekommunikation, Fortbildung und Bürobedarf. Die übrigen sonstigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen die Ausbuchungen von uneinbringlichen Forderungen.
Die sonstigen Zinserträge beinhalten Guthabenzinsen auf Geschäftskonten und Mahnzinsen.
5. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres waren -unter Berücksichtigung von Teilzeitkräften und beurlaubten Mitarbeiter/Innen, aber ohne Berücksichtigung von Praktikanten- im Unternehmen beschäftigt:
Im durchschnittlichen Bestand der Angestellten sind 1,00 (Vj. 1,25) Teilzeitbeschäftigte enthalten. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB Die Gesellschaften natAG, NSH, NSX und NST haften gesamtschuldnerisch gegenüber der Commerzbank Düsseldorf für gemeinschaftliche Kreditlinien in Höhe von Euro 3.000.000,00 sowie Avallinien in Höhe von Euro 23.500.000,00. Die NSA und CEY haben eine Mithaft übernommen. Die Avallinien sind zum Stichtag insgesamt in Höhe von Euro 5.868.149,21 durch die NSH, NSX und NST in Anspruch genommen. Die Kreditlinien sind zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Weiter haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch mit der natAG, NSH, NSX und NST gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg LBBW Düsseldorf für gemeinschaftliche Kreditlinien in Höhe von Euro 16.000.000,00 sowie Avallinien in Höhe von Euro 33.000.000,00. Die Avallinien sind zum Stichtag insgesamt in Höhe von Euro 31.258.550,00 durch die natAG, CEY, NSH und NSX in Anspruch genommen. Die Kreditlinien sind zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Zudem haftet die Gesellschaft gegenüber der GLS-Bank Bochum für gemeinschaftliche kombinierte Kredit- und Avallinien in Höhe von Euro 6.000.000,00, sowie reine Avallinien von Euro 15.000.000,00. Die beiden Linien können ebenfalls durch die natAG, NSH, NSX und NST in Anspruch genommen werden. Die reine Avallinien wurden insgesamt in Höhe von Euro 3.009.900,00 durch Avale von der NSX und NST in Anspruch genommen. Die kombinierten Kreditlinien sind zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Des Weiteren haftet die Gesellschaft gegenüber der DZ Bank AG Frankfurt am Main für gemeinschaftliche kombinierte Kredit- und Avallinien in Höhe von Euro 3.000.000,00, sowie reine Avallinien von Euro 7.000.000,00. Die beiden Linien können ebenfalls durch die natAG, NSH, NSX und NST in Anspruch genommen werden. Die reine Avallinien wurden vollständig durch Avale der NSH in Anspruch genommen. Die kombinierten Kreditlinien sind zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Des Weiteren haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch mit der natAG, NSH, NSX und NST gegenüber der R+V Versicherung Wiesbaden für eine gemeinschaftliche und Avallinie in Höhe von Euro 8.000.000,00. Die Linie ist zum Stichtag insgesamt in Höhe von Euro 500.000,00 durch Avale der NST in Anspruch genommen. Inanspruchnahmen sind weder vor noch nach dem Bilanzstichtag erfolgt und aus der Vergangenheit auch nicht bekannt. Auf der Grundlage der erwarteten Geschäftsentwicklung und der erstellten Liquiditätspläne für die betroffenen Gesellschaften wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die Jahre nach 2023 belaufen sich insgesamt auf 11,55 Mio. Euro. Es bestehen Abnahmeverpflichtungen aus Beschaffungsverträgen für Strom und Gas in folgender Höhe: Auf den Bereich Strom entfallen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 8,63 Mio. Euro, die sich auf die Jahre 2024-2025 wie folgt verteilen: 6,20/ 2,43 Mio. Euro. Für den Bereich Gas bestehen Abnahmeverpflichtungen in Höhe von 2,75 Mio. Euro, die sich auf die Jahre 2024-2025 wie folgt verteilen: 2,66/ 0,09 Mio. Euro. Für Mieten und Pachten bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 0,08 Mio. Euro, die sich auf die Jahre 2024-2025 wie folgt verteilen: 0,09/ 0,00 Mio. Euro. Für kaufmännische Leistungen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 0,08 Mio. EUR für das Jahr 2024. Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB i.V.m. § 285 Nr. 23 HGB Um die aus Marktpreisschwankungen resultierenden Preisänderungsrisiken aus dem Bezug und Absatz von Strom und Gas zu reduzieren, werden bei der Change! Energy GmbH derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Im Wesentlichen handelt es sich um Termineinkäufe von Energiemengen. Diese Derivate werden soweit wie möglich bilanziell als Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB mit dem jeweiligen Grundgeschäft abgebildet. Die Absatzplanung und die dieser zugrundeliegenden Absatzverträge stellen dabei das Grundgeschäft dar. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird durch eine Gegenüberstellung von Marktwerten oder Nominalbeträgen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente nachgewiesen. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt grundsätzlich nach der sogenannten "Einfrierungsmethode". Auftretende Ineffektivitäten in den Bewertungseinheiten sind grundsätzlich als Drohverlustrückstellungen auszuweisen. Für das Stromportfolio zur Endkundenbelieferung wurden Portfolio-Hedges aufgebaut. Regelmäßig werden Teilmengen des erwarteten Absatzportfolios am Terminmarkt beschafft. Die Change! Energy GmbH folgt dabei einer auch dem Gesellschafter und dem Aufsichtsrat der natur strom AG vorgelegten langfristigen Beschaffungsstrategie, um Risiken deutlicher Preisänderungen zu verringern und sich gleichzeitig Chancen aus der teilweise kurzfristigeren Beschaffung an Spotmärkten zu bewahren. Im Jahr 2023 wurden aufgrund des stark fallenden Preisniveaus an den Strom- und Gasgroßhandelsmärkten und der hohen Volatilität deutlich höhere Sicherheiten gegenüber den Vorlieferanten notwendig. Daher wurde der Anteil von Terminmengen an der Gesamtbeschaffung deutlich reduziert, insbesondere für die Jahre ab 2025. Die Kunden haben in der Regel einjährige Verträge, die sich rollierend um jeweils ein Jahr verlängern. Die Change! Energy GmbH kann jederzeit für den Teil der monatlich auslaufenden Kundenverträge Preisänderungen gegenüber ihren Endkunden vornehmen, so dass sie auf Änderungen bei den Beschaffungskosten zeitnah reagieren kann. Drohverluste müssen zum 31.12.2023 nicht gebildet werden. Rein theoretisch wäre es im Worst Case denkbar, dass sämtliche Kunden kurzfristig kündigen und der Strom einen Marktwert von 0 hat, so dass die gesamten am Terminmarkt eingekauften Strommengen nichts mehr wert wären, was aber u.a. den Zusammenbruch des gesamten Strommarktes als Voraussetzung beinhalten würde und deshalb als überwiegend nicht wahrscheinlich angenommen wird. Im Gasbereich gelten die gleichen Aussagen wie im Strombereich der Change! Energy GmbH. Auch hier gibt es keine relevanten Verträge mit festen Laufzeiten. Die Risikobewertung ist identisch mit der Bewertung im Strombereich. Konzernverhältnisse - Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der natur strom AG, Düsseldorf einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Handelsregister und Sitz Die Gesellschaft ist unter der Firma Change! Energy GmbH beim Registergericht Hannover mit der Handelsregisternummer HRB 217854 registriert. Der Sitz der Gesellschaft ist Hannover, die Geschäftsanschrift lautet 30163 Hannover, Lister Str. 11. 6. Geschäftsführungsorgane Geschäftsführer im Berichtsjahr 2023 waren: Herr Dipl.-Kfm. Oliver Hummel, allein vertretungsberechtigt, Düsseldorf Frau Dr. jur. Kirsten Nölke, allein vertretungsberechtigt, Düsseldorf Im Geschäftsjahr wurden keine Bezüge an die Geschäftsführung gezahlt. 7. Honorare des Abschlussprüfers Auf die Angabe des im Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der natur strom AG, Düsseldorf, enthalten sind. 8. Verwendung des Jahresergebnisses Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von Euro 2.327.054,85 auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Berichterstattung gemäß § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 Geschäfte größeren Umfangs außerhalb der Energieversorgungstätigkeit gemäß § 6b Abs. 2 EnWG durchgeführt. Dabei handelt es sich um die Erbringung energiewirtschaftlicher Dienstleistungen sowie die Inanspruchnahme und Gewährung konzerninterner Kontokorrentkredite und Umlagen gemäß nachstehender Tabelle:
10. Offenlegung Der Jahresabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Hannover, den 31.03.2024 Oliver Hummel, Geschäftsführer Dr. Kirsten Nölke, Geschäftsführerin sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.06.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Change! Energy GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Change! Energy GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Change! Energy GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und ̶ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Darüber hinaus sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ̶ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ̶ - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. ̶ - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Krefeld, den 7. Juni 2024 dhpg
GmbH
Paul Berger, Wirtschaftsprüfer Adrian Jungmichel, Wirtschaftsprüfer |
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