Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 3965
Vorher
MAPCO AUTOTECHNIK GMBH
Eingetragen
2.2.2006
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb und Kundendienst von Teilen und Zubehör für Fahrzeuge und Maschinen aller Art. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen. Die Gesellschaft darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Kloß
seit 11.10.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landas Directorship S.L.U.ESP
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Landas Directorship S.L.U.
Spain
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TERREPOWER GmbH (vormals: MAPCO AUTOTECHNIK GMBH)

Brück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

MAPCO Autotechnik GmbH, Brück

1. Grundlagen

MAPCO verkauft über den Firmensitz in Brück als auch über Regional-Center in Deutschland und im übrigen Europa sowie über einen Online-Shop mehr als 40.000 KFZ-Ersatz- und Verschleißteile, die in fünf Produktsäulen zusammengefasst sind. Produkte der Marke MAPCO werden von OE-Produzenten nach strengen Qualitätsvorgaben hergestellt. MAPCO gehört zum international tätigen Konzern der BBB Industries Group.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach wie vor in einer Stagnation. Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom 30. Oktober ist das BIP im dritten Quartal 2023 preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vorquartal 2023 um 0,1 Prozent geringfügig zurückgegangen. Gleichzeitig hat das Statistische Bundesamt die Ergebnisse für das erste und zweite Quartal um jeweils 0,1 Prozentpunkte auf 0,0 %bzw. +0,1 % aufwärts revidiert, was das Bild der derzeitigen wirtschaftlichen Schwächephase aber nicht grundsätzlich ändert.

Der in 2022 im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Energiepreissteigerungen zu verzeichnende Anstieg der Inflation ging in 2023 leicht zurück. Trotz der Stabilisierung der Inflation war das Kalenderjahr 2023 durch einen Rückgang des privaten Konsums und einer Steigerung der Energie- und Lohnkosten geprägt.

Diese Steigerungen hatten auch Auswirkungen auf MAPCO. Insbesondere die stark gestiegenen Kosten für Lohn- und Gehaltskosten sowie Elektrizitäts- und Gaspreise. Entsprechende Maßnahmen wurden ergriffen.

2023 war im Wesentlichen durch einen umfangreichen Umstrukturierungsprozess und den damit verbundenen organisatorischen Herausforderungen geprägt. Die in der Vergangenheit verlustreich geführten Regional-Center wurden Schrittweise bis zum Jahresende geschlossen. Weiterhin wurde das in Port de Paris, Frankreich, über einen Fremdanbieter geführte Auslieferungslager zum 31. August 2023 geschlossen. Insoweit wird nun das Geschäft der Gesellschaft einzig über das Hauptlager in Brück und die Betriebsstätte in Lyon, Frankreich, abgewickelt.

Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung wurde der Mitarbeiterbestand von rund 120 Mitarbeitern auf nunmehr rund 70 Mitarbeiter abgebaut. Dieser Abbau ging im Berichtsjahr mit einer erheblichen Belastung an Abfindungszahlungen sowie entsprechenden Rechts- und Beratungskosten einher.

Die weltweiten Entwicklungen sowie die in 2023 durchgeführten Umstrukturierungsmaßnahmen beeinflussten auch die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023. So war nur ein moderates Umsatzwachstum (vor Boni) von ca. 3% auf EUR 15,9 Mio. zu verzeichnen. Insbesondere die Geschäfte mit russischen und ukrainischen Geschäftspartnern sind - aufgrund der bestehenden und eingehaltenen Sanktionen und Restriktionen - weitgehend zum Erliegen gekommen.

Im Zusammenhang mit der Umstellung des Zahlungsverkehrs mit den chinesischen Lieferanten konnten insbesondere die Kosten für Frachten und Zölle besser geplant werden. Dies führte unter Berücksichtigung von gesunkenen Frachtraten zu einer deutlichen Reduzierung der Kosten auf 7,3% (Vorjahr: 19,1%) bezogen auf den Wareneingang.

Mit den wesentlichen Kunden wurden bestehende Boni-Vereinbarung neu verhandelt. In diesem Zusammenhang kam es in 2023 zu einer Steigerung der zu gewährenden Boni. Der Anstieg der Boni-Zahlungen sowie die einzelne Kunden-Struktur hat dazu geführt, dass die Rohertragsmarge um 1,1 Prozentpunkte auf 51,5% gesunken ist.

Aufgrund der veränderten Marktbedingungen in Frankreich sowie bestehender personelle Herausforderungen wurde auch für das Geschäftsjahr 2023 wieder ein deutlicher Verlust mit der Betriebsstätte in Lyon erzielt. In diesem Zusammenhang wurde in 2023 die Belieferung der wesentlichen französischen Kunden auf eine just-in-time Belieferung aus dem Hauptlager in Brück umgestellt. Der Vertrag mit dem Fremddienstleister wurde zum 31. August 2023 gekündigt und das Auslieferungslager in Ports de Paris geschlossen.

Trotz all der gesamtwirtschaftlichen und geschäftlichen Herausforderungen ist es uns, insbesondere durch die Integration in den Konzern der BBB Industrie Group, gelungen, das Angebot nach wie vor zu erweitern. Inzwischen bieten wir mehr als 40.000 Einzelteile in den fünf Produktsäulen an. Durch Gespräche mit unseren größeren Bestandskunden konnten zudem weitere Absatzmärke eröffnet werden. Nach wie vor können wir auf unsere einmalig niedrige Garantiequote von um die zwei Promille verweisen. Gerade im Online-Handel ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Im Zusammenhang mit der Belieferung eines neuen Kunden, kam es im Geschäftsjahr 2023 zur Entgegennahme von Zahlungen aufgrund einer Bestellung durch ein Unternehmen, welches dem Verdacht der Geldwäsche unterliegt. Die Identifizierung gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1 GwG erfolgte nicht sachgerecht. Das Geschäft wurde nicht realisiert und die entsprechenden Behörden informiert. In diesem Zusammenhang wurden unsere Mitarbeiter mit dem Umgang mit neuen Kundenkontakten gerade außerhalb der EU geschult.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Zusammenhang mit den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den umgesetzten Umstrukturierungsmaßnahmen wurde im Geschäftsjahr 2023 ein um TEUR 163 niedrigerer Rohertrag von EUR 7,24 Mio. erzielt. Die Rohertragsmarge verminderte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 51,1%. Dies ist im Wesentlichen auf die umfangreichen Bonuszahlungen im Geschäftsjahr aufgrund der Kunden-Struktur zurückzuführen.

Die durch die Umstrukturierung erzielten Einsparungen in den Personalaufwendungen (- TEUR 729) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen reichten aus, um den Rückgang des Rohergebnisses zu kompensieren, so dass ein um TEUR 643 besseres Betriebsergebnis von TEUR 612 erzielt wurde. Das Betriebsergebnis definiert sich als EBITDA vor neutralen Aufwendungen.

Das neutrale Ergebnis (TEUR - 772; Vj: TEUR + 337) umfasst im Wesentlichen Abfindungen sowie Lohnfortzahlungen für freigestellte Mitarbeiter. Im Vorjahr enthält das neutrale Ergebnis den Verkauf des Grundstückes.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag von TEUR 273 erzielt.

Die Plangrößen unserer Finanziellen Leistungskennziffern Umsatzerlöse, Rohergebnis und Jahresüberschuss konnten nicht erreicht werden.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch das Vorratsvermögen geprägt (TEUR 8.752; Vorjahr: TEUR 11.393). Das Vorratsvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr im Zusammenhang mit der Schließung der Regional-Center sowie einem gezielten Abbau von Lagerware reduziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt angestiegen.

Die Eigenkapitalquote hat sich - aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme - um 5,7 Prozentpunkte auf 71,5 % erhöht. Diese liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Der Anstieg der Rückstellungen resultiert aus den umsatzbedingt höheren Bonus-Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von stichtagsnahen Frachtkosten rückläufig und befinden sich auf dem Niveau von 2021.

Das Darlehen der Gesellschafterin konnte im Berichtsjahr planmäßig zurückgeführt werden.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 stets in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, zu keinem Zeitpunkt war sie in kritischem Zahlungsverzug. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Vorgehen im Rahmen der Bezahlung der chinesischen Lieferanten umgestellt. Die Bezahlung der chinesischen Lieferanten über die Santander, sowie die damit einhergehende Aufschiebung des Zahlungsabflusses bei der MAPCO haben zu einer deutlichen Verbesserung der Liquidität geführt.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als zufriedenstellend beurteilt.

4. Chancen und Risiken sowie voraussichtlichen Entwicklung

4.1. Chancen

Die in 2023 begonnenen Kostensenkungsprogramme werden weiterhin fortgesetzt. Der Ausbau des Vertriebssystems wird weiter intensiviert. Im Zusammenhang mit den steigenden Energie- und Benzinpreisen wurden die Verkaufspreise angepasst, so dass die Preissteigerungen an die Kunden weitergegeben werden. Hier können insbesondere die Erfahrungen und Synergien der BBB Industries Group genutzt werden.

Die durch den Gesellschafterwechsel in 2022 begründeten Chancen im Vertriebsbereich sind ein großes Asset. Die weiterhin wirtschaftlich nicht profitable Betriebsstätte in Frankreich wird im Geschäftsjahr 2024 geschlossen und alle Anstrengungen in den Ausbau der erfolgreichen Vertriebsstrukturen gesteckt. Auch die Schließung des Standorts des Tochterunternehmens in Großbritannien birgt ein Potential der nachhaltigen Kostensenkung.

4.2. Risiken

Die Risiken betreffen im Wesentlichen die Altersstruktur des vorzuhaltenden Lagerbestandes und das darin gebundene Kapital. Ein weiteres Risiko in diesem Zusammenhang sind die steigenden Kosten für Eingangsfrachten im Zusammenhang mit den verlängerten Frachtrouten durch den Angriff der Huthi-Rebellen. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden in Form eines monatlichen Reportings an die Muttergesellschaft, sowie durch eine Soll-Ist-Analyse laufend analysiert. Damit können entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah eingeleitet werden. Insbesondere die Prozesse im Zusammenhang mit der Ermittlung des Bedarfs von Produktbestellungen wurden aktualisiert und eine entsprechende Bedarfsanalyse eingeführt.

Der zunehmend wachsende Marktanteil von Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen trägt zu einem spürbaren Umsatzrückgang beim Inlandsgeschäft bei. Die bereits in 2023 begonnene Erweiterung des Angebotes um die Artikel-Gruppen Alpha eParts und Metalcaucho wird in 2024 fortgesetzt. So können wir den Umsatzrückgang durch entsprechende neue Umsätze kompensieren.

Die hohe Konzentration auf Kunden im Online Handel (Umsatzanteil > 50%) stellt ein finanzielles Risiko dar, da aufgrund der hohen Umsatzanteile und -steigerungen hier mit steigenden Boni-Forderungen der Kunden zu rechnen ist.

Unsere Qualitätsanforderungen können wir gegenüber unseren Herstellern nur aufgrund der erheblichen Mengenabnahmen realisieren, welche weitere finanzielle Anstrengungen erfordern.

4.3 Prognosebericht

Für das Jahr 2024 planen wir bei Umsatzerlösen von EUR 17,9 Mio. mit einem Rohergebnis in Höhe von EUR 8,5 Mio. Unter Berücksichtigung der, durch die strukturellen Veränderungen erzielten Kosteneinsparungen, planen wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss von ca. EUR 1,4 Mio.

Weitere Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen in 2024 werden folgen. So wird die Betriebsstätte in Frankreich zum 1. März 2024 geschlossen. Die daraus erwarteten zusätzlichen Aufwendungen für Abfindungszahlungen werden jedoch durch die damit einhergehenden Kosteneinsparungen kompensiert.

Wir wissen, dass uns auch das Jahr 2024 vor weitere Herausforderungen stellen wird. Wir sehen aber auch, dass durch die Einbindung in die BBB Industries Group, große Chancen für eine weitere positive Entwicklung in den kommenden Jahren bestehen.

 

Brück, 28. Februar 2024

MAPCO Autotechnik GmbH

gez. Michael Kloss

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 331.652,58 468.134,85
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 25.887,70 15.884,00
II. Sachanlagen 304.723,88 409.823,92
1. technische Anlagen und Maschinen 100.311,44 109.153,63
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 204.412,44 300.670,29
III. Finanzanlagen 1.041,00 42.426,93
1. Beteiligungen 1,00 1,00
2. Sonstige Finanzanlagen 1.040,00 42.425,93
B. Umlaufvermögen 12.733.655,66 14.088.123,51
I. Vorräte 8.752.349,69 11.393.001,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.806.365,71 2.373.289,61
1. Forderungen gegen Gesellschafter 82.892,43 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.723.473,28 2.373.289,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 96.968,57 94.750,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.174.940,26 321.832,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.602,85 39.062,21
D. Aktive latente Steuern 34.081,00 38.280,00
Summe Aktiva 13.163.992,09 14.633.600,57

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.366.184,41 9.639.677,91
I. Gezeichnetes Kapital 4.000.000,00 4.000.000,00
II. Kapitalrücklage 2.448,07 2.448,07
III. Gewinnrücklagen 101.237,35 101.237,35
IV. Gewinnvortrag 5.535.920,49
V. Jahresfehlbetrag 273.421,50
VI. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 5.535.992,49
davon Gewinn-/Verlustvortrag 9.739.848,53
B. Rückstellungen 3.159.977,47 2.363.193,21
C. Verbindlichkeiten 637.830,21 2.630.729,45
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 148.540,11 1.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 148.540,11 1.000.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 489.290,10 1.630.729,45
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 489.290,10 1.445.065,93
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 185.663,52
Summe Passiva 13.163.992,09 14.633.600,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.660.017,11 8.493.264,29
2. Personalaufwand 3.521.604,35 4.352.668,85
a) Löhne und Gehälter 2.861.468,34 3.524.693,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 660.136,01 827.975,54
davon für Altersversorgung 42.475,78 34.395,35
3. Abschreibungen 115.548,59 128.508,18
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 115.548,59 128.508,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.219.799,15 3.857.060,32
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.102,04 53.949,81
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 1.156,94
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.555,17 394,55
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 41.385,93
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 41.385,93
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30.108,94 47.716,70
davon an verbundene Unternehmen 22.488,00 19.600,35
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 7.268,00 13.168,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.924,92 183.776,22
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.199,00 42.600,00
9. Ergebnis nach Steuern -254.949,76 -76.071,43
10. sonstige Steuern 18.471,74 27.784,61
11. Jahresfehlbetrag 273.421,50 103.856,04
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.739.848,53
13. Ausschüttung 4.100.000,00
14. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 5.535.992,49

ANHANG FüR DAS GESCHäFTSJAHR 2023

MAPCO AUTOTECHNINK GMBH, BRüCK

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die MAPCO Autotechnik GmbH, Brück (im Folgenden auch "MAPCO" genannt), wird im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter der Register-Nummer HRB 3965 geführt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kaufleute (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§§ 276, 288 HGB) wurden in Anspruch genommen.

Gemäß bzw. analog zu § 265 Abs. 6 HGB wurde bei einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Bezeichnung an ihren tatsächlichen Inhalt angepasst.

ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB).

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und linear ermittelt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand in den kommenden Jahren darstellen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben wurden.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage der versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Für die Abzinsung wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre i.H.v. 1,82 % (Vj: 1,78 %) angesetzt. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den Richttafeln nach Heubeck 2018G. Lohn- und Gehaltssteigerung wurden nicht berücksichtigt.

Aus der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG zum 01.01.2010 wurde unter Anwendung von Artikel 67 Abs.1 S.1 EGHGB die Zuführung zur Pensionsrückstellung i.H.v. EUR 17.354,10 ratierlich mit EUR 1.156,94 p.a. über einen Zeitraum von 15 Jahren vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden grds. mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß der Vorschriften des § 256a HGB zum Bilanzstichtag umgerechnet.

ERLäUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 243.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vollumfänglich innerhalb eines Jahrs fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 95 (Vj: TEUR 95) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 5.535.992,49 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen solche für Kundenboni (TEUR 1.650; Vj. TEUR 1.050), für ausstehenden Urlaub (TEUR 122; Vj. TEUR 156), für ausstehende Rechnungen (TEUR 779; Vj. TEUR 193) sowie für Gewährleistungen (TEUR 27; Vj. TEUR 122).

Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr nicht besichert.

ERLäUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 254, aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 118 (Vj. TEUR 22) sowie aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen und abgeschriebenen Forderungen von TEUR 18 (Vj. TEUR 11) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 EGHGB i.H.v. TEUR 1 (Vj. TEUR 1), Aufwendungen aus Kursdifferenzen von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 54) sowie periodenfremde Aufwendungen i.H.v. TEUR 64 (Vj. TEUR75) im Wesentlichen aus nachlaufenden Bonusgutschriften, enthalten.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN NACH § 285 NR. 3 A HGB BESTEHEN FüR BESTEHENDE MIETVERTRäGE JäHRLICH I.H.V. TEUR 480.

AUSSCHüTTUNGSSPERRE

Aus der Aktivierung des Aktivüberhangs an latenten Steuern resultiert eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB i.H.v. TEUR 34.

davon Verpflichtungen aus Altersversorgung TEUR 32

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 3. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Es besteht eine Gesamt-Ausschüttungssperre von TEUR 37.

SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführer

Familienname Vorname ausgeübter Beruf
Granò Domenjo Josep Geschäftsführer der Landas Directorship S.I., Spain (bis 20.02.2024)
Kloss Michael Geschäftsführer (hauptberuflich)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 47
Angestellte 25
Leitende Angestellte 3

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 75 (Vj. 118).

KONZERNVERHäLTNIS

Die MAPCO Autotechnik GmbH, Brück, wird in den ausländischen Konzernabschluss der BBB Industries, LLC; Daphne (Alabama, USA), einbezogen. Der Konzernabschluss ist einsehbar auf der Internetpräsenz der United States Securities and Exchange Commission. Diese ist erreichbar unter https://www.sec.gov/.

Darüber hinaus wird die Gesellschaft als Tochterunternehmen, des kleinsten Kreises von Unternehmen, in den ausländischen Konzernabschluss der Landas Directorship S.L., Spain, einbezogen. Der Konzernabschluss ist abrufbar auf der Internetpräsenz der Registradores de Espana. Diese ist erreichbar unter https://sede.registradores.org/site/home.

VORGäNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG

Herr Josep Granò Domenjo wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20.02.2024 vom Amt des Geschäftsführers entbunden, eine Eintragung im Handelsregister ist noch nicht erfolgt.

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung i.S.v. § 285 Nr. 33 HGB, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt worden sind, eingetreten.

ERGEBNISVERWENDUNG

Die Geschäftsleitung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 273.421,50 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Ergebnisverwendung aufgestellt.

UNTERZEICHNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2023

 

Brück, den 26. Februar 2024

Michael Kloss

Bericht des Aufsichtsrats

Entfällt

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Michael Kloss

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MAPCO Autotechnik GmbH, Brück

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MAPCO Autotechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAPCO Autotechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 19. April 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

gez. Dr. Dominic Sommerhoff, Wirtschaftsprüfer

gez. Mandy Pietzsch, Wirtschaftsprüferin

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