Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 166229
Eingetragen
17.12.2020
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für LuftfahrzeugeVermietung von Luftfahrzeugen
Gegenstand
Die Erbringung von Leistungen im Bereich Logistik und Distribution sowie Lagerhaltung, -verwaltung und bewirtschaftung, insbesondere in Bezug auf Kontraktlogistikleistungen für Betriebe der Luftfahrtindustrie; die Verwaltung eigenen Vermögens und der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Hettwer
seit 31.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Airbus Operations SASFRA
94.67%
Airbus SENLD
5.33%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Airbus Logistik GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Hinweise

Registerinformation

Die Gesellschaft ist unter der Firma Airbus Logistik GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 166229 eingetragen.

Grundsätzliches zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen wurden bei der Erstellung des Abschlusses zum Teil in Anspruch genommen.

Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Airbus Operations GmbH, Hamburg, und der Airbus Logistik GmbH, Hamburg.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem international üblichen Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend der Nutzungsdauer über 3 bis 15 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände (zwischen EUR 250 und EUR 1.000) werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und ausgebucht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihren Nennwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre von 1,82% (i. Vj. 1,78 %) p.a. bei der Bewertung zugrunde gelegt. Der nach alter Fassung vorgegebene durchschnittliche Marktzins der vergangenen 7 Geschäftsjahre beträgt 1,74 % (i. Vj. 1,44 %) p.a. Die Entgeltentwicklung ist mit 3,40 % (i. Vj. 3,40 %) p.a., zusätzlich 1,0% (i. Vj. 1,0 %) bis zum 35ten Lebensjahr), die Anhebung der laufenden Renten und nicht einkommensabhängigen Anwartschaften mit 2,4% (i. Vj. 2,4 %) p.a. eingerechnet. Es wurde eine altersabhängige detaillierte Fluktuationstabelle berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Altersvorsorgeverpflichtungen betreffend § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB n.F. beträgt EUR 18.408 (i. Vj. EUR 47.628). Im Berichtsjahr sind die Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und den am Bilanzstichtag bestehenden Anwartschaften im Ansatz berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem Mittelkurs des Tages umgerechnet. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die als Anlage beigefügte, gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Forderungen für Leistungen gegenüber der Gesellschafterin (TEUR 5.708, i. Vj. TEUR 4.884), Forderungen aus Cash Pooling (TEUR 2.188, i.Vj TEUR 4.424) gegenüber der Airbus SE sowie Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 480, i. Vj. TEUR 343), ebenfalls gegenüber der Gesellschafterin.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 25 (i. Vj. TEUR 25) und ist voll eingezahlt.

4. Rückstellungen

Im Wesentlichen wurden Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 158 (i. Vj. TEUR 200) sowie Personal- und Sozialrückstellungen in Höhe von TEUR 3.348 (i. Vj. TEUR 3.772) gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.730 (i. Vj. TEUR 4.952) ist kurzfristig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.359 (i. Vj. TEUR 2.203) bestehen vollständig gegenüber der Gesellschafterin und umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 226, i. Vj. TEUR 339) sowie die Verbindlichkeit aus der Ergebnisübernahme (TEUR 2.133, i. Vj. TEUR 1.864).

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 169 410
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 33 0
Übrige 6 195
208 605

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen insgesamt TEUR 1.410 (i. Vj. TEUR 1.611), die kontinuierlich im Rahmen der Tätigkeit der Gesellschaft abgedeckt werden. Sonstige Verpflichtungen mit Konzerngesellschaften bestehen analog zum Vorjahr nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus Geschäften mit der Airbus Operations GmbH (TEUR 38.408, i. Vj. TEUR 36.926).

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 221 (i. Vj. TEUR 152) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 206 (i. Vj. EUR 197).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von EUR 124,62 (i. Vj. EUR 118,95) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen resultieren aus den Erträgen aus Cash Pooling mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 81 (i. Vj. TEUR 11) und den Erträgen aus der Abzinsung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 0).

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bestehen in Höhe von TEUR 43 aus den Aufwendungen aus Cash Pooling, im Vorjahr bestanden sie in Höhe von TEUR 13 aus der Aufzinsung der Rückstellungen.

Sonstige Angaben

Gesamtperiodenaufwand

Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren in Höhe von TEUR 1.346 (i. Vj. TEUR 1.360) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 74 (i. Vj. TEUR 20).

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 21.988.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 17.577 16.596
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung- davon für Altersversorgung TEUR 435 (i. Vj. TEUR 608) 4.411 3.978
Personalaufwand 21.988 20.574

Hinzu kommen Aufwendungen für Leiharbeitskräfte in Höhe von TEUR 5.698 (i. Vj. TEUR 6.731), die als sonstige betriebliche Aufwendungen Teil der Herstellungskosten sind.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 434 Gehaltsempfänger (i. Vj. 382), diese lassen sich wie folgt einteilen:

Jahresdurchschnitt Jahresdurchschnitt
2023 2022
gewerbliche Mitarbeitende 364 321
administrative Mitarbeitende 70 61
Jahresdurchschnitt Mitarbeiter 434 382

Ergebnisverwendung

Der Gewinn nach Steuern in Höhe von TEUR 2.133 (i. Vj. TEUR 1.864) wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Airbus Operations GmbH, Hamburg, abgeführt.

Konzernverhältnisse

Die Airbus SE, Amsterdam, Niederlande, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von verbundenen Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Airbus SE, Amsterdam, wird einschließlich des dem Konzernlagebericht entsprechenden "Report of the Board of Directors" im Unternehmensregister offengelegt.

Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2023 sind ausschließlich Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 31 (i. Vj. TEUR 28) angefallen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Airbus Logistik GmbH ist:

Christoph Hettwer, Hamburg

Der Geschäftsführer erhält keine gesonderten Bezüge für seine Geschäftsführertätigkeit.

Aufsichtsrat

Dr. André Walter (Vorsitzender des Aufsichtsrates), Ganderkesee, Vorsitzender der Geschäftsführung ASA GmbH (bis zum 30.06.2023)

Stefan Altenbach (Vorsitzender des Aufsichtsrates), Stade, Head of Planning Supply Logistics Ops, Airbus Operations GmbH (ab 16.11.2023)

Angela Bronner (Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates), Jork, Personalleiterin, Airbus Operations GmbH

Martin Böhler, Tournefeuille (Frankreich), Affiliates Corporate Governance, Airbus S.A.S.

Holger Keilholz * , Hamburg, Betriebsratsvorsitzender Airbus Logistik GmbH

Jörg Klein, Apensen, Senior Financial Manager, Airbus Operations GmbH

Michael Hinze * , Drochtersen, Head Of Dispatch FAL China (bis 30. Juni 2023)

Mirko Behncke * , Buxtehude, Logistics Customer Coordinator (ab 01. Juli 2023)

*) Arbeitnehmervertreter

 

Hamburg, den 7. August 2024

Christoph Hettwer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
in € 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
Technische Anlagen und Maschinen 49.295,20 0,00 20,00 -558,00 48.717,20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausst. 78.991,88 0,00 7.467,09 558,00 72.082,79
SACHANLAGEN 128.287,08 0,00 7.487,09 0,00 120.799,99
ANLAGEVERMÖGEN 128.287,08 0,00 7.487,09 0,00 120.799,99
Abschreibungen
in € 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
Technische Anlagen und Maschinen 8.967,99 7.336,30 13,25 -4,65 16.286,39
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausst. 33.183,48 18.066,34 5.708,74 4,65 45.545,73
SACHANLAGEN 42.151,47 25.402,64 5.721,99 0,00 61.832,12
ANLAGEVERMÖGEN 42.151,47 25.402,64 5.721,99 0,00 61.832,12
Buchwerte
in € 31.12.2023 31.12.2022
Technische Anlagen und Maschinen 32.430,81 40.327,21
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausst. 26.537,06 45.808,40
SACHANLAGEN 58.967,87 86.135,61
ANLAGEVERMÖGEN 58.967,87 86.135,61

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Technische Anlagen 32.430,81 40.327,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.537,06 45.808,40
58.967,87 86.135,61
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.376.231,06 9.650.696,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 41.413,82 460,18
8.417.644,88 9.651.156,18
8.476.612,75 9.737.291,79

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Jahresüberschuss 0,00 0,00
25.000,00 25.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 158.249,25 200.399,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.563.688,76 4.559.953,58
3.721.938,01 4.760.352,58
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.162.831,51 2.144.229,38
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.162.831,51 (i. Vj. EUR 2.144.229,38) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.358.971,94 2.203.081,19
3. Sonstige Verbindlichkeiten 207.871,29 604.628,64
4.729.674,74 4.951.939,21
8.476.612,75 9.737.291,79

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 38.408.316,75 36.926.216,67
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -36.539.865,66 -35.189.475,98
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 1.868.451,09 1.736.740,69
4. Sonstige betriebliche Erträge 221.771,33 152.684,07
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -124,62 -23.234,45
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86.054,71 11.085,31
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -42.677,35 -13.339,76
8. Ergebnis nach Steuern 2.133.475,16 1.863.935,86
9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -2.133.475,16 -1.863.935,86
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Airbus Logistik GmbH - im Folgenden auch kurz ALG genannt - ist ein Kontraktlogistik-Dienstleister. Die Gesellschafterin der ALG ist die Airbus Operations GmbH, die auch gleichzeitig der wesentlichste Kunde der ALG ist.

Gemäß vertraglicher Vereinbarung mit der Airbus Operations GmbH umfassen die logistischen Dienstleistungen Wareneingangsprozesse, Lagerung, Kommissionierung und Konfektionierung von Teilen für die Montageendlinien im Single Aisle Programm, sowie die Übergabe der Teile an die Montageendlinien und Anlieferungen an die Fertigungsstationen innerhalb der Fertigungshallen in Finkenwerder. Außerdem werden Teile für den Versand an die Endlinien in China und den USA vorbereitet.

Der Vertrag sieht vor, dass die Abrechnung der Umsatzerlöse nach dem tatsächlichen Aufwand des Geschäftsjahres zuzüglich einer Marge erfolgt.

Durch einen engen und intensiven Austausch mit dem Kunden können vereinbarte Dienstleistungen auch kurzfristig angepasst werden, um den Anforderungen der Endmontagelinien in einem sehr herausfordernden industriellen Umfeld (Störungen in den internationalen Lieferketten) gerecht zu werden.

Ziele und Strategien

Die ALG wurde mit der folgenden Zielstellung gegründet:

Mit der ALG soll eigenes Know How und Kompetenz in Bezug auf operative Logistik im Konzern erlangt und aufgebaut werden. Dieses Wissen im Zusammenhang mit einer wiedererlangten Prozess- und Kostentransparenz wird genutzt, um die ALG zu einer neuen Referenzlinie in der Kontraktlogistik zu entwickeln, mit dem Ziel, den Wettbewerb mit externen Dienstleistern zu beleben und/oder das Geschäftsmodell auf weitere Bereiche zu erweitern. Ebenfalls wird die Abhängigkeit von einem externen Logistikdienstleister für die strategisch so wichtige logistische Versorgung der Montageendlinien im Single Aisle Programm aufgelöst und die Versorgungssicherheit gewährleistet.

Das Ziel der Unabhängigkeit wurde durch die Gründung der ALG erreicht. Zur Erreichung der weiteren Ziele wurden entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Forschung & Entwicklung

Die Aufwendungen für die Entwicklung und Implementierung von automatisierten und digitalen Logistiklösungen sowie strategische IT-Investitionen werden von der Muttergesellschaft, Airbus Operations GmbH, getragen.

Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Airbus Logistik GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Airbus Operations GmbH und unterliegt ähnlichen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Der Geschäftsverlauf kann nur in Verbindung mit dem Geschäftsverlauf der gesamten Airbus Gruppe betrachtet werden.

Das Jahr 2023 ist wesentlich geprägt durch eine weitere Erholung der Nachfrage nach Flugzeugen infolge einer Normalisierung des Flugverkehrs, der fast das Niveau vor der Pandemie erreicht hat. Airbus hat im Jahr 2023 insgesamt 735 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert (davon 571 A320 Familie). Verglichen mit 661 Flugzeugauslieferungen im Jahr 2022 (davon 516 A320 Familie) zeigt sich damit die weitere Erholung der Luftfahrtmärkte, besonders im Single-Aisle-Segment.

Gleichzeitig konnten im Jahr 2023 programmübergreifend 2.094 neue Bestellungen (netto) verbucht werden (davon 1.675 A320 Familie).

Durch den hohen Auftragsbestand bei Airbus Commercial und damit auch bei der Airbus Operations GmbH, insbesondere im Bereich der A320 Familie, ist die Auftragslage für die ALG in den kommenden Jahren weitestgehend gesichert.

Die Gesellschaft verwendet für die interne Steuerung der Gesellschaft insbesondere die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Dabei steht die störungsfreie Belieferung der Endmontagelinien unter Einhaltung sämtlicher Qualitäts- und Sicherheitsrichtlinien im Vordergrund. Folglich sind die Herstellungskosten und die daraus abgeleiteten Umsatzerlöse die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft.

Im Laufe des Jahres wurde die Anzahl der Endlinienstarts an die Gegebenheiten angepasst. Die ALG hat unterjährig entsprechende Maßnahmen umgesetzt, um diese Schwankungen auch analog bei den Herstellkosten zu realisieren. Das resultierende angepasste Kostenziel wurde zum Jahresende erreicht. Die Belieferung des Kunden erfolgte reibungslos und zu dessen Zufriedenheit.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Jahres 2023 betragen TEUR 38.408 (i. Vj. TEUR 36.926).

Wesentlicher Umsatzträger der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 die Muttergesellschaft Airbus Operations GmbH (TEUR 38.395, i.Vj. TEUR 36.858).

Die Herstellkosten in Höhe von TEUR 36.540 (i.Vj. TEUR 35.189) beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 21.988 (i. Vj. TEUR 20.574), Aufwendungen für Leiharbeitskräfte in Höhe von TEUR 5.698 (i. Vj. TEUR 6.731), sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.435 (i. Vj. TEUR 6.509) und Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von TEUR 1.419 (i. Vj. 1.380 TEUR).

Die Umsatzerlöse und Herstellungskosten lagen im Vergleich zur Prognose unter den Planwerten aufgrund abgestimmter, angepasster Auslieferungszahlen an die Airbus Operations GmbH.

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) und basiert auf einem Ergebnis nach Steuern von TEUR 2.133 (i. Vj. TEUR 1.864), der gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Gesellschafterin abgeführt wird.

Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 (i. Vj. TEUR 25) und setzt sich aus TEUR 25 (i. Vj. TEUR 25) Stammkapital zusammen.

Den Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.730 (i. Vj. TEUR 4.952) stehen TEUR 8.376 (i. Vj. TEUR 9.651) Forderungen gegenüber. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten ist kurzfristig. Es besteht eine Cash Pool Vereinbarung mit der Airbus SE. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 belaufen sich die Forderungen aus Cash Pooling auf TEUR 2.188 (i.Vj. TEUR 4.424).

Vermögenslage

Das Umlaufvermögen beträgt TEUR 8.418 (i. Vj. TEUR 9.651). Darin enthalten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 8.376 (i. Vj. TEUR 9.651) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 41 (i. Vj. TEUR 0). Die Veränderung des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus Forderungen für Leistungen (TEUR 5.708, i. Vj. TEUR 4.884) sowie Forderungen aus Cash Pooling (TEUR 2.188, i.Vj. TEUR 4.424).

Es bestehen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.722 (i. Vj. TEUR 4.760). Im Wesentlichen wurden Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sowie Personal- und Sozialrückstellungen gebildet. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem finalen Abschluss der tariflichen Erst-Eingruppierung.

Es bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.730 (i. Vj. TEUR 4.952). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.359 (i. Vj. TEUR 2.203), die aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 225, i. Vj. TEUR 339) sowie der Verbindlichkeit aufgrund der Ergebnisübernahme der Gesellschafter (TEUR 2.133, i. Vj. TEUR 1.864) resultieren.

Bedeutsame nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen der berichteten Gesundheit- und Sicherheitsindikatoren weist die Sicherheitsstatistik für 2023 13 Arbeitsunfälle aus, die zu Ausfalltagen geführt haben. Das prognostizierte Ziel, die Arbeitsunfälle im Jahr 2023 um 50% zu reduzieren, wurde erreicht.

Ziel ist es, die Arbeitsunfälle im Jahr 2024 um weitere 15% zu reduzieren.

Die Gesundheits-/Abwesenheitsstatistik weist im rollierenden Mittel bis Dezember 2023 12,4% (i. Vj. 14,1%) aus.

Gesamtaussage

Das Jahr 2023 war für die ALG ein Jahr der weiteren Stabilisierung und des Wachstums. Dies spiegelt sich wider in gestiegenen Auslieferungszahlen der Muttergesellschaft und somit dem Auftragsvolumen der ALG sowie der Anforderung zusätzlicher logistischer Dienstleistungen. Dies führte zu einem Wachstum der Gesellschaft und einem verbesserten Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung im Vergleich zum Vorjahr.

Chancen und Risiken

Die Airbus Logistik GmbH ist eingebettet in das konzernweite, von der Airbus SE gestaltete und bestimmte Enterprise Risk Management (ERM)-System. Das ERM-System zielt darauf ab, dem Management ein erweitertes Instrument für den effektiven Umgang mit den Unsicherheiten und den mit dem Geschäft der Airbus SE einhergehenden Risiken an die Hand zu geben. Das ERM umfasst ein hierarchisches Bottom-up- und Top-down-Berichtsverfahren, mit dem die Risiken und Chancen des Konzerns transparenter dargestellt werden können.

Im Rahmen des Finanzwesens wird, gemäß der Funktionstrennung, die Buchhaltung in separate Abteilungen nach den Nebenbüchern (Accounts Payable / Receivable, Cost Accounting, Fixed Assets, ...) organisiert. Die jeweiligen Arbeitsergebnisse zum Abschluss werden an die Abteilung Accounting übergeben, die darauf aufbauend die relevanten Informationen zur Rechnungslegung des Unternehmens zusammenführt.

Der Umstand, dass die Airbus Operations GmbH wesentlichster Kunde ist, birgt einerseits das Risiko der unmittelbaren Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung der Airbus Operations GmbH, aber andererseits ergeben sich hieraus auch erhebliche Chancen. So ist Airbus ein weltweit anerkannter Flugzeughersteller mit einem breiten Kundenportfolio. Durch die Anpassung seiner Fertigungsraten erhöht Airbus seine Fähigkeit zur Erfüllung der Kundenbedarfe und gleichzeitig seine Fähigkeit zur weiteren Anpassung an globale Marktentwicklungen. Aus der auf Dauer angelegten Zusammenarbeit der ALG mit der Airbus Operations GmbH ergeben sich aufgrund der Planungssicherheit zum einen perspektivische Entwicklungsmöglichkeiten, zum anderen sind die mittelfristigen Risikoaspekte hinsichtlich der Auftragslage weitgehend abgesichert. Der weitere geplante Anstieg der Produktionsraten der A320 Familie in den nächsten Jahren wirkt sich voraussichtlich positiv auf den Jahresüberschuss der ALG vor Ergebnisabführung aus.

Ebenfalls ergibt sich die Chance, im Wettbewerb mit externen Logistikdienstleistern weitere Logistikdienstleistungen innerhalb des Airbus Konzerns zu übernehmen. Die Chance wird von der Geschäftsführung in Ihrer Bedeutung als hoch angesehen.

Die nachfolgenden Risiken sind entsprechend der Höhe ihres Risikofaktors in absteigender Reihenfolge aufgeführt.

Die Informations- und Kommunikationssysteme, das industrielle Umfeld und die Dienstleistungen sind Cyber-Sicherheitsrisiken ausgesetzt, die direkt oder über Lieferketten wirken. Spionage, Einflussnahme und Sabotage können zu Datenlecks, Beeinträchtigungen der industriellen Systeme und Gefährdung von Dienstleistungen führen. Diese Risiken nehmen mit der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung in immer schnellerem Ausmaß zu.

Durch den bestehenden Wettbewerb im Markt sieht sich die ALG zunehmend einem Engpass bei der Rekrutierung von qualifizierten Fach- und Arbeitskräften ausgesetzt. Fehlendes Fachpersonal könnte in der Konsequenz zur Gefährdung des industriellen Hochlaufs der Endmontagelinien führen. Die Geschäftsführung hat daher geeignete Maßnahmen entwickelt, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Hierbei spielen u.a. Personal- und Talententwicklung und die noch engere und erweiterte Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern eine wichtige Rolle.

In Zusammenarbeit mit Airbus werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken weitestgehend zu minimieren.

Prognosebericht

Die Umsatzerlöse der ALG sind direkt abhängig von der konjunkturellen Entwicklung und hier insbesondere den Fertigungsraten der Airbus Operations GmbH und somit auch abhängig von den Entwicklungen der geopolitischen Risiken und den resultierenden gesamtwirtschaftlichen Folgen insbesondere im Geschäftsbereich der Airbus Operations GmbH.

Aufgrund der im Vergleich zu 2023 höheren Fertigungsraten in 2024 rechnet die Geschäftsführung der Airbus Logistik GmbH mit leicht steigenden Herstellkosten (TEUR 38.400) und entsprechend dazu leicht steigenden Umsätzen (TEUR 40.700) im Geschäftsjahr 2024.

Förderung weiblicher Führungskräfte

Aufgrund des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat die Gesellschafterversammlung der Airbus Logistik GmbH im Monat Mai 2023 per Gesellschafterbeschluss die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 16,67% und in der Geschäftsführung auf 0% festgelegt. Die Geschäftsführung der Airbus Logistik GmbH besteht aus einem Geschäftsführer. Eine Erweiterung der Geschäftsführung ist nicht vorgesehen. Da es nur eine Festlegung der Zielgröße für den Frauenanteil von Null oder 100% geben kann und der derzeitige Geschäftsführer ein Mann ist, ist die Festlegung auf eine Zielgröße von Null zwingend geboten. Diese Zielgrößen gelten bis zum 31. Dezember 2026.

Per 31. Dezember 2023 betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat 16,67% und in der Geschäftsführung 0%. Beide Ziele wurden damit erfüllt.

Die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung besteht aus zwei Personen und weist zum 31. Dezember 2023 einen Frauenanteil von 0% aus. Eine Erweiterung ist nicht vorgesehen. Im Monat Mai 2023 hat die Geschäftsführung den Frauenanteil in der ersten Ebene auf 0% festgelegt. Es besteht kein Anlass für einen Wechsel. Ein allgemeingültiges Diversitätskonzept besteht für die Geschäftsführung, ebenso wie für die erste Führungsebene - auch in Anbetracht der geringen Größe - nicht. Allerdings ist die Geschäftsführung bestrebt, in einem etwaigen Nachfolgefall die am besten geeignete Kandidatin bzw. den am besten geeigneten Kandidaten für vakante Stellen zu finden.

Die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung besteht aus neun Personen und weist zum 31. Dezember 2023 einen Frauenanteil von 22% auf. Die Zielgröße für den Frauenanteil der zweiten Ebene unterhalb der Geschäftsführung wurde auf mindestens 33,3% festgelegt.

Die Zielgrößen für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung sollen bis zum 31. Dezember 2026 erreicht werden.

 

Hamburg, den 7. August 2024

Herr Christoph Hettwer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Airbus Logistik GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Airbus Logistik GmbH, Hamburg‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Airbus Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Förderung weiblicher Führungskräfte" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die Geschäftsführung‌‌‌ ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Förderung weiblicher Führungskräfte" des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 7. August 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Buske, Wirtschaftsprüfer

Meyer, Wirtschaftsprüfer

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