Gurock Software GmbH
Bonner Straße 12, 51379 Leverkusen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Randall E. Jacops seit 24.11.2021 | Geschäftsführer |
Richard Lee Chambers III seit 24.11.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
TestRail Group Holdings, Inc. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gurock Germany Holding GmbHLeverkusenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021Gurock Germany Holding GmbH, LeverkusenDie Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 106652. Sitz der Gesellschaft ist Leverkusen. I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss der Gurock Germany Holding GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Erläuterungen erfüllen die relevanten Anforderungen der §§ 313 ff. HGB. Bei diesem Konzernabschluss handelt es sich um einen befreienden Konzernabschluss unter den Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB für das folgende inländische Tochterunternehmen: Gurock Software GmbH, Leverkusen Insbesondere kann dieses Tochterunternehmen für das Wirtschaftsjahr 2021 auf
verzichten. II. Angaben zum Konsolidierungskreis Die Gurock Germany Holding GmbH als Mutterunternehmen hält zum Bilanzstichtag - direkt und indirekt - die folgenden Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu 100 %. Die inländischen Tochterunternehmen
sowie die ausländischen Tochterunternehmen
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wird wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns die Tochtergesellschaft Travis Foundation UG (haftungsbeschränkt), Berlin. III. Angaben zu den Konsolidierungsgrundsätzen Stichtag Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2021 aufgestellt. Mit Ausnahme einer Gesellschaft, deren Bilanzstichtag der 31. März ist, entspricht der Stichtag der Einzelabschlüsse dem Stichtag des Konzernabschlusses. Diese Gesellschaft hat einen Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2021 erstellt. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung für alle Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung durch Verrechnung der Anschaffungskosten für die jeweiligen Anteile an den Tochterunternehmen mit dem jeweiligen anteiligen Eigenkapital. Dabei wird die Erstkonsolidierung gem. § 301 Abs. 2 HGB n. F. nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Hierzu werden die zum Zeitpunkt des Erwerbs bei einem Tochterunternehmen vorhandenen stillen Reserven und Lasten vor Durchführung der Erstkonsolidierung grundsätzlich vollständig aufgedeckt. Ein hiernach verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen, ein verbleibender negativer Betrag wird als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung auf der Passivseite der Bilanz unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen Anteile an assoziierten Unternehmen werden, soweit vorhanden, gem. § 311 HGB im Konzernabschluss unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen und gem. § 312 HGB at equity nach der Buchwertmethode bewertet. Assoziierte Unternehmen sind im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorhanden. Schuldenkonsolidierung Gem. § 303 HGB wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Eliminierung von Zwischenergebnissen Eine Zwischenergebniseliminierung wird, soweit erforderlich, gem. § 304 Abs. 1 HGB durchgeführt. Von der Eliminierung von Zwischenergebnissen, die auf Lieferungen zwischen assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen beruhen, wurde in Übereinstimmung mit § 312 Abs. 5 S. 3 i.V.m. § 304 Abs. 2 HGB abgesehen. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Gern. § 305 HGB werden die Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Latente Steuern Latente Steuern wurden in Anwendung der §§ 274 und 306 HGB und DRS 18 ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden nicht saldiert, sondern als Bruttoausweis auf Aktiv- und Passivseite der Bilanz gesondert ausgewiesen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden Steuersätze von 25 % bis 30 % angesetzt. Währungsumrechnung Die Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanz sowie die Aufwendungen und Erträge der Gewinn und Verlustrechnung der Gesellschaften, die ihren Sitz außerhalb des Euro-Währungsgebietes haben, werden entsprechend § 308 a HGB umgerechnet. Dabei werden die Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanz zum Mittelkurs am Bilanzstichtag und die Aufwendungen und Erträge aus der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Der Umrechnung des Eigenkapitals werden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung bei in Fremdwährung bilanzierenden Konzerngesellschaften die historischen Mittelkurse zum Stichtag der Erstkonsolidierung zugrunde gelegt. IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände, Geschäfts- und Firmenwert Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Vermögensgegenstände, die im Rahmen der Erstkonsolidierung aus der Aktivierung von Forschungs- und Softwareentwicklungskosten sowie Warenzeichen/Markennamen angesetzt wurden. Ein darüber hinaus verbleibender Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden je nach Geschäftsbereich über 3 bis 6 Jahre linear abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird je nach Geschäftsbereich über 5 bis 7 Jahre linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderungen waren nicht erforderlich. Sachanlagen Die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderungen waren nicht erforderlich. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderungen waren nicht erforderlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Forderungen in Fremdwährung Die Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen wurden mit ihrem Umrechnungskurs bei Erstverbuchung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten Diese werden zum Nominalwert angesetzt. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der hierunter ausgewiesene Betrag entspricht dem negativen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der Ranorex Inc., USA. Der Unterschiedsbetrag ist dem Eigenkapital zuzuordnen, da es sich um einen günstigen Gelegenheitskauf gehandelt hat. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, soweit ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorlagen. Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen, werden sie entsprechend nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung Die Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Umrechnungskurs bei Erstverbuchung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet für vor dem Bilanzstichtag geleistete Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen sowie für vor dem Bilanzstichtag erhaltene Einnahmen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen. V. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 siehe Anlage 1 zum Anhang. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 10.835.551,98 (Vorjahr: € 8.217.278,92) sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Forderungen gegen die Gesellschafterin IDERA lnc., USA, € 10.069.794,42 (Vorjahr: € 5.974.254,89). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten überwiegend Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von € 551.039,94 (Vorjahr: € 1.608.115,06). Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten umfasst im Wesentlichen Vorauszahlungen für Nutzungsüberlassungen und Software-Testing. Aktive Latente Steuern Der Vorjahresausweis betraf aktive latente Steuern der Ranorex GmbH, Österreich. Eigenkapital Zur Darstellung des Eigenkapitals wird auf die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 als Bestandteil des Konzern-Jahresabschlusses nach § 297 Abs. 1 HGB verwiesen. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von € 6.837.863,10 (Vorjahr: € 14.997.630,20) betreffen mit € 4.083.200,54 (Vorjahr: € 13.578.339,37) inländische Körperschaft und Gewerbesteuer sowie mit € 2.754.662,56 (Vorjahr: € 1.419.290,83) Ertragsteuern der ausländischen Tochterunternehmen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rückzahlungs-verpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Kosten für Abschluss- und Prüfungsarbeiten und Archivierungskosten. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten folgende Darlehen: Embarcadeo Technologies Europe Ltd, Berkshire, Großbritannien, in Höhe von € 7.765.054,60 (Vorjahr: € 20.479.718,73) und IDERA lnc., Houston, Texas € 0,00 (Vorjahr: € 8.008.066,89). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von € 3.555.828,76 (Vorjahr: € 16.099.247,12) um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Bei den übrigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich sowie Umsatzsteuern. Die Verbindlichkeiten für Latente Steuern aus Neubewertung im Konzern beträgt zum Stichtag € 635.634,90 (Vorjahr: € 1.969.467,84). Sie haben sich im Laufe des Geschäftsjahres um € 1.333.832,94 vermindert. Haftungsverhältnisse / Sonstige Finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2021 bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.v. § 285 Nr. 3a HGB in Form von Darlehensverträgen ("revolving demands") gegenüber verbundenen Unternehmen mit einem jederzeit abrufbaren Betrag von insgesamt bis zu 165 Mio € (Vorjahr: 165 Mio €) und hiervon sind bisher 33 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) in Anspruch genommen worden. Gleichzeitig bestehen gegenläufige Darlehensverträge ("revolving demands") gegenüber verbundenen Unternehmen im Betrag von Mio € 133 (Vorjahr: 143 Mio €), die jederzeit kurzfristig abrufbar sind. VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Vertrieb von Standardsoftware. Die für das Folgejahr erhaltenen Lizenzentgelte werden passiv abgegrenzt. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Die Produkte werden überwiegend online in Europa und USA vermarktet und von professionellen Softwareentwicklern und IT-Unternehmen angewendet. Die Regionen unterscheiden sich daher in der Art der Vermarktung nicht wesentlich. In den Umsatzerlösen sind Geschäfte mit verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 181 (Vorjahr: T€ 1.658) enthalten. Dem gegenüber stehen Aufwendungen aus erhaltenen Leistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 8.937 (Vorjahr: T€ 7.572). Sämtliche dieser Geschäfte erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vorwiegend Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3.293 (Vorjahr: T€ 264) und der Auflösung von Rückstellungen T€ 74 (Vorjahr: T€ 139). Abschreibungen auf neubewertete immaterielle Vermögensgegenstände aus Konsolidierung und auf Geschäfts- und Firmenwert Die immateriellen Vermögensgegenstände, die im Rahmen der Erstkonsolidierung aus der Aktivierung von Forschungs- und Softwareentwicklungskosten sowie Warenzeichen/Markennamen angesetzt wurden, werden je nach Geschäftsbereich über 3 bis 6 Jahre linear mit insgesamt T€ 4.921 (Vorjahr: T€ 10.780) abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird je nach Geschäftsbereich über 5 bis 10 Jahre linear mit insgesamt T€ 15.579 (Vorjahr: T€ 15.579) abgeschrieben. Die Nutzungsdauern wurden entsprechend der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer der jeweils zugrundeliegenden Software-Technologien ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderungen waren nicht erforderlich. Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentlicher Bestandteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Werbekosten, lntercompany-Leistungen, Rechts- und Beratungskosten, Verluste aus Anlageabgängen, Serverkosten, Buchführungskosten und Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses und Gebühren für Paymentprovider. Der Konzern betreibt keine eigene Forschung und Softwareentwicklung. Dies erfolgt über andere Unternehmen der IDERA Gruppe. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 319 (Vorjahr: T€ 1.605). Wesentliche periodenfremden Erträge und Aufwendungen bestanden nicht. Die sonstige betrieblichen Aufwendungen des Vorjahrs beinhalteten außerordentliche Aufwendungen aus der Schließung des Standortes Graz der Ranorex GmbH in Höhe von T€ 1.538. Zinsertrag und Zinsaufwand Von den sonstige Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen T€ 1.515 (Vorjahr: T€ 149) und von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen T€ 126 (Vorjahr: T€ 2.334) die Gesellschafterin. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In dem Posten sind Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von insgesamt T€ 377 (Vorjahr: T€ 547) enthalten. VII. Organe der Konzern-Muttergesellschaft Geschäftsführer der Gurock Germany Holding GmbH waren im Geschäftsjahr 2021 Richard Lee Chambers III, Austin, Texas Randall E. Jacops, Austin, Texas Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer entspricht deren jeweiliger Organstellung. Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft. Es bestehen keine Vorschüsse, Kredite, Haftungsverhältnisse zugunsten der Organmitglieder. VIII. Sonstige Pflichtangaben 1. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2021 wurden durchschnittlich 34 (Vorjahr: 57) Mitarbeiter beschäftigt. 2. Anteilsbesitz Der Konzern der Gurock Germany Holding GmbH hält an folgenden Gesellschaften Anteile:
3. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird mit sämtlichen Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der IDERA lnc., Texas/USA, einbezogen. Die IDERA lnc. mit Sitz in Texas/USA stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die TA Buckeye Parent LLC, Delaware, USA stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Die jeweiligen Konzernabschlüsse können am Sitz der jeweiligen Gesellschaften eingesehen werden. Diese Konzernabschlüsse entsprechen nicht den Befreiungsvorschriften der § 291/ § 292 HGB, insofern war der vorliegende Teilkonzernabschluss der Gurock Germany Holding GmbH aufzustellen. 4. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernanschlusses betrug € 30.000 (Vorjahr: € 30.000). Weitere Dienstleistungen für die im Konzernabschluss eingebundenen Unternehmen wurden nicht erbracht. IX. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Im März 2022 sind die Travis CI GmbH, Berlin sowie die Travis CI Inc. aufgrund des Verkaufs der Anteile aus dem Konzern ausgeschieden. Hieraus ergibt sich in 2022 ein Effekt in Höhe von einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag zu Gunsten des Konzernergebnisses. Hinsichtlich des gegenwärtigen Ukraine-Konfliktes und der Corona-Krise verweisen wir auf den Konzern-Lagebericht, Abschnitt V. Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, lagen nicht vor. X. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der Gurock Germany Holding GmbH schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von € 33.238.050,97 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag der Gesellschaft von € 30.523.485,89 verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen. Auf neue Rechnung werden € 63.761.536,86 vorgetragen.
Leverkusen, den 09. März 2023 Richard Lee Chambers III Randall E. Jacops Konzernlagebericht für 2021I. Grundlagen des Konzerns 1. Organisation und Geschäftsmodell 2. Strategie und Ziele II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Gesamtaussage zum Geschäftsjahr 3. Vergleich Prognose mit tatsächlicher Entwicklung 4. Geschäftsverlauf 1. Gurock Software 2. Travis CI 3. Ranorex 4. Kiuwan III. Prognose, Risiko- und Chancenbericht IV. Internes Kontrollsystem bezogen auf die Rechnungslegungsprozesse I. Grundlagen des Konzerns 1. Organisation und Geschäftsmodell Die Gurock Germany Holding GmbH und ihre direkten und indirekten 100 % igen Tochtergesellschaften bilden einen Teil-Konzernabschluss innerhalb des Gesamtkonzerns der IDERA Inc., Houston, Texas, USA. Die Muttergesellschaft IDERA Inc. hält ein weltweites Portfolio von Marken, die B2B-Software anbieten, darunter Datenbank-Tools, Tools für die Anwendungsentwicklung, Testmanagement-Tools und Prozessoptimierungs-Tools (DevOps-Tools). Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Houston, Texas, und verfügt über weltweite Niederlassungen, u.a. in Australien, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Österreich und Spanien. Der Teilkonzern der Gurock Germany Software GmbH ist ein wesentlicher Bestandteil der IDERA-Gruppe für die Regionen Deutschland, Österreich, Spanien und USA und besteht aus folgenden Unternehmen, an denen die Obergesellschaft direkt oder indirekt zu 100 % beteiligt ist:
2. Strategie und Ziele Strategisches Ziel von IDERA und seiner Tochterunternehmen ist die Weiterentwicklung und der Ausbau eines Angebotes von hochwertigen B2B-Softwaretools, die ein hohes Maß an Vertrauen durch die technischen Anwender in den Bereichen Datenbankverwaltung über die Anwendungsentwicklung bis hin zum Testmanagement genießen. Die Anwendungen von IDERA unterstützen die Anwender dabei, mit möglichst geringem Aufwand verbesserte Lösungen zur Erreichung ihrer strategischen Ziel zu erreichen. Der Fokus von IDERA Inc. war von Beginn an auf den Endbenutzer gerichtet und auf die Unterstützung von Softwareanwendern bei technischen Echtzeit-Entscheidungen in Unternehmen. In den letzten 20 Jahren hat IDERA Inc. ständig weitere Tools und Innovationen für eine wachsende Anzahl von Anwendern bereitgestellt und sich durch die Erweiterung des Markenportfolios als vertrauenswürdiger Berater etabliert. Alle diese Marken haben folgendes gemeinsam:
Als Dienstleister im Bereich IaaS (Infrastructure as a Service) hat IDERA umfangreiche Komplettlösungen zur Nutzung der Vorteile von Cloud-Datenbanken zur Erhöhung der organisatorischer Effizienz mit Tools wie SQL Diagnose, SQL Safe Backup und SQL Compliance Manager. Produktentwicklung Die Unternehmen des Teilkonzerns der Gurock Germany Holding GmbH betreiben ausschließlich die Vermarktung der jeweiligen Softwareprodukte. Forschung und Produktentwicklung selbst werden durch entsprechend spezialisierte Unternehmen der IDERA-Gruppe, z.B. in den USA betrieben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Weltwirtschaft Weltwirtschaftslage 2021/22 Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Schlussquartal 2021 wieder etwas verstärkt. Die Wirtschaftsentwicklung war aber regional recht unterschiedlich. In den USA und in Japan legte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) dank einer gewissen Entspannung bei den Produktionshemmnissen und dem Abflauen des Infektionsgeschehens wieder kräftig zu. In China trug die Normalisierung der Stromversorgung zu einem schwungvolleren Wachstum bei. In Europa wurde die Wirtschaft hingegen erneut durch die Pandemie ausgebremst. Im Euroraum schwächte sich die Aufwärtsbewegung deutlich ab, weil Eindämmungsmaßnahmen verschärft wurden und Konsumenten sich wieder vorsichtiger verhielten. Das globale BIP lag im Jahr 2021 bei rund 96,3 Billionen US-Dollar. Die Staaten mit dem größten Bruttoinlandsprodukt kommen aus dem Kreis der Industrie- und Schwellenländer. Im Jahr 2021 waren die USA das Land mit dem größten BIP (etwa 23 Billionen US-Dollar). Auf Rang zwei kam China mit etwa 17,46 Billionen US-Dollar. Für das Jahr 2022 geht die Bundesregierung davon aus, dass die Knappheiten, verursacht durch Pandemie und globalen Lieferengpässen im Laufe des Jahres 2022 allmählich abgebaut werden können, womit auch der Preisdruck durch diesen Faktor nachlassen dürfte. Die Bundesregierung rechnet mit einer entsprechenden preisbereinigten Steigerungsrate des BIP von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einer Erhöhung um schätzungsweise 2,6 Prozent im Jahr 2021. Europa / OECD und Deutschland Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2021 geprägt von der Corona Pandemie. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft aber nach dem Einbruch im Jahr 2020 erholen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als 2020 (auch kalenderbereinigt). Das reichte jedoch nicht, um den starken Rückgang im ersten Corona-Jahr aufzuholen: Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor der Krise, war das BIP noch um 2,0 % niedriger. Die konjunkturelle Entwicklung im Jahresverlauf war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Corona-Schutzmaßnahmen. Zum Jahresbeginn befand sich Deutschland mitten in der zweiten Corona-Welle und in einem Lockdown. Das führte im 1. Quartal zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts. Als die Beschränkungen im Verlauf des Jahres 2021 nach und nach wegfielen, erholte sich die deutsche Wirtschaft spürbar. Die zunehmenden Liefer- und Materialengpässe dämpften jedoch die Erholung, die zum Jahresende durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der staatlichen Schutzmaßnahmen gestoppt wurde. Das BIP hat im 4. Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal um 0,7 % abgenommen. Für den Euroraum ist die Wirtschaft im ersten Quartal 2022 noch durch das Infektionsgeschehen insbesondere mit der Omikron-Variante belastet. Im Zuge weiterer Impffortschritte, wieder sinkender Infektionszahlen und in der Folge schrittweiser Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen hat ab dem Frühjahr ein erneuter wirtschaftlicher Expansionsprozess eingesetzt. Die wirtschaftliche Entwicklung im Herbst 2022 war durch eine historisch hohe Inflation von 10,4 % gekennzeichnet. Im Dienstleistungssektor betrug sie allerdings lediglich 4,0 %. Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Globale Entwicklung des IT-Marktes, insbesondere der IT-Dienstleistungen Der IT-Markt ist unterteilt in IT-Dienstleistungen, Computerhardware, Telekommunikations- und Softwareprodukte. Im Bereich der IT-Dienstleistung ist Cloud Computing die Technik der Verarbeitung, Speicherung und Verwaltung von Daten auf einem Netzwerk von Remote-Computern, die im Internet gehostet werden, anstatt auf einem persönlichen Computer oder einem lokalen Server. Hier ist speziell das Marktsegment "Infrastructure as a Service (IaaS)" ein Cloud-Computing-Dienst, der einen großen Anteil am IT-Cloud-Markt hat. Externe IT-Dienstleister bieten ihren Kunden die Nutzung von Anwendungssoftware über das Internet an. Der Kunde verbindet sich normalerweise über ein Client-Programm oder einen Web-Browser mit dem Cloud-Dienst, eine lokale Installation der Software ist nicht nötig. Der weltweite Umsatz mit Cloud Computing betrug im Jahr 2021 rund 412,6 Milliarden US-Dollar (ohne Cloud Advertising). Davon entfielen rund 146,3 Milliarden US-Dollar auf den Bereich Software-as-a-Service, weitere rund 90 Milliarden US-Dollar auf Platform-as-a-Service, 91 Milliarden US-Dollar auf Infrastructure-as-a-Service und rund 55 Milliarden US-Dollar auf den Bereich Business-Process-as-a-Service. Der IaaS-Markt wächst unvermindert weiter, da Cloud-Native zur primären Architektur für moderne Workloads wird", sagt Sid Nag, VP Analyst bei Gartner. Auch der weltweite Markt für IT-Services insgesamt wächst seit Jahren beständig. Im Zuge der Corona-Pandemie schickte eine Vielzahl an Unternehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice, um die Ausbreitung des Virus zu verringern und den Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Dies führte zu einer weiter steigenden Nachfrage auf dem IT-Markt.und der IT Services. Im Jahr 2022 belaufen sich die Ausgaben für IT-Services weltweit auf rund 1,28 Billionen US-Dollar. Entwicklung der Informations-Technologie in Deutschland Die Entwicklungen im deutschen IT-Markt verliefen in 2021 aufgrund der starken internationalen Vernetzungen ähnlich wie in der globalen Entwicklung. Wesentliche Einflussfaktoren waren die Corona-Pandemie und die Entwicklung bei den internationalen Lieferketten. Im Jahr 2021 stieg der Umsatz auf dem ITK-Markt deutlich. Das Volumen wuchs um 3,9 Prozent auf 178,4 Milliarden Euro, was vor allem am guten Geschäft mit IT-Hardware und Software lag. Dabei nutzten im Berichtsjahr bereits 82 % der Unternehmen in Deutschland Cloud Computing gegenüber 76 % im Vorjahr. Der Umsatz mit Cloud-Computing-Services in Deutschland beläuft sich im Jahr 2021 auf insgesamt rund 12,1 Milliarden Euro. Der Markt für Informationstechnik hat 2022 wie im Vorjahr weit überdurchschnittlich zugelegt und seine Bedeutung als größtes Branchensegment weiter ausgebaut. II. Geschäftsverlauf Der Konzern-Nettoumsatz nach Konzerneliminierungen betrug im Geschäftsjahr 2021 T€ 82.139 (Vorjahr: T€ 72.512). Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) beträgt im Geschäftsjahr 2021 T€ 62.158 (Vorjahr: T€ 43.258). Das prognostizierte nachhaltige Wachstum in Umsatz und operativem Ergebnis wurde damit 2021 erreicht. Aufgrund der vorzunehmenden Neubewertungen im Konzernabschluss und der damit verbundenen Abschreibungen i.H.v. T€ 4.921 (Vorjahr: T€ 10.780) auf die hierbei aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände, sowie Abschreibungen auf den verbleibenden Geschäfts- und Firmenwert i.H.v. T€ 15.579 (Vorjahr: T€ 15.579) verminderte sich das Ergebnis vor Steuern auf T€ 42.204 (Vorjahr: T€ 14.389). Der Jahresüberschuss beträgt im gelaufenen Geschäftsjahr T€ 25.921 (Vorjahr: T€ 3.965). III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Neben der oben beschriebenen positiven Entwicklung der Umsatzerlöse wurden auch im Bereich der Kosten günstige Effekte erzielt, was insgesamt zu dem sehr positiven operativen Geschäftsergebnis (EBITDA) von T€ 62.158 (Vorjahr: T€ 43.258) führte. Die seit einigen Jahren verfolgte Strategie, die Ressourcen innerhalb der IDERA-Gruppe zu bündeln, führte im Geschäftsjahr 2021 zu einer erheblich wesentlicheren Personalkostenreduzierung von 63,1 % (Vorjahr: 27,2 %). Die entsprechend erforderlichen Dienstleistungen werden zunehmend von Schwestergesellschaften bezogen und verrechnet. Im Geschäftsjahr 2020 wurde der Standort Graz/Österreich des Konzernunternehmens Ranorex GmbH geschlossen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im laufenden Geschäftsjahr keine außerordentlichen Aufwendungen aus der Schließung dieses Standortes mehr (Vorjahr: T€ 1.538). Die Vermögenslage des Konzerns ist sehr stark durch die aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände der in den letzten Jahren erworbenen Konzerngesellschaften von T€ 2.267 (Vorjahr: T€ 7.188) sowie den verbleibenden Geschäfts- und Firmenwert von T€ 51.167 (Vorjahr: T€ 72.746) geprägt. Sachanlagen bestehen nur in geringem Umfang. Die Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen Ausleihungen an verbundene Unternehmen der IDERA-Gruppe von T€ 33.357 (Vorjahr: T€ 19.075). Die ertragsbedingt deutlich erhöhte Eigenkapitalquote von 50,3 % (Vorjahr: 28,9 %) trägt nach wie vor zur stabilen Lage der Gesellschaft bei und bietet eine solide Grundlage für weiteres Wachstum. Ein wesentlicher Vermögensposten des Umlaufvermögens sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 10.836 (Vorjahr: T€ 8.217). Aufgrund eines guten Forderungsmanagements bestehen keine nennenswerten Forderungsausfälle. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich zum Stichtag auf T€ 11.098 (Vorjahr: T€ 7.012) und resultieren im Wesentlichen aus Liefer- und Leistungsforderungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Darlehen mit Restlaufzeiten von 1 - 5 Jahren. Die Darlehen in ausländischer Währung haben wechselkursbedingt das Jahresergebnis zusätzlich mit ca. € 0,3 Mio. (Vorjahr: € 1,6 Mio.) belastet. Die Wechselkurserträge des Geschäftsjahres betrugen hingegen € 3,3 Mio. (Vorjahr: 0,3 Mio.). Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Zum Stichtag betragen die liquiden Mittel T€ 6.487 (Vorjahr: T€ 6.201). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden lediglich in geringfügiger Höhe von T€ 228 (Vorjahr: T€ 342). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird insgesamt als gut eingeschätzt. Sie ermöglicht es, den angestrebten Wachstumskurs überwiegend aus eigenen Mittel zu finanzieren. IV. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Veränderung der finanziellen Leistungsindikatoren wird auf die dargestellten Erläuterungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen sowie auf die folgende Tabelle:
V. Prognosebericht, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die Gurock Germany Holding GmbH und ihre Tochterunternehmen ist in das Risikomanagementsystem der lDERA-Gruppe eingebunden, in dem unter anderem unterjährig regelmäßige Risikomeldungen erfolgen, worin jegliche Arten von erkennbaren Gefährdungen bewertet werden. Eine Chance stellt auch die Diversifizierung der Softwareprodukte innerhalb der einzelnen Tochterunternehmen dar. Diese ermöglichen es, Marktanteile weiter auszubauen und den Einfluss im Markt zu stärken. Darüber hinaus können durch die organisatorische Eingliederung der Gesellschaften in die IDERA-Gruppe Synergieeffekte erzielt werden. Die Anzahl der in den Konzernabschluss eingezogenen Unternehmen hat sich im Jahr 2021 nicht verändert. Im März 2022 ist die Travis CI GmbH an eine andere Gesellschaft innerhalb der IDERA Gruppe veräußert worden und ist somit aus dem Konzernkreis der Gurock Germany Holding GmbH ausgeschieden. Die Unternehmen des Konzerns sichern das Wechselkursrisiko nach Möglichkeit ab, indem es an Kunden in Ländern der EURO-Zone in EURO und außerhalb Europas in USD verkauft. Gurock überwacht die Entwicklung der Wechselkurse sorgfältig, und wo immer möglich, werden alle Einkäufe und Zahlungen in EUR oder USD getätigt. Durch die Einziehung von Kundenforderungen in der lokalen Währung wird die Notwendigkeit des Kaufs der lokalen Währung gemildert. Die Finanzierung einschließlich der Abrufe von offenen Darlehensforderungen "revolving demands" innerhalb der Gruppe wird von der Muttergesellschaft einheitlich über alle Gesellschaften gesteuert. Darlehensansprüche innerhalb der Unternehmensgruppe werden grundsätzlich nicht gegen Währungsschwankungen abgesichert. Ein Risiko stellt die Abhängigkeit von der IDERA-Gruppe dar. Da die Tochterunternehmen des Gurock Konzerns keine oder nur wenige eigene Mitarbeiter haben, obliegt die Weiterentwicklung und erfolgreiche Vermarktung der Produkte allein der Gruppe. Abgesehen von allgemeinen Betriebsrisiken aus dem Einsatz umfangreicher EDV- und Telekommunikationstechnik sowie den allgemeinen Geschäftsrisiken, sind Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen könnten, auf Basis unseres derzeitigen Kenntnisstands nicht erkennbar. Unter Berücksichtigung dieser Sachverhalte gelangen wir zu der Einschätzung, dass der Teilkonzern der Gurock Germany Holding GmbH, insbesondere durch die Eingliederung in die lDERA-Gruppe, weiterhin gut positioniert ist und sich bietende Chancen nutzen kann. Es ist davon auszugehen, dass die Gruppe den Wachstumskurs auch weiterhin finanziell unterstützt. Digitalisierung, Big Data und Cloud-Computing haben auch im Jahr 2021 ihren Siegeszug weitergeführt. Auch die mit der Corona-Krise verbundenen Kontaktbeschränkungen werden diesen Trend weiter unterstützen. Der bestehende ausgeprägte Dienstleistungsgedanke und das nachhaltig erarbeitete Vertrauen unserer Kunden werden sowohl Ansporn als auch Ausgangsbasis weiterer Maßnahmen sein, die dazu führen werden, uns weiterzuentwickeln, zu wachsen und die gesteckten Ziele zu erreichen. Globale wirtschaftliche Faktoren werden sehr wohl eine Rolle spielen, sie können und werden aber der technologischen Weiterentwicklung rund um alle Themen der IT keine unüberwindbaren Hindernisse bereiten. Die Aussichten für unsere Märkte haben sich auch 2021 nicht zuletzt durch die weiterhin expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) positiv entwickelt. Diese lockere Geldpolitik kann allerdings gleichzeitig auch durch eine erneute Verschärfung der Staatsschuldenkrise und durch ein mögliches Wiederaufflammen der Bankenkrise zu großen volkswirtschaftlichen Risiken führen. Nach Auffassung des Sachverständigenrats können rasch steigende Zinsen zu Verwerfungen im Finanzsystem führen und Banken unter Druck setzen. Mögliche Unsicherheitsfaktoren sind die Entwicklung der politischen Konstellation in Europa nach dem Brexit, die politische Destabilisierung in Osteuropa, der wirtschaftliche Schaden aufgrund der Corona-Krise. Nachhaltige Ertrags- und Umsatzsteigerung bleiben im Fokus und werden mit großer Wahrscheinlichkeit erreicht. Die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit des Unternehmens, auch für zukünftiges Wachstum, steht weiterhin im Fokus. Aufgrund unseres Geschäftsmodells waren wir von diesen Entwicklungen nur sehr gering betroffen. Die weiteren Auswirkungen sowie daraus resultierende Risiken beobachten wir laufend, wobei die gesamtwirtschaftlichen Risiken im Besonderen durch politische Entscheidungen geprägt sein werden. Neben den allgemeinen politischen Unsicherheiten in Europa bestehen grundsätzlich auch Risiken in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kunden. Da unser Kundenstamm unter anderem hochgradig diversifiziert ist, sehen wir für uns derzeit kein erhöhtes Risiko. Bei der Umsatzplanung wurden die Erwartungen über die Investitionsbereitschaft in IT-Projekte und der zunehmende Wettbewerbsdruck sowie die Corona-Krise und die aktuelle politische Lage berücksichtigt . Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir trotz Ausscheiden der Travis Gesellschaften aus dem Konzernverbund aufgrund von entsprechendem Wachstum in den anderen Geschäftsbereichen Gurock, Ranorex & Kiuwan von weiter wachsenden Umsatzerlösen auf rund € 84 Mio. und einem entsprechenden profitablen Betriebsergebnis (EBITDA) von rund € 62 Mio. aus.
Leverkusen, 9. März 2023 Richard Lee Chambers III Randall E. Jacops BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gurock Germany Holding GmbH, Leverkusen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Gurock Germany Holding GmbH, Leverkusen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Gurock Germany Holding GmbH, Leverkusen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 9. März 2023 Akkurata
Treuhand GmbH
Busch, Wirtschaftsprüfer Hermenns, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31.12.2021Aktiva
Passiva
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. - 31.12.2021
Kapitalflusssrechnung vom 01.01. - 31.12.2021
Konzern Eigenkapitalentwicklung vom 01.01. - 31.12.2021
Konzern Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01. - 31.12.2021
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