Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 11506
Vorher
Disko Leasing Gesellschaft mit beschränkter HaftungGE Capital Leasing GmbH
Eingetragen
6.1.1969
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenLeasing von nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern, ohne CopyrightsVermietung von sonstigen Maschinen, Geräten und beweglichen Sachen a. n. g.
Gegenstand
Der Abschluss von Leasing-, Mietkauf- und ähnlichen Verträgen sowie der An- und Verkauf und die Verwaltung von Forderungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Helena Skrapec
seit 6.1.2026
Prokura
Lisa Minx
seit 6.1.2026
Prokura
Isabelle Chevelard
seit 6.8.2025
Prokura
Nina Stedtler
seit 6.8.2025
Prokura
Christophe Jéhan
seit 6.8.2025
Prokura
Annett Daldrup
seit 10.4.2025
Geschäftsführer
Niels Vollrath
seit 8.1.2025
Prokura
Julia Dr. Paschwitz
seit 9.8.2024
Prokura
Jan Oetzmann
seit 9.8.2024
Prokura
Mario Maiwald
seit 9.8.2024
Prokura
Marco Voosen
seit 29.1.2024
Geschäftsführer
Prokura
Gisa Spanier
seit 11.9.2023
Prokura
Nina Quednau
seit 11.9.2023
Prokura
Ingolf Ewald Meyer
seit 11.9.2023
Prokura
Prokura
Marcus Jacob
seit 17.1.2022
Prokura
Rebekka Vogelbruch
seit 17.1.2022
Prokura
Iris Philipp
seit 4.8.2021
Prokura
Christoph Wiegand
seit 4.8.2021
Prokura
Inken Westphal
seit 4.8.2021
Prokura
Jochen Deriks
seit 4.8.2021
Prokura
Annika Grenzebach
seit 4.8.2021
Prokura
Doris Spiegel
seit 4.8.2021
Prokura
Benjamin Thiel
seit 4.8.2021
Prokura
Prokura
Berthold Rüsing
seit 10.8.2018
Geschäftsführer
Maria Topaler
seit 10.8.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Elmar Wilhelm Lukas
seit 4.7.2014
Geschäftsführer
Benutze den API-Playground, um alle Ergebnisse zu sehen

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Banque Fédérative du Crédit Mutuel S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TARGO Deutschland GmbH
Germany
6.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TARGO Leasing GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
1. Barreserve 0 1
Kassenbestand 0 1
2. Forderungen an Kreditinstitute 278.455 286.997
täglich fällig 278.455 286.997
3. Forderungen an Kunden 612.421 564.607
4. Leasingvermögen 736.902 632.927
5. Immaterielle Anlagewerte 153 216
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 141 204
b) geleistete Anzahlungen 11 11
6. Sachanlagen 3 297
7. Sonstige Vermögensgegenstände 1.062 966
Summe der Aktiva 1.628.997 1.486.009

PASSIVA

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.424.521 1.286.858
a) täglich fällig 67.403 52.568
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.357.118 1.234.290
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 8.619 7.051
andere Verbindlichkeiten 8.619 7.051
a) täglich fällig 8.608 7.040
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 11 11
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.665 13.949
4. Rechnungsabgrenzungsposten 7.930 6.637
5. Rückstellungen 50.084 44.337
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 44.916 38.870
b) andere Rückstellungen 5.168 5.467
6. Nachrangige Verbindlichkeiten 17.178 17.177
7. Fonds für allgemeine Institutsrisiken 20.000 12.000
8. Eigenkapital 98.000 98.000
a) gezeichnetes Kapital 6.000 6.000
b) Kapitalrücklage 92.000 92.000
Summe der Passiva 1.628.997 1.486.009

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

in TEUR 2023 2022
1. Leasingerträge 305.280 283.021
2. Leasingaufwendungen -68.575 -60.912
3. Leasingergebnis 236.705 222.109
4. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 30.289 12.641
Zinserträge 30.289 13.819
abzüglich negative Zinserträge aus Geldmarktgeschäften 0 -1.178
5. Zinsaufwendungen -22.332 -2.850
Zinsaufwendungen -22.498 -4.392
abzüglich positive Zinsaufwendungen 166 1.542
6. Zinsergebnis 7.957 9.791
7. Provisionsaufwendungen -4.325 -3.730
8. Provisionsergebnis -4.325 -3.730
9. Sonstige betriebliche Erträge 1.081 1.562
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -34.024 -25.083
a) Personalaufwand -7.311 -1.889
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.311 -1.889
-darunter: für Altersversorgung: TEUR -7.311 (2022: TEUR -1.889)-
b) andere Verwaltungsaufwendungen -26.714 -23.194
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen -199.591 -191.654
a) auf Leasingvermögen -199.421 -191.294
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -171 -360
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -621 -1.136
13. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapiere sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 2.481 534
14. Aufwendungen aus Zuführung zum Fonds für allgemeine Institutsrisiken -8.000 0
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.662 12.392
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 83 820
17. Ergebnis nach Steuern 1.745 13.211
18. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -1.745 -13.211
19. Jahresüberschuss 0 0

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 12. März 2024.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Allgemeine Angaben

Die TARGO Leasing GmbH (TARGO Leasing, Gesellschaft) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Düsseldorf. Sie wird beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Registernummer HRB 11506 geführt.

Gegenstand des Unternehmens ist vor allem die Erbringung von Finanzdienstleistungen nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 (Leasing) und 10 (Factoring) des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG).

Die Werte im Jahresabschluss werden auf volle Tausend gerundet. Hieraus können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten auftreten.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Rechnungslegung hat die Gesellschaft die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV), das Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie die handelsrechtlichen Vorschriften (Handelsgesetzbuch - HGB) beachtet.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Erstellung des Lageberichts erfolgten unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten bzw. sich gesetzliche Änderungen ergaben.

Die Barreserve wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert zuzüglich abgegrenzter Zinsen ausgewiesen. Die hieraus resultierenden Zinserträge werden abzüglich negativer Zinserträge ausgewiesen.

Forderungen an Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert zuzüglich abgegrenzter Zinsen ausgewiesen. Die in den Forderungen an Kunden enthaltenen Mietkaufforderungen und angekauften Forderungen aus Leasingverträgen werden zum Barwert bilanziert.

Die Risikovorsorge für latente und akute Ausfallrisiken aus Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden basiert auf einem Modell zur Ermittlung erwarteter Kreditverluste. Eine Wertminderung wird gebildet, wenn der unter Berücksichtigung der Sicherheiten erzielbare Betrag der Forderung niedriger ist als der Buchwert, wenn also die Forderung ganz oder teilweise uneinbringlich ist und daher eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Bei der Schätzung der erwarteten Kreditverluste findet eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Berechnung unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes sowie angemessener und belastbarer Informationen, die ohne einen unverhältnismäßig hohen Kosten- oder Arbeitsaufwand zur Verfügung stehen, statt. Zahlungsflüsse aus der Verwertung der gehaltenen Sicherheiten oder anderer Bonitätsverbesserung, die wesentlicher Bestandteil der Vertragsbedingungen sind, werden berücksichtigt. Für die Ermittlung der Risikovorsorge für latente Ausfallrisiken erfolgt die Ermittlung der erwarteten Ausfallsumme anhand des IFRS 9-Stufenmodell mit den Risikoparametern Ausfallwahrscheinlichkeit, -verlustquote und -kredithöhe. In Abhängigkeit von den Veränderungen der Kreditqualität seit dem Zugangszeitpunkt erfolgt die Erfassung der Risikovorsorge entweder in Höhe des erwarteten Zwölfmonats-Kreditverlusts oder - soweit im Vergleich zum Zugangszeitpunkt eine signifikante Verschlechterung des Adressenausfallrisikos vorliegt oder ein Ausfallereignis eintritt - in Höhe des über die Restlaufzeit des Kredits erwarteten Kreditverlusts. Grundlage der Risikoparameter sind die in der Vergangenheit beobachteten Werte, die an aktuelle Gegebenheiten und Prognosen zukünftiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die ohne einen unverhältnismäßig hohen Kosten- oder Arbeitsaufwand zum Bilanzstichtag zur Verfügung stehen, angepasst werden, sofern sie die Risikosituation am Bilanzstichtag nicht hinreichend widerspiegeln. Die gesamte Risikovorsorge auf Forderungen wird aktivisch abgesetzt.

Sind im Leasingvertrag Leasingraten vereinbart, die nicht der im Zeitablauf gleichbleibenden Nutzungsüberlassung des Leasingvermögens entsprechen, wird ein Abgrenzungsposten gebildet. Die Höhe des Abgrenzungspostens entspricht der Differenz zwischen den vom Leasingnehmer gezahlten Leasingraten und dem bei linearem Ratenverlauf zu zahlenden Entgelt.

Das Leasingvermögen wird mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die planmäßige Abschreibung bis auf den kalkulierten Restwert erfolgt linear über die Vertragslaufzeit der zu Grunde liegenden Leasingverträge. Auf Objekte aus leistungsgestörten Leasingverträgen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf Leasingvermögen werden zum Nennwert bilanziert.

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte werden zum Nennwert bilanziert.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung bestimmter, selbst geschaffener immaterieller Anlagewerte macht die TARGO Leasing keinen Gebrauch.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 (jeweils ohne Umsatzsteuer) werden aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände bis EUR 250 (ohne Umsatzsteuer) werden direkt im Aufwand erfasst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag zuzüglich abgegrenzter Zinsen ausgewiesen. Die daraus resultierenden Zinsaufwendungen werden abzüglich positiver Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Einnahmen aus Forderungsverkäufen, Mietvorauszahlungen sowie einbehaltene Servicekosten aus forfaitierten Mietkaufforderungen werden passivisch abgegrenzt. Die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt für die Einnahmen aus Forderungsverkäufen linear über die Dauer des Forderungskaufvertrages. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Restwerten werden über die Grundmietzeit linear auf den Nominalwert aufgestockt. Abgegrenzte Servicekosten für forfaitierte Mietkaufraten sowie Mietvorauszahlungen werden über die Vertragslaufzeit aufgelöst. Die passivischen Abgrenzungen aus nicht linearen Ratenplänen aus Leasingverträgen werden linear über die dafür vorgesehene Nutzungsüberlassung des Leasingvermögens aufgelöst.

Bei einer außerplanmäßigen Abschreibung auf das Leasingvermögen wird der passive Rechnungsabgrenzungsposten aus Forfaitierungen zum Zeitpunkt der Vertragskündigung ergebniswirksam aufgelöst und das Leasingobjekt auf einen Erinnerungswert abgeschrieben.

Rückstellungen werden für Verpflichtungen, die zum Bilanzstichtag dem Grunde und/oder der Höhe nach ungewiss sind, sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Höhe der Rückstellungen entspricht dem nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelten Erfüllungsbetrag. Bei der Bestimmung werden vorhersehbare Kosten- und Preisänderungen sowie die Risiken und Unsicherheiten in Bezug auf die Verpflichtung berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer erwarteten Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis der durchschnittlichen Laufzeit der Verpflichtung sowie unter Zugrundelegung der von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Zinssätze abgezinst. Die Erträge und Aufwendungen aus der Ab-/Aufzinsung von Rückstellungen werden, sofern es sich nicht um Rückstellungen aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft handelt, innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden von unabhängigen Versicherungsmathematikern grundsätzlich nach der projizierten Einmalbeitragsmethode ermittelt.

Zur Sicherung gegen allgemeine Institutsrisiken dient der Sonderposten gemäß § 340g HGB.

Bei Mietkaufgeschäften wird zu Beginn der Vertragslaufzeit weder der Erlös aus dem Verkauf des Mietkaufgegenstands noch der betragsgleiche Aufwand aus dem Abgang des Mietkaufgegenstands in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der in der Mietkaufrate enthaltene, nach einem finanzmathematischen Verfahren ermittelte Zinsanteil wird laufzeitanteilig vereinnahmt.

Die Währungsumrechnung erfolgt entsprechend § 256a HGB. Das in ausländischer Währung angeschaffte Leasingvermögen wird mit historischen Kursen umgerechnet. Die übrigen Vermögensgegenstände und Schulden werden zu den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank, Frankfurt am Main (EZB), am Bilanzstichtag bewertet. Erträge aus der Währungsumrechnung wurden nur berücksichtigt, soweit die Vermögensgegenstände und Schulden durch Vermögensgegenstände und Schulden in derselben Währung besonders gedeckt sind. Aufwendungen und Erträge in fremder Währung werden zum jeweiligen Transaktionskurs umgerechnet.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in Staffelform. Das Gliederungsschema gemäß Formblatt 3 der RechKredV wurde dabei um Zwischensummen ergänzt.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Von der Möglichkeit der Überkreuzkompensation gemäß § 340f Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht.

Der Ausweis von nicht-ertragsabhängigen Betriebssteuern erfolgt im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen".

Es besteht umsatz-, körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der TARGO Deutschland GmbH, Düsseldorf (Organträger). Ertragsteuern werden nicht vom Organträger auf die Organgesellschaft umgelegt.

3 Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Forderungen - Fristengliederung (nach Restlaufzeiten)

Die unter Forderungen an Kunden, Aktivposten 3., ausgewiesenen Beträge haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 52.951 46.746
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 154.686 140.884
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 383.832 355.994
mehr als 5 Jahre 20.952 20.983

Zum Bilanzstichtag bestanden unverändert zum Vorjahr keine Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit.

3.2 Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute resultieren aus Guthaben auf laufenden Bankkonten, die bei konzernfremden und verbundenen Kreditinstituten unterhalten werden.

3.3 Forderungen an Kunden

Es sind im Wesentlichen Forderungen aus Mietkaufverträgen in Höhe von TEUR 386.599 (31.12.2022: TEUR 344.809) und Forderungsankäufen in Höhe von TEUR 239.322 (31.12.2022: TEUR 233.923) vor Risikovorsorge ausgewiesen. TEUR 702 (31.12.2022: TEUR 793) entfallen auf abgegrenzte, noch nicht fällige Leasingforderungen.

3.4 Leasingvermögen

Die vermieteten Sachanlagen vor geleisteten Anzahlungen auf Leasingvermögen entwickelten sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023
Historische Anschaffungskosten
Anfangsbestand 1.108.591
Zugänge 336.948
Abgänge -252.235
Umgliederungen aus geleisteten Anzahlungen 7.841
Endbestand 1.201.144
Abschreibungen
Anfangsbestand 483.504
Zugänge 199.421
Abgänge -199.636
Endbestand 483.289
Buchwerte
Anfangsbestand 625.086
Endbestand 717.855

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Leasingvermögen in Höhe von insgesamt TEUR 3.120 (2022: TEUR 2.565) vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen auf Leasingvermögen entwickelten sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023
Anfangsbestand 7.841
Zugänge 19.047
Umgliederungen in Leasingvermögen -7.841
Endbestand 19.047

3.5 Immaterielle Anlagewerte

Die immateriellen Anlagewerte entwickelten sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023
Historische Anschaffungskosten
Anfangsbestand 536
Zugänge 0
Abgänge 0
Endbestand 536
Abschreibungen
Anfangsbestand 332
Zugänge 63
Abgänge 0
Endbestand 395
Buchwerte
Anfangsbestand 204
Endbestand 141

3.6 Sachanlagen

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung entwickelte sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023
Historische Anschaffungskosten
Anfangsbestand 3.170
Zugänge 1
Abgänge -2.751
Endbestand 420
Abschreibungen
Anfangsbestand 2.873
Zugänge 108
Abgänge -2.564
Endbestand 417
Buchwerte
Anfangsbestand 297
Endbestand 3

Es handelt sich im Wesentlichen um Büroausstattung.

3.7 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Gewerbesteuer (TEUR 464; 31.12.2022: TEUR 423) sowie Körperschaftsteuer (TEUR 439; 31.12.2022: TEUR 397) aus vororganschaftlichen Veranlagungszeiträumen.

3.8 Verbindlichkeiten - Fristengliederung (nach Restlaufzeiten)

Die unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Passivposten 1.b), ausgewiesenen Beträge haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 40.500 62.400
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 421.150 427.950
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 890.500 742.850
mehr als 5 Jahre 0 0
abgegrenzte Zinsen 4.968 1.090

3.9 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem leasingbezogenen Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 5.353 (31.12.2022: TEUR 965) sowie Verbindlichkeiten aus im Voraus entrichtete Kaufpreiszahlungen für Leasinggegenstände in Höhe von TEUR 631 (31.12.2022: TEUR 5.497) ausgewiesen. Für die Verbindlichkeiten, die aus der Anschaffung von Leasinggegenständen resultieren, bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

3.10 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Ergebnisabführungsverpflichtung an die TARGO Deutschland GmbH, Düsseldorf.

3.11 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen aus nicht linearen Ratenplänen TEUR 7.821 (31.12.2022 TEUR 6.477) sowie Abgrenzungsposten für Einnahmen aus Forderungsverkäufen in Höhe von TEUR 110 (31.12.2022: TEUR 160).

3.12 Rückstellungen

3.12.1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Folgende versicherungsmathematische Annahmen liegen der Berechnung des Erfüllungsbetrags für Altersvorsorgeverpflichtungen zu Grunde:

Der Erfüllungsbetrag für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde pauschal mit einem Zinssatz von 1,83% (31.12.2022: 1,79%) abgezinst. Dieser Zinssatz wurde auf Basis des von der Deutschen Bundesbank zum 1. Dezember 2023 veröffentlichten Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, auf den 31. Dezember 2023 prognostiziert. Bei einem Ansatz der Altersvorsorgeverpflichtungen unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren 1,75% (31.12.2022: 1,45%) wäre der Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag um TEUR 499 (31.12.2022: TEUR 1.941) höher.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,20% (31.12.2022: 3,20%) und Rentensteigerungen von jährlich 2,50% (31.12.2022: 2,50%) unterstellt. Ferner wurde zum Bilanzstichtag für laufende Renten mit Anpassungsverpflichtung nach § 16 Betriebsrentengesetz einmalig ein Aufschlagsfaktor von 3,0% aufgrund der aktuell höheren Inflation einkalkuliert.

Der Biometrie liegen unverändert die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu Grunde.

3.12.2 Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für latente Risiken aus Bestellobligen in Höhe von TEUR 1.681 (31.12.2022: TEUR 1.412), für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von TEUR 1.042 (31.12.2022: TEUR 2.024), sowie andere leasingbezogene Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.071 (31.12.2022: TEUR 1.491).

3.13 Nachrangige Verbindlichkeiten

Die nachrangigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Vertragsdatum Betrag Verzinsung p.a. Laufzeit/Kündigungsfrist
18.06.2019 TEUR 17.000 Festzinssatz 1,949% Laufzeit bis 18.06.2029

Grundsätzlich sind die nachrangigen Verbindlichkeiten während der gesamten Laufzeit unkündbar. Die Bedingungen der nachrangigen Verbindlichkeiten entsprechen den Vorschriften zu Instrumenten des Ergänzungskapitals gemäß der Capital Requirements Regulation.

Darüber hinaus enthält der Posten abgegrenzte Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 178 (31.12.2022: TEUR 177).

Der Zinsaufwand für die nachrangigen Verbindlichkeiten betrug im Berichtszeitraum TEUR 331 (2022: TEUR 331).

3.14 Eigenkapital

3.14.1 Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt und wird unverändert von der TARGO Deutschland GmbH gehalten.

3.14.2 Abführungsgesperrte Beträge

Gemäß § 301 AktG analog abführungsgesperrte Beträge bestehen zum Bilanzstichtag unverändert nicht.

3.15 Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen und Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen an Kreditinstitute 265.269 279.071
Forderungen an Kunden 58 56
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.424.521 1.286.858
Sonstige Verbindlichkeiten 2.064 13.420
Nachrangige Verbindlichkeiten 17.178 17.177

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Leasing- und Zinserträge

Die Leasingerträge und Zinserträge aus Leasing-, Mietkaufverträgen und Forderungsankaufgeschäft werden nahezu ausschließlich im Inland erzielt.

Die ausgewiesenen Leasingerträge resultieren im Wesentlichen aus Erlösen aus laufenden Leasingverträgen (einschließlich des Ertrages aus der Auflösung der passiven Rechnungsabgrenzung für forfaitierte Leasingraten), aus dem Verkauf von Leasingobjekten sowie aus Mietverlängerungen.

Von den Zinserträgen entfallen TEUR 13.803 (2022: TEUR 8.495) auf Erträge aus Mietkaufverträgen sowie TEUR 6.053 (2022: TEUR 3.799) auf Erträge aus Forderungsankäufen.

4.2 Leasing- und Zinsaufwendungen

Die Leasingaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen aus dem Abgang von zuvor vermieteten Leasingobjekten zu Restbuchwerten in Höhe von TEUR 52.366 (2022: TEUR 46.734) sowie Wartungsaufwendungen in Höhe von TEUR 15.513 (2022: TEUR 13.582).

Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen mit TEUR 22.247 (2022: TEUR 2.852) aus der Refinanzierung des Leasinggeschäftes.

4.3 Provisionsaufwendungen

Der Posten betrifft gezahlte Provisionen für vermittelte Leasinggeschäfte.

4.4 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen enthalten:

in TEUR 2023 2022
Kostenerstattungen von verbundenen Unternehmen 719 892
Auflösung von Rückstellungen 182 103

Periodenfremde Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellung.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen der Zinsaufwand für Altersvorsorgeverpflichtungen mit TEUR 432 (2022: TEUR 1.120) sowie Aufwendungen aus Sachanlagenabgang mit TEUR 186 (2022: TEUR 0) enthalten.

4.5 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern resultieren aus einer Erstattung aus vororganschaftlichen Veranlagungszeiträumen.

4.6 Abschlussprüferhonorar

Die für die Dienstleistungen des Abschlussprüfers für den Berichtszeitraum berechneten Honorare betragen (einschließlich Auslagen):

in TEUR 2023 2022
Abschlussprüfungsleistungen 131 126

5 Sonstige Angaben

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

5.1.1 Haftungsrisiken

Das durch Forderungsverkauf finanzierte Leasingvermögen in Höhe von TEUR 105 (31.12.2022: TEUR 154) ist den Refinanzierungspartnern zur Sicherung übereignet. Für die verkauften Forderungen trägt die Gesellschaft das Veritätsrisiko.

Aufgrund der bestehenden Sicherungsmaßnahmen sieht die TARGO Leasing GmbH die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als gering an.

5.1.2 Auslagerung von betrieblichen Funktionen

Die Gesellschaft hat wesentliche betriebliche Funktionen an andere Unternehmen ausgelagert. Bei den übernehmenden Unternehmen handelt es sich um Unternehmen des Teilkonzerns der TARGO Deutschland GmbH und Unternehmen der Confédération Nationale du Crédit Mutuel (Crédit Mutuel Gruppe).

Im Rahmen ihrer Funktion als übergeordnetes Institut i. S. v. § 10a KWG der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe erbringt die TARGOBANK AG, Düsseldorf, unter anderem aus folgenden Bereichen Dienstleistungen für die TARGO Leasing:

Vertrieb - Commercial Development/Business Controls

Produkte & Marketing

Operations

Kreditrisikomanagement

Risikocontrolling

Recht

Compliance

Innenrevision

Die TARGO Deutschland GmbH erbringt vor allem Dienstleistungen aus folgenden Bereichen für die TARGO Leasing:

Recht, Board Office & Datenschutz

Human Resources & Corporate Communications

Finanzen

Back Office Functions & Shared Services

Strategische Programme, Transformation & ALM

Digital Factory

Compliance (bis 30. September 2023)

Die TARGO Dienstleistungs GmbH erbringt Dienstleistungen im Bereich Compliance.

Technologische Dienstleistungen werden neben den Dienstleistungen der TARGO Technology GmbH, Duisburg, auch von der Euro Information S.A.S, Straßburg/Frankreich, erbracht.

Durch die Auslagerung von betrieblichen Funktionen ergeben sich unter Kosten-Nutzen-Aspekten positive Effekte auf die Geschäftstätigkeit. Auslagerungen können jedoch zu einem Anstieg der operationellen Risiken aus der Geschäftsabwicklung führen. Diesem potenziellen Risikoanstieg wird durch ein wirksames Risikomanagement begegnet.

5.1.3 Sonstige vertragliche Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus der Anmietung von Geschäftsräumen belaufen sich auf TEUR 77 (2022: TEUR 64). Die Mietverträge haben eine Kündigungsfrist von längstens sechs Monate.

5.2 Unternehmensvertrag

Es besteht unverändert ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der TARGO Deutschland GmbH.

5.3 Patronatserklärung

Die TARGO Deutschland GmbH hat im Rahmen der Inanspruchnahme von aufsichtsrechtlichen Freistellungen auf Ebene der TARGO Leasing GmbH eine harte Patronatserklärung gegenüber der Gesellschaft abgegeben und sich verpflichtet, sie mit den Mitteln auszustatten, die zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten bei Fälligkeit erforderlich sind.

5.4 Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt über die Geschäftsführung hinaus keine Mitarbeiter.

5.5 Nachtragsbericht

Es ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses.

5.6 Angaben zu den Organen

5.6.1 Geschäftsführung

Isabelle Chevelard, Bankdirektorin (bis 31. Dezember 2023)

Markus Häring, Bankdirektor

Elmar Lukas, Bankdirektor

Maik Mittelberg, Bankdirektor

Berthold Rüsing, Bankdirektor

Maria Topaler, Bankdirektorin

Marco Voosen, Bankdirektor (ab 1. Januar 2024)

5.6.2 Mandate der Mitglieder der Geschäftsführung

Frau Isabelle Chevelard ist Mitglied in den Aufsichts- bzw. Verwaltungsräten der COFIDIS SA, Villeneuve-d'Ascq/Frankreich, der COFIDIS Group SA, Villeneuve-d'Ascq/Frankreich, und der Credit Industriel et Commercial SA, Paris/Frankreich. Weiterhin ist Frau Chevelard seit dem 1. Januar 2024 Mitglied im Aufsichts- bzw. Verwaltungsrat der Groupe des Assurances du Crédit Mutuel SA, Straßburg/Frankreich, der Assurances du Credit Mutuel Vie SA, Straßburg/ Frankreich, der Assurances du Credit Mutuel Vie SAM, Straßburg/Frankreich, der Assurances du Credit Mutuel IARD SA, Straßburg/Frankreich, und der Assurances du Credit Mutuel GIE, Straßburg/Frankreich.

Frau Maria Topaler ist Mitglied des Aufsichtsrates der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden.

5.6.3 Bezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführer sind Mitarbeiter anderer Gesellschaften des Konzerns der Groupe Credit Mutuel und erhalten ausschließlich von diesen Bezüge.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 492 (2022: TEUR 484). Für die Pensionsverpflichtungen der TARGO Leasing gegenüber früheren Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans und ihrer Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 5.328 (31.12.2022: TEUR 5.430) zurückgestellt.

5.7 Konzernzugehörigkeit

Die TARGO Leasing GmbH wird in die Teilkonzernabschlüsse der Banque Föderative du Crédit Mutuel S.A., Straßburg/Frankreich, und der Credit Mutuel Alliance Föderale einbezogen. Ferner erfolgt ein Einbezug in die Konsolidierung auf Ebene der Conféderation Nationale du Crédit Mutuel, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Konzernabschlüsse sind auf den Internetseiten der vorgenannten Organisationen verfügbar.

 

Düsseldorf, 29. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Markus Häring

Elmar Lukas

Maik Mittelberg

Berthold Rüsing

Maria Topaler

Marco Voosen

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Die TARGO Leasing GmbH (TARGO Leasing, Gesellschaft) mit Sitz in Düsseldorf überlässt ihren Kunden Investitionsgüter durch den Abschluss von Miet-, Leasing- und Mietkaufverträgen. Miet-, Leasing- bzw. Mietkaufobjekte sind neue bzw. neuwertige Investitionsgüter aus unterschiedlichen Bereichen. Die Leasingnehmer/Mieter sind im Wesentlichen Unternehmen des deutschen Mittelstands diverser Branchen.

Die Aktivitäten der Gesellschaft untergliedern sich in zwei Vertriebskanäle, den "direkten" und den "indirekten" Bereich. Der direkte Bereich ist durch den Kontakt mit dem Kunden zur Finanzierung von mobilen Investitionsgütern gekennzeichnet. Das indirekte Geschäft zeichnet sich durch die Zusammenarbeit zwischen einem Hersteller, Händler oder Vermittler und der TARGO Leasing aus.

Eine weitere Geschäftstätigkeit bildet der Ankauf von Forderungen, der im Wesentlichen auf den Ankauf von Forderungen aus Leasing-, Mietkauf- und Mietverträgen anderer Finanzdienstleistungsinstitute sowie Banken entfällt. Regulatorisch fallen diese Forderungsankäufe unter den Begriff "Factoring".

Die TARGO Leasing ist Teil der Groupe Crédit Mutuel. Bei der Groupe Crédit Mutuel handelt es sich um eine genossenschaftliche Bankengruppe mit Sitz in Frankreich, die auf den Werten von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) - dem Begründer der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland - gegründet wurde.

Die Groupe Crédit Mutuel zählt zu den größten und finanzstärksten Bankengruppen in Europa. Ihre finanzielle Solidität konnte sie einmal mehr im Rahmen des 2021 in der Europäischen Union durchgeführten Stresstests der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde, London/Großbritannien (EBA), beweisen. In diesem Rahmen schnitt die Groupe Crédit Mutuel als eine der gegen ungünstige wirtschaftliche Entwicklungen widerstandsfähigsten Banken in Europa ab.

Die Aktivitäten der TARGO Leasing werden unter der Holding der TARGO Deutschland GmbH, Düsseldorf, zusammengefasst.

Die TARGO Leasing GmbH wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bonn und Frankfurt am Main (BaFin), sowie die Deutsche Bundesbank, Hauptniederlassung Düsseldorf, überwacht. Die TARGO Deutschland GmbH sowie die Groupe Crédit Mutuel unterliegen der Aufsicht der Europäischen Zentralbank, Frankfurt am Main (EZB).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Konjunkturelles Umfeld

Nach unserer Einschätzung befand sich die deutsche Wirtschaft auch im Jahr 2023 in einem schwierigen Umfeld und musste im Vorjahresvergleich sogar einen moderaten Rückgang verzeichnen. Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank belastete die schwächer als erwartete Auslandsnachfrage die inländische Industrieproduktion und die deutschen Exporte. Gleichzeitig hielten sich die privaten Verbraucher trotz erhöhter verfügbarer Einkommen mit ihren Ausgaben zurück. Vor diesem Hintergrund ist die deutsche Wirtschaftslage nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes in eine moderate Rezession eingemündet. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank kalenderbereinigt um 0,1% und lag somit deutlich unter dem 2022 verzeichneten Anstieg von 1,9%.

Im Gegensatz zum Vorjahr erwiesen sich die privaten Konsumausgaben in 2023 gemäß den Daten des Statistischen Bundesamtes nicht mehr als Wachstumsstütze. Dies ist nach Ansicht der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute auf die Kaufkraftverluste im vorangegangenen Winterhalbjahr, den erneuten Preisauftrieb und die anhaltende Unsicherheit der privaten Haushalte zurückzuführen.

Der Arbeitsmarkt zeigte trotz der widrigen Rahmenbedingungen einen relativ geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote ist gemäß den Daten der Deutschen Bundesbank im Verlauf des Jahres 2023 zwar von 5,5% auf zuletzt 5,9% gestiegen, jedoch lag die von uns berechnete jahresdurchschnittliche Quote mit 5,7% nur leicht über dem im Vorjahr verzeichneten Wert von 5,3%. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen beläuft sich im Jahresdurchschnitt 2023 gemäß den saisonbereinigten Daten der Deutschen Bundesbank nach eigenen Berechnungen auf 2,61 Millionen Personen und liegt damit moderat über dem Niveau von 2022 (2,42 Millionen Personen). Des Weiteren unterstützten die Verlängerung des Instruments der Kurzarbeit (erleichterter Zugang bis Juni 2023) und weitere staatliche Hilfsmaßnahmen die Einkommenssituation der privaten Haushalte.

Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank belasteten die exportorientierte deutsche Industrie das schwierige internationale Wettbewerbsumfeld und die hohen Energiekosten, auch wenn immerhin die angebotsseitigen Lieferengpässe im Jahresverlauf an Bedeutung verloren. Vor diesem Hintergrund sanken die realen Exporte nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahresvergleich in 2023 preisbereinigt um 1,8% (2022: Anstieg um 3,4%).

Insgesamt sank die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes 2023 um 2,0% gegenüber dem Vorjahresniveau. Der deutliche Rückgang war nach Einschätzung des Amtes vor allem auf eine niedrigere Energieproduktion zurückzuführen, die Wirtschaftsleistung des Verarbeitenden Gewerbes sank nur um 0,4%. Im Dienstleistungssektor war eine heterogene Entwicklung zu verzeichnen: Während die Bruttowertschöpfung im Groß- und Einzelhandel deutlich nachgab, konnten andere Dienstleistungsbereiche wie z.B. Information und Kommunikation ihre wirtschaftliche Aktivität sogar ausweiten.

Die Unternehmensinvestitionen zeigten sich nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank in diesem Umfeld robust. Stützend wirkten hier die noch vorhandenen Nachholeffekte nach dem Einbruch durch die CoViD19-Krise, die in 2023 zunächst noch hohen Auftragsbestände und die bessere Verfügbarkeit von Kapitalgütern. Aufgrund der geldpolitischen Straffung stiegen jedoch die Zinsen für Unternehmenskredite deutlich an und spiegelten sich im dritten Quartal 2023 in einer sinkenden inländischen Nachfrage nach Investitionsgütern wider. Zusätzlich wurde die Investitionsneigung durch die Unsicherheit über die künftigen staatlichen Förderungsmaßnahmen (Klimaschutz, Transformation zu einer emissionsärmeren Produktion) gedämpft. Dennoch konnten die realen Ausrüstungsinvestitionen nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes im Gesamtjahr 2023 nochmals um 3,0% zulegen (2022: 4,2%). Einbußen zeigten sich nach den Daten des Amtes dagegen bei den Bauinvestitionen, die unter dem Fachkräftemangel und den hohen Baupreisen und -zinsen litten. Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank leiteten nach Einschätzung des Ifo-Instituts eine Abkühlung auf dem zum Teil überhitzten deutschen Immobilienmarkt ein. Das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe fiel im Dezember 2023 auf den niedrigsten Wert seit September 2005. Im Gesamtjahr 2023 lagen die Bauinvestitionen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um -2,1% unter dem Vorjahreswert. Die anhaltende Flaute im Bau dürfte nach Angaben der Deutschen Bundesbank auch das gesamtwirtschaftliche Expansionstempo belastet haben, jedoch hatte auch die Zentralbank für das Gesamtjahr 2023 nur einen sehr moderaten Rückgang des Wirtschaftswachstums um 0,1% erwartet.

2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Anstieg der Marktzinsen, einhergehend mit den Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, zurück in den positiven Bereich machte sich auf Kundenseite als auch auf der Refinanzierungsseite bemerkbar.

Das Neugeschäft im Mobilien-Leasing, gemessen an den Anschaffungswerten, verzeichnete laut Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V., Berlin (BDL), in den ersten drei Quartalen 2023 einen deutlichen Anstieg von 18,2% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022. Der Anstieg konzentrierte sich dabei auf das Leasingvolumen, während die Anzahl der Mietkaufverträge leicht rückläufig war.

Dieser Anstieg ist auf mehrere Sondereffekte zurückzuführen. Im Geschäft mit Personenkraftwagen wurde 2023 noch von Sondereffekten des Jahres 2022 getragen. Damals wurden mangels ausreichender Neuwagen viele Leasing-Verträge, mit dem gleichen Wirtschaftsgut, durch einen Folgevertrag fortgeführt bzw. verlängert. Diese Personenkraftwagen werden nun nach Ablauf der Vertragsverlängerungen durch mittlerweile verfügbare Neufahrzeuge ausgetauscht. Die zweite dominierende Gütergruppe sind Fahrräder. Dieser Sektor mit hohen Vertragszahlen und relativ niedrigen Einzelwerten hat am meisten von der hohen Inflation profitiert.

Gleichzeitig haben die Sektoren, die direkter und unmittelbarer mit der Gesamtwirtschaft verbunden sind (Maschinen für Produktion, Agrartechnik), bereits Rückgänge verzeichnet.

Der Leasingmarkt ist nach wie vor sehr stark fragmentiert, wodurch die Kunden von zahlreichen Finanzdienstleistern umkämpft werden. Daher ist der Margendruck gemäß dem BDL unverändert hoch.

Die TARGO Leasing GmbH steht als herstellerunabhängiger Anbieter von Investitionsfinanzierungen im Wettbewerb zu den Hausbanken der Kunden sowie anderen Leasinggesellschaften.

Auf regulatorischer Seite setzt sich die Erhöhung der Regelungsdichte zur Führung, Überwachung und Aufsicht von Finanzdienstleistungsinstituten sowie zur Berücksichtigung von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen im Geschäftsmodell unverändert fort.

2.2 Lage der Gesellschaft

2.2.1 Geschäftsverlauf und Gesamtaussage

Zusammenfassend verlief das Geschäftsjahr 2023 für die Gesellschaft insgesamt zufriedenstellend. Beim Neugeschäft - gemessen an den Anschaffungswerten - konnte das Unternehmen in einem weiterhin hart umkämpften Markt das Volumen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern und lag damit weit über den eigenen Erwartungen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt mit EUR 1,7 Mio. im Rahmen der Erwartungen aus dem Vorjahr.

2.2.2 Vermögenslage

Die Vermögenslage ist durch das Leasingvermögen sowie die Forderungen an Kunden geprägt. Der Anstieg der Bilanzsumme um EUR 143,0 Mio. ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen an Kunden um EUR 47,8 Mio. sowie des Leasingvermögens um EUR 104,0 Mio. zurückzuführen.

Der Bestand an Mietkaufforderungen kann wie schon im Vorjahr einen erfreulichen Anstieg verzeichnen.

2.2.3 Ertragslage

Das deutlich auf EUR 35,4 Mio. verbesserte Ergebnis aus dem Leasinggeschäft (2022: EUR 27,6 Mio.) setzt sich aus dem Leasingergebnis, dem Provisionsergebnis, den Abschreibungen auf das Leasingvermögen sowie dem Risikovorsorgeaufwand zusammen.

Das Zinsergebnis befindet sich leicht unter dem Vorjahresniveau und ist im Wesentlichen bei gesteigerten Zinserträgen aus dem Mietkaufgeschäft (EUR 5,7 Mio.) sowie auf Guthaben bei Kreditinstituten (EUR 9,6 Mio.) auf die gestiegenen Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung (EUR 19,5 Mio.) zurückzuführen.

Der Anstieg der Altersvorsorgeaufwendungen für ehemalige Mitarbeiter um EUR 5,4 Mio. geht einher mit der Entwicklung der versicherungsmathematischen Annahmen und eines einmaligen inflationsbedingten Aufschlags bei den laufenden Renten mit Anpassungsverpflichtung.

Die höheren anderen Verwaltungsaufwendungen sind vor allem auf die Geschäftsausweitung zurückzuführen.

Ein Eingang auf abgeschriebene Forderungen in Höhe von 3,1 Mio. führt zu einem deutlich verbesserten Risikoergebnis.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist auch durch die Zuführung zum eigenkapitalähnlichen Fonds für allgemeine Institutsrisiken in Höhe von EUR 8,0 Mio. geprägt. Berücksichtigt man diese Zuführungen beim Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erwartungsgemäß von EUR 12,4 Mio. auf EUR 9,7 Mio.

2.2.4 Finanzlage

Die Refinanzierungsmittel werden mehrheitlich von der TARGOBANK AG sowie weiteren verbundenen Kreditinstituten zur Verfügung gestellt.

Die Refinanzierung innerhalb der Crédit Mutuel Gruppe erfolgt für kurzfristige Liquiditätsbedarfe über Kontokorrentlinien bzw. für strukturelle Liquidität über amortisierende Termingelder.

Kundenforderungen und Leasingvermögen in Höhe von EUR 1.349,3 Mio. (31.12.2022: EUR 1.197,5 Mio.) werden weitgehend kongruent durch Termingelder (EUR 1.357,1 Mio.; 31.12.2022: EUR 1.234,3 Mio.) sowie Eigenkapital (inkl. Fonds für allgemeine Institutsrisiken; EUR 118,0 Mio.; 31.12.2022: EUR 110,0 Mio.) und Nachrangkapital (EUR 17,0 Mio.; 31.12.2022: EUR 17,0 Mio.) refinanziert. Die TARGO Leasing verfügt ferner zum 31. Dezember 2023 über ungenutzte Kontokorrentlinien innerhalb der Crédit Mutuel Gruppe in Höhe von EUR 102,9 Mio. (31.12.2022: EUR 117,5 Mio.). Darüber hinaus stehen der TARGO Leasing für die tägliche Liquiditätsdisposition zum Bilanzstichtag Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 259,7 Mio. (31.12.2022: EUR 279,1 Mio.) zur Verfügung.

Die Eigenkapitalquote ((Eigenkapital + Fonds für allgemeine Institutsrisiken) / Bilanzsumme) bleibt zum Bilanzstichtag mit 7,2% nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (7,4%). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der Kundenforderungen sowie des Leasingvermögens und der damit verbundenen weiteren Aufnahme von Termingeldern zurückzuführen.

Die Finanzlage der TARGO Leasing ist unverändert geordnet.

3 Prognose- und Chancenbericht

Die aktuell sehr hohe Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen Lage schlägt sich unverändert in einer gestiegenen Prognoseunsicherheit bei den relevanten wirtschaftlichen Bedingungen und zukunftsbezogenen Sachverhalten der Gesellschaft nieder.

Aufgrund der unverändert bestehenden geopolitischen Konflikte erwarten wir, dass die Unsicherheiten über die Energieversorgung und der Entwicklung der Energiepreise sowie der Lieferketten auch im Jahr 2024 noch anhalten wird. Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank sollte die deutsche Wirtschaft 2024 dennoch wieder auf einen Expansionskurs einschwenken. Positive Basiseffekte sollten nach unserer Einschätzung auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamtes einen Rückgang der Inflationsrate von 6,0% in 2023 auf nur noch 2,1% erlauben.

Nach Einschätzung der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute sollte eine anziehende internationale Konjunktur wieder eine Expansion der deutschen Exporte ermöglichen, auch wenn die Stimmung in der deutschen Exportindustrie im Dezember 2023 noch verunsichert blieb, insbesondere in den energieintensiven Branchen. Gemäß dem Ifo-Institut sollten weltweit sinkende Inflationsraten und eine zurückkehrende Kaufkraft den internationalen Warenkonsum beleben und auch die deutschen Warenexporte begünstigen. Nach unseren Annahmen sollte die Erholung der Wertwirtschaft dazu führen, dass die realen Ausfuhren im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,8% zulegen werden.

Die Erholung der Exportnachfrage sollte unser Ansicht nach längerfristig auch die Entwicklung der Investitionsgüternachfrage begünstigen. Im Jahr 2024 belasten aber nach Einschätzung des Ifo-Instituts die niedrige Investitionsgüternachfrage, die gesunkene Kapazitätsauslastung und eine hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit die unternehmerische Investitionstätigkeit. Zusammen mit den immer noch vorhandenen Beeinträchtigungen aus hohen Energiekosten und im Vergleich zu den Vorjahren verschlechterten Finanzierungsbedingungen ist daher nach unserer Erwartung in 2024 noch nicht mit einem erneuten Ausweiten der Investitionen in Maschinen und Geräte zu rechnen, die 2024 um -1,2 % fallen dürften, und erst 2025 im Gefolge einer belebten Auslandsnachfrage wieder in einen Wachstumstrend einmünden sollten. Auch der Wohnungsbau dürfte 2024 nach Einschätzung des Ifo-Instituts weiterhin unter den immer noch hohen Baukosten und angespannten Finanzierungsbedingungen leiden.

Insgesamt sollte das deutsche Wirtschaftswachstum nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank 2024 langsam wieder an Fahrt gewinnen. Der erwartete Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,4% im Jahresdurchschnitt 2024 stimmt mit unseren Prognosen überein und liegt leicht über seinem vorläufigen Vorjahreswert von -0,1%. Alles in allem dürften sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen für die TARGO Leasing daher allmählich aufhellen.

Aufgrund der wieder sinkenden Inflation dürfte auch der Höhepunkt bei der restriktiven Geldpolitik der Zentralbank erreicht sein. Allerdings wird nach unseren Prognosen der Inflationstrend aufgrund der positiven Basiseffekte zwar nachgeben, aber auch in 2024 leicht oberhalb des geldpolitischen Ziels der Notenbank verlaufen. Die Deutsche Bundesbank hält es daher zum Ende des Jahres 2023 für noch zu früh, eine grundsätzliche Entwarnung für die Entwicklung der Teuerungsrate zu geben. Nach unseren Erwartungen wird die Europäische Zentralbank im Frühsommer eine erste Leitzinssenkung beschließen und ihren geldpolitischen Kurs im weiteren Jahresverlauf nur allmählich lockern. Vor diesem Hintergrund ist im Jahresverlauf mit wieder sinkenden Geldmarktsätzen zu rechnen. Dies sollte zu einem Abbau des inversen Verlaufs der Renditenstrukturkurve und im Jahresverlauf zu wieder nachgebenden Kapitalmarktrenditen führen. Die Ausgangsbasis für die Beschaffung von Refinanzierungsmitteln wird sich somit vorrausichtlich im Verlauf des Jahres 2024 verbessern und die Liquiditätsbeschaffung für die TARGO Leasing günstig bleiben.

Der Wettbewerb um Firmenkunden und den deutschen Mittelstand wird weiter zunehmen. Internationale Wettbewerber fokussieren sich auf Deutschland und auf Marktsegmente, in denen auch die TARGO Leasing GmbH aktiv ist. Auf Basis der in den letzten Jahren durchgeführten Maßnahmen sowie des Gesellschafterhintergrunds sieht sich die Gesellschaft für diesen Wettbewerb gut positioniert. Das breite Angebot an Finanzdienstleistungen unter Verwendung von effizienten Prozessen und IT-Systemen bietet ein hohes Chancenpotenzial.

Durch die konsequente Umsetzung und Fortführung der in den letzten Jahren begonnenen strategischen Neuausrichtung erwartet die Gesellschaft für die kommenden zwölf Monate eine positive operative Ertragslage. Die Konzentration auf einzelne Segmente, in denen die TARGO Leasing GmbH über komparative Vorteile gegenüber den Wettbewerbern verfügt, soll weiterhin ausgebaut werden. Neben dem kontinuierlichen Ausbau des indirekten Geschäfts soll der Fokus weiterhin auf ertragreichen Kunden im direkten Geschäft mit größerem Volumen liegen, das aktuell den Hauptanteil zum Neugeschäftsvolumen beiträgt.

Die Gesellschaft geht für das laufende Geschäftsjahr bei einer Normalisierung des Risikoergebnisses von einem Neugeschäftsvolumen sowie Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf Vorjahresniveau aus.

4 Risikobericht

Die Gesellschaft ist nach § 2a Abs. 2 KWG von den Anforderungen gemäß § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, 2 sowie Nr. 3 b) und c) KWG für das Management von Risiken mit Ausnahme des Liquiditätsrisikos von der BaFin freigestellt (sogenannte "Waiver-Regelung"). Die Freistellung bezüglich § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 c) KWG ist dabei auf die Risikocontrolling-Funktion beschränkt.

Zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Umsetzung der Anforderungen an Risikofrüherkennungs- und -managementsysteme sowie an Risikosteuerungs- und -controllingprozesse ist auf Ebene der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe eine Struktur implementiert, die das Fundament einer risiko- und ertragsorientierten Unternehmenssteuerung bildet.

Bei den wesentlichen Risiken der Gesellschaft handelt es sich um das Adressenausfallrisiko, das Marktpreisrisiko (insbesondere das leasingtypische Restwertrisiko), das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko.

Zur Beurteilung der Adressenausfallrisiken werden in Abhängigkeit von der Engagementhöhe Scoring- und Ratingsysteme eingesetzt, die eine Bonitätsanalyse umfassen. Eindeutig definierte Kompetenzen regeln die Genehmigung der Engagements. In Abhängigkeit von der Engagementhöhe werden unterschiedliche Analysemodule eingesetzt - sowohl unter Berücksichtigung von Jahresabschlusszahlen als auch von qualitativen, zukunftsorientierten Kreditnehmerinformationen. Der Aufbau etwaiger Risikokonzentrationen im Portfolio wird laufend analysiert. In den einzelnen Geschäftsfeldern werden automatisierte Mahnverfahren eingesetzt. Die Verfahren werden vertragsbezogen eingesetzt und dienen der Überwachung und Früherkennung von Bonitätsrisiken.

Die Bildung einer angemessenen Risikovorsorge zur adäquaten Berücksichtigung des Eintritts entsprechender Adressenausfallrisiken bildet einen weiteren Eckpunkt der Risikopolitik. Der Risikovorsorgeprozess berücksichtigt, sofern relevant, auch Sicherheiten. Der notwendige Risikovorsorgebedarf steht in Abhängigkeit von der Bewertung und Realisierbarkeit der Sicherheiten sowie der Einschätzung des Adressenausfallrisikos.

Zur Steuerung der Marktpreisrisiken sowie zur Setzung von Limiten wird eine Kombination aus Risikosensitivitäten, Stresstests und Messgrößen zum Ökonomischen Kapital genutzt.

Objektwertrisiken werden in der Mehrzahl der Fälle vom Leasingnehmer getragen, insoweit werden Restwertrisiken weitgehend reduziert. Restwertrisiken aus Leasingverträgen mit offenen Restwerten werden durch den Bereich Asset Management überwacht und gesteuert

Unter operationellen Risiken versteht die Gesellschaft die Gefahr von Verlusten, die infolge von inadäquaten bzw. fehlerhaften internen Prozessen sowie Systemen, Mitarbeiterverschulden oder externen Ereignissen anfallen. Darunter fallen auch rechts- und compliancerelevante Risiken, die aus der Nichteinhaltung bzw. aus der fehlerhaften Umsetzung rechtlicher Vorgaben oder aus einer Änderung oder Fortschreibung von Rechtsprechung erwachsen.

Die Kontrolle und Minimierung von operationellen Risiken ist u. a. Gegenstand des CINTMT (Contrôles INTernes MéTiers) Prozesses. Durch den CINTMT-Prozess wird sichergestellt, dass sämtliche Geschäfts- und Kontrollrisiken durch die jeweiligen Prozessinhaber identifiziert werden. Die notwendigen Kapazitäten der technisch-organisatorischen Ausstattung werden im Rahmen des Planungs- und Budgetierungsprozesses berücksichtigt. Für die Gesellschaft - und hier insbesondere für die Datenverarbeitung - bestehen aufeinander abgestimmte Notfallpläne, die in festgelegten zeitlichen Abständen auf Funktionsfähigkeit überprüft werden. Der Rückgriff auf Daten ist jederzeit sichergestellt, und effiziente Sicherheitsmaßnahmen sind eingerichtet.

Für das nicht von der Waiver-Regelung betroffene Liquiditätsrisiko stellt sich das Risikomanagement auf Ebene der Gesellschaft wie folgt dar:

Bei der Gesellschaft umfasst das Liquiditätsrisiko die Gefahr, dass sie nicht oder nur zu wesentlich erhöhten Kosten ihren gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Zur Unterstützung der Geschäftsleitung im Rahmen der Risikosteuerung des Liquiditätsrisikos existiert das bereichsübergreifende Asset, Liability & Capital Committee (ALCCo), welches regelmäßig zusammentrifft.

Die unabhängige Überwachung der Liquiditätsrisiken ist teilweise an den Bereich Gesamtbank-Risikomanagement der TARGOBANK AG ausgelagert. Dort liegt die Fachkompetenz über die angewendeten Verfahren und Modelle zur Risikoidentifikation, -messung und -limitierung (u. a. im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes).

Liquiditätsrisiken ergeben sich bei der Gesellschaft größtenteils aus dem möglicherweise zusätzlichen Zinsaufwand auf die Refinanzierungsgeschäfte.

Die Überwachung und Steuerung der kurzfristigen Liquiditätsrisiken erfolgt neben der täglichen Gelddisposition und der Überwachung von Kennzahlen mit Hilfe einer kurzfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung der zu erwartenden Ein- und Auszahlungen und des Anfangsbestandes an Zahlungsmitteln. Die kurzfristige Liquiditätssteuerung wird durch eine strukturelle Liquiditätssteuerung ergänzt, um im Rahmen der mittel- bis langfristigen Liquiditätsausstattung frühzeitig mögliche negative Tendenzen zu identifizieren und wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Ferner hat die Gesellschaft in einem Liquiditätsnotfallplan festgelegt, welche Maßnahmen (inkl. Kommunikationswege) im Falle eines Liquiditätsengpasses ergriffen werden sollen. Der Liquiditätsnotfallplan wird auf regelmäßiger Basis überprüft und ggf. aktualisiert, wobei wesentliche Änderungen an die Geschäftsleitung berichtet werden.

Wegen der angemessenen Liquiditätslage der Gesellschaft wird das Liquiditätsrisiko als gering betrachtet.

Im Rahmen des Risikomanagements werden im Rahmen der Ermittlung der Liquiditätsrisiken interne Modelle verwendet. Diese werden vor Einführung und bei Änderungen Tests unterzogen, und es wird eine Validierung durchgeführt.

Die Aussagekraft von Modellen ist zum einen durch die Anzahl und Qualität der zugrundeliegenden Annahmen sowie die Anzahl der durchgeführten Stresstests begrenzt. Zum anderen können nicht alle denkbaren "Downside"-Szenarien vorhergesagt und simuliert werden.

Insofern kann es möglich sein, dass Verluste größer ausfallen als in den Szenarien berechnet. Um auf eine Vielzahl möglicher Szenarien vorbereitet zu sein, werden verschiedene Arten von Stresstests durchgeführt (institutsweite Stresstests, risikospezifische Stresstests, inverse Stresstests). Dabei werden sowohl hypothetische als auch historische Stresstests durchgeführt.

Die Struktur des Risikomanagementsystems sowie die existierenden Risikosteuerungs- und -controllingprozesse werden der geplanten Geschäftsentwicklung und daraus resultierenden Risiken vollauf gerecht.

Bestandsgefährdende Risiken aus den dargestellten relevanten Risikoarten sind derzeit nicht erkennbar.

TARGO Leasing GmbH Fritz-Vomfelde-Str. 2-4 40547 Düsseldorf

www.targobank.de

www.targobank-magazin.de

www.facebook.com/targobank www.instagram.com/targobank de.linkedin.com/company/targobank www.xing.com/company/targobank www.youtube.com/targobank

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TARGO Leasing GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TARGO Leasing GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TARGO Leasing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 11. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Möllenkamp, Wirtschaftsprüfer

Bluhme, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.