VEPRONA GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexandros Iordanidis seit 1.3.2024 | Vorstandsmitglied |
Matthias Kühlmann seit 1.3.2024 | Vorstandsmitglied |
Andreas Riedel seit 4.6.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.50% | |
L***** F******** | 24.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FarmSaat® AktiengesellschaftEverswinkelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht1. Grundlagen der FarmSaat ® Aktiengesellschaft Die FarmSaat® Aktiengesellschaft (nachfolgend farmsaat) hat sich als mittelständisches Unternehmen der Saatgutbranche seit nunmehr über 15 Jahren in Deutschland und dem angrenzenden europäischen Ausland erfolgreich etabliert. Im Direktvertrieb konzentriert sich farmsaat auf die Beratung und den Absatz von gentechnikfreiem Saatgut der Kulturarten Mais, Soja, Gräser und Zwischenfrüchte an landwirtschaftliche Betriebe. Unter der Marke farmsaat werden landwirtschaftliche Betriebe direkt über sogenannte farmpartner und farmpartnerinnen (in Folge ist mit dem Begriff " farmpartner" immer auch die farmpartnerin gemeint) beraten und mit den Produkten der farmsaat beliefert. Die Züchtung der Mais- und Sojasorten erfolgt durch die Freiherr von Moreau Saatzucht GmbH im bayerischen Osterhofen. Die Versorgung der Marke farmsaat ist über ein langjähriges Vertragsverhältnis innerhalb der Wertschöpfungskette mit gegenseitiger Exklusivität gesichert. Die Vermehrungsgebiete und kooperierenden Aufbereitungsstationen für Mais- und Sojasaatgut sind in den klimatisch begünstigten Regionen in Deutschland, Frankreich, Ukraine, Österreich, Kroatien, Slowakei, Rumänien und Türkei angesiedelt. Das Sortiment an Gräser- und Zwischenfruchtmischungen der Marke farmsaat ist ebenfalls von hochwertiger Qualität verbunden mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Nur ausgesuchte, beste Sorten beinhalten das Angebot für unsere Kunden, den landwirtschaftlichen Betrieben insb. in Deutschland, Polen, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Mit Produkten von höchster Qualität zu attraktiven Preisen bieten wir unseren farmpartner eine erfolgsversprechende Beratungs- und Verkaufsmöglichkeit. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Fläche: In Deutschland, dem führenden Absatzmarkt der Marke farmsaat, ist die Anbaufläche Mais relativ stabil geblieben. Ein leichter Rückgang von 1,4 % oder 34.500 ha ist zu verzeichnen, so dass im Jahr 2023 ca. 2,5 Mio. ha Mais in Deutschland wachsen (www.destatis.de; am 03.08.2023). In Polen ist die Anbaufläche stabil geblieben, wohingegen in Frankreich sowie in Belgien und den Niederlanden leichte Rückgänge in der Anbaufläche aufgrund von Trockenheit, Konkurrenz anderer Kulturen oder politischen Vorgaben zu verzeichnen sind. 2.1.2 Klima: Das Anbaujahr 2023 war, im Vergleich zu den extremen Vorjahren mit Trockenheit und schlechten Ernten, ein gutes Anbaujahr für den (Silo)-Mais. Genügend Niederschlag und keine extreme Hitze zur Blüte bescheren den Landwirten wieder relativ volle Silostöcke. Auch die Sojabohnen-Bestände sehen dementsprechend gut aus. 2.1.3 Politik: Nachdem der Krieg in der Ukraine die Agrarmärkte im letzten Geschäftsjahr bereits stark belastet hat, ist der Krieg nach wie vor deutlich spürbar. Die Inflation sorgt weiterhin für höhere Kosten, bspw. liegt sie im Sommer 2023 in Deutschland bei 6 %, in Polen bei 11,9 % (www.statista.com; am 28.09.2023). Steigende Kosten auf der einen Seite, stagnierende oder sogar fallende Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe wie Körnermais, Getreide oder Milch auf der anderen Seite, ist die Gemengelage, in welcher sich die Landwirtschaft im Jahr 2023 befindet. Landwirte versuchen sich anzupassen. Schließlich wurden im Berichtszeitraum 22/23 gravierende Änderungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU beschlossen und in weiten Teilen umgesetzt. Inwiefern dieses den Maisanbau und das Geschäft der farmsaat beeinflusst, bleibt abzuwarten. Jedoch gelten nun in allen farmsaat-Absatzmärkten in der EU neue Regelungen bzgl. der Fruchtfolge. In Regionen mit hoher Maisanbaufläche begrenzt dies den möglichen Maisanbau. farmsaat hat mit dem Mais-Stangenbohnen-Mix eine innovative Produktlösung, die den Landwirten diesbezüglich hilft. 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1 Abschluss 2022/2023: Der Abschluss des Geschäftsjahres 22/23 kann, nach dem zweiten Jahr der Gründung der MOREAU GENETICS GmbH, erstmalig für einen Vorjahresvergleich herhalten. Die Vermehrungsaktivitäten für die Belieferung mit exklusiven Hybridmaissorten aus dem Hause Freiherr von Moreau Saatzucht GmbH wurde in der jüngsten Vergangenheit unter dem Dach der MOREAU GENETICS GmbH zusammengeführt. Unsere Erkenntnisse aus den letzten Jahren bekräftigen uns in der Strategie, uns weiter auf die Marke farmsaat und den Direktvertrieb an landwirtschaftliche Betriebe zu fokussieren. Die weitere Expansion der Marke farmsaat wird zudem auch in den 100% Tochtergesellschaften in Polen und ab Geschäftsjahr 23/24 in Frankreich stattfinden. Die Qualität der Produkte, insbesondere auch die hohe Toleranz gegenüber der Trockenheit im Anbaujahr 2022, hat ein weiteres Mal sehr positive Resonanz bei den Kunden erzeugt, wodurch wir auch in den etablierten Märkten signifikante Umsatzzuwächse im Frühjahr 2023 erzielen konnten. Ein wesentlicher Faktor für die Fortsetzung der Wachstumsstrategie ist die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse. farmsaat hat parallel mehrere Projekte initiiert, welche die gesamte Supply Chain positiv beeinflussen werden. Allen voran ist hier die weitere Digitalisierung durch Einführung des neuen ERP-Systems zu nennen, welches nach der Einführung ab dem 01.07.2022 nun im Routinebetrieb im Einsatz ist. Aber auch weitere Projekte sind im Bereich der Digitalisierung bereits vorgeplant. Nicht weniger bedeutsam für die farmsaat ist der weitere Aufbau des internationalen Geschäfts. Im ersten Halbjahr 2023 wurden die Vorbereitungen zur Gründung der neuen Gesellschaft farmsaat France SARL vorgenommen, die erstmalig im Geschäftsjahr 23/24 im französischen Markt agieren wird. Die Knappheit in der Saatgutversorgung setzte sich im zweiten Jahr in Folge fort, so dass für den Vertrieb weiterhin keine ausreichenden Mengen für ein größeres Wachstum bereitgestellt werden konnten. Aufgrund der europaweit knappen Vermehrungsflächen und daraus resultierend hohem Wettbewerbsdruck, unterliegt der Einkauf weiterhin deutlich steigenden Preisen für Vermehrung und Produktion. All diese Herausforderungen sind nur mit qualifiziertem und motiviertem Personal darstellbar. Aus diesem Grunde freuen wir uns, dass wir uns in vielen Bereichen personell verstärken konnten - sowohl die Anzahl der farmpartner konnte wachsen als auch die der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außen- und Innendienst der farmsaat. In einer Gesamtbeurteilung ist die farmsaat organisatorisch, finanziell und perspektivisch gut aufgestellt. Der Geschäftsverlauf ist positiv zu beurteilen. Die Mais- und Sojasorten zeigen in allen Vertriebsregionen eine stabile bis hervorragende Performance und eine hohe Praxistauglichkeit. Die Saatgutvermehrung 2022 ist einzig beschränkender Faktor eines größeren Wachstums im Geschäftsjahr 22/23 gewesen, welche aber trotz des starken Wettbewerbs um Vermehrungsflächen in Europa durch den Aufbau neuer Vermehrungsregionen mit strategischen Allianzen der lokalen Vermehrungsorganisationen nach wie vor eine ausreichende Deckung des Bedarfs gewährleistet. Alle Kolleginnen und Kollegen sowie sämtliche farmpartner haben trotz aller Unwägbarkeiten des Marktes und der besonderen Einflüsse aus der Kriegssituation mit unermüdlichem Enthusiasmus, Arbeitseinsatz und Loyalität dazu beigetragen, dass auch die Saison 22/23 gelingen konnte. Hierfür bedankt sich der Vorstand auch im Namen des Aufsichtsrates bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, farmpartnern und allen Freunden der farmilie. 2.2.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung Der Umsatz der farmsaat im Geschäftsjahr 22/23 hat sich gut und weiter positiv entwickelt. Die wesentlichen Gründe liegen in produktions- und kostenbedingt notwendigen Preissteigerungen und erheblichen Marktanteilsgewinnen in allen Märkten. Bezogen auf das Kerngeschäft der farmsaat mit den landwirtschaftlichen Betrieben ist ein deutliches Umsatzwachstum gegenüber dem Vergleichsjahr 21/22 zu verzeichnen. Das Vermehrungsjahr 2022 war geprägt von Trockenheit, vor allem in Westeuropa. Gerade die Vermehrungen in Frankreich, Österreich und Deutschland litten unter extremen Wassermangel, was in einer schlechten Saatgutverfügbarkeit resultierte. Diese nicht ausreichend vorhandene Saatgutverfügbarkeit führte dazu, dass farmsaat einen leichten Absatzrückgang Saatmais im Markt Deutschland zu verzeichnen hatte. Insgesamt konnte der Absatz, auch durch den Auslandsumsatz, stabil gehalten werden bei einem leichten Plus von 1%. Durch notwendige Preisanhebungen konnte der Umsatz um 3,8 % gesteigert werden. Der Absatz von Sojabohnen-Saatgut konnte dafür, auch aufgrund einer mutigen Vermehrung, fast verdoppelt werden. Auch in den begleitenden Kulturarten konnten Zuwächse erzielt werden. Das Gräser- und Zwischenfruchtgeschäft konnte in Bezug auf Ab- und Umsätze im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut werden. Mit der Mischung FARMROYAL konnte erfolgreich eine weitere speziell auf den Bedarf der Landwirte ausgerichtete Zwischenfruchtmischung implementiert werden. Der Jahresüberschuss erhöht sich von 1.350 T€ auf 1.952 T€. 2.3. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022/2023 erhöhten sich die Umsatzerlöse um 3,8 %. Im Direktvertrieb stiegen die Umsatzerlöse um rund 7.115 T€. Weitere Angaben zu den Umsatzerlösen sind der Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen. Die Wareneinsatzquote verminderte sich von 63,1 % auf 55,6 %. Das Rohergebnis erhöhte sich von 14.927 T€ auf 17.824 T€. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Fokussierung auf den Direktvertrieb zurückzuführen. Die Personalkosten erhöhten sich absolut um 1.180 T€ (Vorjahr: -1.726 T€). Der Anstieg der Personalkosten im Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeitenden-Anzahl von 41 auf 45 und aus Gehaltssteigerungen sowie dem gewährten Inflationsausgleich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 653 T€ auf 9.776 T€ (VJ 9.123 T€). Dies lag im Wesentlichen an den erhöhten Vertriebskosten aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse im Direktgeschäft (s.o.). Der Jahresüberschuss erhöhte sich auf 1.952 T€ (VJ 1.350 T€). Das EBITDA beträgt 3.159 T€ (Vorjahr: 2.095 T€). Es konnte ein Betriebsergebnis in Höhe von 2.866 T€ (VJ 1.898 T€) erzielt werden. Die Umsatzrentabilität vor Ertragsteuern stieg auf 7,4 % (VJ 5,0 %). Die Gesamtkapitalrentabilität stieg auf 12,3 % (VJ 9,5 %). 2.4. Finanzlage Das Eigenkapital weist einen Stand von 12.415 T€ (VJ 11.157 T€) aus. Aufgrund der um 1.922 T€ erhöhten Bilanzsumme verminderte sich die Eigenkapitalquote geringfügig von 75,1 % auf 74,0 %. Das langfristig gebundene Vermögen (Anlagevermögen in Höhe von 2.270 T€) ist ausreichend durch langfristiges Kapital, in erster Linie Eigenkapital (12.415 T€), gedeckt. Das langfristige Fremdkapital verminderte sich auf 119 T€ (VJ 199 T€). Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich insbesondere durch den erhöhten Ausweis von Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf insgesamt 4.238 T€ (VJ 3.494 T€). Der Cashflow des Geschäftsjahres erhöhte sich auf 2.235 T€ (VJ 1.535 T€). Der Anteil an liquiden Mittel zum Ende des Geschäftsjahres verminderte sich geringfügig um 82 T€ und beträgt 1.523 T€ (VJ 1.605 T€). Die Liquiditätsanalyse zeigt eine Liquidität 3. Grades in Höhe von 342,2 %. Diese ergibt sich aus dem kurzfristigen Umlaufvermögen in Höhe von 14.502 T€ und dem kurzfristigen Fremdkapital in Höhe von 4.238 T€. Die Liquidität wird wie in den Vorjahren als gut eingestuft, es sind derzeit keine Engpässe zu erwarten. Die Fähigkeit der farmsaat ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, wird hierdurch gewährleistet. Durch eine bisher nicht ausgeschöpfte, ausreichend dimensionierte Kreditlinie besteht die jederzeitige Möglichkeit kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. 2.5. Vermögenslage Aufgrund der nach wie vor guten Ertragslage im Geschäftsjahr 2022/2023 erhöhte sich das Netto-Umlaufvermögen absolut auf 10.264 T€ (VJ 9.173 T€). Das Netto-Umlaufvermögen blieb nahezu konstant mit 61,2 % (VJ 61,8 %) im Verhältnis zur Bilanzsumme. Im Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr 439 T€ investiert (im Wesentlichen in die immateriellen Vermögensgegenstände und in die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes). Dadurch erhöhte sich der Wert des Anlagevermögens (nach Abzug von Anlagenabgängen und Abschreibungen) auf 2.270 T€ (VJ 2.183 T€)). 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. Risiken / Herausforderungen: Die klimatischen und geopolitischen Rahmenbedingungen stellen die Landwirtschaft und damit auch die farmsaat vor erhebliche Herausforderungen. Die gesellschaftlichen Einflüsse, insbesondere das Ernährungsverhalten, hat ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf den Maisanbau. Der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Sorge um die Energieversorgung sowie die einsetzende und noch andauernde hohe Inflation haben andere Herausforderungen und Ziele unserer Zeit wie den Klimawandel oder den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft ein wenig ausgebremst. Der Trend zu einer weniger fleischlastigen Ernährung oder die Reduzierung des CO 2 -Footprints sind Teile davon. Es bleibt abzuwarten, wie schnell diese ausgebremsten Trends wieder Fahrt aufnehmen. farmsaat hat auf verschiedenen Ebenen die Weichen dafür gestellt und stellt Sie noch. Neben dem Silomais, immer noch das Hauptendprodukt aus unserem Saatmais, erfahren unsere Maissorten eine immer größere Bedeutung in der Körnermais-Produktion. Der Ausbau des Leguminosen-Anbaus nimmt weiter zu, was zu einem immer größer werdenden Anteil an Sojabohnen-Sorten in unserem Produkt-Portfolio führt. Nach zwei Jahren der Knappheit bei der Saatgutversorgung kristallisiert sich eine ausreichende Saatgutverfügbarkeit für das Geschäftsjahr 23/24 heraus. Es ist daher mit deutlich erhöhten Beständen zum Geschäftsjahresende zu rechnen, deren Finanzierung uns bei dem aktuellen Zinsniveau vor neue Aufgaben stellt. Auch dies wird Auswirkungen auf die zukünftige Preis- und Umsatzentwicklung haben, die daher nicht ausschließlich positive Trends beinhalten. Etwaige Überbestände müssen zusätzlich qualitätsbedingt abgeschrieben werden, während aber der geringere Vermehrungsbedarf positiven Einfluss auf die Einstandspreisentwicklung der neuen Saatguternte haben wird. In Summe rechnen wir mit stabilen Einstandspreisen. Nach Vertragsende mit dem bisherigen Logistikdienstleister Ende August 2023 befindet sich die Auslieferung der farmsaat in einer Neustrukturierung. Geplant ist die Aufnahme eines selbstbetriebenen Logistikzentrums in Greven zum Jahreswechsel 2023/2024 und somit pünktlich zum Start der Ausliefersaison des aktuellen Geschäftsjahres. Auch wenn die Projektumsetzung bislang planmäßig erfolgt, bietet der straffe Zeitplan keine größeren Zeitpuffer für Verzögerungen. Zum Engpass könnte die Gewinnung von Lagerpersonal werden, so dass hier eventuelle Lücken mit Leiharbeitern zu schließen wären. Aus der Summe der gewichteten Einzelrisiken ist kein bestandsgefährdendes Risiko für die farmsaat erkennbar, im Gegenteil - unsere Produkte und die eingeleiteten strategischen Allianzen in der Sorten- und Saatgutversorgung geben uns langfristige Sicherheit. 3.2. Chancen Das farmsaat-Topsortiment an Saatmais-Sorten ist mittlerweile in allen unseren Absatzmärkten etabliert und belegt in diversen Versuchen (Landessortenversuche, siehe Landwirtschaftskammern) die oberen Plätze. farmsaat ist mit hohen Erträgen auf stabilem Niveau beim praktizierenden Landwirt bekannt. Unsere stärkste Sorte FARMORITZ hat bspw. sehr starke Absatzzahlen erreicht, welche es in der Geschichte der farmsaat von einer einzelnen Sorte bisher in den Maßen noch nicht gab. Der Klimawandel bringt in unseren Vertriebsregionen höhere Wärmesummen mit sich. Landwirte tendieren dazu, später abreifende Maissorten auszuprobieren und testen Reifezahlen in Regionen, die dort vor einigen Jahren noch als unmöglich erschienen. Dieser Umstand kommt farmsaat mit dem aktuellen Sortenportfolio entgegen und erlaubt es, sich in Anbauregionen auszudehnen, in welchen farmsaat vorher noch nicht aktiv war. Ein Beispiel dafür ist ein erster farmpartner in Litauen. Gleichermaßen wird unsere Strategie zum weiteren Ausbau des Sojaanbaus durch diesen Klimaeffekt unterstützt. Der Sojaanbau schreitet weiter in Richtung Norden. Wir gewinnen nicht nur Umsatz- und Marktanteile in dieser Kulturart, zusätzlich bieten wir den Landwirten Alternativen, um den Bedingungen der GAP-Reform durch einen höheren Anteil von Leguminosen zu genügen. Die weitere Digitalisierung unseres Direktvertriebssystems bietet in Verbindung mit der Einführung des neuen ERP-Systems zusätzliche ressourcenschonende Optimierungsansätze. Das Ziel ist der papierlose Warenverkehr und Rückverfolgbarkeit bei weiterer Optimierung der Lieferprozesse. Mittelfristig bietet der Eigenbetrieb und Aufbau eigener Kernkompetenzen im geplanten Logistikzentrum Greven erhebliche Potenziale für die dem Direktvertriebsmodell gerechte Auslieferung mit erhöhtem Servicegrad und somit in der Folge erhöhte Kundenzufriedenheit. Der eigene Durchgriff auf die Lagerprozesse und das Lager-Personal sowie die unmittelbare Nähe zum Standort Everswinkel erlauben eine kontinuierliche Anpassung an die Bedürfnisse der farmsaat und Ihren Kunden mit der nötigen Umsetzungsgeschwindigkeit. Es wird erwartet, dass die Reduzierung von Schnittstellen zu anderen Unternehmen Reibungsverluste verringert. Durch die Integration der Lager-IT in die farmsaat-Systemlandschaft sollen zudem weitere Prozesskosteneinsparungen generiert werden. 3.3. Prognose Das Thema Klimawandel und damit einhergehend auch immer wieder die Ernährung unserer Gesellschaft (weniger Fleisch und tierische Produkte - Tendenz zu mehr vegetarischer Ernährung) sind in aller Munde und stellen für die farmsaat und jeden einzelnen farmpartner neue Aufgaben und Chancen dar. Damit einhergehend wird die Saatgutvermehrung und die -verfügbarkeit, beginnend mit einer angepassten Selektion und Portfoliosteuerung, wesentliche Beiträge zur Begleitung des weiteren Wachstums beitragen. Die farmsaat wird im Geschäftsjahr 23/24 ihre Umsätze im Direktvertrieb leicht steigern. Aufgrund der besonders guten Ernte 2023 erwarten wir einkaufsseitig sehr hohe Abnahmemengen mit daraus resultierenden höheren Lagermengen als in den Vorjahren. Aufgrund der Einkaufspreisentwicklung und der Bestandssituation gehen wir von einem deutlich steigenden Materialaufwand aus. Darüber hinaus erwarten wir gleichbleibende Personalkosten sowie aufgrund der neu aufzubauenden Logistik sowie Provisions- und Beratungsleistungen leicht höhere sonstige betriebliche Aufwendungen. Für das Geschäftsjahr 23/24 rechnen wir mit einem Ergebnis leicht unterhalb dem Vorjahresniveau. Die Entwicklung im Bereich Soja ist spannend. Der eingeleitete Weg mit dem Kooperationspartner Veprona in Bezug auf den Vertragsanbau ist ein vielversprechender Start. Entscheidend ist hierbei, inwiefern der regionale, verbrauchsnahe Anbau seitens der Lebensmittelindustrie mit einem Mehrwert belegt wird und inwieweit und wie schnell eine entsprechende Infrastruktur hieraus entstehen kann. Der Ausbau des Portfolios mit Sojasorten wird den Anbau der farmsaat-Sorten in weiteren Anbauregionen erleichtern, sei es in kälteren als auch in wärmeren Regionen. Inwiefern die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU den Maisanbau beeinflusst, bleibt abzuwarten. farmsaat hat sich mit der Einführung eines Mais-Stangenbohnen-Mixes, welcher im Flächenantrag nicht als reiner Maisanbau gewertet wird und darüber hinaus noch den Proteinertrag pro Fläche erhöht, bereits umfassend vorbereitet. Abschließend sei auf die zukunftsweisende Reorganisation in der Unternehmensführung hingewiesen. Zum Wechsel des Geschäftsjahres wird der Vorstand an drei langjährige und erfahrene Führungskräfte der farmsaat übertragen. Die Rolle des CEO wird Dr. Marcus Schulte in den Bäumen übernehmen, die Rolle des COO wird mit Alexandros Iordanidis besetzt und die Rolle des CSO durch Matthias Kühlmann wahrgenommen. Mit vereinten Kräften werden wir mit allen Kolleginnen und Kollegen, den farmpartnern im In- und Ausland, sowie allen Freundinnen und Freunden der farmsaat an der weiteren Etablierung der Marke farmsaat arbeiten und unsere Ziele weiter konsequent verfolgen.
Everswinkel, 24. Oktober 2023 Dr. Marcus Alexandros, CEO Matthias Schulte in den Bäumen, COO Iordanidis Kühlmann, CSO BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft lt. Registergericht:
Der Jahresabschluss der FarmSaat® Aktiengesellschaft (nachfolgend farmsaat) wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden und gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde eingehalten. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3-5 Jahre), bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten werden nach § 255 (2) HGB ermittelt, wobei von dem Wahlrecht des § 255 (3) S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht wird. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer bei Gebäuden beträgt 33 Jahre, bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände mit einem Einzelwert von 250 Euro und nicht mehr als 800 Euro wurden im Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bewertet. Soweit Abschreibungen bzw. Zuschreibungen erforderlich waren, wurden diese durchgeführt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten gemäß § 253 Abs. 1 HGB i.V.m. § 255 Abs. 1 HGB bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung der Einbringlichkeit vorsichtig bewertet. Für erkennbare Risiken sind angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen sind aktivisch abgesetzt. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden die Forderungen gegenüber den Tochterunternehmen farmsaat Polska Sp. z o.o. und FarmSaat Ukraine TOB (GmbH) zum Nennwert ausgewiesen. Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit ihrem Nennwert. Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Sie werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Die Rückstellungen werden mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, der auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen umfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen die laufzeitadäquaten Marktzinsätze gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB zugrunde. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Vorschriften zur Währungsumrechnung nach § 256a HGB wurden beachtet. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel. 2. Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz der farmsaat setzt sich wie folgt zusammen:
• Die Jahresabschlüsse der FarmSaat Ukraine TOB (GmbH) und der FARMSAAT FRANCE SARL liegen noch nicht vor. Angaben zum Eigenkapital und Jahresergebnis erfolgen daher nicht. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr: 0,00 Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 553.968,17 Euro (Vorjahr: 2.771.762,87 Euro) und sonstige Forderungen in Höhe von 4.135.174,58 Euro (Vorjahr: 112.504,05 Euro). Diese haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital, das das Grundkapital der Gesellschaft darstellt, beträgt 1.449.500,00 Euro. Das Grundkapital ist eingestellt in 2.000 Stammaktien (Vorjahr: 2.000) im Nennbetrag von je 500,00 Euro und 899 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (Vorjahr: 899) im Nennbetrag von je 500,00 Euro. In den Gewinnrücklagen ist eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 144.950,00 Euro enthalten. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16.11.2022 wurden aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021/2022 693.701,26 Euro an die Stamm- und Vorzugsaktionäre ausgeschüttet. Vorstand und Aufsichtsrat haben aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 einen Betrag in Höhe von 953.429,93 € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. 5. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die des Jahres 2022 und 2023 betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 180.372,99 Euro sind grundpfandrechtlich gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von fertigen Erzeugnissen und Waren. 7. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag gegenüber der Volksbank Münsterland Nord eG für einen Avalkredit in Höhe von 750.000 Euro der Moreau Genetics GmbH durch gesamtschuldnerische Mithaft. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des begünstigten Unternehmens als gering eingeschätzt. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen zum Bilanzstichtag u.a. aus KFZ-Leasingverträgen. Die zukünftigen finanziellen Verpflichtungen aus diesen Leasingverträgen belaufen sich auf insgesamt 282.154,33 Euro. Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lagermietverträgen. Bis einschließlich 12/2023 ist ein Lager bei einem Logistikdienstleister angemietet. Die finanzielle Verpflichtung für diesen Zeitraum beträgt insgesamt 177.211,86 Euro. Ab 01/2024 wurde ein Lager mit einer Grundmietzeit von 62 Monate angemietet. Aus diesem Mietvertrag besteht eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von jährlich rund 1.024.305 Euro. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Geschäftsjahres 2022/2023 sind Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 328.797,00 Euro (Vorjahr: 653.087,00 Euro) enthalten, die gem. § 285 Nr. 31 HGB als solche von außergewöhnlicher Größenordnung waren. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind weiterhin Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von 40.344,91 Euro (Vorjahr: 12.874,74 Euro) enthalten. 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 87.019,08 Euro (Vorjahr: 312.423,00 Euro) enthalten. 3. Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 24.095,04 Euro (Vorjahr: 14.138,70 €) enthalten. Des Weiteren sind in dieser GuV-Position Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 400,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) enthalten. 4. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Abschreibung auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 5.051,26 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) betrifft eine außerplanmäßige Abschreibung im Sinne des § 253 (3) S. 5 HGB für dauerhafte Wertminderung der Beteiligung an der ukrainischen Tochtergesellschaft. V. Sonstige Angaben 1. Aufsichtsrat und Vorstand Dem Aufsichtsrat der farmsaat gehörten bis zum 30.06.2023 an: Ludwig Feldmeier (Pflanzenzüchter), Vorsitzender Dr. Ludger Hellenthal (Unternehmer), stellvertretender Vorsitzender Johannes Berlage (selbständiger Landwirt) Ab dem 01.07.2023 setzt sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen: Swen Wolke (Kaufmann), Vorsitzender Ludwig Feldmeier (Pflanzenzüchter), stellvertretender Vorsitzender Lutz Stroetmann (Kaufmann) Dem Vorstand der farmsaat gehören an: Swen Wolke, Vorsitzender (bis zum 30.06.2023) Dr. Marcus Schulte in den Bäumen, Vorsitzender, CEO (ab dem 01.07.2023) Alexandros Iordanidis, COO (ab dem 01.07.2023) Matthias Kühlmann, CSO (ab dem 01.07.2023) Die Gesamtbezüge der Organe werden nach § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr betrug die Zahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt: kaufm. technische Angestellte: 45 (Vorjahr: 41) 3. Vorschlag für die Verwendung des JahresergebnissesAus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von 1.951.809,86 Euro werden 953.429,93 Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres beträgt damit 998.379,93 Euro. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn im 1. Quartal 2024 auszuschütten. An die Aktionäre mit nicht stimmberechtigten Namensaktien in Höhe von jeweils 500,00 Euro wird eine Dividende von 10,0 % - also 50,00 Euro (insgesamt 44.950,00 Euro) und an die stimmberechtigten Aktionäre der verbleibende Restbetrag in Höhe von 953.429,93 Euro ausgeschüttet. Bericht des AufsichtsratsAm 08.11.2023 fand in der Zeit von 09:30h - 12:00h die ordentliche Aufsichtsratssitzung (AR) der farmsaat AG in den Räumen der farmsaat AG in Everswinkel statt. Herr WP/StB Beermann erläuterte die Prüfung des Jahresabschlusses 22/23. Er erklärte, dass die Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Mitglieder des AR stimmen dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung einstimmig zu. Die Mitglieder des AR stellen den Jahresabschluss der farmsaat AG für das Geschäftsjahr 22/23 einstimmig fest.
gez. Swen Wolke, Aufsichtsratsvorsitzender Einladung / TO HauptversammlungDie Hauptversammlung der farmsaat AG fand am 17.01.2024 in Everswinkel statt. Der Aufsichtsrat schlägt vor, dem Vorstand des Berichtsjahres Herrn Swen Wolke, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 - 30.06.2023 Entlastung zu erteilen. Der Vorschlag wurde von den anwesenden Stammaktionären einstimmig angenommen. Der Gewinnverwendungsvorschlag des Aufsichtsrates wurde von den anwesenden Stammaktionären einstimmig angenommen. sonstige Berichtsbestandteile
Everswinkel, den 24. Oktober 2023 gez. Dr. Marcus Schulte in den Bäumen, Vorstandsvorsitzender gez. Matthias Kühlmann, Vorstand gez. Alexandros Iordanidis, Vorstand Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.11.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FarmSaat® Aktiengesellschaft, Everswinkel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FarmSaat® Aktiengesellschaft, Everswinkel, - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FarmSaat® Aktiengesellschaft, Everswinkel, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, 24. Oktober 2023 Dr.
Beermann WP Partner GmbH
Dipl.-Kfm. Stephan Beermann, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Benedikt Geise, Wirtschaftsprüfer |
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