Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 718253
Vorher
ROB Cemtrex GmbH
Eingetragen
22.8.2013
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und WohnungenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere die Vermietung und Verpachtung von Grundstücken.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Bittighofer
seit 24.3.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
94.00%
D***** W***
3.00%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Finvest GmbH
Germany
94.00%
D***** W***
3.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROB Cemtrex GmbH

Neulingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die ROB Cemtrex GmbH ist ein Full-Service-Partner rund um die Elektronik. Das Dienstleistungsportfolio umfasst

Entwicklung und Vertrieb von Hard- und Software

Serienproduktion, Montage und Prüfung von elektronischen Baugruppen, Endgeräten und Systemen

Kabelkonfektionierung sowie Entwicklung, Produktion und Prüfung von Steckverbindungen und Verbindungssystemen

Die ROB Cemtrex GmbH ist Teil der ROB Cemtrex Gruppe, in der neben der ROB Cemtrex GmbH, die ROB Cemtrex Automotive GmbH (Paderborn), die ROB Cemtrex Logistics GmbH (Paderborn), die ROB Cemtrex Assets UG und die ROB-SYSTEMS SRL (Sibiu) eingebunden sind.

II. Marktsituation und Geschäftsverlauf

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

WIESBADEN - Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2% höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9% und 2015 um 1,7% gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3% lag.

Quelle: Destatis

Auftragseingänge in ersten drei Quartalen (nur) auf Vorjahresniveau

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie haben ihren Vorjahreswert im September 2018 um 4,1% verfehlt. Aus dem Inland gingen 1,6% und aus dem Auslang 6,0% weniger Bestellungen ein als im Vorjahr. Vor allem die Aufträge aus Ländern außerhalb des Euroraum gaben stark nach (-8,8%). Kunden aus der Eurzone reduzierten ihre Bestellungen nur um 0,6%. Damit sind die Auftragseingänge in den gesamten ersten drei Quartalen d.J. stagniert. Allerdings hatte es hier im Vorjahr - großauftragsbedingt - auch ein zweistelliges Plus gegeben. Während die Inlandsorders zwischen Januar und September um 4,0% gegenüber Vorjahr fielen, legten die Auslandsbestellungen um 3,2% zu. Sowohl Kunden aus dem Euroraum (+2,0%) als auch aus Drittländern (+4,0%) orderten mehr.

Produktion gibt nach Kapazitätsauslastung erhöht sich indessen leicht

Die preisbereinigte Produktion der heimischen Elektroindustrie ist im September um 2,4% unter Vorjahr geblieben. Für den Gesamtzeitraum von Januar bis September 2018 ergibt sich aber immer noch ein Zuwachs von 2,7% gegenüber Vorjahr, der weiter im Rahmen der Erwartungen des ZVEI von +3% für das Gesamtjahr liegt. Die Kapazitätsauslastung in der Branche hat sich zu Beginn des vierten Quartals 2018 um 0,4%-Punkte auf jetzt 87,7% der betriebsüblichen Vollauslastung erhöht. Gleichzeitig fiel allerdings die Reichweite der Auftragsbestände von 3,4 auf 3,3 Produktionsmonate. Ihre Produktionspläne haben die Elektrounternehmen im Oktober 2018 per Saldo leicht abwärts revidiert. 28% der Firmen wollen ihren Output in den nächsten drei Monaten steigern, 8% zurückfahren. Der Rest plant mit dem gegenwärtigen Produktionsniveau.

Umsatz mit Kunden aus dem Euroraum vergleichsweise am stärksten im Plus

Die Erlöse der Branche fielen im September mit 16,5 Mrd. € um 3,5% niedriger aus als im Vorjahr. Der Inlandsumsatz (-7,0% auf 7,7 Mrd. €) fiel stärker als der Auslandsumsatz (-0,4% auf 8,8 Mrd. €). Während das Geschäft mit Kunden aus der Eurozone um 3,1% auf 3,3 Mrd. € stieg, gingen die Erlöse mit Drittländern um 2,4% auf 5,5 Mrd. € zurück. Von Januar bis einschließlich September 2018 belief sich der aggregierte Elektroumsatz auf 145,1 Mrd. € und lag damit um 2,9% höher als vor einem Jahr. Die Inlands- und Auslandserlöse erhöhten sich dabei um 2,4% (auf 68,7 Mrd. €) bzw. 3,4% (auf 76,4 Mrd. €). Der Umsatz mit Kunden aus dem Euroraum (+5,1% auf 28,2 Mrd. €) wuchs in den ersten drei Quartalen doppelt so stark wie der mit Geschäftspartnern aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (+2,4% auf 48,2 Mrd. €).

Geschäftsklima im Oktober mit deutlichen Bremspuren

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat im Oktober d.J. deutlich nachgegeben. Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel etwas schwächer aus als im Vormonat. Gleichzeitig gingen die allgemeinen Geschäftserwartungen per Saldo soweit zurück, dass sie erstmals seit November 2014 wieder in negatives Territorium kamen. 51% der Branchenunternehmen schätzen ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als gut ein, 42% als stabil und lediglich 7% als schlecht. Bezüglich der kommenden sechs Monate gehen jetzt 11% der Firmen von anziehenden, 75% von gleichbleibenden, aber 14% von rückläufigen Geschäften aus. Immerhin trübten sich die Exporterwartungen im Oktober nur leicht ein. Hier fiel der Saldo aus positiven und negativen Antworten gegenüber September von 13 auf 12%-Punkte.

Quelle: ZVEI

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsergebnis (Jahresüberschuss) lag bei rd. T€ 476. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis liegt wiederholt eine Ergebnisverbesserung von rd. T€ 195 vor.

Das bereinigte Ergebnis (ohne außergewöhnliche/einmalige Erträge und Aufwendungen) nimmt im Vergleich zum Vorjahr um T€ 284 auf T€ 273 zu.

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2017-18 um rd. 10,0% über dem Vorjahr. Rd. 76,0% der Umsätze wurden 2017-18 im Inland und rd. 24,0% im Ausland erzielt. Insgesamt lag die Gesamtleistung um rd. 7,0% über dem Vorjahr.

Der Auftragsbestand betrug zum 30.09.18 rd. € 41,2 Mio. und lag damit rd. 27,1% über demjenigen zum Geschäftsjahresende 2016-17. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Rahmenaufträge mit Laufzeiten von 6 - 24 Monaten. Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2017-18 bei rd. € 38,3 Mio. Damit lag der Auftragseingang um rd. 5,2% über dem Vorjahr.

Die Materialquote lag mit rd. 67,8% um rd. 0,1 Prozentpunkt unter dem Vorjahr. Die Personalkosten, welche rd. 23,2%, bezogen auf die Gesamtleistung betrugen, stiegen hingegen um rd. 0,5 Prozentpunkte an.

3. Produktion

Es wurden ausschließlich kundenspezifische Produkte hergestellt. Die Produktionskapazität wurde im Bereich der vollautomatischen Bestückung (SMT-Bestückung) und im manuellen Bereich (THT-Bestückung) nicht erhöht. Die Produktivität des Vorjahres, welche am Rohertrag der produktiven Mitarbeiter gemessen wird, stieg nach einem rd. 1,9-prozentigen Produktivitätsrückgang im Vorjahr, in 2017-18 um rd. 11,4% an. Die durchschnittliche Produktivität lag im Geschäftsjahr 2017-18 bei rd. € 122.250, bezogen auf die Elektronikfertigung. In der vollautomatischen Produktion (SMT-Bestückung) wurde zum größten Teil des Geschäftsjahres 2017-18 im 2-Schicht-Betrieb gearbeitet. In allen weiteren Arbeitsbereichen wurde im Wesentlichen im 1-Schicht Betrieb gearbeitet.

4. Beschaffung

Die Beschaffung der Komponenten erfolgt ausschließlich über zertifizierte Unternehmen. Sofern Komponenten direkt bei Herstellern bezogen werden, sind diese grundsätzlich durch die ROB Cemtrex GmbH auditiert.

In 2017-18 war der Beschaffungsmarkt über den gesamten Zeitraum weiterhin sehr angespannt. Die Lieferzeiten stiegen weiter permanent an. Bei nahezu allen Bauteilen kam es zu Allokation. Die durchschnittliche Lieferzeit der elektronischen Bauteile betrug rd. 30-40 Wochen. Infolge der hohen Nachfrage sind die Preise weiter angestiegen. Die Materialmehrkosten konnten weitestgehend an die Kunden weiterberechnet werden.

Grundsätzlich sind die Einkaufs- und Verkaufspreise beruhend auf Mengenkontrakten festgeschrieben. In besonderen Fällen, wie dies mitunter bedingt durch die Entwicklung der extrem hohen Nachfrage der Fall war, bestehen grundsätzlich Möglichkeiten Verkaufspreise anzupassen.

5. Investitionen

In 2017-18 wurden keine Investitionen in die Erweiterung der Fertigungskapazitäten getätigt. Hingegen dessen wurden einige Ersatzinvestitionen in der SMT-Bestückung vorgenommen. Hier wurden Anlagen aus dem Werk Paderborn in die existierenden SMT Linien ersatzweise installiert.

6. Finanzierungsmaßnahmen / -vorhaben

Die Finanzierung erfolgte fristenkongruent. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von rd. T€ 4.637 sind durch langfristige Verbindlichkeiten gedeckt. Das Vorratsvermögen in Höhe von rd. T€ 8.120 ist im Wesentlichen durch kurzfristiges Fremdkapital finanziert. Die Mittelherkunft verteilt sich auf Kreditinstitute und Lieferanten. In den Verbindlichkeiten sind langfristige Mittel in Höhe von rd. T€ 3.917 von Kreditinstituten und rd. T€ 5.207 von verbundenen Unternehmen enthalten.

III. Darstellung der Lage des Unternehmens

1. Ertragslage

Die Gesamtleistung des Unternehmens hat sich um rd. 7,0% von rd. T€ 27.811 auf rd. T€ 29.762 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich ebenso um rd. T€ 142 in 2017-18 auf rd. T€ 664. Hiervon enstanden T€ 490 einmalig durch die Kapitalerhöhung bei der Tochtergesesllschaft ROB-SYSTEMS SRL.

Der Materialaufwand lag in 2017-18 bei rd. 67,8% und somit um rd. 0,1 Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr. Hierfür waren im Wesentlichen Änderung im Produktportfolio verantwortlich.

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2017-18 wurde der Personalstand an die starke Nachfrage angepasst. Die Personalkosten lagen in 2017-18 um rd. 9,0% höher als im Jahr zuvor. In der Relation zur Gesamtleistung stieg die Personalaufwandquote von rd. 22,7% auf rd. 23,2%.

Die Abschreibungen erhöhten sich minimal um rd. T€ 8 auf rd. T€ 555. Die Leasingaufwendungen, enthalten in den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen", die aufgrund der ursprünglich gewählten Finanzierungsform des Anlagevermögens das Gros der Abschreibungen vermindern, reduzierten sich weiterhin plangemäß von rd. T€ 41 auf rd. T€ 11 und somit um rd. 72,3%. Zusammengefasst erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in 2017-18 um rd. 5,7%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen in 2017-18 bei rd. T€ 2.001.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen lagen mit rd. T€ 311 um rd. 30,0% niedriger als im Geschäftsjahr 2016-17.

Das EBIT der ROB Cemtrex GmbH lag mit rd. T€ 824 um rd. T€ 99 über dem des Vorjahres. Mit rd. T€ 476 konnte das Ergebnis 2017-18 um rd. T€ 195 wiederholt verbessert werden.

2. Finanzlage

Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs und der Investitionen erfolgte durch Bankdarlehen sowie durch Darlehen von verbundenen Unternehmen. Hinzu konnte Factoring als weiteres Finanzierungsmittel im Laufe 2017-18 etabliert werden. Darüber hinaus haben die Lieferanten Zahlungsziele eingeräumt, die im Gros zwischen 30 und 60 Tagen netto liegen.

Die Liquiditätslage war auch im Geschäftsjahr 2017-18 weiterhin angespannt. Durch gezieltes Management der Zahlungsströme sowie der Verlängerung der Zahlungsziele durch die Lieferanten konnte weitestgehend fristgerecht den bestehenden Verpflichtungen nachgekommen werden.

3. Vermögenslage

Die Bilanzstruktur hat sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen nicht verändert. Das Anlagevermögen ist geprägt durch die Betriebsimmobilie, die rd. 54,3% des Anlagevermögens umfasst. Der weitere wesentliche Vermögensteil findet sich in den Vorräten wieder. Hier sind rd. 88,9% des Umlaufvermögens abgebildet. Insgesamt repräsentieren beide Posten rd. 74,0% des Gesamtvermögens.

Darüber hinaus ist die Vermögenslage gekennzeichnet durch Anteile, Ausleihungen und Forderungen an bzw. gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.442 (Vorjahr: T€ 1.655). Durch das wiederholt positive Ergebnis in Höhe von rd. T€ 476 wurde ein buchmäßiges Eigenkapital von rd. T€ 233 erreicht. Hinzu kommen noch T€ 2.271 resultierend aus einem Rangrücktritt aus einem Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen, vormals Darlehen gegenüber Gesellschafterin. Daraus folgt ein wirtschaftliches Eigenkapital von T€ 2.504 (Vorjahr T€ 2.028).

4. Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:

EBIT T€ 824 nach T€ 725 im Vorjahr

EBITDA T€ 1.379 nach T€ 1.272 im Vorjahr

Eigenkapitalrentabilität 19,0 % nach 13,9 % im Vorjahr (auf Basis des wirtschaftlichem Eigenkapitals)

Gesamtkapitalrentabilität 3,0 % nach 1,9 % im Vorjahr

Umsatzrentabilität 1,6 % nach 1,0 % im Vorjahr

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zum 30.09.2018 beschäftigte unsere Gesellschaft 169 Mitarbeiter. Wir beschäftigen ein junges Team, da wir ständig viele junge Menschen ausbilden und versuchen, diese auch zu übernehmen. Die Auszubildenden werden ideal geschult, lernen von Anfang an unsere Arbeitsweise, Kundenfreundlichkeit, Flexibilität und vor allem unser Arbeitstempo. Aus diesem Potential beziehen wir unsere qualifizierten Mitarbeiter.

Die Fluktuation ist in unserem Hause sehr gering. Es herrscht ein freundliches, motivierendes Arbeitsklima, von der Geschäftsleitung bis hin zum Auszubildenden. Die Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern basiert auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt, unsere geschätzten Mitarbeiter sind wichtiger Teil des Unternehmenserfolges, durch den wir langfristig Arbeitsplätze sichern und weiter ausbauen.

Wir wollen in Zukunft ein noch attraktiverer Arbeitgeber sein und arbeiten deshalb an einem künftigen noch motivierenderen Einkommenssystem und an noch flexibleren Arbeitszeiten.

5. Zusammenfassung

Trotz anhaltender positiver Entwicklung entspricht die Ertrags- und Vermögenslage der ROB Cemtrex GmbH noch immer nicht den Planungen und Erwartungen der Geschäftsführung. Die Finanzlage war weiterhin angespannt; gleichwohl wurde allen Verpflichtungen entsprochen.

IV. Wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

1. Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das wirtschaftliche Eigenkapital der ROB Cemtrex GmbH wuchs zum Bilanzstichtag 30.09.18 auf T€ 2.504 an.

Die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2017-18 konnten nicht vollends erreicht werden. Im Zeitraum Dezember bis Februar brach die Gesamtleistung ein. War der Dezember und Januar stark beeinflußt durch Urlaub, brachte im Februar eine noch nie dagewesene Grippewelle das Unternehhmen fast zum Stillstand. Alle anderen Monate konnten mit einem positiven Betriebsergebnis abgeschlossen werden. Das monatliche Betriebsergebnis lag in diesen Monaten im Monatsdurchschnitt bei rd. T€ 73.

Beschaffungsrisiko - Der Elektronikbauteilemarkt ist ein durchaus volatiler Markt. Die Bauteilpreise ändern sich teilweise täglich. Dies ist jedoch als Ausnahme zu betrachten. Bei Erhalt eines Kundenauftrages verpflichten wir alle unsere Lieferanten innerhalb des vereinbarten Lieferzeitraumes zu einem Festpreis. Dennoch, die Verfügbarkeit hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2017-18 im Vergleich zum Vorjahr nochmals verschlechtert, wobei derzeit erste Anzeichen einer Entspannung zu erkennen sind, so dass im aktuellen Geschäftsjahr mit einer Normalisierung der Beschaffungssituation zu rechnen ist. Die durchschnittliche Lieferzeit lag bei 30-40 Wochen. Um dem entgegenzuwirken mussten die Bestände der Rohmaterialien weiter erhöht werden. Darüber hinaus wird grundsätzlich das Beschaffungsrisiko durch langfristige verbindliche Liefervereinbarungen eingegrenzt. Ergänzend ist der Aufbau von Konsignationslägern weiterhin im Gange. Nur durch ein funktionierendes Beschaffungsmanagement, insbesondere durch Rahmenverträge, die an Festpreise und Sicherheitsbestände gekoppelt sind, werden die Beschaffungsrisiken kalkulierbarer. Indikatoren wie Preise und Lieferzeiten stehen hier unter ständiger Beobachtung.

Bestandsgefährdende Risiken - Bestandsgefährdende Risiken, insbesondere Einschränkungen der Zahlungsfähigkeit und Vermögensverluste sind auf Basis unserer derzeitigen Planungen nicht erkennbar. Wir gehen davon aus, das uns durch unsere Finanzierungspartner weitere Kreditlinien (Kontokorrentkredit und/oder Factoring) in Höhe von rund T€ 1.000 zur Verfügung gestellt werden. Ergänzend basiert unsere Planung auf den derzeitigen Lieferantenzahlungszielen. Die ROB Cemtrex GmbH verfügt über ein funktionierendes Controlling, insbesondere über eine detaillierte Liquiditätsplanung, so dass Liquiditätsengpässe rechtzeitig erkannt werden und dadurch eine Abstimmung mit den Finanzpartnern in aller Regel mit ausreichendem Vorlauf erfolgen kann.

Die Beurteilung der bestandsgefährdenden Risiken (Vermögensverluste) basiert darüber hinaus auf den zu Grunde gelegten Planzahlen der Tochtergesellschaft ROB SYSTEMS SRL für die Jahre 2018/19 bis 2019/20. Sollten sich diese Planzahlen nicht realisieren lassen würde sich dies aufgrund der vorhandenen Ausleihungen und des Beteiligungsansatzes auf die Vermögenslage der ROB Cemtrex GmbH auswirken.

Risiken aus dem laufenden Geschäftsbetrieb - Alle aus dem laufenden Geschäftsbetrieb entstehenden Risiken sowie Risiken u.a. durch Umwelteinflüsse sind hinreichend durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Der Umfang der Versicherungen wird laufend überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst. Die Umsatzerlöse durch Dienstleistungen für Schwestergesellschaften sind im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.100 auf T€ 700 zurückgegangen. Dies resultiert aus der Werksschließung in Paderborn und wird sich auch im Geschäftsjahr 2018-19 durch einen weiteren Rückgang von rund T€ 300 auf die Umsatzerlöse auswirken.

2. Risikomanagementziele und -methoden

Alle Aktivitäten bergen grundsätzlich Risiken.Ziel der Gesellschaft ist es insbesondere, vermeidbare Risiken zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern. Deshalb wird versucht, durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken zu reduzieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten. Die Geschäftsleitung hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden.

Neben Markt- und Konjunkturrisiken werden auch Betriebsrisiken (z. B. Ausfall der IT) anhand verschiedener Parameter quantifiziert. Die Marktentwicklung wird laufend verfolgt, um zeitnah gegensteuern zu können.

Auch der Versicherungsschutz der Gesellschaft wird jährlich geprüft, sowohl im Hinblick auf die veränderten technischen und juristischen Anforderungen als auch auf die nötigen Wertanpassungen sowie die veränderten gesetzlichen Anforderungen.

Die ausstehenden Forderungen werden konsequent verfolgt und weisen keine Überfälligkeiten auf. Zum Schutz vor unerwarteten Ausfällen wird das klassische Forderungsmanagement genutzt. Darüber hinaus sind alle Forderungen versichert.

Eine weitere Komponente stellt das Berichtswesen dar. Im monatlichen Rhythmus wird durch eine eingerichtete Berichtsroutine über die Entwicklung des abgelaufenen Monats und des laufenden Geschäftsjahres berichtet. Alle Berichte werden einer kritischen Soll/Ist-Analyse unterzogen. Das Controlling ermittelt zudem Kennzahlen zur Überwachung risikobehafteter Bereiche.

3. Gesamtaussage zur Risikosituation

Grundsätzlich können nicht alle Risiken erfasst werden. Mit einer etablierten Systematik werden gewisse Risiken in regelmäßigen Abständen fokussiert. Darüber hinaus sind alle Mitarbeiter angewiesen Risiken grundsätzlich zu vermeiden und immer den Weg der äußersten Sorgfalt zu beschreiten.

In der Summe betrachtet ist das Risiko des eigentlichen Unternehmensgegenstandes am Größten. Die Fehlermöglichkeiten im Bereich der Elektronik sind sehr vielfältig und in Summe hoch. Hier müssen die Prozesse permanent in Frage gestellt werden, um ein Maximum an Prozesssicherheit zu erhalten. Darüber hinaus ist das System zu erweitern und zu verbessern, um eine 100%-ige Rückverfolgbarkeit von eventuellen Fehlern zu gewährleisten.

4. Chancen

Als Chance sehen wir die weitere Diversifikation auf Produkt- und Kundenebene, die das Unternehmen stabilisiert und eine gute Basis für weiteren Wachstum bildet. Dies wiederum ist notwendig, um die vorhandenen Kapazitäten optimal zu nutzen und dadurch die Ertragssituation der Unternehmensgruppe nachhaltig zu verbessern. Auch für die Zukunft steht die weitere Diversifikation auf Produkt- und Kundenebene im Focus des Unternehmens, um die Kapazitäten optimaler zu nutzen und die Unabhängigkeit weiter auszubauen. Mit dem überdurchschnittlichen Engagement der Mitarbeiter wird es der ROB Cemtrex GmbH gelingen auch in Zukunft die Marktposition weiter auszubauen und die gesetzten Ziele zu realisieren.

V. Prognosebericht

Die Auftragseingänge sowohl aus dem Inland als auch vom Ausland stiegen im Laufe des Geschäftsjahres 2017-18 weiter an. Hinzu kamen im Laufe des Geschäftsjahres Aufträge von Neukunden. Zum Ende Geschäftsjahres, lag der Auftragsbestand nach einem Anstieg von rd. 39,7% in 2016-17 wiederholt um 27,1% höher als zum Vorjahresende. Für die EMS-Branche ist weiterhin mittel- und langfristig eine positive Entwicklung von Experten prognostiziert. Kapitalintensive Investitionen in Produktionseinrichtungen, die Notwendigkeit einer immer höheren Flexibilität der Kapazitäten und Themen wie Kapitalbindung führen die Kunden zu Dienstleistungsunternehmen. Die Kunden können von professionellen EMS-Unternehmen komplette Systeme beziehen und damit ihre Durchlaufzeiten auf ein Minimum reduzieren. Ein Großteil der Supply Chain wird auf den Dienstleister übertragen.

In Folge dessen ist im Geschäftsjahr 2018-19 mit einer weiteren Steigerung der Umsatzerlöse und der Gesamtleistung von ca. 8% zu rechnen. Die erwartete Rohertragsquote soll hierbei, bedingt durch ein leicht verändertes Produktportfolio, um rd. 1,1 Prozentpunkte auf ca. 32% sinken. Hierin enthalten sind auch Erlöse für Dienstleistungen, die den Schwestergesellschaften in Paderborn erbracht werden. In der Folge rechnen wir auf Basis der bestehenden Kostenstruktur mit einem positiven EBIT von ca. T€ 850. Diesem Umsatzwachstum liegt die Prämisse zu Grunde, dass die dadurch entstehende Zunahme des Forderungsvolumens durch eine Ausweitung der Factoringlinie bzw. des Kontokorrentkredits auch finanziert werden kann.

Wie bereits erläutert bleiben für die ROB Cemtrex GmbH weiterhin der Ausbau des Kundenstammes sowie die Diversifikation in Branchen als auch Produkte Focus Themen.

Zuverlässigkeit des unternehmensinternen Planungssystems sowie der zugrunde gelegten Daten und Annahmen.

Grundsätzlich wurde versucht in allen Bereichen der Planung, von der Umsatzplanung ausgegangen, einen maximalen Grad an Realität zu erreichen. Die Umsatzplanung basiert auf der Planung einzelner Produkte und bildet somit eine ausgezeichnete Grundlage sowohl für die Materialkostenplanung als auch für die Fertigungskapazitätsplanung. Hiervon abgeleitet wurde die Personalplanung durchgeführt. In der Kostenplanung basieren alle Kosten auf realen Vergangenheitswerten, welche mit einem Risikofaktor zusätzlich belegt sind. Alle Punkte, seien es externe oder interne Faktoren wurden auf ihre Plausibilität mehrfach überprüft.

VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

 

Neulingen, den 24. Januar 2019

Frank Bittighofer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.9.2018
EUR
30.9.2017
EUR
A. Anlagevermögen 6.927.389,12 5.299.565,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 232.325,50 123.220,50
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 53.247,00 0,00
II. Sachanlagen 4.404.943,96 4.536.693,29
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.760.587,25 3.863.646,25
2. technische Anlagen und Maschinen 266.304,00 349.054,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 374.977,71 323.992,21
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.075,00 0,00
III. Finanzanlagen 2.290.119,66 639.651,78
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 499.970,94 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.790.148,72 639.650,78
B. Umlaufvermögen 9.101.911,11 9.450.030,09
I. Vorräte 8.119.966,97 6.476.923,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 974.766,08 2.949.601,00
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 151.684,65 1.015.654,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.178,06 23.506,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.091,25 3.080,00
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 242.902,88
Bilanzsumme, Summe Aktiva 16.062.391,48 14.995.578,54

Passiva

   
  30.9.2018
EUR
30.9.2017
EUR
A. Eigenkapital 233.282,85 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 225.000,00 225.000,00
III. Verlustvortrag 492.902,88 773.965,67
IV. Jahresüberschuss 476.185,73 281.062,79
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 242.902,88
B. Verbindlichkeiten 15.417.608,63 14.675.539,54
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.700.658,15 7.184.728,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.089.147,33 862.246,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 4.377.870,27
C. Passive latente Steuern 14.000,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 16.062.391,48 14.995.578,54

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2017 - 30.9.2018
EUR
1.10.2016 - 30.9.2017
EUR
1. Rohergebnis 10.259.099,70 9.463.341,77
2. Personalaufwand 6.894.048,62 6.324.151,23
a) Löhne und Gehälter 5.725.450,07 5.260.898,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.168.598,55 1.063.252,70
davon für Altersversorgung 63.181,76 55.476,37
3. Abschreibungen 554.986,16 547.091,93
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 554.986,16 547.091,93
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.000.553,44 1.891.845,81
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.951,82 36.661,99
davon aus verbundenen Unternehmen 26.951,82 36.661,99
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 310.898,93 444.003,74
davon an verbundene Unternehmen 8.359,04 0,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 37.287,00 0,00
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 14.000,00 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 488.277,37 292.911,05
9. sonstige Steuern 12.091,64 11.848,26
10. Jahresüberschuss 476.185,73 281.062,79

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.

Der Jahresabschluss zum 30. September 2018 wurde aufgestellt gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Gesellschaften geltenden Angabenerleichterungen in Anspruch.

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht ROB Cemtrex GmbH
Firmensitz laut Registergericht Neulingen
Registereintrag Handelsregister
Registergericht Mannheim
Registergerichtsnummer 718253

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Auf die einzelnen Posten angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 II HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten

- Ausleihungen an verbundene Unternehmen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten) bewertet.

Die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse werden anhand der jeweiligen Wertschöpfung der einzelnen Artikel ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bzw. unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Gegen den Ausfall einzelner Forderungen hat die Gesellschaft eine Kreditausfallversicherung abgeschlossen.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden nur eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher üblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden in den folgenden Fällen geändert:

Es wurde erstmalig von dem Aktivierungswahlrecht selbstgeschaffener immaterieller und materieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Gebrauch gemacht.

Der Methodenwechsel dient der besseren Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens- und Ertragslage.

Zum Bilanzstichtag sind die selbst geschaffenen Vermögensgegenstände insgesamt in Höhe von T€ 191 aktiviert und verringern somit den Material- und Personalaufwand.

Aus der erstmaligen Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergaben sich Vermögenszugänge in Höhe von € 53 die unter Abzug der darauf lastenden passiven latenten Steuern das Jahresergebnis erhöht haben. Diese Erhöhung unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

III. Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit € 151.684,65 (Vorjahr: € 1.015.654,32).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit € 511.511,00 (Vorjahr: € 862.246,82) davon gegenüber Gesellschaftern € 120.000,00 (Vorjahr: € 0,00) .

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit € 0,00 (Vorjahr: € 4.377.870,27)

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr betrugen die gesamten Entwicklungskosten T€ 62. Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens T€ 62.

Angabe zu den Restlaufzeitvermerken

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 15.000,00 (Vorjahr € 15.000,00).

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt € 39.247,00.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 53.247,00
hierauf entfallende passive latente Steuer 14.000,00
Gesamtbetrag 39.247,00

Angabe zu den Restlaufzeiten/Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum 30.09.2018 30.09.2017
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
gegenüber Kreditinstituten 5.700,7 1783,5 3.917,1 7.184,7 2.633,6 4.551,1
gegenüber verbundenen Unternehmen 6.089,1 881,8 5.207,3 862,2 805,1 57,1
gegenüber Gesellschaftern 0,0 0,0 0,0 4.377,9 0,0 4.377,9
Übrige Verbindlichkeiten 3.627,8 3.627,8 0,0 2.250,7 2.250,7 0,0
Summe 15.417,6 6.293,1 9.124,5 14.675,5 5.689,4 8.986,1

Aufgliederung der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre und der Sicherungsrechte

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre in Höhe von T€ 2.021,5 enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 5.700,7 besichert durch: Grundschuld, Sicherungsübereignung vom Warenlager und Inventar.

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden im Geschäftsjahr 2017-2018 erstmalig laufende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Zum Stichtag war ein Forderungsbestand von T€ 2.983 verkauft, der noch nicht fällig war. Risiken aus dem Factoring bestehen nicht. Diese Maßnahme bietet eine verbesserte Liquiditätslage und -planung.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 794 sonstige finanzielle Verpflichtungen (insb. aus Kfz-Leasingverträgen und Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen), davon T€ 545 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Besserungsscheinen über erlassene Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 545. Die erlassenen Verbindlichkeiten werden bei entstehen von künftigen Gewinnen (nach Verwendung eines vorhandenen Verlustvortrags im Sinne § 266 Abs. 3 IV. HGB) fällig.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinne bzw. Verluste aus Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge bzw. Aufwendungen beinhalten Gewinne aus Währungsumrechnung von € 17.000,87 (Vorjahr: € 47.590,89) bzw. Verluste aus Währungsumrechnung von € 45.562,50 (Vorjahr: € 29.949,13).

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher

Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 490 aus der Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen aufgrund der Umwandlung einer Darlehensforderung, die unter dem Nennwert angeschafft wurde, in Eigenkapital.

Die außergewöhnlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 287 betreffen eine Schadenersatzverpflichtung (T€ 100) sowie einmalige Montage-, Wartungs- und Umzugskosten von neu angemieteten Maschinen (T€ 187).

V. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Zahl
Arbeiter 83
Angestellte 62
Geringfügig Beschäftigte 6
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 151

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Saagar Govil ausgeübter Beruf: Chief Executive Officer, B.E.
Herr Aron Govil ausgeübter Beruf: Chairmann, B.E., MBA
Herr Frank Bittighofer ausgeübter Beruf: Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH)
Herr Andreas Kammerer ausgeübter Beruf: Dipl.-Ingenieur (FH)
Herr Thomas Walter Wurster ausgeübter Beruf: Dipl.-Ingenieur

Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden € 556.682 gewährt.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
T€
Eigenkapital
T€
ROB-SYSTEMS SRL, Sibiu (Rumänien) 100,00% -59 -474

Konzernverhältnisse

Die Aufstellung des Konzernabschlusses (als kleinster Konsolidierungskreis) und des Konzernlageberichts unterbleibt, weil die Gesellschaft als Mutterunternehmen von der größenabhängigen Befreiungsmöglichkeit gemäß § 293 HGB Gebrauch macht.

Konzernzugehörigkeit

Die ROB Cemtrex GmbH wird in den Konzernabschluss der Cemtrex Inc., Farmingdale, USA einbezogen, das gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist.

Der Konzernabschluss ist bei der Cemtrex Inc. in Farmingdale, USA erhältlich.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Neulingen, den 24. Januar 2019

Aron Govil

Saagar Govil

Frank Bittighofer

Andreas Kammerer

Thomas Walter Wurster

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.10.2017
Zugänge
Abgänge
Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.09.2018
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 61.740,06 0,00 61.740,06
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351.514,54 191.212,57 0,00 542.727,11
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 351.514,54 252.952,63 0,00 604.467,17
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.250.800,15 0,00 0,00 4.250.800,15
Technische Anlagen und Maschinen 1.012.016,62 85.739,64 38,17 1.097.718,09
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 987.046,32 190.574,89 0,00 1.177.621,21
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.075,00 0,00 3.075,00
Summe Sachanlagen 6.249.863,09 279.389,53 38,17 6.529.214,45
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 499.969,94 0,00 499.970,94
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 639.650,78 1.360.000,00 209.502,06 1.790.148,72
Summe Finanzanlagen 639.651,78 1.859.969,94 209.502,06 2.290.119,66
Summe Anlagevermögen 7.241.029,41 2.392.312,10 209.540,23 9.423.801,28
kumulierte Abschreibungen 01.10.2017
Abschreibungen Geschäftsjahr
Zugänge
Abgänge
kumulierte Abschreibungen 30.09.2018
Buchwert 30.09.2018
Anlagevermögen            
Immaterielle Vermögensgegenstände            
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 8.493,06 0,00 0,00 8.493,06 53.247,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 228.294,04 135.354,57 0,00 0,00 363.648,61 179.078,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 228.294,04 143.847,63 0,00 0,00 372.141,67 232.325,50
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 387.153,90 103.059,00 0,00 0,00 490.212,90 3.760.587,25
Technische Anlagen und Maschinen 662.961,79 168.490,14 0,00 37,84 831.414,09 266.304,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 663.054,11 139.589,39 0,00 0,00 802.643,50 374.977,71
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.075,00
Summe Sachanlagen 1.713.169,80 411.138,53 0,00 37,84 2.124.270,49 4.404.943,96
Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 499.970,94
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.790.148,72
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.290.119,66
Summe Anlagevermögen 1.941.463,84 554.986,16 0,00 37,84 2.496.412,16 6.927.389,12

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.02.2019 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ROB Cemtrex GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in den Abschnitten "Wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung" und "Prognosebericht" dargestellt, dass Maßnahmen zur Sicherung der finanziellen Stabilität ergriffen wurden, um die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu gewährleisten. Darüber hinaus müssen die Annahmen der Unternehmensplanung, insbesondere hinsichtlich der Umsatz- und Ertragsziele sowie der Finanzierung, weiterhin eintreten.

 

Pforzheim, 25. Januar 2019

dhmp GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Daniel Haug, Wirtschaftsprüfer

Tobias Nellinger, Wirtschaftsprüfer

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