Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 787558
Eingetragen
20.12.2022
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
der Erwerb, das Halten und Verwalten von Anteilen an der MÜNZING CHEMIE GmbH mit Sitz in Abstatt und die Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Dr. Münzing
seit 20.12.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
51.68%
16.11%
C******** M******
16.11%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Michael Münzing
Wüstenrot
51.682 €
51.68%
S****** W******
16.106 €
16.11%
C******** M******
16.106 €
16.11%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FRIEMI GmbH

Abstatt

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

der FRIEMI GmbH, Abstatt

Aktiva

Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.407.959,15 23.143.686,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.265.672,35 26.207.682,02
34.673.631,50 49.351.368,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.668.696,85 67.130.019,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.235.594,83 22.771.913,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.511.708,39 23.454.750,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.162.669,78 17.792.613,09
145.578.669,85 131.149.295,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.743.902,76 4.884.521,77
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.000.000,00 100.000,00
6.743.902,76 4.984.521,77
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.954.112,43 40.081.071,82
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.482.502,65 2.945.977,03
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 25.229.405,25 33.074.938,74
4. Geleistete Anzahlungen 386.353,04 554.901,91
54.052.373,37 76.656.889,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.619.108,29 30.934.404,76
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.155.119,55 752.661,94
3. Sonstige Vermögensgegenstände 10.545.016,39 9.744.032,92
39.319.244,23 41.431.099,62
III. Flüssige Mittel 65.299.490,18 54.977.776,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 471.371,23 472.823,61
D. Aktive latente Steuern 0,00 13.816,48
346.138.683,12 359.037.590,98

Passiva

Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 90.130.394,85 101.072.198,99
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechung -2.393.302,19 0,00
IV. Konzernjahresüberschuss 3.900.145,72 0,00
V. Nicht beherrschende Anteile 24.456.350,35 84.954.583,37
116.193.588,73 186.126.782,36
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 4.330.929,91 65.000,21
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 19.739.757,03 20.411.004,54
2. Steuerrückstellungen 1.376.178,90 1.248.557,53
3. Sonstige Rückstellungen 8.369.054,18 8.495.065,11
29.484.990,11 30.154.627,18
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 107.000.000,00 115.101.141,05
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 187.309,16 132.204,73
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.156.742,26 10.936.053,85
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 350.279,94 353.005,70
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.294.296,95 10.300.000,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 70.994.807,44 5.868.775,90
195.983.435,75 142.691.181,23
E. Rechnungsabgrenzungsposten 45,97 0,00
F. Passive latente Steuern 145.692,65 0,00
346.138.683,12 359.037.590,98

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der FRIEMI GmbH, Abstatt

2023
EUR
20.12. - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 243.518.708,31 0,00
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -9.882.641,74 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.786.455,92 0,00
239.422.522,49 0,00
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 97.277.121,14 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.507.506,51 0,00
103.784.627,65 0,00
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 41.670.132,57 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 7.676.728,89 0,00
49.346.861,46 0,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 26.249.504,86 0,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 40.555.093,02 0,00
19.486.435,50 0,00
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 39.993,71 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.802.112,24 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.566.424,77 0,00
-2.724.318,82 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.017.407,16 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 7.744.709,52 0,00
13. Sonstige Steuern 574.608,60 0,00
14. Jahresüberschuss 7.170.100,92 0,00
15. Ergebnis nicht beherrschender Anteile 3.269.955,20 0,00
16. Konzernjahresüberschuss 3.900.145,72 0,00

Geänderter Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die Firma FRIEMI GmbH hat ihren Firmensitz in Abstatt und wird unter der Nummer HRB 787558 beim Registergericht Stuttgart geführt. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Halten und Verwalten von Anteilen an der MÜNZING CHEMIE GmbH und die Verwaltung eigenen Vermögens.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften werden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Abschlusses des Mutterunternehmens, d. h. den 31. Dezember 2023, aufgestellt und bezieht sich auf den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Beim Vergleichszeitraum handelt es sich um ein Rumpfgeschäftsjahr vom 20. Bis 31. Dezember 2023. Ein Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist daher nur eingeschränkt möglich.

Im Rahmen der Offenlegung des Konzernabschlusses der FRIEMI GmbH, Abstatt, wurde im ursprünglichen Konzernanhang unter dem Punkt „Offenlegungserleichterungen“ die MÜNZING CHEMIE GmbH, Abstatt, sowie die MÜNZING Emulsions Chemie GmbH, Elsteraue, nicht aufgeführt. Die Änderung im Konzernanhang umfasst die Nennung dieser zwei Tochterunternehmen im Abschnitt „Offenlegungserleichterungen“, damit die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt sind.

Konsolidierungsgrundsätze

Die FRIEMI GmbH ist als Mutterunternehmen i. S. d. § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

Der von der FRIEMI GmbH direkt und indirekt gehaltene Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023, die Konsolidierungsmethoden sowie die Anteile am Kapital der einbezogenen Gesellschaften werden nachfolgend dargestellt. Verbundene Unternehmen werden grundsätzlich nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (Neubewertungsmethode) einbezogen.

Konsolidierungskreis / Verzicht auf Einbeziehung

In den Konzernabschluss wurden gem. § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die FRIEMI GmbH sowie alle Tochterunternehmen i. S. d. § 290 HGB einbezogen, an denen die FRIEMI GmbH direkt bzw. indirekt beteiligt ist.

Die indische Tochtergesellschaft (Münzing Mumbai Private Limited, Mumbai/Indien), die mexikanische Tochtergesellschaft (MUNZING MEXICO SA DE C.V mit Sitz in Mexiko D.F./Mexiko), die koreanische Tochtergesellschaft (MUNZING Korea Ltd., mit Sitz in Gyeonggi-do/ Süd Korea) sowie die brasilianische Tochtergesellschaft (Munzing do Brasil Comércio de Produtos Químicos e Aditivos Ltda, Curitiba/Brasilien) übten im Jahr 2023 noch keine wesentliche operative Tätigkeit aus und sind daher für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Darüber hinaus hat die im Geschäftsjahr 2023 neu hinzugekommene Blitz S15-381 GmbH, Abstatt, keinen eigenen Geschäftsbetreib und somit keine Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wird für die zuvor genannten Gesellschaften gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Die im Geschäftsjahr 2022 neu gegründete Gesellschaft MÜNZING Italia S.r.l. mit Sitz in Bozen/Italien wird im Geschäftsjahr 2023 erstmalig im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Aus dem erstmaligen Einbezug der MÜNZING Italia S.r.l. ergibt sich in der Konzernbilanz der FRIEMI GmbH im Wesentlichen ein Zugang im Bereich der Vorräte in Höhe von TEUR 241 und im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 733. Zudem entfallen TEUR 1.207 der Konzernumsatzerlöse und TEUR 40 des Konzernjahresüberschusses auf die erstmalig konsolidierte Gesellschaft. Im Gegenzug hierzu wird die MEC Grundstück GmbH zum Bilanzstichtag entkonsolidiert, da nahezu alle Vermögensgegenstände im Berichtszeitraum veräußert wurden. Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konsolidierungskreis der FRIEMI GmbH, Abstatt (FRI), stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Name Anteil am Kapital Gehalten über Nr.
Direkte Beteiligungen:
(1) MÜNZING CHEMIE GmbH, Abstatt 87,31% FRI
Indirekte Beteiligungen:
(2) Münzing Beteiligungen GmbH, Abstatt 100,00% (1)
(3) MÜNZING Micro Technologies GmbH, Elsteraue 100,00% (1)
(4) Münzing Emulsions Chemie GmbH, Elsteraue 100,00% (1)
(5) Munzing Australia Pty Ltd, Somersby/Australien 100,00% (1)
(6) Munzing Malaysia Sdn Bhd, Sungai Petani/Malaysia 100,00% (1)
(7) MUNZING Poland Sp. Z o.o., Kattowitz/Polen 100,00% (1)
(8) MÜNZING International S. à r.l., Luxemburg/Luxemburg 100,00% (2)
(9) MÜNZING Chemie Iberia S.A., Badalona/Spanien 100,00% (8)
(10) Munzing Trading (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai/China 100,00% (8)
(11) MÜNZING Italia S.r.l., Bozen/Italien 100,00% (8)
(12) MUNZING Teilkonzern USA bestehend aus: 100,00% (8)
Munzing Management Inc., Bloomfield, New Jersey/USA
Munzing North America LP, Bloomfield, New Jersey/USA
Ultra Additives LLC, Bloomfield, New Jersey/USA
Magrabar Chemical LLC, Morton Grove, Illinois/USA
Munzing Canada Ltd, Richmond Hill/Canada
Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der MÜNZING CHEMIE GmbH und der Münzing Beteiligungen GmbH bzw. der MÜNZING Micro Technologies GmbH.

Zum Bilanzstichtag wird auf die Einbeziehung folgender Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet:

Name Anteil am Kapital Gehalten über Nr.
Indirekte Beteiligungen:
Münzing Mumbai Private Limited, Mumbai/Indien 20,00% (1)
80,00% (8)
MEC Grundstück GmbH, Abstatt 100,00% (1)
MUNZING Korea Ltd., Gyeonggi-do/Süd Korea 100,00% (8)
MUNZING MEXICO SA DE C.V, Mexiko D.F./Mexiko 100,00% (12)
Munzing do Brasil Comércio de Produtos Químicos e Aditivos Ltda, Curitiba/Brasilien 100,00% (9)
Blitz S15-381 GmbH, Abstatt 100,00% (1)

Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr bezieht sich auf den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt grundsätzlich nach den Vorschriften des § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB unter Anwendung der Neubewertungsmethode und wird jeweils zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Gründung der Tochtergesellschaft durchgeführt.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden grundsätzlich die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen Buchwert des neubewerteten Eigenkapitals des vollkonsolidierten Unternehmens zum Konsolidierungszeitpunkt aufgerechnet. Ein darüber hinaus verbleibender Unterschiedsbetrag wird gemäß § 301 Abs. 3 S. 1 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt gemäß § 309 Abs. 1 HGB linear über eine planmäßige Nutzungsdauer.

Die Erstkonsolidierung der Gesellschaften aus dem MÜNZING CHEMIE Konzern erfolgte zum 31. Dezember 2022. Dabei wurde unterstellt, dass es sich um eine Transaktion unter gemeinsamer Beherrschung („transactions under common control”) und nicht um einen Erwerbsvorgang handelt. Insoweit wurden die zuvor beschriebenen Grundsätze der Neubewertungsmethode nicht angewandt. Die Beherrschungsmöglichkeit (Kontrolle) über die MÜNZING CHEMIE GmbH und deren Tochtergesellschaften (MÜNZING CHEMIE Konzern) durch den bisherigen Gesellschafterkreis hat sich mit der Einbringung der Anteile in die FRIEMI GmbH nicht geändert und die Kontrolle wird unverändert nicht nur vorübergehend ausgeübt. Aus diesem Grund werden die im Zuge der Erstkonsolidierung übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden nicht neu bewertet, sondern mit ihren bisherigen Buchwerten im Konzernabschluss der MÜNZING CHEMIE GmbH fortgeführt. Der aus der Verrechnung des Reinvermögens mit dem Beteiligungsbuchwert resultierende Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung in Höhe von TEUR 99.067 wurde in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HBG eingestellt, da es sich aus Konzernsicht um eine Einlage des MÜNZING CHEMIE Konzerns zu Buchwerten handelt.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden aus dem MÜNZING CHEMIE Konzern aktive Unterschiedsbeträge übernommen. Auch die kumulierten Abschreibungen werden fortgeführt. Dieser Geschäfts- und Firmenwerte werden über die Restnutzungsdauer (Nutzungsdauer zwischen 5 und 15 Jahren) weiter abgeschrieben.

Die Folgekonsolidierung erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis.

Darüber hinaus erwarb die Gesellschaft zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2023 weitere 30,56 % an der MÜNZING CHEMIE im Rahmen eines statuswahrenden sukzessiven Anteilserwerbs. In Ausübung des Wahlrechts nach DRS 23.175 (Kapitalvorgang) wurde der sukzessive Erwerb erfolgsneutral mit dem anteilig erworbenen Eigenkapital des Teilkonzerns der MÜNZING CHEMIE aufgerechnet. Daraus ergab sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 10.965, der erfolgsneutral mit der Kapitalrücklage des Konzerns verrechnet wurde.

Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Aufgrund der Erstkonsolidierung des MÜNZING CHEMIE Konzerns enthält der Ausgleichsposten für Anteile nicht beherrschender Gesellschafter die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital auf Basis der Buchwertfortführung des eingebrachten Konzerns.

Aus der Erstkonsolidierung der Münzing Italia resultiert ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 24, der mit der Kapitalrücklage verrechnet wurde.

Schuldenkonsolidierung

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 HGB aufgerechnet. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung der konzerninternen Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen wurden erfolgswirksam eliminiert.

Aufwand- und Ertragskonsolidierung

Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge, Zinserträge, Erträge aus Beteiligungen sowie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 305 Abs. 1 HGB mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Zwischenergebniskonsolidierung

Zwischenergebnisse aus Geschäften innerhalb der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich eliminiert. Im Hinblick auf § 304 Abs. 2 HGB wurde auf die Eliminierung von unwesentlichen Zwischenergebnissen verzichtet. Die Zwischenergebniseliminierung umfasst den Bereich der Vorratsbestände.

Latente Steuern

Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen den handelsrechtlichen Bilanzansätzen und den Steuerbilanzansätzen. Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Passive latente Steuern werden angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte mit den jeweils unternehmensspezifischen bzw. lokalen Ertragsteuersätzen.

Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen

Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften wurden unter Berücksichtigung des § 308a HGB umgerechnet, wobei die Bilanzposten (außer Eigenkapitalposten) mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages, das Eigenkapital mit historischen Kursen und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem jeweiligen Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet wurden. Die Durchschnittsermittlung erfolgt vereinfachend mit dem Mittelwert der Abrechnungsperiode. Die Unterschiedsbeträge, die sich durch die Umrechnung ausländischer Konzerngesellschaften ergeben, werden ergebnisneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ ausgewiesen.

Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung wurde beachtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften wurden entsprechend den landesspezifischen Vorschriften aufgestellt und grundsätzlich gemäß § 308 HGB an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens angepasst. Aus Gründen der Wesentlichkeit und des unverhältnismäßig hohen Ermittlungsaufwands wurde auf die Anpassung geringfügiger Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede verzichtet.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden - sofern nachfolgend nicht gesondert erläutert - unverändert beibehalten. Die Bewertung erfolgte - wie im Vorjahr - unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden in der Regel über eine Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Für die drei (Vj. Fünf) Geschäfts- oder Firmenwerte, welche vor dem 1. Januar 2010 entstanden sind, wurde die bisherige Nutzungsdauer von 15 Jahren beibehalten. Für die vier (Vj. 5) Geschäfts- oder Firmenwerte, welche nach dem 1. Januar 2010 entstanden sind, wurde die Gesamtnutzungsdauer auf 10 bzw. 5 Jahre festgelegt. Die Nutzungsdauer für die Geschäfts- oder Firmenwerte ergibt sich branchenbedingt unter Einbezug der zugrundeliegenden Produktlebenszyklen sowie der relativ konstanten Kundenstämme.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen (Gebäude zwischen 25 und 33 Jahre, Technische Anlagen zwischen 3 bis 10 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 5 und 15 Jahre). Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von bis zu Euro 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder Nennwert bzw. niedrigerem beizulegenden Wert angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden zu den durchschnittlichen bzw. tatsächlichen Einstandspreisen oder zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Der niedrigste dieser Werte kam jeweils zum Ansatz, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Einkaufspreisminderungen (Boni und Skonti) und Anschaffungsnebenkosten (Fracht und Zölle) wurden berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Materialkosten und Fertigungskosten (einschließlich Gemeinkosten) sowie Sonderkosten der Fertigung und angemessenen Teilen des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, zum Ansatz gebracht. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Abwertungen werden auf Basis von Gängigkeits- und Reichweitenanalysen ermittelt.

Die geleisteten Anzahlungen des Anlage- und Umlaufvermögens sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalschalwertberichtigung berücksichtigt.

Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgte zum Nennbetrag.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für vor dem Bilanzstichtag getätigte Auszahlungen gebildet, die erst für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag aufwandswirksam werden.

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen werden für Abweichungen der handelsrechtlichen Wertansätze gegenüber den steuerlichen Wertansätzen und für die erfolgswirksame Eliminierung von Zwischenergebnissen sowie für weitere erfolgswirksame Konsolidierungsbuchungen eingestellt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte in 2023 mit den lokalen Ertragsteuersätzen, d. h. in Deutschland mit ca. 30%, in den USA mit ca. 21%, in Australien mit ca. 30%, in Malaysia mit ca. 24% und in Kanada mit ca. 30%. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden mit latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen verrechnet und zusammengefasst ausgewiesen. Um ein besseres Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, wurde in den Einzelabschlüssen der deutschen Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2023 erstmalig nicht mehr das Wahlrecht für den Ansatz eines Aktivüberhangs latenter Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angewendet. Daraus ergab sich zusätzlicher Aufwand bei der Münzing Chemie und der Münzing Emulsionschemie in Höhe von TEUR 3.249 im Geschäftsjahr 2023. Aufgrund gegenläufiger Effekte bei den anderen konsolidierten Gesellschaften beläuft sich die aufwandswirksame Veränderung per Saldo auf TEUR 160.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Der Sonderposten mit Rücklagenanteil umfasst vereinnahmte Investitionszuschüsse für die Erweiterung der Betriebsstätte in Elsteraue für den Investitionszeitraum 2010 bis 2013 sowie 2023 sowie für die Errichtung eines neuen Werks in Elsteraue für den Investitionszeitraum 2019 bis 2022. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt ratierlich über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter.

Die Pensionsrückstellung wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Folgende Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Gehaltstrend p.a. 2,5% (Vj. 2,5%)

BBG* -Trend p.a. 2,5% (Vj. 2,5%)

Rententrend p.a. 2,0% (Vj. 2,0%)

Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,83 % (Vj. 1,78 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 200 (Unterschiedsbetrag).

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt sofern objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

*) Beitragsbemessungsgrenze

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Konzernanlagespiegel zu entnehmen, welcher dem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist. Es wurde zulässigerweise von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Zugänge aus der Konsolidierungskreisänderung brutto darzustellen, d.h. als Zugang zu den Abschaffungs-/Herstellungskosten als auch zu den kumulierten Abschreibungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 424 (Vj. TEUR 428).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.155 (Vj. TEUR 753).

Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

Aktive und passive latente Steuern

Infolge von Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz ergaben sich latente Steuerabgrenzungen, welche saldiert ausgewiesen wurden.

Latente Steuern resultieren zum einen insbesondere aus Unterschieden bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, sonstigen (Personal-)Rückstellungen sowie aus Bewertungsunterschieden beim Anlagevermögen. Zum anderen resultieren latente Steuern aus der Zwischengewinneliminierung, aus der Fortführung von in der Vergangenheit im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten sowie aus der Bildung und Fortführung der im Zuge der Erstkonsolidierungen gebildeten latenten Steuern. Die Saldierung bzw. die Entwicklung der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

Stand 31.12.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Stand 31.12.2023
TEUR
Aktive latente Steuer 3.740 -345 3.395
Passive latente Steuer -3.726 +185 -3.541
Saldiert 14 -160 -146

Ergebnisverwendung

Der Geschäftsführer der FRIEMI GmbH schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.866 auf neue Rechnung vorzutragen. Davon sind TEUR 958 aus der Münzing Chemie zur Ausschüttung gesperrt

Sonstige Rückstellungen

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.369 (Vj. TEUR 8.495) entfallen wesentliche Beträge auf Tantiemen/Boni (TEUR 3.750; Vj. TEUR 3.576) sowie auf sonstige Personalrückstellungen (TEUR 1.467; Vj. TEUR 1.562) sowie Kompensationszahlungen und Handelsvertreterausgleichsansprüche (TEUR 796; Vj. TEUR 980).

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamt
(TEUR) TEUR
RLZ <1 Jahr
TEUR
RLZ >1,<5 Jahre
TEUR
RLZ >5 Jahre
TEUR
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 107.000 82.000 25.000 0 keine
im Vj. 115.101 62.101 53.000 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 187 187 0 0 keine
im Vj. 132 132 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.157 14.157 0 0 1)
im Vj. 10.936 10.936 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 350 350 0 0 keine
im Vj. 353 353 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.294 0 0 3.294 keine
im Vj. 10.300 0 0 10.300
Sonstige Verbindlichkeiten 70.995 32.995 14.000 24.000 keine
im Vj. 5.869 5.869 0 0
Summe 195.983 129.689 39.000 27.294
i.Vj. 142.691 79.391 53.000 10.300

1) Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

RLZ = Restlaufzeit

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren i.W. aus einer Einzahlungsverpflichtung gegenüber der zum Bilanzstichtag nicht konsolidierten indischen Tochtergesellschaft.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.300 (Vj. TEUR 2.415) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 220 (Vj. TEUR 291).

Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des eingebrachten MÜNZING CHEMIE Konzerns und dienen zum besseren Verständnis über den eingebrachten MÜNZING CHEMIE Konzern.

Umsatzerlöse

Sämtliche Konzerngesellschaften sind mit ihren Produkten insgesamt im Bereich der Spezialchemie tätig, insofern unterscheiden sich die einzelnen Tätigkeitsbereiche nicht erheblich. Die geographische Aufteilung des Umsatzes gliedert sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Europa 111.902 119.811
Amerika 86.425 102.950
Asien / Sonstige 45.192 53.090
243.519 275.851

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 5.786 (Vj. TEUR 4.928) enthalten i. W. Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 3.356 (Vj. TEUR 3.354) sowie Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens in Höhe von TEUR 534 (Vj. TEUR 77)

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 920 (Vj. TEUR 588) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens.

Personalaufwand

Im Posten „Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung“ sind Erträge für Altersversorgung in Höhe von TEUR 41 (Vj. Aufwand TEUR -2.096) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.010 (Vj. TEUR 2.131).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes und der Aufzinsung bei den Pensionsrückstellungen.

In den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind TEUR 40 (Vj. TEUR 1) Erträge von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 214 (Vj. TEUR 608) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern von Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 9.017 (Vj. TEUR 7.693) enthalten latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 160 (Vj. Erträge TEUR 2.828).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Fällig innerhalb eines Jahres
TEUR
Fällig zwischen 2 und 5 Jahren
TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-
und Dienstleistungsverträgen 3.824 2.340

Das Bestellobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 25.758 (Vj. TEUR 22.097).

Weiterhin hat eine Tochtergesellschaft eine Investitionszusage für ein in 2015 erworbenes Grundstück gegeben. Die Verpflichtung zur Aufnahme der Bautätigkeit bestand bis zum 30. Juni 2017. Für den Fall der Nichterfüllung der Verpflichtung ist der Verkäufer grundsätzlich berechtigt, von dem Grundstückskaufvertrag zurückzutreten. Bisher hat die Gesellschaft noch keine Bautätigkeit aufgenommen. Im Gegenzug hat ebenfalls der Verkäufer bisher noch keinen Rücktritt vom Kaufvertrag erklärt.

Die MÜNZING CHEMIE hat im Berichtsjahr ein Langzeitkonto eingeführt, das es Mitarbeitern ermöglicht, Vergütungselemente einzubringen und zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen zu lassen. Das Mitarbeiterkapital ist komplett ausfinanziert und insolvenzgesichert. Eine Nachschusspflicht zum Jahresende bestand nicht.

Erläuterung zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt im Wesentlichen den Zugang von liquiden Mitteln aus der Änderung des Konsolidierungskreises. In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten einbezogen.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer: Dr. Michael Münzing, Wüstenrot, Geschäftsführung
(Dipl.-Chem. Ing. (ETH))

Gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtvergütung der Geschäftsführung.

Honorar Abschlussprüfer

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde folgendes Honorar durch die RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG (vormals: Ebner Stolz GmbH & Co. KG) berechnet:

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 124

Mitarbeiter

Der FRIEMI-Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 600 Mitarbeiter. Diese setzten sich zusammen aus 382 Angestellten und 218 Arbeitern. Darüber hinaus gibt es noch 21 Auszubildende.

Nachtragsbericht

Im Zuge des Erwerbes von weiteren Geschäftsanteilen an der MÜNZING CHEMIE durch die FRIEMI GmbH, Abstatt, erfolgte im Januar 2024 eine Ausschüttung an deren Gesellschafter in niedriger dreistelliger Millionenhöhe. Die Finanzierung des Erwerbs erfolgt durch vorhandene Liquidität und die Aufnahme von Darlehen. Darüber hinaus gab es keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

Offenlegungserleichterungen

Für die MÜNZING CHEMIE GmbH, Abstatt, die MÜNZING Micro Technologies GmbH, Elsteraue, die MÜNZING Emulsions Chemie GmbH, Elsteraue, sowie die Münzing Beteiligungen GmbH, Abstatt, wurden die Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Die FRIEMI GmbH, Abstatt, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundeszeigers eingereicht und ist dort erhältlich.

 

Abstatt , 20 . November 2025

Die Geschäftsführung

Dr . Michael Münzing

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

der FRIEMI GmbH, Abstatt,

im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand am 1.1.2023
EUR
Währungsanpassung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 85.734.870,50 -255.910,37 671.602,23 12.715,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 122.135.918,97 -1.486,14 0,00 0,00
207.870.789,47 -257.396,51 671.602,23 12.715,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87.336.753,97 -1.048.941,27 599.716,91 3.590.503,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.003.227,81 -386.625,76 3.534.682,37 4.524.226,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.263.855,22 -163.776,74 5.387.739,69 4.248.625,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.416.563,43 -1.015.760,56 20.172.151,85 -12.376.071,45
218.020.400,43 -2.615.104,33 29.694.290,82 -12.715,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.208.819,11 -159.888,71 18.000,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 0,00 2.000.000,00 0,00
5.308.819,11 -159.888,71 2.018.000,00 0,00
431.200.009,01 -3.032.389,55 32.383.893,05 0,00
Anschaffungs-/Herstellungskosten Veränderung Konsolidierungskreis
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 86.163.277,86
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 122.134.432,83
0,00 0,00 208.297.710,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.819.125,84 88.658.907,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 67.675.511,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.742,13 105.273,11 62.692.912,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.542,00 24.191.341,27
61.742,13 1.929.940,95 243.218.672,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -10.000,00 0,00 5.056.930,40
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen -100.000,00 0,00 2.000.000,00
-110.000,00 0,00 7.056.930,40
-48.257,87 1.929.940,95 458.573.313,69
Kumulierte Abschreibungen Stand am 1.1.2023
EUR
Währungsanpassung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 62.591.184,14 -339.461,84 9.503.596,41 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 95.928.236,95 23.200,61 5.917.622,92 0,00
158.519.421,09 -316.261,23 15.421.219,33 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.206.734,58 -113.966,21 2.897.442,14 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.231.314,79 -264.388,45 3.472.990,04 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.809.105,15 -93.421,95 4.457.853,35 7.667,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.231,98 439,51 0,00 0,00
87.275.386,50 -471.337,10 10.828.285,53 7.667,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 324.297,34 -11.269,70 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
324.297,34 -11.269,70 0,00 0,00
246.119.104,93 -798.868,03 26.249.504,86 7.667,82
Kumulierte Abschreibungen Veränderung Konsolidierungskreis
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 71.755.318,71
2. Geschäfts- oder Firmenwert -300,00 101.868.760,48
-300,00 173.624.079,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 22.990.210,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 40.439.916,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 34.181.204,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 28.671,49
0,00 97.640.002,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 313.027,64
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
0,00 313.027,64
-300,00 271.577.109,58
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.407.959,15 23.143.686,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.265.672,35 26.207.682,02
34.673.631,50 49.351.368,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.668.696,85 67.130.019,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.235.594,83 22.771.913,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.511.708,39 23.454.750,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.162.669,78 17.388.331,45
145.578.669,85 130.745.013,93
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.743.902,76 4.884.521,77
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.000.000,00 100.000,00
6.743.902,76 4.984.521,77
186.996.204,11 185.080.904,08

*) Zur sachgerechteren Darstellung wurde der Vortragswert angepasst.

Konzernkapitalflussrechnung der FRIEMI GmbH, Abstatt, für das Geschäftsjahr 2023

2023
TEUR
12/2022
TEUR
Periodenergebnis (Konzernergebnis einschließlich
Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter) 7.171 0
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 26.250 0
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -2.276 0
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 19 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 26.966 0
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 57.631 0
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.510 0
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 9.017 0
-/+ Ertragsteuerzahlungen -7.411 0
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 119.877 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -672 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.592 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -28.957 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.018 0
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -69.846 0
+ Erhaltene Zinsen 1.842 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -98.059 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -8.101 0
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 4.285 0
- Gezahlte Zinsen -4.352 0
- Gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter -3.244 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -11.412 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 10.406 0
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -14 54.907
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 54.907 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 65.299 54.907
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 65.299 54.978
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 0 -71
65.299 54.907

Konzerneigenkapitalspiegel der FRIEMI GmbH, Abstatt, im Geschäftsjahr 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens Gezeichnetes Kapital
EUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens Rücklagen Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB
EUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens Rücklagen Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
EUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens Rücklagen Summe
EUR
Stand am 20.12.2022 100.000,00 2.005.419,17 0,00 2.005.419,17
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 99.066.779,82 99.066.779,82
Stand am 1.1.2023 100.000,00 2.005.419,17 99.066.779,82 101.072.198,99
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 -10.941.804,14 -10.941.804,14
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2023 100.000,00 2.005.419,17 88.124.975,68 90.130.394,85
Eigenkapital des Mutterunternehmens Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens Summe
EUR
Stand am 20.12.2022 0,00 0,00 2.105.419,17
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 99.066.779,82
Stand am 1.1.2023 0,00 0,00 101.172.198,99
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung -2.393.302,19 0,00 -2.393.302,19
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 -10.941.804,14
Konzernjahresüberschuss 0,00 3.900.145,72 3.900.145,72
Stand am 31.12.2023 -2.393.302,19 3.900.145,72 91.737.238,38
Nicht beherrschende Anteile Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
EUR
Nicht beherrschende Anteile Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Nicht beherrschende Anteile Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
EUR
Stand am 20.12.2022 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 84.954.583,37 0,00 0,00
Stand am 1.1.2023 84.954.583,37 0,00 0,00
Ausschüttung -3.243.750,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -1.662.109,51 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises -58.862.328,71 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 3.269.955,20
Stand am 31.12.2023 22.848.504,66 -1.662.109,51 3.269.955,20
Nicht beherrschende Anteile Summe
EUR
Konzerneigenkapital Summe
EUR
Stand am 20.12.2022 0,00 2.105.419,17
Änderung des Konsolidierungskreises 84.954.583,37 184.021.363,19
Stand am 1.1.2023 84.954.583,37 186.126.782,36
Ausschüttung -3.243.750,00 -3.243.750,00
Währungsumrechnung -1.662.109,51 -4.055.411,70
Änderungen des Konsolidierungskreises -58.862.328,71 -69.804.132,85
Konzernjahresüberschuss 3.269.955,20 7.170.100,92
Stand am 31.12.2023 24.456.350,35 116.193.588,73

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

FRIEMI GmbH, Abstatt

A. Grundlagen der Unternehmensgruppe

Die FRIEMI GmbH, Abstatt (im Folgenden: FRIEMI GmbH), wurde am 20. Dezember 2022 gegründet. Einige Gesellschafter der MÜNZING CHEMIE GmbH, Abstatt (im Folgenden: MÜNZING CHEMIE GmbH), haben ihre Anteile im Wege einer Kapitalerhöhung in die FRIEMI GmbH eingebracht. Insofern ist die FRIEMI GmbH verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Im Geschäftsjahr 2023 erwarb die FRIEMI GmbH weitere Anteile an der MÜNZING CHEMIE, sodass der auf sie entfallende Anteil am Stammkapital der MÜNZING CHEMIE 87,31 % beträgt.

Gegenstand der Unternehmensgruppe ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Spezialchemikalien für die Farben- und Lackindustrie, die Kunststoffindustrie, die Papierindustrie, die metallbearbeitende Industrie, die Druckindustrie und die Verpackungsindustrie sowie von Zwischenprodukten für die Chemische Industrie.

Durch die hochspezialisierte Produktion von Additiven zur Entschäumung und Dispergierung, Industrieflüssigkeiten sowie von Additiven auf Wachsbasis bewegt sich die Gruppe in einer technologischen Nische. Die Gruppe ist mit ihren Produkten und Absatzbereichen relativ breit und diversifiziert aufgestellt, so dass in Bezug auf einzelne Produkte, Kunden oder Branchen keine Abhängigkeiten bestehen.

Die Unternehmensgruppe ist weltweit in unterschiedlichen Geschäftsbereichen organisiert. Diese sind allesamt dem Bereich der Spezialchemie zuzuordnen. Des Weiteren gibt es jeweils zwei Produktionsstandorte in Deutschland (Heilbronn und Elsteraue), zwei Produktionsstandorte in den Vereinigten Staaten von Amerika (Clover/South Carolina und Morton Grove/Illinois), einen in Kanada (Richmond Hill/Ontario), einen weiteren in Australien (Somersby/New South Wales) sowie einen in Malaysia (Bukit Selambau/Kedah). Im Geschäftsjahr 2023 wurde die im Jahr 2022 neu gegründete Gesellschaft MÜNZING Italia Srl, Bozen/Italien, in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Infolge des Verkaufes nahezu aller Vermögensgegenstände wurde die MEC Grundstück GmbH, Abstatt, entkonsolidiert.

Der APAC-Markt wird durch die eigenen Vertriebsstrukturen vor Ort betreut. Im Berichtsjahr wurden weitere Vertriebsmitarbeiter eingestellt und intern geschult. Die Produktion für die Absatzmärkte der Gruppe wird von den oben genannten Fertigungsstandorten übernommen.

Neue Entwicklungsprojekte werden von Marketing und Vertrieb definiert und durch eigene Ressourcen im F&E-Bereich konsequent verfolgt. Die meist anwendungsbezogenen Entwicklungsprojekte werden als Produkt- und Verfahrensinnovationen in technisch hochwertig ausgestatteten Forschungs- und Qualitätslaboren, insbesondere am Standort Abstatt, erarbeitet und in die vorhandenen Prozesse eingesteuert. Ebenfalls werden in Zusammenarbeit mit den Kunden neue Produkte für deren spezifische Anwendungsgebiete permanent entwickelt. Die Aufwendungen der Unternehmensgruppe für Forschung- und Entwicklung betrugen in 2023 TEUR 8.674. Dies entspricht ca. 3,6% vom Umsatz des FRIEMI Konzerns. Es waren in der Berichtsperiode durchschnittlich 81 Mitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt. Umfangreiche Qualitätsanalysen und eine ständige Überwachung der Produktspezifikationen sichern nachhaltig den hohen Standard unserer Produkte.

Die Unternehmensgruppe bedient mit einem breit gefächerten Produktspektrum Kunden in verschiedenen Industriezweigen bzw. Absatzmärkten. Folglich unterliegt das Geschäftsmodell des Konzerns auch unterschiedlichsten Einflussfaktoren, die sich auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns auswirken. Für die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe sind insbesondere Regulierungen in den Umweltvorschriften, Öl- und Energiepreise, Wechselkursentwicklungen (insbesondere im US-Dollar Raum) sowie Entwicklungen der Bau-, Automobil-, Druck- und Verpackungsbranche relevant.

B. Wirtschaftsbericht

Vorbemerkung:

Die FRIEMI GmbH war durch die Einbringung erstmalig verpflichtet, einen Konzernabschluss gemäß den §§ 290 ff. HGB zum 31. Dezember 2022 aufzustellen. Die Erstkonsolidierung der MÜNZING CHEMIE GmbH und deren Tochtergesellschaften erfolgte zum 31. Dezember 2022. Aus diesem Grund sind Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der FRIEMI GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr 2022 nicht aussagekräftig. Insbesondere die Konzernkapitalflussrechnung enthält nur die Geschäftsvorfälle der FRIEMI GmbH. Die Vorjahresangaben stellen daher auf den Geschäftsverlauf sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des MÜNZING CHEMIE-Konzerns im Geschäftsjahr 2022 ab, um die wirtschaftlichen Verhältnisse des FRIEMI Konzerns in angemessener Weise darzustellen. Die Erläuterung zum Eigenkapital (Vermögenslage) erfolgten ergänzend zum Konzern der FRIEMI GmbH zum 31. Dezember 2022.

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war geprägt von den geopolitischen Spannungen und den damit verbundenen Auswirkungen des Ukraine Krieges und der Krise im Nahen Osten. Obwohl sich die Inflation hauptsächlich in Europa wieder von den Höchstständen des Vorjahres erholte, blieb die Weltwirtschaft schwach. Lieferkettenengpässe konnten zwar beseitigt werden, jedoch macht vor allem die gefallene Nachfrage infolge der allgemeinen Kostensteigerungen der Wirtschaft zu schaffen. Aufgrund der großen Herausforderungen im Jahr 2023 und der aktuellen hohen Dynamik der damit verbundenen Ereignisse ist eine verlässliche Prognose der globalen Entwicklung für 2024 schwierig. Das wirtschaftliche Wachstum für das Jahr 2023 wird in Deutschland mit -0,3% (Vj. +1,9%), Europa mit +3,4% (Vj. +3,3%) sowie für die Weltwirtschaft mit +3,1% (Vj. +3,2%) beziffert.

Die geopolitischen Herausforderungen und die damit verbundenen Kostensteigerungen werden eine wirtschaftliche Erholung weiterhin erschweren. Energie, Kraftstoffe, Lebensmittel und vor allem Zinsaufwendungen werden auch im Jahr 2024 hoch bleiben. Europa inklusiv Deutschland und der Rest der Welt werden deutlich langsamer wachsen als in den vergangenen Jahren. Für Deutschland wird ein sehr moderates Wachstum von +0,3%, für die Eurozone von +0,8% und für die Welt von +2,6% erwartet.

Der Verband der chemischen Industrie (VCI) stellt fest, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr die chemische Industrie ein schwieriges Jahr hatte mit hohen Kosten auf der einen Seite und weiterhin geringer Nachfrage auf der anderen Seite. Mit Ausnahme von China und Russland blieb in den großen Ländern das Vorjahresniveau in weiter Ferne. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Chemieproduktion moderat um 2,9%, der Umsatz stieg leicht um 2,1%. Für das Jahr 2024 geht der VCI davon aus, dass sich keine schnelle und vor allem spürbare Erholung abzeichnet. Der VCI erwartet ein geringeres weltweites Wachstum im Vergleich zu 2023.

2. Geschäftsverlauf der Unternehmensgruppe

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des FRIEMI Konzerns beläuft sich im Jahr 2023 auf TEUR 346.139 (Vj. TEUR 359.038).

Das Sachanlagevermögen erhöhte sich aufgrund der weiterhin anhaltenden Investitionstätigkeit der Gruppe (TEUR 145.579; Vj. TEUR 131.149). Die Investitionen erfolgten im Wesentlichen in den Neubau einer Fertigung in Malaysia sowie einer Werkerweiterung in den USA. Das immaterielle Anlagevermögen verminderte sich konsequent infolge der planmäßigen Abschreibungen auf Schutzrechte und Firmenwerte (TEUR 34.674; Vj. TEUR 49.351). Es wird auf die ergänzenden Angaben im Konzernanhang und den Konzernanlagespiegel verwiesen. Darüber hinaus wurden in der Berichtsperiode das Vorratsvermögen sehr stark abgebaut (TEUR 54.052; Vj. TEUR 76.657).

Für das Geschäftsjahr 2024 werden ebenfalls wieder Investitionen in einer Größenordnung von über 30 Mio. EUR geplant. Diese sind im Wesentlichen für die Fertigstellung der Produktionserweiterung in den USA. Ebenfalls wird weiter konsequent in Nachhaltigkeit investiert. Die Unternehmensgruppe wird in den kommenden Jahren signifikant ihren CO2 -Fußabdruck reduzieren und die Weiterentwicklung des technischen Fortschritts bei den nachhaltigen Investitionen entsprechend berücksichtigen, bis hin zur vollständigen Klimaneutralität.

Das Vorratsvermögen (TEUR 54.052; Vj. TEUR 76.657) hat sich im Jahresvergleich deutlich vermindert. Dies liegt i. W. an der Reduzierung von strategischen Beständen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, welche im Vorjahr aufgrund von Lieferkettenengpässen aufgebaut wurden. Aufgrund der anziehenden Kundennachfrage wurden gegen Ende des Jahres ebenfalls die Fertigwarenbestände abverkauft. Selbst kurzfristige Kundenbestellungen konnten im Regelfall bedient werden. Die aus dem Vorjahr sehr starken Preiseffekte aufgrund der Inflation flachten im Berichtsjahr ab. Des Weiteren besteht in Teilbereichen immer noch die Notwendigkeit zur Optimierung überhöhter Lagermengen und zum Abbau von Restmengen bzw. Anbrüchen. Die Abwertungen der Vorräte wurden, wie im Vorjahr, auf Basis von Gängigkeits-/Reichweitenanalysen vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 39.319 (Vj. TEUR 41.431) haben sich leicht reduziert, was unter dem Gesichtspunkt von normalen geschäftlichen Schwankungen zu sehen ist.

Zum Bilanzstichtag ergeben sich saldiert passive latente Steuern von insgesamt TEUR 146 (Vj. Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 14). Diese resultieren i. W. aus Bewertungsunterschieden bei den Personal- und Pensionsrückstellungen, aus der Zwischenergebniseliminierung im Bereich der Vorräte, aus der Nutzung der Sofortabschreibung für Computerhard- und -software infolge des Digitalisierungspaktes des Bundes, aus konzernbedingten Umbewertungen und Abschreibungsunterschieden im Anlagevermögen sowie aus Kaufpreisallokationen durch erfolgreiche M&A Aktivitäten aus den letzten Jahren. Zudem wurde in den Einzelabschlüssen der deutschen Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2023 erstmalig nicht mehr das Wahlrecht für den Ansatz eines Aktivüberhangs latenter Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Anspruch genommen.

Der Rückgang der Pensionsrückstellungen ist auf die Erhöhung des Zinssatzes für die Abzinsung zurückzuführen.

Die Steuerrückstellungen haben sich aufgrund der geänderten Vorauszahlungen im Berichtsjahr sowie hoher Nachzahlungen aus der vorhergehenden Periode vermindert (TEUR 1.376; Vj. TEUR 1.249) und decken alle offenen Veranlagungszeiträume ab.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.369 (Vj. TEUR 8.495) haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Die Rückstellungen umfassen, wie im Vorjahr, insbesondere Abgrenzungen für Personal, Vorsorgen gegenüber Handelsvertreterausgleichsansprüchen, ausstehende Rechnungen, Beraterhonorar sowie Gewährleistungsverpflichtungen. Sämtlichen Risiken und Verpflichtungen wurde angemessen Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 195.983 (Vj. TEUR 142.691) haben sich im Jahresvergleich sehr stark erhöht. Ursächlich hierfür ist der gestundete Kaufpreis für die erworbenen Anteile an der MÜNZING CHEMIE GmbH sowie die noch verbliebenen Gesellschafterdarlehen. Dem gegenüber wurden die in Anspruch genommenen Darlehen bei den Kreditinstituten (TEUR 107.000; Vj. TEUR 115.101) durch Tilgungen vermindert.

Das Eigenkapital der Unternehmensgruppe beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt TEUR 116.170 (Vj. TEUR 186.127).

Unter Berücksichtigung der im Jahresvergleich etwas verminderten Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote zum Jahresende auf ca. 34% (Vj. 52%) deutlich reduziert. Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen auf den Hinzuerwerb weiterer Anteile an der MÜNZING CHEMIE GmbH und dem damit verbundenen Rückgang der Minderheitenanteile zurückzuführen.

Insgesamt zeigt die Vermögenslage der Unternehmensgruppe eine solide Struktur. Die Vermögenslage wird insbesondere durch die Konzerneigenkapitalquote, die hohen flüssigen Mittel sowie durch das Jahresergebnis geprägt.

Finanzlage

Am Ende der Berichtsperiode weist die Gruppe einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von insgesamt TEUR 65.299 (Vj. TEUR 54.978) aus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich aufgrund von Tilgungszahlungen auf TEUR 107.000 (Vj. TEUR 115.101) reduziert und setzen sich aus kurz- und mittelfristigen Darlehen zusammen. Der Verschuldungsgrad hat sich somit im Jahresvergleich leicht vermindert.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde der positive operative Cash-Flow insbesondere für die o.a. Investitionen ins Anlagevermögen sowie die Darlehensrückführung verwendet.

Zum Stichtag bestehen zugesagte, nicht ausgenutzte Kreditlinien im hohen zweistelligen Millionen Euro-Bereich. Die Liquiditätssituation und Zahlungsfähigkeit innerhalb der Unternehmensgruppe waren im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert.

Die Finanzlage der Unternehmensgruppe zeigt insgesamt eine sehr solide Struktur; insbesondere der laufende operative Cash-Flow trägt wesentlich zur zukünftigen Verminderung der Fremdfinanzierungsquote bei.

Ertragslage

Der FRIEMI Konzern schloss im Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 7.170 (Vj. TEUR 22.544) ab. Das Jahresergebnis im Berichtszeitraum wurde durch einige Sondereffekte beeinflusst. Zum einen ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Dem gegenüber standen hohe Anlaufkosten der neuen Werke. Darüber hinaus sind deutlich die Finanzierungskosten aufgrund der gestiegenen Zinsen gestiegen und sorgten für wesentlich höhere Finanzierungskosten.

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 243.519 (Vj. TEUR 275.851) sind im Konzern deutlich zurückgegangen. Diese Umsatzreduzierung liegt i.W. an der deutlich gesunkenen Nachfrage aus allen wesentlichen globalen Wirtschaftsräumen. Im Gegenzug hat sich die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung (inkl. Bestandsveränderungen) mit ca. 44% (Vj. ca. 49%) deutlich verbessert. Entsprechend hat sich auch die Bruttomarge verbessert. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Produktmixverschiebungen.

Beeinflusst wurde die Ertragslage weiterhin durch Währungskurseffekte von insgesamt TEUR +346 (Vj. TEUR 1.223). Diese resultieren i. W. aus einer in der Berichtsperiode anhaltenden Aufwertung des US-Dollars im Vergleich zum Euro.

Im Personalbereich ist die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 75 Mitarbeiter auf insgesamt 600 gestiegen. Temporäre Engpässe können kurzfristig mit Leiharbeitnehmern ausgeglichen werden. Insbesondere Teilbereiche der Lagerhaltung und Logistik wurden auf spezialisierte Fremdgesellschaften ausgelagert. Der Personalaufwand verminderte sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 49.347 (Vj. TEUR 52.618). Die deutliche Reduzierung der Personalkosten liegt i.W. an der im Vorjahr entstandenen Einmalaufwendungen für eine Reorganisation sowie der Zuführung zur Pensionsrückstellung im Vorjahr. Gegenläufiger Effekt sind bei der Personalkostenentwicklung die Einstellung von neuen Mitarbeitern sowie die Anpassungen für Löhne und Gehälter.

Die Abschreibungen sind im Jahresvergleich abermalig gestiegen (TEUR 26.250; Vj. TEUR 24.324). Dies liegt i.W. an der Betriebsbereitschaft des neuen Werkes in Malaysia im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ebenfalls geht die Geschäftsführung infolge der anhaltend hohen Investitionen in die globalen Fertigungsstandorte von weiteren Abschreibungserhöhungen in den kommenden Jahren aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 5.786 (Vj. TEUR 4.928) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 3.356; Vj. TEUR 3.354), Erträge aus der Auflösung von Sonderosten (TEUR 534; Vj. TEUR 77) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 365; Vj. TEUR 588).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Jahresvergleich auf TEUR 40.555 (Vj. TEUR 39.507) i.W. aufgrund gestiegener Betriebskosten für die Werke sowie allgemeiner Kostensteigerung durch Preisanpassungen. Diese enthalten u. a. Währungskursaufwendungen in Höhe von TEUR 3.010 (Vj. TEUR 2.131).

Das EBIT hat sich deutlich von TEUR 31.979 auf TEUR 19.486 im Geschäftsjahr vermindert.

Im Finanzergebnis gab es deutlich erhöhte Aufwendungen für Darlehen aufgrund der nachhaltig hohen Zinsentwicklung. Im Gegenzug konnten mit der operativ vorhandenen Liquidität wesentliche Zinserträge generiert werden. Der Zinsbetrag in Bezug auf das Pensionsgutachten hat sich ebenfalls im Jahresvergleich deutlich vermindert. Demgegenüber stehen Zinsaufwendungen gegenüber den Gesellschaftern in der Berichtsperiode.

Der Konzern wird insbesondere über die Kennzahlen Umsatz, Bruttomarge, operativer Cash-Flow sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gesteuert. Die Geschäftsführung stellt fest, dass das Jahr 2023 in Bezug auf die Umsatzrealisierung sehr deutlich die Planungen verfehlt hat. Dem gegenüber konnten die Margen wieder etwas verbessert werden, liegen aber immer noch hinter den langfristigen Erwartungen. Vor allem der Mengenrückgang in der Produktion hat zu freien Kapazitäten geführt. Die Energiekosten sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, bewegen sich aber immer noch weit über dem Durchschnitt vergangener Jahre. Somit ist das EBIT sehr deutlich unter den Erwartungen geblieben. Dem gegenüber hat sich der operative Cash Flow aufgrund des sehr starken Abbaus des Working Capitals erfreulich entwickelt und die Erwartungen erfüllt. Somit ist insgesamt das Jahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung unterhalb der Planung verlaufen.

Aufgrund der nachhaltigen Investitionen in die Zukunft in Form von Mitarbeitern, Beteiligungen, Kapazitäten der Produktion sowie CO2 Reduktionsmaßnahmen geht die Geschäftsführung davon aus, dass dies eine gute Ausgangsbasis ist für weitere Umsatzerhöhungen und weitere Internationalisierungsbestrebungen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Der Wettbewerbsvorteil der Gesellschaft liegt in den hochspezialisierten, den Kundenanforderungen entsprechenden Additiven, welche hauptsächlich fürEntschäumungsprozesse, aber auch für eine Vielzahl anderer Oberflächeneigenschaften genutzt werden, sowie in der gleichbleibend hohen Qualität der Produkte. Diese Eigenschaften bleiben auch weiterhin wichtige Entscheidungsmerkmale bei unseren Kunden.

Aufgrund der vorstehend erläuterten Aktivitäten plant das Unternehmen für 2024 ein leicht höheres Umsatzniveau im Vergleich zum Vorjahr, eine leicht verbesserte Bruttomarge im Vergleich zum Vorjahr, einen etwas erhöhten Cash Flow aus operativer Tätigkeit und ein im einstelligen Prozentbereich verbessertes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Aufgrund der Unsicherheiten in Bezug auf die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie Preisentwicklung infolge der geopolitischen Verwerfungen ist die Planung mit gewissen Unsicherheiten belegt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Umsatzrückgang infolge der schwierigen Lage der chemischen Industrie am Standort Deutschland infolge von teilweise immer noch sehr hohen Energiekosten sowie die andauernde hohe Inflation vor allem in Deutschland und Europa die Gesellschaft hart getroffen. Solange die geopolitischen Verwerfungen vor allem in Hinblick auf den Ukraine Krieg weiter andauern, erwartet die Gesellschaft keine nachhaltige Entspannung der Preise auf dem Energiesektor. Sollten die nach wie vor sehr hohen Energiepreise weiter anhalten oder sich sogar wieder erhöhen, ist davon auszugehen, dass sich dies auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft negativ auswirkt.

2. Chancen- und Risikobericht

Über die zunehmend internationalisierte Unternehmensgruppe werden zukünftig weitere Anstrengungen in Bezug auf die Internationalisierung angestrebt. Insbesondere die international ansässigen Konzerngesellschaften sollen in Fernost sowie im NAFTA-Raum den Vertrieb weiter forcieren, um die Chancen auf den Gewinn weiterer Marktanteile zu erhöhen. Ebenfalls werden die beiden Gesellschaften in Malaysia und Australien die Erschließung des APAC-Wirtschaftsraums mit unterstützen. Es ist für 2024 geplant, ein regionales Hauptquartier in Singapur zu gründen, um den APAC-Wirtschaftsraum noch besser bearbeiten zu können.

Der eigene Vertrieb soll weiter ausgebaut werden; dies insbesondere auch um die historisch gewachsenen Kunden- und Lieferantenbeziehungen weiter zu stärken und auszubauen. Der Einkauf erfolgt zunehmend strategisch global und wird über die gebündelte Marktmacht auch zukünftig entsprechende Vorteile in Bezug auf die Konditionierung und Lieferbereitschaft/-treue sicherstellen.

Die Gruppe verfügt in den Segmenten der Spezialchemie über ein langjähriges Produktions-Know-How und eine tiefe Wertschöpfungskette. Fast sämtliche Produkte werden selbst gefertigt; es findet nahezu keine Lohnfertigung statt. Zur Strategie gehört auch, dass man sich von unprofitablem Geschäft konsequent trennt und in der Gruppe geschaffene Produktionskapazitäten bündelt, um bestehende Synergien zu nutzen.

Die vorhandene F&E-Kompetenz wird weiter ausgebaut und intensiviert. Durch kundennahe Entwicklungen sollen neue Absatzpotentiale geschaffen und vorhandene Absatzkanäle weiter gestärkt werden.

Mittelfristig verfolgt die Geschäftsleitung das Ziel, die freien Kapazitäten bzw. die Produktion durch Kundenaufträge weitgehend vollständig auszulasten, um die Umsätze und Ergebnisse entsprechend weiter zu erhöhen.

Den Risiken des internationalen Geschäfts haben wir durch eine entsprechende Ausrichtung unseres Qualitätsmanagementsystems Rechnung getragen.

In Teilbereichen der Produktion besteht das Risiko der Unterauslastung bzw. von Leerkosten. Die Geschäftsführung wirkt diesem Risiko durch eine Intensivierung des Vertriebs sowie der o.a. Internationalisierung bzw. dem Heben konzernweiter Synergien entgegen.

Risiken bestehen in Preissteigerungen von wichtigen Rohstoffen, wie beispielsweise von Grundölen und Folgeprodukten. Hier werden Preisrisiken mittels länger laufender Rahmenvereinbarungen und permanenter Marktbeobachtung minimiert.

Die Liquidität ist aufgrund des positiven operativen Cash-Flows, durch die vertraglich abgesicherten und zukünftig wieder rückläufigen Kreditverbindlichkeiten, die darüber hinaus bestehenden Überziehungslinien bei den Kreditinstituten sowie den vorhandenen liquiden Mittel gesichert, so dass der Unternehmensgruppe ausreichend Mittel für Investitionen und die sonstigen betrieblichen Erfordernisse zur Verfügung stehen. Die Unternehmensgruppe geht von der Aufrechterhaltung der Kreditlinien bzw. Verlängerung in Bezug auf fällige Kredite aus.

Zinsänderungsrisiken in Bezug auf eine weitere Erhöhung des Zinsniveaus bestehen aktuell nur in sehr geringem Umfang. Durch die augenblicklich erhöhten Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegt das Zinserhöhungsrisiko im besonderen Fokus der Geschäftsführung.

Bestehende Fremdwährungsrisiken aus US-Dollar Geschäften bestehen nur in geringem Umfang. Die bestehenden US-Dollar-Zahlungsverpflichtungen werden regelmäßig durch Fremdwährungstransfers aus der Unternehmensgruppe bzw. durch Euro-Tausch bedient. Durch die verminderten Fremdwährungsverpflichtungen hat sich das Währungsrisiko bereits wesentlich reduziert. Innerhalb der Unternehmensgruppe stehen entsprechende US-Dollar-Positionen auf der Aktivseite gegenüber.

Personelle Risiken vermeidet die Unternehmensgruppe weitestgehend durch eine angemessene Qualifizierung der Mitarbeiter, durch die Ausbildung von Nachwuchskräften und mittels attraktiver Anreizsysteme bei der Entgeltfindung, darunter die Betriebsvereinbarung zum sogenannten Demographiebeitrag. Dem Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern wird frühzeitig Rechnung getragen.

Die MÜNZING CHEMIE GmbH ist seit dem Geschäftsjahr 2021 ein freiwilliges Mitglied im Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg. Daraus resultieren diverse Nachbindungen basierend aus dem aktuellen Tarifvertrag. Die letzte Erhöhung des Entgeltes in Höhe von 2,0% resultiert aus dem Jahr 2023. Es wird in 2024 der Abschluss eines neuen Tarifvertrages mit abermaligen Entgelterhöhungen erwartet. Des Weiteren hat sich die Gesellschaft entschieden, das neu im letzten Jahr eingeführte Bonusprogramm auch im kommenden Jahr weiterzuführen. Es beruht auf Leistungsindikatoren. Somit erhöht sich das Entgelt für die Mitarbeiter bei voller Zielerreichung um ca. 10%. Diese abermalige Erhöhung der Produktionskosten verlangt nach weiteren Effizienzsteigerungen sowie Kosteneinsparprogrammen.

Es besteht ein in den Betriebsablauf integriertes Monats- und Quartalsreporting-System einschließlich geeigneter Kennzahlensysteme, das kurzfristig auf Veränderungen in den Bereichen Produktion, Personal, Einkauf, Logistik, Vertrieb, Finanzen sowie rechtliche und nationale Besonderheiten hinweist. Durch ein zeitnahes Erkennen von Chancen und Risiken besteht die Möglichkeit, Risiken in den oben genannten Bereichen von Fall zu Fall zielgerichtet entgegenzuwirken. Darüber hinaus sind alle Mitarbeiter angehalten, auftretende Risiken, die über das normale operative Geschäft hinausgehen, sofort der Geschäftsführung zu melden. Im Rahmen der Management-Besprechungen werden mit direktem Einbezug der Geschäftsführung aktuell bekannte bzw. neue Risiken bewertet und geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt.

Möglichen Steuerrisiken wird durch den schrittweisen Aufbau eines Tax Compliance-Systems entgegengewirkt. Aktuell erfolgen die Steuerveranlagungen entsprechend der erklärten Steuertatbestände. Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass im Rahmen steuerlicher Prüfungen hiervon abweichende Veranlagungen erfolgen könnten.

Wesentliche betriebliche Funktionen, wie z.B. Lager-/Logistik sowie das Rechenzentrum, sind derzeit auf externe Dienstleister ausgelagert.

Grundsätzlich bestehenden Umweltrisiken wird durch regelmäßige Überprüfungen der technischen Anlagen und durch Zertifizierungen (z.B. ISO 9001; ISO 14001) entgegengewirkt. Ebenso wird auf eine gute Ausbildung und Einweisung des Personals großen Wert gelegt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass auch zukünftig keine wesentlichen Umweltrisiken entstehen werden. Für den Fall des Eintritts eines Umweltrisikos bestehen Notfallpläne und Ablaufszenarien, um die möglichen Auswirkungen bestmöglich und kurzfristig einzugrenzen.

Bestehenden Werthaltigkeitsrisiken innerhalb der Finanzanlagen wird durch die verstärkte Integration der Tochtergesellschaften in die Unternehmensgruppe sowie durch eine Intensivierung des Vertriebs entgegengewirkt. Die in der Unternehmensgruppe aufgebauten Produktionskapazitäten sollen mittelfristig im Rahmen der Internationalisierung möglichst vollständig ausgelastet werden. Hierbei soll der bereits generierte positive Cash-Flow nach den umgesetzten Effizienzmaßnahmen in der Produktion weiter erhöht werden.

Bestandsgefährdende Risiken sind nach Einschätzung der Geschäftsführung kurz- und mittelfristig nicht zu erwarten. Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Unsere bedeutsamste Chance besteht in der weiteren Internationalisierung und hier in dem weiteren Ausbau von internationalen Beteiligungen, um den jeweiligen Markt mit eigenen Mitarbeitern betreuen zu können.

Die größten Risiken liegen in den sich stetig verändernden Rohstoffpreisen sowie den standortspezifischen hohen Produktionskosten (vor allem für Personal).

Ebenfalls lassen sich die weitere Entwicklung der Ukraine Krise sowie den damit verbundenen Sanktionen und deren Auswirkung auf die Gesellschaft nicht verlässlich prognostizieren. Insbesondere bei der Beschaffung von Rohstoffen sieht die Geschäftsführung die größten Herausforderungen. Um diesen erfolgreich zu begegnen, werden Rohstofflieferanten auf globaler Ebene qualifiziert.

D. Sonstige Angaben

1. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die operative Tätigkeit der Unternehmensgruppe sind nichtfinanzielle Leistungsindikatoren insbesondere im Bereich der Kundenzufriedenheit und Reklamationen von Bedeutung. Durch regelmäßige Kundenbesuche und eine intensive Kundenbetreuung bzw. Reklamationsbearbeitung werden Wünsche und Anregungen der Kunden frühzeitig aufgenommen.

2. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Im Januar 2024 hat die Münzing Chemie an die FRIEMI eine Dividendenzahlung in niedriger zweistelliger Millionenhöhe im Zuge des Erwerbes von Anteilen an der MÜNZING CHEMIE GmbH ausbezahlt. Die Gesellschaft hat ihren vertraglichen Anteil am Anteilskauf in niedriger zweistelliger Millionenhöhe geleistet sowie alle noch bestehenden Gesellschafterdarlehen getilgt. Finanziert wurden diese Ausgaben mit vorhandener Liquidität sowie zusätzlicher Bankdarlehen.

Es haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

 

Abstatt , 18 . Juni 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Michael Münzing

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FRIEMI GmbH, Abstatt

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FRIEMI GmbH, Abstatt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FRIEMI GmbH, Abstatt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernabschluss aufgrund unserer pflichtgemäßen am 25. Juni 2024 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 21. November 2025 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung der Angabe zur Offenlegungserleichterungen im Konzernanhang bezogen hat. Auf die Darstellung der Änderung durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang im Abschnitt Offenlegungserleichterungen wird verwiesen.“

 

Stuttgart , 25 . Juni 2024 / Begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannte Änderung : 21 . November 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co . KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Christoph Brauchle, Wirtschaftsprüfer

Annette Lang, Wirtschaftsprüferin

Billigung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der FRIEMIGmbH, Abstatt, für das Geschäftsjahr 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 24.11.2025 gebilligt worden.

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