Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 7543
Eingetragen
26.6.2001
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenStationäre Einrichtungen zur palliativen PflegeSonstige soziale Betreuung von älteren Menschen
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Die Gesellschaft widmet sich aus christlicher Überzeugung caritativen, sozialen und pflegerischen Aufgaben. Sie sorgt sich insbesondere um alte, kranke, hilfe- und pflegebedürftige Menschen. Die Gesellschaft kann zur Erfüllung des Unternehmenszwecks soziale, pflegerische und therapeutische Einrichtungen und Dienste (z,B. Alten- und Pflegeheime, Seniorenzentren, Ambulante Pflegedienste, Beratungsstellen) errichten, betreiben, verwalten und sich an solchen beteiligen. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte eingehen und Tätigkeiten ausüben, die zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszwecks erforderlich sind, soweit sie sich mit ihrer Gemeinnützigkeit (§ 3) vereinbaren lassen. Sie ist berechtigt, sich in diesem Rahmen an anderen Gesellschaften gleichen, ähnlichen oder verwandten Gegenstandes zu beteiligen, solche zu übernehmen oder zu gründen. Die Gesellschaft kann insbesondere auch Mitglied bei Wohlfahrtsverbänden oder anderen gemeinnützigen Orgaisationen sein. Die Gesellschaft verfolgt ihre steuerbegünstigten Zwecke nach § 57 Abs. 3 Abgabenordnung auch dann unmittelbar, wenn sie satzungsgemäß durch planmäßiges Zusammenwirken mit mindestens einer weiteren Körperschaft, die im Übrigen die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 Abgabenordnung erfüllt, einen steuerbegünstigten Zweck verwirklicht. Das planmäßige Zusammenwirken beinhaltet jegliche unterstützenden Dienstleistungen, die Überlassung von bebauten und unbebauten Grundstücken und Immobilien, und die Lieferung von Waren aller Art. Die Gesellschaft kooperiert dabei mit ihren Beteiligungsgesellschaften (§ 271 Abs. 1 HGB), mit der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, Kißlegg, und deren Beteiligungsgesellschaften (§ 271 Abs. 1 HGB), mit der Allgäu-Stiftung Vereinigung gemeinnütziger Stiftungen im Allgäu e.V., Kempten und deren Beteiligungsgesellschaften (§ 271 Abs. 1 HGB), mit der Stiftung Liebenau, Meckenbeuren und deren Beteiligungsgesellschaften (§ 271 Abs. 1 HGB), mit der Wohltätigkeitsstiftung Marienheim, Kempten sowie mit der Berta-Maria Braun Stiftung, Kempten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stiftung Hospital zum Heiligen Geist
70.00%
30.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stiftung Hospital zum Heiligen Geist
Germany
210.000 €
70.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AllgäuStift GmbH

Kempten (Allgäu)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Kempten und ist in Abt. B 7543 des Amtsgerichtes Kempten unter der Firma AllgäuStift GmbH eingetragen. Gesellschafter der Gesellschaft sind im Jahr 2023 mit 50,00 % die Allgäu-Stiftung Vereinigung gemeinnütziger Stiftungen e. V. und mit 50,00 % die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, Kißlegg.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Das Handelsgesetzbuch (HGB) und die Pflegebuchführungsverordnung (PBV) schreiben zwingend die Anwendung der kaufmännischen doppelten Buchführung vor.

In der Gesellschaft sind zwei Einrichtungen an zwei unterschiedlichen Standorten zusammengefasst. Zum einen wird in Kirchdorf an der Iller die Tagespflege "Rosenpark" betrieben. In Buchenberg besteht die stationäre Einrichtung "AllgäuStift Seniorenzentrum Buchenberg".

Die AllgäuStift Seniorenzentrum Buchenberg stellt eine so genannte gemischte Pflegeeinrichtung i. S. d. § 1 Abs. 2 Satz 2 PBV dar, da neben Leistungen nach SGB XI (soziale Pflegeversicherung) auch noch andere Leistungen erbracht werden.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 erfolgte grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsvorschriften nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften der Pflegebuchführungsverordnung (PBV).

Die Gesellschaft hat diesbezüglich die Gliederungsvorschriften der Pflegebuchführung angewendet.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ausschließlich linear. Die Abschreibung von Immobilien erfolgt seit dem Jahr 2022 einheitlich für alle AllgäuStift-Einrichtungen mit einer Nutzungsdauer von 40 Jahren. Vorher waren die Nutzungsdauern individuell zwischen 40 und 50 Jahren angesetzt. Im Jahr 2022 erfolgte aus der Umstellung eine Aufholung der bisher ggf. geringeren Abschreibung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten von 250 EUR bis 1.000 EUR netto) werden als Sammelposten über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten, unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips, angesetzt. Die Vorräte wurden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch körperliche Bestandsaufnahme erfasst.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten, ggf. vermindert um Wertminderungen, nach dem gemilderten Niederstwertprinzip angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Bekannte Risiken sind - soweit vorhanden - durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt.

Der Wertansatz des Eigenkapitals ergibt sich aus dem gewährten Kapital, den Rücklagen sowie dem Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag.

Nach der Pflegebuchführungsverordnung gesondert auszuweisende Finanzierungsmittel werden als Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen ausgewiesen. Der Wertansatz ergibt sich aus dem Ursprungsbetrag abzüglich der jährlichen Auflösungsanteile in Höhe des Abschreibungssatzes der damit finanzierten Anlagegüter.

Die Rückstellungen sind, soweit die Laufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, mit dem Erfüllungsbetrag, der unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen ist, ausgewiesen. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Für Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der AllgäuStift-Gruppe werden aus Gründen der Klarheit in der gesonderten Position "verbundene Unternehmen" ausgewiesen. Als zur AllgäuStift-Gruppe zugehörig werden Unternehmen angesehen, an denen die Allgäu-Stiftung, Kempten, mittelbar oder unmittelbar zu mindestens 50 % beteiligt ist.

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist in einem Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) gesondert dargestellt.

Die Entwicklung der Sonderposten aus der Finanzierung mit Fördermittel sind in separaten Anlagespiegeln (Anlage 2 und 3 zum Anhang), dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft ist gesetzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Zu den verbundenen Unternehmen gem. § 271 Abs. 2 Satz 1 HGB und damit zum Konzernkreis gehören:

- AllgäuStift Seniorenzentrum Josefsheim gGmbH, Röthenbach 51,00 %
- AllgäuStift Geschwister Roth - Seniorenzentrum Dietmannsried gGmbH, Dietmannsried 52,50 %
- AllgäuStift Seniorenzentrum Waltenhofen St. Martin gGmbH, Waltenhofen 52,50 %
- AllgäuStift Holdereggen-Park Lindau gGmbH, Kempten 100,00 %
- AllgäuStift Seniorenzentrum Betzigau gemeinnützige Stiftungsgesellschaft mbH, Kempten 85,00 %
- AllgäuStift Marienpark gGmbH, Kempten 100,00 %
- Rothach-Park gGmbH, Kempten 85,00 %
- AllgäuStift Gesundheits- und Pflegedienste GmbH, Kempten 100,00 %
- AllgäuStift Gesundheits- und Pflegedienste gGmbH, Kirchdorf an der Iller 100,00 %

Bzgl. weiterer Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden in Höhe von 480,2 TEUR (Vj 1.036,8 TEUR) ausgewiesen und setzen sich folgendermaßen zusammen:

Zum Bilanzstichtag werden Rückstellung in Höhe von 265,5 TEUR (Vj 235,9 TEUR) ausgewiesen. Diese setzten sich wie folgt zusammen:

Bil. Pos. Bezeichnung Stand Beginn Geschäftsjahr Stand Ende Geschäftsjahr
C 1 Pensionsrückstellungen 3.500,00 0,00
C 2 Urlaubsrückstellungen 132.818,00 159.200,00
C 2 Überstundenrückstellungen 45.200,00 40.600,00
C 2 Rückstellung für Jahresabschlusskosten 45.000,00 56.617,71
C 2 Archivierungskostenrückstellung 9.400,00 9.100,00
(alle Angaben in EUR) 235.918,00 265.517,71

Die Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren betragen 4.059,2 TEUR. Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Bezeichnung Stand zum Stichtag davon Restlaufzeit < 1 Jahr davon Restlaufzeit > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 63.893,98 63.893,98 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 4.862.064,39 298.707,14 4.059.201,60
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 5.153.958,13 5.153.958,13 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 199.380,50 199.380,50
(davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit) 286,88 286,88 0,00
(alle Angaben in EUR) 10.279.297,00 5.715.939,75 4.059.201,60

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Erträgen aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Pflege sowie aus Kurzzeitpflege sind mit 19,8 TEUR staatliche Ausgleichszahlungen zum Ausgleich der Mindereinnahmen und des Mehraufwands im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nach § 150 Abs. 2 SGB XI enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von 41,0 TEUR (Vj 42,2 TEUR) sowie Spenden in Höhe von 2.000,0 TEUR enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Spenden und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 2.000,0 TEUR enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren ohne der Geschäftsführung durchschnittlich 90,80 (Vj. 85,00) Arbeitnehmer beschäftigt. 51,00 Mitarbeiter waren in der Pflege tätig. Die restlichen verteilen sich auf Leitung (2,30), Betreuungsdienst (3,75), Hauswirtschaftlicher Dienst (12,25), Verwaltungsdienst (15,50), Technischer Dienst (4,00) sowie auf sonstige Dienste (2,00).

Mitglieder der Geschäftsführung

Dr. Dennis Roth, Geschäftsführer bis 31.07.2023
Stefanie Locher, Geschäftsführin ab 01.08.2023 lfd.
Matthias Schyra, Prokurist bis 31.12.2023
Jürgen Gebhardt, Prokurist ab 01.01.2024 lfd.

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9b HGB wurde mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat von der Schwestergesellschaft AllgäuStift Seniorenzentrum Marienpark gGmbH eine Förderung in Höhe von 1.400 TEUR zur Finanzierung des Neubaus des AllgäuStift Seniorenzentrum Buchenberg erhalten. Sollte die Gesellschaft die Förderbedingungen (u. a. Betrieb des AllgäuStift Seniorenzentrum Buchenberg bis 31.12.2032) nicht einhalten, könnte die Fördersumme zurückgefordert werden. Derzeit sind keine Anhaltspunkte vorhanden, dass die Förderbedingungen nicht eingehalten werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besteht eine Fördervereinbarung mit der Wohltätigkeitsstiftung Marienheim, öffentliche Stiftung Bürgerlichen Rechts für die Jahre 2023 bis 2032, soweit die Rentabilität der Gesellschaft 1% vom Umsatz übertrifft. Daneben besteht für die AllgäuStift-Gruppe in Summe eine Obergrenze.

Konzernzugehörigkeit

Die AllgäuStift GmbH wird in den Konzernabschluss der AllgäuStift GmbH, Kempten (HRB 7543 beim Handelsregister Kempten) mit einbezogen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 133.217,59 EUR in die Gewinnrücklage einzustellen.

 

Kempten, den 31. März 2024

gez. Stefanie Locher, Geschäftsführerin

gez. Matthias Schyra, Prokurist

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 12. Juni 2024

Bilanz

AKTIVSEITE

EUR EUR Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 65.942,00 70
II. Sachanlagen 6.304.802,60 6555
III. Finanzanlagen 1.130.959,81 1081
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 9.294,08 18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 480.232,89 1.036
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.411.431,44 206
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 6
12.402.662,82 8.972

PASSIVSEITE

EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300
2. Gewinnrücklagen 262.703,52 2.383
3. Gewinn-/Verlustvortrag 0,00 0
4. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 133.217,59 -2121
695.921,11
B. Sonderposten 1.161.927,00 1.203
C. Rückstellungen 265.517,71 236
D. Verbindlichkeiten 10.279.297,00 6.970
E. Rechnungsabgrenzungskosten 0,00 0
12.402.662,82 8.972

Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 6.012.416,04 3.997
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.637.509,74 2.292
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 652.305,39 562
3.289.815,13
3. Aufwendung für Dienstleistungen 40.126,00 63
4. Steuern, Abgaben, Versicherungen 16.163,01 81
5. Miete, Pacht, Leasing 78.013,83 56
6. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 40.950,00 74
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 286.171,63 561
8. Aufwendungen für Instandhaltungen u. Instandsetzung 129.593,13 54
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.103.739,70 2.492
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.174,36 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.700,38 32
12. Jahresüberschuss(+)/Jahresfehlbetrag (-) 133.217,59 -2.122

Anlagenspiegel

Entwicklung der historischen Anschaffungskosten Anfangsbestand Zugang Umbuchung Abgang Endstand
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 83.900,13 4.320,89 0,00 0,00 88.221,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.742.444,06 0,00 0,00 0,00 7.742.444,06
2. Technische Anlagen 37.839,12 0,00 0,00 0,00 37.839,12
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 961.742,41 35.169,62 0,00 36.131,84 960.780,19
4. Fahrzeuge 28.711,50 0,00 0,00 27.612,50 1.099,00
III. Finanzanlagen 1.080.959,81 50.000,00 0,00 0,00 1.130.959,81
Summe 9.935.597,03 89.490,51 0,00 63.744,34 9.961.343,20
Entwicklung der Abschreibung Anfangsbestand Ab- /Zuschreibungen Entnahme für Abgänge Endstand
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.010,13 8.268,89 0,00 22.279,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.635.256,46 189.768,00 0,00 1.825.024,46
2. Technische Anlagen 20.101,12 3.648,00 0,00 23.749,12
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 558.534,41 65.974,62 36.131,84 588.377,19
4. Fahrzeuge 1.973,50 2.808,00 4.572,50 209,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 2.229.875,62 270.467,51 40.704,34 2.459.638,79
Restbuchwerte 31.12.2023 Restbuchwerte 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 65.942,00 69.890,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.917.419,60 6.107.187,60
2. Technische Anlagen 14.090,00 17.738,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 372.403,00 403.208,00
4. Fahrzeuge 890,00 26.738,00
III. Finanzanlagen 1.130.959,81 1.080.959,81
Summe 7.501.704,41 7.705.721,41

Verbindlichkeiten-Spiegel

Bezeichnung Stand zum Stichtag davon Restlaufzeit < 1 Jahr davon Restlaufzeit > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 63.893,98 63.893,98 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 4.862.064,39 298.707,14 4.059.201,60
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 5.153.958,13 5.153.958,13 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 199.380,50 199.380,50
(davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit) 286,88 286,88 0,00
(alle Angaben in EUR) 10.279.297,00 5.715.939,75 4.059.201,60

Lagebericht

A) Darstellung des Geschäftsverlaufs

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die gemeinnützige AllgäuStift GmbH betreibt seit dem Geschäftsjahr 2012 ein Seniorenpflegezentrum mit 40 stationären Pflegeplätzen in Buchenberg.

Außerdem betreibt sie seit dem Geschäftsjahr 2016 das Haus für Betreuung und Pflege Rosenpark in Kirchdorf a. d. Iller, in welches eine Fachstelle für Pflegeberatung und Demenzhilfe, eine Tagespflegeeinrichtung mit 24 teilstationären Pflegeplätzen und betreutes Wohnen für alte und kranke Personen integriert sind.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche- und Branchenentwicklung

Im Jahr 2023 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die konjunkturelle Entwicklung war nach den Coronajahren geprägt von hohen Preisen, ungünstigen Finanzierungsbedingungen und geringer Nachfrage.

Auf Grund des Demografischen Wandels in der Bevölkerung nimmt die Zahl der älteren Menschen weiter zu. Gleichzeitig nimmt die Zahl der jüngeren Menschen ab.

Ebenso stieg die Zahl der Leistungsbezieher der sozialen Pflegeversicherung am Jahresende 2022 auf 4.875.337 (Vorjahr 4.606.490).

2022 waren in Deutschland 621.000 Pflegekräfte in der Altenpflege sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Vorjahr 625.000). Die Zahl ist erstmals seit Jahren gesunken.

2. Geschäftsverlauf

Die Auslastung des Seniorenzentrums in Buchenberg in der vollstationären Pflege lag bei 91 % und war damit über dem des Vorjahres (85 %). Dies war überwiegend durch die coronabedingten Einschränkungen des Vorjahres zu erklären.

Die sehr gute Auslastung der Tagespflege im Rosenpark Kirchdorf lag ebenfalls über den Planungsvorgaben.

B) Darstellung der Lage

I. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 schließt die AllgäuStift GmbH mit einem Ergebnis von 133 TEUR (Vorjahr -2.122 TEUR) ab.

Die Umsatzerlöse aus Pflegeleistungen, Unterkunft und Verpflegung, Transportleistungen sowie gesondert berechenbaren Investitionskosten und sonstigen Umsatzerlösen erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 512 TEUR (+13 %).

Die Umsatzsteigerung resultiert überwiegend aus den Umsatzerlösen nach § 277 Abs. 1 HGB, zentrale Dienstleistungen, dem steht ein erhöhter Personalaufwand gegenüber.

Die Summe der Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten und der sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Mittelweiterleitung nach AO um 1.580 TEUR (+279 %).

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um +436 TEUR (+15 %). Ausschlaggebend für die Erhöhung war die Tariftreue-Pflicht der Pflege und die Zentralisierung des Personals der zentralen Dienstleistungen, dem gegenüber stehen die erhöhten Umsatzerlöse.

Der Materialaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 76 TEUR (+12 %), größtenteils im Bereich der Lebensmittelkosten und im Energiebereich.

Steuern, Abgaben und Versicherungen sind gegenüber dem Vorjahr um -67 TEUR (-80 %).

Die Abschreibungen reduzierten sich durch eine Anpassung der Laufzeit bei der Abschreibung der Gebäude im Vorjahr um -275 TEUR (-49 %).

Die Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 75 TEUR (138 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich zum Vorjahr um -388 TEUR (-15 %), verursacht durch eine Zuwendung an eine andere gemeinnützige Organisation.

II. Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr von 7.706 TEUR um 204 TEUR auf 7.502 TEUR gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 97 TEUR gegenüber dem Vorjahr verringert. Aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements konnten die Einzelwertberichtigungen sehr niedrig gehalten werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 173 TEUR angestiegen.

Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt 4.411 TEUR (Vorjahr 206 TEUR).

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 696 TEUR (Vorjahr 562 TEUR). Die Eigenkapitalquote liegt bei Einbeziehung von Sonderposten 1.162 TEUR; Vorjahr 1.203 TEUR) bei 13,0 % (Vorjahr 1967%).

Die Sonstigen Rückstellungen sind im Berichtsjahr um 29 TEUR auf 265 TEUR gestiegen. Die Rückstellung für Resturlaub stieg um 26 TEUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr um 235 TEUR auf 64 TEUR gesunken.

III. Finanzlage

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 258 TEUR (Vorjahr -1.633 TEUR).

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Personalkostenquote stieg leicht und beträgt nun 72% (Vorjahr 70 %). Die Umsatzrentabilität beträgt 2,9 % (Vorjahr -52 %).

V. Personalsituation

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 92 Mitarbeiter (Vorjahr 85) sowie 4 Auszubildende (Vorjahr 6) beschäftigt. Dies entspricht 62,29 Vollzeitstellen (Vorjahr 56,7 Vollzeitstellen) inkl. Auszubildende.

Der Fachkräftemangel erfordert intensive Bemühungen um das Personal.

Die AllgäuStift GmbH bietet deshalb nicht nur erhöhte Vergütungen und Nebenleistungen, sondern auch ein umfangreiches Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebot sowie Unterstützung bei der Wohnungssuche.

VI. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

C) Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die AllgäuStift GmbH ein gutes positives Jahresergebnis - und einen Umsatz in Höhe von ca. 5.300 TEUR.

Für die Zeit ab 01.03.2024 wurden Pflegesätze neu verhandelt. Größere Investitionen sind derzeit nicht geplant. Liquiditätsengpässe sind nicht zu erwarten.

Wir erwarten in der operativen Tätigkeit der Gesellschaft grundsätzlich eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

In Bezug auf die finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir eine konstante Entwicklung. Bei der Personalaufwandsquote gehen wir alles in allem von einer leicht steigenden Entwicklung aus. Bei der Umsatzrentabilität erwarten wir eine gleichbleibende Entwicklung.

D) Chancen- und Risikobericht

I. Belegungsrisiko

Es besteht das Risiko, dass freie Personalstellen nicht besetzt werden können, was dazu führen würde, dass verfügbare Betten nicht ausgelastet werden könnten. Die dennoch weiterlaufenden Fixkosten würden das Geschäftsergebnis belasten.

Durch die Zusammenarbeit und gemeinsame Personalsteuerung der AllgäuStift-Einrichtungen wird das Risiko von Personalengpässen erheblich gemindert.

Das Risiko aufgrund der demographischen Entwicklung nimmt zu, weil die Zunahme des Anteils älterer Menschen zu einem wachsenden Bedarf an Angeboten der Altenhilfe führen wird, der mit Arbeitskräften aus dem abnehmenden Teil der erwerbsfähigen Bevölkerung gedeckt werden soll. Beeinflusst wird dieses Risiko auch durch weitere Faktoren, beispielsweise von der Frage, welche Rahmenbedingungen die Politik in Bezug auf die Ausbildung von Pflegekräften setzt und von der Frage, welchen Teil der Pflege zukünftig von Angehörigen geleistet wird.

Für die AllgäuStift GmbH ist es deshalb sehr wichtig, durch eine Stärkung der Mitarbeiterzufriedenheit die Mitarbeiterbindung zu festigen, um die Fluktuation so gering wie möglich zu halten. Ein umfangreiches Mitarbeitermotivationskonzept wird deshalb fortgeführt und erweitert, z B. durch das Jobrad-Angebot. Auch ergaben sich ab 01.09.2022 aufgrund der "Tariftreue-Pflicht" erhebliche Steigerungen der Vergütungen insbesondere im direkten Pflegebereich.

Ein Risiko für nicht ausgelastete Plätze besteht derzeit vor allem aufgrund des Fachkräftemangels- Timelag. Die Wiederbesetzung von Stellen dauert länger, dadurch ist die Dienstplanung teilweise erschwert. Verschärft wird die Situation im Kemptener Bereich ab 2024 durch die Fertigstellung eines neuen Pflegeheims mit 180 Plätzen.

Deshalb bemüht sich die AllgäuStift GmbH ständig, vor allem ausgebildete Pflegefachkräfte zu rekrutieren, wobei auch Pflegekräfte aus dem Ausland integriert werden konnten. Diese Bemühungen werden in 2024 noch intensiviert. Dazu setzt die AllgäuStift GmbH Werbung in verschiedenen Medien ein und fördert die Ausbildung von Pflegefachkräften und Pflegefachhelfern. Dabei arbeitet sie mit der Allgäu GmbH und mit der Allgäu-Stiftung Vereinigung gemeinnütziger Stiftungen im Allgäu e.V. (Kempten), der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist (Kißlegg) und der Stiftung Liebenau (Meckenbeuren) zusammen.

II. Preisrisiken

Der Betrieb unserer Einrichtungen findet in Immobilien statt, die nicht älter als 10 Jahre sind. In diesem Zusammenhang bestehen Chancen und Risiken mit der baulichen Ausstattung der Einrichtungen sowie mit der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen aus der Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes (AVPfleWoqG), welche für uns bindend ist. Bei einer Minderbelegung besteht das wirtschaftliche Risiko, dass die getätigten Investitionen nicht in vollem Umfang refinanziert werden können. Sämtliche Pflegesätze müssen mit den Kostenträgern (Bezirk und Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassen) verhandelt werden, was dazu führen kann, dass aufgrund finanzieller Schwächen der Kostenträger steigende Kosten im Personal- und Sachkostenbereich nicht in vollem Umfang erstattet werden können. Beispielhaft seien zusätzliche Kosten zur Personalbeschaffung genannt. Die uns tatsächlich entstehenden Personalkosten werden durch die Vertragspartner bzw. den Gesetzgeber nicht immer umfassend und in dem erforderlichen Maß anerkannt. Zudem können stationäre Einrichtungen in Bayern bisher nur erschwert Unternehmerwagnis geltend machen. Einzelne Aufgabenbereiche, wie z.B. Beratungsstellen oder Begegnungsstätten, werden nicht auskömmlich finanziert und können ohne den Einsatz von Eigenmitteln nicht betrieben werden. Die mit Umsetzung der gesetzlichen Tariftreuepflicht zum 01.09.2022 umzusetzenden Erhöhungen (AllgäuStift GmbH lehnt sich an einen Tarifvertrag an) konnten in den Verhandlungen der Vergütungen zum 01.02.2023 refinanziert werden. Die Tarifsteigerungen 2023 und 2024 sind über die Pflegesätze refinanziert, nach Auslaufen der Pflegesatzvereinbarungen sind für 2025 neue Pflegesatzverhandlungen geplant.

Zu diesem Risiko tragen auch die durch das PSG II angestoßenen Entwicklungen bei, da Kombinationsangebote aus intensiv Betreutem Wohnen verbunden mit einer Tagespflege sowie eines ambulanten Dienstes durch höhere Leistungen der Pflegekassen finanziell attraktiver als Pflegeheime sind. Während diese Entwicklung im Haus für Betreuung und Pflege Rosenpark in Kirchdorf bereits berücksichtigt werden konnte, war diese Neuregelung bei der bereits früher erfolgten Planung des Seniorenpflegezentrum in Buchenberg noch nicht bekannt.

Die hohe Inflation im Sachkostenbereich erhöht das Risiko, dass prospektiv kalkulierte Pflegesätze die erhöhten Preise nicht adäquat abbilden können und damit erhöhte Kosten nicht refinanziert werden können. Ob die zum 01.03.2024 für das Pflegeheim Buchenberg mit den Pflegekassen verhandelte Erhöhung der stationären Leistungsentgelte auskömmlich sein wird, bleibt abzuwarten.

Das Risiko nicht refinanzierter erhöhter Energiekosten wurde durch Bundesprogramme (Energie- Ergänzungshilfen) teilweise gemildert. Allerdings profitieren das Pflegeheim Buchenberg und der Rosenpark Kirchberg im Bereich Heizen nicht von den sog. Energie-Ergänzungshilfen, da Pellets und auch Öl als Energieträger im Gegensatz zu Gas und Fernwärme in den Zuschuss-Programmen nicht berücksichtigt wurden.

III. Rechtliche Risiken

Unsere Branche ist außerdem mit einer großen Zahl von Regularien, Gesetzen und Verordnungen konfrontiert. Dies gilt vor allem für die MDK- und FQA-Prüfungen hinsichtlich der Pflegequalität sowie für die gesetzliche Tariftreue-Pflicht. In diesem Zusammenhang ergeben sich für unsere Einrichtungen Benotungs-, Bewertungs- und Kostenrisiken aufgrund eines immer umfangreicheren Dokumentationsaufwandes. Mit Hilfe eines zentralen Qualitätsmanagements mindern wir dieses Risiko ab.

IV. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in der AllgäuStift GmbH bestehenden Finanzinstrumenten rechnen wir vor allem Finanzanlagen, Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Minimierung von Ausfallrisiken wird bei Forderungen gegenüber Privatpersonen standardmäßig Lastschrifteinzug vereinbart. Außerdem verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen. Das Liquiditätsrisiko wird insbesondere vor wesentlichen Investitionen durch Liquiditätspläne minimiert.

V. Chancen

Chancen werden durch die im Hinblick auf die demographische Entwicklung erwartete Nachfragesteigerung gesehen. Außerdem sieht die Politik die Pflegeheime als systemrelevant, sodass auch in Zukunft entsprechende Rahmenbedingungen erwartet werden können.

VI. Einschätzung

Die wesentlichen Risiken haben sich nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert. Somit ist auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Existenzgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

 

Kempten im Allgäu, den 15. April 2024

Stefanie Locher, Geschäftsführerin

Jürgen Gebhardt, Prokurist

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AllgäuStift GmbH, Kempten (Allgäu)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AllgäuStift GmbH, Kempten (Allgäu), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AllgäuStift GmbH, Kempten (Allgäu), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der Pflege- Buchführungsverordnung und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterversammlung als Aufsichtsgremium für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der Pflege- Buchführungsverordnung in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige :Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Biberach, den 23. April 2024

ProRegio Treuhand Oberschwaben GmbH

Raimund Schirmer, Wirtschaftsprüfer

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