Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG
PeitingStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Strauß seit 18.10.2023 | Vorstandsmitglied |
Thomas Landes seit 29.3.2021 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eGPeitingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der GeschäftstätigkeitDie Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG ist eine eingetragene Genossenschaft, die der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen ist. Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Wir betreiben grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet Pfaffenwinkel. Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Im Bankgeschäft haben wir derzeit 132 Beschäftigte. Unser Geschäftsgebiet umfasst 12 Geschäftsstellen und zwei SB-Geschäftsstellen, welche sich hauptsächlich im Landkreis Weilheim-Schongau befinden. Organe sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung. II. WirtschaftsberichtII.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften Weltwirtschaft Das globale Wirtschaftswachstum hat sich 2023 aufgrund geopolitischer Spannungen leicht verlangsamt. Insgesamt hatten die EU-Staaten im vergangenen Jahr mit zahlreichen Widrigkeiten zu kämpfen. Die Folgen des Ukraine-Krieges, steigende Zinsen und die hohe Inflation bremsten das Wachstum - ungeachtet allmählich sinkender Energiepreise und eines starken Arbeitsmarktes - deutlich. Konjunktur in Deutschland Das Jahr 2023 war weiterhin von hohen Teuerungsraten und schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Hohe Energiepreise und leere Auftragsbücher sorgten in Deutschland bereits zu Beginn des Jahres für eine Stagnation der konjunkturellen Entwicklung. Auch zum Jahresende hin blieben konjunktur-belebende Impulse aus. Trotz der Zunahme der Kaufkraft durch die gestiegenen Einkommen rutschte die deutsche Wirtschaft zuletzt in die Rezession. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um -0,3 %. Besonders stark betroffen war dabei die deutsche Industrie, die ihre Produktion um -2,0 % zurückgefahren hat und damit einem anhaltenden Abwärtstrend gefolgt ist. Das verarbeitende Gewerbe, geprägt von energie-intensiven Sparten, litt besonders unter der Teuerung der Energie. Zusätzlich wirkten sich eine schwache Konsumlaune der privaten Haushalte sowie eine verhaltene Auftragsentwicklung belastend aus. Schwache positive Impulse sendeten unterdessen das Baugewerbe sowie die Dienstleistungsbereiche. Ausgehend von einem 10-Jahres-Tiefstand konnte die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe preisbereinigt leicht um rund 0,2 % gesteigert werden. Die Bruttowertschöpfung im Dienstleistungssektor nahm um 1,0 % zu. Besonders positiv entwickelte sich dabei der Informations- und Kommunikationssektor mit einem Plus von 2,6 %. Bremsend wirkte vor allem das Handels- und Gastgewerbe mit einem Rückgang von -1,0 %. Die Inflation, gemessen durch den Verbraucherpreisindex, betrug in der Gesamtjahresbetrachtung 2023 noch immer 5,9 %. Finanzmärkte Auch das Jahr 2023 war geprägt von geopolitischen Krisen. Zusätzlich zum Krieg zwischen der Ukraine und Russland kam im Nahen Osten ein weiterer Konflikt hinzu, der Unsicherheit an den Finanzmärkten schürte. Die weiterhin hohen Inflationsraten veranlassten die Zentralbanken zudem, ihren geldpolitischen Straffungskurs konsequent fortzusetzen. Die US-Notenbank FED erhöhte ihren Leitzins bis in den Sommer hinein in vier Schritten auf einen Zielwert von 5,25 % bis 5,5 %. Durch den schnellen Zinsanstieg gerieten im Frühjahr mehrere mittelgroße US-Banken in Schieflage, was wiederum für Unruhe auf den Finanzmärkten sorgte. Auch die Europäische Zentralbank erhöhte ihren Leitzins kräftig. Sie vollzog insgesamt sechs Zinsschritte von 2,5 % auf 4,5 %. Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete bis in den Sommer hinein einen positiven Trend. Nach einer Schwächephase im Herbst folgte eine ausgeprägte Jahresendrallye. Unterm Strich legte der DAX von knapp 14.000 Punkten Anfang 2023 auf rund 16.800 Punkte zu. Geschäftsjahr 2023 der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken In einem herausfordernden Umfeld haben die 184 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern das Jahr 2023 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Die Genossenschaftsinstitute erzielten im vergangenen Jahr ein Gesamtbetriebsergebnis in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro und übertrafen damit das Vorjahresergebnis um 14,9 %. Die Bilanzsumme der Institute sank aufgrund der durch die EZB gekürzten Refinanzierungsgeschäfte um -0,5 % auf jetzt 207,6 Milliarden Euro. Bei der Kreditvergabe legten die Volks- und Raiffeisenbanken um 2,7 %, beziehungsweise 3,7 Milliarden Euro auf einen Bestand von nun 140,5 Milliarden Euro zu. Kredite an Firmenkunden stiegen um 2,5 Milliarden Euro (+3,4 %) auf 75,3 Milliarden Euro. Kredite an Privatkunden umfassen 61,3 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 1,0 Milliarden Euro (+1,7 %) entspricht. Das private Wohnbaukreditgeschäft nahm im ersten vollen Jahr seit der Zinswende mit einem Plus von 1,6 % auf 56 Milliarden Euro nur leicht zu. Das Neugeschäft im Wohnbausegment lag mit 11,3 Milliarden Euro deutlich unter den 19,6 Milliarden Euro des Vorjahres. Folglich diversifizierten die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken ihr Kreditportfolio weiter. Die zweitstärkste Gruppe bei der Darlehensausgabe ist der Bereich IT und Datenverarbeitung mit einem Kreditbestand in Höhe von 8,2 Milliarden Euro. Das entspricht einer Zunahme von fast 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Die bilanziellen Einlagen wuchsen um 0,6 Milliarden Euro auf nun 158,5 Milliarden Euro - ein leichtes Plus von 0,4 %. Dabei stiegen vor allem die von Firmenkunden bei den bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken angelegten Gelder auf 44,8 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr. Das entspricht einem Zuwachs von 1,1 %, beziehungsweise 0,5 Milliarden Euro. Die Einlagen privater Haushalte blieben mit knapp 102 Milliarden Euro fast unverändert. Die Kunden der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken nahmen tendenziell längerfristige Anlagemöglichkeiten wahr und schichteten stark in Termineinlagen und Anlagen an den Kapitalmärkten um. So vergrößerte sich die Summe der in Termineinlagen angelegten Gelder auf 29,6 Milliarden Euro, mehr als das Dreifache im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Wertpapiere blieben wie schon in den vergangenen Jahren eine attraktive Anlageform. Das außer-bilanzielle Kundenanlagevolumen stieg im Jahr 2023 kräftig an auf 116,1 Milliarden Euro. Absolut nahm das Volumen um 10,7 Milliarden Euro zu - ein Wachstum von über 10 %. Das ist neben Wertzuwächsen in den Bestandsdepots im Wertpapier- und Fondsgeschäft auch auf reines Neugeschäft zurückzuführen. So stieg der Nettoabsatz um 2,8 Milliarden Euro auf insgesamt 8,2 Milliarden Euro. Im Rahmen dessen wurden im vergangenen Jahr fast 110.000 neue Depots bei einem genossenschaftlichen Verbundpartner im Wertpapier- und Fondsgeschäft eröffnet. Auch die Zahl der Ansparpläne blieb auf hohem Niveau. Mit 848.582 Stück hat sich der Bestand seit 2020 um 16 % erhöht. Das operative Ergebnis kletterte 2023 auf 2,1 Milliarden Euro und entspricht damit 1,01 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Zu dem Plus trug insbesondere die Zinswende bei, durch die der Zinsüberschuss der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken um insgesamt 14,0 % auf 3,6 Milliarden Euro gestiegen ist. Das Provisionsgeschäft blieb konstant bei 1,4 Milliarden Euro. Zudem konnten die Abschreibungen auf Wertpapiere aus dem Jahr 2022 durch gegenläufige Effekte im Geschäftsjahr vollständig revidiert werden. Das Bewertungsergebnis für Wertpapiere war im vergangenen Jahr positiv mit einem Plus von 330 Millionen Euro. Im Kreditbereich müssen die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken allerdings der allgemein schlechteren Wirtschaftslage sowie den eingetrübten Konjunkturaussichten Rechnung tragen. Daher erhöhten sie ihre Risikovorsorge um 247 Millionen Euro, nach 82 Millionen Euro im Vorjahr. Kostenseitig ist es den Instituten gelungen, die Aufwendungen nahezu konstant zu halten: Die Betriebskosten stiegen nur leicht um 152 Millionen Euro auf 2,9 Milliarden Euro. Ursachen sind vor allem die Aufwendungen für die Digitalisierung sowie ein leichter Anstieg der Personalkosten. Zusammengenommen verbesserte sich die Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) um 1,4 %-Punkte auf 59,8 %. Das harte Kernkapital betrug zum 31.12.2023 19,9 Milliarden Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen. Die Zunahme gegenüber dem Jahr 2022 beträgt 0,5 Milliarden Euro bzw. 2,6 %. Die harte Kernkapitalquote lag zuletzt bei 16,3 % und konnte damit ebenfalls sichtlich gesteigert werden. II.2 Leistungsindikatoren Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost-Income-Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis von Aufwendungen zu den Erträgen dar. In die Erträge fließen die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen jeweils saldiert ein. Das Bewertungsergebnis, betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragssteuern bleiben unberücksichtigt. Strategisch wird eine CIR von kleiner 65 % angestrebt. Daneben haben wir als Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank die Relation des bereinigten Ergebnisses vor Steuern zur durchschnittlichen Bilanzsumme als weiteren Leistungsindikator definiert. Die Kennzahl misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Das betriebswirtschaftlich ordentliche Ergebnis und das betriebswirtschaftlich neutrale Ergebnis (insbesondere beeinflusst durch das Bewertungsergebnis) werden in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme gesetzt. Ertragssteuern bleiben unberücksichtigt. Die Zielgröße soll über 0,65 % liegen. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote gemäß Art 92 CRR. Die Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR beschreibt das prozentuale Verhältnis der Eigenmittel eines Institutes - bestehend aus dem Kernkapital und dem Ergänzungskapital - zum Gesamtrisikobetrag. Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 59,67 % (Vorjahr: 40,53 %) und hat sich verschlechtert. Der Rückgang ist insbesondere auf die Sonderausschüttung aus dem Spezialfonds im Geschäftsjahr 2022 und die deutlich gestiegenen Zinskosten im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern verminderte sich von 0,94 % auf 0,42 %. Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 15,27 %; ein Zuwachs von 1,25 % gegenüber dem Vorjahr. Negative Abweichungen zu den im Vorjahr getroffenen Prognosen ergaben sich bei der CIR und beim bereinigten Ergebnis vor Steuern. Die CIR liegt mit 59,67 % oberhalb des Prognosekorridors von 55 % bis 58 %. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern hat mit 0,42 % den Prognosekorridor von 0,44 % bis 0,50 % unterschritten. Beide Abweichungen sind auf den stärker als prognostiziert gesunkenen Rohüberschuss zurückzuführen. Der Rückgang ist insbesondere auf deutlich gestiegene Zinskosten im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen. Dagegen hat sich die Gesamtkapitalquote mit 15,27 % besser als prognostiziert (12,75 %) entwickelt. II.3 Geschäftsverlauf der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG
Die Bilanzsumme verringerte sich um 0,8 %. Maßgeblich hierfür war insbesondere die Rückführung eines Offenmarktgeschäfts. Die außerbilanziellen Geschäfte, die sich aus Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 51.017 TEUR (Bürgschaften, Credit Default Swap aus Credit Linked Notes) und aus anderen Verpflichtungen in Höhe von 62.047 TEUR zusammensetzen, liegen unter dem Vorjahresniveau. Dies ist vor allem auf den Rückgang der unwiderruflichen Kreditzusagen gegenüber unseren Kunden zurückzuführen.
Die Entwicklung des Aktivgeschäfts entsprach der in der Vorperiode berichteten Prognose. Die Wertpapieranlagen haben sich infolge von Verkäufen reduziert. Diese waren erforderlich, um unser Offenmarktgeschäft fristgerecht zurückzuzahlen. In den Forderungen an Kreditinstitute sind getrennt bilanzierte strukturierte Finanzinstrumente in Form von Credit Linked Notes enthalten.
Die geplanten Ziele im Passivgeschäft wurden teilweise nicht erreicht, da das Wachstum der Kundeneinlagen nicht den Prognosewert erreicht hat. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten insbesondere durch Rückzahlung unseres Offenmarktgeschäfts reduziert werden. Die Kundengelder setzen sich aus Sicht-, Termin- und Spareinlagen zusammen. Die befristeten Einlagen erhöhten sich im Berichtsjahr deutlich um 113,6 % auf 277.698 TEUR, maßgeblich waren hierfür Termineinlagen von öffentlich rechtlichen Geldeinlegern.
Die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäfts entsprach im Wesentlichen den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Während die anderen Vermittlungserträge insbesondere durch den Rückgang von Erträgen aus der Vermittlung von Krediten, Bausparverträgen und Immobilien stärker als angenommen zurückgegangen sind, konnten die Erträge aus Zahlungsverkehr durch die Erhöhung der Kontoführungsgebühren deutlich gesteigert werden. Investitionen Im Mittelpunkt der Investitionen im Berichtsjahr standen die technische Ausstattung und Modernisierung der Gesamtbank sowie die Schaffung neuer Büroräume in unserer Hauptstelle. II.4 Lage der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG II.4.1 Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
Die Entwicklung der Ertragslage entsprach nur teilweise den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Im Berichtsjahr war ein starker Rückgang des Zinsüberschusses zu verzeichnen. Die Veränderung begründet sich hauptsächlich durch die deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen. Die laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert. Die Abweichung zum Vorjahr ist auf eine Sonderausschüttung aus dem Spezialfonds im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen. Schwerpunkte im Provisionsüberschuss sind die Erträge aus Zahlungsverkehr und Kontoführung, Wertpapierdienstleistung und Versicherungsvermittlung. Das Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern hat sich unterschiedlich entwickelt. Während sich die Erträge aus der Vermittlung von Wertpapieren, Krediten und Bausparverträgen rückläufig entwickelten, war im Bereich der Vermittlung von Versicherungen ein Zuwachs zu verzeichnen. Im sonstigen betrieblichen Ergebnis war bedingt durch die Reduzierung der Rückstellung für aufbewahrungspflichtige Unterlagen und Altersteilzeit ein starker Anstieg zu verzeichnen. Die Personalaufwendungen sind um 739 TEUR auf 8.685 TEUR, insbesondere aufgrund tariflicher Anpassungen und der Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie, gestiegen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 5,4 % auf 4.542 TEUR, insbesondere bedingt durch gestiegene Aufwendungen für Beiträge, Prüfungs- und Bilanzierungskosten sowie Outsourcing. Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4.193 TEUR reduziert. Dies ist auf die im Vorjahr erstmalig gebildete Pauschalwertberichtigung nach IDW RS BFA 7 und die deutliche Erhöhung der § 340f-Reserven zurückzuführen. Zudem konnte die im Vorjahr gebildete Drohverlustrückstellung i.V.m. der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs vollständig aufgelöst werden. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist im Vorjahresvergleich deutlich zurückgegangen. II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) zu erfüllen. Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden. Neben den dargestellten liquiden Mitteln stehen uns kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB zur Verfügung. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften abzuschließen, wurde nicht genutzt. Übernachtkredite (Spitzenrefinanzierungsfazilität) wurden nicht in Anspruch genommen. Unsere Refinanzierungsstruktur ist weitestgehend unabhängig von den Interbanken- und Kapitalmärkten und überwiegend durch Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden sowie öffentlich rechtlichen Geldeinlegern geprägt. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren aufgrund der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund nicht zu rechnen. Weitere Ausführungen finden sich unter III.4 Liquiditätsrisiken. II.4.3 Vermögenslage Die Entwicklung der Vermögenslage entsprach unserer in der Vorperiode berichteten Prognose. Eigenkapital Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Wesentliche Veränderungen beim Eigenkapital ergaben sich durch Gewinnthesaurierung und Ausbau der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 41.000 TEUR. Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich von 11,52 % auf 12,01 % erhöht. Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 13,69 % (Vorjahr: 12,55 %) und konnte erhöht werden. Die aufsichtsrechtlichgeforderte Mindestgröße wurde jederzeit erfüllt. Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung ist weiterhin vorrangiges Ziel der Geschäftspolitik. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,26 % (Vorjahr: 0,36 %). Kundenforderungen Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 68,87 % (Vorjahr: 65,98 %). Der Branchenschwerpunkt im Kreditbestand liegt im Baugewerbe (inkl. Bauträger-Bereich). Darin begründen sich Risikokonzentrationen. Die Größenklassengliederung ist mit Ausnahme der Baubranche grundsätzlich ausgewogen. Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen, Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven nach § 340f HGB abgeschirmt. Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Wertpapiere Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:
Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 25,13 % (Vorjahr: 27,63 %) an der Bilanzsumme. Hiervon entfällt ein Anteil von 13,09 %-Punkten (Vorjahr: 15,69 %) auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 12,04 %-Punkten (Vorjahr: 11,94 %) auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6). Bei den Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um EUR-Anleihen, welche dem Anlagevermögen zugeordnet sind und vollständig nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet werden. Dadurch wurden Abschreibungen in Höhe von 9.849 TEUR vermieden. Strukturierte Finanzinstrumente bestehen in Form von Credit Linked Notes und wurden getrennt bilanziert. Derivategeschäfte Es wurden keine derivativen Instrumente getätigt. II.5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage Die Geschäftsentwicklung unseres Hauses verlief insgesamt noch zufriedenstellend. Die Ertragslage ist geprägt vom starken Rückgang im Zins- und Provisionsgeschäft. Zudem hat sich das neutrale Ergebnis durch die erhöhte Risikovorsorge für das Kreditgeschäft ebenfalls deutlich verschlechtert. Die aus dem Ergebnis mögliche Stärkung der Eigenmittelausstattung ist noch ausreichend. Die Vermögens- und Finanzlage entspricht jedoch den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Die Vermögenslage zeichnet sich durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurden jederzeit eingehalten. Die Liquiditätsausstattung entspricht den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Für erkennbare Risiken bestehen Einzelwertberichtigungen. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen, welche gemäß IDW RS BFA 7 gebildet wurden, Rechnung getragen worden. III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)III.1 Risikomanagementsystem Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategien, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen sowohl das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive) als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit hin. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von fünf Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichtserstattung bzw. Ad-hoc-Berichtserstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert. Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft. Die Steuerung unserer Risiken erfolgt insbesondere im Rahmen der ökomischen Risikotragfähigkeit. Aus dem Risikodeckungspotenzial leiten wir unser Gesamtbankrisikolimit ab, welches wir in festgelegte Teilrisikolimite untergliedern. Nachfolgend stellen wir die Risikotragfähigkeit zum Bilanzstichtag dar:
Unser Stresstestkonzept umfasst die beiden Steuerungsperspektiven der Bank (ökonomische und normative Perspektive) und fokussiert hierbei jeweils die Adäquanz der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank. Im Rahmen des Stresstestkonzepts ermitteln wir regelmäßig und anlassbezogen die Auswirkungen von Stresstests, adversen Szenarien und Sensitivitätsanalysen. Die Reflexion und kritische Würdigung dieser Auswirkungen ist ein zentrales Element unseres Risikomanagements. Im Folgenden erläutern wir das Risikomanagement unserer wesentlichen Risiken. III.2 Marktpreisrisiken Zinsänderungsrisiken Die Zinsrisiken messen wir monatlich mit dem Software-Modul VR-Control Zinsmanagement, wobei ein Konfidenzniveau von 99,9 % zur Anwendung kommt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Teilrisikolimit gegenübergestellt, dessen Überschreiten die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst. Im Geschäftsjahr bewegte sich das Zinsrisiko innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Teilrisikolimits. Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Neben der Risikoermittlung im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die Zinsrisiken auch im Kontext des Zinsrisikokoeffizienten ermittelt. Aufgrund des von uns eingegangenen Zinsänderungsrisikos ist ein Rückgang des Zinsbuchbarwerts bei steigenden Zinssätzen zu erwarten. Sonstige Marktpreisrisiken Für Marktpreisrisiken aus unserem Spezialfonds verwenden wir die VaR-exante-Kennzahlen der Union Investment. Die VaR-exante-Kennzahlen umfassen auch die im Spezialfonds befindlichen Risikoarten 'Aktienrisiken' und 'Fremdwährungsrisiken'. III.3 Adressenausfallrisiken Forderungen an Kunden Das Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software-Modul VR-Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertiger Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird. Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgt auf der Basis von Limitierungen sowie Steuerungsvorgaben für das Neugeschäft. Unsere Auswertungen geben Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Risikokonzentrationen bestehen insbesondere bei der Branchenverteilung und den Größenklassen hinsichtlich der zehn größten Kreditnehmer. Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet. Eigenanlagen Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen zurück. Als Risikoausweis stellen wir den barwertig ermittelten Credit Value at Risk dar. Die Messung der Adressrisiken bei den Eigenanlagen erfolgt durch das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte, indem das zukünftige Verhalten definierter Risikoparameter auf Basis von Zufallszahlen in einer Monte-Carlo-Simulation abgebildet wird (Konfidenzniveau 99,9 %). Das Ausfallrisiko inländischer und ausländischer Emittenten begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite, die eine hinreichende Streuung des Depotbestands gewährleisten. Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Länderrisiken Länderrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. III.4 Liquiditätsrisiken Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotential begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse aufgenommen. Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann. Weiter wird zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR-Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Kennziffer auf 171,57 %. Im Geschäftsjahr lag die Kennziffer stets über dem geforderten Mindestwert von 100 %. Zur Sicherstellung der mittel- bis langfristigen strukturellen Liquidität beobachten wir regelmäßig die NSFR (Net Stable Funding Ratio). Damit beurteilen wir insbesondere die Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen sowie unsere Stressresistenz insgesamt. Zum Bilanzstichtag lag die NSFR bei 114,62 % und damit über der Mindestanforderung von 100 %. Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. III.5 Operationelle Risiken Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht. Die operationellen Risiken werden auf Basis eines Self-Assessments abgeleitet und einem definierten Limit gegenübergestellt. Zudem werden auch Worst-Case-Annahmen im Rahmen von regelmäßigen Stresstests berücksichtigt. Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale, Backup-Einrichtungen, Prüfung der Verfahren und Systeme durch die Interne Revision und Versicherungen (z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken). Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt. Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir juristische Hilfe in Anspruch. Im Geschäftsjahr sind keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten. III.6 Weitere Risiken Weitere Risiken bestehen bei Beteiligungen sowie Immobilien. Wir führen derzeit im Wesentlichen Verbundbeteiligungen. Die Risikomessung erfolgt mittels eines pauschalen Risikoaufschlags von 15 % auf den Buchwert. Neben unseren eigenen betriebsnotwendigen und nicht betriebsnotwendigen Immobilien halten wir einen hohen Bestand an Immobilienfonds im Spezialfonds. Das Immobilienrisiko stufen wir als relevant ein. Die Risiken aus unserem eigenen Immobilienportfolio messen wir mittels des Immobilienrechners der parcIT. Für Immobilienrisiken aus unserem Spezialfonds verwenden wir die VaR-exante-Kennzahlen der Union Investment. III.7 Gesamtbild der Risikolage Zusammenfassend ist die Risikolage insgesamt als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 unter den definierten Risikoberechnungen stets gegeben war. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen haben wir im Jahr 2023 jederzeit eingehalten. Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation der Bank voraussichtlich gegeben. Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar. IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG für das nächste Geschäftsjahr 2024 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können. Die Darstellung erwarteter Veränderungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren gegenüber dem entsprechenden Istwert des Berichtsjahres erfolgt auf Basis von Punktprognosen und Bandbreiten. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften Die Prognosen zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft deuten nicht auf eine konjunkturelle Trendwende hin. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2024 nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9 % im vergangenen Jahr auf 2,3 % im Jahr 2024. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird außerdem nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten. Der weitere konjunkturelle Verlauf hängt entscheidend von den geopolitischen Umständen ab, die sich jederzeit ändern können und damit erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft haben. (Quelle: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024) Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage Nach Berücksichtigung des Abbaus von Hochrisikopositionen ergibt sich ein geplanter Rückgang des Kundenkreditgeschäfts von 4,14 %. In Folge des Abbaus von Hochrisikopositionen und deren Refinanzierungen ergibt sich ein geplanter Rückgang der Gesamteinlagen von 5,50 %. Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung ist die Zinsspanne auch im kommenden Jahr für die Entwicklung der Ertragslage von entscheidender Bedeutung. Wir gehen trotz der gestiegenen Zinskosten von einem konstanten Zinsergebnis aus. Das Provisionsergebnis wird voraussichtlich konstant bleiben. Die Personalaufwendungen werden nach unseren Planungen im nächsten Geschäftsjahr konstant bleiben. Bei den Sachaufwendungen rechnen wir ebenfalls mit einem konstanten Wert. Beim Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft erwarten wir eine starke Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Bei den Wertpapieranlagen gehen wir davon aus, dass wir keine Abschreibungen vornehmen müssen. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch im nächsten Geschäftsjahr nicht zu rechnen. Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2): Das bereinigte Ergebnis vor Steuern in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme wird vorraussichtlich gleich bleiben und sich vermutlich in einer Bandbreite von 0,56 % bis 0,62 % bewegen. Die Cost-Income-Ratio wird leicht zunehmen und sich in einer Bandbreite von 57 % bis 61 % bewegen. Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Kernkapitalqualität durch den geplanten Abbau von Hochrisikopositionen. Die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote inklusive aller Puffer, SREP und aufsichtsrechtlicher Eigenmittelzielkennziffer wird voraussichtlich bei 12,80 % liegen. Wir gehen davon aus, dass der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert eingehalten wird. Gesamtaussage Insgesamt erwarten wir unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dass sich der Geschäftsverlauf und die Lage der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG moderat entwickeln werden, weil wir mit einer Belebung der Konjunktur rechnen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsgebiet weiterhin positiv sind. Wir gehen davon aus, jederzeit die Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität einhalten zu können. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist wegen einer planvollen Liquiditätsvorsorge, ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten bei unserer Zentralbank und der vom Interbankenmarkt weitgehend unabhängigen Refinanzierungsstruktur auch im nächsten Geschäftsjahr nicht zu rechnen. Die Risikotragfähigkeit der Bank wird voraussichtlich weiterhin gegeben sein. Insgesamt rechnen wir für das nächste Geschäftsjahr mit einem deutlich steigenden Ergebnis vor Ertragssteuern aufgrund einer deutlichen Verbesserung des Bewertungsergebnisses im Kreditgeschäft. Risiken Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen im kommenden Jahr bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung und steigenden Aufwendungen für Kreditrisiken führen könnte, sowie bei einer steigenden Zinsstrukturkurve, die zu einer Beeinträchtigung des geplanten Zinsergebnisses führen könnte. Weitere wesentliche Risiken sehen wir in der geopolitischen Lage, die zu nicht planbaren Entwicklungen an den Märkten führen kann, deren Auswirkungen auf unsere Ertragslage negativ sein könnten. Chancen Wesentliche Chancen für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf bestehen im nächsten Geschäftsjahr bei einer deutlich besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert bzw. einer steileren Zinskurve, was zu einer positiveren Geschäftsentwicklung führen könnte. Zudem könnte sich eine stark sinkende Gesamtinflation positiv auf die Kreditnachfrage auswirken. V. ZweigniederlassungenEs bestehen keine Zweigniederlassungen.
Peiting, 17. Mai 2024 Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG Der Vorstand gez. Thomas Landes gez. Matthias Strauß Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheidet in diesem Jahr Frau Birk aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl ist zulässig.
Peiting, 21. Mai 2024 gez. Georg Huber, Vorsitzender des Aufsichtsrats Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft Bestandteile Jahresabschluss 1. Jahresabschluss (Formblatt 1) 2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform) 3. Anhang 1. Jahresbilanz zum 31.12.2023Aktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
3. AnhangA. Allgemeine AngabenDie Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG, Peiting, ist beim Amtsgericht München unter der Genossenschaftsregister-Nummer 2360 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem Nennwert ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen höherem Auszahlungsbetrag und dem Nennwert wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig aufgelöst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe abgedeckt. Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Dies betrifft alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechkredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt. Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340 f HGB gebildet. Wertpapiere Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere (Bilanzpositionen A 5 und A 6) wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei den wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren wurden in den Vorjahren Anschaffungskosten über pari durch anteilige Abschreibungen des Agios an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst. Strukturierte Finanzinstrumente Strukturierte Finanzinstrumente werden grundsätzlich als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert. Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden in ihre Komponenten zerlegt und einzeln nach den für diese geltenden Vorschriften bilanziert und bewertet. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Treuhandvermögen Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Soweit hierbei Bandbreiten bestehen, wählen wir in der Regel die kürzest zulässige Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut nicht über 800 EUR lagen. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Latente Steuern Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Passive Steuerlatenzen bestehen insbesondere in der Position Sachanlagen, denen aktive Steuerlatenzen in den Positionen Forderungen an Kunden, Wertpapiere und Rückstellungen gegenüberstehen. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30,00 % zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag. Treuhandverbindlichkeiten Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Agiobeträge aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten enthalten. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt. Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen bzw. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Es wurden langfristige Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % und zusätzlich eine Rentendynamik in Höhe von 2,50 % zugrunde gelegt. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) mit 1,83 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2023 ermittelten Zinssatzes). Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 22.163 EUR. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden abweichend zum Ab- / Aufzinsungseffekt im Personalaufwand ausgewiesen. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sontige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Die Bank hat ein Lebensarbeitszeitmodell für die Mitarbeitenden der Bank in Form eines versicherungsgebundenen Zeitwertkontos eingeführt. Die Einbringungen in das Wertguthaben werden in eine Rückdeckungsversicherung eingezahlt. Entnahmen aus dem Wertguthaben werden durch Rückkäufe der Rückdeckungsversicherung finanziert. Das verpfändete Vermögen wird dabei als Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB qualifiziert und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren und Postenentgelte angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 konnte die vorhandene Rückstellung aufgelöst werden. (vgl. Abschnitt D.I - Rückstellungen). Vermerke unter dem Bilanzstrich Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften für fremde Verbindlichkeiten. Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich. Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen. Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 62.047.209 EUR betreffen ausschließlich Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken. Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können. Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Aufgrund der Passivierung einer Pauschalrückstellung für noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen oder Eventualverbindlichkeiten wird der jeweilige Posten unter dem Bilanzstrich in Höhe des zurückgestellten Betrags gekürzt. Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers sowie bei Credit Linked Notes die Bonität des Referenzschuldners ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Die Bildung von Rückstellungen war aufgrund der guten Bonität der Kreditnehmer oder der Sicherheitenstellung nicht erforderlich. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Zinserträge/Zinsaufwendungen Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands). C. Entwicklung des Anlagevermögens(volle EUR)
D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind 47.198.538 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
In den Forderungen an Kunden sind 24.962.835 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 15.526.345 EUR fällig. In den Forderungen und Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:
Wir halten Anteile an Sondervermögen von mehr als 10 % (Bilanzposten A 6).
Die obigen Angaben beziehen sich auf den UIN-Fonds Nr. 843. Der Fonds wurde in Deutschland aufgelegt. Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen nicht. Beteiligungen wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 HGB nicht angegeben. In folgenden Posten sind enthalten:
In der Wertpapieraufstellung sind die nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere gesondert gekennzeichnet. Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (der Buchwert wird im Folgenden ohne Stückzinsen dargestellt): Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 139.978.700 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 130.130.098 EUR. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertänderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistung bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Im Bilanzposten 'Treuhandvermögen' (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen und für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen handelt es sich um Forderungen an Kunden.
Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 161.067.068 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Im Bilanzposten 'Treuhandverbindlichkeiten' (P 4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Im Geschäftsjahr wurde die Drohverlustrückstellung aus der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs erfolgswirksam aufgelöst. Der Ausweis der entsprechenden Erträge aus der Auflösung dieser Drohverlustrückstellung erfolgte unter dem Posten E 14 'Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft'. Die Auflösung der Drohverlustrückstellung in Höhe von 439 TEUR hat den Jahresüberschuss wesentlich beeinflusst. Angaben zum Posten Nachrangige Verbindlichkeiten: Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen in Höhe von 194.059 EUR an. Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgten zu folgenden Bedingungen:
Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Die nachrangigen Verbindlichkeiten haben eine feste Laufzeit von 6 bzw. 10 Jahren und sind mit einem Zinsatz von 2,50 % bzw. 3,059 % ausgestattet. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:
Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vorwegzuweisungen in die gesetzlichen Rücklagen (400.000,00 EUR) und die anderen Ergebnisrücklagen (1.400.000,00 EUR) wie folgt zu verwenden:
Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag liegt bei 22.163 EUR. Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
II. Gewinn- und Verlustrechnung In den Zinserträgen sind 0 EUR (Vorjahr: 4.469 EUR) negative Zinsen aus Einlagen bei der Deutschen Bundesbank bzw. Guthaben bei der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten (Reduktion des Zinsertrags). Die positiven Zinsen aus Refinanzierungen bei der Deutschen Bundesbank und anderen Kreditinstituten bzw. Körperschaften des öffentlichen Rechts belaufen sich auf 26.631 EUR (Vorjahr: 868.605 EUR) und sind im Zinsaufwand ausgewiesen (Reduktion des Zinsaufwands). Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- / und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um 2.218 EUR (Vorjahr: - 604 EUR) erhöht. Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, resultieren insbesondere aus der Immobilienvermittlung, der Vermittlung von Bausparverträgen, der Vermittlung von Versicherungsverträgen und der Wertpapiervermittlung. E. Sonstige AngabenDie früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene erhielten 156.856 EUR. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 29.198 EUR. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.751.481 EUR. Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 3.664.750 EUR. Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 9,50 Auszubildende beschäftigt.
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Genossenschaftsverband Bayern e.V. Türkenstraße 22 - 24 80333 München Mitglieder des Vorstands: Thomas Landes, Vorstand Marktfolge und Betrieb Mario Lindauer, Vorstand Markt (bis 30.09.2023) Matthias Strauß, Vorstand Markt (ab 01.10.2023) Mitglieder des Aufsichtsrats: Georg Huber, selbständiger Steuerberater (Vorsitzender) Michael Asam, Bürgermeister Markt Peiting a. D. (Mitglied und stellv. Vorsitzender bis 29.06.2023) Katharina Högg, selbständige Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft (stellv. Vorsitzende ab 29.06.2023) Ursula Birk, angestellte Kindergartenverwalterin b. Dioezese Augsburg Ruth Pfaffenberger, selbständige Dozentin Florian Pusch, geschäftsführender Gesellschafter b. Bürotechnik Hiemer GmbH (ab 29.06.2023)
Peiting, 17. Mai 2024 Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG Der Vorstand gez. Thomas Landes gez. Matthias Strauß BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG, Peiting VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Bewertung Kundenforderungen 2. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: a) Sachverhalt und Problemstellung b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse c) Verweis auf weitergehende Informationen Bewertung Kundenforderungen a) Sachverhalt und Problemstellung Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 847,7 Mio. EUR. Dies entspricht 68,9 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 62,0 Mio. EUR sowie Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 51,0 Mio. EUR. Der Branchenschwerpunkt im Kreditbestand liegt im Baugewerbe (inkl. Bauträger-Bereich). Dies begründet auch eine Risikokonzentration. Die Größenklassengliederung ist mit Ausnahme der Baubranche grundsätzlich ausgewogen. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab. Des Weiteren haben wir umfangreiche analytische Prüfungshandlungen bzw. Datenanalysen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden u. a. Auswertungen zur Datenqualität bei den Ratings, zu Forbearance-Maßnahmen sowie allgemeinen Auffälligkeiten (z. B. bei den Sicherheiten oder den Konditionen) durchgeführt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs a) Sachverhalt und Problemstellung Mit den Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 1.206 Mio. EUR bzw. 98,0 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Kunden sowie nachrangigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite (insgesamt 1.090,2 Mio. EUR bzw. 88,6 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz zu den Finanzinstrumenten des Bankbuchs der Genossenschaft. Die Finanzinstrumente des Bankbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n.F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und vom Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverlustrückstellung) zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Drohverlustrückstellung zu bilden. Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen einschließlich der zugrundeliegenden Annahmen und Parameter sind in einem hohen Ausmaß ermessensbehaftet. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung sowie aus unserer Sicht für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträge, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft sowie der zugrundeliegenden Annahmen für Geschäfte mit unbestimmter Zins- bzw. Kapitalbindung. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt. Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen enthalten der Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" sowie der Lagebericht im Abschnitt II.4.1. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Klaus Roggenbuck.
München, 21. Mai 2024 Genossenschaftsverband Bayern e.V. gez. Walter Friedrich, Wirtschaftsprüfer/in gez. Klaus Roggenbuck, Wirtschaftsprüfer/in Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 20. Juni 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. BaFin - Instituts - Nummer: 102434 Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023("Länderspezifische Berichterstattung")Die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG besteht darin, Einlagen von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 22.862 TEUR. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 103. Der Gewinn vor Steuern beträgt 4.705 TEUR. Die Steuern auf Gewinn betragen 1.507 TEUR und betreffen laufende Steuern. Die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. |
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