Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 100221
Vorher
Hydroprojekt Ingenieurgesellschaft mbHLahmeyer Hydroprojekt mbHLahmeyer Hydroprojekt GmbHTractebel Hydroprojekt GmbH
Eingetragen
29.6.1990
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
die Ausführung von Leistungen als Planer und Ingenieur insbesondere im Bereich des Wasserbaus, der Wasserwirtschaft und ähnlichen Objekten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Constanze Schröder
seit 14.11.2025
Prokura
Markus Demharter
seit 14.11.2025
Prokura
Frank Robanus
seit 19.9.2025
Prokura
Alexander Jarisch
seit 19.9.2025
Prokura
Torsten Herzog
seit 19.9.2025
Prokura
Michael Uwe Lebsanft
seit 25.3.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tractebel Engineering International SABEL
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Tractebel Engineering International SA
Belgium
650.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tractebel Hydroprojekt GmbH

Weimar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsübersicht

1 Prüfungsauftrag

2 Grundsätzliche Feststellungen

3 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

4 Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

5 Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1 Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1 Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

5.1.2 Jahresabschluss

5.1.3 Lagebericht

5.2 Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.1 Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.2 Erläuterungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.3 Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

6 Schlussbemerkung

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL), ihr weltweites Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen (zusammen die "Deloitte-Organisation"). DTTL(auch "Deloitte Global" genannt) und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sowie ihre verbundenen Unternehmen sind rechtlich selbstständige und unabhängige Unternehmen, die sich gegenüber Dritten nicht gegenseitig verpflichten oder binden können. DTTL, jedes DTTL-Mitgliedsunternehmen und verbundene Unternehmen haften nur für ihre eigenen Handlungen und Unterlassungen und nicht für die der anderen. DTTL erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Kunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.deloitte.com/de/UeberUns.

Anlagen

1 Lagebericht und Jahresabschluss

Lagebericht

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Abkürzungsverzeichnis

Abs. Absatz
ARGE Arbeitsgemeinschaft
BilMoG Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
EAV Ergebnisabführungsvertrag
EGHGB Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch
EUGH Europäischer Gerichtshof
GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts
GmbHG Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
GWG Geringwertige Wirtschaftsgüter
HGB Handelsgesetzbuch
HOAI Honorarordnung für Architekten und Bauingenieure
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf
INGE Ingenieurgemeinschaft
PS Prüfungsstandard
PSVaG PENSIONS-SICHERUNGS-VEREIN Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Köln
SBE Spezialbau Engineering GmbH, Magdeburg
TEUR oder T€ Tausend Euro
THP Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar
TS Talsperre
VHV VHV Allgemeine Versicherung AG, Hannover

1 Prüfungsauftrag

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27. September 2023 der

Tractebel Hydroprojekt GmbH,

Weimar

- nachfolgend auch kurz "THP" oder "Gesellschaft" genannt -

wurden wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 gewählt. Die gesetzlichen Vertreter haben uns aufgrund dieses Beschlusses den Auftrag zur Durchführung der Abschlussprüfung nach § 317 HGB für das Geschäftsjahr 2023 erteilt.

Wir bestätigen nach § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Bei der Erstellung des Prüfungsberichts haben wir die deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450 n.F. (10.2021)) beachtet.

Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit, auch im Verhältnis zu Dritten, gelten die unter dem 14. November/1. Dezember 2023 getroffenen Vereinbarungen sowie ergänzend die als Anlage beigefügten "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der Fassung vom 1. Januar 2017.

Dieser Prüfungsbericht wurde nur zur Dokumentation der durchgeführten Prüfung gegenüber der Gesellschaft und nicht für Zwecke Dritter erstellt, denen gegenüber wir nach der im Regelungsbereich des § 323 HGB geltenden Rechtslage keine Haftung übernehmen.

2 Grundsätzliche Feststellungen

Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Aus dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der gesetzlichen Vertreter sowie den sonstigen geprüften Unterlagen heben wir folgende Aspekte hervor, die für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind:

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr eine Gesamtleistung (bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsänderungen) in Höhe von TEUR 12.665 (Vorjahr: TEUR 12.089) erwirtschaften.

Die Umsatzerlöse sind hierbei im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 % von TEUR 11.676 auf TEUR 12.699 angestiegen. Die Bestände an unfertigen Leistungen haben sich geringfügig um TEUR 34 verringert.

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 786 auf TEUR 1.274 erhöht.

Ursächlich für diesen Anstieg war unter Berücksichtigung der gestiegenen Betriebsleistung im Wesentlichen die durch die Auflösung von Rückstellungen geprägten und im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.100, Vorjahr: TEUR 307). Gegenläufig wirkte sich der gestiegene Betriebsaufwand (TEUR 12.502, Vorjahr: TEUR 11.879) aus, welcher sowohl durch höhere Personalaufwendungen (TEUR 8.086, Vorjahr: TEUR 7.569) und als auch durch höhere sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR 2.841, Vorjahr: TEUR 2.597) geprägt war.

Aufgrund des seit 1. Januar 2018 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Tractebel Engineering GmbH, Bad Vilbel, wird der Jahresüberschuss an die Gesellschafterin abgeführt. Die hierzu korrespondierende Verbindlichkeit ist zum 31. Dezember 2023 in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 15,2 % (Vorjahr: 14,5 %).

Die Eigenkapitalquote liegt damit leicht über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Bilanzsumme zurückzuführen. Dieser ist aktivisch im Wesentlichen auf den abschreibungsbedingten Rückgang des Anlagevermögens (TEUR 1.510, Vorjahr: TEUR 1.644) sowie die niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.305, Vorjahr: TEUR 1.485) zurückzuführen. Passivisch ist der Rückgang im Berichtsjahr maßgeblich durch die niedrigeren ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen (TEUR 1.819, Vorjahr: TEUR 2.470) als auch die niedrigeren Pensionsrückstellungen (TEUR 854, Vorjahr: TEUR 1.326) gekennzeichnet. Gegenläufig wirkten sich passivisch der Anstieg der sonstigen Rückstellungen (TEUR 2.024, Vorjahr: TEUR 1.306) sowie die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 447, Vorjahr: TEUR 149) aus.

Die Gesellschaft konnte sich im Geschäftsjahr 2023 vollständig aus eigenen Mitteln finanzieren. Zusätzlich ist die Gesellschaft seit dem 17. Dezember 2020 in das Cash-Pooling des ENGIE-Konzerns eingebunden. Zum Bilanzstichtag bestehen Cash Pool-Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.491.

Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft reduzierte sich im Berichtsjahr um TEUR 5 auf TEUR 2. Dem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -349 sowie dem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.021 stand kompensierend der positive Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.365 gegenüber.

Die Geschäftsführung der Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, erwartet für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr einen leicht erhöhtes Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) in Höhe von rund TEUR 1.300 sowie ein ebenfalls leicht verbessertes EBIT.

Wesentliche Risiken für die geplante Entwicklung der Gesellschaft können sich aus spezifischen Projektrisiken sowie aus Ausfall- und Länderrisiken ergeben. Daneben ist die Gesellschaft insbesondere langfristig von der Verfügbarkeit von ausreichend qualifiziertem und erfahrenem Personal abhängig. Chancen ergeben sich insbesondere aus anhaltend hohen Investitionen der öffentlichen Hand in den Hochwasserschutz und den Verkehrswasserbau.

Zusammenfassend stellen wir nach § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB fest, dass wir die Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter, insbesondere die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und die Beurteilung der künftigen Entwicklung des Unternehmens, wie sie im Jahresabschluss und im Lagebericht ihren Ausdruck gefunden haben, als realistisch ansehen.

Ergänzend verweisen wir zur Lagebeurteilung auf unsere Ausführungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses der Gesellschaft in Abschnitt 5.2 unseres Berichts.

3 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 26. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Thomas Sauer, Wirtschaftsprüfer

gez. Max Dietrich, Wirtschaftsprüfer"

4 Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

Prüfungsgegenstand

Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren

die Buchführung

der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang)

der Lagebericht

der Gesellschaft.

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft; dies gilt auch für die Angaben, die wir zu diesen Unterlagen erhalten haben. Wir verweisen ergänzend auf den Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" unseres vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks.

Unsere Aufgabe ist es, diese Unterlagen und Angaben im Rahmen unserer pflichtgemäßen Prüfung zu beurteilen. Unsere diesbezügliche Verantwortung wird in den Abschnitten "Grundlage für die Prüfungsurteile" und "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks beschrieben.

Art und Umfang der Prüfung

Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und unter dem 26. Mai 2023 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Vorjahresabschluss; er wurde am 22. Dezember 2023 festgestellt.

Wir haben die Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

In Bezug auf die wesentlichen Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens verweisen wir auf die Darstellungen im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres vorstehend in Abschnitt 3 wiedergegebenen Bestätigungsvermerks. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wenden wir unseren risiko- und prozessorientierten Prüfungsansatz an; zu dessen Umsetzung bedienen wir uns unserer Prüfungssoftware Engagement Management System (EMS). Sie unterstützt die Planung, Durchführung und Dokumentation der Abschlussprüfung.

Die Abschlussprüfung erstreckt sich nach § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Die Prüfung wurde von uns in den Monaten April bis Juli 2024 durchgeführt.

Identifizierte relevante Kontrollen der Gesellschaft haben wir unserem Prüfungsplan entsprechend auf Angemessenheit und gemäß unserem prüferischen Ermessen auf Wirksamkeit geprüft. Auf Grundlage der Ergebnisse aus der Prüfung der Kontrollen haben wir Art und Umfang unserer aussagebezogenen Prüfungshandlungen (analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen von ausgewählten Geschäftsvorfällen und Kontensalden) festgelegt. Bei Einzelfallprüfungen haben wir Nachweise in bewusster Auswahl bzw. unter Heranziehung von Stichprobenverfahren eingeholt.

Folgende Prüfungsschwerpunkte wurden gesetzt:

Nachweis und Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse

Nachweis und Bewertung der Vorräte

Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen.

Zur Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung der Gesellschaft haben wir uns [im Rahmen der Vorprüfung] einen Überblick über die Organisation der Buchführung und ein Verständnis der prüfungsrelevanten Kontrollen verschafft sowie entsprechende Aufbau- und Funktionsprüfungen, insbesondere in Bezug auf die implementierten wesentlichen Kontrollmaßnahmen, vorgenommen.

Die Gesellschaft führt die Bestandsaufnahme des Vorratsvermögens im Wege der Buchinventur durch. Wir haben uns von der Zulässigkeit dieses Verfahrens überzeugt. Darüber hinaus haben wir in Stichproben Bestände durch Rückrechnung ausgehend von Belegen verprobt.

Im Rahmen der Prüfung der Guthaben bei Kreditinstituten und der Rückstellungen haben wir von allen Kreditinstituten und allen Rechtsanwälten sowie Steuerberatern der Gesellschaft Bestätigungen über Guthaben, Ansprüche und Verpflichtungen der Gesellschaft eingeholt.

Saldenbestätigungen für die am Abschlussstichtag in Saldenlisten erfassten Forderungen und Verbindlichkeiten haben wir nicht eingeholt. In diesem Zusammenhang haben wir uns davon überzeugt, dass deren Nachweis nach Art der Erfassung, Verwaltung und Abwicklung der Forderungen und Verbindlichkeiten auf andere Weise zuverlässig erbracht werden konnte.

Bei der Prüfung der Rückstellungen für Pensionen und Jubiläumszuwendungen haben wir die Ergebnisse des versicherungsmathematischen Gutachtens der Mercer Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, - unter Berücksichtigung unserer Einschätzung von deren Kompetenz, Fähigkeiten und Objektivität - einer kritischen Würdigung unterzogen und entsprechend genutzt.

Zukunftsbezogene Angaben im Lagebericht haben wir vor dem Hintergrund der Jahresabschlussangaben auf Plausibilität und Übereinstimmung mit den während der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen beurteilt.

Die gesetzlichen Vertreter haben alle gewünschten Aufklärungen und Nachweise erbracht und unter dem 26. Juli 2024 die berufsübliche Vollständigkeitserklärung in schriftlicher Form abgegeben. Darin wird insbesondere versichert, dass die gesetzlichen Vertreter ihrer Verantwortlichkeit für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften nachgekommen sind und dass alle Geschäftsvorfälle entsprechend den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung aufgezeichnet und im Jahresabschluss bzw. im Lagebericht entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt sind.

5 Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1 Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1 Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Buchführung entspricht den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen zu entnehmenden Informationen sind in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht abgebildet.

5.1.2 Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist diesem Bericht als Bestandteil der Anlage 1 beigefügt.

Der Jahresabschluss wurde ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die gesetzlichen Vorschriften zur Gliederung, Bilanzierung und Bewertung sowie zum Anhang wurden in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Die Angaben der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter sind in zulässiger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet und auf den übergeordneten Konzernabschluss verwiesen. Bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Prüfung konnte von uns noch nicht beurteilt werden, ob die zur Erfüllung der Voraussetzungen der Befreiung gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB erforderlichen Angaben in einem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sein werden.

5.1.3 Lagebericht

Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 ist diesem Bericht als Bestandteil der Anlage 1 beigefügt.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung entspricht der Lagebericht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften.

5.2 Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.1 Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Wir nehmen auf unsere nachfolgenden Erläuterungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses Bezug. Der Jahresabschluss insgesamt, d.h. das Zusammenwirken von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

5.2.2 Erläuterungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Im Folgenden werden wesentliche Bewertungsgrundlagen dargestellt:

Projektbewertung

Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Vorräten handelt es sich um eine Vielzahl von laufenden unfertigen Projekten, die den wesentlichen Teil der Unternehmenstätigkeit bilden und im Rahmen von Projekt-Inventur-Listen erfasst sind. Der Bilanzansatz dieser noch nicht abgerechneten Leistungen entspricht den Herstellungskosten i.S.d. § 255 Abs. 2 HGB und beinhaltet Personaleinzelkosten, sonstige Sachaufwendungen sowie anteilige Gemeinkosten. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt mittels retrograder Ableitung von den Honoraransprüchen nach HOAI. Auf Basis mehrjähriger Erfahrungswerte wird die Bilanzierung analog dem Vorjahr in Höhe von 80 % der Leistungsstände vorgenommen.

Aufgrund der grundsätzlich über viele Jahre verlaufenden langfristigen Fertigung wird in Anwendung von § 252 Abs. 2 HGB vom allgemeinen Grundsatz der Gewinnrealisierung des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB abgewichen und die Umsatzerlöse entsprechend dem Leistungsfortschritt der Projekte realisiert, um ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sicherzustellen. Korrespondierende Anzahlungs- und Teilrechnungen werden als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Somit werden die Umsatzerlöse mit Projektfortschritt ausgewiesen. Gegenläufig hierzu sind die unfertigen Leistungen sowie die erhaltenen Leistungen entsprechend geringer.

Geschäfts- oder Firmenwert

Zur Festlegung der Abschreibung auf den aus der Verschmelzung der Spezialbau Engineering GmbH, Magdeburg, im Geschäftsjahr 2016 resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 987 ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Anlehnung an § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB auf zehn Jahre festgelegt worden. Der Firmenwert hat zum Abschlussstichtag einen Restbuchwert in Höhe von TEUR 197. Anzeichen für eine dauernde Wertminderung sind unter Berücksichtigung der Ertragslage der Gesellschaft derzeit nicht festzustellen.

Pensionsrückstellungen

Pensionsrückstellungen sind auf Basis des BilMoG nach den Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" passiviert. Der Anpassungsbetrag aus der erstmaligen Anwendung 2010 wird gemäß dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB über 15 Jahre verteilt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz (10-Jahres-Durchschnitt) bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % verwendet. Die laufenden Versorgungsleistungen und unverfallbaren Anwartschaften unterliegen dem gesetzlichen Insolvenzschutz und sind durch den PSVaG gesichert.

5.3 Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Mehrjahresübersicht

2023 2022 2021 2020 2019
1. Umsatzerlöse und Materialaufwand
Umsatzerlöse TEUR 12.699 11.675 11.477 10.834 10.798
Materialaufwand TEUR 1.310 1.424 1.376 1.250 1.674
Materialintensität 1) % 9,5 11,5 12,2 11,0 15,2
2. Personalkennziffern
Personalaufwand TEUR 8.086 7.569 7.197 7.322 7.179
Mitarbeiterzahl (§ 267 Abs. 5 HGB) Anzahl 111 114 118 121 126
Umsatz je Mitarbeiter TEUR 114 102 97 90 86
Personalintensität 2) % 58,7 61,1 63,6 64,5 65,2
3. Ergebnis
Betriebsergebnis TEUR 1.252 511 521 474 325
Jahresergebnis TEUR 1.274 488 532 430 269
Umsatzrentabilität % 10,0 4,2 4,6 4,0 2,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit TEUR 1.365 1.146 2.152 1.908 286
4. Kapitalstruktur
Eigenkapital TEUR 1.247 1.247 1.247 1.247 1.247
Bilanzsumme TEUR 8.188 8.602 7.775 7.117 7.753
Eigenkapitalquote % 15,2 14,5 16,0 17,5 16,1
Fremdkapitalquote % 84,8 85,5 84,0 82,5 83,9

1) Materialintensität (= Materialaufwand/Betriebsleistung)
2) Personalintensität (= Personalaufwand/Betriebsleistung)

Kreditlinien

Kreditlinien bei Banken bestanden wie im Vorjahr nicht. Die THP ist seit dem 17. Dezember 2020 in das konzernweite Cash-Pooling mit grundsätzlich uneingeschränkter Kreditlinie eingebunden. Hierfür wurde eine entsprechende Cash Pool-Vereinbarung zwischen der THP, der Engie Treasury Management S.à r.l., Luxembourg (Luxemburg), als Cash Pool-Leader, und weiteren diversen weltweiten ENGIE-Gesellschaften getroffen. Inhalt ist eine ACMS-Vereinbarung (Automatic Cash-Management System) mittels sog. "zero-balancing" mit der Deutschen Bank, mittels derer die Salden der jeweiligen Geschäftskonten zusammengeführt werden. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 2.491.

6 Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Zu dem von uns erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 3 "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks".

 

Leipzig, den 26. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Sauer, Wirtschaftsprüfer

Max Dietrich, Wirtschaftsprüfer

Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Jahresabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gegenstand des Unternehmens

Die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, übernimmt Planungs-, Beratungs- und Bauüberwachungsleistungen für Projekte in den Geschäftsfeldern Hochwasser- und Küstenschutz, Stauanlagen, Wasserkraft, Verkehrswasser- und Hafenbau, Maschinen- und Stahlwasserbau, Fördertechnik und Kranbau, Brücken, Infrastruktur und Umwelt, überwiegend in Deutschland.

Gesellschafter

Die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Tractebel Engineering GmbH, Bad Vilbel.

ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), stellt im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die Jahresabschlüsse der Tractebel Engineering GmbH, Bad Vilbel, und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651 offengelegt.

Geschäftsverlauf

Die Geschäftsfelder der Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, betreffend gibt es erhebliche Investitionen auf Grundlage laufender EUgeförderter Programme der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zur Verbesserung der Wasserqualität und Durchgängigkeit der Flüsse sowie des Hochwasserschutzes. Darüber hinaus investiert die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in die Erneuerung und den Ersatzneubau von Schleusen und Wehranlagen. Im Geschäftsfeld Wasserkraftanlagen ist eine deutliche Belebung des Marktes zu verzeichnen.

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 war mit 16,2 Mio. € um 14 % höher als im Geschäftsjahr 2022 (14,1 Mio. €). Der Auftragszugang umfasste Neubeauftragungen und Auftragserweiterungen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, mit der Planung und der Bauüberwachung bedeutender Aufträge befasst. Zu diesen gehörten unter anderem der Polder Aussig, Hochwasserschutzprojekte Bad Köstritz, Kleinwittenberg, Untere Selke, der Ableiter Rainitza, die Wasserstraßenprojekte mit Schleusen am Dortmund-Ems-Kanal, die Schleuse Besigheim sowie das Wehr Aldingen, die Sanierung Kainzmühlsperre, sowie Planungen der Erschließungsmaßnahme Industriegebiet Gotha-Süd.

Personal

Im vergangenen Geschäftsjahr blieb die Beschäftigtenzahl von 112 Mitarbeitenden am 31. Dezember 2022 sowie am 31. Dezember 2023 unverändert. Die durchschnittliche Beschäftigungszahl lag bei 111 Mitarbeitenden.

Interne und externe Weiterbildungsangebote wurden zur Qualifizierung der Mitarbeiter und Führungskräfte genutzt. Diese umfassten fachliche Weiterbildungen, Software-Schulungen und Management-Schulungen. Pflichtschulungen wie die Weiterbildung der Ersthelfer oder die Schulung aller örtlichen Betriebsratsmitglieder wurden umgesetzt.

Ertragslage

Die Gesellschaft hat mit einer Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) in Höhe von 12.665 T€ (Vorjahr: 12.089 T€) einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.274 T€ (Vorjahr: 488 T€) sowie ein EBIT in Höhe von 1.263 T€ (Vorjahr: 517 T€) erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss wird gemäß dem am 21. November 2018 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit der Tractebel Engineering GmbH, Bad Vilbel, vollständig an die Gesellschafterin abgeführt. Die Gesamtleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5 % bei um 8 % niedrigeren zugekauften Leistungen gegenüber dem Vorjahr.

Das operative Geschäftsergebnis ist außerordentlich gut.

Das Finanzergebnis beträgt 21 T€ gegenüber -40 T€ im Vorjahr. Als größte Einzelpositionen sind hierbei der Aufwand aus der Verzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von -25 T€ (Vorjahr: -25 T€) und bei den Erträgen Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 47 T€ (Vorjahr: 0 T€) zu nennen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein gegenüber dem Vorjahr unverändertes bilanzielles Eigenkapital in Höhe von 1.247 T€ aus. Aufgrund der geringeren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr um 0,7 %-Punkte gestiegen und beträgt zum Stichtag 15,2 %.

Die Liquidität der Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr 2023 gesichert. Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 7 T€).

Die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, ist in das konzernweite Cash-Pooling eingebunden. Die Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Engie Treasury Management S.à r.l., Luxembourg (Luxemburg), als Cash Pool-Leader besteht seit dem 17. Dezember 2020 und sieht eine grundsätzlich unbeschränkte Kreditlinie vor. Inhalt ist eine ACMS- Vereinbarung (Automatic Cash-Management System) mittels sog. "zero-balancing" mit der Deutschen Bank, mittels derer die Salden der jeweiligen Geschäftskonten zusammengeführt werden. Hierdurch reduzierten sich die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Cash Pooling auf 2.491 T€ (Vorjahr: 2.647 T€). Eine weitere kurzfristige Forderung gegen verbundene Unternehmen beträgt 39 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 8.188 T€ (Vorjahr: 8.602 T€).

Wesentliche Aktivposten in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 sind die Vorräte mit 2.389 T€ (Vorjahr: 2.423 T€). Die hier ausgewiesenen Projekte sind der Kern der Geschäftstätigkeit der Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, und stellen 29 % der Bilanzsumme dar.

Des Weiteren verfügt die Gesellschaft über immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 1.510 T€ (Vorjahr: 1.644 T€). Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 134 T€ getätigt, diese beziehen sich im Wesentlichen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 1.365 T€ (Vorjahr: 1.146 T€) und befindet sich auf Vorjahresniveau. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -349 T€ (Vorjahr: -710 T€) ist durch im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Investitionen in das Anlagevermögen geprägt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -1.021 T€ (Vorjahr: -441 T€) und ist im Wesentlichen durch die Auszahlung gemäß Ergebnisabführungsvertrag verursacht.

Seit dem 1. Januar 2018 besteht eine Organschaft mit Ergebnisabführungsvertrag mit der Tractebel Engineering GmbH, Bad Vilbel.

Leistungsindikatoren

Tractebel Hydroprojekt GmbH ist innerhalb der Tractebel Gruppe der Business Area Infrastructure Europe zugeordnet. Die finanziellen Leistungsindikatoren der Business Area wurden in der Tractebel Gruppe 2023 mit dem nach IFRS ermittelten Umsatz (turnover) von 12.624 T€ (Vorjahr: 12.194 T€) und dem EBIT in Höhe von 986 T€ (Vorjahr: 611 T€) im Vergleich zum Plan deutlich übertroffen. Nichtfinanzieller Leistungsindikator war das Sicherstellen der verpflichtenden Trainings der Unternehmensgruppe. Mit 100% Zielerfüllung wurde auch dieser Indikator erfüllt.

Chancen

Die Nachfrage im Bereich des Hochwasserschutzes und des Verkehrswasserbaus ist weiterhin hoch. Aufgrund großer Investitionen in diesem Sektor wird die Nachfrage nach Ingenieurdienstleistungen insbesondere für Schleusen und Wehranlagen weiterhin hoch bleiben.

Das Geschäftsfeld Wasserkraft erfährt in Deutschland eine höhere Attraktivität. Insbesondere in Österreich und der Schweiz sind zahlreiche Projekte in Planung und Bauausführung, was sich in der erhöhten Anzahl an Ausschreibungen von Ingenieurleistungen widerspiegelt.

Die Baupreise sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Dieser Anstieg führte zu einer Erhöhung der Vergütung bei den nach HOAI vergüteten Ingenieurdienstleistungen. Allerdings werden die sinkenden Auftragseingänge und Umsätze im Bauhauptgewerbe perspektivisch nicht zu einer tendenziell höheren Vergütung und damit zu höheren Umsatzerlösen beitragen.

Risiken

Zum Bilanzstichtag bestehen keine bestandsgefährdeten Risiken für die Gesellschaft.

Mögliche Einzelrisiken werden nachfolgend bewertet. Trotzdem können weitere Risiken, die der Gesellschaft noch nicht bekannt sind, oder die die Gesellschaft noch nicht als wesentlich einschätzt, die Geschäftslage nachteilig beeinflussen.

Projektrisiken

Die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, übernimmt sowohl Planungs- und Beratungsleistungen als auch Bauüberwachungsleistungen für langlaufende Projekte mit bis zu fünf Jahren Laufzeit und länger. Alle Projekte unterliegen dem System des Projektcontrollings. Als Teil des Projektcontrollings werden Leistungs-, Umsatz-, Liquiditäts- sowie die Kostenentwicklung der jeweiligen Projekte in regelmäßigen Abständen kritisch bewertet, um ggf. rechtzeitig Korrekturmaßnahmen einleiten zu können. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Kostenberechnung als Grundlage der Honorarabrechnung für Inlandsprojekte nach HOAI. Besonderes Augenmerk ist auf die Handhabung der Fördermittelzusagen und -vergaben in Thüringen zu richten, da hieraus potenzielle Haftungsrisiken resultieren können.

Versicherungsrisiken

Derzeit bestehen keine Versicherungsrisiken.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiter stellen einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, dar. Aufgrund der guten Reputation der Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, war die Suche von qualifiziertem und erfahrenem Personal - unter den derzeitigen Randbedingungen - erfolgreich, sodass Projektteams für die auftragsgemäße Abwicklung der Projekte jederzeit gebildet werden konnten. Die Modernisierung der Bürogebäude und deren Ausstattung tragen zu verbesserten Arbeitsbedingungen bei. Trotz der Erfolge bei den Eintritten, waren auch die Austritte erhöht, so dass die Mitarbeiterzahl gleichbleibend war. In Hamburg wurden neue Büroflächen im Hinblick auf den Personalwachstum angemietet.

Länderrisiken

Der Anteil des Auslandsumsatzes ist vergleichsweise gering. Die aus dem Auslandsgeschäft möglicherweise entstehenden spezifischen Länderrisiken können politische oder wirtschaftliche Hintergründe haben. Nachteilige politische Veränderungen z.B. Einschränkung des Wettbewerbes oder wirtschaftliche Veränderungen wie Konjunkturkrisen, Einschränkungen des Kapitalverkehrs oder Hochinflation, können sich ergeben. Hierbei werden die spezifischen Länderrisiken entsprechend den Regelungen des Konzerns bewertet (Tractebel Engineering Risk-Management).

Ausfallrisiken

Forderungen bei Kunden werden durch ständiges Beobachten und Bewerten der Forderungen sowie im Kontakt mit dem Kunden zur Veranlassung der Zahlung begleitet und auf einem Minimum gehalten. Die Gesellschaft ist in ein konzerninternes Cash-Management-System einbezogen. Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen insofern nicht.

Compliance

Die Tractebel Engineering GmbH, Bad Vilbel, als Muttergesellschaft wie auch die Tochtergesellschaften, z.B. Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, haben ein umfassendes Konzern-Compliance-Managementsystem, dessen Umsetzung durch unabhängige Gutachter überwacht wird. Umfangreiche Führungskräfteschulungen zum Compliance System wurden durchgeführt und aktenkundig belegt. Es erfolgt eine ständige Anpassung des Systems.

Gesamtbild der Risikolage der THP

Aus Sicht der Geschäftsführung bestehen weder einzeln noch in Summe bestandsgefährdende Risiken. Aufgrund der Risikobeurteilung und unter Berücksichtigung der Planung für das Geschäftsjahr 2024 wurden keine Ereignisse oder Gegebenheiten identifiziert, die Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen.

Ausblick

Hoher Bedarf besteht in der Sanierung der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere im Brückenbau, dem Ausbau der Wasserstraßen, noch umzusetzenden Hochwasserschutzmaßnahmen und beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und Übertragungsnetzen. Für die Verbesserung des Hochwasserschutzes werden insbesondere in den Bundesländern: Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den nächsten Jahren Maßnahmen geplant und umgesetzt werden.

Die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, ist mit ihren Geschäftsfeldern strategisch gut aufgestellt. Der deutsche Infrastrukturmarkt wird im kommenden Jahrzehnt stark expandieren. Um an diesen Entwicklungen teilzuhaben, plant die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, weiteres Wachstum in den kommenden fünf Jahren.

In den Geschäftsfeldern Hochwasser- und Küstenschutz sowie Verkehrswasserbau werden die laufenden Projekte im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt bearbeitet.

Nach der Investitionsentscheidung 2017 für die Umsetzung der Unterstufe des PSW Forbach und die Anpassung in den Genehmigungsunterlagen 2020 wird die Ausführungsplanung 2023 fortgesetzt werden.

Ein strategisches Ziel für das neue Geschäftsjahr ist die Weiterentwicklung der Marktpräsenz durch die Geschäftsstellen Hamburg und Freiburg i.Br. Am Standort Freiburg i.Br. wurden neue Büroräume angemietet und im Mai 2024 bezogen.

Die konsequente Umsetzung von Einsparungen sowie von Prozessen des Projektmanagements zur Verbesserung der Profitabilität wird weiterverfolgt.

Aufgrund des guten Marktumfeldes, weiterhin hohem Auftragseingang und -bestand am Ende des Geschäftsjahres 2023 werden für das Geschäftsjahr 2024 hinsichtlich der Beschäftigung und Auslastung weiterhin positive Entwicklungen erwartet. Durch die Rechtsprechung des EuGH zur Unvereinbarkeit der Verbindlichkeit der HOAI- Mindestsätze ist ein erheblicher Preisdruck bei den Honoraren entstanden. Trotz guter Konjunkturlage werden, die im Wettbewerb zu vergebenden Ingenieurleistungen mit deutlichen Nachlässen auf die HOAI-Mindestsätze beauftragt. Dies bedingt in der Vertragsabwicklung die Vertragsabweichungen detailliert nachzuverfolgen und anzupassen, um eine Auskömmlichkeit der Honorare sicherzustellen.

Durch den Krieg in der Ukraine sind die Energiepreise erheblich gestiegen. Hierdurch haben sich direkt und/oder indirekt die Kosten für Beschaffungs- und Betriebskosten erhöht.

Nach einem Anstieg auf durchschnittlich 7,9 % in 2022 ist die Inflation in Deutschland im Dezember 2023 auf 3,7 % gefallen. Für 2024 wird eine Inflationsrate von 2,3 % prognostiziert. Diese Wirtschaftslage wird voraussichtlich die Ertragslage des Unternehmens nicht negativ beeinflussen.

Die Geschäftsführung der Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, erwartet für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr einen leicht erhöhten Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) in Höhe von rund 1.300 T€. Dementsprechend wird auch ein leicht verbessertes EBIT für das kommende Geschäftsjahr erwartet.

 

Weimar, den 26. Juli 2024

Tractebel Hydroprojekt GmbH

Geschäftsführung

Dr. Ulrich Kanzow

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.139,00 24.529,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 197.466,00 296.199,00
212.605,00 320.728,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 820.788,07 859.735,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.038,00 463.416,00
1.297.826,07 1.323.151,07
1.510.431,07 1.643.879,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 2.388.700,00 2.422.700,00
2. Geleistete Anzahlungen 236,56 0,00
2.388.936,56 2.422.700,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.305.137,20 1.485.171,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.529.676,03 2.646.877,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände 331.676,69 291.666,02
4.166.489,92 4.423.714,14
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.854,26 7.439,08
6.557.280,74 6.853.853,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 119.803,32 103.990,06
8.187.515,13 8.601.722,35
31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 650.000,00 650.000,00
II. Kapitalrücklage 308.912,03 308.912,03
III. Bilanzgewinn 288.091,96 288.091,96
1.247.003,99 1.247.003,99
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 853.596,00 1.326.450,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.023.552,29 1.305.507,79
2.877.148,29 2.631.957,79
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 383,79
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.819.400,90 2.469.605,65
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 446.838,37 149.273,50
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.279.902,71 1.025.521,88
5. Sonstige Verbindlichkeiten 517.220,87 1.077.975,75
davon aus Steuern: EUR 397.869,92 (Vorjahr: EUR 498.329,54)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 68.790,67 (Vorjahr: EUR 81.281,18)
4.063.362,85 4.722.760,57
8.187.515,13 8.601.722,35

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.698.690,65 11.675.525,82
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an unfertigen Leistungen -34.000,00 413.800,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.099.537,90 306.968,12
13.764.228,55 12.396.293,94
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.310.301,17 1.424.393,76
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.871.490,48 6.250.173,96
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.214.599,36 1.318.931,20
davon für Altersversorgung: EUR 14.555,36 (Vorjahr: EUR 87.164,32)
8.086.089,84 7.569.105,16
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 264.622,45 289.013,63
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.840.700,32 2.596.821,80
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB: EUR 9.113,00 (Vorjahr: EUR 9.113,00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47.635,73 63,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 46.734,62 (Vorjahr: EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.607,10 40.222,24
davon Aufwendungen durch Abzinsung: EUR 24.751,00 (Vorjahr: EUR 24.799,01)
davon an verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 11.369,61)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -767,00 -17.416,09
11. Ergebnis nach Steuern 1.284.310,40 494.216,44
12. Sonstige Steuern 10.411,41 6.379,79
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne -1.273.898,99 -487.836,65
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00
15. Gewinnvortrag 288.091,96 288.091,96
16. Bilanzgewinn 288.091,96 288.091,96

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben:

Die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, ist beim Amtsgericht Jena unter der Registernummer HRB 100221 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff. und § 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Zum besseren Verständnis wurden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang erläutert. Soweit nichts anderes vermerkt, erfolgen die Wertangaben in Tausend Euro.

Das Wirtschaftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze:

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich der Abschreibungen bewertet.

Niedrigere Wertansätze bei Sachanlagen, die auf Abschreibungen nach § 253 HGB beruhen, wurden gemäß Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB beibehalten.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) wurde das Wahlrecht gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG in Anspruch genommen. Sie werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang dargestellt.

Die EDV-Software wird linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden linear entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (zwischen 3 und 13 Jahren sowie 40 Jahren bei dem Verwaltungsgebäude) vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte entspricht den Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB und beinhaltet Personaleinzelkosten, sonstige Sachaufwendungen sowie anteilige Gemeinkosten. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte retrograd mit einem entsprechend hohen Abschlag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert.

Gemäß § 252 Abs. 2 HGB werden die Umsatzerlöse entgegen § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB entsprechend dem Leistungsfortschritt realisiert, um ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sicherzustellen. Korrespondierende Anzahlungs- und Teilrechnungen werden als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Dies führt dazu, dass die Umsatzerlöse mit Projektfortschritt ausgewiesen werden. Gegenläufig hierzu sind die unfertigen Leistungen sowie die erhaltenen Leistungen entsprechend geringer.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung tragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Pensionsrückstellungen sind nach den Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) mit einem Rechnungszinssatz von 1,83 % (10-Jahres-Durchschnitt), einem Anwartschaftstrend von 3,0 %, einem BBG-Trend von 3,0 % und einem Rententrend von 2,15 % pro Jahr passiviert. Der Anpassungsbetrag aus der erstmaligen Anwendung 2010 wird gemäß dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB über 15 Jahre verteilt. Als biometrische Berechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz (10-Jahres-Durchschnitt) bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % verwendet. Die laufenden Versorgungsleistungen und unverfallbaren Anwartschaften unterliegen dem gesetzlichen Insolvenzschutz und sind durch den PSVaG gesichert.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Somit wurden keine Steuerrückstellungen für 2023 gebildet und geleistete Vorauszahlungen wurden als Forderungen ausgewiesen. Steuerlatenzen wurden nicht aktiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen:

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und die Entwicklung im Geschäftsjahr sind in dem als Anlage beigefügten Anlagengitter dargestellt.

2 Immaterielle Vermögensgegenstände:

Der Geschäfts- oder Firmenwert SBE wurde zum 1. Januar 2016 aktiviert und wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB über zehn Jahre abgeschrieben.

Die Position Software beinhaltet käuflich erworbene Software.

3 Sachanlagen:

Unter diesem Posten werden im Wesentlichen ein bebautes Grundstück, die EDV-Ausstattung, Anschaffungen von technischem Gerät und diverser Büroeinrichtung ausgewiesen.

4 Vorräte:

Unter diesem Posten werden die unfertigen Leistungen erfasst.

5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- Laufzeit bis ein Jahr 1.290 1.470
- Laufzeit über ein Jahr 15 15
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
- Laufzeit bis ein Jahr 2.530 2.647
- Laufzeit über ein Jahr 0 0
(davon Gesellschafter (0) (0)
- Laufzeit bis ein Jahr (0) (0)
- Laufzeit über ein Jahr) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände
- Laufzeit bis ein Jahr 273 272
- Laufzeit über ein Jahr 59 20
(davon aus Steuern
- Laufzeit bis ein Jahr (0) (2)
- Laufzeit über ein Jahr) (0) (0)
4.165 4.424

Die Forderungen sind mit Ausnahme der Sicherheitseinbehalte (15 T€) innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme der Mietkautionen (59 T€) innerhalb eines Jahres fällig und enthalten 146 T€ Forderungen aus einem Rechtsstreit AIC/Stahlbau Beeskow.

Mit Wirkung zum 17. Dezember 2020 hat die ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), als oberste Konzerngesellschaft ein konzernweites Cash-Pooling implementiert, bei dem auch die THP partizipiert. Cash Pool-Leader ist die Engie Treasury Management S.à r.l., Luxembourg (Luxemburg). Zum Bilanzstichtag werden in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 2.491 ausgewiesen.

6 Flüssige Mittel:

31.12.2023 31.12.2022
Kassenbestand 2 1
Guthaben bei Kreditinstituten 0 6
2 7

Die flüssigen Mittel enthalten ausschließlich Euro-Bestände.

7 Rechnungsabgrenzungsposten:

Die aktive Rechnungsabgrenzung berücksichtigt im Wesentlichen Versicherungen, Beiträge und Wartungsverträge.

8 Eigenkapital:

Die Zusammensetzung des Eigenkapitals ist aus folgender Darstellung zu entnehmen.

31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 650 650
Kapitalrücklage 309 309
Bilanzgewinn 288 288
1.247 1.247

9 Rückstellungen:

31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen 853 1.326
Sonstige Rückstellungen 2.024 1.306
2.877 2.632

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,76 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 8 T€ (Vorjahr: 63 T€). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gemäß § 253 Abs. 6 HGB gesperrt.

Der Anpassungsbetrag nach BilMoG zum 1. Januar 2010 betrug 137 T€; hiervon wurde 2022 ein Betrag von 1/15 in Höhe von 9 T€ zugeführt. Zum 31. Dezember 2023 steht ein Restbetrag von 9 T€.

Im Berichtsjahr wurden Pensionen in Höhe von 54 T€ gezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen personalbezogene Verpflichtungen, ausstehende Kostenbelastungen sowie ungewisse Verbindlichkeiten.

10 Verbindlichkeiten:

31.12.2023 31.12.2022
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.819 2.470
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 447 149
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.280 1.026
(davon gegenüber Gesellschafter) (1.280) (1.026)
Sonstige Verbindlichkeiten 517 1.078
4.063 4.723

Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 Umsatzerlöse:

2023 2022
Umsätze
- im Inland 12.285 11.126
- im Ausland 414 550
12.699 11.676

2 Bestandsveränderung

2023 2022
-34 414

3 Sonstige betriebliche Erträge

2023 2022
1.100 307

Die sonstigen betrieblichen Ergebnisse beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (847 T€, Vorjahr: 143 T€).

4 Materialaufwand:

2023 2022
Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.310 -1.424

Sie betreffen im Wesentlichen Beraterleistungen anderer Ingenieurbüros.

5 Personalaufwand:

2023 2022
Löhne und Gehälter -6.871 -6.250
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
(davon für Altersversorgung) -1.215 -1.319
(-15) (-87)
-8.086 -7.569

6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen:

Die Abschreibungen des Berichtsjahres sind im Anlagengitter dargestellt.

Auf geringwertige Wirtschaftsgüter entfallen 7 T€.

7 Sonstige betriebliche Aufwendungen:

2023 2022
Software und IT-bezogene Aufwendungen -461 -399
Büromieten und Leasing -377 -333
Kfz-bezogene Aufwendungen -317 -292
Rechts- und Beratungskosten -192 -247
Kosten für Bürobedarf, Vervielfältigungen und Postverkehr (inkl. Fachliteratur) -116 -90
Versicherungen -108 -76
Übrige Aufwendungen -1.270 -1.161
-2.841 -2.597

8 Zinsergebnis:

2023 2022
21 -40

Das Zinsergebnis beinhaltet sowohl Zinsaufwendungen in Höhe von 27 T€, davon 24 T€ auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen und 1 T€ auf die Abzinsung der Rückstellung für Dienstjubiläen als auch Zinserträge in Höhe von 48 T€, davon 47 T€ aus verbundenen Unternehmen.

9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2023 2022
-1 -17

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Gewerbesteuererstattungen der Jahre 2015 und 2016 auf Grund der Betriebsprüfung.

10 Sonstige Steuern:

2023 2022
- Kfz-Steuer -8 -3
- Grundsteuer -2 -3
- Sonstige (Ausland) 0 0
-10 -6

11 Verlust aus Ergebnisabführung:

2023 2022
-1.274 -488

Konzernzugehörigkeit:

Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Tractebel Engineering GmbH, Bad Vilbel.

ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), stellt im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die Jahresabschlüsse der Tractebel Engineering GmbH und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651 offengelegt.

Eine übersetzte Version wird unter dem Namen der ENGIE Deutschland AG (Berlin, Deutschland) im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Geschäftsjahr 2020 wurde eine Cash Pool-Vereinbarung zwischen der Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, der Engie Treasury Management S.à r.l., Luxembourg (Luxemburg), als Cash Pool-Leader, und weiteren diversen weltweiten ENGIE-Gesellschaften getroffen. Inhalt ist eine ACMS-Vereinbarung (Automatic Cash-Management-System) mittels sog. "zero-balancing" mit der Deutschen Bank, mittels derer die Salden der jeweiligen Geschäftskonten zusammengeführt werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus einem Mietvertrag bis 31. Dezember 2026 in Höhe von 248 T€, einem Mietvertrag bis 31. Januar 2028 in Höhe von 166 T€, einem Mietvertrag bis 30. November 2028 in Höhe von 448 T€, einem Mietvertrag bis 30. April 2029 in Höhe von 196 T€, einem Mietvertrag bis 30. September 2029 in Höhe von 372 T€, einem Mietvertrag bis 31. Dezember 2029 in Höhe von 169 T€ sowie unbefristeten Mietverträgen in Höhe von jährlich 8 T€, kurzfristig kündbar.

Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe von 406 T€ sowie aus weiteren Leasingverträgen für IT-Ausstattung in Höhe von 28 T€ jeweils mit einer Reichweite bis 2028 (kumuliert).

Darüber hinausgehende sonstige Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte bestehen nicht.

Anteilsbesitz und unbeschränkt haftender Gesellschafter

Bei nachfolgenden ARGEn handelt es sich ausschließlich um Abrechnungs- bzw.- Dach-ARGEn in der Rechtsform der GbR. Keine der ARGEn weist in der Gesellschaft Eigenkapital oder Ergebnis aus.

Name Sitz der Gesellschaft Anteilsbesitz Unbeschränkt haftende Partner
ARGE Greifswald Weimar 24,68 % Hypro Paulu & Lettner Ing. GmbH
ARGE Neckarschleusen München 67,47 % Dorsch Consult Ing. GmbH
ARGE THP-SI TS Malter Dresden 58,98 % Spiekermann GmbH consulting engineers
ARGE Forbach München 52,21 % Lahmeyer International, Geoconsult ZT GmbH
INGE Gemeinschaftskraftwerk Inn München 69,99 % Müller + Hereth Ingenieurbüro GmbH
ARGE THP-ARCADIS TS Lichtenberg Dresden 95,24 % Arcadis Germany GmbH
INGE LLK HWR Öberauer Schleife Weimar 81,93 % Lahmeyer München Ingenieurgesellschaft mbH, Büro Prof. Kagerer Landschaftsarchitekten GmbH
ARGE THP-DER Rappbodetalsperre Dresden 78,44 % EDR GmbH
INGE HWS Echaz München 72,75 % Fritz Planung GmbH
INGE DSW Quitzöbel Weimar 52.68 % INROS Lackner SE
BieGe Wilhelmshaven THP EDI Magdeburg 61,28 % Eberhardt - die Ingenieure GbR
INGE Polder Elster-Luppe-Aue Weimar 49,55 Planungsgesellschaft Scholz + Lewis mbH

Geschäftsführung

Die Geschäfte führte im Geschäftsjahr 2023 Herr Dr. Ing. Ulrich Kanzow, Weimar. Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angabe der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl gemäß § 267 Abs. 5 HGB

2023 2022
THP 111 114
davon administrativ tätig 9 9
davon operativ tätig 102 105

Alle Mitarbeiter der Gesellschaft sind kaufmännisch tätig.

Angabe Honorar Abschlussprüfer

Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), enthalten, in den die Tractebel Hydroprojekt GmbH, Weimar, einbezogen wird.

Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen gem. § 285 Nr. 21 HGB

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Bedingungen bestehen nicht.

Angaben zur Mindestbesteuerung gem. "Pillar II"

Die Gesellschaft hat mit Datum 21. November 2018 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin, der Tractebel Engineering GmbH, Bad Vilbel, geschlossen. Der tatsächlicher Steueraufwand. bzw.-ertrag aus dem MinStG für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich 0,00 €.

Verwendung des Jahresergebnisses

Gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 21. November 2018 wird das Jahresergebnis in Höhe von 1.273.898,99 € an die Tractebel Engineering GmbH, Bad Vilbel, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ist in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 berücksichtigt.

Nachtragsbericht

Es sind keine besonderen Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten. Bezüglich möglicher Auswirkungen der aktuellen Inflationsentwicklung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

 

Weimar, den 26. Juli 2024

Tractebel Hydroprojekt GmbH

Geschäftsführung

Dr. Ulrich Kanzow

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.180.045,47 11.395,00 0,00 1.191.440,47
2. Geschäfts- oder Firmenwert 987.334,67 0,00 0,00 987.334,67
2.167.380,14 11.395,00 0,00 2.178.775,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.099.879,23 0,00 0,00 2.099.879,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.919.200,16 122.639,45 1.262,89 2.040.576,72
4.019.079,39 122.639,45 1.262,89 4.140.455,95
6.186.459,53 134.034,45 1.262,89 6.319.231,09
Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.155.516,47 20.785,00 0,00 0,00 1.176.301,47
2. Geschäfts- oder Firmenwert 691.135,67 98.733,00 0,00 0,00 789.868,67
1.846.652,14 119.518,00 0,00 0,00 1.966.170,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.240.144,16 38.947,00 0,00 0,00 1.279.091,16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.455.784,16 106.157,45 2.860,00 1.262,89 1.563.538,72
2.695.928,32 145.104,45 2.860,00 1.262,89 2.842.629,88
4.542.580,46 264.622,45 2.860,00 1.262,89 4.808.800,02
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.139,00 24.529,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 197.466,00 296.199,00
212.605,00 320.728,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 820.788,07 859.735,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.038,00 463.416,00
1.297.826,07 1.323.151,07
1.510.431,07 1.643.879,07

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