tesa Werk Offenburg GmbH
Kinzigstraße 5, 77652 Offenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Dirk Rummert seit 26.3.2026 | Geschäftsführer |
Stefanie Fenchel seit 27.12.2018 | Prokura |
Holger Rauth seit 26.2.2018 | Geschäftsführer |
Frank Bernd Bäcker seit 28.7.2006 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
tesa SE | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
tesa Werk Offenburg GmbHOffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die tesa Werk Offenburg GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der tesa Werk Offenburg GmbH, Offenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der tesa Werk Offenburg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 18. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
Opaschowski, Wirtschaftsprüfer Anlage zum Bestätigungsvermerk: Nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des Lageberichts Die nachfolgend aufgeführten lageberichtsfremden Angaben, die zu den "sonstigen Informationen" zählen, haben wir nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 289, 289a HGB bzw. nach §§ 289b bis 289f HGB vorgeschrieben sind:
Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss der tesa Werk Offenburg GmbH wird nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 HGB; die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung im Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gesondert erläutert. Das Geschäftsjahr der tesa Werk Offenburg GmbH umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma tesa Werk Offenburg GmbH mit Sitz in Offenburg im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i.Br. unter der Nummer HRB 470252 eingetragen. Bilanzierung und Bewertung Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig, linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt in der Regel 5 Jahre. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für die seit dem Jahr 2010 zugegangenen Vermögensgegenstände erfolgen die Abschreibungen infolge des Wegfalls der umgekehrten Maßgeblichkeit linear. In den Jahren davor wurden Zugänge im Rahmen der gesetzlichen Zulässigkeit überwiegend zunächst degressiv, dann linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung in der Regel 10 Jahre, in Ausnahmefällen 3 bis 15 Jahre. Nicht rückzahlbare Investitionszuwendungen werden als Minderung der Anschaffungskosten erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 250,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben bzw. als Betriebsausgabe erfasst. Alle im Geschäftsjahr erworbenen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 € bis 1.000,00 € werden in einen Sammelposten eingestellt und über einen Zeitraum von 5 Jahren jeweils mit 20 % gewinnmindernd abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens angemessene Abwertungen vorgenommen. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt, die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden die zurechenbaren variablen Kosten und Teile der zurechenbaren Gemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bestandsrisiken aufgrund von überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geringer Verwertbarkeit werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch die Bildung von angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung der "Heubeck-Richttafel 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen wurde pauschal der 10-Jahresdurchschnittszins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,82 % p. a. (Vorjahr: 1,78 % p. a.) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellungen wurde ein Zinssatz von 1,74 % p. a. (Vorjahr: 1,44 % p. a.) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,25 % p. a. (Vorjahr: 3,25 % p. a.), erwartete Rentensteigerungen mit 2,25 % p. a. (Vorjahr: 2,25 % p. a.) sowie die Fluktuation mit einer Rate von 2,5 % p. a. (Vorjahr: 2,5 % p. a.) berücksichtigt. Der Zinsanteil aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, zu verwenden. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Soweit die zugrunde liegenden Verpflichtungen einen Zinsanteil enthalten, wurde die Rückstellung zum Barwert mit einem Zinsfuß von 1,74 % p. a. (Vorjahr: 1,44 % p. a.) angesetzt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen und sonstigen Rückstellungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Rückstellungen verrechnet. Sofern der beizulegende Zeitwert den Betrag der betreffenden Rückstellung übersteigt, wird der übersteigende Betrag in der Bilanz als 'Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung' ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz (1) Immaterielle Vermögensgegenstände
(2) Sachanlagen
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T € 16.753; Vorjahr: T € 3.551) sowie sonstige Forderungen (T € 3.956; Vorjahr: T € 5.791), saldiert mit Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung an die tesa SE, Norderstedt, (T € 14.422; Vorjahr: T € 1.431), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T € 426; Vorjahr: T € 303) sowie sonstigen Verbindlichkeiten (T € 3.405; Vorjahr: T € 2.672). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (4) Gezeichnetes Kapital Der Nennwert des voll eingezahlten Stammkapitals der tesa Werk Offenburg GmbH beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr T € 3.100. (5) Gewinnrücklagen/Bilanzgewinn Die abführungsgesperrten Beträge aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert gem. § 285 Nr. 28 HGB belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T € 2.098 (Vorjahr: T € 301). (6) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Das ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienende Deckungsvermögen wurde mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und entwickelte sich wie folgt:
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T € 1.119 (Vorjahr: T € 5.262) und unterliegt einer Ausschüttungssperre, nicht jedoch einer Abführungssperre. Somit ergibt sich insgesamt ein ausschüttungsgesperrter Betrag von T € 3.217 (Vorjahr: T € 5.563). In Höhe des die frei verfügbaren Rücklagen (T € 301) übersteigenden Betrags aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert gem. § 285 Nr. 28 HGB (T € 2.098) liegt eine Abführungssperre in Höhe von T € 1.797 vor. (7) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T € 4.934; Vorjahr T € 3.246), Jubiläen (T € 1.058; Vorjahr T € 1.150) sowie Aufwendungen für tarifliche und freiwillige Vergütungen an die Belegschaft (T € 297; Vorjahr T € 593). (8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. (9) Haftungsverhältnisse Es besteht aus dem Cash-Pooling in der tesa-Gruppe eine gesamtschuldnerische Haftung gegenüber einem Kreditinstitut für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen. Am Bilanzstichtag bestand keine Inanspruchnahme der entsprechenden Kreditlinien. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der verbundenen Unternehmen als gering eingeschätzt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse - nach Tätigkeitsbereichen
- nach Regionen
(2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T € 4.966 (Vorjahr: T € 34), die im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen, sowie Währungsgewinne, Erträge aus Nebengeschäften und Mieterträge. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T € 25 (Vorjahr: T € 234) enthalten. (3) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Instandhaltungskosten, Lizenzaufwendungen, EDV-Kosten sowie Aufwendungen für Miete, für externe Mitarbeiter und aus der Inanspruchnahme von Serviceleistungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T € 83 (Vorjahr: T € 41) enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Zuordnung einzelner Aufwandskonten einer Überprüfung unterzogen und an konzerneinheitliche Vorgaben angepasst. Dies führte ab dem Geschäftsjahr 2023 zur Änderung des Ausweises bestimmter Aufwendungen innerhalb des Materialaufwands anstatt der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T € 1.507). Der Ausweis innerhalb des Vorjahresabschlusses (T € 1.434) wurde jedoch nicht angepasst. (4) Zinsergebnis
Die verrechneten Erträge aus dem Deckungsvermögen beinhalten Erträge in Höhe von T € 1.797 saldiert mit Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T € 1.058. (5) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Das tesa Werk Offenburg ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze sind von Deutschland beschlossen und werden zum 1. Januar 2024 wirksam. Das tesa Werk Offenburg hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze analysiert und rechnet derzeit mit keinen wesentlichen Auswirkungen. Sonstige Angaben (1) Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken, die aus dem internationalen Einkauf (im Wesentlichen Rohstoffe) resultieren, wurden im Geschäftsjahr 2023 Devisentermingeschäfte mit der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von T $ 1.800 (Vorjahr: T $ 1.736) abgeschlossen, die zum 31. Dezember 2023 einen negativen Marktwert von T € 8 (Vorjahr: negativer Marktwert von T € 43) hatten. Die Laufzeiten enden zwischen Januar und Dezember 2024. Die Devisentermingeschäfte werden ausschließlich für Sicherungszwecke eingesetzt. Die Ermittlung des Marktwertes erfolgte durch Umrechnung der jeweiligen Devisenvolumina mit dem dazugehörigen Terminkurs. (2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen enden zwischen 2024 und 2027 und bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.717. (3) Mitarbeiter nach Funktionsbereichen
(4) Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführer der tesa Werk Offenburg GmbH sind:
(5) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird aufgrund des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt T € 86 (Vorjahr: T € 347) zurückgestellt. (6) Abschlussprüferhonorar Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB in Anspruch, da die Honorarangaben im Konzernabschluss der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, enthalten sind. (7) Geschäfte mit nahestehenden Personen Etwaige Geschäfte mit nahestehenden Personen sind im Berichtsjahr unter marktüblichen Bedingungen zu Stande gekommen. (8) Anteilsbesitz an der tesa Werk Offenburg GmbH und Konzernzugehörigkeit An dem Stammkapital der tesa Werk Offenburg GmbH ist die tesa SE, Norderstedt, mit 100 % beteiligt. Die tesa Werk Offenburg GmbH wird in den Konzernabschluss der Beiersdorf Aktiengesellschaft, Hamburg, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, und in den Konzernabschluss der maxingvest GmbH & Co. KGaA, Hamburg, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden jeweils über die Internetseite des Unternehmensregisters (Bundesanzeigers) zugänglich gemacht. (9) Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Offenburg, den 28. März 2024 tesa Werk Offenburg GmbH Stefan Schmidt, Geschäftsführer Holger Rauth, Geschäftsführer Lagebericht für 2023Geschäft und Rahmenbedingungen Allgemeines Die tesa Werk Offenburg GmbH ist als selbstständige GmbH eine 100%ige Tochter der tesa SE, Norderstedt. Die Gesellschaft fokussiert sich auf anspruchsvolle und hochwertige Lösungen für Endverbraucher, Gewerbe und Industrie und ist volumenmäßig größter Standort in der tesa Gruppe. Gemeinsam mit der tesa SE entwickelt die tesa Werk Offenburg GmbH innovative Produkte und implementiert die notwendigen Prozesse im Werk. Die Vermarktung wird von der Muttergesellschaft tesa SE wahrgenommen. Damit ist die wirtschaftliche Entwicklung in engem Zusammenhang mit der Entwicklung der tesa SE zu sehen. Wertmanagement und Steuerungssystem Ziel des tesa Konzerns ist es, Marktanteile durch nachhaltiges Wachstum zu steigern und zugleich die Ertragsbasis auszubauen. Dabei ist tesa eingebunden in das Steuerungssystem des Gesamtkonzerns Beiersdorf. tesa konzentriert sich auf kontinuierliches, profitables Umsatzwachstum zur langfristigen Steigerung der Ertragskraft. Messgrößen dafür sind das Umsatzwachstum und das betriebliche Ergebnis (EBIT=Ergebnis vor Zinsen und Steuern) bzw. die EBIT-Umsatzrendite. Aktives Kostenmanagement und hohe Effizienz beim Einsatz der Ressourcen zielen darauf ab, international wettbewerbsfähige Renditen zu erwirtschaften. Die Entwicklung der relevanten finanziellen Steuerungskennzahlen ist im Abschnitt "Ertragslage" zu finden. Wirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft verlor an Schwung. Trotz eines robusten Starts in das Jahr 2023 verlangsamte sich das Wachstum spürbar über den Sommer. Dies resultierte im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und einem signifikanten Anstieg der Zinsen in den meisten Weltregionen, welche insbesondere die Wohnungsbauinvestitionen hemmten. Ein weiterer dämpfender Faktor war die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung Chinas, die wesentlich auf der Verschuldung im Immobiliensektor des Landes basierte. Die Inflation sank nur langsam von einem sehr hohen Niveau. Die Realeinkommenszuwächse, resultierend aus Lohnanpassungen, trugen nur schrittweise zur Stimulierung des Konsums bei. Lieferkettenschwierigkeiten wurden größtenteils durch neue Herausforderungen ersetzt. Obwohl die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend wiederhergestellt wurden, zeigte das weltweite verarbeitende Gewerbe angesichts eines schwachen Produktivitätswachstums, dem Auslaufen der Covid-19- Stützungsmaßnahmen und schwieriger finanzieller Bedingungen Schwächen. Zusätzlich hat die Verschiebung der Nachfrage in Richtung des Dienstleistungssektors sowie die gestiegene Unsicherheit über die zukünftige geoökonomische Lage zu einer Zurückhaltung bei Investitionen geführt. Die Stimmungsindikatoren für den Unternehmenssektor und die privaten Haushalte in Europa zeigten im Verlauf des Jahres 2023 häufig gegenläufige Entwicklungen. Der deutliche Anstieg der Zinsen und die damit einhergehende Abnahme der Inflationsrate sorgten bei den Verbrauchern für ein gewisses Aufatmen. Das Konsumklima hat sich seit dem Tiefpunkt im Herbst 2022, als die Inflationsrate im Euroraum zeitweise zweistellige Raten aufwies, allmählich stabilisiert. Hingegen wird die Lage in der Industrie besonders kritisch gesehen. Diese litt unter schwacher globaler Nachfrage und verschlechterter preislicher Wettbewerbsfähigkeit, ausgelöst durch die Euro-Aufwertung. In der zweiten Jahreshälfte zeichnete sich ein Rückgang von Neubestellungen in der Industrie ab. Dieser Rückgang schlug allerdings bisher nicht vollständig auf die Produktion durch, da die Unternehmen noch viele wegen der zwischenzeitlich bestehenden Lieferengpässe liegen gebliebene Aufträge abgearbeitet haben. Ebenfalls schlecht sah es in der Bauwirtschaft aus. Die deutlich verschlechterten Finanzierungsbedingungen und die drastisch gestiegenen Baukosten hatten die Nachfrage nach Bauleistungen merklich gedämpft. Die deutsche Wirtschaft blieb 2023 weiterhin in einer schwierigen Lage. Insbesondere der private Verbrauch erwies sich als anfällig für konjunkturelle Schwächen, und auch die Exporte verzeichneten einen Rückgang. Die Spannungen zwischen China und dem Westen führten zu einem unterdurchschnittlichen Wachstum des Außenhandels. Obwohl sich die Belastung von Unternehmen und privaten Haushalten durch die Energiepreise verringerte, reichte dies nicht aus, um andere negative Einflussfaktoren zu kompensieren, denn die massiven Zinserhöhungen der meisten Zentralbanken bremsten die Wirtschaft. Sie haben die Nachfrage nach Industriegütern und Wohnbauten deutlich verringert. Die Schwankungen in den Auftragseingängen der Industrie waren stark ausgeprägt. Verantwortlich dafür war, dass der Umfang an Großaufträgen von Monat zu Monat variierte. Trotz dieser Herausforderungen konnten die Unternehmen die Produktion weitgehend stabil halten und somit die in den vergangenen Jahren aufgebauten Auftragsbestände abbauen. In den USA verzeichnete die Wirtschaft ein recht starkes Wachstum, hauptsächlich aber aufgrund einer ungewöhnlich expansiven Fiskalpolitik. Die Inflationsrate, welche im ersten Halbjahr noch deutlich gesunken ist, konnte im zweiten Halbjahr den Trend nicht fortsetzen, insbesondere aufgrund eines zwischenzeitlichen deutlichen Anstiegs der Benzinpreise. Sowohl der private Konsum als auch die Anlageinvestitionen verzeichneten dennoch spürbare Zuwächse. Letzteres lässt sich wahrscheinlich auf die eingeführten Subventionen für die Halbleiterindustrie und Transformationstechnologien zurückführen. Bei den Wohnungsbauinvestitionen hat sich der Abschwung fortgesetzt, ist aber etwas abgeschwächt. Zum Jahresende machten sich die bremsenden Faktoren zunehmend bemerkbar. Die Sparquote erreichte zuletzt ungewöhnlich niedrige Werte. In Japan legte die gesamtwirtschaftliche Produktion im ersten Halbjahr 2023 kräftig zu, hauptsächlich aufgrund steigender Exporte infolge einer erheblichen Abwertung des Yens. Diese bedingte auch den für japanische Verhältnisse sehr deutlichen Anstieg der Inflation. Die Entwicklung in den Wachstumsmärkten ergab ein gemischtes Bild. China überraschte in den letzten Monaten des Jahres in negativer Hinsicht. Das Ende der Null- Covid-Politik im Dezember 2022 gab der Wirtschaft nur kurzzeitig Schub. Die Probleme am Immobilienmarkt hatten deutliche Auswirkung auf die Konjunktur. In Kombination mit Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt, belastete diese Entwicklungen den Konsum. Zudem verzeichneten die Industrieproduktionen, die Unternehmensinvestitionen und die Exporte einen Rückgang, was sowohl auf eine nachlassende Auslandsnachfrage als auch auf geopolitische Unsicherheiten zurückzuführen ist. In Russland hat die gesamtwirtschaftliche Produktion im zweiten Quartal 2023 ihr Niveau von vor dem Überfall auf die Ukraine wieder erreicht. Im Zusammenhang mit den gestiegenen Militärausgaben erhöhten sich die Investitionen, aber auch der private Konsum stieg dank höherer Reallöhne und Sozialleistungen. Trotzdem zeigen sich Engpässe am Arbeitsmarkt, da seit Beginn des Kriegs viele Arbeitskräfte in die Armee eingezogen wurden oder das Land verlassen haben, um dem Kriegsdienst zu entgehen. Dennoch erwies sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung als robust. Der Anstieg des Wachstums spiegelte einen erheblichen fiskalischen Stimulus, starke Investitionen und einen stabilen Konsum vor dem Hintergrund eines angespannten Arbeitsmarktes wider. Das Wachstum wurde größtenteils durch die Produktion militärischer Güter angetrieben, die der Bevölkerung nicht zugutekommen. Die brasilianische Wirtschaft profitierte von einer Rekordernte. Auch die hohen Einnahmen aus dem Export von Erdöl und Eisenerz sowie die Erholung des Dienstleistungssektors kurbelten das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts an. Die Drosselung der Ölproduktion sorgte für eine schwache Entwicklung im Nahen Osten. Die Abnahme der Aktivitäten im Ölsektor wurde hingegen durch andere Wirtschaftsbereiche kompensiert, gestützt durch einen anhaltenden privaten Konsum, strategische Anlageinvestitionen und eine förderliche fiskalpolitische Ausrichtung. Die indische Wirtschaft bleibt weiterhin ein zuverlässiger Wachstumsmotor für die globale Konjunktur. 2023 konnte das hohe Tempo des Vorjahrs beibehalten werden. Bereits das dritte Jahr in Folge prägte ein kräftiger Anstieg der privaten Investitionen die indische Konjunktur. Gleichzeitig konnte das rekordhohe Niveau der Exporte des Vorjahrs gehalten werden. Die südostasiatischen Schwellenländer sind im Aufwind. Ihre Fundamentaldaten stabilisieren sich, das Wachstum kehrt zurück, die Leistungsbilanzen der Unternehmen sehen solide aus. Absatzmarktentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 war die Geschäftstätigkeit von tesa weiterhin von Unsicherheit geprägt. Die globale Erholung von der Covid-19-Pandemie verläuft langsam und uneinheitlich. Die russische Invasion in der Ukraine beeinflusst weiterhin die Wirtschaftslage. Die Wirtschaftstätigkeit liegt nach wie vor unter dem Niveau vor der Pandemie, und der Konflikt im Nahen Osten hat die Märkte zusätzlich verunsichert. Die Inflation blieb auf einem hohen Niveau, wenn auch unter den Spitzenwerten des Vorjahres. In diesem Umfeld entwickelten sich die industriellen Absatzmärkte unterschiedlich. Die Automobilbranche zeigte sich stark und konnte global zulegen. Andere industrielle Absatzmärkte und auch das Handelsgeschäft waren hingegen durch eine hohe Verunsicherung der Kunden, Maßnahmen zum Bestandsabbau und eine insgesamt rückläufige Entwicklung gekennzeichnet. Dies galt insbesondere für Europa und bedingt für Nordamerika, während positive Wachstumsimpulse aus Asien kamen. Beschaffungsmarktentwicklung Das Jahr 2023 war weiterhin geprägt durch Ausläufer der Lieferkrise der vergangenen zwei Jahre. Vor allem im ersten Halbjahr kam es zu weiteren Lieferengpässen, gepaart mit einer signifikanten Inflation auf vielen Roh-/Packstoff- und Logistikmärkten. Dies lag zum einen an großen makroökonomischen Unsicherheiten, wie beispielsweise dem Russland-Ukraine Krieg, dem China-Taiwan Konflikt oder einer verlangsamten Erholung des chinesischen Produktionsoutputs. Zum anderen verblieben Energiekosten auf einem hohen Niveau, was in Verbindung mit anderen inflationären Inputfaktoren die Produktionskosten weiter steigerte. In der zweiten Jahreshälfte war eine erste Korrektur wichtiger Material- und Dienstleistungsmärkte zu beobachten, die vor allem durch die Ausweitung von Kapazitäten begründet war. Dadurch konnten in Verbindung mit einem abteilungsübergreifenden Engpassmanagement und Präferenz bei wichtigen Lieferanten die negativen Auswirkungen der Lieferengpässe für unsere Produktionsstandorte und Handelspartner weiter begrenzt werden. Produkt- und Technologie-Entwicklung 1 Klebeverbindungen müssen bei Bedarf wieder gelöst werden können, um Kunden das Herstellen reparierbarer und recycelbarer Produkte zu ermöglichen. So können wertvolle Einzelkomponenten wiederverwertet und die entsprechenden 2023 in Kraft getretenen EU-Normen für elektronische Endgeräte erfüllt werden. tesa hat aus sechs neuen technologischen Konzepten mit unterschiedlichen Auslösemechanismen eine Vielzahl funktioneller Prototypen generiert und Kunden zum Testen übergeben. Im Automobilbau haben erste bereits vorgestellte Prototypen mit entsprechender Alterungs- und Temperaturstabilität zu einer großen Nachfrage nach weiteren Varianten mit unterschiedlichen Anforderungen geführt. Daher konnte ein erstes Produktentwicklungsprojekt erfolgreich abgeschlossen und weitere neue Projekte für die Entwicklung wiederablösbarer Klebebänder initiiert werden. In diesem Rahmen wurden viele neue Prototypen für die unterschiedlichsten Anwendungen vom Display bis hin zur Elektrofahrzeugbatterie an Kunden verschickt. Auch in der eigenen Fertigung konnte tesa im Berichtsjahr 2023 wichtige Meilensteine erreichen, um den ökologischen Fußabdruck von Technologien und Produkten weiter zu verbessern. Die CO 2 e-Bilanz des beliebten doppelseitigen Klebebands tesa® 4965 konnte beispielsweise um 40% reduziert werden, ohne die Eigenschaften des vielseitig eingesetzten Hochleistungsproduktes zu verändern. Dazu mussten nach dem Biomassebilanz-Verfahren neue biobasierte Rohstoffe eingeführt und quantitativ nachverfolgt und Folien aus 90% recyceltem Polyester (PCR-PET) qualifiziert werden. Außerdem wurden über die gesamte Entwicklungs- und Fertigungskette hinweg neue Prozesse implementiert, um entscheidende Messgrößen, wie etwa die CO 2 e-Bilanz eines Produkts, überhaupt ermitteln zu können. Ferner hat tesa seine Bestrebungen fortgesetzt, die Reduzierung und Rückgewinnung von Lösemitteln voranzutreiben. Während die Werke kontinuierlich die Verfügbarkeit lösemittelfreier Fertigungsanlagen ausbauen, wurden in der Produkt- und Technologieentwicklung weitere bestehende Sortimente modifiziert. Auch der Anteil an lösemittelfreien Neuentwicklungen konnte weiter gesteigert werden. In den vergangenen Berichtsjahren hat tesa bereits Prototypen hochfester Klebeverbindungen vorgestellt, die konventionelle Schweiß- und Nietverbindungen ersetzen können. Im Jahr 2023 konnten daraus resultierende Produktentwicklungsprojekte für die Anwendung in mobilen Endgeräten bis zur Marktreife entwickelt und bei ersten Kunden erfolgreich implementiert werden. Ein weiterer Fokus für die bei Raumtemperatur härtenden Klebebänder wurde auf Anwendungen in der Automobilindustrie gelegt. Zum Schutz von Batteriezellen in Traktionsbatterien von Elektroautos oder zum Schutz von Kabelbäumen in Fahrzeugen entwickelt, werden diese Produktmuster derzeitig von mehreren Kunden getestet.
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Verglichen mit metallischen Fügeverfahren bieten polymere Klebstoffe eine vielfach größere Flexibilität bei der Materialauswahl, um zusätzliche Funktionen in die Klebeschichten zu integrieren. Im Jahr 2023 hat tesa diese technologischen Möglichkeiten weiter ausgebaut, um Kunden innovativere Produktdesigns mit funktionellen Klebelösungen zu ermöglichen. Dabei wurden durch Open Innovation neue Netzwerke zielgerichtet erschlossen, um stets die nötige Expertise, Schnelligkeit und Ressourceneffizienz bei der Entwicklung komplexer neuer Technologien und Produkte gewährleisten zu können. Die Geschwindigkeit und Fähigkeit, auf neue Technologien und Trends zuzugreifen, konnte so erhöht und eine nachhaltige sowie resiliente Innovationsfähigkeit gestärkt werden. Globale Innovationsführer in allen Märkten setzen zunehmend auf die Digitalisierung ihrer Entwicklungsprozesse. Dies erfordert auch für die verwendeten Klebelösungen die Bereitstellung digitaler Daten wie beispielsweise digitaler Zwillinge zur Durchführung von Versagensmodellierungen. Der hohe Anklang ausgewählter am Markt platzierter digitaler Services bei den Kunden hat sich im vergangenen Jahr erstmals in der stark wachsenden Anzahl von Anfragen nach digitalen Zwillingen und digitalem Consulting widergespiegelt. tesa hat mit einem konsequenten Ausbau des digitalen Produktportfolios die Entwicklung beschleunigt und die Kundenbindung erhöht. Mehrere jetzt aktive Forschungskooperationen bilden eine solide Basis für einen kontinuierlichen Wissensaufbau in den Bereichen künstliche Intelligenz, Simulation und Digitalisierung. Der Schwerpunkt in der Produkt- und Technologieentwicklung liegt auf Lösungen für die Energiewende. Diese konnten im letzten Berichtszeitraum weiter ausgebaut werden. Das betrifft beispielsweise die Bereiche Wasserstoffwirtschaft, Gebäudeenergiemanagement und Elektromobilität. Im letzten Bericht wurde ein erster funktioneller Prototyp einer auf Knopfdruck dimmbaren Fensterfolie vorgestellt, die es ermöglicht, Gebäudeverglasungen von Neu- und Bestandsgebäuden energiesparend auszurüsten. Im Jahr 2023 konnte diese Technologie so weit optimiert werden, dass alternative, auf dem Markt verfügbare Lösungen von der Leistung her übertroffen werden. Zusammen mit mehreren Kooperationspartnern konnten bereits Pilotmuster gefertigt und einem ersten potenziellen Kunden zur Ausprüfung übergeben werden. Für die Fertigung moderner Brennstoffzellen wurden funktionale Folien weiterentwickelt, mit denen die Brennstoffzelle besonders schnell und effizient zusammengebaut werden kann. Die neuesten optimierten Prototypen haben das Interesse von Kunden geweckt und den Abschluss neuer Kooperationen mit ausgewählten Innovationsführern ermöglicht. Großkunden der Automobilindustrie wurden zahlreiche neue Prototypen für den Bereich Elektromobilität vorgestellt. Ein besonderer Fokus wurde auf das Schützen und Verkleben von Batteriezellen sowie deren Module und Gehäuse gesetzt. Aber auch für völlig neue Anwendungen innerhalb der Batteriezelle konnten Prototypen entwickelt werden. So ist es beispielsweise gelungen, die Rezepturen der Klebemassen exakt auf die komplexen und empfindlichen elektrochemischen Prozesse während der vielen Lade- und Entladevorgänge abzustimmen, um eine lange Batterielebensdauer zu garantieren. Weitere Informationen zur Produkt- und Technologieentwicklung bei tesa finden Sie unter www.tesa.com/de-de/ueber-uns/product-and-technology-development. Nachhaltigkeit 2 Nachhaltigkeit ist bereits seit 2001 fest in der Unternehmensstrategie von tesa verankert. Die Ambition dabei ist klar: Mit technologischem Know-how und Leidenschaft soll die Entwicklung nachhaltiger Klebelösungen und Produkte vorangetrieben werden. Die Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf fünf strategischen Handlungsfeldern, für die langfristige Ziele bis 2030 formuliert wurden. Die Handlungsfelder decken die gesamte Wertschöpfungskette ab: Sie umfassen die Verringerung der Emissionen, eine verantwortungsvolle Beschaffung, die Verwendung von recycelten und biobasierten Materialien, Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung sowie eine aktive Unterstützung von Kunden bei den eigenen Nachhaltigkeitszielen. Im Rahmen der umfangreichen Nachhaltigkeitsinitiativen wurde tesa 2023 mit der EcoVadis Gold Medaille ausgezeichnet. Damit gehört tesa zu den Top 2 Prozent der bewerteten Unternehmen der Branche im Bereich Nachhaltigkeit. Bis 2025 will tesa die Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Vergleich zu 2018 absolut um 30% reduzieren. Zwischen 2018 und 2023 konnte tesa die Scope-1- und Scope-2- Emissionen bereits um -38% reduzieren und damit das Ziel bereits zwei Jahre früher erreichen. Bis 2030 plant das Unternehmen, klimaneutral zu produzieren. Die Scope-3- Emissionen sollen bis 2030 im Vergleich zu 2018 absolut um 20% sinken. Die Klimaziele von tesa bis 2025 wurden im Verbund mit Beiersdorf von der Science Based Target initiative (SBTi) bestätigt. Darüber hinaus hat tesa die langfristige Selbstverpflichtung im Rahmen der "SBTi Business Ambition for 1.5°C" unterzeichnet, bis spätestens 2050 "net zero emissions" (Netto-Null-Emissionen) zu erreichen. Bereits 2020 wurde das Ziel erreicht, an weltweit allen Büro- und Produktionsstandorten von tesa zu 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Unter anderem verpflichtet tesa auch seine Geschäftspartner dazu, die gesetzten Standards zu erfüllen und sie in ihre vorgelagerten Lieferketten weiterzugeben. Dies betrifft sowohl die geforderte Produktqualität als auch transparente, faire und verantwortungsvolle Geschäftspraktiken. So möchte tesa sicherstellen, dass auch Geschäftspartner ihrer sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung gerecht werden und die Transparenz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette Schritt für Schritt erhöht wird. Bereits seit 2020 lädt tesa direkte Zulieferbetriebe über die Plattform "EcoVadis" ein, eine Selbstbewertung durchzuführen. Lieferanten mit einer Bewertung können dadurch nachweisen, inwieweit sie Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und Umweltaspekte sicherstellen sowie ihre Produkte, Rohstoffe und Dienstleistungen verantwortungsvoll erzeugen und beschaffen. Ende 2023 lagen für 70% (Vorjahr: 54%) des Einkaufsvolumens direkter Materialien von tesa EcoVadis-Selbstauskünfte vor. In den kommenden Jahren soll dieser Anteil schrittweise erhöht werden: Für insgesamt 80% des Einkaufsvolumens direkter Materialien sollen bis 2025 Nachhaltigkeitsbewertungen vorliegen. Bis 2030 wird tesa 80% des Einkaufsvolumens nur noch an Lieferanten vergeben, die den Ansprüchen mit Blick auf verantwortungsvolle Lieferketten genügen.
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Auch wird jeden Tag daran gearbeitet, die Produktnachhaltigkeit deutlich zu erhöhen. In der Entwicklung sind viele neue Produkte mit nachhaltigem Beitrag für die Top-Sortimente der Auto -, Elektro- und Bauindustrie sowie für Verbraucher im Büro- und Hausbedarf. Dabei setzt tesa auf die Reduktion von nicht recycelten fossilen Kunststoffen und nutzt zunehmend recycelte sowie biobasierte Materialien. Im Consumer Segment fand beispielsweise die Markteinführung des tesafilm® Eco & Crystal statt. Die Trägerfolie des Produkts besteht zu 90% aus recyceltem PET. Für die Industriesegmente wurde im Berichtsjahr eine neue Kennzeichnung entwickelt, um Produkte mit nachhaltigeren Eigenschaften hervorzuheben. Ein Beispiel ist tesa® 4965 Original Next Gen. Durch die Verwendung von 90% Post Consumer Recycling-PET für den Träger und einer Klebmasse, die ausschließlich biomassebilanzierte Monomere verwendet, wurde der CO 2 -Fußabdruck des Produkts um 40% gesenkt. Arbeitssicherheit und ein betriebliches Gesundheitsmanagement gehören seit jeher zu den Grundfesten von tesa. Eine Grundlage des internen Managementsystems im Bereich Arbeitssicherheit bildet die konzernweit gültige Arbeitsschutzpolitik "tesa Policy on Occupational Safety and Health". Im Rahmen des Arbeitsschutzmanagements liegt der Fokus auf den ISO-14001-zertifizierten Produktionsstandorten. Dazu wurde eine anspruchsvolle Roadmap festgelegt: Bis 2025 sollen alle tesa Standorte, die bereits über ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 verfügen, auch eine Zertifizierung nach ISO 45001 im Arbeitsschutz erreichen. 2023 haben der Hauptsitz der tesa SE und der Produktionsstandort tesa Manufacturing Hamburg die Erstzertifizierung nach der Arbeitsschutznorm DIN ISO 45001 erfolgreich abgeschlossen. Damit konnte ein weiterer Meilenstein für den Arbeitsschutz bei tesa erreicht werden. Die erfolgreiche Zertifizierung belegt, dass der Arbeitsschutz systematisch in die Führungsverantwortung des jeweiligen Standorts integriert wurde. Mit der "Accident Frequency Rate" (AFR) werden alle Arbeitsunfälle dokumentiert, die zu mindestens einem Ausfalltag geführt haben. Bei tesa lag die AFR der dokumentierten Unfälle mit mindestens einem Ausfalltag an den nach ISO 14001 zertifizierten Standorten im Berichtsjahr bei 2,7 pro eine Million Arbeitsstunden weltweit (Vorjahr: 3,6). Ausführlichere Informationen sind in dem jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht unter www.tesa.com/de-de/nachhaltigkeit sowie in der "Nichtfinanziellen Erklärung" im Geschäftsbericht der Beiersdorf AG unter https://www.beiersdorf.de/aktueller-geschaeftsbericht verfügbar. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3 In 2023 gab es einen meldepflichtigen Arbeitsunfall. Die Abwesenheitsquote befindet sich mit 3,7 % auf einem guten Niveau. Die tesa Werk Offenburg GmbH beschäftigte im Jahr 2023 im Jahresdurchschnitt 430 Mitarbeitende (umgerechnet auf Vollzeitbasis und ohne Berücksichtigung von Auszubildenden). Dies bedeutet eine Erhöhung der Belegschaft um 4,1 %.
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Ertragslage Die Umsatzerlöse der tesa Werk Offenburg GmbH erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. € auf 206,6 Mio. €. Auf Umsatzerlöse im Inland entfielen dabei 204,2 Mio. €. Die Umsatzerlöse im Ausland betrugen 2,4 Mio. €. Der Elektronikbereich verzeichnete eine negative Entwicklung. Der Bereich der Verpackungsklebebänder war stabil. Die Produkte für den privaten Endverbraucher verzeichneten eine positive Entwicklung. Dadurch wurde die Prognose des Vorjahres eines über dem Markt liegendes Umsatzwachstums nicht erreicht. Gleichzeitig wurden Preisanpassungen aufgrund von veränderten Rohstoffkosten durchgeführt. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 4,0 Mio. € auf 5,0 Mio. € im Wesentlichen aufgrund von Auflösungen von Pensionsrückstellungen. Der Materialaufwand verminderte sich um 5,8 Mio. € auf 125,2 Mio. € aufgrund der wieder entspannteren Materialpreissituation. Der Personalaufwand verringerte sich um 1,5 Mio. € auf 34,8 Mio. €. Dabei stiegen die Kosten für Löhne und Gehälter um 1,0 Mio. € auf 26,4 Mio. €. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung reduzierten sich insbesondere aufgrund geringerer Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen als im Vorjahr um 2,5 Mio. € auf 8,4 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen vermindern sich leicht um 1,5 Mio. € auf 28,5 Mio. €. Das Zinsergebnis erhöhte sich um 9,4 Mio.€ auf 1 Mio. € aufgrund von geringeren Zinssatzveränderungen bei den Pensionsrückstellungen gegenüber dem Vorjahr. Die operative EBIT-Umsatzrendite ohne Sondereffekte liegt bei 7,5% (Vorjahr 3,4%). Somit wurde die Prognose des Vorjahres einer EBIT-Umsatzrendite leicht unter dem Jahr 2022 deutlich übertroffen. Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) hat sich gegenüber dem Vorjahr (-1,5 Mio. €) auf 16,2 Mio. € signifikant erhöht. Finanzlage Investitionen Die tesa Werk Offenburg GmbH hat im Jahr 2023 insgesamt 10,0 Mio. € in Sachanlagen investiert. Der wesentliche Teil hiervon entfiel auf die Modernisierung von Beschichtungs-, Schneid- und Verpackungsanlagen (4,6 Mio. €), Änderung und Erweiterung von Energieversorgungsanlagen (3,0 Mio. €), Sicherheitseinrichtungen (1,0 Mio. €), sowie auf Investitionen im Bereich der IT-Infrastruktur (0,5 Mio. €). Liquidität Die Finanzierung der tesa Werk Offenburg GmbH und die Anlage freier Mittel erfolgt im Wesentlichen innerhalb des Beiersdorf Konzerns. Die freien liquiden Mittel werden im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings an die tesa SE weitergeleitet bzw. negative liquide Mittel von der tesa SE ausgeglichen. Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Verbindlichkeit gegenüber der tesa SE in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: Forderung von 3,2 Mio. €). Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich nur leicht um 0,2 Mio. € auf 76,2 Mio. € vermindert. Auf der Aktivseite resultierte dies aus einer Erhöhung der Sachanlagen (+ 4,7 Mio. €), einer Verminderung der Vorräte (- 3,0 Mio. €) und einer Verminderung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (- 2,5 Mio. €). Bei den Passiva vermindert sich die Bilanzsumme im Wesentlichen durch die Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und sonstigen Rückstellungen (- 3,9 Mio. €), einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ 2,0 Mio. €) und einer Erhöhung des Bilanzgewinns (+ 1,8 Mio. €). Chancen- und Risikobericht tesa ist ein weltweit agierender Konzern und in diesem Rahmen sehr unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Risiken und Chancen umfassen spezifische Ereignisse und Entwicklungen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten und wesentliche negative bzw. positive finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Erreichung der Ziele des tesa Konzerns haben können. Das Risikomanagement als Bestandteil des gesamten Planungs-, Kontroll- und Berichtssystems zielt darauf ab, sich bietende Chancen konsequent zur Wertsteigerung zu nutzen und identifizierte Risiken auf ein für die Organisation beherrschbares Maß zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Über das Planungs- und Berichtswesen erfasst, bewertet und überwacht tesa systematisch die weltweiten Risiken - sowohl zentral in der tesa SE als auch dezentral in den Regionen. Das Management der operativen Risiken erfolgt weitgehend dezentral mit einem zentralen Monitoring. Übergreifende internationale Risiken im Zusammenhang mit Produktions- und Sicherheitsstandards, Rechtsverstößen, Markenführung, Finanzierung und Wertentwicklung des Konzerns werden von tesa zentral überwacht. Ein zielorientiertes Controlling und ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen für ein vorteilhaftes Verhältnis von Chancen und Risiken. Die interne Revision der Beiersdorf Aktiengesellschaft überwacht die Einhaltung des internen Kontrollsystems und gewährleistet die Integrität der Geschäftsabläufe. Die Beschleunigung der Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette nimmt weiter stetig zu und eröffnet sehr hohe Chancen. Dabei hat tesa im vergangenen Jahr erhebliche Anstrengungen unternommen, die es ermöglichen, die Effektivität der Investitionen deutlich zu steigern. Gleichzeitig hat tesa organisatorisch dafür gesorgt, dass noch stärker integrativ gearbeitet wird, über alle Produktgruppen sowie zwischen den Funktionen und der IT und im engen Verbund mit dem Geschäft. Unter anderem wurde beispielsweise als Reaktion auf die rasante Verbreitung von ChatGPT und ähnlichen Werkzeugen innerhalb kurzer Zeit eine verbindliche rechtliche Leitlinie erlassen, die alle tesa Mitarbeitenden im Umgang mit diesen Applikationen beachten müssen. tesa wird weiterhin an der Gestaltung der Rahmenbedingungen für die sichere Nutzung derartiger Werkzeuge arbeiten. Zum jetzigen Zeitpunkt, auch weil die Anwendungsfälle noch begrenzt sind, stuft tesa die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit ChatGPT und ähnlichen Werkzeugen noch als gering ein. Langfristig beobachtet tesa die Entwicklungen weiter, um etwaige Chancen und Potenziale frühzeitig nutzen zu können. Marktrisiken (aber auch Marktchancen) ergeben sich für tesa grundsätzlich sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite. Preis- und Verfügbarkeitsrisiken auf den Beschaffungsmärkten werden durch auf Planbarkeit ausgelegte Lieferverträge, unter anderem mit langen Laufzeiten und Preisgleitklauseln, gemindert. Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten und kurzfristigen Preisschwankungen begegnet tesa durch den gezielten Aufbau alternativer Bezugsquellen. Auf der Absatzseite ist tesa konjunkturellen und lieferkettenbedingten Risiken in den Industriebranchen ausgesetzt, mit denen das Unternehmen einen hohen Umsatzanteil erzielt, insbesondere in der Automobil- und Elektronikindustrie. Die enge Zusammenarbeit mit der Elektronikindustrie im asiatischen Raum ist weiterhin konstruktiv, allerdings stellt der Projektcharakter der Zusammenarbeit wie bisher ein hohes Schwankungsrisiko dar. Durch fortlaufende Investitionen in die Produkt- und Technologieentwicklung und den Ausbau eines innovativen Produktportfolios erwartet tesa eine Stärkung der Marktposition. Die Markttrends werden sowohl zentral als auch in den Regionen intensiv beobachtet, um frühzeitig steuernd eingreifen zu können und dabei gleichzeitig Chancen effizient zu nutzen. Darüber hinaus ist tesa dem Risiko eines vollständigen Ausfalls einzelner Kunden und dem Risiko des Ausfalls von Forderungen ausgesetzt. Es gibt aufgrund der breiten Umsatzverteilung und Diversifizierung jedoch keine Einzelkunden mit einem Umsatzanteil oder Forderungsbestand, deren Ausfall das Unternehmen in existenzbedrohender Weise treffen könnte. Dennoch sichert das tesa Credit Management Kunden, für die aufgrund von Unternehmensprofil und Forderungsgrößenordnung ein erhöhtes Risiko identifiziert wurde, im machbaren Rahmen zusätzlich über eine Warenkreditversicherung ab. Das Vertrauen der Kunden in die Produkte und in die Marke tesa®, sowohl im Industrie- als auch im Consumer-Bereich, muss durch die Einhaltung hoher Standards hinsichtlich der Qualität und der Sicherheit der Produkte erhalten und gepflegt werden. Sie unterliegen deshalb über den gesamten Beschaffungs-, Herstellungs- und Distributionsprozess hinweg einem durchgängigen Qualitätssicherungssystem. Die Entwicklung und Einhaltung der dafür notwendigen Prozesse stellt tesa periodisch durch eigene und externe Audits nach internationalen Standards sicher. Das tesa Werk Offenburg ist durchgängig nach ISO 9001 und, wo erforderlich, zusätzlich nach IATF 16949 sowie ISO 14001, 45001 und 50001 zertifiziert. Prozessbegleitende Kontrollen begrenzen Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken. Auch diese werden durch externe Zertifizierungen sichergestellt. Für die finanziellen Belastungen aus Haftungsrisiken und möglichen Schadensfällen hat tesa durch den Abschluss von Versicherungen im Rahmen der Möglichkeiten und gemäß wirtschaftlichen Abwägungen entsprechende Vorsorge getroffen. Die Möglichkeit des vollständigen Ausfalls eines oder mehrerer Produktionsaggregate ist nicht auszuschließen und stellt ein potenzielles Risiko für die langfristige Lieferfähigkeit des Unternehmens dar. Diesem Risiko begegnet tesa durch ein System vorbeugender Instandhaltung, alternativer Energieversorgung und durch Maßnahmen im Bereich Brandschutz sowie entsprechende intensive Mitarbeiterschulungen. Gegen dennoch eintretende Schadensfälle ist tesa im wirtschaftlich sinnvollen Rahmen versichert. Kontinuierliche Innovation, ein zusätzlicher Fokus auf die Nachhaltigkeit von Produkten und Produktionsprozessen sowie die Zusammenarbeit mit den Kunden zur Verbesserung ihrer Produktionsprozesse fördern die dauerhafte Akzeptanz der Produkte im Markt und eröffnen hierdurch weitere Chancen. Innovative Produkte wirken einem reinen Preiswettbewerb entgegen und reduzieren im Endverbrauchergeschäft das Risiko der Ausweitung sogenannter Handelsmarken. Forschungs- und Technologierisiken reduziert tesa durch eine eigene Produkt- und Technologieentwicklung sowie den regelmäßigen Austausch und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten. Eine kontinuierliche Marktbeobachtung und funktionsübergreifende Entscheidungsprozesse zur Bewertung und Auswahl von Entwicklungsprojekten stellen eine marktorientierte Entwicklungstätigkeit sicher. Technologische Kompetenz und die Pflege der Marke tesa® als Garant für Qualität und Innovation haben eine besondere Bedeutung. Die Wahrung und Sicherung der damit verbundenen Rechtspositionen erfolgen zentral in Abstimmung mit den operativen Regionen. tesa steuert finanzielle Risiken mit einem aktiven Treasury-Management und auf Basis weltweit geltender Richtlinien im Bereich Corporate Treasury. Übergeordnetes Ziel ist es, die finanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns abzusichern und den Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. tesa stellt im Rahmen des Finanzmanagements die jederzeitige Liquidität des Konzerns sicher, kontrolliert die Risiken im Bereich der Finanzinstrumente und optimiert das konzernweite Cash-Management. Rechtsverstöße können den guten Ruf von tesa schädigen und zu Strafen, Sanktionen, Schadensersatzansprüchen, Verfahrenskosten und sonstigen Belastungen führen. tesa minimiert die mit Rechtsverstößen korrespondierenden Risiken mit einer risikoorientierten Compliance-Organisation. Die derzeitigen Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten und Programme liegen auf den Themen Kartellrecht, Anti-Korruption und Datenschutz. Mit an den jeweiligen Risiken ausgerichteten Richtlinien, Prozessen und Schulungsprogrammen wird auf eine systematische Risikominimierung hingewirkt. Dies wird darüber hinaus unterstützt durch einen global gültigen und verpflichtenden Verhaltenskodex. Währungsbedingte Risiken sichert tesa für frei konvertible Währungen, sofern wirtschaftlich sinnvoll, zu 75% ab. Die Abwicklung der dementsprechend abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte erfolgt zentral über die Beiersdorf Aktiengesellschaft. Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Anlage liquiditätsnaher Mittel werden grundlegend durch die von Beiersdorf gesteuerte konzernweite Anwendung von Kontrahentenlimits begrenzt. Die Entwicklung der devisenkursbedingten Risiken wird regelmäßig überprüft. Sowohl Zinsrisiken als auch Liquiditätsrisiken sind für tesa aufgrund der sehr geringen Inanspruchnahme von Bankkrediten von untergeordneter Bedeutung. Grundsätzlich dienen Sicherungsgeschäfte ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte oder betriebsnotwendiger Finanztransaktionen. tesa überwacht laufend Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT-Systeme und passt sie dem Stand der Technik an. Zur Risikobegrenzung bei der mobilen Datenkommunikation und beim Einsatz von Cloud-Anwendungen überwacht tesa die Wirksamkeit der Maßnahmen und hält Notfallpläne vor. Unberechtigter Zugriff und Datenverlust sind durch technische und organisatorische Maßnahmen weitestmöglich ausgeschlossen. Der Gewinnung und dem Erhalt qualifizierter Fach- und Führungskräfte dienen leistungsbezogene Vergütungssysteme, gezielte Weiterbildungsprogramme und die kontinuierliche Rekrutierung und Entwicklung von Nachwuchskräften. Aus heutiger Sicht lassen sich für die nächsten zwölf Monate keine darüberhinausgehenden besonderen Risiken erkennen, die allein oder in Summe für die tesa Werk Offenburg GmbH bestandsgefährdend sein könnten. Prognosebericht Die geopolitischen Risiken und ihre Effekte auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung werden das Geschäft der tesa Werk Offenburg GmbH auch 2024 nachhaltig prägen. Insbesondere die zukünftige Entwicklung des globalen Automobilmarktes und der Elektronikindustrie werden die Geschäftsaktivitäten und das Wachstum von tesa beeinflussen. In einem weiterhin unsicheren Marktumfeld erwartet die tesa Werk Offenburg GmbH für 2024 einen leichten Rückgang der Materialpreise. Bei den Energiekosten wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Nach 2023 geht die tesa Werk Offenburg GmbH auch für 2024 von einer volatilen Entwicklung in Europa aus, da sich der andauernde Krieg in der Ukraine trotz gesunkener Inflation weiterhin negativ auf die Entwicklung der Märkte auswirken könnte. In Nordamerika werden weniger positive Impulse im Vergleich zu 2023 erwartet, dementsprechend fällt die Planung von tesa für diese Region verhaltener aus. In einem schwachen Marktumfeld bei moderater Inflation wird in der für tesa wichtigen Automobil- und Bauindustrie mit geringeren Volumenerwartungen gerechnet. Die Entwicklung in Asien ist weiterhin von der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft abhängig. Die tesa Werk Offenburg GmbH rechnet für 2024 mit einem moderaten Wachstum in Asien, an dem tesa voraussichtlich mit seinen Kunden aus der Automobil- und der Elektronikindustrie partizipieren wird. Der zunehmende Preisdruck wird das Umsatzwachstum in beiden Bereichen möglicherweise jedoch etwas dämpfen. Die enge Zusammenarbeit mit der Elektronikindustrie im asiatischen Raum ist weiterhin konstruktiv, allerdings stellt der Projektcharakter der Zusammenarbeit wie bisher ein hohes Schwankungsrisiko dar. Durch fortlaufende Investitionen in Forschung und Entwicklung innovativer Produkte forciert tesa eine Stärkung der Marktposition. Wie im Jahr 2023 gesehen, geht die tesa Werk Offenburg GmbH auch für 2024 von einer Volatilität der Währungskurse aus. Die Entwicklung des im Jahresverlauf 2023 aufgewerteten Euro wird auch 2024 einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der tesa Werk Offenburg GmbH haben. Eine Absicherung von Wechselkursrisiken erfolgt durch den Einsatz klassischer Finanzinstrumente. Die tesa Werk Offenburg GmbH investiert auch künftig in innovative Technologien an allen Produktionsstandorten weltweit. Das Investitionsvolumen wird über der Summe der Abschreibungen liegen. Die Finanzierung der Investitionen im Jahr 2024 ist gesichert. Die Wachstumserwartung für das Jahr 2024 liegt leicht über der Marktentwicklung. Dies gilt sowohl für das Geschäft mit den Endverbrauchern als auch für das Geschäft mit den Industriekunden. Durch weitere Investitionen in der Produkt- und Technologieentwicklung und damit in innovative Produkte erwartet tesa eine Stärkung seiner Marktposition. Aufgrund der globalen Herausforderungen und der daraus resultierenden hohen Unsicherheit bezüglich der Zukunftsaussichten für die Absatzmärkte und der Geschäftsentwicklung der tesa Werk Offenburg GmbH ist die Prognosefähigkeit mit Unsicherheiten behaftet. Mit der gleichen Unsicherheit in Bezug auf die Marktentwicklung 2024 erwartet die tesa Werk Offenburg GmbH ein über dem Markt liegendes Umsatzwachstum. Unter dieser Annahme wird das organische Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich liegen. Die operative EBIT-Umsatzrendite des laufenden Geschäfts ohne Sondereffekte wird auf dem Niveau des Vorjahres liegen.
Offenburg, 28. März 2024 Holger Rauth, Geschäftsführer Stefan Schmidt, Geschäftsführer ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung der tesa Werk Offenburg GmbH vom 9. September 2024 hat beschlossen, dass der Jahresüberschuss in Höhe von € 14.421.602,50 der tesa SE aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages per 31. Dezember 2023 auf den Geschäftskonten gutgeschrieben wird. Der verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von € 1.797.301,00 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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