Tresides Asset Management GmbH

Stephanstraße 25, 70173 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 746512
Eingetragen
10.10.2013
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: (1) Die Gesellschaft ist ein Wertpapierinstitut nach § 2 Abs. 1 WplG und erbringt gewerbsmäßig Wertpapierdienstleistungen für andere. Sie betreibt die dort in den Nummern 3, 4, 5 und 9 geregelten Wertpapierdienstleistungen, d.h.: 1. die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), 2. die Abgabe von persönlichen Empfehlungen im Sinne des Artikels 9 der Delegierten Verordnung (EU) 2017/565 der Kommission vom 25. April 2016 zur Ergänzung der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Bezug auf die organisatorischen Anforderung an Wertpapierfirmen und die Bedingungen für die Ausübung ihrer Tätigkeiten sowie in Bezug auf die Definition bestimmter Begriffe für die Zwecke der genannten Richtlinien (ABl. L 87 vom 31.03.2017, S. 1; L 246 vom 26.09.2017, S 12; L 82 vom 26.03.2018, S 18), die zuletzt durch die Delegierte Verordnung (EU) 2019/1011 (ABI. L 165 vom 21.06.2019, S 1) geändert worden ist, an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung), 3. die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten in fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), 4. die Verwaltung eizelner oder mehrerer in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung). Daneben ist die Gesellschaft zur Anlage ihres eigenen Vermögens berechtigt. Die Gesellschaft darf sich bei der Erbringung der vorstehend unter Nrn. 1, 2, 3 und 4 genannten Wertpapierdienstleistungen nicht Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden verschaffen. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte eigehen, die im Zusammenhang mit den in Absatz 1 genannten Wertpapierdienstleistungen stehen und die ihr zur Erreichung der genannten Geschäftszwecke unmittelbar oder mittelbar nützlich erscheinen. Sie ist in ihrer Tätigkeit nicht auf das Inland beschränkt. Die Gesellschaft darf sich an Unternehmen beteiligen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf, und eine Haftung der Gesellschaft aus der Beteiligung durch die Rechtsform des Unternehmens beschränkt ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Krauss
seit 25.4.2019
Prokura
Berndt Steffen Maisch
seit 25.4.2019
Prokura
Michael Trauth
seit 6.11.2015
Geschäftsführer
Stefan Seeberger
seit 10.10.2013
Prokura
Heike Lemmer-Weiss
seit 10.10.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (12)

Gesellschafter
Beta

12 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 12 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
M****** T*****
327.000 €
16.35%
M****** A**** K****
240.000 €
12.00%
H**** B****** L**********
240.000 €
12.00%
S***** S********
240.000 €
12.00%
B***** M*****
174.000 €
8.70%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tresides Asset Management GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Amtsgericht Stuttgart

HRB 746512

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Das Kerngeschäft der Gesellschaft ist die Finanzportfolioverwaltung und die Anlageberatung gemäß WpIG für Spezial- und Publikumssondervermögen und die Vermögensverwaltung für institutionelle Anleger. Dabei konzentriert sich die Gesellschaft auf die Assetklassen Aktien, Renten und Rohstoffe. Neben der Finanzportfolioverwaltung erbringt die Tresides Asset Management GmbH auch die Anlageberatung.

Wirtschaftsbericht

Das makroökonomische Umfeld in den USA entwickelte sich trotz der restriktiven Geldpolitik der FED relativ robust und profitierte spürbar von fiskalpolitischen Impulsen sowie dem Inflation Reduction Act. Dagegen wirkte sich in Europa der Liquiditätsentzug durch die EZB deutlich bremsender auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Die Krise am Immobilienmarkt und der schwache Binnenkonsum belasteten die Konjunktur in China, sodass die Post-Corona-Erholung dort wenig dynamisch verlief. Die nur langsame Normalisierung der Kerninflation, die sich noch deutlich über den Zielmarken der Notenbanken bewegte, belastete im Jahresverlauf die Rentenmärkte in den USA und Europa. So überschritt das Renditeniveau 10-jähriger Staatsanleihen in den USA bzw. Deutschland im Oktober sogar temporär die technischen Marken von 5% bzw. 3%. Das anziehende Renditeniveau am Rentenmarkt erhöhte die Attraktivität der Anlageklasse Anleihen für viele Investoren und führte zu Mittelabflüssen aus Aktienfonds. Ab November setzte dann aber eine deutliche Erholung nahezu aller Anlageklassen ein. Dies war vor allem auf einen etwas kräftigeren Rückgang der US-Kerninflation zurückzuführen, der die Hoffnung auf eine geldpolitische Trendwende bei den Notenbanken nährte. Staatsanleihen in Europa und den USA konnten dank einer Jahresendrallye im Kalenderjahr 2023 moderate Kursgewinne erzielen. Unternehmensanleihen profitierten zusätzlich von sinkenden Risikoaufschlägen. Europäische Aktien konnten prozentual zweistellige Kursanstiege verzeichnen (STOXX Europe 600 +15,8%). Der Aktienmarkt in den USA (S&P 500 +25,7%) profitierte zusätzlich von der Euphorie rund um das Thema künstliche Intelligenz, die vor allem bei hochkapitalisierten Technologieunternehmen für erhebliche Kursphantasie sorgte. Dagegen mussten die Rohstoffmärkte (Bloomberg Commodity Index -12,6%) auch mangels konjunktureller Impulse aus China im Kalenderjahr Verluste hinnehmen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Geschäftstätigkeit der Tresides Asset Management GmbH hat sich in 2023 zufriedenstellend entwickelt. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 beträgt TEUR 612. Der Jahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf TEUR 424.

Das Provisionsergebnis sank um TEUR 458 auf TEUR 4.148. Die Personalaufwendungen sanken um TEUR 237 auf TEUR 2.289 und die anderen Verwaltungsaufwendungen sanken auf TEUR 1.255. Insgesamt fielen Ertragsteuern in Höhe von TEUR 187 an.

Unsere Vermögenslage mit liquiden Mittel in Höhe von TEUR 2.145 und einer Eigenkapitalquote von 80,0 % ist zufriedenstellend. Verbindlichkeiten werden jederzeit innerhalb der Zahlungsziele beglichen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tresides Asset Management GmbH beurteilen wir als geordnet.

Geschäftsverlauf und Entwicklung 2023

Die Tresides Asset Management GmbH hat in Zusammenarbeit mit der Kapitalverwaltungsgesellschaft Ampega Investmentgesellschaft mbH fünf Publikumssondervermögen aufgelegt:

Fonds Fondsvermögen am 31.12.2023 Fondsvermögen am 31.12.2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Tresides Balanced Return AMI 215,7 196,0
Tresides Commodity One 78,9 69,0
T3 Global Allocation 158,4 146,0
Tresides Dividend & Growth AMI 86,3 87,2
Tresides Phoenix One 5,1 0
GESAMT 544,4 498,2

Daneben betrieb die Tresides Asset Management GmbH im Jahr 2023 die Finanzportfolioverwaltung bzw. die Anlageberatung für mehrere Spezialsondervermögen sowie die institutionelle Vermögensverwaltung.

Prognosebericht

Die Ertragslage der Gesellschaft ist aufgrund ihrer Geschäftsstrategie besonders abhängig von der Entwicklung der Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkte und den Mittelzu- und -abflüssen der von ihr gemanagten Vermögen.

Die Frühindikatoren (IFO/ ZEW/ PMI) in Europa deuten mehrheitlich auf eine ökonomische Stabilisierung hin, es fehlt allerdings jegliche Wachstumsdynamik. Dies zeigt sich auch in der jüngsten EU-Konjunkturprognose für 2024, wo die Wachstumserwartung auf 0,8% gesenkt wurde. Auf der anderen Seite wurde aber auch die Inflationsprognose auf 2,7% nach unten revidiert, was der EZB Spielraum für die erste Zinssenkung im Sommer 2024 geben sollte. In den USA hingegen zeigten sich sowohl die Arbeitsmarkt- als auch die Wachstumsdaten sehr robust. Gleichzeitig sorgen dort hohe fiskalpolitische Ausgaben, der starke Konsum und die hohe Lohninflation für eine hartnäckige Kerninflation, die schnelle Zinssenkungen seitens der FED unwahrscheinlicher machen. Vor diesem Hintergrund ist sowohl für die Eurozone wie auch für die USA zunächst mit einem erhöhten, aber volatilen Zinsniveau zu rechnen. Vor allem inflationsbezogene Nachrichten dürften die Zinsvolatilität am langen Ende der Zinskurven zunächst weiter befeuern. Mit der insbesondere für die Eurozone zunehmenden Abwärtsdynamik des Preisniveaus dürfte sich - spätestens im Laufe des Sommers - die Zinskurve allerdings nach unten bewegen. Es ist zudem davon auszugehen, dass auch die aktuell vorherrschende Inversion der Zinskurve in Erwartung eines beginnenden Zinssenkungszyklus rückläufig sein dürfte. Für die US-Zinsen erwarten wir eine ähnliche Entwicklung, wenngleich eine hartnäckigere (Kern-)Inflation diese Entwicklung zeitlich gegenüber den Euro-Zinsmärkten verzögern könnte.

In der Berichterstattung der Unternehmen spiegelt sich in einigen Branchen das schwache Wirtschaftswachstum in Europa und China zunehmend negativ in der Gewinnentwicklung wider. Ausbleibende Nachfrageimpulse, das Abebben der Preiserhöhungen sowie Kostenbelastungen aufgrund steigender Löhne und Zinsen gefährden die Gewinnmargen, die aktuell auf historischem Rekordniveau liegen. Von diesem Trend kann sich der Großteil der sogenannten "Magnificent 7" in den USA positiv abkoppeln, da Hardware-Investitionen sowie erste praktische Anwendungen rund um das Thema künstliche Intelligenz zusätzliche Ertragsdynamik entfachen. Nach den starken Kursgewinnen der letzten Monate haben die wichtigsten Aktienindizes neue Höchststände erreicht und auch das charttechnische Bild erscheint sehr positiv. Allerdings reflektiert das inzwischen erreichte Bewertungsniveau vor allem bei Wachstumstiteln eine recht geringe Risikoprämie. Moderate weitere Kursgewinne erscheinen zwar noch möglich, für spürbar steigende Aktienkurse ist aber eine nachhaltige Zinswende unabdingbar.

Bedingt durch unsere breit aufgestellte Kundenstruktur, welche sich größtenteils aus institutionellen Anlegern zusammensetzt und die Diversifikation über die drei Assetklassen Aktien, Renten und Rohstoffe gehen wir davon aus, dass unsere Assets under Management Ende 2024 höher sein werden, da wir mit neuen Mandatierungen rechnen. Wachstum bei gleichzeitiger Ertragsstärke ist weiterhin Ziel der Gesellschaft. Dies wird erreicht durch konsequentes Ausloten von Marktchancen und Anbieten entsprechender Produkte. Dabei bietet die Gesellschaft ihren Kunden sowohl standardisierte Investmentstrategien als auch sehr auf den individuellen Bedarf zugeschnittene Lösungen an.

Aufgrund von weiter steigender Energie-, Personal- und Beschaffungskosten bei stagnierenden Erträgen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem reduzierten Jahresüberschuss.

Risikobericht

Die Gesellschaft hat die wesentlichen Risiken für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage analysiert. Diese werden im Rahmen jährlicher Auswertungen und - bei den wichtigsten Einflussgrößen - auch laufend überwacht.

Grundsätzlich sind für die Gesellschaft vor allem das Geschäftsfeldrisiko, das Marktpreisrisiko und operationelle Risiken als wesentlich einzustufen. Deren Einschätzung ist Bestandteil der täglichen Arbeit der Geschäftsführung und der weiteren Mitarbeiter. Dadurch und durch die ausreichend vorhandene Liquidität soll der Bestand der Gesellschaft gesichert werden.

1. Geschäftsfeldrisiko

Den Klumpenrisiken bei einzelnen Kunden wird entgegengewirkt durch eine breitere Streuung der Kundschaft. Damit direkt im Zusammenhang stehen die Vertriebsrisiken. Diese werden gesteuert durch eine regelmäßige Überwachung sämtlicher Vertriebsaktivitäten und entsprechendem Monitoring. Ein weiteres Risiko besteht in Anteilsrückgaben durch Anleger. Das Berichtswesen und die Kommunikation der Gesellschaft sind auf eine langfristige und vertrauensvolle Beziehung zu den Anlegern ausgerichtet. Zur Sicherstellung eines regelmäßigen Kontaktes zu Kunden verfügt Tresides neben Face-to-Face-Kontakten über verschiedene Möglichkeiten mit Kunden in Kontakt zu bleiben (Newsletter, Telefonate, Videokonferenzen, usw.)

2. Adressenausfallrisiko/Kreditrisiko

Nennenswerte Kreditrisiken bestehen für die Gesellschaft nicht. Angesichts dessen sehen wir das Adressenausfallrisiko für die Gesellschaft als gering an. Eine Überwachung erfolgt im Rahmen des regulären Rechnungswesens.

3. Marktpreisrisiko

Die Gesellschaft unterliegt Marktpreisrisiken durch die Abhängigkeit der Erträge von der Höhe der Assets under Management/Advice. Die Gesellschaft hat keine Wertpapiere im Eigenbestand. Das Management der Ertragsrisiken erfolgt durch Abschläge bei den geplanten Assets under Management und kontinuierliche Überwachung der verwalteten Vermögen.

Zinsänderungs- und sonstige Preisrisiken bestehen mit Ausnahme des Währungsrisikos nicht. Das Währungsrisiko resultiert insbesondere aus Liefer- und Leistungsverträgen in USD und wird als gering eingestuft. Durch den russischen Überfall auf die Ukraine besteht das Risiko stärker schwankender verwalteter Fondsvolumina als Folge der Kursveränderungen von Aktien, Renten und insbesondere Rohstoffe. Auf der Kostenseite besteht das Risiko starker Kostensteigerungen insbesondere für Energie (Strom), Reisekosten und Wartung. Bei einzelnen Kostenposten sehen wir in 2024 aber schon wieder eine entspanntere Lage.

4. Operationelle Risiken

Hierbei handelt es sich um einen wichtigen Risikofaktor für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft. Folgende Einzelrisiken sind dabei besonders zu betrachten:

a) Personalrisiken

Beim Personal hat die Gesellschaft mehrere Maßnahmen ergriffen, um den Risiken entgegenzuwirken. Zum einen zeichnet sich die Gesellschaft dadurch aus, dass alle Mitarbeiter schon seit vielen Jahren im Geschäftsfeld Asset Management Berufserfahrung gesammelt haben. Die Mitarbeiter sind vertraut mit den (aufsichts-)rechtlichen Rahmenbedingungen und durchweg hoch qualifiziert. Durch individuelle und allgemeine Schulungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter auf ihrem hohen Niveau gehalten. Der Fluktuation wird entgegengewirkt, indem die Gesellschaft marktgerechte Gehälter zahlt und den Keyplayern eine Beteiligung an der Tresides Asset Management GmbH anbietet.

b) Interne Prozesse

Die internen Prozesse der Gesellschaft wurden seit Aufnahme des Geschäftsbetriebs immer wieder auf ihre Fehleranfälligkeit überprüft. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Investment-/Orderprozess. Durch ein striktes Vier-Augen-Prinzip - die Aufgabenverteilung zwischen den Mitarbeitern in den Bereichen Portfoliomanagement und Middle Office - sollen Fehler vermieden werden.

c) Systemrisiken

Dem Versagen technischer Systeme soll durch den Einsatz hochwertiger Technik und deren ständige Wartung entgegengewirkt werden. Die laufende Überwachung erfolgt durch externe und interne Fachkräfte. Für alle wesentlichen Systeme bestehen Wartungsverträge, es besteht ein zweites Rechenzentrum an einem anderen Standort.

d) Externe Ereignisse

Aufgrund der Geschäftsstrategie ist die Gesellschaft Verlustrisiken durch externe Ereignisse ausgesetzt. Diese äußern sich in erster Linie durch Entwicklungen der Kapitalmärkte und regulatorische Vorgaben, die wiederum die Ertragslage der Gesellschaft durch Veränderungen der Assets under Management beeinflussen. Dieses Risiko hat einen großen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft, kann aber durch die Gesellschaft selbst nicht wesentlich beeinflusst werden. Die Corona-Pandemie ist ein solches Ereignis. Unser größtenteils aus institutionellen Anlegern mit längerfristigem Anlagehorizont zusammengesetztes Kundenportfolio und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Renten-, Rohstoff- und Aktienanlagen, sollten die negativen Auswirkungen auf unsere Assets under Management begrenzen. Wir können derzeit keine grundsätzliche Änderung in der Anlagestrategie unserer Hauptkunden erkennen, jedoch ist diese nicht auszuschließen.

5. Liquiditätsrisiken

Die Liquidität der Gesellschaft wird im Rahmen des täglichen Controllings sowie durch monatliche Auswertungen überwacht. Um Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können, hält die Gesellschaft eine erhebliche Liquiditätsreserve, die kurzfristig verfügbar ist.

Das Liquiditätsrisiko für unsere Gesellschaft stufen wir als gering ein.

6. Strategierisiken

Strategierisiken stellen für die Gesellschaft wesentliche Risiken dar, da sie unmittelbar das Kerngeschäft berühren und bei Nichtbeachtung zu strategischen Krisen führen könnten. Sie liegen aber in unserem Einflussbereich und können durch unser Risikomanagement direkt gesteuert werden.

7. Nachhaltigkeitsrisiken

Innere und äußere Nachhaltigkeitsrisiken können sich auf alle bekannten Risikoarten erheblich beitragen. Innere Risiken bewerten wir als überschaubar. Äußere Risiken stellen ein höheres Risiko dar. Sie sind schwer zu identifizieren, ihr Eintritt ist unsicher vorherzusehen. Eine Steuerung durch unser Risikomanagement ist nur indirekt möglich. Die Folgen könnten schwer zu kalkulieren und die Auswirkungen für uns bedeutsamer werden.

8. Risikokommunikation und -überwachung

Die für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft wichtigsten Risiken werden von der Geschäftsleitung laufend überwacht. Bedingt durch die geringe Anzahl von Mitarbeitern und ihre enge Zusammenarbeit im Tagesgeschäft werden Probleme und besondere Vorfälle sofort an die Geschäftsführung kommuniziert. Die wichtigsten Messgrößen für die Vermögens-, Ertrags-und Finanzlage werden täglich und monatlich ausgewertet.

Die Risikosituation der Gesellschaft ist durch die Corona-Krise und den Krieg in der Ukraine verändert, jedoch kann aufgrund der schlanken Organisation der Gesellschaft schnell reagiert werden. Risiken, die der Fortführung der Unternehmenstätigkeit entgegenstehen oder anderweitig bestandsgefährdend sind, sehen wir nicht.

Chancenbericht

1. Chancen durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Sollten sich die Märkte nach der Corona-Krise oder die Kriegssituation in der Ukraine positiver entwickeln als von uns unterstellt, könnten die tatsächlichen Erträge die unserer Planung zugrundeliegenden übersteigen.

2. Chancen durch profitables Wachstum

Sollten sich die im Prognosebericht genannten Aktionsbereiche schneller als derzeit erwartet entwickeln, könnte sich dies positiv auf unsere Provisionserträge, unsere gesamte Ertragslage und unsere Cashflows auswirken und dazu führen, dass wir unseren Ausblick und unsere mittelfristigen Perspektiven übertreffen.

3. Chancen durch unsere Mitarbeiter

Die Mitarbeiter sind bei uns als Dienstleister die Quelle der Wertschöpfung für unsere Kunden und die Triebfeder für das nachhaltige Wachstum und die Profitabilität unseres Unternehmens. Die Mitarbeiter entwerfen neue Produktideen und schneidern den Kunden eine maßgerechte Investmentlösung. Sollten wir mit diesen Maßnahmen und Methoden bessere Fortschritte machen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auswirken.

4. Chancen durch Kundenbeziehungen

Das Vertrauen des Kunden ist das A und O einer Kundenbeziehung im Finanzdienstleistungsumfeld. Zufriedene Kunden können die Gesellschaft weiterempfehlen und damit zu zusätzlichem nicht geplantem Wachstum beitragen. Dies könnte sich positiv auf unsere Provisionserträge auswirken.

Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von unserer Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Stuttgart, den 29. März 2024

Tresides Asset Management GmbH

Michael Trauth, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
1. Forderungen an Kreditinstitute 2.145.383,50 2.193
a) täglich fällig 2.145.383,50 2.193
2. Forderungen an Kunden 676.934,74 545
3. Immaterielle Anlagewerte 11.130,00 26
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten oder Werten 11.130,00 26
4. Sachanlagen 49.298,00 136
5. Sonstige Vermögensgegenstände 58.185,72 159
6. Rechnungsabgrenzungsposten 33.729,29 79
Summe der Aktiva 2.974.661,25 3.138

Passivseite

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91,25 0
a) täglich fällig 91,25 0
2. Sonstige Verbindlichkeiten 225.366,90 289
3. Rückstellungen 374.786,45 416
a) andere Rückstellungen 374.786,45 416
4. Eigenkapital 2.374.416,65 2.434
a) Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000
aa) darunter: erworbene eigene Anteile -50.000,00 -50
b) Bilanzgewinn 424.416,65 484
Summe der Passiva 2.974.661,25 3.138

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 37.738,29 0
2. Zinsaufwendungen 0,00 -3
Zinsüberschuss 37.738,29 -3
3. Provisionserträge 5.130.539,85 5.925
4. Provisionsaufwendungen -982.698,48 -1.319
Provisionsüberschuss 4.147.841,37 4.606
5. Sonstige betriebliche Erträge 55.247,68 53
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand -2.288.874,79 -2.526
aa) Löhne und Gehälter -2.029.600,33 -2.255
Ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung darunter: für Altersversorgung: -40.690,42 (-44.251,31) -259.274,46 -271
b) Andere Verwaltungsaufwendungen -1.264.007,85 -1.293
-3.552.882,64 -3.819
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -73.698,59 -125
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.424,82 -15
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 611.821,29 697
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -187.404,64 -213
11. Jahresüberschuss 424.416,65 484
12. Bilanzgewinn 424.416,65 484

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes sowie der ergänzenden Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) erstellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden auf den Jahresabschluss die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die Verrechnung der Abschreibungen erfolgt linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG).

Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den Rechnungsabgrenzungsposten werden die auf die Zeit nach dem Abschlussstichtag entfallenden Beträge ausgewiesen

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Fremdwährungen

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten sind am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs gem. 256a HGB i.V.m. §340h HGB bewertet worden. Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung wurden mit dem von der kontoführenden Stelle abgerechneten Devisenkurs in Euro umgerechnet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind innerhalb von bis zu drei Monaten fällig.

2. Anlagevermögen

Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen nach den handelsrechtlichen und steuerlichen Vorschriften bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 13 Jahren angesetzt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die Position "Sonstige Vermögensgegenstände" beinhaltet im Wesentlichen die Mietkaution und Forderungen aus Körperschafts- und Gewerbesteuer.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Wartungs- und IT-Kosten, die auf die Jahre ab 2024 entfallen.

5. Sonstige Verbindlichkeiten

Die "Sonstige Verbindlichkeiten" sind innerhalb von bis zu drei Monaten fällig. Von den TEUR 225 entfallen TEUR 197 auf Rückvergütungen im Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen.

6. Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Aufwendungen im Personalbereich, sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 434 (Vj. TEUR 405). Diese umfassen Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 114 (Vj. TEUR 114) sowie Verpflichtungen aus IT-Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 320 (Vj. TEUR 291).

8. Provisionserträge

Die Provisionserträge resultieren aus der Finanzportfolioverwaltung und der Anlageberatung.

Sonstige Angaben

1. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 21, davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen und auf andere Bestätigungsleistungen TEUR 9.

2. Geschäftsführer

Als Geschäftsführer war im Berichtsjahr bestellt:

Name Beruf
Michael Trauth Geschäftsführer Tresides Asset Management GmbH

Auf die Angabe der Organbezüge wurde verzichtet (§ 286 Abs. 4 HGB).

3. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 12 Mitarbeiter.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ergaben sich nicht.

 

Stuttgart, den 29. März 2024

Tresides Asset Management GmbH

Michael Trauth, Geschäftsführer

Anlage zum Anhang

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER ABSCHREIBUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 1. Januar 2023 Zugänge Abgänge Stand am 31. Dezember 2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 368.035,53 14.363,02 353.672,51
II. Sachanlagen 629.741,31 1.500,59 85.521,39 545.720,51
SUMME 997.776,84 1.500,59 99.884,41 899.393,02
Abschreibung
Stand am 1. Januar 2023 Zugänge Abgänge Stand am 31. Dezember 2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 341.917,53 14.988,-- 14.363,02 342.542,51
II. Sachanlagen 494.127,31 58.710,59 56.415,39 496.422,51
SUMME 836.044,84 73.698,59 70.778,41 838.965,02
Restbuchwert
Stand am 31. Dezember 2022 Stand am 31. Dezember 2023
EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.118,00 11.130,--
II. Sachanlagen 135.614,-- 49.298,--
SUMME 161.732,-- 60.428,--

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tresides Asset Management GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tresides Asset Management GmbH, Stuttgart (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gensingen, 16. April 2024

App Audit GmbH
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Jürgen App, Wirtschaftsprüfer

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