cantus Verkehrsgesellschaft mbH

Königstor 1A, 34117 Kassel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 13933
Eingetragen
31.3.2006
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßeBetrieb von Verkehrswegen für Straßenfahrzeuge
Gegenstand
Die Einrichtung, der Betrieb und der Erwerb von Verkehrsunternehmen, insbesondere die Erstellung von Personennahverkehrsleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Thiel
seit 14.7.2022
Prokura
Susanne Wenzel
seit 12.7.2019
Geschäftsführer
Eduard Dr. Bock
seit 25.8.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
HESSISCHE LANDESBAHN GESELLSCHAFT mit beschränkter Haftung - HLB -
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.250.000 €
50.00%
HESSISCHE LANDESBAHN GESELLSCHAFT mit beschränkter Haftung - HLB -
Germany
1.250.000 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

cantus Verkehrsgesellschaft mbH

Kassel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmen

Die Anteile am Stammkapital der cantus Verkehrsgesellschaft mbH, Kassel (cantus), werden zu je 50 % von der BeNEX GmbH, Hamburg (BeNEX), und der Hessischen Landesbahn GmbH, Frankfurt a. M. (HLB), gehalten.

Gegenstand des Unternehmens ist die Einrichtung, der Betrieb und der Erwerb von Verkehrsunternehmen, insbesondere die Erstellung von Personennahverkehrsleistungen.

Die cantus bietet im Auftrag des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV), des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) sowie des Freistaates Thüringen (nachfolgend "Aufgabenträger") Nahverkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für den Dreiländerraum Niedersachsen, Thüringen und Hessen an. Art, Umfang, Qualität und Finanzierung der zu erbringenden Verkehrsleistungen sind in einem Verkehrsvertrag zwischen den Aufgabenträgern und der cantus geregelt:

- Betriebsleistung 2023: 4,9 Mio. Zug-Kilometer
- Vertragslaufzeit: 12.2016 - 12.2031
- Mitarbeiter: 193 *
- * im Jahresdurchschnitt gem. § 285 Nr. 7 HGB
- Eingesetzte Fahrzeuge: 21 FLIRT; 2 Talent 2

Wesentliche betriebliche Organisationseinheiten der cantus sind am Unternehmenssitz in Kassel untergebracht. Für die Instandhaltung der Fahrzeuge unterhält die Gesellschaft eine Werkstatt am Standort Kassel-Wilhelmshöhe. Die Gesellschaft stützt sich auf die Organisation, die Kenntnisse und Erfahrungen der beteiligten Gesellschafter. Aus Gründen der wirtschaftlichen und organisatorischen Zweckmäßigkeit hat die cantus auf die Einrichtung eigener kaufmännischer Geschäftsbereiche verzichtet. Zentrale Funktionen (Geschäftsleitung, kaufmännische Dienstleistungen, Personalabrechnung) werden im Rahmen von Geschäftsbesorgungsverträgen von den Gesellschaftern HLB und BeNEX sowie der NBE nordbahn Eisenbahngesellschaft mbH & Co. KG, Kaltenkirchen (nordbahn), und der Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft, Hamburg (HOCHBAHN), erbracht. Die Unternehmensführung hat keine Frauenquote für die Führungskräfte in der Ebene unterhalb der Geschäftsführung festgelegt, da die Geschäftsführertätigkeit und Führungsaufgaben durch die beiden Konzernmütter HLB und BeNEX sowie der nordbahn wahrgenommen werden.

2. Wirtschaftsbericht

Der Betrieb auf den vier Strecken des Nordost-Hessen-Netzes (NOH-Netz) konnte auch im Fahrplanjahr 2023 zuverlässig durchgeführt werden. Aufgrund einer Zunahme der Güterverkehre, Baustellen und einer höheren Auslastung aufgrund des Deutschlandtickets liegt die Pünktlichkeit unter den Werten von 2022.

Die cantus setzt 14 dreiteilige und 7 vierteilige elektrische Triebwagen vom Typ FLIRT ein, die von den Muttergesellschaften bzw. deren Konzerngesellschaften für die Laufzeit des Verkehrsvertrages angemietet wurden. Seit dem 01.07.2020 setzt die cantus zusätzlich 2 dreiteilige elektrische Triebwagen vom Typ Talent 2 ein, die von AlphaTrains angemietet wurden.

3. Ertragslage

in TEUR 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 65.224 100,0% 72.481 100,0% -7.256 -10,0%
davon periodenfremd -49 -0,1% 1.434 2,0% -1.483 -103,4%
Rohergebnis 16.923 25,9% 21.862 30,2% -4.939 -22,6%
EBITDA 2.811 4,3% 8.741 12,1% -5.930 -67,8%
Abschreibungen 191 0,3% 478 0,7% -287 -60,1%
EBIT 2.621 4,0% 8.263 11,4% -5.643 -68,3%
Finanzergebnis 76 0,1% -61 -0,1% 136 -224,3%
Jahresergebnis 1.832 2,8% 5.559 7,7% -3.727 -67,0%

Die Umsatzerlöse sinken vor allem aufgrund des in 2023 stark gesunkenen Energieindex und damit niedrigeren Ausgleichszahlungen. Des Weiteren gab es eine sehr hohe Anzahl von Ausfällen und damit einhergehend entgangenes Leistungsentgelt. Die Umsatzerlöse beinhalten zudem Erlösminderungen in Höhe von T€ 1.792 aus der finalen Spitzabrechnung für Jahre 2010 bis 2016. Die Umsatzerlöse reduzieren sich auf insgesamt T€ 65.224 (Vorjahr: T€ 72.481).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 597 (Vorjahr: T€ 1.387) fallen niedriger als im Vorjahr aus. Zu den größten Veränderungen kommt es, da im Bereich der Schadenerstattungen keine Erträge angefallen sind (Vorjahr: T€ 292) und die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 515 (Vorjahr: T€ 983) deutlich geringer ausfiel als im Vorjahr.

Der Materialaufwand reduziert sich auf T€ 48.849 (Vorjahr: T€ 51.956). Durch stark gestiegene Strompreise (Einkauf eines Großteils des Stroms in 2022) ist der Stromaufwand auf T€ 4.741 (Vorjahr T€ 3.661) gestiegen. Der Anstieg des Stromaufwands ist durch die staatliche Strompreisbremse abgebremst worden.

Die an die Aufgabenträger durchzureichenden Trassen- und Stationskosten sind aufgrund der jährlichen Preiserhöhung und aufgrund von zusätzlicher, über mehrere Monate bediente Stationshalte auf T€ 31.254 (T€ 30.883) angestiegen. Gegenläufig wirkte sich der reduzierte Fahrplan ab dem 06.11.2023 auf die durchzureichenden Trassen- und Stationskosten aus.

Die Aufwendungen für schwere Instandhaltung waren aufgrund von planmäßigen Hauptuntersuchungen in den Jahren 2021 und 2022 überdurchschnittlich hoch. In 2023 fanden keine Hauptuntersuchungen mehr statt, so dass sich die Aufwendungen auf T€ 1.380 (Vorjahr T€ 5.420) reduzieren.

Der Personalaufwand steigt aufgrund der jährlichen Tariferhöhung und der Besetzung offener Stellen auf T€ 10.236 (Vorjahr: T€ 9.442). Da in den letzten Jahren verstärkt von cantus Triebfahrzeugführer ausgebildet worden sind, sinkt der Aufwand von Fremdpersonal auf T€ 367 (Vorjahr T€ 839).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf T€ 3.876 (Vorjahr: T€ 3.678) gestiegen. Hier fielen die mit den Aufgabenträgern vereinbarten Werbe- und Inserationskosten mit T€ 586 (Vorjahr: T€ 282) höher aus.

Das EBIT der cantus liegt mit T€ 2.621 (Vorjahr: T€ 8.263) unter dem Vorjahresniveau.

Insgesamt hat damit die cantus im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von T€ 1.832 (Vorjahr: T€ 5.559) erwirtschaftet. Im Lagebericht des Vorjahres wurde ein Jahresüberschuss von T€ 1.454 prognostiziert.

4. Finanzlage

in TEUR 2023 2022 Veränderung
Finanzmittelfonds am Periodenanfang 7.851 817 7.034
davon Liquide Mittel 7.851 817 7.034
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 14.141 8.915 5.226
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 86 -103 189
Free Cashflow 14.227 8.812 5.415
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.269 -1.778 -1.491
Finanzmittelfonds am Periodenende 18.809 7.851 10.958
davon Liquide Mittel 18.809 7.851 10.958

Die cantus finanziert sich im Wesentlichen aus Eigenkapital, zwei bei Kreditinstituten gewährten Darlehen und Lieferantenkrediten.

Das gezeichnete Kapital der cantus beträgt T€ 2.500 und wird jeweils zu 50 % von der HLB und der BeNEX gehalten.

Mit Beginn des Verkehrsvertrags NOH (II) finanziert sich die cantus selbst und hat mit der Hamburger Sparkasse AG (HASPA) eine Kreditlinie von T€ 3.000 abgeschlossen.

5. Vermögenslage

in TEUR 2023 Anteil 2022 Anteil
Aktiva 29.488 100,00% 19.948 100,00%
Anlagevermögen 612 2,08% 756 3,79%
Umlaufvermögen 28.521 96,72% 19.018 95,34%
RAP 355 1,20% 174 0,87%
Passiva 29.488 100,00% 19.948 100,00%
Eigenkapital 8.570 29,06% 9.738 48,82%
Rückstellungen 5.846 19,82% 5.731 28,73%
Verbindlichkeiten 15.047 51,03% 4.480 22,46%
RAP 26 0,09% 0 0,00%

Das Sachanlagevermögen der cantus besteht im Wesentlichen aus Bauten auf fremden Grundstücken, technischen Anlagen sowie Gleisanlagen und maschinellen Anlagen.

Das Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus Ersatzteilvorräten und sonstigen Vermögensgegenständen. Wesentliche Betriebsmittel, wie die Triebfahrzeuge, sind von den Gesellschaftern der cantus und von einem externen Fahrzeugvermieter langfristig angemietet worden.

Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert aus erhöhten Abschlagszahlungen des Aufgabenträgers aufgrund der Erwartung eines steigenden Energiekostenindexes. Da die tatsächliche Entwicklung zu einem geringeren Energiekostenpreisindex geführt hat, muss mit einer Rückzahlung gerechnet werden.

6. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikobericht

In den regelmäßig durchgeführten Business Review Meetings werden intensiv vorhandene Risiken und Chancen mit den Gesellschaftern analysiert, bewertet und ggfs. mit Maßnahmen hinterlegt.

Als besonderes Risiko wurden die verstärkten Baumaßnahmen durch die DB Netz identifiziert. Durch die Baustellen kann es zu höheren Maluszahlungen (Malus Pünktlichkeit und Zugausfälle) kommen. Zudem kann es zu geringeren Ausgleichszahlungen aufgrund geringer erbrachter Leistungen kommen.

Ein weiteres Risiko sind Wetterextremsituationen, die den Eisenbahnverkehr bis zu einer zeitweisen kompletten Einstellung einschränken kann. Hier war cantus in der Vergangenheit bereits von starken Stürmen und extremen Winterwetter betroffen, die zu einer Vielzahl von Ausfällen führten.

Der demografische Wandel sowie der damit im Zusammenhang stehende Fachkräftemangel werden kurz- und mittelfristig zu möglichen Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Personal führen. Damit muss auch mit Leistungseinbußen und Umsatzkürzungen aufgrund von Vertragsstrafen und Pönalen gerechnet werden.

Die Umsetzung des Anfang 2024 verhandelten Tarifvertrags mit der Gewerkschaft GDL, sieht eine stufenweise Reduzierung bis 2029 der Wochenarbeitszeit von 39 Stunden auf 35 Stunden vor. Aufgrund dieser Vereinbarung muss cantus noch verstärkt Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer ausbilden und die Vereinbarung kann zu weiteren Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Personal führen.

Auch nach Auslaufen der Corona-Pandemie beobachten wir einen erhöhten Krankenstand mit unterschiedlichen krankheitsbedingten Ausfällen. Diese Entwicklung könnte sich auch in der Zukunft fortsetzen und zu personalbedingten Zugausfällen führen.

Es gibt teilweise starke Schwankungen am Strommarkt. cantus bekommt Strompreissteigerungen über einen Index ausgeglichen. Es besteht das Risiko, dass der Index nicht die komplette Strompreissteigerungen abbildet.

Eine Chance besteht in möglichen Zubestellungen der Aufgabenträger.

Prognosebericht

Die Umsatzerlöse der cantus im Jahr 2024 werden sich um T€ 3.061 verbessern. Es wird eine positive Entwicklung des für die Ausgleichszahlung relevanten Personalindex erwartet und damit ein höherer Ausgleichsbetrag je Zugkm. Da im NOH-Gebiet in 2024 weniger Baustellen als im Vorjahr geplant sind und alle Triebfahrzeugführerstellen besetzt sind, werden weniger Ausfälle erwartet und damit weniger Abzüge des Leistungsentgelts.

Der Jahresüberschuss wird gemäß Wirtschaftsplan gegenüber dem Vorjahr unter anderem aufgrund von höheren Personalaufwendungen um T€ 850 auf T€ 982 sinken.

 

Kassel, den 28. März 2024

cantus Verkehrsgesellschaft mbH

Die Geschäftsführung

Susanne Wenzel

Dr. Eduard Bock

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.528,00 10.241,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 16.687,51
16.528,00 26.928,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 240.187,00 316.841,00
davon: a) Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten 42.603,00 53.468,00
b) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 197.584,00 263.373,00
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 0,00 0,00
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nummer 2 gehören 108.594,00 129.360,00
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.096,00 280.999,00
593.877,00 727.200,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.750,00 1.750,00
1.750,00 1.750,00
612.155,00 755.878,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.741.054,67 3.715.647,37
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 390.219,46 439.343,62
4.131.274,13 4.154.990,99
II. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.737.636,94 4.189.347,08
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.842.457,63 2.823.365,27
5.580.094,57 7.012.712,35
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstitutionen 18.809.304,36 7.850.697,80
28.520.673,06 19.018.401,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 355.079,60 173.858,06
29.487.907,66 19.948.137,71

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.237.750,21 1.678.662,75
III. Jahresüberschuss 1.831.797,68 5.559.087,46
8.569.547,89 9.737.750,21
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.687.665,00 1.505.470,00
2. sonstige Rückstellungen 4.158.183,11 4.225.146,93
5.845.848,11 5.730.616,93
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.696.969,80 1.909.091,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.120.130,30 2.449.933,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 35.788,55 43.237,77
4. sonstige Verbindlichkeiten 193.823,01 77.508,65
15.046.711,66 4.479.770,57
D. Rechnungsabrenzungsposten 25.800,00 0,00
29.487.907,66 19.948.137,71

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 16.923.314,14 21.861.954,27
2. Personalaufwand 10.235.881,76 9.442.211,77
a) Löhne und Gehälter 8.401.806,56 7.747.497,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.834.075,20 1.694.714,65
3. Abschreibungen 190.638,05 478.065,31
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.876.266,73 3.678.339,85
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 133.015,60 5.722,66
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57.422,16 66.534,72
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 860.322,89 2.639.359,01
8. Ergebnis nach Steuern 1.835.798,15 5.563.166,27
9. sonstige Steuern 4.000,47 4.078,81
10. Jahresüberschuss 1.831.797,68 5.559.087,46

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

cantus Verkehrsgesellschaft mbH, Kassel

Amtsgericht Kassel

HRB 13933

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der cantus Verkehrsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) zu beachten.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wird dem Gesellschaftsvertrag entsprechend nach den Grundsätzen für große Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB erstellt.

Vermerke zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung haben wir sofern erforderlich aus Gründen der Klarheit im Anhang dargestellt.

Nach § 265 Abs. 5 HGB haben wir im Anlagenspiegel der cantus eine weitere Untergliederung der Posten vorgenommen. Bezüglich der Gliederung orientiert sich die cantus an der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen (BGBL, Teil 1, 1968) i.V.m. der Ersten Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen (BGBL, Teil 1, 1988, S. 1057).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungssätze orientieren sich an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 150,- EUR, die selbständig nutzbar sind, werden in voller Höhe als Betriebsausgabe abgesetzt.

Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 150,- EUR und 1.000,- EUR, die selbständig nutzbar sind, wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear gewinnmindernd aufgelöst wird.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet.

Die Bewertung der in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen enthaltenen Fahrzeug-Tauschteile erfolgt bei Anschaffungskosten kleiner als 2 TEUR mit 1,00 EUR, bei Anschaffungskosten kleiner als 20 TEUR zu Standardpreisen, welche sich aus den gleitenden gewogenen Durchschnittsaufarbeitungskosten der Vorjahre ergeben. Bei Neu- und Tauschteilen mit einem Anschaffungswert von mehr als 20 TEUR erfolgt die Bewertung zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, abzüglich einer Wertminderung, die vereinfachend linear über die jeweils erwartete Nutzungsdauer angesetzt wird.

Für erkennbare Wertminderungen werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Forderungen aus Vorlaufkosten sind unter den unfertigen Leistungen ausgewiesen. Die Vorlaufkosten setzen sich aus aktivierten Aufwendungen für Testfahrten, Ausbildung von Mitarbeitern sowie sonstigen Kosten zusammen, die in der Vorbereitungsphase der Verkehrsdurchführungsverträge anfallen. Diese Aufwände sind mit einer entsprechenden Verzinsung in die Kalkulation der über die Vertragslaufzeit geforderten Ausgleichszahlungen eingeflossen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert. Erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Es wird vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und auf den Ausweis der aktiven latenten Steuern verzichtet.

Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der von der Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Jubiläumsgeldverpflichtungen werden zum Teilwert bilanziert. Bei der Bewertung sind die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet worden.

Verbindlichkeiten werden mit deren Erfüllungsbetrag angesetzt. In den Verbindlichkeiten sind Aufwendungen enthalten, die vor allem aus der Abrechnung der jeweiligen Verkehrsverträge resultieren. Da endgültige Abrechnungen erst in Folgejahren durch die Aufgabenträger erstellt werden, basieren die Aufwendungen zum Teil auf Schätzungen. Die verwendeten Parameter spiegeln den Erkenntnisstand zum Zeitpunkt bei Aufstellung des Jahresabschlusses wider. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den Aufgabenträgern beinhalten entsprechend ebenfalls zum Teil vorläufige Einschätzungen. Schätzungen Vorjahre betreffend, werden bis zur endgültigen Abrechnung als Umsätze des aktuellen Geschäftsjahres bilanziert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagenspiegel Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 599.713,12 5.187,49 16.687,51 0,00 621.588,12
2. geleistete Anzahlungen 16.687,51 0,00 -16.687,51 0,00 0,00
Summe 616.400,63 5.187,49 0,00 0,00 621.588,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.819.511,78 0,00 0,00 0,00 5.819.511,78
davon: a) Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten 4.694.369,19 0,00 0,00 0,00 4.694.369,19
b) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 1.125.142,59 0,00 0,00 0,00 1.125.142,59
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 153.053,63 0,00 0,00 0,00 153.053,63
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nummer 2 gehören 811.032,09 11.061,43 0,00 0,00 822.093,52
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.112.933,07 30.665,62 0,00 0,00 1.143.598,69
Summe 7.896.530,57 41.727,05 0,00 0,00 7.938.257,62
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.750,00 0,00 0,00 0,00 1.750,00
Summe 1.750,00 0,00 0,00 0,00 1.750,00
Gesamt 8.514.681,20 46.914,54 0,00 0,00 8.561.595,74
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 589.472,12 15.588,00 0,00 605.060,12
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 589.472,12 15.588,00 0,00 605.060,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.502.670,78 76.654,00 0,00 5.579.324,78
davon: a) Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten 4.640.901,19 10.865,00 0,00 4.651.766,19
b) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 861.769,59 65.789,00 0,00 927.558,59
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 153.053,63 0,00 0,00 153.053,63
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nummer 2 gehören 681.672,09 31.827,43 0,00 713.499,52
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 831.934,07 66.568,62 0,00 898.502,69
Summe 7.169.330,57 175.050,05 0,00 7.344.380,62
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 7.758.802,69 190.638,05 0,00 7.949.440,74
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.528,00 10.241,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 16.687,51
Summe 16.528,00 26.928,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 240.187,00 316.841,00
davon: a) Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten 42.603,00 53.468,00
b) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 197.584,00 263.373,00
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 0,00 0,00
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nummer 2 gehören 108.594,00 129.360,00
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.096,00 280.999,00
Summe 593.877,00 727.200,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.750,00 1.750,00
Summe 1.750,00 1.750,00
Gesamt 612.155,00 755.878,51

Vorräte

Die Lagerbestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die zum größten Teil aus Fahrzeugteilen bestehen, betragen zum Bilanzstichtag 3.741 TEUR (Vorjahr: 3.716 TEUR).

In den unfertigen Leistungen sind Vorlaufkosten in Höhe von 390 TEUR enthalten, die in den nächsten 8 Jahren als Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen verbraucht werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungsspiegel Gesamtbetrag 31.12.2023
TEUR
Gesamtbetrag 31.12.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.738 4.189
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
- davon gegen Gesellschafter 0 0
- aus Lieferungen und Leistungen 0 0
sonstige Vermögensgegenstände 2.842 2.823
Summe 5.580 7.013

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Passiva

Eigenkapital

Eigenkapitalspiegel Stammkapital
TEUR
Gewinnrücklage
TEUR
Jahresüberschuss
TEUR
Eigenkapital
TEUR
1 Stand zum 01.01.2023 2.500 1.679 5.559 9.738
2 Jahresergebnis des Geschäftsjahres 0 0 1.832 1.832
3 Ausschüttung 0 0 -3.000 -3.000
4 Übrige Veränderungen 0 2.559 -2.559 0
5 Stand zum 31.12.2023 2.500 4.238 1.832 8.570

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellungen Gesamtbetrag 31.12.2023
TEUR
Gesamtbetrag 31.12.2022
TEUR
ausstehende Rechnungen 2.831 2.889
VVDE 393 518
Personalrückstellung 455 440
Reparatur von Schäden 0 8
Jahresabschlussprüfung 61 57
NVV Malus 162 162
Übrige Rückstellungen 256 150
Summe 4.158 4.225

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeitenspiegel Gesamtbetrag 31.12.2023 *)
TEUR
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
davon Restlaufzeit > 1 < 5 Jahre
TEUR
davon Restlaufzeit > 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.697 213 848 636
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.120 13.120 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 36 36 0 0
- davon gegenüber Gesellschaftern 36 36 0 0
- aus Lieferungen und Leistungen 36 36 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 194 194 0 0
Summe 15.047 13.562 848 636
Verbindlichkeitenspiegel Gesamtbetrag 31.12.2022 *)
TEUR
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
davon Restlaufzeit > 1 < 5 Jahre
TEUR
davon Restlaufzeit > 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.909 213 848 848
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.450 2.450 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 43 43 0 0
- davon gegenüber Gesellschaftern 43 43 0 0
- aus Lieferungen und Leistungen 43 43 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 78 77 0 0
Summe 4.480 2.783 848 848

*) Art und Form und Gesamtsumme der Sicherheiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

- Sicherungsübereignung des Ersatzteillagers für SPNV-Fahrzeuge (Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe sowie Ersatzteile)

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden auf Basis der im Verkehrsdurchführungsvertrag geregelten monatlichen Abschlagszahlungen geschätzt. Eine endgültige Abrechnung erfolgt durch die Aufgabenträger in den Folgejahren. Die Umsatzerlöse enthalten Zahlungen aus dem Corona-Rettungsschirm.

Die Umsatzerlöse beinhalten Erlösminderungen in Höhe von T€ 1.792 aus der finalen Spitzabrechnung für Jahre 2010 bis 2016.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten als wesentliche Positionen:

sonstige betriebliche Erträge 2023
TEUR
2022
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 515 983
übrige betriebliche Erträge 82 404
Summe sonstige betriebliche Erträge 597 1.387

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 59 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten folgende Einzelposten:

sonstige betriebliche Aufwendungen 2023
TEUR
2022
TEUR
Mieten, Pachten, Gebühren 474 449
Versicherungen 450 448
Dienstleistungen der HOCHBAHN, NBE KG und der Gesellschafter 573 609
Werbe- und Inserationskosten 586 282
Beseitigung von Unfallschaden 31 156
Provisionen 1.102 876
Fortbildungskosten 262 410
Übrige betriebliche Aufwendungen 399 448
Summe sonstige betriebliche Aufwendungen 3.877 3.678

5. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 86.958 TEUR (Vorjahr: 97.977 TEUR), die im Wesentlichen aus Mietzahlungsverpflichtungen für Schienenfahrzeuge gegenüber den Gesellschaftern resultieren.

Angaben zu den Arbeitnehmern

Personalbestand Jahresdurchschnitt 2023
Anzahl
2022
Anzahl
Gehaltsempfänger 193 189
Gesamt 193 189

Organe der Gesellschaft

Vorname, Name Ort Position / Beruf
Susanne Wenzel Witzenhausen Ingenieurin
Dr. Eduard Bock Hamburg Diplom-Volkswirt

Die Geschäftsführer erhielten für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr keine Bezüge aus der Gesellschaft.

Name und Sitz der Mutterunternehmen (Konzernkreis)

Die Anteile der Gesellschaft werden zu je 50 % von der BeNEX GmbH, Hamburg (BeNEX) und der Hessischen Landesbahn GmbH, Frankfurt a. M. (HLB), gehalten. Die Gesellschaft steht unter gemeinschaftlicher Leitung der Gesellschafter.

Die Gesellschaft wird als Gemeinschaftsunternehmen quotenkonsolidiert in den Konzernabschluss der BeNEX einbezogen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss der HLB erfolgt nach der Equity-Methode.

Seitens der BeNEX ist die International Public Partnerships Limited (INPP), St. Peter Port, Guernsey, Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die BeNEX ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses / Jahresergebnis

Die Geschäftsführung wird den Gesellschaftern vorschlagen, von dem Jahresüberschuss in Höhe von 1.832 TEUR, 1.500 TEUR an die Gesellschafter auszuschütten und 332 TEUR in die Gewinnrücklage einzustellen.

 

Kassel, den 28. März 2024

cantus Verkehrsgesellschaft mbH

Susanne Wenzel

Dr. Eduard Bock

Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 13. Juni 2024 wurde der Jahresabschluss der cantus Verkehrsgesellschaft mbH, Kassel, festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die cantus Verkehrsgesellschaft mbH, Kassel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der cantus Verkehrsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der cantus Verkehrsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 15. Mai 2024

Mazars GmbH & Co. KG
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