Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 12199
Eingetragen
2.12.2003
Branche
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Import und Export sowie der Groß- und Einzelhandel mit elektronischen Bauteilen, die keiner behördlichen Genehmigung unterliegen. Erbringung von Dienstleistungen und Beratung für andere Unternehmen. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen, solche zu erwerben und Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marie Wildanger
seit 20.4.2026
Prokura
Frank Wildanger
seit 2.12.2003
Geschäftsführer
Bernd Wildanger
seit 2.12.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WilTec Wildanger Technik GmbH

Eschweiler

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

1. Unternehmen und Geschäftstätigkeit

Die WilTec Wildanger Technik GmbH ist ein im Jahre 2001 gegründetes Familienunternehmen. Unsere Geschäftsbereiche Haus & Garten, Teich & Aquaristik und Werkzeuge bieten eine breite Produktpalette von über 6.000 Artikeln. Wir beobachten und entwickeln darüber hinaus Produktinnovationen, die zu einem nicht unerheblichen Teil zu unserem Umsatz beitragen.

Wir sind ein vollständig digitales Unternehmen, handeln ausschließlich über unsere internationalen Webshops sowie führende Internetplattformen im In- und Ausland. Seit unserem Start konnten wir über 6 Millionen Kunden national und international gewinnen. Wir betreiben keine stationären Geschäftslokale und wollen auch in Zukunft ausschließlich digital bleiben.

Wir sind ein international agierender Online-Händler. Neben unserem starken Heimatmarkt Deutschland tragen Frankreich, Italien und Spanien sowie unsere Präsenz in nahezu allen europäischen Ländern maßgeblich zu unserem Unternehmenserfolg bei. Wir erzielen inzwischen mehr als die Hälfte unseres Umsatzes im Ausland und forcieren derzeit unser internationales Geschäft.

Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir unseren Umsatz in Tschechien und der Slowakei durch die Anbindung weiterer Plattformen von TEUR 57 auf TEUR 1.344 steigern. Wir planen, unsere Expansion auch in den Folgejahren fortzusetzen.

Wir sind international vom Standort Eschweiler aus tätig. Wir leben eine familiäre Unternehmenskultur mit einer kollegialen und konstruktiven Zusammenarbeit. Wir sehen dies als Grundlage für ein stetig weiteres Unternehmens- und Mitarbeiterwachstum. Wir reagieren agil auf Marktchancen und fördern dazu eigenverantwortliches Handeln von Mitarbeitern und Führungskräften.

2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Die Gesamtentwicklung des B2C-E-Commerce Umsatzes in Deutschland wies für viele Jahre ein jährliches 2-stelliges Wachstum auf. Im Geschäftsjahr 2022 ergab sich erstmals im e-Commerce eine wesentliche Konsolidierung, die zu einem Umsatzrückgang geführt hat. Ursache ist eine Konsumzurückhaltung in der Folge der Ukraine-Krise und der explodierenden Energiekosten. Im Jahr 2023 hat sich dann die Branche zwar leicht erholt und die Branchenumsätze sind um ca. 1,0 % gewachsen - die Branchenumsätze des Jahres 2021 wurden aber noch nicht wieder erreicht (Quelle: HDE Handelsverband Deutschland). Diese Entwicklung hatte auch uns im Jahr 2022 erreicht und zu einem Umsatzrückgang von TEUR 71.056 (2021) auf TEUR 68.041 (2022) geführt. Wir konnten unsere Umsätze 2023 mit TEUR 81.671 um 20,0 % deutlich über den Branchentrend hinaus steigern und liegen damit 14,9 % über unserem bisher höchsten Umsatzerlös im Jahr 2021.

Der Versandhandel etabliert sich mehr und mehr als eigene Branche. Die Komplexität von Einkauf, Lagerhaltung, Retourenmanagement, rechtlichen Verschärfungen und engeren Margen, wird bei kleineren Versandhändlern mehr und mehr zur Herausforderung und es findet eine deutliche Marktbereinigung statt, so dass mittelfristig damit zu rechnen ist, dass der Wettbewerbsdruck geringer wird und sich die Margen stabilisieren.

Der Bereich des DIY-"Do it yourself" ist ein durch steigende Handwerkerpreise und Mangel an Fachkräften immer beliebter werdender Sektor. Ähnliches gilt für den Bereich der Gartenartikel; die Rückzugsgebiete aus der stressbelasteten Welt werden mehr und mehr zu Oasen der Ruhe und des Rückzuges.

Auch wenn es im Vorjahr aufgrund der Kaufzurückhaltung durch die Energie-Krise zu einer Konsolidierung im Online-Handel gekommen ist - im Jahr 2021 hatten die Corona-Beschränkungen den Online-Handel im Übrigen in besonderer Weise begünstigt -, gehen wir auf der Grundlage unserer Umsatzentwicklung davon aus, dass der Online-Handel perspektivisch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Wir sehen diese Wachstumschance trotz der schwachen Konjunktur in Deutschland im Jahr 2023 und der ebenfalls weiter schwachen Entwicklung im Jahr 2024 bzw. Aussichten für das Jahr 2025. Das Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 um -0,3 % und im Jahr 2024 um -0,2 % zurückgegangen (Quelle: Destatis). Für 2025 sieht eine Prognose des ifo-Instituts ein Wachstum von nur +0,2 % (Quelle: ifo-Institut). Die Risiken aus dem Zoll-Handelskrieg der USA, dem Ukraine-Krieg und seinen militärischen Anforderungen sowie die Probleme der deutschen Industrie können die Konjunktur 2025 jedoch darüber hinaus negativ beeinflussen. Das Jahr 2022 hat gezeigt, dass auch der e-Commerce von einer Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte negativ getroffen werden kann.

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in Deutschland positiv befördert und zu einem Digitalisierungsschub geführt, der sich absehbar nicht wieder umkehren wird. Langfristig sehen wir aber gegenüber dem stationären Handel Kosten- und Effizienzvorteile, die uns weiteres Wachstum ermöglichen könnten. Soweit nicht Art und Komplexität der Ware oder Dienstleistung gegen einen Online-Vertrieb sprechen, sehen wir langfristig Vorteile für den Online-Vertrieb gegenüber einem stationären Handel.

Wir haben unser Geschäft auf Privatkunden (B2C) ausgerichtet. Die Realeinkommen sind 2022 um -4,1 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und 2023 - trotz nominaler Zuwächse von 6,0 % - real nur um 0,1 % gewachsen (Quelle: Destatis). Erst im Jahr 2024 haben Reallohnzuwächse von 3,1 % die Reallohnverluste (Quelle: Statista) durch Corona-Pandemie und Ukraine-Krise wieder weitgehend ausgeglichen. Damit konnten wir unser Umsatzwachstum in einem Zeitraum umsetzen, der für die privaten Haushalte von knappem frei verfügbaren Einkommen geprägt war.

Wir setzen auf langfristige Lieferantenbeziehungen und verfügen auch über länger laufende Lieferverträge. Unsere langfristigen Lieferantenbeziehungen wirken sich positiv für unser Geschäft aus, da wir dadurch vermehrt dauerhaft angebotene Produkte führen und sich aus einer Zusammenarbeit positive Auswirkungen auf die Produktweiterentwicklung bzw. die Produktverbesserung ergeben. Durch unsere verstärkte Präsenz in Ostasien und auch durch persönliche Kontakte vor Ort konnten wir unsere Geschäftsbeziehungen im Geschäftsjahr dort ausbauen. Damit konnten wir unser Geschäft verstetigen und die Saisonalität verringern.

Unser Wareneinkauf erfolgt überwiegend in USD. Zur Verminderung des Währungskursrisikos sichern wir einen Teil des Einkaufsvolumens durch Währungssicherungsgeschäfte ab. Anders als 2022 bewegte sich der USD 2023 in einem überschaubaren Rahmen weitgehend seitwärts, sodass sich das Währungsmanagement nicht mit schockartigen Herausforderungen zu befassen hatte. Risiken und Chancen bestehen hier in Zusammenhang mit dem Zollkrieg der USA im Jahr 2025, der zum Teil den USD wesentlich verbilligt hat.

II. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Geschäftsverlauf der GmbH in 2022

Der Geschäftsverlauf 2023 ist geprägt von einem Umsatzanstieg von 68.041 TEUR auf 81.671 TEUR um 20,0 %. Unter Berücksichtigung der hohen Inflation von 5,9 % (Vorjahr: 6,9 %, Quelle: Destatis) bedeutet dies einen deutlichen realen Umsatzzuwachs im Geschäftsjahr 2023. Trotz der hohen Inflation in den Jahren 2022 und 2023 konnten wir im Vergleich zum Geschäftjahr 2021 insgesamt reale Umsatzzuwächse verbuchen.

Ausgewirkt hatte sich im Vorjahr die deutlich spürbare Kaufzurückhaltung aufgrund der durch die Ukraine-Krise entstandenen hohen Inflation, wobei diese insbesondere unser Auslandsgeschäft betraf. Im Geschäftsjahr konnten wir sowohl im Inland wie auch im Ausland Umsatzzuwächse erzielen. Durch die Anbindung an weitere Plattformen konnten wir die Umsätze in Tschechien und der Slowakei stark steigern. Ausgewirkt haben sich weiter erneut Bereinigungsmaßnahmen betreffend Warenportfolio und Lagerhaltung.

Deutlich positiv hat sich unsere Handelsmarge entwickelt. Aufgrund niedriger Containerpreise sind die Transportkosten für die Beschaffung von Waren aus Fernost deutlich im Verhältnis zum Umsatz zurückgegangen. Diese Kosteneinsparung hat die gestiegenen Plattformkosten in den bezogenen Leistungen überkompensiert.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (ohne Geschäftsführer) hat sich im Geschäftsjahr 2023 mit 187,5 (Vorjahr: 160,0) Mitarbeiter, sowie 3 (Vorjahr: 3) Auszubildende und 3 Geschäftsführer (Vorjahr: 3), deutlich erhöht. Darin sind auch Mitarbeiter mit Teilzeitverträgen erfasst. Entsprechend haben sich die Personalkosten absolut deutlich erhöht. Im Verhältnis zum Umsatz sind die Personalkosten dagegen nur leicht angestiegen. Wir betreiben in unserer Gesellschaft eine strategischen Personalentwicklung, um über ausreichend Personal zu verfügen, um unsere Gesellschaft weiter entwickeln zu können. Hierbei erfordert insbesondere eine Teilnahme am Amazon Prime-Programm eine umgehende Bearbeitung eingehender Aufträge, um die geforderten Lieferfristen einzuhalten. Wir haben im Geschäftsjahr 2023 eine Amazon Prime-Teilnahme erfolgreich umsetzen können.

2. Ertragslage

Unsere Ertragslage ist wesentlich durch den oben dargestellten Umsatzrückgang negativ beeinflusst. Allerdings konnten wir in Deutschland im Jahr 2022 unseren Umsatz entgegen dem Branchentrend steigern, müssen aber im Ausland übersteigende Umsatzrückgänge verzeichnen. Die Umsätze nach Regionen gliedern sich wie folgt:

Region 2023 2022
Deutschland 34.545.557,16 29.949.965,71
Europäische Union 47.052.420,26 37.974.388,21
Übrige Länder 73.028,85 117.006,79
Gesamt 81.671.006,27 68.041.360,71

Unsere Umsätze betreffen unser alleiniges Tätigkeitsgebiet Warenhandel, der nahezu ausschließlich über unsere in- und ausländischen Webshops im Wege des Versandhandels abgewickelt wird.

Der Rohergebnis ist im Jahr 2022 auf T€ 28.223 angestiegen (Vorjahr: T€ 26.980), wobei sich hier die günstigeren Einkaufkonditionen aufgrund gesunkener Transportkosten positiv ausgewirkt haben.

Die Personalkosten beliefen sich mit 8.055 T€ (Vorjahr: T€ 6.603) deutlich über dem Vorjahresniveau. Ursache dafür ist unsere Personalentwicklungsstrategie. Für 2023 hat sich die Stärkung unserer Marketing-Abteilung ausgewirkt. Wir beabsichtigen auch für die Folgejahre, unsere Gesellschaft auf weiteres Wachstum auszurichten.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen bewegen sich auf stabilem Niveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Zum einen wirkt sich aus, dass mit gestiegenem Umsatz auch vermehrte Versandkosten verbunden sind, die sich im Geschäftsjahr zudem verteuert haben. Weiter sind die Werbekosten für die Nutzung von Vertriebsplattformen wesentlich angestiegen. Anders als im Vorjahr - in dem wir überweigend Währungsumrechnungsgewinne erzielt haben - fielen im Geschäftsjahr überwiegend Währungsverluste an. Diesen Währungsschwankungen begegnen wir zwar zum Teil mit Währungssicherungsgeschäften, diese decken jedoch nur einen Teil unseres Einkaufsvolumens ab.

Aufgrund unserer Unabhängigkeit von Bankfinanzierungen fallen keine Finanzierungszinsen an. Mit unseren Geld- und Finanzanlagen konnten wir Zinserträge erwirtschaften, die uns ein kleines positives Finanzergebnis beschert haben.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag haben sich durch den Ergebniszuwachs entsprechend erhöht.

Unser Jahresüberschuss hat sich von TEUR 1.816 auf TEUR 2.294 erhöht.

3. Finanz- und Vermögenslage

Wir verfügen weiterhin über eine sehr solide Liquidität von TEUR 4.024 (Vorjahr: TEUR 3.997). Hinzu kommen Finanzanlagen von TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 0), sodass sich unsere Finanzsituation im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert hat.

Unsere statische Liquidität (ohne Finanzanlagen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf allen Ebenen verbessern. Wir konnten im Geschäftsjahr unseren Zahlungspflichten jederzeit im vollen Umfang nachkommen.

Wir haben die Ertragskraft unseres Unternehmens dazu genutzt, ohne auf Fremdfinanzierungen zurückgreifen zu müssen, unseren Vorratsbestand bei TEUR 16.611 (Vorjahr: TEUR 17.957) auf hohem Niveau zu halten. Dies macht uns von problematischen Lieferketten unabhängig und schafft zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten.

Mit einer Eigenkapitalquote von 84,5 % (Vorjahr: 86,8 %) verfügen wir weiter über eine sehr solide Eigenkapitalausstattung. Wir haben keine Bankverbindlichkeiten.

III. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wir bemühen uns, den Energieverbrauch unseres Betriebs so gering wie möglich zu halten. Wir lagern unsere Waren deshalb - soweit sie dadurch keinen Schaden nehmen - überwiegend in Kalthallen. Der unmittelbare Energieverbrauch unseres Hauses bei Gas und Strom bewegt sich deshalb von einem vergleichsweise sehr geringen Niveau. Mangels Wesentlichkeit überwachen wir den Energieverbrauch nicht explizit über Leistungsindikatoren.

IV. Chancen und Risiken

Mit unserem mehrsprachigen Webshop und unserer digitalen Ausrichtung haben wir die Chance, unser Geschäft ohne wesentlichen weiteren Fixkosten auch kurzfristig zu skalieren. Wir arbeiten derzeit an der Weiterentwicklung unseres Geschäfts in Polen, der Schweiz und Großbritannien. Weiter haben wir Ende 2024 unser Produktportfolio um photographische Geräte und entsprechendes Zubehör erweitert. Aufgrund unserer Ausweitung der Lagerkapazitäten und unserer Personalstrategie verfügen wir über die Voraussetzungen, diese Wachstumsstrategie mittelfristig erfolgreich umzusetzen zu können. Wir halten die Chancen kurzfristig aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage aber für begrenzt, mittel- und langfristig für sehr gut.

Nachfragerisiken ergeben sich aus dem Rückgang der verfügbaren Einkommen der Haushalte oder aus Produkten, die den Geschmack oder Bedarf unserer Kunden nicht treffen. Wir verfügen über ein aktives Bestandsmanagement, das auf Nachfragerückgänge zeitnah reagiert. Dies gilt in gleicher Weise für Produkte, die keine ausreichende Nachfrage erzeugen. Unsere Beschaffungsstrategie ist derzeit durch eine völlige Eigenfinanzierung der Warenbestände abgesichert, ungängige Waren werden über Verkaufsmaßnahmen abverkauft und nicht wieder beschafft.

Chancen bestehen zudem in hohen Warenbeständen und der sich daraus ergebenden verbesserten Lieferfähigkeit. Wir sind dadurch auch von Lieferkettenproblemen unabhängiger geworden. Wir halten die Wertrisiken in den Beständen für begrenzt.

Unsere Forderungsausfallsrisiken sind sehr gering, da wir überwiegend per Vorkasse bzw. gegen Kartenzahlung liefern. Bei Nutzung von Vertriebsplattformen übernimmt der Plattformbetreiber in der Regel das Forderungsausfallsrisiko.

Wirtschaftlichen Risiken begegnen wir mit einer Weiterentwickelung unseres Controllings. Wir sind in der Lage, unsere Wirtschaftlichkeit nicht nur auf Unternehmensebene, sondern auch auf Produktebene zu untersuchen. Durch die Weiterentwicklung unserer Geschäftsleitung und des Rechnungswesens sind wir in der Lage, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Gesellschaft ist gesetzlich nicht verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem i.S.d. § 91 Abs. 2 AktG zu unterhalten.

Ein wesentliches Auslastungsrisiko ergibt sich durch die saisonale Nachfrage unserer Produkte, die insbesondere in den warmen Monaten des Jahres verstärkt nachgefragt werden. Auch Wetterschwankungen können sich positiv oder negativ auf den Tagesumsatz auswirken. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unsere Produktumsätze dahingehend auswerten, welche Produkte saisonal nachgefragt werden. Unser Einkauf plant Beschaffungen aufgrund der längeren Lieferzeiten aus Fernost so, dass die Warenbestände saisongerecht verfügbar sind. Weiter sind wir laufend auf der Suche nach innovativen Produkten.

Zudem arbeiten wir an einer Erweiterung unseres Produktsortiments. Dabei liegt ein Fokus auch auf Produkten, die eine geringere oder keine saisonale Nachfrage aufweisen. Soweit diese Weiterentwicklung erfolgreich ist, besteht die Chance einer ausgeglicheneren saisonalen Nachfrage für unser Unternehmen. Positiv wirken sich zudem die Teilnahme an den Amazon Prime Days und die Black Week aus, die für zusätzliche Umsätze im Herbst sorgen.

Wir vermeiden Abhängigkeiten von Lieferanten und Vertriebswegen dadurch, dass wir sowohl unsere Bezugsquellen wie auch unsere Vertriebswege in angemessenem Umfang diversifizieren. Allerdings sind wir auf strategische Lieferanten- und Vertriebswege aufgrund unserer Größe und unseres Produktportfolios angewiesen, sodass uns hier wesentliche Ausfälle bei Lieferanten und Vertriebswege erheblich negativ beeinflussen können. Wir begegnen diesem Risiko mit der ständigen Suche nach neuen Produkten und einem agilen Management.

Risiken und Chancen ergeben sich aus Wechselkursveränderungen. Unser Wareneinkauf wird nahezu ausschließlich in USD abgewickelt. Der Währungskurs wird weitgehend durch gesamtwirtschaftliche Veränderungen beeinflusst. Aufgrund unserer guten Wirtschaftlichkeit und einer langfristigen Beschaffungsstrategie können wir Schwankungen des Wechselkurses zu einem bestimmten Umfang auffangen, grundsätzlich können Wechselkursrisiken unser Geschäft jedoch wesentlich beeinflussen. Wir begegnen Wechselkursrisiken deshalb durch Währungssicherungsgeschäfte.

Nicht unerheblich sind die Transportkostenrisiken. Aufgrund der gestörten Lieferketten ergaben sich Ende 2021 erhebliche Steigerung der Transportkosten, die in das Jahr 2022 fortwirkten und sich dann 2023 normalisiert haben. Soweit der Schiffs- oder Lieferverkehr aufgrund geopolitischer Ereignisse wesentlich gestört wird, kann dies die Bezugskosten oder die Lieferfähigkeit negativ beeinflussen oder die Transportkosten stark ansteigen lassen. Wir begegnen diesen Risiken durch eine vertragliche Absicherung von Schiffsfrachtraten und einer vorausschauenden Bevorratung. In gleicher Weise können uns Lieferprobleme beim Postversand negativ beeinflussen, wenn wir bspw. im Falle eines Streiks nicht ausliefern können oder aufgrund von Lieferverzögerungen die Lieferzeitvorgaben von Versandplattformen nicht einhalten können. Diese Risiken treffen in der Regel gleichzeitig auch unsere Konkurrenten.

Grundsätzlich gewähren wir für unsere Produkte unseren Kunden marktübliche Gewährleistung. In der Vergangenheit waren unsere Gewährleistungsrisiken gering. Wir versuchen Produktrisiken dadurch zu begegnen, dass wir unsere Lieferanten und die von uns vertriebenen Produkte sorgfältig auswählen. Im Übrigen haben wir in geringem Umfang Rückstellungen für Gewährleistungen, Retouren- und Nachlieferungsrisiken gebildet.

Aufgrund des knappen Personalangebots am Arbeitsmarkt besteht das Risiko, dass wir unseren Wachstumskurs aufgrund von Personalknappheiten nicht umsetzen können. Wir begegnen diesem Risiko durch eine langfristige Personalstrategie sowie einem wertschätzenden Umgang mit unseren Mitarbeitern und einem positiven Arbeitsumfeld.

Aufgrund unserer sehr soliden Finanz- und Vermögenslagen sind die Wachstumsrisiken bzw. Risiken betreffend die Finanzierung des laufenenden Geschäftsbetriebs gering.

V. Prognoseberichterstattung

2. Vorjahresprognose

Für die Geschäftsjahre 2023 hatten wir in einer revidierten Planung mit Umsätzen im Bereich von TEUR 81.000 und TEUR 82.000 gerechnet. Diese Planung haben wir erreicht.

Das Rohergebnis war mit TEUR 27.000 bis TEUR 29.000 abgeschätzt worden. Wir haben 2023 ein Rohergebnis von TEUR 28.223 erzielt.

Die Personalaufwendungen waren auf einem Niveau von TEUR 8.000 erwartet worden und liegen geringfügig darüber.

Entsprechend unseren Erwartungen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch die gestiegenen Vertriebskosten für die hinzugekommenen Umsätze gewachsen. Nicht geplant waren die deutlich höheren Währungsverluste gegenüber dem Vorjahr.

Das Finanzergebnis hat sich positiver als geplant entwickelt. Ursache sind im Wesentlichen Zinserträge aus Festgeldern und Finanzanlagen.

Wir haben auch aufgrund des deutlichen Umsatzanstiegs einen Jahresüberschuss von TEUR 2.294 erzielt. Auch dieser liegt im Bereich unserer Planwert von ca. TEUR 2.000 bis TEUR 2.500.

Unseren Zahlungsverpflichtungen konnten wir jederzeit vollständig nachkommen.

Unser Eigenkapital wurde durch die eingehaltenen Jahresüberschüsse planmäßig gestärkt und die Eigenkapitalquote - die minimal zurückgegangen ist - bewegt sich weiter auf sehr hohem Niveau.

Die Abschreibungen sind - wie erwartet - durch Ersatzinvestitionen leicht angestiegen.

3. Zukunftsprognose

Für 2024 planen wir mit Umsätzen im Bereich von im Bereich von 85.000 bis 90.000 TEUR sowie einem Materialaufwand im Bereich von 55.000 TEUR bis 60.000 TEUR. Bei den Materialaufwendungen rechnen wir mit wesentlich höheren Transportkosten aufgrund gestiegener Containerpreise und der Krise im Roten Meer sowie im Nahen Osten.

Für das Rohergebnis planen wir im Bereich von ca. 25.000 bis 30.000 TEUR. Damit liegt unser Rohergebnis voraussichtlich auf dem Niveau des Jahres 2023.

Bei den Personalkosten erwarten wir aufgrund unserer Wachstumsstrategie einen deutlichen Anstieg auf ein Niveau von ca. 10.000 TEUR.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Vertriebskosten aufgrund der gewachsenen Umsatzerlöse. Wir haben nach dem Abschlussstichtag eine Investition in eine neue, größere Firmenzentrale in Eschweiler umgesetzt. Dabei haben wir die Chance genutzt, unsere Firmenzentrale in unmittelbare Nähe unserer Lagerhallen zu verlegen und wesentlich zu vergrößern. Dies erlaubt uns die Schließung mehrerer Büro verteilt über Eschweiler und eine Zusammenziehung unserer Ressourcen. Weiter können wir problemlos weiter wachsen. Entsprechend gehen wir für die Folgejahre von einem Anstieg unserer Raumkosten aus.

Unsere Finanzerträge werden sich voraussichtlich deutlich verbessern, allerdings rechnen wir auch mit Zinsaufwand aus der geplanten Aufnahme von Finanzmitteln. Insgesamt gehen wir aber von einer weiteren Verbesserung unseres Finanzergebnisses aus.

Beim Jahresüberschuss erwarten wir ein Ergebnis im Bereich von 1.500 TEUR bis 2.000 TEUR, der damit voraussichtlich unter dem Vorjahresergebnis liegt.

Wir gehen davon aus, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit vollständig nachkommen können.

Weiter planen wir, Wachstumschancen, die sich bieten, möglichst auszunutzen. Dadurch werden sich unsere liquiden Mittel verringern und die Aufnahme von Fremdmitteln ist erforderlich geworden. Aus der Erweiterung unseres Produktportfolios erwarten wir wieder einen Bestandsaufbau bei den Vorräten.

Für die Einrichtung unserer neuen Firmenzentrale sind Investitionen in eine Büroausstattung erforderlich, die zu einem leichten Anstieg der Abschreibungen führen können. Möglicherweise ist auch mit dem Anfall einer größeren Zahl von geringwertigen Wirtschaftsgütern zu rechnen, die wir im Geschäftsjahr des Erwerbs voll abschreiben.

Wir rechnen für 2024 mit einer weiteren Stärkung des Eigenkapitals durch den für das folgende Geschäftsjahr geplanten Jahresüberschuss. Durch die geplante Verschuldung gehen wir aber davon aus, dass die Eigenkapitalquote - auf weiterhin hohem Niveau - zurückgehen wird.

VI. Sonstige Angaben

Im Bereich von Forschung und Entwicklung werden keine Aktivitäten entfaltet.

 

Eschweiler, den 30. Mai 2025

Bernd Wildanger, Geschäftsführer

Frank Wildanger, Geschäftsführer

Dalibor Vujaklija, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.017.345,00 1.087.216,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.082,00 50.795,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.082,00 50.795,00
II. Sachanlagen 981.263,00 1.036.421,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 1,00
2. technische Anlagen und Maschinen 20.185,00 4.985,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 961.077,00 1.020.805,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 10.630,00
III. Finanzanlagen 2.000.000,00
1. sonstige Ausleihungen 2.000.000,00
B. Umlaufvermögen 26.404.447,37 24.946.062,27
I. Vorräte 16.611.180,02 17.957.156,05
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.700,00 6.700,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 12.391.340,74 15.443.497,57
3. geleistete Anzahlungen 4.213.139,28 2.506.958,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.769.193,58 2.991.675,02
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.214.557,80 1.370.663,82
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.554.635,78 1.621.011,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.024.073,77 3.997.231,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.054,79 31.062,78
Aktiva 29.470.847,16 26.064.341,05

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 24.911.588,06 22.617.463,56
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 20.000.000,00 20.000.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 20.000.000,00 20.000.000,00
III. Gewinnvortrag 2.592.463,56 776.396,83
IV. Jahresüberschuss 2.294.124,50 1.816.066,73
B. Rückstellungen 983.848,00 976.400,19
1. Steuerrückstellungen 331.748,00 319.690,19
2. sonstige Rückstellungen 652.100,00 656.710,00
C. Verbindlichkeiten 3.426.286,10 2.312.222,30
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 354.224,68 148.867,61
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 354.224,68 148.867,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 567.166,48 392.471,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 567.166,48 392.471,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 16.595,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 16.595,93
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.504.894,94 1.754.287,61
davon aus Steuern 2.426.534,19 1.628.393,93
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.614,22 949,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.504.894,94 1.754.287,61
D. Passive latente Steuern 149.125,00 158.255,00
Passiva 29.470.847,16 26.064.341,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 81.671.006,27 68.041.360,71
2. sonstige betriebliche Erträge 420.258,99 1.044.616,85
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 193.167,56 866.528,45
3. Materialaufwand 53.868.072,99 47.651.551,82
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 40.231.805,14 37.468.222,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.636.267,85 10.183.329,44
4. Personalaufwand 8.055.294,91 6.603.422,60
a) Löhne und Gehälter 6.670.798,66 5.574.631,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.384.496,25 1.028.791,36
5. Abschreibungen 186.573,23 181.460,93
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 186.573,23 181.460,93
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 16.580.414,61 11.912.875,84
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 935.850,58 260.915,79
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 19.790,93
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.029,75 99,58
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.342,73
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.154.178,70 917.929,49
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 9.130,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.574,00
11. Ergebnis nach Steuern 2.295.551,50 1.817.493,73
12. sonstige Steuern 1.427,00 1.427,00
13. Jahresüberschuss 2.294.124,50 1.816.066,73

I. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I.1 Vorbemerkung

Nach den in § 267 Abs. 1 und 2 HGB angegebenen Größenklassen ist der Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zu erstellen.

Der Sitz der Gesellschaft lautet: 52249 Eschweiler, Wilhelm-Lexis-Straße 8; die Gesellschaft ist eingetragen beim Amtsgericht Aachen unter HRB 12199.

I.2 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Firma WilTec Wildanger Technik GmbH in Eschweiler auf den 31.12.2023 wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbHG sowie der Satzung zu beachten.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Die Darstellung der Bilanz erfolgt in Kontoform nach § 266 HGB.

Die Gesellschaft hat die Going-Concern-Prämisse des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB zugrunde gelegt.

I.3 Aktivseite der Bilanz

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht keinen Gebrauch, selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögen zu aktivieren.

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei Zugängen von beweglichen Anlagegegenständen wurden entsprechend den steuerlichen Bestimmungen die Abschreibungen pro rata temporis vorgenommen.

Im Übrigen ist die Entwicklung des Anlagevermögens und die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz dem Bruttoanlagenspiegel zu entnehmen. Soweit erforderlich werden bei dauerhaften Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die steuerlichen Vorschriften über die Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern (§ 6 Abs. 2 und Abs. 2 a EStG) wurden vereinfachend auch handelsrechtlich in Anspruch genommen. Diese Vorschrift wird insbesondere auch für als Anlagevermögen genutzte Europaletten angewandt.

Die übrigen sonstigen Ausleihungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und sind dem Finanzanlagevermögen zuzuordnen. Die Ausleihungen betreffen in voller Höhe Ausleihungen an Gesellschafter.

Die Bewertung der Vorräte des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Als Verbrauchsfolgeverfahren wurde das Fifo-Verfahren angewandt. Die Bezugsnebenkosten werden im Rahmen einer Durchschnittsbewertung ermittelt und verursachungsgerecht zugerechnet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe des voraussichtlichen Ausfallrisikos in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 19.790,93 € (Vorjahr: 4.796,93 €) enthalten.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Fremdwährungsbestände wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten angesetzt und im Zeitablauf linear aufgelöst.

I.4 Passivseite der Bilanz

Die Darstellung des Eigenkapitals entspricht den Vorschriften der § 266 Abs. 3 HGB.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit nicht unbedeutend, werden bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr Kostensteigerungen berücksichtigt und Abzinsungen mit den Zinssätzen der deutschen Bundesbank vorgenommen. Die Zuführung erfolgt nach dem Nettoprinzip.

Steuerrückstellungen werden entsprechend der jeweils gültigen Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuersätze gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt (in EUR):

Rückstellungen Personal 174.000,00
Rückstellungen Verwaltung 144.100,00
Betriebliche Rückstellungen 334.000,00
Summe 652.100,00

Die Rückstellungen für den Personalbereich umfassen Urlaub und Mehrarbeit, die Berufsgenossenschaft sowie gewinnabhängige Vergütungen.

Für den Verwaltungsbereich werden Rückstellungen für interne und externe Buchführungs- und Jahresabschlussarbeiten gebildet sowie für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, die Dauerbetriebsprüfung und Kammerbeiträge.

Die Rückstellungen für den Betriebsbereich betreffen nachkommende Versandkostenrechnungen, Retouren-, Garantie- und Kulanzrisiken sowie Verpflichtungen in Zusammenhang mit den angemieteten Räumen.

Die erhaltenen Anzahlungen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt und alle innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag fällig. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Teil die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beliefen sich am Bilanzstichtag auf insgesamt 0,00 EUR (Vorjahr: 16.595,93 EUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind 2.426.534,19 EUR (Vorjahr: 1.628.393,93 EUR) als Steuerverbindlichkeiten enthalten (darin sind auch Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber anderen EU-Staaten enthalten).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 6.614,22 EUR (Vorjahr: 949,83 EUR).

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten beträgt weniger als 1 Jahr.

Passive latente Steuern werden angesetzt für Unterschiede zwischen den Ansätzen in der Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern entfallen vollumfänglich auf das Anlagevermögen übertragene Rücklagen für Ersatzbeschaffung. Die Gesellschaft macht nicht von dem Wahlrecht Gebrauch, latente Steuern unsaldiert anzusetzen. Die Bewertung erfolgte zu den aktuell gültigen Gewerbe- und Körperschaftsteuersätzen.

I.5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Erleichterung des § 276 Satz 1 HGB wurde in Anspruch genommen.

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen entfallen auf die Handelstätigkeit der Gesellschaft.

Die Umsätze nach Regionen gliedern sich wie folgt:

Region 2023 2022
Deutschland 34.545.557,16 29.949.965,71
Europäische Union 47.052.420,26 37.974.388,21
Übrige Länder 73.028,85 117.006,79
Gesamt 81.671.006,27 68.041.360,71

In die Umsätze in der europäischen Union werden in geringem Umfang anfallende Umsätze in europäische Überseegebiet eingerechnet.

Währungsdifferenzen haben zu Erträgen von 193.167,56 € und Aufwendungen von 935.850,58 € geführt.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft beträgt 2.294.124,50 € und wird nach dem Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen.

I.6 Sonstige Angaben

Es werden unterjährig Währungssicherungsgeschäfte zum Umtausch von EUR in USD abgeschlossen zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Einkaufstransaktionen. Dabei werden künftige USD-Zahlungen im Rahmen einer Hedging-Strategie für künftig erwartete Geschäfte abgesichert, die an Lieferanten zu leisten sind. Die Währungssicherungsgeschäfte, die zum Abschlussstichtag abgeschlossen sind, weisen ein Volumen von 20.075 T-USD auf. Die Forward-Geschäfte betreffen Kurssicherungsgeschäfte für den USD bis einschließlich Ende 2025 und dienen der Absicherung der Wareneinkäufe zu einem abgesicherten EUR/USD-Kurs. Die kontrahierten Volumina sind durch den geplanten Wareneinkauf in den jeweiligen Monaten vollständig gedeckt, so dass keine offen Positionen bestehen insofern, als mehr Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, als voraussichtlich Waren eingekauft werden. Die Sicherungsgeschäfte erfüllen deshalb im Wesentlichen die Voraussetzungen des Critical Terms Match. Entsprechend werden Wertschwankungen der Kurssicherungsinstrumente im Rahmen der Sicherungseinheit bilanziell nicht berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag wird für die Sicherungsgeschäfte kein Marktwert mitgeteilt. Bei einer Bewertung der Kontrakte mit dem EZB-Umrechnungskurs am 31.12.2023 von 1,0389 USD/EUR hätte sich ein Volumen für das Portfolio von 19.804 T-USD ergeben. Damit waren die Kontrakte zum Abschlussstichtag insgesamt in geringem Umfang vorteilhaft.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 187,5 (Vorjahr: 160) Arbeitnehmer - zusätzlich 3 (Vorjahr: 2) Auszubildende und 3 (Vorjahr: 3) Geschäftsführer - beschäftigt.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 €.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen belaufen sich ab 2023 jährlich auf T€ 1.141.320,80. Die Mietverträge sind auf unbefristete Dauer abgeschlossen und betreffen die Betriebsimmobilien.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren Bernd Wildanger, Frank Wildanger und Dalibor Vujaklija, jeweils einzelvertretungsberechtigt.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung Gebrauch gemacht.

Betreffend Darlehen an Organmitglieder und deren Veränderungen im Geschäftsjahr wird auf die Darstellungen im Anhang an anderer Stelle verwiesen. Die Verzinsung beläuft sich auf 4,00 % p.a. über die gesamte Laufzeit.

Aus Versicherungsinanspruchnahmen ergaben sich im Geschäftsjahr Sondererträge in Höhe von EUR 105.623,00 in Zusammenhang mit Schäden durch das Inde-Hochwasser. Es handelt sich hierbei um die Schlussabrechnung der Versicherung und betrifft überwiegend Schäden aus der Betriebsunterbrechung. Die Auszahlung erfolgte im Jahr 2024.

Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 89) und betreffen die (im Vorjahr: Risikovorsorge). Die periodenfremden Erträge aus Sachanlagenverkäufen betragen TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 4).

Die Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen in Höhe von 1.141 TEUR die Anmietung der Betriebsimmobilien. Betreffend Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern wird auf die entsprechenden Angaben in Bilanz und/oder Anhang verwiesen. Darüber hinaus werden keine erwähnenswerte Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

Das Abschlussprüfungshonorar für das Geschäftsjahr beläuft sich auf 17.000,00 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 71.204,29 71.204,29
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 71.204,29 71.204,29
II. Sachanlagen
1. Außenanlagen auf fremden Grundstücken 8.330,16 8.330,16
2. technische Anlagen und Maschinen 5.680,00 11.825,20 5.000,00 22.505,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.606.342,89 109.828,03 14.878,66 680,00 1.701.972,26
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.630,00 -9.950,00 -680,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.630.983,05 111.703,23 14.878,66 5.000,00 1.732.807,62
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 2.000.000,00 2.000.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 2.000.000,00 2.000.000,00
Summe Anlagevermögen 1.702.187,34 2.111.703,23 14.878,66 5.000,00 3.804.011,91
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 20.409,29 14.713,00 35.122,29
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 20.409,29 14.713,00 35.122,29
II. Sachanlagen
1. Außenanlagen auf fremden Grundstücken 8.329,16 8.329,16
2. technische Anlagen und Maschinen 695,00 1.625,20 2.320,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 585.537,89 170.235,03 14.877,66 740.895,26
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 594.562,05 171.860,23 14.877,66 751.544,62
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 614.971,34 186.573,23 14.877,66 786.666,91
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 36.082,00 50.795,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 36.082,00 50.795,00
II. Sachanlagen
1. Außenanlagen auf fremden Grundstücken 1,00 1,00
2. technische Anlagen und Maschinen 20.185,00 4.985,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 961.077,00 1.020.805,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 10.630,00
Summe Sachanlagen 981.263,00 1.036.421,00
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 2.000.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.000.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.017.345,00 1.087.216,00

 

Eschweiler, 30. Mai 2025

Bernd Wildanger, Geschäftsführer

Frank Wildanger, Geschäftsführer

Dalibor Vujaklija, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.06.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WilTec Wildanger Technik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WilTec Wildanger Technik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WilTec Wildanger Technik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Meißen, 30. Mai 2025

REVISCON GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Niederlassung Meißen

Lukas Graf, Wirtschaftsprüfer

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