Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 14342
Vorher
HQ Asset Management GmbH
Eingetragen
21.9.2018
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Erwerb, Halten, Verwalten und Verwerten von Beteiligungen und Vermögensanlagen aller Art sowie das Erbringen von Dienstleistungen im Zusammenhang damit, insbesondere Finanzdienstleistungen, soweit hierfür keine behördliche Genehmigung erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Subbe
seit 4.7.2024
Geschäftsführer
Jochen Butz
seit 18.1.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HQ Holding GmbH & Co. KG
Germany
501.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HQ Asset Management GmbH

Bad Homburg v. d. Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Die HQ Asset Management GmbH, Bad Homburg v.d.H. (im Folgenden auch als "HQAM" oder "Gesellschaft" bezeichnet), wurde im Jahr 2017 von der Familie Harald Quandt gegründet. Die Gesellschaft hat zum Zweck, anspruchsvollen institutionellen Kunden wie Banken, Versicherungen, Zusatzversorgungskassen, Multi-Family-Offices und anderen großen Kapitalsammelstellen Zugang zu professionellen Asset Management zu bieten. Die Basis der Gesellschaft besteht aus einem strukturierten und disziplinierten Investmentansatz, der insbesondere auf langjähriger Erfahrung des Teams mit quantitativen Methoden basiert.

Die für diese Geschäftstätigkeit notwendige Erlaubnis der BaFin als Anlage- und Abschlussvermittler nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und Nr. 2 KWG, Finanzportfolioverwalter nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 bis 3 KWG sowie Anlageberatung nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG liegt seit dem 02. Februar 2019 vor.

Organisatorische Struktur

Die Gesellschaft befindet sich unter dem Dach der in Bad Homburg ansässigen HQ Holding GmbH & Co. KG, ist in das Netzwerk der Harald Quandt-Gruppe eingebunden und hat Zugang zu den Dienstleistungen der anderen Finanzunternehmen der Harald Quandt-Gruppe.

Die HQAM steht unter der einheitlichen Leitung der zwei Geschäftsführer Dr. Wolfgang Leoni (Mandanten, Marketing, Risikomanagement, Personal, Finanzbuchhaltung, Steuern, Interne Revision) und Dr. Lars Edler (Portfoliomanagement, Research, Recht, IT, Datenschutz, Compliance, Geldwäsche, Service Desk). Die Überwachung der Geschäftsführung erfolgt dabei durch die Geschäftsführer der Muttergesellschaft HQ Holding GmbH & Co. KG in Bad Homburg v.d.H..

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bad Homburg v.d.H. und unterhält eine Zweigstelle in Düsseldorf.

Die HQAM ist in dem Geschäftsfeld "Institutionelle Vermögensverwaltung" tätig, bietet allerdings auch das Management von Publikumsfonds an, um auch semi-institutionellen Investoren und Privatpersonen Zugang zu ihren Strategien zu ermöglichen.

Institutionelle Vermögensverwaltung

Die institutionelle Vermögensverwaltung ist das Kerngeschäftsfeld der Gesellschaft. Die HQAM entwickelt individuelle und innovative Anlagestrategien und Konzepte entsprechend den spezifischen Mandantenanforderungen. Im Fokus hierbei steht immer die ganzheitliche Betrachtung der Vermögensanlage unter den Aspekten Rendite, Risiko und Kosteneffizienz.

Zum Geschäftsfeld "Institutionelle Vermögensverwaltung" gehören ausnahmslos Anlagestrategien im Bereich der liquiden Anlageklassen. Diese Strategien umfassen Aktieneinzeltitelselektion ("Bottom-Up-Ansatz"), aktive Risikosteuerung auf Basis von Volatilitätsprognosen und Multi Asset-Ansätze zur Steuerung der Taktischen Asset Allocation ("Top-Down-Ansätze"). Hierbei kann die Ausgestaltung der Bausteine sehr unterschiedlich sein mit Blick auf die Strategische Asset Allocation, die Konzentration auf Regionen oder Style-Tilts oder aber der Portfoliokonstruktionsmethode (Total Return oder Bench mark-Konzept).

Im Geschäftsfeld der Institutionellen Vermögensverwaltung werden die Investitionsentscheidungen in den Mandantenportfolien durch den Investmentbereich der HQAM selbst getroffen. Üblicherweise werden die Kundengelder in der Hülle von Spezialfonds verwaltet. Die HQAM agiert hierbei als sog. Outgesourcter Manager, d.h. die Gesellschaft befindet sich in einem vertraglichen Dreiecksverhältnis mit den von den Investoren mandatierten Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVG) und Depotbanken, wobei das direkte Vertragsverhältnis, also die Mandatsbeziehung, nur jeweils zwischen den KVG'en und der Gesellschaft existiert.

Eine weitere Variante ist die Auflegung von Publikumsfonds. Hier steht als Beneficial Owner kein einzelner Investor (juristische Person) hinter dem Sondervermögen, sondern vielmehr wird eine große Anzahl von Einzelinvestoren mit Hilfe von Anteilsscheingeschäften gebündelt. Ansonsten entspricht die Rechtskonstellation der des o.g. Falles der Spezialfonds.

Im Rahmen der Anlageberatung spricht die Gesellschaft den Mandanten Handlungsempfehlungen für Investitionsentscheidungen aus, über deren Umsetzung der Mandant selbst entscheidet. Dieses Geschäftsfeld wird trotz vorliegender Genehmigung durch die Bafin derzeit nicht aktiv betrieben.

2. Wirtschaftsbericht

Rückblick 2020 (abgelaufenes Geschäftsjahr)

Nach dem stark von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020 hat sich die Hoffnung auf Normalität im Jahr 2021 nur teilweise erfüllt. Blickt man auf die Zuwächse bei der globalen Konjunktur hat die Weltwirtschaft die Corona-Rezession zwar hinter sich gelassen. Die Erholung war aber schwächer, als von den Prognostikern am Jahresbeginn erwartet.

Gründe dafür waren unter anderem neue Infektionswellen und Mutationen, die immer wieder das öffentliche Leben einschränkten und die Erholung bremsten. Zudem konnten die globalen Lieferketten mit dem starken Anstieg der Warennachfrage nicht Schritt halten. Es kam zu einem Mangel an Vorprodukten und Energierohstoffen, unter dem große Teile des produzierenden Gewerbes weltweit litten. Viele Unternehmen verfügten zwar über volle Auftragsbücher, konnten aber die Aufträge wegen fehlender Bauteile nur eingeschränkt abarbeiten.

In Verbindung mit der deutlichen Verteuerung von Energie- und Rohstoffen hat das einen unerwartet kräftigen Inflationsschub ausgelöst: In den Monaten nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie war es wohl von kaum jemandem erwartet worden, dass die schon totgesagte Inflation in Deutschland bereits im Jahr 2021 wieder quicklebendig sein würde. Deutsche Verbraucher spürten am Jahresende eine Teuerung um rund 5 Prozent im Vergleich zum Dezember 2020.

Die Finanzmärkte kannten seit der Überwindung der Corona-Krise im Frühjahr 2020 im Prinzip nur eine Richtung - aufwärts. Auch im Bereich der privaten Verschuldungs- oder Beteiligungsmärkte, bei Hochzinsanleihen und bei Immobilien ging es nach oben. Negative Entwicklungen, wie etwa neue Wellen der Pandemie oder Meldungen über Produktionsengpässe oder Kostensteigerungen, brachten die Märkte nicht von ihrem Aufwärtskurs ab.

Ein zentrales Element für den starken Finanzaufschwung seit der Corona-Krise war zweifellos die expansive Geldpolitik. Die großen Notenbanken der Welt haben ihre Politik darauf ausgerichtet, die Zinsen für Staatsanleihen niedrig zu halten und günstige Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen und die privaten Haushalte zu sichern. Durch die Zusicherung niedriger Zinsen und unbegrenzter Liquidität machten sie die Märkte gegenüber äußeren Schocks widerstandsfähig. So haben die letzten anderthalb Jahre den Anleger gute Erträge beschert.

An den Kapitalmärkten schlossen die globalen Aktienindizes das Jahr mit einer sehr positiven Bilanz ab: Der Weltaktienindex MSCI AC World in Euro verzeichnete ein Plus von 27,5 Prozent. Auch mit vielen Rohstoffen, allen voran Öl, konnten Investoren deutliche Zuwächse erzielen. Renten verzeichneten im vergangenen Jahr dagegen zumeist Verluste.

Gemessen an den MSCI Indizes (in Euro) schnitten die Aktien der Industrieländer mit einer durchschnittlichen Wertentwicklung von 31,1 Prozent im Jahr 2021 erheblich besser ab als die Emerging Markets, die im Schnitt lediglich auf ein Plus von 4,9 Prozent kamen. Allerdings fielen die Ergebnisse in den Schwellenländern sehr unterschiedlich aus. So kam die EMEA-Region auf einen Zuwachs von 27,0 Prozent und entwickelte sich damit erheblich besser als Lateinamerika, die um 1,1 Prozent fielen.

Auch bei den Börsen der Industrieländer klafften die Ergebnisse weit auseinander. Nordamerika stand mit einem Zuwachs von 36,0 Prozent erneut an der Spitze der Regionen. Dahinter folgen Europa (25,1 Prozent), die Eurozone (22,2 Prozent) und die Region Pazifik (10,4 Prozent). Japan kam auf ein Plus von 9,4 Prozent.

Auf der Branchenseite konnten Anleger - gemessen an den Sektoren des MSCI World in Euro - erneut mit den Erträgen aus dem IT-Bereich besonders zufrieden sein. Der Sektor-Index gewann 2021 weitere 37,0 Prozent hinzu. Besser schnitt nur die Energiebranche ab, die auf ein Plus von 46,3 Prozent kam. "Schlusslicht" wurden die Nicht-Basiskonsumgüter, die aber auch noch 17,3 Prozent hinzugewannen.

Auch in den Schwellenländern erzielten die Energie-Konzerne mit einem Plus von 30,1 Prozent (gemessen am MSCI Emerging Markets in Euro) die beste Wertentwicklung, gefolgt von den Versorgern mit 21,0 Prozent und dem IT-Sektor mit 18,2 Prozent. Am Tabellenende lagen in den Emerging Markets ebenfalls die Aktien aus dem Bereich Nicht-Basiskonsumgüter, hier allerdings mit einem Minus von 23,7 Prozent.

Am Rentenmarkt war für Anleger wenig zu holen: Auf Jahressicht gewann lediglich der Barclays Global High Yield (Euro hedged) 1,5 Prozent hinzu. Der Barclays Multiverse (Euro hedged) verlor dagegen 2,1 Prozent. Weiterhin niedrig fielen die Zinsen zehnjähriger Staatsanleihen am Jahresende aus: Vergleichsweise viel zu holen, gab es für risikobereite Anleger bei Bonds aus Griechenland (1,34 Prozent) und Italien (1,17 Prozent). Mit vielen anderen Anleihen können Investoren, welche die Bonds bis zur Endfälligkeit halten, dagegen derzeit weiterhin kein Geld verdienen. Deutsche zehnjährige Anleihen rentieren mit -0,18 Prozent, französische sind mit 0,20 Prozent immerhin im positiven Bereich.

Auf der Währungsseite verlor der Euro gegenüber den meisten Währungen etwas an Boden: Gegenüber dem britischen Pfund wertete der Euro im vergangenen Jahr um 6,2 Prozent ab, gegenüber dem US-Dollar um 7,1 Prozent. Die Rohstoffe entwickelten sich dagegen erneut sehr unterschiedlich. Am stärksten stieg Rohöl: Der Spotpreis der Nordseesorte Brent legte in Euro gerechnet um 57,1 Prozent zu, Öl der Sorte WTI verteuerte sich sogar um 69,3 Prozent. Weniger gut lief es für Investoren, die Edelmetalle in ihrem Portfolio hatten. Gold gewann immerhin noch 3,3 Prozent hinzu, die Spotpreise Silber und Platin gaben dagegen nach.

Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Die Entwicklung des Kerngeschäftsfeldes ist insbesondere abhängig von der Entwicklung der betreuten Vermögen. Überwiegenden Einfluss darauf hat die Entwicklung der Finanzmärkte, die sowohl die volumenbasierte als auch eine gegebenenfalls performanceabhängige Vergütung bestimmt. Ebenso maßgeblich sind die Vertiefung bestehender sowie die Förderung neuer Kundenbeziehungen.

Das Börsenjahr 2021 war insbesondere für die Anlageklasse Aktien ein recht erfolgreiches. Die Entwicklungen standen stark unter dem Eindruck der Hoffnung, ein baldiges Ende der Corona-Krise und eine damit einhergehende Erholung der Weltwirtschaft und des internationalen Handels zu sehen. Der MSCI Europe NR erreichte somit Zuwächse auf Jahressicht von über 25%; der MSCI World NR-Index konnte dies mit über 31% Wertzuwachs sogar noch übertreffen. Zwischenzeitlich war im Umfeld der risikobehafteten Anlageklassen zwar häufiger eine erhöhte Volatilität festzustellen, doch dies konnte den übergeordneten Trend der positiven Performance nicht nachhaltig brechen.

Die Akquisitionssituation für die HQAM war jedoch wie bereits im Jahr 2020 schwierig. Bei vielen potenziellen Kunden waren die internen Richtlinien derart angepasst worden, dass de facto kein physischer Kontakt mehr möglich war. Die Akquisitionsbemühungen wurden dann zunehmend in den digitalen Raum verlagert. Dieses Bild verfestigte sich nochmals im Jahr 2021. Jedoch zeigte sich im weiteren Verlauf der Pandemie über das Berichtsjahr hinweg, dass Videokonferenzen und Telefonate kein Ersatz für das persönliche Gespräch sind. Dies gilt umso mehr, wenn die Investmentkonzepte einen hohen Grad an Komplexität mit sich bringen, es dem Anbieter - wie im Falle der HQAM - an ausreichend langem Live Track Record mangelt und die angebotenen Strategien nicht die kritischen Mindestvolumina aufzeigen, um z.B. für Dachfonds oder Consultants interessant zu sein.

Es ist der Gesellschaft zwar gelungen, eine Vielzahl von teils sehr konkreten Geschäftsanbahnungen und Projekten anzustoßen, letztlich zeigt sich allerdings, dass in der Finanzindustrie für einen erfolgreichen Neuabschluss letztlich des persönlichen Gesprächs bedarf.

Der Corona-bedingte allgemein gedämpfte Appetit auf Seiten der Investoren, bestehende Geschäftsverbindungen zu ändern, setzte sich auch im Jahr 2021 fort. Die absoluten Returns an den Aktienmärkten waren erneut derart auskömmlich, dass es für viele Anleger nicht entscheidend war, ob der aktuelle Manager eine positive oder negative generierte. Dies schränkte die Wechselwilligkeit weiter ein.

Auch im abgelaufenen Jahr wurden zusätzlich zu den eigenen Vertriebsaktivitäten Kontakte über Kooperationsvereinbarungen hergestellt. Ziel war es, Zugang zu Kundengruppen zu erhalten, der der Gesellschaft selbst nicht zur Verfügung steht. Insgesamt wurden zwei Vertriebskooperationen aktiv genutzt: Die AAB Asset Services GmbH und die Firma Wickenkamp Consult aus Köln stellten ihr Vertriebsnetz zur Neukundengewinnung zur Verfügung.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Personalentwicklung

Im Interesse der Zufriedenheit der Kunden und der Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben achtet HQAM in hohem Maße auf die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter und adäquate Personalressourcen. Bereits bei der Einstellung werden hohe Anforderungen an die Qualifikation und Erfahrung potenzieller Bewerber gestellt, z.B. betreffend branchenbezogene Berufsexamina und Promotionen.

Im Geschäftsjahr 2021 war die Teamstruktur weitgehend konstant im Vergleich zum Vorjahr. Zwei Mitarbeiterinnen verließen das Unternehmen aufgrund von Mutterschutz mit daran anschließender Elternzeit. Die Stellen wurden nicht nachbesetzt. Die aus diesen Abgängen entstandene Mehrarbeit wurde über eine interne Reorganisation kompensiert.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 waren acht aktive Mitarbeiter bei der HQAM beschäftigt sowie zwei in Elternzeit befindliche Mitarbeiterinnen.

Insgesamt hat sich der Personalbestand der Gesellschaft somit unterhalb der Planung entwickelt.

Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr 2021 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.598 TEUR aus.

Das Management-Fee-Ergebnis in Höhe von 394 TEUR liegt um ca. 25 TEUR niedriger als im Vorjahr. Verantwortlich hierfür ist der Abgang eines institutionellen Mandates im Februar 2021. Die Neuakquisition war in 2021 nicht in der Lage, diesen Abgang zu (über-)kompensieren.

Diesem Ertrag stehen Aufwendungen in Höhe von 3.049 TEUR gegenüber, die im Wesentlichen auf die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen entfallen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen entfallen hauptsächlich auf Personalaufwendungen in Höhe von 1.837 TEUR. Damit liegen die Personalkosten leicht unter Plan.

Hinzu kommen andere Verwaltungskosten in Höhe von 1.158 TEUR, welche somit leicht über Plan liegen. Zu den nicht-budgetierten Positionen gehörten u.a. Kosten für eine Personalberatung, die bei der Suche nach einem neuen Akquisiteur behilflich sein sollte, sowie Beratungskosten beim Thema "Taxonomieverordnung" im Bereich ESG und die damit einhergehende Anpassung des Organisationshandbuches.

Finanzlage

Investitionen in das Sachanlagevermögen im nennenswerten Umfang wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getätigt.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2021 beträgt 2.031 TEUR. Die Aktiva umfasst im Wesentlichen Forderungen an Kunden (34 TEUR) sowie Guthaben bei Kreditinstituten (1.648 TEUR). Die Passiva verteilen sich im Wesentlichen auf das Eigenkapital (1.639 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (256 TEUR), die sonstigen Verbindlichkeiten (332 TEUR) sowie Rückstellungen (53 TEUR). Insgesamt liegt die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2021 bei 80,7 %. Es ergibt sich aus der aktuellen Situation ein Verlustvortrag für die Gesellschaft i.H.v. 10.361 TEUR.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Erträge im Jahr 2021 hinter Plan lagen, die Kosten jedoch leicht höher ausfielen als dies in den ursprünglichen Planungen vorgesehen. Dieser Effekt wurde zu einem kleinen Teil mit einer höher als erwarteten Durchschnittsmarge für die verwalteten Sondervermögen kompensiert, konnte letztlich jedoch nicht die fehlenden geplanten Neumandate für das Geschäftsjahr ausgleichen.

3. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Berichtszeitraums wurden keine Vorgänge von besonderer Bedeutung erkannt, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hätten.

Aufgrund des am 16. Dezember 2021 gefassten Gesellschafterbeschlusses soll der Geschäftsbetrieb der HQAM zum 30. Juni 2022 eingestellt werden.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht 2022 (Ausblick)

Das Jahr 2021 hat die erhoffte wirtschaftliche Erholung gebracht. Sie war aber schwächer als von den Prognostikern am Jahresbeginn erwartet. Trotz der Verfügbarkeit von Impfstoffen hat das Corona-Virus den Dienstleistungssektor erheblich gebremst und die globalen Lieferketten konnten mit dem starken Anstieg der Warennachfrage nicht Schritt halten. In Verbindung mit der deutlichen Verteuerung von Energie- und Rohstoffen hat das einen unerwartet kräftigen Inflationsschub ausgelöst.

Die hohen Preisniveausteigerungen bedeuten für die privaten Haushalte einen Verlust an Kaufkraft, der für sich genommen das Wachstum des realen privaten Konsums dämpfen wird. Andere Faktoren dürften im Jahr 2022 allerdings für einen steigenden realen Konsum sorgen. Es ist mit deutlich höheren Lohnabschlüssen zu rechnen und die Beschäftigungslage dürfte sich angesichts erheblicher Arbeitskräfteknappheit am Arbeitsmarkt weiter verbessern.

Zudem haben die Haushalte in den letzten anderthalb Jahren in großem Umfang zusätzlich Ersparnisse aufgebaut, die sie zumindest zu einem Teil zur Finanzierung von zusätzlichem Konsum nutzen werden. Es ist daher nicht zu erwarten, dass die höhere Inflation die Konjunktur schon bald abwürgen wird und wir in eine Stagflation hineingeraten. Für die Europäische Zentralbank ergibt sich daraus unseres Erachtens die Notwendigkeit aus der bisherigen Krisenpolitik konsequent auszusteigen und den steigenden Inflationserwartungen etwas entgegenzusetzen.

Aus diesen Grundüberlegungen lassen sich fünf Thesen für 2022 ableiten:

Die Weltwirtschaft zieht wieder an

Der Start in das Wirtschaftsjahr 2022 fand weltweit unter schwierigen Bedingungen statt. Die derzeitige Konstellation mit schwachem Wachstum und hoher Inflation, eine sogenannte Stagflation, wird uns aber nicht das ganze nächste Jahr über begleiten. Besserung ist in Sicht, zumindest dann, wenn uns neue, gefährliche Virusvarianten erspart bleiben.

Entscheidend für die Belebung der Wirtschaft wird sein, dass die Kapazitätsengpässe, etwa bei Halbleitern, natürlichen Rohstoffen oder Transportleistungen durch ein erhöhtes Angebot gemindert werden. Damit kann gerechnet werden, denn die hohen Preise versprechen gute Gewinnmargen und bieten einen starken Anreiz, in den Kapazitätsaufbau zu investieren.

An der Nachfrageentwicklung dürfte eine Beschleunigung des Wachstums in 2022 nicht scheitern. Zunächst werden die produzierenden Unternehmen den Auftragsstau abarbeiten, der sich in den vergangenen Monaten aufgrund der verschiedenen Produktionsbehinderungen aufgebaut hat. Zudem dürfte die Konsumnachfrage der privaten Haushalte weiter steigen, insbesondere im Dienstleistungssektor. In den meisten Regionen der Welt ist mit deutlichen Einkommenssteigerungen zu rechnen - angetrieben durch einen zunehmendem Beschäftigungsstand und rückläufige Arbeitslosigkeit.

Alles in allem dürfte die Weltwirtschaft nach schwachem Jahresbeginn im kommenden Jahr mit etwa 5% wachsen. Die Wachstumsraten der USA, Europas und Chinas nähern sich im Jahre 2022 deutlich an. Das ist vor allem auf eine unterschiedliches Zeitprofil der Konjunkturerholung nach Corona zurückzuführen.

Die Lösung politischer Interessenkonflikte wird der EU viel abverlangen

Auf der Bühne der Weltpolitik sind im vergangenen Jahr viele Aufgaben unerledigt geblieben und neue Herausforderungen hinzugekommen. 2022 wird wohl ein Jahr der Umsetzung, nicht großer, neuer Vereinbarungen werden. Weichenstellungen in der Klimapolitik oder auch die Einführung globaler Standards in der Steuerpolitik werden im Vordergrund stehen. Das Tempo des Fortschritts wird dabei nicht zuletzt von Deutschland und Frankreich abhängen, wo neue Regierungen antreten, die die Gunst der frühen Stunde nutzen könnten. Kompromisse mit den USA werden wichtiger, wenn Joe Biden weiter geschwächt werden sollte, weil weitere Sitze in den Parlamentswahlen verloren gehen.

Eine weitere Herausforderung dürfte das kommende Jahr weltpolitisch bestimmen. Angesichts kräftig steigender Leistungsbilanzdefizite der USA und steigender Überschüsse Chinas ist es eher unwahrscheinlich, dass die handels- und technologiepolitischen Konflikte zwischen diesen Ländern rasch beigelegt werden können. Die Lösung der Interessenkonflikte wird dadurch erschwert, dass China mit zunehmenden Staatsinterventionen darangeht, seine wirtschaftliche Unabhängigkeit - im Sinne der Projekte "Made in China 2025" oder des "dualen Wirtschaftskreislaufs"-zu stärken und auch seine regionalen politischen Ansprüche deutlicher zu artikulieren. Im weltpolitischen Maßstab dürften diese Themen im Jahr 2022 eine große Bedeutung haben und der EU eine schwierige Positionierung abverlangen.

Die Zentralbanken steigen behutsam aus der Krisenpolitik aus

Die großen Notenbanken der Welt werden ihre Politik in 2022 auf wieder beschleunigtes Wachstum und eine verhältnismäßig hohe Inflation einstellen müssen. Die Inflationsraten werden zwar im Laufe des kommenden Jahres unter plausiblen Annahmen wieder sinken, aber sie werden noch für viele Monate deutlich über den Zielwerten der Notenbanken liegen. Daher werden weitere geldpolitische Korrekturen erforderlich werden.

Beim Ausstieg aus der Krisenpolitik werden die Zentralbanken allerdings mit größter Behutsamkeit vorgehen, um die Finanzierungsbedingungen für die Staaten möglichst wenig zu beeinträchtigen. Erste Schritte werden im Bereich der Bilanzpolitik erfolgen, Zinsschritte kommen danach. Die sukzessive Reduktion der monatlichen Anleihekäufe der amerikanischen Notenbank hat bereits begonnen. Die EZB wird ihr Krisenprogramm PEPP bis März beenden und angesichts der erhöhten Preissteigerungen ihre anderen Anleihekaufprogramme nicht wesentlich aufstocken. Im weiteren Verlauf des Jahres werden in den USA erste Zinssteigerungen anstehen, in der Eurozone werden die Terminmärkte solche wohl für 2023 vorwegnehmen.

Die Folge dürften zumindest leicht steigende Kapitalmarktrenditen sein. Die Notenbanken werden zwar einen allzu schnellen Zinsanstieg verhindern, der die Finanzmärkte plötzlich durcheinanderwirbeln und "günstigen monetären Rahmenbedingungen" entgegenstehen würde. Aber einen graduellen Renditeanstieg werden sie durchaus tolerieren.

Klimaschutz wird zum Top-Thema an den Finanzmärkten

Neben der Inflation dürfte auch die Nachhaltigkeit an den Finanzmärkten zu einem Wort des Jahres werden. Zahlreiche Initiativen wirken zusammen: Finale Entscheidungen in der EU, welche Aktivitäten als nachhaltig gelten dürfen, stehen aus. Besonders strittig: Die Nachhaltigkeit der Atomkraft. Der Streit wird vermutlich mit einem Kompromiss im Sinne der Befürworter enden. Viele andere schwierige und teilweise subjektiven Entscheidungen werden zu treffen sein. Um die Nachhaltigkeit der Wirtschaft besser zu erfassen, werden weitere Vorschriften und Regeln zur Offenlegung und Bilanzierung von ESG-relevanten Aktivitäten für die Unternehmen erlassen werden.

Auch die EZB wird eine Rolle spielen und die Berichts pflichten für die Banken deutlich verschärfen sowie umfangreiche Stresstests in Bezug auf Klimarisiken verlangen. Finanzdienstleister werden durch EU-Regelungen verpflichtet, ihre Kunden auf ihre Nachhaltigkeitspräferenzen anzusprechen. Sie werden der schon unüberschaubaren Vielfalt an Produkten weitere hinzufügen, um der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Produkten gerecht zu werden. Ratingagenturen, Verbraucherzentralen und Forschungsinstitute werden verstärkt darangehen, diese Angebote zu überprüfen, ob sie wirklich als "grün" anzusehen sind. Die Unternehmen werden ihre Programme zur Reduktion von Schadstoffen und zur Verbesserung der Energieeffizienz verstärken. Das ist höchst erwünscht, bindet aber auch Ressourcen, was am Ende auch zu höheren Preisen führt.

Anleger suchen Inflationsschutz und müssen mit Schwankungen umgehen

Trotz der zu erwartenden leichten Renditesteigerungen werden Anleihen unter Renditegesichtspunkten keine attraktive Alternative zu Aktien oder anderen Sachwerten sein. Anleger werden weiterhin viel Kapital in reale Werte lenken, die einen gewissen Inflationsschutz bieten. Aktien, Beteiligungen, Immobilien und Gold werden dazu gehören, auch wenn diese Anlageformen Risiken mit sich bringen und viele die Bewertungen an diesen Märkten schon für hoch halten.

Die Gefahr eines plötzlichen Kurseinbruchs ist nie zwar ganz auszuschließen, aber derzeit nicht wahrscheinlich. Auf eines dürfen sich Anleger allerdings gefasst machen: Die Geldpolitik wird nicht den Spielraum haben, die Finanzmärkte gegenüber allen negativen Entwicklungen so abzuschirmen, wie es in der Zeit nach der Corona-Pandemie der Fall war.

Das Narrativ, dass es die Geldpolitik schon richten wird, wenn Probleme auftreten, könnte ernsthafte Kratzer bekommen. Denn auch bei temporärer Verfehlung der Inflationsziele können die Notenbanken nicht immer die Dosierung ihrer Medizin erhöhen und weitere Stimulanzien einsetzen. Anleger sind also gut beraten, mit höherer Volatilität, also auch mit häufigeren Rücksetzern an den Märkten zu rechnen und die Inflationsdynamik genau zu beobachten.

Der Ukraine-Krieg führt zu hoher Volatilität und steigenden Rohstoffpreisen

Die aktuelle Situation in der Ukraine belastet im ersten Quartal 2022 bestimmend das Marktumfeld. Eine Prognose über ein mögliches Ende des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine ist genauso wenig möglich, wie eine belastbare Aussage dazu, wie lange und wie weit die Sanktionen des Westens geführt werden. Derzeit fährt die westliche Politik "auf Sicht", was in der vorliegenden Krise sicher der angemessene Weg ist. Daraus folgt allerdings ein Umfeld hoher Unsicherheit für die Märkte, was wiederum in hohe Volatilität einerseits, starke Kurskorrekten an den internationalen Aktienmärkten andererseits sowie ansteigende Preise für Energieträger mündet. Je nach Länge und Intensität des Konfliktes in Hinblick auf den Grad des Engagements von weiteren Staaten in diesem Krieg, werden die Märkte weiter im Risk-off-Modus verharren. Extreme Kurskorrekturen können hierbei immer wieder als mögliche Einstiegspunkte für ein Investment in risikobehafteten Anlageklassen sein. Allerdings ist bei einer Ausweitung des derzeit bilateralen Konfliktes auf die NATO eine scharfe Reaktion der Finanzmärkte in den negativen Bereich zu erwarten. Bis mehr Klarheit über die Strategie Russlands herrscht, werden die Finanzmärkte im Bärenmarkt verharren, welcher zwischenzeitlich - abhängig von der Nachrichtenlage - durchaus zu kurzen Rallys ansetzen kann.

Chancenbericht

Am 16. Dezember 2021 wurde von Seiten der Gesellschafterversammlung der Beschluss gefasst, den Geschäftsbetrieb der HQAM zum 30. Juni 2022 einzustellen. Vor diesem Hintergrund wird an dieser Stelle darauf verzichtet, einen Chancenbericht zu erstellen.

Risikobericht

Aufgrund des am 16. Dezember 2021 gefassten Gesellschafterbeschlusses soll der Geschäftsbetrieb der HQAM zum 30. Juni 2022 eingestellt werden.

Risikomanagementsystem

Das Risikotragfähigkeitskonzept der HQAM wird unter dem Aspekt der Unternehmensfortführung betrachtet und beruht auf einer Mehrjahresplanung. Die Basisgröße, gegen welche die Risiken bewertet und gemessen wurden, ist das EBIT des aktuellen Jahres gemäß Planungsausweis nach Abzug des Betrags, der als Zuführung zum Eigenkapital des Folgejahres benötigt wird, um die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen des Folgejahres erfüllen zu können. Das aufsichtsrechtliche Eigenkapital per 31. Dezember 2021 beträgt 1.635 TEUR.

Derzeit sind keine bestandsgefährdenden Risiken ersichtlich. Auch nach einem möglichen Eintritt der definierten Risikoszenarien (z.B. Rückgang der Assets under Management) verbleibt weiterhin ein positiver Eigenkapitalbetrag.

Risikoarten

Angesichts der Art der Geschäftstätigkeit, der begrenzten Größe der Gesellschaft und des Geschäftsumfangs sind die bestehenden Risiken überschaubar und wurden von der Geschäftsleitung vor allem in Form von Marktrisiken, Liquiditätsrisiken und Adressenausfallrisiken identifiziert. Zur Steuerung und Überwachung dieser Risiken dienen insbesondere die Unternehmens- und Liquiditätsplanung sowie das Risikomanagement.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken in Form von negativen Kursentwicklungen an den Finanzmärkten können sich sowohl auf performanceabhängige Provisionseinnahmen als auch auf die Provisionen aus dem Management von Spezial- und Publikumsfonds auswirken.

Die Anlage eigener Mittel erfolgte im Berichtszeitraum ausschließlich in Kontoguthaben bei namhaften deutschen Finanzinstituten.

Liquiditätsrisiken

Eigenmittel, die der Gesellschaft langfristig zur Verfügung stehen, werden auf Kontokorrentkonten bzw. Tagesgeldkonten angelegt. Die Liquiditätslage wird ständig überwacht. Da die Finanzierung der Gesellschaft ausschließlich auf Eigenmitteln sowie aus der laufenden Geschäftstätigkeit heraus erfolgt, bestehen keine Abhängigkeiten gegenüber finanzierenden Kreditinstituten.

Ausfallrisiken

Die Honorarforderungen gegenüber den Mandanten sind durch kurze Laufzeiten und durch eine ausreichende Bonität gekennzeichnet. Es besteht keine Risikokonzentration auf bestimmte Kunden bzw. Branchen. Das Adressenausfallrisiko wird aufgrund der Forderungsstruktur als gering eingestuft. Anzeichen für Gegenparteirisiken wie z.B. überfällige Forderungen oder ungewöhnliches Zahlungsverhalten werden laufend überwacht.

Operationale Risiken

Das operationale Risiko wird definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. In diesem Zusammenhang sind mit Bezug auf die HQAM insbesondere Personal- und IT-Risiken zu nennen. Hinsichtlich der operationalen Risiken tragen der fachlich qualifizierte Personalstamm und die Kompetenzregelung sowie der Geschäftsverteilungsplan der Geschäftsführung zur Risikominderung bei. Zur Sicherung der Datenbestände werden u.a. regelmäßige Datensicherungen durchgeführt. Die Sicherung des internen File-Systems wurde an die Vertical GmbH outgesourct. Somit obliegt die Verantwortung in diesem Bereich im Rahmen des Auslagerungsvertrages bei der Vertical GmbH. Eigene Infrastruktur, wie sie bspw. für das Research notwendig ist, aber keine kunden- oder personenbezogenen Daten verarbeitet, wird durch die Gesellschaft gewartet und entsprechend dem internen Sicherheitskonzept ständig überwacht. Die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems wird im Hinblick auf die operationalen Risiken regelmäßig durch die interne Revision geprüft und entsprechend laufend weiterentwickelt.

Haftungsrisiko

Haftungsrisiken könnten sich in erster Linie aus Fehlern im operativen Ablauf ergeben. Diese versucht die Gesellschaft durch ständige Überwachung und Verbesserung der internen Risikokontrollsysteme zu begegnen (siehe voriger Punkt "Operationale Risiken"). Dem Verständnis der Kundenerwartungen kommt große Bedeutung zu. Deshalb stimmt HQAM mit den Kunden üblicherweise gemeinsam das Risikoprofil, die strategischen Investitionsziele und die Anlagestrategie ab. Für jedes Mandat sind individuelle Parameter definiert, die über die Systeme der Kapitalverwaltungsgesellschaften im Abgleich mit eigenen Bestandsdaten laufend überwacht werden. HQAM hat ein Beschwerdemanagement installiert und eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen.

Allgemeines Geschäftsrisiko

Ein allgemeines Geschäftsrisiko kann aufgrund veränderter Rahmenbedingungen entstehen; dazu gehören beispielsweise das Marktumfeld, das Kundenverhalten, der technische Fortschritt sowie die aufsichtsrechtliche Regulierung.

Aus den im Risikobericht beschriebenen Risiken können insbesondere größere exogene Schocks, die zu einer Verlangsamung bzw. Stagnation der wirtschaftlichen Erholung führen, den zukünftigen Geschäftsverlauf negativ beeinflussen.

Die genannten Risiken werden permanent und systematisch überwacht (Risikomanagement). Mit Hilfe einer Kombination mehrerer IT-Systems werden viele Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette automatisiert und damit auch die operationellen Risiken reduziert. Die Geschäftsführung ist laufend in die Geschäftsabläufe eingebunden. Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter werden in regelmäßig stattfindenden Sitzungen informiert. Derzeit und für die weitere Entwicklung sind keine bestandsgefährdenden bzw. sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erkennen.

Risiken der künftigen Entwicklung

Am 16. Dezember 2021 wurde von Seiten der Gesellschafterversammlung der Beschluss gefasst, den Geschäftsbetrieb der HQAM zum 30. Juni 2022 einzustellen. Vor diesem Hintergrund wird an dieser Stelle darauf verzichtet, einen Bericht zu Risiken der künftigen Entwicklung zu erstellen.

5. Sonstiges

Am 16. Dezember 2021 wurde von Seiten der Gesellschafterversammlung der Beschluss gefasst, den Geschäftsbetrieb der HQAM zum 30. Juni 2022 einzustellen.

 

Bad Homburg v.d. Höhe, 2. Mai 2022

Dr. Wolfgang Leoni

Dr. Lars Edler

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 1,648,092.18 1,069,423.91
2. Forderungen an Kunden 33,972.41 49,843.93
3. Immaterielle Anlagewerte 2.00 3,559.00
4. Sachanlagen 53,307.00 62,797.00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 30,864.42 2,281.64
6. Rechnungsabgrenzungsposten 264,376.62 22,614.60
Summe der Aktiva 2,030,614.63 1,210,520.08

Passiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7,547.39 8,409.08
2. Sonstige Verbindlichkeiten 331,747.34 400,809.65
3. Rückstellungen
andere Rückstellungen 52,555.26 64,301.98
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 500,000.00 500,000.00
b) Kapitalrücklage 11,500,000.00 8,000,000.00
c) Bilanzverlust -10,361,235.36 -7,763,000.63
1,638,764.64 736,999.37
Summe der Passiva 2,030,614.63 1,210,520.08

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Provisionserträge 394,085.96 419,864.65
2. Sonstige betriebliche Erträge 57,167.36 18,294.03
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1,688,013.47 2,313,021.15
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 149,084.14 175,074.62
1,837,097.61 2,488,095.77
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1,157,712.70 1,091,052.99
2,994,810.31 3,579,148.76
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 13,047.00 13,054.56
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 41,630.74 19,056.32
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit/Jahresfehlbetrag -2,598,234.73 -3,173,100.96
7. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -7,763,000.63 -4,589,899.67
8. Bilanzverlust -10,361,235.36 -7,763,000.63

Anhang

1. Allgemeines

Die HQ Asset Management GmbH ist im Handelsregister Bad Homburg v.d.H. unter der Nummer HRB 14342 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie dem Gesetz betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Mit Beschluss vom 16. Dezember 2021 hat die Gesellschafterversammlung den Beschluss gefasst, den Geschäftsbetrieb der HQ Asset Management GmbH mit Wirkung zum 30. Juni 2022 einzustellen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, die Barreserve sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter ("GWG") mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. Die GWG werden im Inventar erfasst, um die Verzeichnungspflicht für GWG mit Anschaffungskosten größer EUR 250 zu erfüllen. Bis einschließlich dem Jahr 2019 wurden Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 im Jahr der Anschaffung zusammen gefasst (Sammelposten) und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Mit Wirkung zum Jahr 2020 wird dieses Wahlrecht nicht mehr in Anspruch genommen.

Die bestehenden Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen, die erfolgsmäßig zukünftigen Wirtschaftsjahren zuzuordnen sind.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Umrechnung von fremden Währungen erfolgt nach den Vorschriften des § 340h HGB in Verbindung mit § 256a HGB. Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden sowohl positive als auch negative Umrechnungseffekte als Aufwand bzw. Ertrag berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Beachtung des Realisationsprinzips lediglich Aufwendungen aus der Umrechnung erfolgswirksam erfasst.

3. Bilanzerläuterungen

Hinsichtlich der immateriellen Anlagewerte, der Sachanlagen sowie der Finanzanlagen verweisen wir auf die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens ("Anlagenspiegel", Seite 4).

Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit bis zu drei Monaten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 27) und Vorsteuerguthaben aus Eingangsrechnungen über den Bilanzstichtag (TEUR 4).

Mit Gesellschafterbeschlüssen vom 26. Januar 2021, 22. März 2021, 15. Juni 2021, 21. September 2021 und 22. Dezember 2021 wurde die Kapitalrücklage der HQ Asset Management GmbH in Höhe von insgesamt TEUR 3.500 durch die Gesellschafterin erhöht und vorgenommen.

Die anderen Rückstellungen betreffen ungewisse Verbindlichkeiten für Personal (TEUR 29), ausstehende Rechnungen (TEUR 3) sowie Jahresabschluss und Abschlussprüfung (TEUR 21).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 256), Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 62) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 11).

4. Gewinn und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Erstattungen Aufwendungsausgleichsgesetz (TEUR 37), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 13) und aus sonstigen Sachbezügen (TEUR 6).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten ausschließlich Aufwendungen aus nicht abzugsfähiger Vorsteuer (TEUR 41).

5. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft bestand im Geschäftsjahr aus nachfolgend aufgeführten Mitgliedern:

Herr Dr. Lars Edler, Geschäftsführer,

Herr Dr. Wolfgang Leoni, Geschäftsführer.

Die Angabe gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleibt unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

Aufsichtsrat

Die Gesellschaft hat keinen eigenen Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat der Gesellschafterin, der HQ Holding GmbH & Co. KG, wacht auch über die HQ Asset Management GmbH. Der Aufsichtsrat der HQ Holding GmbH & Co. KG bestand für das Jahr 2021 aus nachfolgend aufgeführten Mitgliedern:

Dr. Joachim Faber, Vorsitzender des Aufsichtsrats, unabhängiger Unternehmensberater,

Dr. Konstantin Mettenheimer, Rechtsanwalt, Steuerberater,

Gregor May, Geschäftsführer Harald Quandt Industriebeteiligungen GmbH, (bis 30. September 2021)

Philipp Geller, Geschäftsführer Harald Quandt Family Office GmbH,

Bernhard Oberhofer, Geschäftsführer Harald Quandt Family Office GmbH,

Wanching Ang, Investmentmanagerin (seit 1. März 2021).

Anzahl Mitarbeiter im Berichtsjahr

Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 8 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt.

Gesamthonorar der Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 10. Dieses besteht ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 10.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Berichtszeitraums wurden keine Vorgänge von besonderer Bedeutung erkannt, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hätten.

Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Bad Homburg v.d.H., den 2. Mai 2022

Geschäftsführung

Dr. Wolfgang Leoni)

Dr. Lars Edler

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten 10.680 0 0 10.680
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.496 0 0 86.496
Summe 97.176 0 0 97.176
Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten 7.121 3.557 0 10.678
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.699 9.490 0 33.189
Summe 30.820 13.047 0 43.867
Buchwerte
01.01.2021 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten 3.559 2
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.797 53.307
Summe 66.356 53.309

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HQ Asset Management GmbH, Bad Homburg v.d.H.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HQ Asset Management GmbH, Bad Homburg v.d.H., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HQ Asset Management GmbH, Bad Homburg v.d.H., für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

. vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungs-vermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 2. Mai 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Krieg, Wirtschaftsprüfer

Zusätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ist durch Beschluss der Gesellschafterin vom 20. Mai 2022 festgestellt worden.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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