Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 91693
Eingetragen
26.7.2017
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
die qualifizierte Aufbereitung von medizinischem und pflegerischem Instrumentarium, insbesondere von Operationsinstrumenten und Geräten durch Reinigung, Desinfektion und Sterilisation. Hierzu gehört auch die Reparatur, Pflege und Instandhaltung von medizinischem und pflegerischem Instrumentarium und Gerätschaften sowie der Vertrieb der entsprechenden Dienstleistungen. Eingeschlossen ist zugleich die Beschaffung, Lagerung und der Vertrieb dieser Instrumente und Gerätschaften. Gesellschaftszweck ist auch der Handel mit ergänzenden Verbrauchsmaterialien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Dobner-Flick
seit 10.10.2024
Prokura
Lisa Jergen
seit 11.10.2022
Prokura
Geschäftsführer
Sylvia Illing-Dau
seit 21.11.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stiftung der CellitinnenEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PROSERV Management GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PROSERV Management GmbH

Pulheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

2022 2021
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 336.089,38 395
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 6
336.089,38 401
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.447.602,61 31.919
2. Technische Anlagen und Maschinen 91.415,00 106
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.083.891,45 1.729
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.773,10 560
33.685.682,16 34.314
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.125,00 6
2. Genossenschaftsanteile 300,00 0
6.425,00 6
34.028.196,54 34.721
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 685.866,95 675
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.491.483,59 3.658
3.177.350,54 4.333
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.764.834,90 6.460
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.121,65 1
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.433.828,88 1.597
8.205.785,43 8.058
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 100.006,94 81
11.483.142,91 12.472
C. Rechnungsabgrenzungsposten 213.188,93 213
45.724.528,38 47.406

PASSIVA

2022 2021
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 11.000.000,00 11.000
III. Konzernbilanzgewinn 1.269.772,29 1.393
IV. Nicht beherrschende Anteile 1.750,00 2
12.297.522,29 12.420
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 130.903,00 106
2. Sonstige Rückstellungen 2.057.079,09 2,402
2.187.982,09 2.508
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.162.398,42 16.133
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.464.190,77 7.300
3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.612.434,81 9.018
- davon aus Steuern EUR 145.191,50 (Vorjahr TEUR 123)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 22.282,53 (Vorjahr TEUR 23)
31.239.024,00 32.451
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 26
45.724.528,38 47.406

KONZERN-GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 107.100.992,03 104.270
2. Sonstige betriebliche Erträge 576.827,00 470
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 79.074.474,04 78.571
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.153.455,25 4.549
83.227.929,29 83.120
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.558.682,06 11.151
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.701.710,40 2.404
- davon für Altersversorgung EUR 108.939,69 (Vorjahr 99 TEUR)
15.260.392,46 13.555
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.817.293,71 1.633
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.796.788,01 5.806
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7,62 1
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 495.808,41 512
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 128.012,34 4
10. Ergebnis nach Steuern -48.397,57 111
11. Sonstige Steuern 74.393,77 79
12. Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -122.791,34 32
13. Konzerngewinnvortrag 1.392.563.63 1.361
14. Konzernbilanzgewinn 1.269.772,29 1.393

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Die ProServ Management GmbH (im Folgenden auch "Muttergesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Pulheim und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nr. HRB 29116 eingetragen.

B. Konsolidierungskreis

Neben dem Mutterunternehmen ProServ Management GmbH wurden im Berichtsjahr die folgenden Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote (in %) Datum der erstmaligen Einbeziehung
1.Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
ProServ Rhein-Erft GmbH, Pulheim 93,0 01.01.2009
ProServ Logistics GmbH, Pulheim 100,0 01.01.2009
ProPhysio GmbH, Köln 100,0 01.01.2009
ProServ Gourmet GmbH, Pulheim 100,0 17.07.2017
ProServ Instruments GmbH, Pulheim 100,0 17.07.2017
Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote (in %) Datum der erstmaligen Einbeziehung
2. Nicht einbezogene assoziierte Unternehmen
PROMACCON Wuppertal GmbH, Wuppertal 24,5 -

Der Anteil an dem nicht einbezogenen assoziierten Unternehmen wird in der Konzernbilanz unter den Beteiligungen ausgewiesen.

Die PROMACCON Wuppertal GmbH, Wuppertal, wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil die Umsatzerlöse der Gesellschaft 1,6 % des Umsatzerlöses des Konzerns betreffen. Die Beteiligung ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.

C. Konsolidierungsgrundsätze

Stichtag, Gliederung und Bewertung

Stichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember 2022, der zugleich auch Stichtag für den Jahresabschluss der Muttergesellschaft und sämtlicher konsolidierter Gesellschaften ist.

Durch die im Konzern angewandte einheitliche Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, die den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften entspricht, ist sichergestellt, dass die Vorschriften des § 298 Abs. 1 HGB Beachtung finden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Sämtliche Aktiva und Passiva der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bewertungsgrundsätzen bewertet.

Konsolidierungsmaßnahmen

Im Konzernabschluss wurde für die Konsolidierung der Jahresabschluss der ProServ Management GmbH mit den Jahresabschlüssen der genannten konsolidierten Tochterunternehmen zusammengefasst, wobei an die Stelle der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen deren Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten traten.

Bei der Kapitalkonsolidierung wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen und vollkonsolidierten Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. für die vor dem 01. Januar 2010 vollkonsolidierten Tochterunternehmen bzw. nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 S.2 HGB n.F. für die nach dem 31. Dezember 2009 vollkonsolidierten Tochterunternehmen. Der Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ergibt sich aus der Tabelle auf Blatt 1 des Anhangs.

Bei der Erstkonsolidierung entstanden in den Fällen, in denen der Beteiligungsbuchwert bei der Obergesellschaft und das Eigenkapital der Untergesellschaft nicht identisch waren, aktivische Unterschiedsbeträge, die als "Geschäfts- oder Firmenwert" ausgewiesen werden. Zum 31. Dezember 2010 erfolgte in entsprechender Anwendung des § 301 Abs. 3 HGB n.F. ein gesonderter Ausweis.

Die im Rahmen der Erstkonsolidierung ermittelten Unterschiedsbeträge wurden gem. § 309 Abs. 1 S.1 HGB a.F. über einen Zeitraum von vier Jahren linear abgeschrieben.

Soweit in den Einzelabschlüssen Abschreibungen auf Anteile und auf Ausleihungen an konsolidierte Unternehmen vorgenommen werden, werden diese im Konzernabschluss rückgängig gemacht.

Soweit konzernfremde Gesellschafter an konsolidierten Unternehmen beteiligt sind, werden deren Anteile am konsolidierungspflichtigen Kapital als "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt durch Aufrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten der konsolidierten Gesellschaften untereinander. Soweit in den Einzelabschlüssen Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen konsolidierte Unternehmen vorgenommen wurden, wurden diese im Konzernabschluss rückgängig gemacht.

Zwischenergebnisse sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung und wurden deshalb nicht eliminiert.

Auf die vorgenannten Konsolidierungsmaßnahmen wurde eine Bildung von Aktiv- und Passivposten für die temporäre Steuerabgrenzung (latente Steuern) wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vorgenommen.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die anderen Konzerninternen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet.

Währungsumrechnungen waren nicht erforderlich.

D. Gliederung, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten blieben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Absatz 2 EStG im Anschaffungsjahr aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Ihr fiktiver Abgang im Zugangsjahr wird unterstellt. Festwerte wurden gemäß § 240 Abs. 3 HGB gebildet.

Finanzanlagevermögen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. mit dem Nominalwert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen. Sofern die Gründe für die Wertminderung zwischenzeitlich ganz oder teilweise nicht mehr bestehen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstes zu den Anschaffungskosten bzw. dem Nominalwert.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Die Waren werden zu Anschaffungskosten unter Anwendung der Verbrauchsfolgefiktion FiFo (First-in-First-out) bewertet. Um Risiken der Gängigkeit abzudecken, werden angemessene Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die letzte Inventur wurde per 31. Dezember 2022 durchgeführt.

Übrige Posten des Umlaufvermögens

Die übrigen Posten des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken im Forderungsbestand wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Auf den Nettobestand der nicht einzelwertberichtigten Forderungen wurde wegen des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite sind nur Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite sind nur Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

E. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt (vgl. 111/12).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 7; i. Vj. TEUR 1) bestehen gegen die PROMACCON Wuppertal GmbH, Wuppertal. Sie resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der ProServ Management GmbH, Pulheim, ist im Geschäftsjahr 2022 unverändert und beträgt nominal EUR 26.000,00.

Der Konzernbilanzgewinn i.H.v. TEUR 1.270 (i.Vj. TEUR 1.393) beinhaltet neben dem Konzerngewinnvortrag i.H.v. TEUR 1.393 (i.Vj. TEUR 1.361) den Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 123 (i.Vj. Konzernjahresüberschuss TEUR 32).

Die "nicht beherrschenden Anteile" am Kapital in Höhe von TEUR 2 betreffen die Fremdgesellschafter der ProServ Rhein-Erft GmbH, Pulheim. Auf Grund eines Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages mit dem Mutterunternehmen erhalten die außenstehenden Gesellschafter jährlich einen Festbetrag. Die Aufwendungen für den Ausgleich werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Das Eigenkapital beträgt somit unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals, der Gewinnrücklagen, des Konzernverlustes sowie der "nicht beherrschenden Anteile" TEUR 12.298 (i.Vj. TEUR 12.420).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2022 2021
TEUR TEUR
Rückstellungen im Personalbereich 402 351
Rückstellungen im Verwaltungsbereich 299 79
Rückstellungen aus Lieferantenverpflichtungen 752 702
Übrige Rückstellungen 604 1.270
2.057 2.402

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022

Art der Verbindlichkeiten Höhe der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von Besicherung
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren Art und Form der Sicherheit
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.162.398,42 2.780.214,02 4.399.262,64 8.982.921,76 Grundschulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.464.190,77 4.867.352,51 596.838,26 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 9.612.434,81 1.612.434,81 3.937.500,00 4.062.500,00 Grundschulden
31.239.024,00 9.260.001,34 8.933.600,90 13.045.421,76

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 14.473 sowie die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.112 durch Grundschulden besichert.

F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns betreffen im Wesentlichen Handelstätigkeiten und Dienstleistungen für Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie sonstige Pflege- und Betreuungseinrichtungen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 221 enthalten. Sie betreffen insbesondere Gutschriften von Lieferanten und Mieterstattungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 135 enthalten. Sie betreffen u.a. Lieferantenrechnungen.

G. Sonstige Angaben

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Konzern im Jahresdurchschnitt rd. 448 Mitarbeiter (i.Vj. 417) beschäftigt, davon 355 Arbeitnehmer in Betrieb und Lager sowie 93 Arbeitnehmer im Verwaltungsbereich.

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die nachfolgende Tabelle zeigt auf aggregierter Basis die für die Dienstleistungen des Abschlussprüfers, die Solidaris Revisions-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, im Geschäftsjahr 2022 angefallenen Honorare (brutto):

Art der Honorare TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 47
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
Gesamt 47

Organe der Gesellschaft

Zu den Mitgliedern der Geschäftsführung der Muttergesellschaft sind bestellt:

Herr Michael D o h m a n n, Leverkusen

Frau Sylvia Illing-D a u, Köln und

Auf die Angabe nach § 314 Nr. 6 a) HGB wird in Anwendung der Schutzvorschrift des § 314 Abs. 3 HGB für die Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB - ohne Konzerninterne Leistungsbeziehungen - insbesondere aus Fremdreinigungsleistungen und Wartungsverträgen. Die Verträge haben zum Teil eine unbestimmte Laufzeit. Im Geschäftsjahr betrug der Gesamtaufwand rd. TEUR 1.031.

Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen derzeit Verpflichtungen unter anderem aus einem Erbpachtvertrag, Mietverträgen sowie aus abgeschlossenen Leasingverträgen. Die Belastung im Geschäftsjahr 2022 beträgt insgesamt TEUR 3.499 (i.Vj. TEUR 3.469). Der Gesamtaufwand der vorgenannten Verpflichtungen beträgt über die Restlaufzeit rd. TEUR 11.901.

Weitere finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nach § 314 Nr. 13 HGB angabepflichtig wären.

Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafter der einbezogenen Tochterunternehmen ProServ Rhein-Erft GmbH, Pulheim, ProServ Logistics GmbH, Pulheim, ProServ Instruments GmbH, Pulheim, und ProServ Gourmet GmbH, Pulheim, haben einstimmig die Inanspruchnahme der Befreiungsnorm des § 264 Abs. 3 HGB beschlossen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der Muttergesellschaft des Konzerns in Höhe v. EUR 118.394,83 zzgl. dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

H. Nachtragsbericht

Die Stiftung der Cellitinnen e.V. und die Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria haben sich zusammengeschlossen und firmieren seit dem 01.01.2023 im Verbund gemeinsam unter dem Namen der Stiftung der Cellitinnen. In den kommenden Monaten werden innerhalb des gesamten neuen Verbundes noch diverse gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen erfolgen. Mit dem Zusammenschluss verfolgen beide Träger drei gemeinsame Ziele. Erstens, den Erhalt und die Fortführung der Werke der beiden Cellitinnen-Orden. Zweitens, die Schaffung zukunftsfester Strukturen für ihre Einrichtungen in christlicher Trägerschaft und drittens, die gezielte Abstimmung von Leistungsangeboten der Krankenhäuser für eine bestmögliche medizinisch-pflegerische Versorgung. Ziel ist es hierbei, im Rahmen der Krankenhausplanung des Landes NRW Strukturen festzuschreiben, die den Fortbestand der Einrichtungen mit leistungsfähigen Schwerpunkten gewährleisten.

Die konkreten Auswirkungen auf die Jahresabschlüsse der fusionierten Unternehmen und der Unternehmen der neuen Verbundgruppe sind zum Zeitpunkt der Aufstellung der Jahresabschlüsse 2022 noch nicht absehbar.

KONZERNANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.168.036,90 106.437,04 0,00 6.375,00 1.280.848,94
2. Geleistete Anzahlungen 6.375,00 0,00 0,00 -6.375,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 10.733,90 0,00 0,00 0,00 10.733,90
1.185.145,80 106.437,04 0,00 0,00 1.291.582,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.911.739,19 88.406,49 0,00 560.540,12 38.560.685,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 182.930,93 7.016,04 0,00 0,00 189.946,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.055.001,64 858.788,50 73.702,77 0,00 4.840.087,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 559.603,08 63.710,14 0,00 -560.540,12 62.773,10
42.709.274,84 1.017.921,17 73.702,77 0,00 43.653.493,24
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.125,00 0,00 0,00 0,00 6.125,00
2. Genossenschaftsanteile 300,00 0,00 0,00 0,00 300,00
6.425,00 0,00 0,00 0,00 6.425,00
43.900.845,64 1.124.358,21 73.702,77 0,00 44.951.501,08
Wertberichtigungen/Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 773.286,62 171.472,94 0,00 944.759,56
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 10.733,90 0,00 0,00 10.733,90
784.020,52 171.472,94 0,00 955.493,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.992.519,58 1.120.563,61 0,00 7.113.083,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 76.735,93 21.796,04 0,00 98.531,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.326.437,57 503.461,12 73.702,77 2.756.195,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.395.693,08 1.645.820,77 73.702,77 9.967.811,08
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
9.179.713,60 1.817.293,71 73.702,77 10.923.304,54
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 336.089,38 394.750,28
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 6.375,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
336.089,38 401.125,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.447.602,61 31.919.219,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 91.415,00 106.195,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.083.891,45 1.728.564,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.773,10 559.603,08
33.685.682,16 34.313.581,76
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.125,00 6.125,00
2. Genossenschaftsanteile 300,00 300,00
6.425,00 6.425,00
34.028.196,54 34.721.132,04

KAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -122,8 32,1
Abschreibungen auf
- immaterielle Vermögensgegenstände/ Sachanlagen 1.817,3 1.633,1
Saldo Buchgewinne/-verluste aus Anlagenabgängen/-zugängen 0,0 -6,5
Zwischensumme 1.694,5 1.658,7
Veränderung der
- Rückstellungen -446,8 28,3
- Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva 1.007,5 2.190,3
- Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -1.156,1 -1.655,4
Zwischensumme -595,3 563,3
Zinsaufwendungen 495,8 512,3
Zinserträge 0,0 -1,2
Ertragsteueraufwendungen/Ertragsteuererträge 128,0 3,7
Ertragsteuerzahlungen -1,6 133,2
Zwischensumme 622,3 648,0
Mittelzu-/-abfluss aus der Geschäftstätigkeit 1.721,4 2.870,0
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
- immaterielle Vermögensgegenstände/Sachanlagen Auszahlung für Investitionen in 0,0 39,5
- immaterielle Vermögensgegenstände/Sachanlagen -1.124,4 -2.650,7
Erhaltene Zinsen 0,0 1,1
Mittelzu-/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -1.124,4 -2.610,1
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0,0 1.191,9
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -1.198,5 -1.196,2
Gezahlte Zinsen -495,8 -512,3
Mittelzu-/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -1.694,3 -516,6
Veränderung des Finanzmittelfonds -1.097,2 -256,6
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -492,0 -235,4
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -1.589,2 -492,0
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Guthaben bei Kreditinstituten 100,0 80,7
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -1.689,2 -572,7
-1.589,2 -492,0

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn Summe
andere Gewinnrücklagen
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2020 26.000,00 11.000.000,00 0,00 1.360.435,02 12.386.435,02
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/ - fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 32.128,61 32.128,61
Stand am 31. Dezember 2021 26.000,00 11.000.000,00 0,00 1.392.563,63 12.418.563,63
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/ - fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -122.791,34 -122.791,34
Stand am 31. Dezember 2022 26.000,00 11.000.000,00 0,00 1.269.772,29 12.295.772,29
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechunung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2020 1.750,00 0,00 0,00 1.750,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/ - fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 1.750,00 0,00 0,00 1.750,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/ - fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2022 1.750,00 0,00 0,00 1.750,00
Konzerneigenkapital
Summe
EUR
Stand am 31. Dezember 2020 12.388.185,02
Einstellung in Rücklagen 0,00
Konzernjahresüberschuss/ - fehlbetrag 32.128,61
Stand am 31. Dezember 2021 12.420.313,63
Einstellung in Rücklagen 0,00
Konzernjahresüberschuss/ - fehlbetrag -122.791,34
Stand am 31. Dezember 2022 12.297.522,29

 

Pulheim, 30. Mai 2023

ProServ Management GmbH Pulheim

gez. Michael Dohmann, Geschäftsführer

gez. Sylvia Illing-Dau, Geschäftsführerin

1 Prüfungsauftrag

An die ProServ Management GmbH, Pulheim

Der Stiftungsvorstand der Stiftung der Cellitinnen (zuvor Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria), Köln, hat uns in seiner Sitzung am 29. September 2022 zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 gewählt. Demgemäß beauftragten uns die Geschäftsführer der Gesellschaft Herr Michael Dohmann und Frau Sylvia Illing-Dau mit Schreiben vom 6. Januar 2023, den

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 der ProServ Management GmbH, Pulheim,

- nachfolgend auch Mutterunternehmen genannt -

unter Einbeziehung der Konzernbuchführung zu prüfen. Die ProServ Management GmbH, Pulheim, ist als Mutterunternehmen gemäß § 290 Abs. 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Es handelt sich um eine Pflichtprüfung nach den Vorschriften der §§ 316 ff. HGB.

Für die Durchführung des Auftrages und unsere Verantwortlichkeit gelten - auch im Verhältnis zu Dritten - die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die diesem Bericht als abschließende Anlage beigefügt sind. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4 a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Über Art und Umfang sowie über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir den vorliegenden Bericht; er wurde unter Beachtung berufsüblicher Grundsätze und des Prüfungsstandards IDW PS 450 n.F. verfasst.

2 Grundsätzliche Feststellungen

Lage des Konzerns

Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter haben im Konzernabschluss, im Konzernlagebericht und in sonstigen Unterlagen zur Lage des Konzerns Stellung genommen. Gemäß § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB nehmen wir als Abschlussprüfer des Konzernabschlusses mit den folgenden Ausführungen vorweg zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter im Konzernlagebericht und im Konzernabschluss Stellung. Unsere Stellungnahme geben wir aufgrund unserer eigenen Beurteilung der Lage des Konzerns ab, die wir im Rahmen unserer Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes gewonnen haben.

Folgende Kernaussagen im Konzernlagebericht, zu denen wir als Abschlussprüfer anschließend Stellung nehmen, sind hervorzuheben:

1.

Der Umsatz lag im Jahre 2022 bei rd. 107 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von rd. 2,7 %, welche u. a. auch durch die Leistungsausweitung der Geschäftsbereiche der Speisen- und Sterilgutversorgung zu begründen ist.

Wesentlicher Umsatzträger ist weiterhin die ProServ Rhein-Erft GmbH in Pulheim-Brauweiler mit dem dortigen Versorgungszentrum für Kliniken, Senioreneinrichtungen, niedergelassenen Ärzten sowie Rettungseinrichtungen. Produktschwerpunkte sind Verbrauchsmaterialien des medizinisch-pflegerischen Bedarfs sowie des Hauswirtschafts- und Verwaltungsbedarfs.

Zu 1.

Der Konzernumsatz erhöhte sich um 2.831 TEUR und ist bei einem Umsatzrückgang der ProServ Rhein-Erft GmbH (- 2.715 TEUR) auf die Ausweitung der Geschäftsbereiche der ProServ Gourmet GmbH (+ 4.456 TEUR) und der ProServ Instruments GmbH (+ 730 TEUR) zurückzuführen.

2.

Die Mehrerlöse konnten die deutlichen Kostensteigerungen insbesondere im Bereich Personal, Waren (Lebensmittel) und Energie nicht kompensieren, sodass sich das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr (32 TEUR) verschlechtert hat. Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 123 TEUR.

Zu 2.

Die Ergebnisse der einzelnen Konzerngesellschaften (vor Gewinnabführung bzw. Verlustausgleich) und deren Veränderung stellen sich wie folgt dar:

2022 2021 2020 Veränderung 2022/2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
ProServ Management GmbH, Pulheim 2.254 2.927 1.965 - 673
ProServ Rhein-Erft GmbH, Pulheim 133 137 446 4
ProServ Logistics GmbH, Pulheim 5 96 220 - 91
ProPhysio GmbH, Köln 4 - 214 - 283 210
ProServ Gourmet GmbH, Pulheim - 1.096 - 1.109 -1.764 13
ProServ Instruments GmbH, Pulheim - 1.415 - 1.805 - 685 390
Ergebnis vor Gewinnabführung - 123 32 - 101 - 155

Bei einer leichten Umsatzsteigerung hat sich das Jahresergebnis des Konzerns um 155 TEUR deutlich verringert. Eine Ergebnisminderung (vor Gewinnabführung) gab es vor allem bei der ProServ Management GmbH (- 673 TEUR). Die ProServ Gourmet GmbH konnte ihren Jahresfehlbetrag (- 1096 TEUR) nicht wesentlich verbessern (+ 13 TEUR). Der Jahresfehlbetrag der ProServ Instruments GmbH hat sich dagegen deutlich verringert (+ 390 TEUR auf - 1.415 TEUR). Das Jahresergebnis der ProPhysio GmbH ist nach dem Rückgang pandemiebedingter Restriktionen nahezu ausgeglichen (- 4 TEUR nach - 214 TEUR Im Jahr 2021).

3.

Die Höhe der Investitionen betrug im Geschäftsjahr rd. 1.124 TEUR, was einer Investitionsquote von rd. 3,3 % entspricht und einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutet (Vorjahr 4,2 %). Bei den Investitionen des Jahres 2022 handelt es sich im Wesentlichen um den Kauf von OP-Sieben und PKWs, um den Einbau von Reindampferzeugern und um einen Umbau von Räumlichkeiten am Campus.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus Eigenmitteln.

Zu 3.

Die Investitionen betreffen im Wesentlichen den Umbau des Logistik-Campus (63 TEUR), weitere Beschaffungen im Zusammenhang mit der Einrichtung der neuen Geschäftsfelder auf dem Gesundheitscampus (750 TEUR), den Erwerb von PKWs und Transportmitteln (86 TEUR) sowie diverse Software (106 TEUR).

4.

Im Konzern betrug im Jahr 2022 die Zahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt 448 Mitarbeiter (VJ: 417). Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um rd. 1,7 Mio. EUR gestiegen, was einer Personalaufwandsquote von rd. 14 % entspricht.

Zu 4.

Die Erhöhung der Mitarbeiter um 31 Köpfe betrifft insbesondere die ProServ Gourmet GmbH mit 19 Köpfen. Proserv Logistics GmbH und ProServ Instruments GmbH haben sechs bzw. vier Köpfe mehr im Jahresdurchschnitt.

5.

Der ProServ Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr die im Prognosebericht des Konzernlageberichts 2021 formulierten Erwartungen nicht erfüllen können und liegt deutlich hinter dem formulierten Ziel eines Konzernüberschusses vor Steuern von 500 TEUR. Die Gesamterlöse konnten zum Vorjahr insgesamt um rund 3 Mio.EUR gesteigert werden, insbesondere durch die Einbindung neuer Kunden. Allerdings wurde die geplante Umsatzgröße nicht erreicht, da die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich der Medicalversorgung deutlich unter den Erwartungen blieben. Die Bestandskliniken haben sich langsamer als erwartet von der Corona-Krise erholt und haben insofern weniger Materialien bezogen.

Die Aufwendungen sind im Vergleich zu den Erlösen überproportional gestiegen. Maßgeblich sind hierfür zum einen die Aufstockung der Mitarbeiterstärke bedingt durch die Einbindung neuer Kunden, zum anderen die Anpassung des Lohnniveaus bedingt durch die Anhebung des Mindestlohns. Hinzu kommen gestiegene Reparaturkosten für Siebe und Instrumente sowie höhere Instandhaltungs- und Wartungskosten der technischen Anlagen, welche in dieser Größenordnung nicht geplant waren. Darüber hinaus schlugen Ertragssteuern in Höhe von 128 TEUR für die Jahre 2021 und 2022 zu Buche.

Zu 5.

Gegenüber der ursprünglichen Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2022 (+ 500 TEUR) liegt das Konzernjahresergebnis um 623 TEUR niedriger.

6.

Das Nettoumlaufvermögen ist mit 0,9 Mio. EUR positiv. Bereinigt um die Urlaubs- und Überstundenrückstellungen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ergibt sich eine Liquidität auf kurze Sicht von 0,5 Mio. EUR. Die Liquidität auf kurze Sicht reicht zur Deckung des betriebsgewöhnlichen Finanzbedarfs für rd. 0,2 Wochen (Vorjahr 0,5 Wochen).

Die finanzielle Lage des Konzerns ist - im Wesentlichen verursacht durch externe Einflüsse wie Corona oder die Ukraine-Krise - angespannter als in der Vergangenheit, aber insgesamt noch stabil. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im Jahr 2022 jederzeit uneingeschränkt gewährleistet. Auch die Durchführung aller geplanten Investitionen war jederzeit sichergestellt.

Im Geschäftsjahr erzielte der Konzern einen Gesamtcashflow in Höhe von - 1.097 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus einem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.721 TEUR, einem Cashflow aus Investitionstätigkeiten in Höhe von - 1.124 TEUR sowie einem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 1.694 TEUR. Der Finanzmittelfonds beträgt vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Entwicklung im Geschäftsjahr - 1.589 TEUR (Vorjahr - 492 TEUR).

Zu 6.

Der weitere Rückgang der Deckung um 629 TEUR ist darauf zurückzuführen, dass der finanzwirtschaftliche Überschuss (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) in Höhe von 1.694 TEUR (Vorjahr 1.665 TEUR) nicht ausreichte, den investitionsbedingten Mittelabfluss in Höhe von 1.124 TEUR und die Darlehenstilgung (1.199 TEUR) zu finanzieren.

Zum Bilanzstichtag 2022 weist der Konzern eine Liquidität auf kurze Sicht in Höhe von 480 TEUR aus (- 602 TEUR Veränderung zum Vorjahr). Die finanzielle Lage zum Bilanzstichtag ist gezeichnet durch einen Deckungsfaktor von nur noch 0,2 Wochen bezogen auf den um 243 TEUR auf 8.832 TEUR gestiegenen betriebsgewöhnlichen Finanzbedarf. Der Forderungsumschlag hat sich von 3,2 Wochen auf 3,3 Wochen leicht erhöht. Der Konzern bleibt zur Sicherung seiner Liquidität weiterhin auf die zügige Realisierung der Forderungen angewiesen.

7.

Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einem Konzernjahresergebnis in Höhe von rd. 700 TEUR vor Steuern gerechnet. Hierbei geht die Geschäftsleitung von einem Umsatz i. H. v. rd. 114 Mio. EUR sowie von sonstigen betrieblichen Erträgen i. H. v. 4 Mio. EUR aus. Der Wareneinsatz ist mit 86 Mio. EUR geplant und liegt mit 10 % über dem Jahr 2022. Die Personalkosten weisen eine Steigerung auf und sind mit 16 Mio. EUR in Ansatz gebracht worden. Die Sachkosten sind hingegen mit einer Steigerung von 3 % geplant und liegen bei 13 Mio. EUR.

Bei den neuen Gesellschaften ist eine nachhaltige Ertragsverbesserung nur über eine deutliche Umsatzausweitung zu erreichen. Die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten am neuen Versorgungscampus in Pulheim ist die grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren. Im Jahr 2022 konnten die Umsatzerlöse durch Neukunden gesteigert werden. Für das Jahr 2023 wird ein positives Jahresergebnis angestrebt.

Zu 7.

Die Geschäftsführung hat die folgenden Jahresergebnisse vor Gewinnabführung geplant:

Plan 2023 1) 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
ProServ Management GmbH, Pulheim 2.401 2.254 147
ProServ RheinErft GmbH, Pulheim 253 133 120
ProServ Logistics GmbH, Pulheim 1 5 4
ProPhysio GmbH, Köln 4 4 0
ProServ Gourmet GmbH, Pulheim - 897 - 1.096 199
ProServ Instruments GmbH, Pulheim - 1.061 - 1.415 354
Ergebnis vor Gewinnabführung 693 - 123 816

1) Vor Steuern.

Die Geschäftsführung geht von (externen) Umsätzen der ProServ Gourmet GmbH in Höhe von 16,7 Mio. EUR und der ProServ Instruments GmbH von 5,8 TEUR aus. Unter Berücksichtigung der Aussagen der Geschäftsführung halten wir das geplante Konzernjahresergebnis unter den zugrundeliegenden Prämissen für nachvollziehbar und plausibel.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen ist die Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter einschließlich der dargestellten Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung plausibel und folgerichtig abgeleitet.

Hinsichtlich wesentlicher Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundlagen verweisen wir auf unsere Erläuterungen unter Tz. 5.4.2.

3 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Wir haben dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 der ProServ Management GmbH, Pulheim, in der Fassung der Anlagen I bis VI den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ProServ Management GmbH, Pulheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ProServ Management GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ProServ Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichtes mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 30. Mai 2023

Solidaris Revisions-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Edgar Kempenich, Wirtschaftsprüfer

gez. Christoph Tritz, Wirtschaftsprüfer

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die ProServ Management GmbH mit Sitz in Pulheim ist Holding eines Konzerns, der insbesondere Handelstätigkeiten und Dienstleistungen für Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie für sonstige Pflege- und Betreuungseinrichtungen anbietet. In diesem Wirtschaftsbereich werden mehrere Beteiligungen gehalten.

Der Schwerpunkt der operativen Tätigkeiten liegt zum einen auf dem Betrieb des Versorgungszentrums in Pulheim-Brauweiler durch die ProServ Rhein-Erft GmbH und zum anderen auf dem Betrieb des Versorgungscampus in Pulheim durch die ProServ Gourmet GmbH und die ProServ Instruments GmbH sowie der Durchführung von Transporten und speziellen Logistikdienstleistungen durch die ProServ Logistics GmbH. Dem Konzernverbund hinzuzurechnen ist die Pro-Physio GmbH. An den genannten Gesellschaften ist die ProServ Management GmbH Mehrheits- bzw. Alleingesellschafter.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1

Die Entwicklung der Weltwirtschaft wurde im Jahr 2022 zum einen noch immer von den (nachlassenden) Handelsfriktionen und Lieferengpässen in Folge der Corona-Pandemie, im Wesentlichen aber durch die im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine entstandenen Energieengpässe und stark gestiegenen Energiekosten beeinflusst, wodurch sich die Weltwirtschaft nicht in dem erhofften Maß erholen konnte. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2022 um 1,9% (nach 2,7% im Vorjahr) gestiegen und blieb damit um 1,7%-Punkte hinter dem von der deutschen Bundesregierung vor dem Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine prognostizierten Wachstum von 3,6% zurück. Bei einer Inflationsrate von 7,9% ergab sich im Jahr 2022 bei Nominallohnsteigerungen von 4,1 % ein realer Kaufkraftverlust. Für das Jahr 2023 rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von nur 0,2% sowie mit einer Inflationsrate von 6,0%, was beides im Wesentlichen den hohen Energiekosten geschuldet ist. Im Jahr 2022 waren im Jahresdurchschnitt 45,6 Mio. Personen erwerbstätig (gegenüber dem Vorjahr+1,8%). Trotz eines Anstieges der Anzahl der Erwerbstätigen um 589.000 Personen, hat sich die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden aufgrund einer Vielzahl an Teilzeitstellen nicht erhöht. Die Arbeitslosigkeit sank um 216.000 auf 2,6 Mio. Personen, die Arbeitslosenquote ging um 0,4%-Punkte auf 5,3% zurück. Nach wie vor wurde in verschiedenen Segmenten der Fachkräftemangel spürbar. Inwieweit die Bemühungen der Bundesregierung zur Bewältigung des Fachkräftemangels durch bessere Qualifikation von inländischen Arbeitnehmern sowie der Gewinnung von ausländischen Fachkräften mittelfristig Wirkung zeigen werden, bleibt abzuwarten. Der deutsche Staatshaushalt weist im Jahr 2022 ein Defizit in Höhe von - 2,6% des Bruttoinlandsproduktes auf (im Vorjahr ein Defizit in Höhe von - 4,3% des Bruttoinlandsproduktes). Die Bundesregierung rechnet damit, den im Jahr 2021 auf 68,6% des Bruttoinlandsproduktes angestiegenen Schuldenstand der öffentlichen Hand bis zum Jahr 2026 nur auf 67,3% des Bruttoinlandsproduktes senken zu können.

1 Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2023 der Bundesregierung

2.1.2. Branchenmarkt Gesundheit

Die Perspektiven der Branche werden durch das Spannungsfeld zwischen einem wachsenden Bedarf für eine adäquate Versorgung einerseits und ungeklärten Finanzierungsfragen andererseits geprägt. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft (demographischer Wandel) wird es zum einen zu Veränderungen in den Behandlungsfeldern des Gesundheitsmarktes kommen, da ältere Menschen häufig unter anderen Krankheiten leiden als jüngere. Zum anderen wird sich die Finanzierungssituation verändern, da erstens mit zunehmendem Alter das Krankheitsrisiko und die Pflegebedürftigkeit steigen, zweitens geänderte Familienstrukturen (höherer Anteil berufstätiger Frauen, Rückgang des Zusammenlebens von mehreren Generationen unter einem Dach) die Notwendigkeit einer professionellen Pflege und Betreuung erhöhen, und drittens immer weniger Beitragszahler in die sozialen Sicherungssysteme für immer mehr Leistungsempfänger aufkommen müssen. Tendenziell führen diese Faktoren zu einem steigenden Leistungsdruck für die Leistungserbringer, der mittelfristig zu einem verstärkten Konzentrations- und Konsolidierungsdruck führen wird. Das Thema Privatisierung wird weiter an Relevanz gewinnen, da die öffentliche Hand aufgrund des Schuldenstandes mittelfristig nicht mehr die nötigen Investitionen tätigen kann. Der Mangel an examiniertem Pflegepersonal wird zukünftig einen der wesentlichen Wachstumsengpässe der Branche darstellen.

In den Jahren 2022 und 2023 wird die Gesundheitsbranche darüber hinaus durch coronabedingte Einnahmeausfälle und inflationsbedingte Mehrausgaben in vielen Sachkostenbereichen sowie stark gestiegenen Energiekosten belastet, die nur teilweise durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen aufgefangen werden.

2.1.3. Dienstleistungen im Bereich Beschaffung, Logistik, Speisenversorgung und zentrale Sterilgut-Versorgung

In den Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens, die den wesentlichen Abnehmerkreis für den ProServ-Konzern bilden, ist wegen der Konzentration und Spezialisierung des Leistungsgeschehens die Notwendigkeit zur Kostenreduktion gegeben, was mit steigender Tendenz zur Vergabe von bislang selbst erbrachten Leistungen an externe Spezialisten führt. Unter Krankenhausfachleuten ist es unstreitig, dass es gerade die internen Prozesse einer Klinik sind, die noch Einsparpotenziale bieten. Dienstleistungen im Bereich Beschaffung, Logistik, Speisenversorgung und zentrale Sterilgutversorgung im Gesundheitswesen sind daher grundsätzlich ein Wachstumsmarkt. Hier sorgen jedoch möglicherweise die Auswirkungen der Krankenhausplanung (Schließung oder Insolvenz von Krankenhäusern) für einen gegenläufigen Trend. Die durch die Corona-Pandemie rückläufige Leistung der Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen beeinträchtigt auch die Leistungsentwicklung des ProServ-Konzerns.

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Umsatz und Leistungsentwicklung

Der Umsatz lag im Jahre 2022 bei rd. 107 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von rd. 2,7 %, welche u.a. auch durch die Leistungsausweitung der Geschäftsbereiche der Speisen- und Sterilgutversorgung zu begründen ist.

Wesentlicher Umsatzträger ist weiterhin die ProServ Rhein-Erft GmbH in Pulheim-Brauweiler mit dem dortigen Versorgungszentrum für Kliniken, Senioreneinrichtungen, niedergelassenen Ärzten sowie Rettungseinrichtungen. Da insbesondere die Kliniken noch nicht wieder das Belegungsniveau der Vor-Corona-Jahre erreicht haben, ist der Umsatz leicht rückläufig. Produktschwerpunkte sind Verbrauchsmaterialien des medizinisch-pflegerischen Bedarfs sowie des Hauswirtschafts- und Verwaltungsbedarfs.

Die grundsätzliche Entwicklung wird daher - wie auch schon in den Vorjahren - stabil und positiv bewertet.

2.2.2. Beschaffung

Die im Jahre 2014 abgeschlossene Kooperationsvereinbarung mit der größten deutschen Klinikeinkaufsgemeinschaft (Prospitalia) erweist sich für vielfältige Aktivitäten als sehr gute Kontaktplattform, insbesondere für strategische Aktivitäten.

Eine kontinuierliche Optimierung der Einkaufskonditionen konnte erreicht werden. Es bestehen unverändert gute Möglichkeiten, gemeinsam mit dieser Einkaufsorganisation Logistikprojekte in anderen Regionen zu realisieren. Hier waren neben dem strategischen Einkauf auch Logistikdienstleistungen gefordert. Jedoch muss im Einzelfall geprüft werden, welche Ressourcen benötigt werden und ob deren Einsatz wirklich vertretbar ist.

2.2.3. Investitionen und Finanzierung

Die Höhe der Investitionen betrug im Geschäftsjahr rd. 1.124 TEUR, was einer Investitionsquote von rd. 3,3% entspricht und einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutet (VJ 4,2 %). Bei den Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um den Kauf von OP-Sieben und PKWs, um den Einbau von Reindampferzeugern und um einen Umbau von Räumlichkeiten am Campus.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus Eigenmitteln.

Die Abschreibungen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,8 Mio. EUR. Dies entspricht einer Abschreibungsquote von 5 % und bewegt sich leicht über dem Vorjahresniveau.

Die Kreditlinien der ProServ Management GmbH wurde im Berichtsjahr aufgestockt.

2.2.4. Personal- und Sozialwesen

Der Konzern ist keinem Tarifbereich angeschlossen. In den verschiedenen Unternehmen des ProServ Konzerns kommen spezielle, auf die jeweiligen Tätigkeiten abgestimmte Haustarife zur Anwendung. Diese werden den jeweiligen Anforderungen exakt angepasst und berücksichtigen die lokalen Arbeitsmarktgegebenheiten. Es gibt eine Altersversorgungsvereinbarung für die Beschäftigten, die sich an der Dauer der Betriebszughörigkeit und der Höhe des Jahreseinkommens orientiert. Träger des Systems ist eine Pensionsversicherung, an die der Arbeitgeber die Beiträge abführt.

Zugleich können hierüber auch von den Mitarbeitern selbst gesetzlich geförderte Altersversorgungsleistungen einbezahlt werden.

Im Konzern betrug im Jahr 2022 die Zahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt 448 Mitarbeiter (VJ: 417). Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um rd. 1,7 Mio. EUR gestiegen, was einer Personalaufwandsquote von rd. 14 % entspricht. Die Steigerungen sind insbesondere auf die Anhebung des Mindestlohns zurückzuführen.

Insbesondere ist es in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung, die regelmäßige Schulung und Fortbildung von Mitarbeitern im Rahmen der betrieblichen und gesetzlichen Erfordernisse weiter zu forcieren. Die Personalentwicklung und die erfolgreiche Qualifizierung von Mitarbeitern besitzen einen hohen Stellenwert in der Unternehmensstrategie. So sind zahlreiche ehemalige Auszubildende zwischenzeitlich in mittleren und höheren Führungspositionen tätig.

2.3. Lage der Gesellschaft

2.3.1. Ertragslage

Die Mehrerlöse konnten die deutlichen Kostensteigerungen insbesondere im Bereich Personal, Waren (Lebensmittel) und Energie nicht kompensieren, sodass sich das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr (32 TEUR) verschlechtert hat. Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 123 TEUR.

Der ProServ Konzern hat im vergangenen Geschäftsjahr die im Prognosebericht des Konzernlageberichts 2021 formulierten Erwartungen nicht erfüllen können und liegt deutlich hinter dem formulierten Ziel eines Konzernjahresüberschusses vor Steuern in Höhe von 500 TEUR.

Die Gesamterlöse konnten zum Vorjahr insgesamt um rund 3 Mio.€ gesteigert werden, insbesondere durch die Einbindung neuer Kunden. Allerdings wurde die geplante Umsatzgröße nicht erreicht, da die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich der Medicalversorgung deutlich unter den Erwartungen blieben. Die Bestandskliniken haben sich langsamer als erwartet von der Corona-Krise erholt und haben insofern weniger Materialien bezogen.

Die Aufwendungen sind im Vergleich zu den Erlösen überproportional gestiegen. Maßgeblich sind hierfür zum einen die Aufstockung der Mitarbeiterstärke bedingt durch die Einbindung neuer Kunden, zum anderen die Anpassung des Lohnniveaus bedingt durch die Anhebung des Mindestlohns. Hinzu kommen gestiegene Reparaturkosten für Siebe und Instrumente sowie höhere Instandhaltungs- und Wartungskosten der technischen Anlagen, welche in dieser Größenordnung nicht geplant waren. Darüber hinaus schlugen Ertragssteuern in Höhe von 128 TEUR für die Jahre 2021 und 2022 zu Buche.

Die Umsatzrentabilität des Konzerns beträgt - 0,11 % (Vorjahr: 0,03 %).

2.3.2 Finanzlage

Das Nettoumlaufvermögen ist mit 0,9 Mio. EUR positiv. Bereinigt um die Urlaubs- und Überstundenrückstellungen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, ergibt sich eine Liquidität auf kurze Sicht von 0,5 Mio. EUR. Die Liquidität auf kurze Sicht reicht zur Deckung des betriebsgewöhnlichen Finanzbedarfs für rd. 0,2 Wochen (VJ: 0,5 Wochen).

Die finanzielle Lage des Konzerns ist - im Wesentlichen verursacht durch externe Einflüsse wie Corona oder die Ukraine-Krise angespannter als in der Vergangenheit aber insgesamt noch stabil. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im Jahr 2022 jederzeit uneingeschränkt gewährleistet. Auch die Durchführung aller geplanten Investitionen war jederzeit sichergestellt.

Im Geschäftsjahr erzielte der Konzern einen Gesamtcashflow in Höhe von - 1.097 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus einem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.721 TEUR, einem Cashflow aus Investitionstätigkeiten in Höhe von - 1.124 TEUR sowie einem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 1.694 TEUR. Der Finanzmittelfonds beträgt vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Entwicklung im Geschäftsjahr - 1.589 TEUR (VJ: - 492 TEUR).

2.3.3. Vermögenslage

Das Vermögen des Konzerns besteht mit einer Anlagenintensität von rd. 74 % (VJ: 73 %) aus langfristigen Vermögensgegenständen, die sich im Wesentlichen aus Sachanlagevermögen zusammensetzen.

Das langfristige Kapital macht rd. 76% der Bilanzsumme aus und ist somit 3 Prozentpunkte höher als das langfristige Vermögen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 27 % und ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 1 % gestiegen. Das kurzfristige Vermögen in Höhe von 11,7 Mio. EUR setzt sich im Wesentlichen aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie Vorräten zusammen. Ihm stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 8,7 Mio. EUR sowie kurzfristige Rückstellungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR gegenüber.

Der Verschuldungsgrad beträgt 272 % und ist gegenüber dem Vorjahr gesunken (VJ: 282 %).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Umsatzentwicklung der Gesellschaft hängt stark von der Belegungssituation in den versorgten Kliniken ab. Nach wie vor hat die Belegung in den Kliniken noch nicht das Vor-Corona-Niveau erreicht, wenn auch seit Mitte 2022 deutliche Fallzahl-Steigerungen zu verzeichnen sind. Das Preisniveau ist insgesamt gegenüber der Vor-Corona-Zeit gestiegen, wobei auch hier gegenüber den "Corona-Jahren" 2020/2021 eine Normalisierung zu erkennen ist.

Bei den neuen Gesellschaften ist eine nachhaltige Ertragsverbesserung nur über eine deutliche Umsatzausweitung zu erreichen. Die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten am Versorgungscampus in Pulheim ist die grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren. Im Jahr 2022 konnten die Umsatzerlöse durch Neukunden gesteigert werden. Für das Jahr 2023 wird ein positives Ergebnis angestrebt.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass die neuen Gesellschaften aktuell bereits eine marktfähige Leistung erstellen, die mit zunehmendem Geschäftsumfang und der damit einhergehenden Fixkostendegression eine sichere Grundlage für eine angemessene Ertragsentwicklung darstellen wird.

Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einem Konzernjahresergebnis in Höhe von rd. 700 TEUR vor Steuern gerechnet. Hierbei geht die Geschäftsleitung von einem Umsatz in Höhe von rd. 114 Mio. EUR sowie von sonstigen betrieblichen Erträgen i. H. v. 4 Mio. EUR aus. Der Wareneinsatz ist mit 86 Mio. EUR geplant und liegt mit 10 % über dem Jahr 2022. Die Personalkosten weisen eine Steigerung von 5 % auf und sind mit 16 Mio. EUR in Ansatz gebracht worden. Die Sachkosten sind mit einer leichten Steigerung von 3 % geplant und liegen bei 13 Mio. EUR.

Der Ukraine-Krieg verursacht enorme Preissteigerungen im Beschaffungsmarkt und führt zu Lieferengpässen. Globale Lieferketten müssen neu aufgestellt werden - dies kostet Zeit und Geld. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft werden noch die nächsten Jahre deutlich spürbar sein.

Die Stiftung der Cellitinnen e.V. und die Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria haben sich zusammengeschlossen und firmieren seit dem 01.01.2023 im Verbund gemeinsam unter dem Namen der Stiftung der Cellitinnen. In den kommenden Monaten werden innerhalb des gesamten neuen Verbundes noch diverse gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen erfolgen. Mit dem Zusammenschluss verfolgen beide Träger drei gemeinsame Ziele. Erstens, den Erhalt und die Fortführung der Werke der beiden Cellitinnen-Orden. Zweitens, die Schaffung zukunftsfester Strukturen für ihre Einrichtungen in christlicher Trägerschaft und drittens, die gezielte Abstimmung von Leistungsangeboten der Krankenhäuser für eine bestmögliche medizinisch-pflegerische Versorgung. Ziel ist es hierbei, im Rahmen der Krankenhausplanung des Landes NRW Strukturen festzuschreiben, die den Fortbestand der Einrichtungen mit leistungsfähigen Schwerpunkten gewährleisten.

Die konkreten Auswirkungen auf die Jahresabschlüsse der fusionierten Unternehmen und der Unternehmen der neuen Verbundgruppe sind zum Zeitpunkt der Aufstellung der Jahresabschlüsse 2022 noch nicht absehbar.

3.2. Chancenbericht

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft wird unverändert als zukunftsfähig angesehen. Die Konzentrationsbemühungen der Kliniken auf die Kernbereiche Medizin und Pflege sind eine wichtige Grundlage der betriebswirtschaftlichen Unternehmensführung von Kliniken. Kliniken kommen zunehmend in eine Prozessbetrachtung für die Leistungserbringung, welche deutlich über den Artikelpreis hinausgeht. Der damit verbundene bundesweit erkennbare Trend zum Outsourcing von Tertiärleistungen bietet für die ProServ als Versorgungsspezialist in den verschiedensten Segmenten hinreichend Chancen für die weitere Entwicklung. Der Campusgedanke wird ergänzende Partnerschaften in den unterschiedlichen Dienstleistungsbereichen ermöglichen. Der Campus wird zum Standort für komplementäre Dienstleistungsfunktionen und deren Anbieter. Neben dem originären Bereich der Materialversorgung gewinnen dabei auch Beratungsprojekte rund um die Materialversorgung und Sachmittelverbräuche erhebliche Bedeutung. Des Weiteren führen ähnlich gelagerte Konzentrationsbemühungen auf Seiten der Hersteller dazu, dass logistische Prozesse von den Herstellern auf Logistik-Spezialisten wie ProServ verlagert werden. Ob diese Tendenzen lediglich punktuelle Umsatzausweitungen nach sich ziehen oder die Keimzelle neuer Geschäftsmodelle darstellen, bleibt abzuwarten.

3.3. Risikobericht

Die größte Herausforderung der Geschäftsführung im Jahr 2022 waren stark gestiegene Sachkosten (vornehmlich durch die Ukrainekrise) und Personalkosten (insbesondere durch Anhebung des Mindestlohnes) in Verbindung mit einem weiterhin unterdurchschnittlichen Leistungsniveau (=Umsatzvolumen) der Bestandskunden. Dieses Problem wird uns auch in weiten Teilen des Jahres 2023 beschäftigen. Die betriebliche Ingangsetzung der neuen Geschäftsbereiche der ProServ Gourmet GmbH und der ProServ Instruments GmbH wird uns auch im Jahr 2023 weiter begleiten. Die neuartigen Ansätze der komplexen Intralogistik, die in diesem Anwendungsbereich erstmalig zum Einsatz kommen, erforderte einen hohen Einsatz der projektverantwortlichen Mitarbeiter und sind auch weiterhin mit technischen Problemen behaftet.

Die stark technisierte Leistungserbringung im Dienstleistungsbereich ist in Zeiten des Arbeitskräftemangels und der stark steigenden Personalkosten jedoch perspektivisch absolut alternativlos und soll auch weiter vorangetrieben werden.

Nachhaltig wird die Hinzugewinnung neuer Kunden - in allen Gesellschaften - unverzichtbar sein. Die Konzentration bei den Klinikträgern zwingt zu einer neuen strategischen unternehmenspolitischen Positionierung, weil kaum noch Einzelkliniken für die Akquisition am Markt vertreten sind.

 

Pulheim, 30. Mai 2023

gez. Michael Dohmann, Geschäftsführer

gez. Sylvia Illing-Dau, Geschäftsführerin

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