Jacobs Automobile Alsdorf GmbHLiquidiert

52477 Alsdorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 14283
Vorher
Jacobs Holding Verwaltungs GmbHZabka automobile GmbH
Eingetragen
28.6.2007
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen aller Art sowie mit Kfz-Ersatzteilen und Kfz-Zubehör und allen branchenverwandten Artikeln, weiterhin der Betrieb einer Kfz-Reparaturwerkstatt sowie einer Karosserieund Lackierwerkstatt. Die Gesellschaft kann branchenverwandte Unternehmungen oder Beteiligungen an solchen Unternehmungen erwerben.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Matthias Schütz
seit 12.10.2018
Prokura
Dietmar Weßler
seit 4.10.2017
Prokura
Jens Christian Werner
seit 23.9.2015
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Daniel Jacobs
seit 28.6.2007
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jacobs Automobile Alsdorf GmbH (vormals: Zabka automobile GmbH)

Alsdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte   14.446,00 10
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 360.436,65   90
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.356,00   52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 168.072,00   145
4. Geschäfts- und Vorführwagen 21.795.447,01   19.198
5. Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.696,25   50
    22.369.007,91 19.535
    22.383.453,91 19.545
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 11.675.561,99   9.545
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -164.631,22   -221
    11.510.930,77 9.324
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.294.337,95   5.457
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.643.405,95   2.443
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.822.905,40   3.752
    16.760.649,30 11.652
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten   12.946,46 6
    28.284.526,53 20.982
C. Rechnungsabgrenzungsposten   51.166,98 11
    50.719.147,42 40.538

Passiva

     
  31.12.2016 Vorjahr
  EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00   1.000
II. Gewinnvortrag 697.759,84   248
III. Jahresüberschuss 739.311,12   450
    2.437.070,96 1.698
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 355.473,90   61
2. Sonstige Rückstellungen 84.714,84   223
    440.188,74 284
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.258.590,55   28.643
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.049.453,64   9.556
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 291.224,17   3
4. Sonstige Verbindlichkeiten      
davon aus Steuern: EUR 34.758,06 (Vorjahr: TEUR 28)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.216,86 (Vorjahr: TEUR 1) 242.619,36   354
    47.841.887,72 38.556
    50.719.147,42 40.538

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse   81.134.711,29 72.219
2. Sonstige betriebliche Erträge   578.995,20 416
3. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 69.978.846,56   62.641
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 306.628,20   100
    70.285.474,76 62.741
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 2.921.259,35   2.756
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung      
davon für Altersversorgung EUR 7.711,18 (Vorjahr: TEUR 7) 550.347,22   477
    3.471.606,57 3.233
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen   2.724.749,41 1.206
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   3.477.373,11 4.130
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge      
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)   181,94 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen      
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)   489.884,99 487
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   387.608,13 227
10. Ergebnis nach Steuern   877.191,46 611
11. Sonstige Steuern   137.880,34 161
12. Jahresüberschuss   739.311,12 450

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Jacobs Automobile Alsdorf GmbH hat ihren Sitz in 14283 Alsdorf, Max-Planck-Straße 17-21. Die Gesellschaft ist bei dem Amtsgericht Aachen unter der Nr. 4327 im Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederungsschemata des § 266 und des § 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung - wie bisher - das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das erstmals anzuwendende BilRUG wirkte sich nicht nennenswert auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren. Die Abschreibungen auf Vorführwagen erfolgen auf der Basis einer Nutzungsdauer von sechs Jahren.

Umlaufvermögen

Die unter den Waren ausgewiesenen Fahrzeugbestände wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Sofern erforderlich wurden Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bestände an Ersatzteilen und Zubehör sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehaftete und uneinbringliche Forderungen werden einzeln wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Das allgemeine Ausfallrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe berücksichtigt.

Liquide Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe der auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfallenden Beträge gebildet.

Rückstellungen

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des kaufmännisch notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) verwiesen.

Umlaufvermögen

Wie im Vorjahr haben sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 6.643 (Vj.: TEUR 2.443) betreffen mit TEUR 5.793 (Vj.: TEUR 0) Cashpoolforderungen gegen die Gesellschafterin, mit TEUR 131 (Vj.: TEUR 170) ein kurzfristig fälliges Darlehen und im Übrigen den laufenden Liefer- und Leistungsverkehr.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Ein nennenswerter zeitlicher Bilanzierungsunterschied besteht insbesondere in der Bilanzposition "Firmenwert". Aufgrund des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde die sich ergebende aktive Steuerlatenz nicht bilanziert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines Ertragsteuersatzes von rd. 30 %.

Stammkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt unverändert TEUR 1.000.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellung betrifft die Körperschaft- und Gewerbesteuer für das Jahr 2016.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Resturlaubs- und Überstundenansprüche, Garantie und Gewährleistung sowie Prüfungs- und Jahresabschlusskosten und Tantieme.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) zu entnehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch Sicherungsübereignung des Bestandes an Lager- und Vorführwagen, des Gebrauchtwagenbestandes und des Bestandes an Ersatz- und Austauschteilen und Zubehör gemäß Raumsicherungsübereignungsvertrag.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 291 (Vj.: TEUR 3) betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Aus 278 (Vj.: 184) mit Kunden über Fahrzeuge abgeschlossenen Leasingverträgen bestehen Rücknahmeverpflichtungen der Gesellschaft nach Ablauf der Vertragslaufzeiten von bis zu 60 Monaten mit voraussichtlichen Zeitwerten von insgesamt rd. TEUR 4.432 (Vj.: TEUR 2.514). Im Gegensatz zum Vorjahr wurden nur Leasingverträge berücksichtigt, bei denen die Weiterverwertung gemäß Leasingmodell durch den Händler erfolgt. Bei anderen Modellen tragen die Hersteller das Risiko der Weiterverwertung und damit indirekt auch die Rücknahmepflicht. Im Vorjahr waren in Analogie zum BMF-Schreiben vom 12. Oktober 2011 bezüglich der Rückkaufoption im Kfz-Handel noch Verbindlichkeiten aus Leasingrückläufern in Höhe von TEUR 49 in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.

Daneben bestehen mit 1.519 (Vj.: 1.589) Kunden abgeschlossene Finanzierungsverträge mit einer Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 14.736 (Vj.: TEUR 13.463). Im Fall einer Inanspruchnahme aus Garantiezusagen würden die betreffenden Fahrzeuge in das Eigentum der Unternehmen übergehen, Risiken aus der Verwertung sind auf Basis historischer Erfahrungswerte vernachlässigbar.

Die Gesellschaft übt ihre Geschäftstätigkeit in gemieteten Räumlichkeiten aus. Die Gesamtverpflichtungen aus diesen Verträgen beläuft sich auf TEUR 264 (Vj.: TEUR 418). Die jährlichen Aufwendungen betragen rd. TEUR 264.

Daneben bestehen Leasing- und Mietverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Obligo für die Restlaufzeit der abgeschlossenen Verträge beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 31 (Vj.: TEUR 16).

Das Bestellobligo aus zum Bilanzstichtag eingegangenen Wareneinkäufen beträgt TEUR 28.796 (Vj.: TEUR 3.241). Das Bestellobligo aus Anlageninvestitionen ist geringfügig.

Gegenüber der Volkswagen Bank GmbH, Braunschweig, sowie der Sparkasse Aachen, Aachen, besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft zusammen mit anderen Unternehmen der Jacobs-Gruppe für die gesamten für diese Unternehmen zum Stichtag bestehenden Bankverbindlichkeiten. Von den der Gruppe bei diesen beiden Kreditinstituten eingeräumten Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 123,0 bzw. Mio. EUR 5,0 waren zum 31. Dezember 2016 Mio. EUR 90,3 bzw. Mio. EUR 3,7 in Anspruch genommen (davon die Inanspruchnahme der Gesellschaft betreffend: Mio. EUR 32,0 bzw. Mio. EUR 0). Mit einer Inanspruchnahme hinsichtlich der gesamtschuldnerischen Haftung für die Kreditlinien wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jacobs-Gruppe für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 nicht gerechnet.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die im Inland erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2016 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Neuwagen 8.306 10.554 -2.248
Gebraucht- und Vorführwagen 61.171 50.700 10.471
Sonstige 11.658 10.965 693
  81.135 72.219 8.916

Hierbei ist zu beachten, dass im Anlagevermögen bilanzierte Vorführwagen in der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Veräußerung in den Umsatzerlösen und in den Aufwendungen für bezogene Waren gezeigt werden, da solche Transaktionen ihrem Wesen nach ebenfalls dem laufenden, operativen Geschäft zuzuordnen sind.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten mit TEUR 517 periodenfremde Erträge: nennenswerte periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. Im Vorjahr waren keine nennenswerten aperiodischen Bestandteile enthalten.

Ferner sind wie im Vorjahr keine Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung enthalten.

E. SONSTIGE ANGABEN

Beschäftigte

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2016 wurden 70 Mitarbeiter und 22 Auszubildende beschäftigt.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Gesamthonorars des bestellten Abschlussprüfers nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der Jacobs Holding GmbH, Aachen, enthalten ist.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2016:

Herr Daniel Jacobs, Gesamtgeschäftsführer für die Jacobs-Gruppe, Aachen

Herr Guido Zabka, Geschäftsführer (Tätigkeit wird hauptberuflich ausgeübt), Aachen

Herr Jens Christian Werner, CEO der Penske Automotive Group, Wiesbaden

Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und haben die Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag haben sich keine besonderen Vorgänge ereignet, über die zu berichten wäre.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 i. V. m. § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen zur Unternehmensgruppe der Penske Automotive Group Inc., Bloomfield Hills/Michigan, USA, und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen.

Die Penske Automotive Group Inc., Bloomfield Hills/Michigan, USA, erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen; dieser Konzernabschluss ist beim Sitz der Obergesellschaft hinterlegt und wird bei der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) eingereicht. Die Jacobs Holding GmbH, Aachen, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von EUR 739.311,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Alsdorf, den 31. Mai 2017

Jacobs Automobile Alsdorf GmbH

Guido Zabka, Geschäftsführer

Daniel Jacobs, Geschäftsführer

Jens Werner, Geschäftsführer

Lagebericht 2016

Inhalt

I.

Grundlagen der Gesellschaft

II.

Wirtschaftsbericht

1.

Geschäft und Rahmenbedingungen

2.

Geschäftsverlauf

3.

Lage

a)

Ertragslage

b)

Finanzlage

c)

Vermögenslage

4.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a)

Finanzielle Leistungsindikatoren

b)

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

III.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1.

Prognosebericht

2.

Risikobericht

3.

Chancenbericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

Seit 90 Jahren steht der Name Jacobs in der Region Aachen, Düren und Heinsberg für Tradition, Erfahrung und Fortschritt in Sachen Fahrzeug und Fahrzeugtechnik. Die Unternehmen der Jacobs- Gruppe sind vertreten mit insgesamt 16 Autohäusern an 14 Standorten mit den Marken Audi, Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Škoda, Seat und Maserati. Die konzernfremden Marken Toyota, Citroen und Kia wurden per 31.03.2016 aus der Gruppe ausgegliedert und verkauft. Für die verbleibenden Premium-Marken wurden an den jeweiligen Standorten erstklassige Qualitäts- und Kompetenzzentren geschaffen.

Die Jacobs Automobile Alsdorf GmbH (vormals: Zabka automobile GmbH), Alsdorf - im Folgenden auch Gesellschaft oder GmbH genannt - ist Teil der Jacobs-Gruppe und im Bereich Handel mit neuen und gebrauchten Automobilen und Ersatzteilen sowie der Erbringung von Reparaturleistungen für Kraftfahrzeuge tätig. Die Gesellschaft hat für die Marken Audi, Volkswagen-Pkw sowie Nutzfahrzeuge jeweils Händler- und Serviceverträge.

Die Anteile an der GmbH werden von der Jacobs Holding GmbH, Aachen, gehalten. Die Geschäftsführung wird von den Herren Daniel Jacobs und Jens Christian Werner sowie Herrn Guido Zabka ausgeübt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Allgemeine Entwicklung

Nach einem Weltwirtschaftswachstum von 2,7 % im Vorjahr lag der Zuwachs im Berichtsjahr mit 2,5 % knapp unter dem Vorjahreswert. Die höchsten Zuwächse konnten trotz rückläufiger Wachstumsraten wiederum in Asien erzielt werden. China erreichte einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 6,7 % (Vorjahr: 6,9%) und blieb damit auch für die deutschen Premium-Automarken ein wichtiger Absatzmarkt.

In Westeuropa setzte sich das moderate Wachstum mit 1,7 % (Vorjahr: 1,6 %) bei gleichzeitigem Rückgang der Arbeitslosenquote von 9,9 % auf 9,3 % fort.

Auf Grund der weiterhin positiven Lage am Arbeitsmarkt und der guten Verbraucherstimmung konnte in Deutschland ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 % (Vorjahr: 1,5 %) erzielt werden.

Automobilkonjunktur

Der deutsche Automobilmarkt entwickelte sich im Bereich der Neuzulassungen mit einem Zuwachs von 4,5 % (Vorjahr: 5,6 %) positiv und erreichte ein Volumen von insgesamt 3,4 Millionen Pkw (Vorjahr: 3,2 Millionen). Hierbei ist eine gestiegene Nachfrage im gewerblichen Bereich zu verzeichnen, wobei der Privat-Anteil der Pkw-Neuzulassungen erstmalig seit sechs Jahren gestiegen ist und einen Zuwachs von 34,2 % auf 35,0 % hatte. Der Anteil von alternativen Antriebsmodellen ist mit 11.410 (Vorjahr: 12.363) Elektrofahrzeugen und 47.996 (Vorjahr: 33.630) Hybridantrieben nach wie vor gering. Der Hauptanteil liegt weiterhin bei herkömmlichen Antrieben Benzin 52,2 % (Vorjahr 50,3 %) und Diesel 45,9 % (Vorjahr: 48,0 %).

Der Gebrauchtwagenmarkt erreichte 2016 mit 7,70 (Vorjahr: 7,33) Millionen Besitzumschreibungen eine Steigerung von 1,1 % (Vorjahr: 3,4 %). Ca. 95 % (Vorjahr: 95,0 % der Pkw wurde dabei von privaten Haltern umgemeldet. Der Anteil der bis zu einem Jahr alten Fahrzeuge betrug ca. 20,1 % (Vorjahr: 19,6 %).

(Angaben laut Kraftfahrtbundesamt)

2. Geschäftsverlauf

Aufgrund der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt und der positiven Konsumentennachfrage insbesondere im gewerblichen und Großkundenbereich konnte das Wachstum der letzten Jahre fortgesetzt werden.

Für das Geschäftsjahr 2016 sind dabei folgende Punkte hervorzuheben:

Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 1.653 (Vorjahr: 2.262) Neufahrzeuge verkaufen. Dies entspricht einer Minderung von 26,9 % gegenüber dem Vorjahr. Bei den Vorführ- und Gebrauchtfahrzeugen konnte dagegen ein deutlicher Anstieg erzielt werden. Im Werkstatt- und Ersatzteilebereich wurde eine leichte Steigerung in Höhe von 1,5 % erreicht. Insgesamt wurde ein Umsatz von TEUR 81.135 (Vorjahr: TEUR 72.219) erzielt. Der Wachstumskurs der letzten Jahre konnte somit fortgesetzt werden.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 1.127 liegt um TEUR 310 über der Planung. Die Planüberschreitung resultiert aus den gestiegenen Umsatzerlösen und einem um 14,5 % gestiegenen Rohertrag.

Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2016 zufrieden; unsere gesetzten Ziele zur Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben wir vollständig erreicht. Im Einzelnen möchten wir auf die nachfolgend dargestellten Sachverhalte hinweisen:

3. Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind auf Grund des Produktmixes trotz weniger verkaufter Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahr von TEUR 72.219 auf TEUR 81.135 gestiegen (+12,4 %).

Die Materialintensität als Verhältnis zwischen den Materialaufwendungen und den Umsatzerlösen beträgt 86,6 % (Vorjahr: 86,9 %). Insgesamt konnte das Rohergebnis von TEUR 9.894 um 15,5 % auf TEUR 11.429 gesteigert werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf TEUR 579 (Vorjahr: TEUR 416) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 227 zurückzuführen.

Der Personalaufwand erhöhte sich zum Vorjahr um TEUR 239 auf TEUR 3.472 (Vorjahr: TEUR 3.233). Bei leicht reduzierter Anzahl der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl wirkten sich hier Zuführungen zu Rückstellungen für Renditezahlungen gegenläufig aus. Die Personalintensität verringerte sich durch den Umsatzanstieg von 4,5 % auf 4,3 %.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 653 oder 22,7 % gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene Kosten im Instandhaltungs- und Versicherungsbereich sowie bei den Kraftfahrzeugkosten zurückzuführen. Die Abschreibung hat sich im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund des höheren Umschlags bei den Vorführwagen auf TEUR 2.725 mehr als verdoppelt.

Das Finanzergebnis entspricht mit TEUR -490 dem Vorjahresergebnis in Höhe von TEUR -487.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 1.127 und liegt damit mit TEUR 450 oder 66,5 % über dem Vorjahresergebnis. Insgesamt wurde nach Steuern ein Jahresüberschuss von TEUR 739 nach TEUR 450 im Vorjahr erwirtschaftet.

b) Finanzlage

Das Stammkapital zum 31. Dezember 2016 beträgt unverändert TEUR 1.000. Die Eigenkapitalquote beträgt aufgrund des positiven Jahresergebnisses trotz gestiegener Bilanzsumme 4,8 % zu 4,2 % im Vorjahr.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt größtenteils über kurzfristiges Fremdkapital. Die liquiden Mittel betrugen am Bilanzstichtag TEUR 13 nach TEUR 6 im Vorjahr. Das kurzfristige Fremdkapital ist unverändert durch das Umlaufvermögen (inkl. Geschäfts- und Vorführwagen) gedeckt.

Durch die Einbindung in die Finanzierung der Jacobs-Gruppe kann die Gesellschaft auch weiterhin jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Der Jacobs-Gruppe stehen insgesamt ausreichend Kreditlinien bei verschiedenen Kreditinstituten zur Verfügung, um die Geschäftstätigkeit zu finanzieren.

Insgesamt kann die Finanzlage als stabil eingeschätzt werden.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.181 auf nunmehr TEUR 50.719 (Vorjahr: TEUR 40.538). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Cashpoolforderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.793 (Vj.: TEUR 0) sowie gestiegenen Beständen an Vermiet- und Vorführwagen und den damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten auf der Passivseite.

Auf der Aktivseite werden 44,1 % (Vorjahr: 48,2 %) Anlage- und 55,8 % (Vorjahr: 51,8 %) Umlaufvermögen ausgewiesen. Der Anteil des Vorratsvermögens am Umlaufvermögen (Vorrätegrad) beträgt 40,7 % (Vorjahr: 44,4 %). Auf der Passivseite beträgt die Eigenkapitalquote auf Grund der oben beschriebenen Gründe 4,8 % (Vorjahr: 4,2 %) und der Anteil der Verbindlichkeiten und sonstiger Passiva 95,2 % nach 95,8 % im Vorjahr.

Insgesamt schätzen wir die allgemeine wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als gut ein.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den für uns wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor Steuern gibt es weitere Kennziffern, die für die Steuerung des Unternehmens von Bedeutung sind.

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzrendite (Jahresergebnis vor Ertragsteuern zu Umsatzerlösen) ist aufgrund der Ergebnisverbesserung von 0,9 % auf 1,4 % gestiegen. Die Planung sah bei vorsichtiger Schätzung ebenfalls eine Umsatzrendite von 1,4 % vor.

Die bereits beschriebene Liquidität findet sich auch in der Kennziffer Working-Capital-Rate (Liquidität 3. Grades) wieder. Demnach beträgt das Verhältnis von Umlaufvermögen (inklusive Geschäfts- und Vorführwagen) zu kurzfristigem Fremdkapital 107 %.

b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Kundenzufriedenheitswerte der Gesellschaft im Servicebereich lagen bei 9,7 Punkten (Audi) bzw. bei 9,2 Punkten (VW). Der Durchschnitt Deutschland für Audi betrug 9,5 Punkte und für VW 9,3 Punkte. Dies ist ein weiteres Merkmal für die Leistungsfähigkeit unserer Werkstätten.

Im Verkauf lag die Kundenzufriedenheit bei VW mit 8,3 Punkten knapp unter dem Durchschnitt Deutschland mit 8,7 Punkten. Bei Audi lag der Durchschnittswert für Deutschland bei 10,2 Punkten. Unsere Betriebsstätten mit Audi-Handelsvertrag erzielten eine durchschnittliche Punktzahl von 9,2.

III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Neben der persönlichen unternehmerischen Einschätzung stützen wir unsere Prognose für 2017 und 2018 auf Aussagen von Banken und Wirtschafts- und Branchenverbänden.

Unter der Prämisse, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in den kommenden zwei Jahren einen ähnlichen Verlauf wie im abgelaufenen Geschäftsjahr nimmt, d. h. moderates Wachstum, stabiles Zinsniveau, niedrige Inflation, positive Arbeitsmarktsituation mit steigendem Konsumbedarf und verlässliche rechtliche und politische Rahmenbedingungen, gehen wir von einer leichten Steigerung unserer Stückzahlen und Umsätze im Service- und Ersatzteilbereich aus.

Die Marke Audi wird 2017 zahlreiche Modelle erneuern und gleichzeitig das Produktportfolio mit besonderem Schwerpunkt auf SUV-Modelle erweitern. Hier ist insbesondere die Markteinführung des neuen Audi Q5 zu Beginn 2017 und im Laufe des Jahres der Audi SQ5 zu erwähnen. Gleiches gilt für die Modelle Audi A5 und S5 sowohl in der Sportback- als auch in der Cabrioletversion. Das neue Audi RS 5 Coupé wird diese Baureihe ebenfalls im Jahresverlauf ergänzen.

Auch die Marke Volkswagen wird im kommenden Geschäftsjahr ihre Modelloffensive fortsetzen, die Angebotspalette modernisieren und um attraktive neue Modelle erweitern. Zusätzlich wird das Produktportfolio um Fahrzeuge mit alternativen Antriebssystemen bestehend aus Gas- und Elektrovarianten erweitert.

In 2017 wird die Markteinführung des überarbeiteten VW Golf erfolgen und auch in den Versionen Golf GTI, Golf GTE und Golf Variant erhältlich sein. Des Weiteren kommt die Neuauflage des VW Polo. Der VW up! wird um die Sportversion up! GTI erweitert. Im Bereich der SUV-Modelle wird der kompakte Crossover T-Roc eingeführt. Oberhalb des VW Passat erfolgt die Einführung des VW Arteon.

Die Marke SEAT setzt ihre Modelloffensive mit den neuen Modellen Leon und Seat fort und stellt erstmals mit dem Seat Arona ein Crossover-Modell vor.

Durch kontinuierliche Verbesserung unserer internen Prozesse und deren genaue Beobachtung werden wir in der Lage sein, Profitabilität und Rentabilität (vor Sonderfaktoren) steigern zu können. Das geplante Jahresergebnis vor Steuern beträgt Mio. EUR 0,4 bei einer Umsatzrendite vor Ertragsteuern von 0,4 %. Insofern erwarten wir für 2017 eine rückläufige Ergebnisentwicklung. Nach der erfreulichen Entwicklung der Kundenzufriedenheit im Berichtsjahr gehen wir auch für 2017 davon aus, dass eine hohe bis sehr hohe Kundenzufriedenheit erreicht werden wird.

2. Risikobericht

Die Geschäftsführung beobachtet die Marktentwicklung laufend und stimmt die Geschäftsstrategie auf kurzfristige Erfordernisse ab. Ferner nimmt sie die Analyse und Bewertung von Risiken sowie die Abstimmung von Maßnahmen zwischen den Einzelgesellschaften vor.

Das Risikomanagementsystem basiert auf einem permanenten Berichtswesen aller operativen Gesellschaften an die Geschäftsführer der Jacobs Holding GmbH. Dadurch können potenzielle Risiken früh erkannt und entsprechende Maßnahmen und Kontrollen entwickelt werden.

Das Risiko aus dem Diesel-Skandal besteht in weiterer Kaufzurückhaltung - auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Dieselverboten in Großstädten - und ist zum Berichtszeitpunkt weiterhin schwer kalkulierbar. Das Management der Jacobs Holding hat jedoch Vorsorge in alle Richtungen getroffen, um die möglichen Risiken gering zu halten, aber auch Chancen nutzen zu können.

Die weiteren wesentlichen Risiken lassen sich dabei wie folgt gruppieren:

Umfeldrisiko

Restwertrisiko bei Leasingfahrzeugen

Liquiditätsrisiko

Adressenausfallrisiko.

Umfeldrisiko

Die weitere Entwicklung des Gesamtmarktes für Neuwagen und Gebrauchtwagen sowie die sich ständig verschärfende Wettbewerbsintensität wird als wesentliches potenzielles Risiko gesehen. Den Risiken trägt die Gesellschaft durch eine ständige Marktbeobachtung und Überwachung der Profitabilität einzelner Geschäfte Rechnung.

Restwertrisiken bei Leasingfahrzeugen

Das dem Leasinggeschäft inhärente Restwertrisiko resultiert aus einer negativen Abweichung zwischen dem bei Vertragsabschluss kalkulierten Restwert und dem Marktwert des Leasingfahrzeugs bei Verwertung nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Leasingdauer. In einigen Märkten trägt dieses Restwertrisiko die Gesellschaft. Die operative Risikosteuerung erfolgt durch laufende Überwachung der Entwicklung der Gebrauchtwagenpreise mittels intern und extern zur Verfügung stehender Daten. Mit Hilfe von Restwertprognosen wird regelmäßig die Angemessenheit der Risikovorsorge sowie das Restwertrisikopotenzial überprüft.

In diesem Bereich konnte eine deutliche Reduzierung des Leasingrisikos durch die Tatsache erzielt werden, dass ein Großteil der Leasingrückläufer zum vereinbarten Rückgabewert an den Hersteller zurückgegeben werden kann. Der Volkswagen-Konzern beteiligt sich für seine Marken in nicht unerheblichem Umfang an möglicherweise entstehenden Verlusten durch unterschiedliche Restwertmodelle.

Liquiditätsrisiken

Das wichtigste finanzwirtschaftliche Ziel der Gesellschaft besteht darin, die Zahlungsfähigkeit und Einkaufsfinanzierung jederzeit sicherzustellen. Die Refinanzierung des Vorratsbestandes erfolgt dabei im Wesentlichen durch kurzfristige Bankkredite der Herstellerbanken, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer regelmäßigen Überprüfung unterziehen. Die Geschäftsführung überwacht sowohl den kurzfristigen Liquiditätsbedarf als auch die mittel- und langfristigen Abnahmeverpflichtungen und arbeitet an der Vorhaltung ausreichender Kreditlinien, um auch zukünftiges Wachstum realisieren zu können. Die Gesellschaft wurde in 2016 in das Cashpooling des Konzerns eingebunden, der den konzerninternen und -externen Zahlungsverkehr effizient gestaltet und das Finanzergebnis verbessert. Die Kontokorrentlinien wurden im Berichtsjahr nur temporär in Anspruch genommen.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko quantifiziert den unerwarteten Verlust, der entsteht, wenn ein Kreditnehmer seinen vertragsmäßigen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Kreditvereinbarung nicht nachkommen kann. Zur Abdeckung des Adressenausfallrisikos wurde eine konservative Risikovorsorge gebildet.

Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft

Der Geschäftsführung liegen insgesamt nach den derzeit bekannten Informationen keine Entwicklungen vor, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen. Die Gesamtrisikosituation ergibt sich aus den zuvor dargestellten wesentlichen Einzelrisiken, deren Beherrschung das Risikomanagement der GmbH gewährleistet.

3. Chancenbericht

Der Erfolg der Gesellschaft wird insbesondere von der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Produktportfolio der Hersteller beeinflusst. Daneben können wir durch interne Maßnahmen neue Möglichkeiten entwickeln, die Entwicklung unseres Unternehmens positiv zu gestalten.

Im Rahmen der Jahresplanung für 2016 wurden konkrete Ziele in allen Bereichen für Kosteneinsparungen definiert, die uns Chancen bieten, Prozesse zu verbessern und effizienter zu gestalten.

Die bereits oben beschriebene Abgasthematik wird insbesondere im Aftersalesbereich neue Chancen bieten. Dabei wurden bereits mit Ablauf des Berichtsjahres personelle und strukturelle Voraussetzungen geschaffen.

Weitere Chancen sehen wir in dem Ausbau unseres Großkundengeschäfts und des Gebrauchtwagenhandels.

 

Aachen, den 31. Mai 2017

Daniel Jacobs

Jens Christian Werner

Guido Zabka

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Jacobs Automobile Alsdorf GmbH (vormals: Zabka automobile GmbH), Alsdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Jacobs Automobile Alsdorf GmbH (vormals: Zabka automobile GmbH), Alsdorf, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 26. Juni 2017

Deloitte GmbH
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Böhmerle, Wirtschaftsprüfer

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