Meier Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Keimeier seit 19.6.2023 | Prokura |
Florian Meier seit 28.1.2022 | Geschäftsführer |
Ludger Meier seit 3.5.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 69.88% | |
| 25.10% | |
L********* M**** | 2.51% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LST - Laserschneidtechnik GmbHHövelhofJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum 31. Dezember 2023Allgemeines Seit der Firmengründung im Jahr 1988 haben wir unsere Produktionskapazitäten kontinuierlich weiterentwickelt. Unser Tätigkeitsgebiet umfasst die Bearbeitung von Blechen aus Stahl, Edelstahl und Aluminium mit Hilfe der 2D- und 3D-Lasertechnologie. Hinzu kommt die professionelle Weiterverarbeitung von Blechen: Kanten/Abkanten, Fügetechnik und Oberflächenveredelung sowie der Vorrichtungsbau für die Laserbearbeitung. Zu unserem Kundenportfolio zählen Unternehmen aus den verschiedensten Branchen, insbesondere Automobilindustrie, Fahrzeugbau, Antriebstechnik, Fahrzeugtechnik, Fördertechnik, Computertechnik, Haushaltstechnik, Industriebau, Medizintechnik, Lichttechnik, Flugzeugbau, Luftfahrtechnik, Prototypenbau, Baugruppenfertigung, Serienfertigung und Rohrbearbeitung. Unsere Unternehmensabläufe entsprechen dem europäischen Standard, dieses wird durch unsere Zertifizierung nach ISO 9001:2015 garantiert. Die hohen Qualitätsansprüche im Bereich der Fertigung von Automobilen weltweit werden durch eine einheitliche Norm in Bezug auf die Qualitätsmanagementsysteme sichergestellt. LST erfüllt diese Anforderungen in vollem Umfang nach ISO/TS 16949. Im Bereich der Fügetechnologie sind wir gemäß DIN EN ISO 3834-2 zertifiziert, bezüglich der Fertigung von Bauteilen für die Bahntechnologie nach DIN EN 15085-2 sowie bezüglich der Herstellung von Aluminium- und Stahltragwerken nach EN 1090-1, EN 1090-2 und EN 1090-3. Ab 2024 wurden die Zertifizierungen 1090-1 bis 3 nicht weitergeführt und ersetzt durch die DIN 2303 Schweißnorm zur Herstellung von wehrtechnischen Produkten. Allgemeine Marktlage Die Weltwirtschaft hat in 2023 infolge einer schwachen Industrieproduktion und stark gestiegener Zinsen an Schwung verloren. Die Inflation sank nur langsam von hohem Niveau. Somit wurden die Lieferkettenschwierigkeiten der Vorjahre von neuen Problemen abgelöst. Der Internationale Währungsfonds berechnete ein Weltwirtschaftswachstum von nur 3,1 %. Deutschland litt als Exportnation stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem hatte die Industrie mit extrem hohen Energiepreisen zu kämpfen. Somit ist nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland 2023 um 0,3 % gesunken, nach einem Wachstum von 1,9 % im Vorjahr. Die Produktion in der M+E-Industrie in Deutschland ist in 2023 im Vorjahresvergleich zwar um 2,5 % gestiegen, dies lag allerdings im Wesentlichen an Nachholeffekten in Folge von Auftragsstau und verbesserter Materiallage in der ersten Jahreshälfte, während in der zweiten Jahreshälfte ein Rückgang zu verzeichnen war. Nach Berechnungen des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall lag das Auftragsvolumen 2023 um ca. 5 % unter dem Vorjahr. Neben einem schwachen Inlandsgeschäft ging insbesondere der Export außerhalb der Eurozone zurück. Ertragslage Innerhalb dieser Branchenentwicklung haben wir uns stark positioniert, bei uns hat sich die Lage im Geschäftsjahr 2023 deutlich besser als der Branchentrend entwickelt. Es konnten weiter neue Kunden aus verschiedenen Bereichen der Maschinenbaubranche akquiriert werden. Wie erwartet ergab sich in 2023 eine moderate Steigerung der Umsatzerlöse und der Gesamtleistung, wobei diese Steigerung allerdings auch eine nicht unwesentliche Preiskomponente enthält. Der Rohertrag erhöhte sich deutlich um TEUR 2.610 bzw. 10,8 % auf TEUR 26.856. Die in den Vorjahren durchgeführten Umstrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen sowie die Optimierungen in den Produktionsabläufen wirken sich auch bei wieder verbesserten Rahmenbedingungen positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Trotzdem stieg, insbesondere umsatz- und preisbedingt bei leicht erhöhter Mitarbeiterzahl, in 2023 auch der Betriebsaufwand. Aufgrund der sehr hohen Investitionen in den Jahren 2021, 2022 und insbesondere 2023 erhöhten sich auch die Abschreibungen. Insgesamt ergab sich ein Jahresüberschuss von TEUR 1.960 nach TEUR 1.703 im Vorjahr. Vermögens- und Finanzlage Der Jahresabschluss 2023 zeigt geordnete Vermögensverhältnisse. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 19.270 (Vorjahr TEUR 19.774) ist der wesentliche Aktivposten weiterhin das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 13.165 (Vorjahr TEUR 10.743) bzw. 68 % (Vorjahr 54 %) der Bilanzsumme. Durch die nahezu vollständige Finanzierung der Investitionen 2024 haben sich die liquiden Mittel einschließlich der Wertpapiere von TEUR 2.928 auf TEUR 464 vermindert. Das Eigenkapital erhöhte sich von TEUR 7.631 im Vorjahr auf TEUR 8.591, die Eigenkapitalquote stieg somit von 38,6 % im Vorjahr auf 44,6 %. Beim Fremdkapital sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 7.201 (Vorjahr TEUR 8.477) bzw. 37 % (Vorjahr 43 %) der Bilanzsumme der größte Posten. Hierbei handelt es sich ausschließlich um bei regionalen Banken aufgenommene Darlehen, die durchgehend planmäßig getilgt wurden und zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.811 (Vorjahr TEUR 2.773) eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren haben. Entsprechend des vorrangigen Zieles unseres Finanzmanagements konnten wir unseren Zahlungsverpflichtungen zu jeder Zeit nachkommen. Aufgrund unserer guten Liquiditätslage haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr Skontoerträge in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr TEUR 153) erzielt. Zur Verdeutlichung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dient die folgende Kapitalflussrechnung:
Investitionen und Finanzierung Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir Investitionen in Höhe von TEUR 4.179 (Vorjahr TEUR 2.714) getätigt. Davon betrafen die wesentlichen Investitionsvorhaben den Maschinenpark, wobei eine Maschine mit einem Darlehen teilfinanziert wurde. Die übrigen Investitionen wurden vollständig aus Eigenmitteln finanziert. Nach den sehr umfangreichen Investitionen der letzten drei Geschäftsjahre waren für 2024 keine größeren Investitionen geplant. So wurden ausschließlich Ersatzinvestitionen getätigt. Personalentwicklung Wir legen großen Wert auf die permanente Aus- und Weiterbildung unseres Teams und die kontinuierliche Nachwuchsentwicklung aus den eigenen Reihen. Umweltschutz Da wir Nachhaltigkeit und den schonenden Umgang mit Ressourcen als zentrale Unternehmensziele verfolgen, haben wir uns entschlossen, das bislang nach ISO 50001 zertifizierte Energiemanagementsystem nicht weiterzuführen. Stattdessen führen wir ab 2023 ein umfassenderes Nachhaltigkeitsmanagement unter der Bezeichnung "LST goes green" ein, welches ganzheitlich ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigt und somit unserer Verantwortung für nachhaltiges Handeln noch besser gerecht wird. Chancen- und Risikobericht In regelmäßigen Abständen werden alle strategischen Geschäftsaktivitäten auf Chancen und Risiken hin untersucht und bewertet um rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Im Rahmen unserer Unternehmensplanung werden die Umsätze und Ergebnisse für das neue Geschäftsjahr geplant. Eine Liquiditätsplanung ist integrierter Bestandteil dieser Unternehmensplanung. Unserer Gesellschaft bieten sich insbesondere aufgrund unserer immer auf dem neuesten technischen Stand befindlichen Produktionsanlagen und des Knowhows unserer überwiegend langjährigen Mitarbeiter in der Zukunft wirtschaftliche Chancen. Darüber hinaus resultieren wirtschaftliche Chancen aus unserer Marktposition sowie langfristig gewachsenen Geschäftsbeziehungen zu unseren Marktpartnern. Unser sehr gut organisiertes Forderungsmanagement zeigt sich in den relativ geringen Forderungsausfällen. Ein hoher Standard im Bereich Umwelt- und Arbeitsschutz schlägt sich auch in einer niedrigen Unfallquote nieder. Auf dem Beschaffungsmarkt bestehen für uns Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit und der Preise von Rohstoffen, insbesondere von Stahl. Diese Risiken reduzieren sich dadurch, dass wir teilweise auch Lohnfertigung mit Materialbeistellung durch unsere Kunden betreiben; Beschaffungsengpässe bei unseren Kunden können jedoch unsere Auftragslage auch relevant beeinträchtigen. Das Risiko aus rechtlichen Rahmenbedingungen betrifft insbesondere Haftpflichtrisiken. Wir sind bestrebt, dieses Risiko durch Qualitätssicherungsmaßnahmen und Kontrollen zu minimieren und sichern uns gegen unvermeidbare Risiken durch Versicherungsverträge ab. Möglichen Risiken aus dem IT-Bereich begegnen wir durch zeitgemäße technische Schutzvorkehrungen. Darüber hinaus wird das Bewusstsein der Mitarbeiter hinsichtlich des Umgangs mit Informationen und Informationssystemen ständig geschärft. Da wir überwiegend im Inland tätig sind und die von uns aufgenommenen Darlehen im Wesentlichen mit langfristigen Zinsbindungen versehen sind, bestehen keine nennenswerten Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Bei der LST Laserschneidtechnik GmbH sind Entwicklungen, die bestandsgefährdend sind und die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig wesentlich beeinträchtigen, gegenwärtig nicht erkennbar. In unserem Jahresabschluss haben wir für alle uns bekannten Risiken bilanzielle Vorsorge getroffen. Weitere als im Jahresabschluss berücksichtigte Risiken sind uns nicht bekannt. Prognosebericht Im Sommer 2024 stabilisierte sich das globale Wirtschaftswachstum, während die weltweite Inflationsrate auf ein Dreijahrestief sank und sich die finanziellen Rahmenbedingungen leicht verbesserten. Allerdings blieb das Wachstum insgesamt auf einem moderaten Niveau und wurde weiterhin von Risiken begleitet, wie zuletzt die Turbulenzen auf den Finanzmärkten gezeigt haben. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für das Jahr 2024 ein Weltwirtschaftswachstum auf dem Vorjahresniveau von 3,1 %. In Deutschland belebte sich die konjunkturelle Entwicklung im dritten Quartal 2024 leicht, was sich in einem Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % widerspiegelte. Diese positiven Impulse gingen hauptsächlich vom staatlichen und privaten Konsum aus; branchenbezogen wurden insbesondere die Dienstleistungssektoren als Wachstumstreiber identifiziert. Aktuelle Indikatoren bezüglich der Stimmung in privaten Haushalten und Unternehmen sowie die Stabilisierung der Auftragslage in der Industrie deuten auf eine mögliche Bodenbildung zum Jahreswechsel 2024/25 hin. Gleichzeitig bestehen zunehmende Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen der US-Präsidentschaftswahl (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz). Gemäß dem aktuellen Konjunkturbericht des Wirtschaftsverbandes Gesamtmetall hält die Rezession in der Metall- und Elektroindustrie weiterhin an. Produktion, Kapazitätsauslastung, Auftragsbestände sowie das Geschäftsklima haben sich weiter eingetrübt. Als Ursachen werden insbesondere veränderte Standortbedingungen genannt, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Branche beeinträchtigen und somit einen Personalabbau zur Folge haben. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens ab April 2024 deutlich schwächer als erwartet. Auftragseingang und Umsatz gingen gegenüber dem Vorjahr signifikant zurück. Diese Entwicklung wurde vor allem durch entsprechende Einbrüche bei wichtigen Kunden ausgelöst, die ihrerseits gezwungen waren, Produktionskapazitäten zu reduzieren und teilweise Kurzarbeit einzuführen. In der Folge kam es auch bei der LST zeitweise zu unvermeidbaren Arbeitsausfällen, die trotz verschiedener organisatorischer Maßnahmen nicht vollständig ausgeglichen werden konnten. Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse, der Gesamtleistung und des Rohertrags zu verzeichnen, wobei insbesondere das vierte Quartal erheblich zu dieser Entwicklung beitrug. Aufgrund der beschriebenen Auftrags- und Umsatzsituation war es trotz Verzichts auf Leiharbeitskräfte nicht möglich, die regulären Arbeitszeiten aller Mitarbeiter vollständig aufrechtzuerhalten. Kurzfristig eingeleitete Maßnahmen wie der Abbau von Überstunden und die Nutzung von Gleitzeitkonten konnten nur zeitweise Abhilfe schaffen. Aus diesem Grund sah sich unser Unternehmen ab August 2024 dazu veranlasst, zunehmend Kurzarbeit einzuführen, um die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze zu gewährleisten. Aufgrund der sehr umfangreichen Investitionen der Vorjahre erhöhte sich darüber hinaus das Abschreibungsvolumen, sodass für 2024 letztlich mit einem Jahresfehlbetrag in vergleichbarer Höhe zum Jahresüberschuss 2023 gerechnet wird. Da 2023 der Großteil der verfügbaren Liquidität für Investitionen verwendet wurde, mussten im Jahr 2024 zusätzliche Maßnahmen zur Reduzierung des Mittelabflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit getroffen werden. Dazu gehörten die Intensivierung des Forderungsmanagements, die gezielte Reduktion des Bestands an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie der Verkauf einer Maschine im Rahmen eines bereits 2022 abgeschlossenen Sale-and-Lease-back-Vertrages. Ergänzend erfolgte die Aufnahme eines Betriebsmittelkredits sowie zweier Darlehen zur nachträglichen Finanzierung von Anschaffungen aus dem Jahr 2023. Trotz der negativen Entwicklungen im Geschäftsjahr 2024 blicken wir verhalten optimistisch in die Zukunft und sehen für 2025 konkrete Anzeichen für einen deutlich positiveren Geschäftsverlauf.
Hövelhof, 19. März 2025 Ludger Meier, Geschäftsführer Florian Meier, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 20231. Allgemeine AngabenDie LST Laserschneidtechnik GmbH, Hövelhof, ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Paderborn unter der Nummer HRB 6491. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff HGB sowie nach den geltenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Gemäß § 264 Abs. 1 i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem letzten Einkaufspreis bewertet. Wenn die durchschnittlichen Anschaffungskosten geringer sind, dann werden diese angesetzt. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten setzen sich zusammen aus Materialeinzel- und Materialgemeinkosten sowie den Fertigungslöhnen und Fertigungsgemeinkosten. Wenn der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zur Veräußerung entstehenden Aufwendungen geringer ist, dann wird dieser angesetzt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten bei den Debitoren ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Ausfallrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgte als Einzelbewertung zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft die periodengerechte Abgrenzung von sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages berücksichtigt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betraf die periodengerechte Abgrenzung von sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. 3. Erläuterung zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB. Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Posten Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen und für ausstehenden Urlaub. Die Verbindlichkeiten weisen die folgenden Laufzeiten auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignung von Maschinen sowie durch Grundpfandrechte an den Betriebsgrundstücken besichert. Im Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind in Höhe von TEUR 406 außergewöhnlich hohe Aufwendungen für Inflationsausgleichsprämien enthalten, und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen außergewöhnlich hohe Instandhaltungskosten (TEUR 1.054) und Leasingaufwendungen (TEUR 532). 4. Ergänzende Angaben Als wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen sind diverse Leasingverträge zu nennen, die die Ergebnisse der Folgejahre mit insgesamt TEUR 4.295 belasten werden, davon TEUR 887 in 2024. Die Verträge wurden abgeschlossen, um die Verfügbarkeit der entsprechenden Gegenstände bei gleichzeitiger Erhöhung der Liquidität sicher zu stellen. Außerdem bestehen Mietverpflichtungen für Gebäude in Höhe von derzeit jährlich TEUR 469. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 298 (Vorjahr 295) Mitarbeiter beschäftigt, davon 214 (Vorjahr 217) Lohnempfänger und 84 (Vorjahr 78) Gehaltsempfänger, außerdem acht (Vorjahr drei) zu ihrer Ausbildung beschäftigte Mitarbeiter. Die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen unterbleiben gem. § 286 Abs. 4 HGB. Geschäftsführer der Gesellschaft sind die kaufmännischen und technischen Leiter Herr Ludger Meier, Hövelhof, und Herr Florian Meier, Hövelhof. Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Nachtragsbericht Infolge der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer rückläufigen Branchenentwicklung hat sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens seit April 2024 deutlich verschlechtert. Diese Entwicklung äußert sich insbesondere in deutlichen Rückgängen bei Aufträgen, Umsätzen und Rohgewinnen, ausgelöst durch eine sinkende Nachfrage und reduzierte Produktionsvolumen wichtiger Kunden. Dadurch ist für das Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich ein deutlicher Jahresfehlbetrag zu erwarten. Durch gezielte Reduzierungen der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ergänzt durch einen bereits im Jahr 2022 abgeschlossenen Sale-and-Lease-back-Vertrag sowie die Aufnahme von Bankdarlehen, konnte jedoch eine gute Liquiditätslage aufrechterhalten werden.
Hövelhof, 19. März 2025 Ludger Meier, Geschäftsführer Florian Meier, Geschäftsführer Bericht des Aufsichtsratsnicht erforderlich! sonstige Berichtsbestandteile
Hövelhof, 19. März 2025 Ludger Meier, Geschäftsführer Florian Meier, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 19.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LST Laserschneidtechnik GmbH, Hövelhof Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LST Laserschneidtechnik GmbH, Hövelhof, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LST Laserschneidtechnik GmbH, Hövelhof, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögenschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v3-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks."
Warburg, 19. März 2025 B
+ H Deutsche Revisionsgesellschaft mbH
Ingo Riebeling, Wirtschaftsprüfer Hinweis: Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt, der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. |
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