VENSYS Elektrotechnik GmbH
Dieselstraße 12, 49356 Diepholz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Feldmann seit 7.2.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Peters seit 7.2.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VENSYS Elektrotechnik GmbHDiepholzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VENSYS Elektrotechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VENSYS Elektrotechnik GmbH, Diepholz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VENSYS Elektrotechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, 10. September 2025 EY GmbH & Co. KG Delizia, Wirtschaftsprüferin Ackermann, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2024
ANHANG zum 31.12.2024VENSYS Elektrotechnik GmbH, DiepholzAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die VENSYS Elektrotechnik GmbH mit Sitz in Diepholz ist beim Handelsregister des Amtsgerichtes Walsrode unter der Nummer 201029 eingetragen und stellt den vorliegenden Jahresabschluss auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbHG sowie des Gesellschaftsvertrages auf. Die Gesellschaft gilt nach § 267 Abs. 1 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind weitgehend im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden unverändert und stetig auf den vorliegenden Jahresabschluss angewendet. Von dem Wahlrecht zu Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten, die den bei der Entwicklung anfallenden Aufwendungen zuzüglich angemessener Gemeinkosten entsprechen. Die Abschreibungen erfolgen stückzahlbezogen aus dem Verhältnis der im Geschäftsjahr verkauften Einheiten zu den kalkulierten Absatzmengen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 50 Jahren. Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vorräte, bestehend aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie fertigen - und unfertigen Erzeugnissen und Waren, wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Als Herstellungskosten werden Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich angemessener Anteile an Material- und Fertigungsgemeinkosten, die auch den Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigen, angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Bewertung der Herstellungskosten einbezogen. Sofern am Bilanzstichtag die Wiederbeschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen niedriger als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten waren, wurden diese als niedriger beizulegender Wert angesetzt. Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelfallermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Erhaltene Anzahlungen wurden aktivisch vom Vorratsvermögen abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelfallrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge ermittelt. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -Entlastung werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen, ein insgesamt verbleibender Aktivsaldo wurde im Vorjahr unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB als aktive latente Steuer ausgewiesen. Der angesetzte Steuersatz beträgt 15,8 % (Vorjahr 15,8 %) bis 30,2% (Vorjahr 28,8%). Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen wurden Erfahrungswerte der vergangenen Jahre berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung mit 1,50% (Vorjahr 1,03%) auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben werden. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). Angaben zur Bilanz Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel, der als Anlage ein Bestandteil des Anhangs ist, dargestellt. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Gesellschaft wendet das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens an. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr € 69.652,02 (Vorjahr: € 62.837,81), die im Geschäftsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme des Darlehens an die Mehrheitsgesellschafterin in Höhe von € 1.505.368,94 (Vorjahr: € 500.000,00) sämtlich, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Das Darlehen an die VENSYS Energy AG, Neunkirchen, hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2025. Mitzugehörigkeitsvermerk In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 593.117,61 (Vorjahr: € 2.668.069,27) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 1.505.368,94 (Vorjahr: € 524.750,18) enthalten. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die Forderungen in Höhe von € 2.098.486,55 (Vorjahr: € 2.452.140,51), die in Höhe von € 593.117,61 (Vorjahr: € 1.927.390,33) auf Lieferungen und Leistungen und in Höhe von € 1.505.368,94 (Vorjahr: € 524.750,18) auf sonstige Vermögensgegenstände entfallen. Latente Steuerabgrenzungen Die Entwicklung der latenten Steuerabgrenzungen wird nachfolgend dargestellt:
Zum Ende des Geschäftsjahres entfallen die latenten Steuerabgrenzungen auf folgende Bilanzposten
Der zugrunde gelegte Steuersatz beläuft sich dabei auf 15,8 % bis 30,2%. Der Steuersatz von 15,8 % betrifft ausschließlich die Körperschaftsteuer von 15,0 % sowie den darauf entfallenden Solidaritätszuschlag von 5,5 %, wohingegen der Steuersatz von 30,2 % zusätzlich die Gewerbesteuer beinhaltet. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt € 247.303,00 (Vorjahr: € 322.917,135) und entfällt auf selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte zuzüglich des Aktivsaldos der latenten Steuern. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen
Mitzugehörigkeitsvermerk Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollumfänglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 2.132.557,69 (Vorjahr € 2.683.536,61) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo für Vorratsvermögen sowie aus kurzfristigen Mietverträgen für Lager- und Büroräume in Höhe von € 76.200,00 (Vorjahr: € 76.200,00). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr 2024 sind Erträge aus Zuschüssen in Höhe von € 245.602,65 (Vorjahr: € 300.994,70) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Entwicklungskostenzuschüsse im Zusammenhang mit der Entwicklung eines Umrichters, die als Aufwandszuschüsse einzustufen sind und nach Maßgabe des zu verrechnenden Aufwands ertragswirksam realisiert werden. Im Vorjahr wurde innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge eine Versicherungsentschädigung für einen Brandschaden von € 286.673,73 realisiert, denen Aufwendungen in gleicher Höhe gegenüberstehen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 31. Dezember 2023 beginnen. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen. Sonstige Angaben ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herr Thomas Peters, Diplom-Ingenieur, Sundern und Herr Wolfgang Feldmann, Elektromechaniker, Diepholz geführt. Die Bezüge der Geschäftsführer werden unter Verweis auf das Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen nach § 271 HGB Gemäß § 285 Nr. 11 HGB werden über nachstehende Unternehmen die Angaben gemäß den letzten vorliegenden Jahresabschlüssen (31. Dezember 2023) dargestellt:
Konzernzugehörigkeit Die VENSYS Elektrotechnik GmbH wird in den Konzernabschluss der VENSYS Energy AG einbezogen. Die VENSYS Energy AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt. Die VENSYS Elektrotechnik GmbH wird darüber hinaus in den Konzernabschluss der der Xinjiang Goldwind Science & Technology Co., Ltd. mit Sitz in Urumqi, Volksrepublik China, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird ebenfalls im Unternehmensregister offenlegt. Unterschrift der Geschäftsführung
Diepholz, den 10. September 2025 VENSYS Elektrotechnik GmbH Thomas Peters Wolfgang Feldmann Entwicklung des Anlagevermögens 2024
LAGEBERICHT 2024VENSYS Elektrotechnik GmbH, Diepholz1.Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Geschäftsmodell Die VENSYS Elektrotechnik GmbH, im Nachfolgenden auch "Gesellschaft" genannt, produziert und veräußert größtenteils eigenentwickelte elektrische Komponenten für alle Systeme der regenerativen Energieerzeugung, wie Batteriespeichersysteme, Umrichter, und Netzstabilisierungssysteme. Neben der Produktion von elektrischen Anlagen ist die Gesellschaft im Bereich Wartung und Service dieser Systeme tätig. 1.2. Forschung und Entwicklung Als eigener Hersteller von elektrischen Komponenten zur regenerativen Stromerzeugung sowie für Batteriespeichersysteme ist Forschung und Entwicklung (F&E) aus Sicht der Geschäftsführung ein Kernbereich für die künftige Entwicklung von Produkten. Nur durch innovative und gleichzeitig - bedingt durch die lange Laufzeit der Anlagen zur Energieerzeugung - technisch verlässliche Produkte lässt sich demnach die künftige Geschäftsentwicklung positiv gestalten. Die Gesellschaft beschäftigt im Bereich der Entwicklung 12 Mitarbeiter (Vorjahr: 12 Mitarbeiter). Im Geschäftsjahr 2024 lag der Schwerpunkt in der weiteren Fortentwicklung im Bereich der Batteriespeichersysteme. Neben der Markteinführung der VENSTORE200 und VENSTORE700 Batteriespeichersysteme wurde ein eigenständig entwickeltes Energie-Management-System (EMS) vorgestellt, welches die Komponenten eines Batteriespeichersystems regelt und die Kommunikation zum Netzbetreiber übernimmt. Zusätzlich zu den Batteriespeicherthemen wurden die ersten 14 Stück 2 MW Zentralwechselrichter (16,7 Hz) an die österreichische Bahn ausgeliefert. In diesem Bereich werden aktuell Gespräche mit weiteren Bahngesellschaften zum Einsatz der Zentralwechselrichter geführt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen waren auch im Geschäftsjahr 2024 durch den Fortgang des Ukraine Konfliktes sowie den zunehmenden politischen Unsicherheiten verbunden mit den daraus resultierenden wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt. Die weitgehende Beendigung der Energieversorgung in Europa durch fossile Brennstoffe lassen die Nachfrage nach regenerativen Energielösungen ansteigen. Die Geschäftsführung sieht hierbei das größte Potential der Gesellschaft im Angebot mit mittleren und großen Batteriespeichersystemen. Das Wachstum in diesem Segment wird durch das Frauenhoferinstitut für Solare System als unabdingbar eingestuft, um die Energiewende stemmen zu können. Bis zum Jahr 2030 wird nur in Deutschland eine zusätzliche Speicherkapazität von 100 Gigawattstunden für erforderlich erachtet; bis zum Jahr 2045 sogar 180 Gigawattstunden. In diesem Zusammenhang wird u.a. bereits im Jahr 2025 in Deutschland der größte europäische Batteriespeicher an das Netz gehen.1 Dies zeigt auch die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Segment im Kalenderjahr 2024. Während die neu installierte Kapazität bei Heimspeichern nach mehreren starken Wachstumsjahren rückläufig war, wuchs die neu installierte Kapazität bei gewerblichen Speichern mit einem Plus von 26%. „Die Anzahl der insgesamt in Deutschland installierten gewerblichen Speicher stieg damit innerhalb nur eines Jahres um mehr als 60 Prozent auf nunmehr über 38.000 Speicher mit einer gesamten Speicherkapazität von fast 1,4 GWh. Die stärkste Wachstumsdynamik ist derzeit bei Großspeichern zu verzeichnen, die jeweils eine Kapazität von über 1 MWh aufweisen. Ungefähr 100 neue Großspeicher mit einer Kapazität von rund 0,8 GWh gingen 2024 neu in Betrieb, was einer Verdopplung des Zubaus im Vergleich zum Jahr zuvor (0,3 GWh) entspricht.“ 2
1
„Was Batteriespeicher für die Energiewende leisten“, in EnergieWende, Reportagen
und Hintergründe aus der Welt der grünen Energie vom 17.05.2024 Diese positive Entwicklung wird in Deutschland auch durch politische Rahmenbedingungen gefördert: Im Dezember 2023 hatte das Bundesministerium für Klima und Wirtschaft (BMWK) seine Stromspeicherstrategie, in der Batteriespeicher eine entscheidende Rolle spielen, veröffentlicht. Diese Strategie wird durch starke gesetzliche Förderungen flankiert, u.a. durch Netzentgeltbefreiungen von Speichersystemen.3 Diesen Ansatz nimmt auch der neue Koalitionsvertrag der deutschen Bundesregierung vom 05.05.2025 auf, der u.a. ein Sondervermögen von 500 Mrd. für Investitionen in die Infrastruktur und dem Fokus auf Investitionen in erneuerbare Energien zur Fortführung und Stärkung der Energiewende vorsieht.4 Auch in Europa wird die gleiche Entwicklung erwartet. Damit bleibt der Ausblick für die künftige Geschäftsentwicklung mit dem Angebot von großen Batteriespeichern und Wechselrichtersystemen sehr positiv. Allerdings wird diese Dynamik teilweise auch durch mangelnde politische Rahmenbedingungen ausgebremst, u.a. durch in einigen Ländern fehlende politische Zielvorgaben oder restriktive Netzpolitiken, die den Ausbau teilweise bremsen.5 Die insgesamt positive Erwartung im Absatzbereich wird auch durch makroökonomische Maßnahmen unterstützt: Die europäische Zentralbank hat am 5. Juni 2025 zur Steuerung der Inflation den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt. Damit werden auch die Finanzierung u.a. von Anlageninvestitionen günstiger werden. Die Europäische Zentralbank sieht in der Zinspolitik das entscheidende Instrument, die Inflation nahe dem mittelfristigen Zielwert von 2% beizubehalten.6 Unverändert bestehen jedoch externe Unsicherheiten aus politischen Zollstreitigkeiten und Einfuhrbeschränkungen, die durch mangelndes Vertrauen bei Investoren sich nachteilig auf langfristige Investitionen auswirken könnte. Diese Unsicherheiten zwischen den politisch notwendigen Investitionen und deren tatsächlicher Umsetzung schlagen sich branchenüblich auch auf die Prognose der Gesellschaft nieder. 2.2. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2024 Als Produktionsunternehmen von elektrischen Komponenten ist die Gesellschaft maßgebend von der Entwicklung bei ihren Industriekunden abhängig. Die Umsätze blieben auf dem Niveau der vorangegangenen Jahre. In dem neuen Geschäftsfeld mit Batteriespeichern werden sich die Umsätze ab dem Geschäftsjahr 2025 auswirken.
3
U.a. in „Erfolgreiches Management von Batteriespeicher-Deals im deutschen Markt“ von
PwC, November 2024 Der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres werden nachfolgend im Detail analysiert. Hierbei lässt sich anhand von Unternehmenskennziffern der Geschäftsverlauf der letzten drei Geschäftsjahre wie folgt aufzeigen:
*
Vorräte, kurzfristige Forderungen und liquide Mittel abzgl. kurzfristige Verbindlichkeiten
und Rückstellungen Die Geschäftsführung erachtet die Geschäftsentwicklung unter den vorliegenden Rahmenbedingungen als zufriedenstellend. Das Jahresergebnis 2024 fällt nach dem Verlust des Vorjahres mit einem Jahresüberschuss von TEUR 140 wieder positiv aus. Die Prognosen des Vorjahres zur Umsatz- sowie zur Ergebniserwartung wurden im Wesentlichen eingehalten. 2.3. Lage des Unternehmens 2.3.1. Ertragslage Die Ertragslage des Geschäftsjahres wird nachfolgend den Vergleichszahlen des Vorjahres gegenübergestellt und Veränderungen aufgezeigt:
Der Posten Rohergebnis beinhaltet neben den eigentlichen Umsatzerlösen mit Kunden alle weiteren Produktionsaktivitäten einschließlich der aktivierten Eigenleistungen. Gegenüber dem Vorjahr ist das Rohergebnis um T€ 1.012 gestiegen. Zur Auftragslage für das Geschäftsjahr 2025 und 2026 verweisen wir auf den Abschnitt zur Prognoseberichterstattung. Der Personalaufwand beträgt T€ 5.039 nach T€ 4.478 im Vorjahr. Der Anstieg im Bereich der Löhne und Gehälter um 10,6% ist im Wesentlichen durch Neueinstellungen, allgemeine Lohnerhöhungen sowie stichtagsbezogen erhöhte Personalkostenrückstellungen bedingt. Zum 4. Quartal ist der Bestand an Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr um 4 Mitarbeiter gestiegen und beträgt 81. Die Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig geringer und betragen T€ 462 (Vorjahr: T€ 489). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 2024 T€ 1.993 und sind im Vergleich zum Vorjahr mit T€ 2.069 geringfügig um T€ 76 gesunken. Das Finanzergebnis beträgt T€ 127 (Vorjahr: T€ 84) und betrifft den Gewinnanteil aus der Beteiligung an der Windpark Wagenfeld GmbH & Co. KG sowie Zinserträge aus Geldanlagen. Der Ertragssteuerertrag beträgt im Geschäftsjahr T€ 105 (Vorjahr: Ertrag T€ 92) und entfällt nahezu ausschließlich auf liquiditätsneutrale latente Steuerabgrenzungen. Das Geschäftsjahr schließt damit mit einem Jahresüberschuss von T€ 140 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 619). 2.3.2. Finanzlage
Die Gesellschaft verfügt aufgrund des positiven Jahresergebnisses und der Gewinnthesaurierungen der vergangenen Jahre über eine solide Finanzlage. Der Finanzierungsbedarf für das Absatz- und Produktionsvolumen, insbesondere für Vorräte und Kundenforderungen, ist auf dieser Basis und unter „3.1. Prognosebericht“ den geschilderten Planannahmen gegeben. Der Cash-Flow in einzelnen Bereichen lässt sich wie folgt darstellen: Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2024 T€ 1.103 (Vorjahr: T€ 3.325). Der Mittelzufluss ist im Wesentlichen durch den weiteren stichtagsbezogenen Abbau von Kundenforderungen zum Bilanzstichtag bedingt. Im Vorjahr sind überproportional hohe Forderungen aus der Vorperiode zugeflossen, so dass der Cash-Flow durch die Stichtagsbetrachtung höher ausfiel. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit von T€ - 189 (Vorjahr: T€ - 191) resultiert im Wesentlichen aus Mittelabflüssen für Investitionen in den Standort Diepholz. Der Cash-Flow zur Finanzierungstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2024 T€ 0. Im Vorjahr war der Mittelabfluss aus einer Gewinnausschüttung von T€ 1.250 ausgewiesen. Finanzierungsverbindlichkeiten bestehen weiterhin nicht. Zum Bilanzstichtag stehen finanzielle Mittel von T€ 4.884 (Vorjahr: T€ 3.970) zur Verfügung, die zur freien Verwendung der Geschäftsführung stehen. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024 jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 2.3.3. Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die langfristigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 235 gesunken. Den Zugängen in Höhe von T€ 389 stehen planmäßige Abschreibungen von T€ 462 und Buchwertabgänge von T€ 160 gegenüber. Das kurzfristige Vermögen ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch einen stichtagsbedingten Anstieg der liquiden Mittel (T€ + 914) sowie der Vorräte (T€ + 150) bei gleichzeitigem Abbau der Kundenforderungen und sonstigen Aktiva um T€ 565 insgesamt um T€ 604 angestiegen. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beträgt T€ 16.105 (Vorjahr: T€ 15.966) und ist durch den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres um T€ 140 gestiegen. Die Eigenkapitalquote als Verhältnis des bilanziellen Eigenkapitals zur Bilanzsumme beträgt ist in der geringfügig gestiegen und beträgt zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr 92,6%. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag mit T€ 1.284 gegenüber dem Vorjahr mit T€ 1.054 nahezu unverändert. Dem Abbau der sonstigen Verbindlichkeiten (insbesondere durch stichtagsbezogene Umsatzsteuerverbindlichkeiten) steht ein Anstieg in nahezu gleicher Höhe bei Lieferantenverbindlichkeiten und Rückstellungen gegenüber. 2.4. Bedeutsame nicht finanzielle Leistungsindikatoren 1. Mitarbeiter Das Wissen und die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter sind aus unserer Sicht ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Gesellschaft. Daher möchten wir unseren Mitarbeitern eine nachhaltige Arbeitsplatzsicherheit und soziale Absicherung bieten. Die Gewinnung junger Mitarbeiter wie auch der bestehende Fachkräftemangel stellt auch für die Gesellschaft zunehmend eine Herausforderung dar. Umso mehr ist die Gesellschaft durch eine Vielzahl von Maßnahmen (u.a. Social-Media-Recruiting, Mitarbeiterempfehlungsprogramme, Zusammenarbeit mit Hochschulen) bemüht, als attraktiver Arbeitgeber in der Region wahrgenommen zu werden. Aufgrund des erwarteten zusätzlichen Personalbedarfes in den kommenden Jahren gilt ein besonderes Augenmerk auch den Personalakquise-Maßnahmen. Auch im Geschäftsjahr 2024 wurden laufende interne sowie externe Schulungsmaßnahmen zum Erhalt des hohen Qualitätsstandards und des Fachwissens durchgeführt. In diesem Sinne bestehen auch die vorhandenen Zertifizierungen (ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015) ohne Einschränkungen fort. Um unserer Selbstverpflichtung, jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen, nachzukommen und gleichzeitig neues Nachwuchspersonal zu gewinnen, beschäftigen wir zum Ende des Geschäftsjahres 2024 8 Auszubildende. 2. Umweltbelange Als ein Unternehmen der regenerativen Energiebranche sind Umweltbelange ein wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator. Neben betriebseigenen Photovoltaikanlagen und Batteriespeichersystemen, die unsere Produktion bereits vollständig unabhängig von externen Strombezügen macht, wird die Gesellschaft seit Jahren analog dem Umweltmanagementsystem nach der DIN EN ISO 14001 Norm geführt: Hiernach haben wir eine betriebliche Umweltpolitik, Umweltziele und ein Umweltprogramm festgelegt, das bei der Zielerreichung hilft. Durch interne regelmäßige Überprüfung der gesetzten (Umwelt-)ziele und des Umweltmanagementsystems soll eine kontinuierliche Verbesserung erreicht werden. Durch die Herstellung nachhaltiger und umweltverträglicher Produkte möchten wir unserem Ziel zur Förderung der regenerativen Energie in allen Belangen gerecht werden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Ein Prognosebericht in unserer Branche ist grundsätzlich nur unter Einbeziehung einer Vielzahl von Annahmen möglich. Zusätzlich sind die nahezu unplanbaren Auswirkungen der weltweiten Krisen zu berücksichtigen, die den Produktionsablauf erschweren und die Sicherheit bei der Beschaffung von Komponenten erschwert. Aufgrund von Unsicherheiten in der Prognose erachten wir es für erforderlich, jederzeit in der Lage zu sein, unsere Produktionskapazitäten und Produktionskosten kurzfristig anpassen zu können. Insgesamt gehen wir für das Jahr 2025 von Umsatzerlösen in Höhe von € 27 Mio. aus, wobei der wesentliche Anteil durch Umsätze im Bereich Batteriespeichersysteme geplant ist. Insgesamt rechnet die Gesellschaft für das Jahr 2025 mit einem leicht positiven Jahresergebnis. Für das Geschäftsjahr 2026 ist nach der Planung mit einem Umsatz in der Größenordnung von € 60 Mio. bei einer Gewinnmarge von 3% zu rechnen. Der Anstieg ist durch das Wachstum im Segment Batteriespeicher bedingt. Die Umsätze werden im internationalen Handel erzielt, so dass geopolitische Auswirkungen aus unerwarteten Zoll- oder Währungsschwankungen die Prognose beeinflussen könnten. Jede Prognose hängt insbesondere von den tatsächlichen Auswirkungen der vorgenannten markt- und makroökonomischen Folgen ab. Auch die Zusammensetzung der Umsatzerlöse ab, welche unterschiedliche Margen aufweisen und steht branchenüblich unter dem Vorbehalt, dass Projekte der Kunden zeitnah realisiert und damit die Komponenten vertragsgerecht bestellt und abgenommen werden können. 3.2. Chancenbericht Markt- und Absatzchancen Die Markt- und Absatzchancen der Gesellschaft sind von der Nachfrage nach regenerativen Energiequellen (Batteriespeichersystemen, Umrichtersystemen und Komponenten für Windkraftanlagen) abhängig. In Europa und den USA wird die Energiewende, für die im großen Maße stationäre Batteriespeicher benötigt werden, ein wesentlicher Wachstumsfaktor für uns werden. Wareneinkauf Die Bestellung von elektronischen Komponenten unterliegt immer größeren zeitlichen Schwankungen und Einschränkungen in der Verfügbarkeit von Komponenten. Die zeitlichen Abstände zwischen sowohl der ersten Kundenanfrage und der Bestellung als auch zwischen Produktionsbeginn und Auslieferung, werden immer kürzer. Einen wesentlichen Marktvorteil sieht die Geschäftsführung bei Unternehmen, die auf Kundenanfragen schnell reagieren und produzieren können. Das Management pflegt mit in- und ausländischen Lieferanten langjährige Lieferbeziehungen, so dass nach den Erfahrungen der Geschäftsführung stets die Möglichkeit besteht, sich besonderen Lieferbedürfnissen anpassen zu können. Personal Die Entwicklung und Produktion von innovativen elektrotechnischen Produkten erfordert unserer Einschätzung nach einerseits ein kontinuierliches Arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung, andererseits auch qualitativ hochwertige Arbeiten in der Produktion. Um dem in Deutschland sich abzeichnenden Mangel an Ingenieuren und Fachkräften zu begegnen, unterhält die Gesellschaft seit Jahren enge Kooperationen mit Berufsschulen, Behörden und vielen öffentlichen Einrichtungen. Durch diese Einbindung der Gesellschaft in die Region Diepholz sehen wir uns in der Lage, stets gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter gewinnen zu können. Gleichzeitig werden wir auch weiterhin unseren Bestand an Mitarbeitern durch finanzielle wie auch fachliche Anreize langfristig an unser Unternehmen binden. Finanzierung Regenerative Energieanlagen werden gegenüber früheren Jahren nicht nur mit technisch größeren Anlagen, sondern auch mit einer größeren Anzahl von Anlagen ausgestattet. Dies erfordert auf Seite der Zulieferer neben der Lieferbereitschaft auch die Fähigkeit, größere und kurzfristige Bestellungen zu finanzieren. Das vorherrschende Grundziel unseres Finanzierungsmanagements ist daher die Finanzierung des operativen Geschäftes aus eigenen finanziellen Mitteln. Somit soll jederzeit sichergestellt werden, dass Kundenanfragen ohne Zeitverlust und ohne vorangehende Finanzierungsgespräche mit Banken bearbeitet werden können. Währungs- und Wechselkurssituation Die Kundenaufträge werden grundsätzlich in Euro abgewickelt, so dass im Forderungsbereich aus Währungsschwankungen keine besonderen Risiken oder Chancen bestehen. Im Bereich des Einkaufes wird zukünftig ein höherer Anteil an Komponenten in US$ eingekauft, so dass ein besonderes Augenmerk auf den jeweiligen Wechselkursen liegt. Die Geschäftsführung wird im Geschäftsverlauf im Einzelfall abwägen, ob Chancen oder Risiken aus dem Kursverhältnis der beiden Währungen frühzeitig durch ein Fremdwährungstermingeschäft realisiert bzw. etwaige Risikopotentiale abgesichert werden sollte. 3.3. Risikobericht Branchenrisiken und Marktumfeld Durch die Abhängigkeit von der regenerativen Energiebranche müssen Branchenrisiken sorgfältig beobachtet werden. Ein weiterer Preisanstieg bei Komponenten, der von den Herstellern nicht an Kunden weitergegeben werden kann, dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht unerheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nehmen. Diese Risiken zu möglichen anstehenden Änderungen der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen müssen von uns in allen Absatzmärkten laufend beobachtet werden. Die Herstellung von elektrischen Komponenten erfordert technisches Wissen und die Verfügbarkeit von erforderlichen Bauteilen von Zulieferern. Für den Einsatz in Energieanlagen sind technisch komplexe Systeme erforderlich, deren Produktion ein umfangreiches Fachwissen erfordern. Die Verfügbarkeit von Komponenten ist ein wesentlicher Faktor, um auf kurzfristige Kundenanfragen oder Bestellungen reagieren zu können. Eine sichere Lieferfähigkeit ist nur durch langfristige Liefer- und Abnahmeverträge sicherzustellen. Um dieses Risiko zu umgehen, hat die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2024 Lieferverträge für wesentliche Komponenten für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Bestellobligo zum Bilanzstichtag von rund € 2,1 Mio. abgeschlossen. Unternehmens- und produktspezifische Risiken Die Herstellung von elektrischen Komponenten basiert in großen Teilen auf Eigenentwicklungen. Hieraus entsteht das grundsätzliche Risiko von Einzel- oder Serienschäden, deren Beseitigung neben den Materialkosten auch Personalkosten durch Reisezeiten, wie auch erhebliche finanzielle Schäden durch den Stillstand der Systeme mit einhergehendem Ertragsausfall für den Betreiber nach sich ziehen können. Durch laufende Qualitätssicherungsmaßnahmen stellen wir sicher, dass Serienschäden vermieden bzw. defekte Komponenten jederzeit individuell identifiziert werden können. Die Zertifizierung nach ISO 9001, welche der Vermeidung von Qualitätsrisiken dient, besteht auch im Geschäftsjahr fort. In den letzten Jahren sind uns - mit Ausnahme der üblichen Einzelfälle bei Neuprodukten und Prototypen - keine individuellen Gewährleistungen bekannt. Daher werden grundsätzlich pauschale Gewährleistungsrisiken nach produktbezogenen Risikogruppen beurteilt. Hierfür sind zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr: € 0,2 Mio.) gebildet. Einzelfallrückstellungen werden ausschließlich bei besonderen und individuellen Risiken gebildet, die nach den bisherigen Erfahrungen nur bei neu entwickelten Produkten auftreten und nicht durch die bestehenden Qualitätssicherungssysteme abgesichert werden können. Finanzielle Risiken Kundenseitig bestehen zum Bilanzstichtag mit Ausnahme von gebildeten Einzelwertberichtigungen keine besonderen Risiken. Bilanzielle Risikovorsorgen wurden im Wesentlichen auf Lieferungen im Jahr 2023 an zwei Kunden in Afrika sowie an einen französischen Kunden gebildet: Da die rechtliche Durchsetzung von Forderungen gegen Kunden in anderen Kontinenten oder Staaten aufwendig und kostenintensiv sein kann. wägt die Geschäftsführung die rechtliche Durchsetzbarkeit stets mit den zu erwartenden Kosten sorgfältig ab. Bei konzerninternen Kunden mit Sitz in China können insbesondere aufgrund von behördlichen Währungstransferbeschränkungen oder verlängerten Transportzeiten bis zur Abnahme Verzögerungen beim Zahlungseingang von Forderungen entstehen. Verzinsliche Geldanlagen erfolgen ausschließlich bei deutschen Sparkassen oder Genossenschaftsbanken oder als kurzfristige konzerninterne Darlehen. Im Bereich des Einkaufs bestehen grundsätzlich Risiken bei Veränderung der Zollbedingungen oder kurzfristigen Preiserhöhungen. Derzeit gehen wir von keinem signifikanten Risiko aus, da Batteriespeicher beim Import in die EU keinem Zoll unterliegen und Ausfuhren in die USA im Wesentlichen mit der Lieferbedingung „ex works“ exportiert werden. Zur Reduzierung von Forderungsausfällen mit Kunden außerhalb des Konzerns ist ein einheitliches Sicherungssystem eingerichtet: Bei Neukunden erfolgen im Vorwege Bonitätsprüfungsverfahren, ergänzt jeweils durch rechtliche Sicherungsmaßnahmen. Währungsrisiken bestehen auf der Absatzseite nicht, da alle Kontrakte mit Kunden in der Währung Euro geschlossen werden. Zinsrisiken bestehen ebenso nicht. Eine Aufnahme von Bankdarlehen oder anderen Finanzierungen ist aufgrund der hohen Eigenfinanzierung derzeit nicht beabsichtigt. Die genannten Risiken stellen branchen- und marktübliche Risiken dar, die von uns im Rahmen des laufenden Controllingprozesses beobachtet und von der Geschäftsführung individuell beurteilt werden. Insgesamt erachten wir die Risiken als gering. Unterschrift der Geschäftsführung
Diepholz, den 10. September 2025 VENSYS Elektrotechnik GmbH Thomas Peters Wolfgang Feldmann Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 8. Oktober 2025 festgestellt. |
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