Imperial Transport GmbHLiquidiert
Lilienthalstraße 6, 85375 Neufahrn bei Freising, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christopher David Povey seit 3.7.2024 | Geschäftsführer |
Rolf Eckhard Mertins seit 3.7.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Kretschmer seit 17.12.2020 | Prokura |
René Hille seit 1.7.2020 | Geschäftsführer |
Martin Tschäge seit 1.7.2020 | Prokura |
| Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Imperial Logistics International B.V. & Co. KGDuisburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021Zusammengefasster Lagebericht und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 (vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021)des Imperial Logistics International-Konzerns und der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg1. VorbemerkungenDer vorliegende Lagebericht fasst den Lagebericht des Imperial Logistics International-Konzerns ("ILI-Konzern") und den Lagebericht der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG ("ILI B.V. & Co. KG") zusammen. Der ILI-Konzern ist Teil der Imperial Logistics-Gruppe mit der Konzernmutter Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Südafrika. Die europäischen bzw. Aktivitäten außerhalb von Afrika werden in der Imperial Mobility-Gruppe mit der Muttergesellschaft Imperial Mobility International B.V., Druten/Niederlande, ("IMI BV") in den Niederlanden gebündelt, in die der ILI-Konzern einbezogen wird. Folgende Änderungen in der Lageberichterstattung für den ILI-Konzern haben sich gegenüber dem Vorjahr ergeben: Unserer internen Managementstruktur folgend sind die Aktivitäten in unseren Business Units zwei Geschäftsfeldern zugeordnet, die - unverändert zum Vorjahr - die Aktivitäten im Bereich Freight (bisher: Transportdienstleistungen) und Logistics (bisher: Logistiklösungen) umfassen. Unsere Lageberichterstattung und insbesondere die Ergebnisquellenanalyse orientiert sich an den beiden Geschäftsfeldern. Wir fördern damit die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit unserer Geschäftsentwicklung in der Berichterstattung. Im Geschäftsjahr sind die wesentlichen Leistungsindikatoren des ILI-Konzerns Umsatz und Operating Profit und damit ausschließlich finanzielle Leistungsindikatoren (siehe hierzu auch Grundlagen des Konzerns). Weitere definierte finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind als nicht wesentlich im Sinne der Konzernsteuerung eingestuft worden. Für die ILI B.V. & Co. KG ergibt sich aufgrund ihrer Funktion als Konzernmuttergesellschaft das Jahresergebnis als wesentlicher Leistungsindikator. Erstmals wurde ein zusammengefasster Lagebericht aufgestellt und die Lageberichterstattung der ILI B.V. & Co. KG als Muttergesellschaft und die des ILI-Konzerns zusammengeführt. Vor dem Hintergrund, dass die ILI B.V. & Co. KG als Holdinggesellschaft mit wesentlichen Management-Funktionen für den Gesamtkonzern sowie über die bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge durch die Entwicklungen im Gesamtkonzern geprägt ist, halten wir die Zusammenfassung der Lageberichterstattung für angemessen. 2. Grundlagen des KonzernsDie Imperial Logistics International B.V. & Co. KG ist Obergesellschaft des Konzerns und nimmt, vertreten durch die Geschäftsführung der Komplementärin, die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtkonzerns wahr. Hierzu gehören vor allem die strategische Ausrichtung des Konzerns, die Ressourcenallokation, das Führungskräfte- und Finanzmanagement sowie die Leitung des konzernweiten operativen Geschäfts der Geschäftsbereiche "Freight", mit den Business Units Shipping, Road & Rail, Express Freight sowie Air & Ocean, und "Logistics" mit den Business Units Automotive, Industrial, Consumer sowie Chemicals. Die Business Units des Geschäftsbereichs Freight sind in den folgenden Bereichen aktiv: Im Bereich Shipping war der ILI-Konzern bis zum Verkauf der europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten mit Wirkung zum 31. Juli 2020 der Marktführer in der europäischen Binnenschifffahrt und beförderte gemeinsam mit Schwestergesellschaften mit eigenen, gemieteten und gecharterten motorisierten und nicht motorisierten Einheiten trockene und flüssige Massengüter auf den europäischen Binnengewässern, insbesondere in Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und den Main-Donau-Anliegerstaaten. Weitere Aktivitäten wurden in Paraguay mit einer Schubbootflotte auf den dortigen Binnengewässern durchgeführt. Auch diese Aktivitäten wurden mit Vertrag vom 16. April 2021 veräußert. Damit zieht sich der ILI-Konzern vollständig aus der Binnenschifffahrt zurück. Über die bisherige Business Unit Shipping wird damit zukünftig nicht mehr berichtet. Der Bereich Road & Rail umfasst vielfältige Transportdienstleistungen mit Konzentration auf die Anforderungen unserer Kunden aus den Bereichen Automotive, Stahl und Chemie. Zudem werden auch Tanktransporte, die ein entsprechendes Equipment verlangen, durchgeführt. Es sind rund 600 eigene Zugmaschinen, 1.200 eigene Auflieger und rund 400 eigene Tankcontainer im Einsatz. Darüber hinaus wird eine Vielzahl von Subunternehmern einbezogen. Als weiteres Tätigkeitsgebiet haben wir uns seit 2020 die neue Seidenstraße erschlossen - der Duisburger Hafen ist einer der End- bzw. Anfangspunkte eines der größten Infrastrukturprojekte der chinesischen Regierung, nämlich Transporte auf dem Schienenweg nach Europa durchzuführen. Aufgrund stark gestiegener Preise für Schiffspassagen und Container auf den Seerouten hat sich die Schienenverbindung zu einer echten Alternative mit starken Wachstumsraten entwickelt. Hiervon wollen wir auch in den kommenden Jahren mit unseren Services profitieren und dieses Geschäft kontinuierlich ausbauen. Im Bereich Express Freight ist der ILI-Konzern mit den deutschen Aktivitäten Teil des größten Express-Netzwerks in Westeuropa für palettierte Fracht. Der im Aufbau befindliche Bereich Air & Ocean ist auf dem Gebiet der Luft- und Seefrachtspedition tätig und erbringt Dienstleistungen rund um die Organisation von Luft- und Seefrachtsendungen für unsere Kunden einschließlich der Abwicklung von Zollaktivitäten. Im Geschäftsbereich Logistics sind die Business Units in den folgenden Bereichen tätig: Der Bereich Automotive bietet für namhafte europäische Automobilhersteller und Automobilzulieferer kundenorientierte Logistikdienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette an. Zum Leistungsspektrum gehören vor allem Dienstleistungen wie Lagerlogistik, Vormontage, Ersatzteillogistik, Just-intime- und Just-in-sequence-Belieferung von Montage- und Produktionslinien. Der Bereich Industrial bietet vor allem für Kunden aus der Stahlindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau kundenorientierte Dienstleistungen an. Diese umfassen leistungsfähige Logistikbausteine für die Produktionsversorgung und -entsorgung. Die produzierten Güter werden dem gewünschten Lager- oder Distributionskonzept zugeführt. Das Leistungsspektrum umfasst ferner auch Qualitätsprüfung, Verpackung und sonstige Nebenleistungen. Im Bereich Consumer werden Dienstleistungen gebündelt, die auf den Gebieten der Steuerung von Waren- und Informationsströmen, der Optimierung der Versorgung von Kunden mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren durch intelligente Beschaffungslogistik und Importlogistik für den Handels- und Konsumgütersektor erbracht werden. Der Bereich Chemicals bietet Transport- und Logistikdienstleistungen für Kunden der chemischen Industrie an und kann als Full-Service-Dienstleister auf ein Netzwerk von eigenen und gemieteten Gefahrgutlägern zurückgreifen. Zusätzlich zu diesen Geschäftsfeldern werden in geringem Umfang innerhalb des ILI-Konzerns weitere ergänzende Dienstleistungen erbracht wie z.B. Versicherungsmaklerei und das Management externer Firmenwagenflotten. Die bedeutendsten Kunden des ILI-Konzerns sind vor allem große, namhafte Unternehmen aus den Bereichen Automobilherstellung, Chemie, Maschinenbau und Stahlerzeugung. Der Geschäftsverlauf und die Profitabilität unserer Geschäftsmodelle ist dabei insbesondere im Geschäftsbereich Logistics an die Branchenentwicklung in den zuvor genannten Nachfrageindustrien gekoppelt. Zudem wirkt sich auch regelmäßig die Verfügbarkeit von Ressourcen im europäischen Speditionsgeschäft auf die Ertragslage aus. Neben den bezogenen Transportleistungen insbesondere im Bereich Road & Rail haben vor allem die Personalkosten im Geschäftsbereich Logistics einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des ILI-Konzerns. Schwerpunkt unserer Leistungserbringung liegt unverändert in Deutschland. Daneben erwirtschaftet der ILI-Konzern aber auch im europäischen Ausland und hier vor allem in den Benelux-Staaten, Polen, Ungarn sowie Großbritannien und Schweden wesentliche Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse außerhalb von Europa sind vor allem im Geschäftsbereich Logistics in China gekennzeichnet und haben bisher keinen wesentlichen Anteil am Konzernumsatz. Die Vermögenslage ist geprägt durch die eigenen und gemieteten Lagerkapazitäten sowie die technischen Anlagen und Lagermaterialen zur Erbringung unserer Leistungen. Der Verkauf der europäischen Shipping-Aktivitäten mit Wirkung zum 31. Juli 2020 hat sich vor allem auf die Vermögenslage des ILI-Konzerns sowie die Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ausgewirkt. Mit dem Verkauf des kapitalintensiven Geschäfts reduzierten sich insbesondere die unter dem Anlagevermögen ausgewiesenen Transportmittel sowie Nutzungsrechte um Mio. EUR 54,6 bzw. Mio. EUR 27,8. Daneben sind auch die Geschäfts- und Firmenwerte der Business Unit (Mio. EUR 77,5) abgegangen. Für die europäischen Schifffahrtaktivitäten wurden im letzten Geschäftsjahr vor der Veräußerung Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 213,0 und ein negatives operatives Ergebnis von Mio. EUR 9,5 erzielt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden lediglich noch Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 14,6 und ein negatives operatives Ergebnis von Mio. EUR 0,3 erwirtschaftet. Mit Wirkung zum 16. April 2021 wurden im Rahmen eines Asset-Deals motorisierte und nicht motorisierte Binnenschiffe, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen an Schwestergesellschaften aus der Imperial Logistics-Gruppe vermietet waren, an die Gesellschaft Hidrovias do Brasil S.A., einem unabhängigen Logistikdienstleister mit Fokussierung auf Binnenschifffahrtslogistik in Südamerika, veräußert. Damit lösen wir uns vollständig von unseren Shipping-Aktivitäten und haben den Weg der Konsolidierung unserer Geschäftsmodelle abgeschlossen. Die Transaktion hatte zur Folge, dass u.a. bilanzierte Leasingforderungen mitveräußert wurden und sich die Höhe der Finanzierungsleasingforderungen zum Bilanzstichtag 30. Juni 2021 um Mio. EUR 107,7 verringerten. Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2021 den ILI-Konzern anhand der folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert:
Die ILI B.V. & Co. KG ist als Muttergesellschaft des ILI-Konzerns vor allem von den Dividenden und der Ergebnisabführung der deutschen operativen Gesellschaften des Konzerns abhängig. Für die Muttergesellschaft ist daher die Vereinnahmung von Erträgen aus ihren direkten und indirekten Beteiligungen von Bedeutung, mit dem Ziel über einen positiven Jahresüberschuss entsprechendes Ausschüttungspotential für die Anteilseigner zu generieren. Daher ist die Höhe des handelsrechtlichen Jahresergebnisses der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator der Muttergesellschaft. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren unterstützen das Management bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Nicht finanzielle-Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Demnach sind im ILI-Konzern und der ILI B.V. & Co. KG keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren vorhanden, die für die Geschäftstätigkeit des Konzernes von wesentlicher Bedeutung sind. 3. Wirtschaftsbericht3.1 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDer Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 und die Umsetzung weitreichender Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie fast überall auf der Welt haben sich massiv auf die globale Konjunktur ausgewirkt und die Weltwirtschaft im Kalenderjahr 2020 in eine historische Rezession gestürzt. Weitreichende geld- und finanzpolitische Maßnahmen zur Abfederung der Pandemie-Folgen haben jedoch dafür gesorgt, dass die Produktionstätigkeit wieder auflebte und das Vertrauen der Konsumenten und Unternehmen langsam zurückgekehrt ist. Dies hat im dritten Quartal des Kalenderjahres 2020 zu einem Ende der Rezession geführt. Die Weltproduktion hat im dritten Quartal um fast 9% zugenommen und konnte damit einen Großteil der Produktionsverluste in der ersten Jahreshälfte 2020 ausgleichen. Trotz der erneut steigenden Zahl an Neuinfektionen von an COVID-19 erkrankten Menschen und den wieder verschärften Eindämmungsmaßnahmen in vielen Ländern konnten auch im vierten Quartal 2020 die weltwirtschaftlichen Aktivitäten weiter zulegen. Insgesamt ergibt sich für das Kalenderjahr 2020 ein Rückgang der Weltproduktion um 3,3% und damit der stärkste Einbruch der Weltwirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg. Allerdings ist der Einbruch auf Jahressicht damit deutlich geringer ausgefallen als von den meisten Experten zunächst befürchtet. Es zeigt sich jedoch, dass sich das Ausmaß der Konjunkturerholung zwischen den Ländern stark unterscheidet: Während die chinesische Volkswirtschaft einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal gegenüber dem vierten Quartal 2019 verzeichnet, lag das BIP in der Eurozone rund 5%, in Großbritannien rund 7,8% unter dem Schlussquartal 2019. Auch im ersten Quartal 2021 konnte die Weltproduktion um 0,8% zulegen, allerdings deutlich gebremst durch Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie bei steigenden Infektionszahlen in vielen Ländern (Kieler Konjunkturberichte, www.ifw-kiel.de). Auch im zweiten Quartal 2021 erhöhte sich das BIP der G7-Staaten um 1,6% gegenüber dem Vorquartal, allerdings mit einer sehr unterschiedlichen Dynamik in den einzelnen Ländern. Während in Großbritannien ein Anstieg von 4,8% zu verzeichnen ist, beträgt das Plus in Kanada lediglich 0,6%. Insgesamt bleibt damit auch das BIP unterhalb des Levels vor Ausbruch der Corona-Pandemie (Quelle: OECD, "GDP Growth - Second quarter of 2021"). Im ersten Quartal 2021 ist aufgrund der bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und dem Beginn der dritten Pandemiewelle das BIP in der Eurozone um 0,6% gesunken (Eurostat, Euroindikatoren, 53/2021). Das zweite Quartal 2021 ist vor allem durch das Fortschreiten der Impfkampagnen und weitergehende Öffnungsschritte in den Ländern der Eurozone gekennzeichnet. Die Wirtschaft im Euroraum nähert sich wieder dem Vorkrisenniveau und lag bei der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal noch 2,5% unter dem Vorkrisenniveau. Auch hier zeigen sich sehr unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Ländern. Während Spanien mit 6,8% noch am weitesten vom Vorkrisenniveau entfernt war, bewegen sich Länder wie Finnland oder Griechenland bereits wieder über dem Niveau aus Q4/2019 (Kieler Konjunkturberichte, www.ifw-kiel.de). Die konjunkturelle Erholung in Deutschland im zweiten Halbjahr 2020 war geprägt von einer starken Erholung im Sommer und einer wieder abnehmenden wirtschaftlichen Dynamik im Schlussquartal 2020. Hier wirkte sich die zweite Pandemiewelle und die daraufhin vorgenommenen Maßnahmen zur Eindämmung negativ aus und führten lediglich zu einem Wirtschaftswachstum von 0,3% gegenüber einem Anstieg im dritten Quartal von 8,5%. Besonders drastisch war der Swing im Exportgeschäft, das nach einem Minus von 13,3% in der ersten Jahreshälfte 2020 einen Anstieg von 6,9% in den restlichen sechs Monaten des Kalenderjahres verzeichnete. Für das Gesamtjahr 2020 ergibt sich damit ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 4,9% gegenüber dem Jahr 2019. Das erste Quartal 2021 war durch einen nahezu durchgängigen Shutdown in Deutschland geprägt und wirkte sich damit insbesondere negativ auf die konsumnahen Dienstleistungsbereiche aus. Die Wirtschaftsleistung (BIP) verringerte sich damit gegenüber dem Vorquartal um 1,8% (Quelle: Kieler Konjunkturberichte Nr. 80, www.ifw-kiel.de). Auch in Deutschland zeigten sich im zweiten Quartal 2021 die Erfolge der Impfkampagne, die zur Rücknahme zahlreicher Einschränkungen führte. Das BIP erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um 1,6%. Allerdings blieb die bisherige Entwicklung im Jahr 2021 damit hinter den Erwartungen zurück - es wurde mit einer stärkeren Erholung gerechnet. Dies ist ein Indikator dafür, dass die Pandemie und ihre Folgen sich noch stärker auf die ökonomischen Aktivitäten auswirken (Quelle: Kieler Konjunkturberichte Nr. 83, www.ifw-kiel.de). 3.2 Branchenbezogene RahmenbedingungenFür den weltweiten Logistikmarkt rechneten die Analysten von Transport Intelligence mit einem Umsatzrückgang von rund 12% auf Billionen EUR 5,275 im Kalenderjahr 2020. Auch die Kontraktlogistik musste aufgrund der Schließung von Produktionsstätten und vielen stationären Geschäften einen Rückgang von rund 4% im Vergleich zu 2019 hinnehmen. Die Verträge für Logistikdienstleistungen litten in der ersten Jahreshälfte 2020 erheblich unter den Lockdown-Maßnahmen als Folge der COVID-19-Pandemie. Insbesondere Europa war der am stärksten von der COVID-19-Pandemie betroffene Logistikmarkt und musste im Bereich der Kontraktlogistik einen Rückgang von rund 5,9% verzeichnen (Quelle: www.trans.info/de). Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung war die Automobilindustrie, die eines der wichtigsten Segmente in der Kontraktlogistik darstellt. Nach Schätzungen des Verbandes der europäischen Automobilhersteller ACEA (European Automobile Manufacturers Association) kann man sogar von einem 25%igen Rückgang der Autoverkäufe in Europa ausgehen. Profitieren hingegen konnte der E-Commerce-Sektor von der Pandemie, der in der EU im Jahr 2020 um rund 25% zulegte (Quelle: Eurostat). In der ersten Jahreshälfte 2021 wirkte sich die weitere globale wirtschaftliche Erholung auch auf den Logistikmarkt positiv aus. Im ersten Quartal war ein Wachstum im Transport- und Logistiksektor von 6% gegenüber Q4/2020 zu verzeichnen. Vor allem das Auftragsvolumen legte noch deutlich kräftiger zu und erreichte einen Anstieg von 16,9% gegenüber dem Vorquartal (Quelle: www.loginfo24.com). Der europäische Markt für Straßengüterverkehr wurde insbesondere vom ersten Lockdown 2020 stark getroffen. Auch hier führte die Schließung von Produktionsstätten und des stationären Handels sowie die Beschränkungen im grenzüberschreitenden Warenverkehr zu einem deutlichen Einbruch, der auch in der zweiten Jahreshälfte nicht aufgeholt werden konnte. Laut dem Branchendienst Transport Intelligence schrumpfte der Markt um rund 6% gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland ist der Umsatz der Logistikbranche im Kalenderjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr von Mrd. EUR 279 auf Mrd. EUR 265 (vorläufige Zahlen) zurückgegangen. Gemäß der Bundesvereinigung Logistik wäre der Umsatz ohne die Corona-Krise gestiegen. Das Kalenderjahr 2021 hat hingegen mit deutlichen Umsatzzuwächsen begonnen. Bereits im ersten Quartal des Jahres 2021 konnte im Bereich Verkehr und Lagerei nach den Umsatzeinbrüchen als Folge der Corona-Pandemie das Vorkrisenniveau erreicht werden. Das Umsatzplus gegenüber dem Vorquartal betrug 3,7%. Auch das zweite Quartal 2021 war für den Bereich Verkehr und Lagerei mit den höchsten Umsatzzuwächsen aller Dienstleistungssegmente gekennzeichnet. Gegenüber dem Vorquartal ist ein Anstieg des Umsatzindexes von 4,6% zu verzeichnen. Treiber war vor allem der boomende Onlinehandel (Quelle: DVZ; Artikel "Sektor Verkehr und Lagerei mit hohem Umsatzplus" vom 21. September 2021). 3.3 GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2021 war - wie bereits die letzten Monate des Geschäftsjahres 2020 - von einer hohen Unsicherheit bedingt durch die Folgen der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Unsere Herausforderungen lagen insbesondere in der Reaktion auf die teilweise sehr kurzfristigen Anforderungen an die Verfügbarkeit und Erbringung unserer Leistungen in den Bereichen Freight und Logistics. Dabei galt es Pandemie-bedingte Ausfälle in unserer Belegschaft an den Standorten zu vermeiden und die Gesundheit und Sicherheit unserer gesamten Mitarbeiterschaft sicherzustellen. Nach Zustimmung der Behörden im Land NRW konnte mit Wirkung zum 31. Juli 2020 der europäische Geschäftsteil der Binnenschifffahrtsaktivitäten veräußert werden. Kurz vor dem Geschäftsjahresende konnten wir dann den Rückzug aus den Binnenschifffahrtsaktivitäten mit dem Verkauf des übrigen Geschäftsbereichs in Südamerika abschließen. Damit haben wir einen wesentlichen Meilenstein unserer langfristigen Strategie umgesetzt und konzentrieren uns auf die verbliebenen Aktivitäten und den Ausbau neuer Wachstumsfelder. Hier konnten wir einen gelungenen Einstieg in den Bereich der Luft- und Seefrachtspedition mit unserer neuen Business Unit Air & Ocean erreichen, die erste Umsätze und Ergebnisbeiträge geliefert hat. Die Bedeutung des Logistikstandortes Duisburg, dem Firmensitz der ILI B.V. & Co. KG, zeigte sich als End- und Startpunkt der sog. neuen "Seidenstraße", die eine Alternative zu den etablierten Seerouten für den internationalen Warenverkehr auf der Schiene zwischen Asien und Europa darstellt. Hier haben wir entsprechende Angebote für unsere bestehenden und neuen Kunden aufgenommen, die es gilt in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln. Nach einem deutlichen Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal des Kalenderjahres 2020 war der Geschäftsjahresbeginn 2021 für den ILI-Konzern vor allem durch einen starken Erholungseffekt mit einem deutlichen Wirtschaftsaufschwung und entsprechenden Nachholeffekten geprägt. Auch die zweite Geschäftsjahreshälfte 2021 war durch eine konjunkturelle Erholung im Frühjahr 2021 in den für uns bedeutsamen Schlüsselbranchen Automobil, Stahl und Chemie begünstigt. Eine gute operative Leistung unserer Standorte des Geschäftsbereichs Logistics in Europa rundet dieses Bild ab. Im Geschäftsbereich Freight haben wir bei den Road-Aktivitäten, also den Transportleistungen im Liquid- und General Cargo-Bereich, von unseren Kapazitäten an eigenen Berufskraftfahrerinnen und -fahrern sowie Zugmaschinen und Aufliegern profitiert: In Zeiten zunehmenden Fahrermangels in mehreren Ländern Zentral-Europas verzeichnen wir konjunkturbedingte Nachfragespitzen nach unseren Kapazitäten mit positiven Auswirkungen auf die Leistungsentgelte. Negativ wirkten sich jedoch in der zweiten Geschäftsjahreshälfte Produktionsausfälle unserer Kunden im Automotivbereich aufgrund von Versorgungsengpässen von Halbleitern aus, die auch unser Geschäft sowohl in der Business Unit Automotive als auch im Road-Bereich unmittelbar beeinflusst haben. Neben den Mittelzuflüssen aus dem Verkauf der Shipping-Aktivitäten ist es weiterhin unsere operative Leistung und der stabile operative Cashflow aus unserer Geschäftstätigkeit, der im Geschäftsjahr 2021 überzeugen konnte und uns jederzeit unter Berücksichtigung der kurzfristigen Geldanlagen bei Schwestergesellschaften aus der Imperial Logistics-Gruppe die notwendigen Spielräume zur Weiterentwicklung unserer Geschäftstätigkeit gebracht hat. Mit unserer Initiative "go greener" haben wir zudem einen Teil unserer Zugmaschinen in Großbritannien auf den umweltfreundlichen Flüssiggasbetrieb umgestellt. Damit verbunden waren Investitionen in die Tankstelleninfrastruktur. 3.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des ILI-Konzerns3.4.1 ErtragslageDie Ertragslage des ILI-Konzerns ist im Berichtsjahr beeinflusst durch den Verkauf der Shipping-Aktivitäten. Die europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten wurden mit Wirkung zum 31. Juli 2020 veräußert und bereits im Abschluss zum 30. Juni 2020 als nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten ausgewiesen (siehe hierzu die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung). In der nachfolgenden Analyse der Ertragslage wird daher von den fortgeführten Geschäftsbereichen ausgegangen und die Ergebnisse der Veräußerung der Shipping-Aktivtäten dargestellt. Mit einem Umsatz von Mio. EUR 14,6 und einem negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von Mio. EUR 5,9 trugen die europäischen Binnenschifffahrtsaktivtäten zur Ertragslage vom Monat Juli 2020 bis zur Veräußerung am 31. Juli 2021 bei. Der Umsatz und weitere Ergebnisgrößen aus der fortgeführten Geschäftstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:
Der Konzernumsatz erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 27,7 auf Mio. EUR 673,9. In den einzelnen Business Units der beiden Geschäftsbereiche sind die Entwicklungen insgesamt sehr unterschiedlich und weiterhin von den Folgewirkungen der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Die nachfolgende Beschreibung der Entwicklung in den Geschäftsbereichen Logistics und Freight berücksichtigt die Darstellung der Umsatzerlöse vor der Eliminierung von Aufwendungen und Erträgen zwischen den beiden Geschäftsbereichen. Mit dem vollständigen Rückzug aus den Binnenschifffahrtsaktivitäten im April 2021 ist der Geschäftsbereich Freight vor allem durch die Entwicklung der Business Unit Road im Geschäftsjahr 2021 gekennzeichnet. Rückläufig entwickelten sich die Umsätze im Bereich General Cargo. Im Bereich Liquid Cargo war ebenfalls ein Umsatzrückgang zu verzeichnen, wobei hier die Nachfrage und vor allem das Spot-Geschäft in der zweiten Geschäftsjahreshälfte deutlich anzogen und somit zumindest zu einer zufriedenstellenden Gesamtentwicklung geführt haben. Im Bereich General Cargo hingegen haben Produktionsausfälle an den Standorten unserer Kunden in der Automobilindustrie zu einem Nachfrage- und Umsatzrückgang in diesem Kundensegment geführt. Der Bereich Road Management entwickelte sich auch aufgrund von Neukundengeschäft positiv. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2021 von einer Zurückhaltung der Kunden bei Ausschreibungen gekennzeichnet und es ergaben sich entgegen unserer Erwartungen nur wenige Möglichkeiten Neukundengeschäft zu generieren. Unser Anteil an den deutschen Aktivtäten am größten Netzwerk für palettierte Fracht in Europa konnte die Erwartungen angesichts des schwierigen Marktumfeldes erfüllen; die Umsatzerlöse stagnierten auf Vorjahresniveau und der Abschluss neuer Allianzen mit anderen Netzwerken lässt nach der Pandemie weiteres Wachstum erwarten. Pandemiebedingte Verzögerungen beim Aufbau der Aktivitäten in der neuen Business Unit Air & Ocean haben dazu geführt, dass die Umsatzbeiträge im Berichtsjahr geringer ausgefallen sind, als erwartet wurde. Dennoch ist dieser Bereich im Wesentlichen für den Anstieg der Umsatzerlöse des gesamten Geschäftsbereichs Freight gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 10,8 auf Mio. EUR 234,6 verantwortlich. Im Geschäftsbereich Logistics profitierten wir insbesondere im Kalenderjahr 2021 von einer spürbaren Erholung und deutlichen Wachstumssignalen in den Branchen Automotive, Stahl und Chemie. Neben wesentlichem Neukundengeschäft bzw. Erweiterung unserer Logistikdienstleistungen bei Bestandskunden in der Automobilindustrie war es vor allem die hohe Nachfrage nach Lagerkapazitäten im Bereich Chemicals, die insgesamt zu einem Umsatz über unseren Erwartungen für das Geschäftsjahr 2021 geführt haben. Negativ auf den Umsatz wirkten sich in der Business Unit Automotive - wie bereits unter Punkt 3.3 beschrieben - die Produktionsausfälle bei unseren Kunden aus, die sich aus Lieferengpässen bei Halbleitern ergeben haben. Die Business Unit Consumer ist die weiterhin am stärksten von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffene Business Unit; die Schließungen im Einzelhandel haben hier unmittelbaren Einfluss auf die Nachfrage nach unseren Leistungen und den Umsatz während des gesamten Geschäftsjahres. Innerhalb der Business Unit Industrial hat die schwache Nachfrage im Bereich Steel Logistik sowie die Schließung von Standorten zu einem deutlichen Umsatzrückgang geführt. Hingegen entwickelte sich der Umsatz im Bereich Machinery & Equipment aufgrund Neukundengeschäft und einer stabilen Nachfrage unserer Bestandskunden positiv. Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Logistics um 5,2% auf Mio. EUR 440,5 angestiegen. Aus den sonstigen geschäftlichen Aktivitäten, die sich aus unserem Geschäft des Flottenmanagements für Fahrzeuge und unserem Geschäft als Versicherungsmakler zusammensetzen, realisierten wir Umsätze in Höhe von Mio. EUR 3,6 und damit auf Vorjahresniveau. Die betrieblichen Aufwendungen (Mio. EUR 664,3; Vorjahr: Mio. EUR 604,4) aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten sind um 9,9% gestiegen. Der darin enthaltene Personalaufwand erhöhte sich um 6,2% auf Mio. EUR 264,4; der Anstieg steht im Zusammenhang mit der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (+5,5%) sowie höheren Aufwendungen für variable Gehaltszahlungen. Der Materialaufwand ist aufgrund der über das Gesamtjahr betrachteten gesunkenen Speditions- und sonstigen Frachtkosten um 6,2% auf Mio. EUR 222,6 zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hingegen um 44,8% auf Mio. EUR 186,1 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Buchverluste aus dem Verkauf unseres Shipping-Business in Paraguay zurückzuführen. Wir verweisen auf die nachfolgenden Ausführungen zum Operating Profit. Die planmäßigen Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens einschließlich der Nutzungsrechte an Vermögenswerten haben sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,8 auf Mio. EUR 61,0 verringert - hier machten sich insbesondere geringere Abschreibungen auf Nutzungsrechte bemerkbar, die um Mio. EUR 1,0 zurückgegangen sind. Die Wertberichtungen des Vorjahres (Mio. EUR 12,1) umfassten vor allem aktivierte Software sowie ein Nutzungsrecht für eine Immobilie. Auch im Berichtsjahr wurde für einen Standort ein Nutzungsrecht wertberichtigt (Mio. EUR 1,5), da sich hier die Einschätzung hinsichtlich der Ergebnissituation deutlich verschlechtert hat. Bedingt durch den Verkauf der internationalen Shipping-Aktivitäten in Paraguay und der damit im Zusammenhang stehenden Beendigung von Finanzierungsleasingverträgen sind die Zinserträge gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 2,4 zurückgegangen. Gleichzeitig wurde auch ein in USD geführtes Darlehen zurückgezahlt, das zu einem Rückgang der Zinsaufwendungen um Mio. EUR 0,8 im Berichtsjahr geführt hat. Insgesamt ist das im Vorjahr noch positive Finanzergebnis von Mio. EUR 1,6 um Mio. EUR 1,9 zurückgegangen. Die Ertragsteuern sind im Berichtsjahr vor allem durch die Bildung von aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge im deutschen Organkreis gekennzeichnet. Während sich aufgrund der Ergebnissituation im ILI-Konzern kein nennenswerter laufender Steueraufwand ergeben hat, ist bei den latenten Steuern ein Ertrag in Höhe von Mio. EUR 5,1 zu verzeichnen. Vor allem die Bildung latenter Steuern auf die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge in Höhe von Mio. EUR 4,7 machte sich hier bemerkbar. Im Sonstigen Ergebnis des ILI-Konzerns wurden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Einheiten (Mio. EUR 0,1; Vorjahr: Mio. EUR 3,0) sowie Effekte aus der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen (Mio. EUR 1,4; Vorjahr: Aufwendungen aus versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von Mio. EUR 1,4) einschließlich darauf zu bildender latenter Steuern erfasst. Der Operating Profit als bedeutsamster Leistungsindikator des ILI-Konzerns leitet sich aus unserem operativen Ergebnis wie folgt ab:
Insbesondere nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus dem Verkauf unserer Schifffahrtsaktivtäten haben sowohl das Vorjahr als auch die aktuelle Berichtsperiode beeinflusst. Mit dem vollständigen Rückzug aus dem Binnenschifffahrtsgeschäft zum Ende des Geschäftsjahres 2021 werden keine weiteren negativen Ergebniseffekte mehr erwartet. Die Wertberichtigungen beziehen sich vor allem auf Nutzungsrechte; die übrigen Aufwendungen stellen eine Nettogröße dar und beinhalten neben den Aufwendungen für die Währungsumrechnung auch in einem geringen Umfang Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen. 3.4.2 VermögenslageAuch die Vermögenslage des ILI-Konzerns ist im Berichtsjahr vor allem beeinflusst durch die Veräußerung der europäischen Shipping-Aktivitäten im Juli 2020. Das insgesamt anlagenintensive Geschäft bestehend aus motorisierten und nicht motorisierten Einheiten wurde im Geschäftsjahr als nicht fortzuführendes Geschäft bewertet und entsprechend ausgewiesen. Mit Wirkung zum 31. Juli 2020 wurden Vermögenswerte mit einem Buchwert von Mio. EUR 215,1 (30. Juni 2020: Mio. EUR 198,8) veräußert. Vor allem die Nutzungsrechte aus Mietverträgen über bewegliches und unbewegliches Vermögen sind aufgrund der weiteren Abschreibung der Nutzungerechte und einer nur geringen Anzahl neu abgeschlossener oder verlängerter Verträge, die zu einer wertmäßigen Erhöhung geführt haben, um insgesamt Mio. EUR 8,1 auf Mio. EUR 117,6 zurückgegangen. Entsprechend haben sich die weiteren Tilgungszahlungen unserer Finanzverbindlichkeiten aus dem Leasingverhältnis um Mio. EUR 7,7 reduziert. Eine insgesamt eher zurückhaltende Investitionspolitik sowie die Überprüfung unserer Investitionsvorhaben aufgrund bestehender Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Folgewirkungen der Corona-Pandemie haben lediglich zu Zugängen im Anlagevermögen von Mio. EUR 8,1 geführt. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR 15,2 sowie weiterer Effekte hat sich der Buchwert des Anlagevermögens um Mio. EUR 9,1 verringert. Weiterhin hat der Verkauf des Shipping-Geschäfts in Paraguay im April 2021 zu einer Ausbuchung der Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen geführt, da mit dem Verkauf des Geschäfts die zuvor an nahestehende Unternehmen langfristig vermieteten Schiffe veräußert wurden. Dies führte zu einem weiteren Rückgang der langfristigen Vermögenswerte um Mio. EUR 105,5. Die Vorräte konnten aufgrund von Optimierungen in unserem Bestandsmanagement um Mio. EUR 1,9 auf Mio. EUR 6,4 vermindert werden. Die finanziellen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen aus der Imperial Logistics-Gruppe ergeben sich - wie bereits im Vorjahr - aus den kurzfristigen Finanzforderungen, die sich im Berichtsjahr entsprechend der Summe der Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit und der Investitionstätigkeit um Mio. EUR 100,3 erhöht haben. Einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Finanzforderungen hatten dabei die vereinnahmten Kaufpreiszahlungen für den Verkauf unserer Shipping-Aktivitäten in Europa und Paraguay. Diese wurden im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen und zur Gesamtsteuerung der Finanzierung innerhalb der Imperial Logistics-Gruppe bei nahestehenden Unternehmen angelegt, die damit im Wesentlichen Konzernfremdfinanzierungen zurückgeführt haben. Durch den Verkauf unserer Aktivitäten in der europäischen Binnenschifffahrt sind die im Vorjahr als Veräußerungsgruppe klassifizierten Vermögenswerte (Mio. EUR 209,6) sowie die im Zusammenhang stehenden Schulden (Mio. EUR 90,4) mit Wirkung zum 31. Juli 2020 vollständig abgegangen. Unter Berücksichtigung des Gesamtergebnisses des Geschäftsjahres verringerte sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 52,4. Aufgrund des stärkeren Rückgangs der Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 30,9% auf 33,7% gesteigert werden. Die Pensionsverpflichtungen reduzierten sich aufgrund der Änderung des Diskontierungszinssatzes für die Bewertung der Verpflichtungen zum Geschäftsjahresende um Mio. EUR 3,6. Dabei wurden Bewertungseffekte in Höhe von Mio. EUR 2,6 als Erhöhung des Eigenkapitals im sonstigen Ergebnis der Gesellschaft erfasst. Der Anstieg der Sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 11,4 ist vor allem auf Garantieverpflichtungen im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen zurückzuführen. Dagegen ist die Drohverlustrückstellung im Zusammenhang mit Kundenverträgen wieder zurückgegangen. Unter Berücksichtigung der zum Stichtag im Rahmen einer bestehenden Factoringvereinbarung veräußerten kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich zum Stichtag 30. Juni 2021 gegenüber dem Vorjahr folgendes Bild:
Der Anstieg der Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist nach einem infolge der Corona-Pandemie schwachen Schlussquartal 2020 auf die Ausweitung unserer Geschäftsaktivtäten zurückzuführen. Trotz der ergriffenen Maßnahmen zur Optimierung des Working Capital verschlechterte sich das Working Capital um Mio. EUR 5,9 auf Mio. EUR 36,4. Durch den Verkauf der internationalen Shipping-Aktivitäten wurde eine in diesem Zusammenhang stehende langfristige USD-Darlehensverbindlichkeit gegenüber nahestehenden Unternehmen aus der Imperial-Mobility-Gruppe in Höhe von Mio. USD 109,7 vollständig getilgt und ist im Wesentlichen für den Rückgang der Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag verantwortlich. 3.4.3 FinanzlageTrotz des negativen Konzernjahresergebnisses, das vor allem durch nicht liquiditätswirksame Buchverluste im Zusammenhang mit Anlagenabgängen gekennzeichnet ist, ist der operative Cashflow im Geschäftsjahr 2021 mit Mio. EUR 32,9 weiterhin positiv. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit berücksichtigt insbesondere die Einzahlungen aus den verkauften Shipping-Aktivitäten in Europa und Südamerika, die zu einem Nettocashflow in Höhe von Mio. EUR 171,3 geführt haben. Dem stehen Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von Mio. EUR 9,0 gegenüber. Insgesamt ist das Geschäftsjahr von einer geringen Investitionstätigkeit und einem Rückgang der Auszahlungen für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten des Anlagevermögens gekennzeichnet. Die Geldanlagen auf den Zahlungsverrechnungskonten der IMF führten zu Auszahlungen in Höhe von Mio. EUR 100,3. Der Finanzierungscashflow zeigt insbesondere die Rückzahlung von Darlehen, die von nahestehenden Unternehmen in USD gewährt wurden und zu einer Auszahlung in Höhe von Mio. EUR 76,5 führen. Die Auszahlungen für Leasingverpflichtungen sind aufgrund des geringeren Verpflichtungsumfangs mit Mio. EUR 44,9 deutlich niedriger als im Vorjahr (Mio. EUR 56,4). Insgesamt ist der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit mit Mio. EUR 118,8 negativ. Der Finanzmittelfonds, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, verringerte sich um Mio. EUR 6,5 auf Mio. EUR 8,5. Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit und unseres weiteren Wachstums, sowohl organisch als auch durch mögliche Zukäufe, stehen dem ILI-Konzern innerhalb des Konzernverbunds mit der IMI BV ausreichend Kreditlinien aus der europäischen Finanzierungsfazilität zur Verfügung, die bei Bedarf kurzfristig abgerufen werden können. Aufgrund der zum Bilanzstichtag bestehenden, nicht genutzten Kreditlinien bei nahestehenden Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 401,6 kann der ILI-Konzern über die Muttergesellschaft kurzfristig auf ausreichend finanzielle Mittel zugreifen. Für die bestehenden kurzfristigen finanziellen Forderungen gegen verbundene Unternehmen stehen ausreichende ungenutzte externe Kreditlinien bei diesen Unternehmen zur Verfügung, die eine jederzeitige Bedienung dieser Forderungen sicherstellen und die bis Oktober 2023 zugesagt sind. Unabhängig von der zuvor genannten Finanzierung innerhalb des Konzernverbunds mit der Imperial Mobility-Gruppe stehen der ILI B.V. & Co. KG als Muttergesellschaft des ILI-Konzerns eigene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 20,8 mit einer Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag von Mio. EUR 3,8 zur Verfügung, die bei Bedarf gezogen und durch die ILI B.V. & Co. KG an die operativ tätigen Tochtergesellschaften über bestehende Cash-Pooling-Vereinbarungen weitergereicht werden können. Die halbjährlich überprüften Covenants auf Ebene der obersten Muttergesellschaft waren zum 30. Juni 2021 eingehalten. Im Zusammenhang mit einer bestehenden Vereinbarung über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig Forderungen veräußert und damit ausgebucht. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen mit einem Nominalvolumen in Höhe von Mio. EUR 49,2 veräußert worden. 3.5 Zielerreichung der PrognoseIn einem von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägten konjunkturellen Umfeld blieb die Entwicklung unserer zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 gesetzten Ziele für die Kernsteuerungsgrößen Umsatzerlöse und Operating Profit zunächst hinter unseren Erwartungen zurück. Insbesondere bei den Umsatzerlösen zeigten sich die Auswirkungen von Verzögerungen bei der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und die Verschiebung von Projekten mit unseren Kunden. Die zweite Geschäftsjahreshälfte war weiterhin von den Folgewirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst; in den für uns wesentlichen Kundensegmenten zeigte sich dies vor allem durch eine schwankende Nachfrage nach unseren Dienstleistungen. Zudem ist das operative Ergebnis durch die einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des internationalen Binnenschifffahrtsgeschäfts gekennzeichnet (Wir verweisen auf die Ausführungen unter Punkt 3.4.1). Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2021 im Vorjahr berücksichtigte auch die nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten und damit die europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten, die aber bereits zum 31. Juli 2020 veräußert wurden. Weiterhin sind wir nicht davon ausgegangen, dass wir unsere internationalen Binnenschifffahrtsaktivitäten im Geschäftsjahr 2021 veräußern können. Mit Wirkung zum 16. April 2021 konnten wir uns auch von diesem Geschäft trennen, womit uns für die letzten Monate des Geschäftsjahres die Umsatz- und Ergebniseffekte fehlen. Weiterhin konnten wir unsere Wachstumsziele insbesondere im Bereich Air & Ocean nicht vollständig umsetzen, sodass wir insbesondere beim Umsatz unser Ziel deutlich verfehlt haben. Insgesamt konnten wir aufgrund der hohen Kostendisziplin im administrativen und operativen Bereich unsere Ziele beim Operating Profit übertreffen.
3.6 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen EntwicklungDas Geschäftsjahr 2021 war für den ILI-Konzern durch den eingeschlagenen Weg der Veräußerung unserer europäischen und internationalen Shipping-Aktivitäten und der COVID-19-Pandemie sowie den daraus resultierenden Folgen für den operativen Geschäftsverlauf geprägt. Sowohl Umsatz als auch Operating Profit lagen zum Geschäftsjahresende über der von uns budgetierten Entwicklung. Dabei sind die im Budget berücksichtigten negativen Szenarien über die Beeinflussung des Geschäftsverlaufs durch die Corona-Pandemie vollumfänglich eingetreten, konnten allerdings durch gezielte Maßnahmen gemindert werden. Insbesondere war die wirtschaftliche Erholung nach den deutlich negativen Auswirkungen in der ersten Jahreshälfte 2020 trotz weiterer Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr stärker als wir es prognostiziert hatten. Unsere Erwartung zu Beginn des Geschäftsjahres war, dass es im zweiten Halbjahr keine direkten Corona-Effekte mehr geben würde, sondern eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage. Tatsächlich hat es eine grundsätzlich stärkere Erholung und weiterhin auch negative Effekte gegeben. Bereits zum Zeitpunkt der ersten Vorausschau zum Ende des Kalenderjahres 2020 zeichnete sich diese Entwicklung ab. Insbesondere der Bereich Consumer war während des gesamten Geschäftsjahres negativ beeinflusst. Als weiterer negativer Einflussfaktor erwiesen sich die Engpässe an Halbleitern in dem für uns wichtigen Kundensegment Automobilherstellung, die bei unseren Kunden zu Produktionsausfällen vor allem im zweiten Halbjahr geführt haben. Dementsprechend weist die Höhe des Operating Profits bzw. die Marge aus unserem operativen Geschäft weiterhin Steigerungspotential auf. Auch bei den Umsätzen ist im Bestandsgeschäft noch nicht das Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht und das Neugeschäft hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Die Geschäftsführung beurteilt unter dem weiteren Einfluss der Auswirkungen der Corona-Pandemie den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend. 4 Geschäftsentwicklung der ILI B.V. & Co. KG (HGB)Die Geschäftsentwicklung der ILI B.V. & Co. KG unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die des ILI-Konzerns. Der Ausblick für den ILI-Konzern spiegelt aufgrund der Verflechtungen mit den Tochtergesellschaften und der Bedeutung der ILI B.V. & Co. KG in der ILI-Gruppe größtenteils auch die Erwartungen für die ILI B.V. & Co. KG wider. Daher gelten die vorstehenden Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den ILI-Konzern überwiegend auch für die ILI B.V. & Co. KG. Die Ertragslage der ILI B.V. & Co. KG wird maßgeblich durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften bestimmt. In ihrer Funktion als Konzernmuttergesellschaft bestimmt das Jahresergebnis der ILI B.V. & Co. KG die Möglichkeiten, Ergebnisse an die Gesellschafter und vor allem über die Beteiligungskette an die Konzernmuttergesellschaft in Südafrika auszuschütten. Daher stellt das Jahresergebnis den bedeutsamsten Leistungsindikator der ILI B.V. & Co. KG dar. 4.1 Ertragslage der ILI B.V. & Co. KGKurzfassung der Gewinn- und Verlustrechnung der ILI B.V. & Co. KG:
Die Entwicklung der Ertragslage der ILI B.V. & Co. KG ist im Berichtsjahr maßgeblich durch den Verkauf der europäischen Binnenschifffahrt gekennzeichnet. Mit Wirkung zum 31. Juli 2020 sind auch in der Konzernzentrale Mitarbeiter, die dem Shipping-Geschäft zugehörig waren, aus der ILI B.V. & Co. KG ausgeschieden. Gleichzeitig ergaben sich daraus auch weitreichende Auswirkungen auf die Höhe der betrieblichen Aufwendungen, die teilweise weiterbelastet werden konnten. Die Einflüsse werden nachfolgend beschrieben. Die ILI B.V. & Co. KG erzielt Umsatzerlöse aus konzerninternen Dienstleistungen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf die geringeren Erlöse aus Leistungen an die Business Unit Shipping zurückzuführen. Die betrieblichen Aufwendungen beinhalten neben dem Materialaufwand, den Personalkosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch die sonstigen betrieblichen Erträge und stellen daher eine Nettogröße aus den genannten Aufwendungen und Erträgen dar. Während der Personalaufwand aufgrund höherer Zuführungen zu kurzfristigen Personalrückstellungen angestiegen ist, konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bedingt durch geringere Beratungskosten reduziert werden. Weiterhin sind im Vorjahr einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit einer konzerninternen Umstrukturierung angefallen. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge, die sich vor allem aus der Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen zusammensetzen, sind die betrieblichen Aufwendungen um 14,9% zurückgegangen. Die Abschreibungen des Vorjahres berücksichtigten außerplanmäßige Abschreibungen auf Software (Mio. EUR 1,5). Bereinigt um diesen Effekt bewegen sich die Abschreibungen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Wertberichtigungen des Vorjahres betrafen Anteile an verbundenen Unternehmen und standen vor allem im Zusammenhang mit den zu erwartenden Verkaufserlösen der europäischen Schifffahrtsaktivitäten. Das Beteiligungsergebnis der ILI B.V. & Co. KG ist vor allem durch den Verkauf der europäischen und internationalen Shipping-Aktivitäten geprägt. Während die Veräußerung des Shipping-Geschäfts sich insgesamt negativ auf die Ergebnisabführung ausgewirkt hat, konnten die operativen Bereiche in Deutschland - trotz weiterhin negativer Folgewirkungen der Corona-Pandemie - die Ergebnissituation verbessern. Insgesamt hat sich das negative Beteiligungsergebnis um Mio. EUR 10,2 auf Mio. EUR -15,1 verbessert. Das positive Finanzergebnis spiegelt vor allem die Verzinsung von kurzfristigen Finanzierungssalden mit nahestehenden Unternehmen sowie mit Tochterunternehmen der ILI B.V. & Co. KG im Rahmen des Cash-Poolings und langfristigen Ausleihungen wider. Der Rückgang ist auf die Veränderung der Höhe der Finanzierungssalden zurückzuführen. Die ILI B.V. & Co. KG ist Organträgerin für die Gewerbesteuer aller Tochtergesellschaften des Konzerns in Deutschland. Die Ertragsteuern, bestehend aus der Gewerbesteuer, berücksichtigen daher insbesondere die Ergebnisse der deutschen Tochtergesellschaften. Aufgrund des negativen Ergebnisses vor Steuern ist für das Geschäftsjahr kein Gewerbesteueraufwand entstanden - der gebuchte Aufwand in Höhe von Mio. EUR 0,3 bezieht sich daher vollständig auf Vorjahre. Das auch im Berichtsjahr negative Jahresergebnis verbesserte sich um Mio. EUR 33,2 auf Mio. EUR -30,3 und wurde mit den Rücklagen als Bestandteil des Eigenkapitals der Gesellschaft verrechnet. 4.2 Vermögens- und Finanzlage der ILI B.V. & Co. KGDer Anstieg der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme der ILI B.V. & Co. KG von Mio. EUR 553,0 auf Mio. EUR 635,7. In Verbindung mit dem Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2020/2021 ist die Eigenkapitalquote um 12%-Punkte auf 43% zurückgegangen. Der Rückgang der Buchwerte im Anlagevermögen ist vor allem auf die Rückzahlung von langfristigen Ausleihungen an Tochterunternehmen (Mio. EUR -9,8) zurückzuführen. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 44,8% auf Mio. EUR 306,2. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen berücksichtigen insbesondere kurzfristige Finanzforderungen. Die ILI B.V. & Co. KG ist an das Cash-Pooling mit der Imperial Mobility Finance B.V. (IMF), einer Schwestergesellschaft aus der Imperial Logistics-Gruppe, angeschlossen und partizipiert hierdurch von der europäischen Konzernfinanzierung der Imperial Mobility-Gruppe. Die Finanzforderungen gegen die IMF erhöhten sich zum Bilanzstichtag um Mio. EUR 104,1 auf Mio. EUR 254,4. Insbesondere die vereinnahmten Kaufpreiszahlungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Shipping-Aktivitäten sowie der insgesamt positive operative Cashflow der operativen Gesellschaften in Deutschland ist ursächlich für diesen Anstieg. Die IMF verfügt zum Stichtag aus einer langfristigen revolvierenden Kreditlinie über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 401,6. Die ILI B.V. & Co. KG verfügt zudem über eigene Kreditlinien, von denen zum Stichtag Mio. EUR 15,7 noch zur Verfügung stehen. Wir verweisen auf die zuvor unter Punkt 3.4 gemachten Aussagen zur Finanzierung. Weiterhin bestehen aus der Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften Forderungen in Höhe von Mio. EUR 25,7. Die ILI B.V. & Co. KG in ihrer Funktion als konzernfinanzierende Muttergesellschaft ist im Hinblick auf die deutschen Tochtergesellschaften die Cash-Pool-Führerin. Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber den Tochtergesellschaften finanzielle Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling in Höhe von Mio. EUR 238,7 und finanzielle Forderungen aus dem Cash-Pool in Höhe von Mio. EUR 11,8. Die ILI B.V. & Co. KG selbst verfügt zum Stichtag über eigene Liquide Mittel in Höhe von Mio. EUR 0,1 (Vorjahr: Mio. EUR 2,3). Weitere Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich im Zusammenhang mit erbrachten Konzerndienstleistungen an Tochtergesellschaften innerhalb des ILI-Konzerns als auch Schwestergesellschaften in der Imperial Logistics-Gruppe. Auf der Passivseite ist bedingt durch den Jahresfehlbetrag das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 30,3 auf Mio. EUR 271,0 zurückgegangen. Bei den Pensionsverpflichtungen führt der Betriebsübergang von Mitarbeitern im Zusammenhang mit der Veräußerung des Shipping-Geschäfts auf neue Gesellschaften außerhalb des Konzerns zur schuldbefreienden Übernahme bestimmter Pensionsverpflichtungen. Insgesamt ergab sich jedoch aufgrund der Regelzuführung sowie des weiterhin rückläufigen Diskontierungszinssatzes ein geringfügiger Anstieg der Pensionsverpflichtungen um Mio. EUR 0,1 auf Mio. EUR 3,3. Die Sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 0,8 auf Mio. EUR 7,4 angestiegen. Zum Vorjahresstichtag wurden insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Binnenschifffahrtsaktivtäten in den Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen abgegrenzt - die Rückstellung ist zum Stichtag 30. Juni 2021 wieder deutlich niedriger. Gegenläufig haben sich die Rückstellungen für kurzfristige Bonus- und Tantiemeverpflichtungen erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit Mio. EUR 42,6 (Vorjahr: Mio. EUR 22,3) aus den Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften zum Bilanzstichtag 30. Juni 2021. Der Verlustübernahme des Berichtsjahres ist vor allem durch das Veräußerungsergebnis aus dem Verkauf von Transportmitteln im Zusammenhang mit den internationalen Shipping-Aktivitäten beeinflusst. 5 Berichterstattung über die wesentlichen Chancen und RisikenUnser Risikomanagementsystem identifiziert, bewertet und dokumentiert Risiken und unterstützt deren Überwachung. Es besteht ein umfassendes System zur Risikofrüherkennung mit der südafrikanischen Konzernmutter Imperial Logistics Limited, das die Risikoidentifikation, -analyse, -kommunikation und -überwachung für alle relevanten Risiken permanent und zeitgerecht sicherstellt. Die inventarisierten Risiken unterliegen permanenter Beobachtung und Kontrolle über ein periodisches sowie ein Ad-hoc-Meldesystem. Die Kommunikation von Chancen erfolgt dagegen als integraler Bestandteil der regelmäßigen Kommunikation zwischen den Tochtergesellschaften und dem Controlling der ILI B.V. & Co. KG in ihrer Funktion als Holding. Der ILI-Konzern ist aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten und umfangreichen Geschäftsaktivitäten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Soweit die Voraussetzungen für eine bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, wurde für alle erkennbaren Risiken eine angemessene Vorsorge getroffen. Zu den externen und branchenbezogenen Risiken zählen für uns vor allem die konjunkturellen Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die unsere Marktperspektiven einschränken und somit zu Absatzrisiken unserer Dienstleistungen führen. Dies würde sich für den ILI-Konzern vor allem durch konjunkturelle Schwankungen in den für uns wesentlichen Kundenbranchen Stahl, Automobil und Chemie negativ auswirken. Dieses Risiko wird verstärkt durch das Risiko einer starken Abhängigkeit von bestimmten Kunden in einzelnen Business Units. Die Risiken schätzen wir als möglich, verbunden mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf Umsatz und Operating Profit, ein. Daher versuchen wir mit einer weiteren Diversifizierung unserer Dienstleistungen und Kundensegmente einschließlich der Investition in neue Geschäftsfelder, die Risiken zu minimieren. In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 hatte die Entwicklung der Weltwirtschaft Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und insbesondere auf unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Operating Profit. Durch die Covid-19-Pandemie wurde im Kalenderjahr 2020 eine weltweite Rezession ausgelöst, so dass die globale Wirtschaft entgegen den ursprünglichen Prognosen erstmals seit der Finanzkrise 2009 wieder geschrumpft ist. Für das Gesamtjahr 2021 wird wieder mit einer deutlichen Erholung und einem globalen Wirtschaftswachstum gerechnet. Die weiteren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie können sich jedoch weiterhin auch negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken und stellen damit ein Risiko für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des ILI-Konzerns dar. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir laufend die Entwicklung in den für uns wesentlichen Kundenbranchen beobachten und die Kommunikation mit unseren Kunden intensivieren. Im Falle einer Veränderung konzentrieren wir uns auf die kurzfristige Anpassung der laufenden operativen Kosten und die Bewältigung der Herausforderungen, die sich aus einem eingeschränkten grenzüberschreitenden Lieferverkehr in der EU ergeben. Lösungen werden dabei nicht zuletzt zusammen mit unseren Kunden und Geschäftspartnern erarbeitet - hier konnten wir uns in 2020 als zuverlässiger und flexibler Geschäftspartner präsentieren. Finanzwirtschaftliche Risiken können sich aus Ausfallrisiken bei Finanzinstrumenten ergeben, wenn unsere Vertragspartner nicht ihren vertraglichen Zahlungs- und Erfüllungsverpflichtungen nachkommen. Als Gegenmaßnahme betreiben wir aktives Kredit- und Forderungsmanagement und binden dabei insbesondere den Vertriebsbereich. Dabei werden die Leistungsbeziehungen unserer operativen Bereiche und die sich daraus ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken überwacht. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterziehen wir Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Aufgrund unserer Kundenstruktur und den Erfahrungen aus der Vergangenheit, einschließlich der wirtschaftlichen Herausforderungen während der Corona-Pandemie beurteilen wir das Risiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als möglich mit lediglich moderaten finanziellen Folgen. Für den Großteil der Gesellschaften des ILI-Konzerns stellt der Euro die Konzern- und Berichtswährung dar. Da wir einen Teil unseres Geschäfts außerhalb der Eurozone abwickeln, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Zudem sind wir im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinssatzschwankungen können sich auf die Höhe der Zinszahlungen für bestehende Schulden sowie auf die Kosten von Refinanzierungen auswirken, da diese Effekte von den finanzierenden Schwestergesellschaften aus dem Konzernverbund der Imperial Mobility-Gruppe an uns weitergereicht werden. Um die Risiken zu begrenzen, tätigen wir bei Bedarf Devisentermingeschäfte. Um die Zinsänderungsrisiken zu begrenzen, tätigen wir gegebenenfalls Zinsswapgeschäfte. Weiterhin besteht das Risiko, aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Die Liquiditätssituation des ILI-Konzerns wird auf Basis einer mehrjährigen Unternehmensplanung einschließlich einer Finanzplanung überwacht und gesteuert. Darüber hinaus stehen dem ILI-Konzern über die Schwestergesellschaften im Imperial Mobility-Konzern ausreichend Kreditlinien im Zusammenhang mit revolvierenden Bankenfinanzierungen zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag verfügt der ILI-Konzern über eine Finanzforderung gegenüber der finanzierenden Imperial Mobility Finance B.V., Druten/Niederlande, in Höhe von Mio. EUR 254,4 (Vorjahr: Mio. EUR 150,4), die jederzeit abgerufen werden kann. Daneben bestehen bei der ILI B.V. & Co. KG als Mutterunternehmen des ILI-Konzerns Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 20,8, von denen Mio. EUR 17,0 zum Bilanzstichtag nicht gezogen sind. Neben der Sicherstellung einer angemessenen Bankenfinanzierung über die Einbeziehung in den Imperial Logistics-Konzern nutzen die operativen Einheiten des ILI-Konzerns auch das Factoring (Verkauf von Kundenforderungen) als Finanzierungsinstrument. Wesentliche Operative Risiken ergeben sich im Bereich Logistics aus dem Risiko, dass Verträge mit unseren Kunden nicht verlängert werden. Vertragslaufzeiten mit unseren Kunden in der Kontraktlogistik haben regelmäßig Laufzeiten zwischen ein und drei Jahren. Je nach Ausgestaltung der Verträge und der vereinbarten Leistungen können sich für uns Investitionen in Anlagen und Maschinen sowie der Abschluss langfristiger Verträge ergeben. Bei einer kurzen Vertragslaufzeit bzw. Kündigung besteht das Risiko, dass sich die getätigten Investitionen noch nicht amortisiert haben und von uns abgeschlossene Verträge mit Lieferanten oder Vermietern weiterhin zu erfüllen sind. Dies kann zu Wertberichtungen von aktivierten Vermögenswerten und finanziellen Belastungen auch nach Beendigung des Vertrags führen. Weiterhin ergibt sich das Risiko, dass Kostensteigerungen über die Vertragslaufzeit höher ausfallen als ursprünglich angenommen und wir keine angemessene Verzinsung erzielen bzw. nicht mehr kostendeckend unser Kundengeschäft betreiben. Als Reaktion auf diese Risiken intensivieren wir unsere Vertriebsaktivitäten und identifizieren in unserer strategischen Planung Kundensegmente, in denen wir mit unserem Knowhow als Logistikdienstleister einen Mehrwert für bestehende und potentielle Kunden bieten können. Insbesondere in unseren Kernbrachen Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie sind die langjährigen Kundenbeziehungen ein wesentlicher Erfolgsfaktor, Vertragsverlängerungen und Folgeaufträge zu generieren sowie Preisanpassungen durchzusetzen. Ein weiteres wesentliche Risiko im Operativen Bereich ergibt sich im Zusammenhang mit dem Personal. Vor allem in der Business Unit Road zeigen sich die Auswirkungen aus dem teilweise akuten Fahrermangel im Nah- und Fernverkehr Zentraleuropas. Um unseren Bedarf und hier insbesondere saisonale Schwankungen auszugleichen, sind wir auf einen verstärkten Einsatz von Subunternehmern angewiesen. Die damit im Zusammenhang stehenden höheren Kosten können sich negativ auf unseren Operating Profit auswirken. Mit einer im Verhältnis zu den von uns durchgeführten Fahrten im Bereich Road hohen Anzahl an eigenen Fahrerinnen und Fahrern sind wir jedoch flexibler in der Reaktion auf eine höhere Nachfrage unserer Kunden und können daraus einen Wettbewerbsvorteil generieren. Unternehmensstrategische Risiken können sich hinsichtlich Akquisitionen ergeben. Es besteht insbesondere beim Unternehmenserwerb das Risiko, dass im Rahmen der Due Diligence-Prozesse nicht alle wesentlichen Risiken erkannt werden, die im Zusammenhang mit der konkreten Investition stehen. Insbesondere die hohe Dynamik in der Logistikbranche können zu einer schnellen Änderung des Umfeldes führen und somit auch zu einer Änderung der Risiken, die im Zusammenhang mit dem Target stehen. Das Risiko beurteilen wir als möglich mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen. Zur Minderung werden regelmäßig in solchen Prozessen anerkannte Beratungsunternehmen einbezogen. Der ILI-Konzern eröffnet sich vielfältige Chancen durch sein diversifiziertes Angebot in den Geschäftsbereichen Logistik und Freight sowie durch die strategische Zielsetzung, neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Die Entwicklungen in unseren wesentlichen Kundensegmenten sind derzeit von einer hohen Dynamik und strukturellen Änderungen gekennzeichnet. Dies gilt insbesondere für die Automobilindustrie. Hier haben wir uns durch das Zusammenspiel der Automotive und Chemie-Expertise neue Geschäftsmodelle rund um die zunehmende Nachfrage nach Elektromobilität erschlossen und sehen hier Chancen für weiteres profitables Wachstum mit unseren Bestandskunden sowie mit Neukunden. Auch durch die weitere Ausweitung unseres kundenspezifischen Angebots im Bereich der Kontraktlogistik sehen wir Chancen, eine hohe Kundenbindung zu erzielen und die Operating Profit-Marge zu steigern. Entscheidend für unser weiteres Wachstum und die Steigerung der Profitabilität unserer Geschäftsmodelle ist zudem die Erschließung neuer Geschäftsbereiche. Mit der Business Unit Air & Ocean erschließen wir uns den Markt der See- und Luftfrachtspedition. Hier sehen wir zudem Chancen, diesen Bereich mit unseren etablierten Geschäftsbereichen zu verbinden und durch Cross Selling überdurchschnittliche Wachstumsraten und profitables Wachstum zu erzielen. Mit der Entscheidung der Aktionäre der obersten Muttergesellschaft der Imperial Logistics Gruppe, der börsennotierten Imperial Logistics Limited, dass Angebot von DP World, einem globalen Logistik- und Hafenunternehmen, zur Übernahme sämtlicher Aktien der Imperial Logistics Limited anzunehmen, wird der Abschluss der Transaktion im Januar/Februar des Kalenderjahres 2022 erwartet. Für den ILI-Konzern können sich Chancen aus der Nutzung von logistischen Netzwerken eines weltweit agierenden Konzerns mit einem Zugang zu allen wichtigen Märkten ergeben. Möglichkeiten, End-to-End Logistiklösungen für unsere Kunden anzubieten, werden damit greifbarer. Risiken im Zusammenhang mit der aktuellen geopolitischen Lage: Durch die seit dem 24. Februar 2022 stattfindende militärische Auseinandersetzung in der Ukraine im Konflikt mit Russland können sich Risiken auf die Wirtschaft insgesamt sowie Risiken und Chancen für das Geschäft von Imperial ergeben. Imperial ist weder in der Ukraine noch in Russland mit Tochterunternehmen oder Niederlassungen präsent; unser Kundengeschäft ist in diesen Ländern insgesamt nicht wesentlich. Falls unsere Kunden von der Situation betroffen sind oder sein werden, könnte dies auch Auswirkungen auf Imperial haben. Mögliche Beeinträchtigungen entlang der Supply Chain unserer Kunden und damit verbundene Produktionsausfälle können sich negativ auf unseren Umsatz und das Ergebnis auswirken. Gleichzeitig können sich Szenarien ergeben, die zu einer erhöhten Nachfrage nach Lagerkapazitäten aufgrund der Unterbrechung von Lieferketten führen und sich daher positiv auswirken. 6 PrognoseDer internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Prognose aus Oktober 2021 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von rund 5,9% 2021 und 4,9% im Folgejahr aus. Allerdings betont der IWF die hohen Unsicherheiten, die mit der Prognose verbunden sind und ihre Ursache in der COVID-19-Pandemie haben. Insbesondere der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie, die Bekämpfung neuer Mutanten des Virus, die Wirksamkeit von staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der negativen wirtschaftlichen Folgen für die Volkswirtschaften und die Entwicklung der finanziellen Rahmenbedingungen einschließlich der Rohstoffpreise sind für den Eintritt der Prognose entscheidend. Vor allem die zu Beginn der Corona-Pandemie heruntergefahrene Produktion und ein deutlicher Erholungseffekt im Anschluss haben zu deutlich gestiegenen Preisen für bestimmte Rohstoffe geführt. Derzeit steigen vor allem die Inflationsraten rapide, beispielsweise in den USA und Deutschland. Auch in einkommensschwachen Ländern steigen derzeit die Preise für Lebensmittel und verstärken damit das Risko von sozialen Unruhen. Dem Erholungskurs der Weltwirtschaft folgend geht auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft in seiner Prognose aus September 2021 für Deutschland von einem Zuwachs des BIP um 2,6% für das Kalenderjahr 2021 und von 5,1% 2022 aus. Dieser Prognose liegt die weiterhin erfolgreiche Impfkampagne in Deutschland zugrunde, die insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu einem kräftigen Anziehen des BIP führen wird. Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung ist das Auslandsgeschäft, das in den letzten Monaten einen stärkeren Konjunktureinbruch verhindert hat. Dabei sind die Exporte seit Mitte des Jahres 2021 ununterbrochen auf Expansionskurs und dürften aufgrund der aufhellenden Weltkonjunktur 2021 um rund 12% zulegen. Die Logistikbranche war in den verschiedenen Bereichen in ganz unterschiedlicher Weise von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Als Folge des verstärkten Online-Handels konnten insbesondere die Paketdienstleister profitieren und erzielten erhebliche Zuwächse beim Paketvolumen und Umsatz. Andere Segmente haben unter der Schließung von Fabriken und Einzelhandel gelitten und verzeichneten deutlich negative Wachstumsraten in 2020. Für den globalen Logistik-Markt wird von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum (Compound Annual Growth Rate = CAGR) bis 2024 von 4,7% ausgegangen. Für das Segment Contract Logistics wird von einem CAGR von 5,4% ausgegangen. Insbesondere die Schließung von Fabriken und das Herunterfahren der Produktion 2020 führen 2021 und den Folgejahren zu entsprechenden Nachholeffekten und zu höheren Wachstumsraten nach einem starken Einbruch 2020 (-4,1%). Der Markt für See- und Luftfracht ist seit dem vierten Quartal 2020 von erheblich steigenden Preisen gekennzeichnet. Bedingt durch die zu Beginn der Corona-Pandemie reduzierten Kapazitäten sind nach dem Anziehen des globalen Handels die Preise in die Höhe geschossen. Hinzu kommen knappe Ressourcen bei Containern und in den Seehäfen. Trotz einer erwarteten Normalisierung dieser Lage wird auch für die Segmente See- und Luftfracht von einem CAGR von 5,0% bzw. 5,4% bis 2024 ausgegangen. 1 Der Bundesverband Logistik geht in seiner Prognose für das Logistikwesen in Deutschland im Jahr 2021 von einem Branchenwachstum von 4,4% nominal bzw. 3,1% real 2021 aus. Dabei wird von einer unterschiedlichen Entwicklung in den wichtigsten Nachfrageindustrien ausgegangen. Die Automobillogistik wird sich lediglich unterdurchschnittlich entwickeln. Der bereits vor der Corona-Pandemie eingetretene Strukturwandel und eine abflauende Nachfrage nach Automobilen aus deutschen Werken werden trotz Nachholeffekten 2021 zu einer deutlich geringeren Dynamik als in den anderen Nachfrageindustrien der Logistikbranche führen. Hingegen wird für die Chemielogistik und die Exportlogistik von überdurchschnittlichen Wachstumsraten ausgegangen. Auch die Geschäftsführung der ILI B.V. & Co. KG geht in ihrer Prognose für das Geschäftsjahr 2022 (1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022) von einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft insgesamt sowie im europäischen Währungsraum aus. Gleichzeitig gehen auch wir von einer hohen Unsicherheit unserer getroffenen Annahmen aufgrund der weiterhin dynamischen Lage und den Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie den Maßnahmen zur Bekämpfung auf unsere Prognose aus. Auch die vom IWF genannten Risiken, vor allem die Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie die derzeitige Inflationsentwicklung, können negative Auswirkungen auf die weitere Geschäftsentwicklung haben. Unsere Prognose berücksichtigt die spezifischen und allgemeinen Annahmen aus den Planungen der Business Units der beiden Geschäftsbereiche Freight und Logistics. Dabei stützen wir uns insbesondere auf unsere aktuellen Einschätzungen der erwarteten Akquisition von Neukundengeschäft sowie des üblichen Verlusts von Bestandsgeschäft und der Entwicklung der wichtigsten Nachfrageindustrien Automobil, Chemie und Stahl sowie des Handels. Die Geschäftsführung geht bei ihrer Prognose der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren von folgenden wesentlichen Annahmen aus:
1 Zusammenfassung Transport Intelligence Ltd.
aus dem Report Total Logistics 2021
Unter Berücksichtigung der beschriebenen Annahme für die wirtschaftliche Gesamt- und Branchenentwicklung planen wir weitere Maßnahmen zur Optimierung unserer Struktur in beiden Geschäftsbereichen. Wir streben ein profitables Wachstum bei den Kunden in unseren wichtigsten Nachfrageindustrien als auch im Neukundengeschäft an. Auf der Kostenseite erwarten wir deutlich weniger Aufwendungen durch Einmaleffekte und lediglich moderate Lohn- und Gehaltserhöhungen aus Tarifverhandlungen. Im Geschäftsbereich Bereich Freight planen wir, weiterhin von der neuen Seidenstraße und einer weiteren Zunahme des Güteraufkommens zu profitieren. Die Business Unit Road wird zudem an höheren Preisen und Margen im Spot-Geschäft partizipieren und Ergebnisverbesserungen durch die bereits erfolgte Neuverhandlung eines verlustigen Vertrages mit Wirkung zum neuen Geschäftsjahr erzielen. Der Geschäftsbereich Logistics wird in der Business Unit Consumer von den Lockerungen im Einzelhandel und einer höheren Nachfrage nach unseren Leistungen profitieren. Eine hohe Nachfrage nach unseren Kapazitäten im Bereich der Lagerung und Distribution von Chemikalien aufgrund der erwarteten Branchenentwicklung im Chemiesektor wird zu einem weiteren Wachstum führen. Im Bereich Automotive rechnen wir damit, bei anstehenden Vertragsverlängerungen und Neuausschreibungen unser Geschäftsvolumen weiter ausbauen zu können. Sowohl der Geschäftsbereich Logistics (Business Unit Automotive) als auch der Geschäftsbereich Freight (Business Unit Road) sind in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2022 von den Auswirkungen fehlender Halbleiter und den Folgen für die Produktion unserer Kunden in der Automobilindustrie betroffen. Aufgrund der bestehenden Diversität unserer Leistungen im Bereich Automotive sind jedoch nicht alle Standorte von den Auswirkungen des Halbleitermangels betroffen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen und unserer Erwartungen hinsichtlich der Dauer der Lieferengpässe bei den Halbleitern erwarten wir vor allem in der ersten Geschäftsjahreshälfte negative Auswirkungen auf Umsatz und Operating Profit in den genannten Business Units. Ausgangsbasis unserer Prognose sind die Ist-Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 ohne die Berücksichtigung der Business Unit Shipping, die im Berichtsjahr veräußert wurde. Für die beiden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich daher als Ist-Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 ein Umsatz in Höhe von Mio. EUR 673,9 und ein Operating Profit in Höhe von Mio. EUR -8,2 (siehe zur Überleitung die Angaben unter Punkt 3.4.1). Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2022 beim Umsatz und dem Operating Profit von einem starken Anstieg (>5%) aus. Die Ertragsperspektiven der ILI B.V. & Co. KG hängen maßgeblich davon ab, wie sich die Geschäftsaktivitäten ihrer Tochtergesellschaften entwickeln werden. Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir von einem deutlich verbesserten Beteiligungsergebnis aus der Ergebnisabführung unserer Tochtergesellschaften aus. Bei den betrieblichen Aufwendungen erwarten wir vor einmaligen Aufwendungen keinen weiteren wesentlichen Anstieg. Aufgrund der Verschmelzung der Imperial Automotive Logistics GmbH, Wolfsburg, auf die ILI B.V. & Co. KG mit Wirkung zum 23. Dezember 2021 wirkt sich auch die Geschäftsentwicklung der im Bereich der Automobillogistik tätigen Einheit auf das Jahresergebnis der ILI B.V. & Co. KG aus. Zusammen mit weiteren nicht operativen Gesellschaften, die auf die ILI B.V. & Co. KG verschmolzen wurden, ergibt sich ein Verschmelzungsverlust in Höhe von Mio. EUR 54,1. Trotz derzeitiger Beeinträchtigungen der Automobilproduktion aufgrund nichtverfügbarer Halbleiter und des erwarteten Ergebnisrückgangs in unserer Business Line Automotive geht die Geschäftsführung der ILI B.V. & Co. KG aufgrund des verbesserten Beteiligungsergebnisses von einem starken Anstieg des Jahresergebnisses vor Berücksichtigung des Verschmelzungsverlustes aus.
Duisburg, den 17. März 2022 Imperial
Logistics International B.V., Druten/Niederlande
DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Thomas Schulz Muazzez Anadolu Dindar Jan Wegmann Konzernabschluss zum 30. Juni 2021Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzernbilanz zum 30. Juni 2021Aktiva
Konzernkapitalflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 20211. Allgemeine AngabenDer Imperial-Konzern (nachfolgend auch: Imperial-Gruppe, Konzern, Gruppe oder Imperial Logistics Group) ist mit seinen operativen Aktivitäten auf Transport- und Logistikdienstleistungen spezialisiert, die den Geschäftsbereichen Logistics und Freight zugeordnet sind. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG (nachfolgend auch: Gesellschaft) ist im Handelsregister Duisburg unter HRA 9990 eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Kasteelstraße 2 in 47119 Duisburg. Der Konzernabschluss ist nach den am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Kommission anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie zusätzlich nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Im Interesse der Klarheit und Aussagefähigkeit des Konzernabschlusses werden in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert dargestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Addition der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten. Nachfolgend wird das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 als Geschäftsjahr 2021 bezeichnet. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache veröffentlicht. Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Die Angaben im Anhang erfolgen in Tausend Euro (TEUR). 2. Neue RechnungslegungsstandardsDie angewandten Rechnungslegungsstandards entsprechen mit Ausnahme der folgenden erstmals anzuwendenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen jenen des Vorjahres:
Aus den erstmals im Geschäftsjahr 2021 anzuwendenden Vorschriften ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Imperial-Konzerns. Das IASB hat darüber hinaus nachfolgende geänderte Standards veröffentlicht, die von der europäischen Kommission in EU-Recht überführt worden sind. Die Vorschriften waren im Geschäftsjahr 2021 noch nicht verpflichtend anzuwenden und sind nicht vorzeitig angewendet worden:
Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse werden die Auswirkungen der erstmals zu beachtenden neuen oder geänderten IFRS-Vorschriften auf den Konzernabschluss als nicht wesentlich eingestuft. 3. KonsolidierungskreisVeränderung des Konsolidierungskreises und der nicht beherrschenden Anteile im Geschäftsjahr 2021Mit Wirkung zum 31. Juli 2020 wurde nach Erteilung der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden das europäische Binnenschifffahrtsgeschäft des Imperial-Konzerns an die Häfen und Güterverkehr Köln AG verkauft. Damit wurden insgesamt 22 indirekte Tochterunternehmen und Beteiligungen der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG veräußert. Bereits im Konzernabschluss zum 30. Juni 2020 wurden die europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert. Der auf Imperial Logistics International B.V. & Co. KG zugeordnete Kaufpreis inklusive übernommener Schulden betrug Mio. EUR 116,0 und wurde in Barmitteln bezahlt. Der bei der Veräußerung entstandene Verlust vor Steuern von Mio. EUR 0,7 ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2021 im Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft enthalten. Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches kann der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entnommen werden. Die bei Abschluss der Transaktion zum 31. Juli 2020 abgegangenen Vermögenswerte und Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
Das Ergebnis vor Steuern bei Abschluss der Transaktion zum 31. Juli 2020 ermittelt sich wie folgt:
Das erwartete negative Ergebnis aus der Veräußerung wurde per 30. Juni 2020 durch eine Wertminderung der Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe innerhalb des Ergebnisses aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von TEUR 10.749 bereits berücksichtigt. Der nicht fortgeführte Geschäftsbereich wirkte sich auf die Konzernkapitalflussrechnung wie folgt aus:
Anteilsbesitzliste der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG zum 30. Juni 2021:
1) Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss
der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG,
Duisburg, einbezogen und hat von den Vorschriften
gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB
Gebrauch gemacht.
Für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sind die unten aufgeführten Tochtergesellschaften gemäß Abschnitt 479A von den Anforderungen des "Companies Act 2006" (Handelsrecht des Vereinigten Königreichs) in Bezug auf die Prüfung von Einzelabschlüssen befreit. Infolgedessen steht die Gesellschaft für alle Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaften ein.
4. Konsolidierungsgrundsätze und -methodenIn den Konzernabschluss werden, neben der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG (Mutterunternehmen), alle direkt und indirekt von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft
Beim Unternehmenserwerb werden die Vermögenswerte und Schulden der entsprechenden Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigt die zum Zeitwert bewertete übertragene Gegenleistung die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Jeder negative Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und den erworbenen identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden wird in der Periode des Erwerbs ertragswirksam erfasst. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Enthält die übertragene Gegenleistung eine bedingte Gegenleistung, wird diese mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bilanzierung von Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, wird an nachfolgenden Abschlussstichtagen gem. IFRS 9 oder IAS 37 bewertet und ein resultierender Gewinn oder Verlust in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses wird der zuvor von der Gesellschaft an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust wird erfolgswirksam erfasst. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom effektiven Erwerbszeitpunkt oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals und Wertminderungen eines Geschäftswertes werden im Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen an Unternehmen berücksichtigt. Die Ergebnisse aus at equity bewerteten Unternehmen werden im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit erfasst, da Imperial derartige Anteile nicht als Finanzinvestments, sondern als Teil des operativen Geschäfts des Konzerns hält. Eines der beiden in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen stellt seinen Abschluss zum 31. Dezember und damit zu einem vom Konzernabschluss abweichenden Abschlussstichtag auf. Der Equity-Bewertung liegt die jeweils letzte verfügbare Bilanz des assoziierten Unternehmens zugrunde. Auf die Aufstellung eines Zwischenabschlusses zum Konzernabschlussstichtag wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Soweit die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen von den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abweichen, werden die betroffenen Vermögenswerte und Schulden vor Einbeziehung in den Konzernabschluss in Anwendung der konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden neu bewertet. Die konzerninternen Forderungen und Schulden sowie Aufwendungen, Umsätze und Erträge zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. 5. Bilanzierung und BewertungDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. UmsatzrealisierungIn der Imperial-Gruppe werden Umsätze im Wesentlichen über einen Zeitraum in den Bereichen Transportdienstleistungen ("Freight") und der Kontraktlogistik ("Logistics") realisiert. Daneben werden im geringen Umfang auch Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Handelswaren zu einem bestimmten Zeitpunkt realisiert. Die Imperial-Gruppe erfasst Umsatzerlöse, wenn sie der Leistungsverpflichtung aus einem Kundenvertrag nachgekommen ist, indem sie die versprochenen Waren oder Dienstleistungen an den Kunden liefert, was letztlich von der definierten Leistungsverpflichtung im Vertrag mit dem Kunden abhängt. Imperial bietet im Bereich der Kontraktlogistik eine Reihe von Logistikdienstleistungen wie Lagerverwaltung, Distribution, Pick & Pack, Materialmanagement, Versicherungsdienste und Managed Services an. Im Bereich Transportdienstleistungen werden Transporte über Straße und Schiene, Fluss und Meer sowie der Expressfrachtkonsolidierung als Leistungen angeboten. Die Erfüllung der Leistungsverpflichtungen erfolgt über einen Zeitraum und wird anhand der Methode des Fertigstellungsgrads gemessen, der auf den bisher erbrachten Dienstleistungen als Prozentsatz der insgesamt zu erbringenden Dienstleistungen basiert. Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden erfasst, wenn die Höhe der Umsatzerlöse, die damit verbundenen Kosten und der Fertigstellungsgrad zuverlässig gemessen werden können. Vertragskosten werden ggf. über die Vertragslaufzeit aktiviert und als Aufwand erfasst. Aktivierte Vertragskosten werden systematisch über die Vertragslaufzeit abgeschrieben und unter den betrieblichen Aufwendungen erfolgswirksam erfasst. Aus praktischen Gründen hat der Konzern beschlossen, die zusätzlichen Kosten für die Erlangung von Verträgen als betrieblichen Aufwand im Gewinn oder Verlust zu erfassen, wenn die Amortisationsdauer der Vermögenswerte, die der Konzern sonst erfasst hätte, 12 Monate oder weniger beträgt. Vertragsvermögenswerte und VertragsverbindlichkeitenDie Imperial-Gruppe bilanziert grundsätzlich Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten separat. Die Vertragsvermögenswerte umfassen im Wesentlichen abgegrenzte Umsatzerlöse, die noch nicht (vollständig) an den Kunden abgerechnet wurden. Dieser Posten ist grundsätzlich kurzfristig und wird im Laufe des neuen Geschäftsjahres realisiert. Vertragsverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen noch zu erbringende Leistungsverpflichtungen für vorausgezahlte Dienstleistungen durch den Kunden insbesondere im Bereich Transportdienstleistungen. In der Folge werden die Vertragsverbindlichkeiten entsprechend dem Leistungsfortschritt gegen die Umsatzerlöse ratierlich aufgelöst. Erträge werden auf Basis der wirtschaftlichen Substanz der relevanten Vereinbarung erfasst. Dies setzt voraus, dass es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Nutzungsentgelte auf zeitlicher Basis werden linear über den Zeitraum der Vereinbarung erfasst. Dabei werden im Voraus vereinnahmte Entgelte über die Laufzeit der vertraglichen Leistungsverpflichtung als Umsatz realisiert. Bei Transportleistungen erfolgt in der Regel eine Zahlung durch den Kunden nach Vollendung des Transportes, teilweise werden Anzahlungen verlangt. Die Ertragsrealisierung erfolgt in diesem Fall nach Abschluss des Transportes. Vereinbarungen über Nutzungsentgelte, die auf Produktion, Verkäufen oder anderen Maßen beruhen, werden nach Maßgabe der zugrundeliegenden Vereinbarung erfasst. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns sind die beizulegenden Zeitwerte und Einzelverkaufspreise der jeweiligen vertraglichen Leistungsverpflichtung weitestgehend vergleichbar. Es kommt zu keiner nach den Kriterien des IFRS 15 abweichenden Beurteilung der einzelnen Leistungsverpflichtungen der entsprechenden Verträge und des entsprechenden Realisationszeitraums. Weitere Ertrags- und AufwandsrealisationZinsen und ähnliche Erträge werden zeitproportional erfasst. Erträge aus Anlagenabgängen werden zum Zeitpunkt des Abgangs eines Vermögenswertes als Differenz zwischen Veräußerungserlös und Buchwert erfolgswirksam erfasst. Leasingverhältnissea) Der Konzern als Leasinggeber Der Konzern schließt als Leasinggeber Mietverträge für einige seiner Liegenschaften ab, soweit diese für die derzeitige Betriebskapazität des Konzerns nicht erforderlich sind. Daneben bestehen Finanzierungsleasingverträge über kundenbezogene technische Anlagen. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern als Leasinggeber auftritt, werden als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Wann immer die Bedingungen des Leasingvertrages im Wesentlichen alle Risiken und Vorteile des Eigentums auf den Leasingnehmer übertragen, wird der Vertrag als Finanzierungsleasing klassifiziert. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Wenn der Konzern ein zwischenliegender Leasinggeber ist, bilanziert er das Hauptleasing und das Unterleasing als zwei getrennte Verträge. Das Unter-Leasingverhältnis wird unter Bezugnahme auf das Nutzungsrecht, das sich aus dem Hauptleasingverhältnis ergibt, als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnis klassifiziert. Mieteinnahmen aus Operating-Leasingverhältnissen werden auf linearer Basis über die Laufzeit des Leasingvertrags gebucht. Anfängliche direkte Kosten, die bei der Aushandlung und dem Abschluss eines Operating-Leasingvertrages anfallen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstandes hinzugefügt und linear über die Laufzeit des Leasingvertrages verbucht. Beträge, die von Leasingnehmern im Rahmen von Finanzleasingverträgen geschuldet werden, werden als Forderungen in Höhe der Nettoinvestition des Konzerns in die Leasingverträge verbucht. Die Erträge aus Finanzierungsleasing werden den Rechnungsperioden so zugeordnet, dass sie eine konstante periodische Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition des Konzerns in Bezug auf die Leasingverträge widerspiegeln. Wenn ein Vertrag sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten enthält, wendet die Gruppe IFRS 15 an, um die vertragliche Gegenleistung jeder Komponente zuzuordnen. b) Der Konzern als Leasingnehmer Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis darstellt oder beinhaltet. Der Konzern bilanziert ein Nutzungsrecht an einem Vermögenswert und eine entsprechende Leasingverpflichtung in Bezug auf alle Leasingvereinbarungen, bei denen er der Leasingnehmer ist, mit Ausnahme von kurzfristigen Leasingverträgen und Leasing von geringwertigen Vermögenswerten (d.h. Verträge über Vermögenswerte mit Anschaffungskosten von weniger als TEUR 6,5). In Bezug auf kurzfristige Leasingverträge und Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte verbucht die Gruppe die Leasingzahlungen als Betriebsausgaben auf linearer Basis über die Laufzeit des Leasingvertrags, es sei denn, eine andere systematische Basis ist repräsentativer für den zeitlichen Verlauf, in dem der wirtschaftliche Nutzen aus den geleasten Vermögenswerten verbraucht wird. Die Leasingverpflichtung wird anfänglich mit dem Barwert der am Anfangsdatum ausstehenden Leasingzahlungen bewertet, die mit dem im Leasingvertrag implizit enthaltenen Zinssatz abgezinst werden. Wenn dieser Zinssatz nicht ohne weiteres bestimmt werden kann, verwendet die Gruppe ihren Grenzfremdkapitalzinssatz. Die in die Bewertung der Leasingverpflichtung einbezogenen Leasingzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Leasingverpflichtung wird anschließend bewertet, indem der Buchwert erhöht wird, um die auf die Leasingverpflichtung aufgelaufenen Zinsen widerzuspiegeln (unter Anwendung der Effektivzinsmethode), und indem der Buchwert verringert wird, um die geleisteten Leasingzahlungen widerzuspiegeln. Eine Neubewertung der Leasingverpflichtung wird durchgeführt, um Änderungen zu reflektieren bei:
Die Neubewertungen werden als Anpassungen des aktivierten Nutzungswerts abgebildet. Sofern Änderungen nicht zur Abbildung eines separaten Leasingverhältnisses führen, kann es auch zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit kommen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Nutzungsrechte umfassen die anfängliche Bewertung der entsprechenden Leasingverpflichtung, die am oder vor dem Anfangsdatum geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller erhaltenen Leasinganreize sowie alle anfänglichen direkten Kosten. In der Folge werden sie zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsverluste bewertet. Nutzungsrechte werden über den kürzeren der beiden Zeiträume Leasinglaufzeit oder Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben. Wenn ein Leasingvertrag das Eigentum des zugrundeliegenden Vermögenswertes überträgt oder die Kosten des Nutzungsrechts-Vermögenswertes widerspiegelt, dass die Gruppe erwartet, eine Kaufoption auszuüben, wird der zugehörige Nutzungsrechts-Vermögenswert über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt mit dem Anfangsdatum des Leasingvertrages. Die Gruppe wendet IAS 36 an, um zu bestimmen, ob ein Nutzungsrechtsvermögenswert wertgemindert ist, und verbucht jeden identifizierten Wertminderungsverlust. Variable Mieten, die nicht von einem Index oder einer Rate abhängen, werden nicht in die Bewertung der Leasingverpflichtung und des Nutzungsrechts-Vermögenswertes einbezogen. Die damit verbundenen Zahlungen werden in der Periode als Aufwand verbucht, in der das Ereignis oder die Bedingung, die diese Zahlungen auslöst, eintritt, und sind in den Nettobetriebsausgaben enthalten. In der Gruppe liegen keine wesentlichen Verträge dieser Art vor. Bei Verträgen, die eine Leasingkomponente und eine oder mehrere zusätzliche Leasing- oder Nichtleasingkomponenten enthalten, weist die Gruppe die Gegenleistung im Vertrag jeder Leasingkomponente auf der Grundlage des relativen Einzelpreises der Leasingkomponente und des gesamten Einzelpreises der Nichtleasingkomponenten zu. FremdwährungenGeschäftsvorfälle in einer Währung, die von der funktionalen Währung eines Unternehmens abweicht, werden mit dem Kurs am Tag der erstmaligen Bilanzierung in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Abschlussstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus dieser Währungsumrechnung werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Abweichend hiervon erfasst der Imperial Konzern den effektiven Teil der währungsbedingten Wertänderung von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente eines Cashflow Hedges designiert sind, im kumulierten sonstigen Ergebnis. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen geführt. Im Rahmen der Konsolidierung werden entsprechend der modifizierten Stichtagskursmethode die Vermögenswerte und Schulden von einbezogenen Gesellschaften, die nicht in Euro bilanzieren, zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden mit Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Daraus resultierende Unterschiedsbeträge werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese Unterschiedsbeträge werden zum Zeitpunkt des Abgangs der Gesellschaft erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Für die Währungsumrechnung der für den Imperial Konzern wesentlichen Währungen wurden folgende Wechselkurse verwendet:
Währungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit Sachanlagen werden in Abhängigkeit von den Bedingungen des Einzelfalls als abgegrenzter Betrag behandelt und über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswertes erfolgswirksam oder als Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des geförderten Vermögenswertes erfasst. Andere Zuwendungen werden direkt erfolgswirksam erfasst. Kosten für AltersversorgungBei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Kosten für die Leistungsbereitstellung nach der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt, wobei zu jedem Bilanzstichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Neubewertungen der Nettoschuld, bestehend aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten und dem Ertrag aus dem Planvermögen, werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Nachträglich zu verrechnender Dienstzeitaufwand wird direkt als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. ErtragsteuernDer Ertragsteueraufwand stellt die Summe der tatsächlichen Ertragsteuern und der latenten Steuern dar. Zudem sind Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten unter Berücksichtigung bestehender Unsicherheiten zu bewerten und zu erfassen (IFRIC 23). Die tatsächlichen Ertragsteuern werden auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Zusätzlich zu der Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern werden latente Ertragsteuerschulden (latente Ertragsteuerforderungen) für Abweichungen zwischen den Steuerwerten und den IFRS-Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden gebildet, deren Umkehr sich steuerbelastend (steuerentlastend) auswirkt. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für erwartete Steuervorteile aus der künftigen Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Der Berechnung liegen die am Abschlussstichtag gültigen Steuersätze zugrunde, es sei denn, eine Steuersatzänderung ist für den Zeitraum der voraussichtlichen Umkehr der temporären Differenzen bzw. der erwarteten Nutzung von Verlustvorträgen und Steuergutschriften bereits beschlossen. Aktive latente Steuern werden nur berücksichtigt, wenn eine Realisierung der Steuervorteile innerhalb des Planungshorizontes überwiegend wahrscheinlich erscheint. Veränderungen der angesetzten latenten Steuern führen zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit die Veränderung latenter Steuern aus Sachverhalten resultiert, die im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasst wurden, werden auch die latenten Steuern und ihre Veränderungen im kumulierten sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden pro Gesellschaft bzw. steuerlichem Organkreis saldiert, sofern sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen, und der Imperial Konzern ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden zusteht. Bei bestehenden Unsicherheiten ist eine daraus resultierende zusätzliche Steuerschuld zu ermitteln. Die Gruppe berechnet das gesamte potenzielle Steuerergebnis, falls die Unsicherheit eintreten sollte, und wendet einen Wahrscheinlichkeitsprozentsatz auf den berechneten Betrag an. Bei der Berechnung des potenziellen Steuerbetrags und des Wahrscheinlichkeitsprozentsatzes sind externe Steuer- und Rechtsgutachten zu berücksichtigen. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungsaufwendungen ausgewiesen. Mit Fertigstellung bzw. Erreichen des betriebsbereiten Zustands beginnt die Abschreibung. Mit Ausnahme von Grundstücken und Anlagen im Bau werden Sachanlagen linear über folgende Zeiträume abgeschrieben:
Zugänge von beweglichen Vermögenswerten werden pro rata temporis abgeschrieben. In den Anschaffungskosten von Sachanlagen sowie den Nutzungsrechten über Vermögenswerte werden die geschätzten Kosten für den Abbruch und die Beseitigung des Vermögenswerts sowie für die Wiederherstellung des Standortes berücksichtigt. Eine gegenläufige Rückstellung wird gemäß IAS 37 gebildet. Immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert)Erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmten Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungsaufwendungen ausgewiesen. Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworben wurden, sind zum beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungsaufwendungen ausgewiesen. Die Abschreibung erfolgt über deren voraussichtliche Nutzungsdauer linear, die zwischen 1 und 8 Jahren liegt. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geschäfts- oder FirmenwertDer aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierende Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der übertragenden Gegenleistung eines erworbenen Unternehmens oder Betriebes über die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns aufgeteilt und mindestens jährlich auf eine Wertminderung hin überprüft. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der zurechenbare Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes in die Bestimmung des Gewinns oder Verlusts aus der Veräußerung einbezogen. WerthaltigkeitsprüfungenBei Vorliegen eines Hinweises auf eine mögliche Wertminderung bei immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen oder bei einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sowie zahlungsmittelgenerierende Einheiten oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, werden jährlich auf Wertminderung geprüft. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit stellt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten dar, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten Mittelzuflüsse erzeugt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der Business Units getestet. Bei einer Werthaltigkeitsprüfung werden die Buchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. der zu testenden Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerte mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen. Ist der Buchwert höher als ihr erzielbarer Betrag, liegt in der Höhe der Differenz ein Wertberichtigungsbedarf vor. In diesem Fall wird bei einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im ersten Schritt der Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte verteilt, sofern keine andere Regel dem entgegensteht. Grundsätzlich erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags auf Basis des Nutzungswerts, der die bisherige Nutzung des Bewertungsobjekts bewertet. Dabei wird der Barwert der künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen des Imperial Konzerns, die einen Planungshorizont von fünf Jahren haben. Hierfür werden vor allem Annahmen über künftige operative Margen, Betriebsmittelbedarfe und Investitionen, Wachstumsraten der Märkte, Konjunkturzyklen und Wechselkurse getroffen. Die erwarteten Umsätze basierten auf Marktanteilsannahmen, Mengenwachstum und Preiserhöhungen. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individuell abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt. Die Netto-Zahlungsmittelzuflüsse werden mit den Kapitalkostensätzen abgezinst. Die Kapitalkostensätze werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkostensätze berechnet. Um den unterschiedlichen Rendite-Risiko-Profilen der Tätigkeitsschwerpunkte des Imperial Konzerns Rechnung zu tragen, werden für die Business Units und einzelne zahlungsmittelgenerierende Einheiten individuelle Kapitalkostensätze nach Ertragsteuern sowie eine Kapitalstruktur anhand von Vergleichsunternehmen derselben Branche festgelegt. Die verwendeten Fremdkapitalkostensätze stellen die langfristigen Finanzierungskonditionen der Vergleichsunternehmen dar. Beide Komponenten werden aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet. VorräteVorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der FIFO-Methode oder Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind. FactoringUm sich weitere günstige Finanzierungsquellen zu erschließen, wird ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Factoringgesellschaften verkauft. Sofern die hiermit verbundenen Ausfallrisiken auf den Erwerber übergehen (echtes Factoring), werden diese Forderungen im Verkaufszeitpunkt aus der Konzernbilanz ausgebucht. Seitens der Factoringgesellschaft einbehaltene Sperrbeträge werden unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Zahlungseingänge, die noch nicht an die Factoringgesellschaft weitergeleitet wurden, werden unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind vertraglich begründete wirtschaftliche Vorgänge, die einen Anspruch auf Zahlungsmittel beinhalten. Gemäß IAS 32 gehören hierzu originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente. Der Bestand der originären Finanzinstrumente ist aus der Bilanz bzw. der im Anhang gesondert dargestellten Überleitung der Bilanzbuchwerte nach den in IFRS 9 definierten Kategorien ersichtlich. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ausgegebene Schuldverschreibungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird. Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht zu FVTPL bewertet wird, kommen hierzu die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. Klassifizierung und FolgebewertungBei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert wurde:
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen. Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Bei der erstmaligen Erfassung kann der Konzern unwiderruflich entscheiden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllen, zu FVTPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungslegungsanomalien ("accounting mismatch") zu beseitigen oder signifikant zu verringern. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung des Geschäftsmodells:Der Konzern trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:
Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sindFür Zwecke dieser Einschätzung ist der "Kapitalbetrag" definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und für eine Gewinnmarge. Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt der Konzern:
Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium, der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes zusätzliches Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages enthalten sein kann. Zusätzlich wird eine Bedingung für einen finanziellen Vermögenswert, der gegen einen Auf- oder Abschlag gegenüber dem vertraglichen Nennbetrag erworben worden ist, die es erlaubt oder erfordert, eine vorzeitige Rückzahlung zu einem Betrag, der im Wesentlichen den vertraglichen Nennbetrag plus aufgelaufener (jedoch nicht gezahlter) Vertragszinsen (die ein angemessenes Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages beinhalten können) darstellt, zu leisten, als im Einklang mit dem Kriterium behandelt, sofern der beizulegende Zeitwert der vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit zu Beginn nicht signifikant ist. Finanzielle Vermögenswerte - Folgebewertung und Gewinn und Verluste:
Sonstige RückstellungenRückstellungen werden für Verpflichtungen angesetzt, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der zukünftige Ressourcenabfluss wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Eine Abzinsung von sonstigen Rückstellungen wird grundsätzlich nur dann vorgenommen, wenn beim Ansatz der Rückstellung der Betrag vor Diskontierung wesentlich ist. In den sonstigen Rückstellungen werden auch Verpflichtungen aus Altersteilzeitverhältnissen nach dem Blockmodell erfasst. Das in der Passivphase auszuzahlende Gehalt und die vom Arbeitgeber gewährten Aufstockungsbeträge werden während der Beschäftigungsphase zeitanteilig über die verbleibende Arbeitszeit des Mitarbeiters erfasst. Während die Aufstockungsbeträge ab Beginn der aktiven Phase ausgezahlt werden, werden die Gehaltsanteile ab Beginn der passiven Phase fällig. Leistungen anlässlich der Beendigung von Arbeitsverhältnissen werden bilanziert, wenn nachweislich eine Verpflichtung besteht, die auf einem detaillierten formellen Plan oder einem konkreten Abfindungsangebot beruht. Eine Rückstellung für belastende Verträge wird gebildet, sobald erkennbar ist, dass der erwartete Nutzen eines Vertrags hinter den mit dem Vertrag verbundenen Kosten zurückbleiben wird. Schätzungen und AnnahmenIm Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Ende der Berichtsperiode angegeben, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird. - Wertminderung des Geschäfts- oder FirmenwertsFür die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Wenn die tatsächlich erwarteten Cashflows geringer als bisher eingeschätzt ausfallen, kann sich eine wesentliche Wertminderung ergeben. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts betrug zum 30. Juni 2021 wie im Vorjahr insgesamt TEUR 43.587. - Nutzungsdauer von SachanlagenDer Konzern überprüft an jedem Abschlussstichtag die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben sich keine Änderungen ergeben. Der Buchwert der Sachanlagen betrug zum 30. Juni 2021 TEUR 72.411 (Vorjahr: TEUR 81.541). - Wertberichtigung auf Forderungen und Sonstige kurzfristige VermögenswerteBei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den Sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten umfasst die Wertberichtigung von zweifelhaften Forderungen in erheblichem Maße Einschätzungen und Beurteilungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Vertragspartners und der Analyse historischer Forderungsausfälle beruhen. Die tatsächlichen Zahlungseingänge können von den bilanzierten Buchwerten abweichen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betrug zum 30. Juni 2021 TEUR 357.395 (Vorjahr: TEUR 249.938). - Bewertung von RückstellungenFür die Bewertung von Rückstellungen, Pensionsrückstellungen sowie Sonstigen Rückstellungen sind Annahmen und Einschätzungen in Bezug auf Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme und die Höhe und Zeitpunkte der Verpflichtungen wesentlich. Bei Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen sind zudem versicherungsmathematische Annahmen über künftige Entgelt- und Rentenentwicklungen, Lebenserwartungen sowie Fluktuationen erforderlich. Die tatsächliche Entwicklung und damit die in Zukunft anfallenden Aufwendungen können dabei von der erwarteten Entwicklung und den gebildeten Rückstellungen abweichen. Der Buchwert der Pensionsrückstellungen sowie Sonstigen Rückstellungen betrug zum 30. Juni 2021 TEUR 75.269 (Vorjahr: TEUR 67.429). - IFRS 16 - Leasingverhältnissea) Optionen zur Verlängerung von Mietverträgen und Ausübung von Kaufoptionen Die für Immobilien abgeschlossenen Mietverträge enthalten häufig Optionen zur Verlängerung oder Beendigung des Mietverhältnisses, die im alleinigen Ermessen des Mieters liegen. Das Management entscheidet über die Verlängerung der Laufzeit des Mietvertrags auf der Grundlage der erwarteten wirtschaftlichen Anreize, die sich aus solchen Verlängerungen ergeben. Wenn das Management davon ausgeht, dass das Leasingverhältnis beendet wird, wird die Laufzeit des Leasingverhältnisses, die für die Bestimmung der Leasingverpflichtung und des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand verwendet wird, entsprechend verkürzt. Die Wahrscheinlichkeit der Ausübung von Kaufoptionen wird bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses berücksichtigt und schlägt sich in der Bewertung der Leasingverpflichtung und des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand nieder, wenn der Leasingnehmer hinreichend sicher ist, dass er seine Optionen ausüben wird. Dies setzt sich bei der Bewertung der Leasingverpflichtung und des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand fort, wenn der Leasingnehmer hinreichend sicher ist, dass er die Optionen ausüben wird. b) Zusätzlicher Sollzinssatz Zur Bestimmung des zusätzlichen Sollzinssatzes verwendet die Gruppe beobachtbare Marktdaten, z. B. JIBAR, EURIBOR, LIBOR-Sätze, und passt diese an die Bedingungen an. - IFRIC 23 - Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen BehandlungMit IFRIC 23 wird die Bilanzierung von Unsicherheit in Bezug auf Ertragsteuern klargestellt. Die Interpretation ist auf zu versteuernde Gewinne oder zu versteuernde Verluste, nicht genutzte steuerliche Verluste, nicht genutzte Steuergutschriften und Steuersätze anzuwenden, wenn Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung nach IAS 12 besteht. Demnach bezieht sich die Anwendung auf den Fall, dass anzunehmen ist, ob eine Behörde die ertragsteuerliche Behandlung (oder Kombination von steuerlichen Behandlungen) akzeptiert oder nicht. Insbesondere dann, wenn sich die Tatsachen oder Umstände ändern, hat das Unternehmen die steuerliche Behandlung zu überprüfen und die Wahrscheinlichkeit zu ermitteln, ob diese weiterhin von den Behörden akzeptiert wird. Die Aufstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge auswirken. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen am Bilanzstichtag. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrundeliegenden Annahmen und Schätzungen nach Bewertung von der Imperial Gruppe keinen unangemessen hohen Unsicherheiten, sodass aus aktueller Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung von Bilanzpositionen auszugehen ist. Erläuterungen zum KonzernabschlussERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG6. Umsatzerlöse
Umsätze aus Leistungen an Tochtergesellschaften innerhalb des Segments wurden im Rahmen des Konsolidierungsprozesses eliminiert. Intersegmentäre Umsätze lagen wie im Vorjahr nicht vor. In den Umsatzerlösen Logistics sind Mieterträge in Höhe von Mio. EUR 23,1 (Vorjahr: Mio. EUR 17,9) enthalten, davon entfallen Mio. EUR 12,2 (Vorjahr: Mio. EUR 16,7) auf Unterleasingverträge mit Kunden. 7. Betriebliche Aufwendungen (Netto)
Die betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen des Konzernabschlussprüfers in Höhe von TEUR 856, davon entfallen TEUR 170 auf das Vorjahr. Bei den Miet- und Leasingaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen aus kurzfristigen Verträgen sowie um Aufwendungen aus Miet- und Leasingverträgen über Vermögenswerte von geringem Wert bis zu TEUR 6,5. Von den Aufwendungen entfielen im Geschäftsjahr 2020/2021 TEUR 6.495 (Vorjahr: TEUR 6.522) auf kurzfristige Verträge und TEUR 4.868 (Vorjahr: TEUR 4.645) auf Leasing von Vermögenswerten mit geringem Wert gemäß der obigen Definition. Insbesondere nicht zahlungswirksame sonstige betriebliche Aufwendungen aus dem Verkauf der Schifffahrtsaktivtäten haben sowohl das Vorjahr (Mio. EUR 22,8) als auch die aktuelle Berichtsperiode (Mio. EUR 42,5) beeinflusst. Im Zusammenhang mit dem gewährten Kurzarbeitergeld wurden öffentliche Zuwendungen in Höhe von Mio. EUR 2,9 im Berichtszeitraum gewährt. 8. Anzahl der Mitarbeiter
9. Aktienbasierte VergütungDie Imperial Logistics Limited-Gruppe (übergeordneter Konzern mit Sitz in Südafrika) vergütet ihre leitenden Mitarbeiter mittels aktienbasierter Vergütungssysteme auf Basis der Imperial Logistics Limited Aktie. Aktienoptionspläne (SAR)Ausgewählte Begünstigte erhalten jährlich Aktienoptionen, die bedingte Rechte zum Erhalt von Aktien der Imperial Logistics Limited darstellen. Aktien werden in Höhe der Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem Zuteilungspreis gewährt. Das Recht zur Ausübung aller Optionen ist an das Erreichen am Gewährungstag festgelegter Leistungsbedingungen und das Verweilen in der Gesellschaft über die gesamte Sperrfrist geknüpft. Die Leistungsbedingungen und die Sperrfrist werden jährlich vom Board von Imperial Logistics Limited in Bezug auf jede neue Gewährung von Rechten festgelegt. Die jeweiligen Ziele und Maßnahmen für jede Gewährung werden detailliert in einem Gewährungsschreiben erläutert. Nachdem sie unverfallbar sind, können die Rechte von den Begünstigten innerhalb von vier Jahren nach Ende der Sperrfrist ausgeübt werden; dieser Zeitraum wurde für die jüngsten Zuteilungen auf 21 Monate verkürzt. Bei Ausübung durch einen begünstigten Teilnehmer wird der Unterschied zwischen dem Ausübungspreis und dem Preis bei Gewährung durch Auslieferung der Imperial-Aktien nach Erwerb auf dem freien Markt beglichen, es sei denn, der Kauf wurde auf oberer Konzernebene durch entsprechend kongruente Call-Optionen abgesichert Bedingter Aktienplan (CSP)Die berechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten bedingte Prämien und die Ausübbarkeit unterliegt den Leistungsbedingungen. Die Leistungsbedingungen für den CSP basieren auf den vom Board von Imperial Logistics Limited festgelegten Leistungszielen. Die bedingten Prämien berechtigen einen Teilnehmer zur Abrechnung in Aktien von Imperial Logistics, sofern die Leistungsbedingungen erfüllt sind. Die aktuellen Leistungsbedingungen für jährliche CSP-Zuweisungen lauten wie folgt:
CSPs werden nur an die leitenden Angestellten vergeben. Zuteilung von SAR und CSPDie Zuteilung von SAR und CSP erfolgt jährlich nach folgenden Kriterien:
Die Zuteilungsmenge an SAR und CSP wird unter Verwendung eines von PricewaterhouseCoopers entwickelten Modells berechnet und unter Verwendung des erwarteten Werts einer Zuweisung bestimmt. Der zugewiesene Prozentsatz wird basierend auf dem Dienstalter des Teilnehmers bestimmt, der auch bestimmt, ob ein Teilnehmer sowohl SAR als auch CSP oder nur SAR oder nur CSP erhält. Der erwartete Wert von CSP wird im Geschäftsjahr der Zuteilung auf der Grundlage einer Bewertungsmethode ermittelt, die den Volume Weighted Average Price (VWAP) der zwei Tage vor dem Datum der Zuteilung und das geschätzte Erreichen der entsprechenden Leistungsbedingungen berücksichtigt. Der erwartete Wert von SAR wird im Geschäftsjahr der Zuteilung unter Verwendung einer Bewertungsmethode ermittelt, die den durchschnittlichen VWAP der zwei Tage vor dem Zuteilungsdatum, die Laufzeit des Instruments und den erwarteten Aktienkurs und die geschätzte Erreichung der damit verbundenen Leistungsbedingungen berücksichtigt. Die möglichen Gewinne aus langfristigen aktienbasierten Vergütungen variieren von Jahr zu Jahr in Abhängigkeit von den Ausübungs- und Ausübungsmustern sowie den Auswirkungen auf die Aktienkursentwicklung und von externen Faktoren wie Marktstimmung, Zinssätze, Rohstoffpreise und Wechselkurse. Bei der Vergabe werden sowohl der erwartete Wert als auch der Nennwert angegeben. Der Nennwert basiert auf dem VWAP für die zwei Tage vor dem Zuteilungsdatum. Die aktuellen Leistungsbedingungen, die vom Vorstand für die Zuweisungen von Aktienoptionen festgelegt wurden, sind die Erreichung der folgenden Ziele: 1 .) Ergebnis je Aktie - Wachstum im Vergleich zum HEPS-Wachstum einer Vergleichsgruppe von 16 an der JSE gelisteten Unternehmen (50 %) 2 .) ROIC übersteigt WACC um 3 %, über den Leistungszeitraum um (50 %) Der Umfang, in dem jede Leistungsbedingung erfüllt ist, wird am Ende der Sperrfrist wie folgt bestimmt:
Die lineare Erdienung liegt zwischen 30 % und 100 %, abhängig von der Leistung des Unternehmens im Vergleich zur Vergleichsgruppe. Exekutivdirektoren erhalten CSP erst ab dem 50. Perzentil. ROIC-basierte ZuteilungWenn der durchschnittliche ROIC des Unternehmens während des Leistungszeitraums weniger als 1 % über dem Durchschnitt WACC des Unternehmens über den Leistungszeitraum liegt: 0 % Wenn der durchschnittliche ROIC im Leistungszeitraum über dem WACC plus 1 % liegt: 30 % Wenn der durchschnittliche ROIC über den Leistungszeitraum gleich oder über dem WACC plus 3 % liegt: 100 % Wenn der ROIC zwischen WACC plus 1 % und WACC plus 3 % liegt, erfolgt eine lineare Interpolation im Bereich zwischen 30 % und 100 %. Die lineare Erdienung liegt zwischen 30 % und 100 %, abhängig von der Leistung des Unternehmens, wenn der ROIC zwischen WACC plus 1 % und WACC plus 3 % liegt. Das Ziel von ROIC minus WACC wurde um 1 % nach oben korrigiert. Neben der Leistung der Gruppe berücksichtigt der Mindestschwellenwert für EPS / HEPS und ROIC das wichtige Ziel, wichtige Mitarbeiter in Zeiten herausfordernder Geschäftsbedingungen zu motivieren. Zum Stichtag bestehen die folgenden aktienbasierten Vergütungsmodelle:
* Vorjahresangaben angepasst, nur
fortgeführte Geschäftsbereiche
Details zum Aktienschema stellen sich wie folgt dar:
* Vorjahresangaben angepasst, nur
fortgeführte Geschäftsbereiche
* Vorjahresangaben angepasst, nur
fortgeführte Geschäftsbereiche
Die Imperial Logistics Group hat am Tag der Gewährung Call-Optionen für den Aktienoptionsplan 2018 gekauft, um sich gegen die Verpflichtung des Unternehmens zur Lieferung von Aktien im Rahmen des Aktienwertsteigerungsrechts abzusichern. Die Anschaffungskosten dieser Optionen wurden den beschäftigenden Unternehmen in Rechnung gestellt. Bei Ausübbarkeit der Aktien im Sinne der Regeln des Aktienplans werden die Aktien von der Imperial Logistics Group durch Inanspruchnahme der Call-Optionen gekauft und zur Erfüllung der Verpflichtungen des Unternehmens verwendet. Eine weitere Verwässerung wird nicht erwartet, da Absicherungen für den Restbetrag der Aktien bestehen. Bedingte Aktienpläne - Details zu den Rechten, die noch nicht ausgeübt wurden nach Jahr der GewährungBei Ausübung durch die Teilnehmer wird die Gruppe den Wert der Differenz zwischen dem Ausübungs- und dem Gewährungspreis durch Lieferung von Anteilen ausgleichen.
* Vorjahresangaben angepasst, nur
fortgeführte Geschäftsbereiche
Aufgrund der geleisteten Vorauszahlungen ergibt sich zum 30.6.2021 insgesamt ein Vermögenswert aus dem Überhang der geleisteten Zahlungen über die Verpflichtungen in Höhe von TEUR 570 (Vorjahr: TEUR 290). 10. Finanzergebnis
11. Ertragsteuern11.1. Ertragsteueraufwand
11.2. Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuern
Die latenten Ertragsteuern, die im sonstigen Ergebnis verrechnet werden, führen zu einer Verminderung des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 1.241 (Vorjahr: Eigenkapitalerhöhung um TEUR 665) und resultieren aus Ertragsteuern aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ12. Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder FirmenwertEine Übersicht der Geschäfts- oder Firmenwerte nach zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) sowie die bei der Werthaltigkeitsprüfung verwendeten Annahmen findet sich in der nachfolgenden Tabelle:
Aus der Werthaltigkeitsprüfung für die Geschäfts- oder Firmenwerte hat sich kein Abwertungsbedarf ergeben. Bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen zum 30. Juni 2021 ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, führt keine nach vernünftigem Ermessen für möglich gehaltene Änderung der zur Bestimmung des Nutzungswertes getroffenen Grundannahmen dazu, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt. Die Unternehmensplanung berücksichtigt ein stabil wachsendes Geschäft im Bereich Logistics. Trotz der Herausforderungen in der Business Unit Automotive Logistics aufgrund der Umstellung zur Elektromobilität gehen wir auch hier von weiterem organischen Wachstum aus. Insbesondere der anhaltende Trend zum Outsourcing und die hohe Nachfrage nach optimierten Logistikdienstleistungen sind Wachstumstreiber im Bereich Logistics. 13. Angaben zu assoziierten UnternehmenAlle assoziierten Unternehmen werden in diesem Abschluss nach der Equity-Methode bilanziert. Bei den Unternehmen handelt es sich zum Stichtag 30. Juni 2021 um die Gesellschaften Imperial Con-Pro GmbH, Eisenhüttenstadt, und Chemstore GmbH, Krefeld. Die Anteile an assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:
Die folgende Tabelle fasst aggregierte Finanzinformationen der at Equity bewerteten Unternehmen zusammen:
14. Sachanlagen
Die Abschreibungen werden linear berechnet, um die Kosten jeder Komponente eines Vermögenswerts über die geschätzte Nutzungsdauer auf ihren Restwert abzuschreiben. Anlagen im Bau werden unter der jeweiligen Anlagenklasse ausgewiesen. Sie sind zum 30.6.2021 insgesamt nicht wesentlich. Imperial vermietet Grundstücke und Gebäude an Kunden im Rahmen von Operate-Lease-Verhältnissen. Der Buchwert der zum 30. Juni 2021 vermieteten Grundstücke und Gebäude beträgt Mio. EUR 1,3, die darauf entfallende Abschreibung während des Geschäftsjahres 2020/2021 beträgt Mio. EUR 0,3. Aus den bestehenden Operate-Leasing-Vereinbarungen resultieren die folgenden künftigen Mieteinnahmen:
Von den unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Mieterträgen des Geschäftsjahres in Höhe von Mio. EUR 23,1 entfallen Mio. EUR 12,2 auf Unterleasingverträge mit Kunden. 15. Nutzungsrechte
Die Abschreibungen und Wertminderungen des Geschäftsjahres auf Nutzungsrechte werden unter den Abschreibungen ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen des Geschäftsjahres aus Leasingverbindlichkeiten werden unter den Finanzaufwendungen ausgewiesen. Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder solche über geringwertige Vermögenswerte sind in Note 7 ausführlich dargestellt. Es bestehen keine Vereinbarungen mit variablen Leasingzahlungen in erwähnenswertem Umfang. Zu Erträgen aus Unterleasingvereinbarungen vgl. Note 14. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Sale-and-Lease-back-Vereinbarungen in nennenswertem Umfang. 16. Latente Steueransprüche und -schulden
Wenn Unternehmen innerhalb des Konzerns mit künftigen Gewinnen rechnen und gemäß der Unternehmensplanung eine große Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass festgestellte Verlustvorträge in Zukunft genutzt werden können, werden aktive latente Steuern gebildet. Es erfolgt eine fortlaufende Überwachung und bei Bedarf wird der aktivierte latente Steueranspruch wertgemindert. Das Management hat festgestellt, dass die Werthaltigkeit des Saldos der nicht erfassten Verluste teilweise zweifelhaft ist, da noch kein Trend für profitables Wachstum in den jeweiligen Unternehmen festgestellt wurde. Die steuerlichen Verlustvorträge verfallen grundsätzlich nicht. 17. Finanzinvestitionen und Ausleihungen
Die Ausleihungen beinhalten im Wesentlichen Ausleihungen an Dritte (Mio. EUR 2,2, 2020: Mio. EUR 1,6) sowie Ausleihungen an assoziierte Unternehmen (Mio. EUR 0,0, 2020: Mio. EUR 0,1). Kredite an nahestehende Personen sind nicht besichert. Bezüglich der Darlehen an nahestehende Unternehmen und Personen wird auf Anmerkung 30 verwiesen. Der kurzfristige Teil der Forderungen aus Finanzierungsleasing wird unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. 18. Forderungen aus Finanzierungsleasingvereinbarungen
Die Finanzierungsleasingvereinbarungen betreffen vor allem die Überlassung von technischen Anlagen an Kunden. Die Verträge wurden langfristig geschlossen. Im Vorjahr waren noch Verträge über die Überlassung von Schiffen und Schubleichtern an ein nahestehendes Unternehmen enthalten. 19. Vorräte
20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte und sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Vertragsvermögenswerte
Für weitere Angaben wird auf Anhang 31.3 verwiesen. Die Forderungen aufgrund von Umsatzerlösen, die innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen werden, sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte und sonstige kurzfristige Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:
Die Vertragsvermögenswerte umfassten im Vorjahr vor allem abgegrenzte noch nicht fakturierte Umsatzerlöse. Die Vertragsvermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von insgesamt Mio. EUR 49,2 im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung veräußert. Der Selbstbehalt beträgt 3 %. 21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Darin enthalten sind verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel in Höhe von umgerechnet TEUR 560 (restricted cash). 22. EigenkapitalDas Haftkapital in Höhe von € 250.000,00 wurde unverändert von den Kommanditisten zu 0,1 % von der Imperial Mobility Germany Administration GmbH, Duisburg, zu 8,5 % von der Imperial Mobility Deutschland Beteiligungs GmbH, Duisburg, und zu 91,4 % von der Imperial Mobility International B.V., Druten/Niederlande, gehalten. Die Komplementärin, Imperial Logistics International B.V., Druten/Niederlande, ist am Kapital der Gesellschaft nicht beteiligt. Kapitalmanagement
Das Festkapital verminderte sich aufgrund des Jahresfehlbetrages im Einzelabschluss der Muttergesellschaft Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg. 23. PensionsrückstellungenDer Imperial-Konzern unterhält für seine berechtigten Mitarbeiter in Deutschland eine Reihe von überwiegend nicht kapitalgedeckten leistungsorientierten Pensionsplänen. Die verschiedenen Pläne unterscheiden sich in ihren Details und spiegeln die Bedingungen der im Laufe der Zeit erworbenen Unternehmen wider. Die Pläne sind alle geschlossen (d.h. es sind keine neuen Teilnehmer und keine Änderungen bestehender Pensionsverpflichtungen zulässig). Im Rahmen dieser Pläne haben die Mitarbeiter Anspruch auf Altersleistungen, die von einer Kombination aus Alter, Dienstalter und/oder Höhe der Gehälter/Löhne abhängen. Weitere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind nicht vorgesehen. Die Pläne sind im Allgemeinen nicht kapitalgedeckt, mit Ausnahme einiger seltener Fälle, in denen in der Vergangenheit Rückversicherungsverträge abgeschlossen wurden. Die Basisinstrumente dieses Planvermögens sind auf erstklassige Staatsanleihen beschränkt. Die Pläne der deutschen Gesellschaften unterliegen den gesetzlichen Verpflichtungen des Pensionssicherungsvereins VVAG, für die alle fälligen Beiträge entrichtet wurden. Die Vorsorgeverpflichtungen basieren auf versicherungsmathematischen Bewertungen, die nach der Projected-Unit-Credit-Methode (p.u.c.) unter folgenden Annahmen erstellt wurden:
Eine wesentliche demografische Annahme für die versicherungsmathematischen Bewertungen ist die Sterbetafel. Die verwendete Sterbetafel ist die Pensionstafel Prof. Dr. K. Heubeck in der Fassung 2018G. Die letzte versicherungsmathematische Bewertung wurde im April 2021 durchgeführt. Nach Ansicht der Geschäftsführung ist die Rückstellung für die leistungsorientierten Verpflichtungen angemessen. Die nächste Bewertung wird im April 2022 durchgeführt. Diese geschlossenen Pläne setzen den Konzern versicherungsmathematischen Risiken wie Zinsrisiko, Langlebigkeitsrisiko und Anstieg der Pensionszahlungen aus. Ein möglicher Einfluss von Änderungen dieser Annahmen wird im Abschnitt Sensitivitätsanalyse dargestellt. In der Konzerngesamtergebnisrechnung sind hinsichtlich der Vorsorgepläne folgende Beträge erfasst:
Die Entwicklung der Beträge für Pensionsverpflichtungen und den beizulegenden Wert des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
SensitivitätsbetrachtungAuswirkung auf den Wert der PensionsverpflichtungWesentliche versicherungsmathematische Annahmen für die Bestimmung der definierten Verpflichtung sind der Abzinsungssatz, die erwartete Rentenprogression und die Sterblichkeit. Die nachstehenden Sensitivitätsanalysen wurden auf der Grundlage angemessener möglicher Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums unter Konstanthaltung aller anderen Annahmen ermittelt. Eine Änderung der vorgenannten für die Ermittlung des DBO zum 30. Juni 2021 zugrunde gelegten Annahme von 1 % würde zu folgender Erhöhung (Verringerung) des DBO führen:
Das Planvermögen betrifft leistungsorientierte Pläne mit kurzer Laufzeit. Bei der Berechnung der Sensitivität der Pensionsverpflichtung gegenüber wesentlichen Annahmen wurde die gleiche Methode (Barwert der DBO mit der p.u.c.-Methode) angewendet. Wenn eine oder mehrere der Annahmen gleichzeitig geändert werden, entspricht die kombinierte Auswirkung aufgrund der Änderungen nicht unbedingt der Summe der einzelnen Auswirkungen aufgrund der Änderungen. Darüber hinaus spiegeln die Sensitivitäten eine Veränderung der DBO nur bei einer Veränderung der Annahmen von 1 % wider. Wenn sich die Annahmen auf einem anderen Niveau ändern, ist die Auswirkung auf das DBO nicht notwendigerweise linear.
24. Finanzverbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeiten
25. Rückstellungen
Die Rückstellung für Umweltrisiken basiert auf vertraglichen Vereinbarungen und wahrscheinlichen Umweltrisiken. Die Jubiläumsrückstellung basiert auf einer versicherungsmathematischen Bewertung nach der Projected Unit Credit (p.u.c.) Methode mit einem Diskontierungszinssatz von 1,44 % (2020: 1,04 %). Die Garantieverpflichtungen stellen vor allem bewertete Risiken im Zusammenhang mit Garantien aus Unternehmensverkäufen dar. Im Vorjahr wurde der entsprechende Betrag von TEUR 4.803 unter den Übrigen ausgewiesen. Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen basiert auf vertraglichen Vereinbarungen und wahrscheinlichen Umweltrisiken. Die innerhalb der übrigen Rückstellung enthaltene Rückstellung für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten stützt sich auf Einschätzungen der Unternehmensleitung, während die Rückstellung für belastende Verträge aus unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen beruht. Die Altersstruktur der Rückstellungen gibt den Zeitpunkt und die Höhe der zu leistenden Zahlungen zutreffend wieder. 26. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
27. Erläuterungen zu KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode erstellt. Der Finanzmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Zahlungsmitteläquivalente können als hochliquide betrachtet werden. Cashflows in Fremdwährungen werden mit einem geschätzten Durchschnittskurs umgerechnet. Wechselkursdifferenzen in Bezug auf liquide Mittel werden im Cashflow-Statement separat ausgewiesen. Körperschaftsteuer, erhaltene Zinsen und gezahlte Zinsen werden im Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit dargestellt. Die erhaltenen Dividenden werden im Rahmen des Mittelzuflusses aus der operativen Geschäftstätigkeit dargestellt. Transaktionen, die nicht zum Austausch von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten führen, werden nicht in der Cashflow-Abrechnung dargestellt. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten umfasst wie im Vorjahr Guthaben bei Kreditinstituten sowie in geringem Umfang Kassenbestände. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung der Veränderung der Finanzverbindlichkeiten und des Eigenkapitals dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gegenüber:
28. Sonstige finanzielle Verpflichtungen28.1. Bestellobligo
28.2. Verpflichtungen aus kurzfristigem Leasing und Leasing von geringwertigen Vermögenswerten
29. Haftungsverhältnisse
Die Haftungsverhältnisse spiegeln die Garantien wider, die die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und ihre Gruppengesellschaften vor allem Dienstleistern gegenüber eingeräumt haben. Es gibt keine laufenden oder anhängigen Rechtsstreitigkeiten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit wesentliche Nachteile für die Gruppe darstellen können. 30. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und UnternehmenMuttergesellschaft ist die Imperial Mobility International B.V., Druten/Niederlande. Die ultimative Muttergesellschaft ist die Imperial Logistics Limited mit Sitz in Südafrika. Salden und Transaktionen zwischen Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und ihren Tochtergesellschaften, die mit der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG verbunden sind, wurden bei der Konsolidierung eliminiert.
Eigeninteressen der Geschäftsführung an VerträgenDie Geschäftsführung bestätigt, kein Interesse an einer Transaktion von Bedeutung mit der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG oder einer ihrer Tochtergesellschaften zu haben. Ein Interessenkonflikt besteht daher nicht. TochtergesellschaftenEinzelheiten zu den Beteiligungen an den wichtigsten Tochtergesellschaften sind im Abschnitt 3 aufgeführt. SchlüsselmanagementAls Schlüsselmanagement werden Geschäftsführer betrachtet, die Verantwortung für die Planung, Leitung und Steuerung der Aktivitäten der Gruppe innehaben. Organbezüge der Konzerngeschäftsleitung
31. FinanzinstrumenteDie Zentralfunktion Group Treasury des Imperial-Konzerns ist verantwortlich für die Überwachung und Steuerung der Risikofaktoren. Zu diesen Risiken gehören finanzielle Risikofaktoren (Markt- und Währungsrisiko), das Zinsänderungsrisiko, das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko. Die Ziele, Strategien und Prozesse der Gruppe zur Messung und Steuerung dieser Risiken sind im Folgenden aufgeführt. 31.1. Finanzielle RisikofaktorenMarkt- und WährungsrisikoDies ist das Risiko, dass sich Änderungen der allgemeinen Marktbedingungen negativ auf das Ergebnis, die Vermögenswerte, die Verbindlichkeiten und das Kapital des Konzerns auswirken können. Wenngleich sich der weit überwiegende Teil der Tätigkeit des Konzerns auf den Euro-Währungsraum konzentriert, so ist der Konzern durch seine grundsätzlich international ausgerichtete Tätigkeit unter Umständen auch Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften wickeln ihre Aktivitäten im Wesentlichen in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungsrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingestuft. Einige Konzerngesellschaften unterliegen jedoch Fremdwährungsrisiken aus Lieferungen, bei denen ein Ausgleich in einer von der funktionalen Währung der Gesellschaft abweichenden Währung vereinbart wurde. Diese Risiken werden überwacht und bei Bedarf abgesichert. Der Buchwert der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gruppe am Ende des Berichtszeitraums beträgt wie folgt:
SensitivitätsanalyseBei der Sensitivitätsanalyse werden somit alle monetären Finanzinstrumente (Liquide Mittel und Äquivalente, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten), die nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaft denominiert sind, berücksichtigt. Quantitative Grundlage der Sensitivitätsanalyse sind erhobene Daten, die zu einer Währungsbilanz zusammengefasst werden und so das Fremdwährungsrisiko darlegen. Daraus lässt sich ableiten, dass für folgende Fremdwährungen Risiken im Laufe des Jahres von Relevanz waren: Polnischer Zloty, Britisches Pfund, US-Dollar und Schwedische Krone. Eine Abwertung/Aufwertung des Euro gegenüber diesen Währungen um 10 % würde eine Auswirkung von plus/minus TEUR 2.200 (Vorjahr: TEUR 1.400) auf das Konzernergebnis haben. Der Sensitivitätssatz von 10 % basiert auf der Einschätzung des Managements über eine mögliche Änderung der Wechselkurse in absehbarer Zeit. 31.2. ZinsänderungsrisikoZinsrisiken bestehen grundsätzlich bei langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und bei langfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Schwestergesellschaften, die jedoch weit überwiegend mit festen Zinssätzen vereinbart worden sind. Ein Zinsrisiko besteht auch bei anderen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten über einem Jahr. Im operativen Bereich sind solche Laufzeiten jedoch von untergeordneter Bedeutung. Es besteht außerdem ein Zinsrisiko bei Zahlungsmitteläquivalenten, die Zinserträge durch kurzfristige Anlage am Geldmarkt erzielen und eine relativ große Position darstellen. SensitivitätsanalyseWenn das Zinsniveau bezogen auf den Abschlussstichtag um 1 %-Punkt höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Jahresergebnis um TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 800) höher/niedriger gewesen. Der Sensitivitätssatz von 1 % basiert auf der Einschätzung des Managements über eine mögliche Änderung der Zinssätze in absehbarer Zeit. 31.3. AusfallrisikoDie finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen hauptsächlich Bankguthaben, Kassenbestand, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. In Bezug auf die finanziellen Vermögenswerte stellt deren Buchwert das maximale Ausfallrisiko dar. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich unter Berücksichtigung der Wertminderungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die aufgrund von Vergangenheitserfahrung und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds unter Berücksichtigung der Erkenntnisse des laufenden systematischen Forderungsmanagements bewertet wurden. Liquide MittelUm das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln unter dem Einfluss der Finanzmarktsituation so gering wie möglich zu halten, wird Liquidität ausschließlich bei Banken bester Bonität angelegt sowie Wert darauf gelegt, dass die Einlagen dem Einlagensicherungsschutz unterliegen. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenUm das Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, unterziehen wir unsere Kunden einer Bonitätsprüfung und betreiben ein aktives Debitorenmanagement. Der Rahmen für die Einstufung des Kreditrisikos der Gruppe umfasst die folgenden Kategorien:
In der folgenden Tabelle sind die Bonität der finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sowie das maximale Kreditrisiko aufgeführt:
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auch Leasingforderungen gegenüber fremden Dritten hat der Konzern den vereinfachten Ansatz in IFRS 9 angewendet, um die Wertberichtigung für die erwarteten Kreditverluste in der Laufzeit zu bemessen. Der Konzern ermittelt die erwarteten Verluste aus diesen Vermögenswerten anhand einer Wertberichtigungsmatrix, die auf der Grundlage historischer Kreditverlusterfahrungen auf der Grundlage des Überfälligkeitsstatus der finanziellen Vermögenswerte geschätzt und entsprechend angepasst wird, um den aktuellen Stand und die Erwartungen bezgl. der künftigen wirtschaftlichen Bedingungen widerzuspiegeln. Vermögenswerte, die mehr als 90 Tage überfällig sind, gelten als in Verzug, es sei denn, verlässliche zusätzliche Informationen zeigen, dass ein anderes Kriterium angemessener ist, z. B. bei Abrechnungsstreitigkeiten, deren Beilegung einige Zeit in Anspruch nimmt. Die ECL-Rate wird für jeden Geschäftsbereich individuell festgelegt. Der nicht gewichtete durchschnittliche erwartete Kreditverlust basierend auf dem Überfälligkeitsstatus in Bezug auf die Wertberichtigungsmatrix ist nachstehend aufgeführt:
Das oben genannte Alterungsprofil für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gilt als typisch für die verschiedenen Branchen, in denen bestimmte unserer Geschäftsbereiche tätig sind. In Anbetracht dessen und der Art der Gegenparteien gelten diese Beträge als erzielbar. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und LeistungenBevor diese Finanzinstrumente abgewertet werden, werden sie auf die Möglichkeit eines Rückgriffs geprüft. Für Forderungsausfälle auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen gebildet. Das Management ist nicht der Ansicht, dass ein wesentliches Kreditrisiko besteht, das nicht bereits durch eine Wertberichtigung abgedeckt ist. Es gibt keine signifikante Risikokonzentration für einen bestimmten Kunden oder ein bestimmtes Industriesegment. Es gibt keine einzelnen Kunden, deren Umsätze 10 % des Konzernumsatzes übersteigen. Nachstehend finden Sie eine Zusammenfassung der Bewegung in der Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen für das Jahr:
Beim Konzern liegt keine signifikante Konzentration von Ausfallrisiken vor, da die Risiken über eine große Zahl von Vertragsparteien und Kunden verteilt sind. Für Forderungen gegen nahestehende Unternehmen aus Darlehen, Leasing, Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen gegen solche Unternehmen wird grundsätzlich nach Berücksichtigung von Sicherheiten, Bürgschaften Garantien, Verpfändungen und Patronatserklärungen bzw. Ergebnisabführungsverträgen eine pauschalierte Wertberichtigung in Höhe von 0,05 % gebildet. Wesentliche zu berücksichtigende Sicherheiten bestanden zum 30. Juni 2021 nicht. Da für die bestehenden Forderungen gegen nahestehende Unternehmen der Gesamtbetrag der erforderlichen Wertberichtigung von untergeordneter Bedeutung war, wurde aus Wesentlichkeitsgründen auf eine bilanzielle Erfassung verzichtet. 31.4. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann. Im zentralen Finanzmanagement des Imperial-Konzerns hat die ausreichende Versorgung des Konzerns mit liquiden Mitteln daher oberste Priorität. Dieses Ziel wird durch das Vorhalten einer angemessenen Liquiditätsreserve sichergestellt, die es der Imperial-Gruppe stets ermöglicht, ihren Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachzukommen. Die Angemessenheit der Liquiditätsvorsorge wird primär von drei Faktoren bestimmt: vom Ausmaß der zu erwartenden Zahlungsmittelzu- und -abflüsse, liquider Aktiva und von freien Kreditlinien sowie Refinanzierungsmöglichkeiten im Kapital- und Bankenmarkt. Die Zentralfunktion Group Treasury ist verantwortlich für die Überwachung und Steuerung der Liquidität innerhalb des Konzerns. Zur Sicherung der finanziellen Stabilität wird eine ausgewogene Finanzstruktur angestrebt, die eine Mischung verschiedener Finanzierungselemente (inkl. Gesellschafterdarlehen, Bankdarlehen und Kapitalmarktinstrumente) beinhaltet. Neben der Finanzplanung, die in der Regel über vier bis fünf Jahre ausgerichtet ist, erfolgt die Liquiditätsplanung für das tägliche operative Geschäft in kurzfristigen Intervallen. Durch die Kombination der Finanz- und Liquiditätsplanungen sowie mittels der zur Verfügung stehenden freien Liquidität und Kreditlinien wird sichergestellt, dass Imperial jederzeit über eine angemessene Liquiditätsreserve verfügt. Das Unternehmen verfügt über ausreichend Liquidität (eigene und im Zugriff über den Konzernverbund), um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und ihre Tochtergesellschaften sind in die Konzernfinanzierung des Imperial Konzerns in Europa eingebunden. Die Konzernfinanzierung wird über die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V., Druten/Niederlande, sichergestellt, die über eine derzeit bis Oktober 2022 terminierte Kreditlinie mit einem Bankenkonsortium verfügt. Diese Kreditlinie ist durch die oberste Konzernmuttergesellschaft Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Süd-afrika, garantiert. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG haftet nicht für diese Kreditlinie. Die vereinbarten Covenants für diese Kreditlinie, die sich auf die Konzernbilanz des Mutterkonzerns Imperial Logistics Ltd., Südafrika, beziehen, werden halbjährlich überprüft. Zum Bilanzstichtag verfügte Imperial über ausreichend liquide Mittel und zugesagte freie Kreditlinien (siehe Anhang Notes 21 und 24). Die vertraglichen Fälligkeiten von finanziellen Vermögenswerten und Finanzverbindlichkeiten sind wie folgt:
31.5. Fair Value NeubewertungFair Value KategorienDie zum beizulegenden Zeitwert der Gruppe getragenen Finanzinstrumente werden in drei Kategorien eingeteilt, die wie folgt definiert sind: Level 1Beizulegende Werte, die auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten bestimmt werden. Level 2Beizulegende Werte, die auf Basis von Parametern bestimmt werden, für die entweder direkte oder indirekt abgeleitete Preise auf einem Markt zur Verfügung stehen. Level 3Beizulegende Werte, die mithilfe von Parametern bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Das Management geht davon aus, dass für sämtliche dargestellte Finanzinstrumente aufgrund variabler Verzinsung oder kurzer Laufzeit der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht. 32. Angabe zu nicht beherrschenden AnteilenDie nachfolgenden Tabellen enthalten Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen.
33. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 8. Juli 2021 hat die oberste Muttergesellschaft der Imperial Logistics-Gruppe, die börsennotierte Imperial Logistics Limited, öffentlich verkündet, dass am 7. Juli 2021 Imperial in ein sog. Transaction Implementation Agreement mit DP World, einem globalen Logistik- und Hafenunternehmen, das seine Logistikpräsenz in Afrika und Europa erweitern möchte, eingetreten ist. Damit ist auch die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG einschließlich aller Tochtergesellschaften Gegenstand der Transaktion. Am 25. Februar 2022 wurden alle Bedingungen der Transaktion, insbesondere die Zustimmung der Kartellbehörden, erlangt. Die Transaktion wurde damit am 14. März 2022 mit der Übertragung sämtlicher Aktien der Imperial Logistics Limited abgeschlossen. Für die bestehenden kurzfristigen finanziellen Forderungen gegen verbundene Unternehmen stehen ausreichende ungenutzte externe Kreditlinien bei diesen Unternehmen zur Verfügung, die eine jederzeitige Bedienung dieser Forderungen sicherstellen und die bis Oktober 2023 zugesagt sind. Es liegen Zusagen der finanzierenden Banken vor, dass mit dem Erwerb durch DP World bestehende Kündigungsrechte nicht ausgeübt und damit auch weiterhin in einem ausreichenden Umfang Kreditlinien gewährt werden. Durch die seit dem 24. Februar 2022 stattfindende militärische Auseinandersetzung in der Ukraine im Konflikt mit Russland können sich Risiken auf die Wirtschaft insgesamt sowie Risiken und Chancen für das Geschäft von Imperial ergeben. Imperial ist weder in der Ukraine noch in Russland mit Tochterunternehmen oder Niederlassungen präsent; unser Kundengeschäft ist in diesen Ländern insgesamt nicht wesentlich. Falls unsere Kunden von der Situation betroffen sind oder sein werden, könnte dies auch Auswirkungen auf Imperial haben.
Duisburg, den 17. März 2022 Imperial
Logistics International B.V., Druten/Niederlande
DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Thomas Schulz Muazzez Anadolu Dindar Jan Wegmann BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2021, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 17. März 2022 Deloitte
GmbH
Marion Lammers, Wirtschaftsprüferin Dieter Peppekus, Wirtschaftsprüfer Zusammengefasster Lageberichtfür das Geschäftsjahr 2021 (vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021) des Imperial Logistics International-Konzerns und der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg 1. VorbemerkungenDer vorliegende Lagebericht fasst den Lagebericht des Imperial Logistics International-Konzerns ("ILI-Konzern") und den Lagebericht der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG ("ILI B.V. & Co. KG") zusammen. Der ILI-Konzern ist Teil der Imperial Logistics-Gruppe mit der Konzernmutter Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Südafrika. Die europäischen bzw. Aktivitäten außerhalb von Afrika werden in der Imperial Mobility-Gruppe mit der Muttergesellschaft Imperial Mobility International B.V., Druten/Niederlande, ("IMI BV") in den Niederlanden gebündelt, in die der ILI-Konzern einbezogen wird. Folgende Änderungen in der Lageberichterstattung für den ILI-Konzern haben sich gegenüber dem Vorjahr ergeben: Unserer internen Managementstruktur folgend sind die Aktivitäten in unseren Business Units zwei Geschäftsfeldern zugeordnet, die - unverändert zum Vorjahr - die Aktivitäten im Bereich Freight (bisher: Transportdienstleistungen) und Logistics (bisher: Logistiklösungen) umfassen. Unsere Lageberichterstattung und insbesondere die Ergebnisquellenanalyse orientiert sich an den beiden Geschäftsfeldern. Wir fördern damit die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit unserer Geschäftsentwicklung in der Berichterstattung. Im Geschäftsjahr sind die wesentlichen Leistungsindikatoren des ILI-Konzerns Umsatz und Operating Profit und damit ausschließlich finanzielle Leistungsindikatoren (siehe hierzu auch Grundlagen des Konzerns). Weitere definierte finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind als nicht wesentlich im Sinne der Konzernsteuerung eingestuft worden. Für die ILI B.V. & Co. KG ergibt sich aufgrund ihrer Funktion als Konzernmuttergesellschaft das Jahresergebnis als wesentlicher Leistungsindikator. Erstmals wurde ein zusammengefasster Lagebericht aufgestellt und die Lageberichterstattung der ILI B.V. & Co. KG als Muttergesellschaft und die des ILI-Konzerns zusammengeführt. Vor dem Hintergrund, dass die ILI B.V. & Co. KG als Holdinggesellschaft mit wesentlichen Management-Funktionen für den Gesamtkonzern sowie über die bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge durch die Entwicklungen im Gesamtkonzern geprägt ist, halten wir die Zusammenfassung der Lageberichterstattung für angemessen. 2. Grundlagen des KonzernsDie Imperial Logistics International B.V. & Co. KG ist Obergesellschaft des Konzerns und nimmt, vertreten durch die Geschäftsführung der Komplementärin, die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtkonzerns wahr. Hierzu gehören vor allem die strategische Ausrichtung des Konzerns, die Ressourcenallokation, das Führungskräfte- und Finanzmanagement sowie die Leitung des konzernweiten operativen Geschäfts der Geschäftsbereiche "Freight", mit den Business Units Shipping, Road & Rail, Express Freight sowie Air & Ocean, und "Logistics" mit den Business Units Automotive, Industrial, Consumer sowie Chemicals. Die Business Units des Geschäftsbereichs Freight sind in den folgenden Bereichen aktiv: Im Bereich Shipping war der ILI-Konzern bis zum Verkauf der europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten mit Wirkung zum 31. Juli 2020 der Marktführer in der europäischen Binnenschifffahrt und beförderte gemeinsam mit Schwestergesellschaften mit eigenen, gemieteten und gecharterten motorisierten und nicht motorisierten Einheiten trockene und flüssige Massengüter auf den europäischen Binnengewässern, insbesondere in Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und den Main-Donau-Anliegerstaaten. Weitere Aktivitäten wurden in Paraguay mit einer Schubbootflotte auf den dortigen Binnengewässern durchgeführt. Auch diese Aktivitäten wurden mit Vertrag vom 16. April 2021 veräußert. Damit zieht sich der ILI-Konzern vollständig aus der Binnenschifffahrt zurück. Über die bisherige Business Unit Shipping wird damit zukünftig nicht mehr berichtet. Der Bereich Road & Rail umfasst vielfältige Transportdienstleistungen mit Konzentration auf die Anforderungen unserer Kunden aus den Bereichen Automotive, Stahl und Chemie. Zudem werden auch Tanktransporte, die ein entsprechendes Equipment verlangen, durchgeführt. Es sind rund 600 eigene Zugmaschinen, 1.200 eigene Auflieger und rund 400 eigene Tankcontainer im Einsatz. Darüber hinaus wird eine Vielzahl von Subunternehmern einbezogen. Als weiteres Tätigkeitsgebiet haben wir uns seit 2020 die neue Seidenstraße erschlossen - der Duisburger Hafen ist einer der End- bzw. Anfangspunkte eines der größten Infrastrukturprojekte der chinesischen Regierung, nämlich Transporte auf dem Schienenweg nach Europa durchzuführen. Aufgrund stark gestiegener Preise für Schiffspassagen und Container auf den Seerouten hat sich die Schienenverbindung zu einer echten Alternative mit starken Wachstumsraten entwickelt. Hiervon wollen wir auch in den kommenden Jahren mit unseren Services profitieren und dieses Geschäft kontinuierlich ausbauen. Im Bereich Express Freight ist der ILI-Konzern mit den deutschen Aktivitäten Teil des größten Express-Netzwerks in Westeuropa für palettierte Fracht. Der im Aufbau befindliche Bereich Air & Ocean ist auf dem Gebiet der Luft- und Seefrachtspedition tätig und erbringt Dienstleistungen rund um die Organisation von Luft- und Seefrachtsendungen für unsere Kunden einschließlich der Abwicklung von Zollaktivitäten. Im Geschäftsbereich Logistics sind die Business Units in den folgenden Bereichen tätig: Der Bereich Automotive bietet für namhafte europäische Automobilhersteller und Automobilzulieferer kundenorientierte Logistikdienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette an. Zum Leistungsspektrum gehören vor allem Dienstleistungen wie Lagerlogistik, Vormontage, Ersatzteillogistik, Just-intime- und Just-in-sequence-Belieferung von Montage- und Produktionslinien. Der Bereich Industrial bietet vor allem für Kunden aus der Stahlindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau kundenorientierte Dienstleistungen an. Diese umfassen leistungsfähige Logistikbausteine für die Produktionsversorgung und -entsorgung. Die produzierten Güter werden dem gewünschten Lager- oder Distributionskonzept zugeführt. Das Leistungsspektrum umfasst ferner auch Qualitätsprüfung, Verpackung und sonstige Nebenleistungen. Im Bereich Consumer werden Dienstleistungen gebündelt, die auf den Gebieten der Steuerung von Waren- und Informationsströmen, der Optimierung der Versorgung von Kunden mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren durch intelligente Beschaffungslogistik und Importlogistik für den Handels- und Konsumgütersektor erbracht werden. Der Bereich Chemicals bietet Transport- und Logistikdienstleistungen für Kunden der chemischen Industrie an und kann als Full-Service-Dienstleister auf ein Netzwerk von eigenen und gemieteten Gefahrgutlägern zurückgreifen. Zusätzlich zu diesen Geschäftsfeldern werden in geringem Umfang innerhalb des ILI-Konzerns weitere ergänzende Dienstleistungen erbracht wie z.B. Versicherungsmaklerei und das Management externer Firmenwagenflotten. Die bedeutendsten Kunden des ILI-Konzerns sind vor allem große, namhafte Unternehmen aus den Bereichen Automobilherstellung, Chemie, Maschinenbau und Stahlerzeugung. Der Geschäftsverlauf und die Profitabilität unserer Geschäftsmodelle ist dabei insbesondere im Geschäftsbereich Logistics an die Branchenentwicklung in den zuvor genannten Nachfrageindustrien gekoppelt. Zudem wirkt sich auch regelmäßig die Verfügbarkeit von Ressourcen im europäischen Speditionsgeschäft auf die Ertragslage aus. Neben den bezogenen Transportleistungen insbesondere im Bereich Road & Rail haben vor allem die Personalkosten im Geschäftsbereich Logistics einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des ILI-Konzerns. Schwerpunkt unserer Leistungserbringung liegt unverändert in Deutschland. Daneben erwirtschaftet der ILI-Konzern aber auch im europäischen Ausland und hier vor allem in den Benelux-Staaten, Polen, Ungarn sowie Großbritannien und Schweden wesentliche Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse außerhalb von Europa sind vor allem im Geschäftsbereich Logistics in China gekennzeichnet und haben bisher keinen wesentlichen Anteil am Konzernumsatz. Die Vermögenslage ist geprägt durch die eigenen und gemieteten Lagerkapazitäten sowie die technischen Anlagen und Lagermaterialen zur Erbringung unserer Leistungen. Der Verkauf der europäischen Shipping-Aktivitäten mit Wirkung zum 31. Juli 2020 hat sich vor allem auf die Vermögenslage des ILI-Konzerns sowie die Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ausgewirkt. Mit dem Verkauf des kapitalintensiven Geschäfts reduzierten sich insbesondere die unter dem Anlagevermögen ausgewiesenen Transportmittel sowie Nutzungsrechte um Mio. EUR 54,6 bzw. Mio. EUR 27,8. Daneben sind auch die Geschäfts- und Firmenwerte der Business Unit (Mio. EUR 77,5) abgegangen. Für die europäischen Schifffahrtaktivitäten wurden im letzten Geschäftsjahr vor der Veräußerung Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 213,0 und ein negatives operatives Ergebnis von Mio. EUR 9,5 erzielt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden lediglich noch Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 14,6 und ein negatives operatives Ergebnis von Mio. EUR 0,3 erwirtschaftet. Mit Wirkung zum 16. April 2021 wurden im Rahmen eines Asset-Deals motorisierte und nicht motorisierte Binnenschiffe, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen an Schwestergesellschaften aus der Imperial Logistics-Gruppe vermietet waren, an die Gesellschaft Hidrovias do Brasil S.A., einem unabhängigen Logistikdienstleister mit Fokussierung auf Binnenschifffahrtslogistik in Südamerika, veräußert. Damit lösen wir uns vollständig von unseren Shipping-Aktivitäten und haben den Weg der Konsolidierung unserer Geschäftsmodelle abgeschlossen. Die Transaktion hatte zur Folge, dass u.a. bilanzierte Leasingforderungen mitveräußert wurden und sich die Höhe der Finanzierungsleasingforderungen zum Bilanzstichtag 30. Juni 2021 um Mio. EUR 107,7 verringerten. Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2021 den ILI-Konzern anhand der folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert:
Die ILI B.V. & Co. KG ist als Muttergesellschaft des ILI-Konzerns vor allem von den Dividenden und der Ergebnisabführung der deutschen operativen Gesellschaften des Konzerns abhängig. Für die Muttergesellschaft ist daher die Vereinnahmung von Erträgen aus ihren direkten und indirekten Beteiligungen von Bedeutung, mit dem Ziel über einen positiven Jahresüberschuss entsprechendes Ausschüttungspotential für die Anteilseigner zu generieren. Daher ist die Höhe des handelsrechtlichen Jahresergebnisses der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator der Muttergesellschaft. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren unterstützen das Management bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Nicht finanzielle-Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Demnach sind im ILI-Konzern und der ILI B.V. & Co. KG keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren vorhanden, die für die Geschäftstätigkeit des Konzernes von wesentlicher Bedeutung sind. 3. Wirtschaftsbericht3.1 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDer Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 und die Umsetzung weitreichender Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie fast überall auf der Welt haben sich massiv auf die globale Konjunktur ausgewirkt und die Weltwirtschaft im Kalenderjahr 2020 in eine historische Rezession gestürzt. Weitreichende geld- und finanzpolitische Maßnahmen zur Abfederung der Pandemie-Folgen haben jedoch dafür gesorgt, dass die Produktionstätigkeit wieder auflebte und das Vertrauen der Konsumenten und Unternehmen langsam zurückgekehrt ist. Dies hat im dritten Quartal des Kalenderjahres 2020 zu einem Ende der Rezession geführt. Die Weltproduktion hat im dritten Quartal um fast 9% zugenommen und konnte damit einen Großteil der Produktionsverluste in der ersten Jahreshälfte 2020 ausgleichen. Trotz der erneut steigenden Zahl an Neuinfektionen von an COVID-19 erkrankten Menschen und den wieder verschärften Eindämmungsmaßnahmen in vielen Ländern konnten auch im vierten Quartal 2020 die weltwirtschaftlichen Aktivitäten weiter zulegen. Insgesamt ergibt sich für das Kalenderjahr 2020 ein Rückgang der Weltproduktion um 3,3% und damit der stärkste Einbruch der Weltwirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg. Allerdings ist der Einbruch auf Jahressicht damit deutlich geringer ausgefallen als von den meisten Experten zunächst befürchtet. Es zeigt sich jedoch, dass sich das Ausmaß der Konjunkturerholung zwischen den Ländern stark unterscheidet: Während die chinesische Volkswirtschaft einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal gegenüber dem vierten Quartal 2019 verzeichnet, lag das BIP in der Eurozone rund 5%, in Großbritannien rund 7,8% unter dem Schlussquartal 2019. Auch im ersten Quartal 2021 konnte die Weltproduktion um 0,8% zulegen, allerdings deutlich gebremst durch Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie bei steigenden Infektionszahlen in vielen Ländern (Kieler Konjunkturberichte, www.ifw-kiel.de). Auch im zweiten Quartal 2021 erhöhte sich das BIP der G7-Staaten um 1,6% gegenüber dem Vorquartal, allerdings mit einer sehr unterschiedlichen Dynamik in den einzelnen Ländern. Während in Großbritannien ein Anstieg von 4,8% zu verzeichnen ist, beträgt das Plus in Kanada lediglich 0,6%. Insgesamt bleibt damit auch das BIP unterhalb des Levels vor Ausbruch der Corona-Pandemie (Quelle: OECD, "GDP Growth - Second quarter of 2021"). Im ersten Quartal 2021 ist aufgrund der bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und dem Beginn der dritten Pandemiewelle das BIP in der Eurozone um 0,6% gesunken (Eurostat, Euroindikatoren, 53/2021). Das zweite Quartal 2021 ist vor allem durch das Fortschreiten der Impfkampagnen und weitergehende Öffnungsschritte in den Ländern der Eurozone gekennzeichnet. Die Wirtschaft im Euroraum nähert sich wieder dem Vorkrisenniveau und lag bei der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal noch 2,5% unter dem Vorkrisenniveau. Auch hier zeigen sich sehr unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Ländern. Während Spanien mit 6,8% noch am weitesten vom Vorkrisenniveau entfernt war, bewegen sich Länder wie Finnland oder Griechenland bereits wieder über dem Niveau aus Q4/2019 (Kieler Konjunkturberichte, www.ifw-kiel.de). Die konjunkturelle Erholung in Deutschland im zweiten Halbjahr 2020 war geprägt von einer starken Erholung im Sommer und einer wieder abnehmenden wirtschaftlichen Dynamik im Schlussquartal 2020. Hier wirkte sich die zweite Pandemiewelle und die daraufhin vorgenommenen Maßnahmen zur Eindämmung negativ aus und führten lediglich zu einem Wirtschaftswachstum von 0,3% gegenüber einem Anstieg im dritten Quartal von 8,5%. Besonders drastisch war der Swing im Exportgeschäft, das nach einem Minus von 13,3% in der ersten Jahreshälfte 2020 einen Anstieg von 6,9% in den restlichen sechs Monaten des Kalenderjahres verzeichnete. Für das Gesamtjahr 2020 ergibt sich damit ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 4,9% gegenüber dem Jahr 2019. Das erste Quartal 2021 war durch einen nahezu durchgängigen Shutdown in Deutschland geprägt und wirkte sich damit insbesondere negativ auf die konsumnahen Dienstleistungsbereiche aus. Die Wirtschaftsleistung (BIP) verringerte sich damit gegenüber dem Vorquartal um 1,8% (Quelle: Kieler Konjunkturberichte Nr. 80, www.ifw-kiel.de). Auch in Deutschland zeigten sich im zweiten Quartal 2021 die Erfolge der Impfkampagne, die zur Rücknahme zahlreicher Einschränkungen führte. Das BIP erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um 1,6%. Allerdings blieb die bisherige Entwicklung im Jahr 2021 damit hinter den Erwartungen zurück - es wurde mit einer stärkeren Erholung gerechnet. Dies ist ein Indikator dafür, dass die Pandemie und ihre Folgen sich noch stärker auf die ökonomischen Aktivitäten auswirken (Quelle: Kieler Konjunkturberichte Nr. 83, www.ifw-kiel.de). 3.2 Branchenbezogene RahmenbedingungenFür den weltweiten Logistikmarkt rechneten die Analysten von Transport Intelligence mit einem Umsatzrückgang von rund 12% auf Billionen EUR 5,275 im Kalenderjahr 2020. Auch die Kontraktlogistik musste aufgrund der Schließung von Produktionsstätten und vielen stationären Geschäften einen Rückgang von rund 4% im Vergleich zu 2019 hinnehmen. Die Verträge für Logistikdienstleistungen litten in der ersten Jahreshälfte 2020 erheblich unter den Lockdown-Maßnahmen als Folge der COVID-19-Pandemie. Insbesondere Europa war der am stärksten von der COVID-19-Pandemie betroffene Logistikmarkt und musste im Bereich der Kontraktlogistik einen Rückgang von rund 5,9% verzeichnen (Quelle: www.trans.info/de). Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung war die Automobilindustrie, die eines der wichtigsten Segmente in der Kontraktlogistik darstellt. Nach Schätzungen des Verbandes der europäischen Automobilhersteller ACEA (European Automobile Manufacturers Association) kann man sogar von einem 25%igen Rückgang der Autoverkäufe in Europa ausgehen. Profitieren hingegen konnte der E-Commerce-Sektor von der Pandemie, der in der EU im Jahr 2020 um rund 25% zulegte (Quelle: Eurostat). In der ersten Jahreshälfte 2021 wirkte sich die weitere globale wirtschaftliche Erholung auch auf den Logistikmarkt positiv aus. Im ersten Quartal war ein Wachstum im Transport- und Logistiksektor von 6% gegenüber Q4/2020 zu verzeichnen. Vor allem das Auftragsvolumen legte noch deutlich kräftiger zu und erreichte einen Anstieg von 16,9% gegenüber dem Vorquartal (Quelle: www.loginfo24.com). Der europäische Markt für Straßengüterverkehr wurde insbesondere vom ersten Lockdown 2020 stark getroffen. Auch hier führte die Schließung von Produktionsstätten und des stationären Handels sowie die Beschränkungen im grenzüberschreitenden Warenverkehr zu einem deutlichen Einbruch, der auch in der zweiten Jahreshälfte nicht aufgeholt werden konnte. Laut dem Branchendienst Transport Intelligence schrumpfte der Markt um rund 6% gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland ist der Umsatz der Logistikbranche im Kalenderjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr von Mrd. EUR 279 auf Mrd. EUR 265 (vorläufige Zahlen) zurückgegangen. Gemäß der Bundesvereinigung Logistik wäre der Umsatz ohne die Corona-Krise gestiegen. Das Kalenderjahr 2021 hat hingegen mit deutlichen Umsatzzuwächsen begonnen. Bereits im ersten Quartal des Jahres 2021 konnte im Bereich Verkehr und Lagerei nach den Umsatzeinbrüchen als Folge der Corona-Pandemie das Vorkrisenniveau erreicht werden. Das Umsatzplus gegenüber dem Vorquartal betrug 3,7%. Auch das zweite Quartal 2021 war für den Bereich Verkehr und Lagerei mit den höchsten Umsatzzuwächsen aller Dienstleistungssegmente gekennzeichnet. Gegenüber dem Vorquartal ist ein Anstieg des Umsatzindexes von 4,6% zu verzeichnen. Treiber war vor allem der boomende Onlinehandel (Quelle: DVZ; Artikel "Sektor Verkehr und Lagerei mit hohem Umsatzplus" vom 21. September 2021). 3.3 GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2021 war - wie bereits die letzten Monate des Geschäftsjahres 2020 - von einer hohen Unsicherheit bedingt durch die Folgen der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Unsere Herausforderungen lagen insbesondere in der Reaktion auf die teilweise sehr kurzfristigen Anforderungen an die Verfügbarkeit und Erbringung unserer Leistungen in den Bereichen Freight und Logistics. Dabei galt es Pandemie-bedingte Ausfälle in unserer Belegschaft an den Standorten zu vermeiden und die Gesundheit und Sicherheit unserer gesamten Mitarbeiterschaft sicherzustellen. Nach Zustimmung der Behörden im Land NRW konnte mit Wirkung zum 31. Juli 2020 der europäische Geschäftsteil der Binnenschifffahrtsaktivitäten veräußert werden. Kurz vor dem Geschäftsjahresende konnten wir dann den Rückzug aus den Binnenschifffahrtsaktivitäten mit dem Verkauf des übrigen Geschäftsbereichs in Südamerika abschließen. Damit haben wir einen wesentlichen Meilenstein unserer langfristigen Strategie umgesetzt und konzentrieren uns auf die verbliebenen Aktivitäten und den Ausbau neuer Wachstumsfelder. Hier konnten wir einen gelungenen Einstieg in den Bereich der Luft- und Seefrachtspedition mit unserer neuen Business Unit Air & Ocean erreichen, die erste Umsätze und Ergebnisbeiträge geliefert hat. Die Bedeutung des Logistikstandortes Duisburg, dem Firmensitz der ILI B.V. & Co. KG, zeigte sich als End- und Startpunkt der sog. neuen "Seidenstraße", die eine Alternative zu den etablierten Seerouten für den internationalen Warenverkehr auf der Schiene zwischen Asien und Europa darstellt. Hier haben wir entsprechende Angebote für unsere bestehenden und neuen Kunden aufgenommen, die es gilt in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln. Nach einem deutlichen Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal des Kalenderjahres 2020 war der Geschäftsjahresbeginn 2021 für den ILI-Konzern vor allem durch einen starken Erholungseffekt mit einem deutlichen Wirtschaftsaufschwung und entsprechenden Nachholeffekten geprägt. Auch die zweite Geschäftsjahreshälfte 2021 war durch eine konjunkturelle Erholung im Frühjahr 2021 in den für uns bedeutsamen Schlüsselbranchen Automobil, Stahl und Chemie begünstigt. Eine gute operative Leistung unserer Standorte des Geschäftsbereichs Logistics in Europa rundet dieses Bild ab. Im Geschäftsbereich Freight haben wir bei den Road-Aktivitäten, also den Transportleistungen im Liquid- und General Cargo-Bereich, von unseren Kapazitäten an eigenen Berufskraftfahrerinnen und -fahrern sowie Zugmaschinen und Aufliegern profitiert: In Zeiten zunehmenden Fahrermangels in mehreren Ländern Zentral-Europas verzeichnen wir konjunkturbedingte Nachfragespitzen nach unseren Kapazitäten mit positiven Auswirkungen auf die Leistungsentgelte. Negativ wirkten sich jedoch in der zweiten Geschäftsjahreshälfte Produktionsausfälle unserer Kunden im Automotivbereich aufgrund von Versorgungsengpässen von Halbleitern aus, die auch unser Geschäft sowohl in der Business Unit Automotive als auch im Road-Bereich unmittelbar beeinflusst haben. Neben den Mittelzuflüssen aus dem Verkauf der Shipping-Aktivitäten ist es weiterhin unsere operative Leistung und der stabile operative Cashflow aus unserer Geschäftstätigkeit, der im Geschäftsjahr 2021 überzeugen konnte und uns jederzeit unter Berücksichtigung der kurzfristigen Geldanlagen bei Schwestergesellschaften aus der Imperial Logistics-Gruppe die notwendigen Spielräume zur Weiterentwicklung unserer Geschäftstätigkeit gebracht hat. Mit unserer Initiative "go greener" haben wir zudem einen Teil unserer Zugmaschinen in Großbritannien auf den umweltfreundlichen Flüssiggasbetrieb umgestellt. Damit verbunden waren Investitionen in die Tankstelleninfrastruktur. 3.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des ILI-Konzerns3.4.1 ErtragslageDie Ertragslage des ILI-Konzerns ist im Berichtsjahr beeinflusst durch den Verkauf der Shipping-Aktivitäten. Die europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten wurden mit Wirkung zum 31. Juli 2020 veräußert und bereits im Abschluss zum 30. Juni 2020 als nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten ausgewiesen (siehe hierzu die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung). In der nachfolgenden Analyse der Ertragslage wird daher von den fortgeführten Geschäftsbereichen ausgegangen und die Ergebnisse der Veräußerung der Shipping-Aktivtäten dargestellt. Mit einem Umsatz von Mio. EUR 14,6 und einem negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von Mio. EUR 5,9 trugen die europäischen Binnenschifffahrtsaktivtäten zur Ertragslage vom Monat Juli 2020 bis zur Veräußerung am 31. Juli 2021 bei. Der Umsatz und weitere Ergebnisgrößen aus der fortgeführten Geschäftstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:
Der Konzernumsatz erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 27,7 auf Mio. EUR 673,9. In den einzelnen Business Units der beiden Geschäftsbereiche sind die Entwicklungen insgesamt sehr unterschiedlich und weiterhin von den Folgewirkungen der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Die nachfolgende Beschreibung der Entwicklung in den Geschäftsbereichen Logistics und Freight berücksichtigt die Darstellung der Umsatzerlöse vor der Eliminierung von Aufwendungen und Erträgen zwischen den beiden Geschäftsbereichen. Mit dem vollständigen Rückzug aus den Binnenschifffahrtsaktivitäten im April 2021 ist der Geschäftsbereich Freight vor allem durch die Entwicklung der Business Unit Road im Geschäftsjahr 2021 gekennzeichnet. Rückläufig entwickelten sich die Umsätze im Bereich General Cargo. Im Bereich Liquid Cargo war ebenfalls ein Umsatzrückgang zu verzeichnen, wobei hier die Nachfrage und vor allem das Spot-Geschäft in der zweiten Geschäftsjahreshälfte deutlich anzogen und somit zumindest zu einer zufriedenstellenden Gesamtentwicklung geführt haben. Im Bereich General Cargo hingegen haben Produktionsausfälle an den Standorten unserer Kunden in der Automobilindustrie zu einem Nachfrage- und Umsatzrückgang in diesem Kundensegment geführt. Der Bereich Road Management entwickelte sich auch aufgrund von Neukundengeschäft positiv. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2021 von einer Zurückhaltung der Kunden bei Ausschreibungen gekennzeichnet und es ergaben sich entgegen unserer Erwartungen nur wenige Möglichkeiten Neukundengeschäft zu generieren. Unser Anteil an den deutschen Aktivtäten am größten Netzwerk für palettierte Fracht in Europa konnte die Erwartungen angesichts des schwierigen Marktumfeldes erfüllen; die Umsatzerlöse stagnierten auf Vorjahresniveau und der Abschluss neuer Allianzen mit anderen Netzwerken lässt nach der Pandemie weiteres Wachstum erwarten. Pandemiebedingte Verzögerungen beim Aufbau der Aktivitäten in der neuen Business Unit Air & Ocean haben dazu geführt, dass die Umsatzbeiträge im Berichtsjahr geringer ausgefallen sind, als erwartet wurde. Dennoch ist dieser Bereich im Wesentlichen für den Anstieg der Umsatzerlöse des gesamten Geschäftsbereichs Freight gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 10,8 auf Mio. EUR 234,6 verantwortlich. Im Geschäftsbereich Logistics profitierten wir insbesondere im Kalenderjahr 2021 von einer spürbaren Erholung und deutlichen Wachstumssignalen in den Branchen Automotive, Stahl und Chemie. Neben wesentlichem Neukundengeschäft bzw. Erweiterung unserer Logistikdienstleistungen bei Bestandskunden in der Automobilindustrie war es vor allem die hohe Nachfrage nach Lagerkapazitäten im Bereich Chemicals, die insgesamt zu einem Umsatz über unseren Erwartungen für das Geschäftsjahr 2021 geführt haben. Negativ auf den Umsatz wirkten sich in der Business Unit Automotive - wie bereits unter Punkt 3.3 beschrieben - die Produktionsausfälle bei unseren Kunden aus, die sich aus Lieferengpässen bei Halbleitern ergeben haben. Die Business Unit Consumer ist die weiterhin am stärksten von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffene Business Unit; die Schließungen im Einzelhandel haben hier unmittelbaren Einfluss auf die Nachfrage nach unseren Leistungen und den Umsatz während des gesamten Geschäftsjahres. Innerhalb der Business Unit Industrial hat die schwache Nachfrage im Bereich Steel Logistik sowie die Schließung von Standorten zu einem deutlichen Umsatzrückgang geführt. Hingegen entwickelte sich der Umsatz im Bereich Machinery & Equipment aufgrund Neukundengeschäft und einer stabilen Nachfrage unserer Bestandskunden positiv. Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Logistics um 5,2% auf Mio. EUR 440,5 angestiegen. Aus den sonstigen geschäftlichen Aktivitäten, die sich aus unserem Geschäft des Flottenmanagements für Fahrzeuge und unserem Geschäft als Versicherungsmakler zusammensetzen, realisierten wir Umsätze in Höhe von Mio. EUR 3,6 und damit auf Vorjahresniveau. Die betrieblichen Aufwendungen (Mio. EUR 664,3; Vorjahr: Mio. EUR 604,4) aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten sind um 9,9% gestiegen. Der darin enthaltene Personalaufwand erhöhte sich um 6,2% auf Mio. EUR 264,4; der Anstieg steht im Zusammenhang mit der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (+5,5%) sowie höheren Aufwendungen für variable Gehaltszahlungen. Der Materialaufwand ist aufgrund der über das Gesamtjahr betrachteten gesunkenen Speditions- und sonstigen Frachtkosten um 6,2% auf Mio. EUR 222,6 zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hingegen um 44,8% auf Mio. EUR 186,1 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Buchverluste aus dem Verkauf unseres Shipping-Business in Paraguay zurückzuführen. Wir verweisen auf die nachfolgenden Ausführungen zum Operating Profit. Die planmäßigen Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens einschließlich der Nutzungsrechte an Vermögenswerten haben sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,8 auf Mio. EUR 61,0 verringert - hier machten sich insbesondere geringere Abschreibungen auf Nutzungsrechte bemerkbar, die um Mio. EUR 1,0 zurückgegangen sind. Die Wertberichtungen des Vorjahres (Mio. EUR 12,1) umfassten vor allem aktivierte Software sowie ein Nutzungsrecht für eine Immobilie. Auch im Berichtsjahr wurde für einen Standort ein Nutzungsrecht wertberichtigt (Mio. EUR 1,5), da sich hier die Einschätzung hinsichtlich der Ergebnissituation deutlich verschlechtert hat. Bedingt durch den Verkauf der internationalen Shipping-Aktivitäten in Paraguay und der damit im Zusammenhang stehenden Beendigung von Finanzierungsleasingverträgen sind die Zinserträge gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 2,4 zurückgegangen. Gleichzeitig wurde auch ein in USD geführtes Darlehen zurückgezahlt, das zu einem Rückgang der Zinsaufwendungen um Mio. EUR 0,8 im Berichtsjahr geführt hat. Insgesamt ist das im Vorjahr noch positive Finanzergebnis von Mio. EUR 1,6 um Mio. EUR 1,9 zurückgegangen. Die Ertragsteuern sind im Berichtsjahr vor allem durch die Bildung von aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge im deutschen Organkreis gekennzeichnet. Während sich aufgrund der Ergebnissituation im ILI-Konzern kein nennenswerter laufender Steueraufwand ergeben hat, ist bei den latenten Steuern ein Ertrag in Höhe von Mio. EUR 5,1 zu verzeichnen. Vor allem die Bildung latenter Steuern auf die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge in Höhe von Mio. EUR 4,7 machte sich hier bemerkbar. Im Sonstigen Ergebnis des ILI-Konzerns wurden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Einheiten (Mio. EUR 0,1; Vorjahr: Mio. EUR 3,0) sowie Effekte aus der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen (Mio. EUR 1,4; Vorjahr: Aufwendungen aus versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von Mio. EUR 1,4) einschließlich darauf zu bildender latenter Steuern erfasst. Der Operating Profit als bedeutsamster Leistungsindikator des ILI-Konzerns leitet sich aus unserem operativen Ergebnis wie folgt ab:
Insbesondere nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus dem Verkauf unserer Schifffahrtsaktivtäten haben sowohl das Vorjahr als auch die aktuelle Berichtsperiode beeinflusst. Mit dem vollständigen Rückzug aus dem Binnenschifffahrtsgeschäft zum Ende des Geschäftsjahres 2021 werden keine weiteren negativen Ergebniseffekte mehr erwartet. Die Wertberichtigungen beziehen sich vor allem auf Nutzungsrechte; die übrigen Aufwendungen stellen eine Nettogröße dar und beinhalten neben den Aufwendungen für die Währungsumrechnung auch in einem geringen Umfang Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen. 3.4.2 VermögenslageAuch die Vermögenslage des ILI-Konzerns ist im Berichtsjahr vor allem beeinflusst durch die Veräußerung der europäischen Shipping-Aktivitäten im Juli 2020. Das insgesamt anlagenintensive Geschäft bestehend aus motorisierten und nicht motorisierten Einheiten wurde im Geschäftsjahr als nicht fortzuführendes Geschäft bewertet und entsprechend ausgewiesen. Mit Wirkung zum 31. Juli 2020 wurden Vermögenswerte mit einem Buchwert von Mio. EUR 215,1 (30. Juni 2020: Mio. EUR 198,8) veräußert. Vor allem die Nutzungsrechte aus Mietverträgen über bewegliches und unbewegliches Vermögen sind aufgrund der weiteren Abschreibung der Nutzungerechte und einer nur geringen Anzahl neu abgeschlossener oder verlängerter Verträge, die zu einer wertmäßigen Erhöhung geführt haben, um insgesamt Mio. EUR 8,1 auf Mio. EUR 117,6 zurückgegangen. Entsprechend haben sich die weiteren Tilgungszahlungen unserer Finanzverbindlichkeiten aus dem Leasingverhältnis um Mio. EUR 7,7 reduziert. Eine insgesamt eher zurückhaltende Investitionspolitik sowie die Überprüfung unserer Investitionsvorhaben aufgrund bestehender Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Folgewirkungen der Corona-Pandemie haben lediglich zu Zugängen im Anlagevermögen von Mio. EUR 8,1 geführt. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR 15,2 sowie weiterer Effekte hat sich der Buchwert des Anlagevermögens um Mio. EUR 9,1 verringert. Weiterhin hat der Verkauf des Shipping-Geschäfts in Paraguay im April 2021 zu einer Ausbuchung der Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen geführt, da mit dem Verkauf des Geschäfts die zuvor an nahestehende Unternehmen langfristig vermieteten Schiffe veräußert wurden. Dies führte zu einem weiteren Rückgang der langfristigen Vermögenswerte um Mio. EUR 105,5. Die Vorräte konnten aufgrund von Optimierungen in unserem Bestandsmanagement um Mio. EUR 1,9 auf Mio. EUR 6,4 vermindert werden. Die finanziellen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen aus der Imperial Logistics-Gruppe ergeben sich - wie bereits im Vorjahr - aus den kurzfristigen Finanzforderungen, die sich im Berichtsjahr entsprechend der Summe der Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit und der Investitionstätigkeit um Mio. EUR 100,3 erhöht haben. Einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Finanzforderungen hatten dabei die vereinnahmten Kaufpreiszahlungen für den Verkauf unserer Shipping-Aktivitäten in Europa und Paraguay. Diese wurden im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen und zur Gesamtsteuerung der Finanzierung innerhalb der Imperial Logistics-Gruppe bei nahestehenden Unternehmen angelegt, die damit im Wesentlichen Konzernfremdfinanzierungen zurückgeführt haben. Durch den Verkauf unserer Aktivitäten in der europäischen Binnenschifffahrt sind die im Vorjahr als Veräußerungsgruppe klassifizierten Vermögenswerte (Mio. EUR 209,6) sowie die im Zusammenhang stehenden Schulden (Mio. EUR 90,4) mit Wirkung zum 31. Juli 2020 vollständig abgegangen. Unter Berücksichtigung des Gesamtergebnisses des Geschäftsjahres verringerte sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 52,4. Aufgrund des stärkeren Rückgangs der Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 30,9% auf 33,7% gesteigert werden. Die Pensionsverpflichtungen reduzierten sich aufgrund der Änderung des Diskontierungszinssatzes für die Bewertung der Verpflichtungen zum Geschäftsjahresende um Mio. EUR 3,6. Dabei wurden Bewertungseffekte in Höhe von Mio. EUR 2,6 als Erhöhung des Eigenkapitals im sonstigen Ergebnis der Gesellschaft erfasst. Der Anstieg der Sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 11,4 ist vor allem auf Garantieverpflichtungen im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen zurückzuführen. Dagegen ist die Drohverlustrückstellung im Zusammenhang mit Kundenverträgen wieder zurückgegangen. Unter Berücksichtigung der zum Stichtag im Rahmen einer bestehenden Factoringvereinbarung veräußerten kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich zum Stichtag 30. Juni 2021 gegenüber dem Vorjahr folgendes Bild:
Der Anstieg der Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist nach einem infolge der Corona-Pandemie schwachen Schlussquartal 2020 auf die Ausweitung unserer Geschäftsaktivtäten zurückzuführen. Trotz der ergriffenen Maßnahmen zur Optimierung des Working Capital verschlechterte sich das Working Capital um Mio. EUR 5,9 auf Mio. EUR 36,4. Durch den Verkauf der internationalen Shipping-Aktivitäten wurde eine in diesem Zusammenhang stehende langfristige USD-Darlehensverbindlichkeit gegenüber nahestehenden Unternehmen aus der Imperial-Mobility-Gruppe in Höhe von Mio. USD 109,7 vollständig getilgt und ist im Wesentlichen für den Rückgang der Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag verantwortlich. 3.4.3 FinanzlageTrotz des negativen Konzernjahresergebnisses, das vor allem durch nicht liquiditätswirksame Buchverluste im Zusammenhang mit Anlagenabgängen gekennzeichnet ist, ist der operative Cashflow im Geschäftsjahr 2021 mit Mio. EUR 32,9 weiterhin positiv. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit berücksichtigt insbesondere die Einzahlungen aus den verkauften Shipping-Aktivitäten in Europa und Südamerika, die zu einem Nettocashflow in Höhe von Mio. EUR 171,3 geführt haben. Dem stehen Auszahlungen für die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von Mio. EUR 9,0 gegenüber. Insgesamt ist das Geschäftsjahr von einer geringen Investitionstätigkeit und einem Rückgang der Auszahlungen für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten des Anlagevermögens gekennzeichnet. Die Geldanlagen auf den Zahlungsverrechnungskonten der IMF führten zu Auszahlungen in Höhe von Mio. EUR 100,3. Der Finanzierungscashflow zeigt insbesondere die Rückzahlung von Darlehen, die von nahestehenden Unternehmen in USD gewährt wurden und zu einer Auszahlung in Höhe von Mio. EUR 76,5 führen. Die Auszahlungen für Leasingverpflichtungen sind aufgrund des geringeren Verpflichtungsumfangs mit Mio. EUR 44,9 deutlich niedriger als im Vorjahr (Mio. EUR 56,4). Insgesamt ist der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit mit Mio. EUR 118,8 negativ. Der Finanzmittelfonds, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, verringerte sich um Mio. EUR 6,5 auf Mio. EUR 8,5. Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit und unseres weiteren Wachstums, sowohl organisch als auch durch mögliche Zukäufe, stehen dem ILI-Konzern innerhalb des Konzernverbunds mit der IMI BV ausreichend Kreditlinien aus der europäischen Finanzierungsfazilität zur Verfügung, die bei Bedarf kurzfristig abgerufen werden können. Aufgrund der zum Bilanzstichtag bestehenden, nicht genutzten Kreditlinien bei nahestehenden Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 401,6 kann der ILI-Konzern über die Muttergesellschaft kurzfristig auf ausreichend finanzielle Mittel zugreifen. Für die bestehenden kurzfristigen finanziellen Forderungen gegen verbundene Unternehmen stehen ausreichende ungenutzte externe Kreditlinien bei diesen Unternehmen zur Verfügung, die eine jederzeitige Bedienung dieser Forderungen sicherstellen und die bis Oktober 2023 zugesagt sind. Unabhängig von der zuvor genannten Finanzierung innerhalb des Konzernverbunds mit der Imperial Mobility-Gruppe stehen der ILI B.V. & Co. KG als Muttergesellschaft des ILI-Konzerns eigene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 20,8 mit einer Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag von Mio. EUR 3,8 zur Verfügung, die bei Bedarf gezogen und durch die ILI B.V. & Co. KG an die operativ tätigen Tochtergesellschaften über bestehende Cash-Pooling-Vereinbarungen weitergereicht werden können. Die halbjährlich überprüften Covenants auf Ebene der obersten Muttergesellschaft waren zum 30. Juni 2021 eingehalten. Im Zusammenhang mit einer bestehenden Vereinbarung über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig Forderungen veräußert und damit ausgebucht. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen mit einem Nominalvolumen in Höhe von Mio. EUR 49,2 veräußert worden. 3.5 Zielerreichung der PrognoseIn einem von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägten konjunkturellen Umfeld blieb die Entwicklung unserer zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 gesetzten Ziele für die Kernsteuerungsgrößen Umsatzerlöse und Operating Profit zunächst hinter unseren Erwartungen zurück. Insbesondere bei den Umsatzerlösen zeigten sich die Auswirkungen von Verzögerungen bei der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und die Verschiebung von Projekten mit unseren Kunden. Die zweite Geschäftsjahreshälfte war weiterhin von den Folgewirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst; in den für uns wesentlichen Kundensegmenten zeigte sich dies vor allem durch eine schwankende Nachfrage nach unseren Dienstleistungen. Zudem ist das operative Ergebnis durch die einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des internationalen Binnenschifffahrtsgeschäfts gekennzeichnet (Wir verweisen auf die Ausführungen unter Punkt 3.4.1). Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2021 im Vorjahr berücksichtigte auch die nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten und damit die europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten, die aber bereits zum 31. Juli 2020 veräußert wurden. Weiterhin sind wir nicht davon ausgegangen, dass wir unsere internationalen Binnenschifffahrtsaktivitäten im Geschäftsjahr 2021 veräußern können. Mit Wirkung zum 16. April 2021 konnten wir uns auch von diesem Geschäft trennen, womit uns für die letzten Monate des Geschäftsjahres die Umsatz- und Ergebniseffekte fehlen. Weiterhin konnten wir unsere Wachstumsziele insbesondere im Bereich Air & Ocean nicht vollständig umsetzen, sodass wir insbesondere beim Umsatz unser Ziel deutlich verfehlt haben. Insgesamt konnten wir aufgrund der hohen Kostendisziplin im administrativen und operativen Bereich unsere Ziele beim Operating Profit übertreffen.
3.6 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen EntwicklungDas Geschäftsjahr 2021 war für den ILI-Konzern durch den eingeschlagenen Weg der Veräußerung unserer europäischen und internationalen Shipping-Aktivitäten und der COVID-19-Pandemie sowie den daraus resultierenden Folgen für den operativen Geschäftsverlauf geprägt. Sowohl Umsatz als auch Operating Profit lagen zum Geschäftsjahresende über der von uns budgetierten Entwicklung. Dabei sind die im Budget berücksichtigten negativen Szenarien über die Beeinflussung des Geschäftsverlaufs durch die Corona-Pandemie vollumfänglich eingetreten, konnten allerdings durch gezielte Maßnahmen gemindert werden. Insbesondere war die wirtschaftliche Erholung nach den deutlich negativen Auswirkungen in der ersten Jahreshälfte 2020 trotz weiterer Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr stärker als wir es prognostiziert hatten. Unsere Erwartung zu Beginn des Geschäftsjahres war, dass es im zweiten Halbjahr keine direkten Corona-Effekte mehr geben würde, sondern eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage. Tatsächlich hat es eine grundsätzlich stärkere Erholung und weiterhin auch negative Effekte gegeben. Bereits zum Zeitpunkt der ersten Vorausschau zum Ende des Kalenderjahres 2020 zeichnete sich diese Entwicklung ab. Insbesondere der Bereich Consumer war während des gesamten Geschäftsjahres negativ beeinflusst. Als weiterer negativer Einflussfaktor erwiesen sich die Engpässe an Halbleitern in dem für uns wichtigen Kundensegment Automobilherstellung, die bei unseren Kunden zu Produktionsausfällen vor allem im zweiten Halbjahr geführt haben. Dementsprechend weist die Höhe des Operating Profits bzw. die Marge aus unserem operativen Geschäft weiterhin Steigerungspotential auf. Auch bei den Umsätzen ist im Bestandsgeschäft noch nicht das Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht und das Neugeschäft hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Die Geschäftsführung beurteilt unter dem weiteren Einfluss der Auswirkungen der Corona-Pandemie den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend. 4 Geschäftsentwicklung der ILI B.V. & Co. KG (HGB)Die Geschäftsentwicklung der ILI B.V. & Co. KG unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die des ILI-Konzerns. Der Ausblick für den ILI-Konzern spiegelt aufgrund der Verflechtungen mit den Tochtergesellschaften und der Bedeutung der ILI B.V. & Co. KG in der ILI-Gruppe größtenteils auch die Erwartungen für die ILI B.V. & Co. KG wider. Daher gelten die vorstehenden Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den ILI-Konzern überwiegend auch für die ILI B.V. & Co. KG. Die Ertragslage der ILI B.V. & Co. KG wird maßgeblich durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften bestimmt. In ihrer Funktion als Konzernmuttergesellschaft bestimmt das Jahresergebnis der ILI B.V. & Co. KG die Möglichkeiten, Ergebnisse an die Gesellschafter und vor allem über die Beteiligungskette an die Konzernmuttergesellschaft in Südafrika auszuschütten. Daher stellt das Jahresergebnis den bedeutsamsten Leistungsindikator der ILI B.V. & Co. KG dar. 4.1 Ertragslage der ILI B.V. & Co. KGKurzfassung der Gewinn- und Verlustrechnung der ILI B.V. & Co. KG:
Die Entwicklung der Ertragslage der ILI B.V. & Co. KG ist im Berichtsjahr maßgeblich durch den Verkauf der europäischen Binnenschifffahrt gekennzeichnet. Mit Wirkung zum 31. Juli 2020 sind auch in der Konzernzentrale Mitarbeiter, die dem Shipping-Geschäft zugehörig waren, aus der ILI B.V. & Co. KG ausgeschieden. Gleichzeitig ergaben sich daraus auch weitreichende Auswirkungen auf die Höhe der betrieblichen Aufwendungen, die teilweise weiterbelastet werden konnten. Die Einflüsse werden nachfolgend beschrieben. Die ILI B.V. & Co. KG erzielt Umsatzerlöse aus konzerninternen Dienstleistungen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf die geringeren Erlöse aus Leistungen an die Business Unit Shipping zurückzuführen. Die betrieblichen Aufwendungen beinhalten neben dem Materialaufwand, den Personalkosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch die sonstigen betrieblichen Erträge und stellen daher eine Nettogröße aus den genannten Aufwendungen und Erträgen dar. Während der Personalaufwand aufgrund höherer Zuführungen zu kurzfristigen Personalrückstellungen angestiegen ist, konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bedingt durch geringere Beratungskosten reduziert werden. Weiterhin sind im Vorjahr einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit einer konzerninternen Umstrukturierung angefallen. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge, die sich vor allem aus der Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen zusammensetzen, sind die betrieblichen Aufwendungen um 14,9% zurückgegangen. Die Abschreibungen des Vorjahres berücksichtigten außerplanmäßige Abschreibungen auf Software (Mio. EUR 1,5). Bereinigt um diesen Effekt bewegen sich die Abschreibungen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Wertberichtigungen des Vorjahres betrafen Anteile an verbundenen Unternehmen und standen vor allem im Zusammenhang mit den zu erwartenden Verkaufserlösen der europäischen Schifffahrtsaktivitäten. Das Beteiligungsergebnis der ILI B.V. & Co. KG ist vor allem durch den Verkauf der europäischen und internationalen Shipping-Aktivitäten geprägt. Während die Veräußerung des Shipping-Geschäfts sich insgesamt negativ auf die Ergebnisabführung ausgewirkt hat, konnten die operativen Bereiche in Deutschland - trotz weiterhin negativer Folgewirkungen der Corona-Pandemie - die Ergebnissituation verbessern. Insgesamt hat sich das negative Beteiligungsergebnis um Mio. EUR 10,2 auf Mio. EUR -15,1 verbessert. Das positive Finanzergebnis spiegelt vor allem die Verzinsung von kurzfristigen Finanzierungssalden mit nahestehenden Unternehmen sowie mit Tochterunternehmen der ILI B.V. & Co. KG im Rahmen des Cash-Poolings und langfristigen Ausleihungen wider. Der Rückgang ist auf die Veränderung der Höhe der Finanzierungssalden zurückzuführen. Die ILI B.V. & Co. KG ist Organträgerin für die Gewerbesteuer aller Tochtergesellschaften des Konzerns in Deutschland. Die Ertragsteuern, bestehend aus der Gewerbesteuer, berücksichtigen daher insbesondere die Ergebnisse der deutschen Tochtergesellschaften. Aufgrund des negativen Ergebnisses vor Steuern ist für das Geschäftsjahr kein Gewerbesteueraufwand entstanden - der gebuchte Aufwand in Höhe von Mio. EUR 0,3 bezieht sich daher vollständig auf Vorjahre. Das auch im Berichtsjahr negative Jahresergebnis verbesserte sich um Mio. EUR 33,2 auf Mio. EUR -30,3 und wurde mit den Rücklagen als Bestandteil des Eigenkapitals der Gesellschaft verrechnet. 4.2 Vermögens- und Finanzlage der ILI B.V. & Co. KGDer Anstieg der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme der ILI B.V. & Co. KG von Mio. EUR 553,0 auf Mio. EUR 635,7. In Verbindung mit dem Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2020/2021 ist die Eigenkapitalquote um 12%-Punkte auf 43% zurückgegangen. Der Rückgang der Buchwerte im Anlagevermögen ist vor allem auf die Rückzahlung von langfristigen Ausleihungen an Tochterunternehmen (Mio. EUR -9,8) zurückzuführen. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 44,8% auf Mio. EUR 306,2. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen berücksichtigen insbesondere kurzfristige Finanzforderungen. Die ILI B.V. & Co. KG ist an das Cash-Pooling mit der Imperial Mobility Finance B.V. (IMF), einer Schwestergesellschaft aus der Imperial Logistics-Gruppe, angeschlossen und partizipiert hierdurch von der europäischen Konzernfinanzierung der Imperial Mobility-Gruppe. Die Finanzforderungen gegen die IMF erhöhten sich zum Bilanzstichtag um Mio. EUR 104,1 auf Mio. EUR 254,4. Insbesondere die vereinnahmten Kaufpreiszahlungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Shipping-Aktivitäten sowie der insgesamt positive operative Cashflow der operativen Gesellschaften in Deutschland ist ursächlich für diesen Anstieg. Die IMF verfügt zum Stichtag aus einer langfristigen revolvierenden Kreditlinie über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 401,6. Die ILI B.V. & Co. KG verfügt zudem über eigene Kreditlinien, von denen zum Stichtag Mio. EUR 15,7 noch zur Verfügung stehen. Wir verweisen auf die zuvor unter Punkt 3.4 gemachten Aussagen zur Finanzierung. Weiterhin bestehen aus der Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften Forderungen in Höhe von Mio. EUR 25,7. Die ILI B.V. & Co. KG in ihrer Funktion als konzernfinanzierende Muttergesellschaft ist im Hinblick auf die deutschen Tochtergesellschaften die Cash-Pool-Führerin. Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber den Tochtergesellschaften finanzielle Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling in Höhe von Mio. EUR 238,7 und finanzielle Forderungen aus dem Cash-Pool in Höhe von Mio. EUR 11,8. Die ILI B.V. & Co. KG selbst verfügt zum Stichtag über eigene Liquide Mittel in Höhe von Mio. EUR 0,1 (Vorjahr: Mio. EUR 2,3). Weitere Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich im Zusammenhang mit erbrachten Konzerndienstleistungen an Tochtergesellschaften innerhalb des ILI-Konzerns als auch Schwestergesellschaften in der Imperial Logistics-Gruppe. Auf der Passivseite ist bedingt durch den Jahresfehlbetrag das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 30,3 auf Mio. EUR 271,0 zurückgegangen. Bei den Pensionsverpflichtungen führt der Betriebsübergang von Mitarbeitern im Zusammenhang mit der Veräußerung des Shipping-Geschäfts auf neue Gesellschaften außerhalb des Konzerns zur schuldbefreienden Übernahme bestimmter Pensionsverpflichtungen. Insgesamt ergab sich jedoch aufgrund der Regelzuführung sowie des weiterhin rückläufigen Diskontierungszinssatzes ein geringfügiger Anstieg der Pensionsverpflichtungen um Mio. EUR 0,1 auf Mio. EUR 3,3. Die Sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 0,8 auf Mio. EUR 7,4 angestiegen. Zum Vorjahresstichtag wurden insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Binnenschifffahrtsaktivtäten in den Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen abgegrenzt - die Rückstellung ist zum Stichtag 30. Juni 2021 wieder deutlich niedriger. Gegenläufig haben sich die Rückstellungen für kurzfristige Bonus- und Tantiemeverpflichtungen erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit Mio. EUR 42,6 (Vorjahr: Mio. EUR 22,3) aus den Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften zum Bilanzstichtag 30. Juni 2021. Der Verlustübernahme des Berichtsjahres ist vor allem durch das Veräußerungsergebnis aus dem Verkauf von Transportmitteln im Zusammenhang mit den internationalen Shipping-Aktivitäten beeinflusst. 5 Berichterstattung über die wesentlichen Chancen und RisikenUnser Risikomanagementsystem identifiziert, bewertet und dokumentiert Risiken und unterstützt deren Überwachung. Es besteht ein umfassendes System zur Risikofrüherkennung mit der südafrikanischen Konzernmutter Imperial Logistics Limited, das die Risikoidentifikation, -analyse, -kommunikation und -überwachung für alle relevanten Risiken permanent und zeitgerecht sicherstellt. Die inventarisierten Risiken unterliegen permanenter Beobachtung und Kontrolle über ein periodisches sowie ein Ad-hoc-Meldesystem. Die Kommunikation von Chancen erfolgt dagegen als integraler Bestandteil der regelmäßigen Kommunikation zwischen den Tochtergesellschaften und dem Controlling der ILI B.V. & Co. KG in ihrer Funktion als Holding. Der ILI-Konzern ist aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten und umfangreichen Geschäftsaktivitäten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Soweit die Voraussetzungen für eine bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, wurde für alle erkennbaren Risiken eine angemessene Vorsorge getroffen. Zu den externen und branchenbezogenen Risiken zählen für uns vor allem die konjunkturellen Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die unsere Marktperspektiven einschränken und somit zu Absatzrisiken unserer Dienstleistungen führen. Dies würde sich für den ILI-Konzern vor allem durch konjunkturelle Schwankungen in den für uns wesentlichen Kundenbranchen Stahl, Automobil und Chemie negativ auswirken. Dieses Risiko wird verstärkt durch das Risiko einer starken Abhängigkeit von bestimmten Kunden in einzelnen Business Units. Die Risiken schätzen wir als möglich, verbunden mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf Umsatz und Operating Profit, ein. Daher versuchen wir mit einer weiteren Diversifizierung unserer Dienstleistungen und Kundensegmente einschließlich der Investition in neue Geschäftsfelder, die Risiken zu minimieren. In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 hatte die Entwicklung der Weltwirtschaft Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und insbesondere auf unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Operating Profit. Durch die Covid-19-Pandemie wurde im Kalenderjahr 2020 eine weltweite Rezession ausgelöst, so dass die globale Wirtschaft entgegen den ursprünglichen Prognosen erstmals seit der Finanzkrise 2009 wieder geschrumpft ist. Für das Gesamtjahr 2021 wird wieder mit einer deutlichen Erholung und einem globalen Wirtschaftswachstum gerechnet. Die weiteren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie können sich jedoch weiterhin auch negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken und stellen damit ein Risiko für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des ILI-Konzerns dar. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir laufend die Entwicklung in den für uns wesentlichen Kundenbranchen beobachten und die Kommunikation mit unseren Kunden intensivieren. Im Falle einer Veränderung konzentrieren wir uns auf die kurzfristige Anpassung der laufenden operativen Kosten und die Bewältigung der Herausforderungen, die sich aus einem eingeschränkten grenzüberschreitenden Lieferverkehr in der EU ergeben. Lösungen werden dabei nicht zuletzt zusammen mit unseren Kunden und Geschäftspartnern erarbeitet - hier konnten wir uns in 2020 als zuverlässiger und flexibler Geschäftspartner präsentieren. Finanzwirtschaftliche Risiken können sich aus Ausfallrisiken bei Finanzinstrumenten ergeben, wenn unsere Vertragspartner nicht ihren vertraglichen Zahlungs- und Erfüllungsverpflichtungen nachkommen. Als Gegenmaßnahme betreiben wir aktives Kredit- und Forderungsmanagement und binden dabei insbesondere den Vertriebsbereich. Dabei werden die Leistungsbeziehungen unserer operativen Bereiche und die sich daraus ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken überwacht. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterziehen wir Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Aufgrund unserer Kundenstruktur und den Erfahrungen aus der Vergangenheit, einschließlich der wirtschaftlichen Herausforderungen während der Corona-Pandemie beurteilen wir das Risiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als möglich mit lediglich moderaten finanziellen Folgen. Für den Großteil der Gesellschaften des ILI-Konzerns stellt der Euro die Konzern- und Berichtswährung dar. Da wir einen Teil unseres Geschäfts außerhalb der Eurozone abwickeln, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Zudem sind wir im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinssatzschwankungen können sich auf die Höhe der Zinszahlungen für bestehende Schulden sowie auf die Kosten von Refinanzierungen auswirken, da diese Effekte von den finanzierenden Schwestergesellschaften aus dem Konzernverbund der Imperial Mobility-Gruppe an uns weitergereicht werden. Um die Risiken zu begrenzen, tätigen wir bei Bedarf Devisentermingeschäfte. Um die Zinsänderungsrisiken zu begrenzen, tätigen wir gegebenenfalls Zinsswapgeschäfte. Weiterhin besteht das Risiko, aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Die Liquiditätssituation des ILI-Konzerns wird auf Basis einer mehrjährigen Unternehmensplanung einschließlich einer Finanzplanung überwacht und gesteuert. Darüber hinaus stehen dem ILI-Konzern über die Schwestergesellschaften im Imperial Mobility-Konzern ausreichend Kreditlinien im Zusammenhang mit revolvierenden Bankenfinanzierungen zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag verfügt der ILI-Konzern über eine Finanzforderung gegenüber der finanzierenden Imperial Mobility Finance B.V., Druten/Niederlande, in Höhe von Mio. EUR 254,4 (Vorjahr: Mio. EUR 150,4), die jederzeit abgerufen werden kann. Daneben bestehen bei der ILI B.V. & Co. KG als Mutterunternehmen des ILI-Konzerns Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 20,8, von denen Mio. EUR 17,0 zum Bilanzstichtag nicht gezogen sind. Neben der Sicherstellung einer angemessenen Bankenfinanzierung über die Einbeziehung in den Imperial Logistics-Konzern nutzen die operativen Einheiten des ILI-Konzerns auch das Factoring (Verkauf von Kundenforderungen) als Finanzierungsinstrument. Wesentliche Operative Risiken ergeben sich im Bereich Logistics aus dem Risiko, dass Verträge mit unseren Kunden nicht verlängert werden. Vertragslaufzeiten mit unseren Kunden in der Kontraktlogistik haben regelmäßig Laufzeiten zwischen ein und drei Jahren. Je nach Ausgestaltung der Verträge und der vereinbarten Leistungen können sich für uns Investitionen in Anlagen und Maschinen sowie der Abschluss langfristiger Verträge ergeben. Bei einer kurzen Vertragslaufzeit bzw. Kündigung besteht das Risiko, dass sich die getätigten Investitionen noch nicht amortisiert haben und von uns abgeschlossene Verträge mit Lieferanten oder Vermietern weiterhin zu erfüllen sind. Dies kann zu Wertberichtungen von aktivierten Vermögenswerten und finanziellen Belastungen auch nach Beendigung des Vertrags führen. Weiterhin ergibt sich das Risiko, dass Kostensteigerungen über die Vertragslaufzeit höher ausfallen als ursprünglich angenommen und wir keine angemessene Verzinsung erzielen bzw. nicht mehr kostendeckend unser Kundengeschäft betreiben. Als Reaktion auf diese Risiken intensivieren wir unsere Vertriebsaktivitäten und identifizieren in unserer strategischen Planung Kundensegmente, in denen wir mit unserem Knowhow als Logistikdienstleister einen Mehrwert für bestehende und potentielle Kunden bieten können. Insbesondere in unseren Kernbrachen Stahl-, Chemie- und Automobilindustrie sind die langjährigen Kundenbeziehungen ein wesentlicher Erfolgsfaktor, Vertragsverlängerungen und Folgeaufträge zu generieren sowie Preisanpassungen durchzusetzen. Ein weiteres wesentliche Risiko im Operativen Bereich ergibt sich im Zusammenhang mit dem Personal. Vor allem in der Business Unit Road zeigen sich die Auswirkungen aus dem teilweise akuten Fahrermangel im Nah- und Fernverkehr Zentraleuropas. Um unseren Bedarf und hier insbesondere saisonale Schwankungen auszugleichen, sind wir auf einen verstärkten Einsatz von Subunternehmern angewiesen. Die damit im Zusammenhang stehenden höheren Kosten können sich negativ auf unseren Operating Profit auswirken. Mit einer im Verhältnis zu den von uns durchgeführten Fahrten im Bereich Road hohen Anzahl an eigenen Fahrerinnen und Fahrern sind wir jedoch flexibler in der Reaktion auf eine höhere Nachfrage unserer Kunden und können daraus einen Wettbewerbsvorteil generieren. Unternehmensstrategische Risiken können sich hinsichtlich Akquisitionen ergeben. Es besteht insbesondere beim Unternehmenserwerb das Risiko, dass im Rahmen der Due Diligence-Prozesse nicht alle wesentlichen Risiken erkannt werden, die im Zusammenhang mit der konkreten Investition stehen. Insbesondere die hohe Dynamik in der Logistikbranche können zu einer schnellen Änderung des Umfeldes führen und somit auch zu einer Änderung der Risiken, die im Zusammenhang mit dem Target stehen. Das Risiko beurteilen wir als möglich mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen. Zur Minderung werden regelmäßig in solchen Prozessen anerkannte Beratungsunternehmen einbezogen. Der ILI-Konzern eröffnet sich vielfältige Chancen durch sein diversifiziertes Angebot in den Geschäftsbereichen Logistik und Freight sowie durch die strategische Zielsetzung, neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Die Entwicklungen in unseren wesentlichen Kundensegmenten sind derzeit von einer hohen Dynamik und strukturellen Änderungen gekennzeichnet. Dies gilt insbesondere für die Automobilindustrie. Hier haben wir uns durch das Zusammenspiel der Automotive und Chemie-Expertise neue Geschäftsmodelle rund um die zunehmende Nachfrage nach Elektromobilität erschlossen und sehen hier Chancen für weiteres profitables Wachstum mit unseren Bestandskunden sowie mit Neukunden. Auch durch die weitere Ausweitung unseres kundenspezifischen Angebots im Bereich der Kontraktlogistik sehen wir Chancen, eine hohe Kundenbindung zu erzielen und die Operating Profit-Marge zu steigern. Entscheidend für unser weiteres Wachstum und die Steigerung der Profitabilität unserer Geschäftsmodelle ist zudem die Erschließung neuer Geschäftsbereiche. Mit der Business Unit Air & Ocean erschließen wir uns den Markt der See- und Luftfrachtspedition. Hier sehen wir zudem Chancen, diesen Bereich mit unseren etablierten Geschäftsbereichen zu verbinden und durch Cross Selling überdurchschnittliche Wachstumsraten und profitables Wachstum zu erzielen. Mit der Entscheidung der Aktionäre der obersten Muttergesellschaft der Imperial Logistics Gruppe, der börsennotierten Imperial Logistics Limited, dass Angebot von DP World, einem globalen Logistik- und Hafenunternehmen, zur Übernahme sämtlicher Aktien der Imperial Logistics Limited anzunehmen, wird der Abschluss der Transaktion im Januar/Februar des Kalenderjahres 2022 erwartet. Für den ILI-Konzern können sich Chancen aus der Nutzung von logistischen Netzwerken eines weltweit agierenden Konzerns mit einem Zugang zu allen wichtigen Märkten ergeben. Möglichkeiten, End-to-End Logistiklösungen für unsere Kunden anzubieten, werden damit greifbarer. Risiken im Zusammenhang mit der aktuellen geopolitischen Lage: Durch die seit dem 24. Februar 2022 stattfindende militärische Auseinandersetzung in der Ukraine im Konflikt mit Russland können sich Risiken auf die Wirtschaft insgesamt sowie Risiken und Chancen für das Geschäft von Imperial ergeben. Imperial ist weder in der Ukraine noch in Russland mit Tochterunternehmen oder Niederlassungen präsent; unser Kundengeschäft ist in diesen Ländern insgesamt nicht wesentlich. Falls unsere Kunden von der Situation betroffen sind oder sein werden, könnte dies auch Auswirkungen auf Imperial haben. Mögliche Beeinträchtigungen entlang der Supply Chain unserer Kunden und damit verbundene Produktionsausfälle können sich negativ auf unseren Umsatz und das Ergebnis auswirken. Gleichzeitig können sich Szenarien ergeben, die zu einer erhöhten Nachfrage nach Lagerkapazitäten aufgrund der Unterbrechung von Lieferketten führen und sich daher positiv auswirken. 6 PrognoseDer internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Prognose aus Oktober 2021 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von rund 5,9% 2021 und 4,9% im Folgejahr aus. Allerdings betont der IWF die hohen Unsicherheiten, die mit der Prognose verbunden sind und ihre Ursache in der COVID-19-Pandemie haben. Insbesondere der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie, die Bekämpfung neuer Mutanten des Virus, die Wirksamkeit von staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der negativen wirtschaftlichen Folgen für die Volkswirtschaften und die Entwicklung der finanziellen Rahmenbedingungen einschließlich der Rohstoffpreise sind für den Eintritt der Prognose entscheidend. Vor allem die zu Beginn der Corona-Pandemie heruntergefahrene Produktion und ein deutlicher Erholungseffekt im Anschluss haben zu deutlich gestiegenen Preisen für bestimmte Rohstoffe geführt. Derzeit steigen vor allem die Inflationsraten rapide, beispielsweise in den USA und Deutschland. Auch in einkommensschwachen Ländern steigen derzeit die Preise für Lebensmittel und verstärken damit das Risko von sozialen Unruhen. Dem Erholungskurs der Weltwirtschaft folgend geht auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft in seiner Prognose aus September 2021 für Deutschland von einem Zuwachs des BIP um 2,6% für das Kalenderjahr 2021 und von 5,1% 2022 aus. Dieser Prognose liegt die weiterhin erfolgreiche Impfkampagne in Deutschland zugrunde, die insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu einem kräftigen Anziehen des BIP führen wird. Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung ist das Auslandsgeschäft, das in den letzten Monaten einen stärkeren Konjunktureinbruch verhindert hat. Dabei sind die Exporte seit Mitte des Jahres 2021 ununterbrochen auf Expansionskurs und dürften aufgrund der aufhellenden Weltkonjunktur 2021 um rund 12% zulegen. Die Logistikbranche war in den verschiedenen Bereichen in ganz unterschiedlicher Weise von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Als Folge des verstärkten Online-Handels konnten insbesondere die Paketdienstleister profitieren und erzielten erhebliche Zuwächse beim Paketvolumen und Umsatz. Andere Segmente haben unter der Schließung von Fabriken und Einzelhandel gelitten und verzeichneten deutlich negative Wachstumsraten in 2020. Für den globalen Logistik-Markt wird von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum (Compound Annual Growth Rate = CAGR) bis 2024 von 4,7% ausgegangen. Für das Segment Contract Logistics wird von einem CAGR von 5,4% ausgegangen. Insbesondere die Schließung von Fabriken und das Herunterfahren der Produktion 2020 führen 2021 und den Folgejahren zu entsprechenden Nachholeffekten und zu höheren Wachstumsraten nach einem starken Einbruch 2020 (-4,1%). Der Markt für See- und Luftfracht ist seit dem vierten Quartal 2020 von erheblich steigenden Preisen gekennzeichnet. Bedingt durch die zu Beginn der Corona-Pandemie reduzierten Kapazitäten sind nach dem Anziehen des globalen Handels die Preise in die Höhe geschossen. Hinzu kommen knappe Ressourcen bei Containern und in den Seehäfen. Trotz einer erwarteten Normalisierung dieser Lage wird auch für die Segmente See- und Luftfracht von einem CAGR von 5,0% bzw. 5,4% bis 2024 ausgegangen. 1 Der Bundesverband Logistik geht in seiner Prognose für das Logistikwesen in Deutschland im Jahr 2021 von einem Branchenwachstum von 4,4% nominal bzw. 3,1% real 2021 aus. Dabei wird von einer unterschiedlichen Entwicklung in den wichtigsten Nachfrageindustrien ausgegangen. Die Automobillogistik wird sich lediglich unterdurchschnittlich entwickeln. Der bereits vor der Corona-Pandemie eingetretene Strukturwandel und eine abflauende Nachfrage nach Automobilen aus deutschen Werken werden trotz Nachholeffekten 2021 zu einer deutlich geringeren Dynamik als in den anderen Nachfrageindustrien der Logistikbranche führen. Hingegen wird für die Chemielogistik und die Exportlogistik von überdurchschnittlichen Wachstumsraten ausgegangen. Auch die Geschäftsführung der ILI B.V. & Co. KG geht in ihrer Prognose für das Geschäftsjahr 2022 (1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022) von einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft insgesamt sowie im europäischen Währungsraum aus. Gleichzeitig gehen auch wir von einer hohen Unsicherheit unserer getroffenen Annahmen aufgrund der weiterhin dynamischen Lage und den Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie den Maßnahmen zur Bekämpfung auf unsere Prognose aus. Auch die vom IWF genannten Risiken, vor allem die Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie die derzeitige Inflationsentwicklung, können negative Auswirkungen auf die weitere Geschäftsentwicklung haben. Unsere Prognose berücksichtigt die spezifischen und allgemeinen Annahmen aus den Planungen der Business Units der beiden Geschäftsbereiche Freight und Logistics. Dabei stützen wir uns insbesondere auf unsere aktuellen Einschätzungen der erwarteten Akquisition von Neukundengeschäft sowie des üblichen Verlusts von Bestandsgeschäft und der Entwicklung der wichtigsten Nachfrageindustrien Automobil, Chemie und Stahl sowie des Handels. Die Geschäftsführung geht bei ihrer Prognose der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren von folgenden wesentlichen Annahmen aus:
1 Zusammenfassung Transport Intelligence Ltd.
aus dem Report Total Logistics 2021
Unter Berücksichtigung der beschriebenen Annahme für die wirtschaftliche Gesamt- und Branchenentwicklung planen wir weitere Maßnahmen zur Optimierung unserer Struktur in beiden Geschäftsbereichen. Wir streben ein profitables Wachstum bei den Kunden in unseren wichtigsten Nachfrageindustrien als auch im Neukundengeschäft an. Auf der Kostenseite erwarten wir deutlich weniger Aufwendungen durch Einmaleffekte und lediglich moderate Lohn- und Gehaltserhöhungen aus Tarifverhandlungen. Im Geschäftsbereich Bereich Freight planen wir, weiterhin von der neuen Seidenstraße und einer weiteren Zunahme des Güteraufkommens zu profitieren. Die Business Unit Road wird zudem an höheren Preisen und Margen im Spot-Geschäft partizipieren und Ergebnisverbesserungen durch die bereits erfolgte Neuverhandlung eines verlustigen Vertrages mit Wirkung zum neuen Geschäftsjahr erzielen. Der Geschäftsbereich Logistics wird in der Business Unit Consumer von den Lockerungen im Einzelhandel und einer höheren Nachfrage nach unseren Leistungen profitieren. Eine hohe Nachfrage nach unseren Kapazitäten im Bereich der Lagerung und Distribution von Chemikalien aufgrund der erwarteten Branchenentwicklung im Chemiesektor wird zu einem weiteren Wachstum führen. Im Bereich Automotive rechnen wir damit, bei anstehenden Vertragsverlängerungen und Neuausschreibungen unser Geschäftsvolumen weiter ausbauen zu können. Sowohl der Geschäftsbereich Logistics (Business Unit Automotive) als auch der Geschäftsbereich Freight (Business Unit Road) sind in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2022 von den Auswirkungen fehlender Halbleiter und den Folgen für die Produktion unserer Kunden in der Automobilindustrie betroffen. Aufgrund der bestehenden Diversität unserer Leistungen im Bereich Automotive sind jedoch nicht alle Standorte von den Auswirkungen des Halbleitermangels betroffen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen und unserer Erwartungen hinsichtlich der Dauer der Lieferengpässe bei den Halbleitern erwarten wir vor allem in der ersten Geschäftsjahreshälfte negative Auswirkungen auf Umsatz und Operating Profit in den genannten Business Units. Ausgangsbasis unserer Prognose sind die Ist-Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 ohne die Berücksichtigung der Business Unit Shipping, die im Berichtsjahr veräußert wurde. Für die beiden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich daher als Ist-Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 ein Umsatz in Höhe von Mio. EUR 673,9 und ein Operating Profit in Höhe von Mio. EUR -8,2 (siehe zur Überleitung die Angaben unter Punkt 3.4.1). Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2022 beim Umsatz und dem Operating Profit von einem starken Anstieg (>5%) aus. Die Ertragsperspektiven der ILI B.V. & Co. KG hängen maßgeblich davon ab, wie sich die Geschäftsaktivitäten ihrer Tochtergesellschaften entwickeln werden. Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir von einem deutlich verbesserten Beteiligungsergebnis aus der Ergebnisabführung unserer Tochtergesellschaften aus. Bei den betrieblichen Aufwendungen erwarten wir vor einmaligen Aufwendungen keinen weiteren wesentlichen Anstieg. Aufgrund der Verschmelzung der Imperial Automotive Logistics GmbH, Wolfsburg, auf die ILI B.V. & Co. KG mit Wirkung zum 23. Dezember 2021 wirkt sich auch die Geschäftsentwicklung der im Bereich der Automobillogistik tätigen Einheit auf das Jahresergebnis der ILI B.V. & Co. KG aus. Zusammen mit weiteren nicht operativen Gesellschaften, die auf die ILI B.V. & Co. KG verschmolzen wurden, ergibt sich ein Verschmelzungsverlust in Höhe von Mio. EUR 54,1. Trotz derzeitiger Beeinträchtigungen der Automobilproduktion aufgrund nichtverfügbarer Halbleiter und des erwarteten Ergebnisrückgangs in unserer Business Line Automotive geht die Geschäftsführung der ILI B.V. & Co. KG aufgrund des verbesserten Beteiligungsergebnisses von einem starken Anstieg des Jahresergebnisses vor Berücksichtigung des Verschmelzungsverlustes aus.
Duisburg, den 17. März 2022 Imperial
Logistics International B.V., Druten/Niederlande
DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Thomas Schulz Muazzez Anadolu Dindar Jan Wegmann Bilanz zum 30. Juni 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, DuisburgI. Allgemeine AngabenDie Imperial Logistics International B.V. & Co. KG (ILI) hat ihren Sitz in der Kasteelstraße 2 in 47119 Duisburg und ist im Handelsregister A des Amtsgerichts Duisburg unter der Nummer HRA 9990 eingetragen. Neben der Gesamtsteuerung des Konzerns erbringt die ILI als Holding im Wesentlichen Dienstleistungen für die Konzernunternehmen. Der Jahresabschluss der ILI wurde nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und ergänzender gesetzlicher Regelungen erstellt. Als Mutterunternehmen erstellt die ILI den Konzernabschluss der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG. Die ILI wird in den Konzernabschluss der Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Südafrika, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Jahres- und der Konzernabschluss werden am Sitz der Gesellschaft in Bedfordview/Südafrika offengelegt und können dort auf der offiziellen Webseite des Konzerns eingesehen werden (http://www.imperial.co.za). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens zugrunde gelegt. Der Jahresabschluss, bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sowie dem Anhang, wird in Euro aufgestellt. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über drei bis acht Jahre abgeschrieben. Immaterielle Vermögensgegenstände werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben und mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand gebucht. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis einschließlich EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs zu einem Sammelposten (Pool) zusammengefasst und in jedem Geschäftsjahr zu jeweils 20 % abgeschrieben. Die Sachanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben und mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt unter Anwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Heubeck. Für künftige Gehaltssteigerungen wurden unverändert 2,0 % p.a. und als Rentendynamik wie im Vorjahr 1,75 % p.a. zugrunde gelegt. Es wurde ferner eine unternehmensindividuell ermittelte durchschnittliche Fluktuation von 2,55 % p.a. verwendet. Als Rechnungszins wurde vereinfachend der von der Deutschen Bundesbank für die letzten zehn Jahre ermittelte durchschnittliche Marktzins von 2,09 % verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der durchschnittliche Marktzins, den die Deutsche Bundesbank für die letzten sieben Jahre bei einer angenommen Restlaufzeit von ebenfalls 15 Jahren berechnete, betrug 1,44 %. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 439 (Vorjahr: TEUR 465). Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt einschließlich zu erwartender Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie aus steuerlichen Ergänzungsbilanzen ermittelt. Dabei werden bei der ILI nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG berücksichtigt, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine entsprechende Verrechnung zu erwarten ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Gewerbesteuersatzes des steuerlichen Organkreises der ILI von aktuell 15,25 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktvierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer. III. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im Anlagengitter, das als Anlage 1 zu diesem Anhang beigefügt ist, dargestellt. Die Anteilsliste zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen ist ebenfalls als gesonderte Anlage 2 beigefügt. (2) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 9.988 (Vorjahr: TEUR 1.933) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 264.937 (Vorjahr: TEUR 194.842) konzerninterne Finanzierungsvorgänge und mit TEUR 25.953 (Vorjahr: TEUR 5.328) sonstige Forderungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. (3) EigenkapitalDas Kommanditkapital in Höhe von EUR 250.000,00 wird zu 0,1 % von der Imperial Mobility Germany Administration GmbH, Duisburg, zu 8,5 % von der Imperial Mobility Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, und zu 91,4 % von der Imperial Mobility International B.V., Druten/Niederlande, gehalten. (4) Rückstellungen für PensionenDer Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 98). Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 193) zu den Pensionsrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen. (5) Sonstige RückstellungenUnter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich ausgewiesen. (6) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit TEUR 58.475 (Vorjahr: TEUR 58.475) Verbindlichkeiten auf den Gesellschafterverrechnungskonten. Bei den Gesellschaftern handelt es sich um verbundene Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 238.693 (Vorjahr: TEUR 129.016) Verbindlichkeiten aus konzerninternen Finanzierungsvorgängen, mit TEUR 42.555 (Vorjahr: TEUR 22.336) Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme von Tochtergesellschaften aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge und mit TEUR 2.718 (Vorjahr: TEUR 8.817) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 3.924 (Vorjahr: TEUR 19.426) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 797 (Vorjahr: TEUR 589) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig und unbesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2020/2021 auf insgesamt TEUR 33.236 (Vorjahr: TEUR 35.472) und wurden im Wesentlichen an verbundene Unternehmen erbracht. Die Umsätze teilen sich dabei wie folgt auf:
(2) Sonstige betriebliche ErträgeUnter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden mit TEUR 8.585 Erträge aus weiterbelasteten Kosten an verbundene Unternehmen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereich Shipping entstanden sind. Weiterhin sind TEUR 1.817 aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 6) Entschädigungsleistungen Dritter und TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 977) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen erfasst worden. (3) Sonstige betriebliche AufwendungenUnter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind überwiegend Mieten, Pachten, Standleitungskosten, Beratungskosten, Instandhaltungsaufwendungen, Energiekosten sowie Kosten für Aushilfskräfte und Kostenumlagen erfasst. (4) Steuern vom ErtragDie Steuern vom Ertrag enthalten im Geschäftsjahr 2020/2021 einen periodenfremden Gewerbesteueraufwand (TEUR 295; Vorjahr: periodenfremder Ertrag aus Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 784). V. Sonstige Pflichtangaben(1) MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
(2) Persönlich haftender GesellschafterDie persönlich haftende Gesellschafterin Imperial Logistics International B.V., Druten, Niederlande, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 18 ist als geschäftsführende Gesellschafterin nicht am Kapital beteiligt. Die Komplementärin erhält eine Haftungsvergütung in Höhe von EUR 10.000. (3) GeschäftsführungDie Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin Imperial Logistics International B.V., Druten, Niederlande. Diese wird vertreten durch
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (4) PrüfungshonorarFür die Angabe der für das Geschäftsjahr 2020/2021 berechneten Abschlussprüferhonorare verweisen wir auf den Konzernabschluss der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, zum 30. Juni 2021. (5) HaftungsverhältnisseDie Imperial Logistics International B.V. & Co. KG hat Bürgschaften in Höhe von Mio. EUR 2,6 (Vorjahr: Mio. EUR 2,6) für andere Gesellschaften der Imperial-Gruppe gewährt. Zwei verbundenen Unternehmen wurde für das Geschäftsjahr 2019/2020 bzw. 2020/2021 in Form einer Patronatserklärung die Zusage erteilt, für sämtliche zum Abschlussstichtag begründete Verbindlichkeiten einzustehen. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Beurteilung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse, der vorgenommenen Initiierung von Steuerungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG derzeit davon aus, dass die Bürgschaften zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG schätzt daher das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. (6) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen folgende Sachverhalte:
(7) Ereignisse nach dem AbschlussstichtagNach dem Bilanzstichtag sind folgende wesentliche Ereignisse eingetreten: Am 8. Juli 2021 hat die oberste Muttergesellschaft der Imperial Logistics-Gruppe, die Imperial Logistics Limited, öffentlich verkündet, dass am 7. Juli 2021 Imperial in ein sog. Transaction Implementation Agreement mit DP World, einem globalen Logistik- und Hafenunternehmen, das seine Logistikpräsenz in Afrika und Europa erweitern möchte, eingetreten ist. Damit ist auch die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG einschließlich aller Tochtergesellschaften Gegenstand der Transaktion. Am 25. Februar 2022 wurden alle Bedingungen der Transaktion, insbesondere die Zustimmung der Kartellbehörden, erlangt. Die Transaktion wurde damit am 14. März 2022 mit der Übertragung sämtlicher Aktien der Imperial Logistics Limited abgeschlossen. Für die bestehenden kurzfristigen finanziellen Forderungen gegen verbundene Unternehmen stehen ausreichende ungenutzte externe Kreditlinien bei diesen Unternehmen zur Verfügung, die eine jederzeitige Bedienung dieser Forderungen sicherstellen und die bis Oktober 2023 zugesagt sind. Mit Vertrag vom 8. Dezember 2021 hat die Gesellschafterin Imperial Mobility International B.V., Druten/Niederlande, ihren Anteil am Stammkapital der Imperial Logistics International Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, in Höhe von 10,1%, in die ILI B.V. & Co. KG gegen Gewährung neuer Kommanditanteile als Sacheinlage eingebracht. Die Haftsumme erhöhte sich entsprechend auf EUR 260.787,32 und die Kommanditeinlage auf EUR 390.775.253,13 (vor Minderung durch Verluste aus Vorjahren). Mit Vertrag vom 8. Dezember 2021 wurden folgenden Gesellschaften im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die ILI B.V. & Co. KG verschmolzen:
Handelsrechtlich erfolgten die Verschmelzungen mit Wirkung zum 1. Juli 2021. Aufgrund der Verschmelzung verringerte sich die Bilanzsumme zum 1. Juli 2021 in der Eröffnungsbilanz der ILI B.V. & Co. KG um Mio. EUR 94,2. Weiterhin resultiert ein Verschmelzungsverlust in Höhe von Mio. EUR 54,1. Mit der Verschmelzung der Sharehouse Verwaltungs-GmbH, Duisburg, als Komplementärin der Sharehouse GmbH & Co. KG, Duisburg, kam es mit Wirkung zum 13. Dezember 2021 zur Anwachsung der Sharehouse GmbH & Co. KG auf den einzigen am Kapital beteiligten Gesellschafter ILI B.V. & Co. KG. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ILI B.V. & Co. KG als aufnehmenden Rechtsträger sind unwesentlich. Durch die seit dem 24. Februar 2022 stattfindende militärische Auseinandersetzung in der Ukraine im Konflikt mit Russland können sich Risiken auf die Wirtschaft insgesamt sowie Risiken und Chancen für das Geschäft von Imperial ergeben. Imperial ist weder in der Ukraine noch in Russland mit Tochterunternehmen oder Niederlassungen präsent - unser Kundengeschäft ist in diesen Ländern insgesamt nicht wesentlich. Falls unsere Kunden von der Situation betroffen sind oder sein werden, könnte dies auch Auswirkungen auf Imperial haben. Mögliche Beeinträchtigungen entlang der Supply Chain unserer Kunden und damit verbundene Produktionsausfälle können sich negativ auf unseren Umsatz und das Ergebnis auswirken. Gleichzeitig können sich Szenarien ergeben, die zu einer erhöhten Nachfrage nach Lagerkapazitäten aufgrund der Unterbrechung von Lieferketten führen und sich daher positiv auswirken.
Duisburg, den 17. März 2022 Imperial
Logistics International B.V., Druten/Niederlande
DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Thomas Schulz Muazzez Anadolu Dindar Jan Wegmann Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/2021
Anteilsbesitz der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg- Stand 30. Juni 2021 -
a) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag b) Angabe eines nach den International Financial Reporting Standards ermittelten Ergebnis bzw. Eigenkapital c) Die Gesellschaft ist gem. § 264 Abs. 3 HGB von der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie teilweise von der Prüfungspflicht und der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit d) Die Gesellschaft hat von der Befreiung nach § 264b HGB Gebrauch gemacht BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 17. März 2022 Deloitte
GmbH
Marion Lammers, Wirtschaftsprüferin Dieter Peppekus, Wirtschaftsprüfer GesellschafterbeschlussDie unterzeichneten alleinig stimmberechtigten Gesellschafterder Imperial Logistics International B.V.
& Co. KG, Duisburg
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