Volkswagen Zentrum Fürth Pillenstein GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Leopold Pillenstein seit 30.7.2013 | Geschäftsführer |
Harald Christ seit 5.4.2007 | Prokura |
Bernhard Pillenstein seit 2.10.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 52.85% | |
Erbengemeinschaft der Pillenstein | 47.15% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pillenstein Holding GmbH & Co. KGFürthKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Konzernlageberichtder Pillenstein GruppeGeschäftsjahr 2021/2022 Vorbemerkungen: Die nachfolgenden Ausführungen im Lagebericht beziehen sich im Wesentlichen auf die Gesellschaften Volkswagen Zentrum Fürth Pillenstein GmbH und Pillenstein Autohaus GmbH Neustadt, da diese Gesellschaften das Ergebnis der Pillenstein Gruppe maßgeblich prägen. Die Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres 2021/2022 standen im operativen Geschäft unter dem Einfluss der noch immer vorhandenen Störung der Lieferketten was zu extremen Lieferschwierigkeiten bei den Herstellern führte. Dadurch ergaben sich sehr lange Lieferzeiten und einige Modelle waren und sind zeitweise überhaupt nicht mehr bestell- und lieferbar. Verzögert wirkte sich dies durch ein verknapptes Angebot und, hervorgerufen dadurch, ein markant ansteigendes Preisniveau auch auf den Gebrauchtwagenmarkt aus. Ab Februar 2022 wurde die gesamtwirtschaftliche Lage durch den beginnenden Ukrainekrieg weiter verschlechtert. Vor dem Hintergrund dieser weiterhin eher negativen Rahmenbedingungen ist das trotzdem sehr erfreuliche und gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigerte Konzernergebnis ein starkes Zeichen für die Stabilität der Pillenstein Gruppe. A. Grundlagen des Konzerns Der Konzern ist klassisch gegliedert in einer dreistufigen Struktur aus Besitzgesellschaft, Zwischenholding (Pillenstein AutoMobil GmbH) und Betriebsgesellschaften, wobei direkt an die den Konzernabschluss erstellende Pillenstein Holding GmbH & Co. KG die Petra Autovermietung GmbH und die Gesellschaft für Versicherungs- und Finanzierungsvermittlung mbH angegliedert sind. In der Pillenstein AutoMobil GmbH sind die Geschäftsleitung und die Verwaltung für die Betriebsgesellschaften angesiedelt. Das operative Geschäft findet am Hauptstandort in Fürth (Volkswagen Zentrum Fürth Pillenstein GmbH) und am Standort Neustadt/Aisch (Pillenstein Autohaus GmbH Neustadt) statt. An beiden Standorten werden Neu- und Gebrauchtwagen der Marken Volkswagen gehandelt, sowie Reparaturleistungen und Teile für die Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi und Skoda angeboten. Am Standort Fürth werden zusätzlich Neu- und Gebrauchtfahrzeuge der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge gehandelt. Der Hauptabsatzmarkt ist vorrangig regional beschränkt auf den Großraum Nürnberg/Fürth bzw. Neustadt und dessen Umland. Vor allem im Bereich Verkauf Gebrauchtwagen und bei Großkunden, sowie im Verkauf Nutzfahrzeuge erfolgen jedoch auch überregionale Verkäufe innerhalb Deutschlands und teilweise auch international. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2021/2022 waren in Deutschland, und damit auch auf dem regionalen Markt geprägt durch die massiven Lieferschwierigkeiten der Hersteller im Bereich Neuwagen, sowie verzögert auch bei Gebrauchtwagen. Dadurch wurden im Neuwagenverkauf teils erhebliche Auftragsbestände aufgebaut, die aber nur zögerlich zur Auslieferung gelangten und in Teilen auch ins neue Geschäftsjahr verschoben wurden. Die Erhaltung der Lieferfähigkeit konnte teilweise durch entsprechende Lagerhaltung kompensiert werden. Positiv wirkte sich weiterhin die öffentliche Förderung der Elektromobilität aus. Die Nachfrage blieb dadurch auf gutem Niveau. Im Gebrauchtwagenbereich konnte durch die Verknappung des Angebots und durch Ausweicheffekte von Neuwagen hin zu Gebrauchtwagen eine massive Steigerung des Preisniveaus festgestellt werden. Weiter verschärft wurde die beschriebene gesamtwirtschaftliche Situation durch den Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022. Bestimmte in der Ukraine gefertigte und nun nicht mehr lieferbare Komponenten (z.B. Kabelbäume) führten zu weiter steigenden Lieferzeiten. Vor dem Hintergrund der insgesamt sehr schwierigen Rahmenbedingungen ist das erzielte Konzernergebnis als sehr erfreulich zu bezeichnen. Insgesamt lag der Gesamtmarkt für Neuwagen PKW im Kalenderjahr 2022 bei 2,65 Mio. Fahrzeugen [Autohaus 1-2/2023, S. 16: Von Normalität keine Spur] und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2,62 Mio. Fahrzeuge). Die Marke Volkswagen PKW landete mit einem Marktanteil von 18,1% bei den PKWNeuzulassungen [https://www.vdik.de/themen/automobilmarkt/pkw-markt/] leicht unter dem Wert des Vorjahres, behauptete aber seinen Spitzenplatz. Die Nachlasssituation im regionalen Markt bewegte sich auf hohem Niveau und hat sich trotz der Lieferengpässe nur unwesentlich verändert. Der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland (PKW-Besitzumschreibungen) blieb per Ende Dezember 2022 mit 5,64 Mio. Fahrzeugen um 15,8% unter dem Volumen des Vorjahres [Autohaus 1-2/2023, S. 16: Von Normalität keine Spur]. Die Preis- und Margensituation im Verkauf Gebrauchtwagen hat sich aber aufgrund der eingangs beschriebenen Rahmenbedingungen sehr positiv entwickelt. Geschäftsverlauf Der konsolidierte Gesamtumsatz inkl. Bestandsveränderungen in der Pillenstein Gruppe lag im Geschäftsjahr 2021/2022 bei 98,0 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg um rund 11,5 Mio. € (13,3%) im Vergleich zum Vorjahr. Wesentliche Ursachen für die Umsatzsteigerung lagen zum einen in einer Normalisierung der Lage im Verkaufs- und Aftersalesbereich im Vergleich zum durch coronabedingte Schließungen betroffenen Vorjahr. Zum anderen konnten die massiven Lieferschwierigkeiten der Hersteller teilweise durch eine strategische Bestandsplanung kompensiert werden. Außerdem hat sich das Preisniveau im Verkauf Gebrauchtwagen stark erhöht. In Summe wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 4.649 Fahrzeuge ausgeliefert (VJ: 4.745), davon 2.218 Neuwagen (VJ: 2.195) und 2.431 Gebrauchtfahrzeuge (VJ: 2.450). Trotz der eher negativen Rahmenbedingungen leicht angestiegen ist der Gesamtumsatz im Bereich After Sales im Vergleich zum Corona-Vorjahr. Die Steigerung resultiert aber zum großen Teil aus dem Teiledienst, wo der Umsatz bei nahezu gleichgebliebenen Bruttoerträgen auf einen Wert von gut 12,8 Mio. € (Vorjahr 11,2 Mio. €) erhöht werden konnte. Im Kundendienst stieg der Umsatz bei gleichbleibenden prozentualen Bruttoerträgen dagegen nur minimal von 9,1 auf 9,2 Mio. €. Demgegenüber stand ein merklicher Anstieg in Höhe von 1,2 Mio. € beim Personalaufwand (Anteil PA am Umsatz bei 14,7%) und ein deutlicher Anstieg (0,6 Mio. € oder 12,9%) bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese beiden Kostenblöcke waren allerdings im Vorjahr durch coronabedingte Entlastungen (z.B. Kurzarbeitergeld) auf niedrigerem Niveau. Das Vorsteuerergebnis liegt somit bei 3,3 Mio. € (VJ: 2,6 Mio. €). Es ist belastet durch eine notwendig gewordene Rückstellung für Umsatzsteuernachzahlungen in Höhe von 190 T€. Es enthält aber auch eine erst im Jahr nach Corona ausbezahlte Corona-Soforthilfe in Höhe von 545 T€. Vor dem Hintergrund der dargestellten Rahmenbedingungen kann insgesamt von einem sehr zufriedenstellenden Geschäftsverlauf in allen Gesellschaften gesprochen werden. Finanzlage Die Pillenstein Gruppe war zu jeder Zeit in der Lage Ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen. Die aktuell eingeräumten Kreditlinien im Unternehmensverbund sind von den Hausbanken HypoVereinsbank, Commerzbank, Fürstlich Castell'sche Bank, Sparkasse Nürnberg und Volkswagen Bank weiterhin bestätigt. Die Liquiditätslage ist als sehr gut zu bezeichnen und wird unter anderem in Form regelmäßiger Stresstests permanent überwacht. Die Fahrzeugbestände sind teilweise über Einkaufsfinanzierungen, teilweise aus Eigenmitteln gegenfinanziert. Der Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit - ermittelt nach DRS 21 - beträgt T€ 5.570 (Vorjahr T€ 2.887). Zur Entwicklung des Finanzmittelfonds wird auf die Konzern-Kapitalflussrechnung verwiesen. Ertragslage Das Ergebnis vor Ertragssteuern im Geschäftsjahr 2021/2022 liegt bei 3,3 Mio. € und damit um 0,6 Mio. € über dem Vorjahreswert. Es errechnet sich daraus eine Umsatzrendite vor Ertragssteuern von 3,4% (VJ 3,0%). Die durchschnittliche Umsatzrendite im Automobilhandel in Deutschland lag 2022 markenübergreifend bei 3,3%. Knapp ein Drittel der Automobilhandelsbetriebe in Deutschland weisen eine Umsatzrendite größer 2% auf [Autohaus 1-2/23, S.18]. Nach Steuern verbleibt ein Konzern-Jahresüberschuss von 2,8 Mio. € (VJ 2,2 Mio. €). Vermögens- und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Bilanzstichtag 2020/2021 um 14,0 Mio. € auf 47,7 Mio. € gestiegen. Auf der Aktivseite liegt die Ursache dafür in einem strategisch geplant deutlich erhöhtem Bestand an Lager- und Vorführwagen. Dadurch konnte und kann auch im jetzt bereits laufenden Geschäftsjahr die Lieferfähigkeit trotz Lieferschwierigkeiten der Hersteller erhalten werden. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital nach Gewinnverwendung auf einen Wert von 14,8 Mio. € (VJ: 12,6 Mio. €) angewachsen. Beim Fremdkapital wurden einerseits die mittel- und langfristigen Bankschulden durch regelmäßige Tilgungen der laufenden Darlehen gesenkt. Der Gesamtkapitaldienst (Zins und Tilgung) der langfristigen Darlehen blieb gegenüber dem Vorjahr annähernd gleich und lag bei 0,69 Mio. € (Vorjahr: 0,65 Mio. €). Andererseits musste der geplant höhere Fahrzeugbestand gegenfinanziert werden, was zu einem deutlichen Anstieg der kurzfristigen Bankschulden führte. Insgesamt weist die Pillenstein Gruppe eine durchweg gesunde Kapitalstruktur auf und liegt mit einer Eigenkapitalquote von 31,1% (VJ: 37,5%) deutlich über dem Branchenschnitt in Deutschland. Abgleich mit prognostizierter Entwicklung Die geplanten Ergebnisse der Pillenstein-Gruppe konnten trotz der eingangs beschriebenen massiven Beeinträchtigungen und Einschränkungen des operativen Geschäfts durch die Lieferschwierigkeiten der Hersteller erreicht und sogar übertroffen werden. Die guten Ergebnisse sind ein Beleg für die Stabilität und Ertragskraft der Pillenstein Gruppe. C. Chancen und Risiken Für die Pillenstein Gruppe bieten sich viele Chancen: - ein großer Absatzmarkt in der Metropolregion Nürnberg - die attraktive Produktpalette der führenden deutschen Automobilmarke - attraktive Standorte in guter Lage - langjähriges und gut geschultes Personal Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten werden durch eine konsequente vertriebs- und kundenorientierte Führung des Unternehmens erschlossen. Die vorhandenen volkswirtschaftlichen Risiken und regional vorhandenen Risiken (z.B. Konkurrenz anderer Marken) sollen durch die Flexibilität und Schnelligkeit des Familienbetriebs abgefedert werden. Aus Risikogesichtspunkten sind die zu erwartenden strukturellen Veränderungen im gesamten Automobilhandel in ihrer Geschwindigkeit und Richtung noch ungewiss, was erhöhte Unsicherheit in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens hervorruft. Auch die allgemeine Einstellung der Bevölkerung zum Thema Mobilität, die Diskussion um und die Anforderungen an Mobilität in Zeiten des Klimawandels und damit im Zusammenhang stehende Entscheidungen der Politik stellen nachhaltige Risikofaktoren aber auch Chancen dar. Ein wichtiger Faktor für die anstehenden Veränderungen des Geschäftsmodells Automobilhandel wird die fortschreitende Digitalisierung und die damit verbundene Veränderung der Kundenbeziehung sein. Mit den neuen Händlerverträgen wurde bereits der rechtliche Rahmen dafür gesetzt. Aus dem damit einhergehenden neuen Margensystem resultiert eine Unsicherheit über die zur Kostendeckung und Gewinnerzielung verbleibenden Restmargen, der mit einem engmaschigen Controlling begegnet wird. Ein nach wie vor erhöhtes Risiko resultiert aus dem aktuell noch nicht beendeten Ukrainekrieg und den sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Ein Ende ist hier noch nicht abzusehen. Die Begleiterscheinungen wie hohe Inflationsraten, hohes Zinsniveau und Lieferschwierigkeiten der Hersteller werden deshalb auch weiterhin das operative Geschäft beeinflussen. D. Prognosebericht Generell beginnen sich die durch die teilweise unterbrochenen Lieferketten hervorgerufenen Lieferschwierigkeiten bei den Herstellern erst ab Mitte des bereits laufenden Geschäftsjahres 2022/2023 leicht zu entspannen. Die vorausschauende strategische Bestandspolitik hat sich hier im Nachhinein als richtig erwiesen. Zum Ende des Kalenderjahres 2022 führte allerdings die durch den Ukrainekrieg hervorgerufene Energiekrise zu einem massiven Anstieg der Energiepreise und in deren Folge zu einer allgemein hohen Inflationsrate von teilweise um die 10%. Die eingeleiteten Gegenmaßnahmen haben eine rasche Steigerung des Zinsniveaus zur Folge, was sich einerseits stark negativ auf die Leasing- und Finanzierungskonditionen für Fahrzeuge auswirkte und andererseits die Kosten für die Finanzierung des Lagerbestandes deutlich verteuerte. Insgesamt ist diese Entwicklung mit einer steigenden Kaufzurückhaltung einhergegangen, was durch die Kürzung der öffentlichen Förderung für Elektro- und Hybridfahrzeuge weiter forciert wurde. Positiv und kompensierend wirkte sich auch hier wieder die vorausschauend geplante Sicherstellung der Lieferfähigkeit aus. Insgesamt konnte aber im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/2023 trotz dieser negativen Einflüsse auf das operative Geschäft die sehr zufriedenstellende Ergebnissituation der letzten Jahre sichergestellt werden. Grundsätzlich wurde aufgrund der oben beschriebenen Rahmenbedingungen bei Erstellung der Planung für das Geschäftsjahr 2022/2023 mit der gebotenen Vorsicht vorgegangen. Die schwer vorhersehbaren Folgen des Ukrainekrieges und die Lieferschwierigkeiten der Hersteller machen eine Prognose des Geschäftsverlaufs schwierig. Zum Bilanzhalbjahr konnten die Planungen deutlich übertroffen werden. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich von diesen Rahmenbedingungen ab. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir von der Erfüllung unserer Planung aus. Diese liegt in Umsatz und Ergebnis insgesamt etwas unter den Werten des Vorjahres. Trotz des aktuell schwierigen Umfeldes muss klargestellt werden, dass das Unternehmen aufgrund seiner gesunden Kapitalstruktur und insbesondere auch aufgrund seiner sehr guten Liquiditätssituation in der Lage ist auch eine noch länger andauernde Krise zu überstehen.
Fürth, im Mai 2023 PILLENSTEIN HOLDING VERWALTUNGS GmbH Die Geschäftsführung Bernd Pillenstein Leopold Pillenstein KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
KonzernkapitalflussrechnungPillenstein Holding GmbH & Co. KG
KonzerneigenkapitalspiegelPillenstein Holding GmbH & Co. KGKONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL
Konzernanhang für das Konzern-Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis 30.09.2022der PILLENSTEIN HOLDING GmbH & Co. KG, FÜRTHA. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Konzern-Muttergesellschaft Pillenstein Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Fürth ist im Handelsregister beim Amtsgericht Fürth unter der Registernummer HRA 8460 eingetragen. Der Konzernabschluss zum 30. September 2022 wurde nach den Bestimmungen der §§ 290 - 315 HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf den 30. September 2022, dem Bilanzstichtag des Mutterunternehmens, aufgestellt. Der 30. September 2022 ist zugleich Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen lagen auf diesen Stichtag geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschlüsse vor. Der Konzern umfasst die Geschäftsbereiche Fahrzeughandel sowie Fahrzeugreparatur und damit im Zusammenhang stehende Nebenerlöse. Wegen spezifischer Angaben im Kfz.-Gewerbe erfolgte im Bereich der Vorräte sowie bei der Bestandsveränderung eine Anpassung des allgemeinen Gliederungsschemas. Die Gliederung der Bilanz wurde gegenüber den Posten nach § 266 HGB um die Position Vorführwagen erweitert. Der Ausweis des branchenbedingt hohen Fahrzeugbestandes als gesonderter Posten in der Bilanz dient der besseren Darstellung der Vermögenslage. Außerdem wurden teilweise Postenbezeichnungen zur besseren Darstellung der vorhandenen Vermögenswerte angepasst. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungsmethoden sind im Wesentlichen beibehalten worden. 1. Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz In den Konzernabschluss sind neben der Pillenstein Holding GmbH & Co. KG, Fürth, als Mutterunternehmen, folgende Tochterunternehmen einbezogen:
Weiterhin wurden die nachfolgend aufgeführten Unternehmen, an denen die Tochtergesellschaft Pillenstein AutoMobil GmbH zu 100 % beteiligt ist, ebenfalls in den Konzernabschluss einbezogen.
2. Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Aufrechnung der Beteiligungswertansätze mit den auf sie entfallenden Anteilen am Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbes bzw. ihrer Erstkonsolidierung nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. i.V.m. § 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB. Sich hieraus ergebende passive Unterschiedsbeträge haben Eigenkapitalcharakter, sie sind als Rücklagen zu interpretieren. Entsprechend der Neufassung des § 301 HGB ist ein Ausweis von passiven Unterschiedsbeträgen nicht mehr möglich. In Anwendung von § 309 HGB erfolgte in 2010/2011 eine Umgliederung in Rücklagen (T€ 4.716), da es sich um Gewinnanteile der Tochtergesellschaften vor erstmaliger Einbeziehung in den Konzernabschluss handelte. Schuldenkonsolidierung Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Erfolgswirksame Aufrechnungsdifferenzen ergaben sich dabei nicht. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Erträge und Aufwendungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderen konzerninternen Verrechnungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet (§ 305 HGB). Zwischenergebniseliminierung In 2012/2013 kam es zu einem Zwischenergebnis aus einem konzerninternen Grundstücksverkauf. Hieraus resultiert eine Abweichung der Abschreibungen im Konzern- und im Einzelabschluss. Im Konzernabschluss ist die Abschreibung jährlich um T€ 15 niedriger. Die Differenz wurde im Rahmen der Konsolidierung berücksichtigt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Bilanzierungsgebote und Wahlrechte sind bereits in den Jahresabschlüssen entsprechend der Rechnungslegung des Mutterunternehmens berücksichtigt worden. Die Grundsätze der einheitlichen Bilanzierung (§ 300 HGB) und Bewertung (§ 308 HGB) wurden beachtet. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Soweit den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen war, erfolgte bei dauernder Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung. Für nach dem 31.12.2007 angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von € 250,00 bis € 1.000,00 wurde gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Für veraltete und schwer gängige Bestände wurden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen. Zinsen wurden nicht mit einbezogen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zu den Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben gebildet, die erst im neuen Geschäftsjahr Aufwand darstellen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Absatz 1 Satz 2 HGB). Bewertungsmethode ist die Projected Unit Credit-Methode (PUC). Als Rechnungsgrundlage dienten die biometrischen Heubeck-Richttafeln 2018 G. Der Berechnung lag der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,76 % p.a. (extrapoliert; im Vorjahr 1,98 %) zugrunde. Der Rententrend wurde mit 1,3 % (Vorjahr 1,3 %) für den Gesellschafter-Geschäftsführer bzw. 1,00 % p.a. für Sonstige angesetzt. Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinssatzes wurden im Personalaufwand erfasst. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in angemessener Höhe Rechnung und sind mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Zur Berechnung der latenten Steuern wird unter Berücksichtigung der Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrages auf die Betriebsstätten von einem durchschnittlichen Hebesatz von 431 % ausgegangen. Zum 30.09.2022 ergaben sich passive latente Steuern aus der Bilanzposition Grundstücke und Gebäude der Pillenstein Holding GmbH & Co. KG. Bei den Organgesellschaften ergaben sich aktive latente Steuern aus den Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen sowie Anteilen an verbundenen Unternehmen. Der sich per Saldo am jeweiligen Stichtag insgesamt ergebende passive Überhang wurde bei der Pillenstein Holding GmbH & Co. KG als Organträger passiviert. Die latenten Steuersalden haben sich wie folgt entwickelt:
B. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 30.09.2022 ist im Anlagenspiegel dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Der Posten betrifft Software sowie einen entgeltlich erworbenen Firmenwert Sachanlagen Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden planmäßig nach steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Bei der Einbringung von Grundstücken im Jahr 2007 in die Pillenstein Holding GmbH & Co. KG wurden anteilig stille Reserven aufgedeckt. Finanzanlagen Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten, ggf. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Für veraltete und schwer gängige Bestände wurden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Bewertung der Gebrauchtwagen erfolgt im Wege der Einzelbewertung retrograd unter Gegenüberstellung der tatsächlichen Verkaufspreise bzw. Auszeichnungspreise gegenüber den zur Kostendeckung benötigten Verkaufspreisen. Diese wurden unter Annahme eines Rohgewinnaufschlags von 8 % (Vj.: 8 %) auf die Anschaffungs- und Herstellungskosten ermittelt. Der Bestand an unfertigen Leistungen betrifft in Arbeit befindliche Reparaturaufträge und Werkstattleistungen zum Bilanzstichtag. Außerdem sind Überführungs- und Zulassungsdienstleistungen sowie Einbauten bei Großkunden enthalten. Die Bewertung erfolgt retrograd anhand der vorliegenden Auftragswerte zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Zuschlagsätze auf Arbeit und Material. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zusammensetzung (Vorjahr in Klammern):
Die Forderungen sind gekürzt um Einzelwertberichtigungen (T€ 76) sowie um Pauschalwertberichtigungen (T€ 38). Pauschalwertberichtigungen wurden nach Feststellungen der steuerlichen Außenprüfung mit 1 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestandes angesetzt. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Ansprüche aus Boni in Höhe von T€ 147 (Vj. T€ 9) ausgewiesen, die rechtlich erst zum 31.12.2022 entstehen. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung war der Betrag der Höhe nach bekannt und wurde zeitanteilig abgegrenzt. Des Weiteren sind noch nicht abgerechnete Gewährleistungsansprüche mit T€ 134 (Vj. T€ 126) enthalten. Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der Unterschiedbetrag aus der Vermögensverrechnung enthält Verpflichtungen für Altersteilzeit in Höhe von T€ 94 (Vorjahr T€ 192). Zu den Verpflichtungen besteht ein Deckungsvermögen von T€ 104 (Vorjahr T€ 373), das dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und somit gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert wurde. Der Vorjahressaldo wurde unter sonstige Rückstellungen ausgewiesen. Die unter Beachtung des Niederstwertprinzips fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens und damit der beizulegende Zeitwert i.S.d. §255 Abs. 4 Satz 4 HGB entsprechen hier dem Deckungskapital des Versicherungsvertrags mit den Rechnungsgrundlagen der Beitragskalkulation i.S.d. § 169 Abs. 3 VVG. Eigenkapital Der Ausweis entspricht den Vorschriften des § 264c HGB und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Kapital der Kommanditisten - Kommanditkapital Die Kommanditeinlagen betragen T€ 500 und sind voll erbracht. Rücklagen Hier werden laut Gesellschaftsvertrag die nicht entnahmefähigen Gewinnanteile gebucht. Wie im Vorjahr wurde im Berichtsjahr der Abschluss der Muttergesellschaft unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. Konzernbilanzgewinn Es wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Gewinnvorträge und Konzerngewinne zusammenzufassen. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.331 berücksichtigen sämtliche Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie Anwartschaften. Die Pensionsrückstellung setzt sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 46. Die Steuerrückstellungen betreffen umsatzsteuerliche Risiken aus getätigten steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferungen von Fahrzeugen sowie Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen betragen T€ 3.812 (Vj. T€ 3.371). Sie enthalten angemessene Beträge für Personalaufwendungen T€ 895 (Vj. T€ 664), Rücknahmeverpflichtungen mit T€ 1.758 (T€ 1.797), Gewährleistungen in Höhe von T€ 150 (Vj. T€ 139), Treuepunkte T€ 360 (Vj. T€ 339) sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten zeigen folgende Zusammensetzung (Die Vorjahreswerte sind in Klammern genannt):
Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pachtverträgen für Betriebsgrundstücke in Höhe von insgesamt T€ 55 p.a. mit einer Laufzeit bis Ende 2030. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse
Eine Aufteilung nach geographischen Regionen erscheint nicht zweckgemäß, da die Umsatzerlöse in der Regel im festgelegten Händlergebiet erzielt werden. Die Erlösschmälerungen betrugen T€ 4.029 (Vj. T€ 4.875). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Abschreibungen Die Abschreibungen des Geschäftsjahres auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen sind dem Anlagengitter zu entnehmen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag, laufende Gewerbesteuer sowie die Zuführung einer latenten Steuer von T€ 83. D. ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL Im Einzelabschluss der Pillenstein Holding ergibt sich ein Bilanzgewinn von T€ 9.783. Die Abweichung von T€ 619 zum Konzerngewinn lässt sich im Wesentlichen auf eine im Geschäftsjahr 2012/2013 vorgenommene Grundstücksübertragung innerhalb des Konzerns zurückführen, bei der nur im Einzelabschluss stille Reserven aufgedeckt wurden. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand besteht ausschließlich aus Kassenbeständen und Bankguthaben abzüglich kurzfristiger Kontokorrentverbindlichkeiten. Einkaufsfinanzierungen werden wegen direktem Zusammenhang mit den Fahrzeugbeständen nicht einbezogen. F. ERGÄNZENDE ANGABEN Inanspruchnahme von Erleichterungen Für Zwecke der Offenlegung wird für den Einzelabschluss der Konzernmuttergesellschaft Pillenstein Holding GmbH & Co. KG, Fürth, die Befreiung des § 264b HGB in Anspruch genommen. Unternehmen, die von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht haben Die Befreiungsmöglichkeiten wurden von folgenden Tochter- und Enkelunternehmen in Anspruch genommen:
Die Gesellschafterbeschlüsse nach § 264 Abs. 3 HGB und der Konzernabschluss der Muttergesellschaft werden gemäß § 325 HGB offen gelegt. Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB Honorare für Abschlussprüfer betragen für das Berichtsjahr für Abschlussprüfungen T€ 51, Steuerberatungsleistungen T€ 26 und für sonstige Leistungen T€ 25. Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin der Pillenstein Holding GmbH & Co. KG ist die Pillenstein Holding Verwaltungs GmbH, deren Stammkapital T€ 25 beträgt. Geschäftsführung und Bezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgt durch die Pillenstein Holding Verwaltungs GmbH. Deren einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Herr Bernd Pillenstein (Automobilkaufmann), Fürth, sowie Herr Leopold Pillenstein (Automobilkaufmann), Nürnberg. Wegen der Bezüge der Geschäftsführung wird auf § 286 IV HGB verwiesen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Konzerngeschäftsjahres Die Corona-Pandemie sowie der Ukraine-Krieg beschäftigen weiterhin die gesamte Weltwirtschaft. Direkte Auswirkungen sind derzeit bei der Pillenstein-Gruppe nur in geringem Maße vorhanden. Die Geschäftsführung hat bisher mit geeigneten Maßnahmen reagiert, um den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren. Mitarbeiter Die Zahl der im Konzern-Geschäftsjahr 2021/2022 beschäftigten Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt, berechnet gemäß § 267 Absatz 5 HGB:
Fürth, den 15. Mai 2023 PILLENSTEIN HOLDING VERWALTUNGS GmbH Die Geschäftsführung Bernd Pillenstein Leopold Pillenstein KonzernanlagespiegelEntwicklung des Konzern-Anlagevermögens der Pillenstein Holding GmbH & Co. KG, Fürth - ANLAGENGITTER -
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Pillenstein Holding GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Pillenstein Holding GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pillenstein Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fürth, den 1. Juni 2023 DÜNKEL
& PARTNER mbB
Florian Bletschacher, Wirtschaftsprüfer |
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