AWS Pumpen- und Anlagenbau GmbH
Selbe AdresseRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Drieß seit 27.3.2025 | Prokura |
Robert Seidenkranz seit 18.12.2024 | Geschäftsführer |
Patrick Otterski seit 14.5.2024 | Prokura |
Maarten Willem Bode seit 25.4.2024 | Geschäftsführer |
Alexander Büschen seit 23.11.2023 | Geschäftsführer |
Johanna Dr. Engel seit 23.11.2023 | Prokura |
Alexander Georg Dimitrios Weiss seit 28.4.2023 | Prokura |
Christian Bayer seit 25.8.2022 | Prokura |
Hermann Alexander Gehle seit 16.8.2022 | Prokura |
Boris Michael Kistenpfennig seit 7.4.2022 | Prokura |
Thorsten Anton Lischka seit 17.3.2022 | Prokura |
Matthias Butterweck seit 15.2.2022 | Geschäftsführer |
Josef Emmerz seit 23.4.2021 | Prokura |
Günther Zettl seit 13.11.2019 | Prokura |
Erwin Schmutz seit 13.11.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Rubix Fr Group SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
ZITEC Instandhaltungsservice GmbHAufgelöst | 100.00% |
akn Wälzlager GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rubix GmbHPlattlingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023Inhalt Grundlagen des Unternehmens Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage des Unternehmens 3.1. Ertragslage 3.2. Vermögenslage 3.3. Kapitalstruktur 3.4. Finanzlage 3.5. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Prognose, Chancen und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Risikobericht 3. Chancenbericht Sonstige Angaben Grundlagen des UnternehmensDie Rubix GmbH ist ein modernes Handels, Technik und Dienstleistungsunternehmen und bietet seinen Kunden Produkte in den Bereichen Lagerungstechnik, Lineartechnik, Antriebstechnik, Fluidtechnik und technische Maschinenelemente an. Die Rubix GmbH gehört zur Rubix Gruppe. Die Rubix Gruppe ist mit über 750 Standorten in 22 Ländern Europas größter Anbieter von Industrieprodukten und Dienstleistungen für industrielle Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) sowie Komponentenlieferant für Erstausrüster (OEM). Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge war die gesamtwirtschaftliche Leistung (BIP) in Deutschland um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher 1 . Die für Deutschland erstellten Konjunkturprognosen gingen zunächst von einer konstant bleibenden deutschen Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 aus. Aufgrund der andauernden Energiekrise und den durch die hohe Inflation gesunkenen Realeinkommen wurden die Prognosen im Jahresverlauf 2023 jedoch nochmals geringfügig nach unten revidiert 2 . Nachdem das Bruttoinlandsprodukt in den ersten drei Quartalen 2023 stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 % ab 3 . Die Wirtschaftsleistung entwickelte sich im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Im produzierenden Gewerbe ging die Wirtschaftsleistung aufgrund der sehr viel niedrigeren Produktion im Bereich Energieversorgung um 2,0 % zurück. Insbesondere die energieintensiven Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie reagierten stark auf die steigenden Energiepreise. Positive Impulse kamen aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Im Baugewerbe machten sich vor allem im Hochbau neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden (insgesamt + 0,2 %). Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe zurück (-1,0 %) 4 . Die Erholung der Weltwirtschaft nach der Corona-Pandemie setzte sich unter dem Einfluss der Ukraine-Krise weiter fort. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) erreichte nach ersten Schätzungen im Jahr 2023 einen Zuwachs von 3,1 % (2022: + 3,5 %). Insbesondere die chinesische Wirtschaft konnte im Jahr 2023 trotz Krise am Immobilienmarkt und schwachem Binnenkonsum ein Wachstum verzeichnen. Ersten Schätzungen zufolge lag der Zuwachs des chinesischen BIP bei 5,2 %. Die USA verzeichnete im Jahr 2023 trotz hoher Inflation ein geschätztes Wachstum von 2,5 % 5 . Im Euroraum und in der EU lag die Jahreswachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes, basierend auf saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten, vorläufigen Schätzungen des statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) zufolge bei 0,5 % 6 . Für 2024 rechnet der IMF aktuell mit einem Plus der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,1 % 7 . Die Prognosen für 2024 und Folgejahre sind weiterhin mit einer relativ großen Unsicherheit behaftet. Verschiedene Faktoren, insbesondere die hohe Inflation, steigende Zinsen und der Nahost-Konflikt, werden dabei die weitere Entwicklung der nationalen Volkswirtschaften beeinflussen. Die privaten Konsumausgaben nahmen im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernten sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Dies lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen, durch die der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt hatte 8 . Die Inflationsrate stieg im Jahr 2023 im Durchschnitt um 5,9 % gegenüber dem Vorjahr an und fiel damit geringer aus als im Jahr zuvor (+6,9 %). Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate bei +3,7 %. Sie verstärkte sich damit zum Jahresende, nachdem sie in den Monaten zuvor rückläufig gewesen war 9 . Diese gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen spiegelten sich auch in der Branchenentwicklung des Technischen Handels wider. Nach Angaben des Verband Technischer Handel e.V. (VTH) zeigen die aktuellen Zahlen eines Umsatzvergleichs unter den VTH-Mitgliedern, dass der Gesamtumsatz der Branche im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben ist und nur einen Anstieg von 0,3 % verzeichnen konnte. 2. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse belaufen sich zum Bilanzstichtag 2023 auf 508,9 Mio. EUR (Vorjahr: 515,8 Mio. EUR), was einer leichten Minderung um insgesamt 7,0 Mio. EUR oder 1,4 % entspricht. Damit liegt die Umsatzentwicklung der Rubix GmbH knapp unter dem Branchendurchschnitt von + 0,3 %, sowie unterhalb des für das Geschäftsjahr 2023 erwarteten Umsatzanstiegs im unteren einstelligen Prozentbereich. Der Planung des Umsatzanstieges lag die Weitergabe der aufgrund hoher Energiekosten gestiegenen Lieferantenpreise zugrunde. Diese Weitergabe der Preiserhöhungen führte jedoch auch zu einer Reduktion im Volumen und dem moderaten Rückgang der Umsatzerlöse. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr von 1.474 Mitarbeiter auf 1.380 Mitarbeiter vermindert. Trotz geringerer Mitarbeiterzahl verzeichnete der Personalaufwand einen Anstieg um 3,9 Mio. EUR oder 4,5 %. Dies resultiert aus der jährlichen Lohn- und Gehaltsanpassung sowie der Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie. Im Forderungsmanagement und in der Früherkennung von Ausfallrisiken verhielt sich die Rubix GmbH weiterhin vorsichtig. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr 2023 überwiegend aus den im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit erwirtschafteten finanziellen Mitteln sowie durch finanzielle Mittel im Konzernverbund. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) betrafen die Sachanlagen mit 1,6 Mio. EUR und die immateriellen Vermögensgegenstände mit 1,4 Mio. EUR. Im kommenden Geschäftsjahr bilden weiterhin die Bereiche Hard- und Software sowie Technische Anlagen und Maschinen die wichtigsten Investitionsschwerpunkte. Die Finanzierung soll aus eigenen Mitteln erfolgen. 3. Lage des Unternehmens 3.1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Rubix GmbH insbesondere im Key Account Geschäft einen soliden Umsatzanstieg verzeichnen, im regionalen Geschäft hingegen lag der Umsatz unter den Erwartungen. Die Umsatzerlöse belaufen sich damit zum Bilanzstichtag 2023 auf 508,9 Mio. EUR (Vorjahr: 515,8 Mio. EUR), daraus resultiert eine Verminderung um insgesamt 7,0 Mio. EUR. Damit liegt die Umsatzentwicklung der Rubix GmbH knapp hinter dem Branchendurchschnitt von + 0,3 %, sowie unterhalb des für das Geschäftsjahr 2023 erwarteten Umsatzanstiegs im unteren einstelligen Prozentbereich. Unverändert zum Vorjahr bilden die Produktgruppen Lagertechnik, Fluidtechnik und Tools/Maintenance/Equipment weiterhin mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Rubix GmbH ab. Einhergehend mit dem Umsatzrückgang verringerte sich ebenso der Materialaufwand um 6,5 Mio. EUR auf 357,3 Mio. EUR. Die Handelsspanne (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beträgt im Jahr 2023, bezogen auf den Umsatz, 29,8 % (Vorjahr: 29,5 %). Die für 2023 prognostizierte geringfügige Steigerung des Margenprozentsatzes der Handelsspanne konnte damit erreicht werden. Absolut gesehen verringerte sich die Handelsspanne von 152,1 Mio. EUR auf 151,5 Mio. EUR. Die Handelsspanne konnte durch die Umsetzung von Effizienz- und Kosteneinsparungsinitiativen sowie einen höheren Absatz von Eigenmarken gesteigert werden, wurde im Berichtsjahr jedoch auch durch die anhaltende Inflation beeinflusst. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr von 1.474 Mitarbeiter auf 1.380 Mitarbeiter vermindert. Die Mitarbeiteranzahl betrug im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 1.420 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.481 Mitarbeiter). Trotz geringerer Mitarbeiterzahl verzeichnete der Personalaufwand einen Anstieg um 3,9 Mio. EUR oder 4,5 % auf 90,9 Mio. EUR. Dies resultiert aus der jährlichen Lohn- und Gehaltsanpassung sowie der Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Mio. EUR auf 57,6 Mio. EUR. Dabei reduzierten sich insbesondere die Aufwendungen für Leihpersonal sowie Aufwendungen im IT-Bereich. Im Vorjahr war zudem ein Verlust aus Verschmelzungen in Höhe von 1,5 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die operative Entwicklung des Geschäfts zeigt sich im laufenden Jahr leicht rückläufig. Das Geschäftsjahr 2023 schloss insgesamt mit einem EBITDA von 7,0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR) und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von -0,4 Mio. EUR (Vorjahr: -0,7 Mio. EUR) ab. Das EBITDA liegt damit etwas unter dem Vorjahr, das Ergebnis vor Steuern hingegen liegt leicht über dem Vorjahresergebnis. Die im Geschäftsjahr 2022 für 2023 ursprünglich prognostizierte deutliche Erhöhung des EBITDA konnte damit in der Rubix GmbH nicht erreicht werden. Diese Abweichung ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang sowie den unerwartet hohen Aufwendungen im Personalbereich zurückzuführen. Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft vor Verlustübernahme beträgt -1,0 Mio. EUR (Vorjahr: -0,7 Mio. EUR). 3.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Rubix GmbH verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 42,7 Mio. EUR und beträgt zum Bilanzstichtag 2023 248,4 Mio. EUR (Vorjahr: 291,1 Mio. EUR). Die Minderung der Bilanzsumme um 14,7 % begründet sich im Wesentlichen in der Minderung der fertigen Erzeugnisse und Waren um 26,2 Mio. EUR auf 77,3 Mio. EUR sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 13,1 Mio. EUR auf 111,7 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich stichtagsbedingt auf 19,7 Mio. EUR (Vorjahr: 19,3 Mio. EUR). Das Anlagevermögen verringerte sich zum 31.12.2023 um 1,3 Mio. EUR bzw. 7,1 % auf 17,5 Mio. EUR. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,5 Prozentpunkte (2023: 7 %; Vorjahr: 6,5 %). Die Anteile an verbundenen Unternehmen reduzierten sich durch die Abwertung der Anteile der AKN Wälzlager GmbH aufgrund deren Liquidation um TEUR 650. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 betragen 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR). Die Lagerbestände wurden im Jahr 2023 weiter optimiert. Die Minderung der Vorratsbestände um 25,2 Mio. EUR bzw. 24,1 % auf 79,3 Mio. EUR (Vorjahr: 104,5 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Transfer von europäischen Lagerbeständen innerhalb des Rubix Unternehmensverbundes. Zum 31.12.2023 stellt das Vorratsvermögen 31,9 % (Vorjahr: 36,0 %) der Bilanzsumme dar. Der Anteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme der Rubix GmbH beträgt zum Stichtag 56,0 % (Vorjahr: 53,3 %). Dabei verringerten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 13,1 Mio. EUR auf 111,7 Mio. EUR sowie die sonstigen Vermögensgegenstände um 3,7 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR. Insbesondere die in den sonstigen Forderungen bilanzierten erzielten Bonusansprüche gegenüber Lieferanten fielen um 3,1 Mio. EUR niedriger aus als im Vorjahr und betragen zum 31.12.2023 insgesamt 6,1 Mio. EUR. Die Verringerung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert in erster Linie aus dem Ausgleich der Verrechnungskonten für Geldtransit innerhalb des Unternehmensverbundes. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um 0,5 Mio. EUR angestiegen. Die flüssigen Mittel liegen im Geschäftsjahr 2023 mit 12,0 Mio. EUR um TEUR 110 unter dem Vorjahreswert. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr 2023 überwiegend aus den im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit erwirtschafteten finanziellen Mitteln sowie durch finanzielle Mittel im Konzernverbund. 3.3. Kapitalstruktur Das Eigenkapital des Unternehmens beträgt zum 31.12.2023 89,4 Mio. EUR (Vorjahr: 89,4 Mio. EUR). Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft Rubix Holding Deutschland GmbH, Plattling, beläuft sich der Bilanzgewinn zum Stichtag unverändert auf 34,1 Mio. EUR. Die Kapitalrücklage liegt wie im Vorjahr bei 55,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2023 36,0 % und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozentpunkte erhöht (Vorjahr: 30,7 %). Die Erhöhung der Eigenkapitalquote ist insbesondere auf eine überproportionale Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 45,1 Mio. EUR auf 143,0 Mio. EUR. Die Minderung resultiert vor allem aus den um 40,7 Mio. EUR niedrigeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Hier konnten Gelder an den gruppenweiten Cash Pool zurückgeführt werden. Daneben verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3,7 Mio. EUR auf 41,3 Mio. EUR. Dies konnte insbesondere durch die Verminderung des Vorratsvermögens aufgrund des Transfers von europäischen Lagerbeständen innerhalb der Rubix Gruppe erreicht werden. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2,2 Mio. EUR handelt es sich um durch eine Grundschuld besicherte Kredite. In der Summe wurden im Geschäftsjahr Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 915 getilgt. Die Erhöhung der Rückstellungen um 2,4 Mio. EUR auf 16,0 Mio. EUR enthält im Wesentlichen die Rückstellung von Personalkosten für Rightsizing. 3.4. Finanzlage Aufgrund der von der Rubix Group International Ltd. abgegebenen Patronatserklärung ist die Finanzlage der Gesellschaft bis 31.07.2025 gesichert. Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil. Die Finanzierung der Investitionsprojekte erfolgte aus eigenen Mitteln und aus Konzernmitteln. Die operative Entwicklung des Geschäfts zeigt sich im laufenden Jahr leicht rückläufig, das EBITDA beträgt im laufenden Geschäftsjahr 7,0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR). Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 jederzeit über ausreichend liquide Mittel verfügt. Die Liquidität der Gesellschaft blieb nahezu konstant auf 12,0 Mio. EUR (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR). Für stichtagsbedingt erhöhte Bedarfe an Liquidität wurde der gruppenweite Finanzverkehr genutzt. Wesentliche Änderungen im Rahmen der Finanzierung ergaben sich gegenüber dem Vorjahr nicht. Die gesetzlichen Vertreter sehen aktuell kein Risiko, dass die Fortführung des Unternehmens gefährdet ist. Das Finanzmanagement ist auch weiterhin für das tägliche Geschäft darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. 3.5. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen unserer Unternehmensführung und zur Evaluierung der Zielerreichung, greifen wir auf ein umfangreich etabliertes Berichtswesen zurück. Hierbei stützen wir uns maßgeblich auf die nachstehenden Kennzahlen, die systematisch im Vergleich zu den budgetierten Vorgaben und den Werten des Vorjahres analysiert werden:
Diese Kennzahlen dienen konzernweit als einheitliche Grundlage für die Steuerung und das Monitoring unserer Geschäftsaktivitäten. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland im Jahr 2023, welche insbesondere durch gestiegene Energiekosten und die daraus resultierende Zurückhaltung bei Investitionen seitens energieintensiver Unternehmen im Industriesektor gekennzeichnet waren, hält die Geschäftsführung die Performance und den Geschäftsverlauf des Unternehmens für zufriedenstellend. Diese Einschätzung berücksichtigt sowohl die Herausforderungen des Marktumfeldes als auch die erfolgreiche Anpassungsfähigkeit unseres Unternehmens in einem schwierigen wirtschaftlichen Kontext. Prognose, Chancen und Risikobericht1. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2023 stand im Zeichen signifikanter Herausforderungen, hervorgerufen durch externe Faktoren wie den Ausstieg aus der Atomkraft in Deutschland und weiterführender Sanktionen bei der Nutzung russischer Rohstoffe, die zu hohen Energiekosten führten. Trotz dieser widrigen Bedingungen konnte unser Unternehmen die gestiegenen Preise der Lieferanten vollständig an die Kunden weitergeben. Allerdings führte dies zu einer Reduktion im Volumen und einem moderaten Rückgang der Umsatzerlöse. Für das kommende Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung eine leichte Reduktion der Umsatzerlöse gegenüber dem Berichtsjahr. Diese Prognose beruht auf der Annahme, dass die externen wirtschaftlichen Bedingungen ähnlich herausfordernd bleiben werden. Trotz des erwarteten Rückgangs in den Umsatzerlösen sind wir jedoch optimistisch, eine leichte Steigerung der Handelsspanne zu realisieren. Für das kommende Geschäftsjahr ist zudem eine leichte Steigerung des EBITDA geplant. Diese positive Entwicklung wird durch die bereits im Jahr 2023 eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Organisationsstruktur sowie durch die Umsetzung von Effizienz- und Kosteneinsparungsinitiativen unterstützt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz der anhaltenden Herausforderungen und der erwarteten leichten Reduktion der Umsatzerlöse für 2024, die Geschäftsführung zuversichtlich ist, durch strategische Maßnahmen eine Verbesserung der finanziellen Leistungsfähigkeit des Unternehmens herbeiführen zu können. Die Konzentration auf Effizienzsteigerung, Kosteneinsparungen und die Optimierung der Organisationsstruktur bildet die Grundlage für eine positive Entwicklung der Handelsspanne und der EBITDA-Marge. Diese Maßnahmen werden das Unternehmen stärken und seine Position in einem wettbewerbsintensiven Umfeld sichern. 2. Risikobericht Im vorliegenden Risikobericht skizziert die Geschäftsleitung in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung die identifizierten Risiken für die Gesellschaft. Die auch nach 2 Jahren anhaltenden Auswirkungen des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland, einschließlich der damit verbundenen Sanktionen im Hinblick auf die Beschaffung russischer Rohstoffe, sowie der beschleunigte Ausstieg aus der Kernenergie haben in Deutschland zu signifikant erhöhten Energiekosten geführt. Diese Entwicklungen schmälern insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrien in Deutschland. Die Liquidität wird durch die Muttergesellschaft über Cashpooling und die Abgabe einer Patrionatserklärung sichergestellt. Darüber hinaus hat der Inflation Reduction Act in den Vereinigten Staaten, der umfangreiche finanzielle Anreize, langfristige Garantien für Energiepreise und steuerliche Vorteile bietet, viele Unternehmen dazu bewogen, den Standort Deutschland zu verlassen. Dies hat die Investitionsbereitschaft im Inland merklich geschwächt und stellt eine bedeutende Herausforderung für unser Unternehmen dar. Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir moderatere Preiserhöhungen durch unsere Lieferanten, da die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im Dezember 2023 um 8,6 % unter dem Niveau des Vorjahres lagen. Die Weitergabe potenzieller Kostensteigerungen an unsere Kunden gestaltet sich jedoch zunehmend schwieriger, angesichts eines verstärkten Preiswettbewerbs aufgrund der verhaltenen Investitionsneigung. Die Entwicklung unseres Unternehmens hängt maßgeblich von der konjunkturellen Lage in Deutschland und Europa ab. Für das Jahr 2024 prognostizieren wir makroökonomisch kein Wachstum. Potenzielles Wachstum wird voraussichtlich primär durch das Gewinnen von Marktanteilen realisierbar sein, was eine strategische Schärfung und Optimierung unserer Geschäftsmodelle erfordert. In Reaktion auf das derzeit hochvolatile Marktumfeld liegt unser Hauptaugenmerk auf der Verbesserung unserer Bruttomarge. Wir sind uns der mit diesen instabilen Zeiten einhergehenden Herausforderungen bewusst und haben strategische Initiativen ergriffen, um unsere Wettbewerbsposition und finanzielle Stabilität zu stärken. Ein wesentliches Element unserer Strategie ist die konsequente Ausrichtung auf Kosteneffizienz. Wir zielen darauf ab, unsere Ausgaben durch die Steigerung der Prozesseffizienz, das Eliminieren nicht-wertschöpfender Tätigkeiten und die Optimierung unserer Ressourcenverteilung zu minimieren. Diese Bemühungen sind entscheidend, um unsere operative Effizienz zu erhöhen und sicherzustellen, dass wir erfolgreich in einem Marktumfeld agieren können, das durch Unsicherheit und Margendruck gekennzeichnet ist. Die gesetzlichen Vertreter sehen hierbei das Risiko von Margenverlusten. Ferner legen wir großen Wert auf Kostensensibilität in sämtlichen Unternehmensbereichen. Dies umfasst eine akribische Überprüfung und Bewertung aller Ausgaben sowie die Förderung einer Kultur der Kostendisziplin innerhalb unserer Organisation. Unser Ziel ist es, durch diese Maßnahmen nicht nur kurzfristige Einsparungen zu erzielen, sondern auch langfristig eine nachhaltige Verbesserung unserer Kostenstruktur und Rentabilität zu sichern. Risiken im Bereich des Forderungsmanagements, insbesondere durch potenzielle Insolvenzen und Zahlungsausfälle aufgrund der veränderten Zinspolitik der Europäischen Zentralbank, erfordern ein aktives Forderungsmanagement und die fortlaufende Absicherung durch Kreditversicherungen. Wir beobachten eine Zunahme des Risikos von Zahlungsausfällen. Angesichts dieser Herausforderungen ist es entscheidend, unsere Risikomanagementstrategien kontinuierlich zu evaluieren und anzupassen. Die Gewährleistung der Versorgungssicherheit, Prozessoptimierung, Liquiditätssicherung und Kostenkontrolle bleiben zentrale Aspekte, um die Widerstandsfähigkeit unseres Unternehmens in diesen unsicheren Zeiten zu stärken. Auch Cyber Security und Nachhaltigkeit haben im Risikomanagement einen hohen Stellenwert. Um die IT-Sicherheit zu gewährleisten, wurden umfassende technische Maßnahmen getroffen, zudem werden alle Mitarbeiter regelmäßig durch IT-Sicherheitsschulungen sensibilisiert. Zur Begrenzung der Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt wurden unter anderem eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die Energieverbrauch und Abfall reduzieren, um so die CO 2 -Emissionen zu verringern. Unser Unternehmen ist integraler Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems der Rubix Gruppe. Innerhalb dieses Rahmens erfolgt jedoch keine Quantifizierung der Risiken. Derzeit identifizieren wir keine Risiken, die die Existenz des Unternehmens bedrohen könnten. Die Liquiditätslage unseres Unternehmens ist durch die Zugehörigkeit zum Konzern und durch die Patronatserklärung der Muttergesellschaft umfassend abgesichert. Diese Maßnahmen gewährleisten eine solide finanzielle Basis und tragen dazu bei, das Fortbestehen des Unternehmens auch unter potenziell herausfordernden Bedingungen zu sichern. 3. Chancenbericht In dem nachfolgenden Chancenbericht legt die Geschäftsführung die Chancen dar, geordnet nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft in absteigender Reihenfolge. Die Rubix GmbH wird in den kommenden Jahren weiterhin bedeutende Vorteile aus ihrer Integration in die Rubix Gruppe ziehen, sowohl in Bezug auf Kundenbeziehungen als auch Beschaffung. Die erfolgreiche Eingliederung in den vergangenen Jahren, kombiniert mit der Harmonisierung der ERP-Systemlandschaft im aktuellen Geschäftsjahr und für 2024 vorgesehen, versetzt uns in die Lage, die Anforderungen international agierender Konzerne noch gezielter zu erfüllen. Diese Fortschritte verstärken unsere Position als bevorzugten Partner für Unternehmen mit anspruchsvollen Bedürfnissen und demonstrieren unser Engagement für anhaltende Verbesserungen und hohe Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus spiegelt sich die nachhaltige Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens nicht nur in wirtschaftlichen Kennzahlen wider, sondern auch in der Kompetenz unserer Mitarbeiter. Daher verfolgen wir das Ziel, die Qualifikation unserer Belegschaft durch gezielte Seminare und interne Weiterbildungsmaßnahmen weiter zu stärken. Die Bewältigung der Herausforderungen der letzten Jahre hat zu einer erhöhten Flexibilität des Unternehmens geführt. Maßnahmen wie Standortkonsolidierungen, die Einführung flexibler Arbeitsmodelle und die fortschreitende Digitalisierung haben eine wesentliche Stabilisierung des Unternehmens bewirkt. Sonstige AngabenFestsetzung der Zielgröße des Frauenanteils unter den Geschäftsführern Die Zielgröße für die Frauenquote unter den Geschäftsführern wurde für die nächsten zwei Jahre auf 0 % festgelegt, aktuell beträgt die Frauenquote 0 %. Die Festsetzung der Zielgröße des Frauenanteils unter den Geschäftsführern auf 0 % wird wie folgt begründet: Die Gesellschaft versteht die Beschäftigung von Frauen, insbesondere in Führungspositionen, als selbstverständlichen, aber auch als einen wichtigen und wesentlichen Bestandteil ihrer Vielfalt und sieht dies als Chance zur Weiterentwicklung. Die Beschäftigung von Frauen im Management und in anderen Führungsrollen wird künftig verstärkt gefördert und eventuell bestehende Vorbehalte müssen abgebaut werden. Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird dabei Berücksichtigung finden müssen. Offene Stellen sollen jedoch weiterhin ungeachtet dessen unabhängig vom Geschlecht mit der/dem fachlich und persönlich geeignetsten Kandidatin bzw. Kandidaten besetzt werden. Bei der Geschäftsführung der Gesellschaft handelt es sich um ein fünfköpfiges und damit relativ kleines Gremium, für das die Festlegung einer starren Quote problematisch sein kann. Außerdem ist im Unternehmensinteresse bei Schlüsselpositionen im obersten Management personelle Kontinuität sicherzustellen. Wechsel auch auf diesen Positionen allein aufgrund des Geschlechts können daher nicht herbeigeführt werden. Festsetzung der Zielgröße des Frauenanteils in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer Die Zielgröße für die Frauenquote in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer wurde auf 20 % festgelegt. Aktuell liegt die Frauenquote bei 24,0 % (Vorjahr: 16,1 %). Die Frist für die Erreichung dieser Zielgröße wurde auf den 31. Dezember 2024 festgelegt.
Plattling, den 10. April 2024 Rubix GmbH Die Geschäftsführung André Thönes, Vorsitzender André Pennartz Alexander Büschen Matthias Butterweck Alexis-Marios Fassoulakis
1 Statistisches Bundesamt (Destatis):
Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 20231. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie Rubix GmbH hat ihren Sitz in Plattling. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Deggendorf unter der Registernummer HRB 1914 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss der Rubix GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Grundsätzlich wurde der Jahresabschluss unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- bzw. Bewertungsgrundsätze aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt an einem Factoring-Programm teil, welches in Form des stillen Factorings praktiziert wird. Die Bilanzierung erfolgt zum Bilanzstichtag als echtes Factoring, da das wirtschaftliche Eigentum an den veräußerten Forderungen auf den Factor übergegangen ist. 3. Bilanzierungs- und BewertungsvorschriftenImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Für entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, die sich in Erstellung befinden, wurden Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.192 (Vorjahr: TEUR 461) aktiviert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beläuft sich der Restbuchwert der entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte auf TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 34). Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt im Zugangsjahr zeitanteilig. Fremdkapitalzinsen werden aufwandswirksam erfasst und nicht aktiviert. Im Geschäftsjahr wurde aufgrund der Standortschließung Celle eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 20 auf das Sachanlagevermögen des Standorts vorgenommen. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen der immateriellen sowie materiellen Vermögensgegenstände folgende unterstellte Nutzungsdauern zugrunde:
Die Nutzungsdauer von 15 Jahren des Geschäftswertes wurde auf Basis der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und in Abhängigkeit von wichtigen Absatz- und Beschaffungsverträgen geschätzt. Es wird erwartet, dass über diesen Zeitraum der erwartete ökonomischen Nutzen des erworbenen Unternehmens realisiert werden kann. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Anschaffungskosten beweglicher Gegenstände des Anlagevermögens wurden bis zu einem Wert von EUR 250,00 (Vorjahr: EUR 250,00) sofort als Aufwand verbucht. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 (Vorjahr: 250,01) bis EUR 800,00 (Vorjahr: EUR 800,00) wurden im Geschäftsjahr 2023 aktiviert und sofort abgeschrieben. Aktivierte Eigenleistungen werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, sowie variablen und fixen Gemeinkosten) angesetzt. Finanzanlagen Die Finanzanlagen beinhalten Anteile an verbundenen Unternehmen, die zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt wurden. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Aufgrund der Eröffnung des Liquidationsverfahrens der AKN Wälzlager GmbH wurde eine Abwertung der Finanzanlagen von TEUR 650 auf insgesamt TEUR 2.288 vorgenommen. Der aktuelle Stand des Anteilsbesitzes wird unter Punkt 4. Angaben zur Bilanz dargestellt. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten (Durchschnittswertverfahren) angesetzt, soweit notwendig wurden entsprechende Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes erfolgte im Wesentlichen auf Basis einer Reichweitenanalyse. Die Abwertung auf Vorräte lag zum 31. Dezember 2023 bei TEUR 11.693 (Vorjahr: TEUR 13.282). Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die Bewertung der geleisteten Anzahlungen auf Vorräte erfolgte zum Nennwert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt; erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen berücksichtigt. Wie im Vorjahr wurde zum einen eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % des Nettoforderungsbestands gebildet. Zum anderen wurde eine Einzelwertberichtigung von 50,0% für Forderungen mit Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen bzw. von 100,0 % für Forderungen mit Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen vorgenommen. Geschäftsvorfälle in Fremdwährungen werden zum aktuellen Tageskurs eingebucht. Beim späteren Ausgleich dieser Positionen entstehen Kursgewinne oder Kursverluste. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden zum aktuellen Tageskurs eingebucht und entsprechend den Regelungen in § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen bestehen zum Stichtag nicht. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen, die nicht aus Warenlieferungen resultieren, werden auf Verrechnungskonten gebucht und damit saldiert dargestellt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nennwerten bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen und werden zu Nennwerten angesetzt. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Pensionsverpflichtungen wurden unter Verwendung der Projected Unit Credit-Methode ermittelt und zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlage für die Berechnung waren die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Es liegen ein Rechnungszinssatz von 1,82 % (Vorjahr: 1,79 %) sowie eine Rentendynamik von bis zu 2,00 % (Vorjahr: 2,50 %) zugrunde. Für die anrechenbaren Bezüge wurde im Gutachten 2023 eine Dynamik von 0 % berücksichtigt (Vorjahr: 2,5 %). Es erfolgte keine Saldierung mit dem Aktivwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung, da diese nicht verpfändet ist. Die Erträge aus Rückdeckungsversicherungen wurden entsprechend auch nicht mit den Zinsaufwendungen aus den Pensionsverpflichtungen saldiert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden die Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag i.S.d. § 256a HGB umgerechnet. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Latente Steuern Aufgrund des mit der Rubix Holding Deutschland GmbH, Plattling, bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ist nach formaler Betrachtungsweise diese als Organträgerin alleinige Steuerschuldnerin. Dementsprechend sind neben den tatsächlichen auch die latenten Steuern auf die temporären Differenzen zwischen den Bilanzansätzen der Handels- und Steuerbilanz der Gesellschaft im Abschluss der Rubix Holding Deutschland GmbH, Plattling, zu erfassen. 4. Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Es wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf das Sachanlagevermögen am Standort Celle vorgenommen, da aufgrund der Standortschließung Anfang 2024 die Einrichtungsgegenstände nicht mehr genutzt werden. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 111.695 (Vorjahr: TEUR 124.800) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.173 (Vorjahr: TEUR 3.085), Forderungen aus Verrechnungskonten in Höhe von TEUR 64.149 (Vorjahr: TEUR 79.085), Forderungen aus Verrechnungskonten aus Cashpooling gegen die Rubix Group Finco Ltd. in Höhe von TEUR 41.038 (Vorjahr: 38.546) sowie Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.335 (Vorjahr: 4.084). In den Forderungen aus Verrechnungskonten sind Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin in Höhe TEUR 40.306 (Vorjahr: TEUR 39.269), Forderungen aus steuerlicher Organschaft in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) sowie laufende Verrechnungskonten für Liquidität, in Höhe von TEUR 23.842 (Vorjahr: TEUR 39.745) ausgewiesen. Im Vorjahr waren außerdem noch weitere laufende Verrechnungskonten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen der Gruppe in Höhe von TEUR 71 in den Forderungen enthalten. Die Veränderung des Verrechnungskontos von Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag spiegelt die Ergebnisabführung des Wirtschaftsjahres 2023 wider. Die laufenden Verrechnungskonten gegenüber den sonstigen verbundenen Unternehmen wurden im Geschäftsjahr komplett getilgt (Vorjahr TEUR 71). Die Veränderung der Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen enthält die Erhöhung des Darlehens der Walgo Italia S.R.L., Provaglio, in Höhe von TEUR 250. Forderungen gegen den Gesellschafter sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten und betragen TEUR 64.149 (Vorjahr: TEUR 79.014). Darin enthalten sind Forderungen aus Verrechnungskonten von TEUR 23.842 (Vorjahr: TEUR 39.745), Forderungen aus steuerlicher Organschaft von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) sowie TEUR 40.306 (Vorjahr: TEUR 39.269) aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Vermögensgegenstände Im Wesentlichen sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Bonusansprüche an Lieferanten in Höhe von TEUR 6.114 (Vorjahr: TEUR 9.248) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 874 (Vorjahr: TEUR 1.155) enthalten. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 334 eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: TEUR 256). Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 154. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag unverändert in Höhe von TEUR 34.144 enthalten. In den Gewinnrücklagen ist ein Betrag von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 26) aus der Änderung der handelsrechtlichen Wertansätze bei den Pensionsrückstellungen im Zuge der BilMoG-Umstellung enthalten. Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag TEUR 55.104 (Vorjahr: TEUR 55.104). Pensionsrückstellung Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 733 (Vorjahr: TEUR 746). Im Jahr 2016 wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB der bislang zugrunde gelegte 7-Jahres-Durchschnitt des Marktzinses auf einen 10-Jahres-Durchschnitt umgestellt. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 37). Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag unterliegt in den Folgejahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre (keine Abführungssperre). Steuerrückstellungen Zum 31. Dezember 2023 beinhalten die Steuerrückstellungen im Wesentlichen die voraussichtlichen Gewerbe- und Körperschaftsteuernachzahlungsverpflichtungen für die Veranlagungszeiträume 2020 und 2021 der ehemaligen Walter Gondrom GmbH, Köln. Sonstige Rückstellungen
Die übrigen sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen über TEUR 2.892 (Vorjahr: TEUR 2.657). Die sonstigen Rückstellungen haben im Wesentlichen eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Für die Schließung des Standorts Celle wurden im Berichtsjahr Rightsizing-Rückstellungen in Höhe von TEUR 409 gebildet. Die Rückstellung für Restrukturierung aus dem Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2023 komplett verbraucht. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel:
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer sowie aus Umsatzsteuer i.H.v. von TEUR 767 (Vorjahr: TEUR 1.155) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit betragen zum Stichtag TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 28). Die durch den Merger der Lerbs GmbH, Stuhr, übernommenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte in Höhe von TEUR 2.728 (Vorjahr: TEUR 2.728) auf dem Betriebsanwesen in Stuhr-Seckenhausen, und durch teilweise Abtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Teile des Vorratsbestandes gesichert. 5. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:
Der Fokus der Gesellschaft liegt auf dem Verkauf von Waren. Verschiedene, sich erheblich unterscheidende bediente Branchen bestehen nicht. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 268), die zum größten Teil aus Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 70) sowie Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 31) resultieren. Des Weiteren enthalten sie im Wesentlichen Erträge aus der Verwendung von Gegenständen (hauptsächlich Kfz-Nutzung) in Höhe von TEUR 1.638 (Vorjahr: TEUR 1.507), Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 472 (Vorjahr: TEUR 111), Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr TEUR 249) und der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 7). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 109). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.011 (Vorjahr: TEUR 1.253). Diese resultieren im Wesentlichen aus Forderungsverlusten. Im Berichtsjahr 2023 ist ein Aufwand für Rightsizing in Höhe von TEUR 97 enthalten (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 41). Abschreibungen auf Vermögensgegenstände Das aktuelle Geschäftsjahr enthält TEUR 20 außerplanmäßige Abschreibungen in Zusammenhang mit der Standortschließung Celle. Im Vorjahr wurden aufgrund der Stilllegung des ehemaligen Logistik-Centers am Standort Bergkamen TEUR 883 außerplanmäßig abgeschrieben. Erträge aus Beteiligungen Im Berichtsjahr erhielt die Gesellschaft eine Gewinnausschüttung der Tochtergesellschaft AKN Wälzlager GmbH i. H. v. TEUR 1.440 (Vorjahr: TEUR 0). Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.583 (Vorjahr: TEUR 989). Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.831 (Vorjahr: TEUR 4.228) sowie Zinsaufwendungen für Forderungsfinanzierung in Höhe von 1.323 (Vorjahr TEUR 318). Sie enthalten darüber hinaus solche aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 20). Steuern Im Geschäftsjahr 2023 sind in den Aufwendungen für Steuern vom Einkommen die Zahlungen von Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 380 enthalten, die aus der Gewinnausschüttung der AKN Wälzlager GmbH resultieren. Die sonstigen Steuern enthalten die aufgrund der Verschmelzung anfallende Grunderwerbsteuer für die Geschäftsgebäude der ehemaligen Lerbs GmbH in Höhe von TEUR 250. 6. Sonstige AngabenMitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 1.420 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 1.481 Arbeitnehmer).
Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 428 (Vorjahr: TEUR 411) und betrifft, wie im Vorjahr, ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Geschäfte mit nahestehenden Personen Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung. Es liegen keine Geschäfte mit nahestehenden Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Dritten Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 123.620 (Vorjahr: TEUR 136.819). Die Haftungsverhältnisse resultieren aus Pfandrechten (TEUR 11.925) und Sicherungsabtretungen aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 111.695). Die Verminderung der Haftungsverhältnisse ist auf die gesunkenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Berichtsjahr 2023 zurückzuführen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist aufgrund der Liquiditätssicherung durch den Konzern zum Bilanzstichtag als sehr gering einzuschätzen. Im Februar 2023 wurden auf Gruppen-Ebene die festverzinslichen Darlehen der Rubix Group neu verhandelt und durch andere festverzinsliche Darlehen ersetzt. Die neuen Darlehen haben eine Laufzeit bis September 2026. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen im Wesentlichen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen sowie aus Softwarewartungsverträgen und Fahrzeugleasing in Höhe von insgesamt TEUR 40.027 (Vorjahr: TEUR 42.430). Es handelt sich um sogenannte Operate-Leasing-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten. Es bestehen, wie im Vorjahr, keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegen verbundene Unternehmen.
Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende Geschäftsführer bestellt:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt, da die Geschäftsführung bei der Muttergesellschaft Rubix Holding Deutschland GmbH, Plattling, angestellt ist und die Bezüge vollständig durch diese bezieht. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Rubix GmbH wird in den Konzernabschluss der Rubix Limited, London/England (ehemals Rubix Group Holdings Limited, Manchester/England) (eingetragen im Handels- und Firmenregister in England und Wales unter der Nummer 10485684), die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Abschluss kann unter https://www.gov.uk eingesehen werden. Durch den geregelten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union mit Gültigkeitsdatum zum 1.1.2021 findet seit dem Geschäftsjahr 2021 für die Befreiung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses § 292 HGB Anwendung. Der aktuelle Konzernabschluss zum 31.12.2023 aus dem Vereinigten Königreich ist gleichwertig zu einem IFRS-Abschluss der Europäischen Union. Die Offenlegung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses 2023 findet durch das Unternehmensregister statt. 1 Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag von TEUR 1.037 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 738) wird im Rahmen des mit der Rubix Holding Deutschland GmbH, Plattling, abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags von dieser ausgeglichen. Der vororganschaftliche Gewinnvortrag von TEUR 34.144 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Plattling, den 10. April 2024 Rubix GmbH Die Geschäftsführung André Thönes, Vorsitzender André Pennartz Alexander Büschen Matthias Butterweck Alexis-Marios Fassoulakis Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rubix GmbH, Plattling Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rubix GmbH, Plattling, - bestehend aus der Bilanz zum Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rubix GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 10. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer ppa. David Schubert, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 16.04.2024 festgestellt. |
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