Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 370336
Eingetragen
17.11.1975
Branche
Großhandel mit TextilienEinzelhandel mit TextilienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Gegenstand
Der Einkauf, die Herstellung und der Vertrieb von Textilien im Groß- und Einzelhandel, vorwiegend junge Mode für Frauen, Männer und Kinder, den dazugehörenden Accessoires, der Vertrieb von Kosmetik sowie der Handel über das Internet. Daneben kann die Gesellschaft alle Geschäfte tätigen, die geeignet sind, diesen Geschäftszweck zu fördern.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MHV Handelmaatschappij N.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MHV Handelmaatschappij N.V.
Netherlands
2.600.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Orsay GmbH

Willstätt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

1. GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS

Gegenstand des Unternehmens ist der Einkauf, die Herstellung und der Vertrieb modischer Damenoberbekleidung im Einzelhandel. Dies erfolgt vorwiegend unter dem Aspekt der aktuellen jungen Mode und der wiederum dazu passenden Accessoires für diese Zielgruppe. Der Vertrieb erfolgt fast ausschließlich in angemieteten Räumen, die regelmäßig in größeren Städten und Einkaufszentren gelegen sind und sich im Erdgeschoss der Mietobjekte befinden sowie über unsere Online-Verkaufsplattform.

Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft Shared Service Dienstleistungen für ihre Schwestergesellschaften in Österreich, der Schweiz sowie in mehreren osteuropäischen Ländern.

2. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich im Jahr 2018 abgekühlt. Das reale Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 % gewachsen. 1 Damit legte die gesamtwirtschaftliche Leistung nach dem kräftigen Wachstum von 2,2 % im Vorjahr merklich schwächer zu, wächst aber das neunte Jahr in Folge. Positive Wachstumsimpulse kamen dabei vor allem aus dem Inland. Sowohl die privaten Konsumausgaben (+1,0 %) als auch die staatlichen Konsumausgaben (+1,1 %) waren höher als 2017. 2 Hintergrund hierfür dürfte die nach wie vor ausgezeichnete Arbeitsmarktlage und die kräftigen Lohnzuwächse gewesen sein.

Der Einzelhandelsumsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren ist im Jahr 2018 um rund 2,6 % gesunken. 3 Der Umsatz mittelständischer Boutiquen und Modehäuser mit einem Umsatz ab Mio. EUR 5 reduzierte sich im letzten Jahr um durchschnittlich 5 %. 4 Der Trend des Kundenfrequenzrückgangs setzte sich in 2018 fort. Erneut gewachsen ist der Umsatz des Versand- bzw. Onlinehandels. Der Bundesverband E-Commerce schätzt, dass 2018 rund 8 % mehr Bekleidung und Textilien per E-Commerce verkauft wurden.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt
2 Quelle: Destatis
3 Quelle: Handelsverband Deutschland, HDE
4 Quelle: TW-Testclub

2.2 Entwicklung der Gesellschaft

Die ORSAY GmbH hat im Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von rund Mio. EUR 348,8 erzielt, die sich somit im Vergleich zum Vorjahr nur leicht verändert haben (Vj.: Mio. EUR 349,5). Das im Vorjahr gesetzte Ziel, die gesamten Umsatzerlöse im zweistelligen Prozentbereich zu steigern, wurde nicht erreicht.

Obwohl die Umsatzerlöse im Onlinegeschäft von Mio. EUR 27,6 um 15,7 % auf Mio. EUR 31,9 gesteigert werden konnten, wurde das Budget von Mio. EUR 38,7 (+40,2 % gegenüber 2017) im Onlinegeschäft nicht erreicht. Allerdings war aufgrund der Nutzung eines neuen Shop- und Marketingsystems (Salesforce) sowie anderer Marketingmaßnahmen die Entwicklung sehr positiv und eröffnet eine gute Perspektive für die Zukunft.

Im stationären Handel (Inland) konnten die ambitionierten Wachstumsziele (+4,5 % auf Mio. EUR 146,6) nicht realisiert werden. Aufgrund des hohen Warenbestands mussten höhere Rabatte gewährt werden, was zu den leicht rückläufigen Umsatzerlösen von Mio. EUR 136,8 (-2,4 %) führte.

Die Umsätze durch Shops oder E-Shops im Ausland sind nach einer Steigerung von + 23,2 % in 2017 auf Mio. EUR 136,7 um -1,8 % auf Mio. EUR 134,2 leicht zurückgegangen. In diesem Bereich wurden die Ziele auch nicht erreicht.

Die Umsätze mit Franchisepartnern stiegen erneut um +14,5 % auf Mio. EUR 11,9 (Vj.: + 19,3% auf Mio. EUR 10,4).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um Mio. EUR 11,0 auf Mio. EUR 99,7 angestiegen. Die Kosten im Bereich IT sind aufgrund neuer Hostingverträge und höherer Beratungskosten für das Onlinegeschäft um Mio. EUR 4,7 auf Mio. EUR 8,6 angestiegen. Ebenso sind die Marketingaufwendungen um Mio. EUR 1,4 auf Mio. EUR 6,5 angestiegen. Die konzerninternen Verrechnungen haben sich um Mio. EUR 2,3 auf Mio. EUR 15,0 erhöht sowie die Frachten für Filiallieferungen und Privatzustellungen um Mio. EUR 1,0 auf Mio. EUR 6,1.

Die Personalkosten sind unter anderem aufgrund der höheren durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitern um Mio. EUR 1,3 angestiegen.

Weiterhin wurden konzernintern keine Lizenzgebühren mehr weiterbelastet, was zu einer Reduzierung der Erträge in Höhe von Mio. EUR 4,1 führte.

Diese Faktoren sowie eine geringere Margenrealisierung aufgrund von höheren Rabatten führten in Summe zu dem deutlich negativen Jahresergebnis.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden sechs Standorte geschlossen. Im Gegenzug wurden jedoch zehn neue Standorte eröffnet und 8 Shops auf ein neues Ladenkonzept umgestellt. Das Filialnetz umfasst am Ende des Geschäftsjahres 2018 insgesamt 216 Standorte (Shops).

2.3 Arbeitnehmeraspekte

Die Anzahl der Mitarbeiter ist im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere in den Filialen und in der Zentrale in den Bereichen Club, Customer Service, Einkauf und IT angestiegen.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gerechnet auf Vollzeitkräfte hat sich wie folgt entwickelt:

2018 2017
Filialen 913 863
Zentrale 348 326
Lager 24 20
Gesamt 1.285 1.209

Die Aufwendungen für die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf insgesamt TEUR 203 (Vj.: TEUR 173). Unsere Mitarbeiter haben sowohl die angebotenen internen als auch die externen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen intensiv genutzt.

2.4 Umweltaspekte - Corporate Social Responsibility

Am 1. Juni 2007 ist eine EU-Verordnung in Kraft getreten, die auch die ORSAY GmbH betrifft. Die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) soll das bisherige - 40 Regelungen umfassende - Chemikalienrecht vereinfachen.

ORSAY nimmt die Kontrolle giftiger Substanzen in seinen Produkten sehr ernst. Seit Juni 2013 ist ORSAY Mitglied der Ethical Trade Initiative und im Dezember 2015 ist ORSAY dem Bündnis für nachhaltige Textilien beigetreten. Das Bündnis für nachhaltige Textilien wurde am 16. Oktober 2014 gegründet. Die Multi-Stakeholder Initiative, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Standardorganisationen und Gewerkschaften, will die Kraft und Expertise ihrer Mitglieder bündeln, um soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der Textillieferkette zu erreichen.

ORSAY ist seit November 2017 Mitglied der Better Cotton Initiative (BCI). BCI hat es sich zum Ziel gesetzt, die weltweite Baumwollproduktion besser für die Menschen, die sie anbauen, und besser für die Umwelt zu gestalten.

Das Abkommen über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch wurde am 15. Mai 2013 unterzeichnet. Es ist eine unabhängige, rechtlich verbindliche Vereinbarung zwischen internationalen Marken und Händlern sowie Gewerkschaften über eine Laufzeit von fünf Jahren. Ziel ist es, die Bekleidungsindustrie in Bangladesch sicherer zu machen. ORSAY ist dem Bangladesch Accord im Juni 2014 beigetreten.

2.5 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die Investitionen rund Mio. EUR 10,3. Davon entfallen rund Mio. EUR 5,9 auf die Neueröffnungen und Renovierungen von Shops. Andere wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrafen den IT-Bereich mit Mio. EUR 4,4.

Im Geschäftsjahr 2019 sind Investitionen für Neueröffnungen und Renovierungen in Höhe von Mio. EUR 3,4 geplant und Mio. EUR 2,9 für IT-Investitionen.

3. DARSTELLUNG DER LAGE DER GESELLSCHAFT

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr stabil (-0,2 %). Die Umsatzerlöse im Bereich E-Commerce sind im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 4,3 gestiegen, was einer Zunahme von 15,7 % entspricht. Der Großhändlerumsatz ist leicht um Mio. EUR 2,5 auf Mio. EUR 134,2 zurückgegangen.

Die Verkäufe an Franchisepartner sind um Mio. EUR 1,5 auf Mio. EUR 11,9 angestiegen.

Aus dem Kerngeschäft (Shops Inland) musste ein Rückgang der Umsätze um Mio. EUR 3,4 auf Mio. EUR 136,8 festgestellt werden. Dies ist vorwiegend auf höhere Rabatte zurückzuführen.

Die Erträge aus den aktivierten Eigenleistungen von Mio. EUR 0,5 (Vj.: Mio. EUR 0,7) stehen in Zusammenhang mit den Investitionen in die Entwicklung des neuen E-Commerce-Marketing- und Warenverteilungsprogramms.

Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,3 auf Mio. EUR 53,0 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf eine höhere Mitarbeiteranzahl in der Zentrale (Club Bereich, Customer Service, Einkauf und IT-Bereich) zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere durch neue Hostingverträge, höhere Beratungskosten (insbesondere IT), mehr konzerninterne Verrechnungen, höhere Frachtkosten sowie höhere Aufwendungen für Marketing auf Mio. EUR 99,7.

Der Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. EUR 0,7 resultiert aus einer Korrektur der Steuererklärungen für das Jahr 2017.

Darstellung von Kennzahlen

Die für die Beurteilung der Entwicklung der Gesellschaft relevanten Kennzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

2018 2017
Umsatzerlöse TEUR 348.818 349.472
Umsatzerlöse (Shops Inland) TEUR 136.829 140.265
Umsatz je Shop TEUR 633 661
Jahresfehlbetrag/-überschuss TEUR -12.662 8.165
EBIT TEUR -13.399 13.700
EBITDA TEUR -5.326 21.934
Umsatzrentabilität % -3,6 2,3
Eigenkapitalrentabilität % -21,1 11,2

Vermögenslage

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme von Mio. EUR 144,2 auf Mio. EUR 133,8 reduziert. Das Anlagevermögen ist aufgrund der Investitionen in Shops, IT und die Anteile für die russische Tochtergesellschaft um Mio. EUR 3,2 angestiegen. Die Vorräte sind um Mio. EUR 1,5 angestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um Mio. EUR 7,5 geringer und das Bankguthaben ist um Mio. EUR 9,1 zurückgegangen.

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresfehlbetrag auf Mio. EUR 60,1 reduziert (Vj.: Mio. EUR 72,8). Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 44,9 % (Vj.: 50,5 %) verringert, was auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen ist.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 4,4 ist überwiegend auf die geringere Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und niedrigere Personalrückstellungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um Mio. EUR 4,4 gestiegen, davon betreffen Mio. EUR 2,1 den Anstieg der Cashpool-Verbindlichkeiten.

Finanzlage

Der Finanzmittelfonds (flüssige Mittel zuzüglich Cash-Pool-Guthaben, abzüglich der Cash-Pool-Verbindlichkeiten sowie der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) beläuft sich auf Mio. EUR 26,8 (Vj.: Mio. EUR 36,4).

Der operative Cashflow (ermittelt nach DRS 21) beträgt im Geschäftsjahr 2018 Mio. EUR 2,0 (Vj.: Mio. EUR 16,0) und der Cashflow aus der Investitionstätigkeit Mio. EUR -11,6 (Vj.: Mio. EUR -11,9).

Gesamtaussage

Wir sehen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als insgesamt stabil an. Aus den Erfahrungen des Jahres 2018 sind Maßnahmen für 2019 abgeleitet worden, um die Profitabilität wieder zu erreichen. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen in Kapitel 5. Chancen und Risikobericht.

4. RISIKOBERICHT

Das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie.

Gemeinsam mit der Gesellschafterin führen wir ein umfangreiches Risikomanagement durch, das alle Direktorenbereiche einschließt und durch konkrete Aktionspläne, Audits und regelmäßige Berichterstattung das Geschäftsrisiko möglichst weitgehend reduziert.

Ein wichtiger Aspekt unseres Risikomanagements ist die Überwachung unserer IT-Systeme. Wir werden weiterhin in die Reduzierung des Risikoprofils unserer Systeme investieren (jährliche Audits durch spezialisierte Unternehmen, Korrekturmaßnahmen, Lenkungsausschuss zum Thema Risikomanagement).

Die Gesellschaft bildet in ihrem monatlichen Reporting an die Gesellschafterin die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ab. Weiterhin wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung jeder Filiale täglich erfasst und verfolgt. Ein kontinuierliches Umsatz-, Margen-, Kosten- und Bestandsmanagement im Direktions- und Management-Team reduziert weiterhin Geschäftsrisiken. Eine enge Verzahnung von Finanz- und operativen Funktionen unterstützt dies.

Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Kontokorrentlinien, um Liquiditätsrisiken aus Zahlungsstromschwankungen zu beherrschen.

Zur Minimierung von Wechselkursrisiken wird regelmäßig ein Treasury Steering Committee abgehalten, dass über die abzuschließenden Sicherungsgeschäfte entscheidet. Derivative Finanzinstrumente dürfen grundsätzlich nur zu Sicherungszwecken abgeschlossen werden. Der spekulative Handel mit diesen Finanzinstrumenten ist nicht vorgesehen.

In einem Cash-Pool-Verfahren werden die internationalen Zahlungsströme der ORSAY-Gesellschaften gesteuert. Dabei agiert die ORSAY GmbH als Cash-Pooling-Leader.

Unsere Zahlungsziele für alle Materiallieferungen und Investitionen außerhalb der ORSAY-Gruppe betragen 14 Tage mit Skonto.

Absatz- und Beschaffungsrisiken

ORSAY ist den typischen Risiken ausgesetzt, welche die Modebranche mit sich bringt: modische Produkte mit begrenztem Abverkaufszeitraum, Wettereinflüsse, Kundenakzeptanz der Kollektionen, ausgewogener Lagerbestand usw. Diese Risiken werden durch das internationale Agieren auf dem Modemarkt minimiert. Existenzgefährdende Risiken sind nicht bekannt.

IT-Risiken

Ein Ausfall der IT-Systeme oder ein wesentlicher Datenverlust könnten den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft beeinträchtigen. Den Risiken des Datenverlustes begegnet die Gesellschaft mit Datensicherungskonzepten auf Basis einer modernen IT-Infrastruktur. Unternehmensweite Sicherungsmaßnahmen gewährleisten den Schutz der Daten vor Fremdzugriff sowie vor schädlicher Software.

5. CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Für unseren Kernmarkt Deutschland erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2019 ein moderates Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 %, während er im Oktober 2018 noch von 1,9 % ausgegangen war.

Der deutsche Textileinzelhandel hatte eher einen schwierigen Start in das Jahr 2019. Nach einem Umsatzminus im gesamten Fashionmarkt von -3 % im Januar hat der Markt im Februar mit + 8 % aufgeholt. Die Monate März, April und Mai schließen negativ ab mit einem Tiefstand von - 10 % im April 5.

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2019 gehen wir weiterhin von einem herausfordernden Marktumfeld aus. Insbesondere rechnen wir mit einer weiterhin rückläufigen Kundenfrequenz. Chancen für das Unternehmen ergeben sich jedoch aus der Stärkung des Bereichs E-Commerce und der Ausweitung der Omnichannel-Aktivitäten sowie in der Optimierung des Store Portfolios, um die Profitabilität des stationären Einzelhandels (Shops) zu stärken.

Im Vordergrund steht für ORSAY die weitere Stärkung der Kundenorientierung und -Zentrierung, unterstützt durch eine Intensivierung der Aktivitäten im Customer Relationship Management (CRM). Aus der weiterhin wachsenden Bedeutung des Online-Handels, insbesondere durch Online-Marktplätze, ergeben sich zudem weitere Chancen für das Unternehmen.

Im Geschäftsjahr 2019 planen wir eine moderate Steigerung der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich, die stark durch das Online-Geschäft getrieben wird. Wir planen steigende Kosten und Investitionen in den Bereichen Omnichannel Sales, IT, Einkauf und Marketing, um diese Entwicklung zu gewährleisten. Das Geschäftsjahr 2019 wird weiterhin defizitär sein. Die Geschäftsführung schätzt jedoch, dass der Verlust etwas geringer ausfallen wird als in 2018.

5 Quelle: Textilwirtschaft

6. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Zum 31. Dezember 2018 beträgt die Frauenquote im Direktionsteam 22 % und auf der zweiten Führungsebene 43 %. Für das Direktionsteam wurde eine Zielgröße von 25 % und für die zweite Führungsebene von 30 % festgelegt.

Zum 31. Dezember 2018 beträgt die Frauenquote auf Geschäftsführungsebene 0 %. Das Ziel bleibt bis zum 31. Juli 2021 bei 0 %. Die Zielgröße auf Ebene der Geschäftsführung erläutert sich dadurch, dass nur ein operativer männlicher Geschäftsführer tätig ist und diesbezüglich auch in naher Zukunft keine Änderung zu erwarten ist.

Da kein Aufsichtsrat gebildet wurde, wurde für einen Aufsichtsrat keine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat festgelegt.

 

Willstätt, den 30. April 2019

Orsay GmbH

Geschäftsführung

Matthias Klein

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.299.079,85   0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.210.475,88   5.866
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00   333
4. Geleistete Anzahlungen 0,00   2.128
    9.509.555,73 8.327
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.492.935,82   10.321
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.182.880,99   16.896
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 519.832,05   146
    28.195.648,86 27.363
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   1.251.568,63 21
    38.956.773,22 35.711
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.397.043,23   4.799
2. Waren 30.189.768,81   28.266
    34.586.812,04 33.065
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.976.939,79   5.436
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.209.098,16   25.665
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.061.355,29   827
    26.247.393,24 31.928
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   32.523.088,11 41.586
    93.357.293,39 106.579
C. Rechnungsabgrenzungsposten   1.487.832,22 1.903
    133.801.898,83 144.193

Passiva

     
31.12.2018 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 2.600.000,00   2.600
II. Kapitalrücklage 44.453.088,00   44.453
III. Gewinnvortrag 25.724.142,31   17.559
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -12.661.731,08   8.165
    60.115.499,23 72.777
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 3.265.215,41   4.646
2. Sonstige Rückstellungen 16.096.319,34   20.483
    19.361.534,75 25.129
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 197.576,36   220
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.335,31   12
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.274.110,11   11.879
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.882.091,74   30.488
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.627.820,33   3.601
    53.995.933,85 46.200
D. Rechnungsabgrenzungsposten   328.931,00 87
    133.801.898,83 144.193

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse   348.818.083,71 349.472
2. Andere aktivierte Eigenleistungen   529.514,00 703
3. Sonstige betriebliche Erträge   14.723.555,78 15.458
    364.071.153,49 365.633
4. Materialaufwand      
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren   216.672.109,33 203.199
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 44.518.372,95   43.763
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.478.876,21   7.978
    52.997.249,16 51.741
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   8.073.725,20 8.234
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   99.690.823,61 88.724
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   142.295,85 68
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   81.831,44 110
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -677.151,74 5.493
11. Ergebnis nach Steuern   -12.625.137,66 8.200
12. Sonstige Steuern   36.593,42 35
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss   -12.661.731,08 8.165

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Allgemeine Hinweise

Orsay GmbH mit Sitz im Lossenfeld 12, 77731 Willstätt ist im Handelsregister von Freiburg i. Breisgau unter der Nr. HRB 370336 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung zu verbessern, werden sämtliche Davon-Vermerke in diesem Anhang erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Markenrechte an der Marke Orsay haben eine unbestimmte Nutzungsdauer und werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert wurde planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagegüter werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als sofortiger Abgang erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht erforderlich.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind zu den jeweils letzten Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten am Bilanzstichtag aktiviert. Für in Fremdwährung (im Wesentlichen in USD, CNY und PLN) bezogene Waren erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten zum Kurs der relevanten Devisentermingeschäfte. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen infolge überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und geringerer Wiederbeschaffungskosten wurde durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen, die in künftigen Zeiträumen Aufwand darstellen, zeitanteilig abgegrenzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Bei der Berechnung der Jubiläumsrückstellung werden 10-, 15-, 20-, 25-, 30-, 35- und 40-jährige Dienstjubiläen berücksichtigt. Die Ermittlung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit" Methode) unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wurden keine Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,32 % p.a. (Vj.: 2,91 % p. a.) per Dezember 2018. Der Rechnungszinssatz wurde von der Deutschen Bundesbank als durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt und veröffentlicht. Bei der Bewertung der Rückstellung wurde eine aus Vergangenheitswerten ermittelte durchschnittliche Fluktuation getrennt nach Verwaltung und Filialen berücksichtigt. Zudem wurden Gruppen gebildet, um die unterschiedliche Dauer der Betriebszugehörigkeit entsprechend zu reflektieren.

Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird nicht in Anspruch genommen.

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen werden unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen. Erträge oder Aufwendungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Im Jahr 2018 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 5.035 aktiviert, die in voller Höhe auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (Software) entfallen. Der Buchwert abzüglich der hierauf entfallenden passiven latenten Steuern beträgt TEUR 3.027 und ist gemäß § 268 Abs. 8 S. 1 HGB ausschüttungsgesperrt.

Den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens liegen die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
Gebäude 8 bis 40 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Die Finanzanlagen enthalten im Wesentlichen die Anteile an der OrdiRus, Moskau/Russische Föderation. Der Zugang in Höhe von TEUR 1.231 ist auf in 2018 durchgeführte Kapitalerhöhungen zurückzuführen.

Markenrechte

Im Dezember 2018 wurde die Marke "Orsay" von der Firma Joladol Mode Exploitatie Mij. B.V, Amsterdam für TEUR 410 erworben. Diese Marke hat eine unbestimmte Nutzungsdauer und wird nicht planmäßig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2018
TEUR
31.12.2017
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.977 5.436
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.209 25.665
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 2.061 827
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 134 201
  26.247 31.928

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 12.707 (Vj.: TEUR 22.081) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Konzerngesellschaften sowie Forderungen aus Cashpooling in Höhe von TEUR 5.088 (Vj.: TEUR 3.534).

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2018
TEUR
31.12.2017
TEUR
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für    
Bauten & Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 826 864
Immaterielle Vermögensgegenstände -1.269 0
Rückstellung für erfolgsabhängige Vergütungen 645 690
Rückbauverpflichtungen 323 248
Drohverlustrückstellungen 124 585
Jubiläumsrückstellungen 495 553
  1.144 2.940

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,59 % (Vj.: 29,58 %) zugrunde gelegt. Es bestehen körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von TEUR 4.567 (Vj.: TEUR 0). Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Gewinnvortrag

TEUR
Stand 1. Januar 2018 17.559
Jahresüberschuss 2017 8.165
Stand 31. Dezember 2018 25.724

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, Gleitzeitguthaben und Sondervergütungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Wiederinstandsetzung von Filialen, für Verpflichtungen aus dem Kundenclub und dem Bonusprogramm sowie für Jubiläen gebildet.

31.12.2017
TEUR
31.12.2018
TEUR
Veränderung
TEUR
Rückstellung für die Wiederinstandsetzung von Filialen 3.963 4.051 88
Personalrückstellungen 3.999 2.750 -1.249
Jubiläumsrückstellung 1.868 1.672 -196
Rückstellung für erfolgsabhängige Vergütungen 2.334 2.178 -156
sonstige Rückstellungen 8.319 5.445 -2.874
Gesamt 20.483 16.096 -4.387

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Art der Verbindlichkeit Gesamt 31.12.2018
TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten 3.628
Vorjahr 3.601
davon aus Steuern 2.057
Vorjahr 2.120
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 111
Vorjahr 119

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 24.308 (Vj.: TEUR 21.965) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 10.574 (Vj.: TEUR 8.523) Verbindlichkeiten aus Cashpooling gegenüber Konzernunternehmen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen die folgenden Haftungsverhältnisse:

TEUR
Aus Gewährleistungsverträgen 7.038
Davon zu Gunsten verbundener Unternehmen 2.935

Die Haftungsverhältnisse bestehen für Mietavale. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Gewährleistungsverträgen wird als gering eingeschätzt, da die Inanspruchnahme nur zum Tragen kommt, sofern die bürgenden Kreditinstitute aus den Mietkautionsbürgschaften in Anspruch genommen werden. Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den außerbilanziellen Geschäften und sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich ausschließlich um Dauerschuldverhältnisse aus Miet- und Leasingverträgen, die zum Abschlussstichtag bestanden haben. Die Mietverträge stellen hierbei die größte Position dar. Bei den gemieteten Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um die angemieteten Ladenlokale. Die abgeschlossenen Verträge haben zum Investitionszeitpunkt keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und keinen Liquiditätsentzug zur Folge, allerdings erfolgt der Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge.

Weitere außerbilanzielle Geschäfte wie z.B. unechte Pensionsgeschäfte, Sale-and-lease-back-Geschäfte sowie Konsignationslagervereinbarungen lagen zum Abschlussstichtag nicht vor.

Es bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen in folgender Höhe:

TEUR Davon gegenüber verbundenen Unternehmen
(TEUR)
Restlaufzeit < 1 Jahr 26.836 34
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 71.821 101
Restlaufzeit > 5 Jahre 24.814 0
Summe 123.471 135

Die Mietverträge enden zwischen 2019 und 2030.

Daneben bestehen noch Zahlungsverpflichtungen aus Wartungs- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 8.863, davon TEUR 5.269 mit einer Restlaufzeit unter 1 Jahr.

Das Bestellobligo beläuft sich zum 31. Dezember 2018 auf TEUR 27.946.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung zukünftiger Fremdwährungsgeschäfte bestanden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte über den Kauf bzw. Verkauf verschiedener Währungen (im Wesentlichen USD und CNY).

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 bestehen folgende derivative Finanzinstrumente:

Finanzinstrument Nominalwert
TEUR
Beizulegender Zeitwert
TEUR
Forwards 127.487 2.086
Options 4.167 195

Der Nominalwert entspricht der Summe der Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzinstrumente. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Rückkaufswert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung der abgeschlossenen Derivate am Bilanzstichtag. Dieser wurde auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter finanzmathematischer Methoden ermittelt. Für bestehende Verpflichtungsüberhänge aus derivativen Finanzinstrumenten (negative beizulegende Zeitwerte) erfolgte die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von TEUR 419 (Vj.: TEUR 1.977).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2018
TEUR
% 2017
TEUR
%
Nach Regionen        
Inland 168.067 48,2 166.753 47,7
Übrige EU-Länder 168.181 48,2 170.367 48,8
Drittland 12.570 3,6 12.352 3,5
  348.818   349.472  
Nach Sparten        
Verkauf über Shops        
E-Shop (Inland) 31.937 9,2 27.609 7,9
Eigene Shops (Inland) 136.829 39,2 140.265 40,1
Shops/E-shop ausländischer Tochtergesellschaften 134.247 38,5 136.717 39,1
  303.013 86,9 304.591 87,1
Verkauf über Franchisepartner 11.914 3,4 10.406 3,0
Übrige 33.891 9,7 34.475 9,9
  348.818   349.472  

Sonstige betriebliche Erträge

Es ergaben sich folgende Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 14), Erträge aus der Ausbuchung von Gutscheinen (TEUR 121), Gewinne aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (TEUR 20) sowie sonstige diverse Erträge aus vorhergehenden Jahren (TEUR 89).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind realisierte Kursgewinne (TEUR 5.880; Vj.: TEUR 5.297) und aus der Währungsbewertung zum Stichtag Erträge aus nicht realisierten Kursgewinnen (TEUR 1.627; Vj.: TEUR 951) enthalten.

Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

In den sozialen Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung mit TEUR 82 (Vj.: TEUR 81) enthalten.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vj.: TEUR 980).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 779 enthalten. Diese entfallen mit TEUR 417 auf Verluste aus Anlagenabgängen und mit TEUR 362 auf sonstige Aufwendungen für Vorjahre.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind realisierte Kursverluste (TEUR 5.947; Vj.: TEUR 5.020) und nicht realisierte Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung (TEUR 1.063; Vj.: TEUR 1.674) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Im Gesamtbetrag von TEUR 141 (Vj.: TEUR 68) sind TEUR 83 (Vj.: TEUR 25) aus verbundenen Unternehmen enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Gesamtbetrag von TEUR 82 sind TEUR 52 (Vj.: TEUR 40) aus der Aufzinsung von Rückstellungen und TEUR 5 (Vj.: TEUR 3) an verbundene Unternehmen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der ausgewiesene Steuerertrag beinhaltet Ertragsteuern für Vorjahre in Höhe von TEUR 677.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörte Herr Matthias Klein, Düsseldorf, an.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (exklusive Auszubildende, nach Köpfen):

2018
Gewerbliche Arbeitnehmer 25
Angestellte 1.877
  1.902

Konzernverhältnisse

Die Oosterdam BV, Amsterdam/Niederlande, stellt zum 31. Dezember 2018 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Orsay GmbH einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss ist in De Boelelaan 7, 1083HJ Amsterdam/Niederlande, Kamer van Koophandel, Registernummer 33183629 erhältlich.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den der oben genannte (Teil-) Konzernabschluss einbezogen ist, wird von der SAS SURAMAC, Roubaix/Frankreich, als oberstem Mutterunternehmen erstellt. Der Konzernabschluss ist in 64 Boulevard de Cambrai, 59100 Roubaix/Frankreich, Registernummer 519087753 erhältlich.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers (ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen) beträgt TEUR 120 (inkl. Auslagen).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB getätigt.

Anteilsbesitz

Orsay GmbH hält 100% der Anteile der Ordirus, Moskau/Russische Föderation, Registernummer OGRN 117774693305. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2018 beträgt TEUR 873 und der Jahresfehlbetrag TEUR 316.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

 

Willstätt, den 30. April 2019

Orsay GmbH

Geschäftsführung

Matthias Klein

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Bezeichnung Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 3.187.840,35 0,00 1.847.447,20 5.035.287,55
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.503.995,46 1.214.750,88 1.596.102,73 280.721,45 22.403.365,06
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.500.000,00 0,00 0,00 0,00 2.500.000,00
4. Geleistete Anzahlungen 2.128.168,65 0,00 0,00 -2.128.168,65 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 27.132.164,11 4.402.591,23 1.596.102,73 0,00 29.938.652,61
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.436.376,08 856.782,20 0,00 0,00 34.293.158,28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.260.913,68 4.596.297,87 3.656.113,65 117.108,67 66.318.206,57
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.873,67 491.067,05 0,00 -117.108,67 519.832,05
Sachanlagen 98.843.163,43 5.944.147,12 3.656.113,65 0,00 101.131.196,90
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.663,85 1.230.904,78 0,00 0,00 1.251.568,63
Finanzanlagen 20.663,85 1.230.904,78 0,00 0,00 1.251.568,63
GESAMT ANLAGEVERMÖGEN 125.995.991,39 11.577.643,13 5.252.216,38 0,00 132.321.418,14
Bezeichnung Kumulierte Abschreibungen
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 716.949,45 0,00 19.258,25 736.207,70
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.638.371,46 2.206.420,70 1.632.644,73 -19.258,25 17.192.889,18
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.166.667,00 333.333,00 0,00 0,00 2.500.000,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 18.805.038,46 3.256.703,15 1.632.644,73 0,00 20.429.096,88
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.115.176,11 685.046,35 0,00 0,00 23.800.222,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.364.389,69 4.131.975,70 3.361.039,81 0,00 49.135.325,58
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 71.479.565,80 4.817.022,05 3.361.039,81 0,00 72.935.548,04
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
GESAMT ANLAGEVERMÖGEN 90.284.604,26 8.073.725,20 4.993.684,54 0,00 93.364.644,92
Bezeichnung Buchwerte
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.299.079,85 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.210.475,88 5.865.624,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 333.333,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.128.168,65
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.509.555,73 8.327.125,65
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.492.935,82 10.321.199,97
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.182.880,99 16.896.523,99
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 519.832,05 145.873,67
Sachanlagen 28.195.648,86 27.363.597,63
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.251.568,63 20.663,85
Finanzanlagen 1.251.568,63 20.663,85
GESAMT ANLAGEVERMÖGEN 38.956.773,22 35.711.387,13

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Orsay GmbH, Willstätt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Orsay GmbH, Willstätt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Orsay GmbH, Willstätt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt 6 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 28. Juni 2019

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Birgit Gillar, Wirtschaftsprüferin

Katrin Froese-Hasenmaier, Wirtschaftsprüferin

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