KNAPHEIDE GmbH Hydraulic-Hoses
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai-Uwe Knapheide seit 19.2.2025 | Liquidator |
Gerrit Prof. Dr. jur. habil. Hölzle seit 19.2.2025 | Liquidator |
Thorsten Klaus Wolfgang Dr. Bieg seit 19.2.2025 | Liquidator |
Jürgen Kurz seit 19.2.2025 | Liquidator |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Terwesten Sondermaschinen GmbHAufgelöst | 51.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KNAPHEIDE GmbH Hydraulik-SystemeBeckumJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht zum 31.12.2020der Knapheide GmbH Hydraulik-Systeme, Beckum1 Grundlagen 1.1 Geschäftsmodell Die Knapheide GmbH Hydraulik-Systeme mit Sitz in Beckum (kurz "KHS" oder "Gesellschaft") ist eine 100 % Tochtergesellschaft der Knapheide GmbH Hydraulik-Systeme mit Sitz in Essen. Das Geschäft der KHS gliederte sich in 2020 in 3 große Geschäftsbereiche:
Die Umsätze im Bereich Transportband werden zum größten Teil mit zugekauften Gütern erzielt. 1.2 Forschung und Entwicklung Die F&E Aktivitäten der KHS konzentrieren sich auf die Verbesserung und Optimierung der Produkteigenschaften der produzierten Hydraulik Komponenten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Optimierung von Prozessen in Produktion und Logistik. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach gut verlaufenem erstem Quartal war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Rest des Jahres 2020 fundamental von der Corona Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen und Verwerfungen bestimmt. Zurückgefahrene Produktionen bei Kunden und zeitweilige Probleme in der eigenen Lieferkette haben in 2020 zu einem deutlichem Umsatzrückgang geführt. Insbesondere in April und August 2020 kam es zu größeren Umsatzrückgängen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen konnten durch Anwendung des Instruments der Kurzarbeit abgemildert werden. Im April 2020 wurde die Firma für zwei Wochen komplett geschlossen, um so die größtmöglichen Einsparungseffekte zu erzielen. Zum Ende des Jahres hatte sich der Umsatz stabilisiert, allerdings auf einem Niveau unterhalb 2019. Nach verhaltenem Wachstum Ende 2020 und im den ersten beiden Monaten 2021, ergibt sich ab März 2021 ein deutlich verbessertes Bild. Über alle Bereiche reduzierte sich der Umsatz auf 59,9 Mio. € (Vorjahr 81,0 Mio. €). 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung Unter dem negativem Einfluss der Corona Pandemie konnte die KHS im Geschäftsjahr 2020 einen fakturierten Umsatz vor Erlösschmälerungen in Höhe von 60,8 Mio. € (Vorjahr 82,2 Mio. €) erzielen. Nach Sektoren stellte sich die Umsatzentwicklung in Mio. Euro (vor Skonto) wie folgt dar: Das Jahr 2020 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 1,2 Mio. € nach Steuer ab. (Vorjahr Jahresüberschuss von 2,2 Mio. Euro nach Steuer). 2.2.2 Produktion Die Auslastung der Produktionskapazitäten hat sich entsprechend den Umsätzen entwickelt. Die vorhandenen Produktionskapazitäten waren damit nicht wie geplant ausgelastet. Die Personalkapazitäten wurden über das Instrument der Kurzarbeit reduziert. Die technischen Produktionskapazitäten wurden in Erwartung einer temporären Problematik aber nicht reduziert sondern auf dem Stand von 2019 gehalten. Die innerbetriebliche Logistik hat es durch verbesserte Abläufe geschafft, auch unter dem Einfluss von Kurzarbeit die Materialversorgung in der Produktion jederzeit zu gewährleisten. 2.2.3 Beschaffung Der Gesamtmaterial- und Energieeinsatz (inkl. Fremdbearbeitungen der Produkte) über alle Produktgruppen liegt im Berichtsjahr mit 69,2 % vom Umsatz nach Bestandsveränderungen leicht über Vorjahresniveau von 66,8 %. Der Hauptgrund liegt darin, dass die Fremdleistungen nicht im gleichen Maße reduziert werden konnten, wie der Umsatz gesunken ist. Die Einkaufspreise für Material haben sich im Durchschnitt 2020 als stabil gezeigt und sind auf dem annähernd gleichem Niveau wie Ende 2019. Die Preise für Energie sind nach Ablauf eines lang laufenden Vertrages signifikant gestiegen, auf Basis eines neuen Vertrages im kommenden Geschäftsjahr aber sicher und stabil. Währungsrisiken waren nicht abzusichern, da alle Bezüge ausschließlich in Euro abgewickelt wurden. Die allgemeinen Corona-bedingten Probleme mit dem Lieferverkehr speziell mit dem grenzüberschreitenden Lieferverkehr haben auch bei Knapheide in Einzelfällen zu Problemen geführt. Der Zugang zu allen notwendigen Produktionsmaterialien war auf Basis eines modernen Beschaffungsmarketings und die Ausrichtung auf langfristige, qualitativ hochwertige und sichere Lieferanten gleichwohl grundsätzlich jederzeit gesichert. Von den 10 wichtigsten Lieferanten der Knapheide stammen 3 aus dem Einflussbereich des Gesellschafters der Muttergesellschaft der KHS. Mit den Top 30 Lieferanten wird fast 80 % des Einkaufsvolumens abgewickelt. Dabei sind alle wichtigen Materialien zur Risikoabsicherung mit mindestens zwei Lieferanten besetzt. Darüber hinaus gibt es einen Stamm von über 200 größeren Lieferanten für die diversen Bedarfe der Knapheide. Die Kooperation mit einem der weltweit führenden Hersteller von Schlauchware wurde in 2020 erfolgreich fortgeführt und ist langfristig vertraglich gesichert, so dass Knapheide für die Bedarfe seiner Kunden ein sehr umfangreiches Spektrum an hochwertigen Schlauchwaren zur Verfügung steht. Insbesondere ist über diesen Hersteller die Versorgung an Schlauchware innerhalb geregelter Lieferzeiten jederzeit sicher garantiert. Insgesamt kam der Knapheide in 2020 die Tatsache entgegen, dass der Schwerpunkt der wichtigen und großen Lieferanten in der EU liegt und somit die Lieferketten von globalen Logistikproblemen nur gering betroffen waren. 2.2.4 Investitionen Die Gesellschaft hat in 2020 den Maschinen- und Anlagenbestand nur geringfügig um 0,5 Mio. erweitert. Größte Einzelinvestition war die Anschaffung eines Heller Drehzentrums für 0,3 Mio. €. Die Investitionen fanden dabei gleichmäßig in allen Unternehmensbereichen statt, mit kleinen Schwerpunkten im Bereich IT und Produktion. Die Anschaffung des Drehzentrums wurde über ein Darlehen finanziert, die übrigen Investitionen aus dem laufenden Cash Flow. 2.2.5 Finanzierungsmaßnahmen In 2020 wurden neben dem Darlehen zur Maschinenfinanzierung keine neuen externen Mittel benötigt. Ende 2020 standen Gesellschafterdarlehen in Größenordnung von 8,5 Mio. € von der Muttergesellschaft zur Verfügung. Diese wurden zu 2021 in ein lang laufendes Gesellschafterdarlehen über 8,5 Mio. € auf Annuitätenbasis zusammengefasst. 2.3 Darstellung der Lage 2.3.1 Vermögenslage Zum 31.12.2020 verfügt die Gesellschaft über Eigenkapital in Höhe von 7,3 Mio. € (Vorjahr 8,4 Mio. €). Die Gesellschaft besitzt damit eine Eigenkapitalquote von 33,8 % (Vorjahr 30,7 %). 2.3.2 Finanzlage Die Berichtsgesellschaft finanziert den Geschäftsbetrieb im Wesentlichen aus dem laufenden Cash Flow, vorhandener Liquidität sowie aus Gesellschafterdarlehen. Zusätzliche fremde Mittel wurden in 2020 in Höhe von 0,3 Mio. für eine Maschinenfinanzierung benötigt. Die Gesellschaft verfügt zusätzlich über ausreichende Kreditlinien. Die Gesellschaft verfügt über ein großes Vorratsvermögen, das im Rahmen des Geschäftsmodells der größtmöglichen Lieferperformance vorgehalten wird, in 2020 aufgrund der verminderten Umsatzbasis aber deutlich verringert wurde. Das Verhältnis zwischen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist ausgewogen und auf gutem Niveau. Die Finanzlage ist in der Hauptsache geprägt durch die Relationen von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der Entwicklung der Bestände im Umlaufvermögen, wie sie nachstehend abgebildet sind: Die Relation hat sich gegenüber Vorjahr verbessert und ist unverändert als positiv zu betrachten. Die Liquiditätslage ist als gut zu bezeichnen. 2.3.3 Ertragslage Das Geschäftsjahr 2020 war massiv geprägt von den Auswirkungen der Corona Pandemie. Zum einen durch deutlich verminderte Umsätze, zum anderen durch nicht komplett anpassbare Kosten sowie auch durch Pandemie bedingte Zusatzkosten. Aus dieser Situation heraus wurde im Berichtsjahr ein Verlust vor Steuer in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. € Gewinn) verzeichnet. In 2020 sind die Umsätze um ca. 26 % zurückgegangen, wobei die Umsatzrückgänge komplett durch alle Produktbereiche der KHS gingen. Im Bereich der Personalkosten wurde in 2020 das Instrument der Kurzarbeit eingesetzt, um so auf den Umsatzrückgang zu reagieren. Ferner wurde weiter an der Steigerung der Produktivität gearbeitet, um den Kostensteigerungen aus gesunkener Auslastung zu begegnen. In Summe der Maßnahmen konnten damit die negativen Einflüsse auf die Ertragslage auf das unvermeidbare begrenzt werden. 2.4 Gesamtaussage Die von der KHS weder vorhersehbaren noch vermeidbaren Auswirkungen der Corona Pandemie haben in 2020 zu deutlichen Auswirkungen geführt. Sowohl das für 2020 geplante Umsatzniveau als auch das für 2020 geplante Ergebnis konnten nicht erreicht werden. Die Produktionskapazitäten wurden in 2020 im Wesentlichen auf stabiler Höhe wie in 2019 gehalten. Die Beschaffungskosten für Material waren in 2020 weitgehend stabil. In Summe konnte in 2020 kein positives Ergebnis erwirtschaftet werden, aber die negativen Auswirkungen begrenzt werden. Die Finanzlage ist gleichwohl stabil und hat sich gegenüber 2019 nicht wesentlich verändert. 3 Chancen- und Risikobericht 3.1 Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen 3.1.1 Gesicherter Unternehmensfortbestand Der Jahresfehlbetrag 2020 ist durch Gewinnvorträge aus 2019 gedeckt. Mit den restlichen Gewinnvorträgen dem Stammkapital und der Kapitalrücklage verfügt die KHS damit über eine gute Eigenkapitalbasis in Höhe 7,3 Mio. € (Vorjahr 8,4 Mio. €). Darüber hinaus hat die Muttergesellschaft der KHS Darlehen in Größenordnung von 8,5 Mio. € zur Verfügung gestellt. Damit verfügt die KHS über eine solide Kapitalbasis um eine stabile und sichere langfristige Entwicklung zu garantieren. In 2020 wurde auf Basis der seinerzeitigen Einschätzungen der weiteren Auswirkungen von Corona und der für 2021 erwarteten Markterholung in 2021 eine vorsichtige und soweit möglich realistische Planung erstellt. In dieser Planung war damit die Corona Pandemie als wichtigster Einflussfaktor enthalten, mangels Erfahrung mit vergleichbaren Situationen mit hoher Unsicherheit belegt. Insgesamt wurde damit gerechnet, dass in 2021 das Vor-Corona Umsatzniveau nicht erreicht werden wird, was gleichermaßen für alle Geschäftsfelder gilt. In Verbindung mit den laufenden und geplanten Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Ergebnisverbesserung wird für 2021 gleichwohl ein positives Ergebnis erwartet. Mittelfristig wird nach erfolgreicher Umsetzung aller Maßnahmen eine gute Ergebnislage angestrebt und erwartet. Auf Basis der guten Ausstattung mit Liquidität und Eigenkapital werden keine Risiken für den Unternehmensfortbestand gesehen. 3.1.2 Ertragsverfallrisiken Neben den kurzfristigen Risiken aus der Corona Pandemie und den kurzfristigen Risiken aus der Rohstoffverknappung lassen sich folgende langfristigen Tendenzen erkennen: Wie in den Vorjahren hält im Kundensegment der Bau- und Erdbewegungsmaschinen und der Land- und Erntemaschinen die Suche der Kunden nach Kosteneinsparungspotentialen unvermindert an. Zum einen werden Einsparungen durch die Verlagerung von Logistikaufgaben und Lagerhaltung auf KHS als Lieferanten gesucht, zum anderen auch durch den Versuch notwendige Preissteigerungen zur Deckung von Kostensteigerungen bei der Herstellung der Endprodukte abzuwehren. Um hier mit den Kunden- und Marktanforderungen Schritt halten zu können, wird bei Knapheide ständig nach weiteren Rationalisierungs- und Einsparungspotentialen geforscht und wenn gefunden auch umgehend umgesetzt. Zusätzlich werden von KHS Bereinigungen des Produktportfolios vorgenommen, sofern sich Preisvorstellungen der Kunden und Produktionskosten dauerhaft nicht in Einklang bringen lassen. Die Maßnahmen zur Erschließung neuer, bisher nicht bedienter Kunden- und/oder Marktsegmente für Hydraulikkomponenten oder Drehteile laufen unvermindert weiter. Darüber hinaus nimmt die KHS an den Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung teil, die den Bedarf der Kunden und damit die Nachfrage nach den Produkten der KHS beeinflusst. 3.1.3 Operative Risiken Für das 2021 lassen sich zwei große operative Risiken erkennen. Zum einen inwieweit es der Wirtschaft und speziell den Kunden der KHS gelingt die Auswirkungen der Corona Pandemie aus 2020 zu überwinden und inwieweit zusätzliche Auswirkungen durch weitere Corona Wellen ausbleiben. Aktuell sieht es so aus, dass die Nachfrage sich deutlich belebt hat und der Umsatz sich besser entwickelt als Ende 2020 für 2021 erwartet. Insofern treten für 2021 Auslastungsprobleme wegen ausbleibender Nachfrage vermutlich in den Hintergrund. Zum anderen gibt es aber das als deutlich größer und schwerer vorhersehbare Risiko der Ressourcenverknappung und der massive Anstieg von Einkaufpreisen, insbesondere für Stahlprodukte aber auch für Schlauchware. Das Risiko der Ressourcenverknappung ist durch langlaufende Lieferverträge mit garantierten Lieferzeiten im Rahmen der vereinbarten Kontingente deutlich gemindert. Kurzfristiger Mehrbedarf durch gestiegene Nachfrage ist aber zunehmend schwer zu decken. Das bedeutet, dass die laufende Belieferung gesichert ist, aber dem Wachstum zumindest zeitlich Grenzen gesetzt werden. Das Risiko der Ressourcenverteuerung kann von der Knapheide aufgrund knapper Margen nicht aufgefangen werden, sondern muss 1:1 an die Kunden über Preiserhöhungen weitergegeben werden. Bisher ist dies weitgehend gelungen. Aus aktueller Sicht befinden sich Umsatz und Ergebnis noch voll im Rahmen der Planung. Sofern sich die Situation wie erwartet entwickelt, werden auf Seiten Liquidität und Eigenkapital für 2021 keine existenzbedrohenden Risiken gesehen. Falls neue ungeplante Entwicklungen eintreten, wird KHS mit entsprechenden Maßnahmen reagieren. 3.1.4 Finanzielle Risiken Auf Basis der aktuellen Planungen sind für KHS in 2021 keine größeren finanziellen Risiken erkennbar. Es ist geplant die laufende Verschuldung weiter zurück zu führen. Noch nicht absehbar ist welcher Liquiditätsbedarf aus höheren Einkaufspreisen aufgrund steigender Kapitalbindung für Vorräte erfolgt. Der Abdeckung dieses Risikos kommt der KHS die solide Finanzstruktur und der extrem geringe Verschuldungsgrad positiv entgegen. Durch die allgemeine Lage am Kapital- und Kreditmarkt und der eigenen sehr guten Bonität hat die Gesellschaft darüber hinaus Zugriff auf diverse Möglichkeiten der mittel- und langfristigen Fremdfinanzierung auf niedrigem Zinsniveau. 3.1.5 Steuer- und Rechtsrisiken Nennenswerte Rechtsrisiken oder Prozessrisiken bestehen zum Berichtszeitpunkt keine. Auch aus Zulassungsthemen etc. sind keine solchen abzusehen. Steuerrisiken aus evtl. anhängigen Streitigkeiten oder zu erwartenden Steuerbescheiden ungewöhnlicher Größenordnung bestehen ebenfalls nicht. Auch aus Umweltthemen o.ä. heraus bestehen keine Verpflichtungen streitiger Art ebenso wenig wie nennenswerte aus dem Personalsektor. 3.1.6 Wesentliche Chancen Abgesehen von den kurzfristigen weltweiten wirtschaftlichen Problemen, bestehen für die Gesellschaft grundsätzlich mittel und langfristig gute Absatzchancen, da auch in Zukunft eine stabile Nachfrage nach den Produkten unserer Kernbranche (Hydraulik) erwartet wird. Auf dieser Basis gehen wir nach Überwindung der aktuellen globalen wirtschaftlichen Verwerfungen grundsätzlich von einer positiven Markt- und Unternehmensentwicklung aus. Unsere wesentlichen Chancen sehen wir im Übrigen in der strategischen Ausrichtung unseres Unternehmens auf hohe Qualität der Produkte, kontinuierliche Lieferbereitschaft und Termintreue. Wir schaffen so Merkmale, die den weiter oben ausgeführten Bestrebungen unserer Kunden im Industriebereich entgegenkommen und so eine positive Unternehmensentwicklung fördern werden. Ferner sehen wir darin Chancen, dass KHS auf Basis einer langfristigen Lieferantenstrategie mit größtenteils europäischen Lieferanten über eine gesicherte Lieferfähigkeit verfügt. Dies mag zukünftig bei den aktuell erkennbaren Risiken eines Global Sourcings vorteilhaft für KHS sein. Weiterhin wird zu einer positiven Entwicklung die laufende Verbesserung unseres internen Workflows sowie die - bereits weit fortgeschrittene - Einrichtung dynamischer Läger an allen Standorte wie auch die Verbesserung und Ausweitung der EDI-Schnittstellen beitragen. Um den steigenden Anforderungen aus der Digitalisierung von Geschäftsprozessen begegnen zu können, bereitet die KHS die Einführung eines neuen ERP Systems für Januar 2022 vor. 3.2 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel unseres Risikomanagements ist es u. a. im Bereich der Finanzinstrumente wesentliche Risiken zu vermeiden oder zumindest stark zu verringern. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten, Kreditlinien bei Kreditinstituten sowie eine möglichst optimale Planung von Forderungs- und Verbindlichkeitsstrukturen. Der aktuelle Forderungsbestand und Kreditorenbestand wird tagesaktuell über ein Debitoren-/Kreditorenmanagement überwacht. Darüber sollen Entwicklungen frühzeitig erkannt werden, um geeignete Maßnahmen zur Steuerung der Finanzlage rechtzeitig einleiten zu können. Die KHS verfügt über ein effizientes und regelmäßiges Mahnwesen. Darüber hinaus werden unsere Forderungen über eine Warenkreditversicherung versichert. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonto bezahlt. 4 Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft ("Prognosebericht") 4.1 Umsatz und Ergebnis Für 2021 wird aufgrund der sinkenden Auswirkungen der Corona Pandemie mit Umsatzzuwächsen gerechnet, so dass mit einem Gesamtumsatz deutlich über 2020 gerechnet wird. Dies deckt sich mit den aktuellen Markteinschätzungen unserer großen Bestandskunden. Auf Basis der aktuellen Entwicklung wird in 2021 mit weiter deutlich steigenden Roh-Materialkosten gerechnet. Aufgrund der Tarifabschlüsse für 2021 werden sich die Personalkosten in 2021 erhöhen. Hier bleibt abzuwarten inwieweit es KHS gelingt diese Kostensteigerungen durch Produktivitätssteigerungen auszugleichen. Ferner bleibt abzuwarten, wie lange die Umsätze in Folge der Corona Pandemie belastet bleiben und inwieweit diese Effekte durch kostensenkende Maßnahmen ausgeglichen werden können. Bisher ist es gelungen Rohstoffverknappungen durch verstärkte Einkaufsaktivitäten zu begegnen und erhöhte Rohstoffpreise durch Erhöhungen der Verkaufspreise weitgehend auszugleichen. Es wird erwartet, dass dies auch weiterhin gelingt. In Summe der diversen Effekte wird für 2021 ein Ergebnis deutlich über dem von 2020 und im positiven Bereich erwartet, beeinflusst durch immer noch mögliche, nicht vorhersehbare Corona Effekte und durch die weitere Entwicklung am Rohstoffmarkt. 4.2 Investitionen Für 2021 wird ein Investitionsvolumen von 1,0 Mio. € geplant. Gegenstand der Investitionen ist die Verbesserung der Produktionsinfrastruktur und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung und Optimierung der Leistungsfähigkeit der Produktion. Die Finanzierung großer Investitionen erfolgt in der Regel über Leasing zur langfristigen Sicherung von günstigen Finanzierungskonditionen. Kleinere Investitionen werden aus dem laufenden Cash Flow finanziert. 4.3 Produktion Die zur Verfügung stehenden Produktionseinrichtungen waren Ende 2020 noch nicht voll ausgelastet, was sich aber im Laufe 2021 schon deutlich geändert hat. In einzelnen Bereichen gab es bereits kurzzeitig erste Engpässe, die aber in der Regel auch schnell behoben wurden. Insgesamt soll durch Optimierung und Beschleunigung von Produktionsprozessen die Produktionsleistung an einzelnen Engpasskapazitäten permanent verbessert werden. Für 2021 sind damit grundsätzlich ausreichende Produktionskapazitäten vorhanden. 4.4 Personal Die Zahl der eigenen Beschäftigten in Beckum lag im Jahresdurchschnitt 2020 bei 242. Zum Jahresende betrug die Zahl der Mitarbeiter insgesamt 219 davon 12 Auszubildende. Für 2021 ist eine Konsolidierung der Mitarbeiterzahl im Rahmen der demographischen Entwicklung geplant. 4.5 Forschung und Entwicklung Die Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung finden innerhalb des Technischen Büros mit CAD Konstruktionsabteilung statt, in dem derzeit sieben Mitarbeiter arbeiten. Ein Schwerpunkt liegt in der Verbesserung kundenspezifischer Produktlösungen in Bezug auf Qualität, und Funktionalität und die Anpassung von Produktlösungen auf geänderte gesetzliche und/oder Kundenanforderungen. Ferner wird an der Optimierung von Produktqualität und Fertigungsmethoden gearbeitet. In enger Zusammenarbeit mit Kunden, strategischen Lieferanten und eigener Produktion wird daran gearbeitet frühzeitig künftige Anforderungen und technische Entwicklungen in die Produktentwicklung einzubeziehen. 4.6 Bewertung der Prognosen Auf Basis der bis Juni 2021 vorliegenden Zahlen und der aktuellen Auftragslage werden die für 2021 gesetzten Umsatzziele von 65,4 Mio. € mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht und vermutlich auch überschritten werden. Gleichfalls wird davon ausgegangen, dass das für 2021 geplante Ergebnis erreicht werden kann und mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Jahresüberschuss auszugehen ist. Mangels Erfahrungswerten mit den weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Pandemie in der 2. Jahreshälfte und den aktuellen kurzfristigen Entwicklungen am Rohstoffmarkt sind alle Prognosen mit einem hohen Grad an Unsicherheit behaftet.
Beckum, den 26.07.2021 Kai-Uwe Knapheide Axel Fuisting Jürgen Kurz BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangKNAPHEIDE GmbH Hydraulik-SystemeJahresabschluss zum 31. Dezember 2020 1. Allgemeine Angaben zu Unternehmen Die KNAPHEIDE GmbH Hydraulik-Systeme hat Ihren Sitz in Beckum. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Münster unter HRB 7706 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die KNAPHEIDE GmbH Hydraulik-Systeme, Beckum ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren angewandt worden. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a sowie §§ 264 bis 288 HGB aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des GmbH-Gesetzes zum Jahrabschluss wurden beachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert beibehalten worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, abzüglich der planmäßigen Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Anschaffungskosten aktiviert. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit den durchschnittlichen Anschaffungspreisen des Einzelartikels. Zur pauschalen Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen, wie Skonti, Boni, Rabatte usw. und zur Vermeidung von Wertansätzen über den effektiven Anschaffungskosten bei gestiegenen Preisen sowie zur Abdeckung der Inventur- und Lagerrisiken wird eine Pauschalabwertung des Inventuraufnahmewertes von 5 % vorgenommen. Maschinenbebundene (soweit sie nicht zur Erstausstattung einer Maschine gehören) und sonstige Werkzeuge sind mit einem Festwert angesetzt. Die Fertigerzeugnisse werden mit den durchschnittlichen Einstandspreisen des Materials und Zuschlägen für die durchgeführten Bearbeitungsstufen bewertet. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände sind zu Anschaffungskosten unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge, wobei die externe Versicherung gegen Forderungsausfälle berücksichtigt wird. Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. 4. Erläuterungen zur Bilanz 4.1 Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang). 4.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegenüber der Gesellschafterin KNAPHEIDE GmbH Hydraulik-Systeme, Essen in Höhe von T€ 86 (Vorjahr: T€ 290) ausgewiesen. 4.3 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen größeren Umfangs betreffen Rechtsstreitigkeiten (T€ 155), Gewährleistungen (T€ 151), Urlaubsverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Zeitguthaben (T€ 91), sonstige Verpflichtungen gegenüber Personal (T€ 211) und übrige Verpflichtungen (T€ 155). 4.4 Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und deren Fälligkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin KNAPHEIDE Hydraulik-Systeme GmbH, Essen. Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 4.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Rahmen sonstiger finanzieller Verpflichtungen fallen für die Anmietung von Software und Sachanlagevermögen jährlich ca. € 1,3 Mio Miet-/Pachtaufwendungen an. Darüber hinaus bestehen Leasingverpflichtungen in Höhe von 900 T€. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsätze nach Produktbereichen kann der folgenden Aufstellung entnommen werden:
Von den Umsätzen wurden ca. 73 % im Inland, 23 % innerhalb der Europäischen Union und 4 % im Drittland erzielt. 5.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind T€ 8 periodenfremde Aufwendungen enthalten, welche aus notwendigen Anpassungsbuchungen resultieren aufgrund von in Vorjahren durchgeführten Betriebsprüfungen. 6. Sonstige Angaben 6.1 Personal Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer:
6.2 Geschäftsführung Als Geschäftsführer waren im Berichtsjahr bestellt: - Herr Kai-Uwe Knapheide, Beckum, Kaufmann - Herr Axel Fuisting, Bochum, Kaufmann - Herr Jürgen Kurz, Werdohl (seit dem 14.01.2020) Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleibt unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB. 6.3 Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe über die Höhe des Honorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 2. Hs. HGB verzichtet, da entsprechende Angaben im Konzernabschluss gemacht werden. 6.4 Angaben zum Konzern Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der KNAPHEIDE Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Beckum das gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist. Der Konzernabschluss soll im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt werden. 6.5 Nachtragsbericht Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2021 wird maßgeblich beeinflusst werden durch die Auswirkungen der Corona Pandemie, es wird mit geringeren Umsatzerlösen sowie einem negativen Jahresergebnis gerechnet. Die endgültigen Auswirkungen sind noch nicht absehbar, sämtliche Prognoserechnungen für das Jahr 2021 sind mit erheblicher Unsicherheit behaftet. 6.6 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss und den Gewinnvortrag des Geschäftsjahres 2020 auf neue Rechnung vorzutragen.
Beckum, den 30. Juni 2021 Kai-Uwe Knapheide, Geschäftsführer Axel Fuisting, Geschäftsführer Jürgen Kurz, Geschäftsführer
BerichtsprüfungÜberschriftBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KNAPHEIDE GmbH Hydraulik-Systeme, Beckum Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der KNAPHEIDE GmbH Hydraulik-Systeme, Beckum, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der KNAPHEIDE GmbH Hydraulik-Systeme, Beckum, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Beckum, den 06. August 2021 gez. Dipl.- Kfm. Peter Frölich, Wirtschaftsprüfer |
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