Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 163613
Vorher
Stahlgruber GmbH
Eingetragen
25.8.2006
Branche
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Kfz-Original-Markenteilen, Kfz-Original-Markenzubehör, Kfz-Elektrikartikeln, Kfz-Elektronik, Qualitätswerkzeugen, Rädern sowie mit Kfz-Werkstatteinrichtungen, Verschleißteile, Lacke, Pflegemittel; Montage, Kundendienst, Wartung, Reparatur sowie technische Beratung; Handel mit fremden Erzeugnissen; Planung von Kfz-Werkstatteinrichtungen, Vertrieb und Handel mit Service-Produkten für Großkunden und Kfz- Werkstätten, insbesondere Kundentrainings, technische Daten für die Reparatur von Kraftfahrzeugen, sowie digitale Kundensysteme.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Timothy Grygotis
seit 19.10.2022
Geschäftsführer
Oliver Franik
seit 31.8.2022
Prokura
Friedhelm Glormann
seit 31.5.2021
Prokura
Edvard Kramer
seit 31.5.2021
Prokura
Steffen Hardt
seit 18.5.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
LKQ Europe GmbHCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
LKQ German Holdings GmbH
Germany
50.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stahlgruber GmbH

Poing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für 2023

Die STAHLGRUBER GmbH ist im Groß- und Einzelhandel für Kraftfahrzeugzubehör, Ersatzteile und Werkstattausrüstung und daraus resultierenden Dienstleistungen tätig. Hauptkundengruppen sind freie Reparaturwerkstätten, Tankstellen und Reifenketten, daneben werden andere Handelsunternehmen beliefert. Regional sind wir in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und den östlichen Bundesländern, im übrigen Bundesgebiet durch unsere Tochtergesellschaft PV Automotive GmbH (PVA) vertreten. Im Ausland werden wir vor allem in Österreich, in der Schweiz sowie in mehreren Ländern Osteuropas tätig, was zum Teil über Tochtergesellschaften geschieht. Wir beliefern aber auch andere Regionen inner- und außerhalb Europas.

In unserem Sortiment führen wir mehr als 500.000 Artikel, davon sind etwa 200.000 lagernd. Unser strategischer Fokus liegt in der Sicherstellung einer bestmöglichen Verfügbarkeit der Ware, der Optimierung der Logistikkette vom Produzenten bis zum Kunden und einer Kostenminimierung in den Funktionen außerhalb der Wertschöpfungskette.

Die STAHLGRUBER GmbH ist mittelbar eine 100 %-Tochtergesellschaft der LKQ Corp., Chicago, USA (LKQ).

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Trotz deutlicher Erholung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung seit dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 kam die wirtschaftliche Erholung im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Als Resultat der globalen Krisen ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Jahr 2022 gesunken und liegt damit nur noch um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Speziell die Energiekrise sowie die bekannten geopolitischen Spannungen sorgten bei Produzenten, Investoren sowie Konsumenten für große Verunsicherung mit direktem Einfluss auf den Welthandel und somit auch auf die deutsche Wirtschaft. Energiepreise, die noch im Jahre 2022 gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten in Verbindung mit steigenden Zinsen die Konjunktur. 1

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/bruttoinlandsprodukt-uebersicht.html.

2. Branchenentwicklung

Das Auto spielte auch 2023 für 90 % der Pkw-Halter eine elementare Rolle, weil es für sie Freiheit und Unabhängigkeit garantiert. Die Beziehung der Pkw-Halter zum Auto ist jedoch auch von Ängsten, Unsicherheiten und umweltsowie verkehrspolitischen Gedanken geprägt. Aufgrund aktueller Entwicklungen wie hoher Kosten (Kraftstoffpreise, Pkw-Unterhaltskosten, hohe Zinsen etc.) gab knapp die Hälfte (46 %) aller Pkw-Halter an, Angst zu haben, sich bald kein Auto mehr leisten zu können. 2

Die alleinige Fokussierung der Politik auf Elektromobilität gepaart mit dem noch fehlenden Vertrauen in die Technologie sorgt für Unsicherheit. 80 % aller Pkw-Halter warten daher die Entwicklung der E-Mobilität ab und fahren ihr Auto länger.

Für die große Mehrheit der Pkw-Halter bleibt der eigene Pkw alternativlos. 81 % aller Befragten bestätigten im Jahr 2023, dass das Auto unverzichtbar sei als Begleiter im Alltag. Das Automobil ist daher primär kein Luxusartikel, sondern häufig die einzige Möglichkeit, den Mobilitätsbedarf zu decken.

Die Branche selbst konnte sich nach einem schwachen Autojahr 2022 im Jahr 2023 leicht erholen, die Verfügbarkeiten von Fahrzeugen stiegen wieder. Im vergangenen Jahr wechselten 6,03 Mio. Pkw den Fahrzeughalter. Gleichzeitig gab es 2,84 Mio. Neuzulassungen, von denen nur in etwa ein Drittel (944.032) privat zugelassen wurde. Sowohl die Besitzumschreibungen als auch die Neuzulassungen stiegen um 7 % im Vergleich zum Vorjahr.

Ein weiteres Mal in Folge ist die Jahresfahrleistung der Pkw-Halter gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Rückgang 230 km oder 1,8 %, so dass rein rechnerisch jeder einzelne Pkw-Halter im Schnitt 12.440 km zurücklegte.

Die Wartungshäufigkeit pro Pkw/Jahr in 2023 betrug 1,00 und stieg damit leicht an im Vergleich zum Vorjahr, während die Anzahl an durchgeführten Reparaturen mit 0,39 pro Pkw weiter gesunken ist.

Der Anteil der Durchführungsorte von Reparaturarbeiten lag zu 59 % in den freien Betrieben und zu 32 % in den Markenwerkstätten. Dies entspricht eine Verschiebung von 3 %-Punkte zu Gunsten der freien Betriebe im Vergleich zum Vorjahr.

Der durchschnittliche Wartungsaufwand stieg in 2023 von 329 EUR auf 357 EUR. Die Reparaturarbeiten stiegen von 153 EUR auf 178 EUR. 3

2 DAT Report 2024.
3 DAT Report 2024.

3. Die Ertragslage unserer Gesellschaft

Die Umsatzerlöse stiegen mit Mio. EUR 1.321,4 im Vergleich zu Mio. EUR 1.257,6 um 5,1 %. Dabei konnten sich insbesondere die Produktgruppen Bremse (+10,0 % = Mio. EUR 27,5) und Batterie (+12,5 % = Mio. EUR 7,5) sehr positiv entwickeln. Zusätzlich wuchs die Produktgruppe Filter um 8,6 % (= Mio. EUR 7,2). Negative Entwicklungen innerhalb der als wesentlich zu betrachtenden Produktgruppen verzeichneten die Produktgruppen Klima/Kraftstoffe einen Rückgang von 4,2 % (Mio. EUR 3,5) sowie die Produktgruppe Öle einen Rückgang von 0,5 % (Mio. EUR 0,4). Der Anstieg der Umsatzerlöse ist vor allem der Kundengruppe Werkstätten zuzuordnen, während der Umsatz mit den sonstigen Kundengruppen in etwa auf ähnlichem Niveau zum Vorjahr verblieb.

Der deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf die höhere Auflösung von Rückstellungen aus Kundenboni sowie Rückstellungen für sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Wesentlichen durch die Steigerung der tariflichen Entgelte bei gleichzeitig leichtem Anstieg der Mitarbeiterzahl.

Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 %, was im Wesentlichen auf die gestiegene Anschaffung geringwertiger Wirtschaftsgüter zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 10,6 % im Vergleich zum Vorjahr deutlich an (Mio. EUR 19,8). Dieser Anstieg ist insbesondere auf eine umsatzbedingt höhere berechnete Service Fee für Leistungen der LKQ Europe GmbH sowie auf höhere Frachtkosten zurückzuführen.

Das negative Finanzergebnis ist im Wesentlichen auf Aufwendungen aus der Verlustübernahme resultierend aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der PV Automotive GmbH zurückzuführen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren ausschließlich aus Vorjahren. Aufgrund des mit der LKQ German Holdings GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages versteuert die STAHLGRUBER GmbH ihr Ergebnis nicht selbst.

In den sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Grundsteuer sowie Kfz-Steuer enthalten.

4. Die Vermögens- und Finanzlage unserer Gesellschaft

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist zum einen geprägt durch die zunehmende Integration in die LKQ Gruppe, zum anderen aber durch ein aktives Kapitalmanagement, das zur Freisetzung nicht unerheblicher liquider Mittel beitrug.

In den Sachanlagen stiegen vor allem die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau deutlich gegenüber dem Vorjahr an. Dies ist speziell auf Investitionen in das neue Shuttle-Lager im Logistikzentrum in Sulzbach-Rosenberg zurückzuführen.

Die Finanzanlagen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 10,0. Dies resultiert im Wesentlich aus den Darlehensrückzahlungen der Optimal Automotive GmbH.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen zum Jahresende einen niedrigeren Stand im Vergleich zum Vorjahr auf, was im Wesentlichen auf den niedrigeren Umsatz zum Jahresende zurückzuführen ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegenüber:

31.12.2023 31.12.2022
Mio. EUR Mio. EUR
LKQ German Holdings GmbH, Poing 348,9 218,4
STAHLGRUBER Holding GmbH, Poing 31,8 28,6
PV Automotive GmbH, Duisburg 55,4 46,0
Sonstige 11,3 13,4
447,4 306,4

Die Forderungen gegen die LKQ German Holdings GmbH resultieren aus dem zentralen Cash Management, gegenläufig wirkte sich die Gewinnabführung 2023 aus.

Unter den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden überwiegend Forderungen gegen die ATR AG aus Bonusansprüchen ausgewiesen.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen Mio. EUR 76,1 (Vj. Mio. EUR 79,5) auf Bonusansprüche gegen Lieferanten.

Die Pensionsrückstellungen entfallen mit Mio. EUR 29,8 auf aktive Mitarbeiter und mit Mio. EUR 37,6 auf ausgeschiedene Anwärter und Rentner. Da die entsprechenden Versorgungsordnungen bereits in 1999 für Neuzugänge geschlossen wurden, wird die Zahl der aktiven Pensionsberechtigten weiter sinken. Weitere Erhöhungen der Pensionsrückstellungen sind damit im Wesentlichen auf die Aufzinsung sowie den Rückgang des Diskontierungsfaktors zurückzuführen.

Wie im Vorjahr wurde die Pensionsrückstellung mit dem gesetzlich vorgegebenen 10-Jahres-Durchschnittszinssatz (1,83 %; Vj. 1,78 %) berechnet. Bei einer alternativen Berechnung mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz ergäbe sich eine um TEUR 920 höhere Rückstellung. Dieser Betrag ist damit zur Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen enthalten mit Mio. EUR 1,3 (Vj. Mio. EUR 1,3) Grunderwerbsteuern und im Übrigen sonstige Steuern.

Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Personalrückstellungen (Mio. EUR 23,5; Vj. Mio. EUR 20,2), Kundenboni (Mio. EUR 16,7; Vj. Mio. EUR 20,4), Rückbaukosten (Mio. EUR 2,7; Vj. Mio. EUR 2,5) und ausstehende Rechnungen (Mio. EUR 58,8; Vj. Mio. EUR 37,7) passiviert. Der Anstieg in den Personalrückstellungen ist im Wesentlichen auf das Ergebnis der mittlerweile abgeschlossenen Tarifverhandlungen zurückzuführen.

Bankverbindlichkeiten wurden ausschließlich zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen u.a. die STAHLGRUBER Gesellschaft mbH, Wals/Salzburg, (STAHLGRUBER Österreich, Mio. EUR 33,9; Vj. Mio. EUR 20,7) und die Neimcke GmbH & Co. KG, Mühldorf (Neimcke KG, Mio. EUR 18,9; Vj. Mio. EUR 9). Sie resultieren aus der Anlage nicht benötigter Liquidität. Die weiteren Verbindlichkeiten bestehen überwiegend gegenüber der STAHLGRUBER Beteiligungs GmbH, Poing.

Lieferantenverbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Beachtung der vereinbarten Zahlungsziele beglichen, die Inanspruchnahme aller Skonti trägt maßgeblich zu einer stabilen Handelsmarge bei. Im Vergleich zum Vorjahr sind keine wesentlichen Verschiebungen zu beobachten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich zusammen aus Debitorenhabenposten (Mio. EUR 8,8; Vj. Mio. EUR 9,2) und aus Steuerverbindlichkeiten (Mio. EUR 0,7; Vj. Mio. EUR 0,9).

Grundsätzlich lässt sich die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft als äußerst stabil bezeichnen. Die Liquidität ist durch positive Cashflows aus operativer Tätigkeit sowie die Integration in die LKQ-Gruppe gewährleistet, wodurch die Gesellschaft ihren laufenden Verpflichtungen jederzeit nachkommen kann. In der vorliegenden Kapital- und Konzernstruktur ist das Unternehmen gut aufgestellt, um auch zukünftig auf Marktveränderungen flexibel zu reagieren und gezielte Investitionsmöglichkeiten wahrzunehmen.

5. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die STAHLGRUBER GmbH orientiert sich im Rahmen ihrer Unternehmensentwicklung im Wesentlichen an den Kennzahlen EBITDA 4 und TWC 5. Beide Kennzahlen werden dabei allerdings nach USGAAP bemessen und um Sondereinflüsse bereinigt und sind somit nur bedingt mit entsprechenden HGB-Kennzahlen vergleichbar.

Das US GAAP EBITDA der STAHLGRUBER GmbH lag in 2023 bei Mio. EUR 159,7 (Vj. Mio. EUR 138,9) und somit auf dem geplanten Budget für die Einzelgesellschaft.

Das zwölf Monate Durchschnitts TWC zum 31. Dezember 2023 lag mit minus Mio. EUR 25,9 in etwa Mio. EUR 10,0 unter dem Budget der Gesellschaft von minus Mio. EUR 15,9. Dies ist im Wesentlichen auf das, um Mio. EUR 21,2 niedrigere Vorratsniveau zurückzuführen, während im gleichen Zuge Forderungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in der Gesamtsicht Mio. EUR 11,2 niedriger waren als im Budget geplant.

Das EBIT konnte seit 2012 stetig von Mio. EUR 53,6 auf Mio. EUR 111,9 in 2023 gesteigert werden. Das Ergebnis lag damit über dem EBIT von 2022 (Mio. EUR 102,9).

Neben den Ertragskennzahlen sind für uns von wesentlicher Bedeutung der Cashflow aus dem operativen Ergebnis und die Nettoverschuldung, die allerdings nicht detailliert geplant, sondern über Zielgrößen gesteuert werden. Der Cashflow aus dem operativen Ergebnis sollte mittelfristig auf Höhe der Nachsteuerergebnisse liegen, das Verhältnis Nettoverschuldung/EBIT sollte kleiner als 1 bleiben. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft verliert die Eigenkapitalquote an Aussagekraft und ist nicht mehr Teil der primären Steuerungsgrößen.

An nicht finanziellen Leistungsindikatoren beobachten wir insbesondere die Lieferfähigkeit, die wir nach Sofortverfügbarkeit und Übernachtverfügbarkeit differenzieren. Dabei liegt die Übernachtverfügbarkeit seit vielen Jahren jeweils bei ca. 98 % und damit innerhalb unseres Zielkorridors. Aufgrund des länger andauernden Streiks in unserem Zentrallager in Sulzbach-Rosenberg lag die Verfügbarkeit im vergangenen Jahr teilweise unterhalb dieses Ziels.

Basis für eine hohe Verfügbarkeit sind zuverlässige Lagersysteme, die wir monatlich anhand der Bestandsdifferenzen im Rahmen einer permanenten Inventur bewerten.

4 EBITDA: Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern.
5 TWC: Trade Working Capital.

Weiterhin messen wir der Personalentwicklung eine hohe Bedeutung zu. Rückschlüsse auf die Mitarbeiterzufriedenheit ziehen wir aus der Fluktuationsrate und Mitarbeiterbefragungen. Anhand des Krankenstandes ziehen wir Rückschlüsse auf optimierungsbedürftige Arbeitsabläufe oder Überforderung von Mitarbeitern.

Durch unregelmäßige Allensbach Studien lassen wir unsere Akzeptanz beim Kunden im Vergleich zu unseren wesentlichen Wettbewerbern unabhängig beurteilen.

6. Personalentwicklung

Unsere Personalentwicklung wurde, wie auch in den zurückliegenden Jahren, durch ein qualitativ hochwertiges Ausbildungssystem weiter positiv beeinflusst. In diesem Rahmen kommen wir unserer unternehmerischen Verantwortung durch die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen nach. Wir können mit Stolz feststellen, dass die Auszubildenden unseres Unternehmens im Durchschnitt der bayerischen Lehrlingsausbildung im Ergebnis Spitzenplätze einnehmen.

Zusätzlich wird permanent der Aus- und Weiterbildungsbedarf aller Mitarbeiter stellenbezogen analysiert und mit den individuellen Bedürfnissen des Stelleninhabers abgeglichen.

Mit dem regional und sachlich zuständigen Betriebsrat wurde eine Vereinbarung zum Ausgleich von Nachteilen bei der Verlagerung von Verwaltungsfunktionen in ein Shared Service Center geschlossen. Sie beruht im Wesentlichen auf einem Freiwilligenprogramm. Die Vereinbarung berücksichtigt alle bis zum 31. Dezember 2024 veranlassten personellen Maßnahmen.

7. Erklärung zur Unternehmensführung

Erklärtes Ziel der Gesellschaft war, die Frauenquote auf der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung spätestens bis zum 30. September 2019 auf 20 % anzuheben. Dieses Ziel wurde im Jahr 2023 nicht erreicht. Die Quote von 20 % wird nun für das Jahr 2025 angestrebt.

Für die Geschäftsführung, die derzeit aus zwei Mitgliedern besteht, wurde keine Mindestquote festgelegt. Als Resultat aus der avisierten Aufsichtsratswahl in 2025 ist es geplant, die Geschäftsführung um einen Arbeitsdirektor auf drei Mitglieder zu erweitern.

Bei der Bestellung von Geschäftsführern und der Auswahl von Mitarbeitenden auf der ersten und zweiten Führungsebene wird allein auf die benötigte Kompetenz und Qualifikation Wert gelegt. Weitere Eigenschaften wie Geschlecht, Alter, Herkunft und nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.

8. Risiko- und Chancenbericht

Bedingt durch die Akquisition der STAHLGRUBER GmbH durch die LKQ German Holdings GmbH mit Wirkung zum 29. Mai 2018 und dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages muss die Bewertung der Chancen und Risiken zwangsläufig beide Gesellschaften umfassen.

Die LKQ German Holdings GmbH hat den Kauf der STAHLGRUBER GmbH über Eigenmittel sowie über Darlehen von verbundenen Unternehmen realisiert. Die Darlehen wurden gegenfinanziert durch zwei endfällige Bonds über Mio. EUR 750 bzw. Mio. EUR 250, die eine Laufzeit von acht bzw. zehn Jahren hatten. Durch eine positive Cash Flow Entwicklung konnte der Bond über Mio. EUR 750 vorzeitig gekündigt werden. Die Refinanzierung erfolgt jetzt auf bereits deutlich niedrigerem Niveau kurzfristig durch die Nutzung freier Kreditlinien von LKQ.

Basierend auf dem derzeitigen Zinsniveau belasten die Zinszahlungen das Konzernergebnis der LKQ Gruppe nur geringfügig. Das Verschuldungsniveau ist gleichwohl noch erheblich, so dass eine langfristige Zinssatzerhöhung eine Auswirkung auf dieses Ergebnis haben kann. Im Finanzverbund mit der LKQ Gruppe lässt sich hierauf allerdings rasch reagieren.

Fremdwährungsrisiken aus Forderungen oder Verbindlichkeiten sind von untergeordneter Bedeutung, da der überwiegende Teil des Geschäftsvolumens in Euro abgerechnet wird.

Bedingt durch die Forderungsstruktur hatten einzelne Forderungsausfälle in der Vergangenheit keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft. Nachdem der Großhandel und hier insbesondere die großen Marktteilnehmer im Internethandel eine immer größere Rolle als Kunden der STAHLGRUBER Gruppe spielen, steigt das Risiko eines einzelnen Großschadens tendenziell an. Wir versuchen, dieses durch ständige Verbesserungen des Forderungsmanagements, eine vorsichtige Bilanzierungspolitik und soweit möglich auch durch Kreditausfallversicherungen zu minimieren.

Nicht ausschließen lässt sich eine weitere Verschärfung des Verdrängungswettbewerbs. Aufgrund unserer herausragenden Marktstellung und der ausgefeilten Logistikkette sehen wir uns gegenüber den wesentlichen Wettbewerbern aber gut aufgestellt. Die notwendigen Investitionen für den Aufbau der logistischen Prozesse stellen aus unserer Sicht hohe Markteintrittsbarrieren dar, sodass wir auf absehbare Zeit nicht mit dem Auftreten wesentlicher neuer Konkurrenten im stationären Ersatzteilhandel rechnen.

Zu bemerken bleibt jedoch die fortschreitende Konsolidierung unter den bestehenden Wettbewerbern. Die STAHLGRUBER GmbH kann an diesem Prozess als Folge der regional und überregional gefestigten Marktstellung nur noch eingeschränkt als Käufer teilnehmen. Kostendegressionseffekte und größere Einkaufsmacht nach der Konsolidierung stärken den Wettbewerb. Gleichzeitig werden im Rahmen der Konsolidierung aber auch Wettbewerber aus dem Markt ausscheiden, wodurch sich weitere Chancen für die STAHLGRUBER GmbH ergeben.

Zunehmende Konkurrenz erwarten wir hingegen durch den Internethandel in Deutschland und dem europäischen Ausland. Wir beobachten hier den Markt sehr eng, um bei Bedarf auch kurzfristig reagieren zu können.

Neue technische Systeme führen insbesondere in der Zielgruppe Wiederverkäufer aber auch in den Werkstätten zu einer höheren Preistransparenz. Um dem wirksam zu begegnen, müssen wir den Mehrwert unserer absoluten Zuverlässigkeit und Liefertreue immer wieder aufzeigen.

Negativ auf die Geschäftstätigkeit könnte sich ein rascher Umstieg vom Verbrennungsmotor auf elektrisch betriebene Fahrzeuge auswirken, da eine deutlich kleinere Anzahl beweglicher Teile verbaut wird. Derzeit zeigt sich bei den Pkw-Haltern allerdings nachweislich Unsicherheit in Sachen E-Mobilität. Zudem führt ein steigender Anteil an elektrischen Antrieben bei Neufahrzeugen nur langsam zu einer Durchmischung im Fahrzeugbestand. Tendenziell ist davon auszugehen, dass das Durchschnittsalter des Fuhrparks künftig weiter steigen wird, was sich auf unser Geschäft positiv auswirkt.

Bei weiteren Unternehmenszukäufen kann die Entwicklung der neuen Konzerngesellschaften verstärkt Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Zur Minimierung der Risiken findet bei allen größeren Akquisitionen eine Due Diligence in üblichem Umfang statt.

Die Risiken der Ukraine Krise haben sich aktuell nur unwesentlich bemerkbar gemacht. Direkt betroffen ist zunächst nur ein Tochterunternehmen, das in nennenswertem Umfang Lieferungen nach Russland getätigt hatte, betroffen sind davon aber weniger als 1 % des Konzernumsatzes. Auch direkte Warenbezüge aus den betroffenen Ländern sind die Ausnahme. Nicht ausschließen lassen sich allerdings Störungen, soweit unsere Lieferanten Vorprodukte oder Rohstoffe aus Russland oder der Ukraine beziehen. Gegenwärtig gehen wir aber davon aus, dass wir für nahezu alle Produktgruppen über alternative Bezugsquellen verfügen und wir uns in der Lieferfähigkeit weiterhin positiv vom Wettbewerb differenzieren.

Risiken, welche die Entwicklung der STAHLGRUBER GmbH einzeln oder kumulativ nachhaltig beeinträchtigen oder gar zu einer Bestandsgefährdung führen könnten, sind derzeit nicht ersichtlich.

Chancen ergeben sich im Wesentlichen durch die anhaltende Konsolidierung unserer Branche. Die zunehmende Teilevielfalt und die Komplexität der Technik stellen immer höhere Anforderungen an die Finanzkraft und das Know-how der Teilehändler. Hiermit können kleinere Wettbewerber häufig nicht mithalten. Solange es uns gelingt, die Teileverfügbarkeit und die Zuverlässigkeit der Zustellung mindestens auf dem heutigen Niveau zu halten, werden wir im Vergleich zum Markt überproportional wachsen.

Durch die Bündelung von Einkaufsvolumina erwarten wir uns innerhalb der LKQ Gruppe Einsparungen im direkten und im indirekten Bereich. Aufwendungen für neue IT-Systeme werden sich durch die Verteilung auf eine größere Anzahl von Nutzern schneller amortisieren. Daneben werden wir insbesondere im Bereich der Logistik verstärkt konzerninterne Dienstleistungen für LKQ Europe erbringen.

LKQ verfügt darüber hinaus über ein breites Spektrum an Eigenmarken. Diese erlauben uns, neue Kundenschichten im Bereich der preisbewussten Autofahrer und der gewerblichen Kunden zu erschließen, ohne hierdurch Margenverluste zu erleiden.

Störungen in den Lieferketten, wie sie insbesondere in 2021 und 2022 vorkamen, bieten uns Chancen und Risiken zugleich. Zum einen lässt sich feststellen, dass sich auch für uns die Beschaffungskosten und die Eingangsfrachten deutlich erhöhen, wir sind aber der Auffassung, die Kostensteigerungen an unsere Abnehmer weitergeben zu können. Zum anderen verfügen wir über ein breites Sortiment an Lieferanten, so dass wir bei mangelnder Lieferfähigkeit einzelner Lieferanten auf Alternativlieferanten ausweichen können. Insbesondere der mittelständische Wettbewerb ist hier häufig in einer schlechteren Position.

Soweit die Automobilhersteller ihre Auslieferungen aufgrund der Lieferengpässe einschränken müssen, erhöht sich dadurch die Gesamtfahrleistung des vorhandenen Fuhrparks, was sich wiederum positiv auf unsere Umsatzentwicklung auswirkt.

9. Voraussichtliche Entwicklung

Das Jahr 2024 wird voraussichtlich nur noch bedingt durch die hohen Energiekosten aus der Ukraine Krise beeinflusst. Das laufende Jahr 2023 hatte hier seinen Höchststand bereits hinter sich.

Darüber hinaus gehende Risiken der Ukraine Krise sind wie schon in den Vorjahren nur schwer einzuschätzen. Aktuell gehen wir nach wie vor davon aus, dass sie sich unmittelbar nicht wesentlich auswirken wird, da zunächst nur ein Tochterunternehmen, das in nennenswertem Umfang Lieferungen nach Russland getätigt hatte, betroffen ist. Das beinhaltet weniger als 1 % des Konzernumsatzes. Auch direkte Warenbezüge aus den betroffenen Ländern sind die Ausnahme. Nicht ausschließen lassen sich allerdings Störungen, soweit unsere Lieferanten Vorprodukte oder Rohstoffe aus Russland oder der Ukraine beziehen. Gegenwärtig gehen wir - auch basierend auf der Erfahrung der vergangenen zwei Jahre - davon aus, dass wir für nahezu alle Produktgruppen über alternative Bezugsquellen verfügen und wir uns in der Lieferfähigkeit weiterhin positiv vom Wettbewerb differenzieren.

Ebenso sehen wir aktuell keine unmittelbaren Auswirkungen aus der neuen Eskalationsstufe im anhaltenden Nahostkonflikt.

Die Inflationserwartungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr etwas beruhigt. Dennoch herrscht aufgrund der anhaltenden geopolitischen Krisen weiterhin Unsicherheit, gerade bezüglich Reallohn und auch Kosten der Mobilität.

Steigende Kosten der Mobilität werden sich über kurz oder lang in einer verminderten Fahrleistung niederschlagen. Dadurch reduzieren sich der Verschleiß und der Reparaturbedarf. Im Grunde genommen sehen wir deshalb das Risiko eines rückläufigen Geschäfts.

Ob sich dieses Risiko aber tatsächlich materialisiert, ist mit hoher Unsicherheit behaftet, da der unabhängige Kfz-Ersatzteilmarkt durch mindestens zwei gegenläufige Tendenzen gestützt wird.

Positive Effekte auf den Reparaturbedarf werden die nach wie vor niedrigen Neuwagenzulassungen haben. Gerade auch weil die Neuwagenpreise im Vergleich zum Jahreseinkommen immer weiter ansteigen. 6

Zum zweiten können die markenungebundenen Werkstätten möglicherweise wieder von einer Marktanteilsverschiebung profitieren. In Zeiten rückläufiger Reallöhne suchen die Konsumenten vermehrt nach kostengünstigeren Alternativen und werden deshalb nach unserer Einschätzung vermehrt den Service der freien Reparaturwerkstatt in Anspruch nehmen. Dieser Trend wird wiederum durch das zunehmende Durchschnittsalter der Fahrzeuge verstärkt. Erfahrungsgemäß steigt der Anteil der freien Werkstätten am Reparaturumsatz mit zunehmendem Fahrzeugalter tendenziell an.

Nachdem sich die Branche bereits in der Vergangenheit antizyklisch verhalten hat, sehen wir derzeit keinen Anlass, unsere Umsatzprognose zurückzunehmen und rechnen weiterhin mit einem Umsatzwachstum von wenigstens 5 %.

Auf der Kostenseite besonders betroffen sind die aufgrund der verhandelten Tarifanpassung steigenden Personalkosten sowie die Ausgangsfrachten.

Den Kostendruck können wir kurzfristig nur schwer kompensieren, ohne unseren Servicegrad spürbar zu reduzieren. Viel wird deswegen davon abhängen, ob es uns gelingt, die gestiegenen Kosten an die Abnehmer weiterzugeben.

Neben der markt- und leistungsgerechten Preiskalkulation fokussieren sich unsere Anstrengungen auf den Ausbau des Private Label Geschäfts, die Bündelung von Einkaufsvolumina zur Optimierung der Einkaufspreise und ein effizientes Kostenmanagement.

6 DAT Report 2024.

Derzeit wickelt die STAHLGRUBER GmbH nur einen kleinen Teil ihrer Umsätze mit Eigenmarken ab. Als vorrangiges Ziel für 2024 haben wir deshalb den weiteren Ausbau des Eigenmarkengeschäfts definiert. Durch die Eliminierung einer Handelsstufe ermöglichen wir unseren Kunden, ihren Service weiterhin zu fairen Preisen mit qualitativ hochwertigen Produkten durchzuführen. Für uns bieten die Eigenmarken ein weiteres Differenzierungsmerkmal zum Wettbewerb und sichern eine auskömmliche Marge.

Durch die Bündelung des Einkaufsvolumens und die paneuropäische Verhandlung von Einkaufspreisen versuchen wir die Preissteigerungen signifikant zu vermindern. Oberstes Ziel ist allerdings die Sicherstellung der Verfügbarkeit, so dass sich Preissteigerungen nicht immer vollständig vermeiden lassen. Die Bündelung von Einkaufsvolumina führt gleichzeitig aber auch zu einer Reduzierung und europaweiten Harmonisierung der wichtigsten Lieferanten. Qualitative Einschränkungen sind damit für unsere Kunden nicht verbunden, allerdings kann damit eine Umstellung auf Alternativlieferanten und den Vertrieb neuer Marken einhergehen, während die bisher geführten Marken möglicherweise ausgelistet werden.

Weiterhin hohe Aufmerksamkeit werden wir dem Kostenmanagement schenken. Alle Zustelltouren werden regelmäßig auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht. Für Standorte werden Potenzialanalysen durchgeführt, die zur Bewertung von Kapazitätserweiterungen herangezogen werden. Obwohl das Filialnetz in Deutschland und in Österreich insgesamt sehr ausgewogen erscheint, können im Einzelfall Standorte mit unterdurchschnittlicher Profitabilität auf andere Standorte konsolidiert werden. Die übrigen Gemeinkosten versuchen wir durch überregionale Ausschreibungen zu begrenzen. Personalanpassungen orientieren sich an Benchmarks, die den Personalaufwand in das Verhältnis zur Betriebsleistung stellen.

Positive Auswirkungen auf unser Ergebnis kann die fortschreitende Marktkonsolidierung haben. Derzeit befinden sich mehrere kleine und mittlere Wettbewerber in wirtschaftlichen Schwierigkeiten bzw. haben bereits Insolvenz angemeldet. Zwar kann nicht ausgeschlossen werden, dass einige dieser Marktteilnehmer mit neuen Gesellschaftern erhalten werden können, einige werden aber mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Markt ausscheiden. Aufgrund unserer starken Marktstellung wird die STAHLGRUBER GmbH nur in Einzelfällen als Käufer auftreten können, sollten einzelne Standorte an für uns interessanten Orten angeboten werden, ist ein kurzfristiges Engagement aber nicht ausgeschlossen.

Trotz dieser Unsicherheiten basieren unsere Planungen für die kommenden Geschäftsjahre auf der Annahme einer stabilen Marktentwicklung, inflationsbereinigt allerdings nur mit geringem Wachstum.

Unterstützung findet unsere Branche durch das zunehmende Alter der Fahrzeuge. Die bessere Haltbarkeit der Fahrzeuge und lange Wartungsintervalle bremsen hingegen das Wachstum. Durch die zunehmende Komplexität der Fahrzeuge, durch Designschutz und durch die restriktive Weitergabe von Fahrzeugdaten versuchen die Automobilproduzenten den Independent Aftermarket (IAM) zugunsten der markengebundenen Werkstätten zurückzudrängen. Letztlich ist hier auch die Politik gefordert, bestehende Handelshindernisse abzubauen und durch die Verpflichtung zu Datenweitergabe an den IAM den Wettbewerb der Systeme zu fördern und den monopolistischen Tendenzen der Fahrzeughersteller entgegenzuwirken.

Die Elektromobilität ist derzeit noch mit vielen Fragestellungen behaftet. Zwar stieg die Anzahl der Neuzulassungen in 2023 weiter an, inwieweit sich dieser Trend aber in der breiten Mittelschicht und den unteren Einkommensgruppen durchsetzen wird, ist zweifelhaft. Wie bereits beschrieben ist aktuell eher eine abwartende Haltung in Sachen E-Mobilität zu beobachten. Nicht alle Familien können sich einen elektrifizierten Zweitwagen leisten und die geringere Reichweite in Verbindung mit einer noch nicht flächendeckenden Ladeinfrastruktur beeinträchtigen die Familientauglichkeit noch erheblich.

Gänzlich anders mag die Situation in den Ballungsräumen aussehen, doch beeinträchtigen dort die Parkraumknappheit und der Ausbau von Fahrradwegen und des öffentlichen Nahverkehrs die Elektromobilität nicht weniger als den Verbrennungsmotor. Auch der drastisch steigende Strompreis an den Ladestationen ist nicht geeignet, die Umrüstung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge zu forcieren.

Basierend auf diesen Annahmen und der bisherigen Geschäftsentwicklung gehen wir für 2024 von einem bereinigten EBITDA der STAHLGRUBER GmbH zwischen Mio. EUR 155 und Mio. EUR 160 aus. Darin nicht enthalten sind die Aufwendungen aus einer Servicegebühr, die für zentral erbrachte Dienstleistungen erhoben wird. Sie soll in 2024 3 % der Umsatzerlöse mit externen Dritten betragen. Voraussetzung für die Zielerreichung ist unsere Fähigkeit, gestiegene Kosten an die Abnehmer weiterzugeben. Für 2024 wird für die Einzelgesellschaft ein zwölf Monate Durchschnitts TWC von minus Mio. EUR 3,4 erwartet.

Ebenso wird eine weitere Steigerung des EBIT nach HGB prognostiziert.

Die Vermögenslage wird weiterhin durch Liquiditätseffekte aus dem Supply-Chain-Finance- Programm bestimmt werden, dass auch in 2024 intensiver genutzt werden soll.

Für unser Zentrallager in Sulzbach-Rosenberg erwarten wir weitere Fortschritte hinsichtlich der Fertigstellung des Shuttle-Lagers, welches zusätzliche Lagerplätze schaffen wird. Wir erhoffen uns durch den Ausbau der Lagerinfrastruktur eine Erhöhung der Leistung und Servicequalität für unsere Kunden in der gesamten DACH-Region.

Für die Folgejahre gehen wir von einem moderaten Wachstum aus. Durch eine weitere Strukturierung der Einkaufsvolumina sowie stringentem Kostenmanagement werden EBITDA und EBIT aber überproportional steigen.

 

Poing, den 29. November 2024

Die Geschäftsführung

Frank Schöller

Timothy Grygotis

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 891.858,00 427
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.509.669,00 1.697
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 395
2.401.527,00 2.519
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.102.195,32 71.863
2. Technische Anlagen und Maschinen 572.592,00 630
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.968.888,00 23.259
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.199.644,08 4.006
115.843.319,40 99.758
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.922.382,34 9.922
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 111.850.000,00 121.850
121.772.382,34 131.772
240.017.228,74 234.049
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 276.386,64 298
2. Waren 147.415.461,60 186.083
3. Geleistete Anzahlungen 1.155.896,69 0
148.847.744,93 186.381
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.597.987,61 53.908
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 447.405.341,04 306.355
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.981.018,85 20.756
4. Sonstige Vermögensgegenstände 80.883.143,20 81.447
595.867.490,70 462.466
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.294.974,95 3.251
749.010.210,58 652.098
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.816.820,38 262
999.844.259,70 886.409

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000.000,00 50.000
II. Kapitalrücklage 57.307.579,90 57.308
III. Bilanzgewinn 239.406.599,74 239.406
346.714.179,64 346.714
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 67.406.256,00 65.908
2. Steuerrückstellungen 1.515.458,37 1.515
3. Sonstige Rückstellungen 105.858.090,88 85.019
174.779.805,25 152.442
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.249.312,39 26.466
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.579,40 14
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 305.614.994,68 297.347
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 135.737.044,34 52.573
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.665.219,00 10.853
davon aus Steuern: EUR 688.636,84 (Vorjahr: TEUR 858)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 29.594,01 (Vorjahr: TEUR 29)
478.276.149,81 387.253
D. Rechnungsabgrenzungsposten 74.125,00 0
999.844.259,70 886.409

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.321.427.787,69 1.257.623
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.231.048,22 5.665
1.329.658.835,91 1.263.288
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -830.440.393,06 -795.908
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -615.028,32 -607
-831.055.421,38 -796.515
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -138.691.353,06 -135.786
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -31.762.716,55 -31.833
-170.454.069,61 -167.619
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.739.259,84 -8.612
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -207.493.983,49 -187.685
-1.217.742.734,32 -1.160.431
111.916.101,59 102.857
7. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 0,00 7.535
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.733.277,78 2.603
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.733.277,78 (Vorjahr: TEUR 2.603)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.876.766,38 1.357
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.670.475,18 (Vorjahr: TEUR 1.228)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -7.854.888,97 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.304.962,23 -3.569
davon an verbundene Unternehmen: EUR 3.527.681,23 (Vorjahr: TEUR 1.255)
-6.549.807,04 7.926
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.801.012,29 0
13. Ergebnis nach Steuern 107.167.306,84 110.783
14. Sonstige Steuern -537.314,61 -766
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -106.629.992,23 -110.017
16. Jahresüberschuss 0,00 0
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 239.406.599,74 239.406
18. Bilanzgewinn 239.406.599,74 239.406

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss der STAHLGRUBER GmbH, Poing, (Amtsgericht München, HRB 163613) wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber der Vorperiode unverändert.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und überwiegend über drei bis zehn Jahre linear abgeschrieben. Die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen überwiegend auf Kundenbeziehungen in Regionen mit unterdurchschnittlichem Wettbewerb. Hierbei wird von einer Nutzungsdauer von 15 Jahren ausgegangen, da eine voraussichtliche Nutzung über diesen Zeitraum erwartet wird. Soweit Geschäfts- oder Firmenwerte als nicht werthaltig eingestuft werden, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode angesetzt, die sich an der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 1 und 50 Jahren) orientieren. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend den jeweiligen steuerlichen Vorschriften behandelt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Entfällt der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung in Folgejahren, so wird eine Zuschreibung maximal bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, Ausleihungen grundsätzlich mit Nennwerten oder mit den niedrigeren Barwerten des Bilanzstichtags angesetzt. Entfällt in den Folgejahren der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung, wird eine Zuschreibung maximal bis zur Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen.

Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden teilweise Festwerte gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Ausfallrisiken und im Folgejahr in Abzug gebrachte Kundenskonti werden durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Auszahlungen im Berichtsjahr oder früher, die Aufwand einer späteren Periode darstellen.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach der Projected-Unit-Credit-Methode bewertet. Dabei kam ein Zinssatz von 1,83 % p.a. (Vj. 1,78 % p.a.) und ein Rententrend von 2,25 % p.a. (Vj. 2,00 % p.a.) sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung. Als Fluktuationstrend wurden 0,81% p.a. (Vj. 0,92 % p.a.) angesetzt. Der Gehaltstrend wurde mit 2,25 % p.a. (Vj. 2,00 % p.a.) angenommen, er wirkt sich auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen derzeit aber nicht aus und ist damit nicht bewertungsrelevant. Aufwendungen infolge von Änderungen des Marktzinssatzes werden im Zinsaufwand ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellung wird unter Anwendung eines aus den vergangenen zehn Jahren ermittelten Marktzinssatzes berechnet. Bei Anwendung eines Durchschnitts von 7 Jahren würde die Pensionsrückstellung mit einem Wert von EUR 68.325.872 und damit um EUR 919.616 (Vj. EUR 4.029.559 höher) höher ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 ausschüttungsgesperrt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen werden Rückstellungen gebildet, soweit sie in den ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden. Langfristige Rückstellungen werden mit einem laufzeitangepassten Zinssatz diskontiert, zu erwartende wesentliche Preissteigerungen werden berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag einer kommenden Periode darstellen.

Transaktionen in fremder Währung werden zum Kurs am Tag des jeweiligen Geschäftsvorfalls eingebucht. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Mittelkurs am Bilanzstichtag, langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Anschaffungskurs oder dem höheren Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist im Anlagengitter dargestellt (Anlage zum Anhang).

Hinsichtlich der Aufstellung des Anteilsbesitzes wird auf die Ausführungen unter "Sonstige Angaben" verwiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Laufzeit der Forderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr vor allem aus den Lieferungen und Leistungen (TEUR 51.060; Vj. TEUR 47.462) und dem Cashpooling (TEUR 396.345; Vj. TEUR 258.893). Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen TEUR 348.991 (Vj. TEUR 218.394).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen wie im Vorjahr nahezu ausschließlich auf Bonusansprüche für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Kundenboni 16.747 20.436
Sonstige Personalkosten 16.013 13.070
Weihnachtsgratifikation 6.276 5.933
Rückbauverpflichtungen 2.667 2.546
Warenrücknahmen 2.241 2.296
Gewährleistung 769 716
Berufsgenossenschaftsbeiträge 1.252 1.246
Rechts- und Prozessrisiken 1.112 1.112
Ausstehende Rechnungen u.a. 58.781 37.664
105.858 85.019

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Zum 31.12.2023 entfielen von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vj. TEUR 0) auf die Gesellschafterin. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehen in Höhe von TEUR 126.500 (Vj. TEUR 44.000) enthalten. Die weiteren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, wie im Vorjahr, im Wesentlichen aus Lieferantenverbindlichkeiten.

Latente Steuern

Aufgrund des am 5. November 2018 mit der LKQ German Holdings GmbH mit dem Sitz in Poing (Amtsgericht München HRB 236066) eingetragenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages sind latente Steuern der STAHLGRUBER GmbH nur auf Ebene des obersten Organträgers (LKQ German Holdings GmbH) auszuweisen.

Die STAHLGRUBER GmbH fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar-Two"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, so dass sich für den Jahresabschlusszeitraum 2023 weder eine Meldepflicht noch eine Mindeststeuerbelastung auf Ebene der STAHLGRUBER GmbH ergibt. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die STAHLGRUBER GmbH erwartet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte/ Haftungsverhältnisse

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 73.682 (Vj. TEUR 62.431). Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Erbbau- und Mietverträgen.

Die noch verbleibende Laufzeit der Verträge erstreckt sich längstens bis zum Jahr 2115.

Mit der LKQ German Holdings GmbH besteht ein Dienstleistungsvertrag. Im Rahmen dieses Vertrages werden TEUR 549 jährlich in Rechnung gestellt.

Zum 31.12.2023 bestand ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 2.064 (Vj. TEUR 350).

Im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der PV Automotive GmbH hat sich die STAHLGRUBER GmbH gegenüber deren Minderheitsgesellschafter verpflichtet

A)

eine jährliche Ausgleichszahlung von EUR 1.430.360 zu garantieren.

B)

die Anteile des Minderheitsgesellschafters auf dessen Wunsch zu einem festen Kaufpreis von EUR 20.994.566,60 zu übernehmen.

Diese Option wurde am 19.12.2023 durch den Minderheitsgesellschafter ausgeübt. Der fällige Kaufpreis wurde am 15.01.2024 bezahlt. Die jährliche Ausgleichszahlung entfällt somit ab dem Geschäftsjahr 2024.

Die STAHLGRUBER GmbH haftet darüber hinaus für Pensionsverpflichtungen der PV Automotive GmbH gegenüber Mitgliedern der Familie des ehemaligen Alleingesellschafters. Der Buchwert der Pensionsverpflichtungen belief sich zum 31.12.2023 auf TEUR 3.007 (Vj. TEUR 2.822).

Im Geschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft mit der LKQ Europe GmbH eine Vereinbarung über die Inanspruchnahme zentraler strategisch bedeutsamer Dienstleistungen abgeschlossen. Die Gegenleistung der STAHLGRUBER GmbH errechnet sich als Anteil an den mit fremden Dritten erzielten Umsatzerlösen, die sog. "Strategic Service Fee". Der Prozentsatz ist für die Jahre 2024 ff. noch nicht final vereinbart, soll sich aber an den realisierten Ergebnisverbesserungen orientieren. Für 2023 wurden 3 % vereinbart. Ordentlich ist der Vertrag erstmalig zum 31.12.2026 kündbar.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB, welche für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, liegen nicht vor. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB, welche für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, liegen nicht vor.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Aufgliederung nach Regionen:
Inland 1.137.757 1.057.199
Ausland 183.671 200.424
1.321.428 1.257.623

Die Umsatzerlöse entfallen nahezu ausschließlich auf das Segment Ersatzteilhandel.

Sonstige betriebliche Erträge

Sie setzen sich zusammen aus:

2023 2022
TEUR TEUR
Schadenersatz 438 324
Buchgewinne Anlagenabgänge 10 46
Auflösung von Rückstellungen 6.143 2.896
Verminderung von Wertberichtigungen 190 77
Erstattung Sozialversicherungsanteil Kurzarbeitergeld 141 185
Verschmelzungsertrag 0 1.559
Übrige 1.309 578
8.231 5.665

In den sonstigen betrieblichen Erträgen waren Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 135) enthalten.

Personalaufwand

Dieser Posten enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 2.492 (Vj. TEUR 4.914).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 39 (Vj. TEUR 21) und die sog. Strategic Service Fee für Leistungen der LKQ-Zentrale in Höhe von 35,3 Mio. EUR (Vj. 27,9 Mio. EUR) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen ergab sich ein Ertrag von TEUR 34 (Vj. TEUR 97).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Aus der Aufzinsung und der Zinsänderung von langfristigen Rückstellungen resultieren Aufwendungen in Höhe von TEUR 664 (Vj. TEUR 2.272).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.801.

Sonstige Angaben

Aufstellung Anteilsbesitz i.S.v. § 285 Nr. 11, 11a HGB

Die Gesellschaft ist unmittelbar und mittelbar an folgenden Gesellschaften beteiligt.

Von der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 3 HGB wird bezüglich des § 285 Nr. 11 HGB Gebrauch gemacht.

Anteil am Kapital % Eigenkapital TEUR Jahresergebnis
TEUR
Anteilsbesitz
Verbundene Unternehmen
Direkt
STAHLGRUBER Beteiligungsgesellschaft mbH, Poing 100,00 29.266 420
STAHLGRUBER Holding GmbH, Poing 100,00 25.506 1.520
Indirekt über STAHLGRUBER Beteiligungsgesellschaft mbH, Poing
STAHLGRUBER Gesellschaft m.b.H., Wals bei Salzburg/Österreich 100,00 81.970 5.702
STAHLGRUBER trgovina d.o.o., Ljubljana/Slowenien 100,00 -1.297 874
STAHLGRUBER trgovina d.o.o., Zagreb/Kroatien * 51,00 n/a n/a
Indirekt über STAHLGRUBER Holding GmbH, Poing
Neimcke GmbH & Co. KG, Mühldorf a. Inn 74,00 10.897 6.753
Neimcke Holding GmbH, Mühldorf a. Inn 100,00 19 0
PV Automotive GmbH, Duisburg 66,67 13.359 EAV
OPTIMAL Automotive GmbH, Langenbach 100,00 18.652 5.324
Neimcke AT GmbH & Co KG, Salzburg/Österreich 100,00 527 601
Neimcke AT Verwaltungs GmbH, Salzburg/Österreich 100,00 38 2
Indirekt über PV Automotive GmbH, Duisburg
Annex-Technik GmbH, Essen 100,00 782 EAV
PV Technik GmbH, Essen 100,00 3.058 EAV
Indirekt über OPTIMAL Automotive GmbH, Langenbach
Q-Parts24 GmbH & Co. KG, Hallbergmoos 51,00 -1.322 -50
Q-Parts24 Verwaltungs-GmbH, Hallbergmoos 100,00 17 0
OPTIMAL Istanbul Yedek Parca Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul/Türkei 95,00 686 399
OPTIMAL Otomotiv DIS Ticaret A.S., Istanbul/Türkei 100,00 765 693
Indirekt über OPTIMAL Automotive GmbH, Langenbach
OPTIMAL Recambios S.L., Barcelona/Spanien ** 26,4 n/a n/a

* Aktuelle Zahlen für das Eigenkapital und Ergebnis liegen nicht vor.

** Die Gesellschaft befand sich im Laufe des Geschäftsjahres in Insolvenz, welche im Laufe des Jahres 2024 abgeschlossen wurde.

Organe

Geschäftsführung

 

Herr Timothy Grygotis

Finanzen/CFO

 

Herr Frank Schöller

Vertrieb/CEO

Arbeitnehmer

Durchschnittlich beschäftigte die Gesellschaft im Jahr 2023 Angestellte in nachfolgenden Bereichen:

2023
Vertriebsnahe Bereiche 2.998
Verwaltung 214
3.212

Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Die STAHLGRUBER GmbH wird in den gemäß § 291 HGB befreienden Konzernabschluss der LKQ German Holdings GmbH, Poing, zum 31.12.2023 mit einbezogen. Die LKQ German Holdings GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Veröffentlicht unter www.unternehmensregister.de.

Die LKQ German Holdings GmbH, Poing, wird in den Konzernabschluss der LKQ Corporation, Chicago/Illinois/USA, miteinbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Veröffentlicht unter www.lkqcorp.com.

Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die erforderlichen Angaben in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der LKQ German Holdings GmbH, Poing, enthalten sein werden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

Gewinnverwendungsvorschlag

Mit dem Mutterunternehmen LKQ German Holdings GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, so dass es keiner Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung bedarf.

 

Poing, den 29. November 2024

Die Geschäftsführung

Frank Schöller

Timothy Grygotis

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 9.538.335,99 257.165,00 0,00 394.805,00 10.190.305,99
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 9.737.148,47 0,00 0,00 0,00 9.737.148,47
3. Geleistete Anzahlungen 394.805,00 0,00 0,00 -394.805,00 0,00
19.670.289,46 257.165,00 0,00 0,00 19.927.454,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.897.647,64 138.290,50 0,00 0,00 114.035.938,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.756.095,89 22.119,97 0,00 0,00 1.778.215,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.181.760,36 3.615.198,85 793.945,93 2.524.007,52 92.527.020,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.005.622,90 20.718.028,70 0,00 -2.524.007,52 22.199.644,08
206.841.126,79 24.493.638,02 793.945,93 0,00 230.540.818,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.922.382,34 0,00 0,00 0,00 9.922.382,34
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 121.850.000,00 0,00 10.000.000,00 0,00 111.850.000,00
131.772.382,34 0,00 10.000.000,00 0,00 121.772.382,34
358.283.798,59 24.750.803,02 10.793.945,93 0,00 372.240.655,68
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 9.111.382,25 187.065,74 0,00 9.298.447,99
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 8.039.515,21 187.964,26 0,00 8.227.479,47
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
17.150.897,46 375.030,00 0,00 17.525.927,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.034.691,32 2.899.051,50 0,00 44.933.742,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.125.640,89 79.982,97 0,00 1.205.623,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.923.106,66 5.385.195,37 750.169,23 68.558.132,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
107.083.438,87 8.364.229,84 750.169,23 114.697.499,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0.00 0,00 0,00
124.234.336,33 8.739.259,84 750.169,23 132.223.426,94
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 891.858,00 426.953,74
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.509.669,00 1.697.633,26
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 394.805,00
2.401.527,00 2.519.392,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.102.195,32 71.862.956,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 572.592,00 630.455,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.968.888,00 23.258.653,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.199.644,08 4.005.622,90
115.843.319,40 99.757.687,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.922.382,34 9.922.382,34
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 111.850.000,00 121.850.000,00
121.772.382,34 ... 131.772.382,34
240.017.228,74 234.049.462,26

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die STAHLGRUBER GmbH, Poing

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der STAHLGRUBER GmbH, Poing, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der STAHLGRUBER GmbH, Poing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 7 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die im Abschnitt 7 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 29. November 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Bäßler, Wirtschaftsprüfer

Tanja Markert, Wirtschaftsprüferin

Information zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 16. Dezember 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

15 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.