Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 14070
Eingetragen
19.8.1991
Branche
Bauträger für WohngebäudeVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Die Konzeption und Planung der Bebauung von Grundstücken sowie des Umbaus bestehender Gebäude, die Führung der Geschäfte von Projektgesellschaften, die wirtschaftlich und technische Beratung beim Abschluß von Grundstückskauf- und Verkaufverträgen sowie beim Abschluß von Verträgen mit Architekten und Bauunternehmen sowie allen anderen zur Durchführung von Immobilienprojekten notwendigen Verträgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dany Brodhag
seit 2.3.2018
Geschäftsführer
Roland Paul
seit 23.5.2016
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GSE Deutschland GmbH

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31.03.2024

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 427.055,97 180.306,97
B. Umlaufvermögen
II. Vorräte
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 24.346.297,12 62.166.416,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.373.181,73 13.227.260,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.100.883,33 47.131.951,24
3. sonstige Vermögensgegenstände 595.956,47 49.070.021,53 103.228,82
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 92.097,16 5.693.291,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.162,00 26.622,00
73.969.633,78 128.529.076,78

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 2.792.613,99 0,00
III. Jahresüberschuss 5.520.863,62 0,00
IV. Bilanzgewinn 0,00 8.792.613,96
- davon Gewinnvortrag Euro 0,00 (Euro 2.902.046,94)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 6.898.625,67 4.207.308,51
2. sonstige Rückstellungen 16.537.320,43 23.435.946,10 11.077.936,76
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.075.867,20 97.642.824,11
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.690.993,61 3.965.475,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber guthaben, Guthaben bei verbundenen Unternehmen 329.338,86 301.005,65
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.000.000,00 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 2.124.010,40 41.220.210,07 1.541.912,35
73.969.633,78 128.529.076,78

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.04.2023 bis 31.03.2024

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 167.212.902,28 177.997.576,70
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 37.007.192,89- 55.650.865,73-
3. sonstige betriebliche Erträge 910.394,75 183.839,55
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 109.275.200,51- 101.290.058,87-
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.626.668,44- 6.881.320,00-
115.901.868,95- 108.171.378,87-
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.291.933,56- 3.537.5501,5-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 550.6767,/8- 524.259,77-
4.842.610,34- 4.061.809,92-
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 56.949,46- 42.408,48-
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die In der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 812.926,30- 0,00
869.875/,6- 42.408,48-
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.840.203/,4- 2.157.854,10-
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.581.624,28 600.506,80
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 1.581.624,28 (Euro 600.506,80)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.196,00- 0,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.717.110,01- 2.807.038,93-
11. Ergebnis nach Steuern 5.520.863,62 5.890.567,02
12. Jahresüberschuss 5.520.863,62 5.890.567,02
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 2.902.046,94
14. Bilanzgewinn 0,00 8.792.613,96

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

I. . Allgemeine Angaben

Die GSE Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Saarbrücken. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Saarbrücken unter der Nummer HRB 14070 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Die ergänzenden Regelungen für Kapitalgesellschaften im Zweiten Abschnitt (§ 264 ff. HGB) wurden, soweit sie anwendbar waren, beachtet.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des 8 267 Abs. 3 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Bewertung der Vorräte (unfertige Leistungen) erfolgt zu Materialeinzel- und Gemeinkosten unter Einbezug angemessener Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung und Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Forderungen sind zum Nominalwert, abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen für bekannte Ausfallrisiken bilanziert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände, die flüssigen Mittel sowie der aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.03.2024
Euro Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.127,50 - - - 10.127,50
10.127,50 - - - 10.127,50
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.511,05 303.698,46 - - 686.209,51
382.511,05 303.698,46 - - 686.209,51
Anlagevermögen gesamt 392.638,55 303.698,46 - - 696.337,01
Abschreibungen
01.04.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.03.2024
Euro Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.127,50 - - - 10.127,50
10.127,50 - - - 10.127,50
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.204,08 56.949,46 - - 259.153,54
202.204,08 56.949,46 - - 259.153,54
Anlagevermögen gesamt 212.331,58 56.949,46 - - 269.281,04
Buchwerte
31.03.2024 31/03/2023
Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - -
- -
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 427.055,97 180.306,97
427.055,97 180.306,97
Anlagevermögen gesamt 427.055,97 180.306,97

Vorräte

Die Vorräte aus unfertigen Erzeugnissen wurden in Höhe von T€ 813 abgeschrieben. Hierbei handelt es sich um einen zum 31. März 2024 im Rahmen einer Teilabnahme bereits realisierten Verlust.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 38.101 (Vorjahr: T€ 47.132) entfallen T€ 38.101 (Vorjahr: T€ 47.132) auf die Gesellschafterin, GSE SAS, Avignon, Frankreich.

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Passiva

Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt € 1.000.000,00.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich (T€ 959, Vorjahr: T€ 893) sowie ausstehende Rechnungen (T€ 15.284, Vorjahr: T€ 10.046).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 329 (Vorjahr: T€ 301) entfallen vollständig auf die Gesellschafterin, GSE SAS, Avignon, Frankreich.

Restlaufzeit
Bilanzwert bis zu einem Jahr über einem Jahr davon über fünf Jahre
T€ T€ T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.076 28.076 - -
Vorjahr 97.643 97.643 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.691 4.691 - -
Vorjahr 3.965 3.965 - -
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 329 329 - -
Vorjahr 301 301 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.000 6.000 - -
Vorjahr 0 0 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 2.124 2.124 - -
Vorjahr 1.542 1.542 - -
davon aus Steuern 2.100 2.100 - -
Vorjahr 1.526 1.526 - -
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 24 24 - -
Vorjahr 16 16 - -
Summe 41.220 41.220 - -
Summe Vorjahr 103.451 103.451 - -

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse wurden wie im Vorjahr nahezu vollständig aus der Erstellung von Bauwerken (Generalunternehmer) auf im Inland belegenen Grundstücken erzielt.

Der Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag resultiert aus dem Körperschaftsteueraufwand (T€ 1.345, Vorjahr: T€ 1.374) und den Gewerbesteuern (T€ 1.372, Vorjahr: T€ 1.433) des Geschäftsjahres sowie der Vorjahre.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerordentliche Erträge in Höhe von T€ 563 enthalten. Hierbei handelt es sich um Versicherungsentschädigungen.

In den Abschreibungen sind Kosten in Höhe von T€e€ 813 eines unfertigen Bauprojekts enthalten, welche nach Bauabnahme im Folgejahr dem Schuldner nicht in Rechnung gestellt werden können.

V. Sonstige Angaben

Belegschaft

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 44 Mitarbeiter (Vorjahr: 40) beschäftigt.

Leitender Angestellte: 1
Angestellte: 43

Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 a und b HGB wird unter Verwendung von 8 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Honorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 27 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 5.521 mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 2.793 zu verrechnen. Von dem sich nach der Verrechnung ergebenden Saldo in Höhe von T€ 8.313 soll ein Betrag von T€ 5.500 ausgeschüttet werden. Der verbleibenden Betrag in Höhe von T€ 2.813 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis auf die Veränderungen, die im Lagebericht dargestellt sind, haben sich Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag nicht ereignet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen. Insgesamt ging die Gesellschaft finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 996 (Vorjahr: T€ 843) ein. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der vertraglich vereinbarten Laufzeit und den Kündigungsfristen sehr wahrscheinlich zu rechnen.

Angaben über Unternehmensbeziehungen

Die GSE Deutschland GmbH, Saarbrücken, ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der GSE SAS, Avignon, Frankreich. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GSE SAS, Avignon, Frankreich einbezagen (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft GSE SAS, Parc d'Activites de F'Aeroport - 310 Allee de la Chartreuse, Avignon, Frankreich bzw. als Download auf der Homepage im Internet unter www.gsegroup.com erhältlich. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GOLDBECK GmbH, Bielefeld, Deutschland, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite des Unternehmensregisters bzw. als Download auf der Homepage im Internet unter www.goldbeck.de erhältlich.

Alieinvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr zum 31. März 2024

- Herr Roland Paul, Ingenieur, Generaldirektor der GSE S.A.S., Carpentras, Frankreich

- Herr Dany Brodhag, Ingenieur, Gelsenkirchen.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Saarbrücken, den 28.08.2024

LAGEBERICHT FÜR DAS AM 31. MÄRZ 2024 ENDENDE GESCHÄFTSJAHR

l. Grundlagen der Gesellschaft

GSE Deutschland GmbH, 1991 gegründet, ist Teil der international tätigen GSE Group. GSE (Global Solutions & Engineering) ist eine Tochtergesellschaft der deutschen GOLDBECK-Gruppe und internationaler Generalübernehmer. Der Fokus liegt auf der Planung und Errichtung sowohl von effizienten Industrie- und Lager-, als auch von maßgeschneiderten Verwaltungs- und Laborgebäuden.

Die Gesellschaft betreibt die Geschäfte in 66121 Saarbrücken und hat am Standort 44623 Herne eine Niederlassung.

Il. Wirtschaftsbericht

1- Tätigkeit im Jahr 2023/24

Im Anschluss an den Rekordauftragseingang des Vorjahres verzeichnete GSE Deutschland im Berichtsjahr ein sehr hohes Aktivitätsniveau, das sich im Umsatz und in den im Bau befindlichen Projekten widerspiegelt.

Der Umsatz Iim Geschäftsjahr 2023/24 erreichte 167.213 T€E€, was einem leichten Rückgang von 6% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die Gesamtleistung hat sich von 122.347 Tsd. Euro auf 130.206 Tsd. Euro erhöht (+7.859 Tsd. Euro, + 6%).

Die Bruttomarge betrug 15.343 T€, das sind +983 T€, +6,8% im Vergleich zum Vorjahr. Sie verbesserte sich um +1,1 Prozentpunkte auf 9,2%.

Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf 6.662 T€, das sind -1.436 Te€e, -17,7% im Vergleich zum Vorjahr.

Zu den im Geschäftsjahr übergebenen Projekten gehören im Bereich Logistik:

Die beiden Projekte unseres wiederkehrenden Kunden, des Projektentwicklers Engler, das erste mit fast 10.000 m 2 in Mettmann bei Düsseldorf, bestehend aus 3 Lagereinheiten sowie 3 Büroblöcken und das zweite, ein 55.000 m 2 großer Logistikkomplex in Sehnde-Ost, südlich von Hannover.

Eine 51.000 m 2 große Logistikplattform in Contwig östlich von Saarbrücken für Scannell, einen Kunden, mit dem GSE in Europa seit mehreren Jahren zusammenarbeitet. Das Projekt ist für einen E-Commerce-Riesen bestimmt.

Die 45.000 m 2 große Logistikplattform und Büros in Schwelm bei Dortmund für einen weiteren wiederkehrenden Kunden, Hillwood, wurde teilweise übergeben, so dass alle Mieter ihre Aktivitäten aufnehmen konnten. Dieses Projekt konnte im Mai 2022 nach einem langen städtebaulichen Anpassungsprozess, in dessen Verlauf GSE seinen Kunden bis zur Erteilung der Genehmigungen begleitet hatte, beginnen.

Das Geschäftsjahr 2023/24 war auch für den Industriezweig positiv mit:

der Übergabe von Laboren und Reinräumen in einem bestehenden Gebäude für unseren internationalen Kunden BD in Karlsruhe. Das gesamte Projekt wurde an einem laufenden Standort durchgeführt.

der Unterzeichnung eines Vertrages für ein weiteres Großprojektmit einem innovativen amerikanischen Unternehmen, das sich auf die Sterilisation von Verpackungen, Paletten und Behältnissen spezialisiert hat. Das 8.000 m 2 große Projekt in Höchstadt, nördlich von MNürnberg, soll Anlagen für die Strahlenbehandlung beherbergen. Die Bauarbeiten haben dieses Jahr begonnen, die Fertigstellung ist für den Sommer 2025 geplant.

2- Laufende Baustellen am 31.03.2024

Die folgenden Baustellen waren bei Abschluss des Geschäftsjahres noch nicht abgeschlossen und werden im Geschäftsjahr 2024/2025 fortgesetzt:

Eine 45.000 m 2 große Logistikplattform und 2.400 m? Bürofläche in Schwelm bei Dortmund für den wiederkehrenden Kunden Hillwood wurde teilweise übergeben, die Bauarbeiten werden im Geschäftsjahr 2024/25 fortgesetzt.

Eine 32.000 m®* große Logistikplattform in Gremersdorf, nordöstlich von Hamburg, für unseren wiederkehrenden Kunden, den Projektentwickler Engler.

Ein Industriegebäude mit Bunker für eine Anlage zur Sterilisation mittels Strahlenbehandlung mit einer Fläche von 8.000 m 2 in Höchstadt, nördlich von Nürnberg, für einen amerikanischen Kunden.

Eine 42 000 m 2 große Logistikplattform in Essen, nördlich von Düsseldorf, für den wiederkehrenden Kunden Hillwood, der diese Fläche vermieten wird.

Eine 36.000 m® große Logistikplattform in Bad Lippspringe für den wiederkehrenden Kunden Hillwood, der diese Fläche vermieten wird. Die Bauarbeiten haben noch nicht begonnen, da die Baugenehmigung noch nicht vorliegt.

3- Darstellung und Analyse der Vermögens-/Finanz- und Ertragslage zum 31. März 2024

a. Vermögenslage

Die Vermögenslage des Unternehmens stellt sich nach wirtschaftlichen Kriterien wie folgt dar:

Darstellung der Kapitalstruktur (in Tsd. €)

Posten (in Tsd. €) Saldo zum 31.03.24 Saldo zum 31.03.23 Veränderung in %
Kapital 1000 1000 +0
Bilanzverlust/-Gewinn 8 313 8 793 -4
Steuerrückstellung 6 899 4 207 +64
Sonstige Rückstellungen 16 537 11 078 +49
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4 691 3 965 +18
Erhaltene Anzahlungen 28 076 97 643 -71
Verbindlichkeiten gegenüber der Gruppe 329 301 +9
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6 000 0 n.a.
Sonstige Verbindlichkeiten 2 124 1542 +38
73 970 128 529 -42

Das gezeichnete Kapital beträgt 1 Mio. Euro und wird zu 100 % von GSE (Frankreich) gehalten. Das Eigenkapital verringerte sich um Tsd. € 392 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer beschlossenen Dividendenausschüttung von Tsd. € 6.000 und einem Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024 von Tsd. € 5.521. Zum Bilanzstichtag 31.03.2024 ergibt sich somit eine Eigenkapitalquote von 12,6% (Vorjahr: 7,6%).

Darstellung der Vermögensstruktur (in Tsd. €)

Posten (in Tsd. €) Saldo zum 31.03.24 Saldo zum 31.03.23 Veränderung in %
Sachanlagen 427 180 137
Bestände 24.347 62.167 -61
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.373 13.227 -22
Forderungen gegenüber der Gruppe 38.101 47.132 -19
Sonstige Vermögensgegenstände 596 103 479
Aktive Rechnungsabgrenzungen 34 27 26
Liquide Mittel 92 5.693 -98
73.970 128.529 -42

Die Bilanzsumme sank auf Ts€ d73..97 0 (Vorjahr: Ts€ d128..52 9, -42%). Dies resultierte aus der Fertigstellung und Abnahme von Bauprojekten (laufende Bauprojekte per 31.03.2024: Tsd. € 24.346, Vorjahr: Tsd. € 62.166, -61%). Der Saldo aus laufenden Bauprojekten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen an den Konzern verringerte sich auf Tsd.€ 72.820 (Vorjahr: Tsd. € 122.524, -41%). Auf der Passivseite sanken die erhaltenen Anzahlungen von Tsd. € 97.643 auf Tsd. € 28.076 (-Tsd. € 69.567, -71%).

b. Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens stellt sich nach Verwendung wie folgt dar:

31.03.2024 31.03.2023
Tsd. € Tsd. €
Jahresüberschuss 5.521 5.891
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 57 42
zzgl. Zinsergebnis (s.u. Zinszahlungen) 0 0
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 8.150 7.986
Abnahme / Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 40.283 45.393
Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -68.231 -41.198
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -14.220 18.114
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -304 -77
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -304 -77
Zinszahlungen 0 0
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 0
Auszahlungen an Gesellschafter 0 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 0
Veränderung der Konzern-Cash-Pooling-Forderung 8.923 -16.220
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 0 0
Cash-Flow aus der Finanztätigkeit 8.923 -16.220
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -5.601 1.817
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 5.693 3.876
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 92 5.693

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug im Berichtsjahr - Tsd. € 14.220 und ist damit stark um -Tsd. € 32.334 Iim Vergleich zum Vorjahr gesunken (Tsd. € 18 114 im Vorjahr). Entsprechend hat das Unternehmen im Rahmen des konzerninternen Cash- Poolings einen positiven Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von Tsd. € 8.923 (Tsd. € -16 220 im Vorjahr) erzielt.

Die durch die GSE Deutschland GmbH gehaltenen Flüssigen Mittel verringerten sich um Tsd€ 5..60 1 zum Bilanzstichtag (Tsd€ .92 , im Vergleich zu Ts€d 5..69 3 im Vorjahr).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten existieren wie Im Vorjahr nicht.

Die Finanzlage der GSE Deutschland GmbH ist stabil. Dem Finanzmanagement gelingt es, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen und angebotene Lieferantenskonti zu nutzen.

Die Finanzierung der Projekte wird durch regelmäßRige Abschlagsforderungen an die Kunden entsprechend dem Baufortschritt sichergestellt. So ist die Gesellschaft in der Lage, ihren Mittelbedarf selbst zu decken. Zusätzlich ist die Gesellschaft in die Konzernfinanzierung der GSE-Gruppe integriert.

c. Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens stellt sich nach wirtschaftlichen Kriterien wie folgt dar:

Posten (in Tsd. € Saldo zum 31.03.24 Saldo zum 31.03.23 Veränderung in %
Umsatzerlöse 167 213 177 998 -6
Bestandsveränderung -37 007 -55 651 -34
Einkäufe -115 902 -108 171 7
Personalaufwendungen -4 843 -4 062 19
Abschreibungen -870 -42 1 971
Diverse betriebliche Aufwendungen -2 840 -2 158 32
Diverse betriebliche Erträge 911 184 395
Finanz- und Beteiligungsergebnis 1 576 601 163
Ergebnis vor Steuern 8 238 8 698 -5
Ertragsteuer -2 717 -2 807 -3
Ergebnis nach Steuern 5 521 5 891 -6

Entwicklung des Umsatzes der GSE Deutschland GmbH (in Tausend Euro):

Die Umsätze verteilen sich wie folgt:

Posten (in Tsd. € 31.03.24 Deutschland Export 31.03.23
Generalunternehmeraufträge 165 253 165 253 176 891
Dienstleistungen 1 704 1 704 661
Technische Leistung der Gruppe 255 255 445
Summe 167 213 166 958 255 177 9938

Der aus der Fertigstellung und Abnahmen von Bauprojekten resultierende Umsatz für das Geschäftsjahr 2023/24 beträgt Tsd. € 167.213 und iIst somit leicht rückläufig um Tsd. € 10.785 (-6%) Im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr.

Die Gesamtleistung hat sich von 122.347 Tsd. Euro auf 130.206 Tsd. Euro erhöht (+7.859 Tsd. Euro, + 6%). Entsprechend sind auch die Aufwendungen für Material einschließlich bezogene Leistungen (+7,1%), Personal (+19,2%) sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+31,6%) gestiegen.

Die GSE Deutschland GmbH erzielte in diesem Geschäftsjahr einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 8.238 Tsd. Euro. Dies entspricht einem Nettoergebnis nach Steuern von 5.521 Tsd. Euro.

Die Unternehmenslage hat sich somit wie durch die Geschäftsführung im vorjährigen Lagebericht prognostiziert entwickelt (Umsatzlöse ca. 170 Mio. Euro sowie ein EBIT von ca. 6.7 Mio. Euro).

Zum 31. März 2024 beschäftigte die GSE Deutschland GmbH 44 Mitarbeiter, die Mitarbeiterzahl stieg aufgrund der Geschäftsentwicklung um +4 Personen.

Um seine vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen, schließt das Unternehmen Subunternehmerverträge ab und wird In vertrieblichen, technischen und administrativen Belangen von seiner Muttergesellschaft GSE unterstützt.

Wir beurteilen die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024 unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen als zufriedenstellend.

d. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die GSE Deutschland GmbH setzt ihr Wachstum fort und hat ihre Belegschaft im Geschäftsjahr weiter aufgestockt, um ihren Auftragsbestand trotz eines eher schwierigen Arbeitsmarktes erfüllen zu können. Im Geschäftsjahr 2023 stellte GSE Deutschland 4 neue Mitarbeiter ein.

III. Prognosebericht

In Deutschland wird die GSE Deutschland GmbH die laufenden Bauarbeiten fortsetzen. Auch der Auftragsbestand ist trotz der deutlichen Abschwächung der Baukonjunktur in Deutschland um drei neue Logistikprojekte mit wiederkehrenden Kunden gewachsen (vgl. Abschnitt Laufende Baustellen am 31.03.2024 iIm Wirtschaftsbericht).

Darüber hinaus wurden Machbarkeitsstudien im Hinblick auf weitere Logistik- und Industrieprojekte unterzeichnet, die folgen sollen, darunter eine mehrgeschossige Logistikplattform auf einer Industriebrache im Kölner Hafen in Partnerschaft mit GOLDBECK.

Für das Geschäftsjahr 2024-2025 erwarten wir für die GSE Deutschland GmbH einen gegenüber dem Geschäftsjahr 2023-2024 (167 Mio. €) niedrigeren Umsatz von etwas mehr als 66 Mio. €, resultierend aus den prognostizierten Projektfertigstellungen, mit einem ausgeglichenen EBIT-Ergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Angesichts der makroökonomischen Unsicherheiten zeichnet sich in Europa ein verhaltenes Bild der europäischen Bauindustrie. Für den deutschen Teilmarkt ist eine deutliche Abschwächung der Baukonjunktur zu verzeichnen.

In den fortgeschrittenen Märkten ist der Arbeitskräftemangel zu einem ernsten Problem geworden. Angespannte Arbeitsmärkte und ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften treiben die Arbeitskosten für die Hersteller in vielen fortgeschrittenen Märkten in die Höhe. In Europa könnte dies mittelfristig zu einem strukturellen Problem werden.

Die Baubranche unterliegt witterungsbedingten Risiken, die vor allem in außergewöhnlich kalten oder langen Wintern eintreten können. Das elementierte Bauen reduziert die Bauzeit, sodass GSE das witterungsbedingte Risiko im Vergleich zur Gesamtbranche reduzieren kann.

Risiken aus Zahlungsausfällen und Zahlungsstromschwankungen und damit verbundene Liquiditätsrisiken werden insbesondere durch die fristenkongruente Anforderung und Anweisung von Anzahlungen begrenzt. Damit ist die Gesellschaft in der Lage, ihren Mittelbedarf selbst zu decken. Zusätzlich ist die Gesellschaft in die Konzernfinanzierung der GSE-Gruppe integriert.

2. Chancenbericht

Die Strategie von GSE Deutschland beruht auf zweıi soliden Säulen, zum Einen die enge Verbindung zu unseren wiederkehrenden Kunden, um Logistikgebäude auf einer oder mehreren Ebenen zu errichten, und zum Anderen die Begleitung iInternationaler Industriekunden bei ihren neuen Niederlassungen In Deutschland.

Innerhalb der Goldbeck-Gruppe positioniert sich GSE Deutschland dank des erreichten Technologievorsprungs als Spezialist für mehrgeschossige Logistikzentren.

In Zusammenarbeit mit dem Vertriebsnetz von GOLDBECK in ganz Deutschland kann GSE die steigende Nachfrage nach dieser Art von Immobilien bedienen und bietet damit eine echte Lösung für den Mangel an Bauland, dem auch durch die Entwicklung von Projekten auf Industriebrachen ("Brownfields") begegnet werden kann.

 

Saarbrücken, im August 2024

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GSE Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GSE Deutschland GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.03.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GSE Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.03.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß 8 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungsiegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unterneh- 'menstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie In allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit 8 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordanungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

Zziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Kreuznach, den 28. August 2024

RGW Content GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gerlach

Wirtschaftsprüfer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.08.2024 festgestellt.

Angaben zum Unterzeichner:

 

Saarbrücken, 28. August 2024

gez. Roland Paul

Nachrichten & Medien

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