Beteiligungsgesellschaften
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wiebke Schallenberg seit 28.8.2020 | Prokura |
Jens Christian Meier seit 7.11.2019 | Vorstandsmitglied |
Sascha Oliver Müller seit 7.11.2019 | Vorstandsmitglied |
Frank Lüttig seit 18.6.2018 | Prokura |
Kresimir Zovak seit 11.1.2018 | Vorstandsmitglied |
Patrick Röseler seit 11.1.2018 | Vorstandsmitglied |
Axel Ehlen seit 10.3.2017 | Prokura |
Ralf Thomas Schantz seit 16.1.2015 | Prokura |
Holger Schäfer seit 23.1.2014 | Prokura |
Jörg Reinke seit 23.1.2014 | Prokura |
Ralf Spielker seit 8.8.2003 | Prokura |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ara AGLangenfeld.Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019INHALTSVERZEICHNIS 1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019 3. Konzernanhang für 2019 4. Kapitalflussrechnung für 2019 5. Eigenkapitalspiegel für 2019 6. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 7. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Allgemeine Auftragsbedingungen Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019(Vorjahr zum Vergleich)
Konzernanhang der ara AG, Langenfeld für 2019Allgemeine Angaben Die ara AG hat ihren Sitz in Langenfeld und ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf (HRB 44956). Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben der ara AG als Obergesellschaft die ara Shoes AG, Langenfeld, die LLOYD Shoes GmbH, Sulingen, die Salamander GmbH, Langenfeld, die Schuhhaus Klauser GmbH & Co. KG und die Salamander Deutschland GmbH & Co. KG jeweils mit ihren Tochtergesellschaften, und zwei weitere Schuhhandelsgesellschaften sowie ein IT-Dienstleister einbezogen. Zusätzlich wurden dreizehn Beteiligungen an assoziierten Unternehmen gemäß § 312 Absatz 1 HGB mit dem anteiligen Eigenkapital (Equity-Methode) einbezogen. Gegenüber 2018 hat sich der Konsolidierungskreis um die ara Shoes France SAS erweitert. An der SHG Ruhr mbH wurden zusätzliche 10% der Anteile (zum 01.01.2019) erworben. Im Gegenzug wurde die Jalarex Oy entkonsolidiert. Durch die Änderungen im Konsolidierungskreis ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht eingeschränkt, da die Gesellschaften von untergeordneter Bedeutung sind / waren. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist den Seiten 20 ff. zu entnehmen. Sie wird zusammen mit dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht beim Betreiber des Bundesanzeigers zur Veröffentlichung eingereicht. Nicht konsolidiert wurden wegen ihrer geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eine inländische und sieben ausländische Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Jahresabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses, mit Ausnahme des Abschlusses der LLOYD Shoes India Pvt Ltd, Vellore/Indien. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Tochterunternehmen, die erstmals in einem Geschäftsjahr, das vor dem 01.01.2010 beginnt und die im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wurden, gemäß Artikel 66 Absatz 3 Satz 4 EGHGB nach der bisherigen Buchwertmethode. Dabei wurden die Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der einbezogenen Tochtergesellschaften im Erstkonsolidierungszeitpunkt (Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung) aufgerechnet. Die dabei entstandenen passiven Unterschiedsbeträge wurden nach der Verrechnung mit zehn aktiven Unterschiedsbeträgen von insgesamt 4.907 TEUR (2018: 4.907 TEUR) ihren Ursachen entsprechend in die Konzerngewinnrücklagen eingestellt. Die passiven Unterschiedsbeträge ergaben sich aus der Tatsache, dass im Erstkonsolidierungszeitpunkt entsprechende Gewinnrücklagen in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen vorhanden waren. Im Umkehrschluss zu § 309 Absatz 2 HGB nach BilMoG ist ein Ausweis dieser Unterschiedsbeträge in der Bilanz nach dem Eigenkapital in einem gesonderten Posten nicht sachgerecht, da die Unterschiedsbeträge aus der Zeit vor BilMoG stammen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Tochterunternehmen, die erstmals in einem Geschäftsjahr, das nach dem 31.12.2009 beginnt und die im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wurden, nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Absatz 1 HGB. Der aus der Einbeziehung der LLOYD Shoes GmbH einschließlich deren Tochtergesellschaften resultierende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wurde zunächst zur Zuschreibung derjenigen Vermögensgegenstände verwendet, deren Wert über dem jeweiligen Buchwert lag; der verbleibende Betrag wurde als Firmenwert bilanziert. Der Wertunterschied zwischen dem anteiligen Eigenkapital und dem Buchwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen wurde ebenfalls als Firmenwert bilanziert. Der aus der Erstkonsolidierung der Salamander GmbH einschließlich ihrer Tochtergesellschaften zum Konzernabschluss 2009 entstandene passive Unterschiedsbetrag wurde gemäß Tz. 39 des Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 4 (DRS 4) als gesonderter Posten in die Konzernbilanz aufgenommen. Zum 31. Dezember 2019 beträgt der auf die Markenrechte Salamander und Lurchi entfallende Unterschiedsbetrag 9.829 TEUR. Dieser wird ergebniswirksam aufgelöst, wenn die beizulegenden Werte der Markenrechte sinken oder die Markenrechte veräußert werden sollten. Der aus der Einbeziehung der Schuhhaus Klauser GmbH & Co. KG einschließlich deren Tochtergesellschaften resultierende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, vor der Aufdeckung stiller Lasten (1.901 TEUR), wurde im Zuge der Neubewertung auf die Vermögensgegenstände verteilt. Gemäß § 309 Absatz 2 HGB wurde dieser in den Folgejahren (2016- 2018) erfolgswirksam aufgelöst. Bei der Salamander Deutschland GmbH & Co. KG wurden erstmals zum 01.01.2016 zwei Tochtergesellschaften in den Gruppenabschluss aufgenommen, für die zuvor vom Einbeziehungswahlrecht gemäß § 296 Absatz 2 HGB Gebrauch gemacht wurde. Gemäß § 301 Absätzen 2 und 3 HGB sowie gemäß Tz. 143 des Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 30 (E-DRS 30) wurde von dem Wahlrecht, die thesaurierten Gewinne in Höhe von 168 TEUR nach Anteilserwerb und vor Erstkonsolidierung in die Konzerngewinnrücklagen einzustellen, Gebrauch gemacht. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden erfolgswirksam eliminiert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unverändert nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Dabei wurden die Abschlüsse der einzelnen voll konsolidierten Unternehmen und der assoziierten Unternehmen zur Einbeziehung in den Konzernabschluss nach den bei der ara AG geltenden Grundsätzen aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen linear. Der aus der Konsolidierung stammende Firmenwert wird über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen der inländischen Gesellschaften ist grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Hierbei werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre verteilt, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt werden kann. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind im Inland um Investitionszuschüsse gekürzt. Bewegliche und selbständig nutzbare Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht mehr als 800 Euro betragen, werden als geringwertige Wirtschaftsgüter aktiviert. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 Euro werden direkt im Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen bei Anlagen mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 800 Euro zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Anteile an assoziierten Unternehmen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der sich in Folgejahren ergebenden anteiligen bilanziellen Eigenkapitalveränderungen gemäß § 312 Absatz 4 HGB bewertet. Die Legero-Gruppe (Beteiligung 49,9 %), als wesentliches assoziiertes Unternehmen, weist zum 31.12.2019 folgende Werte aus: Eigenkapital von 85.353 TEUR, Bilanzsumme von 130.196 TEUR, Umsatzerlöse 159.109 TEUR sowie einen Jahresüberschuss von 9.493 TEUR. Die Ausleihungen sind mit dem Buchwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Konzern vorhandene Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten am Bilanzstichtag bilanziert. Soweit erforderlich oder zulässig, wurden auf Gegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten nach § 255 Absatz 2 Satz 2 HGB bewertet. Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, eingeschränkter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergaben, wurde durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Rechnungsabgrenzungen wurden entsprechend ihrer zeitlichen Zuordnung bilanziert. Die steuerpflichtigen Zuschüsse werden in Höhe der anteiligen Abschreibung aufgelöst und mit dem Erfüllungswert bilanziert. Die Ansprüche aus der Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Deckungskapital bewertet. Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Rückdeckungsansprüche sind nicht an Pensionäre verpfändet. Die Pensionsverpflichtungen (vor Verrechnung mit Rückdeckungsversicherung) wurden zum Bilanzstichtag in Höhe von 45.327 TEUR (2018: 45.593 TEUR) zurückgestellt. In diesem Betrag sind Betriebsrentenanpassungen sowie Nachzahlungsverpflichtungen als Aufwandsrückstellungen nach § 249 Absatz 2 HGB a.F. in Höhe von insgesamt 269 TEUR enthalten, die gemäß Artikel 67 Absatz 3 EGHGB beibehalten wurden. Folgende Parameter wurden bei der Ermittlung zugrunde gelegt:
Unter Anwendung des Rechnungszinsfußes der Rückstellungsabzinsungsverordnung in Höhe von 2,71 % ergibt sich eine Pensionsrückstellung in Höhe von 43.651 TEUR. Die zum Ende des Vorjahres noch vorhandene Überdeckung in Höhe von 1.686 TEUR ist aufgrund der Absenkung des Zinssatzes nunmehr nicht mehr vorhanden. Zur Sicherung einiger Pensionsverpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Der Aktivwert in Höhe von 1.676 TEUR (2018: 1.700 TEUR), der mit den dem Zeitwert entsprechenden Anschaffungskosten angesetzt ist, wurde mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Aus der Verrechnung ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang in Höhe von 43.651 TEUR (2018: 43.893 TEUR). Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen wurden zum Bilanzstichtag in Höhe von 0 TEUR bilanziert. Folgende Parameter wurden bei der Ermittlung zugrunde gelegt:
Zur Insolvenzsicherung der Altersteilzeitansprüche einiger Mitarbeiter bestehen Rückdeckungsverträge mit Versicherungen. Der Versicherungsanspruch wird mit seinem Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Ansprüche sind an die Mitarbeiter verpfändet. Sie werden daher nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Verpflichtungen saldiert. Der aus dieser Saldierung entstandene aktive Unterschiedsbetrag beträgt zum 31.12.2019 16 TEUR. Die Jubiläumsverpflichtungen wurden zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.790 TEUR zurückgestellt. Folgende Parameter wurden bei der Ermittlung zugrunde gelegt:
Die Steuer- und die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sie sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich abbauende Differenzen gemäß den §§ 274 und 306 HGB gebildet. Dabei werden auf der ersten Stufe latente Steuern auf die Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Im Falle des Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Auf den nächsten Stufen erfolgt die Erfassung der sich in späteren Jahren ausgleichenden Differenzen aus Neubewertungen (HB II) und Konsolidierungsmaßnahmen. Latente Steuern auf werthaltige Verlustvorträge von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Steuerabgrenzung für Konzernzwecke liegen die in den jeweiligen Ländern geltenden Ertragssteuersätze zugrunde. Währungsumrechnung Forderungen in ausländischer Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem Briefkurs am Buchungstag oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem Geldkurs am Buchungstag oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Übrigen wurden Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung aller übrigen Aktiv- und Passivpositionen erfolgte in der Konzernbilanz zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Die Umrechnung des Konzerneigenkapitals erfolgte zu historischen Kursen. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte zum Durchschnittskurs. Der Ausweis der sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen erfolgte innerhalb des Konzerneigenkapitals. Erläuterungen zur Bilanz 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögensgegenstände ist dem beiliegenden Anlagespiegel zu entnehmen. 2. Sachanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens ist im beiliegenden Anlagespiegel dargestellt. 3. Finanzanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten der Finanzanlagen ist im beiliegenden Anlagespiegel dargestellt. Entwicklung der Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Entwicklung der Finanzanlagen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten vorwiegend Ansprüche aus der Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen, Steuererstattungsansprüche, kurz- und mittelfristige Darlehensforderungen, Zinsansprüche sowie Forderungen verschiedener Art. Davon haben 1.642 TEUR (2018: 1.718 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen im Voraus bezahlte Mieten und Versicherungsbeiträge. 6. Aktive latente Steuern Der Ausweis betrifft sich künftig ausgleichende Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen auf Ebene der Einzel- und der Konzernbilanz (insgesamt: 12.858 TEUR, 2018: 13.453 TEUR) sowie werthaltige Verlustvorträge in Höhe von 5.471 TEUR (2018: 5.194 TEUR). Die latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen bei der Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu unternehmensindividuellen Steuersätzen (10 % bis 40 %). Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern im Konzern in Höhe von 18.329 TEUR (2018: 18.647 TEUR).
7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Im Berichtsjahr 2019 ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gemäß §246 Abs. 2 HGB in Höhe von 16 TEUR (2018: 0 TEUR). Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.781 TEUR (2018: 1.944 TEUR). Das Deckungsvermögen in Höhe von 1.797 TEUR (2018: 1.615 TEUR) wurde mit der Rückstellungsverpflichtung verrechnet. Das Deckungsvermögen stellt den Zeitwert und gleichzeitig die fortgeführten Anschaffungskosten dar. Als Deckungsvermögen wurden Versicherungsansprüche insolvenzsicher verpfändet. Aus der Absicherung der Altersteilzeitverpflichtung wurden Erträge in Höhe von 16 TEUR (2018: 13 TEUR) erzielt. Sie sind unter den Zinserträgen ausgewiesen. Ferner fielen Aufwendungen in Höhe von 13 TEUR (2018: 19 TEUR) an, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden. Wegen Unwesentlichkeit wurde auf die Saldierung der Erträge und Aufwendungen verzichtet. 8. Eigenkapital Das Grundkapital beträgt 12.500 TEUR und ist eingeteilt in 462.000 Stück nennwertlose Inhaberaktien. Die Gewinnrücklagen gliedern sich wie folgt:
Aus dem Konzernbilanzgewinn 2018 wurden 1.063 TEUR (Vorjahr: 633 TEUR) aus den anderen Gewinnrücklagen entnommen sowie aus dem Jahresüberschuss 2019 1 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Zum 01.01.2019 wurden die restlichen Anteile an der SHG Ruhr mbH erworben. Ein Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem darauf entfallenden Eigenkapital wurde mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet (-535 TEUR). Aus der Entkonsolidierung der Jalarex Oy (betrifft ebenfalls Teilkonzern ara Shoes AG) ergab sich eine Veränderung der Anderen Gewinnrücklagen in Höhe von -13 TEUR. Differenzen aus der Währungsumrechnung der Posten der Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen von auf fremde Währung lautenden Jahresabschlüssen sind nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" dargestellt. Der aktive Posten erhöhte sich im Geschäftsjahr um 598 TEUR. Im Vorjahr ergab sich ein Anstieg um 127 TEUR. Für das Geschäftsjahr 2018 wurde keine Ausschüttung vorgenommen. Vom Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital in Höhe von 1.334 TEUR entfallen -143 TEUR auf den Anteil am Jahresfehlbetrag (2018: Jahresüberschuss 51 EUR) der entsprechenden Gesellschaft. Im Konzernbilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 58.617 TEUR (2018: 62.787 TEUR) enthalten. 9. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Dieser Posten betrifft den fortgeführten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der Salamander GmbH und ihrer Tochtergesellschaften. 10. Steuerpflichtige Zuschüsse Dieser Posten betrifft bei den Konzernunternehmen zu bilanzierende Investitionszuschüsse. 11. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen enthalten in voller Höhe Pensionsverpflichtungen. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Nachzahlungsverpflichtungen für das Jahr 2019. Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Ansprüche von Handelsvertretern, besondere Risiken, Personalkosten, Rückbauverpflichtungen, Jubiläumsgelder, Haftungsrisiken sowie Verpflichtungen verschiedener Art. 12. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 4.000 TEUR (2018: 4.000 TEUR) durch Rangrücktritt und 1.210 TEUR (2018: 1.246 TEUR) durch Grundpfandrechte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Genussrechten betragen 1.571 TEUR (2018: 1.672 TEUR). 13. Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Voraus erhaltene Mieten und andere abzugrenzende Erträge. 14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die wesentlichen nicht aus der Bilanz oder Bilanzvermerken ersichtlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 246.328 TEUR (2018: 261.656 TEUR). Sie resultieren aus den in den nächsten Jahren fällig werdenden Zahlungen aus abgeschlossenen Leasing-, Miet- und Lizenzverträgen und fallen wie folgt an:
Finanzielle Verpflichtungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen ergeben sich nicht. 15. Derivative Finanzinstrumente Die Devisentermingeschäfte sollen die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen - im Wesentlichen Materialaufwendungen - zum Kalkulationskurs absichern. Die Ermittlung des Marktwerts zum 31.12.2019 gibt die Einschätzung der Banken über den Wert der betreffenden Devisentermingeschäfte unter den vorherrschenden Marktbedingungen wieder. Zum Jahresende 2019 bestanden verschiedene Devisentermingeschäfte in den folgenden Währungen:
Aufgrund des Devisenkurses am 31.12.2019 war es erforderlich, für die Termingeschäfte eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 170 TEUR zu bilden (2018: 28 TEUR). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 16. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden mit Schuhen, Schuhteilen, Accessoires und Dienstleistungen erzielt. Geographisch gliedern sich die Umsätze wie folgt:
17. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Mieterträge, Erträge aus Rückstellungsauflösungen und Anlagenabgängen, Kostenerstattungen und sonstige nicht gesondert auszuweisende Erträge. Die Erträge sind in Höhe von 3.159 TEUR periodenfremd (2018: 6.546 TEUR). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betrugen 4.367 TEUR (2018: 2.675 TEUR). 18. Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthalten in 2019 Verminderungen von Pensionsrückstellungen in Höhe von 777 TEUR (2018: 867 TEUR). Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
19. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Vertriebs- und Verwaltungskosten. Weiterhin werden hierunter Aufwendungen für Mieten, Reparaturen und Instandhaltung, Entwicklungskosten und Personalnebenkosten ausgewiesen. Die Aufwendungen sind in Höhe von 133 TEUR periodenfremd (2018: 2.259 TEUR). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betrugen 927 TEUR (2018: 2.151 TEUR). 20. Zinsergebnis Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 1.091 TEUR (2018: 1.259 TEUR) und Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 7 TEUR (2018: 7 TEUR) enthalten. Der Zinsaufwand enthält im Wesentlichen den Aufwand, der sich bei der Bildung der Pensionsrückstellungen errechnet, in Höhe von 1.091 TEUR (2018: 1.092 TEUR) sowie die Verzinsung der von der ara Shoes AG begebenen Genussrechte. 21. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Geschäftsjahr 2019 sind Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 333 TEUR (2018: 1.042 TEUR) unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag erfasst. Neben den laufenden Ertragsteuern werden darüber hinaus periodenfremde Erträge aus Steuerrückforderungen in Höhe von 134 TEUR (2018: 149 TEUR) ausgewiesen. 22. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn 2019 beträgt 59.953 TEUR. Der Bilanzverlust der Muttergesellschaft ara AG beträgt 5.263 TEUR. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust der Muttergesellschaft in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Angaben Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats Gemäß DRS 17 Tz. 5 wird in Verbindung mit § 286 Absatz 4 HGB auf die Angabe der Gesamtvergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands verzichtet. Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene betrugen 243 TEUR (2018: 250 TEUR). Der bilanzierte Verpflichtungsumfang für laufende Pensionen beläuft sich zum 31.12.2019 auf 3.215 TEUR (2018: 3.390 TEUR/gemäß BilMoG 3.261 TEUR). Im Geschäftsjahr 2019 betrug die reguläre Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 181 TEUR (2018: 181 TEUR). Nutzung der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB und nach § 264b HGB Die folgenden Unternehmen wurden in den Konzernabschluss der ara AG einbezogen und nutzen die Erleichterungsregelungen nach § 264 Abs. 3 HGB für Kapitalgesellschaften: ara Shoes AG, Langenfeld Granit-Schuh GmbH, Langenfeld top shoes & more gmbh, Langenfeld LLOYD Shoes GmbH, Sulingen LLOYD Shoes Retail GmbH, Sulingen Salamander Roermond GmbH, Wuppertal Salamander24 GmbH, Wuppertal Die folgenden Unternehmen wurden in den Konzernabschluss der ara AG einbezogen und können die Erleichterungsregelungen nach § 264b HGB für Personenhandelsgesellschaften nutzen: Salamander Deutschland GmbH & Co. KG, Wuppertal Schuhhaus Klauser GmbH & Co. KG, Wuppertal Schuhgeschäfte Fink GmbH & Co. KG, Wuppertal Schuhgeschäfte Voswinkel GmbH & Co. KG, Wuppertal Schuh-Waren III GmbH & Co. KG, Wuppertal Schuh Köchling GmbH & Co. KG, Wuppertal Vorstand Andreas Wortmann, Kaufmann, Haan, Vorsitzender Patrick Röseler, Vorstand Konzernstrategie und Executive HR, Hückelhoven Thomas Schmies, Vorstand Finanzen und Verwaltung, Langenfeld Aufsichtsrat Dr. Jörg Reemann, Jurist, Vorsitzender, Solingen Patricia Gradias, Kauffrau, stellv. Vorsitzende, Solingen Mark Bezner, Kaufmann, Bietigheim-Bissingen Dr. Hans Gummert, Rechtsanwalt, Partner der Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek PartmbB, Düsseldorf Nadja Mikat-Röseler, Kauffrau, Monheim am Rhein Ines Röseler, Veterinärmedizinerin, Wehrheim Geschäfte im Sinne von § 314 Absatz 1 Nr. 13 HGB Wesentliche, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte im Sinne von § 314 Absatz 1 Nr. 13 HGB hat die Gesellschaft im Berichtsjahr nicht getätigt. Nachtragsbericht Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts am 20. Mai 2020 war das Geschäft der ara-Gruppe durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wesentlich beeinträchtigt. Die behördlich angeordnete temporäre Schließung des gesamten Schuh- und Bekleidungseinzelhandels in Deutschland sowie in den wesentlichen internationalen Exportmärkten (mit Ausnahme der Online-Shops) wird für den Konzern sowohl auf der Industrie- als auch auf der Einzelhandels-Seite zu signifikanten Umsatz- und Ertragsverlusten führen. Bei aller Unsicherheit hinsichtlich der Beurteilung der weiteren Entwicklung der weltweiten Corona-Pandemie ist zum Stand der Erstellung dieses Berichtes daher davon auszugehen, dass der ara-Konzern im Geschäftsjahr 2020 einen deutlichen Jahresfehlbetrag ausweisen wird. Der Vorstand geht allerdings von einer schrittweisen Normalisierung der Situation in den nächsten Monaten aus. Ferner ist der Konzern nach Abschluss des Geschäftsjahres 2019 mit einer insgesamt sehr soliden Eigenkapital- und Liquiditäts-Ausstattung sowie einer sehr geringen Bankverschuldung in diese außergewöhnliche Krise gestartet. Durch die Corona Pandemie und die dadurch ergriffenen Gegenmaßnahmen (u.a. temporäre Schließung der Geschäfte) der französischen Regierung ist das zum Konzernverbund gehörende Unternehmen Salamander Frankreich in eine angespannte Liquiditätslage geraten. Der ara Konzern arbeitet an einem Unterstützungskonzept, und Salamander Frankreich hat finanzielle Unterstützung beim französischen Staat beantragt, um den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern. Sollte Salamander Frankreich trotz der angedachten Maßnahmen in die Insolvenz gehen, ist der Fortbestand des Gesamtkonzerns der ara AG dadurch nicht gefährdet. Vor dem Hintergrund der unklaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie, hat der Vorstand der ara AG zur mittel- und langfristigen Absicherung der Liquidität dennoch einen KfW-Kredit beantragt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer im Jahr 2019 berechnete Gesamthonorar beträgt 198 TEUR. Davon entfallen 176 TEUR auf Abschlussprüfungsleistungen, 5 TEUR auf Steuerberatungsleistungen und 17 TEUR auf sonstige Beratung.
Langenfeld, den 20. Mai 2020 ara AG A. Wortmann P. Röseler T. Schmies Die nachstehende Tabelle zeigt den Anteilsbesitz der ara AG zum Jahresende 2019:
1) = direkte Beteiligung
Kapitalflussrechnung der ara AG, Langenfeld, für 2019Gemäß § 297 Absatz 1 HGB wird die finanzielle Entwicklung des Konzerns (bei indirekter Ermittlung des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit) in der beiliegenden Kapitalflussrechnung dargestellt.
Eigenkapitalspiegel der ara AG, Langenfeld, für 2019Gemäß § 297 Absatz 1 HGB wird die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzern-Eigenkapitals im beiliegenden Eigenkapitalspiegel dargestellt. Konzerneigenkapitalspiegel ara AG 2019
Konzerneigenkapitalspiegel ara AG 2018
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20191. Grundlagen des Unternehmens a) Geschäftsmodell Der ara-Konzern befasst sich mit der Beschaffung, der Produktion und dem Vertrieb von Damen-, Herren- und Kinderschuhen sowie Accessoires unterschiedlicher Marken. Die ara AG stellt sich zum Jahresende 2019 einschließlich der zu ihr gehörenden wesentlichen Unternehmensgruppen mit den jeweiligen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften wie folgt dar:
a) Ziele und Strategien Zur Stärkung und Ausdehnung der Marktposition verfolgt die Unternehmensstrategie stetig wertorientiertes und profitables Wachstum. Dabei stehen Kostenoptimierung sowie die Effektivität unserer Vertriebsaktivitäten im Fokus, um Marktanforderungen und Kundenwünsche im Unternehmen so abzubilden, dass wir mit unseren Produkten nachhaltig profitabel arbeiten können. In diesem Zusammenhang notwendige organisatorische Veränderungen betrieblicher Prozesse nutzen wir regelmäßig zur Steigerung unserer Effizienz. Hierfür sichert die Cashflow-Stärke des Konzerns eine gute Ausgangsposition. b) Forschung und Entwicklung Die Schaffung innovativer Produkte, die die Bedürfnisse der Konsumenten befriedigen, ist die Voraussetzung dafür, dass wir unsere Marktposition in der Schuhbranche stärken können. Die Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen waren auch in 2019 darauf gerichtet, Neu- und Weiterentwicklungen im Erzeugnis- und Fertigungsbereich zu fördern. Neben einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit stehen dabei weiterhin unsere Kernkompetenzen Höchstmaß an Tragekomfort, ausgezeichnete Passform, gleichbleibend hohe Qualität und ein modisch anspruchsvolles Erscheinungsbild im Vordergrund. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Die Weltwirtschaft konnte im Jahr 2019 ein Wachstum von 3,1% verzeichnen. Das Bruttoinlandsprodukt in den USA wuchs 2019 um 2,3% (2018 = 2,9%). Die EWU konnte hingegen in 2019 nur ein Wachstum von 1,2% (2018 = 1,9%) verzeichnen. Die chinesische Wirtschaft wuchs um 6,2%. Die Wirtschaft der Schwellen- und Entwicklungsländer verbesserte sich insbesondere aufgrund stabilisierender Rohstoffpreise um ca. 4,0%. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wuchs 2019 um 0,6% (2018 = 1,5%). Das Jahr 2019 zeigte damit das niedrigste Wachstum der letzten Jahre. Nicht zuletzt wird die Binnenkonjunktur durch die niedrige Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt 2019 = 5,0%), den gestiegenen privaten Konsum (+2,9%) sowie Staatsausgaben (+5,0%) positiv beeinflusst. Auch ein Zuwachs im Baugewerbe (+3,8%) und Anlageninvestitionen (preisbereinigt +2,5%) trugen zur Stärkung der inländischen Wirtschaft bei. Gegenläufig wirkte sich die auf 1,4% (2018 = 1,9%) gesunkene Inflationsrate aus, dies ist sich im Wesentlichen auf die gesunkenen Ölpreise zurückzuführen. Branchenentwicklung: Die Verbraucherpreise haben sich durchschnittlich im Jahr 2019 um 1,4% erhöht. Die Preise für Bekleidung und Schuhe stiegen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 1,4%. Der Schuhhandel startete aufgrund des passenden Wetters mit bundesweiter Kälte und Schneefall und einer niedrigen Vorgabe aus dem Vorjahr gut in das Jahr (+6,4% Januar). Im Februar wechselte das Wetter auf frühlingshafte Temperaturen und dadurch stieg die Nachfrage nach neuen Schuhen deutlich. Somit konnte ein Umsatzplus in Höhe von 22,3% verzeichnet werden. Auch der Monat März konnte mit einem Umsatzplus in Höhe von 9,8% abschließen. Getrübt wird dieses Ergebnis im Blick auf das katastrophale Vorjahr (-22,9%). Ausgehend vom sehr starken Vorjahr sank der Umsatz im April um - 14,6%. Der Mai musste trotz der negativen Vorgabe aus dem Vorjahr ein Umsatzminus von -3,2% hinnehmen. Ein wesentlicher Faktor dürften die für diesen Monat ungewöhnlich kühlen Temperaturen gewesen sein. Im Juni konnte der Umsatz, nicht zuletzt wegen des besseren Wetters, wieder zulegen (13,6%). Im Juli (-1,9%) sowie im August (-0,3) sanken die Umsätze leicht im Vergleich zum Vorjahr. Im September stiegen die Umsätze wieder um 8,1%. Ein wichtiger Umsatzmonat ist der Oktober, dieser konnte um 4,3% zulegen. Damit ist der Start in die Herbst/Winter Saison 2019/20 erfolgreich verlaufen. Auch im November konnte ein leichtes Umsatzplus (1,5%) verzeichnet werden. Die deutschen Schuhhändler verzeichnen im Dezember ein Umsatzrückgang von -2,2%. Dramatisch ist dieses Minus insbesondere vor dem Hintergrund der schlechten Vorgabe aus dem Vorjahr. Insgesamt wuchs der Umsatz im Onlinehandel 2019 um 11,6% auf 72,6 Mrd. Euro. Der Bereich Bekleidung und Schuhe konnte online ein Wachstum von 11,4% auf 18,71 Mrd. Euro verzeichnen. b) Geschäftsverlauf Das im letzten Jahr prognostizierte verbesserte Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2019 im einstelligen Mio. EUR-Bereich konnte erreicht werden. Der Konzernumsatz verringerte sich um 18.543 TEUR auf 604.123 TEUR (2018: 622.666 TEUR). Die Umsatzerlöse mit Schuhen fielen um 17.282 TEUR auf 547.874 TEUR. Verkauft wurden im Geschäftsjahr 2019 - inklusive der Verkäufe der Einzelhandelsgesellschaften sowie exklusive der Beteiligungsunternehmen Legero und Think! - insgesamt 11.665 T-Paar Schuhe (2018: 12.399 T-Paar). Dabei erzielte der Konzern eine Steigerung des Durchschnitterlöses um 1,39 EUR/Paar (+3,0 %). Trotz des Umsatzrückgangs von 18.543 TEUR steigerte sich der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 6.367 TEUR auf 1.194 TEUR (2018: -5.173 TEUR). Die Gründe dafür liegen primär in den Rückgängen des Materialaufwands um 10.179 TEUR, des Personalaufwands um 2.057 TEUR sowie der Abschreibungen um 2.048 TEUR und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 10.512 TEUR. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Vorjahr außerordentliche Restrukturierungskosten in Höhe von 5.914 TEUR enthalten. Gegenläufig ergebnisbelastend wirken die um 3.610 TEUR reduzierten Erträge aus assoziierten Unternehmen (Beteiligung Legero-Gruppe). Die konzerneigenen Produktionsbetriebe in Portugal, Indonesien, Rumänien und Indien waren im Geschäftsjahr weitgehend ausgelastet. Vereinzelt kam es zu temporärer Kurzarbeit. Der Anteil der von konzernfremden Unternehmen bezogenen Fertigschuhen reduzierte sich um 3,8 %. c) Lage • Ertragslage Sowohl auf der Einzelhandels- als auch auf der Industrieseite war die Lage auf den jeweiligen Absatzmärkten im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin herausfordernd. In der Folge verzeichnet der Konzern einen Umsatz-Rückgang auf 604.123 TEUR (i. Vj. 622.666 TEUR). Der Umsatzrückgang ergibt sich hauptsächlich aus dem Rückgang der Versand- bzw. Verkaufsmenge von Schuhen um 734 T-Paar (-5,9%) bei einer gleichzeitigen Zunahme des Durchschnittserlöses pro Paar um 1,39 EUR/Paar (+3,0%). Die Mengen-Abnahme ergibt sich im Wesentlichen aus dem Wholesale-Geschäft und ist zu einem großen Teil auf die strategisch entschiedene Verschlankung der Jenny-Kollektion im Teilkonzern ara Shoes AG zurückzuführen.
Die Menge der in konzerneigenen Fertigungsstätten produzierten Schuhe nahm gegenüber dem Vorjahr um 10,1 % ab. Die Anzahl der von konzernfremden Unternehmen in Lohnveredelung bezogenen oder komplett fremd hergestellten Schuhe verringerte sich um 3,8 % auf 3.764 T-Paar.
Die Anzahl der Beschäftigten im Konzern ging im Jahresdurchschnitt um 151 Personen zurück. Der Rückgang ergab sich größtenteils im Inland und ist hauptsächlich auf den Abbau von Mitarbeitern im Retail-Bereich des Konzerns (v.a. aufgrund der Bereinigung des Filial-Portfolios) sowie im Allgemeinen auf die natürliche Fluktuation sowie vereinzelte weitere Personalmaßnahmen in allen Konzernbereichen zurückzuführen.
Die Verbesserung des Ergebnisses ist primär durch die rückläufigen Personalaufwendungen (+2.057 TEUR), die geringeren Abschreibungen (+2.048 TEUR) sowie die reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen +10.512 TEUR (hierin enthalten waren im Vorjahr außerordentliche Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 5.914 TEUR) verursacht. Ferner reduziert sich der Materialaufwand in Folge der gesunkenen Umsätze um 10.179 TEUR. Gegenläufig entwickelten sich die Erträge, die aus den Geschäftstätigkeiten der assoziierten Unternehmen (Legero-Gruppe) vereinnahmt werden konnten. Hier ergab sich eine Reduzierung um 3.610 TEUR (-41,5 %) auf 5.096 TEUR. Nach Abzug der Steuerposition ergibt sich insgesamt ein gegenüber dem Vorjahr um 6.367 TEUR gestiegener Jahresüberschuss.
• Finanzlage Wie auch in den Vorjahren erfolgt die Finanzierung des gesamten ara-Konzerns überwiegend aus eigenen Mitteln. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich reduziert werden und betrugen zum Jahresende 9.346 TEUR (2018: 15.710 TEUR). Der Rückgang um 6.364 TEUR resultiert hauptsächlich aus der Tilgung von Darlehnsverbindlichkeiten und der Rückführung von Kreditlinien im Retail-Bereich des Konzerns. Die liquiden Mittel des Konzerns nahmen im Geschäftsjahr 2019 dennoch gleichzeitig um 4.828 TEUR auf 64.595 TEUR zu. Das Eigenkapital des Konzerns beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf 278.526 TEUR (2018: 278.504 TEUR). Damit betrug die Eigenkapitalquote bei einer Bilanzsumme von 424.496 TEUR 65,6 % (2018: 64,8 %). Unter Einbezug des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung beträgt die Eigenkapitalquote 67,9 % (2017: 67,1 %). Das Netto-Umlaufvermögen ("Working Capital", hier definiert als: Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene und Beteiligungsunternehmen abzgl. erhaltener Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und Beteiligungsunternehmen) reduziert sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zum wiederholten Mal deutlich um 7.191 TEUR auf 173.491 TEUR (2018: 180.682 TEUR). Insgesamt konnte die Finanzlage im abgelaufenen Geschäftsjahr - auf einem bereits hohen Niveau - weiter verbessert werden. • Vermögenslage
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagenwerte betreffen insbesondere Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen in allen Unternehmen des Konzerns. Von dem Gesamtbetrag entfallen 9.474 TEUR auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich Leisten, Stanzmesser und Formen, 1.383 TEUR auf technische Anlagen und Maschinen, 2.675 TEUR auf Grundstücke und Bauten und 2.270 TEUR auf immaterielle Vermögensgegenstände (inkl. Firmenwert) sowie geleistete Anzahlungen. Die Investitionen in Finanzanlagen betreffen Wertpapiere des Anlagevermögens (18 TEUR / Vorjahr: 37 TEUR) sowie sonstige Ausleihungen an Mitarbeiter, Kunden und Dritte (44 TEUR / Vorjahr: 30 TEUR). Im Vorjahr waren ferner Investitionen in Ausleihungen an verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen (100 TEUR) sowie in Beteiligungen (48 TEUR) enthalten. Das Eigenkapital des Konzerns nimmt im Vorjahresvergleich um 22 TEUR auf 278.526 TEUR zu. Der Anlagendeckungsgrad liegt damit bei 2,18. Damit ist nicht nur das gesamte Anlagevermögen, sondern zum überwiegenden Teil auch das Vorratsvermögen durch Eigenkapital abgedeckt. • Abschließende Lagebeurteilung In einem äußerst schwierigen Marktumfeld hat der ara-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr das angestrebte leicht positive Ergebnis nach Steuern erreicht. Unter normalen Umständen hatte der Vorstand für 2020 ursprünglich ein nochmals deutlich verbessertes positives Ergebnis prognostiziert. Durch die nach dem Bilanzstichtag weltweit eingetretene "Corona-Krise" wird sich jedoch nunmehr für das Geschäftsjahr 2020 ein deutlich negatives Jahresergebnis ergeben. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen unter Punkt 3. dieses Konzernlageberichts sowie auch auf den Nachtragsbericht des Konzernanhangs. d) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und weitere Informationen Allgemeines Als traditionsreiches Familienunternehmen stehen wir mit unseren Markennamen ara, Jenny, LLOYD, Salamander und Lurchi für vielfältige Schuhmode in erstklassiger Qualität. Dabei wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Für uns leiten sich daraus in der heutigen Zeit spezifische Sozial- und Umweltstandards ab, denen wir uns verpflichtet fühlen. Um der hohen Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, Kunden und unserer Umwelt gerecht zu werden, haben sich die Unternehmen unseres Konzerns zu Verhaltenskodizes, sogenannten Codes of Conduct, bekannt. Arbeitnehmerbelange Der Erfolg des Konzerns beruht nicht zuletzt auf dem hohen Engagement und der Loyalität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gesamten ara-Konzern. Um unser Personal zu fördern, investieren wir permanent in gezielte Weiterbildungs- und Förderungsmaßnahmen. Die Personalentwicklung beginnt bei uns mit der betrieblichen Ausbildung. Auch im Geschäftsjahr 2019 wurden u. a. wieder Schuhfertiger, Fachkräfte für Lagerlogistik sowie Industrie-, Büro- und Einzelhandelskaufleute sowie Verkäufer(innen) ausgebildet. Die Gesellschaft profitiert von den Ideen ihrer Mitarbeiter. Im Jahr 2019 reichten unsere Mitarbeiter erneut viele Verbesserungsvorschläge ein, die entsprechend prämiert wurden. Produktion Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, versucht der ara-Konzern seine Leistungen stets zu verbessern. Im Fokus stehen dabei technisch-organisatorische Maßnahmen zur permanenten Optimierung von Qualität, Innovationsfähigkeit, Produktivität und Kostenstrukturen. Von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, lagen Produktivität und Termintreue im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt auf einem zufriedenstellenden Niveau. Umweltbelange Es gibt weltweit einheitliche Umweltstandards in den Produktionsbetrieben, die sich an den deutschen Standards orientieren. Bei der Produktion anfallende Rest-, Wert- und Abfallstoffe werden ordnungsgemäß in dafür geeigneten Behältnissen gesammelt und über Entsorger im Land der Wiederverwertung bzw. der Entsorgung zugeführt. Zur Produktion verwendete Chemikalien werden in separaten Räumen in speziell dafür vorgesehenen Transportbehältern gelagert. Der in den Betrieben registrierte Schallpegel überschreitet den nach den deutschen Vorschriften gültigen Arbeitsplatzgrenzwert nicht. Den Mitarbeitern werden geeignete Gehörschutzmittel zur Verfügung gestellt. Eine Beeinträchtigung der Nachbarschaft durch Lärm ist nicht gegeben. Kundenmanagement Kundenzufriedenheit und Markensympathie sind wichtige Wettbewerbsfaktoren im Bestands- und Neukundengeschäft. Aus diesem Grund gehören hohe Dienstleistungsbereitschaft und kulanter Service zu den höchsten Zielen des Konzerns, um die Erwartungen der Kunden nicht nur zu erfüllen, sondern zu übertreffen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a) Prognosebericht Für das Jahr 2020 wurde ursprünglich ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes der Bundesrepublik Deutschland von 1,0% erwartet. Für das gesamte Jahr 2020 prognostizierte die GfK einen realen Zuwachs der privaten Konsumausgaben in Deutschland in Höhe von 1,0 % (Vorjahr 1,5%). Für das globale Wachstum wurde noch zu Beginn des Jahres 2020 eine Steigerung von ca. 3,3% erwartet. Und für den deutschen Einzelhandel wurde in 2020 ein Wachstum von ca. 2,5% prognostiziert (1,5% inflationsbereinigt). Durch die internationale Ausbreitung des Corona-Virus sowie die in der Folge durchgeführten Sicherungs- und Schließungsmaßnahmen in fast allen wesentlichen Märkten der Welt, hat sich der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 zwischen dem Bilanzstichtag und der Erstellung dieses Konzernlageberichtes jedoch grundlegend ins Negative verändert. Nunmehr erwarten fast alle nationalen und internationalen Wirtschaftsforschungs-Institute einen deutlichen Rückgang in der weltweiten Wirtschaftsleistung und eine schwere Rezession für das Jahr 2020. Im ara-Konzern wird sich diese Krise sowohl auf der Industrie- als auch auf der Einzelhandelsseite spürbar auswirken. Zum einen werden die ab Mitte März 2020 in fast ganz Europa staatlich verordneten Schließungsmaßnahmen den eigenen Konzern-Retail stark treffen. Zum anderen wird die Industrie-Seite der ara-Gruppe in der Folge sowohl an den Konzern-eigenen Einzelhandel als auch an sämtliche Drittkunden sehr viel weniger Schuhe absetzen können als ursprünglich für das Geschäftsjahr 2020 erwartet. Diese Auswirkungen der Krise werden sich bis in das Jahr 2021 hinein ziehen, da davon auszugehen ist, dass sämtliche Textil- und Schuhhändler die während der Schließungsphase nicht verkaufte FS 20-Ware zum Teil auch noch in FS 21 verkaufen werden. Demzufolge wird für die Saison FS 21 bei der Industrie weniger Ware eingekauft werden (müssen). Auch eine erhöhte Anzahl an Insolvenzen im Kunden-Bereich des Konzerns ist vor diesem Gesamt-Hintergrund nicht unwahrscheinlich. Aufgrund der sich fortwährend verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Schuhbranche ist ohnehin schon jede Prognose mit Unsicherheiten behaftet. Dies gilt umso mehr im Hinblick auf die momentan noch nicht vollständig abschätzbaren mittelfristigen Auswirkungen der "Corona-Krise". Unter Berücksichtigung der momentan absehbaren Entwicklungen ist für das Jahr 2020 allerdings von einem signifikanten Umsatzverlust und einem deutlichen Konzernjahresfehlbetrag auszugehen. b) Chancenbericht Gesamtwirtschaftliche Chancen Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, die besser als ursprünglich prognostiziert ausfallen, unterstützen die private Konsumbereitschaft und können sich somit positiv auf Umsatz und Profitabilität des ara-Konzerns auswirken. Niedrige Arbeitslosenzahlen und steigende Realeinkommen sowie eine zunehmende Kaufkraft geben dem Konsum neue Impulse. Zudem können legislative sowie regulatorische Veränderungen, z. B. hinsichtlich der Aufhebung von Handelsbeschränkungen, neue Vertriebskanäle eröffnen und die Profitabilität des Konzerns positiv beeinflussen. Organische Wachstumschancen Das Einzelhandelsumfeld ändert sich permanent. Wir passen unsere Vertriebsstrategie deshalb fortlaufend an und haben Initiativen in Bezug auf Verkaufsflächen zu einer unserer strategischen Prioritäten gemacht. Im Handel setzen wir die Shop-in-Shop Strategie mit neuen Shop-Konzepten fort und tätigen weitere Investitionen in Produktpräsentationen am Point-of-Sale. Darüber hinaus werden die Online-Vertriebskanäle weiter gefördert und durch zielgerechte Verbraucherkommunikation im Social Media Bereich unterstützt. Auch neue Kollektionselemente, wie u.a. die erfolgreiche Sneaker-Linie FUSION4, die neuen HIGHSOFT-Schuhe oder LLOYD X-Motion bieten für die Folgejahre Wachstumschancen. Durch Initiativen wie diese können wir unsere Konsumenten effektiver ansprechen, sie emotional enger an uns binden und dadurch schließlich den Abverkauf bei unseren Einzelhandelspartnern vorantreiben. Chancen in Verbindung mit organisatorischen und prozessbezogenen Verbesserungen Eine kontinuierliche Optimierung wichtiger Geschäftsprozesse sowie eine strikte Kostenkontrolle sind von essenzieller Bedeutung, um eine hohe Profitabilität und Kapitalrendite zu gewährleisten. Wir sind z. B. stets bestrebt, unsere Beschaffungskette effizienter und nachfrageorientierter zu gestalten. Mit Hilfe durchgängiger Planungsprozesse und verbesserter Lieferfähigkeit sehen wir zudem Chancen, unseren Kunden einen besseren Service bieten zu können und unseren Bedarf an operativem kurzfristigen Betriebskapital weiter zu senken. Ein weiteres Beispiel in diesem Zusammenhang ist die Reduzierung der Artikelanzahl. Dadurch verringern sich die Komplexität und der Aufwand für Produktentwicklung. Konstante Verbesserungen bei der Fertigung - wie etwa die Vereinfachung von Prozessen, fertigungstechnische Innovationen oder die Konsolidierung der Lagerhaltung - können uns dabei helfen, unsere Produktionseffizienz zu optimieren und die Profitabilität des Unternehmens deutlich zu steigern. Produktionsinnovationen können bei gleichzeitiger Gewährleistung höchster Qualität auch dazu beitragen, negative Umweltauswirkungen zu reduzieren. Prozessverbesserungen in anderen Bereichen unserer Geschäftsaktivitäten können sich zusätzlich positiv auf die Profitabilität auswirken. Chancen durch Marketing und Kommunikation Aufgrund unterschiedlicher Vorlieben und Erwartungen in einem stark fragmentierten Markt sind einer einzelnen Marke hinsichtlich ihrer Zielgruppengröße natürliche Grenzen gesetzt. Durch unseren Mehrmarkenvertrieb können wir die Stärken der einzelnen Marken gezielter nutzen. Der Fortschritt im Bereich der elektronischen Kommunikation bietet zudem wesentliche Chancen für die von uns vertriebenen Marken. So können wir mit Konsumenten gezielter und intensiver in Kontakt treten und langfristige Beziehungen und Markentreue aufbauen. Akquisitionschancen Auch wenn der Fokus des ara-Konzerns auf Initiativen zum organischen Wachstum liegt, sehen wir die Akquisition von kleineren und mittleren Unternehmen als Chance für Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Darüber hinaus können sich Akquisitionschancen infolge schwieriger gesamtwirtschaftlicher und wettbewerbsrechtlicher Bedingungen ergeben. Das ist der Fall, wenn Unternehmen von Insolvenz bedroht werden, die zwar finanziell nicht so gut aufgestellt sind wie Branchenführer, jedoch bestimmte Vorteile bieten, die uns dabei helfen können, unsere Geschäftsergebnisse weiter zu verbessern. Die nach dem Bilanzstichtag aufgetretene "Corona-Krise" wird insofern für unseren Konzern nicht nur Risiken, sondern eventuell auch Akquisitions-Chancen mit sich bringen. Personalchancen Die Einstellung qualifizierter Mitarbeiter kann uns dabei helfen, bessere Ergebnisse bei Umsatz und Gewinn zu erreichen. Durch eine niedrigere Fluktuation im Konzern könnte die Produktivität erhöht werden. Außerdem würden so die Ausgaben für Rekrutierungsmaßnahmen weiterhin niedrig gehalten werden. Ferner könnten sich die erfolgreiche Förderung einer Leistungskultur und die Weiterentwicklung von bedeutenden Talenten innerhalb der Gesellschaft positiv auf Umsatz und Profitabilität auswirken. Daher betrachten wir die potentiellen Auswirkungen solcher Chancen als wesentlich. Wir bewerten es dennoch als unwahrscheinlich, dass kurzfristig größere Auswirkungen eintreten. Finanzwirtschaftliche Chancen Auch in einem Niedrigzins-Umfeld, wie es aktuell im Euro- und im Dollar-Raum gegeben ist, bieten sich Chancen durch eine zielgerichtete Anlage unserer überschüssigen Finanzmittel. Günstige Wechselkurs- und Zinsentwicklungen können sich positiv auf die Ergebnisse des Konzerns auswirken. Unsere Treasury-Abteilung verfolgt daher die Entwicklungen auf den Finanzmärkten genau, um Chancen zu identifizieren und zu nutzen. c) Risikobericht Allgemeines Die ara AG verfügt über ein Risikomanagementsystem, das der internationalen Ausrichtung des Unternehmens gerecht wird. Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungssystems. Damit soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennt und Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig einleiten kann. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems sind umfangreiche monatliche Reportings, die von allen Abteilungen für den Vorstand erstellt werden. Hierzu gehören u. a. monatliche Gewinn- und Verlustrechnungen, Ergebnisberichte, Liquiditätsberichte und diverse Statistiken aus den verschiedenen Unternehmensteilen (Vertrieb, Versand, Materialwirtschaft, Personal, etc.). Der laufende Kontakt zwischen Vorstand und Geschäftsleitungen der Tochtergesellschaften sowie regelmäßige Besuche der Tochtergesellschaften ergänzen das Reporting. Gesamtwirtschaftliche Risiken Zu den wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken für den Konzern gehören vor allem solche, die sich aus der konjunkturellen Entwicklung und der Entwicklung des privaten Konsums in Europa ergeben. Für den Fall einer sich abschwächenden Konjunktur steigt das Risiko, dass mit stärkerer Arbeitslosigkeit und sinkender Kaufkraft die Konsumneigung vieler Verbraucher immer stärker abnimmt bzw. gravierende Verschiebungen der Nachfrage in Billigsegmente entstehen. Eine solche Entwicklung hätte einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. In diesem Zusammenhang ist die nach dem Bilanzstichtag entstandene "Corona-Krise" als wesentlicher Risiko-Treiber für das Jahr 2020 hervorzuheben. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes ist noch nicht endgültig absehbar, welche Konsequenzen diese Krise im Geschäftsjahr 2020 haben wird. Jedoch ist aus Sicht des Vorstands mit Sicherheit eine starke Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu erwarten. Das Konzernergebnis 2020 wird daher nach aktuellem Kenntnisstand deutlich negativ werden. Kollektionsrisiken Qualität, Passform sowie modische Aussage und Verkäuflichkeit bestimmen den Erfolg unserer Kollektionen. Dazu ist der ständige Erfahrungsaustausch mit dem Fachhandel und dem Vertriebs Innen- und Außendienst sowie die Qualifikation der Mitarbeiter in Entwurf und Technik von entscheidender Bedeutung. Branchenrisiken Risiken in den Bereichen Produktionssteuerung und Kapazitätsauslastung wird durch Flexibilisierung der Arbeitszeiten sowie durch entsprechende Anpassungsmaßnahmen Rechnung getragen. Von Konzernunternehmen durchgeführte Aktivitäten im Retail sollen den Absatz der eigenen Produkte fördern. Grundsätzlich legen wir hier den Schwerpunkt auf partnerschaftlich betriebene Marken-Shops. Sollten sich für unserer Meinung nach Erfolg versprechende Standorte jedoch keine Partner finden, betreiben wir angemietete Verkaufsflächen teilweise auch allein. Lagerbestandsrisiken Es erfolgt eine permanente Überwachung der Vorräte, um Über- und Mangelbestände rechtzeitig zu erkennen und den Lagerbestand zu optimieren. Der Rohmaterialbestand ist abhängig von den Produktionszyklen in den eigenen Produktionsstätten. Der Fertigschuhbestand wird im Wesentlichen vom Orderverhalten der Kunden bestimmt, die möglichst nahe am Verkaufszeitpunkt disponieren möchten. Aufgrund konsequenter sich an den erwarteten Aufträgen orientierender Beschaffung entstehen größere Lagerbestandsrisiken im Prinzip nur in Verbindung mit gravierenden Fehlprognosen in Bezug auf die Kollektion zu Saisonbeginn sowie Auftragsstornierungen. Rechtliche Risiken Um Risiken aus steuerrechtlichen, markenrechtlichen, personalrechtlichen, mietvertragsrechtlichen, beschaffungsrechtlichen sowie sonstigen Verträgen, Regelungen und Gesetzen zu begrenzen, stützen wir Entscheidungen auf den Rat konzerninterner Fachabteilungen sowie externer Sachverständiger. Haftungs- und Betriebsunterbrechungsrisiken werden durch entsprechende Präventivmaßnahmen zur Schadensvermeidung minimiert. Verbleibende Risiken werden durch ausreichenden Versicherungsschutz abgedeckt. Finanzrisiken Der ara-Konzern ist mit einer sehr guten Liquiditätslage in das neue Geschäftsjahr 2020 gestartet. Forderungsausfälle sind im Konzern die Ausnahme. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. (siehe auch Punkt 4.). Das langfristig im Unternehmen gebundene Vermögen ist durch das Eigenkapital gedeckt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Da nur ein relativ geringer Teil des Umsatzes in Fremdwährung fakturiert wird, ist das direkte Währungsrisiko überschaubar. Zur Absicherung von möglichen Währungsrisiken im Rahmen von Absatzgeschäften werden Kurssicherungsgeschäfte auf Basis von geplanten Verkaufszahlen mit einer Fälligkeit zu einem festgelegten Termin abgeschlossen. Hinsichtlich des Fälligkeitstermins der Sicherungsgeschäfte verbleibt ein geringes Risiko, dass bei Unterdeckung des Fremdwährungsbestandes ausländische Währung zum aktuellen Kurs zugekauft werden muss. Im Rahmen von Beschaffungsgeschäften werden zur Absicherung möglicher Währungsrisiken Kurssicherungsgeschäfte vorgenommen. Der Fokus liegt hierbei auf der Absicherung der im Rahmen der Preiskalkulation für zu beschaffende Vorprodukte angesetzten Fremdwährungskurse. Trotz dieser guten finanziellen Ausgangsposition hat der Vorstand im Zuge der "Corona-Krise" einen KfW-Kreditantrag gestellt, um die negativen Auswirkungen der internationalen Schließungsmaßnahmen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu überbrücken und die Liquidität abzusichern. Die maßgebliche Voraussetzung für die Genehmigung dieses Kredites ist die grundsätzliche Kreditwürdigkeit der ara-Gruppe vor der "Corona-Krise", von der vereinfachend anhand der Konzernbilanz zum 31.12.2019 ausgegangen werden kann. Insofern geht der Vorstand zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichtes von einer Genehmigung des beantragten KfW-Kredites aus. Sonstige Risiken Risiken mit einem erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns könnten in zukünftigen Insolvenzen von Großkunden und/oder Einkaufsvereinigungen liegen. Darüber hinaus ist in diesem Zusammenhang weiterhin die zunehmende Konzentration im Handelssektor (inkl. der stärker werdenden Forcierung von Handels-Eigenmarken) zu nennen. Naturgemäß spielen auch Witterungseffekte eine große Rolle, die allerdings in ihren Auswirkungen nur schwer berechenbar sind. Einschätzung des Managements zu Gesamtrisiken und Chancen Im Rahmen eines standardisierten Prozesses werden alle Chancen und Risiken im Management regelmäßig beobachtet. Das Corona-Virus und seine Auswirkungen auf die Weltwirtschaft im Allgemeinen, sowie die Schuhbranche im Besonderen, wird im Geschäftsjahr 2020 dennoch eine besondere Herausforderung für den gesamten Konzern darstellen. Es ist damit zu rechnen, dass sich durch die weltweit sehr drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ara-Konzerns ergeben. Der Vorstand der ara AG ist jedoch entschlossen die "Corona-Krise" auch als Chance zu sehen, um die gesamte Unternehmensgruppe strukturell neu, digitaler, schlanker und schlagkräftiger aufzustellen, damit sie aus dieser Krise - in einem danach wahrscheinlich bereinigten Wettbewerbsumfeld - gestärkt hervorgehen kann. Sollte der auch vor diesem Hintergrund beantragte KfW-Kredit genehmigt werden, so ist der Vorstand überzeugt dieses Ziel in den nächsten zwei bis drei Jahren erreichen zu können. Der Bestand des Gesamtkonzerns ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Teil in Fremdwährung an Auslandskunden fakturiert. Zur Absicherung der den Verkaufspreisen zugrundeliegenden Kalkulationskurse werden Devisensicherungsgeschäfte getätigt. Ferner werden in erforderlichem Umfang Devisensicherungsgeschäfte zur Absicherung der Kalkulationskurse bei Beschaffungen von Roh- und Fertigware getätigt. Es wird versucht, das Ausfallrisiko von Forderungen über diverse Absicherungsmaßnahmen wie Warenkreditversicherung, Vorkasse, Bürgschaften und Delkredereübernahmen zu minimieren. Geldanlagen werden nur kurzfristig und in der Regel über die Konzernmuttergesellschaft vorgenommen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements des ara-Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.
Langenfeld, den 20. Mai 2020 ara AG A. Wortmann P. Röseler T. Schmies BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ara AG, Langenfeld: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ara AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Eigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ara AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31.Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 20. Mai 2020 Mazars
GmbH & Co. KG
Michael Faßbender, Wirtschaftsprüfer Christian Schrempf, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats der ara AGDer Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben während des Berichtsjahres wahrgenommen. Er hat sich insbesondere mit der Geschäftspolitik und der Geschäftsentwicklung des Konzerns befasst. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und in vier Präsenzsitzungen mündlich über die Planung und Entwicklung des Konzerns berichtet. Ferner wurden die Risikolage des Konzerns und wichtige Einzelvorgänge mit dem Vorstand besprochen und erörtert. Zu den dem Aufsichtsrat aufgrund der Geschäftsordnung des Vorstands vorgelegten Geschäftsführungsmaßnahmen erteilte der Aufsichtsrat, soweit im Einzelfall erforderlich, seine Zustimmung. Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2019 zu insgesamt vier Sitzungen zusammen, an denen jeweils sämtliche Mitglieder persönlich teilnahmen; mit Ausnahme einer Sitzung, zu der ein Mitglied des Aufsichtsrates verhindert war und einer zweiten Sitzung an der ein Aufsichtsratsmitglied nur teilweise anwesend war. Darüber hinaus fand am 04.07.2019 nach den turnusmäßigen Neuwahlen der Aufsichtsratsmitglieder in der an diesem Tag voraus gegangenen Hauptversammlung der ara AG die konstituierende Sitzung des personell unveränderten Aufsichtsrates statt. Die an diesem Tag verhinderten beiden Aufsichtsratsmitglieder haben zu den Wahlen der stellvertretenden Vorsitzenden und des Vorsitzenden schriftliche Stimmabgabe übermitteln lassen. Die Sitzungen fanden jeweils in der Hauptverwaltung statt. An den Sitzungen nahm auch der Vorstand teil. Soweit im Einzelfall erforderlich, wurden weitere Auskunftspersonen zu einzelnen Fragen hinzugezogen. Die von den Mitgliedern des Aufsichtsrats an den Vorstand gerichteten Fragen und Auskunftsersuche wurden vom Vorstand durchgehend ausführlich und zufriedenstellend beantwortet. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr nicht gebildet. Gegenstand der Beratungen im Aufsichtsrat waren insbesondere die aktuelle Geschäftslage im Vergleich zur Planung, die geschäftliche Entwicklung bei den wesentlichen Beteiligungsunternehmen sowie Standort-, Synergie- und Strategiefragen. Darüber hinaus erstreckten sich die Beratungen insbesondere auf die bereits in 2018 eingeleiteten und 2019 fortgeführten Restrukturierung der Teilkonzerne Salamander/Klauser, Lloyd Shoes sowie ara Shoes. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen lag auf der Restrukturierung und Neuausrichtung der Einzelhandelsaktivitäten sowie der Retailstruktur International im Konzern, der Regelung diverser Vorstandsangelegenheiten und auf dem Risikomanagement im Konzern. Darüber hinaus erstreckten sich die Beratungen auf
Der Aufsichtsratsvorsitzende hat die Prüfungsberichte der wesentlichen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften vorab erhalten und geprüft. Als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der ara Shoes AG, Langenfeld, Vorsitzender des Beirats der LLOYD Shoes GmbH, Sulingen, sowie Mitglied des Beirats der Legero Schuhfabrik GmbH, Graz/Österreich, hatte so unmittelbar Gelegenheit, sich über die Planung und Entwicklung dieser wichtigen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zu informieren. Der Jahresabschluss für das am 31.12.2019 beendete Geschäftsjahr ist von der zum Abschlussprüfer gewählten MAZARS GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das am 31.12.2019 beendete Geschäftsjahr ist von der zum Abschlussprüfer gewählten MAZARS GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, geprüft und ebenfalls mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat folgenden Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns gemacht: Der Bilanzgewinn der ara AG in Höhe von 976.610,72 EUR wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Der Aufsichtsrat hat diesen Vorschlag insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen und mittelfristigen Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns geprüft und ist ihm beigetreten. Ferner hat der Aufsichtsrat den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands geprüft. Der Aufsichtsrat ist bei seiner Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass der Lagebericht die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und der Konzernlagebericht die wirtschaftliche Lage des Konzerns sowie die jeweiligen Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Aus der Kenntnis des Aufsichtsrates sind keine Einwendungen gegen die Berichte zu erheben. Zwei Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an der Sitzung des Aufsichtsrates am 26.05.2020 persönlich teil. Sie erläuterten dem Aufsichtsrat das Verfahren der Prüfung und die Prüfungsergebnisse zu dem Jahresabschluss und zu dem Konzernabschluss. Ferner nahmen die Vertreter des Abschlussprüfers zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess und mögliche Verbesserungen Stellung. Sie legten dar, welche weiteren Leistungen der Abschlussprüfer außerhalb der Abschlussprüfung erbracht hat und ob und welche Gründe für die Annahme der Befangenheit des Abschlussprüfers bestehen könnten. Sie berichteten über Prüfungsschwerpunkte und wesentliche Geschäftsvorfälle. Darüber hinaus sind bei der Lagebeurteilung für die zukünftige Entwicklung des Konzerns mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken, insbesondere die seitens des Konzern-Managements hinsichtlich der Corona-Krise getroffenen zukunftsgerichteten strukturellen Anpassungen, berücksichtigt worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben die vorgenannten Unterlagen auch selbst geprüft. Im Rahmen seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat insbesondere auch die Zweckmäßigkeit der im Jahresabschluss und im Konzernabschluss getroffenen bilanzpolitischen Ermessenentscheidungen, insbesondere die Ausübung von bilanziellen Wahlrechten, geprüft und die Bildung/Auflösung stiller Reserven, vor dem Hintergrund der nachhaltigen Finanzierung des Konzerns geprüft. Die Berichte der MAZARS GmbH & Co. KG über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses wurde allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor der Bilanzsitzung übermittelt und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich behandelt. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Kenntnis nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers und stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung ausdrücklich zu. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Kenntnis nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung auch keine Einwendungen gegen den Konzernabschluss und das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers und stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung ausdrücklich zu. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit gemäß §172 AktG festgestellt ist, und den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss. Der Aufsichtsrat dankt den Herren des Vorstands und allen Mitarbeitern des Konzerns für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit.
Langenfeld, den 26.05.2020 Der Aufsichtsrat Dr. Jörg Reemann, Vorsitzender |
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