R & R Montage - Bau GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Anstrichmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudia Henneberger seit 17.7.2025 | Prokura |
Kirsten Weymar seit 23.9.2021 | Prokura |
Reto Peter Semadeni seit 8.2.2021 | Geschäftsführer |
Rolf Reinhard seit 10.11.2016 | Geschäftsführer |
Michael Funkler seit 10.11.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bucher-Guyer AG | 75.00% |
Bucher Industries AG | 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bucher Beteiligungen GmbHKlettgauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221 Geschäftsmodell des KonzernsDie Bucher Beteiligungen GmbH mit Sitz in Klettgau, Deutschland, (Bucher Beteiligungen Gruppe) gehört zum Bucher Industries Konzern. Die Bucher Industries AG mit Sitz in Niederweningen, Schweiz, ist ein an der Schweizer Börse SIX notiertes Unternehmen. Weitere Informationen zum Konzern Bucher Industries enthält der Geschäftsbericht, welcher unter www.bucherindustries.com eingesehen werden kann. Bucher Industries ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern mit führenden Marktstellungen in Spezialgebieten des Maschinen- und Fahrzeugbaus. Die Aktivitätsgebiete umfassen Landmaschinen, Kommunalfahrzeuge, hydraulische Komponenten und elektrohydraulische Systeme, Produktionsanlagen für die Glasbehälterindustrie, Anlagen für die Herstellung von Getränken sowie Automatisierungslösungen. Alle Divisionen sind auch Teil der Bucher Beteiligungen Gruppe. Der Konzern umfasst fünf Divisionen:
2 KennzahlenDie Gruppe verwendet mehrere Kennzahlen zur internen Steuerung. Für die Zwecke des Konzernlageberichts werden die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren hervorgehoben:
Die Zusammensetzung und die Berechnung dieser Kennzahlen finden sich im Abschnitt "Ertragslage" des Konzernlageberichts. Es gibt keine wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. 3 Ziele und StrategienUnser Anspruch Die Bucher Beteiligungen Gruppe entwickelt und produziert Komponenten, Maschinen und Anlagen, die technologisch, wirtschaftlich und ökologisch überzeugen. Wir orientieren uns konsequent an den Kundenbedürfnissen und bieten Lösungen für die Gewinnung, Herstellung und Verpackung von Lebensmitteln, für die Sauberkeit und Sicherheit auf Straßen und im öffentlichen Raum sowie als elektrohydraulische Antriebssysteme für anspruchsvolle Maschinen. Unsere Kunden profitieren von verlässlichen, leistungsfähigen und innovativen Maschinen und Lösungen, begleitet von einem hervorragenden Service. Bucher Produkte weisen eine lange Lebensdauer und eine hohe Energieeffizienz auf. Wir bieten unseren engagierten und kompetenten Mitarbeitenden attraktive Arbeitsplätze, an denen sie die Möglichkeit haben, zur Lösung globaler Herausforderungen beizutragen. Wir gehen sorgfältig mit Ressourcen um und schützen unsere Umwelt. Unsere Ziele Mit Kundennähe, Technologieführerschaft und konsequentem Kostenmanagement streben wir starke Marktstellungen sowie eine hohe Profitabilität an. Basierend auf einer soliden Bilanz entwickeln wir den Konzern mit kontinuierlichen Innovationen und Investitionen langfristig weiter. Wir setzen prioritär auf organisches Wachstum, daneben auch auf die Übernahme und Integration ausgewählter, komplementärer Geschäftstätigkeiten. Wir investieren in unsere Standorte und Lösungsangebote, um den ökologischen Fußabdruck im eigenen Produktionsumfeld sowie bei unserer Kundschaft zu reduzieren. 4 WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Für das Jahr 2022 wurde für den Euroraum gemäss European Economic Forecast 1 ein Anstieg des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 3.5 % vermeldet. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Wachstumsrückgang um 1.9 Prozentpunkte und entspricht einem um 0.7 Prozentpunkte besseren Wert als die ursprüngliche Prognose im Frühling 2022 von 2.7 % Wachstum für 2022. Alle Länder außer Estland wiesen ein Wachstum auf, besonders ausgeprägt war der Anstieg in Irland (12.0 %), Portugal (6.7 %) und Kroatien (6.2 %). Die für die Bucher Beteiligungen Gruppe bedeutenden Absatzmärkte wiesen folgende Wachstumsraten auf: Deutschland 1.8 %, Italien 3.7 %, Frankreich 2.6 %. Die deutsche Aussenhandelsbilanz als wichtiger Indikator für die Bucher Beteiligungen Gruppe stieg im Jahr 2022 wiederum an. Die Importe stiegen um 3.0 % an, die Exporte um 5.9 %. Die Produkte der Bucher Beteiligungen Gruppe werden hauptsächlich im Euroraum abgesetzt. In den für die Bucher Beteiligungen Gruppe wichtigsten Absatzmärkten außerhalb des Euroraums haben sich die Durchschnittskurse der Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber dem Euro im Jahresvergleich wie folgt verändert: CHF/EUR um +7.8 %, GBP/EUR um +0.8 %, bei USD/EUR um +12.2 % und RUB/EUR um +21.8 %. Geschäftsverlauf Im Verlauf des Berichtsjahrs normalisierte sich die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen nach dem außerordentlich dynamischen Vorjahr. Dank dem hohen Einsatz unserer Mitarbeitenden bewältigten die Divisionen die Schwierigkeiten in der Lieferkette erneut sehr gut. Die Märkte, in denen unsere Divisionen tätig sind, schwächten sich im Verlauf von 2022 ab, die Stimmung blieb jedoch insgesamt positiv. Während der Auftragseingang bis zur Jahresmitte noch anstieg, nahm er im zweiten Halbjahr ab und resultierte insgesamt über dem bereits hohen Vorjahresniveau. Die Situation in der Lieferkette blieb aufgrund der angespannten Energielage herausfordernd. Schwierig war auch die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitenden. Die Produkte der Division Kuhn Group waren im Berichtsjahr äußerst stark nachgefragt. Die Preise für Agrarprodukte waren weiterhin auf gutem Niveau, was trotz steigendem Kostendruck für hohe landwirtschaftliche Einkommen sorgte. Jedoch berichteten die Händler ab Mitte 2022 von einer leichten Abschwächung beim Maschinenkauf durch die Landwirte. Der Auftragseingang von Kuhn lag über dem Vorjahresniveau, der Auftragsbestand stieg als Folge an. Die Schwierigkeiten in der Lieferkette und in der Rekrutierung bestanden fort. Die Kapazitäten waren das ganze Jahr über sehr stark ausgelastet. Das hohe Produktionsvolumen sowie Preiserhöhungen führten zu einem Umsatzanstieg. Nach einem sehr dynamischen ersten Halbjahr zeichnete sich ab Mitte des Jahres eine Normalisierung beim Auftragseingang von Bucher Municipal ab. Wie bereits im Vorjahr war die Produktion auch 2022 durch Engpässe in den globalen Lieferketten stark beeinträchtigt. Dies wirkte sich vor allem im ersten Halbjahr negativ auf die Produktionseffizienz aus. Lieferverzögerungen sowie die Reduktion der Tätigkeit in Russland stellten weitere Herausforderungen dar. Trotz dieser Faktoren konnte der Umsatz leicht gesteigert werden.
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https://ec.europa.eu/info/publications/economic-and-financial-affairs-publications_en
Eine Normalisierung der Nachfrage stellte sich im zweiten Halbjahr in Teilen Europas sowie in Nordamerika für die Bucher Hydraulics ein. Während die wichtigen Segmente Fördertechnik und Baumaschinen klar rückläufig waren, verblieb die Nachfrage nach Hydrauliklösungen in der Landtechnik auf hohem Niveau. Die Kapazitäten waren während des ganzen Jahres stark ausgelastet. Der Umsatz nahm deutlich zu und Preiserhöhungen wurden an die Kunden weitergegeben. Glasbehälter erfreuten sich einer starken Nachfrage und die kundenseitigen Produktionskapazitäten waren weiterhin knapp. Entsprechend setzte sich der rasante Aufschwung der Investitionen in Anlagen für die Herstellung von Glasbehältern von Bucher Emhart Glass fort. Die Kunden gaben Projekte frei, um den Maschinenpark zu modernisieren und auszubauen, und investierten auch in komplett neue Produktionsstandorte. Dies trotz der hohen Energiepreise, die vor allem die Hersteller in Europa stark belasten. Das Berichtsjahr von Bucher Specials war insgesamt von einer positiven Marktstimmung geprägt. Alle Geschäftseinheiten hatten weiterhin mit Engpässen bei den Lieferanten zu kämpfen. Der Umsatz stieg nur leicht an, was auch auf den hohen Auftragsbestand zu Jahresbeginn zurückzuführen war. Konsolidierungskreisänderungen Im September übernahm die Bucher Beteiligungen Gruppe die Softwareentwicklungsunternehmen Enway mit 15 Mitarbeitenden und Standorten in Berlin und Singapur. Das Start-up entwickelt Software und Robotiklösungen für autonome Kehrfahrzeuge. 5 LageErtragslage Der Auftragseingang übertraf das Vorjahr deutlich. Insgesamt konnten Aufträge von EUR 853.5 Mio. entgegengenommen werden was 9.8 % mehr waren als die EUR 777.5 Mio. im Vorjahr. Dies wirkte sich positiv auf den Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 aus, der als Folge davon auf sehr hohe EUR 406.7 Mio. anstieg. Dies ist eine Steigerung von 39.1 % oder EUR 114.4 Mio. Dies entspricht mehr als einem halben Jahresumsatz und legt die Basis für einen guten Start ins nächste Geschäftsjahr.
Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich an und erreichten EUR 736.6 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 15 % und übertraf die Prognose des letzten Jahres (Wachstum im tiefen einstelligen Prozentbereich) sehr deutlich. Grund dafür war, dass sich die Wirtschaft nach COVID-19 um einiges schneller und besser erholte als dies erwartet wurde. Das größte Wachstum verzeichnete die Division Kuhn mit einer Steigerung von rund einem Viertel. Bucher Hydraulics konnte den Umsatz in etwa auf dem Niveau des Gesamtkonzerns steigern, während die Umsatzsteigerung der restlichen drei Divisionen etwas unter 10 % zu liegen kam. Europa blieb mit rund 90 % des Umsatzes der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt. Der Anteil von Deutschland stieg leicht an und erreichte nun fast 50 % des Umsatzes. Der Absatz in Amerika (3.7 %) und Asien (2.2 %) stieg im Vergleich zum Vorjahr, jedoch nicht im gleichen Umfang wie das Umsatzwachstum was zu einem leichten Rückgang des Umsatzanteils führte. Die deutlich höheren Umsatzerlöse wurden durch die höheren Aufwendungen kompensiert was zu einer Minderung der EBIT-Marge (%) auf 7.2 % (Vorjahr 7.8 %) führte. Der EBIT lag mit EUR 53.7 Mio. nur leicht über dem Vorjahr. Die EBIT-Marge (%) lag im Rahmen der Prognose des Vorjahres, welche eine leicht tiefere EBIT-Marge (%) im mittleren einstelligen Bereich prognostizierte. Der Rückgang war wie prognostiziert auf höhere Aufwendungen zurückzuführen. Die Materialaufwendungen stiegen deutlich und überproportional an. Zum einen stiegen die Preise für das Material, aufgrund der höheren Rohstoff- und Energiepreise, zum anderen war die Verfügbarkeit sehr tief, was die Preisverhandlungen erschwerte. Der Personalaufwand wies einen vergleichsweisen tiefen Anstieg auf. Die Lohnerhöhungen aufgrund der Inflation werden erst im nächsten Jahr ihren vollen Einfluss entfalten. Zusätzlich war die Rekrutierung von neuen Mitarbeitenden sehr herausfordernd und so konnten einige Stellen nicht sofort besetzt werden. Der Personalbestand zum Bilanzstichtag betrug 2'276 Mitarbeitende, was einer Zunahme um 4.6 % entspricht. Am Bilanzstichtag waren wie im Vorjahr keine Stellen mehr von Kurzarbeit betroffen. Eine hohe Zunahme verzeichneten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese Aufwendungen wurden während COVID-19 am stärksten zurückgefahren und stiegen nun auch entsprechend stark wieder an. Davon sind besonders die Vertriebsaufwendungen betroffen, da nun wieder alle Verkaufsförderungsmaßnahmen wie Messen durchgeführt werden. Zusätzlich sind die ersten Auswirkungen der höheren Energiepreise in den Kosten für Energie, Unterhalt und Reparatur sichtbar. Es gab keine außergewöhnlichen und nicht wiederkehrenden Ereignisse in Bezug auf die Ertragslage. Die Umsatzerlöse sind direkt der Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen. EBIT wird berechnet als Umsatzerlöse nach Bestandsveränderungen plus den sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich Materialaufwand, Personalaufwand, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Die EBIT-Marge (%) wird als Verhältnis des EBIT zu den Umsatzerlösen nach Bestandsveränderungen plus den sonstigen betrieblichen Erträgen ermittelt. Finanzlage, Vermögenslage - Kapitalstruktur, Liquidität und Investitionen Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Sowohl das Umlauf- als auch das Anlagevermögen trugen dazu bei. Entsprechend stiegen die Verbindlichkeiten.
Der Anstieg des Anlagevermögens ist auf die höheren Sachanlagen zurückzuführen. Die Investitionen in selbstgenutzte Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände nahmen deutlich zu und betrugen EUR 24.6 Mio. (2021: EUR 14.4 Mio.). Bei der Bucher Hydraulics GmbH in Klettgau wurde eine Produktionshalle erneuert und das Hochregallager fertiggestellt. Bei Bucher Specials wurde mit dem Bau des neuen Standortes für Jetter begonnen. Die restlichen Investitionen waren hauptsächlich für den Ersatz von bestehenden Produktionsmitteln. Der Anstieg des Umlaufvermögens ist mehrheitlich auf die Erhöhung des Lagers zurückzuführen. Einerseits war der Anstieg volumenbedingt, anderseits führen die höheren Einkaufpreise zu einer höheren Bewertung der Teile an Lager. Die Rückstellungen stiegen leicht an was auf höhere Garantierückstellungen als Folge des höheren Umsatzes zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten steigen einerseits aufgrund der gestiegenen Anzahlungen von Kunden, was auf den höheren Umsatz zurückzuführen ist. Andererseits nahmen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu. Diese bestehen aus langfristigen Darlehen mit Laufzeiten zwischen 2023 und 2030 und einer Verzinsung zwischen 1.00 % und 2.94 %. Zusätzlich bestehen kurzfristige Forderungen aus Cashpools. Das Eigenkapital stieg aufgrund des Jahresgewinnes; im Gegensatz zum Vorjahr wurde keine Dividende ausbezahlt. Die Eigenkapitalquote stieg in der Folge von 16.5 % auf 21.3 %.
Mit der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Cashflow von EUR 31.3 Mio. erwirtschaftet. Der Geldabfluss für Investitionen war überwiegend für Investitionen in Sachanlagen, teilweise kompensiert durch Zuflüsse aus Cashpoolguthaben. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gab es keine nennenswerten Veränderungen. Zum Jahresende betrug der Finanzmittelfonds EUR 39.6 Mio. Der Konzern konnte im vergangenen Jahr sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Es bestehen Verpflichtungen zum Kauf von Anlagevermögen in der Höhe von EUR 19.9 Mio., zum größten Teil für den Bau des neuen Gebäudes von Jetter. Die Finanzierung der Bucher Beteiligungen Gruppe erfolgt über Darlehen von Mutter- oder Schwestergesellschaften welche Teil von Bucher Industries sind. Für kurzfristige Finanzierung steht das Instrument des Cashpools zur Verfügung, für langfristige Finanzierungen werden Darlehen genutzt. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2022 wurden Forschungs- und Entwicklungskosten im Betrag von EUR 21.0 Mio. (2021: EUR 19.5 Mio.) getätigt, die in diversen Posten des operativen Aufwandes enthalten sind. Die Gesellschaften investierten hauptsächlich in die Weiterentwicklung des Produktportfolios. Schwerpunkte sind dabei die Elektrifizierung bestehender Produkte (Bucher Municipal), Elektrohydraulische Systeme (Bucher Hydraulics), sowie die End-to-End Produktionslinie (Bucher Emhart Glass). 6 Chancen- und RisikoberichtRisikomanagementziele und -methoden Die Bucher Beteiligungen Gruppe ist Teil des Risikomanagements der Bucher Industries Gruppe. Das Risikomanagement erfolgt gemäss intern festgelegten Richtlinien und Kompetenzen. Anhand des Risikoberichts wird einmal jährlich eine vertiefte Beurteilung der Risikolage des Konzerns vorgenommen. Die in der Gesamtbeurteilung als kritisch eingestuften Risiken werden durch entsprechende Massnahmen reduziert und ihre Eintretenswahrscheinlichkeit verringert oder ihre Auswirkungen begrenzt. Für konzernweite Risiken wird ein risikobasierter Managementansatz, der die gesamte Wertschöpfungskette, von Beschaffung über Produktion bis zu Vermarktung und Vertrieb, umfasst verfolgt. Die Risiken und Chancen werden absteigend ihrer Bedeutung nach dargestellt. 6.1 Risiken Liquiditätsrisiko Als Liquiditätsrisiko definiert der Konzern der Bucher Beteiligungen Gruppe das Risiko, dass der Konzern und/oder die Konzerngesellschaften nicht über genügend Finanzmittel verfügen, um den Zahlungsverpflichtungen jederzeit vollständig nachzukommen. Um den Liquiditätsbedarf vorausschauend zu steuern, erfolgt in Abstimmung mit dem Treasury von Bucher Industries eine kurz- bis mittelfristige Liquiditätsplanung, in der die zukünftigen Zahlungsströme sowie die Finanzpositionen je Währung abgebildet werden. Der ermittelte Liquiditätsbedarf wird stets zusammen mit den zur Verfügung stehenden Kreditlinien, welche durch Bucher Industries gewährt werden, beurteilt, damit rechtzeitig entsprechende Massnahmen zur Sicherstellung der momentanen und zukünftigen Zahlungsfähigkeit eingeleitet werden können. Operative Risiken Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitenden stellt eine Herausforderung dar. Zu wenige oder unterqualifizierte Mitarbeitende können die Produktion verlangsamen und die Entwicklung von neuen Produkten beeinträchtigen. Anhaltende Preissteigerungen könnten zu höheren Lohnforderungen führen und die Einkaufspreise weiter verteuern. Dies birgt das Risiko, dass die Preise unserer Produkte nicht in gleichem Umfang erhöht werden können und unsere Marge sinkt. Kreditrisiko Kreditrisiken resultieren aus der Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen. Dazu zählen auch bonitätsbedingte Wertberichtigungen von Finanzpositionen bzw. Gegenparteirisiken aus Finanzkontrakten. Im Rahmen des Forderungsmanagements legen die einzelnen Gesellschaften die Zahlungsziele fest und überwachen die Kunden unter Einbeziehung des historischen Zahlungsverhaltens und ihrer Bonitätsanalyse. Aufgrund der unterschiedlichen Branchen und geografischen Regionen, in denen die Kunden tätig sind, war das Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr beschränkt, und es bestand im Konzern kein Klumpenrisiko. Neben dieser natürlichen Diversifizierung minimierten Sicherheiten in Form von Kreditversicherungen, Kundenvorauszahlungen, Akkreditiven und Bankgarantien das Kreditrisiko zusätzlich. Zins- und Kursrisiko Zinsrisiken ergeben sich aufgrund von Marktzinsänderungen, die sowohl das Konzernergebnis als auch die Marktwerte der Finanzinstrumente beeinflussen. Das Zinsänderungsrisiko wird laufend überwacht und gesteuert. Bei Bedarf werden Zinstermingeschäfte zur Absicherung von spezifischen Zinsrisiken eingesetzt Fremdwährungsrisiko Als international tätiger Konzern ist die Bucher Beteiligungen Gruppe in den bedeutendsten Absatz- und Einkaufsmärkten hauptsächlich den Wechselkursrisiken des US-Dollars, des russischen Rubels, des britischen Pfunds und des Schweizer Frankens ausgesetzt. Die in Fremdwährungen anfallenden Zahlungseingänge und -ausgänge der einzelnen Konzerngesellschaften werden auf der Grundlage der jeweiligen Grundgeschäfte mit entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Die Abwicklung dieser Finanzinstrumente für die Gesellschaften der Bucher Beteiligungen Gruppe erfolgt hierbei zentral über Treasury Gesellschaften des Bucher Industries Konzerns. 6.2 Chancen Der Auftragsbestand ist aktuell auf einem sehr hohen Niveau und deckt mehr als einen halben Jahresumsatz ab. Bei einem wirtschaftlichen Abschwung und einem rückgängigen Auftragseingang können die Produktionskapazitäten somit langsam und effizient angepasst werden. In den vergangenen Jahren wurden wichtige Investitionen in die Produktionsanlagen getätigt. Der Standort Klettgau (Bucher Hydraulics) wurde und wird weiter modernisiert, unter anderem wurde ein modernes Hochregallager in Betrieb genommen. Jetter baut ein komplett neues Gebäude, abgestimmt auf die Bedürfnisse bezüglich Entwicklung und Produktion. Diese und weitere kleinere Investitionen sollten zu einer höheren operativen Effizienz und tieferen Kosten führen. Vor allem in Europa benötigen Herstellerinnen von Nutz- und Spezialfahrzeugen Lösungen für die Elektrifizierung ihrer Produkte. Bucher Hydraulics trieb die Entwicklung elektrohydraulischer Antriebssysteme weiter voran und kann bereits eine Palette an Lösungen in unterschiedlichen Leistungsklassen anbieten. Namhafte Firmen sind darauf aufmerksam geworden und zeigen Interesse an diesen energieeffizienten Lösungen für ihre Applikationen. Nebst Kommunalfahrzeugen sind dies auch Baumaschinen, bei denen elektrohydraulische Subsysteme die unterschiedlichen Arbeitsfunktionen antreiben sollen. Diese neuere Produktsparte bietet Potential für weiteres Wachstum. 7 PrognoseberichtVoraussichtliche Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Die Nachfrage gab im Rahmen der allgemeinen konjunkturellen Abschwächung nach. Das Auftragsbuch ist jedoch noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Die Situation in der Lieferkette verbesserte sich gegenüber der schwierigen Vorjahresperiode. Sämtliche Divisionen waren weiterhin mit einem Fachkräftemangel sowie einer substanziellen Lohn- und Kosteninflation konfrontiert. Das BIP wird gemäss dem European Economic Forecast 2 für das Jahr 2023 nicht mehr im vergleichbaren Ausmaß wachsen wie 2022. Für den EU-Raum wird noch ein Wachstum von 1.1 % prognostiziert, mit einem Rückgang in Estland von -0.4 %. Für Deutschland wird nur ein Wachstum von 0.2 %, für Italien 1.2 % und für Frankreich 0.7 % vorhergesagt. Die Arbeitslosigkeit im EU Raum soll stabil bei 6.8 % bleiben. Die außerordentlich hohe Inflation von 8.4 % in 2022 soll sich auf 5.8 % reduzieren, wobei für Deutschland etwas höhere 6.8 % prognostiziert werden. Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns Der Auftragseingang dürfte die sehr hohen Werte von 2021 und 2022 nicht mehr erreichen und etwas unter den Umsatzerlösen von 2022 zu liegen kommen. Für die Umsatzerlöse wird ein moderates Wachstum für 2023 im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet, gestützt durch den hohen Auftragsbestand. Die EBIT Marge (%), die im Geschäftsjahr 2022 bei 7.2 % lag, sollte aufgrund des hohen Umsatzes und den Maßnahmen zur Kompensation von gestiegenen Kosten in 2023 leicht über dem Wert des Jahres 2022 liegen.
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https://economy-finance.ec.europa.eu/ecfin-publications_en
8 Dank an unsere PartnerWir wissen, dass unser Erfolg der Expertise und der hohen Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeitenden zu verdanken ist. Dies stellten sie im Berichtsjahr erneut unter Beweis und leisteten unter sehr schwierigen Umständen Hervorragendes. Sie setzten alles daran, dass die Kunden ihre Bestellungen trotz der Engpässe in der Lieferkette möglichst rechtzeitig und in gewohnter Qualität erhielten. Für ihren fortwährenden Einsatz sprechen wir unseren Mitarbeitenden ein herzliches Dankeschön aus.
Klettgau, den 31. Mai 2023 Jacques Sanche, Geschäftsführer Manuela Suter, Geschäftsführerin Konzernabschluss zum 31. Dezember 20221 Konzernbilanz per 31. Dezember 2022
2 Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
3 Konzernkapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
4 Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2022
5 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20225.1 Grundsätze der Konzernrechnungslegung Allgemeines Die Bucher Beteiligungen GmbH (Bucher Beteiligungen Gruppe) hat ihren Sitz an der Industriestrasse 1 in 79771 Klettgau, Deutschland, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau (HRB 620689) eingetragen. Die Bucher Beteiligungen Gruppe wird zu 90 % von der Bucher-Guyer AG und zu 10 % von der Bucher Industries AG gehalten. Beide Gesellschaften haben ihren Sitz in Niederweningen, Schweiz, und gehören zur Gruppe Bucher Industries. Bucher Industries AG (oberstes Mutterunternehmen) ist eine an der SIX Swiss Exchange notierte Aktiengesellschaft schweizerischen Rechts. Der Konzern umfasst fünf Divisionen:
Der Konzernabschluss der Bucher Beteiligungen Gruppe wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der vorliegende Konzernabschluss der Bucher Beteiligungen Gruppe wurde gemäss §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Er wird in Euro (EUR) geführt und basiert auf den nach einheitlichen betriebswirtschaftlichen Gliederungs- und Bewertungskriterien erstellten Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr; es entspricht dem Geschäftsjahr aller einbezogenen Unternehmen. Alle Beträge werden in Millionen Euro (EUR Mio.) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist. Die aus der Konzernrechnung des Vorjahrs übernommenen Vergleichsdaten werden bei Änderungen in der Darstellung, sofern notwendig, umgegliedert und ergänzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. 5.2 Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die folgenden Gesellschaften:
Legende Division: KG Kuhn Group, BM Bucher Municipal, BH Bucher Hydraulics, BEG Bucher Emhart Glass, BSp Bucher Specials, S Sonstige; Legende Tätigkeiten: P Produktion, V Vertrieb, D Dienstleistungen Der Konzernabschluss umfasst die folgenden assoziierten Unternehmen:
Legende Division: KG Kuhn Group, BM Bucher Municipal, BH Bucher Hydraulics, BEG Bucher Emhart Glass, BSp Bucher Specials, S Sonstige Legende Tätigkeiten: P Produktion, V Vertrieb, D Dienstleistungen 5.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden folgende Ausweiskorrekturen sowie Veränderungen von Postenbezeichnungen vorgenommen: Der Posten Konzernanteil am Jahresüberschuss wird nunmehr als Konzerngewinn in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung bezeichnet. Die im Vorjahr ausgewiesene Gewinnrücklange von 5,0 Mio. EUR entspricht dem Charakter eines Gewinnvortrags und wird ab dem Geschäftsjahr 2022 als solcher ausgewiesen, die Korrektur erfolgt in laufender Rechnung. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr, werden die Vorjahreswerte unter Beachtung der Korrektur wie folgt angegeben. Eine Anpassung der Vorjahresspalte in der Bilanz erfolgt nicht.
5.3.1 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände beinhalten entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte als auch den Geschäfts- oder Firmenwert von akquirierten Unternehmen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden nur aktiviert, wenn sie einen messbaren Nutzen über mehrere Jahre hinweg bringen. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich nach dem Anschaffungskostenmodell. Immaterielle Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer, je nach Kategorie zwischen fünf und zwanzig Jahren, amortisiert. Geschäfts- oder Firmenwerte aus Akquisitionen werden aktiviert und über einen Zeitraum von zehn Jahren, dem erwarteten Nutzungszeitraum, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde unter Berücksichtigung der Innovationszyklen der entsprechenden Branchen vorsichtig geschätzt. Forschungsund Entwicklungskosten werden direkt dem laufenden Ergebnis belastet. Sachanlagen sind zu historischen Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich der betriebswirtschaftlich angemessenen Abschreibungen bilanziert. Wertvermehrende Aufwendungen werden aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die aktivierungspflichtigen Einzelkosten und die aktivierungsfähigen Gemeinkosten entsprechend § 255 Abs. 2 HGB. Beim Ansatz der Herstellungskosten werden Fremdkapitalzinsen nicht einbezogen. Der Aufwand für Reparaturen, Unterhalt und Erneuerungen wird direkt der Gewinn- und Verlustrechnung belastet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebswirtschaftlich geschätzte Nutzungsdauer der Objekte. Grundstücke werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen und nicht abgeschrieben. Die Restnutzungsdauer der Sachanlagen wird periodisch überprüft. Folgende Nutzungsdauern sind vom Konzern festgelegt:
Anschaffungs- oder Herstellungskosten geringwertiger Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden - die jeweilige lokale Steuergesetzgebung berücksichtigend - im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe direkt der Gewinn- und Verlustrechnung belastet. Ausserplanmässige Abschreibungen werden bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens vorgenommen, wenn ihnen am Abschlussstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist (§ 253 Abs. 2 Satz 3) und die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Finanzanlagen beinhalten die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen. Dies sind Unternehmen, an welchen der Konzern mindestens 20 %, aber weniger als 50 % der Stimmrechte hält. Diese Unternehmen werden nach der Equity-Methode in die Konsolidierung mit einbezogen, wobei die Beteiligung zum anteiligen Eigenkapitalwert bewertet und das anteilige Ergebnis in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wird. Die sonstigen Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 5.3.2 Umlaufvermögen Vorräte werden nach dem Niederstwertprinzip höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Kosten werden mittels der gewichteten Durchschnittsmethode oder «First In - First Out»-Methode ermittelt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten, die neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Herstellung veranlasst ist, umfassen. Beim Ansatz der Herstellungskosten werden Fremdkapitalzinsen nicht einbezogen. Für Vorräte, die von ähnlicher Beschaffenheit und Verwendung für das Unternehmen sind, wird dieselbe Methode angewendet. Allen erkennbaren Verlustrisiken aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie allen Waren oder Artikeln mit ungenügendem Lagerumschlag wird durch betriebswirtschaftlich angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen, die in den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren bzw. - im Fall von fertigen und unfertigen Erzeugnissen - in der Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfasst sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beinhalten sowohl Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen als auch sonstige Vermögensgegenstände. Diese werden zum Nominalwert unter Abzug von Wertberichtigungen für Bonitätsrisiken bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind definiert als kurzfristige liquide Finanzinvestitionen, die innerhalb von drei Monaten in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Darin enthalten sind Kassenbestände, Bankguthaben sowie Festgeldanlagen. Es bestehen keine Einschränkungen auf Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. 5.3.3 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. 5.3.4 Konzerneigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. In den Kapitalrücklagen sind u. a. die über dem Nennwert liegenden Einzahlungen von Gesellschaftern (Agio) enthalten. Die Dividenden werden dem Konzerneigenkapital in derjenigen Periode belastet, in der sie von der Gesellschafterversammlung der Gesellschafter beschlossen werden. 5.3.5 Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bucher Beteiligungen Gruppe hat eine Reihe von mittel- und unmittelbaren Vorsorgeplänen. Bei mittelbaren Plänen werden die Beiträge aufgrund gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis einbezahlt. Darüber hinaus werden für die mittelbaren Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen gemäss Artikel 28 EGHGB keine Rückstellungen bilanziert. Die meisten Mitarbeitenden sind durch Vorsorgeeinrichtungen im Rahmen der entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften versichert. Die Mehrzahl der Vorsorgeeinrichtungen sind mittelbare Vorsorgepläne. Zudem hat die Gruppe eine Reihe unmittelbarer Pläne. Die rechtlichen Vorschriften zur betrieblichen Altersvorsorge werden in Deutschland über das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) geregelt. Demnach sind verschiedene Durchführungswege der Vorsorge im Gesetz zulässig. Innerhalb der Gruppe wird die Altersvorsorge über eine Unterstützungskasse oder über Betriebsvereinbarungen abgewickelt. Die Zusagen sind teilweise als Festgehaltspläne ausgestaltet und sehen eine lebenslängliche Altersrente, Witwenrente sowie Berufsunfähigkeitsrente vor. Die zugesagten Versorgungsleistungen werden in regelmässigen Abständen von der Gesellschaft auf deren Angemessenheit hin überprüft. Einen Rechtsanspruch auf eine Anpassung wird nicht eingeräumt. Die Verpflichtungen aus unmittelbaren Vorsorgeplänen in Deutschland wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln RT 2018G der HEUBECK AG, Köln, ermittelt. Dabei wurde per 31.12.2022 unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszins von 1.78 % (per 31.12.2021: 1.87 %) angesetzt, welcher dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre entspricht. Der Rententrend wurde in Höhe von 2.4 % p.a. (Vorjahr 1.75 %) angewendet. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden nach Heubeck und AON-Standard angesetzt. Auf den Einbezug etwaiger Lohnsteigerungsraten wurde verzichtet. In Italien wird die betriebliche Vorsorge hauptsächlich über Abfindungspläne ("termination indemnity plans") abgewickelt. Die Planteilnehmer sind an einer Abfindungszahlung berechtigt, sobald eine Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses aus Gründen der Kündigung, Invalidität, Tod oder Ruhestand vorliegt. Die Höhe der Abfindung ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre. Diese Verpflichtungen werden unter Berücksichtigung der lokalen Bilanzierungsrichtlinien ermittelt und aufgrund von Wesentlichkeitsgesichtspunkten unverändert in den Konzernabschluss übernommen. Für die Ermittlung wurde ein Zinssatz von 3.4 % p.a. (Vorjahr 0.4 % p.a.), eine langfristige Inflationsrate zwischen 2.0 % - 2.66 % p.a. (Vorjahr 1.2 % - 2.0 % p.a.) sowie eine Lohnsteigerungsrate von 3.0 % - 3.41 % p.a. (Vorjahr 2.4 % - 2.75 % p.a.) zu Grunde gelegt. Steuerrückstellungen betreffen Rückstellungen für erwartete und noch nicht in Rechnung gestellte Steuern. Sonstige Rückstellungen betreffen Garantierückstellungen, Rechtsfälle und Risiken aus der industriellen Geschäftstätigkeit und werden gebildet, wenn eine gesetzliche oder faktische Verpflichtung aus vergangenen Ereignissen entstanden ist, der Mittelabfluss in der Zukunft zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine zuverlässige Schätzung des Betrags möglich ist. Garantierückstellungen werden zum Verkaufszeitpunkt, basierend auf den Erfahrungswerten der letzten zwei Jahre, gebildet. Die Rückstellungen für Rechtsfälle decken Risiken im Zusammenhang mit Unfällen, Vertriebs- und Patentrechten oder anderen Rechtsstreitigkeiten ab. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. 5.3.6 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten (davon aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit separat ausgewiesen). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Eine Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verpflichtung zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. 5.3.7 Weitere Bilanzierungsgrundsätze Umsatzerlöse/Umsatzrealisierung Der Umsatz entspricht allen vereinnahmten und noch zu vereinnahmenden Beträgen von Dritten für Waren, Produkte und Dienstleistungen. Die Bemessung erfolgt zum erwarteten Gegenwert unter Abzug von Umsatzsteuern und Erlösminderungen wie Umsatzboni, gewährte Rabatte und Skonti. Die erfassten Betragsschätzungen basieren auf Erfahrungswerten und den Vertragsbedingungen. Die Umsatzerfassung aus Waren und Produkten erfolgt dabei bei Leistungserfüllung bzw. Kontrollübergang auf den Kunden. Der Zeitpunkt der Übertragung ist u.a. abhängig von spezifischen Vertragskriterien bzw. den vereinbarten internationalen Handelsklauseln («Incoterms»). Die Zahlung ist in der Regel innerhalb von 30 bis 90 Tagen ab Lieferung fällig. In einigen Verträgen sind kurzfristige Anzahlungen erforderlich, bevor die Waren und Produkte geliefert werden. Bei einigen Verträgen können erweiterte Garantieleistungen, Service- und Wartungsdienstleistungen oder Installationsleistungen gewährt werden. Diese werden bilanziell abgegrenzt. Die Erbringung von Serviceleistungen wie Installationen erfolgt aufgrund von Vereinbarungen mit dem Kunden. Zinserträge/Dividenden Zinserträge werden über die erwartete Laufzeit erfasst, damit sie den effektiven Ertrag eines Aktivums widerspiegeln. Dividenden werden dann erfasst, wenn Aktionäre einen rechtlichen Anspruch geltend machen können. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zusammen. Steuern werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nach den lokalen Steuergesetzgebungen errechnet. Latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Latente Steuern werden auf den temporären Bewertungsdifferenzen zwischen den Steuerbilanzwerten und den entsprechenden HGB Konzernbuchwerten der einzelnen Gesellschaften errechnet. Die Bewertung der latenten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfolgt zu den jeweils gültigen oder erwarteten lokalen Steuersätzen. Potenzielle Steuereinsparungen aus anrechenbaren Verlustvorträgen und Bewertungsdifferenzen werden nur dann bilanziert, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden können. Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit einer Realisierung potenzieller Steuereinsparungen beruht auf Plandaten und erfordert Annahmen und Schätzungen. Aktive latente Steuern auf die bestehenden ertragsteuerlichen Verlustvorträge werden ermittelt, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen, sofern eine Aufrechnungsmöglichkeit von Verbindlichkeiten mit Erstattungsansprüchen hinsichtlich solcher Ertragsteuern bestehen, auf die sich die jeweiligen latenten Steuern beziehen. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsposten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips umgerechnet. Leasing Bei Leasinggeschäften wird zwischen Finanzierungsleasing und operativem Leasing unterschieden. Finanzierungsleasingverträge entsprechen wirtschaftlich gesehen einem Anlagekauf und werden bei erstmaliger Erfassung zum Marktwert oder zum tieferen Barwert der zukünftigen Mindestzahlungen aktiviert. Die Abschreibung erfolgt über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungs- oder über die kürzere Leasingdauer. Die entsprechenden Leasingverpflichtungen sind als Verbindlichkeiten passiviert. Ein operativer Leasingvertrag liegt vor, wenn ein wesentlicher Teil der mit dem Besitz verbundenen Risiken beim Leasinggeber verbleibt. Zahlungen für operative Leasingverträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die gesamte Dauer des Vertrags als Aufwand verbucht. 5.3.8 Konsolidierungsgrundsätze Konzernrechnung Die Konzernrechnung umfasst die Bucher Beteiligungen Gruppe sowie alle Konzerngesellschaften, an deren Grundkapital die Gesellschaft direkt oder indirekt mit mehr als 50 % der Stimmrechte die Kontrolle ausübt oder die Kontrolle durch vertragliche Vereinbarungen sicherstellt. Dabei werden nach der Methode der Vollkonsolidierung Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag der konsolidierten Gesellschaften zu 100 % erfasst. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich gemäss § 301 HGB dadurch, dass der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile am Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Konzerneigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet wird. Erworbene Konzerngesellschaften werden ab Übernahme der Kontrolle in die Konzernrechnung einbezogen und veräusserte Gesellschaften ab der Kontrollübergabe ausgeschlossen. Die nicht beherrschenden Anteile am Konzerneigenkapital und Konzernjahresüberschuss werden in der Konzernbilanz und in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwände und Erträge werden gegeneinander verrechnet und Zwischengewinne eliminiert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen werden die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der akquirierten Gesellschaft nach konzerneinheitlichen Grundsätzen zum Verkehrswert bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten den Marktwert der Nettoaktiven, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und linear über die Nutzungsdauer amortisiert. Ein negativer Unterschiedsbetrag der Kapitalkonsolidierung wird gemäß DRS 28 als eigener Posten unterhalb des Eigenkapitals dargestellt und in der Folge erfolgswirksam aufgelöst. Eine Reduktion der Beteiligungsquote ohne Verlust der Kontrolle wird ebenfalls über das Konzerneigenkapital erfasst. Die Summe der historischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung beträgt EUR 14.5 Mio. (Vorjahr: EUR 13.7 Mio.). Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögensgegenständen Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten waren, wurden diese erfolgswirksam eliminiert. Die Schuldenkonsolidierung wird gemäss § 303 HGB und die Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB vorgenommen. Umrechnung fremder Währungen Die Abschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden in der Währung des primären Wirtschaftsumfelds geführt, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist (funktionale Währung). Innerhalb der Bucher Beteiligungen Gruppe entspricht die funktionale Währung der jeweiligen lokalen Währung. Die Konzernrechnung wird in Euro ausgewiesen. Bei Konzerngesellschaften mit einer anderen funktionalen Währung werden die Jahresabschlüsse nach der modifizierten Stichtagskursmethode in Euro umgerechnet: Die Bilanzen werden hierbei zu Bilanzstichtagskursen und die Gewinn- und Verlustrechnungen sowie die Geldflussrechnungen zu Durchschnittskursen in Euro umgerechnet; die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen. Daraus entstehende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfasst. Bei Verkauf oder Liquidation der Gesellschaften werden die entsprechenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam erfasst. Folgende wesentlichen Währungskurse wurden für die Bewertung, die Umrechnung und die Konsolidierung angewandt:
5.3.9 Änderungen im Konsolidierungskreis
Im September 2022 übernahm die Bucher Beteiligungen GmbH 100 % der Anteile des Softwareentwicklungsunternehmens Enway mit 15 Mitarbeitenden und Standorten in Berlin und Singapur. Das Start-up entwickelt Software- und Robotiklösungen für autonome Kehrfahrzeuge. Als Entwicklungsunternehmen wurde im Jahr 2022 noch keine Umsatzerlöse erzielt. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung der Enway beträgt EUR 0.8 Mio. Im Geschäftsjahr wurde die Bucher Beteiligungsverwaltung GmbH, München, zum Stichtag 30. Juni 2022 auf die Bucher Beteiligungen GmbH, Klettgau, verschmolzen. 5.4 Erläuterungen zum Konzernabschluss 5.4.1 Anlagevermögen
Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Forschungs- und Entwicklungskosten in den immateriellen Vermögenswerten aktiviert. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand dient hauptsächlich der Erneuerung und Ergänzung des Produkt- und Serviceangebots der Divisionen und ist in den Positionen Materialaufwand, Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Abschreibungen enthalten. Der Geschäfts- oder Firmenwert entfällt wie im Vorjahr komplett auf die Kapitalkonsolidierung. 5.4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von EUR 0.0 Mio. (Vorjahr: EUR 0.0 Mio.) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 73.2 Mio. (Vorjahr: EUR 65.6 Mio.) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie in Höhe von EUR 5.1 Mio. (Vorjahr: EUR 21.9 Mio.) aus der Anlage von Finanzmitteln im Rahmen des Cash Poolings. Zum Stichtag bestanden keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von EUR 0.1 Mio. (Vorjahr: EUR 0.1 Mio.). 5.4.3 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden mit Vermögensgegenständen saldiert, die ausschliesslich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um zweckexklusive und verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den eingezahlten Beiträgen. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
Wesentliche Erträge aus dem Deckungsvermögen, die mit den Zinszuführungen zu den Altersversorgungsverpflichtungen gemäss § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu saldieren wären, sind im Geschäftsjahr 2022 nicht angefallen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Massgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Massgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB) beträgt EUR 1.5 Mio. (Vorjahr: EUR 1.6 Mio.). Die Zinszuführungen zu den Pensionsrückstellungen sind im Finanzergebnis im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. 5.4.4 Sonstige Rückstellungen
Garantierückstellungen werden zum Verkaufszeitpunkt basierend auf den Erfahrungswerten der letzten zwei Jahre gebildet. Der Zeitpunkt des Mittelabflusses ist abhängig davon, wann die Garantieansprüche angemeldet bzw. die entsprechenden Fälle abgeschlossen werden. Angefallene Garantiekosten werden bei Zahlung gegen die gebildeten Rückstellungen verrechnet. Die übrigen Rückstellungen betreffen Risiken aus industriellen Geschäftstätigkeiten. Die Zinszuführungen zu den langfristigen Rückstellungen sind im Finanzergebnis im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. 5.4.5 Verbindlichkeiten
Die Finanzverbindlichkeiten bestehen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in der Höhe von EUR 2.3 Mio. (2022: EUR 3.8 Mio.). Die Finanzverbindlichkeiten weisen keine Zahlungsstörungen oder Vertragsbrüche auf. Die Darlehen sind an keine «Financial Covenants»-Bedingungen geknüpft. Die Muttergesellschaften der Bucher Beteiligungen GmbH sind die Bucher Guyer AG, Niederweningen, Schweiz sowie die Bucher Industries AG, Schweiz. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen EUR 44.6 Mio. Verbundene Unternehmen umfassen die Gesellschaften der Bucher Industries Gruppe, die nicht Teil der Bucher Beteiligungen Gruppe sind, mit denen Gesellschaften der Bucher Beteiligungen Gruppe in Handels- oder Finanzierungsbeziehungen stehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen inkl. gegenüber Gesellschaftern resultieren in Höhe von EUR 128.7 Mio. (Vorjahr: EUR 126.4 Mio.) aus langfristigen Darlehen und in Höhe von EUR 55.8 Mio. (Vorjahr: EUR 49.9 Mio.) aus Cash Pool-Konten mit einer Laufzeit unter 1 Jahr, sowie in Höhe von EUR 23.3 Mio. (Vorjahr: EUR 25.5 Mio.) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Daneben sind sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 15.3 Mio. (Vorjahr: EUR 9.3 Mio.) enthalten. Die Konditionen der Darlehen sind marktüblich Die Darlehen sind rückzahlbar zwischen 2023 und 2030 und werden zwischen 1.00 % und 2.94 % verzinst. 5.4.6 Latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Beim Ausweis von latenten Steuerverbindlichkeiten werden Quellensteuern und andere Steuern auf zukünftige Dividenden von Tochtergesellschaften nicht berücksichtigt, wenn die Mittel langfristig reinvestiert wurden und eine Ausschüttung nicht geplant ist. Die anzuwendenden Steuersätze zur Berechnung der latenten Steuern entsprechen den Steuersätzen der einzelnen Steuerhoheitsgebiete. Da der Konzern in unterschiedlichen Ländern tätig ist, können sich die Steuersätze von Periode zu Periode, basierend auf den Gewinnen pro Land und allfälligen Änderungen der Steuersätze, verändern. Der gewichtete Durchschnittssteuersatz betrug 27.8 % (Vorjahr 31.2 %). Steuerliche Verlustvorträge Latente Steuerforderungen werden nur berücksichtigt, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Darin eingeschlossen sind auch latente Steuerforderungen auf steuerlich verwendbaren Verlustvorträgen sowie auf zu erwartenden Steuergutschriften. 5.4.7 Umsatzerlöse nach Divisionen
Die in der Zeile «Konsolidierung» ausgewiesenen Werte umfassen die Konsolidierungseffekte aus Umsatztransaktionen zwischen den Divisionen. 5.4.8 Umsatzerlöse nach Regionen
5.4.9 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
In der Position Gebühren, Abgaben, Beratung sind die Prüfungs- und Beratungshonorare enthalten. Im übrigen Betriebsaufwand sind u.a. Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die Veränderung betriebsnotwendiger Rückstellungen enthalten, sofern diese nicht einem zutreffenden Aufwandskonto belastet werden konnten. Es gab keine wesentlichen periodenfremden Erträge oder Aufwendungen. 5.4.10 Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0.4 Mio. (Vorjahr: EUR 0.2 Mio.). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 2.9 Mio. (Vorjahr: EUR 2.3 Mio.). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und sonstiger langfristiger Rückstellungen in Höhe von EUR 0.3 Mio. (Vorjahr: EUR 0.3 Mio.). 5.4.11 Mitarbeitende
5.4.12 Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds entspricht den Vorgaben nach DRS 21. 5.4.13 Sonstige Angaben Eingeräumte Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten Zur Besicherung von Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen mit einer Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag von EUR 0.4 Mio. wurden Aktiva von EUR 9.1 Mio. (2021: EUR 7.8 Mio.) abgetreten oder verpfändet. Absicherungsgeschäfte Zur Absicherung von Währungsrisiken schließt die Gesellschaft währungsbezogene Geschäfte nach der Net-Present-Value-Methode (Forwards und Swaps) ab, um Wechselkursschwankungen zwischen der Währung der Gesellschaften und den besicherten Währungen abzudecken. Zum 31. Dezember 2022 bestehen folgende Fremdwährungskontrakte:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und ausserbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen für operatives Leasing zur Nutzung von Gebäuden, Maschinen und Fahrzeugen und betrugen EUR 12.0 Mio. (Vorjahr: EUR 11.3 Mio.).
Der Vorteil dieser operativen Leasingverträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen, liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Für die den Fuhrpark betreffenden Leasingverträge besteht ein wesentlicher Vorteil auch in der Auslagerung administrativer Funktionen für die Verwaltung des Fuhrparks, die von den Leasinggesellschaften mit übernommen werden. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Andere Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen zum Kauf von Anlagevermögen in der Höhe von EUR 19.9 Mio., zum grössten Teil für den Bau des neuen Gebäudes von Jetter. Honorar des Abschlussprüfers RSM stellte der Bucher Beteiligungen Gruppe für das Berichtsjahr in Deutschland rund TEUR 77 für Abschlussprüfungsleistungen in Rechnung. Diese Leistungen standen im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 der Bucher Beteiligungen GmbH. Es wurden keine weiteren Beratungsdienstleistungen von RSM erbracht. Geschäftsführung Geschäftsführende im Jahr 2022 waren:
Bezüge der Geschäftsführung Der Konzern macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, sodass keine Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung gemacht werden müssen. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die Bucher Industries AG, Niederweningen/Schweiz, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den grössten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis erstellt, in den die Bucher Beteiligungen GmbH einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird nach den Regelungen von Swiss GAAP FER aufgestellt. Der Konzernabschluss der Bucher Industries AG ist am Sitz dieser Gesellschaft (Murzlenstrasse 80, 8166 Niederweningen, Schweiz) erhältlich. Die Bucher Industries AG ist im Hauptsegment der SIX Swiss Exchange (Valorennummer: 243217) kotiert. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens Bucher Beteiligungen GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn von TEUR 65'959, der sich aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 von TEUR 29'828 und dem Gewinnvortrag von TEUR 36'131 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. 5.4.14 Nachtragsbericht Es sind uns keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. 5.4.15 Von der Aufstellung eines Anhangs, Lageberichts sowie der Prüfung und Offenlegung befreite Tochterunternehmen Folgende direkte und indirekte Tochterunternehmen der Bucher Beteiligungen GmbH haben von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und sind damit von der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts, der Prüfung und der Offenlegung eines Jahresabschlusses gemäss § 264 ff. HGB befreit:
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 31. Mai 2023 von der Geschäftsführung zur Veröffentlichung genehmigt.
Klettgau, den 31. Mai 2023 Jacques Sanche, Geschäftsführer Manuela Suter, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bucher Beteiligungen GmbH: PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Bucher Beteiligungen GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bucher Beteiligungen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 30. Juni 2023 RSM
GmbH
Dr. Lütke-Uhlenbrock, Wirtschaftsprüfer Meseberg, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Billigung:Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 25.07.2023 gebilligt. |
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