KAEFER ESG GmbHLiquidiert

Bredowstraße 16, 22113 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 155924
Vorher
ESG Europäische Sondergerüstbau Verwaltungs-GmbHESG Europäische Sondergerüstbau GmbH
Eingetragen
10.9.1999
Branche
GerüstbauBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Aufbau, Abbau und Verleih von Gerüsten und sonstigen Montageteilen sowie die Durchführung aller damit in unmittelbarem und mittelbarem Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Marius Wellbrock
seit 1.7.2021
Prokura
Kerstin Dr. Lacher
seit 7.8.2020
Prokura
Karsten Wirth
seit 21.8.2019
Prokura
Geschäftsführer
Dirk Brand-Saßen
seit 21.8.2019
Prokura
Bernd Beermann
seit 28.2.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG Bremen
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Johannes van Weelden
Holtenborn 9, 25348 Glückstadt
60.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

Bremen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 1. April 2021

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ludwig, Wirtschaftsprüfer

Hantke, Wirtschaftsprüfer

KONZERNBILANZ

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.557.913,81 7.316.043,07
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.480.458,74 2.896.025,31
Geschäfts- oder Firmenwert 57.257.826,81 13.806.782,35
Geleistete Anzahlungen 146.521,18 40.576,55
65.442.720,54 24.059.427,28
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.818.592,22 15.055.383,04
Technische Anlagen und Maschinen 128.157.162,42 114.950.834,07
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.440.844,37 11.443.458,79
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 551.347,31 1.534.327,95
150.967.946,32 142.984.003,85
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 487.502,68 543.995,08
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 135.833,84 145.820,59
Beteiligungen 25.001,00 25.001,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 125.810,15 573.718,27
Sonstige Ausleihungen 1.659.474,63 1.892.468,84
2.433.622,30 3.181.003,78
218.844.289,16 170.224.434,91
UMLAUFVERMÖGEN
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.906.150,11 19.753.269,05
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 226.541.688,63 260.861.608,95
Erhaltene Anzahlungen -118.351.574,04 -144.461.460,08
Geleistete Anzahlungen 52.995,89 9.416,72
127.149.260,59 136.162.834,64
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 261.534.938,21 297.517.916,40
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.856.569,02 156.570,77
Sonstige Vermögensgegenstände 30.195.672,81 40.572.686,83
293.587.180,04 338.247.174,00
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 118.452.200,38 139.766.965,70
539.188.641,01 614.176.974,34
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.828.760,24 11.867.978,60
AKTIVE LATENTE STEUERN 30.985.172,22 25.138.326,01
AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 451.624,85 209.761,61
SUMME AKTIVA 798.298.487,48 821.617.475,47

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
EIGENKAPITAL
Kapitalanteile der Kommanditisten 1.200.000,00 1.200.000,00
Gesamthänderisch gebundene Rücklage 10.500.000,00 12.000.000,00
Sonderrücklage 18.381.024,87 18.381.024,87
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 67.701.775,90 82.035.331,80
Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung -57.014.805,45 -28.983.736,97
Nicht beherrschende Anteile 10.018.171,74 13.461.274,45
50.786.167,06 98.093.894,15
UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG 570.953,24 1.141.906,52
RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36.200.067,88 34.424.549,00
Steuerrückstellungen 5.900.413,47 7.638.069,90
Sonstige Rückstellungen 133.576.829,97 138.390.607,69
175.677.311,32 180.453.226,59
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern nahestehender Stiftung 3.600.000,00 3.600.000,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten 5.461.931,79 6.904.663,32
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern 1.310.560,00 955.326,20
Anleihen 250.000.000,00 250.000.000,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.573.209,93 40.762.419,11
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.250.002,85 22.839.263,05
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 117.340.828,24 114.806.584,87
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.891.024,28 157.750,53
Sonstige Verbindlichkeiten 125.770.142,58 98.585.312,90
566.197.699,67 538.611.319,98
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 233.684,35 233.129,46
PASSIVE LATENTE STEUERN 4.832.671,84 3.083.998,77
SUMME PASSIVA 798.298.487,48 821.617.475,47

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen

2020 2019
EUR EUR
Umsatzerlöse 1.544.781.473,10 1.743.583.973,79
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -40.760.435,20 -18.081.162,99
Andere aktivierte Eigenleistungen 575.661,57 1.040.055,20
Gesamtleistung 1.504.596.699,47 1.726.542.866,00
Sonstige betriebliche Erträge 29.834.209,34 31.435.693,83
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -184.180.237,35 -226.549.236,46
Aufwendungen für bezogene Leistungen -281.228.268,30 -296.397.840,85
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -635.453.986,20 -721.457.665,98
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -143.404.341,19 -167.215.917,86
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -39.816.344,58 -43.316.201,95
Sonstige betriebliche Aufwendungen -225.172.503,92 -250.312.972,68
-1.479.421.472,20 -1.673.814.141,95
Erträge aus Beteiligungen 190.841,14 100.000,00
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.654.815,27 2.897.106,67
Abschreibungen auf Finanzanlagen -855.578,44 -150.001,08
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -25.197.063,59 -25.553.807,34
-24.206.985,62 -22.706.701,75
Ergebnis vor Steuern 968.241,65 30.022.022,30
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.466.688,86 -16.146.328,10
Ergebnis nach Steuern -6.498.447,21 13.875.694,20
Sonstige Steuern -2.887.947,03 -3.358.171,24
Jahresergebnis -9.386.394,24 10.517.522,96
davon auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallend -11.378.469,14 6.260.202,14
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend 1.992.074,90 4.257.320,82

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen

2020 2019
EUR EUR
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) -9.386.394,24 10.517.522,96
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 40.671.923,02 43.466.203,02
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen (ohne Ertragsteuern) -2.448.303,41 4.350.078,52
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) / Aufwendungen (+) -1.020.626,26 -1.553.745,16
Verluste (+) / Gewinn (-) aus Anlageabgängen 296.375,95 -1.455.652,63
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 67.444.665,86 33.612.445,15
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva 33.443.112,45 2.466.296,00
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 18.132.791,36 16.812.374,24
Ertragsteueraufwand (+)/ -ertrag (-) 7.466.688,86 16.146.328,10
Sonstige Beteiligungserträge (-) -140.841,14 0,00
Auszahlungen (-) aus Ertragsteuern -17.487.965,35 -10.943.451,28
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 136.971.427,10 113.418.398,92
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 9.551,09 137.394,47
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.072.010,66 -4.203.008,54
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.496.309,58 11.587.095,30
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -26.678.679,91 -41.541.747,36
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 35.546,47 296.276,39
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -244.596,41 -20.078,11
Einzahlungen (+) aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 983,88 0,00
Auszahlungen (-) aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen -98.053.852,13 -5.917.719,57
Erhaltene Zinsen (+) 1.578.135,35 2.828.593,24
Einzahlungen (+) aus Beteiligungen 140.841,14 0,00
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -121.787.771,60 -36.833.194,18
Auszahlungen (-) an Kommanditisten -4.711.643,74 -11.166.591,14
Auszahlungen (-) an Minderheitsgesellschafter -3.670.915,72 -5.650.758,22
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 18.667.488,10 2.505.660,96
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -21.813.772,58 -2.459.058,41
Auszahlungen (-) aus sonstiger Finanzierungstätigkeit -3.534.524,51 -4.839.786,40
Gezahlte Zinsen (-) -18.935.266,47 -17.962.632,15
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -33.998.634,92 -39.573.165,36
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -18.814.979,42 37.012.039,38
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.632.908,28 -4.905.596,78
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 135.078.421,91 102.971.979,31
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 117.896.350,77 135.078.421,91
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 118.452.200,38 139.766.965,70
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -555.849,61 -4.688.543,79
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 117.896.350,77 135.078.421,91

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen

Mutterunternehmen
Kapitalanteile der Kommanditisten Gesamthänderisch gebundene Rücklage Sonderrücklage
EUR EUR EUR
Stand 01.01.2019 1.200.000,00 0,00 18.381.024,87
Konzern-Jahresergebnis 0,00 0,00 0,00
Verrechnung Firmenwertabschreibung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Einstellung gesamthänderisch gebundene Rücklage 0,00 12.000.000,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Veränderungen Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00
Andere Eigenkapitalveränderungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2019 1.200.000,00 12.000.000,00 18.381.024,87
Konzern-Jahresergebnis 0,00 0,00 0,00
Verrechnung Firmenwertabschreibung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Entnahmen Gesellschafter 0,00 -1.500.000,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Aufstockung Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00
Veränderungen Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00
Andere Eigenkapitalveränderungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2020 1.200.000,00 10.500.000,00 18.381.024,87
Mutterunternehmen Nicht beherrschende Anteile
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung Eigenkapital
EUR EUR EUR
Stand 01.01.2019 95.378.058,68 -27.541.870,93 87.417.212,62
Konzern-Jahresergebnis 6.260.202,14 0,00 6.260.202,14
Verrechnung Firmenwertabschreibung -1.528.901,61 0,00 -1.528.901,61
Währungsumrechnung 0,00 -1.134.616,88 -1.134.616,88
Einstellung gesamthänderisch gebundene Rücklage -12.000.000,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten -6.727.994,16 0,00 -6.727.994,16
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Veränderungen Konsolidierungskreis 0,00 -224.228,97 -224.228,97
Andere Eigenkapitalveränderungen 653.966,75 -83.020,19 570.946,56
Stand 31.12.2019 82.035.331,80 -28.983.736,97 84.632.619,70
Konzern-Jahresergebnis -11.378.469,14 0,00 -11.378.469,14
Verrechnung Firmenwertabschreibung -1.188.674,55 0,00 -1.188.674,55
Währungsumrechnung 0,00 -28.439.224,27 -28.439.224,27
Entnahmen Gesellschafter 0,00 0,00 -1.500.000,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten -1.768.912,21 0,00 -1.768.912,21
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Aufstockung Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00
Veränderungen Konsolidierungskreis 2.500,00 91.866,68 94.366,68
Andere Eigenkapitalveränderungen 0,00 316.289,11 316.289,11
Stand 31.12.2020 67.701.775,90 -57.014.805,45 40.767.995,32
Nicht beherrschende Anteile
Minderheitenkapital Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung Eigenkapital
EUR EUR EUR
Stand 01.01.2019 13.572.061,04 -645.344,27 12.926.716,77
Konzern-Jahresergebnis 4.257.320,82 0,00 4.257.320,82
Verrechnung Firmenwertabschreibung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 517.619,84 517.619,84
Einstellung gesamthänderisch gebundene Rücklage 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen -4.677.216,81 0,00 -4.677.216,81
Veränderungen Konsolidierungskreis 436.833,83 0,00 436.833,83
Andere Eigenkapitalveränderungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2019 13.588.998,88 -127.724,43 13.461.274,45
Konzern-Jahresergebnis 1.992.074,90 0,00 1.992.074,90
Verrechnung Firmenwertabschreibung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -614.445,54 -614.445,54
Entnahmen Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen -4.105.390,76 0,00 -4.105.390,76
Aufstockung Minderheitsgesellschafter 686,04 0,00 686,04
Veränderungen Konsolidierungskreis -716.027,35 0,00 -716.027,35
Andere Eigenkapitalveränderungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2020 10.760.341,71 -742.169,97 10.018.171,74
Konzerneigenkapital
EUR
Stand 01.01.2019 100.343.929,39
Konzern-Jahresergebnis 10.517.522,96
Verrechnung Firmenwertabschreibung -1.528.901,61
Währungsumrechnung -616.997,04
Einstellung gesamthänderisch gebundene Rücklage 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten -6.727.994,16
Ausschüttungen -4.677.216,81
Veränderungen Konsolidierungskreis 212.604,86
Andere Eigenkapitalveränderungen 570.946,56
Stand 31.12.2019 98.093.894,15
Konzern-Jahresergebnis -9.386.394,24
Verrechnung Firmenwertabschreibung -1.188.674,55
Währungsumrechnung -29.053.669,81
Entnahmen Gesellschafter -1.500.000,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten -1.768.912,21
Ausschüttungen -4.105.390,76
Aufstockung Minderheitsgesellschafter 686,04
Veränderungen Konsolidierungskreis -621.660,67
Andere Eigenkapitalveränderungen 316.289,11
Stand 31.12.2020 50.786.167,06

KONZERNANHANG

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Konzernabschluss und die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften wurden nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft (im Folgenden: "KAEFER KG") mit Sitz in Bremen im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter der Nummer HRA 14280 eingetragen.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die KAEFER KG ist Mutterunternehmen i. S. d. § 290 HGB für die inländischen und ausländischen Tochterunternehmen, die sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ergeben.

Die Gesellschaften, bei denen von der Einbeziehung in den Konzernabschluss gemäß § 296 Abs. 2 HGB abgesehen wurde, haben für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eine nur untergeordnete Bedeutung.

Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Nachfolgende Gesellschaften wurden erstmalig einbezogen:

WGIS

Nachfolgende Gesellschaften wurden entkonsolidiert

GC

Isologics

KAEFER JV USA

Recore Technologies AB

Zur Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020 mit dem Vorjahr sind im Folgenden die Auswirkungen des Erwerbs und der erstmaligen Konsolidierung der WGIS zum 5. Februar 2020 unter Berücksichtigung des zur Finanzierung in Anspruch genommenen Konsortialkredits auf die Konzernbilanz sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

31.12.2020 (inkl. WGIS) 31.12.2020 (ohne WGIS) Veränderung
AKTIVA Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Anlagevermögen 218,8 153,7 65,2
Umlaufvermögen 539,2 573,4 -34,2
Rechnungsabgrenzungsposten 8,8 8,1 0,7
Aktive latente Steuern 31,0 28,9 2,1
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,5 0,5 0,0
Bilanzsumme 798,3 764,5 33,8
31.12.2020 (inkl. WGIS) 31.12.2020 (ohne WGIS) Veränderung
PASSIVA Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Eigenkapital 50,8 53,4 -2,6
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,6 0,6 0,0
Rückstellungen 175,7 167,7 8,0
Verbindlichkeiten 566,2 537,7 28,5
Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 0,2 0,0
Passive latente Steuern 4,8 4,8 0,0
Bilanzsumme 798,3 764,5 33,8
31.12.2020 (inkl. WGIS) 31.12.2020 (ohne WGIS) Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Umsatzerlöse 1.544,8 1.429,1 115,6
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -40,8 -31,8 -9,0
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,6 0,6 0,0
Gesamtleistung 1.504,6 1.397,9 106,7
Sonstige betriebliche Erträge 29,8 28,5 1,4
Materialaufwand -465,4 -432,6 -32,8
Personalaufwand -778,9 -721,1 -57,8
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -39,8 -34,3 -5,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -225,2 -211,0 -14,2
Finanzergebnis -24,2 -24,2 0,0
Ergebnis vor Steuern 1,0 3,3 -2,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7,5 -7,2 -0,3
Ergebnis nach Steuern -6,5 -3,9 -2,6
Sonstige Steuern -2,9 -2,9 0,0
Jahresergebnis -9,4 -6,8 -2,6

3. KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

3.1. Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Einzelabschlüsse

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft zum 31. Dezember 2020 aufgestellt worden. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften sind ebenfalls auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt worden.

3.2. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmenszusammenschlüsse ab dem 1. Januar 2010 gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für historische Kapitalkonsolidierungen nach der Buchwertmethode wird das Beibehaltungswahlrecht in Anspruch genommen. Die Kapitalkonsolidierung wird gem. § 301 Abs. 2 HGB grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird ergebniswirksam über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände aufgelöst. Der Unterschiedsbetrag resultiert aus einem Unternehmenserwerb und wurde im Geschäftsjahr erfolgswirksam um 571 TEUR aufgelöst. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich.

Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben (Aufstockung) oder veräußert (Abstockung), ohne dass der Status als Tochterunternehmen verloren geht, werden diese Transaktionen als Erwerbs- bzw. Veräußerungsvorgang abgebildet.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Erwerbsvorgängen bis zum 31. Dezember 2009 entstanden sind, werden entsprechend Artikel 66 Absatz 3 Satz 4 EGHGB i. V. m. § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a. F. über einen Zeitraum von 15 Jahren erfolgsneutral mit dem Konzernbilanzgewinn verrechnet. Im Vergleich zu einer erfolgswirksamen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte verbesserte sich dadurch das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresergebnis um 1.189 TEUR (Vorjahr: 1.529 TEUR). Bei einer Entkonsolidierung der jeweiligen Gesellschaft werden die zunächst erfolgsneutral verrechneten Abschreibungen erfolgswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die in den Geschäftsjahren seit dem 1. Januar 2010 und bis zum 31. Dezember 2015 entstanden sind, werden nach § 309 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 HGB a.F. planmäßig mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren erfolgswirksam abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte, die ab dem 1. Januar 2016 entstanden sind, werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Für die Geschäfts- oder Firmenwerte der übernommenen Unternehmen RIP Comercio und RIP Servicos (entstanden im Geschäftsjahr 2014) sowie KAEFER ESG (entstanden im Geschäftsjahr 2018) wird eine Nutzungsdauer von zehn Jahren angenommen, für den im Geschäftsjahr 2020 entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert des übernommenen Unternehmens WGIS eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren. Der Markt für Isolierlösungen in den entsprechenden Ländern zeichnete sich in der Vergangenheit durch eine hohe Stabilität aus. Da die Branche kurzfristig keinen technischen Veränderungen unterliegt, ist auch für die Zukunft ein stabiles Marktumfeld zu erwarten. Auf Basis der Ergebnisplanung und unter Berücksichtigung der Marktrisiken geht die Geschäftsführung von einer voraussichtlichen Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte über zehn bzw. fünfzehn Jahre aus.

Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde gemäß § 307 Abs. 1 S. 1 HGB innerhalb des Eigenkapitals ein Ausgleichsposten gebildet ("Nicht beherrschende Anteile").

Für die Zweckgesellschaften SEDISA und U-Kasse liegt bei wirtschaftlicher Betrachtung die Mehrheit der Risiken und Chancen des Unternehmens und damit beherrschender Einfluss durch das Mutterunternehmen vor. Die Zweckgesellschaften wurden daher nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen.

3.3. Schuldenkonsolidierung

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse werden gegeneinander aufgerechnet. Differenzen werden erfolgswirksam behandelt.

3.4. Behandlung von Zwischenergebnissen

Zwischenergebnisse werden entsprechend § 304 HGB eliminiert, soweit sie für die Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

3.5. Aufwands und Ertragskonsolidierung

Konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden gemäß § 305 HGB erfolgsneutral gegeneinander aufgerechnet, soweit sie nicht als Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen oder als andere aktivierte Eigenleistungen auszuweisen sind.

Beteiligungserträge von konsolidierten Unternehmen werden eliminiert.

3.6. Equity-Bewertung

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, die einer Equity-Bewertung unterliegen.

3.7. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen zum Stichtag der Erstkonsolidierung) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital unter dem Posten "Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung" ausgewiesen.

Im Falle einer Entkonsolidierung wird der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung der Gesellschaft in entsprechender Höhe erfolgswirksam aufgelöst.

4. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Für die Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Geschäfts- oder Firmenwerte verweisen wir auf Abschnitt 3.2 Kapitalkonsolidierung.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Bei Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken und technischen Anlagen und Maschinen werden Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung deren Herstellung verwendet wird, gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde aufgrund aktualisierter Markterkenntnisse die voraussichtliche Nutzungsdauer von Gerüsten angepasst, woraus ein Rückgang der Abschreibungen in Höhe von 2.582 TEUR resultiert.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen angesetzt. Die Anschaffungskosten für erworbene Unternehmen bemessen sich nach der Gegenleistung des erwerbenden Unternehmens. Die Gegenleistung entspricht dem Erwerbspreis für das erworbene Unternehmen bzw. dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte oder Anteile zuzüglich Anschaffungsnebenkosten einschließlich sonstiger dem Erwerb direkt zurechenbarer Leistungen. Falls ein Teil des Kaufpreises von künftigen Ereignissen abhängt, ist der voraussichtlich zu zahlende Gesamtbetrag als Anschaffungskosten anzusetzen, sofern die Kaufpreisanpassung wahrscheinlich ist und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Die Wertberichtigungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Die ausgewiesenen Buchwerte der Finanzanlagen liegen nicht über ihren beizulegenden Zeitwerten.

Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wird das Deckungsvermögen mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.

Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Soweit erforderlich, sind Bestandsrisiken durch den Ansatz des niedrigeren Stichtagspreises, durch Reichweitenabschläge sowie durch - auf Vollkostenbasis ermittelte - Abschläge für verlustfreie Bewertung berücksichtigt. Erhaltene Netto-Anzahlungen für laufende Projekte werden offen von den ausgewiesenen Vorräten abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen die zu aktivierenden Herstellungskosten überschreiten, werden die übersteigenden Anzahlungsbeträge passivisch ausgewiesen.

Bei langfristigen Fertigungsprojekten werden Teilgewinne für unfertige Leistungen anteilig realisiert, sofern der erwartete Gewinn verlässlich zu ermitteln ist, die Gesamtleistung in kalkulatorisch abgrenzbare Teilleistungen zerlegt werden kann, keine Risiken ersichtlich sind, die das erwartete Ergebnis wesentlich beeinträchtigen können und keine Anzeichen dafür vorliegen, dass die jeweiligen Abnehmer Einwendungen erheben könnten, die sich negativ auf das Gesamtergebnis auswirken können.

Für unvorhersehbare Garantieleistungen und Nachbesserungen werden dabei vorsichtig bemessene Beträge berücksichtigt. Schließen Teilleistungen gegenüber den Vorkalkulationen mit wesentlich höheren Ist-Kosten ab, so werden anteilige Gewinne nicht vereinnahmt, soweit nicht davon ausgegangen werden kann, dass die noch anfallenden Kosten hinreichende Deckung im Erlös finden.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkannten Risiken angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Ein- bzw. Auszahlungen für Erträge bzw. Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,30 % p. a. (Vorjahr: 2,71 % p. a.) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,50 % p. a. (Vorjahr: 1,25 % p. a.) berücksichtigt, es sei denn, dass Steigerungen von 1,00 % p. a. (Vorjahr: 1,00 % p. a.) bei Einzelzusagen oder 1,50 % p. a. (Vorjahr: 1,50 % p. a.) beim Rentenplan garantiert sind. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden hinsichtlich der gehaltsabhängigen Zusagen mit 2,00 % p. a. (Vorjahr: 2,00 % p. a.), für die nicht gehaltsabhängigen Zusagen mit 0,00 % p. a. (Vorjahr: 0,00 % p. a.) berücksichtigt. Eine Fluktuation ist vor dem Hintergrund der Ausgestaltung der Versorgungsordnungen nicht zu berücksichtigen. Die Pensionsrückstellungen für Kapitalansprüche aus umgewandelten Entgeltbestandteilen werden erst bei tatsächlichem Einbehalt des Entgelts und nicht prospektiv bei Vertragsabschluss gebildet. Des Weiteren wird die Bewertung der Kapitalansprüche aus Arbeitgeberansprüchen nach dem degressiven m/n-tel Verfahren ohne eine ratierliche Kürzung gemäß der Dienstzeit angewendet.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 4.455 TEUR (Vorjahr: 4.446 TEUR).

Für Pensionszusagen, deren Ansprüche vor dem 1. Januar 1987 erworben wurden, sowie für mittelbare Pensionszusagen wurden aufgrund des Wahlrechts gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB keine Pensionsrückstellungen gebildet. Zum 31. Dezember 2020 beträgt die nicht passivierte Verpflichtung 14.602 TEUR (Vorjahr: 13.998 TEUR).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Als Rechnungsgrundlagen dienten die 2018 erschienenen Richttafeln (RT 2018 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Gemäß BilMoG wurde ein laufzeitabhängiger Rechnungszins ermittelt. Dieser betrug zum 30. November 2020 0,48 % (Vorjahr: 0,62 %) bei einer durchschnittlichen Laufzeit der ATZ-Verträge von ca. 2,10 Jahren (Vorjahr: ca. 2,03 Jahren). Weiter wurde eine Gehaltssteigerung von 2,0 % p.a. (Vorjahr: 2,0 % p. a.) berücksichtigt.

Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen wurde nach den Vorgaben des IDW RS HFA 3 vorgenommen. Danach setzt sich die Altersteilzeitrückstellung aus einem Teilbarwert für Erfüllungsrückstände sowie einem Teilbarwert für Aufstockungsbeträge zusammen.

Die Rückstellung für Erfüllungsrückstände ist über den Zeitraum ratierlich zu bilden, in dem die Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß die Entlohnung erdienen.

Die Rückstellung für Aufstockungsbeträge, inklusive der Aufstockung der Sozialversicherungsbeiträge, wird in Abhängigkeit des wirtschaftlichen Charakters der Altersteilzeitvereinbarung gebildet.

Hat die Altersteilzeitvereinbarung den wirtschaftlichen Charakter einer Abfindungsleistung, so sind die gesamten Aufstockungsbeträge bei Entstehen der Altersteilzeitverpflichtung in voller Höhe zu berücksichtigen. Hierbei sind alle am Abschlussstichtag bestehenden oder aufgrund eines den Arbeitnehmern unwiderruflich eingeräumten Wahlrechts voraussichtlich in der Zukunft bestehenden Verpflichtungen zur Zahlung von Aufstockungsbeträgen bei der Rückstellungsbildung zu berücksichtigen.

Hat die Altersteilzeitvereinbarung dagegen den wirtschaftlichen Charakter einer Entlohnung, so ist die Aufstockungsrückstellung ratierlich über den Zeitraum zu bilden, in dem der Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß diese zusätzliche Entlohnung erdient.

Zum Bilanzstichtag wurden, mit Ausnahme von zwei Altersteilzeitverträgen, die Entlohnungscharakter haben, bei allen Altersteilzeitverträgen die Aufstockungsbeträge in voller Höhe berücksichtigt ("wirtschaftlicher Charakter einer Abfindungsleistung").

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Im Rahmen der Gesamtdifferenzbetrachtung wird der aktivische Überhang der latenten Steuern, resultierend aus den einbezogenen Einzelabschlüssen, konzernweit bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente, wie beispielsweise Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, welche zur Absicherung gegen Wechselkurs- und Zinsrisiken eingesetzt werden, werden gemäß § 254 HGB als Bewertungseinheiten bilanziert. Hierbei wird in die folgenden Sicherungsbeziehungen unterschieden:

Als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit handelt; oder

Als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das dem mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder mit einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden kann.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien der Gesellschaft im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, noch wirksam waren. Wenn und soweit sich die Wertveränderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft kompensieren wird die Einfrierungsmethode verwendet, d.h. der effektive Teil der Sicherungsbeziehung schlägt sich weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Lediglich der ineffektive Teil wird imparitätisch durch Bildung von Rückstellungen berücksichtigt, soweit sich ein negativer Wertüberhang ergibt.

5. EINZELANGABEN ZUR KONZERNBILANZ

5.1. Anlagevermögen

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wurden i. H. v. 5.558 TEUR (Vorjahr: 7.316 TEUR) bilanziert und betreffen Entwicklungskosten für ERP-Softwareprodukte.

Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen von 337 TEUR.

Weitere Entwicklungen des Anlagevermögens werden im Anlagenspiegel dargestellt.

5.2. Forderungen

Restlaufzeiten 31.12.2020
Gesamt bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 261.535 260.632 903 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.857 1.857 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 30.196 22.102 8.094 0
293.587 284.590 8.997 0
Restlaufzeiten 31.12.2019
Gesamt bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 297.518 295.337 2.180 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 157 157 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 40.573 30.683 9.780 110
338.247 326.177 11.960 110

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine (Vorjahr: 0 TEUR) Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.620 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

Zum Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 57.497 TEUR (Vorjahr: 39.039 TEUR) diverser Tochtergesellschaften im Rahmen von ABS-Transaktionen (Asset Backed Securities) veräußert.

5.3. Latente Steuern

Auf Grundlage des Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 18 (DRS 18) werden aktive latente Steuern in Höhe von 30.985 TEUR ausgewiesen (Vorjahr: 25.138 TEUR). Darin enthalten sind aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von 23.680 TEUR (Vorjahr: 21.639 TEUR) und aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 7.305 TEUR (Vorjahr: 3.500 TEUR) . Die passiven latenten Steuern werden mit 4.833 TEUR (Vorjahr: 3.084 TEUR) ausgewiesen.

In den latenten Steuern sind aktive latente Steuern in Höhe von 4.664 TEUR (Vorjahr: 4.678 TEUR) und passive latente Steuern in Höhe von 4.498 TEUR (Vorjahr: 2.856 TEUR) auf erfolgswirksame Konsolidierungsbuchungen enthalten, welche gem. DRS 18.62 saldiert ausgewiesen werden, falls die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 32.490 29.012 3.478
davon saldiert 1.505 3.874 -2.369
Saldo aktive latente Steuern 30.985 25.138 5.847
Passive latente Steuern 6.337 6.958 -621
davon saldiert 1.505 3.874 -2.369
Saldo passive latente Steuern 4.832 3.084 1.748

Die latenten Steuern aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz resultieren im Wesentlichen aus folgenden Bilanzposten:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Sachanlagevermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Pensionsrückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Verbindlichkeiten

Für die Ermittlung der latenten Steuern wurden lokale Steuersätze von 4,9% - 34,0% verwendet.

5.4. Deckungsvermögen

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB), werden mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen saldiert.

Angaben zur Verrechnung nach § 314 Abs. 1 Nr. 17 i. V. m. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen 61.102 58.669 2.433
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 26.777 26.038 739
davon verrechnet 24.901 24.244 657
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 26.777 26.038 739
Verrechnete Aufwendungen / Erträge 496 434 62

5.5. Eigenkapital

Der Konzernabschluss wurde gem. § 268 HGB nach Ergebnisverwendung aufgestellt. Soweit sich für die Gesellschafter der Muttergesellschaft auf deren Ebene ein positiver Ergebnisanteil ergibt, wird dieser aufgrund deren gesellschaftsrechtlicher Struktur unter der Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten" ausgewiesen.

Das Jahresergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2020 auf -9,4 Mio. EUR (Vorjahr: 10,5 Mio. EUR), davon entfallen auf Minderheitsgesellschafter Überschüsse von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) und Fehlbeträge von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).

5.6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Personalaufwendungen von 57,2 Mio. EUR (Vorjahr: 62,5 Mio. EUR), ausstehende Rechnungen von 30,3 Mio. EUR (Vorjahr: 30,0 Mio. EUR), Gewährleistungen von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR), Tantiemen sowie andere Sonderzahlungen von 7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR), Restrukturierung von 5,9 Mio. EUR (Vorjahr: 8,4 Mio. EUR), Kundenboni von 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR) und Drohverluste von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR).

5.7. Verbindlichkeiten

Die jeweilige Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

Restlaufzeiten 31.12.2020
Gesamt bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern nahestehender Stiftung 3.600 0 3.600 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten 5.462 5.462 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern 1.311 434 0 876
Anleihen 250.000 0 250.000 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.573 2.573 30.000 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.250 28.155 95 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 117.341 103.991 11.845 1.504
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.891 1.891 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 125.770 120.287 2.920 2.562
566.198 262.794 298.461 4.943
Restlaufzeiten 31.12.2019
Gesamt bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern nahestehender Stiftung 3.600 0 0 3.600
Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten 6.905 6.905 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern 955 0 0 955
Anleihen 250.000 0 250.000 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.762 9.693 31.069 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 22.839 22.809 30 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 114.807 95.400 16.430 2.976
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 158 158 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 98.585 94.902 1.420 2.264
538.611 229.866 298.949 9.796

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: OTEUR) durch Grundpfandrechte gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von 114 TEUR (Vorjahr: 158 TEUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 50.567 TEUR (Vorjahr: 36.284 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 26.416 TEUR (Vorjahr: 22.163 TEUR).

6. EINZELANGABEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

6.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um -11,4 % auf 1.544,8 Mio. EUR gesunken. Die Umsatzerlöse verteilen sich mit 1.305,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1.516,4 Mio. EUR) auf die Geschäftsbereiche Industry, mit 163,1 Mio. EUR (Vorjahr: 125,1 Mio. EUR) auf Construction und mit 76,2 Mio. EUR (Vorjahr: 102,0 Mio. EUR) auf Marine. 50,2 % (Vorjahr: 43,9 %) der Umsatzerlöse entfallen auf das europäische Ausland, 22,1 % (Vorjahr: 19,5 %) auf das Inland sowie 27,7 % (Vorjahr: 36,6 %) auf den Rest der Welt.

Die Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen inkl. aktivierter Eigenleistungen) für die in den Konzern einbezogenen Gesellschaften teilt sich entsprechend den Geschäftsbereichen wie folgt auf:

2020 2019
Mio. EUR % Mio. EUR %
Industry 1.291 85,8 1.477 85,6
Construction 131 8,7 142 8,2
Marine 83 5,5 107 6,2
1.505 100,0 1.726 100,0

Die Gesamtleistung entfällt mit 318,1 Mio. EUR (Vorjahr: 348,1 Mio. EUR) auf das Inland, mit 758,7 Mio. EUR (Vorjahr: 756,9 Mio. EUR) auf das europäische Ausland sowie mit 427,8 Mio. EUR (Vorjahr: 621,6 Mio. EUR) auf den Rest der Welt.

In der Gesamtleistung sind Leistungen von zum Stichtag entkonsolidierten Unternehmen in Höhe von 5,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) enthalten.

Erstkonsolidierte Unternehmen trugen mit 71,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR) zur Gesamtleistung bei.

Die Umsatzerlöse beinhalten außerordentliche Umsatzerlöse von 46,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).

6.2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

2020 2019
TEUR TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 10.196 6.163
Währungskursgewinne 6.228 7.341
Sonstige Erträge Dritte 5.178 7.342
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 3.743 3.920
Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen 942 1.907
Versicherungsentschädigungen 547 1.933
Übrige 3.000 2.830
29.834 31.436

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 230 TEUR) enthalten und resultieren aus der Entkonsolidierungen von Gesellschaften.

6.3. Personalaufwand

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung beinhalten Aufwendungen für Altersversorgung von 13.208 TEUR (Vorjahr: 14.047 TEUR).

6.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2020 2019
TEUR TEUR
Miet- und Leasingaufwendungen 56.837 53.535
Allgemeine Betriebskosten 20.486 28.211
Reisekosten 18.997 26.898
Beratungskosten 16.464 20.447
Sonstiger Personalaufwand 17.718 17.237
Kfz-Kosten 15.909 17.306
Verwaltungskosten 12.306 13.640
Wertberichtigungen auf Forderungen 10.714 11.373
Raumkosten 9.931 11.415
Währungskursverluste 9.755 6.860
Transportkosten 8.227 11.107
IT-Aufwendungen 6.886 7.764
Restrukturierungsaufwendungen 4.669 3.201
Übrige 16.273 21.320
225.173 250.313

6.5. Zinsen und ähnliche Erträge/Aufwendungen

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beträge enthalten Erträge von verbundenen Unternehmen von 94 TEUR (Vorjahr: 97 TEUR) sowie Aufwendungen an verbundene Unternehmen von 2 TEUR (Vorjahr 2 TEUR).

6.6. Erträge und Aufwendungen der Rückstellungsabzinsung

Im Geschäftsjahr wurden 3.145 TEUR (Vorjahr: 3.649 TEUR) Aufwendungen aus der Rückstellungsabzinsung erfasst.

6.7. Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand beträgt im Geschäftsjahr 7,5 Mio. EUR (Vorjahr: 16,1 Mio. EUR). Daraus ergibt sich ein effektiver Konzernsteuersatz von -388,9 % (Vorjahr: 60,6 %).

2020 2019
Mio. EUR Mio. EUR
Ergebnis vor Ertragsteuern -1,9 26,7
Konzernsteuersatz 30,0% 30,0%
Erwarteter Ertragsteueraufwand -0,6 8,0
Überleitung:
Abweichende ausländische Steuerbelastung / Steuersatz 2,2 1,9
Steueranteil für: 5,2 7,2
Steuerfreie Erträge (-) -0,6 -0,6
Steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (+) 1,7 1,3
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen (+) 3,6 3,6
Abwertungen (+) / Zuschreibungen (-) oder sonstige Korrekturen von latenten Steuern aus temporären Differenzen und Verlusten 0,4 2,8
Steuergutschriften (-) -0,2 -0,6
Steuernachzahlungen (+) / Steuererstattungen (-) und Verlustrückträge oder sonstige periodenfremde tatsächliche Steuern 0,8 -0,3
Effekte aus Steuersatzänderungen 0,0 -0,1
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 7,5 16,1
Effektiver Konzernsteuersatz -388,9% 60,6%

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern von 5.951 TEUR (Vorjahr: Erträge 1.711 TEUR).

7. SONSTIGE ANGABEN

7.1. Bewertungseinheiten

Das Finanzergebnis wurde durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten beeinflusst. Im Geschäftsjahr wurden derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte, FX-Swaps, Non Deliverable Forwards sowie strukturierte Produkte) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus in fremder Währung gewährter und erhaltener Darlehen an / von Tochtergesellschaften abgeschlossen. Den jeweiligen Sicherungsgeschäften liegen Grundgeschäfte mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko (micro-hedge) zugrunde.

Darüber hinaus gibt es Sicherungsgeschäfte für in fremder Währung ausgestellte oder erhaltene Fakturen sowie erwartete Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften (gebuchte sowie ebenso geplante Dividenden nebst einer angestrebten Kapitalreduzierung in lokaler Valuta) des kommenden Geschäftsjahres, für die wir ebenfalls Bewertungseinheiten gebildet haben.

Abgesichertes Einbezogener Marktwert per 31.12.2020
Grundgeschäft Risiko in Wert in in TEUR
Gewährtes FW-Darlehen
in CAD 3.000 TCAD 3.000 TCAD 17
in PLN 21.000 TPLN 21.000 TPLN 74
in SAR 29.750 TSAR 29.750 TSAR -4
in SEK 45.000 TSEK 45.000 TSEK -21
in THB 144.000 TTHB 144.000 TTHB 21
in USD 19.350 TUSD 17.159 TUSD 478
Erhaltenes FW-Darlehen
in NOK 30.000 TNOK 30.000 TNOK 21
Erwartete Transaktionen
in CHF 3.400 TCHF 3.400 TCHF 23
in GBP 25.000 TGBP 17.500 TGBP 48
in NOK 53.000 TNOK 30.000 TNOK -11
FW-Forderungen
in GBP 1.686 TGBP 785 TGBP 7
in NOK 15.163 TNOK 8.129 TNOK 0
in USD 1.348 TUSD 330 TUSD 10
FW-Verbindlichkeit
in USD 21 TUSD 20 TUSD 0
FW-Derivat
in USD 650 TUSD 600 TUSD -7

Die bestehenden Grundgeschäfte zu den o.g. Bewertungseinheiten sind bis auf wenige Ausnahmen zu annähernd 100 % gesichert. Zu den Sonderfällen haben wir uns bewusst entschlossen, da die aus den Grundgeschäften zu erwartenden Cash-Flows nicht vollumfänglich in einem Zeitfenster von bis zu einem Jahr zu erwarten sind. Bei der Gesamtbetrachtung allerdings ist davon auszugehen, dass sich im Laufe der jeweiligen Sicherungszeiträume die gegenläufigen Wertänderungen/Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft ausgleichen werden. Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt.

Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet. Allerdings konnten auf Grund unterschiedlicher Fristigkeiten zwischen den Grundgeschäften (an Töchter gewährte Konzerndarlehen mit Fälligkeiten > 1 Jahr) und den dazu gehörenden Sicherungsbeziehungen (Devisentermingeschäfte mit Laufzeiten < 1 Jahr) unter Anwendung des BilMoG 196 TEUR (Vorjahr: 439 TEUR) an positiven Währungseffekten in den Grundgeschäften nicht ausgewiesen werden.

7.2. Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den flüssigen Mitteln abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrentverbindlichkeiten) zusammen.

Die Auszahlungen für Zinsen betragen im Geschäftsjahr 18,9 Mio. EUR (Vorjahr: 18,0 Mio. EUR) und die Einzahlungen aus Zinsen betragen 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR).

Die Auszahlungen an Kommanditisten im Geschäftsjahr 2020 von 4,7 Mio. EUR beinhalten anrechenbare Steuern von 4,3 Mio. EUR aus einer konzerninternen Dividende sowie sonstigen anrechenbaren Steuern, welche den Gesellschaftern nach Veranlagung durch das Finanzamt rückerstattet bzw. verrechnet werden.

7.3. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtage bestehen folgende Haftungsverhältnisse

2020 2019
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln 171 44
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien 102 101
273 145

Das Risiko der Inanspruchnahme der Verbindlichkeiten aus Wechseln, Bürgschaften und Garantien ist, aufgrund der geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse der Vertragspartner sowie der Qualität der Projekte, als sehr gering einzuschätzen.

7.4. Außerbilanzielle Geschäfte

Für die Angabe der ABS-Transaktionen wird auf Abschnitt 5.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände verwiesen.

7.5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Konzern bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- sowie Wartungsverträgen i. H. v. 51,3 Mio. EUR (Vorjahr: 58,4 Mio. EUR) mit einer Laufzeit im Wesentlichen von 2021 bis zum Jahr 2025.

7.6. Arbeitnehmer

2020 2019
TEUR TEUR
Gewerbliche Arbeitnehmer 23.507 24.122
Angestellte 4.855 4.681
28.362 28.803

Im Geschäftsjahr 2020 sank die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 441, was im Wesentlichen auf die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in Kuwait (-829 Mitarbeiter), Südafrika (-462 Mitarbeiter), Saudi-Arabien (-351 Mitarbeiter), Australien (-292 Mitarbeiter) und Brasilien (-180 Mitarbeiter) zurückzuführen ist. Aus entkonsolidierten Gesellschaften resultiert ein weiterer Rückgang von -3 Mitarbeitern. Gegenläufig waren die Entwicklungen in Großbritannien (+1.970 Mitarbeiter) aufgrund der Akquisition von WGIS.

7.7. Zuwendungen der öffentlichen Hand

Im Geschäftsjahr 2020 wurden COVID-19-Zuschüsse in Höhe von 23,1 Mio. EUR vereinnahmt, davon wurden 21,6 Mio. aufwandsmindernd mit den Personalaufwendungen verrechnet und 1,5 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

7.8. Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns - der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - beträgt für Abschlussprüfung 323 TEUR, sonstige Leistungen 20 TEUR, Steuerberatungsleistungen 231 TEUR und andere Bestätigungsleistungen von 59 TEUR.

7.9. Befreiung Tochtergesellschaften von Aufstellung, Prüfung und Offenlegung

Die folgenden in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften machen im Geschäftsjahr 2020 von der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3 und 264 b HGB Gebrauch:

KAEFER BTS

KAEFER Construction

KAEFER ESG

KAEFER Immobilien KG

KAEFER Industrie

KAEFER KG

KAEFER Marke

KAEFER Montage

KAEFER Schiffsausbau

KAEFER Technik und Service

7.10. Leitungsorgane der Gesellschaft

Die persönlich haftende Gesellschafterin der KAEFER KG ist die HPK Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Bremen.

Geschäftsführer der HPK sind:

Dr. Roland Gärber, Mitglied der Geschäftsführung der KAEFER KG als Co-Chief Executive Officer sowie

Steen Ejlskov Hansen, Mitglied der Geschäftsführung der KAEFER KG als Co-Chief Executive Officer.

Die Gesellschaft wird durch je zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wurde in entsprechender Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betragen 3.871 TEUR, die laufenden Bezüge für diese Personengruppe betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 266 TEUR.

Mitglieder des Beirates der geschäftsführenden Gesellschafterin:

Moritz Koch - Vorsitzender des Beirates, Sprecher der Gesellschafter

x.now GmbH (Geschäftsführer)

PaidTime Deutschland GmbH (Geschäftsführer)

Dr. Hans Christoph Atzpodien - stellvertretender Vorsitzender des Beirats

thyssenkrupp Industrial Solutions AG (ehem. Vorsitzender des Bereichsvorstands)

Alexander von Witzleben - Vorsitzender des Bilanzausschusses, Vertreter der Gesellschafter

Feintool International Holding AG (Präsident des Verwaltungsrates)

Arbonia AG (Präsident des Verwaltungsrates und CEO)

Antonie-Sophie Brandt - Vertreterin der Gesellschafter

KAEFER Konzern (Mitglied des Beirates)

Dr. Volker Knabe - Vertreter der Gesellschafter

BASF SE (ehem. Präsident Engineering & Maintenance)

Anne-Doreen Koch - Vertreterin der Gesellschafter

KAEFER Konzern (Mitglied des Beirats)

Den dem Beirat angehörenden Mitgliedern wurden im Geschäftsjahr Bezüge von 301 TEUR gewährt.

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte seitens des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

7.11. Nachtragsbericht

Die COVID-19-Pandemie wird von der Geschäftsführung weiterhin als Risiko der weltweiten Wirtschaft gesehen. Weitere Infektionswellen und Lockdown-Maßnahmen können nicht verlässlich abgeschätzt werden und sind eine Gefahr für die Geschäftsaktivität der KAEFER-Gruppe. Angesichts der zum Teil sehr unterschiedlichen Lage in den jeweiligen Ländern können die Auswirkungen der Krise auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage nicht verlässlich abgeschätzt werden. Die Geschäftsführung sieht KAEFER hinreichend gut aufgestellt, um die COVID-19-Pandemie zu überstehen.

 

Bremen, den 31. März 2021

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG

Executive Board

Steen Ejlskov Hansen

Dr. Roland Gärber

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020 Währungsänderung Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.552.045,91 3.919,27 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.625.764,73 -905.947,40 38.791,90
Geschäfts- oder Firmenwert 91.242.898,20 -507.760,24 52.572.248,14
Geleistete Anzahlungen 40.576,55 -2.778,94 0,00
120.461.285,39 -1.412.567,31 52.611.040,04
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.765.630,76 -1.671.166,25 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 289.209.768,17 -13.472.789,09 35.880.844,95
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.382.232,47 -3.117.216,11 1.107.586,34
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.534.327,95 -270.133,01 0,00
384.891.959,35 -18.531.304,46 36.988.431,29
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.500.136,23 0,00 878.748,12
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 145.820,59 -9.986,75 0,00
Beteiligungen 152.822,97 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 573.718,27 -71.920,10 0,00
Sonstige Ausleihungen 1.892.468,84 -23,29 0,00
20.264.966,90 -81.930,14 878.748,12
525.618.211,64 -20.025.801,91 90.478.219,45
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge Umbuchungen
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.463.749,11 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 472.286,27 3.619.265,46 132.676,25
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.074.974,87 0,00
Geleistete Anzahlungen 135.975,28 0,00 -27.251,71
2.072.010,66 4.694.240,33 105.424,54
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 805.737,47 1.767.921,39 713.646,39
Technische Anlagen und Maschinen 19.053.955,66 11.910.784,06 831.378,36
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.696.438,24 7.580.018,36 -512.086,27
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 609.470,59 183.955,20 -1.138.363,02
27.165.601,96 21.442.679,01 -105.424,54
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 244.287,03 5.182.961,55 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 309,38 233.280,30 0,00
244.596,41 5.416.241,85 0,00
29.482.209,03 31.553.161,19 0,00
Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
31.12.2020 01.01.2020 Währungsänderung Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.019.714,29 7.236.002,84 10.788,21 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.744.306,29 11.729.739,42 -769.029,13 38.791,90
Geschäfts- oder Firmenwert 142.232.411,23 77.436.115,85 2.323.067,52 -740.688,18
Geleistete Anzahlungen 146.521,18 0,00 0,00 0,00
169.142.952,99 96.401.858,11 1.564.826,60 -701.896,28
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43.845.926,98 30.710.247,72 -787.573,22 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 319.592.373,99 174.258.934,10 -8.147.600,51 13.863.643,76
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.976.936,31 36.938.773,68 -1.892.274,74 832.008,55
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 551.347,31 0,00 0,00 0,00
408.966.584,59 241.907.955,50 -10.827.448,47 14.695.652,31
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.440.209,83 16.956.141,15 0,00 667.112,09
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 135.833,84 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 152.822,97 127.821,97 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 501.798,17 0,00 20.408,58 0,00
Sonstige Ausleihungen 1.659.474,63 0,00 0,00 0,00
15.890.139,44 17.083.963,12 20.408,58 667.112,09
593.999.677,02 355.393.776,73 -9.242.213,29 14.660.868,12
Kumulierte Abschreibungen
Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.215.009,43 0,00 0,00 10.461.800,48
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 874.059,73 3.609.714,37 0,00 8.263.847,55
Geschäfts- oder Firmenwert 7.031.064,10 1.074.974,87 0,00 84.974.584,42
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
11.120.133,26 4.684.689,24 0,00 103.700.232,45
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.412.207,15 708.607,64 401.060,75 31.027.334,76
Technische Anlagen und Maschinen 21.390.281,34 9.927.698,73 -2.348,39 191.435.211,57
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.082.397,38 7.026.100,57 -398.712,36 35.536.091,94
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
29.884.885,87 17.662.406,94 0,00 257.998.638,27
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 499.999,00 5.170.545,09 0,00 12.952.707,15
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 127.821,97
Wertpapiere des Anlagevermögens 355.579,44 0,00 0,00 375.988,02
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
855.578,44 5.170.545,09 0,00 13.456.517,14
41.860.597,57 27.517.641,27 0,00 375.155.387,86
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.557.913,81 7.316.043,07
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.480.458,74 2.896.025,31
Geschäfts- oder Firmenwert 57.257.826,81 13.806.782,35
Geleistete Anzahlungen 146.521,18 40.576,55
65.442.720,54 24.059.427,28
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.818.592,22 15.055.383,04
Technische Anlagen und Maschinen 128.157.162,42 114.950.834,07
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.440.844,37 11.443.458,79
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 551.347,31 1.534.327,95
150.967.946,32 142.984.003,85
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 487.502,68 543.995,08
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 135.833,84 145.820,59
Beteiligungen 25.001,00 25.001,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 125.810,15 573.718,27
Sonstige Ausleihungen 1.659.474,63 1.892.468,84
2.433.622,30 3.181.003,78
218.844.289,16 170.224.434,91

ANTEILSBESITZLISTE

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen

Firma und Sitz der Gesellschaft Land Anteil in % 1
vollkonsolidierte Gesellschaften
KAEFER BTS GmbH, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Construction GmbH, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER ESG GmbH, Hamburg Deutschland 100,00
KAEFER Foundation gemeinnützige GmbH, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Gebäudetechnik GmbH, Hamburg Deutschland 100,00
KAEFER GmbH, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Immobilien Beteiligungs GmbH, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Immobilien GmbH & Co. KG, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Industrie GmbH, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Industrieholding GmbH, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Marken Beteiligungs-GmbH, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Marken GmbH & Co. KG, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Montage GmbH, Nordhausen Deutschland 100,00
KAEFER Schiffsausbau GmbH, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Technik und Service GmbH, Bremen Deutschland 100,00
KAEFER Integrated Services Pty Ltd., Perth Australien 100,00
KLH Australia Pty Ltd., Perth Australien 100,00
KAEFER Bahrain W.L.L., Riffa/Bukowarah Bahrain 49,00
KAEFER België N.V., Sint Niklaas Belgien 100,00
RIP Comercio Ltda., Indaiatuba Brasilien 100,00
RIP Serviços Industriais Ltda., Indaiatuba Brasilien 100,00
KAEFER Insulation Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai China 100,00
KAEFER Oy, Rusko Finnland 100,00
KAEFER WANNER S.A.S., Suresnes Cedex Frankreich 100,00
KAEFER Limited, Mansfield Großbritannien 100,00
Wood Group Industrial Services Limited, Gateshead Großbritannien 100,00
KAEFER China Holding Ltd., Hongkong Hongkong 100,00
PT KAEFER, Batam Indonesien 67,00
KAEFER Canada Inc., Calgary Kanada 100,00
KAEFER Industrial Services Ltd., Calgary Kanada 100,00
KAEFER Integrated Services Ltd., Calgary Kanada 100,00
KAEFER L.L.C., Doha Katar 49,00
KAEFER Kuwait General Trading & Contracting Company W.L.L., Kuwait Kuwait 37,00
KAEFER UAB, Kaunas Litauen 100,00
KAEFER LUXEMBOURG S.à.r.l, Belvaux Luxemburg 100,00
KAEFER (Malaysia) SDN. BHD., Kuala Lumpur Malaysia 20,00
KAEFER NC SARL, Nouméa Neukaledonien 100,00
KAEFER Nederland B.V., Dordrecht Niederlande 100,00
KAEFER Construction AS, Moss Norwegen 100,00
KAEFER ENERGY AS, Stavanger Norwegen 100,00
KAEFER Insulation LLC, Sohar Oman 70,00
KAEFER GmbH, Wien Österreich 100,00
KAEFER KOSTEC S.A.C., Lima Peru 100,00
GLOBAL WORK Sp. z o.o., Zabrze Polen 100,00
KAEFER S.A., Warschau Polen 100,00
TERMOKOR KAEFER Sp. z o.o., Belchatow Polen 100,00
KAEFER Shipbuilding Contracting S.R.L., Galati Rumänien 67,00
Firma und Sitz der Gesellschaft Land Anteil in % 1
KAEFER Saudi Arabia Co., Al-Khobar Saudi-Arabien 70,00
KAEFER AB, Stenungsund Schweden 100,00
KAEFER International AG, Zürich Schweiz 100,00
KAEFER PROSTAR Pte. Ltd., Singapur Singapur 80,00
KAEFER Servicios Industriales S.A.U., Lutxana-Erandio Spanien 100,00
KAEFER Energy Projects (Pty) Ltd., Elandsfontein Südafrika 70,00
KAEFER Thermal Contracting Services (Pty) Ltd., Elandsfontein Südafrika 70,00
Sizani Technical Skills Training Centre (Pty) Ltd., Rivona Südafrika 49,00
KAEFER Integrated Services Korea Ltd., Busan Südkorea 100,00
Isoliertechnik Holding Ltd., Rayong Province Thailand 49,00
KAEFER Engineering (Thailand) Ltd., Rayong Province Thailand 99,99
KAEFER Holding Inc., Wilmington USA 100,00
KAEFER, LLC., Wilmington USA 100,00
KAEFER L.L.C., Abu Dhabi VAE 49,00
KAEFER Engineering (Vietnam) Ltd., Ho Chi Minh City Vietnam 100,00
nicht konsolidierte Gesellschaften
1. Projektgesellschaft Fischereihafen GmbH i.L., Bremen Deutschland 100,00
GC General Contracting GmbH, Bremen Deutschland 100,00
Isologics Pty Ltd., Perth Australien 100,00
KAEFER Broadway Insulation System (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai China 51,00
Marine and Offshore (Scotland) Ltd., Bowesfield Großbritannien 100,00
KAEFER Opus Ltd., Billingham Großbritannien 100,00
Pyeroy Limited, Staines Großbritannien 100,00
KAEFER Engineering India Private Limited, Delhi Indien 100,00
KAEFER Private Limited, Gurgaon Indien 91,48
KAEFER Pars P.J.S.C. Co., Teheran Iran 49,00
KAEFER SARL AU, Casablanca Marokko 100,00
KAEFER LDA, Maputo Mozambik 95,00
KAEFER Integrated Services (NZ) Ltd., New Plymouth Neuseeland 100,00
KAEFER Ltd., Port Moresby Papua-Neuguinea 100,00
KAEFER Nieruchomości sp. z o.o., Zabrze Polen 100,00
KAEFER Integrated Services Pte. Ltd., Singapur Singapur 100,00
KAEFER AFRICA (PTY) LTD, Gauteng Südafrika 100,00
KAEFER Insulation Technology Co. Ltd., Taipei Taiwan 100,00
KAEFER Izolacni Technika spol. s r.o., Brno Tschechien 100,00
KAEFER ANTAL TzOV, Odessa Ukraine 51,00
KAEFER Landcoast Insulation, LLC., New Orleans USA 50,00
sonstige Beteiligungen
Unterweser Schiffbau und Meerestechnik Beteiligungsges. mbH, Bremerhaven Deutschland 11,11 2
KSW Facility Management GmbH, Hamburg Deutschland 16,67 3

1 Bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft
2 Das Eigenkapital per 31. Dezember 2019 betrug 204.489,11 EUR bei einem Jahresergebnis von -3.119,26 EUR
3 Das Eigenkapital per 31. Dezember 2019 betrug 1.372.037,71 EUR bei einem Jahresergebnis von 512.358,26 EUR

Abkürzungsverzeichnis

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen

Abkürzung Firma und Sitz der Gesellschaft
KAEFER Abu Dhabi KAEFER L.L.C., Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate
KAEFER Africa KAEFER AFRICA (PTY) LTD, Gauteng, Südafrika
KAEFER Antal KAEFER ANTAL TzOV, Odessa, Ukraine
KAEFER Australien KAEFER Integrated Services Pty Ltd., Perth, Australien
KAEFER Bahrain KAEFER Bahrain W.L.L., Riffa/Bukowarah, Bahrain
KAEFER Belgien KAEFER Belgie N.V., Sint Niklaas, Belgien
KAEFER Broadway KAEFER Broadway Insulation System (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China
KAEFER BTS KAEFER BTS GmbH, Bremen
KAEFER Canada Holding KAEFER Canada Inc., Calgary, Kanada
KAEFER Canada Industrial KAEFER Industrial Services Ltd., Calgary, Kanada
KAEFER Canada Integrated KAEFER Integrated Services Ltd., Calgary, Kanada
KAEFER China Holding KAEFER China Holding Ltd., Hongkong, Hongkong
KAEFER Construction KAEFER Construction GmbH, Bremen
KAEFER Construction Norwegen KAEFER Construction AS, Moss, Norwegen
KAEFER ENERGY KAEFER ENERGY AS, Stavanger, Norwegen
KAEFER Energy Projects KAEFER Energy Projects (Pty) Ltd., Elandsfontain, Südafrika
KAEFER Engineering India KAEFER Engineering India Private Limited, Delhi, Indien
KAEFER Engineering Shanghai KAEFER Insulation Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China
KAEFER ESG KAEFER ESG GmbH, Hamburg
KAEFER Finnland KAEFER Oy, Rusko, Finnland
KAEFER Foundation KAEFER Foundation gemeinnützige GmbH, Bremen
KAEFER Gebäudetechnik KAEFER Gebäudetechnik GmbH, Hamburg
KAEFER GmbH KAEFER GmbH, Bremen
KAEFER Immobilien GmbH KAEFER Immobilien Beteiligungs GmbH, Bremen
KAEFER Immobilien KG KAEFER Immobilien GmbH & Co. KG, Bremen
KAEFER Indien KAEFER Private Limited, Gurgaon, Indien
KAEFER Industrie KAEFER Industrie GmbH, Bremen
KAEFER Industrieholding KAEFER Industrieholding GmbH, Bremen
KAEFER Iran KAEFER Pars P.J.S.C. Co., Teheran, Iran
KAEFER JV USA KAEFER Landcoast Insulation, LLC., Houston, Texas, Vereinigte Staaten von Amerika
KAEFER Katar KAEFER L.L.C., Doha, Katar
KAEFER KG KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen
KAEFER Kostec KAEFER KOSTEC S.A.C., Lima, Peru
KAEFER Kuwait KAEFER Kuwait General Trading & Contracting Company W.L.L., Kuwait, Kuwait
KAEFER Litauen KAEFER UAB, Kaunas, Litauen
KAEFER LLC (USA) KAEFER, LLC., Wilmington, Vereinigte Staaten von Amerika
KAEFER Luxemburg KAEFER LUXEMBOURG S.ä.r.l, Belvaux, Luxemburg
KAEFER Malaysia KAEFER (Malaysia) SDN. BHD., Kuala Lumpur, Malaysia
KAEFER Marke KAEFER Marken GmbH & Co. KG, Bremen
KAEFER Marke Bet. KAEFER Marken Beteiligungs-GmbH, Bremen
KAEFER Marokko KAEFER SARL AU, Casablanca, Marokko
KAEFER Montage KAEFER Montage GmbH, Nordhausen
KAEFER Mozambik KAEFER LDA, Maputo, Mozambik
KAEFER Neuseeland KAEFER Integrated Services (NZ) Ltd., New Plymouth, Neuseeland
KAEFER New Caledonia KAEFER NC SARL, Noumea, Neukaledonien
KAEFER Niederlande KAEFER Nederland B.V., Dordrecht, Niederlande
KAEFER Oman KAEFER Insulation LLC, Sohar, Oman
KAEFER Österreich KAEFER GmbH, Wien, Österreich
KAEFER Papua Neu Guinea KAEFER Ltd., Port Moresby, Papua-Neuguinea
KAEFER Polen KAEFER S.A., Warschau, Polen
Abkürzung Firma und Sitz der Gesellschaft
KAEFER Prostar KAEFER PROSTAR Pte. Ltd., Singapur, Singapur
KAEFER RE Polen KAEFER Nieruchomosci sp. z o.o., Zabrze, Polen
KAEFER Saudi Arabia KAEFER Saudi Arabia Co., Al-Khobar, Saudi-Arabien
KAEFER Schiffsausbau KAEFER Schiffsausbau GmbH, Bremen
KAEFER Schweden KAEFER AB, Stenungsund, Schweden
KAEFER Shipbuilding Contracting KAEFER Shipbuilding Contracting S.R.L., Galati, Rumänien
KAEFER Singapur KAEFER Integrated Services Pte. Ltd., Singapur, Singapur
KAEFER Spanien KAEFER Servicios Industriales S.A.U., Lutxana-Erandio, Spanien
KAEFER Südafrika KAEFER Thermal Contracting Services (Pty) Ltd., Elandsfontein, Südafrika
KAEFER Südkorea KAEFER Integrated Services Korea Ltd., Busan, Südkorea
KAEFER Taiwan KAEFER Insulation Technology Co. Ltd., Taipei, Taiwan
KAEFER Technik und Service KAEFER Technik und Service GmbH, Bremen
KAEFER Thailand KAEFER Engineering (Thailand) Ltd., Rayong Province, Thailand
KAEFER Tschechien KAEFER Izolacni Technika spol. s r.o., Brno, Tschechien
KAEFER UK KAEFER Limited, Mansfield, Großbritannien
KAEFER U-Kasse KAEFER Unterstützungskasse e.V., Bremen
KAEFER US Holding KAEFER Holding Inc., Wilmington, Vereinigte Staaten von Amerika
KAEFER Vietnam KAEFER Engineering (Vietnam) Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam
KAEFER WANNER KAEFER WANNER S.A.S., Suresnes Cedex, Frankreich
1. Projektg. Fischereihafen 1. Projektgesellschaft Fischereihafen GmbH i.L., Bremen
GC GC General Contracting GmbH, Bremen
Global Work Polen GLOBAL WORK Sp. z o.o., Zabrze , Polen
HPK HPK Verwaltungs - GmbH, Bremen
Isoliertechnik Holding Thailand Isoliertechnik Holding Ltd., Rayong Province, Thailand
Isologics Isologics Pty Ltd, Perth, Australien
KIAG KAEFER International AG, Zürich, Schweiz
KLH KLH Australia Pty Ltd., Perth, Australien
KSW Facility KSW Facility Management GmbH, Hamburg
Marine and Offshore Marine and Offshore (Scotland) Ltd., Bowesfield, Großbritannien
PT KAEFER PT KAEFER, Batam, Indonesien
Pyeroy Pyeroy Limited, Staines, Großbritannien
Recore Technologies AB RECORE Technologies AB, Timra, Schweden
RIP Comercio RIP Comercio Ltda., Indaiatuba, Brasilien
RIP Servicos RIP Servigos Industriais Ltda., Indaiatuba, Brasilien
SEDISA SEDISA Black Women Education Ownership Trust, , Südafrika
Sizani Sizani Technical Skills Training Centre (Pty) Ltd., Rivona, Südafrika
Termokor TERMOKOR KAEFER Sp. z o.o., Belchatow, Polen
USM Unterweser Schiffbau und Meerestechnik Beteiligungsges. mbH, Bremerhaven
WGIS Wood Group Industrial Services Limited, Gateshead, Großbritannien

KONZERNLAGEBERICHT

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Leistungsprofil

1918 verbesserte der Bremer Geschäftsmann Carl Kaefer die Effizienz von Schiffskühlräumen durch Auskleidung der Wände mit Torf. Über die letzten 100 Jahre hat sich KAEFER von einem Bremer Nischenunternehmen im Isoliergeschäft zu einem globalen Player entwickelt. Heute ist KAEFER auf die Bereiche Isolierung, Zugangstechnik, Oberflächenschutz, passiver Brandschutz, Innenausbau und technische Industriedienstleistungen spezialisiert. Die angebotenen Services sind vielfältig kombinierbar, um dem Kunden einen maximalen Nutzen zu bieten.

KAEFER hat das Ziel, Kunden auf der ganzen Welt bei Neubau- und Wartungsprojekten in verschiedensten Branchen ein zuverlässiger und effizienter Partner zu sein und ist in den folgenden drei Hauptgeschäftsbereichen tätig:

"Industry": unter anderem öl- und gasnahe Branchen, Energiesektor, Chemieindustrie, Offshoreanlagen

"Marine": Schiffsausbau, Flüssiggasförderung und -verarbeitung

"Construction": u.a. Einkaufszentren, Tunnel, Gebäude, Flughäfen, Bahnhöfe

1.2 Strategie

Nach Phasen der globalen Expansion (ca. 2000-2009) und der Portfoliovervollständigung (ca. 2007-2014) befindet sich KAEFER aktuell in einer Periode der Konsolidierung, Fokussierung und Digitalisierung. Neben internen Effizienzsteigerungen strebt KAEFER durch die Standardisierung globaler Prozesse eine umfangreiche Implementierung des Lean Managements und der Digitalisierung und damit auch eine stärkere Differenzierung gegenüber Wettbewerbern an.

Im Juli 2019 wurde das neue strategische Programm "KAEFER LIFT 2023" für die KAEFER-Gruppe eingeführt. Ziel ist es, profitables und nachhaltiges Wachstum zu fördern, um die gute Marktposition in eine exzellente auszubauen. Die Mission wird dabei klar definiert: wir wollen der verlässlichste und effizienteste Anbieter technischer Industriedienstleistungen sein.

Um die Marktposition weiter auszubauen, erfolgte Anfang 2020 die Übernahme von WGIS in Großbritannien und Irland. Die Integration des neuen Mitglieds der KAEFER-Gruppe wurde, trotz der herrschenden COVID-19-Einschränkungen, im Laufe des Jahres durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen.

Die globale Pandemie stellte auch KAEFER in dem Geschäftsjahr 2020 vor große Herausforderungen. Dabei haben die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes, der sichere Zugang zu Projekten und Anlagen sowie die Gesundheit und der Schutz der Mitarbeiter trotz der sich ständig ändernden Richtlinien und Vorgaben oberste Priorität gehabt.

Auch wenn die anhaltende Corona-Situation dazu geführt hat, dass einige interne Zielvorgaben und Strategien an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden mussten, halten wir weiterhin an unserer KAEFER LIFT 2023 Strategie fest.

1.3 Organisations- und Führungsstruktur

Die Konzernführung erfolgt durch die KAEFER Isoliertechnik GmbH und Co. Kommanditgesellschaft mit Sitz in Bremen. Diese wird durch das "Executive Board" mit zwei Co-CEOs geleitet. Den Mitgliedern des "Executive Board" sind die zentralen Fachbereiche in der Unternehmenszentrale unterstellt. Dr. Roland Gärber ist für die Bereiche "Innovation & Technical Excellence", "Operations Excellence" und "Supply Management" zuständig. Steen E. Hansen verantwortet die Bereiche "Finance & Controlling", "Legal & Compliance", "Consulting & Audit", "Information Technology", "Human Resources" und "Corporate Responsibility & Communication". Darüber hinaus koordiniert das "Executive Board" die unten genannten Regionen:

Asia Pacific (APAC)

North & South America (AMERICA)

Africa & Middle East (AFRICA & ME)

Central & Eastern Europe (CEE)

Scandinavia (SCANDICS)

Western Europe (WEU)

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die COVID-19 Pandemie führte die Weltwirtschaft 2020 in eine tiefe Rezession. Im zweiten Quartal erreichte die Krise ihren Tiefpunkt. Durch sinkende Infektionszahlen und die dadurch einsetzenden Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen setzte die Belebung der Wirtschaft schnell ein. In einer Vielzahl von Ländern breitete sich die Pandemie nach dem Sommer wieder aus, was zu erneuten Lockdown Maßnahmen führte. Dadurch erfuhren viele Volkswirtschaften bereit im letzten Quartal einen erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung.

In der Euro-Zone gab es nach dem deutlichen Einbruch der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal im Verlauf des dritten Quartals eine deutliche Belebung, welche aber durch die anziehende Infektionsdynamik gegen Ende des Jahres deutlich ausgebremst wurde. Als Reaktion auf die Krise wurde die Geldpolitik in der EU expansiver. Die Europäische Zentralbank (EZB) lockerte beispielsweise die Konditionen für laufende Refinanzierungsgeschäfte und stockte den Ankauf von Vermögenswerten deutlich auf.

Die deutsche Wirtschaft erholte sich nach dem Einbruch im Frühjahr 2020 ebenfalls deutlich, bevor die erneut beschlossenen Eindämmungsmaßnahmen gegen Jahresende diesen Trend aufhielten. Auch in Deutschland wurde eine Reihe von Hilfsmaßnahmen beschlossen. Diese setzten sich aus Sofort- und Überbrückungshilfen, dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds und steuerlichen Maßnahmen zusammen. Obwohl Deutschland im europäischen Vergleich Staatshilfen in sehr hohem Umfang zur Verfügung stellte, fiel die Inanspruchnahme eher gering aus.

In China dagegen konnte die Eindämmung der Pandemie erfolgreich vollzogen werden, was zu einem klaren Aufwärtstrend seit dem zweiten Quartal geführt hat. Dadurch ist China eines der wenigen Länder weltweit, welches im Jahr 2020 ein positives Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) gezeigt hat.

Auch der südamerikanische Kontinent ist von der Pandemie betroffen. Brasilien geht mit einem geschätzten BIP von über -4% aus dem Geschäftsjahr 2020, bei gleichzeitigem Höchststand der Arbeitslosenrate von 14,2%. Die "Selic Rate" hat mit 2% p.a. ebenfalls ihr niedrigstes Niveau der letzten Dekaden erreicht, was internationale Anleger und wohl auch brasilianisches Kapital dazu bewegt hat, ihre Gelder weiterhin aus dem Land zu ziehen. Dadurch kam der Wechselkurs erneut massiv unter Druck. Binnen eines Jahres haben wir eine Abwertung des Reals (BRL) zum EUR von ca. 40% gesehen. Dennoch prognostizieren Experten auch für Brasilien ein positives Wirtschaftswachstum von 3-4% für das Jahr 2021, sofern es gelingt, die Bevölkerung schnell zu impfen und die Disziplin beim "Social Distancing" hoch zu halten. Ob das allerdings durch die aktuelle politische Führung unterstützten wird, bleibt fraglich. Steigende Rohstoffpreise und zunehmender privater Konsum sollten dazu beitragen, sowohl die Inflation als auch die Zinsen wieder nach oben zu bringen, so dass ebenfalls der Außenwert des BRL an Wert gewinnen sollte. Es werden Kursziele von USD/BRL von 4,75 genannt, was zu einem EUR/BRL Wert von 5,70 im Lauf 2021/2022 führen könnte. Die Rahmenbedingungen müssten gegeben sein, dass sich auch Brasiliens Wirtschaft durch die weltweit positive Entwicklung in der Pandemiebekämpfung erholen kann.

BIP-Wachstum in % im Vergleich zu den Vorjahren nebst Prognosen:

2018 in% 2019 in% 2020P in% 2021P in%
USA 2,9 2,4 -3,4 5,5
Euro area 1,9 1,3 -7,1 5,0
China 6,6 6,1 2,1 8,5
United Kingdom 1,3 1,3 -11,3 4,6
Germany 1,5 0,6 -5,5 4,5
Brazil 1,3 1,1 -4,6 3,2
Global 3,8 3,0 -3,3 6,6

Quelle: Deutsche Bank Research / ITAÚ Economic Outlook

2.2 Ertragslage

Im Wesentlichen bedingt durch die C0VID-19-Pandemie entwickelte sich das Konzernergebnis rückläufig von 10,5 Mio. EUR im Vorjahr auf -9,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2020. Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2020 2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR in %
Gesamtleistung 1.504.597 1.726.262 -221.665 -12,8
Sonstige betriebliche Erträge 29.834 30.756 -922 -3,0
Materialaufwand -465.409 -522.732 57.323 11,0
Personalaufwand -778.283 -880.764 102.481 11,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -218.958 -246.903 27.945 11,3
EBITDA 71.781 106.619 -34.838 -32,7
Abschreibungen -39.816 -43.314 3.498 8,1
EBIT 31.965 63.305 -31.340 -49,5
Finanz- und Beteiligungsergebnis -23.312 -21.812 -1.500 -6,9
Neutrales Ergebnis -7.685 -11.471 3.786 33,0
EBT 968 30.022 -29.054 -96,8
Ertragsteuern -7.466 -16.146 8.680 53,8
Sonstige Steuern -2.888 -3.358 470 14,0
Konzernergebnis -9.386 10.518 -19.904 -189,2

Die Gesamtleistung beträgt im Berichtsjahr 1.504,6 Mio. EUR und ist im Vergleich zum Vorjahr um 221,7 Mio. EUR bzw. 12,8% gesunken. Wie im Vorjahr wurde die Gesamtleistung in 2020 insbesondere durch die Regionen WEU, CEE und SCANDICS geprägt. Für weitere Informationen zu der Entwicklung der Gesamtleistung wird auf den Abschnitt '2.5 Entwicklung der Gesamtleistung' verwiesen.

Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr kongruent zu der Gesamtleistung entwickelt und ist gegenüber dem Vorjahr um 57,3 Mio. EUR bzw. 11,0% auf 465,4 Mio. EUR gesunken. Der Personalaufwand entwickelte sich um 102,5 Mio. EUR bzw. 11,6% auf 778,3 Mio. EUR rückläufig und auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um 27,9 Mio. EUR bzw. 11,3% auf 219,0 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf geringere allgemeine Betriebskosten sowie Reise- und Transportkosten zurückzuführen.

Das EBITDA verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 34,8 Mio. EUR auf 71,8 Mio. EUR, was zu einer EBITDA-Marge von 4,8% in 2020 im Vergleich zu 6,2% in 2019 führt.

Die Abschreibungen verringerten sich um 3,5 Mio. EUR auf 39,8 Mio. EUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die Anpassung der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Gerüste zu erklären.

Das neutrale Ergebnis belief sich im Berichtsjahr auf -7,7 Mio. EUR gegenüber -11,5 Mio. EUR im Vorjahr und beinhaltet insbesondere Restrukturierungsaufwendungen.

Die Ertragsteuern sind insgesamt um 8,7 Mio. EUR auf 7,5 Mio. EUR gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem rückläufigen EBT und dem daraus folgenden Rückgang der tatsächlichen Steuern von 4,8 Mio. EUR sowie aus einem gestiegenen latenten Steuerertrag von 4,2 Mio. EUR.

Im Wesentlichen bedingt durch die COVID-19-Pandemie entwickelte sich das Konzernergebnis rückläufig von 10,5 Mio. EUR im Vorjahr auf -9,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2020 und das im Vorjahr prognostizierte Konzernergebnis konnte nicht erreicht werden.

2.3 Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2020 betrug die Bilanzsumme 798,3 Mio. EUR (Vorjahr: 821,6 Mio. EUR) und verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,8%. Die Aktiva und Passiva setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR in %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände 65.443 24.059 41.384 172,0
Sachanlagen 150.968 142.984 7.984 5,6
Finanzanlagen 2.433 3.181 -748 -23,5
Anlagevermögen 218.844 170.224 48.620 28,6
Vorräte 127.149 136.163 -9.014 -6,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 261.535 297.518 -35.983 -12,1
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 118.452 139.767 -21.315 -15,3
Übrige Aktiva 72.318 77.945 -5.627 -7,2
Umlaufvermögen 579.454 651.393 -71.939 -11,0
Bilanzsumme 798.298 821.617 -23.319 -2,8

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 48,6 Mio. EUR auf 218,8 Mio. EUR erhöht.

Dies ist insbesondere durch den Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände bedingt, der aus dem Geschäfts- oder Firmenwert aus der Akquisition der WGIS von 53,3 Mio. EUR resultiert, welcher über 15 Jahre abgeschrieben wird. Den Zugängen und Umbuchungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR standen insbesondere Abschreibungen von insgesamt 11,1 Mio. EUR vor allem auf Geschäfts- oder Firmenwerte gegenüber.

Das Sachanlagevermögen konnte im Berichtsjahr ebenfalls einen Anstieg um 8,0 Mio. EUR verzeichnet. Den Investitionen in Höhe von insgesamt 27,2 Mio. EUR (davon 13,0 Mio. EUR in Gerüste) standen Abschreibungen von 29,9 Mio. EUR (davon Gerüste 13,6 Mio. EUR) sowie Abgänge von 3,8 Mio. EUR (davon Gerüste 0,8 Mio. EUR) gegenüber. Die Akquisition der WGIS trug mit 22,3 Mio. EUR (davon Gerüste 20,6 Mio. EUR) positiv zur Entwicklung des Sachanlagevermögens bei. Währungsbedingt verringerte sich das Sachanlagevermögen um 7,7 Mio. EUR.

Das Working Capital (Summe der Kundenforderungen und Vorräte abzüglich Lieferantenverbindlichkeiten, erhaltener Anzahlungen und Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen) sank von 265,7 Mio. EUR auf 212,3 Mio. EUR. Im Verhältnis zur Gesamtleistung betrug das Working Capital zum 31. Dezember 2020 14,1% (Vorjahr: 15,4%). Ausschlaggebend für den Rückgang sind im Wesentlichen gesunkene Kundenforderungen und Vorratsbestände als auch ein Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 5,4 Mio. EUR.

Das Bankguthaben sank um 15,3% von 139,8 Mio. EUR auf 118,5 Mio. EUR. Für weitere Erläuterungen wird auf die Kapitalflussrechnung verwiesen.

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR in %
PASSIVA
Kapitalanteile der Kommanditisten 1.200 1.200 0 0,0
Rücklagen 28.881 30.381 -1.500 -4,9
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 67.702 82.035 -14.333 -17,5
Währungsausgleichsposten -57.015 -28.984 -28.031 96,7
Nicht beherrschende Anteile 10.018 13.461 -3.443 -25,6
Eigenkapital 50.786 98.093 -47.307 -48,2
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 571 1.142 -571 -50,0
Pensionsrückstellungen 36.200 34.425 1.775 5,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.000 31.069 -1.069 -3,4
Anleihen 250.000 250.000 0 0,0
Langfristige Verbindlichkeiten 23.403 27.676 -4.273 -15,4
Langfristiges Fremdkapital 339.603 343.170 -3.567 -1,0
Rückstellungen 139.477 146.029 -6.552 -4,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.573 9.693 -7.120 -73,5
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.155 22.809 5.346 23,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 103.991 95.400 8.591 9,0
Übrige kurzfristige Passiva 133.142 105.281 27.861 26,5
Kurzfristiges Fremdkapital 407.338 379.212 28.126 7,4
Bilanzsumme 798.298 821.617 -23.319 -2,8

Das Eigenkapital reduzierte sich im Berichtsjahr um 48,2% auf 50,8 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote betrug bei einer um 23,3 Mio. EUR bzw. 2,8% gesunkenen Bilanzsumme 6,4% (Vorjahr: 11,9%). Die Veränderung des Eigenkapitals ist neben einem negativem Konzernergebnis von -9,4 Mio. EUR im Wesentlichen auf Effekte der Währungsumrechnung von -29,1 Mio. EUR sowie auf Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter von 4,1 Mio. EUR zurückzuführen. Wesentlichen Einfluss auf den Währungseffekt nahmen die Kursveränderungen des BRL und GBP.

Das langfristige Fremdkapital (Summe aus Pensionsrückstellungen, Anleihen, Darlehen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahre) sank um 3,6 Mio. EUR auf 339,6 Mio. EUR (Vorjahr: 343,2 Mio. EUR). Dieser Rückgang resultiert überwiegend aus geringeren langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Das kurzfristige Fremdkapital stieg um 28,1 Mio. EUR auf 407,3 Mio. EUR im Wesentlichen bedingt durch erhöhte Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-7,1 Mio. EUR) reduziert, bedingt durch die Tilgung von Finanzkrediten und geringere Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien.

2.4 Finanzlage

Die KAEFER-Gruppe setzt sich zum Ziel, über eine ausgewogene Finanzierungsstruktur mit einem Mix aus Konzernbanken und weiteren Finanzierungspartnern zu verfügen. Neben der Finanzierung des Umlaufvermögens spielen vor dem Hintergrund des Projektgeschäftes insbesondere die Bereitstellung von Garantien für Anzahlungen sowie Gewährleistungen eine zentrale Rolle. In diesem Bereich sind auch Kreditversicherungsunternehmen zu nennen, die einen signifikanten Beitrag in diesem Zusammenhang leisten. Das Unternehmen verfügt über einen Konsortialkredit in Höhe von 500 Mio. EUR inklusive eines Avalrahmens von 350 Mio. EUR sowie über eine öffentliche Anleihe in Höhe von 250 Mio. EUR. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2020 ein zusätzlicher Finanzierungsrahmen unter dem KfW-Sonderprogramm 2020 in Höhe von 45 Mio. EUR abgeschlossen, um mögliche COVID-19 Einflüsse abzusichern. Damit hat KAEFER seine Finanzierung mit Kernbanken und Kreditversicherungsunternehmen unseres Erachtens nach solide aufgestellt, um weiterhin entsprechende finanzielle Freiheiten zur Stärkung des Kerngeschäfts und der Kernländer zu ermöglichen.

Auch durch die Ratingagenturen S&P (Crossover Rating B+) und Fitch (Crossover Rating BB) wurde die finanzielle Stabilität von KAEFER bestätigt.

Der Finanzmittelfonds (flüssige Mittel abzüglich kurzfristiger Bankverbindlichkeiten) betrug zum Stichtag 117,9 Mio. EUR bzw. bereinigt 151,7 Mio. EUR und ist gegenüber dem Vorjahr um 17,2 Mio. EUR bzw. bereinigt um 16,5 Mio. EUR gesunken. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

bereinigt * 2020 bereinigt * 2019 2020 2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 137.637 117.312 136.971 113.418
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -121.788 -36.833 -121.788 -36.833
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -33.998 -39.573 -33.998 -39.573
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderungen 1.633 -4.906 1.633 -4.906
Gesamtveränderungen -16.516 36.000 -17.182 32.106
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 168.228 132.228 135.078 102.972
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 151.712 168.228 117.896 135.078

* Bereinigung um die in 2018 angefallenen Kosten im Zuge der Neuausrichtung der Finanzierung der KAEFER-Gruppe sowie um laufende Abfindungskosten für ehemalige Geschäftsführer

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 137,0 Mio. EUR und erhöhte sich somit gegenüber dem Vorjahr um 23,6 Mio. EUR (+20,8%). Der operativen Ergebnisverschlechterung sowie dem Rückgang von Rückstellungen steht der Abbau von Vorräten, Forderungen und anderen Aktiva sowie die Zunahme von Verbindlichkeiten sowie anderen Passiva gegenüber.

Bereinigt um die in 2019 und 2020 angefallenen Kosten im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Finanzierung der KAEFER-Gruppe sowie laufende Abfindungszahlungen für ehemalige Geschäftsführer ergibt sich eine Erhöhung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 20,3 Mio. EUR (+17,3%) zum Vorjahr.

Der Abfluss des Cashflows aus Investitionstätigkeit war verglichen zum Vorjahr um 85,0 Mio. EUR höher und betrug 121,8 Mio. EUR. Dies resultierte im Wesentlichen aus Kaufpreiszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verbesserte sich um 5,6 Mio. EUR auf -34,0 Mio. EUR, insbesondere aufgrund geringerer Auszahlungen an Fremdgesellschafter.

Die Summe aus den bereinigten Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitionstätigkeit unterliegt den Zahlungen an Eigenkapital- und Fremdkapitalgeber um 18,1 Mio. EUR (Vorjahr: überstieg um 40,9 Mio. EUR).

2.5 Entwicklung der Gesamtleistung

Die Konzerngesamtleistung betrug im Berichtsjahr 1.504,6 Mio. EUR und ist im Vergleich zum Vorjahr um 221,7 Mio. EUR (-12,8 %) von 1.726,3 Mio. EUR gesunken. Die wesentlichen Gründe für diese Entwicklung werden im Folgenden dargestellt.

2.5.1 Regionale Entwicklung

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie ist die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr in nahezu allen Regionen rückläufig, ausgenommen die Region WEU. Hier wirkte sich die Anfang 2020 getätigte Akquisition der WGIS in Großbritannien und Irland positiv auf die Entwicklung der Gesamtleistung dieser Region gegenüber dem Vorjahr aus. Die Regionen WEU und CEE bleiben starke Regionen und erwirtschaften gemeinsam 57% der Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2020.

2.5.2 Entwicklung nach erbrachten Dienstleistungen

Der Rückgang der Gesamtleistung um 221,7 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus den erbrachten Dienstleistungen Isolierung, Oberflächenschutz sowie Passiver Brandschutz.

2.6 Auftragseingänge und Auftragsbestände

Im Geschäftsjahr 2020 betrug der Auftragseingang 1.680 Mio. EUR und lag um 201 Mio. EUR bzw. 10,7% unter dem Vorjahresniveau. Hauptursächlich hierfür waren im Wesentlichen Lockdown-Maßnahmen im Zuge der Bekämpfung der weltweiten COVID-19-Pandemie. Die deutlich geringeren Auftragseingänge in der Region SCANDICS sind hauptsächlich auf die Beendigung eines Großauftrages zurückzuführen, welcher nur teilweise kompensiert werden konnte.

Zum Geschäftsjahresende lagen die Auftragsbestände mit 1.240 Mio. EUR um 95 Mio. EUR bzw. 8,3% über dem Vorjahresniveau. Sowohl in Middle East (+55 Mio. EUR) als auch in Großbritannien (+95 Mio. EUR) konnte der Auftragsbestand deutlich ausgebaut werden. Die Auftragsreichweite für die Gruppe liegt mit 9 Monaten über dem Vorjahr (7 Monate).

3. HEALTH, SAFETY & ENVIRONMENT

Der Bereich Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und Umweltschutz (HSE) spielt für KAEFER eine entscheidende Rolle und stellt ein langfristiges Ziel dar. Durch besondere Aufmerksamkeit unserer Führungskräfte und sorgfältig erarbeitete Kommunikationssysteme bemühen wir uns Tag für Tag um herausragende Leistungen im Bereich HSE. Für die Arbeiten gelten die gesetzlichen und branchenspezifischen Anforderungen an Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutzpakete.

Die Identifizierung und adäquate Kontrolle der Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltrisiken, die im Rahmen unserer Aktivitäten auftreten könnten, wird durch die Abteilung "Corporate Health, Safety & Environment" (CHSE) gewährleistet.

Die Einhaltung der Corporate Health, Safety & Environment Policy wird unter anderem durch die beiden Indikatoren "Lost Time Incidents Frequency" (LTIF) sowie "Total Recorded Cases Frequency" (TRCF) kontrolliert. Der LTIF (bezogen auf 1.000.000 Arbeitsstunden) belief sich im Jahr 2020 auf 0,8 (im Vergleich zu 0,95 im Vorjahr). Der TRCF (bezogen auf 1.000.000 Arbeitsstunden) betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2020 2,5 (Vorjahr: 3,0). Diese Kennzahlen sollen im Jahr 2021 weiter verbessert werden und beeinflussen positiv das Ansehen des KAEFER Konzerns bei der Projektakquisition.

Die stetige Vertiefung einer gelebten Sicherheitskultur steht auch weiterhin im Einklang mit unserer Strategie und lässt KAEFER bereits auf eine fünfjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Das Streben nach einer komplexeren und auf KAEFER ausgerichteten Unternehmenskultur verfolgt das Ziel, noch intensiver auf die Bedürfnisse der Kunden und unserer Kollegen eingehen zu können.

Neben den bestehenden Safety Culture Trainings und KAEFER Culture Trainings wird das Thema Gesundheit weiterhin ein Schwerpunkt bei KAEFER im Geschäftsjahr 2021 sein.

4. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Der Zentralbereich "Corporate Innovation & Technical Excellence" (CIE) mit den Bereichen "Technical Support", "Technical Excellence", "Product Excellence", "Asset Integrity Management (AIM)", "Smart Insulation Systems", "Corporate Competence Center Renewable Energies (CCCR)" und "Corporate Access Engineering" konnte seine Arbeit im Berichtsjahr 2020 weiter fortsetzen.

Die umfangreichen Fähigkeiten und Erfahrungen des "Technical Support" mit Dritten (nicht KAEFER-Einheiten) führten nach bestandenem Supplier Audit dazu, dass das Labor einen neuen Kunden aus der Luftfahrt für einen Endurance Test gewinnen konnte. Die erfolgreiche Abwicklung, das Berichtswesen und das von KAEFER eingebrachte Know-how sorgten für die Aufnahme von KAEFER als Standardlieferant beim Kunden. Folgeaufträge sind demnach zu erwarten.

Der Bereich "Technical Excellence" hat im Berichtsjahr den Fokus auf den Bereich Materialweiterentwicklung und Materialbeschaffung gelegt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Corporate Abteilung Beschaffung/Einkauf (CSM) wirkte sich positiv auf zahlreiche Projekte aus, besonders im Bereich Schiffsbau in Großbritannien. Dieser Erfolg spiegelt den internationalen Wissenstransfer zwischen KAEFER-Gesellschaften wider.

Der Bereich "Product Excellence" fokussierte im Berichtsjahr die Weiterentwicklung von Anwendungstechnologie im Bereich Oberflächen. Auch das Konzept "Train the Trainer" konnte erfolgreich auf weitere Bereiche ausgeweitet werden und fand im Berichtsjahr überwiegend remote statt, sodass trotz eingeschränkter Reisetätigkeit der Transfer von Wissen innerhalb des KAEFER Konzerns optimiert werden konnte.

Der Bereich "AIM/CUI" (Korrosion unter der Isolierung) beschäftigte sich im Berichtsjahr unter anderem mit der "Non-Destructive Testing Technologien" sowie mit dem allgemeinen Scouting neuer Technologien aus anderen Bereichen.

In der Abteilung "Smart Insulation Systems" konnte im Bereich der Sensorik die ausgewählte Vorzugstechnologie Dauerhaltbarkeitstests und weiteren Qualitätsprüfungen erfolgreich unterzogen werden. Ebenso wurden die Punktsensoren zur Detektion von Wasser in Kombination mit einer robotergestützten Montage in Norwegen weiterentwickelt. Beide Systeme, Punkt- und Flächensensor, zusammen werden in der Lage sein, die Bedürfnisse der Kunden umfangreich zu erfüllen. Die im Jahr 2020 geplante Pilotphase wurde bedingt durch die COVID-19- Pandemie in das Jahr 2021 verschoben.

Im Bereich CCCR ("Corporate Competence Center Renewable Energies") wurden die beiden Projekte "PICC" (Power-Induced Catalytic Combustor) und Polyphem (ein EU-Projekt im Rahmen von Horizon 2020) weiter vorangetrieben. Zwar verzögert bzw. verändert sich der Ablaufplan des EU-Projekts Polyphem wesentlich und nachhaltig - der Grund sind die strengen Reise- und Lockdown-Regelungen vor allem in den Projektpartnerländern Spanien und Frankreich, jedoch sind durch bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen die Auswirkungen auf KAEFER als marginal zu betrachten.

Der neu definierte Bereich "Corporate Access Engineering" verzeichnete im Berichtsjahr erste Kooperationsprojekte u.a. zwischen Kanada und UK und setzte erste Ziele für den neugewonnenen Zusammenhalt.

5. PERSONALMANAGEMENT

Zum Bilanzstichtag 2020 beschäftigte die KAEFER Gruppe weltweit etwa 30.000 Mitarbeiter.

Ein Kernthema des zentralen Personalbereiches "Corporate Human Resources" war im Geschäftsjahr 2020 die Umsetzung der gruppenweiten Personalentwicklungsstrategie im Rahmen der Gesamtstrategie LIFT 2023. Die Maßnahmen der Personalentwicklungsstrategie gruppieren sich um drei Kernprozesse:

Leistungs- und Potentialeinschätzung

Potentialentwicklung und Nachfolgeplanung

Berufliche Fortbildung

Besondere Zielgruppen innerhalb der Personalentwicklungsstrategie sind die Top Talente sowie die Nachwuchskräfte für Führungspositionen. Die Formulierung von Karriereplänen und die Erreichung von HR-KPIs unterstützen quantitativ und qualitativ die Strategieumsetzung. Für die oberen Führungsebenen wurde die Ausrichtung an die strategische Entwicklung über die Umformulierung des Bonussystems gefördert, das die lokale Erreichung der LIFT 2023 Ziele verstärkt belohnt und im Januar 2020 in Kraft trat.

Das zweite Kernthema war die gruppenweite Einführung einer neuen HR-Software (,Talentsoft'), mit deren Hilfe die vereinbarten HR-Maßnahmen der KAEFER LIFT Strategy 2023 in einem integrierten Instrument behandelt werden können. Intensive Schulungen der zuständigen HR-Fachleute haben gewährleistet, dass ab 2020 die individuellen Leistungs- und Potentialeinschätzungen, Potentialentwicklung und Nachfolgeplanungen sowie berufliche Trainingsmaßnahmen gruppenweit mit ,Talentsoft' durchgeführt werden.

Berufliche Fortbildungsangebote von KAEFER werden ab 2020 vermehrt als digitale Lerneinheiten auf einer gruppenweiten E-Learning-Plattform angeboten, von der ,Corporate Trainings' ebenso wie ,Local Trainings' abrufbar sind. Als ,Corporate Trainings', die die gesamte KAEFER Gruppe ansprechen, standen 2020 als erstes diverse Trainings zum Thema ,Compliance' zur Verfügung.

Das ,Junior Leadership Programm (JLP)' wird ursprünglich als Präsenztraining durchgeführt, jedoch konnte die für das Jahr 2020 geplante neue JLP-Gruppe Corona-bedingt nicht wie geplant starten und musste auf 2021 verschoben werden. Das ,JLP'-Programm soll ab 2021 ein neues Format erhalten, Inhalt und Form werden derzeit festgelegt und dann auch teilweise in online Modulen umgesetzt.

6. NACHHALTIGKEITSBERICHTERSTATTUNG

2008 wurde die Abteilung "Corporate Responsibility & Sustainability" (CRS) gegründet, die seit 2011 Teil des Bereichs "Corporate Responsibility & Communication" ist. Ihre Aufgabe besteht darin, die Themenfelder der unternehmerischen Verantwortung und Nachhaltigkeit bei KAEFER zu fördern, zu koordinieren, zu messen und teilweise zu initiieren. CRS stellt dabei den Rahmen und unterstützt die lokalen Einheiten. Dies erfolgt über die sogenannten Sustainability Champions, die als Ansprechpartner in ihrem jeweiligen Land/Unternehmen fungieren, Handlungsfelder identifizieren und Maßnahmen erarbeiten. Insbesondere koordinieren sie Nachhaltigkeitsprojekte, führen lokale Veranstaltungen durch, kommunizieren die "Best Practices" und liefern Beiträge für den KAEFER Nachhaltigkeitsbericht.

Wir sehen aktuell, dass das Thema "Nachhaltigkeit" wieder verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist, was wir als positive Entwicklung begrüßen. Aus diesem Grund haben wir uns zu Beginn dieses Jahres dazu entschieden, Nachhaltigkeit nochmals aus strategischer Sicht zu beleuchten. Hierfür wurde die Arbeitsgruppe für Nachhaltigkeit neu aufgestellt, die neben Mitarbeitenden aus verschiedenen Zentralbereichen auch Vertreter aus den Ländergesellschaften beinhaltet. Im Rahmen der regelmäßigen Treffen werden aktuelle Fragestellungen offen diskutiert, um frühzeitig die für KAEFER relevanten Themenfelder zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu initiieren. Ein erster Schritt war die Erstellung und Veröffentlichung der globalen "KAEFER Environmental Policy" Ende 2020.

Seit Gründung der Abteilung CRS wurden im Bereich Nachhaltigkeit zahlreiche Projekte ins Leben gerufen. Pandemiebedingt konnten viele der Aktionen aus den vergangenen Jahren jedoch 2020 nicht so weitergeführt werden, wie geplant. Diese sollen jedoch wieder aufgenommen werden, sobald dies möglich ist. Gleichzeitig wurden, bedingt durch die weltweite Lage, neue Initiativen gestartet. Hierzu zählen das Nähen von Alltagsmasken für den guten Zweck oder Sachspenden an karitative Einrichtungen.

Eine Übersicht der Projekte findet sich im KAEFER Nachhaltigkeitsbericht. Die Ausgabe für das Jahr 2019 wurde dabei im Juni 2020 erstmalig als digitaler Bericht veröffentlicht. Darin werden neben den verschiedenen Nachhaltigkeitsprojekten und - initiativen, die Entwicklungen in den Bereichen Compliance, Arbeitssicherheit, Umwelt und Vielfalt präsentiert. Der Link zum aktuellen Report und den vorherigen Ausgaben ist auf der KAEFER Webseite zu finden.

KAEFER Foundation gGmbH:

Generell verfolgt die KAEFER Foundation gGmbH die Umsetzung langfristiger Ziele, um so KAEFER intern, aber auch extern, einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten. Der Fokus lag im Jahr 2020 auf der weltweiten COVID-19-Pandemie. So wurden schwerpunktmäßig gemeinnützige Einrichtungen gefördert, die alldiejenigen unterstützen, die besonders hart von der Krise betroffen sind. Hierzu zählen die Bremer Suppenengel und die WK Weihnachtshilfe. Auch in anderen Ländern unterstützte die KAEFER Foundation gGmbH u.a. die Finanzierung von Sachspenden, wie beispielsweise Lebensmittelpakete für Bedürftige.

Weitere Projekte aus den vergangenen Jahren wurden pandemiebedingt angepasst. Anstelle einer gemeinsamen Teilnahme des KAEFER Laufteams am traditionellen "Venuslauf", einer Veranstaltung zugunsten von Krebspatienten in Bremen, wurden alle interessierten KAEFER-Mitarbeiter weltweit dazu aufgerufen, allein zu laufen, joggen oder zu radeln. Für jeden geleisteten Kilometer überwies die KAEFER Foundation gGmbH eine Spende an die Bremer Krebsgesellschaft oder an eine lokale Krebsgesellschaft in den einzelnen KAEFER-Ländern. So kamen insgesamt Spenden in Höhe von rund 20.000 EUR zusammen. Informationen zu diesem und allen weiteren Projekten sind auf der Webseite www.kaefer.foundation sowie auf der LinkedIn-Seite der KAEFER Foundation gGmbH zu finden.

7. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

7.1 Chancenbericht

KAEFERs Positionierung im Umfeld wachsender Energienachfrage und höherer Energieeffizienz bietet weiterhin das solide Fundament für die strategische Ausrichtung. Moderne ganzheitliche Isolierlösungen sind ein effizienter Weg, den Energieverbrauch zu reduzieren und so das Klima zu schützen. Hier sieht KAEFER weiterhin ein großes Potenzial, da die thermischen Produktionsabläufe sich nicht wesentlich verändern werden. Neben dem Kundensegment der Chemieindustrie besteht Potenzial für Wachstum bei dem weltweiten Neu- und Ausbau von LNG-Anlagen. Im Jahr 2020 ist ein erster LNG-Auftrag in den USA erfolgreich abgewickelt worden, welches eine gute Basis für weiteres Geschäft darstellt.

Im Rahmen des Strategie Updates "KAEFER LIFT 2023" wurde im Jahr 2019 das bestehende Portfolio aus Ländern, Kunden, Industrien und Servicedienstleistungen auf den Prüfstand gestellt. Auf dieser Basis wurden zahlreiche Maßnahmen abgeleitet, um die Marktstellung von KAEFER zu festigen bzw. weiter auszubauen. Durch die Akquisition der WGIS Anfang 2020 konnten beispielsweise neue Kunden und Spezialexpertise dazugewonnen werden und damit Möglichkeiten für zukünftiges Wachstum.

Ein besonderer Fokus wurde in den vergangen zwei Jahren auf die Digitalisierung von KAEFER gelegt. In 2019 wurde im Rahmen eines mehrmonatigen Projektes mit zahlreichen Vertretern des internationalen Managements von KAEFER sowie externen Beratern eine Digital Roadmap definiert. Neben konkreten Initiativen zur Verbesserung der Effizienz in den Bereichen Operations und Back Office wurden auch neue Geschäftsmodelle identifiziert und die Grundlage für eine Digital Culture geschaffen, die die vorhandene Kreativität unserer Mitarbeiter fördern und so die Basis für zukünftige Innovationen schaffen soll.

KAEFER befindet sich weiterhin auf der im Jahr 2013 gestarteten LEAN Journey und entwickelt diese kontinuierlich weiter. Die positive Resonanz der Kunden führt zu neuen Projekten und langfristigen Kundenbeziehungen. Zudem kann die Profitabilität von KAEFER gesteigert werden. Die intensivierte Project Governance zur systematischen Identifizierung und Steuerung von operativen Risiken zeigte im vergangenen Jahr weitere Erfolge.

In 2020 wurde das SAP Business Template in Australien, USA, Singapur und Indonesien erfolgreich eingeführt. Somit wurde die Prozessharmonisierung in vier weiteren KAEFER Ländern vorangetrieben. Als nächstes ist die Implementierung im Mittleren Osten, Thailand und Malaysia geplant.

Ein allgemeiner Chancenbericht des operativen Geschäfts ist in jedem Monatsbericht und in ad-hoc Meldungen an die Geschäftsführung enthalten.

7.2 Risikobericht

Unter effektivem Risikomanagement wird der Führungsprozess zur Minimierung und Beseitigung von Risiken verstanden, die aus unserer Geschäftstätigkeit entstehen. Risiko ist dabei als Abweichung vom Erwartungswert definiert. Bestandteile zur Minimierung sind ein zeitnahes Risikocontrolling mit einem aussagekräftigen und effizienten Frühwarnsystem und ein modernes internes Kontroll- und Überwachungssystem.

Auf der obersten Ebene können die Risiken in operative und strategische Risiken gruppiert werden. Operative Risiken haben Einfluss auf die kurz- bis mittelfristige Ergebnis- und Liquiditätslage. Diese können sich aus der täglichen Projektausführung, aus Beziehungen zu Kunden und Lieferanten sowie aus internen Prozessen ergeben. Operative Risiken werden monatlich sowie ad-hoc an die Geschäftsführung berichtet. Strategische Risiken beruhen auf Veränderungen unseres konjunkturellen und branchenspezifischen Umfeldes und beeinflussen die langfristige Entwicklung von KAEFER. Hierfür gibt es ebenfalls einen institutionalisierten und regelmäßigen Prozess zur Besprechung mit der Geschäftsführung.

7.2.1 Operative Risiken

Die operativen Risiken können sich in drei Ausprägungen zeigen: (a) Volumenrückgang z.B. durch eine reduzierte Leistungserbringung, (b) Rückgang der Margenqualität z.B. durch Produktivitätsverluste und (c) inadäquate Entwicklung der Gemeinkosten. Diese Risiken müssen rechtzeitig analysiert und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Die dafür benötigten Informationen werden konsistent in einem eigens von KAEFER auf Basis einer Standardsoftware entwickeltem BI-Tool gesammelt und analysiert.

Mit einem operativen Reporting- und Controllingsystem in diesem Tool werden die relevanten Kennzahlen erfasst. Diese Informationen werden als Basis für die regelmäßigen Steuerungsgespräche mit den operativen Einheiten herangezogen und dienen dazu, den Stand laufender Projekte ebenso wie die Kosten- und Ergebnisentwicklung zu verfolgen.

Im Rahmen eines standardisierten Risikoanalyseprozesses werden Projektvorhaben bereits im Angebotsprozess nach unterschiedlichen Kriterien klassifiziert. In Abhängigkeit der Risikoeinschätzung sind unterschiedliche Genehmigungsstufen einzuhalten. Die Projekte werden sowohl von dem zentralen Projektcontrolling als auch der Rechtsabteilung in der Angebots-, Verhandlungs- und Ausführungsphase begleitet. Wenn bei Großprojekten deutliche negative Abweichungen auftreten, werden diese monatlich auf Holdinggeschäftsführungsebene überwacht und Gegensteuerungsmaßnahmen eng begleitet. Alle monatlich berichteten Projekte werden nach fest definierten Kriterien hinsichtlich Liquidität sowie Ergebnisentwicklung analysiert und nachverfolgt. Gleiches gilt für Projekte in der Angebotsphase, die monatlich in einem Angebots-Cockpit mit aktuellen Hinweisen der Geschäftsführung präsentiert werden. Die einzelnen Prozessschritte in der Akquisitionsphase sowie in der operativen Durchführung werden fortlaufend analysiert und Verbesserungsmöglichkeiten werden abgeleitet. Unterstützt wird die Analyse durch eine zentrale Abteilung, die im Bedarfsfall auch die Kollegen vor Ort beim Aufsetzen eines Projektes oder bei der Ausführung in der Steuerung unterstützt.

Das Controlling- und Reportingsystem beinhaltet auch eine Analyse der Gemeinkostenstruktur einschließlich der Personalkosten- und Beschäftigtenentwicklung sowie weiterer Steuerungsgrößen nichtfinanzieller Natur. Diese Transparenz hilft den Kerngesellschaften bei KAEFER, auch bei massiven Volumenschwankungen flexibel reagieren und Kosten reduzieren zu können. Um allerdings Anpassungen aufgrund des Volumens zu vermeiden, wird insbesondere nach der Kennzahl Book-to-Bill präventiv gesteuert, wodurch der Fokus auf einen stabilen Auftragseingang gelegt wird. So konnte das Unternehmen in einem herausforderndem Marktumfeld seinen Auftragsbestand erneut im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern.

Die zentral vorliegende Projektdatenbank wird zudem für statistische Auswertungen genutzt, um anhand von normalverteilten Wahrscheinlichkeiten sowie Value-at-Risk Konzepten Indikationen für besonders risikoreiche Projektkategorien zu erhalten und diese Information auch strategisch einzusetzen.

7.2.2 Liquiditätsrisiken

Die Sicherstellung ausreichender Liquidität zur Finanzierung des Working Capitals und der Fixkosten ist ein zentraler Punkt des KAEFER-Risikomanagements.

Durch Einsatz eines Treasury Management Systems kann der Liquiditätsstatus aller KAEFER- Gesellschaften täglich ermittelt werden. Neben Barlinien werden für das Projektgeschäft auch in erheblichem Umfang Avallinien zur Begebung von Garantien und Bürgschaften an Kunden benötigt. Der Umfang der benötigten Linien leitet sich aus der aktuellen Liquiditäts- und Projektplanung ab. Im Rahmen des beschriebenen Monitorings der Projekte werden insbesondere Projekte mit hoher Vorfinanzierung oder signifikanten teilfertigen Leistungen und/oder Forderungslücken eng begleitet.

Die Gesellschaft hat weiterhin für ihre Finanzierungsvereinbarungen Financial Covenants einzuhalten. Bei einem Verstoß könnten die Banken die entsprechenden Linien kündigen bzw. bestehende Verbindlichkeiten fällig werden. Im Rahmen der letzten Refinanzierung hat KAEFER bei der Definition der Financial Covenants darauf geachtet, dass auch bei einer potenziellen Verschlechterung des Geschäftes kein erhöhtes Risiko hinsichtlich eines Verstoßes gegen die Financial Covenants besteht. Auf Basis aktueller Ergebnisse und Ergebnisprognosen der KAEFER-Gruppe wird die Entwicklung der Financial Covenants simuliert, so dass auch bei negativen Entwicklungen genug Reaktionszeit zur Gegensteuerung vorhanden ist.

7.2.3 Forderungsausfallrisiken

Die Verhinderung von Forderungsverlusten ist von großer Bedeutung. Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden nach Möglichkeit Warenkreditversicherungen genutzt oder kundenseitige Bankgarantien angefordert. Eine Risikoreduzierung erfolgt durch regelmäßige Abrechnung und ein entsprechendes Forderungsmanagement. Großprojekte müssen einen strengen Finanzierungs-Check durchlaufen, in dem auch die periodische Mittelbindung analysiert und hinterfragt wird. Im Rahmen des zuvor genannten Projektcontrollings werden u.a. Forderungslücken an die Zentralfunktionen gemeldet und bei Großprojekten durch die Holdinggeschäftsführung diskutiert. Gemäß der Bilanzierungsrichtlinie werden überfällige Forderungen konsequent abgewertet mit dem Ziel einer direkten Begrenzung von Risiken sowie der erhöhten Motivation zum Abbau von überfälligen Forderungen.

7.2.4 Lieferantenrisiken

Die mit der KAEFER-Leistung verbundene Kundenzufriedenheit ist stark von der Qualität der Lieferanten abhängig. Dies gilt sowohl für Materiallieferungen als auch für Subunternehmerleistungen. Aufgrund von regelmäßigen internen Bewertungen der Lieferverhältnisse sowie externen Marktinformationen wird sichergestellt, dass die operativen Einheiten nur mit den Lieferanten weiterarbeiten, die eine konstant hohe Qualität anbieten. Einkäufer und Baustellenleiter werden auf Basis dieser Strategie in regelmäßigen Abständen geschult.

Durch Rahmenverträge werden langfristige Beziehungen zu den renommierten Lieferanten der Branche gefestigt. Diese Rahmenverträge bilden eine Absicherung gegen Preiserhöhungen und gewährleisten einen durchgehend hohen Qualitätsstandard sowie die Standardisierung interner Prozesse. In Zusammenarbeit mit den Auslandsgesellschaften wurde durch die Zentralfunktion ein ständiger Informationsaustausch etabliert. Dadurch wird die Suche nach neuen qualifizierten Lieferanten effizienter gestaltet und bei bereits bekannten internationalen Lieferanten ein besseres Preisniveau sowie eine ständige Qualitätskontrolle erzielt.

7.2.5 Währungsrisiken

Durch die überwiegende Tätigkeit in regionalen Märkten werden KAEFERs Leistungen in der Regel in derselben Währung bezahlt, in der die Kosten entstehen. Zur währungskongruenten Refinanzierung werden Mittel überwiegend durch das Nutzen der zentral zur Verfügung gestellten Kontokorrentlinien oder Darlehen der Holding in der benötigten Währung vergeben. Transferleistungen in verschiedenen Währungen finden nur in geringem Umfang statt. Die geographische Diversifikation mit Präsenz in zahlreichen Ländern weltweit trägt zum internen Ausgleich bei. Darüber hinaus werden relevante Positionen insbesondere aus Projekten aber auch aus Darlehen und Ergebnissen gegen den Verfall von Währungskursen abgesichert. KAEFER verfolgt die Strategie eines nahezu 100% Sicherungsgrades, was einem Risikolimit von null entspricht.

7.2.6 Zinsrisiken

Den Risiken aus möglichen Zinssteigerungen wird unter anderem durch die Aufnahme von Darlehen mit festen Zinssätzen entgegengewirkt. Aufgrund dessen hat man sich ebenfalls für eine Anleihe mit festem Zinssatz entschieden. Bei variablen Zinssätzen würden entsprechend Zinsderivate für die Absicherung der Zinsrisiken abgeschlossen werden, sofern ein Risiko hieraus ersichtlich ist. Zudem werden regelmäßig Zinsprognosen analysiert, um einen ausgewogenen Chancen- und Risikomix zu gewährleisten.

In der KAEFER-Gruppe bestehen zum Stichtag mittel- und langfristige Darlehen von 30 Mio. EUR (Vorjahr: 31 Mio. EUR). Durch feste Zinssätze verfügt KAEFER über eine stabile Planungsgrundlage. Die Verzinsung der Kontokorrentlinien ist an den Verlauf kurzfristiger Refinanzierungszinssätze gekoppelt. Aufgrund dessen, dass Inanspruchnahmen in manchen Ländern Anlagen in anderen Ländern gegenüberstehen, die ebenfalls variablen Anlagezinssätzen unterliegen, ergeben sich Kompensationseffekte, die zu einer Bewertung eines geringen Zinsrisikos führen.

7.2.7 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können sich aus Klagen und Ansprüchen gegen Gesellschaften der KAEFER-Gruppe ergeben. Hierzu zählen insbesondere Risiken aus Rechtstreitigkeiten mit Wettbewerbern, Lieferanten und Kunden sowie steuerrechtliche Risiken. Durch Einsatz interner Fachabteilungen als auch durch die Inanspruchnahme von externen Beratungsdienstleistungen soll ein möglicher Schaden für die KAEFER-Gruppe frühzeitig identifiziert und hierdurch minimiert bzw. vermieden werden.

Zur Minimierung der Risiken aus Compliance Vorfällen hat sich KAEFER weiter professionalisiert. Es wurden weitere weltweit gültige Richtlinien, zum Beispiel zur Prävention von Wettbewerbsverstößen, eingeführt und entsprechende Trainingsmaßnahmen aufgesetzt.

7.2.8 Strategische Risiken

Um den konjunkturellen bzw. marktbedingten Risiken entgegenzuwirken, beobachtet die Geschäftsführung das externe Umfeld unter strategischen Gesichtspunkten, analysiert laufend die volkswirtschaftliche Entwicklung der Märkte und überprüft die Wettbewerbsfähigkeit unserer Organisationsstrukturen. Über auffällige Marktveränderungen berichten die operativen Einheiten im Rahmen regelmäßiger Statusmeetings.

Innerhalb drei jährlicher Treffen mit dem lokalen Top-Management werden die gesammelten Erkenntnisse umfassend analysiert und in eine strategische Drei-Jahres-Planung eingearbeitet bzw. laufende Aktualisierungen für das aktuelle Geschäftsjahr diskutiert. Auf diese Art und Weise entsteht bei KAEFER eine langfristige Ausrichtung mit einer hohen Sicherheit allerdings der Flexibilität, auf kurzfristige Markttrends reagieren zu können.

7.2.9 Akquisitionsrisiken

Die Akquisition neuer Gesellschaften ist mit verschiedenen Chancen und Risiken verbunden. Um die Kontrolle über in Betracht kommende Unternehmen zu erlangen und die Risiken zu beherrschen, übernimmt KAEFER geeignete Gesellschaften in der Regel mehrheitlich oder vollständig. Interessante Akquisitionsobjekte werden von internen und externen Experten mit Hilfe umfassender Due Diligence Prüfungen bewertet. Entscheidend für die Beurteilung sind strategische Relevanz, Ertragsstärke und Zukunftsperspektiven. Die Kaufpreisentscheidung wird anhand von Cashflow-basierten sowie marktgestützten Multiple-Verfahren verifiziert. Neue Gesellschaften werden nach klaren Planvorgaben in den Konzern und sein Risikomanagement integriert. Hierfür gibt es eine detaillierte Post-Merger-Guideline. Jede Akquisition durchläuft eine Sensitivitätsrechnung, so dass eine Verletzung von Financial Covenants auch im Downside Case der Entwicklung der Gesellschaft mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Entscheidungen über die im Konzern getätigten Akquisitionen werden von der Holdinggeschäftsführung getroffen. Bei größeren Unternehmensübernahmen ist zusätzlich die Genehmigung durch den Beirat erforderlich. KAEFERs Finanzierungspartner werden anhand der beschriebenen Szenariorechnungen über die finanziellen Auswirkungen ebenfalls informiert.

7.2.10 Risiken in dem Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie

Der Verlauf der COVID-19-Pandemie birgt auch für KAEFER weiterhin Risiken. Weitere Infektionswellen und Lockdown-Maßnahmen können nicht verlässlich abgeschätzt werden und sind eine Gefahr für unsere Geschäftsaktivität weltweit.

In Folge des sich weltweit ausbreitenden Virus wurden in allen KAEFER Gesellschaften kurzfristig Krisenmanagementteams gebildet. Deren Ziel ist es, die Folgen der Pandemie einzuschätzen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Gesundheit der Mitarbeiter sowie eine enge Kundenabstimmung haben für alle KAEFER Gesellschaften höchste Priorität.

Alle Maßnahmen zur Reduzierung von Kosten sowie die Inanspruchnahme von staatlichen Unterstützungsprogrammen, z.B. zur Übernahme von Kosten oder Stundung von Steuerzahlungen in den jeweiligen Ländern, werden ergriffen.

Vereinzelt kann es bedingt durch die Pandemie bei Konzerngesellschaften zu kurz- bis mittelfristigen Liquiditätsbedarfen kommen, z.B. aufgrund verschobener Zahlungseingänge durch Kunden, der Verzögerung geplanter Arbeiten oder des Risikos von Forderungsausfällen. Neben den angesprochenen Einzelmaßnahmen auf Ebene der Tochtergesellschaften wurden im Berichtsjahr auch Vorbereitungen getroffen, um im Bedarfsfall staatliche Liquiditätshilfen in Anspruch nehmen zu können.

Angesichts der zum Teil sehr unterschiedlichen Lage in den jeweiligen Ländern können die Auswirkungen der Krise nicht verlässlich eingeschätzt werden. Die Geschäftsführung sieht aber KAEFER hinreichend gut aufgestellt, um diese Krise zu bestehen.

7.3 Zusammenfassende Risikobeurteilung

Der Fortbestand der KAEFER-Gruppe ist nach Ansicht der Geschäftsführung trotz der anhaltenden COVID-19-Pandemie durch die oben aufgeführten Risiken nicht gefährdet. Das Jahr 2020 hat gezeigt, dass die Risiken angemessen gesteuert werden.

8. PROGNOSEBERICHT 2021

8.1 Asia Pacific

In Australien wird planerisch von einer erhöhten Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2021 ausgegangen. Erschwert wird das Geschäft insbesondere durch die Verschiebung von LNG-Großprojekten, was aber durch andere Bereiche teilweise kompensiert werden kann.

In Thailand hat die für das Jahr 2020 avisierte Umkehr der negativen Entwicklung der vergangenen Jahre zur Zufriedenheit von KAEFER eingesetzt.

Für die Gesellschaft in China wird aufgrund der Durchführung eines LNG-Projektes mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung im Jahr 2021 gerechnet. Aufgrund des herausfordernden Marktumfelds wird für KAEFER in Malaysia für 2021 lediglich eine leichte Steigerung der Gesamtleistung gegenüber 2020 erwartet.

8.2 North & South America

In den USA konnte sich KAEFER durch die erfolgreiche operative Abwicklung eines Projektes in eine gute strategische Position bringen, um den Zuschlag für kommende Projekte zu erhalten.

In Kanada konnte das für 2020 erwartete Umsatzniveau aufgrund des Ausfalls eines eingeplanten Großprojektes nicht erreicht werden. Aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des weiterhin niedrigen Ölpreisniveaus erweist sich die Marktlage in Kanada weiterhin als schwierig. Aktuell ist das lokale Management dabei, die Gesellschaft organisatorisch so aufzustellen, dass ein stabiles Umsatzwachstum unabhängig von Großaufträgen erzielt werden kann.

Trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der starken Abwertung der brasilianischen Währung gegenüber dem Euro hat die brasilianische Gesellschaft RIP Servicos im Jahr 2020 ein deutlich positives Jahresergebnis erwirtschaftet. Für 2021 wird mit einer leicht steigenden Gesamtleistung gerechnet. Dies soll insbesondere durch die Ausweitung der Aufträge mit Bestandskunden in der Minen- und Stahlbranche erreicht werden. Im Hinblick auf die relative Profitabilität wird ebenfalls eine leichte Steigerung erwartet.

In Peru waren die Arbeiten auf der größten Baustelle aufgrund der COVID-19-Einschränkungen über mehrere Monate des Jahres 2020 unterbrochen. Die Arbeiten sind aktuell wieder in vollem Gange. Die Fertigstellung des Projektes zum Jahresende 2021 wird avisiert.

8.3 Africa & Middle East

In Südafrika werden in 2021 angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Fertigstellung eines Großprojektes die Gesamtleistung und das Ergebnis hinter dem Niveau der Vorjahre zurückbleiben. Ein weiterer Grund für den Rückgang ist die Verzögerung des LNG-Geschäfts in Mozambique, das voraussichtlich erst ab 2022 nennenswerte Umsätze generieren dürfte.

Für Middle East wird eine leicht erhöhte Gesamtleistung gegenüber dem Jahr 2020 erwartet. Die Fertigstellung von Großprojekten in Kuwait wird im Wesentlichen durch in 2020 akquirierte Großprojekte in Saudi-Arabien und der erwarteten Zeichnung eines umfangreichen Wartungsvertrages in Katar kompensiert werden. Diese Erwartungen werden durch einen soliden Auftragsbestand gestützt.

8.4 Central & Eastern Europe

Durch die Stärkung des Kerngeschäfts sowie die Neuausrichtung in den Bereichen Brandschutz und Oberflächentechnik geht KAEFER gestärkt in das neue Geschäftsjahr und erwartet aufgrund des stabilen Auftragsbestands eine positive Ergebnisentwicklung für 2021.

Der Innenausbau in Deutschland plant seinen erfolgreichen Wachstumskurs fortzusetzen. Alle Standorte verfügen über gute Auftragsbestände. Der Schiffbau erwartet nach den starken Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie, die vorhandenen Aufträge erfolgreich ausführen zu können.

In den Wachstumsmärkten in Ost- und Nordeuropa wird trotz allgemeiner Unsicherheiten hinsichtlich der Pandemieentwicklung eine Steigerung der Gesamtleistung und des Ergebnisses gegenüber 2020 erwartet.

8.5 Scandinavia

In Norwegen wird im Jahr 2021 ein Großprojekt enden, welches wesentlich zu guten Ergebnissen der vergangenen zwei Jahre beitragen konnte. Nicht zuletzt dadurch wird ein Rückgang bei Umsatz und Ergebnis für das Geschäftsjahr 2021 erwartet. Allerdings wurde KAEFER bereits für den sich anschließenden Wartungsvertrag kontrahiert, was stabile Umsatzbeiträge für die folgenden Jahren verspricht und so die positive Entwicklung der norwegischen Gesellschaft in den vergangenen Jahren stützt.

Schweden erwartet trotz zurückhaltendem Investitionsverhalten ein solides Ergebnis für 2021.

In Finnland sind die bestehenden Aufträge im Schiffbau abzuarbeiten und in der Industrie die aus 2020 verschobenen Arbeiten eines großen Stillstandes auszuführen.

8.6 Western Europe

In Frankreich wird für 2021 ein starker Umsatz- und Ergebnisanstieg erwartet.

Für UK wird für 2021 ebenfalls ein Anstieg der Gesamtleistung und des Ergebnisses erwartet. Neben der Steigerung der Geschäftsaktivitäten über alle Branchen hinweg wird sich auch die erstmalig ganzjährige Ergebnisberücksichtigung der Anfang 2020 akquirierten WGIS positiv auf die Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 auswirken. Die gesellschaftsrechtliche und organisatorische Integration in das bestehende Geschäft wurde abgeschlossen, so dass für 2021 mit der Realisierung der erwarteten Synergien zu rechnen ist.

Spanien wird im Jahr 2021 trotz der negativen Aussichten des spanischen Marktes ein solides Ergebnis erwirtschaften, was durch die Ausweitung der Arbeiten für Bestandskunden und die schrittweise Steigerung der Aktivitäten in neuen Marktsegmenten gesichert wird.

Auch in 2021 wird in Benelux ein gutes Geschäftsjahr erwartet, auch wenn die Instandhaltungsbudgets einiger Kunden voraussichtlich geringer ausfallen werden als in den Vorjahren.

8.7 Gesamtausblick / Rückblick

Das Geschäftsjahr 2020 war maßgeblich von der weltweiten COVID-19-Pandemie geprägt. Der im Vorjahr für 2020 prognostizierte Anstieg von Gesamtleistung und Jahresergebnis konnte nicht erreicht werden. Geschlossene Baustellen und die Verzögerung anstehender Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie geplanter Neuinvestitionen führten dazu, dass die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2020 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres lag und damit auch die Prognose des Vorjahres nicht erreicht werden konnte. Dies konnte auch durch die Akquisition der WGIS am 5. Februar 2020 nur teilweise kompensiert werden.

Die prognostizierte EBITDA-Marge von 4,8% liegt unter der Vorjahres EBITDA-Marge von 6,2 %. Ursächlich für diese Entwicklung ist im Wesentlichen die durch die COVID-19-Pandemie bedingte rückläufige Gesamtleistung vor allem in den Regionen APAC und Middle East.

Das Konzernjahresergebnis betrug im Berichtsjahr -9,4 Mio. EUR gegenüber 10,5 Mio. EUR im Vorjahr. Der Rückgang ist, neben der gesunkenen Gesamtleistung, auf die unter Druck geratene EBITDA-Marge von 4,8% (Vorjahr: 6,2%) zurückzuführen. Diese spiegelt Produktivitätsverluste wider, u.a. aufgrund der Unterauslastung von Kapazitäten und erhöhten Maßnahmen im Bereich Health & Safety auf Baustellen weltweit. Zusätzlich hatten die Abwertungen der lokalen Währungen gegenüber dem Euro, z.B. in Brasilien, Südafrika und Norwegen, negative Auswirkungen auf das Jahresergebnis.

Das Jahresergebnis 2020 wurde außerdem durch Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Integration von WGIS in die KAEFER-Gruppe belastet. Die Integration wurde erfolgreich abgeschlossen und KAEFER ist damit für weitere erfolgversprechende Jahre im britischen Markt gerüstet.

Die Prognose eines gleichbleibenden operativen Cashflows gegenüber dem Vorjahr, wurde mit einem operativen Cashflow von 137,0 Mio. EUR (Vorjahr: 113,4 Mio. EUR) deutlich übertroffen. Dies ist insbesondere auf gesunkene Kundenforderungen sowie Vorratsbestände als auch auf gestiegene Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen.

Mit Einsetzen der COVID-19-Pandemie wurden in allen KAEFER-Einheiten Maßnahmen zur Sicherung und Stärkung der Liquidität umgesetzt sowie ein besonderer Fokus auf aktives Working Capital Management gelegt. Dies führte dazu, dass der operative Cashflow im Vergleich zum Vorjahr sogar gesteigert werden konnte.

Zusammenfassend konnte KAEFER, trotz der Herausforderungen des Jahres 2020, seine schnelle Reaktionsfähigkeit und die Resilienz seines Geschäftsmodells unter Beweis stellen.

Vor dem Hintergrund der Erholung der Geschäftsaktivität von der COVID-19-Pandemie erwartet die Geschäftsführung für das Jahr 2021 einen deutlichen Anstieg der Gesamtleistung wie auch des Konzernergebnisses. Der sich wandelnde Energiemarkt und die fortschreitende Entwicklung in Richtung emissionsreduzierter Energieerzeugung werden u.a. zu einem Ausbau von LNG weltweit führen. Hier hat sich KAEFER frühzeitig strategisch positioniert und wird an diesem Trend partizipieren. Aufgrund der anhaltenden Marktschwierigkeiten im Bereich Kreuzfahrtschifffahrt wie auch der Verzögerung von Investitionsentscheidungen für Großbauten im Industriebereich wird für das Jahr 2021 in Bezug auf die Gesamtleistung jedoch keine vollständige Rückkehr zum Vorkrisenniveau 2019 erwartet. Durch weiterhin konsequentes Kostenmanagement soll aber die relative EBITDA-Marge zurück auf Vorkrisenniveau 2019 gebracht werden.

Aufgrund der geplanten Steigerung der Gesamtleistung, dem damit einhergehenden Working Capital Bedarf und einigen Nachholeffekten aus dem Jahr 2020 wird ein positiver operativer Cashflow für das Jahr 2021 unterhalb des aktuellen operativen Cashflows erwartet.

 

Bremen, den 31. März 2021

KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG

Executive Board

Steen Ejlskov Hansen

Dr. Roland Gärber

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