Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 39672
Eingetragen
6.2.2014
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenSonstige Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens sowie Beteiligung an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerd Dr.-Ing. Fricke
seit 25.10.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Grasbrunn OT Neukeferloh
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
94.44%
60.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Axiosis GmbH

Berg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzern - Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 118.909,32 116.591,97
2. Geschäfts- und Firmenwert 4.849.385,32 4.968.294,64 5.542.154,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.801.663,58 2.903.536,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.509.848,67 2.369.741,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 805.026,74 537.254,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56.840,46 12.173.379,45 1.644.659,78
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe 7.113.963,75 8.448.248,76
2. In Arbeit befindliche Aufträge 3.187.391,54 3.078.310,79
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.283.174,56 3.972.476,36
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 13.584.529,85 27.193,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.673.516,50 4.937.008,67
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.163.881,12 4.837.397,62 1.530.223,96
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.607.238,95 1.993.650,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten 112.313,00 75.828,18
39.283.153,51 37.176.879,29

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.500,00 -12.500,00
II. Nicht beherrschende Anteile 5.857.191,30 4.945.532,16
III. Bilanzgewinn 13.923.484,24 11.851.903,25
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 368.579,21 90.277,27
C. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 1.585.421,00 1.750.023,00
2. Steuerrückstellungen 2.606.888,92 2.857.293,77
3. Sonstige Rückstellungen 1.914.262,04 6.106.571,96 2.124.180,75
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.111.311,97 6.923.092,65
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16.878,71 5.757,56
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.120.996,72 1.346.160,63
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.443.411,49 12.692.598,89 4.947.930,33
E. Passive latente Steuern 322.227,91 322.227,91
39.283.153,51 37.176.879,29

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 46.889.203,13 57.787.991,48
2. Bestandsveränderung in Arbeit befindlicher Aufträge 228.725,83 1.598.397,30
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 62.553,30 3.025,70
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.147.953,14 1.445.338,10
5. Gesamtleistung 48.328.435,40 60.834.752,58
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.043.621,96 27.239.981,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 202.246,09 19.245.868,05 159.829,00
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.625.155,01 11.966.753,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 2.272.045,93 13.897.200,94 2.440.924,90
8. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.399.726,84 1.806.692,41
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.938.371,74 7.574.098,65
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.122,42 14.705,56
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 510.568,98 463.937,31
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.735.608,80 2.755.416,98
13. Ergebnis nach Steuern 3.645.212,47 6.441.824,28
14. Sonstige Steuern 4.537,66 28.796,61
15. Konzernjahresüberschuss 3.640.674,81 6.413.027,67
16. auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 1.269.093,82 2.227.152,05
17. Konzerngewinn 2.371.580,99 4.185.875,61
18. Ausschüttung -300.000,00 0,00
19. Gewinnvortrag 11.851.903,25 7.666.027,64
20. Konzernbilanzgewinn 13.923.484,24 11.851.903,25

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der Axiosis GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt.

Es handelt sich um einen freiwillig aufgestellten Konzernabschluss. Es wurde von der retrospektiven Anwendung der im Jahr 2024 verabschiedeten Größenkriterien nach § 293 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma: Axiosis GmbH
Sitz: Berg (b. Neumarkt i.d. OPf.)
Registergericht: Amtsgericht Nürnberg
Register-Nr.: HRB 39672

Konsolidierungskreis

Mutterunternehmen Konzernanteil
Axiosis GmbH, Berg (b. Neumarkt i.d. OPf.) 100,00 %
Tochterunternehmen Konzernanteil
Crestaplast GmbH, Neumarkt i.d.Opf. 92,10 %
PEKU Folien GmbH, Neumarkt i.d.Opf. 90,00 %
Sensetec GmbH, Leinfelden-Echterdingen 60,00 %
EBE Elektro-Bau-Elemente GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100,00 %

Alle Tochtergesellschaften werden aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte in den Konzernabschluss einbezogen.

Nach § 296 HGB nicht einbezogene Unternehmen liegen nicht vor.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag der Einzelabschlüsse mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023.

Eine Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften ist nicht erforderlich.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Dabei werden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Ebene der Tochterunternehmen sämtliche Bilanzpositionen zu Zeitwerten angesetzt. Danach erfolgt die Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der Erstkonsolidierung. Sind die Anschaffungskosten höher als das neu bewertete anteilige Eigenkapital, würde die Differenz als Firmenwert ausgewiesen.

Bei der Schuldenkonsolidierung werden die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten einbezogener Unternehmen gemäß § 303 Abs. 1 HGB gegeneinander aufgerechnet.

Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen die Innenumsätze mit den entsprechenden Aufwendungen aufgerechnet. Im Liefer- und Leistungsverkehr zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden lediglich Zwischengewinne in einem unwesentlichen Umfang realisiert. Eine entsprechende Eliminierung war deshalb nicht erforderlich.

Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung

Mit enthalten in der Position Geschäfts- und Firmenwert ist der aktive Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der PEKU Folien GmbH, Neumarkt i.d. Opf., zum 1. Januar 2021 in Höhe von TEUR 1.539. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Wert in Höhe von TEUR 1.077. Die Abschreibung erfolgt über 10 Jahre. Im Geschäftsjahr wurde der Unterschiedsbetrag anteilig in Höhe von TEUR 154 abgeschrieben.

Ebenso wird der Geschäfts- oder Firmenwert der EBE Elektro-Bau-Elemente GmbH, Leinfelden-Echterdingen, in Höhe von TEUR 5.383 aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2021 über 10 Jahre abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Wert in Höhe von TEUR 3.768. Im Geschäftsjahr ergibt sich hieraus eine anteilige Abschreibung in Höhe von TEUR 538.

Des Weiteren wird der Geschäfts- oder Firmenwert der Sensetec GmbH, Leinfelden- Echterdingen, in Höhe von TEUR 6 aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2021 über 10 Jahre abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Wert in Höhe von TEUR 4. Im Geschäftsjahr ergibt sich hieraus eine anteilige Abschreibung in Höhe von TEUR 0,6.

Die Nutzungsdauer wird dabei insbesondere durch ökonomische und organisationsspezifische Faktoren wie die zukünftigen Wachstums- und Gewinnerwartungen, die Nutzbarkeit der langjährig gewachsenen Kundenbeziehungen und den langjährigen Mitarbeiterstamm der eingebrachten Firmen bestimmt.

Befreiung von der Verpflichtung zur Offenlegung

Nachfolgende Tochterunterunternehmen machen von der Befreiung der Verpflichtung zur Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

Crestaplast GmbH, Neumarkt i.d.Opf.

PEKU Folien GmbH, Neumarkt i.d.Opf.

Sensetec GmbH, Leinfelden-Echterdingen

EBE Elektro-Bau-Elemente GmbH, Leinfelden-Echterdingen

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Axiosis GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Dem Konzernabschluss liegt die nach § 297 Abs. 3 Satz 1 HGB vorgeschriebene Einheitstheorie zugrunde.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden, soweit sie nicht den Geschäfts- oder Firmenwert betreffen, mit den Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 3-5 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen sowie fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten. Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch prozentuale Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag bewertet.

Die flüssigen Mittel werden zum Nominalwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen werden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Berücksichtigung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) bewertet. Dabei erfolgte die Bewertung nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 1,82 % (10-jährige Durchschnittsbildung), einer Einkommenssteigerung von 3,0 %, einem Rententrend von 2,5 % und einer Fluktuationsrate von 0,00 %.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB n.F. zur Ermittlung des Erfüllungsbetrags, der sich unter Anwendung des Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,74 %) ergibt, beträgt TEUR 15. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre bei der betroffenen Tochtergesellschaft.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

3. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ergeben sich aus folgender Übersicht:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.673 4.937
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
davon gegenüber Gesellschaftern 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.164 1.530
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 637 464
davon gegenüber Gesellschaftern 0 0
4.837 6.467

Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist kein Unterschiedsbetrag nach § 250 Abs. 3 HGB enthalten.

Aktive latente Steuern

Aufgrund des Vorliegens aktiver Wertansatzdifferenzen auf Ebene der Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen, insbesondere in den Pensionsrückstellungen und Vorräten, ergab sich ein Aktivüberhang latenter Steuern, auf dessen Ansatz nach § 274 HGB verzichtet wurde.

Eigenkapital

Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Berichtsjahr verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von TEUR 574 (Vj. TEUR 522), Gewährleistungsaufwand in Höhe von TEUR 366 (Vj. TEUR 429) sowie Bonuszahlungen in Höhe von TEUR 382 (Vj. TEUR 312).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:

Restlaufzeit Gesamt
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.442 4.419 1.250 7.111
(Vorjahr) (2.075) (4.486) (362) (6.923)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17 0 0 17
(Vorjahr) (6) (0) (0) (6)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.121 0 0 1.121
(Vorjahr) (1.346) (0) (0) (1.346)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 444 2.000 2.000 4.444
(Vorjahr) (948) (2.000) (2.000) (4.948)
3.024 6.419 3.250 12.693
(Vorjahr) (4.375) (6.486) (2.362) (13.223)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 7.111 (Vj. TEUR6.085) und die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.000 (Vj. TEUR 2.000) durch Pfandrechte in Form von Bürgschaften, Grundschulden, Garantien und Sicherungsübereignungen gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren in Höhe von TEUR 215 (Vj. TEUR 291) aus Steuern und bestehen in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 3) im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Passive latente Steuern

Die passive latente Steuer beruht auf einer Differenz, die im Rahmen der Neubewertung von Grund und Boden entstanden ist und wird mit einem Steuersatz von 26,85 % bewertet. Es erfolgten keine Veränderungen in dieser Position.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (einschließlich Bestellobligo) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen zum Bilanzstichtag TEUR 923 (Vj. TEUR 2.732). Ferner bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen (einschließlich Bestellobligo) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 2.972 (TEUR 3.075).

Darüber hinaus besteht eine unsichere sonstige finanzielle Verpflichtung aus einer erfolgsabhängigen Vergütung in Höhe von maximal 1,3 Mio.€, die im Eintretensfalle zu 60% im Jahr 2027 und zu je 20% in 2028 und 2029 fällig ist.

Haftungsverhältnisse

Ein Konzernunternehmen ist Mitdarlehensnehmerin hinsichtlich eines Darlehens, welches zum 31. Dezember 2022 mit T€ 556 valutiert. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der geplanten positiven wirtschaftlichen Entwicklung bei dem Unternehmen nicht gerechnet.

Bewertungseinheiten

Es wird eine Natural-Hedging-Strategie in einem Tochterunternehmen verfolgt, um Währungsrisiken betreffend Fremdwährungsrisiken aus Verkaufs- und Beschaffungsgeschäften zu reduzieren.

Dabei werden Grundgeschäfte zusammen mit geeigneten Finanzderivaten und Finanzinstrumenten als Bewertungseinheiten betrachtet. Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften werden im Jahresabschluss unter Anwendung der Einfrierungsmethode nicht ausgewiesen.

Grundgeschäft:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Nominalwert: 536 TUS-$

Sicherungsgeschäft:

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: Buchwert: 149 TUS-$
Offene Bestellungen/Schwimmende Ware: Buchwert: 923 TUS-$

Bewertungseinheit:

Portfolio-Hedge

Wirksamkeit:

Volumenkongruenz 50% und Laufzeitkongruenz im Wesentlichen 100% (erstes Quartal 2024).

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen zu 66 % (Vj. 63 %) auf das Inland, zu 12 % (Vj. 14 %) auf die Europäische Union und zu 22 % (Vj. 23 %) auf Drittländer. Die Umsatzerlöse unterteilen sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

Tätigkeitsbereich In Mio. € In %
Haushalt & Garten 14,0 (Vj. 20,3) 30
Industrie & Mobilität 23,1 (Vj. 24,6) 49
Hygiene & Medizin 5,9 (Vj. 8,7) 13
Nahrungsmittel 3,9 (Vj. 4,2) 8

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 440 (Vj. TEUR 283), welche im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Ferner enthalten diese Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 98 (Vj. TEUR 464).

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR -177 (Vj. TEUR 143).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 191 (Vj. TEUR 94), die hauptsächlich aus Bonusansprüchen resultieren. Ferner enthalten diese Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 94 (Vj. TEUR 156).

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung abgezinster Rückstellungen in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 29).

4. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung von Herrn Dr. Gerd Fricke, Berg b. Neumarkt i.d. OPf. wahrgenommen.

Bezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Geschäftsführungsbezüge unterbleibt in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB.

Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers

2023
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 57
Steuerberatungsleistungen 3
60

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 232 (Vj. 236) Arbeitnehmer, davon entfallen durchschnittlich 150 (Vj. 153) auf gewerbliche Arbeitnehmer und 82 (Vj. 83) auf kaufmännische Angestellte.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung liegen in der ungewissen Auswirkung des Ukraine-Russland- sowie Nahost-Konflikts (u.a. Lieferketten, Energiepreise, Inflation und Weltwirtschaft). Im Hinblick auf die daraus resultierenden Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

 

Berg (b. Neumarkt i.d. OPf.), den 10.9.24

Geschäftsführung

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.681.195,30 48.486,26 0,00 13.355,00 1.716.326,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.927.693,31 0,00 0,00 0,00 6.927.693,31
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.608.888,61 48.486,26 0,00 13.355,00 8.644.019,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 6.031.482,57 530.131,18 4.788.543,65 207.201,77 11.142.955,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.637.378,76 474.121,63 1.635.226,36 0,00 19.746.726,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.450.295,43 506.097,19 38.076,20 1.537,66 3.992.931,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.644.659,78 4.874.026,89 -6.461.846,21 0,00 56.840,46
28.763.816,54 6.384.376,89 0,00 208.739,43 34.939.454,00
Summe Anlagevermögen 37.372.705,15 6.432.863,15 0,00 222.094,43 43.583.473,87
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.564.603,33 46.168,91 13.355,00 1.597.417,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.385.538,66 692.769,33 0,00 2.078.307,99
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
2.950.141,99 738.938,24 13.355,00 3.675.725,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 3.127.945,70 415.148,12 201.801,77 3.341.292,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.267.637,73 969.240,35 0,00 16.236.878,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.913.040,95 276.400,13 1.536,66 3.187.904,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,0
21.308.624,38 1.660.788,60 203.338,43 22.766.074,55
Summe Anlagevermögen 24.258.766,37 2.399.726,84 216.693,43 26.441.799,78
Buchwerte
01.01.2023 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.591,97 118.909,32
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.542.154,65 4.849.385,32
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
5.658.746,62 4.968.294,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 2.903.536,87 7.801.663,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.369.741,03 3.509.848,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 537.254,48 805.026,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.644.659,78 56.840,46
7.455.192,16 12.173.379,45
Summe Anlagevermögen 13.113.938,78 17.141.674,09

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Stammkapital
Bezeichnung der Veränderungen Stammkapital Nicht eingeforderte Einlagen Summe
Stand am 1. Januar 2023 25.000,00 -12.500,00 12.500,00
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00
Erwerb eigener Anteile 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung/Einlagen an/durch Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
Ergebnisverwendung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Veränderungen des Konzernkreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand zum 31. Dezember 2023 25.000,00 -12.500,00 12.500,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Bilanzgewinn
Bezeichnung der Veränderungen Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 1. Januar 2023 11.851.903,25 0,00 11.851.903,25
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00
Erwerb eigener Anteile 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung/Einlagen an/durch Gesellschafter -300.000,00 0,00 -300.000,00
Ergebnisverwendung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Veränderungen des Konzernkreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 2.371.580,99 2.371.580,99
Stand zum 31. Dezember 2023 11.551.903,25 2.371.580,99 13.923.484,24
Nicht beherrschende Anteile Konzern- Eigenkapital
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne und Verluste Summe Summe
Bezeichnung der Veränderungen
EUR
Stand am 1. Januar 2023 4.945.532,16 4.945.532,16 16.809.935,41
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00
Erwerb eigener Anteile 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung/Einlagen an/durch Gesellschafter -357.434,68 -357.434,68 -657.434,68
Ergebnisverwendung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Veränderungen des Konzernkreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 1.269.093,82 1.269.093,82 3.640.674,81
Stand zum 31. Dezember 2023 5.857.191,30 5.857.191,30 19.793.175,54

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
T€ T€
- Konzernperiodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteil anderer Gesellschafter) 3.640.674,81 6.413.027,67
- Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.399.726,84 1.806.692,41
- Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -676.755,93 70.291,23
- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -42.698,06 -41.076,84
- Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.535.049,45 -3.971.478,16
- Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -718.561,61 -807.673,27
- Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 5.401,00 -139.324,50
- Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 466.446,56 449.231,75
- Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuerertrag (-) 1.735.608,80 2.755.416,98
- Ertragsteuerzahlungen (-) / Ertragsteuererstattungen (+) -1.683.778,43 -1.052.429,56
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 8.661.113,43 5.482.677,71
- Einzahlungen aus Abgängen aus dem Sachanlagevermögen 0,00 143.000,00
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -48.486,26 -38.191,93
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -6.384.376,89 -3.542.339,56
- Erhaltene Zinsen 44.122,42 14.705,56
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -6.388.740,73 -3.422.825,93
- Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 3.000.000,00 750.000,00
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -2.811.780,68 -1.481.298,43
- Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 321.000,00 0,00
- gezahlte Zinsen -510.568,98 -463.937,31
- Ausschüttungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -300.000,00 0,00
- Ausschüttungen an andere Gesellschafter -357.434,68 -564.063,80
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -658.784,34 -1.759.299,54
- Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 1.613.588,36 300.552,24
- Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelbestandes 0,00 0,00
- Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.993.650,59 1.693.098,35
- Finanzmittelbestand am Ende der Periode 3.607.238,95 1.993.650,59

Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.607.238,95 1.993.650,59 1.613.588,36
Kontokorrentverbindlichkeiten bei Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
3.607.238,95 1.993.650,59 1.613.588,36

KONZERNLAGEBERICHT 2023

A. Grundlagen des Konzerns

Die Axiosis Unternehmensgruppe ist eine inhabergeführte, mittelständische Unternehmensgruppe, die sich im Wesentlichen auf vier Geschäftsbereiche konzentriert: Nahrungsmittel, Haushalt & Garten, Industrie & Mobilität sowie Hygiene & Medizin. Für diese Bereiche werden Sensorik und Bedienelemente sowie Kunststoffverpackungen entwickelt, produziert und vertrieben.

Die Entwicklung erfolgt intern in enger Abstimmung mit den Kunden. Die Produktion erfolgt überwiegend in einer der 4 Betriebsstätten in Deutschland. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich an Geschäftskunden (B2B).

Übergeordnete Ziele sind ein konservativ stabiles Wachstum von Umsatz und Ergebnis vor Steuern sowie sichere Arbeitsplätze.

B. Wirtschaftsbericht

Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24.02.2022 und dem anhaltenden Krieg sind die Preise fast überall schnell gestiegen insbesondere bei Energie, wie Strom und Erdgas. Eine Rekordinflation und Befürchtung von Versorgungsengpässen waren die Folgen. Wieder waren sämtliche Volkswirtschaften weltweit betroffen, diesmal aber insbesondere Deutschland durch seine Abhängigkeit von russischer Energie und engen Handelbeziehungen mit Russland.

Laut Statistischem Bundesamt stieg das Bruttoinlandprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,8% und verringerte sich dann im Gesamtjahr 2023 um 0,2%, wobei es im 1.Quartal um weitere 0,8% preisbereinigt hinter Q4/2023 zurückging. Zugleich reduzierte sich die Inflation von 8,7% im Januar 23 auf nur noch 3,7% im Dezember 23 (neues Berechnungsverfahren).

Das verarbeitende Gewerbe hat in Deutschland mit gut 20% einen relativ hohen Anteil am BIP.

"In der Industrie ging im Jahr 2023 vor allem die Produktion der energieintensiven Industriezweige (-10,2 % zum Vorjahr) zurück. Dazu gehört als größte Branche die chemische Industrie, deren Produktion im Jahr 2023 um 10,6 % niedriger lag als im Vorjahr. Hier war die Produktion bereits im Jahr 2022 infolge der gestiegenen Energiepreise stark gesunken. Im Jahresverlauf 2023 war dann bis zum deutlichen Rückgang im Dezember tendenziell eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau zu beobachten." (Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Nr. 048 vom 7. Februar 2024).

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie lagen im Dezember 2023 um 5,3 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Dieser Branche ist die EBE Elektro-Bau- Elemente GmbH zuzuordnen. "Rückblickend verzeichnete die Branche somit im vergangenen Jahr insgesamt neun Monate mit rückläufigen Bestellungen", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. (Pressemitteilung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. vom 08.02.2024). Die Produktion sank 2023 sogar um 10,2%.

Wie die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) mit Verweis auf die GVM Branchenstatistik Kunststoffverpackungen berichtet, ging die Produktion von Kunststoffverpackungen im vergangenen Jahr um 10 % auf 3,8 Mio t im Vorjahresvergleich zurück. Der Umsatz sank gegenüber 2022 um 7,7 % auf 16,8 Mrd € (EUWID 14.02.2024)

Für flexible Verpackungen und Folien ist die Lage laut IK noch dramatischer. In diesem Bereich ist PEKU Folien GmbH tätig. Hier lag der Produktionsrückgang im vergangenen Jahr bei 12,4 % bzw. der Umsatzrückgang um 14,1 %.

Die Axiosis Unternehmensgruppe ist ein kleiner Akteur in diesen Märkten mit hochwertigen kundenspezifischen Produkten und bedient damit direkt Geschäftskunden zu 2/3 in Deutschland.

C. Marktbericht - Geschäftsverlauf

Der Konzerngewinn des Jahres 2023 beträgt € 2,4 Mio. (Vorjahr: € 4,2 Mio.).

Die Umsatzerlöse des Jahres 2023 betragen € 47 Mio. (Vorjahr: € 58 Mio.).

Im Bereich Nahrungsmittel sanken die Umsätze i.Vgl. zu 2022 um 10% auf € 3,9 Mio. Grund dafür waren u.a. die starke Konsumzurückhaltung in Deutschland, die insbesondere hochwertige Markenartikel betraf. Außerdem wurden von den Kunden die im Vorjahr aufgebauten Lagerbestände abgebaut, was sich in gesunkenen Umsätzen niederschlug.

Das in 2022 noch stark eingeschränkte Reiseverhalten führte in dem Jahr zu hohen Investitionen in Haushalt und Garten. Dies drehte sich 2023 komplett um, was zu einem Einbruch des Umsatzes unserer Geschäftskunden im Bereich Haushalt & Garten um 44% auf nur noch € 14 Mio. führte, sogar noch unter das Niveau von 2021. Zudem spielte auch in diesem Bereich der Abbau des übertriebenen Lageraufbaus aus 2022 eine große Rolle.

Die Umsätze mit Kunden aus dem Bereich Industrie & Mobilität reduzierten sich nur mäßig um 6% auf 23,1 Mio. Die breite Aufstellung im Bereich Industrie und Gewinnung neuer Kunden schwächte den ansonsten im Industriebereich starken Rückgang im Axiosis-Konzern ab.

Im Bereich Hygiene & Medizin war der prozentuale Rückgang um 48% auf 5,9 Mio am stärksten. Wichtige Kunden beziehen ihre Produkte preisgetrieben aus Osteuropa und der Türkei. Außerdem spielte auch hier der veränderte Konsum ("private label" statt Markenprodukte) und der Lagerabbau im Handel eine große Rolle.

D. Forschung und Entwicklung

In allen Marktbereichen werden Produkte weiter- oder neuentwickelt. Das betrifft innovative Materialentwicklungen und breit anwendbare Sensortechnologie jeweils sehr robust und unempfindlich für Umwelteinflüsse. Man kann damit existierende Anwendungen funktionell vereinfachen und somit auch kostengünstiger realisieren. Unsere Entwickler ergänzen ihr Wissen durch Zusammenarbeit mit Kunden, Hochschulen und Forschungsinstituten.

Insgesamt beläuft sich in 2023 die Mitarbeiterzahl in Forschung und Entwicklung auf 15.

E. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf (Axiosis-Gruppe als Ganzes)

E 1. Ertragslage

2023 (2022) in Mio. €
Rohertrag 29,1 (33,4)
Betriebliche Aufwendungen 20,8 (22,0)
Konzern JÜ 3,6 (6,4)
Konzern Gewinn 2,4 (4,2)

Der Umsatz verteilt sich - wie gesehen - sehr unterschiedlich auf die Marktbereiche. Regional wurde in Deutschland der größte Umsatz erzielt mit einem Anteil von 66% (VJ: 63%), in der restlichen EU waren es 12% (VJ: 14%) und im ROW 22% (VJ: 23%). Die Umsatzerlöse verringerten sich insgesamt von € 57,8 Mio. auf € 46,9 Mio. (Vorjahresprognose: € 47,1 Mio).

Das konsolidierte Rohergebnis von € 29,1 Mio. (VJ: € 33,4 Mio.) beinhaltet einen Bestandsaufbau von € 0,2 Mio. (VJ: € 1,6 Mio.) und sonstige Erträge über € 1,1 Mio. (VJ: € 1,4 Mio.). Die betrieblichen Aufwendungen lagen bei € 20,8 Mio. (VJ: € 22 Mio.). Die Verminderung resultierte aus der Reduzierung der Personalaufwendungen und aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Nach Berücksichtigung von Abschreibungen, Zinsen und Steuern ergibt sich ein JÜ von € 3,6 Mio. (VJ: € 6,4 Mio.), von dem wg. der Beteiligungsverhältnisse nur € 2,4 Mio. (VJ: € 4,2 Mio.) auf die Axiosis-Gruppe anrechenbar sind.

E 2. Finanz- und Vermögenslage

Die Finanzlage des Konzerns ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Sämtliche Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsziele, in der Regel mit Skonto, beglichen.

Die handelsbilanzielle EK-Quote liegt bei 50% (VJ: 45%). Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Das Investitionsvolumen in das Sachanlagevermögen des Geschäftsjahres belief sich auf insgesamt € 6,4 Mio. (VJ: € 3,5 Mio.). Die Investitionen betrafen insbesondere einen Neubau zur Reinraumproduktion, ein Hallenumbau sowie technischen Anlagen und Maschinen.

Die Vermögenslage der Axiosis Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr durch den Abbau der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 3,5 Mio. (VJ - € 4,0 Mio.) und den Aufbau der liquiden Mittel um € 1,6 Mio. verändert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich leicht um € 0,2 Mio auf € 7,1 Mio. Die Vermögenslage ist solide.

E 3. Finanzielle Leistungsindikatoren und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Durch ein unterjährig wirksames Reporting wird die interne Steuerung der einzelnen Töchter über die Kennzahlen EBIT, Umsatz, Auftragseingang und die Liquidität sichergestellt. Die Geschäftsleitung kann somit unmittelbar auf abweichende Marktentwicklungen Einfluss nehmen und wirkungsvolle Gegenmaßnahmen einleiten. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) ist von € 9,6 Mio. auf € 5,9 Mio. (Vorjahresprognose: € 4,5 Mio.) gesunken. Die Liquidität erhöhte sich auf € 3,6 Mio. (VJ: € 2,0 Mio.). Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als stabil bezeichnet werden.

Zusammenfassend wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns als solide angesehen.

F. Nachhaltigkeit

Die Konzerngesellschaft samt seinen Tochtergesellschaften verfolgt eine langfristig nachhaltige Strategie hinsichtlich der Themen Umwelt, Soziales und Governance.

Zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit werden die relevanten Energieverbraucher analysiert und Verbesserungen durchgeführt. So wurde eine Photovoltaik Anlage über 100KWp installiert. Weil bei der Folienproduktion nicht nur absolut, sondern auch relativ gesehen mehr Post Consumer Recyclat eingesetzt wurde, konnten weitere 900 to CO 2 eingespart werden (im Vj. wurden bereits 2.000 to CO 2 eingespart).

Im sozialen Bereich haben wir uns über die gesetzlichen Vorgaben hinaus um die Gesundheitsvorsorge und Zufriedenheit der Mitarbeiter gekümmert. Durch den Umzug der Platinen-Bestückung und -Montage in klimatisierte Räumlichkeiten wurde die Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter signifikant verbessert. Regelmäßige Zusammenkünfte und gemeinsame Feiern dienen dem offenen Informationsaustausch und dem sozialen Zusammenhalt.

Jährliche Nachhaltigkeitsziele werden vereinbart und unterjährig transparent verfolgt.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

G 1. Risikobericht

Marktspezifische Risiken:

Der über ein Jahr andauernde Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sowie die Eskalation in Israel und Gaza im Oktober 2023 belastet weiterhin die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Die anhaltenden hohen Energiepreise insbesondere in Deutschland und eine schnell angestiegene hohe Inflation aller Güter sowie als Reaktion gestiegene Zinsen sind Folgen daraus. In der Europäischen Union und insbesondere auf unserem regionalen Hauptmarkt Deutschland wird sich das Wirtschaftswachstum weiter abschwächen. Der inflationäre Druck wird durch die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten erhöht. Dadurch entstehende Unsicherheiten und Risiken können zu Kostensteigerungen in der Beschaffung bis hin zu Lieferverzug und damit Umsatzausfall führen.

Branchen- und ertragsorientierte Risiken:

Unsere Produkte bieten unseren Kunden Kosten- und Wettbewerbsvorteile. Wir gehen daher davon aus, dass unsere marktwirtschaftlichen Risiken weiterhin niedrig bleiben werden. Jedoch besteht weiter die Abhängigkeit von Großkunden. Wir erwarten, dass unsere Marktanteile mittelfristig steigen werden. Möglicherweise fallen, im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen und Produkterweiterungen im Bereich der Produktion, zusätzliche Prozesskosten an. Zudem führen Umzüge und Produktionserweiterungen zu Investitionen in Gebäuden und Maschinen, die ungeplant steigen könnten.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Ertragssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Auch aufgrund der nicht ausgeschöpften Linien ist die Liquiditätslage zufriedenstellend. Engpässe sind nicht zu erwarten.

Wir werden weiterhin ein verstärktes Gewicht auf die Kreditprüfung und das Forderungsmanagement legen. Dadurch können wir rechtzeitig gegensteuern, um Zahlungsausfällen entgegenzuwirken.

Rechtliche Risiken:

Wir sehen uns keinen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten gegenüber.

G 2. Chancenbericht

Auf der Umsatzseite haben wir mit einer breiten Anwendungsmöglichkeit der neuen Produktinnovationen und Produktionstechnologien deutliche Entwicklungspotenziale.

Technik und Vertrieb erarbeiten zusammen mit dem Vertrieb kundenspezifische Lösungen und etablieren damit überzeugende Alleinstellungsmerkmale, die uns vom Wettbewerb abheben.

G 3. Gesamtaussage

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

Die Unternehmensleitung bleibt zuversichtlich, dass die Ertragskraft unseres Unternehmens eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet. Angesichts unserer Stellung im Markt, unserer technologischen Innovationskraft und unserer engagierten Mitarbeiter sind wir zuversichtlich, den Herausforderungen auch 2024 erfolgreich begegnen zu können. Allerdings sind eine länger dauernde Rezession, Inflation und hohe Zinsen zu befürchten - der Konsum wird weiterhin schwach bleiben. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 einen ähnlichen Umsatz wie 2023.

G 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Den Risiken aus Währungsschwankungen begegnet die Gesellschaft im Bereich der Verbindlichkeiten in US-Dollar durch eine Natural Hedging-Strategie.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquidationsrisiko wird für das Geschäftsjahr ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und eine Kreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

G 5. Prognosebericht

Die Geschäftserwartungen für das Jahr 2024 sind zurückhaltend positiv. So sind etwa deutliche Inflationssteigerungen und damit Personal-, Energie- und Materialpreissteigerungen zu erwarten. Eine Rezession ist zumindest in Deutschland zu erwarten.

Die gesamtwirtschaftlichen Prognosen gehen für das Jahr 2024 von einer mittleren Inflation, leichten Zinsreduzierungen und allgemeiner Unsicherheit aus. Die Axiosis GmbH erwartet passend dazu eine stabile Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Gleichzeitig wird im Rohstoff- und Energiebereich mit schwankenden Einkaufspreisen gerechnet. Es wird versucht etwaige Preissteigerungen im Kundengeschäft weiterzugeben, was aber nur teilweise und zeitverzögert erfolgen kann.

Erwartet wird für 2024 ein gleichbleibender Umsatz von ca. € 47 Mio. Der Auftragseingang wird sich leicht unterhalb dieser Größe bewegen. Mitarbeiter werden gehalten, der Druck auf die Margen wird stärker und neue Produkte werden in relevantem Anteil erst ab 2025 erwartet, wodurch das EBIT auf knapp € 4 Mio. sinken wird.

Für das kommende Geschäftsjahr zum 31.12.2024 wird auf dieser Basis mit einem positiven Jahresergebnis unterhalb des vergangenen Geschäftsjahres gerechnet.

 

Berg (b. Neumarkt i.d. OPf.), 10. September 2024

Dr. Gerd Fricke

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Axiosis GmbH, Berg (b. Neumarkt i.d. OPf.)

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Axiosis GmbH, Berg (b. Neumarkt i.d. OPf.), und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Axiosis GmbH, Berg (b. Neumarkt i.d. OPf.), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Regensburg, den 10. September 2024

MSW PARTNERS GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
München - Regensburg

Bernd Möller, Wirtschaftsprüfer

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