SDTelecom Telekommunikations GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 6664
Eingetragen
14.11.2005
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationDrahtlose Telekommunikation und SatellitentelekommunikationHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Gegenstand
die Errichtung und der Betrieb von Antennen- und Kabelanlagen zum Empfang, zur Aufbereitung und zur Verteilung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen; die Förderung und der Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur, die Planung und der Betrieb von Telekommunikationsanlagen und netzen sowie die Erbringung aller damit verbundenen Dienstleistungen und das Halten von Beteiligungen an Gesellschaften, die diese Zwecke verfolgen

Historie

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Management

NameRolle
Helmut Preuße
seit 14.11.2005
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

SDTelecom Telekommunikations GmbH

Schwedt/ Oder

Jahresabschluss zum 31.12.2006

Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2006

Kundenwachstum Internetzugänge um 10,6 %

Kundenwachstum Telefonanschlüsse um 10,1 %

Regionaler Marktführer bei Internetzugängen

TV-Breitbandnetz ist HDTV-ready

Anpassung der Vertriebsstrukturen

Umsatz um 6,6 % auf 4,86 Mio. € gestiegen

Investition in zukunftssichere Technologie (NGN)

Verbesserung bereinigtes operatives Ergebnis um 21 %

Erhöhung der Ausschüttung an Gesellschafter auf 1 Mio. €

1 Marktumfeld

Die Wirtschaft in Deutschland entwickelte sich 2006 positiv. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um rd. 2,6 %. Der wirtschaftliche Aufschwung wurde nicht nur von der Auslandsnachfrage getragen, sondern auch durch eine gestiegene Nachfrage in den privaten innerdeutschen Haushalten.

Der liberalisierte Telekommunikationsmarkt war 2006 stark beeinflusst durch zunehmenden Wettbewerb verbunden mit erheblichem Preisdruck durch neue Produkte und neue Marktanbieter. Bei den privaten Haushalten lagen die Verbraucherpreise für Telekommunikationsdienstleistungen im Jahr 2006 um durchschnittliche 3 % niedriger als im Vorjahr, hauptsächlich getragen durch den Bereich des Mobilfunks und der Internetzugänge. Zeit- und entfernungsabhängige Tarife verlieren immer mehr an Bedeutung. Die bundesweiten Umsatzerlöse im Telekommunikationsmarkt und die Anzahl der Beschäftigten sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Neue Technologien, wie das Internet-Protokoll (IP), treffen auf teilweise alte Technologien und ersetzten diese. Die TK- und die IT-Strukturen wandeln sich derzeit grundlegend. Drahtlose Datenübertragung, zum Beispiel das W-LAN, ermöglichen vollkommen neue Wege. Die Weiterentwicklung der Kommunikationsnetze, die unter dem Begriff Next Generation Networks (NGN) behandelt wird, bringt neue Herausforderungen für den Wettbewerb.

Im Bereich des Festnetzes war bei der Anzahl gemieteter Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) und breitbandiger DSL-Anschlüsse ein dynamisches Wachstum zu verzeichnen. Immer mehr gerät das klassische Festnetz durch VoIP-Lösungen und Substitution des Mobilfunks unter Druck. Es ist weiterhin ein Rückgang der Festnetzanschlüsse in Deutschland festzustellen. Bereits 11 % der Haushalte sind nur noch über Mobilfunk erreichbar. Ein relatives Anwachsen der Kombination von analog/DSL-Anschlüssen ist verbunden mit dem Rückgang bei ISDN-Anschlüssen. Die Deutsche Telekom AG (DTAG) hat weiter Marktanteile im Bereich der Telefonanschlüsse an die Wettbewerber verloren. Bundesweit werden 17,2 % der Telefonkanäle von den Wettbewerbern vermarktet.

Ein starker Anstieg - bezogen auf die Internetnutzung - ist bei den breitbandigen Anschlüssen DSL bzw. über Kabel-TV-Netze festzustellen. Deutschland nimmt hier einen Spitzenplatz im europäischen Vergleich ein. Gleichzeitig lässt sich ein Rückgang der schmalbandigen Einwahlverbindungen um rd. 17 % auf 70 Mrd. Minuten feststellen. Laut dem Statistischen Bundesamt 2006 verfügen in 2005 rd. 67 % aller Haushalte über einen PC und 58 % aller privaten Haushalte über einen Internetzugang von zu Hause aus. Schätzungsweise 22 % aller Haushalte verfügen über einen Breitbandzugang.

Die stabile Umsatzentwicklung in Deutschland gegenüber dem Vorjahr war bei sinkenden Preisen getragen vom bundesweiten Anstieg des Verkehrsvolumens aller Gesprächsminuten in den Fest- und Mobilfunknetzen um über 6 % auf 297 Mrd. Minuten, hauptsächlich durch Zuwächse im Mobilfunk. Gleichzeitig kam es zur Verlagerungen der Minuten vom Festnetz in Mobilfunknetze (Substitution). Die Penetrationsrate im bundesweiten Mobilfunk stieg 2006 erstmals über 100 %, das heißt, dass statistisch jeder Einwohner in Deutschland einen Mobilfunkvertrag besitzt. Im Mobilfunkgeschäft bewirkten neue Tarifangebote bezogen auf Homezone und Mobilfunkflaterates bzw. Minutenpakete bei gleichzeitig fallenden Preisen ein Anstieg der Mobilfunkminuten.

Ein leichter Anstieg ist bei den UMTS-Nutzern festzustellen. Die Netzabdeckung in Deutschland beträgt je nach Netzbetreiber zwischen 55 und 80 %. Zunehmende Kundenakzeptanz ergibt sich auch durch Preissenkungen und Anstieg der UMTS-fähigen Endgeräte. Der Versand von SMS/MMS ist bei stagnierenden Umsätzen gering gestiegen, wobei sich erste Sättigungseffekte abzeichnen.

50 % aller deutschen Haushalte empfangen Rundfunk und Fernsehen über Kabel, 44 % über Satellit und rd. 6 % terrestrisch. Der leichte Rückgang im Bereich des Kabelempfanges ist geschuldet durch Zunahmen im Bereich der DVBT- und Satellitentechnik. Die Digitalisierung setzt sich weiter fort, bereits 30 % aller Kunden haben einen digitalen Zugang.

Mit "Triple Play" versuchen die Wettbewerber, attraktive Produktangebote von Internet, Festnetztelefonie und Fernsehen zu vereinen. Innovative Produkte mit kurzen Lebenszyklen beeinflussen derzeit das Wettbewerbsgeschehen. Bündelpakete im Festnetz, Minutenpakete im Mobilfunknetz, mehr Bandbreiten zu günstigeren Preisen beim Internetzzugang. So genannte "Quadruple Play" kombinieren zusätzlich Mobilfunk in die Paketprodukte.

Die Bundesnetzagentur (BNA) Abteilung 4 ist im Bereich der Telekommunikation neben der Entgeltregulierung auch für die besondere Missbrauchsaufsicht auf den Märkten für Sprachtelefonie verantwortlich. Im abgeschlossen Geschäftsjahr 2006 hat sie zahlreiche Entgeltregulierungen umgesetzt, die wesentlichen Einfluss auf die Carrier haben. So wurden u. a. die Entgelte für Terminierung und Zuführung (IC-Gebühren) neu festgesetzt und sanken um rd. 10 %. Erstmals wurde auch eine Regulierung bei der Terminierung der Mobilfunknetzbetreiber durchgeführt, die zu sinkenden Kosten für die Carrier führen. Die BNA leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und Stabilisierung des Telekommunikationswettbewerbes.

Im regionalen Telekommunikationsmarkt der Stadt Schwedt und der umliegenden Gemeinden hat sich die SDTelecom zum starken Citycarrier entwickelt. Als 100%-iges Tochterunternehmen der Stadtwerke Schwedt GmbH ist sie seit 1997 mit den Geschäftsfeldern Telekommunikation (TK) und Informationstechnologien (IT) sowie den TV- Kabelanlagen auf dem Markt tätig.

Bei der Gründung des Unternehmens standen die Chancen des liberalisierten Telekommunikationsmarktes und die einmalige technische Infrastruktur in der Stadt Schwedt im Vordergrund. Mit der ausgeprägten Breitbandinfrastruktur, fast 100 % TV-Kabelanschlüsse (20.000 Wohneinheiten) bis in jede Wohneinheit, und dem vorhandenen LWL-Backbonenetz der Stadtwerke war und ist eine außergewöhnliche Ausgangsbasis vorhanden.

Die Stadt Schwedt kann auf ein erfolgreiches wirtschaftliches Jahr 2006 zurückblicken. Im Rahmen des Landes Brandenburg ist sie als "Kommune des Jahres 2006" und "Wirtschaftsfreundlichste Kommune" (Bronze) ausgezeichnet worden und wurde als Mittelzentrum und regionaler Wachstumskern eingestuft.

Der Bevölkerungsrückgang hat sich erfreulicherweise weiter abgeschwächt. Per 31.12.2006 sind 35.530 Einwohner mit Hauptwohnsitz in der Stadt Schwedt (i.Vj. 36.131) mit seinen 5 Stadtteilen und 10 Ortsteilen gemeldet. Die relativ hohe Arbeitslosenquote von über 20 % und ein hoher Altersdurchschnitt kennzeichnen jedoch weiterhin wesentliche Strukturmerkmale der Stadt.

Die SDTelecom profitierte im Geschäftjahr 2006 auch von der gesamtwirtschaftlich positiven Entwicklung in Deutschland und der Region. Kundenwachstum durch neue innovative Produkte, Kostenoptimierungen und investive Aktivitäten, bezogen auf den Technologiewechsel NGN in die zukunftsorientierte Softswitch-Technik, bestimmten das wirtschaftliche Alltagsgeschäft im abgeschlossenen Geschäftsjahr.

2 Geschäftsentwicklung SDTelecom

Das Geschäftsjahr 2006 stand im Zeichen weiterer zweistelliger Wachstumsraten und einer erheblichen Ergebnisverbesserung im operativen Geschäft. Es ist, unberücksichtigt der einmaligen Sondereffekte im Vorjahr (391 T€), Auflösung von gebildeten Rückstellungen im Zusammenhang mit der Einspeisung und Weiterverbreitung von Rundfunk- und Fernsehsignalen, das bisher erfolgreichste Jahr für die SDTelecom.

Neben dem früheren Unternehmensschwerpunkt - Bereitstellung von CATV-Kabelanschlüssen konnte die Gesellschaft die Produktsegmente Telefonie und Internet zu umsatzstarken Standbeinen ausbauen. Weiterhin erfolgreich verlief die Kundenund Teilnehmerentwicklung "BK-Modem-Telefonie" und "Internet über die Breitbandinfrastruktur". Es ist ein Wachstum bei den aktiven Telefonanschlüssen von 10,1 % und im Online-Bereich von 10,6 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Enormer Wettbewerbsdruck in 2006 führte auch bei der SDTelecom zu verschiedenen Preisaktionen im Bereich der Telefonie und Internetprodukte. Der Kundenzuwachs, neue innovative Produkte und eine Zunahme des Verkehrsvolumens im Festnetz bzw. höhere Bandbreiten im Internetbereich führten entgegen dem bundesweiten Trend zu einem Umsatzanstieg. Im Bereich der TV-Kabelanschlüsse und im Internetzugang kann die SDTelecom im regionalen Markt Schwedt auf die Marktführerschaft verweisen.

Die Gesamtumsätze stiegen um 6,6 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2005 auf nunmehr 4,8 Mio. € bei gleichzeitig moderatem Kostenanstieg in den direkten Aufwendungen. Das operative Betriebsergebnis verbesserte sich somit unberücksichtigt von Sondereffekten im Vorjahr auf 1.330 T€ (i.Vj. 1.085 T€).

Gelebte Partnerschaft im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit der TELTA Citynetz Eberswalde GmbH, einer Telekommunikationstochtergesellschaft der Stadtwerke Eberswalde GmbH, wirkt für beide Seiten weiter zum Vorteil und vermeidet unnötige Fehl- und Doppelinvestitionen. Im Rahmen der Vertriebswege werden mit regionalen TK-Anbietern intensive Partnerschaften gepflegt.

Im Rahmen der Einbindung in den Unternehmensverbund Technische Werke Schwedt GmbH (TWS), der Stadtwerke Schwedt GmbH (SWS) und der Schwedter Hafengesellschaft mbH (SHG) wirken nun die Vorteile bei den realisierten Synergieeffekten und Kostenoptimierungen.

Basis für die positive Geschäftsentwicklung ist die vorhandene Netzstruktur des CATV-Netzes, das sich im Eigentum der SDTelecom befindet, und die über einen Vertrag genutzte LWL-Netzstruktur im Stadtgebiet Schwedt der Stadtwerke Schwedt GmbH.

Das Geschäftsjahr war geprägt von der Umsetzung des im Vorjahr beschlossenen Wachstumskonzeptes. Die Investition in den Technologiewechsel hin zu NGN-Strukturen durch einen Softswitch, der mittelfristig die herkömmliche Vermittlungstechnik EWSD ablösen soll, bestimmte das operative Geschäft im technischen Bereich. Im Vertrieb wurden an Anpassungen und Optimierungen der Strukturen gearbeitet und im Rahmen der Gesamtstrategie im Unternehmensverbund eine integrierte Vertriebstrategie erarbeitet.

3 Ertragslage

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2006 konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bereinigt um die Sondereinflüsse im Vorjahr Auflösung von Rückstellungen (391 T€) von 1.111 T€ in 2005 auf nun 1.387 T€ erheblich gesteigert werden.

Die SDTelecom erreichte 2006 einen Umsatz von 4.857 T€ (i. Vj. 4.557 T€). Dies entspricht einem Anstieg von 6,6 % gegenüber dem Vorjahr. Im Wesentlichen resultiert der Anstieg aus Kundenzuwächsen bei den BK-Telefonanschlüssen und Internetzugängen. Ebenso wirkte nun auch ganzjährig die Dienstleistungserweiterung des Produktportfolios "GIS/LIS".

Den größten Beitrag zum Umsatz mit 39 % leistet die Produktpalette Telefonie Grundgebühren und Verbindungsentgelte mit rd. 1.910 T€. Der Umsatz des Geschäftsfeldes TV-Kabelanlagen liegt bei 1.189 T€ (24 %), und mit Internetzugängen wurden rd. 810 T€ (17 %) erwirtschaftet.

Die Erträge durch aktivierte Eigenleistungen stiegen leicht auf 25 T€ (i. Vj. 16 T€), was auf höhere eigene Aktivitäten der Mitarbeiter und Gemeinkostenanteile im Rahmen der Investitionsmaßnahmen Softswitch im Rahmen des Wachstumskonzeptes zurückzuführen ist.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von 526 T€ auf 110 T€ ist auf die außerordentliche Auflösung der Rückstellung im Zusammenhang mit den vorsorglich gebildeten Beträgen für die Zahlung von Einspeisevergütungen für Weiterverbreitung von Rundfunk- und Fernsehsignalen in Höhe von 391 T€ im Vorjahr zurückzuführen.

In der Position Material und Fremdleistungen ist ein leichter Anstieg von 1.830 T€ auf 1.893 T€ um 63 T€ zu verzeichnen. Ursächlich sind hier höhere Wartungs- und Betreibungskosten für die technischen Anlagen sowie ein Anstieg der Internet-up-stream-Aufwendungen bezogen auf den Anstieg der Bandbreiten zu nennen. Im Gegenzug wirkten bei gleichzeitiger Erhöhung des Verkehrsaufkommens bei der Telefonie geringere Interconnectionentgelte. Weiterhin Kostenschwerpunkte bilden die Positionen Miete für die Teilnehmeranschlussleitungen der Kunden im entbündelten Netzzugang, einmalige Übernahmeaufwendungen je Kunde und Datenstandleitungen zur Anbindung der Vermittlungstechnik als Citycarrier.

Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zu den Umsatzerlösen liegt unverändert bei 9,8 % (i.Vj. 9,8 %). Im Jahresdurchschnitt waren 11,5 Mitarbeiter ohne Geschäftsführung (i.Vj. 10,5) beschäftigt.

Die steuerlichen und handelsrechtlichen Abschreibungen verringerten sich von 879 T€ auf 792 T€ um 87 T€, was überwiegend auf das Auslaufen von Abschreibungszeiträumen des Altanlagevermögens zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 7 % auf 499 T€ (i.Vj. 467 T€). Im Wesentlichen ist dies auf höhere Marketingaufwendungen zurückzuführen.

Das Finanzergebnis hat sich infolge höherer Zinserträge (+31 T€) und durch die erfreuliche Ertragslage und den Anstieg der Liquidität verbessert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich wachstumsbedingt unberücksichtigt der Sondereffekte im Vorjahr (391 T€) von 1.111 T€ auf 1.387 T€ um 25 Prozent.

Durch den verringerten steuerlichen Verlustvortrag zum 31.12.2005 ergibt sich im Geschäftsjahr 2006 eine steuerliche Belastung für die Gewerbe- und Körperschaftsteuer von 237 T€ (i.Vj. 47 T€). Die steuerlichen Verlustvorträge sind aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung zum 31.12.2006 abgebaut.

Der erwirtschaftete Jahresüberschuss 2006 beträgt 1.150 T€ und konnte bereinigt um die Sondereffekte im Vorjahr (1.064 T€) um 86 T€ und somit rd. 8 % gegenüber 2005 gesteigert werden.

In Verbindung mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (109 T€) ergibt sich ein Bilanzgewinn von 1.259 T€ (i.Vj. 1.009 T€). Den Aufsichtsgremien wird vorgeschlagen, einen Betrag von 1.000 T€ an die Gesellschafter auszuschütten.

4 Geschäftsfeld TV-Kabelanlagen

Die Anzahl der aktiven Kundenanschlüsse im Stadtgebiet Schwedt per 31.12.2006 fiel im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf 15.393 (i. Vj. 15.515).

Der weiter anhaltende Rückgang der Einwohnerzahlen der Stadt Schwedt wegen Wegzug und Abwanderung führte zu leichtem Kundenrückgang in diesem Geschäftsfeld.

TV-Kabelempfang Die Preise für die Bereitstellung von TV-Kabelanschlüssen lagen im Geschäftsjahr 2006 unverändert seit dem 01.01.2005 bei 7,50 €/Monat. Alle Haushalte und Gewerbetreibenden können zu diesem Preis seit Langem das gesamte Spektrum von analogem und digitalem Empfang nutzen. Dazu zählen 41 analoge Fernsehprogramme, 45 analoge Hörfunkprogramme sowie zahlreiche digitale Programmpakete. Die aktuelle Preisstruktur kann im Vergleichsmaßstab Brandenburg bzw. bundesweit weiterhin als äußerst moderat angesehen werden.

Für Kunden, die im Rahmen der Paketprodukte auch Dienstleistungen aus dem Bereich Telefonie und Internet nutzen, ermäßigt sich das monatliche Entgelt auf 7,00 €. Die damit gesetzten Marketinganreize wurden positiv aufgenommen, so dass die Kundenanzahl per 31.12.2006, die gleichzeitig die Telefonie nutzen (Paketprodukte), von 4.883 auf 5.408 um rd. 11 % gestiegen ist. Die Paketquote bezogen auf alle aktiven TV-Kabelanschlüsse erhöhte sich dadurch von 31,5 % auf 35,1 %.

Die Einspeisung der Sendesignale erfolgt über eine eigene Kopfstation und Satellitenanlage im Stadtzentrum Schwedt. Unterjährig wurden geringfügige Anpassungen der Sendeeinspeisungen vorgenommen. In Kooperation mit Premiere wurde in 2006 auch die HDTV-Empfangsmöglichkeit umgesetzt. HDTV steht für "High Definition Television" und bedeutet hochauflösendes Fernsehen mit gestochen scharfen Bildern, brillanten Farben und starkem Sound, so wie im Kino.

Das CATV-Netz befindet sich im Eigentum der SDTelecom bis hin zur Teilnehmeranschlussdose (TAD) in den Wohnungen. Mit den Wohnungsunternehmen existieren langfristige Gestattungsverträge.

Die Maßnahmen zur Modernisierung des Breitbandkabelnetzes bildeten im gesamten Jahr weiterhin einen Schwerpunkt. Bei jedem Kunden, der die Produkte BK-Modem-Telefonie und Internet nutzen möchte, wurden die Kundenanschlüsse dem Standard Multimediaanschluss (MMD) angepasst. Ein breitbandiger Kommunikationsanschluss wird in naher Zukunft ein wesentliches Kriterium für eine attraktive Wohnungsvermietung darstellen.

Mehrwertdienste Neben der reinen Bereitstellung von Kabelanschlüssen wird den Kunden in Kooperation mit bundesweiten Vertragspartnern ein breites Leistungsspektrum geboten wie auch fremdsprachige Programmpakete und digitale Zusatzprogramme. Dazu zählt unter anderen "visAvision", Arena und Kabelkiosk.

Die Kunden können je nach Bedarf über eine Set-Top-Box und eine Smartcard bestimmte Sender, Programme und Filme gegen zusätzliches Entgelt freischalten lassen. In diesem Bereich wird weiter verstärkt auf Wachstum gesetzt.

Im Geschäftsfeld TV-Kabelanlagen ist im Berichtsjahr 2006 aufgrund des Kundenrückgangs und höherer betrieblicher Aufwendungen ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr unberücksichtigt der Sonderauflösung (391 T€) von 636 T€ auf 586 T€ zu verzeichnen.

5 Geschäftsfeld Telekommunikation und Informationstechnik

Äußerst positiv verlief die Geschäftsentwicklung im Bereich der Telefonie und bei den Internetzugängen. Wiederholt sind zweistellige Zuwachsraten bei den Kunden festzustellen.

Telefonie/Festnetz Die Festnetzanschlüsse im Schwedter Netzgebiet stiegen um 10,1 % von 5.940 auf 6.537. Der überwiegende Zuwachs konnte dabei im Bereich der Breitband-TK-Anschlüsse festgestellt werden. 70,6 % aller Anschlüsse sind derzeit über die eigene BK-Infrastruktur mit BK-Modemlösungen realisiert. Der Zuwachs im analogen Anschlussbereich der herkömmlichen TAD - entbündelter Netzzugang über die Deutsche Telekom AG - von 18 % gegenüber dem Vorjahr ist auf Zuwächse im Bereich der DSL-Anschlüsse in den umliegenden Gemeinden zurückzuführen, die nicht an das BK-Netz der SDTelecom angeschlossen sind. Der Anteil der ISDN-Anschlüsse an den gesamten Festnetzanschlüssen verringerte sich ähnlich dem bundesweiten Trend gleichzeitig von 13,0 % auf 12,1 %.

Aufgrund der Einschätzung potenzieller Anschlussnehmer im Vorwahlgebiet 03332 von rd. 19.000 Haushalten und Gewerbetreibenden ist damit ein außerordentlicher Marktanteil von über 35 % festzustellen.

Mit der Technologie, Sprache und Daten über ein rückkanalfähiges Breitbandkabelnetz (CMTS) auf Modembasis, wurde 2002 technisches Neuland betreten. Mit kompetenten Technologiepartnern aus dem In- und Ausland wurde eine Infrastruktur geschaffen, die sich bundesweit immer stärker verbreitet.

Erhöhter Wettbewerbsdruck auf die Preise infolge sinkender IC-Kosten und im call by call Sektor führten zu neuen innovativen Produkten. So wurde im Sommer 2006 erstmalig eine Telefonflatrate eingeführt und im Herbst 2006 mit den Produkten "SDT family" und "SDT life" Neuland im Bereich der Paketprodukte betreten. Die kundenvorteilsorientierten Produkte vereinen breitbandige Internetzugänge, günstige Festnetzanschlüsse, Vorteile beim TV-Empfang und eine deutschlandweite Telefonflatrate.

Preissenkungen bei der Mobilfunkeinwahl und in den Auslandstarifen wirkten ähnlich dem bundesweiten Trend positiv auf die Kundenbindung der privaten Haushalte und der Gewerbekunden.

Das Verkehrsvolumen Telefonie an Endkunden in die Fest- und Mobilfunknetze stieg von 26,6 Mio. auf 27,1 Mio. Minuten. Die gesamten vermittelten Minuten der EWSD stiegen von 66,9 Mio. Minuten auf 68,6 Mio. Minuten.

Internetanschlüsse/-produkte Trotz intensiven Wettbewerbs im Online-Markt gelang es der SDTelecom als klassischer Internet-Service-Provider auch im abgeschlossenen Jahr, die Internet-Kundenanzahl erheblich zu erhöhen. Die Anzahl der Internetzugänge stieg von 5.098 im Vorjahr auf 5.638 im Jahr 2006 (+10,6 %). 79 % der Teilnehmer nutzen dabei den Internetzugang über das BK-Netz.

Bezogen auf die Kundenstruktur in Verbindung mit der Telefonie zeigen die Zahlen eine außerordentlich hohe Internetpenetration von über 86 %. Aus den veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, dass 58 % aller Haushalte über einen Internetzugang verfügen, lässt sich ein Potenzial im Schwedter Marktgebiet von rd. 11.000 Internetanschlüssen schließen. Mit über 50 % aller verkauften Internetanschlüsse ist die SDTelecom somit regionaler Marktführer.

Das Geschäftsjahr 2006 war geprägt von aggressivem Preiskampf hinsichtlich schneller DSL- Anschlüsse und immer preisgünstigeren Flatrates. Dieser Entwicklung konnte und wollte sich die SDTelecom nicht entziehen. Mit den Paketprodukten "SDT family" und "SDT life" konnte man sich behaupten. Bereits Ende 2005 erfolgte im Bereich der höherwertigen Zugänge eine Preissenkung und Produktneuordnung. Der Anteil breitbandiger Zugänge mit Geschwindigkeiten> 1.000 kbit/s stieg in diesem Zusammenhang von rd. 8 Prozent zum Vorjahresstichtag auf über 28 % zum 31.12.2006. Die verkauften Bandbreiten gegenüber den Kunden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt.

Die Einwahlminuten über schmalbandige Zugänge gingen dagegen von 4,2 auf 3,4 Mio. Minuten zurück.

Reselleraktivitäten Im Zuge der Kooperationsvereinbarung mit der TELTA Citynetz Eberswalde GmbH, einer 100%-Tochtergesellschaft der Stadtwerke Eberswalde GmbH im Kreis Barnim, kann von einer stabilen Geschäftsentwicklung gesprochen werden. Beide Gesellschaften ergänzen sich in der Angebotspalette der Wertschöpfungskette. So bezieht die SDTelecom ihren Internetzugang zum www über die TELTA, die im Gegenzug die technische Infrastruktur der digitalen Vermittlungstechnik der SDTelecom nutzt, um ihren Kunden Telefoniedienstleistungen und Online-Einwahlprodukte zu ermöglichen. 15 Mio. Abrechnungseinheiten wurden fakturiert. Die SDTelecom bezieht ihrerseits für die Kunden derzeit rd. 100 Mbit/s Bandbreite.

Dienstleistung Informations- und Telekommunikationstechnologien (IKT) Im Rahmen von Service-Center-Tätigkeiten realisiert die SDTelecom für die Stadtwerke Schwedt GmbH die Betreuung der kompletten Netzwerktechnik hard- und softwareseitig inkl. sämtlicher Telekommunikations- und Informationsdienstleistungen. Seit dem 1. September 2005 ist das Dienstleistungsspektrum GIS/LIS zusätzlich in die SDTelecom integriert worden. Bezogen auf den Personaleinsatz und die Nutzung der systemtechnischen Voraussetzungen ergeben sich erhebliche Synergieeffekte. Im Bereich GIS/LIS werden derzeit 6 Fachschalen mit insgesamt rd. 840 km aktiven Netzlängen und über 11.000 Objekte der Stadtwerke betreut.

Die Erlöse im Betriebszweig Telekommunikation und Informationstechnik konnten wachstumsbedingt im Geschäftsjahr 2006 um 9 % von 3.304 T€ auf 3.602 T€ gesteigert werden. Im operativen Ergebnis konnte dabei mit einem gleich bleibenden betrieblichen Aufwand eine erhebliche Verbesserung erzielt werden. Das Spartenergebnis stieg von 475 T€ auf 801 T€.

6 Finanzlage und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SDTelecom erhöhte sich geringfügig um 2 % von 5.948 T€ auf 6.074 T€.

Bei den Aktiva stellt sich eine Abnahme der Werte des Sachanlagevermögens infolge Abschreibungen dar, wogegen im Bereich des Umlaufvermögens ein Anstieg der liquiden Mittel zu verzeichnen ist. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und technische Sachanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Wachstumskonzeptes um 117 T€ auf 558 T€ wieder gestiegen. 101 T€ wurden im Bereich des Breitbandkabelnetzes und 457 T€ in technische Anlagen zum Anschluss von Festnetz- und Internetkunden investiert. Sie wurden aus dem eigenen Cashflow finanziert.

Die Investitionsquote, Anteil der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagegüter im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, hat sich daher wieder leicht erhöht. Im Berichtsjahr betrug die Quote 11,5 % gegenüber dem Vorjahr 9,7 %.

Die Erhöhung der liquiden Mittel steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der positiven Geschäftsentwicklung. Im Zuge des Wachstumskonzeptes 200X und für die vorgeschlagene Ausschüttung des Bilanzgewinnes werden diese liquiden Mittel benötigt.

Im bestätigten Wirtschaftsplan für 2007 ist im Rahmen des Wachstumskonzeptes 200X ein Investitionsbudget von rund 500 T€ für Sachanlagen vorgesehen.

Die Erhöhung der Passiva ist geprägt durch den Anstieg des Bilanzgewinnes im Eigenkapital und Erhöhung der Rückstellungen. Im Gegenzug verringerten sich die Verbindlichkeiten.

Das Eigenkapital hat sich durch das positive Jahresergebnis verbessert. Mit nun 4.088 T€ Eigenkapital, darin enthalten sind 1.259 T€ Bilanzgewinn, stieg die Eigenkapitalquote von 64 % auf 67 %.

Die Rückstellungen erhöhten sich von 139 T€ auf 372 T€ hauptsächlich infolge steuerlicher Verpflichtungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer.

Die Verringerung der Verbindlichkeiten im Saldo von 1.881 T€ auf 1.530 T€ ist überwiegend auf die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, im Bezug auf das zinsfreigestellte Gesellschafterdarlehen im Zusammenhang mit der Modernisierung des CATV- Netzes zurückzuführen. Per 31.12.2006 ist noch ein Betrag von 1.250 T€ bilanziert.

Die Finanzierung der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr gesichert.

7 Personal und Soziales

Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter stieg von 10,5 auf 11,5 im Rahmen der Personalüberleitung von der Stadtwerke Schwedt GmbH im Zusammenhang mit dem Leistungsspektrum GIS/LIS im September 2005.

Der Mitarbeiterstamm beschränkt sich im Wesentlichen auf die Planung und Betreibung der technischen Anlagen, Vermittlungstechnik und Breitbandkabelnetz sowie vorbereitende Vertriebs- und Abrechnungsaktivitäten.

Der Erfolg unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lässt sich an der Produktivitätskennzahl ablesen. Der Umsatz pro Kopf liegt im Geschäftsjahr 2006 bei 422 T€ (i. Vj. 434 T€).

Die kaufmännischen und vertrieblichen Aktivitäten werden im Rahmen der Geschäftsbesorgung durch die Stadtwerke Schwedt GmbH erfüllt.

Im Geschäftsfeld Kabelanlagenbetrieb sind 2 Mitarbeiter und im Geschäftsfeld Telekommunikation und Informationstechniken sind nun 9 Mitarbeiter wertschöpfend tätig. Den Mitarbeitern stehen Büroräume im Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Schwedt GmbH zur Verfügung.

Die Belegschaft gliedert sich zum 31.12.2006 in 3 weibliche und 8 männliche Mitarbeiter. Das Durchschnittsalter stieg auf 42,4 Jahre.

Die Entlohnung der Mitarbeiter erfolgt nach einzelvertraglichen Regelungen im Rahmen einer internen Vergütungsrichtlinie mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden.

Für Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter hat das Unternehmen im laufenden Jahr rd. 12 T€ (i. Vj. 10 T€) investiert. Dabei zählten Schulungen zur technischen Umsetzung der BK-Modemtechnologie und mit Internetinhalten sowie vorbereitender Know-how-Transfer für die neue Technologiewelt NGN (Next Generation Networks) zu den wesentlichen Schwerpunkten.

8 Risiko- und Chancenbetrachtung

Seit der Neuordnung der Gesellschafterstruktur in 2002, die Stadtwerke Schwedt GmbH ist seitdem 100%-Gesellschafter, wurde eine wichtige Basis der stabilen Geschäftsentwicklung gelegt. Die Einbindung der Gesellschaft in den Unternehmensverbund Technische Werke Schwedt führt zu zahlreichen synergetischen Effekten. Die Bündelung von Know-how auf dem Gebiet der "Telekommunikation und Informationsdienstleistungen" kommt dabei allen Unternehmen des Verbundes zugute.

Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben werden die unternehmensrelevanten Risiken systematisch überwacht, analysiert und Schlussfolgerungen abgeleitet. Über das Berichtswesen im Controlling war zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr die tatsächliche Unternehmenssituation abgebildet, die über Sachstandsberichte quartalsweise aufgearbeitet und dem Anteilseigner zur Verfügung gestellt wurden.

Mit der Umsetzung des Wachstumskonzeptes 200X, in dem zukunftsorientiert in die neue Welt der Vermittlungstechnik Next Generation Networks (NGN) investiert wird, sind die strategischen Weichen für die Ergebnissicherung gestellt worden. Die daraus resultierenden Investitionen und Abschreibungen sind kalkulierbar.

Entscheidend für den weiteren Geschäftsverlauf wird die Qualität der Vertriebsarbeit sein. Der erreichte Marktanteil im Bereich der Telefonie von über 35 % und die Marktführerschaft bei den Internetzugängen lässt eine starke Stellung der Gesellschaft in der Stadt Schwedt schlussfolgern. Vorteilhaft wirken für einen Citycarrier die Flexibilität und schnelle Reaktionsfähigkeit auf Marktveränderungen und die Kundennähe.

Das Agieren auf dem Markt der Telekommunikationsdienstleistungen bleibt jedoch weiterhin eine Unternehmenstätigkeit mit Chancen und Risiken. Die Preise für Sprachkommunikation im Festnetz und Mobilfunk sind in Deutschland in den letzten Jahren bereits deutlich zurückgegangen. Dies war Folge des verschärften Wettbewerbes und der neuen Akteure am Markt. Darüber hinaus findet im Bereich der jungen Generation eine Substitution von Festnetzdurch Mobilfunktelefonie statt. Es besteht das Risiko, dass sich die Tendenz fortsetzt und somit der geplante Zuwachs von Festnetzanschlüssen in Schwedt erschwert wird. Weiterer Margenverfall in der Telefonie und bei den Internetprodukten kann auf das Unternehmensergebnis wirken.

Eine Spezifizierung der Marktteilnehmer wird voraussichtlich schwerpunktmäßig über Service und Image erfolgen. Hier soll sich die Einbindung der Gesellschaft in den Unternehmensverbund als 100%-ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Schwedt GmbH positiv auswirken. Alle Service- und Imagevorteile der Stadtwerke wollen wir in der SDTelecom zusammen weiter ausbauen.

Mit Liquiditätsengpässen ist aufgrund der starken Eigenkapitalbasis nicht zu rechnen. Die Mittelfristvorschau sieht eine solide Finanzierungsentwicklung mit regelmäßigen Tilgungszahlungen des Gesellschafterdarlehens voraus.

9 Ausblick

Trotz eines starken Wettbewerbes im Telekommunikationsmarkt bezogen auf den Preisdruck im Telefonie- und Internetbereich und der neuen Serviceinitiative der Deutschen Telekom AG erwarten wir unverändert eine positive Geschäftsentwicklung im 10. Jahr der Unternehmenstätigkeit der SDTelecom.

Die Zeichen stehen weiter auf Wachstum. Mit der Anpassung der Vertriebsstrategie auf Basis der überarbeiteten Firmenphilosophie des Unternehmensverbundes wurde der Grundstein für eine qualitative Verbesserung der Serviceleistungen gelegt. Die Kundenzufriedenheit steht dabei weiterhin im unmittelbaren Fokus der Unternehmenstätigkeit. In diesem Zusammenhang wurde das Kundeninformationszentrum als Anlaufstelle für alle Privatkunden und kleinen Gewerbekunden bereits zum Jahreswechsel 2006/2007 an die neuen Herausforderungen angepasst.

Mit der klaren Definition von Servicestandard und der Einführung von prämien- und zielorientierten Anreizsystemen soll die Mitarbeitermotivation als Grundlage für die Kundenzufriedenheit erhöht werden.

Nachdem im Bereich der Internetzugänge die Marktführerschaft in 2006 im Netzgebiet Schwedt erreicht wurde, wird dies auch für den Bereich der Festnetzanschlüsse für Telefonie angestrebt. Über neue Zielgruppendefinitionen, wirksame Marketingaktionen und neue innovative Produkte soll dieses Ziel erreicht werden. Bei den Internetzugängen wird mit einer weiteren dynamischen Zunahme der Bandbreiten gerechnet. Im Telefoniebereich wird der Preisdruck zu einer Ausweitung der Telefonflatrate führen. Im Geschäftsfeld Kabelanlagen wird eine Zunahme der Mehrwertdienste angestrebt. Das Vertriebscontrolling wird in diesem Zusammenhang weiter ausgebaut.

Im Produktfokus steht in Geschäftsjahr 2007 die Erweiterung des "Triple play"-Angebotes um den Mobilfunkbereich in Kooperation mit dem Gesellschafter EWE AG und eine Verbindung der Produktpalette Telekommunikation mit Energie.

Die Erweiterung der Einzelprodukte Energie der Stadtwerke und Telekommunikation der SDTelecom zu kundenvorteilsorientierten Paketen stellt strategisch gesehen die Basis für die langfristige Sicherung der Unternehmensgewinne dar. Der Imagevorteil als regionale Gesellschaft sowohl auf dem Energie- als auf Telekommunikationssektor, verbunden mit regionaler Wertschöpfung, Sicherung von Arbeitsplätzen und der Steigerung der Lebensqualität in Schwedt durch attraktive und preiswerte Produkte, soll dabei weiter ausgereizt werden.

Die Geschäftsjahre 2007 und 2008 werden unter anderem geprägt sein vom Abschluss der Erweiterungsinvestitionsprojekte in die "neue Welt" der Vermittlungstechnik, NGN- Softswitch und Ablösung der herkömmlichen Vermittlungstechnik. Durch die Homogenisierung einer komplexen Struktur werden Kostenvorteile erwartet. Neue Dienstmerkmale und Produktinnovationen werden unsere Marketingstrategie dabei nachhaltig bestimmen.

Übergangsweise wird mit höheren spezifischen Kosten durch den parallelen Betrieb der unterschiedlichen Technologien und einem erhöhten Ressourceneinsatz im Personal gerechnet. Nachhaltig werden jedoch steigende Unternehmensergebnisse angestrebt.

Umsatzseitig wird im Saldo von Kundenzuwächsen und im wettbewerblichen Preisdruck ein moderates Wachstum von 2 % angestrebt.

Die Kooperationsvereinbarung mit der TELTA Citynetz Eberswalde GmbH als Regionalanbieter in der Region Eberswalde/Barnim wird weiter ausgebaut.

Im Unternehmen wird weiterhin alles unternommen, damit im Rahmen des Unternehmensverbundes die Kostenoptimierung aufrechterhalten wird. Die Dienstleistung Billing und Accounting wird vorerst noch über Outsourcing realisiert, mittelfristig wird jedoch eine Einbindung in das bestehende Abrechnungssystem angestrebt. Über die Geschäftsbesorgung mit den Shared-Service-Centern (SSC) der Stadtwerke Schwedt GmbH nutzt die Gesellschaft zusätzlich den optimierten Ressourceneinsatz, wenn es um die kaufmännische und vertriebliche Betreuung geht.

Aufgrund der positiven Cashflow-Entwicklung wird trotz kurzfristig erhöhten liquiden Finanzbedarfs für die Zukunftsinvestitionen mit dem weiteren Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter gerechnet.

Insgesamt ist die SDTelecom bestrebt, die bisher erreichte Marktstellung zu festigen und auszubauen. Weiterhin will die Gesellschaft innovativer Wachstumstreiber und Motor im regionalen Telekommunikationsmarkt bleiben. Im Rahmen der Wertschöpfungskette wird dabei auf eine enge Verzahnung mit der regionalen Wirtschaft Wert gelegt, um regionale Arbeitsplätze zu sichern und aufzubauen.

Nach Änderung des Telekommunikationsgesetzes TKG in 2004 und dem Abbau der steuerlichen Verlustvorträge in 2006 ergeben sich neue Möglichkeiten der gesellschaftsrechtlichen Verflechtung. Als sinnvoll zeichnet sich eine Verschmelzung der SDTelecom auf die Stadtwerke Schwedt GmbH ab. Damit können in Zukunft weitere erhebliche Potenziale der Synergieeffekte umgesetzt werden. Die Kunden können aus einer Hand die gesamte Produktpalette zu günstigen Preisen erhalten. Vertriebsmanagement, Forderungsmanagement und kaufmännische Abwicklungen werden sich wesentlich einfacher gestalten und führen über Geschäftsprozessverbesserungen zu Kostensenkungen. Über die gesetzlich geforderten Tätigkeitsabschlüsse mit Teilbilanzen bleibt unverändert eine Transparenz der Geschäftsfelder erhalten.

 

Schwedt, den 23.03.2007

Helmut Preuße

Bilanz zum 31. Dezember 2006

Aktiva

Anhang 31.12.2006
31.12.2005
T€
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.417,77 74
2. Geleistete Anzahlungen 65.255,00 0
137.672,77 74
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.407.369,00 2.741
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 357.561,00 458
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 128.506,00 0
2.893.436,00 3.199
3.031.108,77 3.273
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 56.704,56 56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 422.590,47 457
2. Forderungen gegen Gesellschafter 27.908,57 42
(davon gegen verbundene Unternehmen: 27.908,57 €; i.Vj. 42 T€)
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 208,51
4. Sonstige Vermögensgegenstände 52.480,38 15
503.187,93 514
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (3) 2.449.327,76 2.054
3.009.220,25 2.624
C. Rechnungsabgrenzungsposten (4) 33.666,36 51
Summe Aktiva 6.073.995,38 5.948

Passiva

Anhang 31.12.2006
31.12.2005
T€
A. Eigenkapital (5)
I. Gezeichnetes Kapital 383.468,91 383
II. Kapitalrücklage 2.445.568,84 2.446
III. Bilanzgewinn 1.259.133,52 1.009
4.088.171,27 3.838
B. Empfangene Ertragszuschüsse (6) 83.154,42 90
C. Rückstellungen (7)
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.000,00 1
2. Steuerrückstellungen 235.300,00 49
3. Sonstige Rückstellungen 135.900,00 89
372.200,00 139
D. Verbindlichkeiten (8)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 158.758,40 283
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.282.708,75 1.559
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 1.282.708,75 €; i.Vj. 1.559 T€)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 419,58
4. Sonstige Verbindlichkeiten 88.582,96 39
(davon aus Steuern: 56.242,64 €; i.Vj. 2 T€)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 147,84 €; i.Vj. 12 T€)
1.530.469,69 1.881
Summe Passiva 6.073.995,38 5.948

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2006

Anhang 2006
2005
T€
1. Umsatzerlöse (9) 4.857.213,94 4.557
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 24.844,72 16
3. Sonstige betriebliche Erträge (10) 110.075,13 526
4. Materialaufwand (11)
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.341.210,30 1.367
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 551.293,59 463
1.892.503,89 1.830
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 389.974,31 367
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 88.696,43 80
(davon für Altersversorgung: 3.021,00 €; i.Vj. 3 T€) 478.670,74 447
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (12) 791.823,93 879
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) 499.342,20 467
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (14) 57.629,97 26
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (14) 31,93 -
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.387.391,07 1.502
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (15) 237.062,00 47
12. Jahresüberschuss 1.150.329,07 1.455
13. Gewinnvortrag (i.Vj. Verlustvortrag) 108.804,45 446
14. Bilanzgewinn 1.259.133,52 1.009

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2006

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2006
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2006
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 587.430,71 31.023,00 -,-- 618.453,71
2. Geleistete Anzahlungen -,-- 65.255,00 -,-- 65.255,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 587.430,71 96.278,00 -,-- 683.708,71
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.128.329,86 321.377,00 73.839,59 7.375.867,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.040.883,88 11.442,00 -,-- 1.052.325,88
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -,-- 128.506,00 -,-- 128.506,00
Summe Sachanlagen 8.169.213,74 461.325,00 73.839,59 8.556.699,15
Summe Anlagevermögen 8.756.644,45 557.603,00 73.839,59 9.240.407,86
Abschreibungen
Stand 01.01.2006
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2006
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 512.887,94 33.148,00 -,-- 546.035,94
2. Geleistete Anzahlungen -,-- -,-- -,-- -,--
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 512.887,94 33.148,00 -,-- 546.035,94
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.387.696,76 646.769,93 65.968,42 4.968.498,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 582.858,88 111.906,00 -,-- 694.764,88
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -,-- -,-- -,-- -,--
Summe Sachanlagen 4.970.555,64 758.675,93 65.968,42 5.663.263,15
Summe Anlagevermögen 5.483.443,58 791.823,93 65.968,42 6.209.299,09
Buchwerte
Stand 31.12.2006
Stand 31.12.2005
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.417,77 74
2. Geleistete Anzahlungen 65.255,00 -,--
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 137.672,77 74
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.407.369,00 2.741
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 357.561,00 458
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 128.506,00 -,--
Summe Sachanlagen 2.893.436,00 3.199
Summe Anlagevermögen 3.031.108,77 3.273

Anhang 2006

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31.12.2006 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt worden.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechender Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Gemeinkosten.

Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden wertberichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos besteht eine angemessene Pauschalwertberichtigung.

Die empfangenen Ertragszuschüsse werden in einem Zeitraum von 10 Jahren ertragswirksam aufgelöst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen für Sterbegeldzusagen. Sie sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zu Barwerten auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 6 % p. a. an Hand der Richttafel 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt worden.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem der Bilanz beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Entgelte für Telefonie und Leistungen, die das Unternehmen als Internetprovider erbringt sowie Forderungen aus Kabelentgelten und Installationen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter sind zugleich Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Bei sachbezogenem Ausweis entfallen die Forderungen gegen Gesellschafter auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2 T€) und auf sonstige Forderungen (26 T€).

Bei sachbezogenem Ausweis entfallen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf sonstige Forderungen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden unter anderem Steuererstattungsansprüche, Gutschriften aus Kabeleinspeisung und Forderungen aus Zinsabgrenzungen ausgewiesen.

(3) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel betreffen fast ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten.

(4) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben, die Aufwand für das folgende Geschäftsjahr darstellen.

(5) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 750 TDM (383,5 T€) wird zu 100 % von der Stadtwerke Schwedt GmbH gehalten.

Die Gesellschafterversammlung beschloss am 23. Mai 2006, aus dem Jahresüberschuss 2005 900.000,00 € an den Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 108.804,45 € auf neue Rechnung vorzutragen.

(6) Empfangene Ertragszuschüsse

Unter diesem Posten werden von Kunden erhaltene Hausanschlusskostenzuschüsse für den Bereich Kabelanlagen ausgewiesen. Die Ertragszuschüsse werden innerhalb von 10 Jahren aufgelöst.

(7) Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Sterbegeldzusagen.

Die Steuerrückstellungen bestehen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 2006.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalaufwendungen, Entgelte für die Kabelweitersendung nach Maßgabe des Urheberrechts, ausstehende Rechnungen, Anpassungen der Modemtechnologie sowie abschlussbedingte Kosten.

(8) Verbindlichkeiten

31.12.2006 Gesamt
T€
Restlaufzeit 31.12.2005
T€
bis zu 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
Über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 159 159 283
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.283 283 1.000 1.559
Sonstige Verbindlichkeiten 88 88 39
davon aus Steuern (56) (56) (2)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (0) (12)
Summe 1.530 530 1.000 0 1.881

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Bei sachbezogener Betrachtungsweise entfallen diese Verbindlichkeiten insbesondere auf die sonstigen Verbindlichkeiten (1.274 T€) sowie auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (9 T€).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 1.250 T€ betreffen ein Darlehen der Stadtwerke Schwedt GmbH. In dem Darlehensvertrag wurde eine Kreditzusage in Höhe von insgesamt 2.500 T€ gegeben.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem noch auszuzahlende Löhne und Gehälter, Steuern und einbehaltene Sicherheiten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

2006
T€
2005
T€
Telefon- und Internetdienstleistungen 2.793 2.661
Kabelentgelte 1.189 1.204
Dienstleistungen 391 264
Interconnectionentgelte 263 245
Datenstandleitungen 84 80
Nebengeschäfte 137 103
4.857 4.557

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält insbesondere Mahn- und Inkassogebühren, einen Marketingausgleich, Erträge aus Wartungsleistungen sowie aus dem Verkauf von Modems.

(11) Materialaufwand

Der Materialaufwand betrifft zum größten Teil Interconnectiongebühren (RHB) sowie Serviceleistungen (bezogene Leistungen).

(12) Abschreibungen

2006
T€
2005
T€
Normalabschreibungen 792 879
Sofortabschreibungen geringwertiger Wirtschaftsgüter 0
792 879

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden hauptsächlich Kosten für Werbung und Inserate, Gebühren für Kabelweitersendung sowie Fernsprechgebühren, Porto und Frachten ausgewiesen.

(14) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis von 58 T€ resultiert hauptsächlich aus der Anlage von Termingeldern.

(15) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die steuerlichen Verlustvorträge werden im Geschäftsjahr 2006 vollständig abgebaut.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen in Höhe von jährlich 1,8 Mio. €, davon bestehen rd. 279 T€ gegenüber dem Gesellschafter.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten:

2006 Anzahl 2005 Anzahl
Angestellte (ohne Geschäftsführer) 10,5 9,5
Gewerbliche Arbeitnehmer 1 1
11,5 10,5

Geschäftsführung

 

Herr Dipl.-Ing. Helmut Preuße

Vorschlag über die Verwendung des Jahresergebnisses

Aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 1.259.133,52 € sollen 1.000.000,00 € an den Gesellschafter ausgeschüttet werden. Der verbleibende Betrag von 259.133,52 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Schwedt, den 23.03.2007

SDTelecom Telekommunikations GmbH

Preuße

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SDTelecom Telekommunikations GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SDTelecom Telekommunikations GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 30. März 2007

EversheimStuible Treuberater GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Faasch, Wirtschaftsprüfer

Friedrich, Wirtschaftsprüfer

Auszug aus dem Protokoll der 1. Gesellschafterversammlung am 31. Mai 2007

Punkt 2 der Tagesordnung

Beschlussfassung zur Vorlage

STD

G01/2007 Feststellung des Jahresabschlusses der SDTelecom Telekommunikations GmbH zum 31. Dezember 2006

Der Gesellschafter der SDTelecom Telekommunikations GmbH beschließt einstimmig:

1.

Der Jahresabschluss der SDTelecom Telekommunikations GmbH zum 31. Dezember 2006 mit einer Bilanzsumme von 6.073.995,38 € wird festgestellt.

2.

Aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 1.259,133,52 € werden 1.000.000,-- € an den Gesellschafter ausgeschüttet und der verbleibende Betrag in Höhe von 259.133,52 € wird auf neue Rechnung vorgetragen und in die Gewinnrücklage eingestellt.

Die Ausschüttung erfolgt am 15.06.2007.

3.

Dem Geschäftsführer wird für das Geschäftsjahr 2006 Entlastung erteilt.

 

Für die Richtigkeit

Katrin Schulz, Sekretariat

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