Pro2 Anlagentechnik GmbHLiquidiert

Schmelzerstraße 25, 47877 Willich, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 6977
Vorher
pro 2 Anlagentechnik GmbH
Eingetragen
4.3.2003
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungBau von Industrieanlagen, außer GebäudenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
die Planung, Entwicklung, Herstellung sowie der Bau, Handel, Vertrieb und die Überwachung von technischen Anlagen.

Historie

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Management

NameRolle
Randolf Opreé
seit 4.3.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
5.01%
0.32%

Ungelöste Beteiligungen (5)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Deutsche KWK Holding GmbH
Germany
700.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pro2 Anlagentechnik GmbH

Willich

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011
31.12.2010
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.579,15 227.080,15
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.873,00 23.522,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 299.026,00 952.529,12
3. Andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung 444.494,00 506.974,00
  764.393,00 1.483.025,12
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 540.218,15 70.215,53
2. Ausleihungen an Gesellschafter 500.000,00 0,00
3. Beteiligungen 52.519,00 52.519,00
4. Sonstige Ausleihungen 100.000,00 110.000,00
  1.192.737,15 232.734,53
  2.097.709,30 1.942.839,80
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh‑, Hilfs‑ und Betriebsstoffe 2.407.264,94 2.594.851,10
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.068.020,41 1.756.437,92
3. Handelswaren 244.350,00 384.350,00
4. Geleistete Anzahlungen 99.092,76 79.724,64
5. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte -1.756.326,95 -2.632.408,75
  4.062.401,16 2.182.954,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.898.986,06 4.084.918,12
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 404.353,91 3.445.429,30
3. Sonstige Vermögensgegenstände 587.472,98 1.305.793,02
  5.890.812,95 8.836.140,44
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 654.471,75 870.855,36
  10.607.685,86 11.889.950,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 68.328,67 83.809,93
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 23.103,05 20.988,04
  12.796.826,88 13.937.588,48

Passiva

   
  31.12.2011
31.12.2010
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 700.000,00 700.000,00
II. Kapitalrücklage 5.898.680,09 5.898.680,09
III. Verlustvortrag -3.442.755,12 -3.602.381,33
IV. Jahresüberschuss 203.778,10 159.626,21
  3.359.703,07 3.155.924,97
B. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 1.732.906,22 2.150.858,94
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.238.479,82 4.333.379,17
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.223.540,97 3.271.796,89
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 173.877,57 93.393,16
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.068.319,23 932.235,35
  7.704.217,59 8.630.804,57
  12.796.826,88 13.937.588,48

Gewinn- und Verlustrechnung

    2011
2010
1. Umsatzerlöse   40.832.523,60 29.727.967,97
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen   1.311.582,49 868.791,59
3. Gesamtleistung   42.144.106,09 30.596.759,56
4. Sonstige betriebliche Erträge   619.843,85 1.660.419,22
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh‑, Hilfs‑ und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -25.960.023,81   -18.474.701,24
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.589.033,05   -2.943.086,65
    -29.549.056,86 -21.417.787,89
6. Rohergebnis   13.214.893,08 10.839.390,89
7. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -5.401.120,18   -5.068.367,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung      
‑ davon für Altersversorgung: € 58.066,78 Vorjahr: € 91.105,51 -1.118.463,92   -977.287,92
    -6.519.584,10 -6.045.655,87
8. Abschreibungen      
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -349.905,19   -346.405,42
    -349.905,19 -346.405,42
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -5.715.198,52 -7.435.827,47
10. Betriebsergebnis   630.205,27 -2.988.497,87
11. Erträge aus Beteiligungen   0,00 312,50
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   165.942,23 77.399,75
‑ davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: € 41.149,78 Vorjahr: € 42.997,00      
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen   -29.997,38 -213.754,80
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -491.664,27 -628.007,04
-davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: €64.922,00 Vorjahr: € 4.939,42      
15. Finanzergebnis   -355.719,42 -764.049,59
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   274.485,85 -3.752.547,46
17. Außerordentliche Erträge   0,00 3.927.140,45
18. Außerordentliche Aufwendungen   -7.097,20 -7.097,20
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (i.Vj. erstattete)   -49.815,61 2.874,54
20. Sonstige Steuern   -13.794,94 -10.744,12
21. Jahresüberschuss   203.778,10 159.626,21

Anhang

I. Allgemeine Aufstellungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Pro2 Anlagentechnik GmbH, Willich, wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung wird nach folgenden Grundsätzen vorgegangen:

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt worden.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Anlagevermögens wurde linear, pro rata temporis, vorgenommen. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird auf den beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 150,00 Euro werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG). Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über 150,00 Euro, aber unter 1.000,00 Euro werden in einen Sammelposten eingestellt und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben (§ 6 Abs. 2a EStG).

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird auf den beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet.

Der bilanzierte Wert enthält eine Wertberichtung von 423.675,64 Euro für Reichweitenabschläge.

Die unfertigen Erzeugnisse werden unter Beachtung des § 255 Abs. 2 S. 2 und 3 HGB bewertet. In den Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Material- und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Nicht einbezogen werden Fremdkapitalzinsen. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet (sogenannte verlustfreie Bewertung).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert ausgewiesen. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen entsprechend berücksichtigt. Darüber hinaus erfolgt eine pauschale Wertberichtigung von 1 % der Forderungen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Disagien werden planmäßig über die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Durch die Umstellung der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag zum 01.01.2010 in Höhe von 106.458,00 Euro. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag ein Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von 7.097,20 Euro zugeführt. Demgemäß ergibt sich aus der Inanspruchnahme der obigen Übergangsregelung zum Berichtsstichtag eine Unterdeckung in Höhe von 92.263,60 Euro. Der jährlich Zuführungsbetrag in Höhe von 7.097,20 Euro wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von 368.599,40 Euro wurden nach den Vorschriften des HGB anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected Unit Credit Method" (PUC Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC Methode stellt den versicherungsmathematischen Barwert der Pensionsverpflichtungen dar. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung der nachfolgenden Trendannahmen ermittelt:

Rechnungszins p.a. 5,14 %
Gehaltstrend p.a. 2,00 %
Rententrend p.a. 2,00 %

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessener Höhe alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit über einem Jahr wurden mit dem fristenkongruenten Marktzinssatz abgezinst.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, werden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage I zum Anhang beigefügten Anlagegitter dargestellt.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Beteiligungen, an denen mindestens 20 % gehalten werden:

  Beteiligung
in %
Eigenkapital
in T€
Ergebnis
in T€
Geschäftsjahr
Pro2 Energy GmbH, Willich 100 11 -15,5 2011
Pro2 Environnement S.A.R.L., Romans-sur -Isère, Frankreich 100 633 306 2011
Pro2 Gascogen NV, Aalst, Belgien 75 -12 -13 2011
etamaxx GmbH, Willich 100 -20 -22 2011
Pro2 Energy Asia Co Ltd. Bangkok, Thailand 98 -29 2 2011
STS Pro2-Service KFT 20 32 11 2011

Für die Tochtergesellschaften Pro2 Energy GmbH, etamaxx GmbH und Pro2 Energy Asia Co. Ltd. wurden im Geschäftsjahr 2011 Beschlüsse zur Liquidation gefasst. Bedingt durch diese Maßnahme wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 29.997,38 Euro vorgenommen.

An folgenden Unternehmen werden Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote geringer als 20 % gehalten:

- ReEnergie Niederrhein GmbH, Nettetal, Stammkapital 252.500,00 Euro; Beteiligungsquote 4,5 %,

- Akademie für Erneuerbare Energien Lüchow Dannenberg GmbH, Lüchow, Stammkapital 263.000,00 Euro, Beteiligungsquote 2 %,

- ReEnergie Niederrhein Biogas Schwalmtal GmbH & Co.KG; Beteiligungsquote 3 %,

- OOO SEVA Energie Rus, Beteiligungsquote 5 %

Im Rahmen von partiarischen Darlehen hat die Pro2 Anlagentechnik GmbH eine Tranche in Höhe von 100.000,00 Euro der Diefenthal Biogas GmbH & Co. KG gewährt. Mit den Rückforderungen dieser Darlehen tritt die Pro2 Anlagentechnik GmbH hinter die Forderungen anderer Gläubiger in der Weise zurück, dass die Forderung nur zu Lasten von Bilanzgewinnen, aus Liquiditätsüberschüssen oder aus den sonstigen Verbindlichkeiten der Schuldnerin übersteigendem Vermögen bedient werden braucht.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.898.986,06 Euro (Vorjahr: 4.084.918,12 Euro) haben in Höhe von 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 404.353,91 Euro bestehen aus Forderungen in Höhe von 359.985,33 Euro (Vorjahr: 2.297.418,10 Euro) gegen die Pro2 Environnement S.A.R.L., Romans-sur-Isère, Frankreich, in Höhe von 41.661,14 Euro (Vorjahr: 22.213,98 Euro) gegen die etamaxx GmbH, Willich. Forderungen gegenüber der SEVA Energie AG, Emstek bestehen, entgegen dem Vorjahr (1.125.797,22 Euro), nicht.

Diese Forderungen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme des Körperschaftssteuerguthabens nach § 37 KStG in Höhe von 3.557,10 Euro (Vorjahr: 3.964,95 Euro) und Mietkautionen in Höhe von 64.540,00 Euro (Vorjahr: 11.909,36 Euro) innerhalb eines Jahres fällig. Der Posten beinhaltet im Wesentlichen antizipative, noch nicht fakturierte Umsätze in Höhe von 236.712,66 Euro und eine Forderung aus einem Versicherungsschaden in Höhe von 44.750 Euro sowie Steuerforderungen und Umsatzsteuererstattungsansprüche aus dem Ausland.

Im Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von 15.746,62 Euro (Vorjahr 23.621,72 Euro) enthalten.

Die Entwicklung und Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist in dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Rückstellungsspiegel dargestellt.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 23.103,05 Euro resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersvorsorgeverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB: 31.12.2011
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung 368.599,40 Euro
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung 391.702,45 Euro
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 23.103,05 Euro
Verrechnete Erträge 44.348,21 Euro
Verrechnete Aufwendungen 36.108,48 Euro

Bei den angeführten Erträgen und Aufwendungen handelt es zum einen um eingezahlte Beiträge in die Rückdeckungsversicherung, zum anderen um Erträge aus dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs.

Die in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

  31.12.2011 31.12.2010
  Restlaufzeit   Restlaufzeit  
In T€ bis 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 724 2.514 3.238 2.117 2.216 4.333
2. Erhaltene Anzahlungen 1.756 - 1.756 2.632 - 2.632
3. Verbindlichkeiten aus LuL 3.224 - 3.224 3.272 - 3.272
4. Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen     174   - 93
  174 - 174 93 - 93
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.068 - 1.068 932 - 932
davon aus Steuern 499 - 499 313 - 313

Das Gesamtvolumen hinsichtlich Kontokorrentlinien beläuft sich auf 3.400.000 Euro. Neben den Kontokorrentlinien stehen Betriebsmitteldarlehen in Höhe von 2.514.151 Euro zur Verfügung. Neben den Kontokorrentlinien und Betriebsmitteldarlehen bestehen Aval Vereinbarungen über insgesamt 6.528 TEuro.

Die bestehenden Linien sind durch eine Bürgschaft des Landes NRW abgesichert für die die Deutsche KWK Holding GmbH eine Bargeldhinterlegung in Höhe von 864.000 Euro im Geschäftsjahr 2011 geleistet hat. Darüber hinaus sind die bestehenden Linien teilweise durch Barunterlegungen in Höhe von 401.000 Euro, eine Globalzession gegen alle Schuldner mit den Anfangsbuchstaben A bis Z, sowie Bürgschaften zweier Altgesellschafter besichert.

Darüber hinaus wurde eine Raumsicherungsübereignung (Lager) zur Absicherung von weiteren laufenden Krediten erteilt.

Die Projektfinanzierungen werden über Sicherungsübereignung der Anlagen und Abtretung der Einspeisevergütung abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 173.877,57 Euro (Vorjahr: 93.393,16 Euro) enthalten gegenüber der Pro2 Energy GmbH, Willich, 10.491,44 Euro (Vorjahr: 13.199,37 Euro), gegenüber der Pro2 Gascogen NV, Aalst, Belgien, 6.949,00 Euro (Vorjahr: 64.000 Euro) und gegenüber der SEVA Energie AG, Emstek, 156.437,13 Euro (Vorjahr 0,00 Euro). Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. (Vorjahr 2.473,66 Euro)

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind im Geschäftsjahr nicht vorhanden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.068.319,23 Euro (Vorjahr 932.235,35 Euro) enthalten unter anderem Darlehensverpflichtungen gegenüber Altgesellschaftern von 184.602,74 Euro und ausstehende Rechnungen in Höhe von 128.477,73 Euro, debitorischen Kreditoren in Höhe von 224.819,54 Euro und eine Umsatzsteuerverbindlichkeit in Höhe von 382.319,23 Euro.

Für die Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus von Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Umsatz der Pro2 Anlagentechnik GmbH verteilt sich weltweit. In Deutschland wurden 68 %, in der europäischen Union 23 % und in der restlichen Welt 9 % erwirtschaftet. Tätigkeitsbezogen gesehen werden 74,2 % der Umsätze im Geschäftsbereich Anlagenbau, 22,4 % im Geschäftsbereich Service und 3,4 % im Geschäftsbereich Contracting erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 127.942,02 Euro, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 86.990,04 Euro sowie Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtung zu Forderungen in Höhe von 29.133,00 Euro. Mit einem Betrag von 100.361,64 Euro beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge zudem Versicherungsentschädigungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von 4.978.407,92 Euro ordentliche betriebliche Aufwendungen (Raumkosten, Versicherungen, etc.), in Höhe von 677.685,00 Euro Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Forderungsverluste in Höhe von 42.373,16 Euro und Aufwendungen aus der Erhöhung der Pauschalwertberichtigung von Forderungen in Höhe von 8.800,00 Euro.

Die Abschreibung auf Finanzanlagen betrifft außerplanmäßige Abschreibung im Zusammenhang mit den Tochtergesellschaften Pro2 Energy Asia Co Ltd., etamaxx GmbH und der Pro2 Energy GmbH nach § 253 Abs. 2 S. 3 HGB.

Der Gesamtzinsaufwand von 491.664,27 Euro beinhaltet keine Zinsen an verbundene Unternehmen. Darin enthalten sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 41.149,78 Euro (Vorjahr 42.997,00 Euro)

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 7.097,20 Euro resultieren aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen zum 1.1.2010 gemäß des BilMoG.

V. Haftungsverhältnisse und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Haftungsverhältnisse

Die Pro 2 Anlagentechnik GmbH hat gegenüber der OSEO Financement S.A. in F 94710 Maison-Alfort Cedex erklärt, für die Verbindlichkeiten der Pro2 Environnement S.A.R.L., Romans-sur-Isère, Frankreich aus einer Sale-and-lease-back-Transaktion zwischen dieser und der OSEO einzustehen. Dieses in die Kategorie Gewährleistungsverträge einzuordnende Haftungsverhältnis besteht in Höhe von 2.614.000,00 Euro. Das Risiko der Inanspruchnahme der benannten Haftungssummen ist als gering zu klassifizieren.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen belaufen sich auf 1.225.814,53 Euro.

Die Vertragsbedingungen orientieren sich hierbei eng an den steuerrechtlichen Leasingerlassen und sind so gestaltet, dass die steuerliche Zurechnung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber erfolgt. Diese Regeln tragen auch den handelsrechtlichen Grundsätzen hinsichtlich der Realisierung wirtschaftlichen Eigentums Rechnung und sind aus diesem Grunde auch für den handelsrechtlichen Jahresabschluss unverändert übernommen worden.

Des Weiteren hat die Pro2 Anlagentechnik GmbH langfristige Mietverträge über das Betriebsgebäude in Willich abgeschlossen.

  in 2012
in Euro
2013 bis 2016
in Euro
Gesamt
in Euro
Gesamtbelastung 1.021.728,31 1.038,986,22 2.060.714,53
davon Anlagenleasing 401.906,31 84.000,00 485.906,31
davon Fahrzeugleasing 236.100,04 293.297,90 529.397,94
davon sonstiges Leasing 107.721,96 102.788,32 210.510,28
davon aus Mietverträgen 276.000,00 558.900,00 834.900,00

VI. Sonstige Angaben

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2011 wahrgenommen von:  
Dipl. Ing. Stephan Waerdt, Geldern Geschäftsführer für den Bereich Vertrieb und Marketing
Dr. Bernd Maybüchen, Oldenburg Geschäftsführer für den kaufmännischen Bereich
Jan Pille, Dinklage Geschäftsführer für den Bereich Technik

Das Geschäftsführungsorgan bestand in 2011 aus nicht mehr als 2 Mitgliedern, die Bezüge der Gesellschaft erhielten. Es wird § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

Im Durchschnitt waren 105 Arbeitnehmer im Jahr 2011 beschäftigt.

Die Anteile am Kapital der Gesellschaft werden ausschließlich von der Deutsche KWK Holding GmbH, Willich gehalten. Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Deutsche KWK Holding GmbH, Willich, in deren Konzernabschluss der Jahresabschluss unserer Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist bei unserer Gesellschaft erhältlich.

VII. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 203.778,10 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Willich, den 20. Februar 2012

Dr. Bernd Maybüchen

Jan Pille

Stephan Waerdt

Rückstellungsspiegel

  Stand
01.01.2011
Auflösung Inanspruchn. Zuführung
Rückstellung für Aufbewahrungspflichten 12.443,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 109.382,56 € 0,00 € 109.382,56 € 0,00 €
Urlaubsrückstellung 140.800,00 € 0,00 € 0,00 € 7.400,00 €
Rückstellung Personalkosten 350.559,45 € 16.490,04€ 334.069,41 € 129.650,00 €
Großwartungen 319.930,00 € 0,00 € 110.740,60 € 72.740,60 €
Rückstellung für Prämien 18.245,28 € 0,00 € 0,00 € 5.554,72 €
Rückstellung Restarbeiten 420.610,00 € 0,00 € 420.610,00 € 612.206,00 €
Rückstellung für Überstunden 83.158,65 € 0,00 € 43.548,47 € 32.289,82 €
Gewährleistungsrückstellung 519.630,00 € 0,00 € 312.000,00 € 173.000,00 €
Rückstellung für Jahresabschluss-        
und Prüfungskosten 23.000,00 € 0,00 € 9.520,00 € 2.020,00 €
Rückstellung Schwerbehindertenabgabe 2.000,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Rückstellung für Prozesskosten 95.500,00 € 70.500,00€ 0,00 € 0,00 €
Rückstellung Rechtsanwalt 5.000,00 € 0,00 € 0,00 € 22.000,00 €
Rückstellung Landesbürgschaft 48.000,00 € 0,00 € 48.000,00 € 0,00 €
Rückstellung Steuerberatung 2.600,00 € 0,00 € 2.600,00 € 800,00 €
Summe sonstige Rückstellungen 2.150.858,94 € 86.990,04€ 1.390.471,04€ 1.057.661,14 €
  Abzinsung Zinsaufwand Stand
31.12.2011
Rückstellung für Aufbewahrungspflichten 7.557,00 € 7.557,00 € 12.443,00 €
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Urlaubsrückstellung 0,00 € 0,00 € 148.200,00 €
Rückstellung Personalkosten 0,00 € 0,00 € 129.650,00 €
Großwartungen 18.627,78€ 28.070,00 € 291.372,22 €
Rückstellung für Prämien 0,00 € 0,00 € 23.800,00 €
Rückstellung Restarbeiten 0,00 € 0,00 € 612.206,00 €
Rückstellung für Überstunden 0,00 € 0,00 € 71.900,00 €
Gewährleistungsrückstellung 14.965,00€ 7.370,00 € 373.035,00 €
Rückstellung für Jahresabschluss-      
und Prüfungskosten 0,00 € 0,00 € 15.500,00 €
Rückstellung Schwerbehindertenabgabe 0,00 € 0,00 € 2.000,00 €
Rückstellung für Prozesskosten 0,00 € 0,00 € 25.000,00 €
Rückstellung Rechtsanwalt 0,00 € 0,00 € 27.000,00 €
Rückstellung Landesbürgschaft 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Rückstellung Steuerberatung 0,00 € 0,00 € 800,00 €
Summe sonstige Rückstellungen 41.149,78€ 42.997,00 € 1.732.906,22 €

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  1.1.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 527.365,68 7.545,00 0,00 0,00 534.910,68
  527.365,68 7.545,00 0,00 0,00 534.910,68
II. Sachanlagen          
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 41.134,97 0,00 0,00 0,00 41.134,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.560.932,66 120.000,00 760.707,00 0,00 920.225,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.441.723,45 103.255,07 33.027,56 0,00 1.511.950,96
  3.043.791,08 223.255,07 793.734,56 0,00 2.473.311,59
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 391.655,08 500.000,00 0,00 0,00 891.655,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
3. Beteiligungen 77.422,39 0,00 0,00 0,00 77.422,39
4. Sonstige Ausleihungen 110.000,00 0,00 10.000,00 0,00 100.000,00
  579.077,47 1.000.000,00 10.000,00 0,00 1.569.077,47
  4.150.234,23 1.230.800,07 803.734,56 0,00 4.577.299,74
  Abschreibungen
  1.1.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 300.285,53 94.046,00 0,00 0,00 394.331,53
  300.285,53 94.046,00 0,00 0,00 394.331,53
II. Sachanlagen          
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 17.612,97 2.649,00 0,00 0,00 20.261,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 608.403,54 97.045,12 84.249,00 0,00 621.199,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 934.749,45 156.165,07 23.457,56 0,00 1.067.456,96
  1.560.765,96 255.859,19 107.706,56 0,00 1.708.918,59
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 321.439,55 29.997,38 0,00 0,00 351.436,93
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 24.903,39 0,00 0,00 0,00 24.903,39
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00   0,00 0,00
  346.342,94 29.997,38 0,00 0,00 376.340,32
  2.207.394,43 379.902,57 107.706,56 0,00 2.479.590,44
  Nettobuchwerte
  31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 140.579,15 227.080,15
  140.579,15 227.080,15
II. Sachanlagen    
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 20.873,00 23.522,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 299.026,00 952.529,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 444.494,00 506.974,00
  764.393,00 1.483.025,12
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 540.218,15 70.215,53
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 500.000,00 0,00
3. Beteiligungen 52.519,00 52.519,00
4. Sonstige Ausleihungen 100.000,00 110.000,00
  1.192.737,15 232.734,53
  2.097.709,30 1.942.839,80

Lagebericht

I. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Das Jahr 2011 war ein in jeder Hinsicht für den Energiebereich wichtiges Jahr. Die erneuerbaren Energien und auch die Kraft-Wärme-Kopplung rückten durch die Nuklearkatastrophe in Fukushima, noch mehr in das Bewusstsein weiterer politischer und gesellschaftlicher Schichten. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung als Effizienztechnologie erfuhren und erfahren hierbei eine nochmals gesteigerte Unterstützung weltweit. In Deutschland wurden hierbei im Rahmen des Gesetzespaketes zur Energiewende in der Jahresmitte, weitere Rahmenbedingungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen. Das Gesetz zum Ausbau und zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung wurde zum Jahresende 2011 im Rahmen eines neuen Gesetzesentwurfs aufgenommen und soll in 2012 novelliert werden. Durch den Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland, den politischen Willen zum Ausbau der erneuerbaren Energien und der stärkeren Förderung von Effizienztechnologien mit Anpassung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, werden die Märkte für Pro2-Technologien weiter wachsen. Durch die herausragende Möglichkeit mit Blockheizkraftwerken bedarfsgerecht Strom zu erzeugen, werden Pro2-Technologien zukünftig eine noch wichtigere Rolle im Mix der erneuerbaren Energien spielen. Der Ausbau der Wind- und Solarstromerzeugung erfordert auf Grund der schwankenden Einspeisung zunehmend mehr Kapazitäten im Bereich Blockheizkraftwerke (BHKW), die eine entsprechende bedarfsgerechte Stromerzeugung und Netzstabilisierung ermöglichen.

Das im Rahmen der Energiewende novellierte erneuerbare Energiengesetz (EEG) enthält erstmals Marktkomponenten, die eine bedarfsgerechte Stromerzeugung fördern. Das novellierte EEG 2012 trat zum 01.01.2012 in Kraft. Auf Grund der gestiegenen Komplexität und mit Blick auf die Vorzieheffekte durch den verstärkten Bau von Anlagen unter dem alten EEG 2009 wird davon ausgegangen, dass es in Deutschland zunächst nur einen geringen Zubau geben wird. Ein Teil des wegfallenden Neunlagengeschäftes im deutschen Biogasbereich wird durch das sogenannte Repowering kompensiert, bei dem alte BHKW-Anlagen gegen neue leistungs- und wirkungsgradstärkere BHKW-Anlagen ausgetauscht werden. Der mögliche Bedarf ergibt sich im Durchschnitt nach 5 bis 6 Jahren wenn eine Generalüberholung des BHKW´s ansteht.

Das Jahr 2011 war für die erneuerbaren Energien und die Kraft-Wärme-Kopplung ein sehr erfolgreiches Jahr. Der Anteil der erneuerbaren Energien im gesamten Stromsektor wächst sehr dynamisch und erhöhte sich auf über 20 % (2010: 17 % / 2006: 6 %). Der Anteil von Biogasstrom im gesamten Stromsektor erhöhte sich hierbei von 2,5 % im Jahr 2010 auf 3,1 % und wuchs somit noch dynamischer als der Rest der erneuerbaren Energien im Stromsektor. Mit Blick auf die Wachstumsziele für das Jahr 2020 mit 38,6 % erneuerbarer Energien im Stromsektor in Deutschland (EU-Aktionsplan) und 32 % in der EU 27 sind die Rahmenbedingungen und Perspektiven für den Einsatz von Pro2 Technologien sehr gut und haben sich weiter verbessert.

II. Geschäftsverlauf 2011

II.1 Geschäftsverlauf der Pro2 Anlagentechnik GmbH

Während des Geschäftsjahres 2011 waren sowohl die inländischen als auch die ausländischen Märkte von einer hohen Investitionstätigkeit geprägt.

Das Exportgeschäft konnte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Der Umsatz erhöhte sich um 21 %. Im deutschen Markt erhöhte sich der Umsatz um 47 %.

Im Geschäftsjahr 2011 konnte die Pro2 Anlagentechnik GmbH ihre Aktivitäten im europäischen Ausland weiter erfolgreich ausbauen. Gefragt waren hier insbesondere Bio-, Deponie- und Erdgasprojekte in ost- und südosteuropäischen Ländern.

Nach wie vor werden sämtliche Exportgeschäfte auf Euro-Basis abgewickelt, so dass keine Wechselkursrisiken zu berücksichtigen sind.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, vor allem geprägt durch die Euro-Krise, hatten keinen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Umsatzes der Pro2 Anlagentechnik GmbH. Der Auftragseingang entwickelte sich im Verlauf des Jahres 2011 besser als im Jahr 2010.

Die politische Diskussion über den Atomausstieg und die Energiewende sowie die aktuell wieder steigenden Energiepreise sind positive Anzeichen für den Ausbau der Branche und für die Pro2 Anlagentechnik GmbH. Die Euro-Krise hatte bisher keine bzw. nur geringe Auswirkungen auf die Pro2 Anlagentechnik GmbH. Schwierigkeiten gibt es im Ausland bei der Projektfinanzierung durch die Kunden, die zu deutlich längeren Projektvorlaufzeiten führten und führen.

Durch die Neuausrichtung der Pro2 Anlagentechnik GmbH und die damit einhergehende zunehmende Fokussierung auf den deutschen Biogasmarkt, konnte die Gesellschaft ebenso wie andere deutsche Wettbewerber vom Boom im deutschen Biogasmarkt profitieren.

Bei den hergestellten Produkten handelt es sich um Blockheizkraftwerke, Verdichteranlagen, Fackelanlagen und Gasreinigungsanlagen, die vornehmlich als Container-Aggregate erstellt werden.

Die produzierte Anlagenstückzahl liegt mit 70 im Geschäftsjahr 2011 deutlich höher als im Vorjahr. Der durchschnittliche Auftragswert sowie die Anlagengröße der einzelnen Projekte sind im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht.

Die Produkte und Systeme der Pro2 Anlagentechnik GmbH sind im Premiumbereich positioniert und befinden sich aufgrund der hohen Qualität im oberen Preissegment. Es wird beabsichtigt, die Produktbereiche in dem bisherigen Maß aufrechtzuerhalten, allerdings konzentriert sich die zukünftige Produktentwicklung auf den weiteren Ausbau der Standardisierung mit Nutzung von Synergien in der DKWK-Gruppe und der Ausbau des Systemgeschäftes. Hier wurde mit der Aufnahme neuer Technologien bei Stromerzeugung aus Abwärme (ORC-Anlagen) und bei der Kälteerzeugung aus Abwärme in das Produktprogramm der Pro2 Anlagentechnik GmbH ein wichtiger Schritt getan. Mit diesen neuen Produkten werden erste Umsätze im Geschäftsjahr 2012 erwartet.

Neben dem Anlagenbau ist die Pro2 Anlagentechnik GmbH in den Geschäftsfeldern Service und Contracting tätig. Der Service umfasst die laufende Wartung und weitere Serviceleistungen zu von Pro2 hergestellten Anlagen. Im Rahmen des Contracting übernimmt Pro2 vollständig den Betrieb der BHKW´s. Die Erlöse aus dem Betrieb werden in Form unterschiedlicher Vertragsvarianten zwischen Pro2 und dem Contracting-Kunden aufgeteilt. Alternativ dazu können Kunden, die ein BHKW nicht selbst finanzieren wollen, auch BHKWs von Pro2 mieten.

Die Anzahl der Mitarbeiter stieg im Berichtsjahr um 9 % von 98 auf 107 (Dezember 2011). Im Jahresdurchschnitt waren 105 Mitarbeiter beschäftigt (ohne Auszubildende).

II.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 stieg der Umsatz erstmals - nach zwei rückläufigen Jahren - wieder erheblich an. Der Umsatz im Jahr 2011 beträgt 40,8 Mio. Euro gegenüber 29,7 Mio. Euro in 2010 und entspricht somit einem Umsatzwachtum im Vergleich zum Vorjahr von rund 37 %.

Die Gesamtleistung erhöhte sich ebenfalls im Geschäftsjahr um 38 % von 30,6 Mio. Euro auf 42,1 Mio. Euro.

Die Höhe des Inlandumsatzes mit 27,8 Mio. Euro erhöhte sich um 47 % im Vergleich zum Vorjahr und beläuft sich in 2011 auf 68 % des Gesamtumsatzes. Der Auslandsanteil wuchs um 21 % auf 13,0 Mio. Euro bzw. bildet einen Anteil von 32 % (Vorjahr 36 %). Im Geschäftsjahr 2012 wird gemäß Unternehmensplanung mit einer Verteilung des Umsatzes von 30 % in Deutschland und 70 % im Export gerechnet - maßgeblich ist beim Plan der Lieferort. Das Exportgeschäft soll in 2012 ausgebaut werden.

II.3 Geschäftsbereiche und Geschäftsergebnis

Die Umsatzentwicklung in 2011 ist in den beiden wichtigsten Geschäftsbereichen Anlagenbau und Service absolut betrachtet ansteigend, dagegen war der Contracting-Anteil am Gesamtumsatz leicht rückläufig.

Der relative Anteil des Serviceumsatzes verringerte sich im Geschäftsjahr 2011 jedoch auf 22,4 % gegenüber 26,1 % im Vorjahr, da der Anlagenbau überproportional anwuchs.

Im Geschäftsbereich Anlagenbau (Umsatzanteil 74,2 %, Vorjahr 66,7 %) war in 2011 das umsatzstärkste Segment Biogas mit 56,2 % deutlich stärker als andere Segmente. Es folgten die Segmente Deponiegas mit einem Anteil von 6,0 %, Erdgas von 4,6 %, Grubengas von 4,0 % sowie Klärgas mit 2,9 %. Der restliche Umsatz wurde in Nebenbereichen erzielt.

In den Segmenten Deponie- und Grubengas kommen neue Impulse aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland. Die Pro2-Märkte in Osteuropa, Russland und der Ukraine haben erhebliches Potential für Grubengasanlagen. Ebenfalls in Osteuropa sowie in Frankreich ergeben sich interessante Märkte für Deponiegastechnololgie. Darüber hinaus entwickeln sich die Märkte für Erdgas-Blockheizkratftwerke an Industriestandorten und im Stadtwerke-Sektor sowie im ehemaligen Ostblock sehr gut.

Im Bereich Contracting (Umsatzanteil 3,4 %, Vorjahr 7,1 %) setzte sich der Abwärtstrend fort. Dies ist insbesondere auf das Auslaufen von Contracting-Verträgen zurückzuführen.

II.4 Investitionen

Im Bereich des Sachanlagevermögens lagen die Investitionen bei 223 TEUR, davon 120 TEUR durch Umbuchung einer gebrauchten BHKW-Anlage vom Umlaufvermöhgen in das Anlagevermögen.

II.5 Finanzierungsmaßnahmen

Mit der Bewilligung der NRW-Landesbürgschaftsmittel über 3,6 Mio. Euro für KK- und Avallinien (davon bis zu 1,4 Mio. Euro als KK-Linie) vom 17.1.2011 wurde die Innnenfinanzierung erheblich ausgebaut. Die Bereitstellung der Landesbürgschaftsmittel erfolgte im Juli 2011. Insbesondere über die Ausnutzung der Avallinie konnte Pro2 die Finanzsituation erheblich verbessern.

Gegen Ende des Geschäftsjahres 2011 verfügte Pro2 über eine ausreichende KK-Linie von 3,4 Mio. Euro (Vorjahr 2,0 Mio. Euro) und Betriebsmitteldarlehen von 2,514 Mio. Euro. Darüber hinaus standen Avallinien in Höhe von 6,528 Mio. Euro (Vorjahr 2,35 Mio. Euro) zur Verfügung, davon für Anzahlungsbürgschaften 4,130 Mio. Euro.

III. Darstellung der Lage

Nach zwei Geschäftsjahren mit operativen Verlusten hat Pro2 in 2011 die operative Ertragswende geschafft. Nach einem Vorjahresergebnis von 160 TEUR, das allerdings Darlehensverzichte von insgesamt 3,9 Mio. Euro beinhaltete, konnte die Gesellschaft 2011 einen Jahresüberschuss von 204 TEUR erzielen.

III.1 Vermögenslage

Die Vermögenslage ist durch eine nochmalige Reduzierung der Bilanzsumme von rund 1 Mio. Euro gekennzeichnet. Wesentliche Posten der Vermögensstruktur haben sich wie folgt entwickelt:

Software und übrige immaterielle Vermögensgegenstände: von 227 TEUR auf 141 TEUR
Sachanlagen: von 1.483 TEUR auf 764 TEUR
Finanzanlagen: von 233 TEUR auf 1.193 TEUR
Vorräte: von 2.183 TEUR auf 4.062 TEUR
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: von 8.836 TEUR auf 5.891 TEUR
Liquide Mittel: von 871 TEUR auf 654 TEUR

Zur Entwicklung der Sachanlagen:

Die Reduzierung der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf die Veräußerung von BHKW-Anlagen zurückzuführen (676 TEUR).

Zur Entwicklung der Finanzanlagen:

Mit Gesellschafterbeschluss vom 30.12.2011 wurden 500 TEUR Forderungen gegenüber der Tochtergesellschaft Pro2 Environnment S.A.R.L. in eine Erhöhung des Beteiligungswertes umgewandelt. Zudem wurden weitere 500 TEUR Forderungen in ein Darlehen umgewandelt. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 5 Jahren und ist endfällig. Die Darlehenskonditionen sind marktüblich.

Die Tochtergesellschaften Pro 2 Energy GmbH, etamaxx GmbH und Pro2 Energy Asia Co Ltd. wurden bereits im Vorjahr (bzw. die Tochtergesellschaft in Asien bereits 2009) ruhend gestellt. Im Geschäftsjahr wurde 2010 beschlossen, die Liquididation der belgischen Tochtergesellschaft Pro2 Gascogen NV in 2011 einzuleiten. Für Pro2 Energy GmbH und etamaxx GmbH wurde im Dezember 2011 beschlossen, die Liquidation einzuleiten.

In Konsequenz der vorstehend beschriebenen Maßnahmen wurden in 2010 die Buchwerte der Tochtergesellschaften Pro2 Energy GmbH, etamaxx GmbH und Pro2 Energy Asia Co Ltd. bis auf einen Restbuchwert von jeweils 10 TEUR abgeschrieben. Die Pro2 Gascogen NV wurde bereits in 2010 vollständig wertberichtigt. In 2011 erfolgte auch bei den übrigen Tochtergeselllschaften die 100%ige Wertberichtigung.

Zur Entwicklung der Vorräte:

Die Vorräte haben sich um 86,1 % erhöht. Zu diesem starken Anstieg haben die Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen auf 1.756 TEUR und das Anwachsen der unfertigen Erzeugnisse im Rahmen des Umsatzanstiegs beigetragen.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen haben sich von 1.756 TEUR auf 3.068 TEUR erhöht. Dieses ist im Wesentlichen auf einen angestiegenen Baufortschritt der angearbeiteten Projekte zurückzuführen.

Zur Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände:

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 4.085 TEUR um rund 20 % auf 4.899 TEUR angestiegen und folgten damit dem Umsatzwachstum. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind dagegen von 3.445 TEUR auf 404 TEUR gefallen. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die in der Entwicklung der Finanzanlagen beschriebenen Umwandlungen von Forderungen gegenüber der Tochtergesellschaft Pro2 Environnment S.A.R.L. zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag bestanden gegenüber Pro2 Environnement S.A.R.L. Forderungen in Höhe von 360 TEUR (Vorjahr 2.297 TEUR).

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Steuerforderungen sind um 1.010 TEUR reduziert, da das Finanzamt eine entsprechende Steuerrückerstattung an Pro2 geleistet hat. Demgegenüber ist der Posten "sonstige" um 254 TEUR angestiegen, da unter dieser Position antizipative Forderungen über TEUR 238 eingebucht wurden.

III.2 Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement der Pro2 Anlagentechnik GmbH umfasst das Kapitalstrukturmanagement, das Cash- und Liquiditätsmanagement sowie das Management von Kreditausfallrisiken.

Die Ziele des Finanzmanagements sind

- Die Beobachtung bilanzieller Cashflow-wirksamer Effekte von Geschäftsvorfällen auf die Gesellschaft und die Reaktion hierauf mit entsprechenden Maßnahmen,

- Die Aufrechterhaltung der Liquidität der Pro2 Anlagentechnik GmbH zu jedem Zeitpunkt und

- Die Stärkung und Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalbasis.

Ferner sind im Hinblick auf die Finanzlage der Gesellschaft folgende relevante Sachverhalte zu nennen:

Eigenkapital

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital von 3.359 TEUR an der Bilanzsumme 12.796 TEUR) beträgt 26,3 % (Vorjahr 22,6 %).

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind von 2.151 TEUR um 418 TEUR (19,4 %) auf 1.733 TEUR gefallen, dieses ist im Wesentlichen auf den Wegfall der Rückstellungen für Mitarbeiterabfindungen (im Vorjahr 269 TEUR) und des Rückgangs für Einzel-Gewährleistungsrückstellungen um 176 TEUR zurückzuführen. Dagegen sind die Rückstellungen für Restarbeiten gegenüber dem Vorjahr um 191 TEUR angestiegen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich von 4.333 TEUR auf 3.238 TEUR verringert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten konnten im Geschäftsjahr von 3.272 TEUR um 49 TEUR auf 3.223 TEUR abgebaut werden, obwohl das Geschäftsvolumen in 2011 stark angestiegen ist.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind um 136 TEUR angestiegen, da sich u.a. die Umsatzsteuerverbindlichkeiten um 143 TEUR erhöhten.

Liquiditätsentwicklung

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben sich zum Bilanzstichtag von 2.632 TEUR auf 1.756 TEUR verringert, da der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist.

Die liquiden Mittel am Ende der Periode betrugen 654 TEUR (Vorjahr 871 TEUR).

III.3 Ertragslage

Der angekündigte und erwartete "Turn-Around" ist wie prognostiziert geschafft worden. Nach zwei Jahren mit operativen Verlusten konnte in 2011 mit 204 TEUR ein "schwarzes" Ergebnis nach Steuern erwirtschaftet werden. Mit Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre kann die Pro2 Anlagentechnik GmbH mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr vollumfänglich zufrieden sein.

Umsatz und Gesamtleistung stiegen gegenüber 2010 um 11.105 TEUR auf 40.833 TEUR bzw. um 11.547 TEUR auf 42.144 TEUR an. Zu diesem guten Ergebnis beigetragen haben sicherlich in erster Linie die höheren Umsatzerlöse bzw. der gestiegene Output. Darüber hinaus wurde eine strenge Kostendisziplin ausgeübt. Während die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 37 % anstieg, erhöhte sich die Beschäftigtenzahl lediglich um 4 %. Somit konnte in 2011 ein erheblicher Produktivitätsfortschritt erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten deutlich um 1.721 TEUR auf 5.715 TEUR reduziert werden.

IV. Interne Organisation, Forschung & Entwicklung, Zweigniederlassungen

IV.1 Interne Organisation

Das AktG verpflichtet in § 91 AktG den Vorstand einer Kapitalgesellschaft dazu, geeignete organisatorische Maßnahmen zu treffen und insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt werden können. Diese Verpflichtung zur Einrichtung eines so genannten Risikofrüherkennungssystems hat nach häufig geäußerter Auffassung Ausstrahlungswirkung auch auf andere Rechtsformen. Außerdem wird die Einrichtung und Überwachung eines Risikomanagements häufig als ein Grundsatz ordnungsmäßiger Geschäftsführung genannt. Ein einseitiger Fokus auf die Risiken kann dem Geschäft der Pro2 Anlagentechnik GmbH allerdings nicht gerecht werden - denn das unternehmerische Handeln ist gleichermaßen mit Chancen und Risiken verbunden.

Die Pro 2 Anlagentechnik GmbH erstellt eine Jahresplanung auf Monatsbasis, welche auf Grundlage der Erfahrungen und Einschätzungen der Produkt- und der Geschäftsbereichsverantwortlichen erstellt wird. Durch einen regelmäßigen Soll/Ist Vergleich auf Monatsbasis werden Abweichungen ermittelt und mit den Verantwortlichen diskutiert.

Die Steuerung der Liquidität erfolgt durch eine langfristige Liquiditätsplanung sowie eine auf Wochenbasis erstellte kurzfristige Vorausschau mit Soll/Ist Vergleich. Im Rahmen eines systematischen Controllingprozesses werden weiterwichtige Kennzahlen, z.B. auch der Auftragseingang als Frühindikator, ermittelt und die Veränderungen überwacht und diskutiert.

IV.2 Forschung und Entwicklung

Im Bereich der Forschung und Entwicklung ist die Gesellschaft in Zusammenarbeit mit Industriepartnern, Hochschulen und Forschungsinstituten auf dem Gebiet der Energie- und Umwelttechnik tätig. Hierbei werden marktnahe Projekte verfolgt, die eine schnelle Kommerzialisierung der Ergebnisse in neuen Produkten und Dienstleistungen ermöglichen. In 2011 wurde zusammen mit einem Partner ein neues Standard-Modul zur Stromerzeugung aus Abwärme entwickelt und an den Markt geliefert. Diese sogenannten ORC-Anlagen erhöhen die Effizienz von Blockheizkraftwerken bezüglich der Stromerzeugung und haben bereits in 2012 ein interessantes Umsatzpotenzial.

IV.3 Zweigniederlassungen

Im Verlauf des Jahres 2011 wurde die Zweigniederlassung mit Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Schkeuditz bei Leipzig nach Burg bei Magdeburg verlegt. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über eine Tochtergesellschaft in Frankreich, die Pro2 Environnement S.A.R.L mit Sitz in Romans sur Isère und Beteiligungen an der STS Pro2 Service Kft in Ungarn.

Über Kooperationspartner oder lokale Mitarbeiter ist die Pro2-Gruppe darüber hinaus in den BeNeLux Staaten, Spanien, Portugal, Italien, Rumänien, Kroatien, Russland, Weißrussland sowie Mexico, Kolumbien, Chile und Brasilien vertreten.

V. Ausblick auf die künftige Entwicklung einschließlich Chancen und Risiken

V.1 Wirtschaftliche Potenziale

Durch die politischen Zielvorgaben zum Ausbau erneuerbarer Energien und zum Klimaschutz, verbunden mit der entsprechenden Gesetzgebung in den einzelnen Ländern sowie erneut hohen Öl-, und Strompreisen, sind die Gefährdungspotenziale für den durch die Pro2 Anlagentechnik GmbH bedienten Markt in Europa gering.

Die EU-Richtlinien zum Ausbau der erneuerbaren Energien auf 20 % bis zum Jahr 2020 gibt den Pro2-Technologien und Märkten eine langfristig hervorragende Perspektive. Die internationale Präsenz macht das Unternehmen unabhängiger von regionalen Rahmenbedingungen wie z.B. Gesetzgebung und Konjunktur.

Die drei Geschäftsbereiche Anlagenbau, Service und Contracting bieten eine breite Basis für weiteren Erfolg und Wachstum, ohne die Kernkompetenz des Unternehmens zu verlassen.

Die von der Pro2 Anlagentechnik GmbH angebotenen Technologien für Biogas, Deponiegas, Grubengas, Klärgas und Sondergase sowie dezentrale Erdgaskraftwerke bieten ein Zukunftspotential für die umweltfreundliche Energieerzeugung, das sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll und politisch gewollt ist. Die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Pro2-Technologien werden insbesondere in der EU, dem ehemaligen Ostblock und Südamerika kontinuierlich durch entsprechende Richtlinien und Gesetze verbessert. Weitere Regionen weltweit werden hier folgen.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung nach Abschluss der Konsolidierungsphase in 2010 eine mittel- und langfristig hervorragende Entwicklungsperspektive für die Pro2 Anlagentechnik GmbH.

V.2 Chancen und Risiken

Einkaufsrisiken

Mit wichtigen Zulieferern verbindet die Pro2 Anlagentechnik GmbH ein partnerschaftliches Verhältnis, welches ein optimales Gesamtprodukt ermöglicht. Die Ausfallwahrscheinlichkeit von Schlüssellieferanten ist gering. Für alle Lieferanten gibt es zumindest mittelfristig mögliche Alternativen, mit denen eine Fortführung der Geschäftsaktivitäten auf hohem technischen Niveau sichergestellt werden kann.

Risiken des politischen Umfelds

Risiken aus dem politischen Umfeld werden zur Zeit nicht gesehen. Das politische Umfeld bietet vielmehr Chancen für die Pro2 Anlagentechnik GmbH, sowohl was die positive Grundeinstellung gegenüber erneuerbaren Energien anbelangt, als auch die Sonderrolle, die Pro2-Technolgien spielen, da sie als einzige erneuerbare Energieform eine bedarfsgerechte Strom- und Wärmeerzeugung ermöglichen und damit unabhängig von Wind und Sonne sind.

Die Novellierung des EEG wird im deutschen Markt zu einer Verlangsamung des Ausbaus im Biogasbereich führen.

Die Unruhen in einigen erdölfördernden Ländern und die damit einhergehenden steigenden Ölpreise zeigen, dass eine Energieversorgung aus heimischen Energiequellen wie Sonne, Wind, Wasser, Abfall- und Reststoffen, Bioenergie und zum Teil Erdgas unabdingbarer Bestandteil der Energiepolitik sein wird. Die Atomenergie hat nach der Katastrophe in Japan an Akzeptanz verloren und wird mittel- und langfristig eine abnehmende Rolle spielen.

Forderungsausfallrisiko

Im Rahmen der Geschäftstätigkeiten besteht die Gefahr von Forderungsausfällen. Um dies deutlich einzuschränken bzw. zu vermeiden, wird mit einer Kreditausfallversicherung gearbeitet und ein stringentes Forderungsmanagement sowie Inkasso betrieben. Durch den Einsatz von Akkreditiven, Vorauszahlungen sowie eine Abwicklung auf EURO-Basis im Auslandsgeschäft werden Risiken im Export eingeschränkt.

Risiken aus einer drohenden neuen Finanzmarktkrise

Sollte eine neue Finanzmarktkrise über die Weltwirtschaft hereinbrechen, würde davon auch die Pro2 Anlagentechnik GmbH mit ihrer Präsenz auf vielen internationalen Märkten betroffen sein.

Chancen der Neuausrichtung auf dem deutschen Markt

Durch den Ausbau der Präsenz im deutschen Markt ergeben sich Chancen, Marktanteile in Deutschland sowohl im Anlagenbau und beim Repowering als auch im Servicegeschäft zu gewinnen.

Chancen des politischen Umfelds

Das politische Umfeld bietet eine Vielzahl von Chancen für die Pro2 Anlagentechnik GmbH sowohl was die positive politische und gesellschaftliche Grundeinstellung gegenüber erneuerbaren Energien anbelangt als auch die Sonderrolle die Pro2-Technologien spielen, da sie als einzige erneuerbare Energieform eine bedarfsgerechte Strom- und Wärmeerzeugung ermöglichen und damit unabhangig von Wind und Sonne sind.

Erdgas-Blockheizkraftwerke bieten Vorteile beim schnellen Aus- oder Umbau hin zu einer effizienten und klimaschonenden Strom- und Wärmeversorgung durch niedrige Emissionen (Klimaschutz) und hohe Wirkungsgrade (Ressourcenschonung).

Der Ausbau der dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung sowohl auf Erdgas- als auch auf Bio- und Sondergasbasis macht darüber hinaus weniger Investitionen in Stromnetze erforderlich und erhöht die Sicherheit der Stromversorgung.

V.3 Voraussichtliche Entwicklung

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet die Geschäftsführung ein mit 2011 vergleichbares Umsatzniveau. Daran angebunden wird ein Ergebnis erwartet, das leicht über dem Vorjahr liegt. Aufträge aus dem deutschen Biogasmarkt werden gegenüber 2011 deutlich reduziert prognostiziert, da das zum 1.1.2012 neugefasste EEG zumindest im ersten Quartal die Auftragsvergabe der Kunden bremsen wird. Im Zuge der Atomkatastrophe in Fukushima hat der Ausbau der erneuerbaren Energien und der dezentralen Energieerzeugung weltweit an Relevanz gewonnen. Deshalb wird der Anteil der Auslandsaufträge in 2012 ansteigen und den Rückgang im Inlandsmarkt vorraussichtlich kompensieren.

Das Umsatzziel 2012 ist durch bestehende Aufträge teilweise gesichert. Der Auftragsbestand im Anlagenbau zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung beträgt inkl. in 2012 bereits fakturierter Aufträge 11,3 Mio. Euro.

Im mittelfristigen Zeitraum 2013-2015 werden wieder steigende Ergebnisse bei einem Umsatzkorridor zwischen 45 und 50 Mio. Euro erwartet.

VI. Vorgänge besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind der Geschäftsführung nicht bekannt.

 

Willich, den 21.2.2012

Stephan Waerdt

Dr. Bernd Maybüchen

Jan Pille

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Pro2

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 der Pro2 Anlagentechnik GmbH, Willich, in der diesem Bericht als Anlage 1 bis 3 (Jahresabschluss) und Anlage 4 (Lagebericht) beigefügten Fassung den unter dem Datum vom 23. Februar 2012 in Düsseldorf unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Pro2 Anlagentechnik GmbH, Willich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 23. Februar 2012

Rölfs RP AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer

Stefan Kemp, Wirtschaftsprüfer

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