SLS Group GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fabian Elsner seit 2.10.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Glebke seit 24.5.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
C******** B***** | 6.25% |
I*** L****** | 2.08% |
A*** B***** | 2.08% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LLG Holding GmbH (vormals: SLS Beteiligungs GmbH)München (vormals: Kelsterbach)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Grundlagen des Konzerns Die LLG Holding GmbH mit Sitz in München ist Mutterunternehmen eines mittelständischen Logistikkonzerns. Die Tochterunternehmen sitzen in Europa und den USA und bilden zusammen die Life Couriers-Gruppe. Das Kerngeschäft des Konzerns ist die Organisation und Durchführung von Transportdienstleistungen, hauptsächlich in den Bereichen Medical und Life Science. Zur Erbringung dieser Transportdienstleistungen nutzt der Konzern überwiegend Subdienstleister. Die Life Couriers-Gruppe hat nur in begrenztem Umfang eigene Fahrer und einen Fuhrpark. Die Geschäftstätigkeit gliedert sich in drei Segmente Radiopharma und Health-Care Last Mile, Life Science Logistics und Industrial Emergency. Der Konzern ist in den vergangenen Jahren gemäß eines Buy-and-Build-Konzepts anorganisch gewachsen. An allen Tochterunternehmen werden Mehrheitsbeteiligungen von über 50 % gehalten, um vollen Zugriff auf die Finanzmittel und uneingeschränktes Mitspracherecht bei deren Verteilung zu haben. Durch den starken Fokus auf weitere Akquisitionen kann der Bereich Mergers and Acquistions (M&A) als separater, Bereich gesehen werden. Die Struktur des Konzerns spiegelt die Geschäftsbereiche wider: Die SLS America Inc. und ihre Tochterunternehmen bilden den Geschäftsbereich Radiopharma und Health-Care Last Mile, die Ontime Courier GmbH und ihre Töchter den Bereich Life Science Logistics und die Samedaylogistics GmbH und ihre Töchter den Bereich Industrial Emergency. Über diesen drei Unternehmen stehen organisatorisch die SLS Group GmbH als Führungsholding. Hier werden zentrale Dienste im Travel Management und Management Support in den Bereichen Finanzen, Strategie und IT für alle Konzerntöchter angeboten. Darüber hinaus ist der Bereich M&A in der SLS Group GmbH angesiedelt. Die einzelnen Bereiche agieren weitestgehend eigenständig. Der Geschäftsbereich Radiopharma und Health-Care Last Mile umfasst ca. 55 % der Umsätze (Vorjahr: 53 %), der Geschäftsbereich Life Science Logistics 36 % (Vorjahr: 28 %) und der Bereich Industrial Emergency 9 % (Vorjahr: 18 %) der Umsätze. Radiopharma und Health-Care Last Mile Der Bereich Radiopharma und Health-Care Last Mile (R-HC-LM) ist in den USA und im Vereinigten Königreich aktiv und organisiert hauptsächlich Straßentransporte über geringe Distanzen zu vielen Endkunden (die sogenannte "letzte Meile"). Dieser Bereich ist kategorisiert durch ein hohes Sendungsvolumen, geringe Distanzen und viele verschiedene Sendungsziele. Ein großer Teil der Transporte dient medizinischen Zwecken, wie zum Beispiel radiopharmazeutischen Medikamenten. Für diese Transporte sind oft bestimmte Zulassungen, wie zum Beispiel die SP 3008 in den USA, notwendig. Der Bereich arbeitet in den USA hauptsächlich mit selbstständigen Fahrern, während im Vereinigten Königreich die meisten Fahrer fest angestellt sind. Die Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich sind:
Life Science Logistics Der Bereich Life Science Logistics ist weltweit mit Niederlassungen in den USA und Deutschland aktiv. Er organisiert ein breites Spektrum von Transporten entlang der gesamten Logistikkette der medizinischen und pharmazeutischen Industrie. Viele dieser Transporte haben zusätzliche Anforderungen, wie bestimmte Temperaturbereiche, in denen die Ware oder die Verpackung bleiben muss Um die Kunden ganzheitlich zu betreuen, bietet der Bereich zusätzliche Services wie die Verpackung oder das erste Behandeln der Proben an. Die folgenden Logistikdienstleistungen werden in diesem Bereich angeboten:
Die dafür notwendigen Kernkompetenzen sind:
Industrial Emergency Im Teilbereich Industrial Emergency werden sehr zeitkritische Transporte durchgeführt. Diese sollen in der Regel noch am selben Tag gestartet werden. Beispiele hierfür sind der Transport von Ersatzteilen in der Fertigung oder für Flugzeuge. Es werden drei verschiedene logistische Dienstleistungen angeboten:
Die Kernkompetenzen im Bereich Industrial Emergency sind die Kontakte und das Netzwerk an Kurieren, um die nötigen Services anbieten zu können. Zusätzlich ist ein umfassendes Logistik-Know-how erforderlich, um den Kunden einen guten Mix aus Geschwindigkeit und Preis anbieten zu können. Ein Beispiel hierfür ist die Kenntnis der Frachtabwicklung des jeweiligen Flughafens. Der Bereich Industrial Emergency hat Standorte in Deutschland, Rumänien, Tschechien, Schweden und Italien. M&A Der Konzern betreibt eine aktive Buy-and-Build-Strategie. Hierzu werden kontinuierlich ähnliche Firmen akquiriert, um im Anschluss Synergien zu heben und weitere Services für die Kunden anbieten zu können. Das Geschäftsmodell hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich geändert. Der Geschäftsbereich Radiopharma und Health-Care Last Mile bietet über eine Akquisition einen Teil seiner Services nun auch im Vereinigten Königreich an. Wie in den Vorjahren hat der Konzern auch im Jahr 2022 keine Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung für eigene Zwecke durchgeführt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2022 war gesamtwirtschaftlich stark vom Überfall Russlands auf die Ukraine geprägt. Dieser führte zu einer starken Inflation, gestiegenen Energiekosten und gestiegenen Zinsen sowohl in den USA als auch in Europa. Gleichzeitig verzeichneten die Volkswirtschaften in Deutschland und in den USA historisch niedrige Arbeitslosenquoten. Der Einfluss von Corona auf die Wirtschaft und die Gesellschaft ging zurück und war deutlich weniger wahrnehmbar als die zuvor genannten Faktoren. Die mittel- bis langfristigen Folgen des Überfalls Russlands auf die Ukraine sind aktuell nur zu erahnen. In Summe wuchs die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 preis- und kalenderbereinigt um 2,0 %[1]. Laut der KEP-Studie sank das Sendungsvolumen an Paket-, Express- und Kuriersendungen im Jahr 2022 um 7,9 %[2]. Das Sendungsvolumen war aber immer noch um 14 % höher als vor Corona. Für die Logistik ist der Treibstoffpreis ein sehr relevanter Preistreiber, da viele weitere Preise davon abhängen. In den USA als Referenzmarkt stieg der Benzinpreis von ca. 3,2 USD pro Gallone im Juli 2021 auf bis zu 5,0 USD pro Gallone im Juni 2022[3]. In Deutschland gab es einen ähnlichen Anstieg, der durch staatliche Unterstützung abgefedert wurde. Eine weitere sehr relevante volkswirtschaftliche Kennzahl ist die Arbeitslosenquote. Diese lag im Jahr 2022 in den USA bei 3,64 % gegenüber 5,37 % im Jahr 2021[4]. In Deutschland lag sie 2022 bei 5,3 % gegenüber 5,7 % im Jahr 2021[5]. 2.2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Einnahmequellen des Unternehmens zur Deckung der finanziellen Verpflichtungen sind die operativen Ergebnisse der Geschäftsbereiche. Insofern sind diese der wichtigste Leistungsindikator zur internen Steuerung des Konzerns. Das operative Ergebnis eines Geschäftsbereichs wird definiert als Ergebnis des Bereichs vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen. Ein weiterer wichtiger Leistungsindikator sind die Sendungszahlen der Geschäftsbereiche. Zusätzliche Leistungsindikatoren in allen Geschäftsbereichen sind das jeweilige Feedback der Schlüsselkunden sowie die schnelle Reaktion auf besondere Kundenwünsche. Zur Sicherstellung der Kundenzufriedenheit verfügt jeder Geschäftsbereich über eine eigene Vertriebs- und operative Abteilung mit den jeweils notwendigen Branchen- und Marktkenntnissen und pflegt einen sehr engen und direkten Kontakt zu den relevanten Ansprechpartnern bei den Kunden. 2.3. Geschäftsverlauf Die Sendungszahlen des Konzerns erhöhten sich im Jahr 2022 um 25 % auf ca. 3,8 Mio. Der Hauptgrund hierfür war das kontinuierliche, auch anorganische, Wachstum im Bereich R-HC-LM. Gleichzeitig stieg der Gesamtumsatz um 42 % auf ca. 156 Mio. EUR. Geschäftsbereich R-HC-LM: Der Umsatz in diesem Bereich stieg um 47 % (auf 86 Mio. EUR). Ein großer Teil dieses Anstiegs ist darauf zurückzuführen, dass die in 2021 getätigten Zukäufe im Geschäftsjahr 2022 erstmals für zwölf Monate in den Konzern einbezogen wurden. Mit dem Umsatz stiegen auch die variablen Kosten (= Materialaufwand). Der Anteil der variablen Kosten am Umsatz lag mit 61 % auf dem Niveau des Vorjahres (62 %). Die Sendungszahlen des Geschäftsbereiches stiegen um 28% auf ca. 3,6 Millionen. Die variablen Kosten betreffen im wesentlichen Kosten für externe Fahrer und Treibstoffkosten. Beide stiegen im Jahr 2022 stark an. Dies führte zu variablen Kosten von 52 Mio. EUR (Vorjahr: 36 Mio. EUR) und einer Rohertragsmarge von 39 % (Vorjahr: 38 %). Die dem Geschäftsbereich zugeordneten Fixkosten sind zu einem großen Teil Personalkosten und Personalnebenkosten. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Der starke Anstieg der Personalkosten hatte verschiedene Gründe. Einer ist der Zukauf der Vision Logistical Solutions in UK. So wurden Kapazitäten für ein weiteres Wachstum aufgebaut. Ein weiterer Grund war, dass der Mangel an externen Fahrern mit internen Fahrern kompensiert wurde. Ebenso wurden die bestehenden Gehälter inflationsbedingt angepasst. Weitere große Kostenblöcke sind Mieten und damit verbundene Kosten sowie im Konzern verteilte Kosten für Rechts- und Finanzierungsberatung. Das Geschäftsbereichsergebnis als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator blieb mit 4,4 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Das Geschäftsbereichsergebnis errechnet sich aus den Umsatzerlösen eines Bereichs abzüglich der auf diesen Bereich entfallenden variablen und fixen Kosten sowie eines Anteils an den allgemeinen Fixkosten. Das Ergebnis blieb unter den Erwartungen der Geschäftsführung. Gründe hierfür sind die stark gestiegenen Treibstoffpreise, die nur mit leichter Verzögerung an die Kunden weitergegeben werden konnten, und die niedrige Arbeitslosenquote in den USA, die die Fahrerkosten erhöhte. Geschäftsbereich Life Science Logistics: Der Umsatz entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr mit einer Steigerung um 80 % auf 56 Mio. EUR sehr positiv. Der Anteil der variablen Kosten erhöhte sich mit 67 % im Vergleich zum Vorjahr (58 %) deutlich. Dies lag im Wesentlichen an der deutlichen Zunahme von Aufträgen aus dem Bereich LKW-Speditionsdienstleistungen. Dieser Teilbereich hat im Vergleich zu den anderen Teilbereichen im Bereich Life Science Logistics höhere variable Kosten, sodass deren Anteil damit insgesamt steigt. Ein Teil dieses Umsatzwachstums und des Ergebnisses beruht auf Sondereffekten im Rahmen des Ukrainekriegs. Die im Geschäftsbereich transportierten Erzeugnisse sind von den Sanktionen des Westens und den Gegensanktionen Russlands ausgenommen. Die Sanktionen haben in diesem Geschäft dazu geführt, dass das Organisieren eines Transportes nach Russland deutlich aufwändiger geworden ist. Die Vergütung dieses zusätzlichen Aufwands führt zu einem Wachstum, dass nur teilweise nachhaltig ist. Das Geschäftsjahr 2022 war gekennzeichnet durch eine deutlich positive Entwicklung bei den Aufträgen in den Bereichen LKW-Speditionsdienstleistungen sowie medizinische Forschung und klinische Studien. Zwar sanken die Sendungszahlen insgesamt leicht um 2% auf ca. 252 Tausend. Die darin enthaltenen Sendungen im umsatzstarken Speditionsgeschäft haben sich hingegen verdoppelt. Die Personalkosten in diesem Bereich stiegen um 21 % und damit deutlich geringer als der Umsatz. Hintergrund dieser Steigerung waren einerseits inflationsbedingte Gehaltsanpassungen, leistungsabhängige Boni und teilweise Neueinstellungen im administrativen Bereich. Die sonstigen operativen Kosten stiegen um 4 %. Die Erfolge zeigten sich auch im Geschäftsbereichsergebnis, das im Vergleich zum Vorjahr auf 8,7 Mio. EUR fast verdoppelt werden konnte. Geschäftsbereich Industrial Emergency: Der Umsatz entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr rückläufig und sank um 32 %. Dieser Bereich hatte stark von Corona profitiert, und im Jahr 2022 fiel das Corona-Sondergeschäft weg. Ein weiteres Standbein des Geschäftsbereichs ist das Automobilgeschäft, allerdings konnte die Automobilindustrie im Jahr 2022 aufgrund von fehlenden Halbleitern ihre Kapazitäten nicht ausschöpfen. Ebenso sank das Sendungsvolumen um 3% auf 3 Tausend Einheiten. Der Anteil der variablen Kosten war mit 77 % mit dem Vorjahr (76 %) vergleichbar. Da die Personalkosten und die sonstigen operativen Kosten nur leicht gesunken sind, schlägt sich der Umsatzrückgang in einem deutlichen Rückgang des Geschäftsbereichsergebnisses nieder, das sich Vergleich zum Vorjahr auf 1,2 Mio. EUR nahezu halbiert hat. Gestützt wurde das Geschäftsbereichsergebnis dabei durch einen periodenfremden Ertrag von 0,2 Mio. EUR, der aus dem Wiederaufleben von Forderungen resultiert die, die in Vorjahren wertberichtigt wurden. Geschäftsergebnis: Das Geschäftsjahr 2022 der Life Couriers-Gruppe schloss mit einem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen in Höhe von 13,5 Mio. EUR und lag damit knapp unter den Erwartungen der Geschäftsführung von 14,0 Mio. EUR. 2.4. Ertragslage Die Umsatzerlöse des Konzernes betrugen 156 Mio. EUR (Vorjahr: 109 Mio. EUR). Ein großer Teil dieses Anstiegs ist darauf zurückzuführen, dass die in 2021 getätigten Zukäufe im Geschäftsjahr 2022 erstmals für zwölf Monate in den Konzern einbezogen wurden. Zudem konnte die Life Logistic Freight GmbH ein hohes (Sonder-)Wachstum verzeichnen. Weitere Ursachen waren neue Zukäufe in den USA und im Vereinigten Königreich, höhere Transportzahlen und inflationsbedingte Preisanpassungen in allen Geschäftsbereichen. Der Materialaufwand bzw. die variablen Kosten zeigen dieselben Entwicklungen. Neben dem höheren Volumen haben insbesondere die gestiegenen Treibstoffkosten und Kosten für Fahrer zu dem Anstieg der variablen Kosten um 45 % geführt. Wie auch bei den Umsatzerlösen ist der Anstieg von Aufwendungen in der Regel auf die Einbeziehungen der Akquisitionen aus dem Vorjahr für zwölf Monate sowie die erstmalige Einbeziehung der im Geschäftsjahr akquirierten Gesellschaften zurückzuführen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von 581 TEUR enthalten, die wirtschaftlich früheren Perioden zuzuordnen sind und als nicht wiederkehrend einzuordnen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 15.773 TEUR und sind damit gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Dies ist insbesondere auf den oben beschriebene Effekt aus den Akquisitionen und allgemeinen Preisanstiegen zurückzuführen. Da die Gruppe weltweit agiert und Geschäfte in verschiedenen Währungen tätigt (insb. EUR und USD), werden im operativen Geschäft auch regelmäßig Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen realisiert. Von den Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 945 TEUR (Vorjahr 1.149 TEUR) entfallen 725 TEUR auf die handelsrechtliche Aufwertung von Bankdarlehen, die in USD notieren. Das Niveau der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen steigerte sich deutlich auf 7,7 Mio. EUR. Diese enthalten hauptsächlich Abschreibungen auf Firmenwerte, die planmäßig abgeschrieben wurden. Hinsichtlich der Finanzkosten ergibt sich folgendes Bild: Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR), wovon 721 TEUR auf Gesellschafterdarlehen entfallen. Der Anstieg ist auf neue Kreditlinien für den Erwerb der Zukäufe im Vereinigten Königreich und in den USA zurückzuführen. Ertragssituation vor Steuer: Unter Berücksichtigung aller zuvor genannten Gegebenheiten belief sich das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR). 2.5. Finanzlage Die Gesellschaft ist im Wesentlichen durch Bankdarlehen (31. Dezember 2022: 36 Mio. EUR) finanziert, die überwiegend langfristig sind. Zudem existieren Gesellschafterdarlehen in der Höhe von 14,5 Mio. EUR. Die langfristigen Bankdarlehen sind bis 2026 bzw. 2027 fällig, die Gesellschafterdarlehen bis 2029. Ein Teil der Bankdarlehen (12 Mio. EUR) wurde in USD gewährt, die Gesellschafterdarlehen ausschließlich in EUR. Die Gesellschafterdarlehen haben einen fixen Zinssatz ohne vorzeitige Zinszahlungen. Die Bankdarlehen haben eine an Referenzzinssätze gekoppelte Verzinsung, die zusätzlich noch vom Nettoverschuldungsgrad abhängig ist. Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2022 wurden die Bankdarlehen refinanziert. Die neuen Darlehen haben eine längere Laufzeit und zusätzliche Kreditlinien. Damit sind Liquidität und weiteres Wachstum auch zukünftig sichergestellt. Das Konzerneigenkapital hat sich weiter erhöht; Gewinnausschüttungen wurden vom Mutterunternehmen nicht vorgenommen. Weitere Verbindlichkeiten bestehen aus nachgelagerten, teilweise ergebnisabhängige Kaufpreiszahlungen aus bereits abgeschlossenen Transaktionen. Außer den bereits erwähnten Akquisitionen in den USA und im Vereinigten Königreich erfolgte als nennenswerte Einzelinvestition der Erwerb eines Transport-Management-Systems im Bereich Life Science Logistik. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug knapp 9 Mio. EUR und liegt damit deutlich über den angefallenen Zinsaufwendungen und den vereinbarten Auszahlungen für den Kapitaldienst. Neben den Einnahmen aus dem operativen Geschäft erhielt der Konzern Liquidität aus neuen Gesellschafterdarlehen und Bankdarlehen. Diese wurden ausschließlich für die Akquisitionen in den USA und im Vereinigten Königreich verwendet. In Summe wurden 7 Mio. EUR an neuen Darlehen aufgenommen und 11 Mio. EUR an Kaufpreiszahlungen ausgezahlt. Die Kaufpreiszahlungen betreffen auch nachgelagerte Kaufpreise aus Vorjahren. Insgesamt hat sich der Bestand an liquiden Mitteln im Berichtszeitraum um 2,2 Mio. EUR erhöht. Materiell zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien, bestanden zum 31.12.2022 nicht. Schwierigkeiten, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, bestanden zu keiner Zeit. Dies ist auch in Zukunft nicht zu erwarten, da die Einnahmen aus dem operativen Geschäft die notwendigen Zinszahlungen und Kapitaldienstleistungen deutlich übersteigen sollten. Der Konzern zeichnet sich mit wenigen Ausnahmen durch ein Geschäft mit geringer Kapitalinvestition aus. Insofern waren im Jahr 2022 außer dem Erwerb von Vision Logistical Solutions Ltd. und Aromet Corporation und DT Express Delivery Inc. keine wesentlichen Investitionsvorhaben zu verzeichnen. Dies soll sich, mit Ausnahme von möglichen Unternehmensakquisitionen, auch in den Folgejahren nicht ändern. Insbesondere wurden zwei weitere Akquisitionen für den Geschäftsbereich R-HC-LM geprüft, wovon der Erwerb der On Time Delivery Service, Inc., im Juni 2023 bereits abgeschlossen werden konnte. 2.6. Vermögensstruktur Der größte Teil des Anlagevermögens betrifft Firmenwerte, die im Rahmen der verschiedenen Akquisitionen entstanden sind. Diese belaufen sich per 31. Dezember 2022 auf 41 Mio. EUR, wovon 10 Mio. EUR aus den Akquisitionen des Geschäftsjahres resultieren. Finanzanlagen in Höhe von 1 Mio. EUR entfallen auf Darlehen an Minderheitengesellschafter. Das Sachanlagevermögen betrifft neben der üblichen Betriebs- und Geschäftsausstattung insbesondere Fahrzeuge und Kühleinrichtungen, die im Geschäftsbereich R-HC-LM eingesetzt bzw. benötigt werden. Das kurzfristig gebundene Vermögen enthält insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 22 Mio. EUR (Vorjahr: 17 Mio. EUR) und Bankguthaben von 11 Mio. EUR (Vorjahr: 9 Mio. EUR). Es übersteigt deutlich die Verbindlichkeiten von 18 Mio. EUR, die innerhalb des nächsten Jahres fällig werden. Forderungen und Bankguthaben notieren, wie auch die Verbindlichkeiten, vornehmlich in USD und EUR. 3. Chancenbericht Obwohl sich der Logistikmarkt in Deutschland nach Corona wieder normalisiert hat, gibt es nur wenige Wirtschaftszweige, die in den letzten Jahren so stark gewachsen sind[6]. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese für Deutschland belegte Aussage auch für die andern Märkte gilt. Der Fokus auf die ebenso stark wachsende pharmazeutische und medizinische Industrie sollte in den nächsten Jahren zu weiterem Wachstum führen. Treiber für das Wachstum des Medizinlogistikmarktes sind eine alternde Gesellschaft und erhöhte Ausgaben in medizinische Forschung und Entwicklung. 3.1. Geschäftsbereich R-HC-LM Der Geschäftsbereich R-HC-LM kann durch die letzten Akquisitionen USA-weite Lieferverträge für Kunden anbieten. Dies ist für viele Kunden ein erheblicher Vorteil, da diese nur noch einen Ansprechpartner für Logistik haben. Die konsequente Ausrichtung auf medizinische und pharmazeutische Transporte wird zu einer Umsatzverschiebung in diese Bereiche führen. Insgesamt wird der Bedarf an medizinischer Last-Mile-Logistik stark steigen, da viele Endkunden Lieferungen in anderen Bereichen gewohnt sind und diese auch in der Medizin erwarten werden. Synergien zwischen der im Jahr 2022 akquirierten Vision Logistical Solutions Ltd und dem Kerngeschäft in den USA bieten Potentiale. Der Geschäftsbereich ist nun in der Lage, international tätigen Kunden Logistikdienstleistungen im Vereinigten Königreich anzubieten. Eine weitere Chance für den Geschäftsbereich liegt im Ausbau des Geschäfts auf dem Gebiet von chronischen Krankheiten. Hier kann der Geschäftsbereich helfen, den Patientenwunsch zu erfüllen, und damit einen neuen Geschäftszweig erschließen. Die Inflation und die gestiegenen Treibstoffkosten waren allgemeine und bekannte Kostensteigerungen und halfen dem Konzern, Preiserhöhungen durchzusetzen. Diese Preiserhöhungen konnten bisher beibehalten werden und werden zu einem nachhaltig besseren Geschäftsergebnis führen. 3.2. Geschäftsbereich Life Science Logistics Der Geschäftsbereich Life Science Logistics ist bei Kunden weltweit bekannt und hat sich in verschiedenen Ländern der Welt als zuverlässiger Dienstleister etabliert. Die Weiterentwicklung der Kompetenzen und des Angebots in Richtung Vollständigkeit von Verpackungs-/Temperaturlösungen trägt Früchte und wird auch zukünftig zum Wachstum beitragen. Eine weitere geografische Diversifikation in den asiatischen und pazifischen Raum ist geplant, um das Angebot des Geschäftsbereichs zu vervollständigen und das Ergebnis zu verbessern. Insgesamt ist aus diesen Aktivitäten mittel- bis langfristig eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses zu erwarten. Abhängig von der zukünftigen geschäftlichen Entwicklung sind weitere gezielte Anpassungen der personellen und infrastrukturellen Ressourcen notwendig. 3.3. Geschäftsbereich Industrial Emergency Ein Faktor für das Ergebnis des Geschäftsbereichs ist die Auslastung der Automobilproduktion. Sollten sich die Nachfrage und Verfügbarkeit von Ausgangsstoffen für die Automobilproduktion deutlich verbessern, ist auch mit einer deutlichen Verbesserung des Geschäftsbereichsergebnisses zu rechnen. Eine weitere Chance für den Geschäftsbereich sind nicht planbare Ereignisse, die zu Ausfällen von Lieferketten führen. Ein Beispiel ist die Blockade des Suezkanals durch den Frachter Ever Given. Aufgrund der Agilität des Geschäftsbereichs können solche Ereignisse zu einem deutlich verbesserten Geschäftsbereichsergebnis führen. Eine weitere Chance besteht in der Kostensenkung durch eine weitere Vereinheitlichung der Prozesse. Diese wird zu einer deutlich besseren Wettbewerbssituation in diesem Bereich führen. 4. Risikobericht 4.1. Markt- und Wettbewerbsrisiko Hinsichtlich des Markt- und Kundenumfelds bestehen für den Konzern die normalen Geschäftsrisiken, die durch Aktivitäten der Konkurrenz entstehen. Die Situation hat sich jedoch hier im Vergleich zu den vergangenen Jahren durch die positive Marktentwicklung in der Logistik eher entspannt als verschärft. Die Eintrittshürden in den lukrativen Markt für den Transport medizinischer/pharmazeutischer Proben und Transplantate sind unverändert hoch und erschweren den Eintritt für Konkurrenten in diese Geschäftsbereiche. Diese hohen Eintrittshürden können entweder spezielle Zertifizierungen sein, wie zum Beispiel der SP 83s08 in den USA für Radiopharmazietransporte, oder langfristige Kundenbeziehungen. Der Zugang zu einem eigenen Travelmanagement und die langfristigen Kundenbeziehungen sind zusätzliche Wettbewerbsvorteile, sodass in diesem Bereich keine unüblichen Risiken zu nennen sind. Der Bereich Medizinlogistik ist normalerweise von Sanktionen ausgenommen. Zusätzlich fokussiert sich der Konzern auf Europa und die USA, sodass keinerlei größere geografische Risiken zu erkennen sind. Insgesamt werden die Auswirkungen aus den geringen Markt- und Wettbewerbsrisiken daher als gering eingeschätzt. 4.2. Risiken aus Finanzinstrumenten Zinsänderungsrisiken Der Konzern hat langfristige Finanzverbindlichkeiten bei Kreditinstituten in Euro und US-Dollar. Da die erwarteten Zugänge von Zahlungsmitteln die notwendigen Zins- und Tilgungszahlungen deutlich übersteigen, wird das Risiko, diese nicht bedienen zu können, als gering angesehen. Die in den Kreditverträgen vereinbarten Zinssätze sind variabel basierend auf dem EURIBOR und dem SOFR. Sollte die Inflation weiter anhalten oder sich erhöhen, könnten die Notenbanken die Zinsen weiter anheben, und die Zinssätze der Life Couriers-Gruppe weiter steigen. Diese würde zu einem Kostenrisiko und Liquiditätsrisiko führen. Dies wird aktuell nicht erwartet, könnte aber, wenn das Wachstum weiter anhält, dazu führen, dass deutlich größere Anteile der operativ erwirtschafteten Zahlungsströme für die Zinsdeckung verwendet werden müssen. Dieses Risko bleibt nach der im Juni 2023 erfolgten Refinanzierung der Finanzverbindlichkeiten bestehen. Allerdings ist die Absicherung dieser Risiken durch derivative Finanzinstrumente geplant. Wechselkursrisiken Der Konzern hat langfristige Finanzverbindlichkeiten bei Kreditinstituten in Euro und US-Dollar. Die amerikanischen Beteiligungen erwirtschaften ihre Gewinne und Cashflows in US-Dollar. Daher ist ein Teil der Wechselkursrisiken abgesichert, da sowohl Euro als auch US-Dollar erwirtschaftet werden und diese für die jeweiligen Zins- und Tilgungszahlungen verwendet werden können. Sollte sich der Wechselkurs allerdings sehr stark verändern, stößt dieses Hedging an Grenzen und der Konzern müsste weitere operativ erwirtschaftete Zahlungsströme zum Ausgleich der Wechselkursschwankungen verwenden. Nach dem Bilanzstichtag wurden alle langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Euro refinanziert. Somit ist der Konzern abhängiger vom EUR/USD-Wechselkurs geworden, da ein großer Teil des Gewinns in US-Dollar erwirtschaftet wird. Der Wechselkurs wird von der Geschäftsführung eng beobachtet und gegebenenfalls sollen Finanzinstrumente für die Absicherung verwendet werden. Ausfallsrisiken Die meisten Kunden des Konzerns sind große Firmen in der pharmazeutischen Industrie. Deshalb sind keine Forderungsausfälle zu erwarten, die ein Liquiditätsrisiko für die Life Couriers-Gruppe werden können. Insbesondere wird nicht erwartet, dass die Forderungsausfälle durch die gesamtwirtschaftliche Abschwächung deutlich zunehmen werden. Es sind keine Ausfälle bei gewährten Darlehen zu erwarten, da diese größtenteils im Jahr 2023 mit entsprechenden Forderungen verrechnet werden konnten. Insgesamt werden die Ausfallrisiken von der Geschäftsführung als gering angesehen und nicht aktiv gemanagt. Liquiditätsrisiken Das größte Liquiditätsrisiko ist eine mögliche Vorfälligkeit der langfristigen Darlehen, falls die im Kreditvertrag mit den Finanzierungspartnern vereinbarten Covenants nicht eingehalten werden. Dies wird aktuell jedoch als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt. Um dieses Risiko zu minieren, wurde auch der im Juni 2023 geschlossene Vertrag mit Unterstützung spezialisierter Anwälte erstellt und jede größere Änderung wird von diesen Anwälten begleitet. Aufgrund der Höhe der liquiden Mittel bestehen keine Liquiditätsrisiken durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht innerhalb der Life Couriers Gruppe ausgeglichen werden können. 4.3. Sonstige Risiken Der Konzern ist aufgrund seines Produktportfolios (Transporte für medizinische/pharmazeutische Anwendungen) grundsätzlich krisenresistenter als andere Unternehmen. Inflation Die steigende Inflation im Euroraum und in den USA und vor allem die aktuell schlechte Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt stellen erhebliche Wachstums- und Qualitätsrisiken für die Branche dar. Die zunehmende Inflation könnte ein Kostenwachstum hervorrufen, das, wenn es nicht adäquat an die Kunden weitergegeben werden kann, zu einer Reduzierung der Profitabilität führen könnte. Durch den hohen Anteil von variablen Kosten ist der Konzern allerdings in der Lage, die Kosten sehr gut zu steuern, sodass Aufträge mit unzureichender Profitabilität abgelehnt werden könnten. Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal und Fahrern Die fehlende Personalverfügbarkeit kann in den nächsten Jahren zu einem Wachstumsrisiko führen. Insbesondere der Wettbewerb um qualifizierte Fahrer in den USA ist kritisch zu beobachten. Sollte dieser Trend anhalten, werden die Kosten für Personal und externe Fahrer weiter ansteigen. Dies könnte ein Kostenwachstum hervorrufen, das, wenn es nicht adäquat an die Kunden weitergegeben werden kann, zu einer Reduzierung der Profitabilität führen könnte. Juristische Risiken Eine Änderung der juristischen Klassifikation der selbstständigen Fahrer als Angestellte in den USA hätte größere Auswirkungen auf das aktuelle Geschäftsmodell. Allerdings ist hier derzeit keine größere Änderung abzusehen. Dieses Risiko betrifft insbesondere den Geschäftsbereich R-HC-LM und könnte hier die Profitabilität kurzzeitig deutlich reduzieren, falls intensiv nach angestellten Fahrern gesucht werden muss. Dieses Risiko ist das zwar größte finanzielle Einzelrisiko für den Konzern, ein Eintreten ist derzeit aber nicht absehbar. Integrationsrisiko Die Post-Merger-Integration birgt Risiken in den Bereichen Personal, IT und Kunden. Es kann zu Mitarbeiterwiderstand oder Kündigungen kommen. Fehler bei der IT-Integration können zu Datenverlusten oder fehlerhaften Prozessen führen. Kundenbeziehungen müssen nahtlos harmonisiert werden, um ihr Vertrauen zu erhalten. Alle drei Themen sind Risiken, die durch aktive Kommunikation und gute Planung gemindert werden können. 5. Prognosebericht Die Bundesvereinigung Logistik geht für 2023 von einem leichten Nachfragerückgang um -0,5 % aus.[7] Allerdings ist die Prognose zurzeit sehr herausfordernd und mit großer Unsicherheit zu betrachten, da sich die Dynamik durch die letzten Krisen und deren Auswirkungen auf Lieferketten deutlich verstärkt hat. Die gezielten Aktivitäten in Richtung Transport von medizinischen/pharmazeutischen Proben und Gütern geben berechtigten Anlass dafür, das Wachstum der nächsten Jahre solide zu prognostizieren. Insofern ist für das Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 mit einem positiven Wachstum zu rechnen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das Ergebnis für 2023 über dem von 2022 liegen wird. Grundsätzlich ist der Konzern mit seinen Tochtergesellschaften in allen Geschäftsbereichen mit Vertriebs- und operativen Abteilungen fachkompetent sowie infrastrukturell und personell gut aufgestellt. Im Rahmen der Buy-and-Build-Strategie und der damit zusammenhängenden strategischen Unternehmenszukäufe lässt sich das Geschäft in Richtung Wachstum internationalisieren. Für 2023 sind weitere vielversprechende Akquisitionen in der Pipeline. Die mittel- bis langfristigen strategischen Akquisitionsschritte gehen zusätzlich in Richtung Asien-Pazifik. Im Mai 2023 wurde die On Time Delivery Service, Inc. in den USA akquiriert. Für das Jahr 2023 rechnet die Geschäftsführung aufgrund der Normalisierung nach der Coronakrise und dem Ukraine-Konflikt mit einem Umsatzwachstum von 9 % und einem Ergebniswachstum von ca. 18 %. Eine Prognose zu den Sendungszahlen wird bisher nicht erstellt. Für den Geschäftsbereich R-HC-LM erwartet die Geschäftsführung ein Umsatzwachstum von 13 % und eine Verbesserung des Ergebnisses von 77 %. Die Treibstoffpreise fallen wieder und die Preise für die Kunden wurden erhöht, sodass eine deutliche Margensteigerung zu erwarten ist. Für den Geschäftsbereich Life Science Logistics erwartet die Geschäftsführung eine Umsatzsteigerung von 3 % und eine Verschlechterung des Ergebnisses um 16 %. Durch die Pandemie und den Ukraine-Krieg gab es erhebliches profitables Sondergeschäft, von dem nicht auszugehen ist, dass es im Jahr 2023 weiterbesteht. Für den Bereich Industrial Emergency erwartet die Geschäftsführung ein Umsatzwachstum von 26 % und eine Verschlechterung des Ergebnisses um ca. 16 %. Nach einem schwachen Jahr 2022 wird wieder eine Normalisierung in Richtung des langjährigen Mittels erwartet, wobei ein ähnlicher ergebnisstützender Sondereffekt wir der periodenfremde Ertrag in 2022 für 2023 nicht erwartet wird. Insgesamt ist eine verlässliche Prognose für das sehr volatile Emergency Business allerdings nur begrenzt machbar. Zusammenfassend schätzt die Geschäftsführung die künftige Entwicklung der Gesellschaft unter Berücksichtigung vorstehender Ausführungen zu den bestehenden Chancen und Risiken weiterhin als langfristig positiv ein.
München, den 31. Juli 2023 LLG Holding GmbH Stefan Glebke KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21
Konzerneigenkapitalspiegel
Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapital per 31.12.2022: * davon zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung stehend: -,-- davon gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegend: -,-- davon gemäß Satzung einer Ausschüttungssperre unterliegend: -,-- * diese Angaben beziehen sich auf das Mutterunternehmen, die LLG Holding GmbH, München Konzernanhang1. Allgemeine Angaben Die LLG Holding GmbH ("Mutterunternehmen") hat ihren Sitz in München und wird im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Registernummer HRB 284851 geführt. Bis zum 30. Mai 2023 war der Sitz Kelsterbach und die Gesellschaft wurde im Handelsregister des Amtsgericht Darmstand unter der Registernummer HRB 90758 geführt. Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Es handelt sich um einen verpflichtenden Konzernabschluss, da die Größenkriterien gemäß § 293 HGB erfüllt werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr Durch die Änderungen im Konsolidierungskreis sind die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar: Von den Umsatzerlösen des Konzerns entfallen TEUR 9. 462, von den Materialaufwendungen TEUR 2.042, von den Personalaufwendungen TEUR 3.903 und von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 2.657 auf die im Geschäftsjahr 2022 erstkonsolidierten Gesellschaften. Die Firmenwerte sind durch die Erstkonsolidierungen um TEUR 9.952 angestiegen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 820, die sonstigen Rückstellungen um TEUR 113 und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 595. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der LLG Holding GmbH wurden neben dem Mutterunternehmen sämtliche in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen ihr unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, einbezogen:
Im Geschäftsjahr gab es folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:
Konsolidierungsgrundsätze Stichtag des Konzernabschlusses sowie aller einbezogenen Tochtergesellschaften ist der 31. Dezember 2022. Die Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Unternehmen erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital. Die Erstkonsolidierungen werden jeweils für den Zeitpunkt vorgenommen, zu dem die einbezogenen Gesellschaften Tochterunternehmen geworden sind. Forderungen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Euro. Die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften in Euro erfolgte nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Demnach wird die Bilanz grundsätzlich mit den Kursen am Abschlussstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Bei Aufwands- und Ertragsposten erfolgt die Umrechnung mit den ungewichteten Durchschnittskursen des Kalenderjahres. Die Differenzen zum Stichtagskurs werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlich für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Für die in den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten enthaltene entgeltlich erworbene Software wird eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauern der Firmenwerte werden mit acht Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis 13 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für ausfallgefährdete Forderungen wurden hinreichende Wertberichtigungen gebildet. Liquide Mittel bestehen im Wesentlichen aus Bankguthaben und sind zum Nennbetrag bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Wahlrecht des § 250 Abs. 3 HGB zur Aktivierung eines Disagios wird nicht ausgeübt. Latente Steuern wurden gemäß § 274 Abs. 1 HGB gebildet, um die zeitlichen Ansatzdifferenzen zwischen der Steuer- und Handelsbilanz auszugleichen. Zudem werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Des Weiteren werden latente Steuern gemäß § 306 HGB auf Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt auf Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze von 31,58% (SLS Group GmbH), 32,98% (Ontime Courier GmbH) und 26% (Associated Courier Group Inc.). Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende, kurzfristige Vermögensgegenstände und Schulden werden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet. 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt:
Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagevermögen Die Zugänge zu den geleisteten Anzahlungen auf Finanzanlagevermögen betreffen Anschaffungskosten für Geschäftsanteile, deren Akquisition im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen wurde oder ein Abschluss noch zu erwarten ist. Die im Vorjahr bilanzierten Anzahlungen auf Finanzanlagevermögen betrafen eine Akquisition, die im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen werden konnte. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der entsprechenden Gesellschaft wurden diese konsolidiert. Firmenwerte Die Zugänge bei den Firmenwerten aus Erstkonsolidierung entfallen auf folgende Tochterunternehmen:
Bei der Erstkonsolidierung wurden die im Konzern verwendeten Bilanzierung- und Bewertungsmethoden angewendet, die auf den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsgrundsätzen basieren. Die Firmenwerte betreffen insbesondere nicht gesondert bilanzierbare Kundenbeziehungen, das Knowhow der Mitarbeiter und der Geschäftsleitung sowie die operative Organisation der erworbenen Unternehmen. Für die Firmenwerte wurde eine Nutzungsdauer von acht Jahren angenommen, da davon auszugehen ist, dass mindestens über diesen Zeitraum von diesen Werten profitiert werden kann. Die weiteren Zugänge bei den Firmenwerten sind auf nachträgliche Anschaffungskosten zurückzuführen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 260 (VJ: TEUR 83) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuererstattungsansprüche von TEUR 94 (VJ: TEUR 68) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Latente Steuern Die Differenzen, auf denen die aktiven latenten Steuern beruhen, entfallen im Wesentlichen auf unterschiedliche Abschreibungsdauern von Firmenwerten nach Handels- und Steuerrecht, auf Finanzierungentgelte, die steuerlich abzugrenzen sind, Forderungen gegen Kunden, die nur handelsbilanziell werteberichtigt wurden, sowie die handelsrechtlich notwendige Währungsumrechnung von USD-Verbindlichkeiten mit dem Wechselkurs des Bilanzstichtages. Passive latente Steuern resultieren zum Bilanzstichtag aus steuerlichen Sonderabschreibungen von Sachanlagen, die in der Steuerbilanz eines Tochterunternehmens vorgenommen wurden. Die passiven latenten Steuern werden in der Bilanz mit den aktiven latenten Steuern saldiert. Im Geschäftsjahr haben sich die latenten Steuern wie folgt entwickelt:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach der Laufzeit wie folgt:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 40.268 durch umfangreiche Verpfändungen besichert. Hierzu gehören insbesondere:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Verbindlichkeiten aus der Abgrenzung von Zinsaufwendungen von TEUR 305 (VJ: TEUR 154), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich mit Logistik-Dienstleistungen erzielt. Dabei wurden von US-amerikanischen Gesellschaften Umsätze von MEUR 88,4, von Gesellschaften in Deutschland von MEUR 53,5, von Gesellschäften im Vereinigten Königreich MEUR 7,3 und von Gesellschaften im übrigen europäischen Ausland von MEUR 6,4 erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von T€ 581 enthalten, die wirtschaftlich früheren Perioden zuzuordnen sind. 6. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfond setzt sich wie folgt zusammen: Zusammensetzung des Finanzmittelfonds [TEUR] 31.12.2022
Die liquiden Mittel entsprechen dem in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Kontokorrentverbindlichkeiten ggü. Banken sind in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 12 verfügungsbeschränkt. Ein wesentlicher zahlungsunwirksamer Geschäftsvorfall betrifft die aufwandswirksame Erhöhung von auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 710 als Folge deren Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Bei der Aufnahme von Bankdarlehen wurden Finanzierungsentgelte von insgesamt TEUR 176 vom auszuzahlenden Darlehensbetrag in Abzug gebracht, so dass der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten insoweit nicht zahlungswirksam war. 7. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns entfallen im Wesentlichen auf Miet- und Leasingverträge und belaufen sich auf insgesamt MEUR 7,3. In einem Vertrag zum Erwerb von Anteilen eines Tochterunternehmens wurde ein erfolgsabhängiger variabler Kaufpreisbestandteil von umgerechnet MEUR 1,1 vereinbart. Die Geschäftsführung geht nicht davon aus, dass dieser erreicht wird, weshalb keine entsprechende Rückstellung gebildet wurde. Arbeitnehmer Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 513 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 135 Personen in Deutschland, 255 in den USA und weitere 123 im sonstigen europäischen Ausland beschäftigt. Honorar des Konzernabschlussprüfers Für Abschlussprüfungsleistungen des Konzernabschlussprüfers ist ein Honorar von TEUR 97 im Konzernabschluss zurückgestellt, für andere Bestätigungsleistungen von TEUR 3. Geschäftsführung und Vertretung Die Geschäfte des Mutterunternehmens wurden im Geschäftsjahr 2022 durch folgende Personen geführt:
Am 15. Februar 2023 wurde Herr Stefan Glebke, Berlin, zum neuen Geschäftsführer der LLG Holding GmbH bestellt. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsleitung wird mit Bezug auf § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Konzernzugehörigkeit Die LLG Holding GmbH wird in keinen weiteren Konzernabschluss einbezogen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens wird den Gesellschaftern vorschlagen, das Ergebnis der LLG Holding GmbH auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Im Mai 2023 wurde ein Kaufvertrag zum Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der On Time Delivery Inc. , Minneapolis (US) vollzogen. Dieser wurde mit langfristigen Bankdarlehen und einen kurzfristigen Gesellschafterdarlehen finanziert. Das kurzfristige Gesellschafterdarlehen wurde im Rahmen der Refinanzierung der bestehenden Bankdarlehen zurückgeführt. Die bisher bestehenden Bankdarlehen wurden im Juni 2023 vollständig refinanziert. Diese bestehen ausschließlich aus Finanzverbindlichkeiten in EUR. Die Konditionen sind mit den bisherigen Konditionen vergleichbar. Die Cashflows zur Tilgung dieser Verbindlichkeiten werden teilweise von Tochterunternehmen in den USA erwirtschaftet, so dass die Wechselkursschwankungen mittels derivativer Finanzinstrumente abgesichert werden sollen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die eine deutlich andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erfordert hätten, sind nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres nicht eingetreten.
München, den 31. Juli 2023 Stefan Glebke Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 11. August 2023. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LLG Holding GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der LLG Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LLG Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 10. August 2023 AC
CHRISTES & PARTNER GmbH
Christes, Wirtschaftsprüfer Schulze, Wirtschaftsprüfer |
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