Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 763345
Eingetragen
20.12.2017
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen aus den Bereichen Finanzen und Organistion, wie Buchhaltung, Controlling, Personalentwicklung, IT und Verwaltungsaufgaben jeder Ar

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Oliver Mack
seit 13.2.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Mack & Schühle AG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mack & Schühle AG

Owen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht 2022

Grundlagen des Konzerns

Die Mack & Schühle-Gruppe gehört nach aktuellen Auswertungen des Marktforschungsunternehmens Nielsen zu den größten Weinimporteuren und -distributoren im mitteleuropäischen Raum. Als starker Partner für Erzeuger und Handel bietet das Unternehmen Full Service - von der zuverlässigen Warenbeschaffung und einer leistungsstarken Logistik über professionelles Qualitätsmanagement bis hin zu einem erfolgreichen Werbe- und Vertriebskonzept für Off-Trade, On-Trade und den Onlinehandel. Über ein internationales Netzwerk sowie eigene Produktionsstätten sind wir sehr nah am Produkt. So steht Mack & Schühle seit 1939 und bis heute für Kompetenz und Dienstleistung in den Bereichen Wein und Spirituosen.

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Der Weinmarkt in Deutschland

Der Weinmarkt in Deutschland zeichnet sich durch eine große Heterogenität aus. Hierzulande sind Weine aus allen namhaften Anbaugebieten der Welt verfügbar. Kaum ein zweites Land bietet eine vergleichbare Dichte an Handelsflächen aller Geschäftsmodelle: Lebensmitteleinzelhandel, Discount, Cash & Carry, SB-Warenhaus, Verbrauchermärkte, selbstständiger Einzelhandel und Fachhandel bestehen Tür an Tür und bieten das Produkt Wein in den unterschiedlichsten Preis- und Qualitätsstufen an. Zusätzlich können Verbraucher alle Informationen online abrufen und Preise vergleichen. Ein Idealfall für den Verbraucher, gäbe es nicht die Schwierigkeit, sich in der komplexen Sortimentswelt zurechtzufinden. Fachkundiges Wissen, eine klare Positionierung und unvoreingenommene Kommunikation sind hier unverzichtbar.

Wem es in diesem Kontext gelingt, dem Kunden die entsprechende Orientierung sowie ein optimales Preis- Leistungs-Verhältnis zu bieten, erlangt dessen Vertrauen und ist langfristig erfolgreich. Dieser Herausforderung stellen wir uns Tag für Tag und mit hohem Engagement.

Unsere Unternehmensbereiche

Die Mack & Schühle Gruppe gliedert sich in drei eng zusammenarbeitende Geschäftsbereiche. Ziel hierbei ist es, den Fokus bestmöglich und konsequent auf das jeweilige Geschäftsmodell unserer Kunden zu richten. Neben der Schaffung von Kernkompetenzen in den jeweiligen Bereichen erreichen wir auf diese Weise eine effektive Risikostreuung und eine breite Marktabdeckung - auch online

Erzeugermarken Off-Trade: Wir vereinen die marktführenden Erzeugermarken aus den wichtigsten Anbaugebieten der Welt zu einem vielseitigen Sortiment für den Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Neben der professionellen Vermarktung legen wir Wert auf die Nachvollziehbarkeit der Lieferketten sowie auf eine hohe qualitative Sicherheit. Die enge Zusammenarbeit unserer Abteilungen Marketing, Key Account Management und Sales Force mündet in einer starken Markenpräsentation am Point of Sale (POS). Die enge Abstimmung mit unseren Kunden erlaubt uns, passgenau auf deren Anforderungen einzugehen, die Wünsche der Konsumenten frühzeitig zu erkennen und bestmöglich zu erfüllen.

Private & Exclusive Label: In diesem Unternehmensbereich liefern wir maßgeschneiderte und qualitativ überzeugende Produkte in allen Preissegmenten, v.a. für den Discount. Innovative Produktentwicklungen, ansprechende Ausstattungsdesigns und die Beschaffung von ausgezeichneten Premiumweinen für Promotionssortimente und Spezialitäten sind hierbei unsere Schwerpunkte.

Erzeugermarken On-Trade: Hier wird die anspruchsvolle Klientel von Fach- und Fachgroßhändlern, von Gastronomie und Hotellerie mit einem erlesenen Fine-Wine-Sortiment aus den attraktivsten Anbaugebieten der ganzen Welt bedient. Das Sortiment besteht aus Spitzenweingütern und großen Marken ebenso wie aus innovativen und spannenden Nischenprodukten.

Mit unterschiedlichen Vertriebsschwerpunkten steht unseren Kunden unser Sortiment über sieben spezialisierte Portfolios zur Verfügung:

MackWines, mit einem Schwerpunkt auf den Lebensmittelhandel

MackEditions als Angebot für den On-Trade

MackSpirits vereint unsere ausgesuchten Spirituosen

Bionisys bietet Weine aus biologischer und biodynamischer Landwirtschaft

TerraVini ist auf italienische Weine für die Gastronomie spezialisiert und

Alexander Baron von Essen auf exklusive Weine für den Fachhandel und Endverbraucher*innen.

BROOKS ist das Hard Seltzer-Label von Mack & Schuhle Africa (Pty) Ltd.

Unsere Geschäftsbeziehungen

In der Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern sind Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit gelebte Werte, ebenso gegenseitiges Vertrauen, Fairness und Respekt. Transparente Kommunikation und hohe Qualitätsstandards prägen die Zufriedenheit unserer Kunden. Neuen Anforderungen treten wir zudem mit Leidenschaft und Flexibilität entgegen, so agieren wir am Markt und können dynamisch auf Veränderungen reagieren.

Unser Außendienst

Mit unserem Außendienst sind wir täglich direkt vor Ort am POS präsent: Das ca. 60-köpfige Team unterstützt auf Marktebene, in Fachhandel, Fachgroßhandel und Gastronomie den Markenaufbau sowie den Abverkauf unserer Produkte. Sie kennen die Bedürfnisse des Marktes und der Endverbraucher*innen. Diese Grundlage hilft uns bei der Ausrichtung und anhaltenden Weiterentwicklung unseres Leistungsangebots.

Unser Qualitätsmanagement

Mack & Schühle wurde im Jahr 2010 mit dem IFS Broker Zertifikat ausgezeichnet. Der konsequente Ausbau unseres Qualitätsmanagements bietet unseren Kunden eine konstant exzellente Qualität in jedem Preisbereich: Hierzu führen wir jährlich bis zu 10.000 interne Verkostungen durch, zusätzlich lassen wir unsere Weine regelmäßig von unabhängigen und staatlich geprüften Laboren analysieren. Auch der Großteil unserer Partner ist nach gängigen Standards wie IFS oder BRC zertifiziert und erfüllt somit strengste Qualitätsanforderungen.

Unser Engagement

Mit der EMAS-Validierung setzte Mack & Schühle als erster Weindistributor einen Meilenstein zum Thema Nachhaltigkeit: Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen, der Einsatz umweltschonender Produktions- und Logistikprozesse sowie nachhaltiges Wirtschaften stehen im Mittelpunkt dieses Umweltmanagementsystems, dessen strenge Regularien durch die EU festgelegt werden. Durch das stetige Wachstum und die zunehmende Internationalisierung des Unternehmens nimmt auch unsere Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt stetig zu. Wir sind uns dieser Verantwortung und den damit verbundenen Verpflichtungen bewusst, Nachhaltigkeit ist fest in unserem Unternehmensleitbild verankert. Nicht zuletzt, da wir mit Sitz im UNESCO-Biosphärengebiet »Schwäbische Alb« dies auch als Verpflichtung gegenüber unseren Wurzeln verstehen.

Unsere Bio-Zertifizierung stellt die Basis für den Handel mit biologisch erzeugten Lebensmitteln dar, zusätzlich sind wir für den Handel mit biodynamisch erzeugten Lebensmitteln Demeter-zertifiziert. Neben einer sorgfältigen Weinauswahl stellen umfangreiche Kontrollen sicher, dass unsere Produkte stets höchsten Standards entsprechen. Auch als "vegan" gekennzeichnete Produkte finden sich in unserem Portfolio. Vegan bedeutet in diesem Zusammenhang, dass im Rahmen der Weinbereitung ausschließlich pflanzliche Schönungsmittel eingesetzt wurden.

Eine hervorragende Entwicklung hat die Strombilanz der Mack & Schühle Gruppe genommen. Die eingesetzte Photovoltaik-Anlage am Sitz der Mack & Schühle AG in Owen erzeugt jährlich deutlich über dem Eigenbedarf, lediglich nachts und an stark bewölkten Tagen muss Strom zugekauft werden. Dieser wiederum wird vom ortsansässigen Wasserkraftwerk bezogen, wodurch zugleich Regionalität und Ökologie gefördert werden.

Neben ökologischer Nachhaltigkeit ist auch soziales Engagement fester Bestandteil der Mack & Schühle Gruppe. Aus diesem Grund haben wir uns im Jahr 2014 dafür entschieden, dem UN Global Compact beizutreten. Dabei handelt es sich um eine strategische Initiative für Unternehmen: Auf freiwilliger Basis verpflichten wir uns dazu, unsere Geschäftstätigkeiten an zehn international angesehenen Prinzipien aus den Gebieten Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten. Die Mack & Schühle Gruppe verpflichtet sich dazu, den Global Compact und seine Prinzipien in die Unternehmensstrategie, die Unternehmenskultur und das Tagesgeschäft zu integrieren.

Darüber hinaus unterstützt die Mack & Schühle Gruppe die Initiative "Wine in Moderation" mit dem Ziel, ein maß- und verantwortungsvolles Trinkverhalten als soziale Norm zu fördern sowie die Kampagne "Don't drink and drive", um sich zum Verzicht auf alkoholische Getränke beim Führen von Fahrzeugen zu bekennen.

Unsere Motivation

Wein - ein Kulturgut über Generationen hinweg, schafft nachhaltige Verbindungen.

Wir, die Mack & Schühle Gruppe, schöpfen daraus Inspiration und Energie.

Wir übernehmen die Verantwortung für unser Tun, unsere Mitarbeiter*innen und für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens. Die täglich gelebte mittelständische Mentalität und das ausgeprägte Bekenntnis zur Dienstleistung stehen an oberster Stelle im Unternehmen und sind Kern unseres Leitbildes. Unsere Weine schaffen unvergleichliche Genussmomente für jeden Geschmack und über Generationen hinweg und spiegeln die Begeisterung eines engagierten und hochmotivierten Teams wider.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auch wenn die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2022 in Deutschland geprägt war von den Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine, lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Jahr 2021. Insgesamt zeigt sich die deutsche Wirtschaft also robust, trotz absolut schwieriger Rahmenbedingungen. Neben den Kriegsauswirkungen, die vor allem Energie- und Nahrungsmittelpreise explodieren ließen, kamen als weitere negative Einflussfaktoren hinzu: verschärfte Material- und Lieferengpässe, Fachkräftemangel, eine sehr hohe Inflation und die andauernden, wenn auch nachlassenden Auswirkungen der Corona-Pandemie. Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bestätigt, dass sich "die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten" konnte. Betrachtet man das BIP im Vergleich zum Jahr 2019 (Post-Corona), dann liegt es 2022 bereits wieder um 0,7 % höher.

Bei der Betrachtung der preisbereinigten Bruttowertschöpfung in Deutschland sieht man eine Steigerung um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr. Nachdem in 2021 fast alle Bereiche eine erhöhte Wirtschaftsleistung aufweisen konnten, verlief die Entwicklung der einzelnen Bereiche im Jahr 2022 recht unterschiedlich. Der Wegfall nahezu aller Pandemie-Schutzmaßnahmen führte in einigen Dienstleistungsbereichen zu Nachholeffekten. Besonders stark profitieren konnten die sogenannten "Sonstigen Dienstleister", zu denen auch die Unterhaltungs- und Kreativbranche zählt, mit einem Plus von 6,3 %. Auch ein deutliches Plus verzeichnete der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit +4,0 %. Hier konnten vor allem die Bereiche Verkehr und Gastgewerbe von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen profitieren, wohingegen der Handel separat betrachtet einen Rückgang verzeichnete. Das Baugewerbe, das die Corona-Krise vergleichsweise gut gemeistert hat, musste im vergangenen Jahr einen Rückgang hinnehmen. Hohe Baukosten, zunehmend schlechte Finanzierungsbedingungen sowie Material- und Fachkräftemangel führten zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %).

Auf der Nachfrageseite wird das Wachstum 2022 vor allem durch die privaten Konsumausgaben gestützt. Preisbereinigt lag der Anstieg bei 4,6 % gegenüber 2021 und damit waren die privaten Konsumausgaben die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Hauptsächlicher Grund für dieses Wachstum waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen. Insbesondere die Ausgaben im Beherbergungs- und Gaststättenbereich legten stark zu, aber auch für Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus. Moderat hingegen stiegen die Konsumausgaben des Staates (+1,1 %), nachdem diese in den letzten beiden Jahren die Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft waren. Zwar gab der Staat in Folge des Ukraine-Kriegs deutlich mehr Geld für Unterbringung und Verpflegung der Schutzsuchenden aus, dagegen sanken aber die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Pandemie.

Trotz starker Preisanstiege nahm der Außenhandel auch im Jahr 2022 zu - preisbereinigt exportierte Deutschland 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als in 2021. Gleichzeitig legten jedoch die Importe viel stärker zu (+6,7 %), was dazu führt, dass der Außenbetrag insgesamt das BIP-Wachstum dämpfte.

Trotz des schwierigen Umfelds blieb der Arbeitsmarkt in Deutschland robust. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen lag mit 45,6 Millionen Menschen noch einmal um fast 600.000 Personen höher als im Vorjahr. Damit waren im Jahr 2022 so viel Menschen wie noch nie in Deutschland beschäftigt. Der Aufbau fand vor allem im sozialversicherungspflichtigen Bereich und in den Dienstleistungsbereichen statt. Nachdem im verarbeitenden Gewerbe in den vergangenen beiden Jahren die Zahl der Erwerbstätigen rückläufig war, stieg die Zahl im Jahr 2022 wieder leicht. Der leichte Anstieg konnte jedoch die Beschäftigungsverluste der Vorjahre nicht ausgleichen.

Betrachtet man die Verbraucherpreise in Deutschland, so haben sich diese im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Auch im Jahr 2021 lag die Jahresteuerungsrate mit 3,1 % schon deutlich über dem von der EZB angestrebten Wert von 2 %. Die monatlichen Inflationsraten des Jahres 2022 waren durchgängig hoch und lagen an ihrem Höhepunkt im Oktober bei 10,4 %. Hauptgrund für diese Werte ist der Krieg in der Ukraine und die sich daraus abgeleiteten Folgen. Hier sind vor allem die Energieprodukte zu nennen, die sich gegenüber 2021 um 34,7 % verteuerten. Besonders deutlich stiegen die Preise für leichtes Heizöl (+87,0 %) und für Erdgas (+64,8 %). Ebenfalls stark betroffen von Preissteigerungen waren Nahrungsmittel, die sich im Jahresdurchschnitt um 13,4 % verteuerten. Diese Steigerungen sind umso bemerkenswerter, da Entlastungsmaßnahmen für eine zeitweise Abmilderung sorgten. Zu nennen sind insbesondere das 9-Euro-Ticket, der Tankrabatt, der Wegfall der EEG-Umlage, die Senkung der Umsatzsteuer auf Gas und Fernwärme sowie die einmalige Übernahme der Energierechnung für den Dezember.

Die Gesamtwirtschaft in der Eurozone ist im Jahr 2022 trotz der Krisen weiter gewachsen. Die Wachstumsrate der 27 Länder umfassenden EU lag bei +3,5 %. Zwar konnte nicht an das starke Vorjahr angeknüpft werden, jedoch war dieses auch stark geprägt von Aufholeffekten in Folge der Corona-Pandemie. Betrachtet man die einzelnen Staaten erkennt man, dass Irland weiterhin das EU-Land mit der stärksten Wachstumsrate des realen BIPs bleibt (+12,0 %). Neben Irland verzeichnen Spanien (+5,5 %) und Portugal (+6,7 %) ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt liegende Wachstumsraten. Dagegen liegen die beiden größten Volkswirtschaften in der EU deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Deutschland mit einem Wachstum von 1,8 % und Frankreich mit einem Wachstum von 2,6 %. Lediglich in Estland sank das reale BIP im Jahr 2022 um 1,3 %.

Die Wirtschaft in Österreich konnte mit einem Wachstum des realen BIP von 5,0 % gegenüber dem Vorjahr noch stärker wachsen als im Nach-Pandemie-Jahr 2021 (+4,6 %). Die privaten Konsumausgaben stiegen real um 4,1 % (Vj.: +3,6 %) und haben damit wieder das Niveau von 2018 erreicht. Im Außenhandel wurden wie im Vorjahr zweistellige Wachstumswerte erzielt. Die realen Warenexporte stiegen um 7,5 %, die realen Warenimporte um 2,8 %. Die Beschäftigungsentwicklung bleibt ebenfalls positiv. Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten steigt um 3,0 % nach +2,5 % im Vorjahr. Damit sinkt die Arbeitslosenquote auf 6,3 % und ist damit so niedrig wie seit 2008 nicht mehr.

Auch wenn laut Statistischem Bundesamt China im Jahr 2022 zum siebten Mal in Folge wichtigster Handelspartner Deutschlands war, bleiben die Vereinigten Staaten wichtigster Abnehmer für Exporteure. In die USA wurden Waren im Wert von 156,1 Mrd. EUR exportiert und damit lagen die Vereinigten Staaten deutlich vor Frankreich (116,0 Mrd. EUR) und den Niederlanden (110,7 Mrd. EUR). Wichtigstes Lieferland für Deutschland war mit weitem Abstand die Volksrepublik China (191,3 Milliarden Euro). Hinter China folgen die Niederlande (122,9 Milliarden Euro) und die Vereinigten Staaten (91,7 Mrd. EUR).

Die Wirtschaft in den USA selbst konnte trotz hoher Inflation und steigender Zinsen ein leichtes Wachstum verzeichnen. Nach dem starken Wachstum im Jahr 2021 (+5,9 %) fiel das Plus mit 2,1 % jedoch deutlich moderater aus. In den ersten beiden Quartalen des Jahres 2022 ging die Wirtschaftsleistung sogar leicht zurück, bevor in der zweiten Jahreshälfte wieder Wachstum einsetzte. Leitzinserhöhungen der FED im Kampf gegen die hohe Inflation dämpften die wirtschaftliche Entwicklung im zweiten Halbjahr, jedoch fiel das Wachstum im vierten Quartal mit 2,9 % sogar noch höher aus wie erwartet (+2,6 %). Wie sich die Straffung der Leitzinsen im Jahr 2023 auswirken wird, bleibt spannend.

Überblick über die Wein- und Spirituosenindustrie in den Vereinigten Staaten

Die Wein- und Spirituosenindustrie in den Vereinigten Staaten hat in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum und einen Wandel erlebt. Marktübersicht und Auswirkungen des dreistufigen Systems:

Die Wein- und Spirituosenbranche in den Vereinigten Staaten ist ein dynamischer und florierender Markt. Sie verzeichnete in den letzten fünf Jahren ein stetiges Wachstum. Dieses Wachstum ist auf veränderte Verbraucherpräferenzen, ein höheres verfügbares Einkommen und ein wachsendes Interesse an Premium- und Craft- Produkten zurückzuführen. Die Branche arbeitet jedoch nach dem dreistufigen System, das sie in Produzenten, Großhändler/Vertriebshändler und Einzelhändler unterteilt. Dieses System zielt darauf ab, die Branche zu regulieren und einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, birgt aber auch Herausforderungen in Bezug auf Marktzugang, Preisgestaltung und unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Bundesstaaten.

Große Wein- und Spirituosenunternehmen wie Constellation Brands, E. & J. Gallo Winery und The Wine Group beherrschen den Markt. Darüber hinaus gibt es immer mehr Boutique-Weinkellereien, handwerkliche Brennereien und Kleinerzeuger, die die steigende Nachfrage nach einzigartigen und handwerklichen Produkten bedienen. Die Vorlieben der Verbraucher haben sich in Richtung Authentizität, Nachhaltigkeit und einzigartige Erlebnisse verschoben. Bio- und Naturweine, handwerklich hergestellte Spirituosen und Produkte aus lokaler Produktion haben an Beliebtheit gewonnen. Online-Plattformen und soziale Medien spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Entscheidungen der Verbraucher zu beeinflussen und das Engagement der Marken zu fördern.

Branchensituation

Der Consumer Index 12|2022 der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wirft einen Blick zurück auf das Jahr 2022, welches vor allem durch den Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Inflation geprägt war. Die GfK sieht in diesem schwierigen Marktumfeld vor allem zwei Gewinner: die Discounter und die Handelsmarken. Die Discounter konnten die während der Pandemie an die Vollsortimenter verlorenen Anteile wieder zurückerobern. Während der Umsatz der Vollsortimenter nahezu unverändert blieb, stieg der Umsatz der Discounter um 7,6 % an. Den Hauptgrund für den starken Umsatzgewinn der Discounter sieht die GfK allerdings in den überproportional gestiegenen Preisen. Ein weiterer Gewinner der aktuellen Situation sind die Handelsmarken, welche mittlerweile auf einen Marktanteil von 43,2 % kommen. Zu den großen Verlierern des vergangenen Jahres gehörte laut GfK die Warengruppe der alkoholhaltigen Getränke mit einem Umsatzverlust von - 6,6 %.

Von dieser Entwicklung blieb auch der deutsche Weinmarkt nicht verschont. Laut dem Frankfurter Marktforschungsinstitut Nielsen sank der Umsatz in den Bereichen LEH, Discount, Drogeriemärkte und Cash & Carry um -5,8 % und die abgesetzte Menge sogar um -8,0 % gegenüber 2021. Der Preis für eine 0,75l Flasche Wein stieg im Jahr 2022 um 0,07 € auf 2,96 € an. Eine Abschwächung dieser Preisentwicklung ist derzeit nicht in Sicht.

Auch in der Warengruppe Wein schnitt der Discount besser ab als die Vollsortimenter des LEHs. Während der LEH -6,7 % an Umsatz verlor, konnten die Discounter den Umsatzverlust auf -2,5 % begrenzen. Dabei stechen vor allem die Softdiscounter Netto und Penny ins Auge, da diese ihren Umsatz sogar um 2,5 % steigern konnten. Sowohl der Bereich Cash & Carry als auch die Drogeriemärkte verloren jeweils deutlich mit Umsatzverlusten größer 7 %.

Bei den Weinfarben konnten, entgegen dem allgemeinen Trend, die Roséweine erneut ein Umsatzplus von 1,1 % verbuchen. Rotweine verloren dagegen -9,0 % und Weißweine -4,5 % an Umsatz. Auch bei den abgesetzten Mengen behaupteten sich die Roséweine als Trend der aktuellen Stunde und verloren nur -0,8 % an Menge. Bei den Rotweinen und Weißweinen fiel der Verlust mit -10,6 % und -7,5 % deutlich größer aus. Die größten Preiserhöhungen gab es laut Nielsen bei den Weißweinen mit einem Plus von 0,09 €. Bei den Rotweinen und Roséweinen fielen die Preiserhöhungen mit 0,06 € bzw. 0,05 € etwas moderater aus.

Gemessen an den Absatzmengen kamen Weißweine mit 48,5 % erneut auf den größten Marktanteil. Der Marktanteil der Rotweine fiel mit 39,2 % erstmalig unter die 40 %-Marke. Auf Roséweine entfiel ein Anteil von 12,4 %.

Bei den Herkunftsländern weist Nielsen für deutsche Weine einen Absatzverlust von -10,7 % aus. Der an der abgesetzten Menge gemessene Marktanteil lag bei 43,9 %. Italienische Weine verloren im Jahr 2022 -9,3 %. Der Marktanteil sank auf 17,8 %. Weine aus Spanien gehörten im vergangenen Jahr zu den großen Gewinnern. Die abgesetzte Menge stieg um 13,5 % und der Marktanteil auf 13,2 %. Dies reichte aus um die französischen Weine, welche -14,1 % an Menge einbüßten, von Platz 3 zu verdrängen. Diese 4 Länder konnten im Jahr 2022 somit 85,1 % des deutschen Weinmarktes für sich verbuchen. Zu den weiteren Gewinnern gehörten laut Nielsen vor allem Weine aus Mazedonien, Ungarn und Kroatien. Weine aus der neuen Welt mussten erneut größere Verluste auf dem deutschen Weinmarkt hinnehmen.

Bei den Spirituosen zeigt sich ein etwas anderes Bild. Die Umsatzverluste blieben im Bereich der Spirituosen mit -0,7 % moderat. Die abgesetzte Menge sank um -1,4 %. Im Trend der Verbraucher lag im Jahr 2022 vor allem die Kategorie Aperitif, welche um 12,1 % zulegen konnte. Weiter im grünen Bereich fanden sich die Kategorien Tequila, flavoured Spirits und klare Spirituosen. Die Trendkategorien der vergangenen Jahre, Whisky und Gin, verzeichneten mit -4,9 % bzw. -9,8 % vergleichsweise große Verluste.

Das Jahr 2023 wird in vielerlei Hinsicht sehr herausfordernd werden. Ein Ende des Krieges in der Ukraine scheint derzeit in weiter Ferne. Die GfK sieht derzeit zwar einen Rückgang der Inflation, welche aber nach wie vor historische Werte erreicht. Ob die gesunkenen Gas- und Strompreise eine große Wirkung entfalten können, muss sich erst noch zeigen. Die GfK erwartet daher, dass es zunächst so weiter geht wie in den vergangenen Monaten: mit starken Discountern, starken Handelsmarken und einem verhaltenen Konsum. Es ist daher nicht zu erwarten, dass der LEH seine Umsätze großartig wird steigern können. Wenn dann, wie im vergangenen Jahr, überwiegend durch Preiserhöhungen. Der deutsche Weinmarkt könnte sich, nach den ungewöhnlich hohen Zuwächsen während der Pandemie und den großen Umsatzverlusten im vergangenen Jahr, wieder etwas beruhigen.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt von großen Veränderungen im Markt, von andauernden Problemen in der Warenversorgung und angespannten Lieferketten, von Inflation und schwachem Konsum. Diesen Schwierigkeiten konnte sich die Mack & Schühle Gruppe nicht vollständig entziehen, jedoch wurde das Jahr 2022 trotz aller Abschläge erfolgreich zu Ende gebracht. Der Umsatz liegt mit 263,1 Mio. EUR um 1,9 % unter Vorjahresniveau (2021: 268,2 Mio. EUR), der anteilige Inlandsumsatz ist leicht auf ca. 81,7 % gesunken.

Der Anteil des Materialaufwands steigt leicht auf 85,6 % vom Umsatz und sinkt um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Beim Personalaufwand ist insbesondere durch die erstmalige Berücksichtigung der Mitarbeiter von Mack Logistics GmbH ein Anstieg von 7,6 % zu verzeichnen, unter den bisherigen Bedingungen wäre ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Der sonstige Aufwand erhöht sich um 13,5 % und beträgt 6,7 % vom Umsatz (Vj.: 5,8 %); hier sind ca. 63 % der Kostenerhöhung dem erstmaligen Einbezug der Mack Logistics GmbH zuzuordnen.

Das Finanzergebnis hat sich von +469 TEUR im Vorjahr auf -22 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr verringert. Hierin enthalten ist neben dem Zinsergebnis insbesondere das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, das mit -211 TEUR um 727 TEUR unter dem Ergebnis des Vorjahres liegt.

Der Steueraufwand hat sich mit dem gesunkenen Jahresergebnis verringert, für 2023 rechnen wir mit in etwa gleichbleibenden Steuerquoten.

Der Jahresüberschuss beträgt in 2022 nach Abzug der Fremdanteile 2,2 Mio. EUR, das sind 0,9 % der Umsatzerlöse und bewegt sich damit deutlich unter Vorjahresniveau (2,6 %).

Vermögens- und Finanzlage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Aktiva
Anlagevermögen 21.785 17.822 3.963 22,2
Umlaufvermögen 96.200 97.047 -847 -0,9
liquide Mittel 5.619 6.289 -670 -10,7
Passiva
Eigenkapital 56.697 53.733 2.964 5,5
Rückstellungen 11.263 14.188 -2.925 -20,6
Verbindlichkeiten 55.644 53.568 2.076 3,9
Bilanzsumme 123.604 121.596 2.008 1,7

Die Mack & Schühle Gruppe weist unverändert eine sehr solide Vermögenslage auf. Grundsätzlich hat sich an der Unternehmenspolitik, dass wesentliche Teile des erwirtschafteten Ergebnisses im Unternehmen bleiben, nichts geändert, was zu einer weitgehend konstanten Kapitalstruktur führt. Die Erhöhung im Anlagevermögen ist neben den Beteiligungen an der Elephant Gin GmbH und der Craft Liquor Merchants Pty. Ltd. auch auf den Einbezug der Mack Logistics GmbH zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten haben sich um 4,1 % erhöht.

Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen werden durch den laufenden Cash-Flow und durch kurzfristige Inanspruchnahme von eingeräumten Kreditlinien finanziert. Sowohl die eingeräumten Kreditlinien als auch die Kreditkonditionen haben nicht bedeutend verändert. Zusätzlich hierzu wurden Darlehen für die laufende Betriebsmittelfinanzierung aufgenommen. Die verbundenen Unternehmen werden entweder über die Konzernmutter oder über eigene Bankverbindungen mit Liquidität versorgt.

Durch aktives Finanzmanagement und die sinnvolle Ausnutzung der zugesagten Kreditlinien sind Finanzierungs- und Liquiditätsengpässe nicht absehbar. Laufende Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen, Forderungen werden durch laufendes Forderungsmanagement ebenfalls innerhalb der vereinbarten Fristen vereinnahmt. Die kurzfristigen Forderungen und liquiden Mittel übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag 5.506 TEUR gegenüber 2.927 TEUR im Vorjahr. Die Finanz- und Liquiditätslage ist sicher. Die Eigenkapitalquote liegt bei 45,9 % (Vj.: 44,2 %).

Beteiligungen und Gesellschafterstruktur

Bei den Finanzanlagen wurden bei der Berger Contract Logistics GmbH die restlichen Anteile der Fremdgesellschafter übernommen und gleichzeitig wurde die Gesellschaft in die Mack Logistics GmbH umfirmiert. Die Anteile an der Elephant Gin GmbH wurden im Jahr 2022 übernommen (18,8 %) und im selben Jahr auf 16,2 % reduziert. Im Dezember 2022 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die aber erst im März 2023 rechtswirksam im Handelsregister veröffentlicht wurde. Die Mack & Schühle AG beteiligte sich an der Kapitalerhöhung nicht, so dass die Anteile nach Kapitalerhöhung bei 14,0 % liegen. Es ist geplant, die restlichen Anteile an der Elephant Gin GmbH in den Jahren 2023 und 2024 zu veräußern. Neu hinzugekommen ist die Beteiligung an der Craft Liquor Merchants Pty. Ltd. in Südafrika (25,3 %). Bei allen anderen Beteiligungen ergaben sich zum Bilanzstichtag 31.12.2022 keine Veränderungen.

In der Gesellschafterstruktur gab es im Jahr 2022 keine Veränderungen.

Prognosebericht

Der anhaltende Ukraine-Krieg mit seinen geopolitischen Auswirkungen und auch die hohe Inflation machen einen konjunkturellen Ausblick auf das Jahr 2023 sehr schwer. Nach Ansicht des ifo Instituts wird die Wirtschaftsleistung in Deutschland in etwas auf dem Niveau des Jahres 2022 verharren (-0,1 %). Die Inflationsrate wird nach Ansicht der ifo Experten im Jahr 2023 mit durchschnittlich 6,2 % nur unwesentlich niedriger liegen als im Jahr 2022 (6,9 %). Erst im Jahr 2024 wird das BIP voraussichtlich wieder um 1,7 % steigen und die Inflationsrate auf 2,2 % zurückgehen. Die sich abzeichnende konjunkturelle Schwäche wird auch die Erholung des Arbeitsmarktes etwas abbremsen. Bei der Anzahl der Arbeitslosen rechnet das ifo Institut mit einem Anstieg von 50.000 Personen, was aber zu großen Teilen auf die Integration ukrainischer Staatsbürger zurückgeht. Die erwartete Arbeitslosenquote steigt leicht auf 5,4 % (2022: 5,3 %), um dann in 2024 wieder auf 5,1 % zu sinken.

Politisch betrachtet rücken die Länder in der EU durch den Krieg in der Ukraine immer enger zusammen. Jedoch bleiben die wirtschaftlichen Probleme und die anhaltende Flüchtlingsproblematik innerhalb der einzelnen Staaten weiterhin ein ernstzunehmendes Thema. Am Beispiel Frankreichs ist sehr deutlich zu erkennen, dass eine aus wirtschaftlicher Sicht notwendige Rentenreform aber gleichzeitig eine hohe Inflation, die zu Reallohnminderung führt, starke soziale Spannungen auslöst und die Parteien an politischen Rändern stärker werden lässt.

Die Inflation bleibt anhaltend hoch, Preise für Energie und Rohstoffe sind zwar von ihren Spitzenwerten zurückgekommen, verharren aber auf einem hohen Niveau, die Lieferketten laufen weiterhin nicht störungsfrei und auch die Sorge vor einer Ausweitung des Ukraine-Konflikts ist weiterhin nicht gebannt. Die großen Notenbanken (FED, EZB) haben mit der starken Erhöhung der Leitzinsen bereits Maßnahmen ergriffen, die Inflation in den Griff zu bekommen, die konjunkturellen Aussichten bleiben aber von großen Unsicherheiten und Konsumzurückhaltung geprägt. Eine nachhaltige Veränderung der Betrachtung dieser Themen kann wohl nur die Lösung des Ukraine-Konflikts bringen.

Die genannten wirtschaftlichen und geopolitischen Faktoren haben selbstverständlich auch Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Mack & Schühle Gruppe. Die von der GfK erwartete Entwicklung, dass eher mit einem verhaltenen Konsumverhalten der Verbraucher zu rechnen ist, wirkt sich dann auch negativ auf Umsätze und Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen der Mack & Schühle Gruppe aus. Auf Grund der großen Unsicherheiten ist die Aussagekraft dieser Prognose ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt stark eingeschränkt.

Das erste Quartal 2023 ist weiterhin geprägt von den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und den daraus resultierenden Folgen. Die Rohstoffe (z.B. für Glas) sind knapp und teuer und die Energiepreise liegen weiterhin auf einem hohen Niveau. Die unsichere Lage und eine anhaltend hohe Inflation führt zu ausgeprägter Konsumzurückhaltung, die sich auch in den Absätzen und Umsätzen der Mack & Schühle Gruppe widerspiegeln. Preissteigerungen, die erst nach und nach an unsere Kunden weitergegeben werden können, führen zusätzlich zu Belastungen in den Margen.

Im ersten Quartal 2023 liegen die Ergebnisse unter den geplanten Werten. Betrachtet man die einzelnen Geschäftsbereiche, so fällt auf, dass alle Geschäftsbereiche sowohl bei Umsatz als auch bei der angestrebten Deckungsbeitragsmarge unter den Planwerten liegen. Eingeleitete Maßnahmen greifen ab dem zweiten Quartal, so dass von stabileren Margen ausgegangen werden kann. Die weitere Konsolidierung der Bestände hält die Liquidität stabil. Für das Gesamtjahr gehen wir von Absätzen und Umsätzen auf Planniveau aus, jedoch wird der erwartete Deckungsbeitrag und dadurch auch das erwartete Gesamtergebnis um ca. 10 % unter dem Betriebsergebnis 2022 liegen.

Risikobericht

Der branchentypische intensive Wettbewerb beeinflusst die Aktivitäten der Mack & Schühle Gruppe, die den generellen Herausforderungen wirtschaftlichen Handelns unterliegt. Zur Früherkennung von Chancen und Risiken wird effektives Controlling, verbunden mit einer sicheren und an die Bedürfnisse der Gesellschaft angepassten Datenverarbeitung, eingesetzt. Dies ist aus unserer Sicht das optimale Instrument zur Risikobeobachtung und -kommunikation, es liefert zeitnahe sowie detaillierte Informationen für die Entscheidungsträger, so dass frühzeitig auf Veränderungen reagiert werden kann. Die sich durch Ukraine-Krieg ergebenden Risiken wurden frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Auswirkungen auf die weitere Entwicklung und negative Abweichungen zu den getroffenen Prognosen und Zielen sind jedoch wahrscheinlich.

Unser solventer Kundenstamm birgt nur ein geringes Ausfallrisiko. Um dieses noch zu minimieren, betreiben wir aktives Forderungsmanagement und sichern einen wesentlichen Teil unserer Forderungen über eine Warenkreditversicherung ab. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit; bei Neukunden informieren wir uns stets über die Bonität.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern überwiegend mittels freier Mittel, Lieferantenkrediten und über die Kreditlinien verschiedener Banken.

Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die nachhaltige Sicherung des Erfolgs der gesamten Unternehmensgruppe gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Insbesondere die volatilen Währungsmärkte beobachten wir laufend. Risiken aus Fremdwährungspositionen werden mit ihrem Entstehen durch Devisentermingeschäfte abgesichert, um Wechselkursverluste zu minimieren.

Der unverändert starke Wettbewerb ist und bleibt ein Merkmal des Weinmarkts. Die Branche ist einerseits durch spezialisierte Nischenanbieter und andererseits große finanzstarke Konzerne gekennzeichnet. Die anhaltende Konzentration im europäischen Lebensmittelhandel bleibt ein Risiko im Vertriebsbereich.

Das Naturprodukt Wein bringt verschiedene Risiken im Beschaffungsbereich mit sich. Qualitätsunterschiede bei den Jahrgängen wirken sich ebenso wie die jeweilige Erntemenge auf Preis und Nachfrage aus. Um produktbezogene Risiken weitestgehend auszuschließen, ist ein intensives und professionelles Qualitätsmanagement aktiv.

Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Mack & Schühle Gruppe haben könnten, bestehen nicht.

Nennenswerte Risiken im Investitions- und Finanzierungsbereich sind nicht bekannt.

BILANZ

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen 21.785.359,82 17.821.954,63
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.268.333,25 1.050.153,00
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 1.220.933,25 1.050.153,00
2. Geleistete Anzahlungen 47.400,00 0,00
II. Sachanlagen 10.199.900,05 8.825.302,47
1. Grundstücke und Bauten 7.527.431,13 7.768.472,62
2. Technische Anlagen 122.775,00 134.171,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.534.001,58 922.658,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.692,34 0,00
III. Finanzanlagen 10.317.126,52 7.946.499,16
1. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 10.314.576,52 7.943.949,16
3. Genossenschaftsanteile 2.550,00 2.550,00
B. Umlaufvermögen 101.238.090,97 103.336.837,02
I. Vorräte 42.396.899,46 44.783.007,31
1. Waren 42.396.899,46 44.783.007,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 53.222.316,55 52.264.467,62
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46.289.063,42 45.102.444,43
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 2.913.802,26 4.836.001,93
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.019.450,87 2.326.021,26
III. Wertpapiere 675.998,25 2.381.608,54
Sonstige Wertpapiere 675.998,25 2.381.608,54
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.942.876,71 3.907.753,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 359.072,22 301.667,89
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 221.521,00 135.135,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 123.604.044,01 121.595.594,54

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital 56.697.024,77 53.732.507,19
I. Gezeichnetes Kapital 1.401.000,00 1.401.000,00
1. eigene Anteile -67.000,00 -67.000,00
2. eingefordertes Kapital 1.334.000,00 1.334.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.633.384,00 2.716.720,00
III. Neubewertungsrücklage 2.852.207,54 2.852.207,54
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 404.375,01 163.101,47
V. Ausgleichsposten für Minderheitsgesellschafter 3.817.059,13 3.464.581,82
VI. Passiver Ausgleichsposten Erstkonsolidierung 3.161.766,24 104.436,63
VII. Bilanzgewinn 42.494.232,85 43.097.459,73
B. Rückstellungen 11.263.083,64 14.187.598,97
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 61.996,00 109.365,00
2. Steuerrückstellungen 70.254,99 1.514.356,01
3. Sonstige Rückstellungen 11.130.832,65 12.563.877,96
C. Verbindlichkeiten 55.519.369,60 53.568.639,38
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.505.947,00 2.927.033,73
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.277.451,61 43.656.451,30
3. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 709.216,69 2.385.998,31
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.026.754,30 4.599.156,04
D. Passive latente Steuern 124.566,00 106.849,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 123.604.044,01 121.595.594,54

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2022 - 31.12.2022 01.01.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 263.135.081,52 268.249.090,85
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.861.276,97 4.673.420,80
3. Materialaufwand 225.139.927,33 228.219.238,61
a) Aufwendungen für bezogene Waren 210.928.164,09 215.656.488,72
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.211.763,24 12.562.749,89
4. Personalaufwand 18.023.306,40 16.758.172,96
a) Löhne und Gehälter 15.050.204,76 14.203.969,33
b) Soziale Abgabenund Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.973.101,64 2.554.203,63
5. Abschreibungen 1.211.329,55 2.423.649,57
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.211.329,55 923.649,57
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 1.500.000,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.490.796,99 15.470.260,91
7. Erträge aus Beteiligungen -211.229,25 516.187,50
8. Erträge aus anderen Wertpapieren 21,00 55,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 375.104,64 133.507,97
10. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 77.847,62 19.854,73
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 108.202,88 161.290,37
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.296.123,67 2.809.120,52
13. Ergebnis nach Steuern 2.812.720,44 7.710.674,45
14. Sonstige Steuern 4.358,34 24.713,07
15. Jahresüberschuss 2.808.362,10 7.685.961,38

Ergebnisverwendung

01.01.2022 - 31.12.2022 01.01.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
15. Jahresüberschuss 2.808.362,10 7.685.961,38
16. Anteile anderer Gesellschafter -559.487,79 -603.011,89
17. Jahresüberschuss Konzern 2.248.874,31 7.082.949,49
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 40.245.358,54 36.014.510,24
19. Bilanzgewinn 42.494.232,85 43.097.459,73

Kapitalflussrechnung

2022 2021
TEUR TEUR
1. Periodenergebnis 2.249 7.083
2. +/- Ab- / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.211 924
3. +/- Zu- / Abnahme der Rückstellungen -1.570 -147
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 1.139 -246
5. -/+ Zu- / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie der anderen Aktiva 5.824 -1.248
6. +/- Zu- / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva -629 36
7. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -59 -2.535
8. +/- Zinsaufwendungen / -erträge 59 89
9. +/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 1.296 2.809
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -4.185 -3.302
11. = Mittelzu- (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit 5.335 3.463
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -328 -213
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 18
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -650 -224
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 335 3.343
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -3.159 -323
17. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -60 0
18. + Erhaltene Zinsen 17 16
19. = Mittelzu- (+) / -abfluss (-) aus der Investitionstätigkeit -3.845 2.617
20. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0 21
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 5.500 0
22. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -2.102 -1.691
23. - Gezahlte Zinsen -76 -105
24. - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -3.002 -4.002
25. = Mittelzu- (+) / -abfluss (-) aus der Finanzierungstätigkeit 320 -5.777
26. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 1.810 303
27. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands 44 0
28. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 3.089 2.786
29. Finanzmittelbestand am Ende der Periode 4.943 3.089

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Neubewertungs- rücklage Eigenkapitaldifferenz Währungsumrechnung Gewinnvortrag
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 01.01.2021 1.334.000,00 2.635.133,00 2.852.207,54 10.561,74 32.658.402,99
Konzernergebnis Vorjahr 8.113.562,07
Ausschüttung -4.002.000,00
Zuführung satzungsmäßige Rücklage 0,00
Sonstige Veränderungen 81.587,00 152.539,73 -129.595,16
Veränderung Konsolidierungskreis -625.859,66
Erwerb eigene Anteile
Konzernergebnis
Stand 31.12.2021 1.334.000,00 2.716.720,00 2.852.207,54 163.101,47 36.014.510,24
Konzernergebnis Vorjahr 7.082.949,49
Ausschüttung -3.001.500,00
Zuführung satzungsmäßige Rücklage
Sonstige Veränderungen -83.336,00 241.273,54 149.398,81
Veränderung Konsolidierungskreis
Konzernergebnis
Stand 31.12.2022 1.334.000,00 2.633.384,00 2.852.207,54 404.375,01 40.245.358,54
Jahresüberschuss Ausgleichsposten für Minderheitsgesellschafter Passiver Ausgleichsposten Erstkonsolidierung Summe Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR
Stand 01.01.2021 8.113.562,07 3.167.771,27 104.436,63 50.876.075,24
Konzernergebnis Vorjahr -8.113.562,07 0,00
Ausschüttung -4.002.000,00
Zuführung satzungsmäßige Rücklage 0,00
Sonstige Veränderungen 104.531,57
Veränderung Konsolidierungskreis -306.201,34 -932.061,00
Erwerb eigene Anteile 0,00
Konzernergebnis 7.082.949,49 603.011,89 7.685.961,38
Stand 31.12.2021 7.082.949,49 3.464.581,82 104.436,63 53.732.507,19
Konzernergebnis Vorjahr -7.082.949,49 0,00
Ausschüttung -3.001.500,00
Zuführung satzungsmäßige Rücklage 0,00
Sonstige Veränderungen 307.336,35
Veränderung Konsolidierungskreis 2.850.319,13 2.850.319,13
Konzernergebnis 2.248.874,31 559.487,79 2.808.362,10
Stand 31.12.2022 2.248.874,31 4.024.069,61 2.954.755,76 56.697.024,77

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zur Konsolidierung

Die Mack & Schühle AG, Owen (Amtsgericht Stuttgart, HRB 231724), erstellt als Mutterunternehmen gemäß § 290 ff. HGB den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht.

Der Konzernabschluss der Mack & Schühle AG mit ihren Tochterunternehmen (im Folgenden kurz Mack & Schühle Konzern) wird entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung unter Beachtung der Vorschriften des HGB und AktG gefertigt (§§ 238 ff. HGB).

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewandt. Der Konzernabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB).

Die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden gemäß § 308 Abs. 1 S. 1 HGB einheitlich entsprechend den Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Mack & Schühle AG aufgestellt. Abschlussstichtag aller einbezogenen Gesellschaften ist der 31. Dezember 2022, welcher gemäß § 299 HGB dem Stichtag des Konzernabschlusses entspricht.

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 Abs. 3 oder § 264 b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:

Weinwelt GmbH, Owen

Mack GmbH & Co. Beteiligungs- und Grundstücks KG., Owen

Mack GmbH, Owen

eVitis GmbH, Owen

VINOTECK GmbH, Owen

Mack Spirits GmbH, Owen

Mack Service GmbH, Owen

Mack Brands GmbH, Owen (vormals: Mack & Schühle Vertrieb GmbH)

Mack & Schühle International GmbH, Owen (vormals: Mack & Schühle International AG)

Alexander Baron von Essen GmbH, Owen

TerraVini GmbH, Owen

Mack Logistics GmbH, Erfurt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis sind neben der Mack & Schühle AG als Konzernmutter grundsätzlich alle Unternehmen einzubeziehen, bei der der Mack & Schühle AG - mittelbar und unmittelbar - die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie damit beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Geschäftsjahr 2022 setzt sich der Konsolidierungskreis wie folgt zusammen:

Anteil am Kapital
Mack & Schühle International GmbH, Owen (vormals: Mack & Schühle International AG) 100 %
Mack & Schuhle Inc., Key Biscayne 63 %
VINOTECK GmbH, Owen 100 %
Mack Logistics GmbH, Erfurt (vormals: Berger Contract Logistics GmbH) 100 %
Mack GmbH & Co. Beteiligungs- und Grundstücks KG., Owen 100 %
Mack GmbH, Owen 100 %
eVitis GmbH, Owen 100 %
Weinwelt GmbH, Owen 100 %
Mack Spirits GmbH, Owen 100 %
Mack Brands GmbH, Owen (vormals: Mack & Schühle Vertrieb GmbH) 100 %
Mack Service GmbH, Owen 100 %
Alexander Baron von Essen GmbH, Owen 100 %
Mack & Schuhle Africa (Pty) Ltd., Stellenbosch 100 %
TerraVini GmbH, Owen 100 %

Weiterhin bestehen Beteiligungen zu:

Anteil am Kapital
Bionisys GmbH, Owen 50 %
Bodegas Rasgón S.L., ES - Valdepenas 50 %
Craft Liquor Merchants Pty. Ltd., ZA, Western Cape * 25,3 %
Elephant Gin GmbH, Berlin 16,2 %
LogImmo GmbH & Co. KG, Owen 50 %
Mack & Schuhle Italia S.p.A., I - Laterza (vormals: Latentia Winery S.p.A., I) 50 %
Weinwelt Schweiz AG, CH - Martigny 50 %
wineBank Franchise GmbH & Co. KG, Eltville a. R. 25,1 %

Aufgrund der Beteiligungshöhe und dem damit verbundenen maßgeblichen Einflusses wurden die Gesellschaften als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Bei der Konsolidierung nach der Equity-Methode erfolgt der Ansatz dieser Beteiligungen mit den Anschaffungskosten. Die Wertansätze zum 31. Dezember 2022 wurden gemäß § 312 Abs. 4 HGB um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen der assoziierten Unternehmen erhöht.

* Aufgrund des erst am 30. Juni 2023 endenden Wirtschaftsjahres wird die Gesellschaft mit den Anschaffungskosten im Konzernabschluss des Berichtsjahres einbezogen.

Die unter den Beteiligungen ausgewiesenen Gesellschaftsanteile an der Elephant Gin GmbH werden zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zugrunde. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode bzw. nach der Neubewertungsmethode für Erwerbe nach dem 1. Januar 2010 gemäß § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorhandenen Eigenkapitals des Tochterunternehmens. Die Kapitalkonsolidierung wurde auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss durchgeführt.

Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB a. F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a. F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt.

Aufgrund der Einbringung von Anteilen an der Mack GmbH & Co. Beteiligungs- und Grundstücks KG. im Jahr 2010 war bei dem Sachanlagevermögen dieser Gesellschaft eine Neubewertung vorzunehmen. Die dabei entstandenen aktiven und passiven Unterschiedsbeträge wurden in der Konzernbilanz entsprechend ausgewiesen. Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene passive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 104 hat im Wesentlichen Eigenkapitalcharakter.

Im Jahr 2022 wurden die restlichen Anteile an der Mack Logistics GmbH erworben. In diesem Zusammenhang wurden auch Forderungen unter dem Nominalwert erworben. Die dadurch entstandenen Aufrechnungsdifferenzen wurden als Kapitalvorgang behandelt.

Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis.

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die Erwerbe von weiteren Anteilen nach Erlangung des beherrschenden Einflusses (Aufstockung), werden als Kapitalvorgang abgebildet.

Assoziierte Unternehmen i. S. v. § 311 HGB, bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann, werden gem. § 312 Abs. 1 i. V. m. Abs. 4 HGB mit den fortgeführten Buchwerten bewertet.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konsolidierungskreises sind vollumfänglich gegeneinander aufgerechnet (Schuldenkonsolidierung). Innenumsätze aus wechselseitigen Lieferungen und Leistungen sowie von anderen Erträgen sind mit den entsprechenden Aufwendungen der einbezogenen Unternehmen gemäß § 305 HGB aufgerechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung).

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen aus dem laufenden Lieferverkehr wird gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist um Ergebnisübernahmen konsolidierter Gesellschaften bereinigt.

4. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden in Währungskontokorrenten verbucht. Die funktionale Währung des Mutterunternehmens ist Euro. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Für die Umrechnung der Bilanzposten und des Jahresergebnisses der in Fremdwährung bilanzierenden Tochterunternehmen Mack & Schuhle Inc. sowie Mack & Schuhle Africa (Pty) LtD. wurde der Stichtagskurs bzw. der historische Kurs für das übrige Eigenkapital herangezogen. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres wurde entsprechend dem Charakter der Erfolgsrechnung als Zeitbetrachtung mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die dabei entstandenen Währungsdifferenzen wurden ergebnisneutral in den als Eigenkapitalbestandteil ausgewiesenen Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Kurzfristige Valutaverbindlichkeiten und -forderungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden in Währungskontokorrenten verbucht und die Bestände zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag in Euro umgerechnet.

Bei der Anwendung der Equity-Methode wird die Umrechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierbei werden die nach landesrechtlichen Vorschriften erstellten Jahresabschlüsse, soweit sie aus Konzernsicht wesentliche Bewertungsabweichungen aufweisen, an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angepasst.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei der Bewertung der Nutzungsdauer wird auf die betrieblichen Erfahrungen abgestellt. Zugänge im Berichtsjahr bei beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden voll abgeschrieben.

Die Genossenschaftsanteile sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Assoziierte Unternehmen im Sinne von § 311 HGB, bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann, werden mit den fortgeführten Buchwerten bewertet (§ 312 Abs. 1 i. V. m. Abs. 4 HGB).

Bei den Warenvorräten wurde zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Teilwerten bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, fanden in angemessenem Umfang Berücksichtigung. Waren in Transit wurden in dem Umfang in das Vermögen aufgenommen, in dem die Gesellschaft die Verfügungsmacht darüber erlangt hatte. Ware, die sich nicht im unmittelbaren Besitz der Gesellschaft befand, wurde in Anlehnung an die steuerrechtliche Behandlung auch handelsbilanziell nicht aktiviert (vgl. BFH Urteil vom 03.08.1988 - I R 157/84). Bei den Vorräten aus Lieferungen von verbundenen Unternehmen gemäß § 304 Abs. 2 HGB wurden Zwischengewinne nicht eliminiert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertabschläge für erkennbare Einzelrisiken vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Auf Grund der Risikoabsicherung durch Neukundenprüfungen und dem Einsatz von Warenkreditversicherungen wird keine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die dem Umlaufvermögen zugeordneten Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Teilwerten bewertet.

Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag der Muttergesellschaft bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem abgezinsten notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Dabei wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,78 % (Vj.: 1,87 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Rentenanpassungen sind mit 1,0 % p. a. eingerechnet. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz ermittelt, dieser beträgt EUR 199.419,00 (Vj.: EUR 310.871,00).

Bei den Langzeitkonten wurden für künftige erwartete Wertsteigerungen 2,5 % angesetzt.

Neben den Verpflichtungen aus laufenden Pensionen bestehen Altersvorsorgeverpflichtungen, deren Wert sich gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren i. S. d. § 266 Abs. 2 A. III. 5. HGB bestimmt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d. h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurde eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer und voraussichtliche Preis- und Kostensteigerungen von 1,5 % p. a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Valutaverbindlichkeiten und -forderungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden in Währungskontokorrenten verbucht und die Bestände zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag in EUR umgerechnet.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Für die voraussichtlichen zukünftigen Steuerbe- und -entlastungen aufgrund handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede wird eine saldierte Abgrenzung gebildet. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt grundsätzlich bei 28,075 %. Der Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei 350 %. Bei Sachverhalten, die ausschließlich der Körperschaftsteuer unterliegen, wurde die Steuerlatenz mit 15,825 % ermittelt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

6. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungskosten
01.01.2022 Zugänge Zugang Erstkonsolidierung Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Firmenwert aus Erstkonsolidierung 14.266,58 0 0 0 14.266,58
Entgeltlich erworbene Lizenzen 4.394.495,37 280.697,85 742.569,05 0 5.417.762,27
Geleistete Anzahlungen 0 47.400,00 0 0 47.400,00
4.408.761,95 328.097,85 742.569,05 0 5.479.428,85
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 12.779.771,43 0 107.953,74 0 12.887.725,17
Technische Anlagen 2.730.768,99 0 0 0 2.730.768,99
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.908.719,55 634.365,89 2.425.299,67 0 5.968.385,11
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 15.692,34 0 0 15.692,34
18.419.259,97 650.058,23 2.533.253,41 0 21.602.571,61
Finanzanlagen
Anteile an assoziierten Unternehmen 7.943.949,16 3.832.740,75 0 1.462.113,39 10.314.576,52
Genossenschaftsanteile 2.550,00 0 0 0 2.550,00
7.946.499,16 3.832.740,75 0 1.462.113,39 10.317.126,52
30.774.521,08 4.810.896,83 3.275.822,46 1.462.113,39 37.399.126,98
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Abschreibungen Geschäftsjahr Zugang Erstkonsolidierung 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Firmenwert aus Erstkonsolidierung 14.266,58 0 0 14.266,58
Entgeltlich erworbene Lizenzen 3.344.342,37 547.720,10 304.766,55 4.196.829,02
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
3.358.608,95 547.720,10 304.766,55 4.211.095,60
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 5.011.298,81 280.589,49 68.405,74 5.360.294,04
Technische Anlagen 2.596.597,99 11.396,00 0 2.607.993,99
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.986.060,70 371.623,96 1.076.698,87 3.434.383,53
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
9.593.957,50 663.609,45 1.145.104,61 11.402.671,56
Finanzanlagen
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
Genossenschaftsanteile 0 0 0 0
0 0 0 0
12.952.566,45 1.211.329,55 1.449.871,16 15.613.767,16
Buchwert
31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Firmenwert aus Erstkonsolidierung 0 0
Entgeltlich erworbene Lizenzen 1.220.933,25 1.050.153,00
Geleistete Anzahlungen 47.400,00 0
1.268.333,25 1.050.153,00
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 7.527.431,13 7.768.472,62
Technische Anlagen 122.775,00 134.171,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.534.001,58 922.658,85
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.692,34 0
10.199.900,05 8.825.302,47
Finanzanlagen
Anteile an assoziierten Unternehmen 10.314.576,52 7.943.949,16
Genossenschaftsanteile 2.550,00 2.550,00
10.317.126,52 7.946.499,16
21.785.359,82 17.821.954,63

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 ist in der Geschäftsjahresabschreibung in Höhe von EUR 27.708,93 (Vj.: EUR 3.122,25) enthalten.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden alle nicht unter anderen Posten auszuweisenden Vermögensgegenstände erfasst.

Die Summe der in der Konzernbilanz nicht erfassten negativen Equity-Werte belaufen sich auf TEUR 0 (Vj.: TEUR 2.517). Die Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung belaufen sich im Jahr 2022 auf TEUR 404.

Von den Forderungen gegen assoziierte Unternehmen haben EUR 1.300.000,00 (Vj.: EUR 3.825.443,08) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus Pensionsverpflichtungen resultiert aus der Verrechnung der Rückdeckungsversicherungen mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Rückdeckungsversicherung 31.12.2022
TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 1.305
Beizulegender Wert des angelegten Vermögens 1.526
Nettowert der Rückdeckungsversicherung (Aktiver Unterschiedsbetrag) 221
Anschaffungskosten des angelegten Vermögens 1.526

Das Grundkapital der Muttergesellschaft beträgt EUR 1.401.000,00. Es ist eingeteilt in 1.401.000 Stammaktien jeweils als Stückaktien.

Die sich im Bestand des Mutterunternehmens befindlichen 67.000 Stückaktien entsprechen einem Betrag von nominal EUR 67.000,00 beziehungsweise 4,782 % des Grundkapitals.

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 (notariell beglaubigtes Protokoll vom 25. Juli 2014; UR 1259/2014) wurde die Konzernmutter u. a. dazu ermächtigt, die o. g. Aktien zu einem vorher festgelegten Preis zu erwerben. Mit Aktienkauf- und Übertragungsvertrag vom selben Tag wurde diese Ermächtigung ausgeübt.

Nachdem zuvor sämtliche übrigen Aktionäre auf den Kauf dieser Anteile verzichtet haben, wurde der Erwerb dieser Aktien durch die Muttergesellschaft selbst beschlossen.

Mit der Mitteilung nach § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG vom 9. Januar 2020 wurde der Gesellschaft mitgeteilt, dass der Mack Invest GmbH mit Sitz in Owen (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 763441) mehr als der vierte Teil der Aktien an der Mack & Schühle AG gehört.

Die Gewinnrücklagen setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

EUR
Gesetzliche Rücklagen 140.100,00
Andere Gewinnrücklagen 2.493.284,00
2.633.384,00

Die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 66.097 betrifft die gesellschaftsvertraglich vorgeschriebene jährliche Zuführung einer Tochtergesellschaft.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich dabei um Rückdeckungsversicherungen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 31.12.2022
TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 2.559
Beizulegender Wert des angelegten Vermögens 2.497
Nettowert der Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) 62
Anschaffungskosten des angelegten Vermögens 2.497

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen mit einem nicht unerheblichen Umfang enthalten, die sich wie folgt zusammensetzen:

31.12.2022
TEUR
Ausstehende Rechnungen 8.776
Personalkosten 1.756
Sonstiges 590
Zeitwertkonten 9

Verpflichtungen aus Zeitwertkonten - ausgewiesen in den sonstigen Rückstellungen - sind durch Vermögensgegenstände gesichert, die bei der Allianz Lebensversicherungs-AG im Rahmen von Rückdeckungsversicherungen angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten 31.12.2022
TEUR
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Zeitwertkonten 1.081
Beizulegender Wert der Rückdeckungsversicherungen 1.072
Nettowert der Verpflichtungen aus Zeitwertkonten (Rückstellung) 9
Anschaffungskosten des angelegten Vermögens 1.072

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sowie die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Verbindlichkeit Stand 31.12.2022 davon mit einer Restlaufzeit von Sicherheit
bis zu 1 Jahr > 1 Jahr über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.505.947,00 1.488.095,00 4.017.852,00 0,00 Eigentumsvorbehalte
Vorjahr: 2.927.033,73 2.510.370,73 416.663,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.277.451,61 43.277.451,61 0,00 0,00
Vorjahr: 43.656.451,30 43.656.451,30 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 709.216,69 709.216,69 0,00 0,00
Vorjahr: 2.385.998,31 2.385.998,31 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr: 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr: 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 6.026.754,30 6.026.754,30 0,00 0,00
Vorjahr: 4.599.156,04 4.599.156,04 0,00 0,00
- davon aus Steuern - 5.178.477,93 5.178.477,93
Vorjahr: 3.817.808,13 3.817.808,13
- davon gegenüber Gesellschaftern - 0,00 0,00
Vorjahr: 0,00 0,00
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - 159.743,22 159.743,22
Vorjahr: 1.568,02 1.568,02
Gesamtsumme 55.519.369,60 51.501.517,60 4.017.852,00 0,00
Vorjahr: 53.568.639,38 53.151.976,38 416.663,00 0,00

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von jährlich ca. TEUR 2.530. Im Einzelnen handelt es sich um Verpflichtungen aus Miet-/ Pachtverträgen, aus Leasingverträgen und aus Versicherungsprämien. Davon ist ein Betrag von TEUR 318 an verbundene Unternehmen zu bezahlen. Die wesentlichen Leasingverpflichtungen haben eine Restlaufzeit zwischen 0 und 5 Jahren, der Mietvertrag mit der Verpflichtung gegenüber verbundenen Unternehmen wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen und ist mit einer Frist von 18 Monaten kündbar. Die Bürgschaftsverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 5.138 und betreffen Bürgschaften für Zoll, Verbrauchsteuern und italienische Umsatzsteuerrückvergütungen.

Im Rahmen unserer Geschäftsrisiken sind wir Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen gehen wir aus, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 6.319 bei beizulegenden Zeitwerten von TEUR 6.411. Sie sind fällig in den Jahren 2023 und 2024 und blieben aufgrund der jeweils hoch wirksamen Sicherungsbeziehungen bilanziell außer Ansatz.

Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird sowohl prospektiv als auch retrospektiv beurteilt. Die Beurteilung erfolgt für unsere Währungssicherungen mittels der Critical-terms-match-Methode, da Währungen, Laufzeiten und Beträge für die geplanten Geschäftsvorfälle identisch sind. Die abgeschlossenen Sicherungen sind grundsätzlich effektiv, so dass im Jahresabschluss keine negativen Bewertungsergebnisse abzubilden sind. Es wurde die Einfrierungsmethode angewandt.

Die latenten Steuern ergeben sich unter Anwendung eines Steuersatzes von 28,075 % bzw. 15,825 % sofern ausschließlich Körperschaftsteuer anfällt, aus der Neubewertung des Gebäudes (Aufdeckung stille Reserven - Erstkonsolidierung) Die passiven latenten Steuern belaufen sich im Jahr 2022 auf TEUR 125. Die zu passivierenden latenten Steuern resultieren somit ausschließlich aus Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 HGB.

7. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

TEUR
Erlöse mit Dritten Inland 214.992
Erlöse mit Dritten EU 15.151
Erlöse mit Dritten Drittland 43.180
Sonstige Erlöse 13.457
Erlösschmälerungen -23.645
263.135

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.418.487,84 enthalten. Es handelt sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie um Erträge aus abgeschriebenen Forderungen. Darüber hinaus beinhaltet die Position Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 647.551,87 (Vj.: EUR 106.623,42).

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betreffen Aufwendungen in Höhe von EUR 291.521,31 (Vj.: EUR 352.872,57) die Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Kursverlusten in Höhe von EUR 279.328,14 (Vj.: EUR 205.464,64).

Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ergebnis aus Beteiligungen resultiert aus der Fortschreibung der at Equity konsolidierten Gesellschaften in Höhe von EUR -212.286,51 (Vj.: EUR 516.187,50).

TEUR
Bodegas Rasgón S.L. -27
Weinwelt Schweiz AG 123
Bionisys GmbH 235
LogImmo GmbH & Co. KG -785
Mack & Schuhle Italia SpA 316
wineBank Franchise GmbH & Co. KG -74
-212

Nach § 246 Abs. 2 S. 2 Hs. 2 HGB sind die aus der Verrechnung von Pensionsrückstellungen mit den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, resultierenden Aufwendungen und Erträge ebenfalls zu saldieren. Der sich hieraus ergebende Zinsertrag in Höhe von EUR 70.611,02 (Vj.: EUR 17.563,98) setzt sich zusammen aus Zinserträgen in Höhe von EUR 141.877,02 und Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 71.266,00.

Der Gewinn- und Verlustrechnungsposten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet Zinsaufwendungen aus Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 5.261,73).

Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge beinhaltet Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 70.611,02 (Vj.: EUR 0,00)

Der Konzernabschluss der Mack & Schühle AG zum 31.12.2022 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 42.494.232,85 (Vj.: EUR 43.097.459,73) aus. Der Gewinnvortrag beläuft sich auf EUR 40.245.358,54 (Vj. EUR 36.014.510,24).

8. Sonstige Angaben

Bürgschaften

Für Verbindlichkeiten Dritter hat sich die Mack & Schühle AG im Rahmen von Bürgschaften mit EUR 3.450.000,00 verbürgt. Bei der Begünstigten handelt es sich um ein Beteiligungsunternehmen. In Hinblick auf die Entwicklung des Beteiligungsunternehmens ist künftig nicht von einer Inanspruchnahme auszugehen.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres 2022 waren durchschnittlich 311 Mitarbeiter beschäftigt, zum Stichtag waren es 317 Mitarbeiter:

Anzahl
Angestellte 246
Gewerbliche Mitarbeiter 64
310
zusätzlich
Auszubildende und Praktikanten 7
317

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Vorstände betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.396 (Vj.: TEUR 2.081). Bezüglich der Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands wird von der Schutzklausel des § 315 Abs. 3 S. 2 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Bezüge des Aufsichtsrates belaufen sich für das Berichtsjahr auf TEUR 75.

Bei den Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands wurden im Jahresabschluss der Konzernmutter Verpflichtungen verbraucht und aufgestockt. Saldiert handelt es sich hierbei um eine Zuführung um TEUR 111.

Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 118.

Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Der Jahresabschluss der Mack & Schühle AG zum 31. Dezember 2022 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 41.051.172,54 aus. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, diesen Betrag wie folgt zu verwenden:

EUR
Dividende 1.000.500,00
Vortrag auf neue Rechnung 40.050.672,54
41.051.172,54

9. Nachtragsbericht

Als Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind die nach wie vor nicht abschätzbaren Auswirkungen des Ukrainekriegs zu erwähnen. Die mittlerweile immer deutlicher werdenden Auswirkungen auf die internationalen Lieferketten mit einhergehenden Lieferzeiten, Beschaffungsproblemen und teilweise deutlichen Preissteigerungen sind nicht hinreichend bestimmbar und machen eine langfristige Unternehmensplanung schwierig.

 

Owen, den 15. Dezember 2023

Mack & Schühle AG

Der Vorstand

gez. Christoph Mack

gez. Bernd Hausner

gez. Carlo Herrmann

Ergebnisverwendung

Auszug aus dem Protokoll über die 22. ordentliche Hauptversammlung der Mack & Schühle AG vom 22. September 2023:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den zum 31.12.2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 41.051.172,54 wie folgt zu verwenden:

Einstellung in die Gewinnrücklage € 0,00
Ausschüttung einer Dividende von € 0,75 je Aktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital von € 1.334.000, Auszahlung erfolgt am 30.09.2023 € 1.000.500,00
Gewinnvortrag nach § 174 Abs. 2 Nr. 4 AktG € 40.050.672,54

Der Vorsitzende stellte diesen Beschlussvorschlag zur Diskussion. Nachdem Wortmeldungen nicht erfolgten, rief der Vorsitzende zur Abstimmung auf.

Bei einer Präsenz von 1.334.000 Stimmen der verbleibenden Aktien ergab das Ergebnis der Abstimmung 100 % JA-Stimmen, keine NEIN-Stimmen und keine Enthaltungen und somit eine zustimmende Stimmenmehrheit von 100 %. Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest und verkündete, dass der Beschluss über die Ergebnisverwendung (Verwendung des Bilanzgewinns) wie von der Verwaltung vorgeschlagen gefasst worden ist.

BERICHT des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2022

Im Berichtszeitraum hat der Vorstand den Aufsichtsrat der Mack & Schühle AG in den Sitzungen ausführlich über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft informiert. Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften und von besonderer Bedeutung waren, sind mit dem Vorstand eingehend erörtert und genehmigt worden. Gegenstand der Berichterstattung durch den Vorstand waren, insbesondere die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Investitions- und Finanzplanung sowie die strategische Ausrichtung der Mack & Schühle AG.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 in vier Sitzungen mit dem Vorstand aktuelle Fragen der Geschäftspolitik, der Geschäftslage sowie der weiteren Entwicklung und Strategie der Gesellschaft und des Konzerns im In- und Ausland beraten. Der Aufsichtsrat hat ferner in einer außerordentlichen virtuellen Sitzung zu aktuellen Themen mit dem Vorstand beraten. Der Aufsichtsrat hat sich dabei von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Zusätzlich zu der Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen hat dieser laufend alle wichtigen Themen mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Jahres- und Konzernabschluss sind in der Bilanzsitzung ausführlich mit dem Abschlussprüfer erörtert worden. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Im Vorstand der Gesellschaft haben sich keine personellen Veränderungen ergeben. Im Aufsichtsrat sind Herr Peter Baron von le Fort sowie Herr Ingo Mack mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 22. Juli 2022 ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Peter Baron von le Fort und Herrn Ingo Mack für ihre langjährige Tätigkeit im Aufsichtsrat und die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. An deren Stelle wurden Herr Claus Cersovsky und Herr Prof. Dr. Andreas Wiedemann in den Aufsichtsrat gewählt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022, und der Lagebericht für die Mack & Schühle AG sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem Abschlussprüfer S + E Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fellbach, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht des Vorstandes für die Mack & Schühle AG und den Lagebericht für den Konzern sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; er ist damit fest-gestellt. Der Aufsichtsrat hat weiterhin den Konzernabschluss gebilligt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Die Aufstellung des Konzernabschlusses war zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch nicht abgeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitenden für die erfolgreiche und auch im Geschäftsjahr 2022 besonders herausfordernde Arbeit und spricht ihnen dafür seine ausdrückliche Anerkennung aus.

 

Im August 2023

gez. Prof. Dr. Andreas Wiedemann, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mack & Schühle AG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Mack & Schühle AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mack & Schühle AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung) und Vermögensschäden oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungsungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fellbach, den 15. April 2024

S+E Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Roland Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

gez. Alexander Saiger, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des obigen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

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