MPM Erlangen GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Marx seit 3.9.2007 | Geschäftsführer |
Dieter Marx seit 14.11.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dieter Marx | 48.74% |
| 34.48% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MX Holding GmbH (vormals: MPM Micro Präzision Marx GmbH)ErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die MPM Micro Präzision Marx GmbH, kurz Gesellschaft genannt, mit Sitz in Erlangen wurde am 17.01.1989 in das Handelsregister des Amtsgerichtes Fürth unter HRB 3768 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und Vertrieb von Präzisionsanlagen, insbesondere Automatisierungsanlagen, Auswuchtanlagen und Messgeräte. Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Dieter Marx und Herr Manfred Marx bestellt. 2. Forschung und Entwicklung In enger Zusammenarbeit mit Zulieferern sowie mit eigenen Ideen baut die Gesellschaft ihr Sortiment beständig aus und ergänzt es um innovative Produkte. Die Gesellschaft verfügt über eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das reale Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland um ca. 2,9% gegenüber dem Vorjahr 2020 gewachsen. Darin spiegelt sich wider, dass Wirtschaft und Verbraucher durch hoffnungsvolle Nachrichten zu Corona-Impfstoffen und Lockerung von Einschränkungen zunächst wieder optimistischer gestimmt waren. Unsicherheiten in den Lieferketten haben diese positive Grundstimmung allerdings gedämpft und halten nach wie vor an. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 war von einer spürbaren Belebung der Nachfrage geprägt. Dieser Nachfrage konnte auf Grund von Kapazitäts- und Materialengpässen nicht immer in den sonst üblichen Lieferzeiten gerecht getan werden. Dennoch konnte MPM durch den hohen Modularisierungs- und Standardisierungsgrad der Produkte sowie durch eine leistungsfähige EDV-Landschaft ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Das Geschäftsjahr 2021 wurde mit einem Jahresüberschuss von 262 T€ (Vorjahr 223 T€) abgeschlossen. Im Einzelnen wurde der Geschäftsverlauf des Jahres 2021 maßgeblich durch folgende Sachverhalte beeinflusst: Produktion Im Jahr 2021 wurde, wie im Vorjahr der Produktionsbereich weiter optimiert. Ältere Maschinen wurden durch energieeffizientere Nachfolgemodelle ersetzt. Das Fertigungs-Know-how wurde für Prototypen-Entwicklungen weiter ausgebaut, die Serienfertigung vermehrt an Lohnfertiger übergeben. Die wieder steigende Nachfrage - auch nach Verschleiß-/Ersatzteilen für ältere Systeme - hat zu einer Stabilisierung und guten Auslastung der Eigenfertigung geführt. Das Thema Digitalisierung in der Industrie bleibt weiterhin ein Schlüsselthema für künftigen Erfolg und schlanke Prozesse. Absatz Der erzielte Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr erfreulich um knapp 18 % gesteigert. Eine weitere Steigerung wäre bei einer besseren Versorgungs- und Kapazitätslage möglich gewesen. Geschäftsanbahnungen In 2021 wurden sowohl im In- als auch im Ausland neue Geschäftskontakte geknüpft. An diesem Prozess wird auch im Jahr 2022 festgehalten. Eine breite Basis auch aus unterschiedlichen Anwenderkreisen sichert die weitere geschäftliche Entwicklung. Personal Der Personalbestand im Jahr 2021 hat sich gegenüber 2020 auf durchschnittlich 82 Mitarbeitern erhöht (Vorjahr: 71). Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern - insbesondere für Entwicklungsarbeiten im Hinblick auf die Digitalisierung - bleibt ein aktiver Prozess. Die Aussicht, gut und umfassend ausgebildete Fachkräfte für die digitale Transformation zu rekrutieren ist unverändert schwierig. Die personelle Ausstattung bleibt ein Schlüsselthema für eine nachhaltige Entwicklung. 3. Ertragslage Das EBIT des Jahres 2021 beläuft sich auf 355 T€ (Vorjahr 335 T€). Die Umsatzerlöse haben bedingt durch die oben genannte Belebung von 7.169 T€ im Jahr 2020 auf 8.435 T€ in 2021 zugenommen. Die Materialaufwendungen sind - auch auf Grund teils erheblicher Preissteigerungen - überproportional von 2.123 T€ auf 3.216 T€ gestiegen. Hinsichtlich der geographischen Verteilung der Umsätze hat es eine leichte Verschiebung zu Gunsten des Nicht-EU-Auslands gegeben. Dies stellt sich wie folgt dar: 65,4 % fallen auf das Inland, 9,0 % auf die EU-Länder und 25,6 % auf Nicht-EU-Länder. Die Personalaufwendungen stiegen auch durch die Beendigung der Kurzarbeit von 3.487 T€ im Jahr 2020 auf 3.777 T€ in 2021 an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit rund 951 T€ weitgehend konstant geblieben. Insgesamt wurde unter Berücksichtigung der allgemeinen Rahmenbedingungen ein zufriedenstellendes positives Jahresergebnis erwirtschaftet. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich mit 8.054 T€ im Vergleich zum Vorjahr (8.281 T€) vermindert. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 53,5 % (2020: 60,2 %). Beide Rückgänge sind im Wesentlichen auf die Saldierung von Deckungsvermögen mit der zugehörigen Rückstellung zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch Darlehenstilgungen im Vergleich zum Vorjahr von 259 T€ auf 112 T€ reduziert. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 88,7 % (Vorjahr 83,2 %). Im Jahr 2021 ergaben sich keine größeren Veränderungen im Bereich des Sachanlagevermögens. 5. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - nach der Praktikerformel - beträgt im Berichtsjahr 566 T€. Der Bestand der liquiden Mittel ging von 877 T€ im Vorjahr auf 651 T€ zurück. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen 6. Finanzielle Leistungsindikatoren Für das Berichtsjahr wurde ein zunehmendes Umsatzvolumen prognostiziert. Dies ist wie erwartet auch eingetreten. Das prognostizierte deutlich bessere Ergebnis wurde nur zum Teil erreicht (Ergebnissteigerung von 223 T€ auf 262 T€). 7. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf des Jahres 2021 war für unser Unternehmen in Anbetracht der weiter außergewöhnlichen und wechselhaften Situation insgesamt zufriedenstellend, auch wenn eine fehlende Konstanz nachhaltige Weichenstellungen erschwert. III. Chancen- und Risikobericht 1. Chancen der künftigen Entwicklung Die Gesellschaft hat aufgrund ihrer Vertriebs-, Beratungs- und Betreuungskompetenz und nicht zuletzt aufgrund der bekannten technischen Kompetenz eine gute Marktposition und einen hohen Bekanntheitsgrad als Spezialist für Präzisionsanlagen. Durch stetige Anpassungsmaßnahmen und eine hohe Leistungsbereitschaft sieht sich die Gesellschaft weiterhin gut aufgestellt, um auch in sich schneller als früher wandelnden Märkten mittelfristig positive Ergebnisbeiträge zu erzielen. Dabei wird die permanente Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter auch in Zukunft einen zentralen Stellenwert einnehmen und kontinuierlich ausgebaut. 2. Risiken der künftigen Entwicklung Ein Risiko für die geplante positive Weiterentwicklung der Gesellschaft könnte die Verzögerung von diversen Projekten auch aufgrund von politischen Gegebenheiten im Ausland sein. Ebenso werden wir die Bonität unserer Kunden nach wie vor aufmerksam beobachten. Risiken, die sich aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit Ausnahme einer Krise im Euro-Raum ergeben können, haben nach unserem derzeitigen Kenntnisstand keinen unmittelbaren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die noch nicht überwundene Coronapandemie stellt für die gesamte Wirtschaft und Bevölkerung eine nach wie vor große Herausforderung dar. Dazu werden die Auswirkungen des Klimawandels - besonders auch durch Ereignisse wie die Flutkatastrophe im Ahrtal - immer präsenter. Neben der Verunsicherung und resultierender gedämpfter Kauflaune ergeben sich hier aber auch Chancen und neue Märkte für z.B. klimafreundliche Produkte an deren Gestehung die Gesellschaft partizipieren kann. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der seit Februar 2022 die Welt beeinflusst, sind vielfältig (Preissteigerungen, Lieferkettenproblematiken, Energiekrise, etc.) und können zur Zeit noch nicht valide eingeschätzt werden. Hohe Inflation sowie stark steigende Energiepreise sind jedoch bereits eingetreten und werden sich auch kurzfristig nicht bessern. Wechselkursrisiken stellen für die Gesellschaft kein signifikantes Risiko dar, da die Zahlungsströme nahezu komplett in unserer Hauswährung Euro abgewickelt werden. Zinsrisiken werden durch feste Zinsvereinbarungen vermieden. Mit besserem Service, hochwertigen Produkten und kompetenten, engagierten Mitarbeitern wird angestrebt auf Wettbewerbsrisiken zu reagieren. Beschaffungsrisiken werden durch ein aktives Lieferantenmanagement und zunehmend optimiertere Lagerhaltung minimiert. Ferner besteht mit den wesentlichen Lieferanten eine enge und langjährige Beziehung. Schließlich stellen interne Qualitätskontrollen eine konstante Qualität sicher. Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung die Risiken der Gesellschaft weiterhin als beherrschbar ein. 3. Gesamtaussage Vor dem Hintergrund unseres finanziellen Rückhalts und der Flexibilität, mit der wir auf Kundenanforderungen reagieren können, sehen wir uns für die Bewältigung künftiger Aufgaben gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 4. Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente Zu den bei der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere des Anlagevermögens, Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzpositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Preisänderungsrisiken werden permanent überwacht. Sind Erhöhungen nicht durch optimierte interne Prozesse abzufangen, erfolgt nötigenfalls eine Weitergabe der Preissteigerungen an den Markt. Liquiditätsrisiken werden durch eine Liquiditätsvorschau regelmäßig überwacht. IV. Prognosebericht Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2022 einen wieder konstanteren Geschäftsverlauf mit moderat zunehmendem Umsatzvolumen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass bei einem effizienten Kosten-Monitoring, fokussierter Produktentwicklung und aufmerksamer Marktbeobachtung ein wieder deutlich verbessertes Ergebnis erreicht werden kann, um den kommenden Herausforderungen gerecht zu werden. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für die Nutzungsdauern wurden die steuerlichen AfA-Tabellen zugrundegelegt. Geringwertige Wirtschaftgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden je nach Fertigungsgrad mit den Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 515.897,00 EUR. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten sowie Gewährleistungen gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungsbeträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit des Folgejahres darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Abweichend zum Vorjahr wurden verpfändete Wertpapiere, die der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit der zugehörigen Rückstellung verrechnet. Die Wertpapiere mit historischen Anschaffungskosten von 749.427,28 € sind mit dem Zeitwert von 759.166,40 € bewertet und mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung von 515.897,00 € verrechnet, sodass sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von 243.269,40 € ergibt. Der Differenzbetrag zwischen Anschaffungskosten der Wertpapiere des Deckungsvermögens und ihrem Zeitwert von 9.739,12 € ist zur Ausschüttung gesperrt. Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellung in Höhe von 10.033,00 € wurden mit Erträgen aus der Zuschreibung des Deckungsvermögens in Höhe von 26.733,80 € saldiert und insgesamt in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Umgliederung ist im Anlagespiegel in der Spalte Umbuchungen gezeigt. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.
Finanzanlagevermögen Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. niedrigerem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ausgewiesen (Niederstwertprinzip). Dauernde Wertminderungen werden entsprechend erfolgswirksam berücksichtigt, sofern der durchschnittliche Börsenpreis den Buchwert zum 31.12.2021 um mehr als 20% innerhalb der letzten 6 Monate oder mehr als 10% innerhalb der letzten 12 Monate unterschritt (IDW RS VFA 2). Darüber hinaus wurde bei einer Wertminderung bereits im Vorjahr abgeschriebener Finanzanlagen auch bei geringeren Durchschnittssätzen, sofern die Wertminderung zur Bilanzaufstellung noch bestand, von einer dauernden Wertminderung ausgegangen. Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen i. H.v. EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00) enthalten. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 25.868,12. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen / Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen ohne Saldierung beläuft sich zum 31.12.2021 auf EUR 515.897,00. Als Rechnungsgrundlage für die versicherungsmathematische Barwerte wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Grunde gelegt. Dabei fand die Project Unit Credit Method Anwendung. Der Rechnungszins beläuft sich per 31.12.2021 auf 1,87 %. Zinsanteil aus der Zuführung zur Rückstellung für Pensionen in Höhe von 10.033,00 EUR wurde im Finanzergebnis berücksichtigt. Bei der Bewertung wurde ein Rententrend von 0 % und eine Gehaltsdynamik von 0 % zugrunde gelegt. Als durchschnittliche Fluktuation der zugehörigen Personen wurde 0 % angenommen. Verpfändete Wertpapiere, die der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit der zugehörigen Rückstellung verrechnet. Die Wertpapiere mit historischen Anschaffungskosten von 749.427,28 € sind mit dem Zeitwert von 759.166,40 € bewertet und mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung von 515.897,00 € verrechnet, sodass sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von 243.269,40 € ergibt. Der Differenzbetrag zwischen Anschaffungskosten der Wertpapiere des Deckungsvermögens und ihrem Zeitwert von 9.739,12 € ist zur Ausschüttung gesperrt. Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellung in Höhe von 10.033,00 € wurden mit Erträgen aus der Zuschreibung des Deckungsvermögens in Höhe von 26.733,80 € saldiert und insgesamt in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personal, Gewährleistungen, Archivierung von Geschäftsunterlagen sowie Kosten der Abschlusserstellung, Offenlegung und Prüfung ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
(1) Durch Pfandrechte an unbeweglichen Sachen besichert. Sonstigen finanziellen Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von 125.670,24 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Aus unbefristeten Mietverträgen ergeben sich unter Berücksichtigung der vertraglichen bzw. gesetzlichen Kündigungsfrist zukünftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 125.670,24 EUR. D. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer, Dieter Marx, ausgeübter Beruf: Kaufmann Geschäftsführer, Manfred Marx, ausgeübter Beruf: Kaufmann Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 261.668,13 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags von 6.787.578,12 EUR ergibt sich ein Betrag von 7.049.246,25, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden 7.049.246,25 EUR vorgetragen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. sonstige BerichtsbestandteileUnterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB
Erlangen, den 15. August 2022 MPM Micro Präzision Marx GmbH, Erlangen gez. Dieter Marx, Geschäftsführer gez. Manfred Marx, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.08.2022 festgestellt. VersagungsvermerkIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse die größenabhängigen Erleichterungen (nach § 327 Nr. 1 HGB) zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Versagungsvermerk erteilt: VERSAGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die MPM Micro Präzision Marx GmbH, Erlangen Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Wir waren beauftragt, den Jahresabschluss der MPM Micro Präzision Marx GmbH, Erlangen, bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - zu prüfen. Darüber hinaus waren wir beauftragt, den Lagebericht der MPM Micro Präzision Marx GmbH, Erlangen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 zu prüfen. Wir geben keine Prüfungsurteile zu dem beigefügten Jahresabschluss und dem beigefügten Lagebericht ab. Aufgrund der Bedeutung des im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalts sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu erlangen, und versagen daher den Bestätigungsvermerk. Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Die Vorräte der Gesellschaft sind in der Bilanz mit einem Betrag von insgeamt 1.808 TEUR bilanziert. Das entspricht rund 22,5 % der Bilanzsumme. Die gesetzlichen Vertreter haben entgegen § 320 HGB die für die Prüfung des Bestehens und der Bewertung der Vorräte erforderlichen Nachweise und Aufklärungen nicht erbracht. Daher waren wir nicht in der Lage zu beurteilen, ob Anpassungen in Bezug auf die Bilanzierung und Bewertung der Vorräte im Jahresabschluss, einschließlich der zugehörigen Angaben, notwendig waren. Dieser Sachverhalt hat umfassende Bedeutung auch für die Beurteilbarkeit der im Lagebericht erfolgten Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie der Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Es liegt in unserer Verantwortung, eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchzuführen. Des Weiteren liegt es in unserer Verantwortung, einen Bestätigungsvermerk zu erteilen. Aufgrund des im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalts sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu erlangen. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fürth, den 16. August 2022 Dr.
Schwarz - Harrer - vom Ende GmbH
gez. Christian vom Ende, Wirtschaftsprüfer gez. Harald Meyer, Wirtschaftsprüfer |
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