Herstellung von Prüfmaschinen
asphericon GmbH
Stockholmer Straße 9, 07747 Jena, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrike Dr. Fuchs seit 12.3.2025 | Prokura |
Sebastian Henkel seit 12.3.2025 | Prokura |
Susann Kurschel seit 12.3.2025 | Prokura |
Alexander W. Zschäbitz seit 18.10.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 38.41% | |
| 27.28% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.05% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
asphericon GmbHJenaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Geschäftsmodell Unsere Gesellschaft ist auf die Entwicklung, automatisierte Herstellung und den Vertrieb von asphärischen Linsen und Freiformflächen für optische Anwendungen sowie dazugehörige Beratungs- und Entwicklungsleistungen spezialisiert. Mit der "asphericon Technologie" werden mittels CNC Schleif- und Poliermaschinen Asphären größerer Stückzahlen für sämtliche Anwendungen für hochwertige optische Geräte zu wettbewerbsfähigen Preisen produziert. Neben den kundenspezifischen Komponenten (OEM) wird ein Sortiment von preisattraktiven Standardasphären (SPA) angeboten. Die eigene Beschichtung (ACS), die Herstellung von Infrarotoptiken, der Feinschliff komplizierter Asphären/Freiformflächen und eigener Optiksysteme sowie Entwicklungsleistungen im Kundenauftrag runden unser Leistungsspektrum inzwischen ab. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Das abgelaufene Jahr war erneut von wichtigen geopolitischen Ereignissen geprägt, die teilweise erhebliche makroökonomische Auswirkungen hatten. Die Energiekrise, die Inflation und schwerwiegende geopolitische Konflikte sind Beispiele für externe Faktoren, mit denen sich viele Menschen und Unternehmen auseinandersetzen mussten. Aufgrund der unsicheren geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen ist es nach wie vor schwer einschätzbar, wie sich die Weltwirtschaftslage entwickeln wird. Nachdem es im Jahr 2022 bereits zu einer Verlangsamung des globalen Wachstums auf ca. 3,5% kam, reduzierte sich dieses Wachstum im Jahr 2023 nach Schätzung des IWF (Stand April 2024) nochmals auf ca. 3,2%. Beeinträchtigt wurde die Weltwirtschaft weiterhin durch die durch den russischen Überfall auf die Ukraine hervorgerufene Unsicherheit, hohe Zinsen und den weiterhin hohen Preisdruck. In Deutschland kam es gemäß diesen Daten im Jahr 2023 zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von ca. 0,3%, nachdem im Jahr 2022 noch ein Wachstum von 1,8% verzeichnet wurde. In der Eurozone verlangsamte sich das Wachstum von 3,6% auf 0,6%. In den Vereinigten Staaten und in China kam es jeweils zu einer Beschleunigung des Wachstums von 1,9% auf 2,5% und 3% auf 5,2%. Im Jahr 2023 konnten die rund 1.000 deutschen Photonikhersteller, ausgehend von einer Umfrage von Spectaris, den Gesamtumsatz im Vergleich zu 2022 nominal um mehr als 7,5 Prozent steigern, das entspricht einem Wert von rd. 54 Milliarden € und wurde von 7 % im Inland und 8 % Wachstum im Ausland getragen. Vor dem Hintergrund stark gestiegener Erzeugerpreise (etwa 6 %) relativiert sich das Ergebnis. Die positive Entwicklung für die deutsche Photonikexporte wurde vor allem durch das wichtigste Zielland USA mit +11 % getragen, während China dagegen leicht rückgängig war. Die große Bedeutung des internationalen Geschäfts zeigt sich in der unverändert hohen Exportquote von 73 %. Die stark gestiegenen Kosten, geopolitische Spannungen und ein hoher bürokratischer Aufwand belasten die Branche. Die Wachstumsbremse waren lt. Verband insbesondere Handelshemmnisse, namentlich Bürokratie und überlange Bearbeitungszeiten von Ausfuhranträgen. Auch stellt der Mangel an qualifizierten Fachkräften die Branche vor große Herausforderungen. Auf das Jahr 2024 schauen die deutschen Hersteller verhalten optimistisch und rechnen mit einem erneuten, aber etwas schwächerem Plus in der Größenordnung von etwa fünf Prozent. Die Nachfrage nach Photonik-Produkten droht absehbar einzuknicken, weil sich der Auftragsbestand der Investitionsgüterindustrie in wichtigen Absatzregionen verringert hat. Laut Aussage des IFO-Institutes erhöhte sich im 1. Halbjahr 2024 der Anteil der Unternehmen, die über mangelnde Aufträge berichten deutlich. Nach letzten verfügbaren Zahlen stieg die Zahl der Unternehmen mit Auftragsmangel im April 2024 auf fast 40%. Insgesamt besteht nicht nur u. E. eine hohe Verunsicherung, die zu einer Investitionszurückhaltung insbesondere in Deutschland führt. 2. Geschäftsverlauf Die bereits im Jahr 2022 erkennbare Verlangsamung in für unser Unternehmen relevanten Marktsegmenten wie Investitionsgüterherstellung und Halbleitertechnologien hat sich entgegen unseren Erwartungen auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Dies führte bis zur Mitte des Jahres 2023 zu einer erheblichen aufgelaufenen Verlustsituation. Insoweit ist bis zum 30.06.2023 ein negatives Ergebnis in Höhe von rd. 1,0 Mio Euro aufgelaufen. Gleichzeitig stieg jedoch die Nachfrage in den Bereichen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie deutlich an. Insoweit wurden in der Fertigung wesentliche Ressourcen auf dieses Geschäftsfeld umgeschichtet. Dies führte in der zweiten Jahreshälfte zu einem wesentlichen und notwendigen Ergebnisbeitrag, so dass der im 1. Halbjahr 2023 aufgelaufene Verlust vollständig kompensiert werden konnte. Im Ergebnis konnte insoweit ein positives Jahresergebnis in Höhe von rd. TEUR 37 erzielt werden. Die vorstehend beschriebene Zweiteilung der Marktentwicklung ist für unser Unternehmen mit einem erheblichen Aufwand zur Umstellung unserer Ressourcen auf die oben genannten Wachstumsbereiche verbunden. Aus diesem Grund haben wir im 4. Quartal 2023 begonnen, unsere Fertigung in Jena in drei Geschäftsbereiche aufzugliedern, um auf die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Marktsegmente besser reagieren zu können. In dem Schlüsselmarkt USA, in dem der Vertrieb über die eigene US-Tochtergesellschaft in Sarasota (Florida, USA) seit dem 1. April 2014 erfolgt, verminderte sich der Umsatz um 52,6 %, wobei die zunehmende direkte Belieferung aus Tschechien nach Nordamerika diesen Umsatzrückgang aus Sicht unserer Tochtergesellschaft kompensierte. Die Produktion in unserer tschechischen Tochtergesellschaft konnten wir planmäßig ausbauen und abermals bei einer noch unzureichenden Ertragslage ein Umsatzwachstum von 18% realisieren, wobei sukzessiv ein eigener Vertrieb aufgebaut wird. Allerdings leidet auch die Tochtergesellschaft deutlich unter depressiven Entwicklung im Maschinenbau. Trotz dieser unerfreulichen Entwicklung müssen wir festhalten, dass die Nachfrage nach unseren Produkten nunmehr komplett befriedigt werden kann, so dass sich im Verlauf des Jahres der durchschnittliche Auftragsbestand nur um 3 % erhöht hat, wobei dieser Wert im erheblichen Umfang durch Großprojekte in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie positiv beeinflusst ist. Ferner verursachte die inflationsbedingte Preisentwicklung bei unseren Materialbezügen deutliche Margenverluste. Preiserhöhung sind im Maschinenbau aufgrund der degressiven Entwicklung nur schwerlich durchsetzbar. Aufgrund der Volatilität des Marktumfeldes 2023 erhöhte sich zwar das Rohergebnis des Geschäftsjahres leicht um 0,8 % (= T€ 125), wobei anzumerken ist, dass die Zuschüsse für F+E-Aufwendungen um T€ 177 höher waren. Insbesondere fiel jedoch der Personalaufwand durch 12 zusätzliche Mitarbeiter um T€ 652 und damit um 7% höher aus. Die Abschreibungen stiegen investitionsbedingt um T€ 296 = 23 %. Der sonstige betriebliche Aufwand verminderte sich um T€ 624 = 16 %. Der Aufwand für Reparaturen (./. T€ 429 = 42%) verminderte sich vor allem durch die aperiodisch anfallenden Generalüberholungen und die geringere Auslastung der Technik. Die Ausgaben für Verkaufsprovisionen (./. 191) verminderten sich umsatzbedingt. Zusammen resultierte daraus aufgrund der unterproportionalen Kostensenkung ein um T€ 199 = 23% schlechteres Betriebsergebnis. Das Finanzergebnis verschlechterte sich durch die investitionsbedingte Neuverschuldung aber auch die hohe Inanspruchnahme der teuren Kontokorrente abermals erheblich (./. T€ 109 = 23%), so dass, unter Berücksichtigung der Ertragssteuern, ein um 198 T€ geringeres Jahresergebnis realisiert wurde. Unter Berücksichtigung der schwierigen Marktbedingungen hat sich unsere Gesellschaft im Branchenvergleich unbefriedigend entwickelt, da das Umsatzwachstum in den neuen Geschäftsbereichen zwar erfreulich, aber auch mit erheblichen Auslieferungsverzögerungen infolge von Qualitätsmängeln und unplanmäßigen Kostensteigerungen einherging. 3. Ertragslage Die Umsätze entfallen wie im Vorjahr auf das Inland mit 64 %, mit 21 % auf Drittländer (insbesondere Israel, Nordamerika und Asien) und mit 15 % auf das EU-Ausland. Das Umsatzwachstum im Inland resultiert vor allem aus der Sonderkonjunktur in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, während der deutsche Maschinenbau kriselte. Nach Produkten entfallen rd. 84 % (2022: 86 %) auf das historische OEM-Geschäft, mit rd. 9% (2022: 6%) auf das Standardasphärensortiment (SPA) und mit rd. 7% (2022: 8%) auf übrige Leistungen (Beschichtung und Beratung für Dritte). Während im OEM-Bereich die Absatzmenge um 24 % und der Umsatz um 5 % abnahm, legte im SPA-Bereich die Absatzmenge um 12 % und der Umsatz um 48 % zu, was vor allem auf die Vermarktung teurerer Systeme zurückzuführen war. Sowohl im OEM- als auch im SPA-Bereich können wir festhalten, dass wir uns eine stabile Kundenbasis erarbeitet haben und hiervon ausgehend eine kontinuierliche Nachfrage erfolgt. Im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie wurden zukunftsträchtige neue Märkte erschlossen. Der durchschnittliche Auftragsbestand lag 2023 mit ca. € 21,9 Mio. nur geringfügig über Vorjahresniveau. Zum Jahresende belief sich der Auftragsbestand auf etwa € 18,5 Mio., was deutlich unter dem Durchschnitt liegt. Entscheidend für unser langjähriges Wachstum sind ferner unsere hohen F+E Aufwendungen und Investitionen, die planmäßig bezuschusst werden. Hinsichtlich des Material- und Personalaufwandes ist anzumerken, dass der Posten einen FuE-Anteil von rd. T€ 1.116 enthält, der zu einem erheblichen Teil bezuschusst wurde. Die sich daraus ergebende Innovationskraft ist u. E. ursächlich für unser überdurchschnittliches Wachstum in der Branche, zumindest was unsere Asphärenproduktion betrifft. 4. Finanzlage Die Finanzierung des laufenden Geschäftes sowie die Durchführung der geplanten Investitionen ist sichergestellt. Neben vorhandenen liquiden Mitteln stehen ausreichende Kreditzusagen zur Verfügung. Die finanzielle Lage der Gesellschaft ist nach der Verlustsituation im ersten Halbjahr 2023 wieder sichergestellt und somit als ausreichend einzustufen. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen zu den finanziellen Leistungsindikatoren. 5. Kapitalstruktur Das Eigenkapital unter Einbeziehung des dem Eigenkapital zurechenbaren Anteils der Sonderposten verharrte leicht mit T€ 3.735 unter Vorjahresniveau. Die Bilanz weist gegenüber dem Vorjahr ein erheblich erhöhtes Fremdkapital aus, was in erster Linie auf die deutlich gestiegenen Bankverbindlichkeiten (+ 3,8 Mio Euro) zurückzuführen ist. Die erhaltenen Anzahlungen und Lieferantenverbindlichkeiten liegen in Summe leicht unter dem Vorjahr. Finanziert wurden die Investitionen in das Anlagevermögen in erster Linie durch langfristige Bankkredite und die stille Beteiligung der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft. 6. Investitionen Als wachstumsorientiertes Technologieunternehmen investierte die asphericon im Berichtsjahr abermals T€ 3.553,2. Neben Investitionen Bau eines Verwaltungs-/Produktionsgebäudes (TEUR 1.958) betraf dies vor allem technische Anlagen (TEUR 1.263). Die planmäßigen Abschreibungen fallen mit 10 % des Rohergebnisses durchschnittlich aus. Das Investitionsvolumen 2024 bis 2026 wird mit kumuliert ca. 0,3 Mio. € für Gebäude und 2,4 Mio. € für Maschinen geplant. 7. Personal Unsere Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt umgerechnet in Vollzeitarbeitskräfte 160 Angestellte und 4 Auszubildende. Ein wichtiger Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser hochmotiviertes Personal, wobei auch uns der Fachkräftemangel in der Region, insbesondere im Produktionsbereich, zu schaffen macht und nach wie vor kostentreibend wirkt. 8. Liquidität Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist ausreichend, es sind derzeit keine gravierenden Engpässe zu erwarten. Begründet ist dies auch in der Bereitstellung von Anzahlungen seitens der Kunden. 9. Vermögenslage Die Bilanz der asphericon weist im Geschäftsjahr 2023 folgende strukturelle Veränderungen auf:
Kennzeichnend für die Vermögenslage sind die hohe Anlagenintensität, die Zunahme der Vorräte und verminderte Lieferforderungen infolge des erhöhten Wachstums sowie der erheblichen Verschuldungsgrad eines technologieorientierten Wachstumsunternehmens. 10. Finanzielle Leistungsindikatoren
1) Eigenkapital + Sonderposten mit Rücklageanteil + stille Beteiligung MBG 2) Verzinsliches Fremdkapital ./. flüssige Mittel im Verhältnis zum wirtschaftlichen Eigenkapital 3) Jahresergebnis + planmäßige Abschreibungen ./. Auflösung planmäßige Sonderposten Investitionszulage/-zuschüsse Durch die Bilanzverlängerung, vor allem bedingt durch die erheblichen Anlageninvestitionen, verschlechterte sich die Eigenkapitalquote deutlich. Die hohen FuE-Ausgaben fördern zwar einerseits die Innovationskraft der asphericon und lassen damit ein überdurchschnittliches Zukunftswachstum erwarten, sind aber andererseits damit verbunden, dass überproportionale Investitionen in das "Human Capital" erfolgen müssen, die wiederum kurz und mittelfristig die Ertragslage belasten. III. Prognosebericht Anfang 2024 kam es bei einem wesentlichen Großprojekt, verursacht durch kundenseitig notwendig gewordene Spezifikationsanpassungen, zu Verzögerungen, die zusammen mit technologischen Problemen durch Zulieferer unsererseits zu Umsatzverschiebungen in das 2. und 3. Quartal 2024 geführt haben. Parallel verlangsamte sich das klassische Segment der Laseroptiken für den Maschinenbau noch weiter und es kam zu Verzögerungen bei einer Ausfuhrgenehmigung, so dass es im 1. Quartal zu einem ungeplanten Verlust in der Größenordnung von 1,7 Mio. Euro kam. Durch erhebliche Anstrengungen und Umschichtung von Ressourcen unsererseits konnten im 2. Quartal sowohl die verschobenen Qualifizierungen nachgeholt als auch bereits Umsätze aufgeholt werden, so dass der im 1. Quartal aufgelaufene Verlust um bereits ca. 1. Mio. Euro reduziert werden konnte. Ermöglicht wurde dies auch durch eine Senkung von Material- und Personalkosten sowie Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwänden. Aufbauend auf der erfolgreich angelaufenen Serienfertigung in dem Segment Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie dem hier vorhandenen Auftragsbestand gehen wir davon aus, in der zweiten Jahreshälfte 2024 einen wesentlichen Ergebnisbeitrag zu erzielen und den damit noch vorhandenen Rest des Verlustes aus dem 1. Quartal zu kompensieren, wobei wir davon ausgehen, dass wir die positive Kostenentwicklung auf Grund der veränderten Produktstruktur im 2. Halbjahr beibehalten können und es noch zu Kostenerstattungen für die notwendigen vorstehend erwähnten Spezifikationsanpassungen kommen wird. Diese Entwicklung wird auch nochmals durch den Abschluss eines neuen Rahmenvertrages im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie bestätigt. Die Auftragsbestätigung vom 30.09.2024 über einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag ist von entscheidender Bedeutung für die künftige Entwicklung der Gesellschaft. Die in diesem Zusammenhang vereinbarte Anzahlung in Höhe von 18% sichert zudem die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft. Die aufgestellte Prognose im Vorjahr hinsichtlich des leicht positiven Jahresergebnisses 2023 konnte abschließend erreicht werden. Aufgrund der Entwicklung in den vergangenen Monaten erwarten wir in der Summe in 2024 ein Wachstum in dem neuen Geschäftsfeld von rd. 10%-15%. Die Umsätze erwarten wir in 2024 jedoch insgesamt auf Vorjahresniveau, das Betriebsergebnis wird sich jedoch in einer Spanne von TEUR -300 bis TEUR 100 bewegen. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2025 insbesondere aufgrund des neuen Rahmenauftrages eine positive Entwicklung für die Gesellschaft. Dies steht insbesondere unter der Annahme, dass die dazu notwendigen Stückzahlen hergestellt und ausgeliefert werden können. IV. Chancen- und Risikobericht Auf Grund der unsicheren konjunkturellen Situation durch den Überfall Russlands auf die Ukraine, ist eine Prognose schwierig. Die weltweit von den Notenbanken betriebene Politik der Inflationsbekämpfung und die erhebliche Verschuldung der Staaten veranlassen uns zu der Annahme, dass die Zinsen mittelfristig weiter steigen werden, was unser Finanzergebnis erheblich belasten wird. Kurzfristig ist die größte Herausforderung die Verschiebung der Nachfrage innerhalb unserer Marktsegmente weg von klassischen Lasermaschinen hin zu optischen Systemen sowie Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Wir sehen unser Unternehmen gut in der Lage, diese Nachfrage zu bedienen und entsprechendes Umsatzwachstum zu generieren. Allerdings führt diese Verschiebung auch im 1. Halbjahr 2024 zu erheblichen Minderumsätzen bei wesentlichen Kunden aus dem Bereich Lasermaterialbearbeitung. Zusätzlich wird sich die Kostensteigerung des Jahres 2023 auch in 2024 fortsetzen. Dies hat im Ergebnis auch negative Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, sodass bis zum Ende des 3. Quartals 2024 ein deutlicher Verlust aufgelaufen ist. Es wird insoweit versucht, dieser negativen Entwicklung aufgrund entsprechender Auslieferungen im 4. Quartal entgegenzuwirken. Eine Bestandsgefährdung für die Gesellschaft sehen wir aufgrund der zur Verfügung stehenden Liquidität aktuell nicht. Im Wesentlichen sind die Entwicklungen hin zu optischen Systemen sowie im Bereich Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Chancen für unser Unternehmen, künftiges Umsatzwachstum zu erreichen. Ebenso besteht das Risiko für die Gesellschaft, sofern letztlich Mittel für diesen Geschäftsbereich von öffentlichen Auftraggebern nicht oder nicht zeitgerecht bereitgestellt werden. Die größte mittelfristige Herausforderung sehen wir derzeit in einer adäquaten Bereitstellung von geeigneten Ressourcen bei Personal und Ausgangsmaterialien, um eine kontinuierliche Auslastung in der Asphärenfertigung zu sichern. Zusätzlich besteht bei ausgewählten Projekten das Risiko von langen Genehmigungszeiten bei der Ausfuhr. Ferner werden wir verstärkt die Kostenvorteile unserer Tochtergesellschaft in Tschechien nutzen, um eine optimale Aufteilung zwischen den Produktionsstandorten zu erzielen. Die Etablierung als "Systemanbieter" hat sich 2023 nennenswert entwickelt. Darauf aufbauend und basierend auf den positiven Rückmeldungen unserer Kunden erwarten wir langfristig ein erhebliches Umsatzpotential. Umsatzseitig besteht immer noch eine hohe Abhängigkeit von wenigen Großkunden. Der Anteil der in USD fakturierten Umsätze beträgt rd. 6,5 % (Vorjahr: 10,9 %), so dass ein gemindertes latentes Währungsrisiko besteht. Aufgrund der Anlageninvestitionen und F+E Aktivitäten in neue Verfahren und Produkte haben wir u. E. den technologischen Vorsprung gegenüber unseren Wettbewerbern ausgebaut und können durch zunehmend komplexere Oberflächenformen auf den Absatzmärkten weiteres Umsatzwachstum erzielen. Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagementsystem, das es uns ermöglicht, gravierende negative Entwicklungen frühzeitig auf Grundlage von Soll-Ist-Abweichungsanalysen und Marktbeobachtungen zu erkennen. Unvorhersehbare Risiken aufgrund höherer Gewalt oder sonstiger unkalkulierbarer interner und externer Schadensrisiken werden extern abgesichert. V. Forschungs- und Entwicklungsbericht Im Berichtsjahr hat die asphericon T€ 1.116 incl. Gemeinkosten (Vorjahr: T€ 122) im Bereich der Forschung und Entwicklung ausgegeben. Planmäßig erhöhten sich die Aufwände für die F+E-Tätigkeit im Jahr 2023. Schwerpunkte der F+E-Tätigkeiten sind: 1. Steigerung der Effizienz bestehender Technologien Hierbei liegt unser Fokus vor allem darauf, den Durchsatz auf den bestehenden Asphärenlinien durch Softwareoptimierungen zu erhöhen. Hierzu soll eine neue Generation unserer eigenen Steuerungssoftware eingeführt werden. Sie soll sowohl die Bediener entlasten als auch die Grundlagen für die Einführung von "Robotik" in der Produktion legen. Diese Software wird bereits erste intelligente Lösungen im Sinne von KI beinhalten. 2. Bearbeitung und Beschichtung von kristallinen und amorphen Materialien Ziel ist hierbei, sowohl die Bearbeitung als auch die optische Beschichtung in der Serie zu qualifizieren. 3. Einführung von optischen Hochleistungsschichten Hierbei ist es das Ziel, mittels Sputtertechnologie optische Schichten zu entwickeln, die sehr hohen Laserleistungen standhalten, mechanisch sehr belastbar sind und gleichzeitig in einem stark automatisierten Prozess hergestellt werden können sowie auf komplexen Geometrien angewendet werden können. 4. Entwicklung von Systemen zur Strahlformung Hier liegt der Schwerpunkt in der Entwicklung refraktiver Systeme zur Strahlformung in höchster optischer Güte und mit verschiedenen Ausgangsprofilen.
Jena, 19.12.2024 gez. Sven R. Kiontke, Geschäftsführer gez. Alexander W. Zschäbitz, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die asphericon GmbH hat ihren Firmensitz in der Stockholmer Str. 9 in Jena (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Jena im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 208860 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, angesetzt. Die Nutzungsdauern der branchenspezifischen Sachanlagen orientieren sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen für den Wirtschaftszweig "Feinmechanische und Optische Industrie"; im Übrigen erfolgt eine Orientierung an der steuerlichen AfATabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter. Dem regelmäßigen "Drei-Schicht-Betrieb" in der Produktion wird durch den Ansatz abgekürzter Nutzungsdauern Rechnung getragen. Die Abschreibungsdauer beträgt 10 - 33 Jahre für Gebäude, 4 - 20 Jahre für technische Anlagen und Maschinen sowie 3 - 14 Jahre für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und -minderungen berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr ihres Zugangs sofort mit ihrem vollen Wert abgeschrieben; ihr Abgang nach fünf Jahren wird unterstellt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Dabei wurden die Anschaffungskosten in Fremdwährung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Einzahlung umgerechnet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte grundsätzlich nach dem gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (produktionsbezogene Vollkosten). Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Erhaltenen Anzahlungen wurden, soweit sie durch die angefallenen Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse gedeckt sind, offen von den Vorräten abgesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Die Investitions- und Aufwandszuschüsse werden bei vorliegendem Fördermittelbescheid entsprechend des Abrufs für begünstigte Vermögensgegenstände und Aufwendungen als Forderung eingestellt, wenn bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses der Zahlungseingang erfolgte. Kassenbestände und Bankguthaben wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Kapitalrücklage wurde gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet. Die nach handelsrechtlichen Grundsätzen in den Jahren 2003 bis 2020 gebildeten Sonderposten für Investitionszulage/-zuschüsse zum Anlagevermögen werden gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB fortgeführt. DieRückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen bezeichnet, die in den Konsolidierungskreis der asphericon GmbH, Jena, einbezogen werden. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen gezahlte E-Mobilitätszuschüsse für geleaste Elektrofahrzeuge, die über die im Förderbescheid geregelte Zweckbindungsfrist linear aufgelöst werden. Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs. Bei Vermögensgegenständen und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr erfolgt die Folgebewertung zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. Die latenten Steuern resultieren in erster Linie aus der abweichenden Nutzungsdauer von "digitalen Wirtschaftsgütern" gem. BMF-Schreiben vom 22. Februar 2022 zwischen Handels- und Steuerbilanz und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften. Aufgrund der sich ergebenden Wertdifferenzen zwischen der Handelsbilanz im Vergleich zur Steuerbilanz, wurden gemäß § 274 HGB passive latente Steuern gebildet. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden verrechnet ausgewiesen. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB.
Zum Bilanzstichtag werden unter den Finanzanlagen an folgenden Gesellschaften eine Beteiligung i.S.d. § 271 HGB ausgewiesen:
* (Die Umrechnung erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen mit TEUR 194,6 einen zinslosen unbefristeten Kredit an die Geschäftsführung, der endfällig getilgt wird. Die Bildung der Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen erfolgte gemäß § 273 i.V.m. § 247 Abs. 3 HGB (IDW Gutachten HFA 1/1984). Die Investitionszulage/-zuschüsse wurden entsprechend den realisierten begünstigten Investitionen in den Sonderposten mit Rücklageanteil eingestellt. Sie stellen wirtschaftlich eine Anschaffungskostenminderung auf die begünstigten Zugänge des Anlagevermögens dar und werden ratierlich analog zu den Abschreibungen der begünstigten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Mit den GA-Investitionszuschüssen (I bis V) verpflichtete sich die Gesellschaft, mit Abschluss der Maßnahme (31.12.2020) 113,6 Dauerarbeits- und 6,7 Ausbildungsplätze zu schaffen und über eine Bindungsfrist von 5 Jahren zu besetzen. Teilweise sind die Dauerarbeitsplätze an eine spezifizierte Jahresvergütung und der Fördersatz an die Mitarbeiterqualifizierung, ökologische Nachhaltigkeit, F+E, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Exportanteil gebunden. Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Grundschuld in Höhe von TEUR 7.400, Sicherungsübereignung der finanzierten technischen Anlagen und die Globalzession der Forderungen gesichert. Daneben bestehen Bürgschaften der Geschäftsführer. Für erhaltene Anzahlungen bestehen zum Bilanzstichtag Bürgschaften und Garantien Dritter in Höhe von TEUR 2.017,1. Die übrigen Verbindlichkeiten sind durch im Geschäftsverkehr übliche Sicherheiten wie Eigentumsvorbehalte abgesichert. Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind außergewöhnliche Erträge für F+E-Zuschüsse in Höhe von TEUR 562 (Vorjahr: TEUR 384) enthalten. Dem stehen für F+E-Projekte Materialaufwand in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 7) und Personalaufwand in Höhe von TEUR 1.027 (Vorjahr TEUR 122) gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen für die Klageerhebung in den Vereinigten Staaten vor dem "United States federal court" in Höhe von TEUR 17,3. V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Mit Vereinbarung vom 14.06.2018 verbürgte sich die asphericon GmbH für das verbundene Unternehmen asphericon s.r.o., Jermanice, für die frist- und ordnungsgemäße Tilgung von Investitionskrediten. Zum 31.12.2023 valutieren die Verbindlichkeiten auf TEUR 3.754 gegenüber der Ceskoslovenská obchodní banka, a. s. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften schätzen wir aufgrund der wirtschafltichen Entwicklung der Tochtergesellschaft als mittelmäßig ein. Ferner bestehen eine Höchstbetragsbürgschaft von TEUR 40 zugunsten von Herrn Steffen Schneider, USA, der für die ASPHERICON INC. persönliche Garantien abgegeben hat. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften schätzen wir als gering ein. Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns derzeit nicht vor. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft, ermittelt entsprechend § 267 Abs. 5 HGB 160,3 Angestellte (Vorjahr: 148,3), davon sind 148,8 in Vollzeit und 11,5 in Teilzeit beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Von dem Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen TEUR 123,4 gegenüber verbundenen Unternehmen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch die Kaufleute: - Dipl.-Informatiker Sven R. Kiontke, Jena - Dipl.-Volkswirt Alexander W. Zschäbitz, Jena Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Beirat Die Gesellschaft hat einen Beirat. Die Beiratsmitglieder waren im Berichtsjahr: • Herr Dipl. Betriebswirt (FH) Michael Rabich, Jena, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Jena-Saale-Holzland • Herr Dipl.-Ing. Wilfried Lang, Jena, Vice President Geschäftsbereich Planetarien der Carl Zeiss AG a.D. • Herr Dipl.-Inf. Thomas Kurschel, Entwicklungsleiter, Dornburg Die Gesamtbezüge des Beirates für seine Tätigkeit beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 1,4. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Die asphericon GmbH bildet den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen für den ein Konzernabschluss aufzustellen wäre und ist gemäß § 293 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Nachtragsbericht Als Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ist der Abschluss eines neuen Rahmenvertrages im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu benennen. Die Auftragsbestätigung vom 30.09.2024 über einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag ist von entscheidender Bedeutung für die künftige Entwicklung der Gesellschaft. Die in diesem Zusammenhang vereinbarte Anzahlung in Höhe von 18 % sichert zudem die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft.
Jena, 19.12.2024 gez. Sven R. Kiontke, Geschäftsführer gez. Alexander W. Zschäbitz, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die asphericon GmbH, Jena Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der asphericon GmbH, Jena, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der asphericon GmbH, Jena, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Versmold, den 20.12.2024 Wortmann & Fabian GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Versmold, Kim Pascal Fabian, Wirtschaftsprüfer * * * |
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