The T Germany GmbH
Selbe AdresseWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die Telekommunikation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Istvan Iski seit 20.5.2026 | Prokura |
Maximilian Dr. Ahrens seit 20.5.2026 | Prokura |
Claudia Moritz seit 20.5.2026 | Prokura |
Peter Beutgen seit 24.3.2026 | Geschäftsführer |
Gottfried Dr. Ludewig seit 15.5.2025 | Prokura |
Johannes Kitz seit 5.12.2024 | Geschäftsführer |
Klaus Werner seit 6.3.2024 | Geschäftsführer |
Lars Neumann seit 13.6.2023 | Prokura |
Jörg G. Westhus seit 13.6.2023 | Prokura |
Jan Ortlepp seit 1.7.2020 | Prokura |
Klaus Poensgen seit 1.7.2020 | Prokura |
Tina Ulrike Lang seit 1.7.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Telekom Deutschland GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deutsche Telekom Business Solutions GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum 31. Dezember 2023InhaltGrundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell Forschung und Entwicklung Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Geschäftsverlauf Lage der Gesellschaft Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Risiko- und Chancenbericht Grundlagen der GesellschaftGeschäftsmodell Die Deutsche Telekom Business Solutions GmbH, Bonn (im Folgenden DTBS oder Gesellschaft genannt), ist als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Telekom Deutschland GmbH, Bonn (im Folgenden Telekom Deutschland genannt), ein verbundenes Unternehmen der Deutsche Telekom AG, Bonn (im Folgenden Deutsche Telekom genannt), im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der DTBS wird in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom als Mutterunternehmen einbezogen. Die DTBS erbringt als Teil des operativen Segments Deutschland für Geschäftskunden Telekommunikationsservices, Leistungen im Bereich sicherheitsempfindlicher Informations- und Computertechnik sowie Sicherheitsdienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf das In- und Ausland. Die Bandbreite der Geschäftskunden erstreckt sich dabei von mittelständischen und großen Unternehmen bis hin zu multinationalen Konzernen sowie Institutionen und Behörden des öffentlichen Sektors, die vor allem auf unsere Geschäftsbereiche XL und Public entfallen. Den Geschäftskunden bietet die DTBS ein breites Portfolio an komplexen und passgenauen Lösungen aus einer Hand an - von Festnetz über Mobilfunk bis hin zu Informationstechnologie. Der Kunde sowie seine Bedürfnisse stehen dabei stets im Mittelpunkt. Als integriertes B2B-Unternehmen versteht sich die DTBS als Partner für die Digitalisierung - für Mittelstand und Großkunden in Deutschland, in Europa und weltweit - und unterstützt mit bedarfsgerechten Kommunikationsinfrastrukturen sowie einem kundenorientierten Portfolio-Mix eine effiziente und nachhaltige Umsetzung der Digitalisierungsbestrebungen ihrer Kunden aus Industrie, Dienstleistung und Verwaltung. Um die Konzernstrategie der Deutschen Telekom im Bereich "Führend bei Geschäftskunden-Produktivität" konsequent umzusetzen, wurde das Telekommunikationsgeschäft für Geschäftskunden in 2020 unter dem Dach der Telekom Deutschland neu aufgestellt (Projekt "One.B2B"). Die DTBS hat im Zuge dieser Maßnahme den Geschäftsbereich "Telekommunikation/TC" (im Folgenden auch Geschäftsbereich TC genannt), bestehend aus den Portfolio-Einheiten "TC Services" und "Classified ICT", von der Konzerngesellschaft T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden T-Systems genannt), als Gesamtheit im Wege einer Abspaltung zur Aufnahme mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2020 übernommen. Die DTBS hat im Rahmen des Projekts "OneGK" durch Kauf- und Übertragungsvertrag vom 18. Dezember 2022 den Geschäftsbereich "Betrieb DTBS" mit Wirkung zum 1. Januar 2023 auf die Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH, Bonn (im Folgenden DT GK genannt), übertragen. Durch diese Maßnahme wurde unter anderem der gesamte Personalbestand der Gesellschaft auf die DT GK übertragen. Die DTBS verfügt über ein weltweites Vertriebsnetz und ist - teilweise auch über ihre Tochtergesellschaften - international in 24 Ländern vertreten. Deutschlandweit ist die DTBS an zahlreichen Standorten vertreten; neben dem Hauptsitz in Bonn beispielsweise in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart und München. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden im Konzernverbund zentral erbracht. Aufgrund der Einbindung der DTBS in den Konzern Deutsche Telekom kann die Gesellschaft bei Bedarf auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten anderer Konzerngesellschaften zurückgreifen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach einem kräftigen Jahresauftakt hat die Weltwirtschaft im Sommer 2023 an Schwung verloren. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass sich das globale Wachstum von 3,5 % im Jahr 2022 auf 3,1 % im Jahr 2023 abgeschwächt hat. Diese Abschwächung wird v. a. auf die nachlassende Erholung nach der Coronavirus-Pandemie, den russischen Krieg gegen die Ukraine sowie die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Ein weiterer dämpfender Faktor ist die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in China, die maßgeblich auf der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor beruht. Infolge der strafferen Geldpolitik und sinkender Rohstoffpreise hat sich der Auftrieb der Verbraucherpreise in den USA und der Eurozone im Berichtsjahr deutlich abgeschwächt. Die Wirtschaftsentwicklung in den Kernmärkten des Konzerns Deutsche Telekom war im Berichtsjahr unterschiedlich. In den USA hat sich die wirtschaftliche Situation besser entwickelt als noch zu Beginn des Jahres zu erwarten war. Sowohl der private Konsum als auch die Anlageinvestitionen nahmen spürbar zu. Letzteres dürfte auch auf die jüngst eingeführten Subventionen für die Halbleiterindustrie und im Bereich der Transformationstechnologien zurückzuführen sein. In Europa hingegen stagnierte die Konjunktur bei schwacher Tendenz. Insbesondere die Industriebranche litt unter den höheren Zinsen, der schwachen globalen Nachfrage und der durch die Euro-Aufwertung verschlechterten preislichen Wettbewerbsfähigkeit. Infolgedessen nahm auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen 2023 zu. In der Bauwirtschaft haben die deutlich verschlechterten Finanzierungsbedingungen und die stark gestiegenen Baukosten die Nachfrage nach Bauleistungen merklich gedämpft. Auch der private Verbrauch war einer der Schwachpunkte der Konjunktur. Während die Wirtschaftsleistung 2023 in den europäischen Kernländern des Konzerns Deutsche Telekom - Deutschland, Ungarn, der Tschechischen Republik und Österreich - zurückging, konnten die übrigen Kernländer des Konzerns - Griechenland, Rumänien, Polen, Kroatien und die Slowakei - ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnen, u. a. begünstigt vom Aufbau- und Resilienzplan der Europäischen Union. Griechenland wurde vom Wirtschaftsmagazin The Economist zur "Volkswirtschaft des Jahres 2023" gekürt. Der IWF lobte ebenfalls die positive Entwicklung der griechischen Volkswirtschaft und hob dabei auch die Fortschritte des Landes bei der digitalen Transformation hervor. In Deutschland gab der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der Geschäftslage und -erwartungen berechnet, im Laufe des Berichtsjahres nach. Das Geschäftsklima der IT- und Telekommunikationsunternehmen lag im Dezember 2023 mit 9,8 Punkten im Plus. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegt sich die ICT-Branche damit weiterhin auf deutlich höherem Niveau: Das ifo-Geschäftsklima Deutschland lag im Dezember 2023 bei minus 11,2 Punkten. Die nachlassende Inflationsdynamik und rückläufige Preise auf den globalen Energiemärkten könnten im kommenden Jahr zu einer moderaten konjunkturellen Erholung führen. Fortschritte bei der digitalen Transformation und die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz könnten mittelfristig das Produktivitätswachstum wieder ankurbeln. Der Konjunkturausblick unterliegt aber weiterhin bedeutenden Abwärtsrisiken. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des Bruttoinlandprodukts (BIP) und die Veränderung der harmonisierten Verbraucherpreise in den wichtigsten Märkten, auf denen der Konzern Deutsche Telekom agiert.
Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, nationale Behörden. Stand: 15. Januar 2024. Telekommunikationsmarkt Die Nachfrage nach schnellem Breitband - im Festnetz und Mobilfunk - ist ungebrochen. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Arthur D. Little lag der durchschnittliche mobile Datenverbrauch pro Nutzer in Europa im Jahr 2023 bei 16 GB/Monat, was einem Anstieg von 23 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Studie prognostiziert, dass dieser Wert bis 2030 auf 76 GB/Monat ansteigen wird. Im Festnetz lag das durchschnittliche Datenvolumen pro Haushalt in Europa im Jahr 2023 bei 265 GB/Monat, ein Plus von 18 % gegenüber dem Vorjahr. Bis 2030 wird das durchschnittliche Datenvolumen pro Haushalt bei 912 GB/Monat prognostiziert. Insbesondere Videoinhalte und die Nutzung sozialer Netzwerke treiben den Datenverbrauch an, gepaart mit einem wachsenden Anteil von Inhalten mit höherer Auflösung und dem Trend zum Livestreaming von Sportveranstaltungen. Der globale Telekommunikationsmarkt wird weiterhin wachsen. Das Marktforschungsunternehmen Analysys Mason schätzt, dass der weltweite Umsatz mit Telekommunikationsdienstleistungen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 % gestiegen ist. Das Umsatzwachstum bei herkömmlichen Telekommunikationsdiensten wird maßgeblich durch höhere Ausgaben für Datendienste getrieben. Analysys Mason erwartet, dass mit dem Ausbau von Glasfasernetzen und der steigenden Nachfrage nach schnelleren Breitband-Anschlüssen die durchschnittlichen Ausgaben pro Nutzer für Festnetz-Anschlüsse ansteigen werden, insbesondere in Nordamerika und Westeuropa. Analysys Mason erwartet zudem, dass das Umsatzwachstum im nordamerikanischen Mobilfunk-Markt auch in den kommenden Jahren über dem Umsatzwachstum in Europa liegen wird. Die Telekommunikationsbranche ist weiterhin von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Im Festnetz stehen etablierte Telekommunikationsunternehmen im intensiven Wettbewerb mit Kabelnetzbetreibern, Stadtnetzbetreibern und Wiederverkäufern, die auf überwiegend regulierte Vorleistungsprodukte zurückgreifen. Finanzinvestoren engagieren sich beim Ausbau regionaler und überregionaler Glasfasernetze. Schließlich üben auch Internetunternehmen mit Over-the-Top-Kommunikationsdiensten zunehmenden Wettbewerbsdruck aus. Zudem operieren in allen Märkten des Konzerns Deutsche Telekom drei oder vier Mobilfunk-Netzbetreiber, die über eine eigene Netzinfrastruktur verfügen. Zusätzlich haben sich in vielen Märkten Mobile Virtual Network Operator (MVNO) etabliert, die auf die Netzinfrastruktur der herkömmlichen Mobilfunk-Netzbetreiber zurückgreifen. Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, ob die weiterhin hohe Regulierungsintensität in den Telekommunikationsmärkten der EU noch gerechtfertigt ist. Im Oktober 2023 kündigte die EU-Kommission auf Grundlage ihrer Konsultation zur Zukunft des Telekommunikationssektors die "Digital Networks Act" Gesetzesinitiative an. Ziel ist eine umfassende Reform des Regulierungsrahmens, um die Wettbewerbsfähigkeit und Investitionskraft der europäischen Telekommunikationsbranche zu stärken. Die EU-Kommission beabsichtigt, Ende Februar 2024 ein Weißbuch mit detaillierteren Vorschlägen zu veröffentlichen. Deutschland Nach einer Schätzung des Branchenverbands Bitkom von Januar 2024 ist der Gesamtumsatz der Telekommunikationsbranche in Deutschland im Berichtsjahr auf 72,1 Mrd. € und damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % angestiegen. Im Einzelnen betrug der Umsatzanstieg im Bereich der Telekommunikationsausrüstung 4,4 % und bei den Telekommunikationsdiensten 1,9 %. Umsätze durch Telekommunikationsendgeräte waren um 0,7 % rückläufig. Die Zahl der Breitband-Anschlüsse in Deutschland stieg bis zum Jahresende 2023 gemäß der Schätzung des Branchenverbands VATM um 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr auf 37,0 Mio. Anschlüsse. Sowohl im Kabel- als auch im VDSL-/Vectoring-Netz werden immer mehr Anschlüsse mit hohen Bandbreiten vermarktet. Der Ausbau von modernen Glasfasernetzen wird weiter forciert: Neben den etablierten Telekommunikationsunternehmen sind zunehmend Stadtwerke, Gemeinden und Zweckverbände sowie investorengetriebene Netzbetreiber aktiv. Im deutschen Mobilfunk-Markt stiegen die Service-Umsätze gemäß des VATM gegenüber 2022 leicht um 1,0 % an. Hauptgrund für das Umsatzwachstum war die weiterhin steigende Datennutzung um 22,1 %. Der zusätzlichen Datennachfrage wirkten Regulierungseffekte sowie anhaltender Preis- und Wettbewerbsdruck entgegen. Die Nutzung von mobilen Daten, u. a. für mobile Videoanwendungen, wächst weiterhin stark. Die Digitalisierung schreitet weiter voran, daher verlangt die Industrie nach mehr Konnektivität, um Maschinen und Produktionsstätten zu vernetzen und Wertschöpfungsketten effizienter zu gestalten. Dazu braucht es umfassende IT- und Cloud-Lösungen sowie intelligente Ansätze für M2M-Kommunikation (Machine to Machine, M2M). Europa Im Jahr 2023 war der Telekommunikationsmarkt in Europa geprägt von technologischer Entwicklung, regulatorischen Änderungen, Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit, Wettbewerb, Anforderungen an Remote-Arbeit, Fokus auf Nachhaltigkeit und grüne Initiativen, Herausforderungen in der Lieferkette und erhöhtem Inflationsdruck. Im Laufe des Jahres passte sich der Geschäftskundenbereich an diese sich ändernden wirtschaftlichen Umstände an. Beeinflusst durch den "Green Deal" der Europäischen Kommission wird dem Telekommunikationssektor dabei eine zentrale Rolle als strategischer Partner zukommen und die Fähigkeit Europas stärken, in eine widerstandsfähigere Position zu gelangen. Im Jahr 2023 haben die europäischen Märkte Technologien wie 5G, wettbewerbsfähige Breitbandnetze und digitale Dienste wie Software-definierte Netzwerke, Cybersicherheit und Cloud Computing weiterhin schnell angenommen und damit den Grundstein für die digitale und grüne Transformation gelegt. Mit steigender zuverlässiger 5G-Konnektivität, Edge Computing, Künstlicher Intelligenz und datengesteuerten Abläufen werden Unternehmen jeder Größe zunehmend motiviert, sicheres Multi Access Edge Computing und sichere private Netzwerke einzusetzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt und ihre strategische Unabhängigkeit zu stärken. Regulierung Unser Geschäft unterliegt in hohem Maße der nationalen und europäischen bzw. US-amerikanischen Regulierung; damit sind v. a. in Europa weitreichende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung verbunden. Auch 2023 wurde unser Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft umfassend reguliert. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die DTBS verwendet konkrete Leistungsindikatoren, um den Erfolg zuverlässig und nachvollziehbar zu messen. Die steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren leiten sich aus dem internen Berichtswesen des operativen Segments Deutschland des Konzerns Deutsche Telekom ab. Das operative Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland. Als Teil des Segments wird in der DTBS das Solutions-Geschäft für Geschäftskunden (individualisierte Kundenlösungen) abgebildet und dort vor allem in den vertrieblichen Betreuungsstrukturen XL (Großkunden) und Public (Kunden aus dem öffentlichen Sektor) gesteuert. Dabei erfolgt die Steuerung sowohl im operativen Segment Deutschland als auch in der DTBS in einer Segment-Außenkantensicht (AK OSD). Dies bedeutet, dass Leistungsbeziehungen zwischen den Einheiten des operativen Segments Deutschland im Reporting konsolidiert dargestellt werden und entsprechend für die Steuerung von untergeordneter Bedeutung sind. Vielmehr liegt der Fokus auf Leistungsbeziehungen mit externen Kunden sowie mit segmentfremden Konzernunternehmen. Die Ermittlung der finanziellen Leistungsindikatoren und die darauf basierende Steuerung erfolgen auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS). Den Bewertungsgrundsätzen für das interne Berichtswesen des operativen Segments Deutschland liegen im Wesentlichen die im Konzernabschluss der Deutschen Telekom verwendeten IFRS zugrunde. Einen Überblick über die bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren geben die folgenden Tabellen und Erläuterungen:
Der Umsatz entspricht dem Wert unserer betrieblichen Tätigkeit. Der absolute Umsatz hängt davon ab, wie gut wir unsere Produkte und Dienstleistungen am Markt absetzen können. Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe, um den Unternehmenserfolg zu messen. Neue Produkte und Dienstleistungen sowie zusätzliche Absatzbemühungen sind erst erfolgreich, wenn sie den Umsatz erhöhen. Da die in der vorangestellten Tabelle gezeigten Umsatzerlöse nicht den im handelsrechtlichen Jahresabschluss ausgewiesenen Umsatzerlösen entsprechen, wird nachfolgend eine Überleitung auf die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelte Größe dargestellt:
Die Ansatz- und Bewertungsunterschiede betreffen im Wesentlichen zeitliche Verschiebungen bei der Realisierung von Umsatzerlösen. Der Book Capex entspricht den Zugängen aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen sowie Nutzungsrechten aus Leasing. Der Book Capex wird im Folgenden zu den Zugängen zu immateriellen Vermögensgegenständen (ohne Goodwill) und Sachanlagen laut handelsrechtlichem Anlagespiegel übergeleitet:
Die Ansatz- und Bewertungsunterschiede betreffen im Wesentlichen Anlagen der standardisierten Systemlösung "Telekom Designed Solution" (TDS), die nach IFRS aufgrund von Finanzierungsleasingverhältnissen mit DTBS als Leasinggeber nicht im Anlagevermögen erfasst werden, sowie gegenläufig Ansatzunterschiede bei selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen. Die Kundenzufriedenheit messen wir mit der weltweit anerkannten TRI * M-Methodik. Auf Basis dieser Steuerungsgröße steuern wir die Verbesserung unserer Prozesse im Kundenkontakt sowie unserer Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig ermitteln wir darüber die Loyalität unserer Kunden zur DTBS. Die Ergebnisse systematischer Befragungen werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRI *M-Index, der auf einer Skala von minus 66 bis plus 134 Punkten bemessen wird. Um die Stabilität und Qualität unserer Services zu gewährleisten, haben wir ein Major Incident Verfahren etabliert. Verfügbarkeitseinschränkungen außerhalb der vereinbarten Service-Level-Agreements an geschäftskritischen Kundenservices werden dabei als Major Incidents definiert. Die Stabilität und Qualität unserer Services messen wir hierbei unter anderem anhand der Steuerungsgrößen Anzahl Major Incidents und durchschnittliche Entstörungszeit von Major Incidents in Stunden (Service Repair Time). Es ist dabei unser Anspruch, die Anzahl von Major Incidents auf sehr niedrigem Niveau innerhalb eines Best-of-Class Benchmark-Bereichs von bis zu 10 Major Incidents pro Jahr zu halten. Wir haben im Falle des Eintritts von Major Incidents ein Verfahren mit dem Ziel implementiert, dass diese schnellstmöglich behoben und die beeinträchtigten Kundenservices wieder bereitgestellt werden. Dieses Vorgehen unterstützt unseren Anspruch, eine Spitzenposition im Benchmark-Vergleich einzunehmen. Dabei sind Zuverlässigkeit und Qualität unserer Services eng verknüpft mit der Entwicklung der Kundenzufriedenheit und unabdingbar für den Erfolg der DTBS. Geschäftsverlauf Die DTBS war auch in 2023 weiterhin ein etablierter Player im Markt für komplexe TC-Lösungen. Insbesondere im deutschen Markt konnten wir vor allem in den Bereichen XL und Public integrierte TC-Leistungen an Bestands- und Neukunden erfolgreich vermarkten. Operative Entwicklung
Umsatz In 2023 erzielten wir einen Umsatz in Höhe von 1.818 Mio. €, der mit einem Rückgang um 2,6 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres lag. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen getrieben durch rückläufige Bedarfe aus dem Bereich XL, insbesondere durch anhaltenden Rückgang beim Voice-Umsatz und das Auslaufen mehrerer Großprojekte. Im Bereich Public konnte das Vorjahresniveau leicht übertroffen werden. Hierbei konnte der rückläufige Infrastrukturumsatz unter anderem durch positives Reselling-Geschäft aufgefangen werden. Book Capex Der Book Capex sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Mio. €. Treiber dieser Entwicklung waren im Wesentlichen verringerte Investitionen in die Kommunikationsinfrastruktur des Konzerns aufgrund von Kosteneinsparungen im IT-Bereich, was das konzerninterne Geschäft im Bereich Vertrieb Eigenbedarf Business (VEB) betraf, sowie die Verlagerung von Investitionen in die DT GK infolge des Projekts "OneGK", hier vor allem in immaterielle Vermögensgegenstände. In 2023 investierten wir insgesamt 5,8 Mio. €, insbesondere in Datenübertragungseinrichtungen für die Kommunikationsinfrastruktur des Konzerns. Kundenzufriedenheit (TRI * M-Index) Der TRI * M-Index stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4 Punkte auf 100 Punkte. Für die Ermittlung des TRI * M-Index für die DTBS wurden von September bis Ende Oktober 2023 insgesamt 430 Entscheidungsträger der Public- und Großkunden der DTBS in Deutschland durch das Marktforschungsinstitut Kantar befragt. Ab einem Index-Wert von 70 Punkten kann dabei von einer hohen Kundenbindung ausgegangen werden. Anzahl Major Incidents Im Berichtsjahr hatten wir lediglich 10 Major Incidents zu verzeichnen (2022: 9 Major Incidents). Durchschnittliche Entstörungszeit von Major Incidents in Stunden Die durchschnittliche Entstörungszeit von Major Incidents in Stunden beträgt im Berichtsjahr durchschnittlich 2,0 Stunden, was im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 2,9 Stunden entspricht. Soll-Ist-Vergleich der Erwartungen der Gesellschaft Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 haben wir für unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die in unserem Steuerungssystem verankert sind, Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023 formuliert. Die Entwicklung des Umsatzes ist im Berichtsjahr unter unseren Erwartungen geblieben. Da die Investitionen in die Kommunikationsinfrastruktur sowie in immaterielle Vermögensgegenstände nicht den erwarteten Umfang erreichten, blieb der Book Capex im Berichtjahr unter dem prognostizierten Niveau. Bei unserer Kundenzufriedenheit - gemessen mit dem TRI *M-Index - konnte der angestrebte stabile Verlauf übertroffen werden. Das Ziel, die Anzahl Major Incidents möglichst gering zu halten, konnte im Berichtjahr umgesetzt werden. Wie angestrebt, konnten wir mit einem Wert von 2,0 Std. eine niedrige durchschnittliche Entstörungszeit von Major Incidents in Stunden erreichen. Lage der Gesellschaft Die DTBS stellt ihren Jahresabschluss nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuchs (HGB) und den rechtsformspezifischen Vorschriften auf. Die nachfolgenden Kommentierungen zur Lage der Gesellschaft beziehen sich auf den zum 31. Dezember 2023 aufgestellten Jahresabschluss. Ertragslage
Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 381 Mio. €. Dieser Anstieg resultierte insbesondere aus einem im Vorjahresvergleich um 318 Mio. € geringeren Personalaufwand, einem um 102 Mio. € verbesserten Finanzergebnis sowie um 96 Mio. € geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Gegenläufig wirkten sich insbesondere um 156 Mio. € gestiegene Materialaufwendungen aus. Der Anstieg der Umsatzerlöse um 45 Mio. € ist im Wesentlichen auf steigende Bedarfe aus dem Bereich Public, hier insbesondere durch Zuwächse im Reselling-Geschäft zurückzuführen. Ferner hat die Fertigstellung und Endabnahme von zwei Großprojekten im Laufe des Berichtsjahres zu einem Anstieg geführt. Der Rückgang des Personalaufwands resultierte aus der vollständigen Übertragung des Personalbestands auf die DT GK im Rahmen des Projekts "OneGK". Der Anstieg des Materialaufwands um 156 Mio. € ist insbesondere durch bezogene Leistungen von der DT GK begründet. Im Vorjahresvergleich verringerten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 96 Mio. € auf 61 Mio. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den im Rahmen des Projekts "OneGK" vorgenommenen Änderungen der Fakturierung für konzerninterne Leistungsbeziehungen, wonach seit Beginn des Berichtsjahres ein Teil der Verrechnungen von Aufwendungen und Leistungen von Konzernunternehmen nicht mehr an die DTBS, sondern nunmehr an die DT GK erfolgt. Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 102 Mio. €. Wesentlichen Einfluss hierauf hatte das um 33 Mio. € verbesserte Zinsergebnis. Ferner trugen höhere Gewinnausschüttungen, insbesondere der Deutsche Telekom Global Business Solutions GmbH, Wien, in Höhe von 5 Mio. € (2022: 0 €), der Deutsche Telekom ITTC Hungary Kft., Budapest, in Höhe von 4 Mio. € (2022: 0 €) sowie der Deutsche Telekom Global Business Solutions Belgium NV, Machelen, in Höhe von 3 Mio. € (2022: 0 €) zur Verbesserung bei. Im Vorjahr war das Finanzergebnis außerdem durch Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 55 Mio. € belastet. Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme verminderte sich im Berichtsjahr um 217 Mio. € auf 928 Mio. €. Die Entwicklung der Aktivseite war im Wesentlichen durch den Rückgang der Forderungen um 246 Mio. €, der Vorräte um 39 Mio. € sowie des Anlagevermögens um 14 Mio. € gekennzeichnet. Gegenläufig wurde die Bilanzsumme durch den unsaldierten Ausweis von ehemaligem Deckungsvermögen unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens um 75 Mio. € erhöht. Das Anlagevermögen verminderte sich um 14 Mio. € auf 340 Mio. €, was im Wesentlichen durch einen Rückgang der Finanzanlagen um 11 Mio. € bedingt ist. Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus einer Kapitalrückzahlung der Deutsche Telekom North America Inc., Wilmington, in Höhe von 13 Mio. €. Die Abnahme der Vorräte um 39 Mio. € auf 93 Mio. € ist vor allem durch die um 28 Mio. € verminderten unfertigen Erzeugnisse und Leistungen bedingt, was insbesondere durch den Abschluss von zwei Großprojekten im Berichtsjahr verursacht ist. Der Rückgang der Forderungen um 246 Mio. € auf 367 Mio. € resultiert vor allem aus den um 233 Mio. € gesunkenen Forderungen aus Cash Management, dessen Saldo zum Bilanzstichtag unter den Verbindlichkeiten in Höhe von 37 Mio. € ausgewiesen wird. Der Rückgang des Saldos aus Cash Management von insgesamt 270 Mio. € resultiert vor allem aus der an die DT GK geleisteten Ausgleichszahlung infolge der Übertragung von personalbezogenen Verpflichtungen im Rahmen des Projekts "OneGK". Die Wertpapiere des Umlaufvermögens beinhalten ehemaliges Deckungsvermögen für Altersteilzeit und Langzeitkonten in Höhe von 75 Mio. €, dessen Zweckbindung nach Übergang der zugehörigen Verpflichtungen im Rahmen des Projekts "OneGK" entfallen ist. Die Passivseite war im Wesentlichen durch den Rückgang der Rückstellungen um 296 Mio. € geprägt. Gegenläufig erhöhten sich die Verbindlichkeiten um 37 Mio. € sowie der Rechnungsabgrenzungsposten um 42 Mio. €. Das Eigenkapital beträgt unverändert 320 Mio. €. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 34,5 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozentpunkte erhöht. Die Rückstellungen verminderten sich insgesamt um 296 Mio. € auf 36 Mio. €, was im Wesentlichen durch den Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 223 Mio. € sowie der sonstigen Rückstellungen um 73 Mio. € bedingt ist. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus der Übertragung von personalbezogenen Verpflichtungen im Rahmen des Projekts "OneGK". Die im Vergleich zum Vorjahr um 37 Mio. € gestiegenen Verbindlichkeiten ergeben sich im Wesentlichen aus um 37 Mio. € auf 132 Mio. € erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie um 31 Mio. € auf 96 Mio. € gesteigerten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig sanken die erhaltenen Anzahlungen um 24 Mio. € auf 55 Mio. € sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um 7 Mio. € auf 3 Mio. €. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 37 Mio. € ist im Wesentlichen durch die um 37 Mio. € erhöhten Verbindlichkeiten aus Cash Management bedingt, dessen Saldo im Vorjahr unter den Forderungen ausgewiesen wurde. Die um 31 Mio. € gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus bezogenem IT-Equipment, Telekommunikations-, IT-, Unterstützungs- und Programmierleistungen. Der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen um 24 Mio. € ist vor allem durch den Abschluss von zwei Großprojekten im Berichtsjahr verursacht. Der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 42 Mio. € ist im Wesentlichen durch im Berichtsjahr erhaltene Zuschüsse im Rahmen von Infrastrukturmaßnahmen von Kunden verursacht. Die DTBS ist in das zentrale Finanzmanagement des Konzerns Deutsche Telekom eingebunden. Wesentliche Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die langfristige Refinanzierung des Konzerns. Im Mittelpunkt dieses zentralen Finanzmanagements steht eine Cash Pooling-Vereinbarung mit der Deutschen Telekom. Um den Finanzbedarf der DTBS zu decken, werden Liquiditätsüberschüsse aus dem Cash Pooling auf Ebene der Deutschen Telekom genutzt. Im Berichtsjahr war der Liquiditätsbedarf der DTBS durch die Einbindung in das Cash Pooling jederzeit gesichert. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 50 Mio. € (2022: 57 Mio. €) sind insbesondere durch Investitionen in Anlagen für "Telekom Designed Solution" (TDS) sowie Telekommunikations-Endeinrichtungen bedingt. Die Zugänge im Finanzanlagevermögen resultieren aus einer Einzahlung in die Kapitalrücklage der Deutsche Telekom Nordic A/S, Kopenhagen, in Höhe von 2 Mio. €. Prognose-, Risiko- und ChancenberichtPrognosebericht Alle Trendaussagen beziehen sich auf das jeweilige Vorjahr. Bei der Intensität und der Richtung unserer qualifiziert komparativen Prognosen nutzen wir grundsätzlich folgende Ausprägungen: starker Rückgang, Rückgang, leichter Rückgang, stabiler Verlauf, leichter Anstieg, Anstieg, starker Anstieg. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine leichte Abschwächung unseres Geschäfts. Insbesondere im Bereich XL erwarten wir in einem schwierigem Marktumfeld eine rückläufige Geschäftsentwicklung. Dieser Rückgang kann jedoch im Vorjahresvergleich stabilisiert werden. Das erwartete Wachstum im Bereich Public kann dabei den Rückgang im Bereich XL nicht vollständig kompensieren. Im Bereich Public erwarten wir ferner eine sich beschleunigende strukturelle Verlagerung vom Infrastrukturgeschäft hin zum Projekt- und Lösungsgeschäft. Umsatz Für den Umsatz erwarten wir insgesamt einen stabilen Verlauf, welcher im Wesentlichen aufgrund von gesteigerten Bedarfen im Lösungsgeschäft bei gleichzeitigem Rückgang des Infrastrukturgeschäfts prognostiziert wird. Für den Umsatz im Bereich XL planen wir einen leichten Rückgang, der nach unserer Prognose nicht vollständig durch zusätzliches Neugeschäft u. a. im Ladesäulenumfeld kompensiert werden kann. Für den Bereich Public erwarten wir einen Anstieg der Umsätze. Dieses Umsatzwachstum wollen wir vor allem aus Neugeschäft im Projekt- und Lösungsgeschäft erzielen. Book Capex Beim Book Capex wird für das Jahr 2024 ein leichter Rückgang erwartet. Dabei wird neben den Investitionen im Bereich XL der größte Anteil an den Gesamtinvestitionen für das konzerninterne Geschäft im Bereich VEB geplant. Kundenzufriedenheit (TRI * M-Index) Unsere Kundenzufriedenheit - gemessen mit dem Leistungsindikator TRI * M-Index - wollen wir im Jahr 2024 stabil auf dem hohen Niveau des Vorjahres halten. Anzahl Major Incidents Wir beabsichtigen für 2024 die Anzahl Major Incidents stabil auf niedrigem Niveau zu halten. Durchschnittliche Entstörungszeit von Major Incidents in Stunden Für das Jahr 2024 streben wir erneut eine niedrige durchschnittliche Entstörungszeit von Major Incidents in Stunden an. Die Prognosen enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Diese vorausschauenden Aussagen enthalten Aussagen zur erwarteten Entwicklung in Bezug auf die berichteten Leistungsindikatoren. Solche Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollten sich Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten auswirken oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir garantieren nicht, dass sich unsere vorausschauenden Aussagen als richtig erweisen. Risiko- und Chancenbericht Einschätzung der Geschäftsführung zur Gesamtrisiko- und Chancensituation Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokategorien bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht grundlegend verändert und wird demnach weiterhin als akzeptabel eingestuft. Unsere wesentlichen Herausforderungen sind insbesondere die konjunkturellen Unsicherheiten aufgrund der aktuellen politischen Situation und Krisen, die sich unter anderem auf die globalen Lieferketten auswirken können. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung der DTBS den Bestand der Gesellschaft nicht als gefährdet an. Für die DTBS und die wesentlichen Beteiligungen bestehen weder zum Abschlussstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses bestandsgefährdende Risiken. Wir sind davon überzeugt, dass wir auch in Zukunft Herausforderungen meistern und Chancen nutzen können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken für unser Geschäft oder für Ökologie und Gesellschaft eingehen zu müssen. Risiko- und Chancenidentifikation, Risikoreporting Die DTBS ist innerhalb des Segments Deutschland in das Risikoreporting des Bereichs Geschäftskunden eingebunden. Unsere Gesellschaft berichtet in diesem Zusammenhang nach den Vorgaben des zentralen Risikomanagements des Konzerns Deutsche Telekom und gemäß den spezifischen Wesentlichkeitsgrenzen für meldepflichtige Risiken des Segments Deutschland monatlich über uns bekannte Risiken an das Management des Bereichs Geschäftskunden als nächsthöhere Steuerungsinstanz. Auf Ebene des Bereichs Geschäftskunden werden die Risiken der DTBS unter Berücksichtigung ihrer Ausmaße im Hinblick auf ihre Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, Handlungsbedarfe identifiziert und Maßnahmen aufgezeigt bzw. initiiert. Dabei fließen auch qualitative Faktoren mit ein, die für unsere strategische Positionierung und Reputation bedeutend werden könnten und die das Gesamtrisiko mitbestimmen. Für die Beurteilung der Risiken haben wir einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Werden neben dem turnusmäßigen Reporting der wesentlichen Risiken unerwartete Risiken aufgedeckt, so werden diese unmittelbar gemeldet. Auch innerhalb unserer jährlichen Planungsprozesse ist es essenziell, Chancen zu identifizieren sowie diese strategisch und finanziell zu bewerten - und sie dadurch zum Bestandteil unserer Prognoseaussagen für die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zu machen. Risikobewertung und Risikobegrenzung Risikobewertung Für die Bewertung der Risiken werden die Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoausmaß" herangezogen. Dabei gelten folgende vom Konzern Deutsche Telekom vorgegebene Beurteilungsmaßstäbe:
1 Innerhalb des Segments Deutschland erfolgt die Portfolioeinteilung gemäß den Vorgaben der Telekom Deutschland als Muttergesellschaft. Damit erfolgt innerhalb des Segments die Einstufung der Kritikalität eines Risikos einheitlich. Die oben angegebenen Grenzen beziehen sich auf ein Jahr. 2 Earnings before Interest, Tax, Depreciation and Amortization after Leases (EBITDA angepasst um die Abschreibungen von Nutzungsrechten aus Leasing und Zinsaufwendungen für Leasing-Verbindlichkeiten). Durch die Einschätzung nach den oben genannten Ausprägungen kategorisieren wir die Risiken gemäß der folgenden Grafik in hoher, mittlerer und geringer Bedeutung. Risikobedeutung
Wir berichten grundsätzlich die als "hoch" und "mittel" klassifizierten Risiken (dunkelgraue und graue Schattierung). Ausnahmen sind möglich - etwa bei Risiken aus den Vorjahren, die wir aufgrund der Berichtsstetigkeit aufführen, auch wenn sie im Betrachtungszeitraum als "gering" eingestuft werden. Im Fall von nicht quantifizierten Risikokategorien erfolgt eine Expertenschätzung. Zu beachten ist dabei: Risiken mit einem derzeit niedrig eingeschätzten Ausmaß können sich in Zukunft stärker auswirken als Risiken mit einem aktuell höher eingeschätzten Ausmaß. Grund dafür können Unsicherheitsfaktoren sein, die wir heute nicht einschätzen können und die außerhalb unseres Einflusses liegen. Risikobegrenzung Konzernversicherungsmanagement. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, deckt ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm versicherbare Risiken ab. Dabei fungiert die Deutsche Telekom Assekuranz-Vermittlungsgesellschaft mbH, Köln - ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom - als Versicherungsmakler für das Konzernversicherungsmanagement: Die Gesellschaft entwickelt und implementiert Lösungen für die betrieblichen Risiken unseres Konzerns mittels Versicherungs- und versicherungsähnlichen Instrumenten und platziert diese in den nationalen und internationalen Versicherungsmärkten. Der Abschluss von Versicherungen ist für den Risikotransfer nach außen wesentlich. Voraussetzung für die Deckung von Risiken in den Konzernversicherungsprogrammen ist, dass ein Risikotransfer aus Bilanzschutzgründen erforderlich ist: Dazu muss das mögliche Risikoausmaß entweder eine "relevante" Größe erreicht haben oder eine Risikobündelung und -steuerung auf Konzern- und Unternehmensebene notwendig sein, um das Konzern- und Unternehmensinteresse zu wahren (opportune Gründe/Kostenoptimierung/Risikoreduzierung). Weitere einzelne Risiken werden über gesellschaftsspezifische Versicherungen abgedeckt. Business Continuity Management (BCM). Als Teil des operativen Sicherheits- und Risikomanagements hilft das BCM dabei, Geschäftsprozesse vor den Auswirkungen schädigender Ereignisse und Unterbrechungen zu schützen. Durch stetige Analyse, Bewertung und Handhabe relevanter Risiken für Menschen, Technik, Infrastruktur sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen und Informationen stellt das BCM die Kontinuität der Geschäftsprozesse sicher. Ziel ist es, potenzielle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen sowie die Auswirkungen und Dauer einer Unterbrechung der kritischen Geschäftsprozesse auf ein akzeptables Mindestmaß zu reduzieren. Dabei gewährleistet die Fähigkeit zu einer wirksamen Antwort auf Bedrohungen eine entsprechende Widerstandsfähigkeit der Organisation. Hierzu identifiziert das BCM kritische und schutzwürdige Geschäftsprozesse einschließlich unterstützender Prozesse, Prozessschritte und Vermögenswerte (Menschen, Technik, Infrastruktur und Informationen sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen). Zudem definiert es entsprechende Schutzmaßnahmen. Insbesondere untersucht das Sicherheitsmanagement in Abstimmung mit den jeweiligen Fachabteilungen und Prozessverantwortlichen die möglichen Folgen äußerer und innerer Bedrohungen mit einem ursächlichen Sicherheitsbezug, wie z. B. Naturkatastrophen, Vandalismus oder Sabotage. Sind Schadensausmaße und Schadenseintrittswahrscheinlichkeit bewertet, können vorbeugende Maßnahmen implementiert und Notfallpläne entwickelt werden. Weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Die Verantwortlichen leiten weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung ein und setzen diese um. Je nach Risikoart steht dazu eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung. Im Folgenden beschreiben wir exemplarisch einige dieser Maßnahmen:
Risiken und Chancen Im Folgenden stellen wir alle wesentlichen Risiken und Chancen dar, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und/oder die Reputation der DTBS unmittelbar oder über die Ergebnisse der Tochtergesellschaften mittelbar beeinflussen könnten. Wir betrachten ausschließlich Risiken und Chancen nach den ergriffenen Maßnahmen (Nettobetrachtung). Um die Auswirkungen der Risiken besser und verständlicher zu erläutern, haben wir die einzelbewerteten Risiken den folgenden Kategorien zugeordnet: Unternehmensrisiken
Strategische Risiken und Chancen Risiken und Chancen aus dem makroökonomischen Umfeld. Als international tätiges Unternehmen operieren wir in einer Vielzahl von Ländern und mit unterschiedlichen Währungen. Ein größerer konjunktureller Einbruch könnte grundsätzlich zu einer verminderten Kaufkraft unserer Kunden führen und Währungskursschwankungen können sich auf unser Ergebnis auswirken. Die Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin hoch. Der Krieg in der Ukraine und/oder der Nahost-Konflikt könnten sich verschärfen und die Preise für Energie und Lebensmittel weiter in die Höhe treiben. Kriegsbedingte Embargos könnten zu steigenden Energiepreisen und Versorgungsengpässen führen. Auch die zentrale Rolle Chinas für die globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten stellt ein Risiko dar. Eine breitere geoökonomische Fragmentierung birgt das Risiko größerer Verzerrungen und politischer Unsicherheit. Eine Verschärfung der Krise im chinesischen Immobiliensektor könnte das Wirtschaftswachstum in China weiter dämpfen, mit möglichen grenzüberschreitenden Auswirkungen. In Deutschland könnte sich das Wirtschaftswachstum aufgrund des Hochzinsumfelds als schwieriger erweisen als erwartet. Zudem könnte es 2024 zu einer erneuten Rezession kommen, da durch schlechte Bedingungen im Welthandel und der Haushaltskonsolidierung Unternehmensinvestitionen zurückgehen könnten. Ein Anstieg von Unternehmensinsolvenzen könnte unser Geschäft belasten. Zusätzliche Risiken könnten aus weiteren geopolitischen Konflikten, z. B. zwischen China und Taiwan, und der Unsicherheit aus internationalen Handelskonflikten resultieren. Grundsätzlich könnten Extremrisiken, die ein hohes Schadensausmaß und eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit haben, zudem die Weltwirtschaft und unser Geschäft erheblich beeinträchtigen. Beispiele hierfür sind flächendeckende Extremwetterereignisse, disruptive neue Technologien, weitere kriegerische Auseinandersetzungen oder neue Pandemien. Wir sehen damit eine Verschlechterung der makroökonomischen Situation und erhöhen die Risikobedeutung im Vergleich zum Vorjahr von mittel auf hoch. Diesen Risiken stehen Chancen gegenüber. Insbesondere könnte sich die Konjunktur besser entwickeln als erwartet, wenn die Inflation rascher zurückgeht und die Leitzinsen früher als erwartet wieder gesenkt werden. Risiken aus dem Marktumfeld. Zu den wesentlichen Marktrisiken, denen wir ausgesetzt sind, zählt sinkende Rentabilität bei Sprach- und Datendiensten im Festnetz und im Mobilfunk. Ursachen dafür sind neben regulierungsbedingten Preissenkungen in erster Linie der anhaltend starke Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche. Die Innovationszyklen werden immer kürzer. Dies stellt den Telekommunikationssektor vor die Herausforderung, neue Produkte und Dienstleistungen in immer kürzeren Zeitabständen hervorbringen zu müssen. Neue Technologien verdrängen bestehende Technologien, Produkte und Services teilweise oder manchmal sogar vollständig. Dies kann zu geringeren Preisen und Umsätzen führen. Weiterhin verstärkt sich zwischen "dem Westen" (geprägt durch die USA) und "dem Osten" (geprägt durch China) eine strategische Rivalität, welche unterschiedliche Technologiesphären (z. B. bei der Weiterentwicklung von Standards für Telekommunikationsnetze) beschleunigen könnte. Chancen aus dem Marktumfeld. Der Telekommunikations- und IT-Markt ist ein sehr dynamischer, hart umkämpfter Markt. Die wirtschaftlichen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen sowie sich verändernde Kundenwünsche beeinflussen unser Handeln und wirken sich auf unsere Unternehmenskennzahlen aus. Grundsätzlich gehen wir von den Entwicklungen aus, wie wir sie im Prognosebericht beschrieben haben. Neben den beschriebenen Risiken könnten die immer kürzer werdenden Innovationszyklen die Möglichkeit eröffnen, die Digitalisierung unserer Gesellschaft voranzutreiben und unseren Kunden innovative Produkte bzw. Lösungen anzubieten. Daher sind bei wachsender Konvergenz von Netz, IT und Produkten unsere Aktivitäten rund um Innovationen und Technologien entscheidend, wenn es darum geht, Chancen zu erkennen, zu nutzen und sie im zunehmenden Wettbewerb zu etablieren. Operative Risiken und Chancen Einkauf- und Lieferantenrisiken. Die DTBS arbeitet mit unterschiedlichen Lieferanten für technische (Informations- und Kommunikationstechnologie) und nicht-technische Produkte und Dienstleistungen zusammen. Zu den Produkten und Dienstleistungen mit latent höherem Risiko zählen u. a. Soft- und Hardware, Netztechnik-Komponenten und alle Produkte und Dienstleistungen, die direkt dem Kunden bereitgestellt werden. Die Lieferketten der DTBS könnten z. B. durch geopolitische Spannungen (u. a. technologische Sanktionen der USA gegen China), Cyberangriffe oder Reorganisation von Lieferketten gestört werden. Darüber hinaus könnten aus Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern bzw. dem Ausfall von einzelnen Lieferanten zusätzliche Risiken entstehen. Diesen Herausforderungen begegnen wir mit organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Maßnahmen, die insgesamt zu einer Entspannung der Risikosituation in der Kategorie Einkauf und Lieferanten beigetragen haben. Wir senken daher die Risikobedeutung im Vergleich zum Vorjahr von mittel auf gering. Risiken und Chancen aus Datenschutz und Datensicherheit Datenschutz. Alle Konzerngesellschaften unterliegen spezifischen Datenschutzregelungen (in der EU insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)). Diese Anforderungen müssen implementiert und deren Einhaltung kontrolliert werden. Datenschutzvorfälle könnten mit sehr hohen Bußgeldern (bis zu 2 bis 4 % des weltweiten Konzernumsatzes) geahndet werden. Das Bußgeldkonzept der europäischen Aufsichtsbehörden würde dabei Anwendung finden. Es sieht auch bei Vorfällen mit geringer Kritikalität hohe Bußgelder vor. Die Bußgeldpraxis der Aufsichtsbehörden zeigt, dass mehr und höhere Bußgelder verhängt werden. Trotz Mitigierungsmaßnahmen sowie sehr gut etablierter Datenschutzmanagement-Strukturen können Datenschutzvorfälle grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, da nahezu alle Verarbeitungen bzw. Prozesse im Konzern datenschutzrechtlich relevant sind. Dabei könnten Fehler entstehen, die mit Reputations-, Kosten- und Sanktionsrisiken verbunden sind. Seit Einführung der DSGVO gibt es in Europa ein weitgehend harmonisiertes Datenschutzrecht. Davon profitiert die Telekom als Konzern, da nationale datenschutzrechtliche Sonderregelungen und ihre Umsetzung in den einzelnen Gesellschaften in der Europäischen Union (EU) weitgehend entfallen sind. Dies hat zusätzliche Koordinationsaufwände verringert. Auch bei der Übermittlung personenbezogener Daten in Länder außerhalb der EU wird ein angemessenes Schutzniveau sichergestellt. So gelten für Unternehmen nach dem "Schrems II"-Urteil des EuGH aus dem Jahr 2020 strenge Anforderungen für die Übermittlung von Daten in so genannte Drittländer ohne Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission, deren Einhaltung für Unternehmen mit erheblichem Aufwand verbunden ist. Die Telekom begrüßt deswegen das zwischen der EU und den USA verabschiedete "EU-U.S. Data Privacy Framework", welches für mehr Rechtssicherheit bei der Zusammenarbeit mit US-Unternehmen sorgen soll. Gegen dieses Abkommen sind Klagen anhängig und weitere wurden angekündigt. Als Mitigierungsmaßnahme sichert die Telekom Übermittlungen von personenbezogenen Daten an Unternehmen in den USA auch unabhängig von einer abschließenden gerichtlichen Klärung durch Standardvertragsklauseln der EU-Kommission ab. Die Deutsche Telekom setzt sich kontinuierlich und intensiv mit technischen Entwicklungen und Digitalisierungsprojekten im Sinne der Konzernstrategie auseinander. So erfolgt beispielsweise die Nutzung von IT-Systemen mit künstlicher Intelligenz (KI) innerhalb des Konzerns Deutsche Telekom stets im Einklang mit den geltenden Datenschutzgesetzen und -vorschriften. Sobald eine neue KI-Lösung im Konzern eingeführt werden soll, muss das "Privacy and Security Assessment" (PSA) durchlaufen werden. Dieser mittlerweile vollständig digitale Prozess erfüllt die Vorgaben der DSGVO hinsichtlich der Durchführung einer Datenschutzfolgeabschätzung zur Bewertung und Dokumentation von Risiken bei Datenverarbeitungen. Im PSA-Prüfverfahren werden alle zum System bzw. Projekt passenden Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen automatisch zugeordnet und anschließend durch die Fachseiten abgearbeitet. Neu hinzugekommen ist hierbei eine gesonderte "Datenschutzanforderung KI", die dabei hilft, datenschutzkonforme Systeme zu entwickeln, die auf KI basieren oder diese einsetzen. Dabei werden nicht nur die allgemeinen Datenschutzgrundsätze (Rechtmäßigkeit, Transparenz, Zweckbindung, etc.) berücksichtigt, sondern auch konkrete Anwendungsszenarien wie generative KI und Profiling behandelt. Mit dieser Datenschutzanforderung ist auch ein erster wichtiger Schritt zur Vorbereitung auf das europäische KI-Gesetz (EU AI-Act) gemacht. Für den Telekommunikationssektor in der EU gibt es mit der weiterhin nicht verabschiedeten E-Privacy-Verordnung eine weitere sektorspezifische regulatorische Herausforderung. Aufgrund der gegenüber der DSGVO deutlich restriktiveren Möglichkeiten der Datenverarbeitung für Telekommunikationsanbieter können innovative Big-Data- und KI-Anwendungen im Telekommunikationsbereich kein vergleichbares Potenzial entfalten wie bei Unternehmen, die nur der DSGVO unterliegen. Datensicherheit. Den nach wie vor großen Herausforderungen in der IT-Sicherheit begegnet die DTBS im Rahmen der konzernweiten präventiven Maßnahmen wie integrierter Sicherheit in Geschäftsprozessen sowie mit zunehmendem Fokus auf Analyse der Bedrohungen und Cyberrisiken. Hier setzt das konzernweite Frühwarnsystem an: Es erkennt neue Quellen und Formen von Cyberangriffen, analysiert das Verhalten der Angreifer unter strenger Wahrung des Datenschutzes und identifiziert so neue Trends im Sicherheitsbereich. Neben den sogenannten "Honeypot-Systemen", die Schwächen in IT-Systemen simulieren, umfasst das Frühwarnsystem Melde- und Analyse-Tools für Spam-Mails, Viren und Trojaner. Die Informationen, die aus all diesen Systemen gewonnen werden, dienen dazu, neue Angriffsmuster zu erkennen und neue Schutzsysteme zu entwickeln. Aktuell beobachten wir zudem neue Entwicklungen bei dem vermehrten und stark wachsenden Einsatz generativer KI, sowohl auf Seiten krimineller Angreifer als auch auf Seiten der Schutzmöglichkeiten. Auch hier streben wir an, die sich bietenden Chancen der Entwicklung und des Einsatzes von KI zu nutzen und möglichen, durch diese Technologie neu entstehenden Risiken, entgegenzuwirken. Die Häufigkeit von Cyberkriminalität und Industriespionage nimmt zu. Solche Cyberattacken werden durch die sich rapide weiterentwickelnden Technologien und Angriffsmethoden immer komplexer. Das stellt uns vor stetige Herausforderungen und Anpassungen, um unsere Kunden- und Geschäftspartnerdaten sowie Technologien, Produkte und Dienstleistungen vor diesen Angriffen zu schützen. Solche Vorfälle können u. a. zu Betriebsunterbrechungen, Veruntreuung oder unbefugtem Zugang zu vertraulichen oder persönlichen Informationen sowie zu Reputationsschäden führen. Diesen Risiken begegnet die DTBS im Rahmen konzernweiter umfangreicher Mitigierungsmaßnahmen, wie z. B. Sicherheitskonzepte. Um zusätzlich mehr Transparenz zu schaffen und so den Bedrohungen besser entgegenwirken zu können, wird verstärkt auf Partnerschaften gesetzt, z. B. mit öffentlichen und privaten Organisationen. Der Konzern Deutsche Telekom hat mit dem "Security by Design"-Prinzip, dem auch die DTBS folgt, Sicherheit als festen Bestandteil in seinem Entwicklungsprozess für neue Produkte und Informationssysteme etabliert. Weiterhin werden intensive und obligatorische digitale Sicherheitstests durchgeführt. Compliance-Risiken Compliance-Risiken sind Risiken aus systematischen Verstößen gegen rechtliche oder ethische Standards, die zu einer ordnungsrechtlichen oder strafrechtlichen Haftung des Unternehmens, seiner Organmitglieder oder Beschäftigten oder zu einem erheblichen Reputationsschaden führen könnten. Um die Risiken zu minimieren, ist die DTBS in das konzernweite Compliance Management-System eingebunden. Eine Grundlage dieses Compliance Management-Systems sind die Compliance Risk Assessments (CRA), mit denen Compliance-Risiken identifiziert und bewertet werden sowie geeignete Präventionsmaßnahmen eingeleitet werden können. Im Rahmen des konzernweiten Compliance Management-Systems werden regelmäßig risikoorientierte und adressatengerechte Compliance- und Anti-Korruptionsschulungen durchgeführt. Zudem besteht grundsätzlich die Möglichkeit, sich über das konzernweite Beratungsportal "AskMe" zu Compliance-Fragen und werte- und rechtskonformem Verhalten beraten zulassen. Trotz bester Präventionsmaßnahmen können in Unternehmen immer wieder Gesetzesverstöße und Pflichtverletzungen vorkommen. Über das konzernweite Hinweisgeberportal "TellMe" können Hinweise auf mögliche Compliance-Verstöße vertraulich an den Compliance-Bereich gemeldet werden. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen Liquiditäts-, Ausfall- und Währungsrisiken Die DTBS unterliegt im Hinblick auf ihre Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und ihre geplanten Transaktionen vor allem Liquiditäts- und Ausfallrisiken sowie dem Risiko der Veränderung von Währungskursen. Diese Risiken wollen wir begrenzen. Zahlungswirksame Risiken werden in einem Regelprozess überwacht und durch den Einsatz derivativer Sicherungsinstrumente entsprechend gesichert. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung und niemals zu spekulativen Zwecken eingesetzt und ausschließlich mit der Deutschen Telekom abgeschlossen. Die Beurteilung der im Folgenden beschriebenen Risikofelder Liquiditäts-, Ausfall- und Währungsrisiken erfolgt unter Einbeziehung aller Sicherungsmaßnahmen. Liquiditätsrisiken. Die DTBS ist in das zentrale Finanzmanagement des Konzerns Deutsche Telekom eingebunden. Wesentliche Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die langfristige Refinanzierung des Konzerns. Im Mittelpunkt steht hierbei eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln, welche die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate jederzeit abdeckt. Die DTBS partizipiert an diesem zentralen Finanzmanagement durch interne Konzernfinanzierungsinstrumente. Langfristgier Kapitalbedarf wird durch interne Darlehen abgedeckt, kurzfristiger Kapitalbedarf durch eine Cash Pooling-Vereinbarung mit der Deutschen Telekom. Im Berichtsjahr war durch die Einbindung in das Cash Pooling der Liquiditätsbedarf der DTBS jederzeit gesichert. Ausfallrisiken. In unserem operativen Geschäft sind wir einem Ausfallrisiko ausgesetzt, d. h. dem Risiko, dass die Gegenpartei ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllt. Um das Ausfallrisiko auf ein Minimum zu begrenzen, wird ein aktives Forderungsmanagement betrieben. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral fortlaufend überwacht. Währungsrisiken. Die Währungsrisiken resultieren primär aus der operativen Tätigkeit. Risiken aus Fremdwährungsschwankungen werden gesichert, soweit sie zahlungswirksam und hinreichend sicher sind. Grundsätzlich ungesichert bleiben jedoch Fremdwährungsrisiken, die den Cashflow nicht beeinflussen, z. B. die Risiken, die aus der Umrechnung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Euro resultieren. Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken Im Folgenden beschreiben wir die sonstigen finanzwirtschaftlichen Risiken, die für uns aktuell unwesentlich bzw. nach heutigem Kenntnisstand nicht einschätzbar sind. Kontrollumfeld. Die Einhaltung geschäftlicher und regulatorischer Anforderungen, insbesondere im Rahmen des internen Kontrollsystems, erfordert einen hohen Aufwand. Die Nichterfüllung dieser Anforderungen könnte zu Schwierigkeiten oder Schwächen im gesamten Kontrollumfeld des Konzerns Deutsche Telekom sowie der Finanzberichterstattung führen. Werthaltigkeit des Vermögens der DTBS. Der Wert des Vermögens der DTBS und ihrer Tochterunternehmen wird regelmäßig überprüft. Flankierend zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltigkeitstests durchzuführen, z. B. dann, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts-, Regulierungs-, Geschäfts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von immateriellen Vermögensgegenständen, Gegenständen des Sachanlagevermögens und Finanzanlagen vermindert haben könnte. Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests können entsprechende Wertminderungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen führen. InhaltJahresabschluss der Deutsche Telekom Business Solutions GmbH 3 Bilanz 4 Gewinn- und Verlustrechnung 5 Anhang 5 Grundlagen und Methoden 11 Erläuterungen zur Bilanz 18 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 22 Sonstige Angaben Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangGrundlagen und MethodenWirtschaftliche und rechtliche Grundlagen der Gesellschaft Die Deutsche Telekom Business Solutions GmbH, Bonn (im Folgenden DTBS oder Gesellschaft genannt), erbringt für Geschäftskunden Telekommunikationsservices, Leistungen im Bereich sicherheitsempfindlicher Informations- und Computertechnik sowie Sicherheitsdienstleistungen. Ihre Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf das In- und Ausland. Die DTBS ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn unter der Nr. HRB 19645 eingetragen. Alleinige Gesellschafterin ist die Telekom Deutschland GmbH, Bonn (im Folgenden Telekom Deutschland genannt). Das gezeichnete Kapital beträgt 25 Tsd. €. Die Gesellschaft hat im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden (Projekt "One.B2B") mit Abspaltungs- und Übernahmevertrag vom 15. Juni 2020 den Geschäftsbereich "Telekommunikation/TC" (im Folgenden auch Geschäftsbereich TC genannt) von der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden T-Systems genannt), als Gesamtheit im Wege der Abspaltung zur Aufnahme mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2020 übernommen. Die Übertragung von Vermögensgegenständen, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden erfolgte nach § 24 UmwG zu Buchwerten. Zwischen der DTBS und der Telekom Deutschland wurde am 24. April 2018 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Darüber hinaus besteht eine gewerbe-, körperschaft- und umsatzsteuerliche Organschaft zur Deutsche Telekom AG, Bonn (im Folgenden Deutsche Telekom genannt). Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Deutschen Telekom im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB und wird in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Deutsche Telekom stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Aufstellung des Konzernabschlusses der Deutschen Telekom erfolgt gemäß § 315e HGB nach in europäisches Recht übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und hat gemäß § 291 Abs. 1 und 2 HGB befreiende Wirkung für die DTBS. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt und ist ferner über die Internetseite der Deutschen Telekom zugänglich. Auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts wird gemäß § 291 Abs. 1 und 2 HGB verzichtet. Die DTBS hat im Rahmen des Projekts "OneGK" durch Kauf- und Übertragungsvertrag vom 18. Dezember 2022 den Geschäftsbereich "Betrieb DTBS" mit Wirkung zum 1. Januar 2023 auf die Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH, Bonn (im Folgenden DT GK genannt), übertragen. Durch diese Maßnahme wurde unter anderem der gesamte Personalbestand der Gesellschaft auf die DT GK übertragen. Eingeschränkte Vergleichbarkeit mit Vorjahreszahlen aufgrund organisatorischer Veränderungen Gemäß § 265 Abs. 2 S. 1 HGB wurden für die Bilanz zum 31. Dezember 2023 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 die Beträge des vorangegangenen Geschäftsjahres der Gesellschaft angegeben. Aufgrund der beschriebenen Übertragung im Rahmen des Projekts "OneGK" ist die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge eingeschränkt. Die Vorjahreszahlen wurden insoweit nicht angepasst. Soweit die Auswirkungen der Maßnahme wesentlich und ihre Kenntnis für ein besseres Verständnis der Geschäftszahlen erforderlich sind, werden sie bei der Erläuterung der einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt (§ 265 Abs. 2 S. 2 HGB). Die aufgrund des Kauf- und Übertragungsvertrags im Rahmen des Projekts "OneGK" übertragenen Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden stellen sich nach vertraglichen Entgelten wie folgt dar:
Grundlagen der Bilanzierung Der Jahresabschluss der DTBS wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB sowie nach dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro (Mio. €), sofern nichts anderes angegeben wird. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Soweit zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in Bilanz sowie in Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst werden, erfolgt ein getrennter Ausweis im Anhang. Erforderliche Zusatzangaben für einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen ebenfalls im Anhang. Bilanzierung und Bewertung Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die Gesellschaft übt das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände nicht aus. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Dabei umfassen die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Das Wahlrecht, Teile der Verwaltungskosten sowie der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einzubeziehen, wird von der DTBS nicht ausgeübt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich linear vorgenommen. Die dabei zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern basieren auf einer betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfaktoren berücksichtigt. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung in den Folgejahren teilweise oder ganz, erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der eingetretenen Wertaufholung, höchstens jedoch bis zu dem Wert, der sich ohne Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Im Wesentlichen liegen den planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen sowie zu Immobilien und beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden ab dem Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Gemäß § 6 Abs. 2 S. 1 EStG werden Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht mehr als 800 € betragen, im Zugangsjahr sofort abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Diese Regelung wird aus Vereinfachungsgründen für entsprechende Zugänge in der Handelsbilanz übernommen. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Verkauf oder sonstigem Abgang mit ihren jeweiligen Buchwerten (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen) ausgebucht. In Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögensgegenstands wird ein Gewinn oder Verlust aus Anlageabgang ergebniswirksam berücksichtigt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei Beteiligungserwerben in Fremdwährung wird zur Ermittlung der Anschaffungskosten der Tageskurs und bei Kurssicherungen der Sicherungskurs der im Vorhinein beschafften Devisen zugrunde gelegt, soweit eine wirksame Bewertungseinheit gebildet wurde. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Waren werden zu Anschaffungskosten, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten auf Basis einer planmäßigen Kapazitätsauslastung die direkt zurechenbaren Einzelkosten wie Material- und Lohnkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung zuzüglich angemessener anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Das Wahlrecht, Teile der Verwaltungskosten sowie der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einzubeziehen, wird von der DTBS nicht ausgeübt. Forschungs- und Vertriebskosten sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen (§ 268 Abs. 5 S. 2 HGB). Vorräte werden zum Abschlussstichtag abgewertet, wenn die Wiederbeschaffungskosten oder der Marktwert niedriger sind. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Nach § 240 Abs. 4 HGB werden gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens jeweils zu einer Gruppe zusammengefasst und mit dem gewogenen Durchschnittspreis angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen und das allgemeine Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf den Forderungsbestand berücksichtigt. Niedrig- bzw. unverzinsliche Positionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristadäquaten Marktzins abgezinst. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet. Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt ihres Zugangs mit dem Devisenkassamittelkurs erfasst. Am Bilanzstichtag werden sie gemäß § 256a S. 1 HGB ebenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) und des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HS. 2 HGB) bewertet. Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a S. 2 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird gemäß § 266 Abs. 2 Buchst. C HGB als gesonderter Posten angesetzt. Er wird zu jedem Abschlussstichtag neu berechnet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergeben sich aus Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Dabei werden auch künftig zu erwartende Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation werden unternehmensspezifische altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB ergibt sich der durchschnittliche Marktzinssatz zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (bis zum Geschäftsjahr 2015: sieben Geschäftsjahre). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 S. 2 HGB). Soweit aufgrund der geänderten Bewertung mit Inkrafttreten des BilMoG eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erforderlich ist, ist der Betrag bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln (Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB). Die Rechtsvorgängerin der DTBS hat das Wahlrecht so ausgeübt, dass der jährliche Zuführungsbetrag einem Fünfzehntel des insgesamt zuzuführenden Betrags entspricht. Die DTBS führt als Rechtsnachfolgerin diese Bilanzierung fort. Der jährliche Zuführungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gesondert ausgewiesen. Die DTBS hat in der Vergangenheit Altersteilzeitvereinbarungen mit variierenden Konditionen und Vertragsbedingungen überwiegend nach dem sogenannten Blockmodell abgeschlossen. In diesem Zusammenhang entstanden bis zum Wirksamwerden der Maßnahme im Rahmen von "OneGK" zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert wurden. Dabei handelte es sich um Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträge. Aufstockungsbeträge haben regelmäßig einen hybriden Charakter, das heißt, obwohl einerseits der Vereinbarung häufig eine Kompensationsfunktion für eine frühere Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugemessen wird, steht die spätere Auszahlung andererseits unter dem Vorbehalt der künftigen Erbringung von Arbeitsleistungen. Soweit Altersteilzeitprogramme überwiegend Abfindungscharakter hatten, wurden Aufstockungsbeträge unmittelbar bei Entstehen der Verpflichtung in voller Höhe erfasst. Stand bei Altersteilzeitvereinbarungen dagegen die Erbringung künftiger Arbeitsleistungen im Vordergrund, wurden die Aufstockungsbeträge über den Erdienungszeitraum erfasst. Die Bewertung der Verpflichtungen aus Langzeitkonten erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Die Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten entsprachen dem beizulegenden Zeitwert der hierfür abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen. Zur Absicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeit, Lebensarbeitszeitkonten, Langzeitkonten und Pensionszusagen wurde Vermögen im sogenannten Contractual Trust Arrangement (CTA) auf einen Treuhänder übertragen. CTA-Vermögen bestehen aus Wertpapieren, Bankkontenguthaben und Rückdeckungsversicherungen. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (Vorjahr: Lebensarbeitszeitkonten, Langzeitkonten und Pensionsverpflichtungen sowie die Rückstellungen für Erfüllungsrückstände bei Altersteilzeit) mit dem entsprechenden Deckungsvermögen verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen wird nach § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bewertung der CTA-Vermögen erfolgt zum jeweiligen Stichtag unter Berücksichtigung der aktuellen Kurswerte, bei Bankkontenguthaben zum Nennbetrag und bei Rückdeckungsversicherungen zum Aktivwert. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen (§ 266 Abs. 2 Buchst. E HGB). Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verrechnet und innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungs- und Abführungssperre. Die Verrechnung des Erfüllungsbetrags der unmittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen erfolgte ohne Risikoleistungen. Diese umfassten die Versorgungsfälle resultierend aus Tod in der Aktivphase und Invalidität. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen, einschließlich solcher für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und für Umweltrisiken, werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Die zu erwartenden zwischenzeitlichen Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wird der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Die erfolgsorientierten Vergütungssysteme umfassten bis zum Wirksamwerden der Maßnahme im Rahmen von "OneGK" den Short Term Incentive, den Share Matching Plan sowie den Long Term Incentive Plan. Im Rahmen der kurzfristigen Erfolgsvergütungskomponente Short Term Incentive ist das Business Leader Team vertraglich verpflichtet und sind auf freiwilliger Basis auch andere Führungskräfte ermächtigt, einen Teil der festgesetzten jährlichen variablen Vergütung, der sich nach dem Grad der Zielerreichung der für das Geschäftsjahr fixierten Zielvorgabe jeder Person bestimmt, in Aktien der Deutschen Telekom zu investieren und über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren zu halten. Die Deutsche Telekom wird für die von den Planberechtigten erworbenen Aktien zusätzliche Aktien gewähren (Share Matching Plan), die nach Ablauf der vierjährigen Haltefrist den Planberechtigten aus dem durch die Deutsche Telekom gehaltenen Bestand an eigenen Aktien zugeteilt werden. Darüber hinaus wird für das Business Leader Team sowie weitere Führungskräfte eine erfolgsabhängige Vergütung in Abhängigkeit von der Erfüllung langfristiger Zielvorgaben ausgelobt (Long Term Incentive Plan). Bei dem Share Matching Plan sowie dem Long Term Incentive Plan handelt es sich um anteilsbasierte Vergütungsinstrumente, die im Vorjahr zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Für den Share Matching Plan entspricht der beizulegende Zeitwert dem Kurs der Aktie der Deutschen Telekom am Tag der Gewährung abzüglich eines erwarteten Dividendenabschlags. Beim Long Term Incentive Plan wird das dem Mitarbeiter zu Planbeginn zugeteilte virtuelle Aktienpaket mit dem Aktienkurs der Deutschen Telekom am Tag der Gewährung multipliziert und auf den Stichtag diskontiert. Während der Planlaufzeit ändert sich der Wert analog den Veränderungen des Börsenkurses der Aktie der Deutschen Telekom. Die Anzahl der virtuellen Aktien verändert sich durch die Zielerreichung von vier gleich gewichteten Kennzahlen. Darüber hinaus erhält jeder Berechtigte während der Planlaufzeit eine Dividende. Diese wird in virtuelle Aktien reinvestiert und erhöht den Bestand an virtuellen Aktien bei jedem Planteilnehmer. Für die voraussichtlichen Kosten, die für die erfolgsorientierte Vergütung entstehen, wurden im Vorjahr Rückstellungen gebildet. Im Falle des Share Matching Plans und des Long Term Incentive Plans erfolgte die Berücksichtigung des Personalaufwands über die jeweilige Laufzeit. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. In den Fällen, in denen der Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen und auf die Laufzeit der Verbindlichkeit erfolgswirksam verteilt. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden im Zeitpunkt ihres Zugangs mit dem Devisenkassamittelkurs erfasst. Am Bilanzstichtag werden sie gemäß § 256a S. 1 HGB ebenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) und des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HS. 2 HGB) bewertet. Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a S. 2 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Entsprechend dem Imparitätsprinzip werden Bewertungsverluste aus originären und derivativen Finanzinstrumenten sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Werden Finanzinstrumente zu Bewertungseinheiten - Grund- und Sicherungsgeschäft - zusammengefasst, so wird gemäß § 254 HGB auf die bilanzielle Erfassung unrealisierter Verluste, die aus abgesicherten Risiken resultieren, verzichtet, soweit diesen Verlusten unrealisierte Gewinne in gleicher Höhe gegenüberstehen (Einfrierungsmethode). Soweit sich aus der Verrechnung (Kompensation) der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Verlustüberhang ergibt, wird dieser entsprechend IDW RS HFA 35 durch Bildung einer Drohverlustrückstellung erfolgswirksam berücksichtigt. Bewertungsgewinne werden erst zum Zeitpunkt ihrer Realisierung ertragswirksam erfasst. Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung, die Bestandteil einer Bewertungseinheit sind, werden zum Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsabschlusses bilanziert. Die unrealisierten Abrechnungserfolge aus ausgelaufenen Sicherungsgeschäften bei rollierender Sicherung (Prolongationserfolge) werden separat als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wird gemäß § 266 Abs. 3 Buchst. D HGB als gesonderter Posten angesetzt. Er wird zu jedem Abschlussstichtag neu berechnet. Auf Ebene der DTBS werden keine latenten Steuern bilanziert. Latente Steuern werden grundsätzlich auf der Ebene des Organträgers Deutsche Telekom abgebildet. Als Umsatzerlöse werden gemäß § 277 Abs. 1 HGB alle Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Dies betrifft im Wesentlichen Erlöse aus der Lieferung und dem Betrieb von Telekommunikationsservices, sicherheitsempfindlicher Informations- und Computertechnik sowie Sicherheitsdienstleistungen und mit diesen Bereichen im Zusammenhang stehenden Servicedienstleistungen für Geschäftskunden im In- und Ausland. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern. Bei Werkverträgen werden Umsatzerlöse mit der Abnahme des Gesamtwerks bzw. mit Abnahme vertraglich definierter Meilensteine des Werks realisiert. Entsprechend dem Realisationsprinzip erfolgt eine periodengerechte Erfassung. Forschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst. Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassten im Vorjahr insbesondere Aufwendungen im Rahmen der Dotierung der Pensionsrückstellungen für die beschäftigten Arbeitnehmer sowie Versorgungszuschläge für beurlaubte Beamte. Ermessensspielräume Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss die Gesellschaft Einschätzungen vornehmen und Annahmen treffen, welche die Ansätze der Vermögensgegenstände und Schulden, die Angabe von Risiken und Unsicherheiten bezüglich der angesetzten Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Einschätzungen abweichen. Erläuterungen zur Bilanz1 Anlagevermögen Die Sachanlagen enthalten überwiegend Anlagen der standardisierten Systemlösung "Telekom Designed Solution" (TDS) sowie Telekommunikations-Endeinrichtungen. Die Finanzanlagen verringerten sich durch eine Kapitalrückzahlung der Deutsche Telekom North America Inc., Wilmington, in Höhe von 13 Mio. €. Erhöhend wirkte sich eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der Deutsche Telekom Nordic A/S, Kopenhagen, in Höhe von 2 Mio. € aus. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird unter Anmerkung 29 aufgeführt. Anlagespiegel
2 Vorräte
Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen enthalten insbesondere noch nicht abgerechnete Projektleistungen von Kundenaufträgen. In den Waren werden insbesondere Handelswaren wie Router, Netzwerktechnik und zugehörige Software sowie Ladesäulen ausgewiesen. 3 Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen Forderungen aus dem Bereich Telecommunication Services & Solutions. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 20 Mio. € (31. Dezember 2022: 22 Mio. €) sowie sonstige Forderungen in Höhe von 0 Mio. € (31. Dezember 2022: 0 Mio. €). Im Vorjahr waren außerdem Forderungen aus Cash Management in Höhe von 233 Mio. € enthalten. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen in Höhe von 6 Mio. € (31. Dezember 2022: 7 Mio. €). 4 Sonstige Vermögensgegenstände
Das Guthaben aus Rückdeckungsversicherungen für Lebensarbeitszeitkonten besteht aus ehemaligem Deckungsvermögen, dessen Zweckbindung nach Übergang der zugehörigen Verpflichtungen im Rahmen des Projekts "OneGK" weggefallen ist. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 5 Wertpapiere Die Wertpapiere des Umlaufvermögens beinhalten ehemaliges Deckungsvermögen für Altersteilzeit und Langzeitkonten, dessen Zweckbindung nach Übergang der zugehörigen Verpflichtungen im Rahmen des Projekts "OneGK" entfallen ist. 6 Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen gewährte Investitionszuschüsse für Netzbauleistungen der Telekom Deutschland im Rahmen von Infrastrukturmaßnahmen von Kunden, Aufwandsabgrenzungen für Leistungen aus dem IT-Bereich sowie gezahlte Zuschüsse für Einbauten in Rechenzentren. 7 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Infolge der Übertragung im Rahmen des Projekts "OneGK" wird das ehemalige Deckungsvermögen unter den sonstigen Vermögensgegenständen bzw. Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesen. 8 Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr mit 25 Tsd. € unverändert. Sämtliche Geschäftsanteile werden von der Telekom Deutschland gehalten. Die Kapitalrücklage beinhaltet andere Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Das Ergebnis des Geschäftsjahres wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Telekom Deutschland abgeführt. Der handelsrechtlich ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag im Zusammenhang mit der Änderung der Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ist aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags und des fehlenden Verweises in § 301 AktG nicht abführungsgesperrt. 9 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsverpflichtungen beruhen auf unmittelbaren Versorgungszusagen, welche die Gesellschaft als Direktzusagen erteilt hat. Teile dieser Verpflichtungen sind über den Treuhandvertrag mit dem Deutsche Telekom Trust e. V., Bonn, ganz oder teilweise über zweckgebundenes Treuhandvermögen (Deckungsvermögen) gesichert und werden daher mit dem zu Marktwerten ermittelten beizulegenden Zeitwert des zugehörigen Deckungsvermögens saldiert. Auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten ergibt sich zum Abschlussstichtag die folgende Rückstellungsbewertung:
Im Berichtsjahr resultieren die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausschließlich aus Verpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Versorgungsempfängern. Zum Stichtag liegen der Berechnung folgende Annahmen zugrunde:
10 Steuerrückstellungen Unter den Steuerrückstellungen sind Lohnsteuerrisiken ausgewiesen. 11 Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Rückvergütungen betreffen Bonuszahlungen an Kunden. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen für projektbezogene Vorleistungen. Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Vertragsstrafen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Übertragung von Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich im Rahmen des Projekts "OneGK". 12 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus bezogenem IT-Equipment, Telekommunikations-, IT-, Unterstützungs- und Programmierleistungen sowie sonstigen Dienstleistungen und Waren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 41 Mio. € (31. Dezember 2022: 35 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Cash Management in Höhe von 37 Mio. € (31. Dezember 2022: 0 €) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 54 Mio. € (31. Dezember 2022: 60 Mio. €). Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit 0 Mio. € (31. Dezember 2022: 0 Mio. €) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen auf Erstattungsansprüche von Kunden und Verbindlichkeiten gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern. 13 Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen erhaltene Zuschüsse im Rahmen von Infrastrukturmaßnahmen von Kunden, abgegrenzte Zuschüsse von Lieferanten sowie Vorauszahlungen von Kunden für Wartungs-, Service- und Lizenzverträge. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung14 Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
Die Umsätze im Bereich Telecommunication Services & Solutions resultieren im Wesentlichen aus der Lieferung und dem Betrieb von Telekommunikationsservices, sicherheitsempfindlicher Informations- und Computertechnik sowie Sicherheitsdienstleistungen und mit diesen Bereichen im Zusammenhang stehenden Servicedienstleistungen für Geschäftskunden im In- und Ausland. Umsatzerlöse nach Regionen
15 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen
Der Aufwand aus der Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen resultiert insbesondere aus der Entwicklung von noch nicht abgerechneten Projektleistungen von Kundenaufträgen. 16 Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Übertragung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen, Altersteilzeitvereinbarungen und Langzeitkonten, deren Erfüllungsbetrag zum Übertragungszeitpunkt die an die DT GK geleistete Ausgleichszahlung übersteigt. Die übrigen Erträge resultieren insbesondere aus der Zuschreibung von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie aus der Veräußerung nicht aktivierter selbsterstellter Software an die DT GK. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Berichtsjahr periodenfremde Erträge gemäß § 285 Nr. 32 HGB in Höhe von 71 Mio. € enthalten. Dabei handelt es sich nahezu ausschließlich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. 17 Materialaufwand
Die Aufwendungen für bezogene Waren und für bezogene Leistungen resultieren im Wesentlichen aus bezogenem IT-Equipment, Telekommunikations-, Delivery-, Rollout- und IT-Leistungen sowie Leistungen im Rahmen von Wartungsverträgen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere durch bezogene Leistungen von der DT GK begründet. 18 Personalaufwand/Beschäftigte Der Rückgang des Personalaufwands resultiert aus der vollständigen Übertragung des Personalbestands im Rahmen des Projekts "OneGK". Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (Full-Time-Equivalents) entwickelte sich wie folgt:
19 Abschreibungen
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände betrafen im Vorjahr im Wesentlichen Abschreibungen auf erworbene Software-Nutzungsrechte, welche im Rahmen des Projekts "OneGK" veräußert wurden. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen entfallen im Wesentlichen auf Anlagen der standardisierten Systemlösung TDS. 20 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus den infolge der Übertragung des Geschäftsbereichs "Betrieb DTBS" auf die DT GK vorgenommenen Änderungen der Fakturierung für konzerninterne Leistungsbeziehungen, wonach seit Beginn des Berichtsjahres ein Teil der Verrechnungen von Aufwendungen und Leistungen von Konzernunternehmen nicht mehr an die DTBS, sondern nunmehr an die DT GK erfolgt. Dies betrifft insbesondere Aufwendungen aus Unterstützungsleistungen im Rahmen von IT-Arbeitnehmerüberlassungen, Aufwendungen für den Einsatz von Beamten im Rahmen der Überlassung von der Deutschen Telekom, Aufwendungen im Rahmen des Warmmietmodells und aus Kfz-Leasing sowie Rechts- und Beratungskosten, Reisekosten und sonstige Personalnebenkosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr periodenfremde Aufwendungen gemäß § 285 Nr. 32 HGB in Höhe von 4 Mio. € ausgewiesen. Diese betreffen im Wesentlichen Verluste aus Anlageabgängen und Forderungsverluste. 21 Finanzergebnis
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren im Wesentlichen aus Gewinnausschüttungen der Deutsche Telekom Global Business Solutions GmbH, Wien, in Höhe von 5 Mio. €, der Deutsche Telekom ITTC Hungary Kft., Budapest, in Höhe von 4 Mio. €, der Deutsche Telekom Global Business Solutions Belgium NV, Machelen, in Höhe von 3 Mio. €, der Deutsche Telekom IT & Telecommunications Slovakia s.r.o., Kosice, in Höhe von 2 Mio. €, der Deutsche Telekom GBS Japan K.K., Tokio, in Höhe von 1 Mio. €, der OOO Deutsche Telekom GBS RUS, Moskau, in Höhe von 1 Mio. € sowie der Deutsche Telekom Global Business Solutions China (HK) Limited, Hongkong, in Höhe von 1 Mio. €. Die im Berichtsjahr vereinnahmten Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren ausschließlich aus der Gewinnabführung der I.T.E.N.O.S. International Telecom Network Operation Services GmbH, Bonn. Die Veränderung des Zinsergebnisses ist im Wesentlichen auf gestiegene Erträge aus der Verzinsung der Cash Management Guthaben zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen ohne die Risikokomponente in Höhe von 112 Tsd. € zusammen mit Aufwendungen in Höhe von 1 Tsd. € aus dem entsprechenden CTA-Vermögen in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. 22 Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abzuführender Gewinn Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags wurden 1.031 Mio. € (2022: 650 Mio. €) an die Gesellschafterin Telekom Deutschland abgeführt. Sonstige Angaben23 Haftungsverhältnisse Die DTBS hat am 16. Dezember 2020 mit der Deutsche Telekom Global Business Solutions Luxembourg S.A., Münsbach (im Folgenden "DTGBS Luxemburg" genannt), eine Haftungsfreistellungserklärung geschlossen, die am 20. Januar 2021 angepasst wurde. Danach trägt die DTBS die volle Haftung aus dem "Vertrag über die Erbringung der Telefonieleistung "Corporate SIP Trunk International" in Luxemburg", welcher am 17. Dezember 2020 zwischen der DTGBS Luxemburg und der HORNBACH Baumarkt Luxembourg S.à.r.l., Betrange, geschlossen wurde. Die Haftung der DTBS besteht gemäß der Haftungsfreistellungserklärung ausschließlich gegenüber der DTGBS Luxemburg unter Ausschluss von Rechten oder Ansprüchen Dritter. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet, da weder ein Haftungsfall noch Anzeichen hierfür aus dem Vertrag mit der HORNBACH Baumarkt Luxembourg S.à.r.l., Betrange, vorliegen. Nach § 133 Abs. 1 UmwG haftet die DTBS im Außenverhältnis gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten der T-Systems, für die von der T-Systems auf die Deutsche Telekom IoT GmbH, Bonn, abgespaltenen Verbindlichkeiten des Geschäftsbereichs "IoT" sowie für die von der T-Systems auf die Deutsche Telekom Security GmbH, Bonn, abgespaltenen Verbindlichkeiten des Geschäftsbereichs "T-Security". Die gesamtschuldnerische Haftung besteht für Verbindlichkeiten, die vor dem Wirksamwerden der Abspaltung am 1. Juli 2020 begründet wurden. Für das Innenverhältnis zwischen der DTBS und der T-Systems wurde im Abspaltungs- und Übernahmevertrag geregelt, dass nur die Gesellschaft belastet sein soll, der die Verbindlichkeit nach dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zugewiesen wurde; von einer dieser Zuweisung entgegenstehenden gesetzlich angeordneten Mithaftung werden sich die beiden Gesellschaften wechselseitig freistellen. 24 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Rückgang der Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen resultiert im Wesentlichen aus der Übertragung von Miet- und Pachtvertragsverhältnissen auf die DT GK im Rahmen des Projekts "OneGK". Das Bestellobligo aus begonnenen Investitionen, einschließlich Verpflichtungen aus künftigen Aufwendungen, resultiert im Wesentlichen aus Vorräten, Vorleistungen für Telekommunikationsprodukte, Programmierleistungen, IT-Produkten, bezogenen Fremdleistungen sowie Wartungs-, Beratungs- und IT-Leistungen. 25 Derivative Finanzinstrumente Allgemeines Derivative Finanzinstrumente werden zur Begrenzung des Währungsrisikos eingesetzt. Da die Finanzierung der Tochtergesellschaften direkt über die Deutsche Telekom erfolgt, werden derivative Instrumente zur Begrenzung von Währungsrisiken ausschließlich zwischen der Deutschen Telekom und den Banken abgeschlossen und eingesetzt. Oberster Grundsatz jeglichen Derivateeinsatzes ist die Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften. Derivative Instrumente dürfen daher nur zum Schließen von Risikopositionen und niemals zum Eingehen von neuen Risiken aus spekulativen Gründen eingesetzt werden. Die derivativen Finanzinstrumente unterliegen internen Risikokontrollen. Derivate der DTBS werden als Hedge-Instrumente eingesetzt, um Risiken aus Währungsschwankungen zu eliminieren. Die Wirksamkeit des Absicherungszusammenhangs wird fortlaufend überprüft. Devisenderivate werden zur Devisenkurssicherung im Leistungsbereich eingesetzt. Diese werden mit den entsprechenden Grundgeschäften zu währungsspezifischen Portfolios zusammengefasst und am Bilanzstichtag zu ihrem Marktwert bewertet. Der Marktwert spiegelt den Betrag wider, den das Unternehmen bei Auflösung der noch laufenden Verträge zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Die Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen die Basis für die Marktbewertung dar. Sie geben nicht den Risikogehalt der Finanzderivate wieder. Der Risikogehalt wird über die Ermittlung des Marktwerts mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Derivative Finanzinstrumente werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird prospektiv nach der Critical-Term-Match-Methode und retrospektiv nach der quantitativen Dollar-Offset-Methode nachgewiesen. Derivative Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten Für die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Herstellungskosten, die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für diese sind angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet worden. Sicherungsvolumen der Bewertungseinheiten:
Es handelt sich bei der Art der Bewertungseinheiten stets um Mikro-Hedges. Die gegenläufigen Wertänderungen/Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäften gleichen sich im Sicherungszeitraum bis zum Dezember 2025 voraussichtlich weitestgehend aus, da gemäß der Konzernrisikopolitik Risikopositionen (Grundgeschäft) unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisenderivate abgesichert werden. Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt 2,5 Mio. € (31. Dezember 2022: 9,8 Mio. €). Dabei handelt es sich ausschließlich um die Sicherung von Währungsrisiken (Kassakurs-Komponente). Nicht in Bewertungseinheiten einbezogene derivative Finanzinstrumente Das Volumen von Sicherungsgeschäften, welches nicht in Bewertungseinheiten zum Bilanzstichtag steht, stellt sich wie folgt dar:
1 Bei den dargestellten Werten handelt es sich um Absolutbeträge. Ist die Bildung von Bewertungseinheiten nicht möglich, werden die Derivate imparitätisch bewertet. In diesem Zusammenhang wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von 0,1 Mio. € (31. Dezember 2022: 3,2 Mio. €) gebildet. 26 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses enthalten. 27 Die Geschäftsführung der Deutsche Telekom Business Solutions GmbH Klaus Werner (seit 1. Januar 2024) Vorsitzender der Geschäftsführung Judith Bergfeld (seit 1. September 2023) Geschäftsführerin Personal (Arbeitsdirektorin) Nicolas Mahler Geschäftsführer Finanzen und Controlling Hagen Rickmann (bis 13. Oktober 2023) Vorsitzender der Geschäftsführung Maik Scheminski (bis 31. August 2023) Geschäftsführer Personal (Arbeitsdirektor) 28 Vergütung der Geschäftsführung Die Geschäftsführung hat im Berichtsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. 29 Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11 HGB 1. Verbundene Unternehmen
2. Assoziierte Unternehmen
a) Jahresüberschuss/-fehlbetrag unter Berücksichtigung der vorhandenen Ergebnisabführungsverträge b) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach lokalem Jahresabschluss 31.12.2022 c) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach lokalem Jahresabschluss 31.12.2021
Bonn, den 13. Februar 2024
Die Geschäftsführung Klaus Werner Judith Bergfeld Nicolas Mahler Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Deutsche Telekom Business Solutions GmbH, Bonn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Deutsche Telekom Business Solutions GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deutsche Telekom Business Solutions GmbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 21. Februar 2024
Florian Korte, Wirtschaftsprüfer Moritz Gappa, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses der Deutsche Telekom Business Solutions GmbH für das Geschäftsjahr 2023 erfolgte am 13. März 2024. |
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