Lindner Objektdesign GmbHLiquidiert
Bahnhofstraße 25, 94424 Arnstorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Werner Kallus seit 20.6.2005 | Geschäftsführer |
Reinhold Sigl seit 20.6.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lindner Objektdesign GmbHArnstorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Lagebericht1. Geschäftsverlauf und RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungMit einer Steigerungsrate von rund 3 % gegenüber 5 % im Vorjahr ist die Weltwirtschaft in 2008 deutlich langsamer gewachsen. Die sich im ersten Halbjahr 2008 aus den USA auf die anderen Märkte ausbreitende Finanzkrise hat im zweiten Halbjahr 2008 auch die realwirtschaftliche Entwicklung weltweit negativ beeinflusst. Die Talfahrt setzte sich zum Jahresende hin fort, eine Vorhersage über das Ausmaß der Auswirkungen auf die einzelnen Volkswirtschaften ist nur schwer zu treffen. Auch die wirtschaftliche Entwicklung in der Euro-Zone kühlte im Verlauf des Jahres 2008 deutlich ab. Nach Wachstumsraten von 2,9 % im Vorjahr konnte aufgrund der hohen Verunsicherung von Konsumenten und Investoren, der bis zur Jahresmitte stark ansteigenden Rohstoffpreise und Inflationsraten und der schon vorher bestehenden Kreditkrise ein Zurückfallen auf 1 % nicht verhindert werden. Der Abschwung griff im zweiten Halbjahr 2008 auch auf die bis dahin stabile deutsche Wirtschaft über. Die hohe Exportorientierung in Verbindung mit dem Wegbrechen wichtiger Absatzmärkte ließ die Wachstumsrate in Deutschland von 2,5 % im Vorjahr auf 1,3 % im Jahr 2008 abgleiten. Der Arbeitsmarkt als konjunktureller Spätindikator zeigte sich in Deutschland noch relativ stabil, die Zahl der Beschäftigten nahm gegenüber dem Vorjahr nochmals zu. Baubranche in 2008 noch gut behauptetDie deutsche Bauwirtschaft hat sich bislang gegen Kapitalmarktkrise und gesamtwirtschaftliche Rezession gut behaupten können, spürt jedoch die gesamtwirtschaftliche Rezession seit Oktober 2008. Die baugewerblichen Umsätze sind nach Angaben des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie in 2008 um nominal 6,1 % gestiegen. Triebfeder des Bauaufschwungs war wieder der Wirtschaftsbau, der mit einem Umsatzplus von nominal 10,7 % gegenüber dem Vorjahr die Erwartungen bei Weitem übertroffen hat. Als zweite Stütze hat sich daneben der Öffentliche Bau etabliert, der das Jahr 2008 trotz des negativen vierten Quartals mit einem deutlichen Umsatzplus abschließen konnte. Dagegen hat der seit Jahren kriselnde Wohnungsbau den Anschluss an die beiden anderen Bausparten noch immer nicht herstellen können. UnternehmensentwicklungPositiver Geschäftsverlauf im Berichtsjahr 2008Neues Geschäftsfeld SchiffsausbauDie Lindner Objektdesign GmbH hat ihre Tätigkeitsschwerpunkte in der individuellen Ausführung von Innenausbauleistungen für Großprojekte. In zahlreichen Regierungs- und Staatsbauten, Theater- und Konzertsälen, Hotels, Banken und Sonderprojekten hat die Gesellschaft erfolgreich den Innenausbau, die Einrichtung sowie die Möbel ausgeführt. In 2008 wurden z.B. der Hessische Landtag in Wiesbaden, das Hotel Robinson Club in Portugal und das Dolder Hotel Zürich mit Erfolg abgeschlossen. Eine eigene Schreinerei bietet der Gesellschaft die Möglichkeit der flexiblen Eigenfertigung. Hinzugekommen im Berichtsjahr ist als weiteres Standbein, der Ausbau von Kreuzfahrtschiffen, dort insbesondere die öffentlichen Bereiche. Dadurch konnte die Gesellschaft wieder einen Schritt nach vorne machen. Der Schiffsausbau wird derzeit aufgrund der Neuartigkeit des Geschäfts noch als schwierig eingestuft, die Kunden waren aber mit den erbrachten Dienstleistungen in 2008 zufrieden. Gerade in Sonderprojekten, die hohe Anforderungen an die Planung und Ausführung der verschiedenen Gewerke und den Einsatz hochwertiger Materialien stellen, haben sich für die Lindner Objektdesign GmbH die größten Möglichkeiten eröffnet, erfolgreich zu sein. Mit Eigenentwicklungen, wie z.B. dem Aufbringen von Echtholzfurnier auf nicht brennbare Träger (PUREline) und dem Einsatz dieser Produkte bei Sonderprojekten oder im Schiffsausbau, grenzte sich die Gesellschaft von den Wettbewerbern ab. Die Gesellschaft konnte im Berichtsjahr 2008 durch hohen Einsatz aller Beteiligten sowohl die Leistung als auch das Ergebnis steigern. Entwicklung der AuftragssituationAuftragseingänge deutlich über Plan, Auftragsbestand auf hohem NiveauIm Berichtszeitraum wurden insgesamt Aufträge im Umfang von 22,1 Mio. EUR in die Bücher genommen. Der Vorjahreswert von 17,5 Mio. EUR wurde um 4,6 Mio. EUR bzw. 26,3 % überschritten. Damit lag die Gesellschaft auch deutlich über der Planung. Der Auftragsbestand zum 31.12.2008 lag mit 17,6 Mio. EUR um 4,4 Mio. EUR bzw. 33,3 % über dem Vorjahreswert von 13,2 Mio. EUR. Die Auftragsreichweite beträgt mehr als 8 Monate. MitarbeiterMitarbeiteranstieg im Geschäftsjahr 2008Die Anzahl der bei der Lindner Objektdesign GmbH beschäftigten Mitarbeiter hat sich im Berichtszeitraum erhöht. Zum Bilanzstichtag waren 85 Mitarbeiter beschäftigt. Der Vorjahreswert von 76 Beschäftigten wurde um 9 Mitarbeiter überschritten, so dass sich eine Zunahme der Beschäftigten um 11,8 % ergab. 2. ErtragslageBetriebsleistung und operatives Ergebnis über VorjahrDie Umsatzerlöse der Lindner Objektdesign GmbH haben sich gegenüber dem Vorjahr mit 20,4 Mio. EUR um 1,7 Mio. EUR bzw. 8,8 % erhöht. Davon entfallen ca. 36 % der Umsätze auf Aktivitäten im Ausland (Vj. 7,5 %). Die hohe Abweichung der Auslandsumsätze zum Vorjahr resultiert aus der Fertigstellung einiger Großprojekte in 2008 (z.B. Hotel Robinson Club in Portugal und Dolder Grand Hotel in der Schweiz). Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen hat im Berichtszeitraum um 0,7 Mio. EUR abgenommen. (Vorjahr: Bestandsabbau 2,2 Mio. EUR). Die Gründe für die stark abweichenden Bestände liegen im klassischen Projektgeschäft. Die Fertigstellung ist nicht exakt planbar. Die Betriebsleistung in Höhe von 19,7 Mio. EUR (Vorjahr: 16,5 Mio. EUR) konnte auch aufgrund des Einstiegs in das neue Geschäftsfeld Schiffsausbau deutlich um 3,2 Mio. EUR bzw. 19,4 % gesteigert werden. Der Materialaufwand stieg überproportional zur Leistung von 10,7 Mio. EUR im Vorjahr um 2,7 Mio. EUR bzw. 25,2 % auf 13,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008. Während der Materialverbrauch im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant blieb, führte der Einstieg in den personalintensiven Schiffsausbau zu einer deutlichen Erhöhung des Aufwands für bezogene Fremdleistungen (Montagepartner, Nachunternehmer). Durch die im Schiffsausbau notwendige Ausweitung der Beschäftigung von Montagepartnern und Nachunternehmern stieg der Personalaufwand für eigenes Personal im Vergleich zum Vorjahr (3,1 Mio. EUR) nur unterdurchschnittlich zur Leistungsentwicklung um 0,2 Mio. EUR bzw. 6,5 % auf 3,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008. Das operative Betriebsergebnis nach Zinsen und vor Steuern (EBT) erhöhte sich um 214 TEUR auf 289 TEUR. Nach Berücksichtigung einer Rückzahlung eines Ertragszuschusses an die Lindner AG in Höhe von 143 TEUR (Vorjahr 37 TEUR) ergibt sich ein Jahresüberschuss von 143 TEUR. Er liegt um 105 TEUR über dem Vorjahreswert. Ertragsteuern fallen aufgrund des noch vorhandenen steuerlichen Verlustvortrags nicht an. 3. FinanzlageLiquidität stabilDie liquiden Mittel der Gesellschaft belaufen sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 auf 44 TEUR (Vorjahr: 51 TEUR). Die Gesellschaft ist dem Cash-Pooling der Lindner-Gruppe angeschlossen. In diesem Zusammenhang beträgt die Forderung aus Cash-Pooling gegen die Lindner AG 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag keine Bankschulden. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes konnte komplett aus Eigenmitteln bestritten werden. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte über Kapitalzuführungen von 2,8 Mio. EUR durch die Gesellschafterin. 4. VermögenslageHohe Investitionen in Verwaltungs- und ProduktionseinrichtungenDie Lindner Objektdesign GmbH hat in 2008 Grundstücke und Gebäude zur Erweiterung ihres Geschäftsbetriebes erworben. Die zugekauften Immobilien wurden zu einem Bürogebäude für den Eigenbedarf umgebaut und die Hallen einer gewerblichen Nutzung zugeführt. Durch diese Investitionen erhöhte sich das Anlagevermögen auf 4,2 Mio. EUR. Eigenkapitalquote stark verbessertBei einer um 3,2 Mio EUR auf 8,5 Mio. EUR gestiegenen Bilanzsumme, erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund von Zuzahlungen der Gesellschafterin in das Eigenkapital von 2,8 Mio. EUR und aufgrund des erzielten Jahresüberschusses von 143 TEUR auf 3,4 Mio. EUR Dadurch ermittelt sich zum Stichtag 31.12.2008 eine Eigenkapitalquote von 39,3 % (Vj. 13,6 %). Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind deutlich höher als das Vorratsvermögen. Der nach einem offenen aktivischen Ausgleich verbleibende Restposten in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vj. 0,5 Mio. EUR) wurde auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. In diesem Betrag sind einige größere Vorauszahlungen enthalten. 5. Entwicklung der Tochtergesellschaft Lindner Mobilier s.r.o.Die Lindner Mobilier s.r.o. in Madunice, Slowakei ist eine auf Serienfertigung ausgelegte Möbelschreinerei. Als 100%-ige Tochtergesellschaft der Berichtsgesellschaft wickelt sie Fremdaufträge ab oder wird von der Muttergesellschaft mit Aufträgen versorgt und beschäftigte zum Stichtag 31.12.2008 61 Mitarbeiter. Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt und trug im Geschäftsjahr 2008 mit 86,7 Mio. SKK ( ca. 2,9 Mio. EUR) zur Gesamtleistung bei. Das lokale Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von 14,7 Mio. SKK auf 7,5 Mio. SKK (ca. 0,25 Mio. EUR) verringert. 6. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen. 7. RisikoberichtIntegriertes RisikomanagementDie Gesellschaft ist in das Risikosystem der Lindner-Gruppe einbezogen, welches zentral von der Lindner AG gepflegt wird. Das Risikoinventar enthält alle identifizierten Risiken inklusive deren Beschreibung, der Maßnahmen zur Bearbeitung dieser Risikokategorien und der Überwachung der Umsetzung der Maßnahmen. Projekt- und VertragsrisikenProjekt- und Vertragsrisiken der Gesellschaft ergeben sich im Wesentlichen aus dem Baugeschäft der Gesellschaft. Diese Risiken können in der Angebotsphase, in der Vertragsphase sowie in der Ausführungs-/Abrechnungsphase zum Tragen kommen. In diesen Bereichen wird durch entsprechende Handlungsanweisungen und Vorgaben sichergestellt, dass die Risiken von den Beteiligten frühzeitig erkannt, eingeschätzt und abgearbeitet werden. Alle wesentlichen Verträge unterziehen wir vor Abschluss einer sorgfältigen kaufmännischen und juristischen Prüfung. Unser Berichtswesen über die Ergebnisse der einzelnen Baustellen stellt eine zeitnahe und sachgerechte Information der Entscheidungsträger sicher. MarktrisikenDie in 2008 einsetzende weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise wird die internationalen Finanzmärkte und die weltwirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen. Eine nachhaltige Verschlechterung des Konjunkturklimas würde zu einer Reduktion der Bauinvestitionen führen, was sich unmittelbar auf die Berichtsgesellschaft auswirken würde. Eine Prognose über die exakten Auswirkungen der aktuellen Krisensituation ist aufgrund der vielen Unwägbarkeiten derzeit nicht möglich. Die zunehmende Internationalisierung der Gesellschaft, der Einstieg in neue Märkte wie z.B. den Schiffsausbau und die Eigenentwicklung und der Einsatz neuer Produkte sollen bestehende Marktrisiken teilweise kompensieren. Neben den Chancen, die sich durch die neuen Märkte ergeben, bestehen jedoch auch Risiken in rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht, die von der Gesellschaft vorab bewertet werden. Erscheint das Risiko nicht beherrschbar, wird von Projekten in diesen Märkten Abstand genommen. FinanzrisikenFinanzwirtschaftlichen Risiken wird über Liquiditätsberichte, rollierende Finanzplanungen sowie über entsprechende Absicherungsgeschäfte Rechnung getragen. Zur Absicherung bestehender oder geplanter Fremdwährungsgeschäfte setzt die Lindner Objektdesign GmbH bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ein. Vorrangig sind dies Devisentermingeschäfte. Dabei wird weitestgehend projektbezogen gesichert (sog. Mikrohedge). Währungen, die ein hohes Kursrisiko aufweisen, werden grundsätzlich abgesichert; Währungen mit geringen Volatilitäten gegenüber dem Euro nur fallweise. Der Absicherung der Zahlungen für erbrachte Leistungen gegen Insolvenzrisiken des Auftraggebers wird durch klare Vorgaben Rechnung getragen. Es besteht eine Kreditversicherung, über die das Ausfallrisiko von Forderungen aus Bonitätsgründen (Insolvenz) abgesichert ist. Weiterhin besteht die Verpflichtung, Handwerkersicherungsbürgschaften und Vorauszahlungen einzufordern, wenn die Kreditversicherung den Kunden nicht voll deckt. Eine zeitnahe Abrechnungstätigkeit und ein ausgeprägtes Mahnwesen durch Spezialteams im Haus vervollständigen den Maßnahmenkatalog. PersonalrisikenDie Rekrutierung von Personal war vor allem im gewerblichen Bereich in letzter Zeit schwierig. Insbesondere die Tochtergesellschaft in der Slowakei hatte unter dieser Situation zu leiden. Durch die Freisetzung von Personal infolge der Wirtschaftskrise in anderen Firmen bestehen gute Chancen, mittelfristig für die Berichtsgesellschaft und die Tochtergesellschaft in der Slowakei zusätzlich qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Mit unserer internen Organisation und den im Einsatz befindlichen EDV-Systemen, sehen wir uns in der Lage, die wesentlichen Risiken des Unternehmens zu beherrschen. Wir können feststellen, dass gegenwärtig keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken erkennbar sind. 8. PrognoseberichtVoraussichtliche Entwicklung im laufenden GeschäftsjahrKonjunkturentwicklung: Weitere Abschwächung erwartetZu Beginn des Jahres 2009 ist nicht absehbar, wie sich die weltweite Rezession weiter auswirken wird. Einzelne Regierungen versuchen, mit verschiedenen geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen gegenzusteuern. Aufgrund der anhaltend angespannten Situation auf den Finanzmärkten sehen die meisten Experten die Weltwirtschaft zumindest im ersten Halbjahr sich weiter abschwächen. Der Konjunkturabschwung hat Ende 2008 auch die deutsche Bauwirtschaft erreicht. Eingebrochen ist aber, entgegen den Erwartungen nicht der Wirtschaftsbau, sondern der Öffentliche Bau. Vor allem Kommunen haben infolge der Rezession ihre geplanten Investitionen verschoben, aufgrund der Unsicherheiten bezüglich der künftigen Steuereinnahmen. Aufgelegte Konjunkturpakete der Bundesregierung sollten zur Stabilisierung beitragen und vor allem dem Öffentlichen Bau Rückenwind verschaffen. Strategischer Ausblick der BerichtsgesellschaftAuch in 2009 rechnet die Geschäftsführung aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher mit einer positiven Unternehmensentwicklung. Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise sind bisher noch nicht bei der Berichtsgesellschaft angekommen. Eine Prognose, wie die Krise die Bauinvestitionen und damit auch die Geschäftsentwicklung beeinflussen wird, ist aus heutiger Sicht nicht möglich. Der Einstieg in den Ausbau von Kreuzfahrtschiffen ist in 2008 gelungen. Die Gesellschaft versucht mit Hochdruck, die Lindner Produkte Boden, Decke und Wand für die hohen Anforderungen im Schiffsbau zertifizieren zu lassen und technisch anzupassen. Das erfordert einen hohen personellen und finanziellen Aufwand. Die Zufriedenheit der Kunden in diesem Segment zeigt sich jedoch durch bereits erteilte Folgeaufträge für die nächsten Jahre, die eine gewisse Grundauslastung garantieren. Ziel ist es, die beim Ausbau der ersten Schiffe gewonnenen Erfahrungen auf die weiteren Schiffe zu übertragen und nach Anlaufverlusten in der Anfangsphase schnell die Gewinnzone zu erreichen. Die konsequente Erweiterung des Leistungsspektrums in der Beratungs-, Konzeptions- und Umsetzungsphase gewährleistet die optimale Betreuung des Endkunden. Eigenentwicklungen wie die Produkte PUREline (durch Echtholz veredeltes Metall) und FIREwood (A2 - Paneele mit Echtholzfurnier) ergänzen dieses Programm. Die Gesellschaft sieht auch zukünftig ihre Stärken in Sonderausbauten, in denen verschiedene Gewerke mit hochwertigen Materialien zur Ausführung kommen.
Arnstorf, im März 2009 Werner Kallus, Geschäftsführer Reinhold Sigl, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2008AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008
Anhang1. Gesellschaftsrechtliche GrundlagenDas Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich auf € 25.564,59. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände wurden nach den von der Finanzverwaltung herausgegeben AfA-Tabellen planmäßig vorgenommen. Entsprechend der geänderten steuerlichen Vorschriften wurden alle Zugänge in 2008 mit linearer Afa gebucht. Die Berechnung der Abschreibungen erfolgt im Berichtsjahr pro rata temporis ab dem Zeitpunkt des Zugangs. Aufgrund der Änderung des § 6 Abs. 2a EStG werden Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 ab dem 01. Januar 2008 in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über drei Jahre, abweichend zur fünfjährigen Nutzungsdauer des Steuerrechts, abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgte mit den Material- und Fertigungseinzelkosten unter Einbeziehung von angemessenen Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Bestehende Verwertbarkeitsrisiken werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Für die Betreuung und Verwaltung von Baustellen wurden die Tätigkeiten von Projektleitern (im Vorjahr auch der Niederlassungsleiter), soweit diese nicht die Vertriebstätigkeit betreffen, als Fertigungseinzelkosten einbezogen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pensionsrückstellung erfolgte unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Rechnungszinsfuß von 5 %. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren ungewissen Verpflichtungen und Risiken. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Rückzahlungsbeträgen passiviert. Angaben zur Bilanz3. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachstehendem Anlagenspiegel. Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2008
4. FinanzanlagenEs besteht eine 100%ige Beteiligung an der Lindner Mobilier s.r.o.. 5. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeBei den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen bestehen keine Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 2.532, davon gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 2.501. 6. Guthaben bei KreditinstitutenAusgewiesen wird ein von der Lindner Gesellschaft zur Verwaltung von Arbeitszeitguthaben mbH, Arnstorf, treuhänderisch verwaltetes Guthaben in Höhe von T€ 44 zur Sicherung von Arbeitszeitguthaben. 7. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Lindner Objektdesign GmbH beträgt zum 31. Dezember 2008 € 25.564,59. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. 8. KapitalrücklageMit Gesellschafterbeschluss vom 11. Januar 2008 erfolgte eine Zuzahlung der Lindner AG in Höhe von € 2.269.000,00. Es erfolgte eine weitere Zuzahlung der Lindner AG in Höhe von € 510.000,00 mit Gesellschafterbeschluss vom 21. Januar 2008. 9. BilanzgewinnBei der Ermittlung des Bilanzgewinns wurde ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von €160.180,11 berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2008 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von € 302.786,74. 10. RückstellungenFür Anwartschaften und Pensionsempfänger wurden Pensionsrückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zuhilfenahme der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck und einem Rechnungszins von 5 % gebildet. 11. VerbindlichkeitenVon den Verbindlichkeiten haben T€ 3.378 (Vj. T€ 1.598) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und T€ 199 (Vj. T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Bei den Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag keine Sicherungen durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte. 12. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Gegenüber der Lindner AG, Arnstorf, bestehen davon finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 634, die im Geschäftsjahr 2009 anfallen sowie T€ 568, die in den Geschäftsjahren 2010 bis 2013 anfallen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2006 einen Ertragszuschuss in Höhe von T€ 500 von der Lindner AG, Arnstorf, erhalten. Diese Zuwendung ist aufschiebend bedingt in voller Höhe mit jeweils 50 % zukünftig erzielter Jahresüberschüsse zurückzugewähren. Aufgrund des Jahresergebnisses 2008 in Höhe von T€ 285 sind T€ 143 zurückzuführen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung13. Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis in Höhe von T€ 143 betrifft die Rückzahlungsverpflichtung des in Vorjahren gewährten Ertragszuschusses gegenüber der Lindner AG. Ergänzende Angaben14. Beschäftigte
15. GeschäftsführungGeschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2008 die Herren:
Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. 16. KonzernabschlussDie Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Lindner AG. Die Anteile der Lindner AG werden zu 58,13 % von der Lindner Holding KGaA, Arnstorf, gehalten. Die Lindner Holding KGaA stellt einen Konzernabschluss nach § 290 HGB auf, der im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird. 17. ErgebnisverwendungDer Bilanzgewinn von €302.786,74 der sich aus dem Gewinnvortrag von €160.180,11 sowie dem Jahresüberschuss von €142.606,63 ergibt, wird auf neue Rechnung vorgetragen. Arnstorf, den 30. März 2009 Lindner Objektdesign GmbH, Arnstorf Werner Kallus Reinhold Sigl Geschäftsführer Geschäftsführer Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss, der aufgrund der Inanspruchnahme größenabhängiger Erleichterungen nach § 327 HGB nur teilweise offen gelegt wird. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Lindner Objektdesign GmbH, Arnstorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 09. April 2009 SUSAT
& PARTNER OHG
Dr. Kirnberger, Wirtschaftsprüfer Fleischmann, Wirtschaftsprüfer |
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