Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 16665
Vorher
Hegenscheidt MFD GmbH
Eingetragen
14.7.2015
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
die Entwicklung, die Konstruktion, die Herstellung und der Vertrieb von Werkzeugmaschinen und Ausrüstungen, insbesondere auf den Gebieten der Eisenbahn- und der Verkehrstechnik sowie der Automobilindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Theo Kleinen
seit 19.12.2025
Prokura
Stefanie Dressen
seit 14.3.2024
Prokura
Prokura
Daniel Knipping
seit 20.7.2015
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
John Oliver Naumann
seit 14.7.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
6.199.740 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH

Chemnitz

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für 2021

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe mit Hauptsitz in Chemnitz ist ein traditionsreicher, weltweit führender Hersteller von Werkzeugmaschinen für die Industriezweige Automobil und Truck, Luft- und Raumfahrt, Eisenbahn und Metro, den allgemeinen Maschinenbau, den Werkzeug- und Formenbau sowie Spezialist für Turn-Key-Anlagen auf dem Automobil-, Eisenbahn- und Metrobahnensektor.

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe konzentriert ihre Geschäftsaktivitäten auf Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Werkzeugmaschinen mit dem Ziel, Produkte von höchster Qualität, Innovation und Energieeffizienz herzustellen und global zu vermarkten, zum Wohle des Unternehmens, der Kunden und deren Mitarbeiter.

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe produziert für den weltweiten Bedarf ihrer Kunden an insgesamt vier Standorten in Deutschland, an zwei in den USA und an einem in China. Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe ist darüber hinaus mit eigenen Verkaufs- und Servicebüros in allen für sie relevanten Märkten global vertreten.

Zur NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe gehören insbesondere die folgenden Gesellschaften:

NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz

NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH, Chemnitz

HEGENSCHEIDT-MFD GmbH, Erkelenz

Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH, Glauchau

Rasoma Werkzeugmaschinen GmbH Döbeln, Döbeln

NSH USA Corporation, Albany/USA

Hegenscheidt-MFD Corporation, Sterling Heights/USA

NSH-CTI Machine Tool (Jiangxi) Co., Ltd, Nanchang/China

NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT (Beijing) Co., Ltd., Peking/China

OOO NSH RUSS, Moskau/Russland

OOO NSH RUSSIA, Moskau/Russland

HEGENSCHEIDT-MFD India Private Ltd., Neu-Delhi/Indien

WERNEX ENGINEERING PTY Ltd., Randburg/Südafrika

Die Simmons Machine Tool Corporation wurde in 2021 in NSH USA Corporation umfirmiert.

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Entwicklung Werkzeugmaschinenbau (Quelle: VDW "Welt-Werkzeugmaschinen-Statistik 2021" Stand: 25. April 2022 & VDW "Werkzeugmaschinenaußenhandel Deutschland 2021" Stand: 24. Februar 2022)

Nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) ist die internationale Werkzeugmaschinenproduktion in 2021 gegenüber dem schwachen Vorjahr 2020 um 20 % auf EUR 71,0 Mrd. gestiegen. Den größten Anteil an der Weltproduktion verzeichnete unverändert der asiatische Raum (insbesondere Japan und China) mit 56,0 %, wobei der Produktionsanteil gegenüber 2020 (54,6 %) leicht erhöht werden konnte.

Nach wie vor ist China die größte Herstellernation von Werkzeugmaschinen mit einem Anteil an der Weltproduktion in 2021 von EUR 21,8 Mrd. (30,8 %). Die deutsche Werkzeugmaschinenbranche steht mit einem Anteil von EUR 9,0 Mrd. (12,7 %) erneut auf Platz zwei und konnte damit auf dem Weltmarkt ihren bereits in 2020 knappen Vorsprung vor Japan (EUR 8,9 Mrd. (12,5 %)) auch in 2021 weiterhin behaupten.

China behauptete seine Ausnahmestellung als wichtigster Werkzeugmaschinenabnehmer und bewirkte in 2021 33,5 % (EUR 23,6 Mrd.) des weltweiten Werkzeugmaschinenverbrauchs. Der zweitgrößte Verbrauchermarkt ist weiterhin die USA mit 12,9 % (EUR 9,1 Mrd.). Deutschland stand auch in 2021 unverändert auf dem dritten Rang mit einem Verbrauch von 6,4 % (EUR 4,5 Mrd.).

Im Berichtszeitraum 2021 wurden weltweit Werkzeugmaschinen mit einem Gesamtvolumen von EUR 36,4 Mrd. (ohne Teile und Zubehör) exportiert, was einem Zuwachs gegenüber 2020 von 19 % entspricht. Der Anteil Deutschlands betrug EUR 6,5 Mrd. (17,9 %). Damit konnte Deutschland seine Spitzenposition als Exportweltmeister vor Japan behaupten, das mit EUR 6,2 Mrd. (17,1 %) auf dem zweiten Rang folgt.

Der wichtigste Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen bleibt China, mit einem Volumen von EUR 1,6 Mrd. (inkl. Teilen und Zubehör), dies entspricht 20 % der deutschen Werkzeugmaschinenausfuhren. Auf Platz zwei rangieren in dieser Statistik die USA mit EUR 1,0 Mrd. (12,2 %) und als drittwichtigster Exportmarkt folgt Italien mit EUR 0,5 Mrd. (6,0 %). Allein in diese drei Länder erfolgten 38,2 % der deutschen Werkzeugmaschinenexporte. Nachdem die Sanktionen in den letzten Jahren bereits zu einem erheblichen Rückgang der deutschen Exporte nach Russland geführt haben, blieb das Geschäft in 2021 auch coronabedingt mit EUR 0,2 Mrd. im Vergleich zu 2020 (EUR 0,2 Mrd.) auf anhaltend niedrigem Niveau.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erfuhr im Vergleich zu dem sehr schwachen Geschäftsjahr 2020 (EUR 8,6 Mrd.) eine Belebung der Nachfrage mit Auftragseingängen in Höhe von EUR 13,6 Mrd. Die Produktion (inkl. Teilen und Zubehör sowie Services) stieg moderat um ca. EUR 0,7 Mrd. (von EUR 12,2 Mrd. 2020 auf EUR 12,9 Mrd. 2021). Ebenso stiegen sowohl die Inlandsnachfrage (von EUR 2,6 Mrd. 2020 auf EUR 3,9 Mrd. 2021) als auch die Nachfrage aus dem Ausland (EUR 6,0 Mrd. in 2020 und EUR 9,6 Mrd. in 2021) an.

Die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller stieg im Vergleich zum Vorjahr von 71,0 % auf 81,0 % im Jahresdurchschnitt. Die Anzahl der Beschäftigten sank jedoch von 69.558 auf 64.403 im Jahresdurchschnitt. Erfasst wurden alle Betriebe ab 50 Beschäftigten (Quelle: VDW "Wichtige Zahlen der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie" - finaler Stand für 2021 vom 09.04.2022).

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) "Kieler Konjunkturberichte Nr. 86/87 (2021_Q4/2022_Q1)", Stand: 15.12.2021/17.03.2022

Nachdem die wirtschaftliche Aktivität im Sommerhalbjahr 2021 kräftig anzog, setzte sich, so das IfW, dieser Trend trotz hoher Corona-Infektionsraten auch in den Wintermonaten fort. Die Weltproduktion expandierte im Schlussquartal des Jahres 2021 mit einer Rate von knapp 1,5 % und dürfte mit einem Jahresanstieg von insgesamt 5,7 % einen beträchtlichen Teil der im Jahr zuvor verzeichneten Verluste wieder kompensiert haben. Die positive Stimmung des Weltwirtschaftsklimas hat sich laut dem IfW im ersten Quartal 2022 zunächst nur leicht verschlechtert, wobei die Folgen des Ukraine-Krieges in den betreffenden Umfragen noch nicht enthalten waren.

Der Krieg in der Ukraine führt zu einer erheblichen Belastung der Weltwirtschaft, die sich noch immer nicht vollständig von den Folgen der Coronapandemie erholt hatte. Die stark steigenden Rohstoff-/Energiepreise treiben die ohnehin schon hohe Inflation weiter an. Die Notenbanken reagieren auf die Inflation mit dem Einstieg in das Ende ihrer expansiven Geldpolitik, die US-Notenbank hatte im März 2022 erstmals seit 2018 ihren Leitzins wieder angehoben. Weitere Zinsschritte folgten (zuletzt am 4. Mai 2022 um 0,5% auf ein Niveau von 0,75 bis 1%) bzw. werden erwartet. Ebenso kommen nun auch von der Europäischen Zentralbank erste Signale, der Inflation mit einer Leitzinserhöhung entgegen zu treten. Der Leitzins liegt im Euroraum noch bei unverändert 0%.

Die gegen Russland verhängten Sanktionen belasten nicht nur die russische Wirtschaft. Das IfW rechnet damit, dass die zunehmenden Beeinträchtigungen der Lieferketten zusammen mit den hohen Rohstoffpreisen die Produktion auch außerhalb von Russland und der Ukraine hemmen werden. Das IfW senkt daraufhin seine Prognose zum Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für 2022 auf 2,1 % bei einer Inflationsrate von 5,8%. Für 2023 rechnet das IfW mit einem Wachstum von 3,5% bei einer ähnlich hohen Inflationsrate von 3,4%.

Ein unverändert bedeutendes Risiko für die Weltwirtschaft sieht das IfW in der immer noch grassierenden Coronapandemie, sofern insbesondere die Produktion in China durch die dortigen, sehr restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung ("Null-Covid-Strategie") stark beeinträchtigt werden sollte.

Auch der deutsche Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("die Wirtschaftsweisen") rechnet mit deutlichen Einschnitten der Konjunktur infolge des Ukraine-Krieges. Die Wirtschaftsweisen gehen in ihrer Prognose von fast zwei Drittel weniger Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes aus und haben daher ihre Prognose für 2022 von 4,6 % auf 1,8 % gesenkt. Für 2023 gehen sie aktuell von einem Wachstum von 3,6 % aus. Diese Vorhersage wird aufgrund des russischen Angriffskrieges jedoch von einer beträchtlichen Unsicherheit begleitet und beruht auf der Annahme, dass die Energiepreise erhöht bleiben, es aber nicht zu einem Stopp russischer Rohstofflieferungen kommt. Infolge der steigenden Energiepreise wird für 2022 eine deutlich höhere Inflationsrate von 6,1 % erwartet, was einen Höchstwert nach der deutschen Wiedervereinigung markieren würde. Vergleichbare Vorhersagen wurden auch durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) getroffen. Dieser rechnet in 2022 nur noch mit einem globalen Wachstum von 3,6 %. Für die Eurozone erwartet der IWF ein Wachstum von 2,8 % und für das deutsche Bruttoinlandsprodukt ein Wachstum in Höhe von 2,1 %.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe erzielte im Berichtsjahr einen konsolidierten Umsatz von EUR 215 Mio. Die konsolidierte Gesamtleistung der Gruppe lag in 2021 bei EUR 219 Mio. Umsatz und Gesamtleistung liegen um rund 22% unter dem ursprünglichen Geschäftsplan für 2021. Die Erreichung des ursprünglichen Plans erforderte eine sich deutlich erholende Auftragslage. Die Folgen der letztlich auch noch im Gesamtjahr 2021 anhaltenden Corona Pandemie führten dazu, dass das ursprüngliche Umsatzziel nicht erreicht werden konnte. Da auch dieses Szenario von vornherein für möglich erachtet wurde, konnte entsprechend gegengesteuert werden, so dass die Ertragslage stabil blieb.

Der konsolidierte Umsatz 2021 lag um 16,4 % (EUR 42 Mio.) unter dem Vorjahresumsatz von EUR 257 Mio., die Gesamtleistung sank um 13,9 % (EUR 36 Mio.).

Aufgrund der Auswirkungen der Corona Pandemie fiel die Leistung aller Gruppengesellschaften in 2021 gegenüber 2020 um 13,4 % auf zusammengerechnet EUR 246 Mio.

Hauptabsatzgebiete der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe blieben auch in 2021 die Auslandsmärkte. Der Umsatzanteil im außereuropäischen Raum mit dem Schwerpunkt in China liegt bei 62 %. Der Absatzanteil in Europa hat sich von 35 % auf 22 % reduziert.

Die folgenden Umsatzangaben der Gruppengesellschaften beziehen sich jeweils auf die Umsatzerlöse vor Konsolidierungsmaßnahmen. Die nachfolgenden Zahlen zeigen die im Geschäftsjahr 2021 anhaltenden Auswirkungen der Corona Krise auf das Geschäft der NSH Gruppe.

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH (NSH) hat vornehmlich aus Railway Turn-Key Projekten einen Umsatz von EUR 15 Mio. erwirtschaftet.

Die NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH (NSI) hat in Ihrem Kerngeschäft der Werkzeugmaschinen mit EUR 40 Mio. zum Konzernumsatz beigetragen (- 18% gegenüber 2020). Im aktuellen Geschäftsjahr enthält der Umsatz der NSI aus Turn-Key Projekten mit 9 Mio. EUR im Wesentlichen ein einzelnes Retooling Projekt im Automotivbereich, womit der Projektumsatz auf Vorjahresneveau liegt.

Der Umsatz der HEGENSCHEIDT-MFD GmbH (HME) ist in 2021 um 12 Mio. EUR auf 91 Mio. EUR gegenüber 2020 (103 Mio. EUR) zurückgegangen. Der Bereich Railway/Schienenfahrzeugtechnik trug mit EUR 74 Mio. (Vorjahr: EUR 83 Mio.) und der Geschäftsbereich Automotive mit EUR 16 Mio. (Vorjahr: EUR 20 Mio.) zum Umsatz bei.

Die Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH (WEMA) und die Rasoma Werkzeugmaschinen GmbH Döbeln (Rasoma) steuerten zusammen EUR 13 Mio. an Umsatz in 2021 bei, was dem Vorjahresniveau entspricht.

NSH-CTI Machine Tool (Jiangxi) Co., Ltd., Nanchang/China (NSH-CTI) hat im Geschäftsjahr 2021 mit einem um rund 7 % gesunkenem Umsatz in Höhe von EUR 38 Mio. (Vorjahr: EUR 41 Mio.) zum Konzernumsatz beigetragen. NSH-CTI. In den gesunkenen Umsätzen sind die Folgen der strikten "Null Covid" Strategie abzulesen, die in China immer wieder zu weitreichenden Lockdowns bei vergleichsweise gering erscheinenden lokalen Neuinfektionen führt. Dazu kommt es zu Produktionsausfällen bzw. Verzögerungen bei der Realisierung von Projekten.

Die Simmons Machine Tool Cooperation, Albany (SMTC) wurde im Geschäftsjahr 2021 in NSH USA Corporation (NSH USA) umbenannt. Zum 1. April 2022 hat die NSH USA zudem das Geschäft der Hegenscheidt-MFD Corporation, Sterling Heights/USA übernommen. Die NSH Gruppe hat damit ihr US Geschäft in einer Gesellschaft an zwei Standorten unter einem einheitlichen Namen zusammengeführt. NSH USA hat im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von EUR 32 Mio. (Vorjahr: EUR 31 Mio.) im Bereich der Schienenfahrzeugtechnik realisiert.

Der Auftragsbestand betrug zum Geschäftsjahresanfang 2022 EUR 246 Mio., davon entfallen auf das laufenden Geschäftsjahr 2022 EUR 169 Mio. und EUR 77 Mio. auf Folgejahre. Der Auftragsbestand liegt damit über dem Niveau zum Vorjahreszeitpunkt, sowohl für das laufende Geschäftsjahr (+ 4%) als auch für die Folgejahre (+ 28%).

Der Auftragsbestand an Turn-Key-Projekten ist insbesondere durch laufende Projekte in Indien, Russland und in Italien in Höhe von zusammen EUR 30,5 Mio. gekennzeichnet, deren Abwicklung sich in die Jahre 2022/2023 erstrecken wird. Vom Auftragsbestand entfallen EUR 19,8 Mio. auf Railway-Projekte in Russland. Diese in weiten Teilen angearbeiteten Russlandaufträge können aufgrund einer bestehenden Ausnahmeregelung in den Sanktionsbestimmungen bei entsprechender Genehmigung grundsätzlich noch zu Ende geführt werden.

Die Turn-Key-Abteilung der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe bearbeitete noch zu Jahresbeginn 2022 Ausschreibungen von neuen Turn-Key-Projekten zur Herstellung/Automatisierung von Eisenbahnachsen-, Eisenbahnräder- und Eisenbahnradsatz-Fertigungslinien in einem Gesamtauftragsvolumen von rund EUR 250 Mio., deren Vergabe in 2022 erwartet wurde und die bei Auftragserteilung an die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe in den folgenden Jahren realisiert werden sollten. Durch die infolge des Ukraine-Krieges verhängten Sanktionen sind davon Turn-Key-Projekte in Russland in einem Umfang von EUR 220 Mio. zunächst einmal ausgesetzt worden.

3. Produktstruktur und Produktion

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe fokussiert sich auf die fünf Industriezweige:

Eisenbahn und Metro,

Automobil und Truck,

Luft- und Raumfahrt,

allgemeiner Maschinenbau und

Werkzeug- und Formenbau.

Bedingt durch die globalen Veränderungen im Hinblick auf elektrische Antriebstechnologien, den Einsatz von Wasserstoff, Nachhaltigkeit und die Energiegewinnung hat die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe Industriezweig-übergreifend in neue Technologien investiert und ist dabei, eine technologische Führerschaft zu erarbeiten bzw. neue Produkte für den Zukunftsmarkt zu entwickeln. Dies geschieht in erster Linie durch Eigenentwicklungen und durch Kooperationen mit Technologiepartnern. Letztgenannte spielen u.a. eine große Rolle bei der Erschließung möglicher Potentiale im Segment der Wasserstofftechnologie und der alterativen Energiegewinnung (z.B. Windkraft). Daneben setzt die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe auf die Etablierung neuer Anwendungen der Unrunddrehtechnologie im Bereich der Elektromobilität.

Eine wesentliche Säule sind auch die neuen Software Produkte. Das Total-Wheelset-Management-System ("TWM"), einem System zum "Life Cycle Monitoring" und zur Service-Prognose für Radsätze steht repräsentativ für eine Vielzahl von Produkten/Dienstleistungen (u.a. Prozessplanung und -simulation mittels digitalem Zwilling), die gerade im amerikanischen Markt auf großes Kaufinteresse stoßen.

An der Zielsetzung, auf den wichtigsten Weltmärkten (China, Indien, Europa und USA) mit eigenen Produktions- bzw. Vertriebs-/Serviceniederlassungen präsent zu sein, wird weiterhin festgehalten.

Um aber neben den für die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe wichtigen osteuropäischen und asiatischen Eisenbahnmärkten einen weiteren Schwerpunkt zu bilden, wurde die verstärkte Lieferung aller NSH-Produkte in den amerikanischen Markt zum strategischen Ziel erklärt.

Bei Großprojekten sind für Kunden

die aufgebaute Kompetenz innerhalb der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe bei der Abwicklung von Turnkey-Projekten sowie

der Wertschöpfungsanteil innerhalb der Gruppe von bis zu 80%

kaufentscheidend.

Auch die Multiproduktstruktur für unterschiedliche Industriezweige auf den wichtigsten Weltmärkten bildet für die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe eine sichere wirtschaftliche Grundlage und spielt für Kunden eine große Rolle im Rahmen ihrer Kaufentscheidung.

4. Investitionen

Die Investitionen der Unternehmensgruppe haben im Geschäftsjahr 2021 EUR 6,3 Mio. betragen und entfielen im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 5,9 Mio. Die Investitionen liegen damit infolge von Sparmaßnahmen als Reaktion auf die anhaltende Corona Pandemie unter dem Vorjahresniveau von 9,8 Mio. EUR.

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe wird in den kommenden Jahren ihren Standort in Albany/ NY erweitern und sieht hierfür ein Investitionsbudget von 5,0 Mio. USD für die Errichtung eines Neubaus und den Erwerb von Maschinen und Anlagen auf in 2021 angeschafften, räumlich angrenzenden Flächen vor. Des weiteren plant das chinesische Joint Venture NSH-CTI in den kommenden Jahren die Erweiterung des Standortes in Nanchang/ China. Hierzu soll ein neuer Fertigungsstandort in der neu geschaffenen High-Tec Zone entstehen.

5. Forschung und Entwicklung

Zum Erhalt der technologischen und technischen Marktführerschaft investiert die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe kontinuierlich in Forschung und Entwicklung in folgenden Bereichen:

Technologie,

Komponenten/Maschinen und

Software.

In der Technologieentwicklung ist die Brennstoffzellen-Technologie im Fokus der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe. In enger Kooperation mit Forschungsinstituten arbeitet die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe hier an einem hochproduktiven Verfahren zur Fertigung von Bipolar-Platten. Diese sollen sowohl bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff als auch bei der anschließenden Umwandlung in elektrische Energie in der Brennstoffzelle zum Einsatz kommen.

Im Bereich der Elektromobilität hat die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe ein neues patentiertes Verfahren zur simultanen Innen-Außenbearbeitung von Elektromotor-Gehäusen entwickelt.

Weitere Schwerpunkte der Technologieentwicklungen bildeten nach wie vor verschiedene Verfahrenssubstitutionen und -kombinationen zur Verkürzung der Prozesszeiten und Steigerung der Bearbeitungsqualitäten (Drehen, Fräsen, Schleifen, Walzen). So wurde ein patentiertes Schleifverfahren zur simultanen Innen-/Außenbearbeitung Schaft-förmiger Werkstücke mit Polygonprofil entwickelt.

Die "Unrunddrehtechnologie" befähigt die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe zusammen mit den "Fest- und Glattwalztechnologien" zum Bau von Maschinen für die Bearbeitung von Fahrwerks- und Antriebskomponenten in Elektrofahrzeugen .

Die neuentwickelten Komponenten und Maschinen zielen weiterhin auf höhere erzielbare Genauigkeiten, Funktionalitäts-/Effizienzsteigerung, Flexibilisierung und Kostensenkung und das - wenn möglich - in einem abgestimmten Bearbeitungsprozess auf einer Maschine (Closed-Door-Prinzip). Hervorzuheben sind:

bei der NSI: Produktüberarbeitung Mill E 1400/1900, Produktentwicklungen innerhalb der Produktgruppe Mill P, sukzessive Umstellung aller Maschinentypen auf Siemens Sinumerik One,

bei der NSH USA: Abschluss der Entwicklungen STANRAY-Unter- und Überflurmaschinen (M1 - M5) sowie Wheel Turning Center WTC-250,

bei der HME: das neue Radsatzdiagnosesystem ARGUS S mit Überfahrgeschwindigkeiten von > 80 km/h, sukzessive Umstellung der Maschinen auf Siemens Sinumerik One,

bei der WEMA: Fertigstellung der neuen Außenrundschleifmaschine WOTAN S6A und

bei der RASOMA: Fertigstellung des Maschinensystems zur Polygon-Bearbeitung mittels Multifunktionsspindel.

Folgende Software Produkte wurden auf den Markt gebracht:

NC-Programme, die im Vorfeld zum Maschinenverkauf auf Basis von "Digital Twins" generiert werden sowie

das Radsatz-Managementsystem: "Total Wheel-Set Management" (TWM).

Demzufolge nimmt die NSH-Softwareentwicklung eine Schlüsselstellung ein, um zukünftige neue Verkaufspotentiale zu erschließen. Neben den reinen Umstellungen der Maschinen-/Handlings-Steuerungssoftware auf Siemens Sinumerik One wurden in 2021 folgende Projekte bearbeitet:

Entwicklung einer neuen Basis-Steuerungssoftware für komplexe Fertigungssysteme. Dieses neuentwickelte Steuerungskonzept ist die Basis für zukünftige Turnkey-Projekte.

Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes bzw. Softwareentwicklung/-intergation "Condition Monitoring".

Entwicklung einer App-basierten Benutzeroberfläche.

Bei diesen Entwicklungen legt die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe Wert auf gruppeninterne Vereinheitlichung und Modularisierung von Softwarebausteinen. Der Bedeutung der Software wird durch eine standortübergreifende Initiative, "Software Summit", Rechnung getragen.

6. Personal

Der durchschnittliche Personalbestand der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe reduzierte sich mit 1.380 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr (1.445 Mitarbeiter).

Es waren im Durchschnitt 89 Auszubildende (Vorjahr: 100) in der Gruppe beschäftigt. Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe verfolgt das Ziel, möglichst vielen Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Lehre zu übernehmen. Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe setzt damit gezielt auf die auf breiter Basis angelegte Ausbildung von eigenem Fachpersonal, um dem allgemeinen Fachkräftemangel erfolgreich zu begegnen.

B. Lage des Unternehmens

1. Ertrags- und Vermögenslage

Die Vier-Jahres-Übersicht über wesentliche Zahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zeigt folgendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe im Zeitraum 2018 - 2021.

Ertragslage 2021 2020 2019 2018
Umsatzerlöse TEUR 214.929 257.078 312.958 305.274
Gesamtleistung TEUR 219.489 255.207 319.565 300.802
Materialaufwand TEUR 92.937 116.905 150.385 142.078
iVz Gesamtleistung 42,3 % 45,8 % 47,1 % 47,2 %
EBIT TEUR 20.244 20.983 33.993 31.814
iVz Umsatzerlösen 9,4 % 8,2 % 10,9 % 10,4 %
Finanzergebnis TEUR -4.398 -3.705 -4.296 -3.911
EBT TEUR 15.847 17.278 29.697 27.903
Ertragsteuern TEUR 3.228 4.135 6.822 7.741
Konzernjahresüberschuss TEUR 11.651 12.311 21.930 19.313

Auch das Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 ist durch die Corona Pandemie beeinflusst und ist daher nur bedingt mit den Vorjahren zu vergleichen. Den wesentlichen Beitrag zum Ergebnis leisteten die Gruppengesellschaften HEGENSCHEIDT-MFD sowie NSH-CTI.

Der Rückgang der Umsatzerlöse ist weiterhin Ausdruck der seit Anfang 2020 anhaltenden Corona Pandemie. Die negativen Folgen konnten auch durch die Inanspruchnahme von staatlichen Corona-Überbrückungshilfen teilweise kompensiert und die Ertragslage so stabilisiert werden. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus dem Konzernanhang. Der Vorjahresumsatz beinhaltete zudem die Abwicklung eines Großprojekts in Russland. Die Materialaufwandsquote ist im Wesentlichen vom Produktmix sowie dem Anteil der Turn-Key-Umsätze am Gesamtumsatz beeinflusst. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, was aus der etwas geringeren Inanspruchnahme von Kurzarbeit sowie durch einen umrechnungsbedingten Wechselkurseffekt resultiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind korrspondierend zum Umsatz gesunken, entsprechen im Übrigen bedingt Kosteneinsparungen und dem Pandemie bedingten Wegfall von Kosten (insbesondere Kosten für Leiharbeiter sowie Reisekosten) dem relativen Niveu des Vorjahres.

Vermögenslage 2021 2020 2019 2018
Bilanzsumme TEUR 281.908 294.547 296.454 274.234
Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen TEUR 162.802 153.164 150.381 136.680
iVz Bilanzsumme 57,7 % 52,0 % 50,7 % 49,8 %
Anlagevermögen TEUR 67.548 68.660 67.237 65.734
Investitionen TEUR 6.302 9.836 8.549 11.150
Abschreibungen TEUR 7.283 7.047 6.963 6.977

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 13 Mio reduziert. Dies liegt vor allem an der vollständigen Rückführung der Kredite aus den Fazilitäten des Konsortialkreditvertrages in Höhe von EUR 25 Mio. Das Anlagevermögen ist durch die geringen Investionen um EUR 1 Mio. gesunken. Dennoch ist vor allem projektbedingt ein Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der unfertigen und fertigen Leistungen zu verzeichnen. Dieser Anstieg ist bedingt duch den Auftragsvorlauf des Folgejahres. Dieser Vorlauf konnte durch entsprechende Anzahlungen vorfinanziert werden, wodurch die Vorräte in Summe rückläufig waren.

Dem gegenüber steht der stichtagsbedingte Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 2 Mio.) sowie der sonstigen Vermögensgegenstände (EUR 8 Mio.), die im Wesentlichen die Forderungen aus der staatlichen Überbrückungshiflen beinhalten.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR +4 Mio.) korrespondiert mit dem höheren Vorlauf aufgrund des zum Bilanzstichtag gestiegenen Auftragsbestandes. Zudem stellten die Eigentümer der Gruppe zusätzliche Darlehen zur Verfügung. Der Rückgang der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der im Vorjahr vorgenommen Abgrenzungen im Rahmen der Teilgewinnrealsierung sowie aus der Inanspruchnahme der im Vorjahr zum Stichtag gebildteten, mit dem Umsatz korrspondierenden Rückstellungen für Nachlaufkosten.

Das wirtschaftliche Eigenkapital ist um TEUR 9.638 angestiegen, darin enthalten ist im Wesentlichen der Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 11.651 sowie die in Folge der Währungskursentwicklung höhere Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8.447. Gegenläufig wirkten die Ausschüttungen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.720, die Neustrukturierung von Darlehen von nahestehenden Personen in Höhe von TEUR 3.000 sowie Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von TEUR 2.740. Im Berichtsjahr 2021 wurde die OOO NSH RUSS aufgrund des nur noch geringen Geschäftsumfangs aus dem Konzernabschluss entkonsolidiert.

2. Finanzlage

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe hatte im Jahr 2020 die vorherige Konsortialfinanzierung vorzeitig abgelöst und mit Vertrag vom 27.01.2020 durch eine neue Konsortialfinanzierung zu marktüblichen Bedingungen ersetzt. Der Umfang der neuen Finanzierung betrug zunächst EUR 150 Mio. Bereits zu Beginn der Coronapandemie hatte die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe den Kreditrahmen unter Ausnutzung der im Konsortialkreditvertrag angelegten Option vorsorglich um EUR 30 Mio. erhöht (Vertragsabschluss am 14.05.2020).

Das Gesamtvolumen der Kreditlinien aus der Konsortialfinanzierung beträgt seitdem EUR 180 Mio., davon EUR 75 Mio. zur Betriebsmittelfinanzierung als Kontokorrent-/ Geldmarktkredite bzw. konsortiale Cash-Linien (Fazilitäten).

Die Laufzeit der neuen Konsortialfinanzierung betrug ursprünglich fünf Jahre (bis 1/2025) und wurde am 26.11.2021 um weitere zwei Jahre bis 1/2027 verlängert. Die Finanzierung der NSH Gruppe konnte damit langfristig gesichert werden.

Zum Bilanzstichtag betrugen die ausgelegten Avale insgesamt EUR 40,6 Mio. Die Betriebsmittelfazilitäten aus dem Konsortialkreditvertrag wurden zum Stichtag nicht in Anspruch genommen.

Die Eigentümer des Unternehmens haben dem Unternehmen Darlehen gewährt, von denen EUR 24,0 Mio. unverändert gegenüber dem Vorjahr langfristig bestehen und den Charakter wirtschaftlichen Eigenkapitals haben.

Das amerikanische Tochterunternehmen NSH USA Cooperation ist in die Konsortialfinanzierung eingebunden, stellt aber die von Kunden geforderten Bonds über lokale US Anbieter aus. Bei den Bonds handelt es sich im Wesentlichen um Vertragserfüllungsgarantien. Es besteht eine Rückgarantie der deutschen Muttergesellschaft. Garantien wurden in Höhe von umgerechnet EUR 29,9 Mio. ausgelegt. Des Weiteren hat die NSH USA in 2021 einen Investitionskredit über 2,1 Mio. USD zur Finanzierung des Erwerbs angrenzender Flächen zur künftigen Standorterweiterung aufgenommen. Es besteht eine Mithaftung der deutschen Muttergesellschaft.

Das chinesische Joint Venture NSH-CTI Machine Tool (Jiangxi) Co. Ltd. hat seinen Finanzierungsbedarf außerhalb der Konsortialfinanzierung durch eigene Aval- und Kreditlinien über chinesische Banken gedeckt. Es besteht keine Mithaftung der deutschen Muttergesellschaft oder einer anderen Gruppengesellschaft. Avale wurden in Höhe von umgerechnet EUR 4,6 Mio. ausgelegt, von der bestehenden Betriebsmittellinie in Höhe von umgerechnet EUR 16,7 Mio. bestand zum Stichtag keine Inanspruchnahme.

Dem zu 100% zur NSH Gruppe gehörende Unternehmen NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT (Beijing) Co., Ltd., Peking/China wurde zur Teilnahme an chinesichen Ausschreibungen ("domestic bids") eine eigene Avallinie in Höhe von 2,1 Mio. EUR (nutzbar in Fremdwährung RMB) eingerichtet. Es besteht eine Mithaftung der deutschen Muttergesellschaft.

Die Liquidität der Unternehmen der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe war im Berichtzeitraum durchgängig gewährleistet. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit ist stetig positiv, zeigt sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert und wurde im Wesentlichen für die Finanzierung der Investitionen, die planmäßige Tilgung von Krediten sowie für die Vorfinanzierung von Aufträgen genutzt.

Hinsichtlich der Angaben in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten verweisen wir auf den Anhang.

C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung, Prognosebe-richt

Das Geschäftsjahr 2021 blieb hinsichtlich des Umsatzes hinter den Erwartungen zurück. Die Ertragslage zeigt sich hingegen gegenüber den ursprünglichen Erwartungen leicht verbessert.

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe ging für das Jahr 2021 sowie in der mittelfristigen Erwartung von einer sich erholenden Geschäftsentwicklung aus. Durch die anhaltende Coronapandemie kam es im Geschäftsjahr 2021 entgegen der Erwartung zu weiteren Einbußen beim Umsatz, die ergebnisseitig teilweise kompensiert werden konnten. Für 2022 rechnete die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe zu Geschäftsjahresbeginn mit leicht steigenden Umsätzen bei einem moderat rückläufigen Jahresergebnis. Der Ertragsrückgang beruhte auf der Annahme, dass in 2022 das Instrument der Kurzarbeit und Corona-Überbrückungshilfen nicht in Anspruch genommen werden können.

An allen Standorten der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe konnte aufgrund umfangreicher Hygienekonzepte und anderer Präventionsmaßnahmen eine Ausbreitung des Coronavirus in der jeweiligen Belegschaft verhindert und so die Arbeitsfähigkeit der Standorte jederzeit sichergestellt werden. Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe hat die einzelnen Maßnahmen dabei weltweit eng an den jeweiligen lokalen Arbeitsschutz- und Coronaschutzbestimmungen ausgerichtet.

Der Umsatz der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe ging im Jahr 2021 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 noch einmal um ca. 16% zurück, nach einem Umsatzrückgang von ca. 18 % im Jahr 2020. Besonders betroffen waren vor allem die auf den Export ausgerichteten deutschen Gruppengesellschaften. Gleichwohl erwirtschaftete die Gesamtheit aller Gesellschaften der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe im Jahr 2021 eine EBT-Marge von ca. 7,2 %, verglichen mit 6,8 % im Jahr 2020. Das insgesamt - gemessen an den Umständen der Pandemie - zufriedenstellende Geschäftsergebnis 2021 basiert auf einem stabilen Geschäft in den USA und China sowie auf den Effekten der Kurzarbeit an den deutschen Standorten und den gewährten staatlichen Corona-Zuschüssen.

Die Kurzarbeit lief an allen deutschen Standorten zum Ende des Jahres 2021 aus.

Der Ukraine-Krieg und die daraufhin verhängten Sanktionen beeinträchtigen die ab 2022 erwartete, sich erholende Umsatzentwicklung. So richten sich die Sanktionen gegen den Finanzsektor, einzelne Wirtschaftszweige, einzelne Institutionen sowie Einzelpersonen und beinhalten vor allem aber strikte Exportverbote von so genannten Dual-Use-Gütern, selbst bei einer ausschließlich zivilen Verwendung. Davon betroffen ist auch die NSH Gruppe mit ihrem Russlandgeschäft.

Die Sanktionsregeln erlauben noch die Fertigstellung vertraglich bereits gebundener Projekte, sofern der jeweilige Vertrag vor dem 26. Februar 2022 geschlossen wurde. Damit können sanktionsrechtlich alle laufenden Russland-Projekte der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe grundsätzlich noch zu Ende geführt werden. Wenn die dazu erforderlichen, von den jeweils betroffenen NSH Gruppengesellschaften beantragten Ausnahmegenehmigungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erteilt werden und keine weiteren Sanktionspakete dem entgegen stehen, sollen die Arbeiten in übereinstimmender Absicht auf Kundenseite nach Möglichkeit bis Ende 2022 abgeschlossen werden.

Unter dieser Voraussetzung hält das NSH Management die ursprüngliche Umsatz- und Ertragsprognose für das Jahr 2022 weiter für erreichbar. Gleichwohl rechnet das NSH Management infolge von Verzögerungen bei Zahlungseingängen aus laufenden Russland-Aufträgen mit einer temporär höheren Inanspruchnahme der Kreditlinien innerhalb des Rahmens der bestehenden Konsortialfinanzierung. Weitergehende Liquiditätsrisiken, auch soweit sie eine temporär mögliche Nichteinhaltung von einzelnen Finanzkennzahlen aus der Konsortialfinanzierung (Covenants) betreffen könnten, werden im Ergebnis der aktuellen Risikoanalyse hingegen als gering eingeschätzt.

Gleichwohl unterliegt diese Annahme gewissen Risiken, die sich aus den abgebrochenen Logistik- und Lieferketten, den Finanzsanktionen und dem Rubelverfall sowie aus den russischen Gegenmaßnahmen ergeben.

Ein mögliches Rohstoffembargo gegen Russland würde die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe auf der Seite der Materialbeschaffung treffen, sofern ein solches Embargo zu einem Produktionsausfall bei Zulieferern führt.

Führen die genannten Risiken dazu, dass Projekte nicht abgeschlossen werden können, so würden sich negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2022 ergeben.

Das Management geht davon aus, dass die Sanktionen ungeachtet eines hoffentlich baldigen Endes des Krieges für eine längere Zeit Bestand haben und der russische Markt auch mittelfristig versperrt bleibt.

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe setzt verstärkt auf den US-Markt. Hierzu wird der ohnehin geplante Ausbau der Aktivitäten am Standort in Albany forciert ("Niles Technical Application Center"). Geschäftschancen ergeben sich im Rüstungsbereich und in der Luft- und Raumfahrt.

Aufgrund der dargestellten Risiken und des Umstandes, dass der Umsatzwegfall aus dem Russlandgeschäft kurzfristig nicht komplett kompensiert werden kann, wird die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe geeignete Maßnahmen zur Kostensenkung im Jahr 2022 durchführen.

In Bezug auf weitere Folgen aus dem Ukraine-Krieg verweisen wir auch auf den Nachtragsbericht im Anhang.

Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe ist auf Infrastrukturprojekte im Railway- und Metrosektor gerichtet. Bedingt durch die technologische Führerschaft der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe speziell bei der Räder- und Radsatzherstellung- bzw. -bearbeitung ist die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe ein weltweit führender Anbieter.

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe hat im Eisenbahnsektor Produkte für den kompletten Life Cycle eines Rades/Radsatzes von dessen Herstellung über die Vermessung im laufenden Betrieb bis hin zur Reprofilierung.

Marktpotentiale liegen für die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe vor allem in Nordamerika, in Asien, im Mittleren Osten und Osteuropa.

Der chinesische Markt bleibt - nach Einschätzung der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe - trotz der Substitutionsbemühungen der chinesischen Regierung - der weltweit bedeutendste Markt für Werkzeugmaschinenhersteller.

Dazu setzt die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe weiter auf die herausragende Marktstellung ihrer Hegenscheidt-Produkte in den Segmenten Hochgeschwindigkeitseisenbahn und Metro. Parallel ist es der chinesischen Tochtergesellschaft NSH-CTI gelungen, selbst entwickelte Produkte am Markt in China zu etablieren. Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe beabsichtigt, ihr China-Geschäft weiter auszubauen und dazu ihren Standort in Nanchang zu vergrößern.

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe begleitet den Strukturwandel in der Automobilindustrie und tätigt Investitionen in neue Maschinen und Technologien, um Teile für alternative Antriebe (Elektro, Wasserstoff) bearbeiten zu können. Des Weiteren setzt die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe auf die Etablierung neuer Anwendungen der Unrunddrehtechnologie im Bereich der Elektromobilität.

Die aktuelle wirtschaftliche Lage ist von großer Unsicherheit geprägt, so dass die Konjunkturaussichten in besonderer Weise von den weiteren geopolitischen Entwicklungen, insbesondere im Ukraine-Russland-Konflikt, der daraus folgenden Preisentwicklung und Störung der Lieferketten aber auch vom weiteren Verlauf der Coronapandemie abhängen. Risiken wie die bestehenden globalen Handelsstreitigkeiten, die hohen Staatsschulden einzelner Länder, die Zins- und Geldpolitik stellen weitere, nachgeordnete Risikofaktoren dar.

Aufgrund ihrer Tätigkeit auf internationalen Märkten ist die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe darüber hinaus Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Dem Risiko wird, soweit sinnvoll, durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften begegnet.

Durch eine kontinuierliche Bewertung der bekannten Risikofaktoren und durch die darauf aufbauende Umsetzung von geeigneten Maßnahmen wird deren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH nach Möglichkeit vermieden oder begrenzt. So sieht die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe in ihrer Ausrichtung auf fünf verschiedene Industriezweige eine besondere Stärke, negative Auswirkungen von konjunkturellen oder strukturbedingten Schwankungen einzelner Branchen begrenzen zu können.

Ungeachtet der aktuellen weltwirtschaftlichen Lage wird die Werkzeugmaschinenbranche als die Königsdisziplin des Maschinenbaus auch weiterhin eine Zukunft als Exportindustrie haben, bedingt durch den hohen Einsatz von Engineering Know-how und die fortwährende technologische Weiterentwicklung.

 

Chemnitz, 31. Mai 2022

NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH

- Die Geschäftsführung -

Prof. Dr. -Ing. E.h. Hans J. Naumann

John Oliver Naumann

Jörg Hellmann

Dr.-Ing. Gero Martel

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.000 1.090
2. Geleistete Anzahlungen 35 2.035 151 1.241
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.258 37.375
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.213 18.095
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.453 6.407
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.301 63.225 3.255 65.132
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.140 2.140
2. Beteiligungen 142 142
3. Sonstige Ausleihungen 6 2.288 6 2.288
67.548 68.661
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.997 21.730
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 50.353 46.282
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 15.563 12.337
4. Geleistete Anzahlungen 5.485 5.711
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -41.891 56.507 -25.998 60.062
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 106.805 104.557
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.494 2.327
3. Sonstige Vermögensgegenstände 15.727 126.026 7.522 114.406
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 28.372 46.740
210.905 221.208
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.462 1.642
D. Aktive latente Steuern 1.993 3.036
281.908 294.547

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 14.230 14.230
II. Kapitalrücklage 10.853 10.853
III. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 5.701 328
IV. Konzernbilanzgewinn 77.111 75.221
V. Anteile anderer Gesellschafter 30.907 25.532
138.802 126.164
B. Sonderposten für Zweckzuwendungen 1.307 1.430
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.958 8.666
2. Steuerrückstellungen 1.048 818
3. Sonstige Rückstellungen 34.197 40.466
44.203 49.950
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.682 30.533
2. erhaltene Anzahlungen 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.389 27.250
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 352 29
5. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen 25.432 22.282
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 25.051 24.687
7. Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gesellschaftern 2.865 2.865
8. Sonstige Verbindlichkeiten 7.696 9.117
- davon aus Steuern TEUR 4.926 (i. Vj. TEUR 5.057) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 73 (i. Vj. TEUR 36) -
97.467 116.763
E. Rechnungsabgrenzungsposten 129 240
281.908 294.547

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 214.929 257.078
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie unfertigen Leistungen 2.600 -3.902
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.959 2.031
4. Sonstige betriebliche Erträge
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 3.083 (i. Vj. TEUR 781) - 13.336 6.098
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 83.653 106.315
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.284 92.937 10.590 116.905
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 66.265 65.689
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung TEUR 543 (i. Vj. TEUR 621) - 10.811 77.076 10.331 76.020
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.181 7.027
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 28 7.209 0 7.027
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 913 (i. Vj. TEUR 2.565) -
- davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) TEUR 71 (i. Vj. TEUR 71) - 35.358 40.370
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 422 532
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 102 20
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung TEUR 582 (i. Vj. TEUR 560) - 4.718 4.217
12. Ergebnis vor Steuern 15.846 17.278
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern TEUR 8 (i. Vj. Ertrag TEUR 613) - 3.228 4.135
14. Ergebnis nach Steuern 12.618 13.143
15. Sonstige Steuern 842 707
16. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 125 125
17. Konzernjahresüberschuss 11.651 12.311
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 75.221 70.480
19. Anderen Gesellschaftern zustehende Gewinnanteile 5.041 3.970
20. Übrige Veränderungen 0 400
21. Gewinnausschüttung 4.720 4.000
22. Konzernbilanzgewinn 77.111 75.221

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH mit Sitz in Chemnitz im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 19797 eingetragen.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz (NSH), die folgenden Tochtergesellschaften:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital in %
NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH, Chemnitz (NSI) 94,50
HEGENSCHEIDT-MFD GmbH, Erkelenz (HME) 100,00
Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH, Glauchau (WEMA) 100,00
Rasoma Werkzeugmaschinen GmbH Döbeln, Döbeln (RASOMA) 94,50
NSH USA Corpoaration (vormals Simmons Machine Tool Corporation), Albany, New York/USA (NSH USA) 100,00
NSH-CTI Machine Tool (Jiangxi) Co., Ltd., Nanchang/China (NSH-CTI) 56,18
Hegenscheidt Komplementär GmbH, Erkelenz 100,00
sowie die ausländischen Tochtergesellschaften der HME:
Hegenscheidt-MFD Corporation, Sterling Heights/USA 100,00
Hegenscheidt Australia PTY Ltd., Melbourne/Australien 100,00
Hegenscheidt-MFD France SARL, Valenciennes/Frankreich 100,00

Zum 01. Januar 2021 wurde die OOO NSH-RUSS aufgrund des geringen Geschäftsumfanges entkonsolidiert. Gesellschaften mit geringem Geschäftsumfang werden gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Dies betrifft die Hegenscheidt-MFD India Private Ltd., Neu Delhi/Indien (Kapitalanteil HME 90,0 %), die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT (Beijing) Co. Ltd., Peking/China (Kapitalanteil NSH 100 %), OOO NSH-RUSS, Moskau/Russland (Kapitalanteil NSH 51%), OOO NSH-RUSSIA, Moskau/Russland (Kapitalanteil NSH 100 %), sowie die WERNEX Engineering PTY LTD Randburg/Südafrika (Kapitalanteil NSH 100 %).

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Wesentlichen nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände sind höchstens zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet.

Für die Aufstellung waren die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern sie der Abnutzung unterliegen, werden sie entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert und Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf aktuellen Betriebsabrechnungen beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen werden bis maximal zum Wert der unfertigen bzw. fertigen Erzeugnisse abgesetzt. Der übersteigende Betrag wird auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte in vollem Umfang an Kreditinstitute sicherungsübereignet, im Übrigen jedoch frei von Rechten Dritter.

Die Bewertung der erhaltenen und geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag bzw. zu den Anschaffungskosten. Die erhaltenen Anzahlungen werden gemäß § 268 (5) Satz 2 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigung Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Liquide Mittel werden zum Nennwert bewertet.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen. Im Sonderposten für Zweckzuwendungen sind im Wesentlichen Zuwendungen aus Investitionszuschüssen enthalten. Der Sonderposten wird entsprechend der vorgenommenen Abschreibungen auf das geförderte Anlagevermögen ertragswirksam aufgelöst.

Die Bildung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte bei dem Tochterunternehmen HME nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des modifizierten Teilwertverfahrens nach H. Engbroks. Der Berechnung liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und ein Rechnungszinsfuß (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahren) 1,87 % (i. Vj. 2,30 %) zum 31. Dezember 2021 zugrunde. Des Weiteren wurden Renten- (2,00 %; i. Vj. 2,00 %) und Fluktuationstrends (1,80 %; i.Vj. 1,80 %) in der Berechnung berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) aus der Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,35 %) im Vergleich zur Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,87 %) beträgt TEUR 575 (i. Vj. TEUR 71).

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 i. V. m. § 298 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Durch die Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB verbleibt eine in der Bilanz nicht ausgewiesene Verpflichtung in Höhe von TEUR 213, die bis spätestens 31. Dezember 2024 anzusammeln ist.

Die auf einem versicherungsmathematischen Berechnungsprogramm basierende Bewertung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen erfolgt mit dem Teilwert der künftigen Jubiläumszuwendungen unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn der Jubiläumsarbeitszeit. Dabei wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,50 % bzw. 1,52 % angesetzt.

Bei dem Tochterunternehmen RASOMA werden die Rückstellungen für Pensionen nach der Unit Credit Method (PUC-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung erfolgt mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (1,90 %). Des Weiteren wurde ein Rententrend (2,00 %) in der Berechnung berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) aus der Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,36 %; i.Vj. 1,71 %) im Vergleich zur Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,90 %; i. Vj. 2,41 %) beträgt TEUR 8 (i.Vj. TEUR 11).

Bei dem Tochterunternehmen NSH USA werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) ebenfalls unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde ein Rechnungszinsfuß (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahren) 1,87 % verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden für Betriebsrentner in Höhe von 5,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde - alters- und dienstzeitabhängig - mit einer durchschnittlichen Wahrscheinlichkeit von 2,71 % bzw. 3,49 % berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) aus der Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,35 %; i.Vj. 1,60 %) im Vergleich zur Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,87 %; i.Vj. 2,30 %) beträgt TEUR 162 (i. Vj. TEUR 183).

Die Berechnung sonstiger Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels versicherungsmathematischem Gutachten entsprechend § 249 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 HGB unter Anwendung der PUC-Methode und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Berechnung liegt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins-satz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, von 1,87 % (Vj.: 2,30 %) zugrunde. Gehalts- oder Rentensteigerungen waren aufgrund der bestehenden Zusagen nicht zu berücksichtigen.

Zur Absicherung der Zusagen wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Da die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB vorliegen, erfolgt eine saldierte Darstellung der Rückstellung mit den entsprechenden Aktivwerten der Rückdeckungsversicherung, wobei sich der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen und der Zeitwert des Rückdeckungsanspruchs in gleicher Höhe (TEUR 41) gegenüberstehen.

In Höhe eines sich nach § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnden Unterschiedsbetrages zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren besteht eine Ausschüttungssperre, soweit der Unterschiedsbetrag frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Ergebnisvortrages übersteigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Im Rahmen der Coronapandemie wurde Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 1.619 von HME, NSI, WEMA und RASOMA in Anspruch genommen. Bei dem Kurzarbeitergeld handelt es sich um einen durchlaufenden Posten. Folglich ergab sich keine Auswirkung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zum Kurzarbeitergeld wurde im Personalaufwand saldiert.

Die NSH hat im Geschäftsjahr 2021 Fixkostenzuschüsse in Form der Überbrückungshilfe III sowie Überbrückungshilfe III plus für sich und ihre deutschen Tochtergesellschaften NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH, HEGENSCHEIDT-MFD GmbH, Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH und Rasoma Werkzeugmaschinen GmbH in Höhe von TEUR 6.290 beantragt. Zum Stichtag wurden diese ertragswirksam als Forderung bilanziert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Anforderungen des DRS 18, soweit sie über gesetzliche Anforderungen hinausgehen, werden nicht angewendet.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB bilanziell nachvollzogen. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung durch die Anwendung der sog. "Einfrierungsmethode" erfasst.

Sofern sich ein Projekt über die Dauer eines Geschäftsjahres hinaus hinzieht und einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ausmacht, wird ein Ergebnisbeitrag im Wege der Teilgewinnrealisierung umgesetzt. Dies betrifft vornehmlich Turn-Key Großprojekte.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen "davon-Vermerke" zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Die unrealisierten und realisierten Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 3.083 bzw. TEUR 913.

Die Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen wurden mit Ausnahme des Eigenkapitals mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit den durchschnittlichen Devisenkursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Das gezeichnete Kapital sowie alle übrigen Posten des Eigenkapitals, mit Ausnahme des Gewinnvortrages, wurden mit historischen Kursen umgerechnet.

Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz aus der Umrechnung der Bilanzposten mit dem Stichtagskurs in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Der Gewinnvortrag ergibt sich aus den kumulierten, umbewerteten Jahresergebnissen der Vorjahre.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, erfolgte nach der Buchwertmethode (in zulässiger Abweichung von DRS 23). Die zu aktivierenden Beträge sind soweit möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet worden; der Restbetrag wurde als Firmenwert aktiviert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss.

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich derjenige, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen zum Stichtag TEUR 1.428 (i. Vj. TEUR 1.367). Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten analog Vorjahr Forderungen aus der konzerninternen Finanzierung sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Latente Steuerschulden aus Differenzen bilanzieller Wertansätze:
aus der Erstkonsolidierung aufgedeckter und fortentwickelter stiller Reserven im Anlagevermögen 1.791 1.927
aus konzerneinheitlicher Bewertung des Anlagevermögens 12 34
1.803 1.961
Latente Steueransprüche aus Differenzen bilanzieller Wertansätze:
aus der Eliminierung von Zwischengewinnen 1.655 1.500
aus Differenzen in den Handelsbilanzen II der ausländischen konsolidierten Unternehmen 581 1.780
Sonstige Latente Steueransprüche 1.560 1.762
3.796 5.042
Aktive latente Steuern 1.993 3.036

Die sonstigen latenten Steueransprüche entfallen in Höhe von TEUR 511 (Vj. TEUR 865) auf steuerliche Verlustvorträge. Der Berechnung der latenten Steuern auf Konsolidierungseffekte wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Für die latenten Steuern aus den lokalen Einzelabschlüssen wurden die entsprechenden lokalen Steuersätze übernommen. Bei den angesetzten latenten Steuern auf Verlustvorträge wird eine Steuerentlastung aufgrund entsprechendem künftig zu versteuernden Einkünften innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 14.230 und die Kapitalrücklage von TEUR 10.853 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital den Konzernbilanzgewinn, Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung sowie Anteile anderer Gesellschafter. Der in der Bilanz ausgewiesen Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung des Vorjahres wurde entsprechend des Eigenkapitalspiegels anteilig den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen noch zu leistende Provisionszahlungen, Folgekosten für abgerechnete Aufträge, Vorsorgen für Gewährleistung sowie Verpflichtungen für den Personalbereich.

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020
Restlaufzeit Restlaufzeit bis
bis 1 Jahr über 5 Jahre gesamt 1 Jahr gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.181 992 4.682 14.201 30.533
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.389 0 31.389 27.250 27.250
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 352 0 352 29 29
4. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen 15.432 0 25.432 22.282 22.282
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.051 24.000 25.051 687 24.687
6. Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschafter 2.865 0 2.865 2.865 2.865
7. Sonstige Verbindlichkeiten 7.696 0 7.696 9.117 9.117
davon aus Steuern 4.926 0 4.926 5.057 5.057
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 73 0 73 36 36
Gesamt 61.966 24.992 97.467 76.431 116.763

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in gesamtschuldnerischer Mithaftung der NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH, der Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH, der HEGENSCHEIDT-MFD GmbH, der Rasoma Werkzeugmaschinen GmbH Döbeln und der NSH USA Corporation wie folgt besichert:

Grundschulden auf die Betriebsgrundstücke der NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH und HEGENSCHEIDT-MFD GmbH

Raum-Sicherungsübereignung - frei von Rechten Dritter - der Maschinen und Anlagen, der Betriebs- und Geschäftsausstattung der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, der NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH und HEGENSCHEIDT-MFD GmbH sowie sämtlicher Vorräte der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, der NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH, der HEGENSCHEIDT-MFD GmbH sowie der Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH

Negativerklärung in Bezug auf alle für die Geschäftstätigkeit wesentlichen Marken, Urheberrechte, Patente und Lizenzen.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber natürlichen Personen, die als mittelbare Gesellschafter der NSH beteiligt und in der Geschäftsführung tätig sind.

Haftungsverhältnisse

Aus dem Konsortialkreditvertrag besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für Avale in Höhe von TEUR 40.593 (Vj. TEUR 42.729). Weiterhin haftet das Mutterunternehmen NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH in Höhe von TEUR 3.000 (Vj. TEUR 2.000) für eine lokale Cash- und Avallinie, in Höhe von TUSD 2.090 (Vj. TEUR 0) für einen Investitionskredit sowie in Höhe von TEUR 29.933 (Vj. TEUR 29.342) für sonstige Garantien der NSH USA Corporation sowie in Höhe von TEUR 2.100 (Vj. TEUR 0) für eine lokale Avallinie der Niles-Simmons-Hegenscheidt (Beijing) Co., Ltd.. Das Risiko einer Inanspruchnahme für die Verbindlichkeiten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NSH-Gruppe als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 26.088 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo sowie Miet- und Leasingverträgen, die im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber fremden Dritten darstellen.

Derivative Finanzinstrumente

Angaben zu Finanzinstrumenten (nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert):

Kategorie Nominalbetrag Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert 31.12.2021
T-Fremdwährung TEUR TEUR
Zinsbezogene Geschäfte - 25.000 -1.660
Währungsbezogene Geschäfte in USD 1.000 831 877
Währungsbezogene Geschäfte in CNY 21.000 2.782 2.786
Währungsbezogene Geschäfte in CZK 10.000 384 406

Die zinsbezogenen Geschäfte betreffen einen Zinsswap sowie einen Zinsfloor mit Laufzeiten bis zum 31. Dezember 2025. Der Bewertung zum Stichtag liegt ein Barwertmodell auf Basis der aktuellen Markteinschätzungen der Kontraktpartner zugrunde.

Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte. Die beizulegenden Zeitwerte enthalten in Höhe von TEUR 46 negative Werte, die entsprechend als Rückstellung berücksichtigt wurden.

Für die Bewertung der Finanzinstrumente werden Barwertmodelle auf der Basis aktueller Markteinschätzungen der Kontraktpartner zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt.

Bewertungseinheiten

Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:

Grundgeschäft/Sicherungsinstrument Risiko/Art der Bewertungseinheit einbezogener Betrag
(1) Variabel verzinsliches Darlehen/ Zinsderivat Zinsänderungsrisiko/ micro hedge TEUR 25.000
(2) Umsatz in Fremdwährung/ Fremdwährungsderivat Währungsrisiko/ micro hedge TEUR 1.779

zu (1): Beim Grundgeschäft "Variabel verzinsliches Darlehen" handelt es sich um Darlehen, die aufgrund der Anschlussfinanzierung vom 27. Januar 2020 und der gezogenen vorzeitigen Verlängerungsoption eine Laufzeit bis 27. Januar 2027 haben. Zum Bilanzstichtag valutieren die Inanspruchnahmen aus den Fazilitäten des Konsortialkreditvertrages in Höhe von EUR 0, jedoch wird gemäß Liquiditätsplanung der Gesellschaft im kommenden Geschäftsjahr eine Inanspruchnahme der Kreditlinie in entsprechender Höhe mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgen (antizipativer Hedge). Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum aus, da sich der variable Anteil der Zinszahlungen der NSH aus dem Grundgeschäft und variable Zinszahlungen durch den Kontrahenten aus den Sicherungsgeschäften unverzüglich nach deren Entstehung gegenüberstehen.

Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet.

zu (2): Die Höhe des abgesicherten Risikos aus zukünftigen Zahlungseingängen durch fakturierte und zukünftige Umsatzerlöse in Fremdwährung beträgt TEUR 1.779. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet. Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund -und Sicherungsgeschäft gleichen sich im vollen Umfang im Sicherungszeitraum bis spätestens 16. Juni 2022 aus. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss 2021 des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 7.663 eine Dividende von TEUR 3.000 auszuschütten.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2021 2020
TEUR % TEUR %
nach Sparten
Projektgeschäft 21.133 9,8 40.528 15,8
Werkzeugmaschinen 144.682 67,3 172.245 67,0
Service / Ersatzteile 48.908 22,8 44.085 17,1
Sonstige 206 0,1 220 0,1
214.929 100,0 257.078 100,0
nach Regionen
Inland 35.678 16,6 18.820 7,3
Übriges Europa 46.992 21,9 89.978 35,0
Asien 86.115 40,1 103.474 40,3
Übrige Länder 46.144 21,4 44.806 17,4
214.929 100,0 257.078 100,0

Die Umsatzerlöse enthalten in Höhe von TEUR 17.611 (Vj. TEUR 10.999) Erlöse aus Turn-Key Projekten, die dem Projektfortschritt entsprechend nach den Grundsätzen der Teilgewinnrealisierung ermittelt wurden.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält in Höhe von TEUR 3.119 Zinsen für Darlehensinanspruchnahmen, in Höhe von TEUR 582 aus der Aufzinsung von Rückstellungen, in Höhe von TEUR 347 Avalprovisionen sowie in Höhe von TEUR 670 im Wesentlichen Bereitstellungsgebühren.

Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine ("Ukraine-Krieg"). Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs stellen ein wertbegründendes Ereignis dar und haben daher keine Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag.

Für die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe kann es als direkte oder indirekte Folge der gegen Russland verhängten Sanktionen - je nach Dauer und Intensität des Ukraine-Kriegs - zu negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit bzw. auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere in Form einer Reduzierung der Umsatzerlöse und des Konzernjahresergebnis, kommen. Der Fortbestand der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe ist nach Einschätzung der Geschäftsführung durch diese Entwicklungen allerdings nicht gefährdet. Bezüglich detaillierterer Angaben wird auf den Risiko- und Chancenbericht sowie den Prognosebericht im Konzernlagebericht verwiesen.

Angaben zu DRS 21 "Kapitalflussrechnung"

Analog dem Vorjahr setzt sich der Finanzmittelfonds aus den flüssigen Mitteln sowie aus den jederzeit fälligen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

Angaben zu DRS 22 "Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis"

Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31. Dezember 2021 mindestens TEUR 3.000 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Diesbezüglich bestehen keine gesetzlichen oder sich aus dem Gesellschaftsvertrag ergebenden Ausschüttungssperren.

Geschäftsführung

Prof. Dr.-Ing. E.h. Hans J. Naumann, Chemnitz

MBA John O. Naumann, Wassenberg

Dipl. Finanzwirt Jörg Hellmann, Machern

Dr.-Ing. Gero Martel, Untergruppenbach

Bezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen betrugen TEUR 2.537.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 657
Angestellte 634
Auszubildende 89
1.380

Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen HME, NSI und RASOMA wird für das Geschäftsjahr 2021 die Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 149
Steuerberatungsleistungen 59
Sonstige Beratungsleistungen 67
275

Konzernverhältnisse

Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Oberste Konzernspitze ist die Holdinggesellschaft NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Holding GmbH & Co. KG, Chemnitz. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.

 

Chemnitz, 31. Mai 2022

NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH

- Die Geschäftsführung -

gez. Prof. Dr.-Ing. E.h. Hans J. Naumann

gez. John Oliver Naumann

gez. Jörg Hellmann

gez. Dr.-Ing. Gero Martel

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021 Währungsänderungen Zugänge Umbuchungen
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.585 743 341 1.071
2. Geschäfts- oder Firmenwert 545 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 151 0 1 0
19.281 743 342 1.071
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.635 1.583 1.844 50
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.245 1.713 1.194 400
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.818 221 1.245 483
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.255 10 1.576 -2.004
154.953 3.527 5.859 -1.071
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.161 0 102 0
2. Beteiligungen 142 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 6 0 0 0
2.309 0 102 0
176.543 4.270 6.303 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Änderung Konsolidierungskreis Abgänge 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 13 20.727
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 545
3. Geleistete Anzahlungen 0 117 35
0 130 21.307
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 0 74.112
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 3.503 53.049
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 1.176 28.591
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 536 2.301
0 5.215 158.053
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 2.263
2. Beteiligungen 0 0 142
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 6
0 0 2.411
0 5.345 181.771
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021 Währungsänderungen Abschreibungen des Geschäftsjahres
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.495 718 527
2. Geschäfts- oder Firmenwert 545 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
18.040 718 527
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.260 631 1.963
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.150 996 3.203
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.411 166 1.488
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
89.821 1.793 6.654
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21 0 102
2. Beteiligungen 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0
21 0 102
107.882 2.511 7.283
Kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 13 18.727
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 545
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
0 13 19.272
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 0 35.854
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 2.513 36.836
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 927 22.138
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
0 3.440 94.828
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 123
2. Beteiligungen 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0
0 0 123
0 3.453 114.223
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.000 1.090
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 35 151
2.035 1.241
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.258 37.375
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.213 18.095
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.453 6.407
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.301 3.255
63.225 65.132
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.140 2.140
2. Beteiligungen 142 142
3. Sonstige Ausleihungen 6 6
2.288 2.288
67.548 68.661

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand zum 31. Dezember 2019 14.230 10.853 2.698 70.480 98.261
Ausschüttung 0 0 0 -4.000 -4.000
Währungsumrechnung 0 0 -2.369 0 -2.369
Sonstige Veränderung 0 0 0 400 400
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 8.341 8.341
Stand zum 31. Dezember 2020 14.230 10.853 329 75.221 100.633
Ausschüttung 0 0 0 -4.720 -4.720
Währungsumrechnung 0 0 5.372 0 5.372
Sonstige Veränderung 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 6.610 6.610
Stand zum 31. Dezember 2021 14.230 10.853 5.701 77.111 107.895
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Summe Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand zum 31. Dezember 2019 23.573 1.547 25.120 123.381
Ausschüttung -2.731 0 -2.731 -6.731
Währungsumrechnung 0 -654 -654 -3.023
Sonstige Veränderung -174 0 -174 226
Konzernjahresüberschuss 3.970 0 3.970 12.311
Stand zum 31. Dezember 2020 24.638 893 25.531 126.164
Ausschüttung -2.741 0 -2.741 -7.461
Währungsumrechnung 0 3.075 3.075 8.447
Sonstige Veränderung 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 5.042 0 5.042 11.652
Stand zum 31. Dezember 2021 26.939 3.968 30.907 138.802

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
TEUR TEUR
1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 11.651 12.311
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.283 7.048
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -5.823 3.472
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) -3.322 419
Verlust(+)/Gewinn (-) aus Anlageabgängen 0 -10
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -9.048 10.139
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 17.072 -17.976
Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn (+) 123 123
Ertragsteueraufwand (+) 3.227 4.135
Zinsaufwand (+) 4.423 4.049
Ertragsteuerzahlungen (-) -3.655 -4.303
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 21.931 19.407
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 1.893 416
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.788 -6.424
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.413 -500
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -25
Erhaltene Zinsen 295 505
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.013 -6.028
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Gesellschafterdarlehen/Darlehen von nahestehenden Personen 3.310 2.000
Auszahlungen (-) aus Gesellschafterdarlehen/Darlehen von nahestehenden Personen -350 -400
Einzahlungen (+) aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten, Erhöhung Kontokorrent 9.299 7.066
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten, Rückführung Kontokorrent -35.150 -584
Gezahlte Zinsen (-) -3.773 -4.013
Auszahlungen (-) an Gesellschafter des Mutterunternehmens -4.720 -4.000
Auszahlungen (-) an andere Gesellschafter -2.854 -2.925
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -34.238 -2.856
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -16.320 10.523
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 8.448 -3.009
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -10.497 122
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 46.740 39.104
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 28.371 46.740

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz

- bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 31. Mai 2022

KPMG AG
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Kolditz, Wirtschaftsprüfer

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