Sparkasse HochschwarzwaldLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRA 4563
Eingetragen
17.9.1999
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Betreiben aller banküblichen Geschäfte im Sinne des § 6 SpG Baden-Württemberg

Historie

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Management

NameRolle
Michael Frech
seit 1.9.2016
Vorstandsmitglied
Jochen Brachs
seit 21.3.2006
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sparkasse Hochschwarzwald

Kirchzarten und Titisee-Neustadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Geschäftsbericht mit Lagebericht für das Jahr 2017

Kirchzarten - Titisee-Neustadt

Hauptstelle: Hauptstelle:
Kirchzarten, Hauptstraße 5 Titisee-Neustadt, Am Postplatz 10
Geschäftsstellen: Geschäftsstellen:
Baufinanzierungscenter, Kirchzarten Breitnau, Dorfstraße 11/1
Buchenbach, Hauptstraße 16 Eisenbach, Tempelacker 18
Kirchzarten, Burger Platz 1 Feldberg, Windgfällstraße 2
Oberried, Hauptstraße 42 Hinterzarten, Freiburger Straße 3
St. Märgen, Feldbergstraße 2 Lenzkirch, Schwarzwaldstraße 2
St. Peter, Zähringerstraße 12 Löffingen, Demetriusstraße 13
Stegen, Jägerstraße 1 Titisee-Neustadt, Alte Poststraße 1

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

1. Grundlagen der Sparkasse

1.1 Geschäftsmodell

Die Sparkasse Hochschwarzwald, gegründet im Jahr 1846, ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Kirchzarten und Titisee-Neustadt. Träger der Sparkasse sind die Städte Titisee-Neustadt und Löffingen sowie die Gemeinden Kirchzarten, Breitnau, Buchenbach, Eisenbach (Hochschwarzwald), Feldberg (Schwarzwald), Friedenweiler, Hinterzarten, Lenzkirch, Oberried, St. Märgen, St. Peter und Stegen, über deren Gemarkungen sich das Geschäftsgebiet der Sparkasse erstreckt. Als selbstständiges Wirtschaftsunternehmen bietet die Sparkasse zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe für private und gewerbliche Kunden Finanzdienstleistungsprodukte an.

Die Sparkasse betreibt alle banküblichen Geschäfte, soweit das Sparkassengesetz Baden-Württemberg, die Sparkassengeschäftsordnung oder die Satzung keine Einschränkungen vorsehen. Als selbstständiges regionales Wirtschaftsunternehmen bietet sie zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe Privatkunden, Unternehmen und Kommunen Finanzdienstleistungen und -produkte an. Direkt vor Ort und dadurch kundennah trifft die Sparkasse schnelle und an den Interessen ihres Geschäftsgebiets orientierte Entscheidungen, bei denen sie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der Region berücksichtigt. Damit verbinden sich Kundennähe, Effizienz und Sachkompetenz. Auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse ist es die besondere, gesetzliche Aufgabe der Sparkasse im Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen. Sie unterstützt damit die Aufgabenerfüllung der Kommunen im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich und fördert den Sparsinn und die Vermögensbildung breiter Bevölkerungskreise sowie die Wirtschaftserziehung der Jugend. Dieser öffentliche Auftrag ist im Sparkassengesetz niedergeschrieben und prägt das Geschäftsmodell und das gesellschaftliche Engagement der Sparkasse. Um diesem Auftrag gerecht zu werden unterhielt die Sparkasse Hochschwarzwald zum 31.12.2017 zwei Hauptstellen, dreizehn Geschäftsstellen, zwei Selbstbedienungs-Geschäftsstellen sowie eine Geldautomatenstelle in unserem Geschäftsgebiet und beschäftigten insgesamt 196 Mitarbeiter. Sicherheit ist seit Ausbruch der Finanzmarktkrise ein großes Anliegen. Unsere Sparkasse ist als Mitglied im Sparkassenverband Baden-Württemberg (SVBW) über dessen Sparkassenstützungsfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Dieses Sicherungssystem ist von der BaFin als Einlagensicherungssystem nach dem EinSiG anerkannt worden.

Organisationsstruktur

Organe der Sparkasse sind der Verwaltungsrat, der Kreditausschuss und der Vorstand. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse, erlässt Geschäftsanweisungen für den Kreditausschuss sowie den Vorstand und überwacht deren Tätigkeit. Der Verwaltungsrat besteht aus dem Vorsitzenden und 17 weiteren Mitgliedern. Die Zusammensetzung des Verwaltungsrats ist dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen. Der Kreditausschuss, bestehend aus fünf Mitgliedern, beschließt über die Zustimmung zur Gewährung von Krediten nach der Geschäftsanweisung und über die Zustimmung zur Gewährung von Organkrediten im Sinne von § 15 des Gesetzes über das Kreditwesen. Der Vorstand, bestehend aus zwei Mitgliedern, leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung. Er vertritt die Sparkasse und führt ihre Geschäfte.

1.2 Ziele und Strategien

Die Sparkasse will auch in Zukunft wichtigster Partner ihrer Privat- und Firmenkunden in allen Finanzangelegenheiten im Geschäftsgebiet sein. Sie setzt dabei in erster Linie auf organisches Wachstum, das durch die Intensivierung bestehender und die Gewinnung neuer Geschäftsverbindungen erzielt werden soll. Unser Ziel ist die langfristige Existenzsicherung. Nur eine angemessene Ertragskraft gewährleistet, dass wir den finanziellen Spielraum für die zukünftige Geschäftsentwicklung haben. Unser Ziel ist deshalb eine Stärkung der Ertragskraft auf Basis einer die rechtlichen Anforderungen erfüllenden Kapitalbasis. Dies fördern wir unter anderem durch Zielvereinbarungen mit Führungskräften und Mitarbeitern. Durch den effizienten Einsatz von vorhandenen Ressourcen, die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse und mehr Verantwortung durch Teamarbeit erreichen wir die erforderliche Produktivität. Qualität ist in einem umfassenden Sinne zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor für alle Finanzdienstleister geworden. Ziel ist es, die hohen Qualitätsansprüche der internen und externen Kunden zu erfüllen. Hierzu bedarf es ständiger Prozesse, den sich veränderten Anforderungen gerecht zu werden. Zu den wesentlichen Änderungen zählen wir vor allem das sich durch die fortschreitende Digitalisierung verändernde Kundenverhalten. Wir begreifen diese Veränderungen als Chance und unterstützen unsere Kunden und Mitarbeiter z.B. durch die Einrichtung eines modernen Internetauftritts, Online-Angebote, KWITT und WLAN für Kunden und Mitarbeiter auf den Geschäftsstellen. Als Motor und entscheidende Größe im Wertschöpfungsprozess wollen wir das Wissen und die Erfahrungen unserer Mitarbeiter an allen Standorten der Sparkasse künftig noch zielgerichteter erschließen und weiterentwickeln. In diesem Zusammenhang erwarten wir deshalb auch von allen Mitarbeitern, sich im Rahmen des innerbetrieblichen Vorschlagswesens aktiv an der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten im gesamten Prozess- und Produktbereich zu beteiligen, um die gegebenen Chancen zu nutzen, damit wir unsere ehrgeizigen Ziele erreichen werden. Unter Beachtung unseres öffentlichen Auftrages haben wir dabei als Ziele festgelegt, wirtschaftlich zu arbeiten, eine ausreichende Risikovorsorge zu treffen und disponible Mittel zu erwirtschaften. Es wurden zum einen bilanzwirksame Wachstumsziele festgelegt, zum anderen Aufwands- und Ertragsziele entwickelt, zur Erzielung angemessener Gewinne und zur Sicherung der Risikotragfähigkeit.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Sparkasse betreibt keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung. Daher entfällt dieser Teilbericht.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur Lage 2017

Das Geschäftsjahr 2017 war erfolgreich. Der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage können unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklung als günstig beurteilt werden. Die wirtschaftliche Entwicklung führte zu einem weiter ansteigenden Kreditvolumen. Insbesondere die Firmenkunden und die private Immobilienfinanzierung verursachten eine günstige geschäftliche Entwicklung. Einlagen verzeichneten einen Zuwachs um 3,1 Prozent. Die Zahl der Privatgirokunden stieg weiter an. Auch im Vermittlungsgeschäft waren wir im Vergleich mit den baden-württembergischen Sparkassen sehr erfolgreich. Die Finanz- und Vermögenslage kann als günstig beurteilt werden. Die operative Ertragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß entwickelt. Der Zinsüberschuss war branchenbedingt durch die Niedrigzinsphase rückläufig. Die Provisionserlöse konnten jedoch deutlich gesteigert werden. Der Verwaltungsaufwand stieg wie erwartet gegenüber dem Vorjahr an. Der Bewertungsaufwand im Kundenkreditgeschäft war sehr gering. Das Bewertungsergebnis unseres Wertpapierbestandes war aufgrund des Zinsanstieges zum Jahresende negativ. Der erzielte Jahresüberschuss entspricht dem geplanten Geschäftsergebnis.

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliches Umfeld 1

Der Aufschwung der Weltwirtschaft gewann 2017 an Tempo und an Breite. Die OECD beziffert das Wachstum der Weltproduktion 2017 auf 3,6 Prozent. Daran waren zuletzt praktisch alle großen Weltwirtschaftsregionen beteiligt. China wuchs erneut mit den amtlich geplanten fast sieben Prozent, Indien wohl ebenfalls in vergleichbarer Größenordnung. Aber auch die Industrieländer zeichneten sich 2017 durch neue Wachstumsdynamik aus. Die Wirtschaft der USA wuchs um mehr als zwei Prozent, Japan immerhin um rund 1,5 Prozent. Die Erholung im Euroraum gewann 2017 an Fahrt und kann inzwischen als ein fortgeschrittener Aufschwung bezeichnet werden. 2017 wurde mit einem Wachstum von 2,4 Prozent ein Tempo erreicht, das über dem Potenzialwachstum liegt. Die Arbeitslosenquoten in den meisten Ländern konnten dadurch abgebaut werden.

Laut Statistischem Bundesamt erreichte die deutsche Wirtschaft 2017 ein Wachstum von 2,2 Prozent. Der Aufschwung wurde vor allem von der Binnenwirtschaft getragen. Aber in dem freundlichen Umfeld der wachsenden Weltwirtschaft konnte auch der deutsche Außenhandel erneut einen Wachstumsanteil beisteuern. 2017 war ein weiteres Jahr mit einem Wachstum oberhalb des Zuwachses des Produktionspotenzials. Dies gab den Unternehmen Anlass zu einer verstärkten Investitionstätigkeit. 2017 erhöhten sich die Bruttoanlageinvestitionen real um 3,0 Prozent. Bauinvestitionen legten mit 2,6 Prozent deutlich zu, darunter mit 3,1 Prozent die Teilkomponente der Wohnbauten überproportional. Dabei geht das anhaltend hohe Nachfragewachstum angesichts von Engpässen sowohl beim Bauland als auch bei den Produktionskapazitäten der Bauindustrie neben der Volumenausweitung zunehmend in die Preise.

Der private Konsum in Deutschland hat sich 2017 um real 2,0 Prozent ausgeweitet und ist somit in annähernd gleichem Tempo wie schon im vorangegangenen Jahr gewachsen. Die Sparquote der privaten Haushalte blieb konstant bei 9,7 Prozent. Der moderat expandierende, das BIP begleitende und stützende, Konsum findet eine solide Grundlage in der guten Arbeitsmarktlage, die sich in hoher Arbeitsplatzsicherheit und allmählich auch stärker in Lohnsteigerungen niederschlägt. 2017 ist die Zahl der Erwerbstätigen noch einmal gestiegen. Die Arbeitslosenquote ist weiter gesunken auf 5,7 Prozent im Mittel des Jahres 2017 und hat somit den niedrigsten Stand Gesamtdeutschlands seit der Wiedervereinigung erreicht.

Auf die Güterpreise haben die stärker ausgelasteten Produktionskapazitäten und zunehmenden Engpässe am Arbeitsmarkt bisher noch nicht durchgeschlagen. Vielmehr blieb die Preisdynamik entgegen der sehr guten Konjunktursituation weiterhin moderat. Im Jahresdurchschnitt sind die Verbraucherpreise in Deutschland gemäß harmonisiertem Index um 1,7 Prozent gestiegen. Im Euroraum war der Anstieg mit 1,5 Prozent schwächer und lag deutlicher unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2017 unverändert gelassen. Die Ankaufprogramme von Wertpapieren wurden 2017 fortgesetzt. An den Devisenmärkten steigerte der Euro im Jahresverlauf seinen Außenwert.

1 Auszug aus dem Gesamtwirtschaftlichen Jahresrückblick 2017 und -ausblick 2018 des DSGV

Kreditwirtschaft

Die Risiken für die deutsche Kreditwirtschaft waren vergleichbar dem Vorjahr. Ausschlaggebend hierfür waren das anhaltend sehr niedrige Zinsniveau und die Entwicklungen im regulatorischen Bereich. So beließ die EZB die Verzinsung für Guthaben der Geschäftsbanken auf der Einlagefazilität und für Überschussreserven bei der schon seit März 2016 geltenden Negativverzinsung von -0,4 Prozent. Die längerfristigen Kapitalmarktzinsen entwickelten sich im Euroraum 2017 per Saldo seitwärts. Nach Tiefstständen im Februar erreichten die Umlaufsrenditen am Jahresende 2017 ähnliche Niveaus wie zu Jahresbeginn. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen bewegten sich nach Tiefstständen im Februar 2017 die meiste Zeit des Jahres in der Spanne zwischen 0,3 und 0,5 Prozent (plus), am Jahresende an deren oberem Rand. Neben den sehr niedrigen Zinsen führten die weiter steigenden Anforderungen an Qualität und Höhe der Eigenmittel zu weiteren Belastungen der Institute. Die Sparkasse Hochschwarzwald ist durch ihre sehr gute Marktverankerung im Geschäftsgebiet und einer soliden Kapitalausstattung für die anstehenden Herausforderungen gut aufgestellt.

Vom Gesetzgeber wurden 2017 weitere Regulierungsmaßnahmen in Kraft gesetzt. Für unsere Sparkasse bedeutete dies einen hohen Umsetzungsaufwand und hohe Kosten zur Erfüllung der neuen Anforderungen.

Die BaFin und die Deutsche Bundesbank haben in 2016 im Rahmen des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (Supervisory Review and Evaluation Process - SREP) die Grundzüge für die Festsetzung von zusätzlichen Eigenmittelanforderungen der Kreditinstitute bekannt gegeben. Der SREP-Kapitalzuschlag dient der Unterlegung von Zinsänderungsrisiken sowie weiterer wesentlicher Risiken, die nicht oder nicht ausreichend über die Säule I-Anforderungen abgedeckt sind. Daneben werden weitere Eigenmittelanforderungen zur Unterlegung von Risiken in Stresssituationen festgelegt. Die BaFin hat mit Bescheid vom 31. Januar 2018 und vom 14. März 2018 bei der Sparkasse die individuellen Eigenmittelanforderungen (SREP-Kapitalzuschlag bzw. Eigenmittelzielkennziffer) festgesetzt.

Das neu systematisierte und im Umfang deutlich erweiterte Geldwäschegesetz ist am 26. Juni 2017 in Kraft getreten. Zeitgleich trat die neue Verordnung (EU) 2015/847 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Mai 2015 über die Übermittlung von Angaben bei Geldtransfers in Kraft.

Mit Wirkung zum 3. Januar 2018 wurde das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) geändert, um die Finanzmarktrichtlinie MiFID II und die Finanzmarktverordnung MiFIR umzusetzen. Das WpHG wurde dabei inhaltlich deutlich erweitert und neu strukturiert.

Seit dem Meldestichtag 30. Juni 2017 sind Kreditinstitute verpflichtet, im Rahmen des FINREP-Meldewesens über die Deutsche Bundesbank quartalsweise umfangreiche Finanzdaten an die Europäische Zentralbank einzureichen.

Im Oktober 2017 hat die BaFin die novellierten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) vorgelegt. Das Rundschreiben trat mit Veröffentlichung in Kraft. Während Klarstellungen unverzüglich anzuwenden waren besteht für Neuerungen eine Umsetzungsfrist zum 31.10.2018.

Die BaFin hat Anfang November 2017 die Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT von Banken (BAIT) veröffentlicht. Die BAIT präzisieren die §§ 25a und 25b KWG und konkretisieren die MaRisk für IT-Themen. Ab Veröffentlichung sind die BAIT in Kraft und stellen den zentralen Baustein für die IT-Aufsicht über den Bankensektor in Deutschland dar.

Entwicklungen in der Sparkassenorganisation

Die Sparkassen-Finanzgruppe hat bei den Ratingagenturen Moody's Investors Service ein Corporate Familiy Rating (Verbundrating) von Aa2, ein Floor-Rating von DBRS von A sowie ein Gruppenrating von Fitch von A+ eingeholt.

An den nationalen und internationalen Finanz- und Kapitalmärkten nimmt die Bedeutung externer Ratings zu. Das Verbundrating von Moody's stellt eine Bonitätsbeurteilung der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe dar.

Das Floor-Rating von DBRS bringt zum Ausdruck, dass die Bonität jedes Mitgliedes der Sicherungseinrichtungen der Sparkassen-Finanzgruppe mindestens mit A bewertet wird. Somit kann kein Institut, das der Sicherungseinrichtung angehört, unter diese Bewertungen fallen. Fitch erteilte 2010 erstmals den Sparkassen ein Gruppenrating in Höhe von A+.

Das Verbundrating von Moody's, das Floor-Ratings von DBRS und das Group Rating von Fitch sind echte, kapitalmarktfähige Ratings. Allerdings stellt das Verbundrating von Moody's keine Einheitsnote dar und ist nicht individuell nutzbar. Das Floor-Rating von DBRS sowie das Gruppenrating von Fitch können sich dagegen die Institute einzeln zuweisen lassen. Sie können dann wie Individualratings genutzt werden.

Regionale Wirtschaftsentwicklung 2

"Der Wirtschaft am Oberrhein geht es besser denn je" so titelt der Konjunkturbericht zum Jahresbeginn 2018 der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein. Zum dritten Mal in Folge konnte Baden-Württemberg 2017 ein vergleichsweise hohes reales Wirtschaftswachstum von mehr als 2 Prozent verzeichnen. Bereits seit acht Jahren hält die derzeitige Wachstumsphase nun insgesamt schon an und bisher zeigen sich keine Anzeichen dafür, dass mit einem baldigen Ende des Booms gerechnet werden muss. Im Gegenteil: am südlichen Oberrhein weisen die Indizes sogar noch weiter nach oben. So reißt der Index der Geschäftslage zum dritten Mal in Folge das bisherige Allzeithoch. Im Vergleich zum Herbst legt er nochmals 7 Punkte auf nun 61 Punkte zu. Mittlerweile geben 63 Prozent aller Betriebe an, dass sie über eine gute Geschäftslage verfügen, nur noch 3 Prozent bewerten sie als schlecht.

Getragen wird der wirtschaftliche Höhenflug zunehmend von einem starken Auslandsgeschäft des verarbeitenden Gewerbes. Dabei tritt auch das europäische Ausland wieder stärker als Wachstumsmotor in Erscheinung. Die Folgen der europäischen Schuldenkrise scheinen damit in den meisten Ländern nun zunächst überwunden zu sein. Abzuwarten bleibt allerdings, welche Folgen eine Anhebung des weiterhin sehr niedrigen Leitzinses der Europäischen Zentralbank für die Liquidität des Bankensektors und die Handlungsfähigkeit der Regierungen in den südlichen Mitgliedsländern der EU haben werden.

Neben der Industrie durchlebt die Bauwirtschaft am südlichen Oberrhein nun schon eine langwährende Boomphase. Entsprechend zufrieden zeigen sich die Bauunternehmen mit der wirtschaftlichen Entwicklung: 83 Prozent geben an über eine gute Geschäftslage zu verfügen, kein einziges ist unzufrieden. Vor allem der konstante Zuzug an den südlichen Oberrhein aus dem In- und Ausland speist diese Entwicklung.

2 Auszug aus dem Konjunkturbericht zum Jahresanfang 2018 der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein.

Wettbewerbssituation und Marktstellung im Geschäftsgebiet

Die Sparkasse Hochschwarzwald ist das einzige selbständige Kreditinstitut mit Sitz im Geschäftsgebiet. Als örtliche Sparkasse sind wir Marktführer nach Privatgirokunden mit einem Marktanteil von 48 Prozent. Wir zeichnen uns aus durch unsere Kundennähe vor Ort sowie durch eine gute Beratungs- und Dienstleistungsqualität. Die gute Geschäftsentwicklung der letzten Jahre bestärkt uns an unserer erfolgreichen Geschäftsausrichtung festzuhalten: ganzheitliche Beratung unserer Kunden, bedarfsgerechte Produkte und ein faires Preis-/Leistungsverhältnis. Im Kredit- und Einlagengeschäft stehen wir ausschließlich mit Kreditinstituten im Wettbewerb, die ihren Sitz außerhalb des Geschäftsgebietes haben. Der Wettbewerb ist zudem geprägt durch (Nischen-)Anbieter, die sich auf lukrative Produkt- oder Kundensegmente spezialisiert haben. Dazu zählen zum Beispiel Direkt- und Autobanken, Leasinggesellschaften, Versicherungen und freie Vermögensberater.

2.2 Geschäftsverlauf

Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

Bestand Veränderungen
2017-12-31
Mio. EUR
2017
Mio. EUR
2017
%
2016
%
Geschäftsvolumen 1) 1.101,2 -23,0 -2,0 -1,2
Bilanzsumme 1.067,1 -18,0 -1,7 -1,5

1) Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten

Die Bilanzsumme und das Geschäftsvolumen haben sich im Geschäftsjahr 2017 rückläufig entwickelt. Mit dem Rückgang der Bilanzsumme um 1,7 Prozent auf 1.067,1 Mio. EUR hat die Sparkasse das angestrebte moderate Bilanzwachstum nicht erreicht. Die Abnahme ist auf die rückläufige Entwicklung der Forderungen an Kreditinstitute mit -20,5 Mio. EUR (Vorjahr: -15,7 Mio. EUR), des Wertpapiervermögens mit -13,5 Mio. EUR (Vorjahr: -32,0 Mio. EUR) und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit -44,9 Mio. EUR (Vorjahr: +5,2 Mio. EUR) zurückzuführen. Das Kundenkreditvolumen mit +6,6 Mio. EUR (Vorjahr: +37,4 Mio. EUR) und das Mittelaufkommen von Kunden mit +22,4 Mio. EUR (Vorjahr: -26,2 Mio. EUR) entwickelten sich positiv. Das Geschäftsvolumen reduzierte sich um 2,0 Prozent (Vorjahr: -1,2 %) auf 1.101,2 Mio. EUR.

Aktivgeschäft

Bestand Veränderungen
2017-12-31
Mio. EUR
2017
Mio. EUR
2017
%
2016
%
Kundenkreditvolumen 725,9 +6,6 +0,9 +5,5
Forderungen an Kreditinstitute 18,4 -20,5 -52,8 -28,7
Wertpapiervermögen 318,5 -13,5 -4,1 -8,8

Kundenkreditvolumen

Das Gesamtvolumen der Kredite an Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Haushalte hat sich erneut positiv entwickelt und stieg im Geschäftsjahr 2017 um 6,6 Mio. EUR auf 725,9 Mio. EUR. Die plan- und außerplanmäßigen Tilgungen unserer Kunden waren mit 94,5 Mio. EUR deutlich höher als im Vorjahr (85,7 Mio. EUR). Sie erreichten den zweithöchsten Wert in den letzten zwölf Jahren. Vor diesem Hintergrund ist das Wachstum der Kundenkredite in Höhe von 0,9 Prozent als Erfolg zu werten, wenngleich im Verbandsdurchschnitt die Zunahme des Kundenkreditvolumens etwas höher ausfiel.

Die Darlehensauszahlungen gingen im Vergleich zum Vorjahreswert auf 95,8 Mio. EUR zurück. Unsere Darlehenszusagen lagen mit 105,1 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert.

Die zur Verfügung gestellten Dispositions- und Kontokorrentkreditlinien haben sich 2017 im Zuge der Einführung von Bereitstellungsprovisionen für private und gewerbliche Kontokorrentkredite um 7,3 Mio. EUR auf 99,0 Mio. EUR vermindert. Die Kreditinanspruchnahme nahm aufgrund der guten Finanzlage der Unternehmen ebenfalls leicht um 0,6 Mio. EUR auf 24,1 Mio. EUR ab und befindet sich im Vergleich der letzten zehn Jahre auf einem sehr niedrigen Niveau.

Unsere Ergebnisse im Kreditgeschäft belegen erneut eindrücklich, dass die Sparkasse Hochschwarzwald ihre Aufgabe erfüllt, die Menschen und Unternehmen in der Region mit Krediten zu versorgen.

Forderungen an Kreditinstitute

Der starke Rückgang der Forderungen gegenüber Kreditinstitute um 20,5 Mio. EUR resultiert aus einer geringeren Forderung gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg.

Wertpapiervermögen

Das Wertpapiervermögen verminderte sich um 13,5 Mio. EUR auf 318,5 Mio. EUR. Es verteilt sich auf festverzinsliche Wertpapiere (118,0 Mio. EUR), Publikums- und Spezialfonds (192,3 Mio. EUR) und geschlossene Immobilienfonds (8,2 Mio. EUR). Die festverzinslichen Wertpapiere setzen sich im Wesentlichen aus Wertpapieren erstklassiger Adressen zusammen. Die Anlage in Publikums- und Spezialfonds erfolgt mit dem Ziel einer Risikostreuung; sie enthalten unter anderem ebenfalls festverzinsliche Wertpapiere erstklassiger Adressen, Unternehmensanleihen guter bis mittlerer Bonität und Immobilien. Die fälligen Wertpapiere (21,8 Mio. EUR) wurden aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus in 2017 nicht in voller Höhe adäquat ersetzt. Grundsätzlich dient das Wertpapiervermögen überwiegend der längerfristigen Anlage unserer Mittel sowie des Passivüberhangs aus dem Kundengeschäft. Es wurde wie in den Vorjahren - also bereits vor der Finanzmarktkrise - bewusst vorsichtig und breit gestreut.

Beteiligungen

Das Volumen der Beteiligungen blieb im Geschäftsjahr 2017 mit 8,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr konstant.

Passivgeschäft

2017-12-31
Mio. EUR
2017
Mio. EUR
2017
%
2016
%
Mittelaufkommen von Kunden 756,2 +22,4 +3,1 -3,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 194,3 -44,9 -18,8 +2,2

Das Mittelaufkommen von Kunden stieg entgegen der Planung um 3,1 Prozent auf 756,2 Mio. EUR. Die Privatkunden erhöhten ihre bilanziellen Einlagenbestände um 17,5 Mio. EUR und die Unternehmen um 7,4 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund des weiterhin niedrigen Zinsniveaus bevorzugten unsere Kunden liquide Anlageformen. Deshalb entwickelten sich die täglich fälligen Gelder mit +8,1 Prozent überdurchschnittlich. Das Wachstum war im Verbandsdurchschnitt mit 2,6 Prozent etwas geringer. Inklusive des Nettoabsatzes im Kunden-Wertpapiergeschäft erreichte die Geldvermögensbildung unserer Kunden mit +38,1 Mio. EUR (Vorjahr -2,4 Mio. EUR) einen im langjährigen Vergleich sehr hohen Wert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 44,9 Mio. EUR (Vorjahr: +5,2 Mio. EUR). Es handelt sich überwiegend um Mittel zur Finanzierung des langfristigen Kreditgeschäfts.

Dienstleistungen

Die Wertpapierumsätze unserer Kunden erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent auf über 93,2 Mio. EUR (Vorjahr +11,5 Prozent). Der Anlageschwerpunkt lag erneut in den Investmentfonds, der Nettoabsatz war positiv. Das Verbund- und Vermittlungsgeschäft entwickelte sich insgesamt positiv. Im Bereich Bausparen erhöhte sich das Ergebnis um 12,7 Prozent auf ein Ergebnis von 29,9 Mio. EUR Bausparsumme. Wir vermittelten 298 Lebensversicherungsverträge (-13,6 Prozent ggü. Vorjahr). Die Beitragssumme reduzierte sich nach dem Rekordergebnis 2016 (15,2 Mio Euro) um 16 Prozent auf ein Volumen von 12,8 Mio. EUR. Zudem haben wir 888 Sachversicherungen (Vorjahr: 668) mit einer Jahresnettoprämie von 176 TEUR (Vorjahr: 150 TEUR) abgeschlossen. In der Immobilienvermittlung beläuft sich das über/an die LBSi vermittelten Objektvolumen bei 30 Objekten auf 7,9 Mio. EUR.

Derivate

Zum Jahresende bestanden keine Geschäfte.

Eigenhandel

Eigenhandelsgeschäfte (Handelsbuchgeschäfte) wurden 2017 nicht durchgeführt.

Investitionen

Die Sparkasse Hochschwarzwald modernisiert und renoviert regelmäßig ihr flächendeckendes Geschäftsstellennetz. Unser Marktauftritt ist modern und technisch in einem sehr guten Zustand. Zudem investiert die Sparkasse fortlaufend in ihren Internetauftritt, eine moderne digitale Infrastruktur sowie in die IT-Sicherheit.

Sonstige wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung haben sich nicht ergeben.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1 Vermögenslage

Mio. EUR in % des Geschäftsvolumens
2017-12-31 2016-12-31 2017-12-31 2016-12-31
Kundenkreditvolumen 725,9 719,2 65,9 64,0
Forderungen an Kreditinstitute 18,4 38,9 1,7 3,5
Wertpapiervermögen 318,5 332,0 28,9 29,5
Anlagevermögen 21,4 23,2 1,9 2,1
Sonstige Vermögenswerte 17,1 10,9 1,6 1,0
Mittelaufkommen von Kunden 756,2 733,9 68,7 65,3
Verbindlichkeiten gegenüber KI 194,3 239,2 17,6 21,3
Sonstige Passivposten (einschl. Eventualverbindlichkeiten und Rückstellungen) 105,9 107,3 9,6 9,5
Eigene Mittel 44,7 43,8 4,1 3,9

Die Vermögenslage unserer Sparkasse weist gegenüber dem Verbandsdurchschnitt höhere Anteile beim Wertpapiervermögen sowie bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (KI) aus. Demgegenüber sind die Forderungen gegenüber KI unterdurchschnittlich ausgeprägt. Während der Anteil des Kundenkreditvolumens weiter verbessert werden konnte und nun etwa auf dem Verbandsdurchschnitt liegt, befindet sich das Mittelaufkommen von Kunden noch knapp darunter.

Die Bewertung des Wertpapiervermögens erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Den bestehenden bilanziellen Risiken im Kreditgeschäft wurde durch Wertberichtigungen und Rückstellungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen.

Mit Feststellung des Jahresabschlusses durch den Verwaltungsrat wird der Bilanzgewinn in Höhe von 0,9 Mio. EUR der Sicherheitsrücklage zugeführt. Diese erhöht sich auf 44,7 Mio. EUR - ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse über ergänzende Eigenkapitalbestandteile.

Die Angemessenheit der Eigenmittelausstattung wird nach der CRR/CRD IV ermittelt. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen wurden unter Berücksichtigung des Kapitalerhaltungspuffers im Jahresablauf jederzeit eingehalten. Die Gesamtkapitalquote als Relation der Eigenmittel zum Gesamtrisikobetrag lag zum Bilanzstichtag bei 14,6 Prozent (Vorjahr 14,1 Prozent). Ein weiterer Anstieg auf einen Wert klar über dem für unser Haus gesetzlich vorgeschriebenen Wert von 9,855 Prozent. Die Gesamtkapitalquote lag 2017 zwischen 14,1 Prozent und 15,0 Prozent. Die Kernkapitalquote sowie die harte Kernkapitalquote betragen zum Jahresende jeweils 12,7 Prozent (Vorjahr 12,2 Prozent) und übersteigen ebenfalls die gesetzlich vorgeschriebenen Werte von 7,25 Prozent bzw. 5,75 Prozent signifikant. Der im Rahmen der Allgemeinverfügung von der BaFin zum Zinsänderungsrisiko festgelegte Kapitalzuschlag sowie der institutsindividuelle antizyklische Puffer nach § 10d KWG wurde eingehalten.

Die gute Eigenkapitalbasis und die Ergebnisse unserer Kapitalplanung bilden die Grundlage für die zukünftige Geschäftsausweitung zur Erreichung der Geschäftsziele der Sparkasse. Die steigenden Eigenmittelanforderungen nach Basel III erfüllen wir bereits heute. In den bilanzierten Aktivwerten, insbesondere dem Wertpapierbestand, sind stille Reserven enthalten. Außerdem haben wir gemäß § 340f HGB zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute zusätzlich Vorsorge getroffen. Der für allgemeine Bankrisiken gebildete Fonds nach § 340g HGB wird sich nach einer erneuten Zuführung zum Ende des Geschäftsjahres auf 51,65 Mio. EUR erhöhen.

Darüber hinaus bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen, die sich aus der Zusatzversorgung der Beschäftigten ergeben. Im Einzelnen verweisen wir auf die Darstellung im Anhang.

2.3.2 Finanzlage

Die Abteilung Rechnungswesen verantwortet das operative Liquiditätsmanagement mit der Abwicklung der täglichen Zahlungszuflüsse- und -abflüsse und dem Zugang zu den Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt, auf welche die Sparkasse im Berichtszeitraum uneingeschränkt zugreifen konnte.

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge stets gegeben. Zur Überwachung unserer Zahlungsfälligkeiten bedienen wir uns kurz- und mittelfristiger Finanzpläne, die - nach Monaten gestaffelt - die fälligen Geldanlagen und -aufnahmen sowie die statistisch aus der Vergangenheit entwickelten Prognosewerte des Kundengeschäfts enthalten. Gegebenenfalls werden die Plandaten in einem weiteren Schritt um Erfahrungs- und Zielwerte ergänzt. Der Prognosezeitraum der Finanzplanung beginnt am 1. Januar des Geschäftsjahres und endet zum Jahresultimo des darauffolgenden Jahres.

Die zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit eines Instituts über einen Betrachtungshorizont von 30 Kalendertagen zu erfüllende Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) von mindestens 80 Prozent hat die Sparkasse in 2017 mit Werten von 122 Prozent bis 242 Prozent und zum 31. Dezember 2017 mit 232 Prozent durchgängig vollständig eingehalten. Zudem wurden die zusätzlichen Liquiditätsbeobachtungskennziffern nach der CRR beachtet.

Zum Jahresende errechnete sich eine nach der Liquiditätsverordnung berechnete Liquiditätskennzahl von 2,74 (Untergrenze 1,0), so dass die danach berechnete Liquidität wie auch im gesamten Geschäftsjahr als ausreichend anzusehen war. Die Anforderungen der LiqV wurden in 2017 jederzeit deutlich überschritten. Die Liquiditätskennzahl lag 2017 zwischen 2,10 und 3,02. Auch die nach der Liquiditätsverordnung für die weiteren Beobachtungszeiträume (Laufzeitbänder bis zu zwölf Monaten) zu berechnenden Beobachtungskennzahlen deuten nicht auf zu erwartende Engpässe hin.

Das zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften notwendige Guthaben wurde in der erforderlichen Höhe bei der Deutschen Bundesbank unterhalten. Die Kredit- und Dispositionslinien bei der Deutschen Bundesbank und der Landesbank Baden-Württemberg wurden teilweise in Anspruch genommen. Von der Möglichkeit, sich bei der Europäischen Zentralbank über Offenmarktgeschäfte zu refinanzieren, wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Zahlungsfähigkeit ist nach unserer Finanzplanung auch für die absehbare Zukunft gesichert.

2.3.3 Ertragslage

Darstellung nach der Gewinn- und Verlustrechnung

2017
Mio. EUR
2016
Mio. EUR
Zinsüberschuss (inklusive GuV-Position 3 und 4) 18,3 19,8
Provisionsüberschuss 6,6 6,3
Verwaltungsaufwand
Personalaufwand 11,6 11,1
Sachaufwand 5,8 5,7
Teilergebnis 7,5 9,3
Nettoergebnis des Handelsbestands 0,0 0,0
sonstige ordentliche Erträge und Aufwendungen -0,4 -1,1
Ergebnis vor Bewertung 7,1 8,2
Bewertungsergebnis Wertpapiere und Kredite -1,3 0,0
sonstige Bewertung (Bildung § 340g HGB-Rücklage) -2,9 -5,0
Ergebnis nach Bewertung 2,9 3,2
Steuern -2,0 -2,3
Jahresüberschuss 0,9 0,9

Der Rückgang des Zinsüberschusses aufgrund der Niedrigzinspolitik und des Wettbewerbs betrug 1,5 Mio. EUR. Fällige, höherverzinsliche Anlagen (Kundenkredite und Wertpapiere) konnten nur noch zu deutlich geringeren Zinsen wiederangelegt werden. Der Margendruck im Aktiv- und Passivgeschäft nahm weiter zu. Diese Faktoren haben sich wie erwartet in einem rückläufigen Zinsüberschuss niedergeschlagen.

Der Provisionsüberschuss, der sich im Wesentlichen aus Provisionen und Preisen aus dem Giroverkehr, dem Wertpapiergeschäft und der Vermittlung von Produkten unserer Verbundpartner zusammensetzt, hat sich auf 6,6 Mio. EUR erhöht und damit unsere Erwartungen zu Jahresbeginn übertroffen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich wie erwartet aufgrund der Neueinstellungen und des Tarifabschlusses. Der erwartete Anstieg des Sachaufwands konnte in sehr engen Grenzen gehalten werden. Das Ergebnis vor Bewertung liegt mit 7,1 Mio. EUR zwar erheblich unter dem Wert des Vorjahres, aber im Rahmen unserer Erwartungen.

Das Bewertungsergebnis, welches sich aus der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft, den Bewertungsmaßnahmen bei den Wertpapieranlagen und Beteiligungen sowie den Zuführungen zu den Vorsorgereserven und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken zusammensetzt, liegt unter dem Niveau des Vorjahres. Dabei war die Risikosituation im Kreditgeschäft weiterhin sehr moderat. Das Bewertungsergebnis unserer Wertpapieranlagen und Beteiligungen entsprach unseren Erwartungen. Wir waren im Berichtsjahr in der Lage, erneut Vorsorge für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB zu treffen. Mit dieser Zuführung erhöhen wir weiter unser Eigenkapital. Die Sparkasse bewertet ihre Vermögenswerte nach wie vor vorsichtig und ausschließlich zum strengen Niederstwertprinzip; es wurden keine Bewertungsmodelle zur Ermittlung von eventuell höheren Zeitwerten eingesetzt. Nach Vornahme aller notwendigen Bewertungsmaßnahmen weisen wir ein im Vergleich zum Vorjahr vermindertes Ergebnis nach Bewertung aus. Der ausgewiesene Jahresüberschuss belief sich auf 0,9 Mio. EUR und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres.

Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG offenzulegende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme, beträgt 0,09 Prozent.

Zur weiteren Analyse der Ertragslage der Sparkasse setzen wir für interne Zwecke den sogenannten "Betriebsvergleich" der Sparkassenorganisation ein. In diesem Vergleich erfolgt eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses unserer Sparkasse in Relation zur Durchschnittsbilanzsumme. Zur Ermittlung eines Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden. In das Betriebsergebnis vor Bewertung gehen damit die ordentlichen Erträge aus Zins-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäften ein. Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses ergibt sich das Betriebsergebnis nach Bewertung; nach dem neutralen Ergebnis und den Steuern verbleibt der Jahresüberschuss. Das Betriebsergebnis vor Bewertung unserer Sparkasse liegt im Durchschnitt der badenwürttembergischen Sparkassen ähnlicher Größenordnung, das Ergebnis nach Bewertung darunter.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Zum Jahresende beschäftigte die Sparkasse insgesamt 114 vollzeit- und 58 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Vorstand) sowie 13 Auszubildende. Die Gesamtzahl der bankspezifisch Beschäftigten hat sich im Berichtsjahr im Rahmen natürlicher Fluktuation und ohne betriebsbedingte Kündigungen planmäßig weiter von 198 auf 196 (- 1,0 Prozent) reduziert.

Die Ausbildung Jugendlicher hat bei uns seit vielen Jahren hohe Priorität. Wir haben im Berichtsjahr fünf Auszubildende eingestellt (Vorjahr: fünf). Die Quote der Auszubildenden betrug 6,6 Prozent gemessen am Personalbestand. Vier Auszubildende (Vorjahr: sechs) haben 2017 ihre Ausbildung mit Erfolg beendet. Alle Auszubildende haben unser Übernahmeangebot angenommen. Seit 2004 haben wir 88 junge Menschen erfolgreich ausgebildet. Unsere Übernahmequote beträgt fast 100 Prozent.

Kennzeichnend für unser Haus ist eine weitgehend ausgewogene Altersstruktur sowie ein hoher Ausbildungsstand der aktiven, bankspezifisch Beschäftigten. 84 Prozent (Vorjahr: 86 Prozent) unserer Mitarbeiter haben eine Ausbildung zum Bankkaufmann oder eine höherwertige Qualifikation.

Erklärtes Ziel unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements ist es, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten und nach Möglichkeit zu fördern. Die Gesundheit zu schützen und zu fördern ist nicht nur soziale Verpflichtung, sondern auch ökonomische Notwendigkeit. Der Schwerpunkt unserer mit lokalen Trägern durchgeführten Programme liegt auf vorbeugenden Maßnahmen. Seit April 2012 bieten wir die betriebliche Sozialberatung an, die von einem externen Kooperationspartner durchgeführt wird. Aufgabe des Sozialberaters ist es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei persönlichen oder beruflichen Problemen zu beraten, Hilfe anzubieten und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Alle Gespräche sind vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht.

Lebenslanges Lernen ist heute notwendige Voraussetzung, um bis zum Pensionsalter beschäftigungsfähig zu sein. Stete Weiterbildung liegt deshalb sowohl im Interesse der Sparkasse wie auch des Arbeitnehmers. Daher stehen wir zur Strategie des lebenslangen Lernens vom Auszubildenden bis zur Führungsebene - nicht nur in wirtschaftlich guten, sondern auch in schwierigen Zeiten. So bieten wir hausinterne und externe (z. B. an der regionalen Sparkassenakademie in Stuttgart) Weiterbildungsprogramme an, die sich an Tätigkeitsfeldern wie beispielsweise ""Berater VermögensManagement" ausrichten und eine Laufbahnplanung ermöglichen. Angesichts der ständigen Weiterentwicklung der Sparkassengeschäfte sowie technischer Neuerungen bildeten auch im vergangenen Jahr die gezielte Förderung, Weiterbildung und Höherqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schwerpunkte der Personalentwicklung.

Die Weiterbildungsmaßnahmen umfassten neben verhaltensorientiertem Training im verkäuferischen Bereich und speziellen Seminaren zur fachlichen Weiterbildung auch persönlichkeitsbildende Schulungen auf den Gebieten Führung und Kommunikation.

Kundenbeziehungen

Wir stellen das Interesse der Kunden in den Vordergrund und orientieren unsere internen Maßstäbe konsequent an den Bedürfnissen, Erwartungen und Wünschen unserer Kunden. Denn für die Sparkasse hängt der wirtschaftliche Erfolg in den kommenden Jahren wesentlich davon ab, ob es uns gelingt, neue Märkte zu erschließen und bestehende auszubauen. Voraussetzung dafür ist es, neue Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und in Lösungen umzusetzen. Basis hierfür ist der langjährige Erfahrungsschatz hochkarätiger Mitarbeiter aus der Beratung und Betreuung unserer Kunden. Die enge Beziehung und das hohe Vertrauensverhältnis ist eine wesentliche Voraussetzung für den geschäftlichen Erfolg. Wir begegnen einem veränderten Kundenverhalten aufgrund der zunehmenden Digitalisierung mit dem Aufbau einer Projektgruppe "Digitalisierung" und dem Einsatz von WLAN und mobilen elektronischen Endgeräten in unseren Geschäftsstellen.

Die Individualisierung der Kundenwünsche ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die weltweit zu beobachten ist. Wir haben uns darauf in den vergangenen Jahren unter anderem durch intensive Mitarbeiterschulungen vorbereitet und bieten heute individuelle Lösungen für unterschiedlichste Finanzierungsbedürfnisse an. Zur Stärkung der Kundenbindung und Erhöhung der Kundenzufriedenheit trägt eine Qualitätssicherung bei, die die gesamte Prozesskette im Blick haben muss - bis hin zum Umgang mit den Kunden. Unserem Kundenimpulsmanagement (Beschwerdemanagement) kommt für die Kundenzufriedenheit eine zentrale Rolle zu: Mittels gezielter Erfassung und Auswertung der Impulse bietet es einen guten Einblick in die grundsätzlichen Anforderungen der Kunden. Zum anderen ist eine zügige Bearbeitung von Beanstandungen von zentraler Bedeutung, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten. Ergänzend bietet die Sparkasse eine breite Servicepalette an, darunter z. B. Leasing und Versicherungen, die dem zentralen Kundenbedürfnis, "alles aus einer Hand" zu bekommen, entspricht.

Umweltverträglichkeit

Die Umweltverträglichkeit durch geeignete Maßnahmen kontinuierlich zu verbessern und den Verbrauch natürlicher Ressourcen stetig zu senken, sind zentrale Anliegen der Sparkasse. Für uns gehört dazu, mit dem Einsatz moderner Technologien an allen Standorten den Anforderungen des Umweltschutzes gerecht zu werden und das Umweltbewusstsein der Mitarbeiter zu fördern.

Soziale Verantwortung

Soziale Verantwortung überall dort zu leben, wo die Sparkasse tätig ist, betrachten wir seit jeher als Eckpfeiler unserer Unternehmenskultur. Mit Spenden und durch Sponsoring fördert die Sparkasse die wirtschaftliche Entwicklung und Attraktivität der Region. Im vergangenen Jahr betrug das Gesamtvolumen rund 120.000 Euro. Es wurden soziale Einrichtungen unterstützt sowie das kulturelle und sportliche Leben gefördert. Die Verantwortung beschränkt sich aber nicht auf Fürsorgemaßnahmen oder Sponsoring-Aktivitäten. Nach unserer Auffassung handelt ein Unternehmen heute nur dann sozial, wenn es Beschäftigung aktiv sichert, seine Mitarbeiter qualifiziert und in die Gestaltung der Unternehmenszukunft einbezieht. Dies setzen wir an allen unseren Standorten im Geschäftsgebiet um.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31.12.2017 haben sich nicht ergeben.

4. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

4.1 Risikobericht

4.1.1 Risikomanagementsystem

Risikomanagement

Da die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken unter Berücksichtigung eines risiko- und ertragsadäquaten Einsatzes des Eigenkapitals Kernfunktionen von Kreditinstituten sind, wurde als Bestandteil der Unternehmenssteuerung von der Geschäftsleitung der Sparkasse ein Risikomanagement installiert, das der Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken dient. Die risikorelevanten Steuerungsinformationen dienen als Grundlage für operative und strategische Geschäftsentscheidungen. Klare Aufgabenteilung und ein enges Zusammenspiel zwischen den beteiligten Geschäftsbereichen der Sparkasse ermöglichen eine effiziente Umsetzung der risikopolitischen Steuerungsimpulse. Um den Anforderungen an die sich kontinuierlich verändernden Rahmenbedingungen zu begegnen, passen wir unsere Strategien, Konzepte, Verfahren, Instrumente und aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen stetig an. Die Sparkasse hält bezüglich ihrer gesetzten Strategien und implementierten Prozesse die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ein.

Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse und erlässt Geschäftsanweisungen für den Kreditausschuss sowie den Vorstand und überwacht deren Tätigkeit. Über die Risikosituation der Sparkasse wird er durch den Vorstand vierteljährlich anhand des Risikoberichts informiert.

Der Vorstand legt neben der geschäftspolitischen Zielsetzung die wesentlichen strategischen und methodischen Ausrichtungen fest und bestimmt die Höhe des zur Risikoabdeckung bereitgestellten Risikodeckungspotenzials sowie dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten. Die Aufgabe der Risikosteuerung wird dann dezentral durch die Managementeinheiten in den verschiedenen Geschäftsbereichen wahrgenommen.

Auf der Grundlage einer Risikoinventur stufen wir für unser Haus die Adressenausfallrisiken, insbesondere im Beteiligungs- und Kundenkreditgeschäft sowie aus eigenen Wertpapieren, die Marktpreisrisiken, hier vor allem das Zinsänderungs-, Credit Spread- und Aktienrisiko, die Risiken aus alternativen Anlagen, das Währungs- und Immobilienrisiko, die Liquiditätsrisiken sowie die operationellen Risiken als wesentliche Risiken ein.

Die Steuerung der Adressenausfallrisiken aus Kreditgeschäften erfolgt durch den Vorstand unter Einbeziehung der Marktfolge Aktiv. Bei Kreditentscheidungen mit einem Gesamtengagement bis 1,8 Mio. EUR und einem Blankoanteil bis 0,6 Mio. EUR entscheidet der Gesamtvorstand einzelfallbezogen. Oberhalb dieser Grenzen ist eine Zustimmung des Kreditausschusses notwendig. Auf Basis von rating- und betragsabhängigen Kreditkompetenzen gibt der Marktbereich in Form eines Erstvotums eine erste Risikoeinschätzung ab. Die Marktfolgeeinheit nimmt im Rahmen des Zweitvotums die Kreditanalyse und -überwachung auf Einzelgeschäftsebene wahr. Entscheidungen über Engagements mit erhöhten latenten und akuten Risiken erfolgen durch den zuständigen Kompetenzträger, deren Überwachung nimmt innerhalb der Marktfolge Aktiv das Kreditsekretariat vor.

Der Vorstand steuert mit Unterstützung durch den Anlageausschuss die Marktpreisrisiken mittels Entscheidungen zu Aktiv- und Passivpositionen. Darüber hinaus steuert er auch die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften und die Liquiditätsrisiken.

Der Bereich Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling koordiniert den Prozess zur Ermittlung der operationellen Risiken. Der Bereich Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling überprüft das eingesetzte Instrumentarium, analysiert und überwacht die Entwicklung der Risiken auf Basis der Risikolandkarte, der eingetretenen Schäden und der Ergebnisse der Internen Revision und erstellt jährlich den OpRisk-Report.

Um die Risiken aus neuen Produkten oder neuen Märkten korrekt einschätzen zu können, werden die Voraussetzungen für die Einführung von den in die Arbeitsabläufe eingebundenen Abteilungen analysiert und diskutiert. Bei Handelsgeschäften wird vor dem laufenden Handel grundsätzlich eine Testphase unter Einbindung der betroffenen Organisationseinheiten durchgeführt. Erst bei erfolgreichem Test und Vorhandensein geeigneter Risikosteuerungsinstrumente beginnt der laufende Handel.

Vor einer geplanten Veränderung betrieblicher Prozesse und Strukturen werden die Auswirkungen auf die Kontrollverfahren und die Kontrollintensität im Rahmen des Projektmanagements erhoben und analysiert.

Das Risikocontrolling, das aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die Funktion, die Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Dem Risikocontrolling obliegt die Methodenauswahl, die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren und die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich verantwortet das Risikocontrolling die Umsetzung der aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende Überwachung der Einhaltung von Risikolimiten. Es unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Diese für die Überwachung und Steuerung von Risiken zuständige Risikocontrolling-Funktion wird durch die Mitarbeiter im Bereich Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling wahrgenommen. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion obliegt dem Gruppenleiter Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling. Unterstellt ist er dem Überwachungsvorstand.

Die Compliance-Funktion wurde mit dem Ziel eingerichtet, Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegenzuwirken. Die Aufgaben werden von den Compliance-Beauftragten wahrgenommen. Dort sind die Aufgaben im Zusammenhang mit der Verhinderung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie sonstiger strafbarer Handlungen und mit der Compliance-Funktion gemäß WpHG zusammengefasst. Die Compliance-Beauftragten sind unmittelbar dem Überwachungsvorstand unterstellt und ihm gegenüber berichtspflichtig.

Die Interne Revision unterstützt als prozessunabhängige Stelle in ihrer Überwachungsfunktion den Vorstand und die anderen Führungsebenen der Sparkasse. Grundlage ist ein risikoorientierter Prüfungsplan, der vom Vorstand genehmigt wurde. Er bildet die Basis, auf der die Interne Revision grundsätzlich alle Betriebs- und Geschäftsabläufe prüft und bewertet. Dazu zählen auch die Prüfung des Risikomanagements sowie die Einhaltung interner und externer Regelungen. Der Fokus liegt hierbei auf den Prozessen und Methoden unter Beachtung der Grundsätze von Sicherheit, Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Dies trägt wesentlich zur Einhaltung definierter Prozesse bei und unterstützt die Weiterentwicklung und Verbesserung der Risikomanagementprozesse. Wesentliche Feststellungen mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- bzw. Ertragslage haben sich im Geschäftsjahr 2017 nicht ergeben. Vorschläge der Interne Revision bezüglich Verbesserungen werden umgesetzt.

Phasen des Risikomanagementprozesses

Mit dem Ziel der Entwicklung eines einheitlichen und in sich geschlossenen Systems zur Analyse und Quantifizierung der bestehenden Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken sowie operationellen Risiken unterscheiden wir vier Phasen im Risikomanagementprozess. Zuerst sollen im Rahmen der Risikoidentifikation bestehende und zukünftige wesentliche Risiken identifiziert werden, um davon ausgehend eine Klassifizierung durchführen zu können. Hierzu zählen beispielsweise die bei neuen Produkten oder komplexen Geschäften bestehenden Risiken und deren Integration in das bestehende System. Mit wesentlichen Risiken verbundene Risikokonzentrationen werden im Rahmen der Risikoidentifikation berücksichtigt. Ziel der Risikobeurteilung ist mit einer dem Risiko angemessenen Methode das Risiko zu bestimmen und zu bewerten. Dabei werden für die wesentlichen Risiken adäquate Risikomessungen für die Risikotragfähigkeit und Stresstests durchgeführt. Die Risikosteuerung stellt sich als Gesamtheit der Maßnahmen dar, die darauf abzielen, Risiken einzugehen, zu verringern, zu begrenzen, zu vermeiden oder zu übertragen. Die letzte Phase des Prozesses ist die Überwachung der vom Vorstand festgelegten Limite und das Reporting der Risikokennziffern sowie der Analyseergebnisse an den Vorstand, den Verwaltungsrat und die zuständigen Geschäftsbereiche durch das Risikocontrolling. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung über die wesentlichen Risiken gemäß MaRisk erfolgt auch eine bedarfsgerechte Ad-hoc-Berichterstattung. Darüber hinaus werden auch die Methoden der vorherigen Prozessphasen und die Güte der verwendeten Daten bzw. Ergebnisse kontrolliert sowie validiert.

Risikotragfähigkeit

Im Rahmen der vierteljährlich durchzuführenden Risikotragfähigkeitsberechnung stellt die Sparkasse ihr Risikodeckungspotenzial den eingegangenen Risiken gegenüber. Dabei stellen die installierten Verfahren zur Messung und Steuerung der Risiken sicher, dass die wesentlichen Risiken jederzeit durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Die Sparkasse setzt ein auf periodischer Sichtweise basierendes Risikotragfähigkeitskonzept ein. Sie richtet sich dabei an einem Going-Concern-Ansatz aus, wonach sichergestellt ist, dass auch bei Verlust des zur Risikoabdeckung bereitgestellten Risikodeckungspotenzials die Mindestkapitalanforderungen gemäß CRR einschließlich der von der Aufsicht angeordneten zusätzlichen harten Eigenmittelanforderungen gemäß § 10 Abs. 3 KWG erfüllt werden können. Ausgehend vom Risikodeckungspotenzial werden Abzugspositionen angesetzt, die die erwarteten negativen Wertänderungen, Risikokonzentrationen, die nicht beim originären Risiko berücksichtigt sind sowie die nicht hinreichend genau quantifizierbaren wesentlichen Risiken (operationelle Risiken) abdecken. Der Vorstand legt fest, welcher Teilbetrag vom verbleibenden Risikodeckungspotenzial zur Abdeckung der wesentlichen anzurechnenden Risiken zur Verfügung stehen soll. Wesentliche Bestandteile des bereitgestellten Risikodeckungspotenzials sind das geplante Betriebsergebnis vor Bewertung des laufenden Jahres (rollierend) sowie die Vorsorgereserven nach §§ 340 f und 340 g HGB, sofern diese nicht zur Abdeckung einer Eigenkapitalkennziffer von 10,1 Prozent erforderlich sind. Stille Reserven werden nicht berücksichtigt. Anschließend werden die quantifizierbaren wesentlichen Risiken auf das aus dem bereitgestellten Risikodeckungspotenzial abgeleitete Limitsystem angerechnet.

Das periodische Risikodeckungspotential konnte spürbar erhöht werden und liegt zum Jahresende 2017 bei 120,4 Mio. EUR (Vorjahr 117,0 Mio. EUR). Das auf dieser Basis abgeleitete bereitgestellte Risikodeckungspotential beläuft sich zum Jahresende 2017 trotz der Erhöhung beim periodischen Risikodeckungspotentials auf 33,0 Mio. EUR (Vorjahr 33,5 Mio. EUR). Die Auslastung des bereitgestellten Risikodeckungspotentials liegt zum Jahresende 2017 bei 27,3 Mio. EUR (Vorjahr 32,7 Mio. EUR). Damit beläuft sich die Auslastung zum Jahresende 2017 auf 82,6 Prozent (Vorjahr 97,5 Prozent). Ursächlich für die geringere Auslastung ist die Reduzierung des Konfidenzniveaus in der Risikomessung auf 95 Prozent und ein geringerer Wertpapierbestand. Bezogen auf das einsetzbare Risikodeckungspotenzial reduziert sich die Auslastung zum Jahresende auf 66,5 Prozent.

Das Risikotragfähigkeitskonzept ist auf eine rollierende Zwölf-Monats-Betrachtung ausgerichtet.

Um einen möglichen etwaigen Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können, haben wir einen zukunftsgerichteten Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2021 durchgeführt. Dabei wurden diverse Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung sowie den künftigen Kapitalbedarf getroffen, wie z. B. rückläufige Betriebsergebnisse aufgrund einer anhaltenden Niedrigzinsphase, die Abzugspflicht für Finanzbeteiligungen, eine harte Kernkapitalquote im Jahr 2021 von 9,93 Prozent sowie eine Gesamtkapitalquote gemäß CRR (einschließlich 0,5 Prozent Zuschlag) im Jahr 2021 von 11,85 Prozent. Danach reduziert sich das für die Risikotragfähigkeit nach MaRisk verbleibende freie periodische Risikodeckungspotential leicht von 42,3 Mio. EUR im Jahr 2017 auf 42,2 Mio. EUR im Jahr 2021. Auf Basis des aktuellen Risikoszenarios und der Erhöhung der Vorsorgereserven nach § 340g HGB ist die Risikotragfähigkeit damit weiterhin darstellbar. Zur Sicherstellung der Eigenkapitalanforderungen sind wir bereits vorausschauend in Überlegungen, wie wir unsere Eigenanlagen im Hinblick auf das Volumen und die Risikostruktur optimieren können. Daneben planen wir bei Bedarf im zulässigen Rahmen weiteres Ergänzungskapital aufzunehmen.

Risikostrategie

Beim Umgang mit unseren Geschäftsrisiken verfolgen wir auf Basis der Risikotragfähigkeit eine Risikostrategie, die durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Risiken und für die Umsetzung der Risikostrategie und baut dabei auf das risikobewusste Verhalten aller Mitarbeiter.

Die Risikostrategie berücksichtigt die in der Geschäftsstrategie niedergelegten Ziele und Planungen der wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die Risiken wesentlicher Auslagerungen. Sie umfasst auch die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie bestehende Risiko- und Ertragskonzentrationen.

Mit Hilfe installierter Risikolimite und effizienter Kontrollsysteme soll der Ertrag sichergestellt und das Vermögen der Sparkasse geschützt werden. Durch die Festlegung von Risikotoleranzen wurde bestimmt, zu welchen Bedingungen die Sparkasse bereit ist, Risiken einzugehen.

Innerhalb ihres Verantwortungsbereiches haben unsere Führungskräfte für ein an den Vorgaben des Vorstandes orientiertes Verhältnis von eingegangenen Risiken zu erzielten Erträgen zu sorgen. Es sollen nur Risiken mit einem für die Sparkasse günstigen Verhältnis von Risiko zu Ertrag eingegangen werden. Risiken mit ungünstiger Relation sollen vermieden, vermindert oder kompensiert werden. Die eingesetzten Kontrolleinheiten haben dies zu überwachen.

Unser hervorragender Ruf bei der Kundschaft muss, auch durch den Einsatz des Risikomanagements, gefestigt und erhalten werden.

Bei neuen Geschäftsaktivitäten sind angemessene Analysen hinsichtlich organisatorischer Umsetzbarkeit, rechtlicher Konsequenzen und deren Risikogehalt durchzuführen.

Die zuständigen Entscheidungsträger müssen die erforderlichen Informationen vollständig und zeitnah zur Verfügung gestellt bekommen.

Aufsichtsrechtliche und gesetzliche Normen müssen jederzeit erfüllt werden.

Grundsätzlich sind alle Betriebsabläufe durch die Interne Revision zu prüfen.

Die Risikostrategie wird jährlich überprüft und sukzessive weiterentwickelt.

4.1.2 Adressenausfallrisiken

Als Adressenausfallrisiken bezeichnet man die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Geschäftspartner aufgrund der Verschlechterung ihrer Bonität oder deren Zahlungsunfähigkeit.

Kundengeschäft

Da das Kundenkreditgeschäft ein wesentliches Kerngeschäft der Sparkasse bildet, ist das Eingehen von Adressenausfallrisiken sowie die Überwachung und Steuerung dieser Risiken eine Kernkompetenz der Sparkasse. In der Kreditrisikostrategie wird für alle Geschäftssegmente die Risikoneigung differenziert nach Produkten, Kundensegmenten und Risikoklassen definiert. Die Steuerung der Adressenausfallrisiken des Kundengeschäfts geschieht unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements. Der Vorstand räumt der Risikobegrenzung im Kundenkreditgeschäft den absoluten Vorrang ein. Der Begrenzung wird dadurch Rechnung getragen, dass bei den Unternehmenszielen für das Geschäftsjahr 2017 im Kreditgeschäft lediglich eine moderate Wachstumsrate festgelegt wurde, weil hier, wie in den Vorjahren, unverändert die Qualität, d. h. ein möglichst risikominimiertes Kreditgeschäft, im Vordergrund steht.

Das Kundenkreditportfolio der Sparkasse ist gekennzeichnet durch eine ausgewogene Zusammensetzung der Kreditbestände. Die nachfolgende Übersicht enthält den Gesamtbetrag der Risikopositionen, aufgeschlüsselt nach den für den KSA vorgegebenen Risikopositionsklassen:

Risikopositionsklassen

Mio. EUR %
Regionale oder lokale Gebietskörperschaften 27,7 3,1
Öffentliche Stellen 6,5 0,7
Unternehmen 322,8 36,3
Mengengeschäft 255,9 28,7
Durch Immobilien besicherte Positionen 262,9 29,5
Ausgefallene Positionen 14,7 1,7
Gesamt 890,5 100,0 %

Dabei besteht eine für eine Sparkasse typische Verteilung auf geografische Hauptgebiete:

Geografische Hauptgebiete

in Mio. EUR Deutschland EWR Sonstige Gesamt
Regionale oder lokale Gebietskörperschaften 27,7 0 0 27,7
Öffentliche Stellen 6,5 0 0 6,5
Unternehmen 309,9 3,5 9,4 322,8
Mengengeschäft 252,8 1,2 1,9 255,9
Durch Immobilien besicherte Positionen 255,0 1,0 6,9 262,9
Ausgefallene Positionen 14,7 0 0 14,7
Gesamt 866,6 5,7 18,2 890,5

Die nachfolgende Übersicht zeigt das Kundenkreditportfolio der Sparkasse sortiert nach Größenklassen:

Größenklassenverteilung der Risikopositionen

Mio. EUR %
ab 5.000 T€ 94,1 10,6
1.000 T€ bis unter 5.000 T€ 247,6 27,8
500 T€ bis unter 1.000 T€ 103,6 11,6
250 T€ bis unter 500 T€ 121,8 13,7
50 T€ bis unter 250 T€ 231,3 26,0
bis unter 50 T€ 92,1 10,3
Gesamt 890,5 100,0

Nachfolgende Übersicht zeigt die Branchenstruktur der Wirtschaft in unserem Geschäftsgebiet:

Branchenstruktur

Mio. EUR %
Offene Investmentvermögen 5,6 0,6
Öffentliche Haushalte 27,3 3,1
Privatpersonen 336,8 37,8
Unternehmen 517,6 58,1
davon
- Land- und Forstwirtschaft 20,6 4,0
- Energie und Wasserversorgung 14,8 2,8
- Verarbeitendes Gewerbe 92,4 17,8
- Baugewerbe 46,5 9,0
- Handel, Instandhaltung von KFZ 45,4 8,8
- Verkehr und Lager 22,0 4,3
- Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 11,4 2,2
- Grundstücks- und Wohnungswesen 113,4 21,9
- Sonstige Dienstleistungen 151,1 29,2
Organisationen ohne Erwerbszweck 3,2 0,4
Gesamt 890,5 100,0

Die nachfolgende Übersicht zeigt für die Ausleihungen im Kundenkreditgeschäft die vertraglichen Restlaufzeiten:

Restlaufzeiten

in Mio. EUR < 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre >5 Jahre Gesamt
Regionale oder lokale Gebietskörperschaften 13,8 2,1 11,8 27,7
Öffentliche Stellen 2,6 3,2 0,7 6,5
Unternehmen 41,8 84,1 196,9 322,8
Mengengeschäft 108,6 34,4 112,9 255,9
Durch Immobilien besicherte Positionen 15,0 32,7 215,2 262,9
Ausgefallene Positionen 2,3 1,4 11,0 14,7
Gesamt 184,1 157,9 548,5 890,5

Der nachfolgende Überblick stellt unser Engagement nach Länderrisiken dar:

Länderrisiko nach Ratingklassen gem. Masterskala S-Finanzgruppe

Mio. EUR %
1 bis 8 23,8 100,0
9 bis 12 0,0 0,0
13 bis 16 0,0 0,0
17 bis 18 0,0 0,0
ohne Rating 0,0 0,0
Gesamt 23,8 100,0

In der vorstehend dargestellten Struktur unseres Kundenkreditgeschäftes sehen wir derzeit keine besonderen Risiken.

Die Sparkasse verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfallrisiken bei Kreditengagements zu erkennen, zu steuern, zu bewerten und im Jahresabschluss durch Risikovorsorge (Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen. Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf besteht. Zentrale Bedeutung für die kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisiken hat die Bonitätsbeurteilung. Zur Steuerung der Kreditrisiken setzen wir Rating-Scoring-Verfahren ein. Darin basiert die quantitative Bonitätsbeurteilung auf einer systemgestützten Analyse der Jahresabschlüsse in Verbindung mit einem mathematisch-statistischen Ratingmodell. Das Ergebnis wird ergänzt durch die Beurteilung der Geschäftsentwicklung, der Kapitaldienstfähigkeit sowie der Qualität und Aktualität der vorliegenden Unternehmenszahlen. Darüber hinaus werden qualitative Faktoren wie die Unternehmensführung, die Marktstellung, das Produkt- und Leistungsangebot sowie die Branchenaussichten bewertet. Basis für die jährliche Bonitätsprüfung ist bei Firmen- und Gewerbekunden in der Regel der Jahresabschluss oder die Einnahmen-/Überschussrechnung sowie ergänzende Unterlagen und bei Privatkunden in der Regel Unterlagen über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Kreditnehmer.

Die nachstehende Übersicht zeigt die Verteilung unseres mit Rating- und Scoringverfahren beurteilten Kundenkreditportfolios nach Ratingklassen:

Ratingstruktur *

Mio. EUR %
1 bis 8 772,2 86,7
9 bis 12 83,0 9,3
13 bis 16 18,8 2,1
17 bis 18 14,5 1,7
ohne Rating 2,0 0,2
Gesamt 890,5 100,0

* gemäß Masterskala der Sparkassenfinanzgruppe

Die Bonitätsbeurteilung erfolgt durch erfahrene Mitarbeiter und Kreditanalysten unter Einbeziehung der Informationen der Firmenkundenbetreuer. Soweit uns Informationen vorliegen, die auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse hinweisen, erfolgt eine außerordentliche Überprüfung. Durch ein Frühwarnsystem erhält der Kundenbetreuer immer "auffallende" Kreditengagements angezeigt. Die Entscheidung zur weiteren Betreuung erfolgt unter Risikogesichtspunkten unter Einbindung der Marktfolge Aktiv. Notleidende Engagements werden durch das Kreditsekretariat betreut.

Entscheidend für die Bonitätseinstufung sind die Einkommens- und Vermögensverhältnisse und die daraus ermittelte Zahlungsfähigkeit. Darüber hinaus werden im Kundenkreditgeschäft neben der reinen Kundenbonitätsbeurteilung auch die Sicherheiten bei der Risikoklassifizierung berücksichtigt. Die Höhe der im Einzelfall zu bildenden Risikovorsorge orientiert sich zum einen an der Wahrscheinlichkeit, mit der der Kreditnehmer seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Basis hierfür ist die Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse und das Zahlungsverhalten des Kunden. Zusätzlich erfolgt eine Bewertung der Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert, um einschätzen zu können, welche Zahlungen nach Eintritt von Leistungsstörungen noch erwartet werden. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Direktabschreibungen werden per Antrag kompetenzgerecht entschieden. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Angemessenheit und ggf. daraus resultierende Anpassungen. Bei nachhaltiger Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers oder bei Kreditrückführung erfolgt eine Auflösung der Risikovorsorge. Die Erfassung, Fortschreibung und Auflösung der Risikovorsorge erfolgt in einem zentralen System. Für latente Ausfallrisiken bildet die Sparkasse Pauschalwertberichtigungen. Darüber hinaus bestehen Vorsorgereserven nach § 340f HGB sowie Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. In den Arbeitsanweisungen sind die Berechnungsweisen sowie die Prozesse zur Genehmigung der Risikovorsorgen geregelt.

Die Risikovorsorge zeigt im Berichtsjahr folgende Entwicklung:

Anfangsbestand
TEUR
Zuführung
TEUR
Auflösung
TEUR
Inanspruchnahme
TEUR
Endbestand
TEUR
Einzelwertberichtigungen 5.506 881 -790 -240 5.357
Rückstellungen 323 115 -86 -22 330
Pauschalwertberichtigungen 377 - -56 - 321
Summe spezifische Kreditrisikoanpassungen 6.206 996 -932 -262 6.008

Wir berechnen das Adressenausfallrisiko für die Risikotragfähigkeit ratingbasiert. Ausgehend von den Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den aktuellen Ratingeinstufungen zugrunde liegen, wird für die Ermittlung des Adressenausfallrisikos eine Verschlechterung der Ratings aller Kreditnehmer um zwei Ratingstufen sowie für mögliche Risiken aus der Sicherheitenverwertung eine Erhöhung des zugesagten Blankokreditvolumens um 10 Prozent unterstellt.

Die für außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Ereignisse durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse diese Risiken tragen kann. Stresstests wurden auf Basis der folgenden Annahmen erstellt:

Stresstest Kundenkreditgeschäft Risikofaktor(en) / -parameter
schwerer konjunktureller Abschwung - Verschlechterung des Ratings aller Kreditnehmer um drei Stufen - Erhöhung des zugesagten Blankokreditvolumens um 20 Prozent je Ratingklasse

Wesentliches Ziel der eingesetzten Sicherungsinstrumente war die Reduzierung vorhandener Risikokonzentrationen im Bereich der Größenklassenstruktur. Zur Reduzierung dieser Risikokonzentrationen bestehen bei der Sparkasse Kredithandelstransaktionen in Höhe von insgesamt 6,5 Mio. EUR.

Das Kundenkreditportfolio unserer Sparkasse ist gekennzeichnet durch eine gute Diversifizierung nach Branchen, Größenklassen und Ratingklassen. Die Länderrisiken sind aufgrund des geringen Volumens und der ausschließlich guten Bonitäten bis Rating 8 als gering einzustufen. Risikokonzentrationen sehen wir im Bereich Länder, Branchen, Schuldner-Risikogruppen keine. Vor dem Hintergrund der sich aus den Bonitätsbeurteilungssystemen ergebenden Erkenntnisse stufen wir die Entwicklung unserer Risikolage aus dem Kreditgeschäft als günstig ein. Zum Jahresende 2017 war das Risikolimit für Adressenausfallrisiken aus dem Kundenkreditgeschäft in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr 4,8 Mio. EUR) mit 5,5 Mio. EUR oder 91,4 Prozent ausgelastet. Insbesondere aufgrund der Bewertungsergebnisse bei den Adressrisiken der letzten Jahre (10-Jahresschnitt: -0,3 Mio. EUR) geht die Sparkasse insgesamt von einer als günstig einzustufenden Risikosituation aus. Die Erhöhung des Risikolimits auf 6,0 Mio. EUR wurde aufgrund der Bestandserhöhungen vorgenommen.

Eigengeschäft

Zur Begrenzung der Adressenausfallrisiken aus Eigengeschäften bestehen Limite je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite). Ergänzend besteht ein zusammenfassendes Limit für alle Eigengeschäfte bezogen auf die jeweilige Anlageklasse. Die Risiken werden durch die sorgfältige Auswahl unserer Vertragspartner nach den Regeln der Kreditwürdigkeitsprüfung begrenzt. Die Auslastung der Limite wird durch den Bereich Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling berechnet.

Die Eigengeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag ein Volumen nach Marktwerten von 349,2 Mio. EUR. Wesentliche Positionen sind dabei nach Durchschau unserer Spezialfonds die Schuldverschreibungen, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Geldmarktgeschäfte (266,3 Mio. EUR), Aktien (26,6 Mio. EUR) sowie Immobilienanlagen (56,32 Mio. EUR). Dabei zeigt sich folgende Ratingverteilung:

Externes Rating AAA bis BBB BBB- bis BB+ BB bis BB- B+ bis C D ungeratet
Ratingklasse 1-3 4-6 7-9 10-15 16-18
31.12.2016 (%) 70,30 11,33 7,20 10,46 0,04 0,72
31.12.2017 (%) 68,69 14,34 4,88 11,64 0,06 0,40

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über unser Engagement und die vorgenommenen Wertänderungen zum 31.12.2017 in wirtschaftsschwachen Staaten:

Länder Nominalvolumen
TEUR
Buchwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Wertänderungen
TEUR
Irland 2.700 2.685 2.685 -36
Italien 10.800 10.975 11.006 +1
Portugal 0 0 0 0
Spanien 8.500 8.793 8.864 +3
Gesamt 22.000 22.453 22.555 -32

Die Bestände setzen sich insbesondere aus Forderungen gegenüber Kreditinstituten (5,2 Mio. EUR) und festverzinslichen Wertpapieren (16,8 Mio. EUR) zusammen. Die Bestände wurden zum Jahresende nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Per Saldo ergab sich für diese Länder eine Abschreibung von lediglich -32 TEUR. Vor diesem Hintergrund halten wir alle erkennbaren Risiken, trotz der nach wie vor ungelösten Staatsschuldenkrise, für umfassend abgeschirmt.

Wir berechnen das Adressenausfallrisiko aus dem Wertpapiereigengeschäft für die Risikotragfähigkeit ratingbasiert. Ausgehend von den Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den aktuellen Ratingeinstufungen zugrunde liegen, wird eine Verschlechterung der Ratings der Emittenten und Kontrahenten um drei Noten unterstellt.

Die für außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Ereignisse durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse diese Risiken tragen kann. Stresstests wurden auf der Basis einer Veränderung der Zinsstrukturkurve sowie von extremen historischen Spreadveränderungen erstellt.

Die Adressenausfallrisiken aus Eigengeschäften bewegten sich im gesamten Geschäftsjahr 2017 innerhalb der im Rahmen der Risikotragfähigkeit festgelegten Limite. Zum Jahresende 2017 war das Risikolimit für diese Risiken in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) mit 1,1 Mio. EUR zu 75,6 % ausgelastet. Die Sparkasse geht aufgrund der guten Bonitätsverteilung in risikoarmen Ratingklassen und des damit verbundenen geringen absoluten Risikowertes von einer als günstig einzustufenden Risikosituation aus. Die Länderrisiken sind vor dem Hintergrund ihrer Ratingklassen als günstig einzustufen. Risikokonzentrationen sehen wir im Bereich der Länderrisiken bzw. der Schuldner-Risikogruppen keine.

Die eingesetzten Instrumente versetzen die Sparkasse in die Lage die Adressenausfallrisiken zu steuern.

Beteiligungen

Die Gefahr eines finanziellen Verlustes aufgrund von Wertminderungen des Beteiligungsportfolios wird als Beteiligungsrisiko bezeichnet. Neben dem Risiko eines potenziellen Wertverlustes besteht das Risiko der Un- oder Unterverzinslichkeit der Anlagen. Darüber hinaus besteht das Risiko steigender Umlagen beim Sparkassenverband Baden-Württemberg (SVBW).

Bei den Verbundbeteiligungen der Sparkasse handelt es sich im Wesentlichen um strategische Beteiligungen. Sie dienen insbesondere der Stärkung des Sparkassenfinanzverbundes und dem Ausbau der Vertriebskanäle für die Produkte der Verbundunternehmen. Die Verbundbeteiligungen sollen den Geschäftszweck der Sparkasse langfristig unterstützen. Teilweise werden die Beteiligungen auch indirekt über den SVBW gehalten. Das Beteiligungsportfolio beträgt 8,6 Mio. EUR (Buchwert) und liegt damit auf Vorjahreshöhe.

In der Geschäfts- und Risikostrategie hat die Sparkasse die Ziele und Rahmenbedingungen für die Beteiligungen festgelegt. Die Beteiligungsrisiken werden angemessen in das Risikotragfähigkeitskonzept der Sparkasse einbezogen. Das Beteiligungscontrolling erfolgt für die Verbundbeteiligungen durch den SVBW und für die sonstigen Beteiligungen durch das Kreditsekretariat. Das Beteiligungsrisiko wird über das Sparkassen Standardrating unter ergänzender Heranziehung der Klassifizierung externer Ratingagenturen beurteilt. Die Methoden der Risikoermittlung werden regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Die Beteiligungsrisiken werden zusätzlich über Stressszenarien abgebildet. Neben der Risikoquantifizierung erfolgt zusätzlich eine qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung, der strategischen Ausrichtung sowie der Marktstellung des jeweiligen Beteiligungsunternehmens. Die Steuerungs- und Überwachungssysteme gewährleisten, dass die Sparkasse ausreichend über die Situation bei den einzelnen Beteiligungsunternehmen unterrichtet ist.

Unsere Risiken aus den Verbundbeteiligungen zum 31.12.2017 beliefen sich auf 1,4 Mio. EUR und sind als durchschnittlich einzustufen. Insgesamt betrachtet konzentriert sich das Beteiligungsrisiko der Sparkasse derzeit vor allem auf die großen Verbundbeteiligungen (LBBW, Sparkassenversicherung, LBBH, SVBW). Weitere Informationen zu den Verbundbeteiligungen sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen. Unter Berücksichtigung des Gesamtkreditengagements besteht eine Risikokonzentration bezüglich der Adresse LBBW.

Die für außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Ereignisse durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse diese Risiken tragen kann. Stresstests wurden auf Basis der folgenden Annahmen erstellt:

Stresstest Risikofaktor(en) / -parameter
a) strategische Beteiligungen
Abschreibungsrisiken und Ertragsausfälle aus Beteiligungen Prozentuale Abschläge auf die bestehenden Buchwerte und Ertragsausfälle. Die Sparkasse orientiert sich hierbei an einer Empfehlung des SVBW.
b) Geschäftsbeteiligungen
Abschreibungsrisiken und Ertragsausfälle aus Beteiligungen Prozentuale Abschläge von 10 Prozent bis 35 Prozent auf den Buchwert und 50 Prozent auf den im Vorjahr ausgeschütteten Ertrag

Berichtswesen

Der Notwendigkeit eines angemessenen und zeitnahen Risikoinformationswesens trägt die Sparkasse durch den Risikobericht Rechnung, der dem Vorstand und dem Verwaltungsrat vierteljährlich vorgelegt wird. Er beinhaltet Darstellungen und ggf. erforderliche Kommentierungen

zur Portfoliozusammensetzung nach Bonitätsklassen bzw. Ratingnoten, Branchen, risikobehaftetem Volumen unter besonderer Berücksichtigung von Risikokonzentrationen

zum Umfang der den Kunden extern zugesagten Linien

zu bestehenden Großkrediten und sonstigen Engagements von für die Risikoposition wesentlicher Bedeutung (z.B. Sanierungs- und Abwicklungsengagements sowie Kredite in der Intensivbetreuung)

zu bedeutenden Limitüberschreitungen und deren Gründe

zur Entwicklung des Neugeschäfts

zur Entwicklung der Risikovorsorge

zu wesentlichen Kreditentscheidungen, soweit sie von der Risikostrategie abweichen oder die vom Vorstand im Rahmen seiner Krediteinzelkompetenz bei abweichenden Voten entschieden wurden

zu Stresstestergebnissen

zur Höhe des Beteiligungsrisikos

zu Risikokonzentrationen

zu aufsichtsrechtlichen Steuerungskennzahlen

zu aktuellen Informationen zu wesentlichen Beteiligungen

Darüber hinaus erhalten die Leiter des Privat- und Firmenkundengeschäftes monatlich Listen mit Dauerüberziehungen größer 60 Tage. Die vierteljährlich durchgeführten Stresstest-Szenarien werden dem Vorstand und dem Verwaltungsrat vierteljährlich vorgelegt.

4.1.3 Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken sind mögliche Ertragseinbußen, die sich aus den Veränderungen der Marktpreise für Wertpapiere und Devisen, aus Schwankungen der Zinssätze und Kurse sowie aus den hieraus resultierenden Preisänderungen der Derivate ergeben. Marktpreisrisiken werden gesteuert mit dem Ziel, Ertragschancen wahrzunehmen, ohne die finanziellen Ressourcen unangemessen zu belasten.

Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften des Handels- und Anlagebuchs

Für die Handelsgeschäfte der Sparkasse werden die Marktpreisrisiken auf Basis aktueller Marktpreise und möglichen Marktpreisveränderungen durch den Bereich Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling ermittelt und auf die aus dem Risikotragfähigkeitskonzept abgeleiteten Limite angerechnet. Die potenziellen negativen Marktpreisveränderungen aus Handelsgeschäften, die sich aus den marktpreisinduzierten negativen Marktwertänderungspotenzialen einschließlich potenzieller negativer Spreadveränderungen ergeben, werden auf Basis eines Szenarios gemessen und überwacht. Die Risikomessung über die Szenariotechnik wird um eine tägliche Value-at-Risk-Berechnung ergänzt. Bei Überschreiten der Limite hat das Risikocontrolling die Bereinigung zu veranlassen. Der Bestand der bilanzwirksamen Handelsgeschäfte hat sich gegenüber dem Vorjahr um 9,0 Prozent reduziert.

Für die unterschiedlichen Bestände der Sparkasse werden differenzierte Parametereinstellungen (Konfidenzniveau, Haltedauer) verwendet. Bei den Zins- und rating- sowie segmentspezifischen Spreadveränderungen auf Grundlage der Standardparameter der Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH (SR), die korreliert betrachtet werden und die sich aus dem historischen Zeitraum vom 01.01.2006 bis 15.12.2017 ableiten, wurde eine Haltedauer von 250 Handelstagen sowie ein Konfidenzniveau von 95 Prozent berücksichtigt. Die Marktpreisrisiken aus Aktien werden unter der Prämisse eines Kursrückgangs bei 5 Aktienindizes bis zu 34,9 Prozent und einem Konfidenzniveau von 95 Prozent berechnet. Die Währungsrisiken aus den Fremdwährungspositionen werden über Kursveränderungen von bis zu 20 Prozent bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent berücksichtigt. Die Marktpreisrisiken aus alternativen Anlagen werden anhand eines prozentualen Abschlags von 10 Prozent ermittelt. Die als Marktpreisrisiken identifizierten Immobilienrisiken berücksichtigen wir dahingehend, dass von den Zeichnungsbeträgen ein pauschaler Abschlag von 6 Prozent im Bereich der wohnwirtschaftlichen Immobilien und 12 Prozent im Bereich der gewerblichen Immobilien vorgenommen wird. Durch ein regelmäßiges Backtesting wird die Qualität des Risikomodells überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Marktpreisrisiken beinhalten die Kursrisiken aus verzinslichen Positionen, die Credit Spread Risiken, die Risiken aus alternativen Anlagen, die Aktienkursrisiken, die Währungsrisiken und die Immobilienrisiken und belaufen sich zum 31.12.2017 additiv auf 19,1 Mio. EUR (Vorjahr 24,7 Mio. EUR). Der Minimalwert lag in 2017 bei 19,1 Mio. EUR; der Maximalwert lag in 2017 bei 24,1 Mio. EUR. Ursächlich für die geringeren Risikowerte ist im Wesentlichen die Reduzierung des Konfidenzniveaus in der Risikomessung auf 95 Prozent und der Abbau von Wertpapierbeständen. Die Marktpreisrisiken bewegten sich 2017 im Risikofall jederzeit innerhalb des Rahmens des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Zum Jahresende 2017 war das Risikolimit für Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften, inklusive Geschäftsbeteiligungen, in Höhe von 23,1 Mio. EUR (Vorjahr 25,2 Mio. EUR) mit 19,1 Mio. EUR zu 82,7 Prozent ausgelastet, sodass die Sparkasse von einer tragfähigen Risikosituation ausgeht.

Die für außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Ereignisse vierteljährlich durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse die ermittelten Risiken tragen kann. Die Stresstests wurden auf der Basis der folgenden Annahme erstellt:

Stresstest Risikofaktor(en) / -parameter
Ausweitung der Renditeveränderungen bei Wertpapieren Ermittlung auf der Basis von historischen und korrelierten Zins- und Spreadveränderungen bei einer Haltedauer von 12 Monaten und einem Konfidenzniveau von 99 Prozent.

Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass bei diesen unterstellten, sehr hohen unerwarteten Marktpreisschwankungen die Risikotragfähigkeit gegeben ist.

Die vierteljährlich durchgeführten Stresstest-Szenarien werden dem Vorstand und dem Verwaltungsrat vierteljährlich vorgelegt.

Währungsrisiken werden im Rahmen der Marktpreisrisiken berücksichtigt. Diese Marktpreisrisiken bewegen sich innerhalb des Rahmens der geschäftspolitischen Zielsetzungen.

Folgende Daten und Unterlagen werden dem Vorstand als Risikoinformationen durch den Bereich Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling börsentäglich zur Verfügung gestellt:

Marktpreisrisiken des Handelsbuchs

Marktpreisrisiken im Anlagebuch

Risiko- und Ergebnisentwicklung der einzelnen Portfolien des Handelsgeschäfts

Bedeutende Limitüberschreitungen

Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch

Die Sparkasse setzt im Rahmen der institutsspezifischen Risikosteuerung bei der periodischen Ermittlung des Zinsspannenrisikos des Gesamtinstituts durch den Bereich Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling regelmäßig das Simulationstool GuV-PLANER ein. Zum Jahresende 2017 ist das periodische Zinsspannenrisiko ausgeglichen. Für die Risikomessung wurde auf Grundlage der Standardparameter der Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH (SR) von einer simulierten Zinserhöhung zwischen 36 Basispunkten (3-Monats-Gelder) und 102 Basispunkten im 10-jährigen Bereich bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent ausgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag hat sich das Zinsspannenrisiko um 0,5 Mio. EUR reduziert. Ursächlich für den geringeren Risikowert ist im Wesentlichen die Reduzierung des Konfidenzniveaus auf 95 Prozent. Aufgrund des vorhandenen Geschäftsumfanges und dem bestehenden Risikogehalt erfolgt eine vierteljährliche Bewertung und Ermittlung des Zinsspannenrisikos.

Die wertorientierte Quantifizierung mit dem Risikomaß Value-at-Risk erfolgt durch den Bereich Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling über die Anwendung sDIS OSPlus. Dabei werden ein Konfidenzniveau von 95 Prozent und eine Haltedauer von 3 Monaten und der Beobachtungszeitraum von 1988 bis 2016 zugrunde gelegt. Nachfolgende Übersicht zeigt die Zinsänderungsrisiken (wertorientiert) anhand des Value-at-Risk im Vergleich zum Vorjahr. Die Risiken haben sich zum Stichtag in Euro betrachtet vermindert.

2017 2016
in Mio. EUR VaR Minimum VaR Maximum VaR 2017-12-31 VaR 2016-12-31
Zinsänderungsrisiken 5,6 5,9 5,7 6,6

Darüber hinaus wird mit Hilfe dieses Instruments die Kennzahl RORAC (return on risk adjusted capital) vierteljährlich ermittelt, bei der die Performance in Relation zum Risiko des Portfolios gesetzt wird. Die RORAC-Kennziffer betrug zum Jahresende 2017 13,4 (Vorjahr: 11,6).

In 2017 bewegten sich die Risiken jederzeit innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Der Zinsbuchbarwert ist aufgrund unserer Risikodiversifizierung in nicht zinstragende Anlagen vergleichsweise klein; der relative Risikowert wird dadurch überzeichnet. Zinsänderungsrisiken bestehen in erster Linie bei steigenden Marktzinsen. Zur Risikobegrenzung werden wir gegebenenfalls Zinsswaps (Payer-Swaps) abschließen.

Der Zinsrisikokoeffizient gemäß § 25a Abs. 2 KWG in Verbindung mit dem BaFin-Rundschreiben 11/2011 (Ermittlung der Auswirkungen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung um +/- 200 Basispunkte) belief sich zum 31.12.2017 auf 14,1 Prozent (Verhältnis der negativen Barwertänderung des Zinsbuchs zu den regulatorischen Eigenmitteln).

Die für außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Ereignisse durchgeführten Stresstests beinhalten eine simulierte Veränderung der Zinsstrukturkurve. Stresstests wurden auf der Basis der folgenden Annahme erstellt:

Stresstest Risikofaktor(en) / -parameter
Zinsanstieg: - Übernacht-Zinsanstieg um +200 Basispunkte

Als Ergebnis dieses Stresstests ist festzuhalten, dass bei dieser unterstellten, sehr hohen unerwarteten Marktänderung - zusammen mit den übrigen Marktpreisrisiken - die Risikotragfähigkeit gegeben ist.

Die vierteljährlich durchgeführten Stresstest-Szenarien werden dem Vorstand und dem Verwaltungsrat vierteljährlich vorgelegt.

Die Risiken bewegen sich innerhalb des Rahmens der geschäftspolitischen Zielsetzungen.

Folgende Daten bzw. Unterlagen werden dem Vorstand als Risikoinformationen durch den Bereich Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling vierteljährlich zur Verfügung gestellt:

periodisches Zinsspannenrisiko und barwertiges Zinsänderungsrisiko

Bedeutende Limitüberschreitungen

Änderungen der wesentlichen Annahmen oder Parameter

Stresstestergebnisse

Entwicklung des Zinsrisikokoeffizienten

4.1.4 Liquiditätsrisiken

Das Risiko, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können (Termin- und Abrufrisiken; Liquiditätsrisiken im engeren Sinne) sowie die Gefahr, im Falle unzureichender Marktliquidität in einzelnen Produkten nicht oder nicht zu den erwarteten Konditionen kontrahieren zu können (Marktliquiditätsrisiken), wird ebenfalls im Rahmen des Risikomanagements und -controllings gesteuert. Das Refinanzierungsrisiko repräsentiert die Gefahr, dass erforderliche Anschlussfinanzierungen oder zusätzliche Refinanzierungsmittel nicht oder nur zu ungünstigen Konditionen beschafft werden können.

Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine ausreichende Liquiditätsvorsorge und eine verantwortungsvolle Strukturierung der Aktiva und Passiva vorgebeugt. Als Grundlage für die Planung und Steuerung der Liquidität dienen der Sparkasse der Liquiditätsstatus und die Liquiditätsbilanz. Der aktuelle Liquiditätsstatus wird auf täglicher Basis durch die Abteilung Rechnungswesen gemessen und dient der Disposition der täglichen Liquidität. Auf der Basis von Erfahrungswerten erfolgt eine monatliche Feinsteuerung unter Einbeziehung aller im weiteren 12-Monats-Verlauf eintretenden Fälligkeiten. Die Liquiditätsbilanz ist eine stichtagsbezogene, portfolioübergreifende Darstellung von zukünftigen Zahlungsströmen, auf deren Basis der Liquiditätsbedarf oder -überschuss je Fälligkeitsperiode ermittelt wird. Unplanmäßige Entwicklungen wie z.B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern werden dadurch berücksichtigt, dass Wertansätze reduziert bzw. Zahlungsverpflichtungen erhöht werden. An liquiditätsmäßig engen Märkten ist die Sparkasse nicht investiert. Es erfolgt eine laufende Überprüfung inwieweit die Sparkasse in der Lage ist, einen Liquiditätsbedarf decken zu können. Handlungsalternativen für einen sich abzeichnenden Liquiditätsengpass sowie ein Notfallplan für einen tatsächlichen Liquiditätsengpass wurden definiert.

Zur Messung und Limitierung des Liquiditätspuffers orientiert sich die Sparkasse an den Anforderungen des § 11 KWG in Verbindung mit der Liquiditätsverordnung, den MaRisk und der täglich einzuhaltenden Liquiditätsdeckungsquote (LCR). Im Stresstest-Szenario wird das Refinanzierungsrisiko auf Basis eines angenommenen Abzugs von Kundeneinlagen quantifiziert, der über den Kapitalmarkt zu gestiegenen Kosten refinanziert werden muss. Über die Liquiditätssituation wird dem Vorstand regelmäßig Bericht erstattet. Die Sparkasse verfügt - wie es auch die Liquiditätskennzahl im Abschnitt Finanzlage zeigt - insgesamt über eine starke Liquiditätsposition. Ausschlaggebend hierfür ist unser Bestand an hochliquiden Wertpapieren, die Möglichkeit der kurzfristigen Geldaufnahme bei der Deutschen Bundesbank sowie der LBBW. Darüber hinaus werden bei der Deutschen Bundesbank zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften entsprechende Guthaben unterhalten. Die gute Liquiditätslage zum 31.12.2017 zeigt sich auch in einer breit gestreuten, nach Kundengruppen, Produkten und Laufzeiten gut diversifizierten Refinanzierungsbasis im Kundengeschäft.

Liquiditätsengpässe, wie sie seit Ausbruch der Finanzmarktkrise bei einigen Instituten entstanden sind, ergaben sich bei der Sparkasse keine. Das für solch außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Ereignisse durchgeführte Stresstest-Szenario zeigt, dass die Sparkasse über eine ausreichende Liquidität verfügt. Die Szenario-Rechnung berücksichtigt eine Verteuerung der Refinanzierung aufgrund eines starken Abzugs von Kundeneinlagen um 350 Basispunkte bezogen auf ein dann zusätzliches institutionelles Refinanzierungsvolumen von 95,5 Mio. Euro per 31.12.2017.

Das vierteljährlich durchgeführte Stresstest-Szenario wird dem Vorstand und dem Verwaltungsrat vierteljährlich vorgelegt.

Risikoinformationen werden dem Vorstand durch die Abteilung Rechnungswesen in folgendem Umfang zur Verfügung gestellt:

Mittelzu- und Mittelabflussbilanz (monatlich)

Liquiditätskennziffer (letztmals zum 31.12.2017), LCR (monatlich)

Ergebnis der Szenarioanalysen (monatlich)

Berichterstattung der Liquiditätssituation (täglich)

4.1.5 Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken versteht die Sparkasse die Gefahr von Schäden, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten können. Für den adäquaten Umgang mit operationellen Risiken ist letztendlich der Vorstand verantwortlich, dem in diesem Zusammenhang die Aufgabe der Festlegung, der regelmäßigen Überprüfung und Sicherstellung der Rahmenbedingungen im Umgang mit operationellen Risiken zufällt.

Bei der Sparkasse werden operationelle Risiken einmal jährlich identifiziert und dokumentiert. Zu den installierten Regelungen bzw. Verfahren zum Management der operationellen Risiken zählen insbesondere das interne Kontrollsystem, die schriftlich fixierte Ordnung für die Aufbauorganisation und die wesentlichen Arbeitsabläufe, der Einsatz von qualifiziertem Personal sowie die ständige Weiterentwicklung der Methoden und die Verbesserung der technischen Abläufe. Betriebsrisiken aus dem IT-Bereich, aus Organisations- und Bearbeitungsfehlern werden durch Vereinbarungen mit einem externen Rechenzentrum, durch Notfallkonzepte, zunehmende Automatisierung und ständige Kontrollen durch qualifizierte Mitarbeiter gemindert bzw. zum Teil durch Versicherungen gedeckt. Rechtliche Risiken werden durch sorgfältige Prüfung der vertraglichen Grundlagen und den Einsatz gebräuchlicher Standardverträge reduziert.

Darüber hinaus setzt die Sparkasse die Instrumente "Risikolandkarte" und "Schadensfalldatenbank" ein. Die "Risikolandkarte" dient der Identifikation operationeller Risiken zur szenariobezogenen Analyse von risikorelevanten Verlustpotenzialen (ex ante Betrachtung). In der "Schadensfalldatenbank" werden tatsächlich eingetretene Schäden aus operationellen Risiken ab 1.000,00 Euro erfasst (ex post Betrachtung). Die Risikoquantifizierung im Rahmen der Risikotragfähigkeit erfolgt über das zentral bei der SR entwickelte "OpRisk-Schätzverfahren". Operationelle Risiken werden hierbei auf der Grundlage eingetretener Schadensfälle bei der Sparkasse sowie den bundesweit gesammelten Schadensfällen bei der SR geschätzt.

Der Umfang der operationellen Risiken wird als vertretbar eingeschätzt. Das vorgegebene Risikolimit in Höhe von 0,35 Mio. EUR war zum 31.12.2017 mit 48,0 Prozent ausgelastet. Diese Risiken sind für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung.

Der für außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Ereignisse durchgeführte Stresstest zeigt, dass die Sparkasse diese Risiken tragen kann. Der Stresstest wurde unter der Annahme erstellt, dass die Eintrittswahrscheinlichkeiten der im Rahmen der Risikolandkarte ermittelten Verlustpotenziale dahingehend erhöht werden, dass jeder Schadensfall pro Jahr einmal eintritt; das dadurch ermittelte Schadensvolumen wird anschließend verdoppelt.

Das halbjährlich durchgeführte Stresstest-Szenario wird dem Vorstand und dem Verwaltungsrat vorgelegt.

Risikoinformationen werden dem Vorstand durch den Bereich Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling vierteljährlich im Rahmen des Risikoberichts in folgendem Umfang dargelegt:

aufgetretene bedeutende Schadensfälle (Art, Ausmaß und Ursache)

ermittelte Risiken

getroffene Maßnahmen

4.1.6 Gesamtbild der Risikolage

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Unser Haus verfügt über ein hinreichendes, dem Umfang der Geschäftstätigkeit angemessenes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Durch das Risikomanagement und -controlling der Sparkasse können frühzeitig die Risiken identifiziert, Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet und Risiken gesteuert werden. Die Ermittlung der Risiken erfolgt in der periodischen Sichtweise grundsätzlich über einen einheitlichen Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. In 2017 bewegten sich die Risiken jederzeit innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Die vergebenen Risikolimite waren am Bilanzstichtag insgesamt mit 82,6 Prozent ausgelastet. Ohne den aus Vorsichtsgründen vor der Limiteinräumung abgezogenen Risikopuffer für unwesentliche Risiken und der Beachtung weiterer Risikodeckungsmasse, die nicht als Risikolimit vergeben wurde, reduziert sich die Auslastung zum Jahresende auf 66,5 Prozent. Die Risikotragfähigkeit war und ist derzeit gegeben. Die durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Ereignisse aufgrund unserer guten Risikostruktur, der guten Risikodiversifizierung und des funktionsfähigen Risikomanagements durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können. Aufgrund der steigenden Eigenmittelanforderungen und auf Basis der von uns durchgeführten Kapitalplanung ist mittelfristig jedoch eine Einengung der Risikotragfähigkeit zu erwarten. Die Risikolage ist insgesamt als vergleichsweise günstig einzustufen.

Risikokonzentrationen sehen wir in unserer Beteiligung an der Landesbank Baden-Württemberg, im Gesamtvolumen unserer nationalen und internationalen Immobilienanlagen (wobei diese im Rahmen unserer Diversifikationsstrategie nach Regionen, Nutzungsarten und Mietern aus unterschiedlichen Branchen breit gestreut sind) sowie dem Zinsänderungs- einschließlich dem Spreadrisiko in Form von Vermögenswertveränderungen unserer festverzinslichen Wertpapiere. Daneben gehen wir aufgrund der hohen IT-mäßigen Abhängigkeit von der Finanz Informatik und den damit verbundenen Risiken eines IT-Systemausfalls oder eines Datenverlustes sowie in der Summe der unerwarteten Verluste aus den Adressrisiken aus unserem Kundenkreditgeschäft (wobei diese breit gestreut sind und sich auf viele Kreditnehmer verteilen) von Risikokonzentrationen aus. Darüber hinaus sehen wir eine Ertragskonzentration in Form des Zinsüberschusses als Hauptertragsquelle. Bestandsgefährdende oder die Entwicklung beeinträchtigende Risiken und Risiken, die über das übliche geschäftliche Maß hinausgehen, sind auf Basis der Risikoinventur jedoch nicht erkennbar. Ein lang anhaltendes Niedrigzinsumfeld wird tendenziell zu weiteren Ertragsrückgängen in unserem Hause führen, denen wir durch weitere Ertrags- und Kostenoptimierungen begegnen. Die Sparkasse sieht sich durch das bestehende Risikomanagement sowohl für das bestehende Geschäft als auch für die künftigen Herausforderungen gerüstet.

4.2 Chancenbericht

Chancenmanagementsystem

Das Chancenmanagementsystem unserer Sparkasse ist in den jährlichen strategischen Planungsprozess integriert. Dies ermöglicht es uns Trends und Veränderungen im Marktumfeld zu erkennen und zu analysieren und dient als Basis zur Bewertung von Chancen. Eine zentrale Rolle spielen hier unsere Führungskräfte; sie sind in den strategischen Planungsprozess als Planungsverantwortliche eingebunden. Chancen mit entsprechendem Geschäftspotenzial werden in den Strategiesitzungen erörtert und fließen nach entsprechender Billigung durch den Vorstand in die jeweilige Strategie ein. Im Rahmen der Kommunikation der Geschäftsstrategie werden unsere Mitarbeiter über die identifizierten Chancenpotenziale informiert. Auf Basis von Soll-Ist-Abweichungen wird die Zielerreichung durch einen mindestens halbjährlichen Reportingprozess überwacht.

Strategische Chancen

Durch die spürbare Stärkung unserer Eigenmittel in den letzten Jahren sehen wir uns für die quantitativ und qualitativ zunehmenden Kapitalanforderungen gerüstet.

Die stabile Wirtschaftsstruktur und gute Beschäftigungslage in unserem Geschäftsgebiet unterstützt uns dabei, die Stabilität und innere Substanz der Sparkasse weiter zu erhöhen.

Insbesondere im wachsenden Bedarf an Altersvorsorge, dem steigenden Beratungsbedarf und dem Bereich der Erbfolgeplanung oder der Planung von Unternehmensnachfolgen sehen wir Möglichkeiten. Das auf große Erfahrung basierende Wissen unserer Berater als auch deren Beziehungen zu ihren Kunden beinhalten ebenfalls das Potenzial die Zufriedenheit unserer Kunden zu steigern, um sie stärker an die Sparkasse zu binden sowie gezielt neue Kunden zu erreichen.

Weitere Grundlage für den Ausbau unserer Marktanteile ist die breite Produkt- und Dienstleistungspalette für unser Kerngeschäft: dem Angebot voll umfassender Bankdienstleistungen und deren aktiven Vertrieb. Ein Ziel ist die Zufriedenheit unserer Kunden zu steigern, um sie stärker an die Sparkasse zu binden, sowie gezielt neue Kunden zu erreichen. Denn ein kontinuierliches Kundenwachstum, unter bewusstem Eingehen von Risiken, ist eine wesentliche Grundlage für die Ausweitung unseres geschäftlichen Erfolgs. Mehr Kunden bedeuten regelmäßig mehr Geschäft und wirken ergebniserhöhend. Neben den erwarteten Ergebnisbeiträgen aus dem bilanzneutralen Wertpapiergeschäft wird vor allem aus dem weiteren Ausbau der Verbund- und Vermittlungsgeschäfte die Möglichkeit zu einer Verbreiterung der Ertragsbasis gesehen.

Chancen erwarten wir aus unseren Investitionen in zukunftsweisende Informationstechnologien. Der Trend zur Digitalisierung und darauf aufbauende Veränderungsprozesse im Kundenverhalten stellt für uns eine Chance für eine noch intensivere Kundenbindung dar. Als Schlüsselthemen der kommenden Jahre sehen wir die Fortentwicklung unserer bestehenden Steuerungsinstrumente und die verstärkte Nutzung medialer und digitaler Vertriebskanäle an. Maßnahmen für Sicherheit und leichtere Bedienbarkeit im Bereich der Internetnutzung sind von zentraler Bedeutung. Um die Kundenbindung weiter zu intensivieren und die partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe zu fördern, bedarf es geeigneter technischer Lösungen, die eine unternehmensübergreifende Anbindung von Geschäftsprozessen ermöglichen und eine ganzheitliche Sicht auf den Kunden gewähren, damit wir künftig in der Lage sind mit unseren Partnern "Finanzprodukte aus einer Hand" anzubieten. Hierzu unterstützen durchgängige Geschäftsprozesse ohne Medienbrüche eine schlanke, fallabschließende Abwicklung. Die durchgängige Integration medialer Vertriebskanäle wie Call Center oder Internet auf der einen Seite und des stationären Vertriebs in der Filiale auf der anderen Seite erweitert die Chancen, dass wir unsere Kunden bedarfsgerecht beraten und zielgerichtet ansprechen können.

Bereits heute verfügt die Sparkasse über ein breites Angebot anerkannter Finanzprodukte mit einer hohen regionalen Marktabdeckung. Chancen wollen wir vor allem dadurch nutzen, dass wir künftig einzelne Geschäftsfelder mit zusätzlichen Produkten und Dienstleistungen ausbauen. Dies gilt insbesondere für Geschäftsfelder, in denen wir bislang noch unterrepräsentiert sind. So zielt unsere Produktpolitik darauf ab, in allen wirtschaftlich sinnvollen Marktsegmenten angemessen vertreten zu sein. Darüber hinaus werden wir weiterhin unsere Prozesse optimieren und durch eine weitere Intensivierung der Arbeitsteilung mit unseren Verbundpartnern in der Sparkassenorganisation dem starken Wettbewerb und dem anhaltend hohen Rentabilitätsdruck begegnen.

4.3 Prognosebericht

Die Prognosen stellen unsere Einschätzungen der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können, machen wir darauf aufmerksam, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den zur Zeit erwarteten abweichen können, sofern die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen. Eine verlässliche Prognose ist derzeit besonders schwierig, da Unwägbarkeiten in Bezug auf die bestehenden geopolitischen Risiken (z. B. Naher Osten, Nordkorea), die weitere Zinsentwicklung (Zinswende in USA und EU) sowie die nach wie vor ungelöste Staatsschuldenkrise im Euro-Raum bestehen, die auch mit einer steigenden Volatilität an den Finanzmärkten einhergehen und auch die Konjunkturentwicklung bedrohen könnte. Darüber hinaus wird die Rentabilität der Bankenbranche nachhaltig durch die steigende Regulierung belastet.

Rahmenbedingungen für 2018 3

Die meisten aktuellen Prognosen aus Forschungsinstituten und internationalen Organisationen gehen für 2018 von einem fortgesetzten Aufschwung der Weltwirtschaft aus. Allerdings schweben einige große Risiken über diesem Ausblick. Die Gefahr wieder auflebender protektionistischer Tendenzen ist nicht gebannt. Diese würden jedoch vor allem langfristig negativ auf Wohlstand und Wachstumsdynamik drücken, nicht unmittelbar im Zeithorizont eines Jahresausblicks. Von den Steuerreformen in den USA dürfte, unabhängig davon, wie sich deren fiskalische Nachhaltigkeit erweisen wird, kurzfristig zunächst einmal eine stimulierende Wirkung ausgehen. Geopolitische Risiken aus militärischen Konflikten und Terror können jederzeit kurzfristigere Schocks auslösen. Außerdem sind die Schuldenstände in vielen Ländern hoch, nicht nur in Bezug auf die Staatsverschuldung, sondern auch im privaten Sektor bei Haushalten und Unternehmen, etwa in China. Auch das kann zur Belastung und Wachstumsbremse werden.

Zu den politischen Störfaktoren gehören in Europa der Brexit und darüber hinaus die unklaren Perspektiven der institutionellen Weiterentwicklung der EU und des Euroraums. All diese Risiken sind für Konjunkturprognosen kaum konkret zu kalkulieren. Die einschlägigen Vorhersagen gehen in ihren Hauptszenarien davon aus, dass die Wirtschaftsentwicklung nicht in größerer Dimension beeinträchtigt wird. Tatsächlich hat sich das Wachstum in den letzten Jahren immer wieder weitgehend immun gegenüber den komplexen Risikolagen erwiesen.

In einem insgesamt freundlichen außenwirtschaftlichen Umfeld kann auch die deutsche Wirtschaft ihren Aufschwung fortsetzen. Der Außenhandel könnte dann erneut einen Beitrag zum Wachstum leisten. Der Hauptantrieb stützt sich hierzulande aber vor allem auf die Binnennachfrage und ihre robusten Fundamente. Die gute Beschäftigungslage und Einkommensentwicklung, anhaltend günstige Finanzierungsbedingungen, die Abwesenheit von breiten kreditfinanzierten Überkapazitäten und die soliden Staatsfinanzen verleihen der deutschen Wirtschaft eine solide Basis.

In Einklang mit der "Story" eines reifen Aufschwungs mit 2018 als dem fünften Jahr in Folge mit einem Wachstum über dem Potenzialpfad und mit einer weiter steigenden Kapazitätsauslastung sollte die Investitionstätigkeit überproportional zulegen. Aber auch der Wohnungsbau dürfte sich immer noch recht dynamisch entwickeln.

Trotz der 2018 einmal mehr zu erwartenden neuen Rekordstände bei der Zahl der Erwerbstätigen bzw. trotz weiterer Rückgänge der Arbeitslosenquoten, die zunehmende Engpässe anzeigen, dürfte der Lohn- und Preisdruck 2018 noch überschaubar bleiben. Die meisten der gängigen Prognosen sehen auf der Ebene der Verbraucherpreise ähnliche Raten wie im Vorjahr voraus, wobei die Kernraten sich in der Nähe der Gesamtrate einpendeln dürften. Die Bundesbank sieht etwa bei den Nahrungsmittelpreisen eine leicht überdurchschnittliche, dafür bei den Energiepreisen eine unterdurchschnittliche Entwicklung voraus.

Der Euroraum, der 2017 sogar etwas stärker als Deutschland gewachsen ist, dürfte auch 2018 wieder eine vergleichbar gute Rate erreichen. Weil der Aufholprozess gemessen am Arbeitsmarkt und der Kapazitätsauslastung aber in den meisten Ländern noch nicht so weit gediehen ist, wie in Deutschland, bleibt der Preisauftrieb auf der Ebene des gesamten Währungsraums noch etwas geringer. Damit begründet die EZB ihren immer noch expansiven Kurs. Sie hat sich weitgehend für das gesamte Jahr 2018 festgelegt. Ihre Anleihekäufe hat sie bereits beschlossen, bis mindestens September 2018 fortzusetzen. Erst nach dem Ende der Netto-Ankäufe will die EZB gemäß ihrer "Forward Guidance" an eine Änderung der Leitzinsen gehen. Im Laufe des Jahres 2018, wohl spätestens im Sommer, sind Signale zu erwarten, wie es mit dem Ankaufprogramm nach September 2018 weitergeht.

In unserem Geschäftsgebiet wird sich die wirtschaftliche Entwicklung nicht von der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abkoppeln. Gemäß dem Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein zum Jahresbeginn 2018 sind die Geschäftserwartungen der Unternehmen zunehmend positiv. Jedes dritte Unternehmen glaubt, die eigenen Geschäfte im kommenden Jahr ausbauen zu können. Nur noch 7 Prozent befürchten einen wirtschaftlichen Abschwung. Insgesamt hat der Index der Geschäftserwartung innerhalb des vergangenen Jahres 12 Punkte hinzugewonnen - ein deutliches Zeichen dafür, dass die Zuversicht wächst, dass der konjunkturelle Höhenflug der vergangenen Jahre auch 2018 nicht zu einem Ende kommen wird. Für die Beschäftigung ist damit zu rechnen, dass sich der Beschäftigungsaufbau im Laufe des Jahres 2018 fortsetzen wird. Man darf laut IHK angesichts der positiven Entwicklung der Erwartungsindizes sogar davon ausgehen, dass er zusätzlich Fahrt aufnimmt.

Die Sparkasse sieht sich den Herausforderungen eines dynamischen Wettbewerbsumfeldes gegenüber. Hierzu zählen der sich weiter verstärkende Wettbewerb zwischen den Kreditinstituten, die steigenden Ansprüche unserer Kundschaft, der Verbraucherschutz und die Bankenaufsicht. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nehmen kontinuierlich zu. Auch grenzt die Erfüllung der Anforderungen des Basler Ausschusses mit der ansteigenden Bindung von Ressourcen und damit ansteigenden Kosten unsere Handlungsmöglichkeiten weiter ein.

3 Auszug aus dem Gesamtwirtschaftlichen Jahresrückblick 2017 und -ausblick 2018 des DSGV.

Voraussichtliche Entwicklung der Sparkasse

Wir erwarten erneut ein solides Geschäftsergebnis 2018. Einerseits sorgt die gute Konjunktur für eine anhaltend hohe Nachfrage nach gewerblichen und privaten Krediten. Andererseits führen historisch niedrige Zinsen zu anhaltenden Margendruck. Wie überall in der Finanzbranche sorgen neben der Zinssituation auch steigende Regulierungskosten und ein starker Wettbewerb für sinkende Erträge. Außerdem investieren wir auch weiterhin kontinuierlich in den Ausbau digitaler Strukturen.

Vor dem Hintergrund der dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018 ein moderates Wachstum der Bilanzsumme. Im Kundenkreditgeschäft gehen wir von einer im Vergleich zum Berichtsjahr weiter steigenden Kreditnachfrage aus. Die Finanzierung von Investitionen bei Unternehmen und die Finanzierung von Wohneigentum bei Privatkunden sollten erneut im Vordergrund stehen. Wir planen in der Ergebnisvorschaurechnung mit einem Wachstum des Kundenkreditbestandes im Vergleich zum Berichtsjahr von 2,5 Prozent. Durch die anhaltende Tiefzinsphase bleibt der Anreiz zu sparen sehr niedrig. Beim Mittelaufkommen von Kunden planen wir in der Ergebnisvorschaurechnungen trotzdem konservativ mit einem Anstieg von 2,5 Prozent an.

Wir erwarten, dass das Zinsniveau über weite Strecken des Jahres 2018 im langjährigen Vergleich extrem niedrig bleiben wird. Es dürfte sich jedoch in den längeren Laufzeiten gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen. Bei einem sich gleichzeitig verstärkendem Wettbewerb in der Kreditwirtschaft wird die Zinsspanne weiter unter Druck bleiben. Der erwartete Zinsüberschuss wird unter das Niveau des Berichtsjahres sinken. Auf dem Aktienmarkt rechnen wir aufgrund der Konjunkturerwartungen mit leicht steigenden Indizes.

Aus Gründen der Vorsicht planen wir wie im Berichtsjahr nur geringe Erträge aus den Verbundbeteiligungen und haben diese insofern in unserer Ertragsprognose nur entsprechend niedrig berücksichtigt.

Wir gehen 2018 von einem im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 gleichbleibenden Provisionsüberschuss aus. Dabei wollen wir besonders bei beratungsintensiven Dienstleistungen und im Produktvertrieb verstärkt Akzente setzen und die Verbund- und Vermittlungsgeschäfte weiter ausbauen. Darin sehen wir eine Möglichkeit, das Provisionsergebnis auf eine breitere Ertragsbasis zu stellen.

Der prognostizierte Verwaltungsaufwand für 2018 ist durch einen leichten Anstieg gekennzeichnet. Aufgrund von Neueinstellungen und des erwarteten Tarifabschlusses gehen wir trotz des stringenten Personalmanagements von einem Anstieg der Personalkosten aus. Der Sachaufwand wird 2018 in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet. Dabei sind Investitionen in zukunftsweisende Informationstechnologien, Prozessoptimierungen und Produkte als Voraussetzung für den Ausbau der Marktanteile geplant. Die Sparkasse ist über ihren Anschluss an die bundesweit tätige Finanzinformatik für diese Herausforderungen gerüstet. Mit einem konsequenten Kostenmanagement wird die Sparkasse versuchen, einen Anstieg beim Verwaltungsaufwand in engen Grenzen zu halten.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der gesamtwirtschaftlichen Konjunkturentwicklung insbesondere durch die regionale Wirtschaftsentwicklung nachhaltig beeinflusst. Trotz der positiven Rahmenbedingungen rechnen wir gegenwärtig für 2018 mit einem leicht schlechteren Ergebnis als dem im Berichtsjahr tatsächlich realisierten Wert. Die Gefahr von Abschreibungen auf den Wertpapierbestand sehen wir aufgrund unserer Erwartung eines leicht ansteigenden Zinsniveaus als realistisch, jedoch trotz erwarteten höheren Aufwendungen als gut tragbar an. Bei den strategischen Beteiligungen rechnen wir 2018 mit keinem Abschreibungsbedarf.

Die schrittweise steigenden Anforderungen an Qualität und Quantität der Eigenmittelausstattung im Rahmen von Basel III können auch 2018 gut erfüllt werden; dennoch werden hierdurch die Handlungsspielräume mittelfristig zwangsläufig eingeschränkt.

Sollten die im Entwurf Basel IV angekündigten erhöhten Eigenmittelanforderungen realisiert werden, führt dies zu einer Belastung und damit einhergehenden Einschränkung unserer Handlungsspielräume, insbesondere im Depot A. Nach unseren Planungen wird die LCR-Anforderung durchgängig eingehalten. Die Erfüllung der bankenaufsichtsrechtlichen Kennziffern für 2018 ist aus heutiger Sicht sichergestellt.

Gesamtaussage

Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2018 beurteilen wir moderat positiv, sofern sich die Rahmenbedingungen wie unterstellt entwickeln. Wir erwarten bei weiterhin sehr niedrigen Zinsen, einer positiven konjunkturellen Entwicklung und einer allgemein stabilen Kreditnachfrage eine Geschäftsentwicklung mit einem rückläufigen Zinsüberschuss sowie ein nochmals erheblich sinkendes Betriebsergebnis vor Bewertung und nach Bewertung. Die Sparkasse kann das für die Geschäfts- und Risikostrategie notwendige Kernkapital aus dem erwarteten künftigen Gewinn weiterhin selbst erwirtschaften.

Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern durchgängig gewährleistet sind.

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

der Sparkasse Hochschwarzwald

Sitz: Ttisee-Neustadt und Kirchzarten

eingetragen beim Amtsgericht Freiburg i. Brsg.

Handelsregister-Nr. HRA 320495 und HRA 4563

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktivseite

EUR EUR EUR 31.12.2016
TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 7.635.359,97 6.536
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 8.483.515,17 3.672
16.118.875,14 10.208
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0.00 0
b) Wechsel 0,00 0
0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 3.118.329,81 9.382
b) andere Forderungen 10.233.561,71 24.509
13.351.891,52 33.891
4. Forderungen an Kunden 694.883.307,06 683.515
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 320.991.473,81 EUR (317.400)
Kommunalkredite 32.366.466,93 EUR (38.345)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR (0)
0,00 0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 27.158.384,24 37.745
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 27.158.384,24 EUR (37.745)
bb) von anderen Emittenten 90.805.140,51 90.794
darunter
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 73.785.459,20 EUR (74.336)
117.963.524,75 128.540
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0
Nennbetrag 0,00 EUR (0)
117.963.524,75 128.540
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 200.525.216,16 203.414
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen 8.629.389,37 8.629
darunter:
an Kreditinstituten 175.320,20 EUR (175)
an Finanzdienstleistungsinstituten 508.249,45 EUR (508)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR (0)
9. Treuhandvermögen 1.925.902,39 1.618
darunter:
Treuhandkredite 1.925.902,39 EUR (1.618)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.467,00 31
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0
14.467,00 31
12. Sachanlagen 12.598.501,51 13.396
13. Sonstige Vermögensgegenstände 1.022.306,94 1.752
14. Rechnungsabgrenzungsposten 71.566,25 68
Summe der Aktiva 1.067.104.948,09 1.085.062

Passivseite

EUR EUR EUR 31.12.2016
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 11.637.194,23 52.020
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 182.698.539,63 187.229
194.335.733,86 239.250
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 285.016.932,64 287.230
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 20.732.533,60 26.818
305.749.466,24 314.048
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 425.308.809,20 393.428
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 4.865.853,99 6.063
430.174.663,19 399.492
735.924.129,43 713.540
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 6.502.795,85 6.503
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 EUR (0)
6.502.795,85 6.503
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 1.925.902,39 1.618
darunter:
Treuhandkredite 1.925.902,39 EUR (1.618)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 876.401,14 814
6. Rechnungsabgrenzungsposten 35.895,33 38
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.733.702,00 9.426
b) Steuerrückstellungen 339.000,00 380
c) andere Rückstellungen 7.281.896,15 7.156
17.354.598,15 16.962
8. (weggefallen)
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 13.813.634,22 13.814
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter:
vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 EUR (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 51.663.243,66 48.763
darunter:
Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 13.243,66 EUR (13)
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 0,00 0
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 43.760.563,59 42.862
43.760.563,59 42.862
d) Bilanzgewinn 912.050,47 899
44.672.614,06 43.761
Summe der Passiva 1.067.104.948,09 1.085.062
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 34.046.225,82 39.099
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0
34.046.225,82 39.099
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 47.766.250,25 34.683
47.766.250,25 34.683

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

EUR EUR EUR 1.1.-31.12.2016
TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 17.722.386,81 19.086
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 847,57 EUR (1)
aus der Abzinsung von Rückstellungen 0,00 EUR (0)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.713.025,26 2.989
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 0,00 EUR (0)
19.435.412,07 22.075
2. Zinsaufwendungen 7.086.791,83 9.772
darunter:
abgesetzte positive Zinsen 170.860,27 EUR (196)
aus der Aufzinsung von Rückstellungen 943.426,31 EUR (455)
12.348.620,24 12.302
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 5.369.100,96 6.896
b) Beteiligungen 586.683,47 612
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0
5.955.784,43 7.507
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 7.202.735,46 6.873
6. Provisionsaufwendungen 573.653,19 558
6.629.082,27 6.316
7. Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 927.767,19 950
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung 23.822,95 EUR (43)
9. (weggefallen) 25.861.254,13 27.076
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 8.991.804,11 8.475
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.621.522,23 2.636
darunter:
für Altersversorgung 906.160,58 EUR (1.086)
11.613.326,34 11.111
b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.770.274,54 5.701
17.383.600,88 16.812
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.030.040,25 1.479
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 379.766,37 523
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung 881,27 EUR (0)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 119.285,35 1.602
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
119.285,35 1.602
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 1.163.882,79 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 1.626
1.163.882,79 1.626
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
16. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.900.000,00 5.000
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.884.678,49 3.285
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.947.601,87 2.287
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 25.026,15 28
1.972.628,02 2.315
25. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 71
26. Jahresüberschuss 912.050,47 899
27. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
912.050,47 899
28. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) aus anderen Rücklagen 0,00 0
912.050,47 899
29. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) in andere Rücklagen 0,00 0
30. Bilanzgewinn 912.050,47 899

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Sparkasse Hochschwarzwald hat ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (einschließlich Schuldscheindarlehen) sind zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien und bezahlte Agien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt.

Die Lieferansprüche aus Wertpapierdarlehen werden unter Berücksichtigung der Börsenwerte der verliehenen Wertpapiere nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Für erkennbare Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen an Kunden in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Außerdem haben wir eine Pauschalwertberichtigung in Höhe des steuerlich zulässigen Betrages auf den latent gefährdeten Forderungsbestand gebildet.

Die Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Bei Wertpapierleihgeschäften gehen wir von einem Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der Wertpapiere aus. Insoweit werden verliehene Wertpapiere aus- und eine entsprechende Sachforderung eingebucht (Buchwert 10,2 Mio EUR).

Die institutsinternen Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Berichtsjahr nicht geändert.

Die Beteiligungen, einschließlich der unter Bilanzposten Aktiva 6 ausgewiesenen Anteile an geschlossenen Investmentvermögen, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden vorgenommen. Aus Vereinfachungsgründen werden bei den Sachanlagen in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen Vermögensgegenstände von geringem Wert (bis 150 Euro) sofort als Sachaufwand erfasst und geringwertige Vermögensgegenstände (bis 1.000 Euro) in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die in den Sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen und Vermögenswerte wurden mit dem Niederstwert bewertet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Pensionsrückstellungen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2005 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergebende durchschnittliche Marktzinssatz von 3,68 % bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Die Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes seit dem letzten Abschlussstichtag werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Bei der Berechnung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und ein Rententrend von jährlich 2,0 % berücksichtigt. Aus der Berechnung der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 1.155 TEUR. Er unterliegt in Höhe von 256 TEUR der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB, da in Vorjahren bereits in diesem Zusammenhang 899 TEUR der Sicherheitsrücklage zugeführt wurden.

Daneben bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von 14,1 Mio EUR, die sich aus der Zusatzversorgung der Beschäftigten der Sparkasse ergeben und nicht durch entsprechendes Vermögen der Versorgungskasse gedeckt sind. Die Berechnung dieses entsprechend Artikel 28 Abs. 2 EGHGB anzugebenden Betrags erfolgte nach einem dem Teilwertverfahren angelehnten Näherungsverfahren, welches versicherungsmathematische Grundsätze berücksichtigt. Die Ermittlung erfolgte auf Datenbasis des Vorjahresultimos unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2005 G und einer pauschalen Berücksichtigung des auf die Sparkasse entfallenden Anteils am gesamten Kassenvermögen der Versorgungskasse. Gehalts- bzw. Rententrends wurden bei der Berechnung vereinfacht durch Kompensation mit dem bei der Abzinsung zu verwendenden durchschnittlichen Marktzinssatz einbezogen. Der so ermittelte und zugrunde gelegte Rechnungszins betrug 3,4 %.

Gemäß IDW RS BFA 3 wurde zum Bilanzstichtag auf Basis einer barwertigen Betrachtungsweise unter Berücksichtigung voraussichtlich noch anfallender Risiko- und Verwaltungskosten nachgewiesen, dass aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) kein Verpflichtungsüberschuss besteht. Somit war diesbezüglich keine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erforderlich (Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)).

Die strukturierten Produkte "Forwarddarlehen" und "Darlehen mit Mindestzinsvereinbarung" wurden unter Berücksichtigung des IDW RS HFA 22 einheitlich (ohne Abspaltung der Nebenrechte) bilanziert und ggf. bewertet.

Die Sparkassenkreditbaskets XI, XII, XIII und XIV sowie die weiteren Credit Linked Notes wurden unter Abspaltung der Nebenrechte bilanziert und ggf. bewertet. Für übernommene Adressenausfallrisiken aus Credit Linked Notes (nominal 11,4 Mio Euro) wurden nach IDW RS BFA 1 Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 11,4 Mio Euro ausgewiesen; hierbei wurden für akute Ausfallrisiken gebildete Rückstellungen in Höhe von 15 TEUR gekürzt.

Das Währungsrisiko wird über eine Währungsposition als Einheit gesteuert. In diese werden die einzelnen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kassageschäfte eingestellt. Eine besondere Deckung gemäß § 340h HGB wird in Höhe der sich hierbei betragsmäßig ausgleichenden Positionen je Währung angenommen.

Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Bilanzposten und der am Bilanzstichtag nicht abgewickelten Kassageschäfte erfolgte generell mit dem Kassamittelkurs. Die Sortenbestände wurden zu dem Mittelkurs aus Schalterankaufs- und -verkaufskursen der Landesbank Baden-Württemberg bewertet.

Die Erfolge aus der Währungsumrechnung wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Der Ausweis der Aufwendungen und Erträge aus besonders gedeckten Positionen erfolgte saldiert im sonstigen betrieblichen Ergebnis.

Die angefallenen und mit den Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen verrechneten negativen bzw. positiven Zinsen werden abweichend zum Vorjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung als darunter-Positionen zu GV-Posten 1a) bzw. 2 ausgewiesen und nicht mehr im Anhang angegeben. Dies gilt auch für die Vorjahreszahlen.

C. Erläuterungen zur Jahresbilanz

Aktivseite

3. FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

In dieser Position sind enthalten:

31.12.17
TEUR
Vorjahr
TEUR
Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 221 184
Forderungen an die eigene Girozentrale 12.451 33.102

Die Unterposition b) - andere Forderungen - (ohne anteilige Zinsen) setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

TEUR
bis drei Monate 9.975

4. FORDERUNGEN AN KUNDEN

In dieser Position sind enthalten:

31.12.17
TEUR
Vorjahr
TEUR
Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.023 1.073

Diese Position (ohne anteilige Zinsen) setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

TEUR
bis drei Monate 22.914
mehr als drei Monate bis ein Jahr 47.646
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 227.794
mehr als fünf Jahre 376.139
mit unbestimmter Laufzeit 19.626

5. SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE

In dieser Position sind enthalten:

31.12.17.
TEUR
Vorjahr
TEUR
Beträge, die in dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig werden (ohne anteilige Zinsen) 7.481 21.797
TEUR
Von den in dieser Position enthaltenen Wertpapieren sind börsennotiert 106.449

6. AKTIEN UND ANDERE NICHT FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE

TEUR
Von den in dieser Position enthaltenen Wertpapieren sind börsennotiert 763

Anteile an Investmentvermögen

An den folgenden Investmentvermögen halten wir mehr als 10 % der Anteile:

Anlageziele Bezeichnung des Investmentvermögens

Marktwert
TEUR
Buchwert
TEUR
Ausschüttungen im Geschäftsjahr
TEUR
Spezialfonds (internationaler, gemischter Fonds)
Hochschwarzwald-Universal-Fonds 116.062 116.062 1.859
Spezialfonds (internationaler, gemischter Fonds)
Deka-Hochfirstfonds 32.170 32.000 595

Für die dargestellten Investmentvermögen lagen keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe vor.

9. TREUHANDVERMÖGEN

Das ausgewiesene Treuhandvermögen stellt in voller Höhe Forderungen an Kunden (Aktivposten 4) dar.

12. SACHANLAGEN

In dieser Position sind enthalten:

TEUR
im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Gebäude 9.769
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.225

13. SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

In dieser Position sind enthalten:

31.12.17
TEUR
Vorjahr
TEUR
nachrangige Vermögensgegenstände 113 1.178

14. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

In dieser Position sind enthalten:

31.12.17
TEUR
Vorjahr
TEUR
Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und höherem Auszahlungsbetrag von Forderungen 1 2

Mehrere Positionen betreffende Angaben

TEUR
Von den Vermögensgegenständen lauten auf Fremdwährung 7.523

ANLAGENSPIEGEL

Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Stand am 1.1. des Geschäftsjahres Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12. des Geschäftsjahres Stand am 1.1. des Geschäftsjahres
Immaterielle Anlagewerte 539 0 0 0 539 508
Sachanlagen 31.451 215 -139 0 31.527 18.055
Veränderungssaldo (§ 34 Abs. 3 RechKredV)
Forderungen an Kreditinstitute -2.500
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.512
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere -2.889
Beteiligungen +0
Sonstige Vermögensgegenstände -1.054
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Stand am 31.12. des Geschäftsjahres
Zugängen Abgängen Umbuchungen
Immaterielle Anlagewerte 17 0 0 0 0 525
Sachanlagen 1.013 0 0 -139 0 18.929
Veränderungssaldo (§ 34 Abs. 3 RechKredV)
Forderungen an Kreditinstitute -2.500
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.512
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere -2.889
Beteiligungen +0
Sonstige Vermögensgegenstände -1.054
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Buchwerte
Stand am 31.12. Stand am 31.12.
des Geschäftsjahres des Vorjahres
Immaterielle Anlagewerte 14 31
Sachanlagen 12.598 13.396
(ohne anteilige Zinsen)
Forderungen an Kreditinstitute 0 2.500
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 117.401 115.889
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 200.525 203.414
Beteiligungen 8.629 8.629
Sonstige Vermögensgegenstände 112 1.166

Passivseite

1. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

In dieser Position sind enthalten:

31.12.17
TEUR
Vorjahr
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.377 30.377
Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 152.185
TEUR
Der Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände für in dieser Position enthaltene Verbindlichkeiten beläuft sich auf insgesamt 126.750

Die Unterposition b) - mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist - setzt sich (ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

TEUR
bis drei Monate 14.686
mehr als drei Monate bis ein Jahr 10.857
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 78.891
mehr als fünf Jahre 77.091

2. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN

Die Unterposition ab) - Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten -setzt sich (ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

TEUR
bis drei Monate 882
mehr als drei Monate bis ein Jahr 8.163
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 10.243
mehr als fünf Jahre 1.335

Die Unterposition bb) - andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist -setzt sich (ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

TEUR
bis drei Monate 3.923
mehr als drei Monate bis ein Jahr 435
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 412
mehr als fünf Jahre 84

4. TREUHANDVERBINDLICHKEITEN

Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Passivposten 1).

6. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

In dieser Position sind enthalten:

31.12.17
TEUR
Vorjahr
TEUR
Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und niedrigerem Auszahlungsbetrag von Forderungen 36 31

9. NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITEN

TEUR
Für die in dieser Position ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in folgender Höhe angefallen 363

Die gesamten 13.600 TEUR der im Passivposten "Nachrangige Verbindlichkeiten" enthaltenen Mittelaufnahmen entsprechen Artikel 63 der Capital Requirements Regulation (CRR). Die Umwandlung in Kapital oder eine andere Schuldform ist in keinem Fall vereinbart oder vorgesehen.

Die einzelnen Mittelaufnahmen, die jeweils 10% des Gesamtbetrags übersteigen, sind wie folgt ausgestattet (ohne anteilige Zinsen):

Betrag
TEUR
Zinssatz
%
fällig am Vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung
2.000 3,125 13.06.2024 nein
3.000 3,125 13.06.2024 nein
2.000 2,300 10.06.2025 nein
3.000 2,600 17.03.2026 nein

Die nachrangigen Verbindlichkeiten von insgesamt 3.600 TEUR (ohne anteilige Zinsen), die im Einzelfall 10 % des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten nicht übersteigen, haben eine Durchschnittsverzinsung von 2,292 % und eine restliche Laufzeit von 6,5 bis 7,5 Jahren.

Mehrere Positionen betreffende Angaben

TEUR
Von den Schulden lauten auf Fremdwährung 7.123

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. ZINSERTRÄGE

In dieser Position sind enthalten:

TEUR
Vorfälligkeitsentschädigungen 274

5. PROVISIONSERTRÄGE

Wir haben Provisionserträge aus gegenüber Dritten erbrachten Dienstleistungen für die Vermittlung und Verwaltung von Lebensversicherungen, Bausparverträgen, Investmentfonds, Krediten und Finanzierungen aus einer Hand erhalten.

23. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

In dieser Position sind enthalten:

TEUR
Bildung einer Rückstellung für Steuern 339

30. BILANZGEWINN

Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 in seiner für den 03.07.2018 vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn vollständig der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

E. Sonstige Angaben

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Name, Sitz Höhe des Kapitalanteils Eigenkapital Jahresergebnis
Sparkassenverband Baden-Württemberg, Stuttgart 0,56 % - 1 - 1
SVB-Sparkassen-Versicherung Beteiligungs- GmbH Nr. 8, Stuttgart 10,32 % 41.872 TEUR - 5 TEUR
(30.11.2016) (2015/2016)

Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB ist für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

Der Sparkassenverband Baden-Württemberg hat sich zusammen mit den weiteren Trägern quotal entsprechend seinem Stammkapitalanteil im Geschäftsjahr 2009 an der Bereitstellung von zusätzlichem Eigenkapital für die Landesbank Baden-Württemberg beteiligt und eine Rückgarantie zusammen mit der Stadt Stuttgart gegenüber dem Land Baden-Württemberg aus einer Risikoimmunisierungsaktion für die Landesbank Baden-Württemberg übernommen. Die der Risikoimmunisierung zugrunde liegenden Portfolios wurden im Berichtsjahr vollständig veräußert und die Risikoabschirmung mit Wirkung zum 15. Dezember 2017 durch eine Beendigungsvereinbarung aufgelöst. Als Mitglied des Sparkassenverbands Baden-Württemberg sind wir verpflichtet, über Umlagen den nicht anderweitig gedeckten Verbandsaufwand entsprechend dem maßgeblichen Umlageschlüssel abzudecken. Darüber hinaus sind wir Mitglied des Sicherungssystems der Deutschen Sparkassenorganisation, wobei das System der freiwilligen Institutssicherung beibehalten wurde. Zusätzlich erfüllt das Sicherungssystem auch die Anforderungen des Einlagensicherungsgesetzes. Aus diesen Verpflichtungen ist über die laufenden jährlichen Beitragsverpflichtungen hinaus derzeit ein akutes Risiko einer wesentlichen Inanspruchnahme nicht erkennbar.

Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH) durch die S-Finanzgruppe haben wir uns über den Deutschen Sparkassen- und Giroverband ö.K. (DSGV) an der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG (Erwerbsgesellschaft) als Kommanditistin unterbeteiligt. In diesem Zusammenhang besteht ein Aufwendungsersatzanspruch des DSGV gegenüber den Unterbeteiligten für den Fall, dass die über die Erwerbsgesellschaft auszuschüttenden Dividenden der LBBH die laufenden Aufwendungen (im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung) nicht abdecken. Aktuell ist aus dieser Verpflichtung kein akutes Risiko einer Inanspruchnahme erkennbar.

1 Keine Angabe gemäß § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB

Latente Steuern

Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum Bilanzstichtag Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen in Höhe von 4.762 TEUR durch absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Ein Ausweis passiver latenter Steuern war insoweit nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern hat die Sparkasse entsprechend § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Die wesentlichen künftigen Steuerbelastungen resultieren aus bilanziellen Ansatzunterschieden bei den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren. Die zum Ausgleich der künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren künftigen Steuerentlastungen ergeben sich aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen bei den Forderungen an Kunden, den Beteiligungen sowie Rückstellungen. Der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 27,439 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zzgl. Solidaritätszuschlag) zugrunde gelegt. Aus Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden bei den Berechnungen mit einem Steuersatz von 15,825 % berücksichtigt

Abschlussprüferhonorare

Für das Geschäftsjahr wurden von unserem Abschlussprüfer für folgende Leistungen Honorare berechnet:

TEUR
für die Abschlussprüfung 229
für andere Bestätigungen 27
für die Steuerberatung 9

Mitarbeiter/-innen

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Anzahl
Vollzeitkräfte 116
Teilzeit- und Ultimokräfte (anteilig) 86
Auszubildende 12
Insgesamt 214

Bezüge / Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat

Für die früheren Mitglieder des Vorstandes bzw. deren Hinterbliebene wurden Versorgungsbezüge in Höhe von 614 TEUR bezahlt. Für diese Personengruppe bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 6.974 TEUR.

Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhielten für Ihre Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 92 TEUR.

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Kredite (einschließlich Haftungsverhältnisse) in Höhe von 50 TEUR gewährt.

An die Mitglieder des Verwaltungsrates wurden Kredite (einschließlich Haftungsverhältnisse) in Höhe von 4.572 TEUR ausgereicht.

Organe

Verwaltungsrat

Vorsitzender Hinterseh, Armin, Bürgermeister Titisee-Neustadt
1. Stellvertreter Hall, Andreas, Bürgermeister Kirchzarten
2. Stellvertreter Link, Tobias, Bürgermeister, Löffingen
Mitglieder Feser, Reinhard, Bürgermeister Lenzkirch
Kleeb, Fränzi, Bürgermeisterin Stegen
Schuler, Rudolf, Bürgermeister St.Peter
Wirbser, Stefan, Bürgermeister Feldberg
Dr. Bausch, Helmut, Rechtsanwalt
Jobst, Dietmar, Kaufmännischer Geschäftsführer i.R. der Firma Halstrup-Walcher GmbH
Rosenstiel, Clemens, Kaufmännischer Geschäftsführer i.R. der Firma IMS Gear GmbH
Heilbock, Christian, Bankfachwirt
Herrmann, Christian, diplomierter Sparkassenbetriebswirt
Kirner, Margarete, Sparkassenfachwirtin
Saier, Rudolf, Sparkassenbetriebswirt
Schweitzer, Julia, Bankbetriebswirtin

Vorstand

Vorsitzender Brachs, Jochen
Mitglied Frech, Michael

 

Kirchzarten / Titisee-Neustadt, den 07.05.2018

Der Vorstand

Brachs

Frech

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2017

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Sparkasse Hochschwarzwald hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Hochschwarzwald besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Sparkasse Hochschwarzwald definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoergebnis des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2017 25.861 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 155.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 2.885 TEUR.

Die Steuern auf den Gewinn betragen 1.948 TEUR. Die Steuern betreffen laufende Steuern.

Die Sparkasse Hochschwarzwald hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sparkasse Hochschwarzwald, Kirchzarten und Titisee-Neustadt

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Hochschwarzwald (im Folgenden: Sparkasse) bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 Handelsgesetzbuch (im Folgenden: HGB) erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften von der Sparkasse unabhängig und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchstabe f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung von Forderungen an Kunden

a) Sachverhalt und Problemstellung

Das Kundenkreditgeschäft ist ein maßgebliches Geschäftsfeld der Sparkasse, im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 werden Forderungen an Kunden unter dem Bilanzposten Aktiva 4 in Höhe von 694,9 Mio EUR (65,1 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Bei der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. insbesondere die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, sowie die Bewertung der ggf. vorliegenden Sicherheiten, maßgeblich. Die Bewertung dieser Forderungen beruht somit in einem hohen Maße auf Einschätzungen und Annahmen des Vorstands der Sparkasse und hat daher wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse. Für die Zwecke der Rechnungslegung sind insofern die Kreditprozesse zur Bewertung der Forderungen von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Bereits im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung der organisatorischen Pflichten haben wir die Ordnungsmäßigkeit der Kreditprozesse, u. a. die Früherkennungsverfahren für Kreditrisiken und den Forderungsbewertungsprozess, nachvollzogen. Die relevanten Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems bei der Bewertung der Kundenforderungen beurteilen wir regelmäßig auf Grundlage von Aufbau- und Funktionsprüfungen.

Bei einer risikoorientiert vorgenommenen bewussten Auswahl von Kreditengagements haben wir Einzelfallprüfungen vorgenommen und auf der Grundlage von Kreditunterlagen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen die von der Sparkasse vorgenommene Beurteilung des kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisikos sowie auf Basis von Objektunterlagen die Bewertung der Kreditsicherheiten bei ausfallgefährdeten Forderungen nachvollzogen. Insgesamt sind die vom Vorstand bei der Bewertung der Forderungen an Kunden und der Bildung von Risikovorsorge getroffenen Einschätzungen und Annahmen nachvollziehbar.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Informationen und Erläuterungen sind in den Anhangangaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Abschnitt B) sowie zu den Beständen und der Bewertung zum Bilanzposten Aktiva 4 (Abschnitt C) enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht (Abschnitte 2.2, 2.3 und 4.1.2).

Sonstige Informationen

Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die uns vor dem Datum des Bestätigungsvermerks vorgelegte sonstige Information umfasst den Jahresbericht über das Geschäftsjahr 2017.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter (Vorstand) und des Aufsichtsorgans (Verwaltungsrat) für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten und unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVO

Wir sind nach § 30 Abs. 2 Satz 2 Sparkassengesetz für Baden-Württemberg i. V. m. § 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht nach Art. 11 EU-APrVO in Einklang stehen.

Von uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistung, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurde, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Sparkasse erbracht:

Prüfung gemäß § 36 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG; in der Fassung vom 25. Juni 2017)

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung vorrangig verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Peter Petersen.

 

Stuttgart, den 18. Mai 2018

Sparkassenverband Baden-Württemberg
Prüfungsstelle

Wöhrle, Wirtschaftsprüfer

Petersen, Wirtschaftsprüfer

Verwaltungsratssitzung der Sparkasse Hochschwarzwald

TOP XIV Feststellung des Jahresabschlusses per 31. Dezember 2017 P.B.-Nr. 24

Der Vorstandsvorsitzende Jochen Brachs informiert anhand der Tischvorlage.

Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 der Sparkasse Hochschwarzwald geprüft. Aufgrund des Prüfungsbefundes wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Somit kann der Jahresabschluss 2017 festgestellt werden. Danach kann das Einreichungsverfahren nach § 26 Abs. 1 KWG und §§ 67 und 68 PrüfbV i. V. m. § 13 der Anzeigenverordnung sowie die Veröffentlichung des Jahresabschlusses eingeleitet werden. Der Feststellungsbeschluss hat sich zu erstrecken auf

1. die Zustimmung zu den vom Vorstand vorgenommenen Bilanzregulierungen

2. die Feststellung des sich danach ergebenden Jahresabschlusses gemäß § 30 Abs. 3 SpG

3. die Genehmigung zur Verteilung des Überschusses nach Maßgabe des § 12 Abs. 2 Nr. 7 SpG i.V.m. § 31 SpG.

1. Zustimmung zu den Bilanzregulierungen

Herr Brachs gibt anhand der weiteren Tischvorlage die vom Vorstand vorgenommenen Bilanzregulierungen bekannt. Im Anschluss hieran bittet der Verwaltungsratsvorsitzende um entsprechende Beschlussfassung.

Antrag:

Der Verwaltungsrat stimmt den vom Vorstand zum Zwecke der Bilanzregulierung getroffenen Maßnahmen einstimmig zu.

2. Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2017 gemäß § 30 Abs. 3 SpG

Der Vorsitzende gibt bekannt, dass sich unter Berücksichtigung der vorstehenden Bilanzregulierungen

eine Bilanzsumme von 1.067.104.948,09 € und

ein Bilanzgewinn in Höhe von 912.050,47 €

ergibt.

Der Verwaltungsratsvorsitzende bittet daraufhin den Verwaltungsrat zur Feststellung dieses Jahresabschlusses.

Antrag:

Der Verwaltungsrat stellt gemäß § 30 Abs. 3 SpG den Jahresabschluss 2017 mit einer Bilanzsumme von 1.067.104.948,09 € und mit einem Bilanzgewinn von 912.050,47 € einstimmig fest.

3. Genehmigung zur Verteilung des Überschusses nach § 12 Abs. 2 Nr. 7 SpG i. V. m. § 31 SpG

Der Vorsitzende teilt mit, dass sich zum Bilanzstichtag zwischen der Sicherheitsrücklage und der Bilanzsumme eine Relation von 4,1 % errechnet. Der Bilanzgewinn ist nach § 31 Abs. 2 SpG in vollem Umfang der Sicherheitsrücklage zuzuführen, bis diese 4 % der Bilanzsumme erreicht. Maßgebend sind die Bilanzsumme und die Sicherheitsrücklage zum Bilanzstichtag.

Mit Feststellung des Jahresabschlusses 2017 am 3. Juli 2018 erhöht sich die Sicherheitsrücklage um 912.050,47 € auf 44,7 Mio. €.

Daraus ergibt sich eine mögliche Ausschüttung an die Träger i.H.v. 228.012,62 € (25 % aus 912.050,47 € lt. § 31 SpG). Als maximaler Ausschüttungsbetrag laut § 268 Abs.8 HGB ergibt sich ein Betrag i.H.v. 656.203,96 €. Der geringere Betrag aus beiden Berechnungen ist für das Jahr 2017 für die Sparkasse maßgebend.

Danach bittet der Verwaltungsratsvorsitzende, hierüber einen Beschluss zu fassen.

Hochset Antrag:

Der Verwaltungsrat beschließt einstimmig gemäß § 12 Abs. 2 Nr. 7 i. V. m. § 31 Abs. 2 SpG die Zuweisung des ausgewiesenen Bilanzgewinns in Höhe von 912.050,47 € zur Sicherheitsrücklage.

4. Veröffentlichung des Jahresabschlusses

Der Vorsitzende gibt dem Verwaltungsrat bekannt, dass nunmehr der Jahresabschluss festgestellt ist und damit das Einreichungsverfahren nach § 26 KWG sowie die Veröffentlichung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2017 eingeleitet werden kann. Er bittet den Verwaltungsrat, hierüber ebenfalls einen Beschluss zu fassen.

Antrag:

Der Verwaltungsrat beschließt einstimmig in der für die amtlichen Verkündigungen des Amtsgerichts Titisee-Neustadt und des Amtsgerichts Freiburg zuständigen Tageszeitung, der "Badischen Zeitung" sowie dem "Südkurier" durch einen Hinweis bekannt zu geben, dass der Jahresabschluss 2017, einschließlich der Gewinn- und Verlustrechnung und des Geschäftsberichtes in allen Schalterräumen der Sparkasse ausliegt. Im Übrigen wird der Geschäftsbericht an die Bürgermeister der bürgenden Gemeinden und an die interessierten Wirtschaftskreise versandt. Außerdem ist der Jahresabschluss im Bundesanzeiger zu veröffentlichen.

5. Bekanntgabe des Offenlegungsberichts

Vorstandsvorsitzender Brachs informiert, dass der Offenlegungsbericht in Kürze auf der Homepage der Sparkasse Hochschwarzwald veröffentlicht wird.

Die Bankaufsicht verfolgt mit der Umsetzung der 3. Basler Säule in nationales Recht das Ziel, durch das Instrument der Offenlegung von Informationen zu den Eigenmitteln und Risikopositionen bzw. zum Risikomanagement der Kreditinstitute die Mechanismen des Kapitalmarkts zur Stärkung der Solidität und der Sicherheit des Finanzsystems zu nutzen. Die Säule 3 ergänzt die Mindesteigenkapitalanforderungen (Säule 1) und das aufsichtsrechtliche Überprüfungsverfahren (Säule 2).

Nach § 26a Abs. 1 Satz 1 KWG haben Institute regelmäßig Informationen über die Eigenkapitalsituation, eingegangene Risiken, Risikomessverfahren und ihr Risikomanagement zu veröffentlichen. Die Sparkasse Hochschwarzwald kommt den handelsrechtlichen Offenlegungspflichten durch den Lagebericht und den Jahresabschluss nach, die im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Der Bericht zur Offenlegung nach CRR (Capital Requirements Regulation) enthält darüber hinaus die erforderlichen Angaben, die nicht schon im Lagebericht 2017 oder im Jahresabschluss 2017 enthalten sind.

 

Titisee-Neustadt, 3. Juli 2018

Vorsitzender des Verwaltungsrates

Armin Hinterseh, Bürgermeister

Vorsitzender des Vorstandes

Jochen Brachs

Schriftführer

Dr. André Schenek

Verteiler: VS und RW: Einreichung und Veröffentlichung gem. Bearbeitungsmerkblatt (ohne Anlage) VS:z.d.A. 250/2016

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